Counterjihad

22. Oktober 2008

Über dieses Projekt

Gespeichert unter: Uncategorized — Manfred @ 02:31

Ziel dieses Blogs war es ursprünglich, alle Artikel des norwegischen Essayisten Fjordman in deutscher Sprache verfügbar zu machen. Inzwischen sind wir dazu übergegangen, auch fremdsprachige Artikel anderer Autoren zu übersetzen und hier einzustellen. Wer immer sich daran beteiligen und thematisch passende Artikel ins Deutsche übersetzen möchte, ist herzlich dazu eingeladen. Also:

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7. November 2009

Die Narodniki. Geschichte eines Geheimbundes

Gespeichert unter: Deutschsprachige Autoren, Thatcher — Schnee-Eule @ 03:36
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alexander-ii-attentat
Ermordung Zar Alexanders II.


Die Narodniki

Geschichte eines Geheimbundes

Von Thatcher


Die Narodniki („Volkstümler“, „Volksfreunde“) traten in den 1860er Jahren in Russland in Erscheinung. Ausgangspunkt dieser sozialrevolutionären Bewegung war ein marxistischer Geheimbund, der auf das Intellektuellenmilieu in den Städten einwirkte und bewirkte, dass sie sich den einfachen Arbeitern und der Landbevölkerung zuwandten, um ihre Botschaften im russischen Volk zu verbreiten. Später kam es dann über die Frage des Terrorismus zur Aufspaltung und zur völligen Dominanz der Narodniki durch den terroristischen Flügel. Die Grundsätze, die diese „Narodnaja wolja“ aufstellte, sind zum Muster für alle terroristischen Bewegungen des 20. Jahrhunderts bis heute geworden (RAF, Al-Fatah, ETA, IRA, Al-Qaida).

Grundlegend für das Verständnis der frühen Form der Narodniki ist die marxistisch-revolutionäre Ausrichtung der Bewegung. Marx hatte ein ökonomistisch-deterministisches Geschichtsbild vertreten, demnach der Weg von der landwirtschaftlichen zur industriellen Wirtschaftsform zwangsläufig sei und ebenso zwangsläufig mit einer Verelendung der Arbeiterschaft einhergehe, die irgendwann, wenn diese Verelendung unerträglich geworden sei, in eine gewaltsame Revolution übergehe. Diese werde den ganzen gesellschaftlichen „Überbau“ (damit ist alles gemeint, was außer der Arbeiterschaft auch noch eine Gesellschaft, also ein Volk ausmacht: Kulturbetrieb, Behördenapparate, Militär, Herrscher, Kirche, Künstler, Universitäten u.v.m.) umstürzen und eine Diktatur des Proletariats errichten, die als quasi diesseitiges Paradies vorgestellt werden muss. Marx hat auch erstaunlich präzise vorhergesehen, dass diese sozialistische Diktatur ihrerseits extrem repressiv sein müsse:

„Frieden ist die Abwesenheit von jeder Opposition gegen den Sozialismus“,

und daher die umwertende Sichtweise postuliert, dass es einen „Dienst an der Arbeiterschaft“ darstelle, mit revolutionärem Eifer alles kleinzuschlagen, was der ohnehin feststehenden historischen Entwicklung im Wege stehe oder auch nur theoretisch in Opposition treten könne.

Die Narodniki sahen für Russland die Möglichkeit, den langen Gang von der ländlichen Wirtschaft, die das Land noch weitgehend im Griff hatte, ohne den Weg über die Industrialisierung und Massenverelendung direkt in Richtung „Sozialismus“ abzukürzen.

In Russland hatte Zar Alexander II. (herrschte 1855 – 1881) eine Modernisierung des Wirtschaftslebens durchgesetzt, indem er die Leibeigenschaft aufhob, die Industrialisierung in die Wege leitete und den Bau eines Eisenbahnnetzes in Angriff nehmen ließ. Für die einfache russische Landbevölkerung, an autoritäre Herrschaftsformen gewöhnt, waren diese Umbrüche verwirrend, und in genau diese Verunsicherung hinein traten die Volkstümler, indem sie den einfachen Bauern sagten, dass die Landgemeinde einen Sonderfall der Geschichte darstelle, der einzigartig sei, dass die Reformen des Zaren eine Verelendung mit sich bringen würden und dass es besser sei, auf der Basis der russischen Landgemeinde einen Sozialismus zu gründen.



Die Spaltung

Das war jedoch nur Propaganda, um die russische Bevölkerung in Opposition zum Zaren und zum „gesellschaftlichen Überbau“ zu bringen und unter ihnen eine sozialrevolutionäre Stimmung aufkommen zu lassen. Diese Bemühungen waren jedoch weitgehend erfolglos; das Volk weigerte sich, von den „Volkstümlern“ mit Revolution und Sozialismus beglückt und „erlöst“ zu werden. Diese Trägheit wurde manchmal damit begründet, dass die Bevölkerung noch in zu guten Verhältnissen lebe, die sich zunächst verschlechtern müssten, bevor das Volk revolutionär werden würde, manchmal aber auch damit, dass die Verhältnisse, in denen das Volk lebe, bereits zu ärmlich und verzweifelt seien, als dass es sich erheben könne. Egal was nun der Grund dafür war – einigen der Narodniki schien der Weg der „Volksbildung“ nicht erfolgversprechend genug. Eine radikale Fraktion wollte statt dessen mittels Terroranschlägen gegen die Obrigkeit die revolutionären Ziele verfolgen. Die repressive Reaktion des zaristischen Regimes kalkulierten sie dabei mit ein: diese würde dem Volk dessen unterdrückerische Natur bewußt machen. Es kam zur Spaltung der Narodniki in diejenigen, die den bisherigen Weg weitergehen wollten und diejenigen, die jetzt ausschließlich zum Terror greifen wollten. Diese nannten sich fortan „Narodnaja wolja“ (Wille des Volkes) und wurden von einem zentralen „Vollzugskomitee“ angeleitet. Jedoch war diese terroristische Fraktion der Narodniki so „erfolgreich“ mit ihrer Strategie, dass man in Russland unter dem Begriff „Narodniki“ bald nur noch „Terroristen“ verstand und sie diesen Namen bald auch offiziell wieder führten.


Sergej Netschajew
Sergej Netschajew



Die Rolle Sergej Netschajews

Sergej Netschajew war der Prototyp eines skrupellosen, lügnerischen und zynischen Machtpolitikers. Sein jugendliches Alter (er war erst 22 Jahre alt) stellte ihn vor gewisse Probleme, die er stets dadurch löste, sich als Abgesandten größerer, einflussreicherer Revolutionäre darzustellen und seine Kontaktpersonen so darüber zu täuschen, dass er seine eigenen Pläne verfolgte. Der in Russland sehr bekannte Anarchist Bakunin befand sich im Genfer Exil und drohte seinen Einfluss in der Sozialistischen Internationale völlig an Marx zu verlieren, der, statt mit ihm zu debattieren, ihm seine Worte im Mund herumdrehte und ihn moralisch diffamierte. Netschajew erweckte unter seinen studentischen Anhängern den Eindruck, er sei verhaftet und in die Peter-und-Pauls-Festung gebracht worden. Tatsächlich reiste er aber in die Schweiz zu Bakunin und stellte sich als aus dem Gefängnis befreiter Abgesandter einer großen Gruppe russischer Revolutionäre dar, die begierig auf Anweisungen des großen Bakunin warteten. Und Bakunin tappte bereitwillig in die Falle. Mit den Bakuninschen Anweisungen, die er versandte, wollte Netschajew gegenüber dem alten Anarchisten nur den Eindruck erwecken, es gebe tatsächlich ein weitgespanntes revolutionäres Netz, auf das er Einfluss nehmen könne. Schließlich gelang es Netschajew, der mittellos war, Bakunin die Hälfte seines revolutionären Geldfonds abzujagen. Mit dem Geld finanzierte er seine Rückreise und den Aufbau seines eigenen revolutionären Netzes. Nun gab Netschajew den zahlreichen verstreuten Narodniki, von denen er wusste, den Anschein, er überbringe Nachrichten von hochgeheimen und unbekannten revolutionären Denkern, die selbstlos irgendwo im Land für die Sache arbeiteten – die Phantasie der Belogenen siegte jeweils über die triste Wirklichkeit.



Die Philosophie und die Statuten des Terrors

Im Kern wurden die Narodniki jetzt bereits zu einer Kaderpartei mit unbedingter Loyalität zur „Revolution“ geschmiedet, der sie in einem Akt der Nachahmung des Christentums sogar göttliche und erlösende Funktionen zuschrieben. Das geht aus den von Netschajew in seinem Tagebuch festgehaltenen Punkten zur Philosophie des Terrors hervor, die zur Grundsatzung des Geheimbundes der Narodniki wurden, nach einem Mordanschlag jedoch von der russischen Geheimpolizei gefunden wurden und u.a. Folgendes besagen:

1. Der Revolutionär ist ein vom Schicksal Gezeichneter. Er kennt keine persönlichen Interessen, Angelegenheiten, Gefühle, Bindungen. Er hat kein Eigentum, ja nicht einmal einen Namen.

2. Er hat in der Tiefe seines Wesens, nicht nur in Worten, sondern in der Tat, alle seine Beziehungen zu der bürgerlichen Ordnung und der ganzen Kulturwelt mit all ihren Gesetzen, Bräuchen und Sitten zerrissen. Er ist für sie ein unerbittlicher Feind, und wenn er weiter in ihr lebt, so tut er es nur deshalb, um sie desto sicherer zerstören zu können.

3. Der Revolutionär [...] kennt nur eine Wissenschaft – die Wissenschaft der Zerstörung. Dafür, und nur dafür, studiert er jetzt Mechanik, Physik, Chemie, vielleicht gar Medizin. Dafür studiert er Tag und Nacht die lebendige Wissenschaft von Menschen, Charakteren, Zuständen und Bedingungen der gegenwärtigen Gesellschaftsordnung in allen möglichen Schichten. Das alleinige Ziel aber ist die schnellste Zerstörung dieser üblen Weltordnung.

[...]

5. Der Revolutionär [...] muss sich stählen, Foltern zu ertragen.

6. Hart zu sich selber, muss er auch hart zu den anderen sein. Alle zarten, verzärtelnden Gefühle der Verwandtschaft, der Freundschaft, der Liebe, der Dankbarkeit und sogar der Ehre selbst müssen in ihm erstickt sein von der einzigen kalten Leidenschaft für die revolutionäre Sache. [...] In seinem kaltblütigen und unermüdlichen Streben nach schonungsloser Zerstörung muss er bereit sein, selber umzukommen, oder mit seinen eigenen Händen alles umzubringen, was ihr im Wege steht.

[...]

8. Das Maß der Freundschaft und Ergebenheit zu einem Mitrevolutionär wird lediglich von dem Grad seiner Nützlichkeit in der revolutionären Praxis bestimmt.

[...]

10. Jeder Kamerad muss ständig einige Revolutionäre zweiten oder dritten Grades, d.h. nicht vollkommen Uneingeweihte, zur Hand haben und sie als einen Teil des allgemeinen revolutionären Kapitals betrachten, das zu seiner Verfügung gestellt worden ist. Er muss dieses ihm anvertraute Kapital sparsam verbrauchen und sich bemühen, aus ihm den größten Nutzen zu ziehen. [...]

11. Wenn ein Kamerad in Not gerät und es entschieden werden soll, ob er gerettet werden soll oder nicht, darf sich der Revolutionär nicht von persönlichen Gefühlen leiten lassen, sondern nur von dem Nutzen für die revolutionäre Sache. [...]

[...]

14. Für sein Ziel der schonungslosen Zerstörung darf, ja muss oft der Revolutionär in der Gesellschaft leben und sich ganz und gar nicht als der ausgeben, der er in Wirklichkeit ist. Der Revolutionär muss überallhin eindringen: in alle niederen und mittleren Schichten, in den Kaufmannsladen, in die Kirche, in das herrschaftliche Haus, in die bürokratische, die militärische Welt, in die Literatur, ja in die III. Abteilung*) und sogar in das Winterpalais.

*) Gemeint ist die III. Abteilung der zaristischen Geheimpolizei, die damals in ganz Russland gefürchtet war wegen ihrer Brutalität.

Es folgt eine Auflistung der Komponenten der „üblen Gesellschaftsordnung“ und eine Festlegung, was mit welcher Priorität zu zerstören sei und welche Personen zu diesem Zweck zu töten seien. Abschließend heißt es:

22. Überzeugt davon, dass die Befreiung und die Erreichung des Glücks für die arbeitenden Massen nur auf dem Weg der alleszerstörenden Volksrevolution möglich sind, wird die Geheimgesellschaft mit aller Kraft und mit allen Mitteln zur Verbreitung dieser Plagen und Übel beitragen, die die Geduld des Volkes endlich brechen und es zum allgemeinen Aufstand zwingen müssen.“

Durch diesen philosophischen Ansatz ist vieles vorweggenommen, was sämtliche späteren revolutionären Bewegungen bis heute praktizieren: Netschajew hatte erkannt, dass jede tatsächliche Gesellschaft auf Wertungsmustern beruht, die für sie typisch sind und die üblicherweise religiös begründet oder zumindest befestigt werden. Will man die so begründete Gesellschaft revolutionieren, so wird man dieses Wertesystem dekonstruieren müssen. Auf direkte Weise kann das nicht geschehen, wohl aber, indem man die tatsächlichen Werte als „falsche“, als „scheinbare“ Werte diffamiert, die der Verwirklichung des „wahren“ Wertes (der Revolution) im Wege stehen und daher als „unterdrückerisch“, als „böse“ dargestellt werden müssen. Es wird der Anschein erweckt, dass höhere Werte als die tatsächlich praktizierten existieren, zu deren Verwirklichung die alten Werte, die „nebenbei“ das Fundament der Gesellschaftsordnung bilden, restlos beseitigt werden müssten. Und jede ideologische Bewegung variiert seitdem diesen Ansatz: Die Feministinnen diffamierten Familie und Mutterschaft als Unterdrückungs- und Sklavensystem, aus der die (selbstverständlich sozialistisch angehauchte) „Emanzipation“ die „Befreiung“ darstelle (dass aus dieser dann sehr schnell „das Recht, durch Arbeit eigenes Geld zu verdienen“ wurde, hat, wie wir inzwischen wissen, ganz andere Gründe). Die Frankfurter Schule richtete ihre destruktiven Theorien gegen die moderne Kulturproduktion, die den darin gefangenen Menschen ein „falsches Bewußtsein“ vorgaukele, weshalb sie die Notwendigkeit einer radikalen Revolution nicht erkennen könnten. Die RAF sprach von der tatsächlichen Welt nur als dem „Schweinesystem“, dessen handelnde Personen als „Charaktermasken“ gar keine wirklich selbstbestimmt handelnden Subjekte, sondern nur Illusionen seien, deren Persönlichkeit jedenfalls keine Sentimentalitäten auslösen dürfe, die gegen ihre Ermordung hätten sprechen können – solche Sentimentalität wäre ohne Zweifel Teil des „falschen Bewußtseins“ gewesen, das die „herrschenden Cliquen“ zwecks Unterdrückung der revolutionären Massen permanent und lückenlos über die Gehirne gezogen hätten. Auch die sogenannte „Kunst nach Auschwitz“ lebt davon, die alten Werte, die die Kunstproduktion zuvor bestimmt hatten (Ästhetik, Überhöhung, Idealisierung), „überwunden“ zu haben und folglich rostiges Eisen auf jeden öffentlichen Platz zu stellen und jeden als „ewiggestrig“ zu diffamieren, der darin eine Verschandelung des öffentlichen Raumes sieht. Für das moderne Theater, das hauptsächlich vom plakativen Bruch „überkommener Vorstellungen und Tabus“ lebt, ließe sich Ähnliches sagen, und die Aufzählung von Einkleidungen des immergleichen revolutionären Gedankenguts, das wieder und wieder die Idee der Überwindung der „falschen Werte“ zugunsten (scheinbar) „höherer“ Werte variiert, ist hiermit noch lange nicht abgeschlossen.

Auf der Basis dieses Gedankensystems wurden die „Statuten des Terrors“ für die Mitglieder formuliert, die damit verpflichtet wurden,

1. „[...] alle Geistes- und Seelenkräfte für die revolutionäre Sache hinzugeben, ihretwillen alle Familienbande, Sympathien, Liebe und Freundschaft aufzugeben,

2. wenn nötig, das Leben hinzugeben ohne Rücksicht auf sich und andere,

3. nichts zu besitzen, das nicht gleichzeitig der Organisation gehörte,

4. seinem individuellen Willen zu entsagen und ihn den Mehrheitsbeschlüssen der Organisation unterzuordnen,

[...]

6. in allen Beziehungen öffentlichen und privaten Charakters, in allen offiziellen Handlungen und Erklärungen sich nie als Mitglied, sondern sich stets nur als Beauftragter des Volkskomitees zu bezeichnen.

Auch aus diesen Statuten kommt uns einiges wieder sehr bekannt vor von moderneren Implementierungen der terroristischen Philosophie, z.B. dass das Private stets politisch und das Politische privat zu sein habe, dass Freundschaften und sogar Familienbande nichts zählen, sobald es auch nur zum Verdacht „konterrevolutionärer“ Umtriebe käme, dass man sich immer als von „höherer Stelle“ legitimiert ansieht, zumindest bezeichnet, auch ohne dies wirklich zu sein.



Die Blutspur des Terrors

Mit diesen Statuten ausgestattet, konnten die Narodniki das mörderische Werk beginnen. Die Zahl der Gouverneure, Beamten und Polizeioffiziere, die ihnen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zum Opfer fielen, ist Legion. Allein siebenmal versuchten sie – jeweils ohne Erfolg – den Zaren zu ermorden, doch waren bei diesen Versuchen jedes Mal etliche Unbeteiligte getötet worden. Bei einem dieser Mordversuche hatte sich ein Mitglied der Narodniki als Tischler am Winterpalais anstellen lassen und 50 Soldaten des finnischen Wachbataillons mit einer Bombe in den Tod gerissen, doch kein Mitglied der Zarenfamilie ernsthaft verletzen können. Der achte Versuch, ausgeführt am 1. März 1881 (15. März nach gregorianischem Kalender), sollte schließlich erfolgreich sein. Er ging von einem Milchgeschäft aus, von dem aus die Narodnika Sofija Perowskaja und ihre Gruppe (es überrascht, wie viele Frauen unter den Mitgliedern der Terrororganisation waren – auch die RAF und andere Bewegungen bedienten sich des Affekts vieler westlicher Männer, in Frauen keine Gewalttäterinnen erblicken zu wollen) in langer und mühevoller Arbeit einen Tunnel unter eine Straße getrieben hatte, die der Zar gewohnheitsmäßig benutzte. In diesem Tunnel wollten sie eine Mine zur Explosion bringen. Der Plan wurde jedoch verraten, und so gerieten sie in Panik und beschlossen, den Sprengstoff als Bomben direkt auf die Zarenkutsche zu werfen. Dabei wurde einer der Attentäter selbst zerfetzt, eine unbeteiligte Person getötet und der Zar so schwer verwundet, dass er Stunden später starb.

Die Schuldigen für diese Mordtat wurden schnell gefaßt, abgeurteilt und hingerichtet. Die Reaktion des russischen Staates war hingegen so, wie sie sich die Narodniki gewünscht hatten: Weder der direkte Nachfolger, Alexander III., noch sein Enkel Nikolaus II. wollten das Schicksal Alexanders II. erleiden und wiesen die danach aufgestellte Geheimpolizei „Ochrana“ an, die politische Szene Russlands streng zu kontrollieren und mit unerbittlicher Härte jede oppositionelle Gruppe zu zerschlagen. Die Narodniki hatten einen totalen Überwachungsstaat herbeigebombt, der schließlich 1917 im Rahmen der Russischen Revolution tatsächlich auf revolutionäre Weise „überwunden“, tatsächlich jedoch nur in ein noch weit schlimmeres totalitäres System überführt wurde. Auch an diesen Vorgängen waren die Narodniki führend beteiligt – die grausame politische Philosophie und Praxis Lenins ist durch die Notizen Netschajews und die „Statuten des Terrors“ bereits weitgehend vorweggenommen.

Der bei diesem Anschlag ums Leben gekommene Attentäter hieß Grinewitzki und war Jude. Dieser Umstand führte dazu, dass den Juden, die im intellektuellen Milieu der Städte überrepräsentiert waren, eine führende Rolle innerhalb der Narodniki zugeschrieben wurde und sie im Folgenden stark sowohl unter Repressionen des zaristischen Polizeiapparates als auch unter Pogromen der einfachen Bevölkerung zu leiden hatten. Inwieweit es Juden waren, die die Gedanken der Terroristen maßgeblich geprägt hatten, und inwiefern diese Schuldzuweisung also zutreffend war, ist natürlich bis heute heftig umstritten. Unter den Bolschewiki, die später Russland revolutionieren sollten, waren sie in so starkem Maße überrepräsentiert, dass manche sogar von den Juden als einem „Tätervolk“ sprechen – was natürlich, wie jedes Abstempeln ganzer Völker für Untaten Einzelner (wie uns Deutschen schmerzhaft bewußt sein sollte), ein Irrweg ist.

Jede politische Gruppierung, die sich an Philosophie und Statuten der Narodniki – ob gewollt oder ungewollt – orientiert, kann gar nicht anders, als revolutionär zu sein, und wenn eine „gemäßigte“ Partei, wie sie z.B. die SPD lange Zeit zu sein beansprucht hat, von solchen Kräften unterwandert und umgekrempelt wird, dann wird auch sie zum nihilistischen, revolutionären Vehikel herabsinken, dem es letzten Endes auch gleich sein wird, welches Leid und welchen gesellschaftlichen Schaden die Subjekte anrichten, die man unter dem Deckmantel allgemeiner Toleranz und Wurstigkeit gewähren läßt. Einhalt gebieten kann dem, wenn überhaupt etwas, nur ein unerschütterliches Bewußtsein für diese grundlegende Achillesferse menschlicher Wertorientierung, an der die zerstörerische Philosophie des Nihilismus ansetzt.



Der Begriff des Nihilismus

Erstmals verwendete Iwan Sergejewitsch Turgenjew in seinem Roman „Väter und Söhne“ von 1862 für die von den Narodniki praktizierte politische Philosophie diesen Begriff. Damit ist jede Haltung beschrieben, die die tatsächlich fundamentalen Werte einer Gesellschaft vernichten will zugunsten eines angeblich höheren Ziels. Jede terroristische oder sozialrevolutionäre Bewegung kleidet dieses Konzept in jeweils eigene Begriffe, die jedoch alle das Ziel haben, die wertmäßige Leere ihres Denkens mit einer Maske aus schönem Schein zu umgeben, denn ohne diese wäre die Revolutionsbewegung unattraktiv für die potentiellen Anhänger.

Es ist doch im Wesentlichen immer so: Jede „richtige“, auf spezifischen Werten und deren Ordnung beruhende Gesellschaft pflanzt sich aus eigenem Antrieb fort, indem Männer und Frauen harmonisch zusammenleben und -wirken, indem sie grundsätzlich zu den fundamentalen Werten und der von diesen begründeten Ordnung Ja sagen, indem eine Offenheit für Kinder besteht, indem ausreichend Kinder geboren werden, die in das bestehende Wertemuster hineinerzogen werden, es annehmen und verteidigen und weitergeben und weitertragen. Jede umstürzlerische Bewegung, die die dafür notwendigen Wertmuster („Familienwerte“) aufgibt, hat schon mal das grundsätzliche Problem, dass kein Nachwuchs auf natürliche Weise zustandekommt – die Frage der Rekrutierung kommt auf, und sie wird durch Parasitierung an den Menschen, die in der umzustürzenden Ordnung leben, gelöst. Diese werden manipuliert, beeinflusst und der Ordnung, der sie entstammen, überdrüssig gemacht, so dass sie sich der revolutionären Bewegung, die mit ihren „besseren“, „edleren“, „höheren“, „vom Establishment unterdrückten“ Scheinwerten natürlich kräftig hausieren geht, anschließen. Im Falle der deutschen ‘68er gelang dies beim maßgeblichen, wenn nicht gar beim größeren Teil einer ganzen Generation; der Feminismus, der sich an den Frauen schadlos hält, war gleichfalls so erfolgreich, dass er bis heute den jungen Frauen die – seiner Ansicht nach korrekten – Gewichtungen von Familie und Beruf diktieren kann.

Doch diese Propaganda ist nur Tünche über einer wertmäßigen Leere, die von den einfacheren Geistern niemals, von den intelligenteren meist zu spät erkannt wird, und ehe man sich versieht, ist ein großer Batzen wertvoller, nicht gelebter Lebenszeit verloren an ein zukunftloses, nicht nachhaltiges Gedankenkonstrukt. Zum Glück scheint es so zu sein, dass die Töchter von Feministinnen die Nase gestrichen voll vom Feminismus haben und die Kinder von ‘68ern nichts mehr mit dieser zerstörerischen pseudointellektuellen Philosophie am Hut haben wollen. Sie haben den Nihilismus, der ihnen implizit gepredigt wurde, überwunden – aber nicht, wie Nietzsche es wollte, durch Schaffung tatsächlich neuer Werte, sondern dadurch, dass sie zu der Einsicht gelangt sind, dass nur auf der Basis der alten Werte Familie, Vaterland, Gemeinwohl, Solidarität, Transzendenz (Gott) ein nachhaltiges Leben möglich ist, das sich selbst auch durch eine neue, selbst gezeugte und geborene Generation als tragfähig erweist. Und wenn diese Überwinder des Nihilismus gegen die letzten Vertreter der leeren Scheinbarkeit die Stimme erheben, dann schallen ihnen zwar zunächst heftigste Ablehnungen, moralische Diffamierungen und Einschüchterungen entgegen. Diese sind aber letzten Endes nur Bestätigungen dafür, dass die um ihre Lebenszeit Betrogenen genau das doch noch erkennen; sie stemmen sich nur noch gegen die Erkenntnis, dass sie Betrogene sind.



Bedeutung für heutige Sozialisten, Sozialdemokraten und Revolutionsbewegungen

Daher kann auch keine „revolutionäre“ Bewegung, die sich zu radikal gegen die notwendigen Bedingungen menschlichen Lebens wendet, länger als eine Generation bestehen bleiben. Der Nihilismus tritt zwar immer wieder in Erscheinung, doch die nihilistischen Bewegungen sterben – im wahrsten Sinne des Wortes – bald aus. Eine nachhaltigere Bewegung kann durchaus ihre revolutionären Absichten haben, doch muss sie ein Minimum an Kompromissen mit der menschlichen Natur eingehen, um sich halten zu können. Stalin etwa war als Sozialist immer noch einer der menschenverachtendsten Schlächter der Weltgeschichte, doch kam er dem russischen Volk insofern entgegen, als dass er die orthodoxe Religion etwas mehr gewähren ließ – insbesondere in der Zeit des II. Weltkrieges – und den Reproduktionsbedingungen in den Familien nicht auch noch Hindernisse zumutete. In der Öffentlichkeit riskierte zwar sein Leben, wer auch nur den Verdacht erregte, gegen Väterchen Stalin zu sein, doch das Private war in seinem Reich nicht politisch. Und auch wenn er ganze Volksgemeinschaften innerhalb der Sowjetunion zwangsumsiedeln ließ, so tat er dies doch unter Wahrung ihrer Eigenschaft als Völker – nur dass diese dann eben woanders als Völker lebten. Dass Stalin versucht hätte, durch Vermischung der einzelnen Nationen den Sowjetmenschen herbeizuzüchten, ist mir nicht bekannt.

Von dem Russen Lenin weiß man, dass er die nichtrussischen Sowjetrepubliken durch die Ansiedlung russischer Familien zu russifizieren versuchte, doch strebte er nicht ein Aufgehen des russischen Volkes in einem „Sowjetvolk“ an. Stalin vergrößerte als Georgier den Einfluss Georgiens innerhalb der Sowjetunion, indem er Abchasien und Südossetien der georgischen (grusinischen) SSR angliederte. Beide Sowjetführer waren als Angehörige ihres jeweiligen Volkes viel nationalistischer, als sie vermutlich selber ahnten.

Im Gegensatz dazu kennt die sozialrevolutionäre Betätigung, die heute sämtliche politischen Parteien und gesellschaftlichen Strömungen unterwandert und durchdringt und die wir heute allerorten in den westlichen Ländern verspüren, derartige nationalen Restbestände nicht. Hier wird auch das Private noch restlos politisch gemacht: Die Schwulenbewegung arbeitet sich in Parteien, Kirchen und Medien zu immer einflussreicheren Positionen hoch und verbreitet eine Propaganda, die bereits Grundschulkinder vom Weg der gesunden Entwicklung des Geschlechtstriebes abbringen soll. Alle Dinge, die die (z.T. ungewollte, aber dennoch zur Selbsterhaltung benötigte) Fortpflanzung der weißen, westlichen Völker – wie auch aller anderen Völker, die in den Einflussbereich dieser Ideologie geraten – unterdrücken, werden nach Kräften mit Unmengen öffentlichen Geldes gefördert: Frühaufklärung, Verhütungspillen, Kondome, Nidationshemmer, Abtreibungspillen, Saugglocken, Ausschabungen, Absaugungen, Spätabtreibungen und dergleichen mehr. Was von den Völkern übrig bleibt, wird gezielt mit Angehörigen fremder Kulturkreise angereichert und demnächst anscheinend noch gezwungen, sich mit diesen auch geschlechtlich zu vermischen, so dass der Neue Mensch – wie von Graf Coudenhove-Kalergi „vorausgesehen“ – nicht nur durch mediale Dauermanipulation, sondern auch genetisch, durch Vermischung der Erbsubstanz, zustandekommt. Als Belege genügen hier die uns bekannte Rede von Nicolas Sarkozy vom Dezember 2008 sowie die bekannte Äußerung von Herrn Geißler, in der multikulturellen Zukunft müsse es „Hans nicht mehr länger mit der Grete treiben“.



Warum man wertkonservativ sein muss

Um diesen Artikel zu verfassen, musste ich mich eingehender mit der russischen Geschichte beschäftigen, was für mich ein völlig neues Gebiet ist. Dennoch stellen die Narodniki ein brauchbares Beispiel dafür dar, dass eine konkrete Gesellschaftsform stets auf tatsächlichen Wertsetzungen beruht. Wenn man diese tatsächlichen, lebbaren Werte zu Scheinwerten, zu Illusionen erklärt, wie dies sämtliche linken Bewegungen bis in unsere Tage hinein tun, und behauptet, die „wahren Werte“ müssten erst noch zu Tage treten, oder müssten, nachdem sie verdrängt worden wären, wieder „freigelegt“ werden, oder eine Reihe von – unlebbaren – Werten müsse an ihre Stelle gesetzt werden, dann wird mit einem bombastischen Anspruch, der sich um seine klaffende Diskrepanz zur Wirklichkeit nicht mehr zu kümmern braucht, die auf den tatsächlichen Werten beruhende Gesellschaftsform zerstört und vernichtet, und eine willkürliche Schreckensherrschaft tritt statt dessen ihr Regiment an.

Daher möchte ich diesen Artikel abschließen mit einem deutlichen Plädoyer gegen alle Scheinwerte, die nur zwecks Abspenstigmachung der Menschen von wahren, gesellschaftsstabilisierenden oder Gesellschaft überhaupt erst ermöglichenden Werten postuliert werden. Auch wenn man nicht sein ganzes Leben lang auf sie hereinfällt, so stehlen sie dem Individuum doch wertvolle Lebenszeit und wesentliches Lebensglück. Und eine nicht unerhebliche Zahl an reflexionsunfähigen Menschen bleibt in diesen nihilistischen Scheinwerten ihr Leben lang gefangen und sorgt dafür, dass die jeweilige nihilistisch-revolutionäre Bewegung auch dann, wenn ihr Ende gekommen ist, noch weitermachen und vielleicht Rache an den unwilligen, revolutionsträgen Menschen nehmen kann.

Es soll auch ein Plädoyer an die jungen Menschen sein, die in Schulen und Universitäten, in Ausbildung und im Beruf mit Situationen konfrontiert werden, in denen sie zum Schweigen gebracht werden sollen, wenn sie einen nihilistischen Scheinwert als solchen erkannt haben. Macht den Mund auf, bringt Euresgleichen zum Nachdenken und schweigt nicht! Wenn man Euch davon abbringen möchte, auf eigenen Beinen zu stehen, selbst zu denken und natürlicherweise eine Familie zu gründen – macht es bitte. Gebt Euren Kindern eine Reihe grundlegender, sinnstiftender und Gesellschaft ermöglichender Werte mit auf den Weg, warnt sie aber vor all jenen, die von vermeintlich höheren Werten reden: Jeder höhere Wert als das menschliche Leben an sich ist kein Wert, sondern ein nihilistischer Fallstrick und Irrweg!



Quellen

[1] Klaus-Rüdiger Mai, Geheimbünde – Mythos, Macht und Wirklichkeit. Bastei-Lübbe Verlag Bergisch Gladbach, 2006

1. November 2009

Hört auf, „Nationen zu bauen“ – fangt an, Nationen zu retten!

Gespeichert unter: Deep Roots — Deep Roots @ 13:51

Druckversion (pdf)

Vienna Islamic Centre Donauinsel

Von Diana West, erschienen am 25. Oktober 2009 unter

http://www.dianawest.net/Home/tabid/36/EntryId/1092/Stop-Nation-Building-Start-Nation-Saving.aspx

 Übersetzt von Deep Roots

Worin weichen Obama und McChrystal voneinander ab?

Nicht in vielem. Keiner der beiden will die Taliban vernichten – man kann’s auf den Zeitpunkt reduzieren, an dem ein bisher noch nicht existierender afghanischer Staat funktionieren kann. Weshalb – Zeit für Vorhersagen – McChrystal auch dann nicht von seinem Posten zurücktreten wird, wenn Obama ihm weniger Truppen gibt, als er verlangt.

McChrystals Lagebewertung macht eindeutig klar, daß das, was der General seine „neue Strategie“ nennt – eine Intensivierung des „Schutzes der Bevölkerung“ auf Kosten des „Schutzes der Einsatzkräfte“ – seine oberste Priorität darstellt, nicht eine erhöhte Truppenstärke. Aber dies wird in der Debatte ignoriert, und sicherlich von den meisten Konservativen, die nur die Notwendigkeit betonen, „dem General die Truppen zu geben, die er braucht, um zu gewinnen.“ Was der General wirklich gewinnen will – nämlich die Unterstützung des afghanischen Volkes – wird selten erwähnt.

Und wie gewinnt man diese afghanische Unterstützung? Der Mann hat einen Plan. Wie Dexter Filkins von der New York Times es kürzlich ausgedrückt hat: „McChrystals Plan ist eine Blaupause für ein amerikanisches Vorhaben, einen modernen Staat in Afghanistan aufzubauen, wo nie einer existiert hat. … Selbst unter den besten Umständen würde diese Anstrengungen höchstwahrscheinlich viele weitere Jahre dauern, Hunderte Milliarden Dollar kosten und den Tod vieler weiterer amerikanischer Männer und Frauen zur Folge haben. Und das nur, wenn er Erfolg hat.“

In anderen Worten, das erwogene „Massenaufgebot“ für Afghanistan ist fürs „Nationenbauen“ gedacht, nicht fürs Kriegführen.

Aber wissen Sie was? Die Vereinigten Staaten haben das Nationenbauen in Afghanistan schon versucht, und es hat einfach nicht gehalten. Und das war keine dubiose Operation. Professor Nick Cullather von der University of Indiana beschreibt die über 30 Jahre anhaltender US-Entwicklungstätigkeit in Afghanistan als „einen ‚integrierten’ Entwicklungsplan, mit Bildung, Industrie, Landwirtschaft, Medizin und Marketing unter einer einzigen Kontrollbehörde“ – ein massives Staudammprojekt namens Helmand Valley Authority.

Es was „ein Stück Amerika, in die afghanische Landschaft versetzt“, merkte der Historiker Arnold Toynbee an, der 1960 zu Besuch dort war. Und vom Beginn des Projekts im Jahr 1946 – entworfen von Morrison Knudson, dem Erbauer des Hoover Dam, der Golden Gate Bridge und von Cape Canaveral – bis 1979, als es endete, gab es keinen „Aufstand“ von Taliban, der das soziale Werk des Nationenbauens kompliziert hätte.

Aber genauso, wie diese lange US-Präsenz in der Provinz Helmand (ja, die Talibanbrutstätte und Opiumanbauregion, in die diesen Sommer 4.000 US-Marines „fluteten“) aus dem nationalen Bewußtsein gelöscht worden ist, so sind auch diese historischen Werke der Vereinigten Staaten aus Afghanistan ausradiert worden, was helfen könnte, die Amnesie zu erklären.

Dennoch, bei Nationenbau-Utopisten wie McChrystal, jene von links bis rechts, die verschiedene Völker und Kulturen als austauschbare Spielsteine auf einem Spielbrett sehen, mäßigt die Realität niemals den Fanatismus. Ein blinder Glaube befähigt die Gläubigen, sowohl ihre utopischen Visionen zu sehen als auch die Gründe auszublenden, warum solche Visionen niemals Gestalt annehmen können – in diesem Fall die spezifisch islamischen Gründe (Scharia), warum Afghanistan niemals westlichen Zielen dienen oder diese erfüllen kann.

Noch einmal, hier liegt der fatale Fehler in unserer Strategie. Wie die zum Untergang verurteilten Sowjets ignorieren die Vereinigten Staaten und ihre westlichen Verbündeten die Bedrohung des Dschihad, einer Bedrohung auf nunmehr globaler Ebene, wie man sie sich 1979 niemals vorgestellt hätte, als die sowjetischen Panzer nach Kabul rollten. „Wir miniaturisieren die Herausforderung,“ schreibt Andrew C. McCarthy auf National Review Online. „Daher heißt es, der Krieg finde nur in Afghanistan statt. Die ‚Herausforderung’ wird so dargestellt, als ginge es nur um die Isolierung einer relativen Handvoll [von Extremisten], statt sich der Tatsache zu stellen, daß –zig Millionen Moslems den Westen verachten.“ Und schlimmer noch, die Tatsache, daß –zig Millionen Moslems daran arbeiten, ihre Gefühle zu lindern, indem sie das islamische Gesetz überall im Westen befolgen und durchsetzen.

In anderen Worten, das Nationenbauen in der islamischen Welt ist eine Ablenkung vom Retten der Nationen in der westlichen Welt.

27. Oktober 2009

Umkehr ist möglich

Gespeichert unter: Deep Roots — Deep Roots @ 00:32

jihad_beware_the_wikings_are_coming

Original erschienen bei “Gates of Vienna” unter dem Titel “Reversal is Possible”

http://gatesofvienna.blogspot.com/2009/07/reversal-is-possible.html

Eingestellt von Baron Bodissey, übersetzt von Deep Roots

Als pdf-Druckversion 

(Anm. d. Ü: der hier nur als kurzer Ausschnitt zitierte Artikel von Lawrence Auster ist nicht das Hauptthema dieser Übersetzung, sondern der lange Diskussionsstrang, der sich daran anschloß. Es wäre ein Unding gewesen, alle 171 Kommentare des GoV-Stranges hier unterzubringen, also habe ich selektiert und manche Kommentare auch gekürzt. Einiges, das angesprochen wurde, kommt hier nur in den Zitaten derjenigen Kommentatoren vor, die auf diese Punkte eingehen).

Von Lawrence Austers Blog kommt heute diese Analyse als Antwort auf einen Text von Richard Lynn:

Der Hauptfaktor, der eine Beendigung der nichtweißen Einwanderung nach Europa verhindert, ist nicht Furcht vor Unruhe und Reaktion der Nichtweißen, sondern der eigene positive Glaube der Weißen an nichteuropäische Einwanderung, ihre tiefsitzende Sichtweise, daß es moralisch falsch ist, Leute auf der Basis von Nationalität, Volkszugehörigkeit, Kultur und vor allem Rasse auszuschließen oder zu diskriminieren. Wenn die immer noch großen weißen Mehrheiten des Westens beschließen würden, daß sie die Fortsetzung der nichteuropäischen Einwanderung nicht wünschten, dann würde sie aufhören. Unsere Aussichten sind also nicht so verzweifelt, wie Lynn sie sich vorstellt. Es ist nicht wahr, keine Abhilfe möglich ist. Vielmehr ist keine Abhilfe möglich innerhalb unseres gegenwärtigen Glaubenssystems, unseres modernen liberalen Glaubenssystems, das von uns nationalen Selbstmord verlangt. Deshalb hängt unsere Existenz als Völker und Gesellschaften davon ab, daß wir dieses Glaubenssystem durch eines ersetzen, das die Gültigkeit unserer historisch gewachsenen Nationen und Kulturen und die Notwendigkeit ihrer Bewahrung durchsetzt. Das heißt natürlich nicht, daß solch ein Wandel einfach sein wird. Angesichts der gegenwärtigen verfestigten Macht des Liberalismus über unsere Gesellschaften und über die Gedanken buchstäblich jedes Individuums in jenen Gesellschaften ist unsere Situation in der Tat finster. Aber sie ist nicht hoffnungslos. Ich denke, daß es sehr wohl möglich ist, daß die demographischen und ideologischen Trends, die gegenwärtig zum zivilisatorischen Selbstmord führen und die gegenwärtig so unumkehrbar scheinen, umgedreht werden. Und der erste Schritt zu dieser Umkehr ist die totale Zurückweisung des modernen Liberalismus durch jeden von uns. So wie sich die Zahl der Nicht-Linken in der westlichen Gesellschaft erhöht und die vom Liberalsimus verursachten hässlichen Probleme ebenso zunehmen, wird ein Wandel der gesamten politischen Richtung möglich werden. 

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Ausgewählte Kommentare:

Furor Teutonicus:

sondern der eigene positive Glaube der Weißen an nichteuropäische Einwanderung, ihre tiefsitzende Sichtweise, daß es moralisch falsch ist, Leute auf der Basis von Nationalität, Volkszugehörigkeit, Kultur und vor allem Rasse auszuschließen oder zu diskriminieren. Wenn die immer noch großen weißen Mehrheiten des Westens beschließen würden, daß sie die Fortsetzung der nichteuropäischen Einwanderung nicht wünschten, dann würde sie aufhören.

Er hat einen EXTREM wichtigen Faktor vergessen. Und das sind die 80 %, denen es nicht gleichgültiger sein könnte.

Solange sie ihre Alkopops, Wettbüros und billige Pornografie haben (wie Orwell es beschrieben hat) werden sie die “Regierungen” mit allem durchkommen lassen.

Daher haben sie keine AHNUNG, was vorgeht. Selbst wenn sie sie HÄTTEN, glauben sie, ihre demokratische Pflicht wäre damit getan, daß sie einen harschen Zweizeiler auf der Webseite einer Zeitung schreiben und sich dann zurücklehnen, um Sponge Bob anzusehen oder was immer ihren niedrigen IQ anregt.

Dies sind die Leute, die eines Morgens in zehn Jahren vom Klopfen der “britischen (lies hier: deutschen, holländischen, französischen etc. etc.) moslemratseigenen Gedankenpolizei” aufwachen werden, weil sie gestern nicht in der Moschee waren, und sich mordsmäßig aufregen werden, weil niemand ihnen gesagt habe, daß es dazu kommen würde.

Von Brandenburg-Preußen.

4Symbols:

Abgesehen von seiner Mittäterschaft ist das fortgesetzte Schweigen des konservativen Blocks im Vereinigten Königreich ohrenbetäubend gewesen, wenn man bedenkt, daß die Ideologie, die am meisten von diesem trojanischen Pferd namens Islam profitiert, die Linke ist.

Ist der kurzfristige Profit eines schnellen Dollars wirklich die Zerstörung der europäischen Gesellschaft wert?.

Graham Dawson (Archonix):

4symbols, du verwechselst ein erzwungenes Schweigen mit einem willfährigen Mangel an Reaktion. Die Linke besitzt die Medien, all die größeren politischen Parteien – und sogar die Mehrheit der britischen Blogosphäre ist nur eine Erweiterung derselben linkskontrollierten Medien durch Firmenblogs, die es geschafft haben, den Großteil des Rampenlichts auf sich zu ziehen. Wir haben hier fast gar keine Stimme, und zu viele der “großen” Stimmen sind viel zu sehr von den Vorgängen in Westminster besessen, als daß sie die Welt um sich bemerkten. Sie alle sind Teil derselben kleinen Blasenwelt.

Die Leute haben fast kein Vertrauen. Alles, was sie sagen, kann und wird irgendwann auf dem Computer irgendeines Beamten landen, jeder Schritt, den sie tun, wird aufgezeichnet und fotografiert, und Leute mit “konträren” Meinungen merken bereits, daß sie kleinweise, aber effektiv aus dem System ausgeschlossen werden.

Dies ist eine totalitäre Gesellschaft, die frei zu sein scheint. Diese Illusion macht es leicht zu sagen, daß wir nicht reagieren und scheinbar faul sind – um die Wahrheit zu sagen, die meisten Leute wollen nicht glauben, daß ihre einst freie Nation sich so schnell gegen sie wendet. Würdest du das glauben wollen? Ich möchte es gewiß nicht glauben, aber ich kann einfach nicht sehen, daß es anders ist. Aber andererseits sehe ich auch nicht viel fern, sodaß mir diese Droge nicht das Gehirn betäubt. Die meisten nehmen dort ihre Zuflucht, weil es ihnen das Gefühl nimmt, daß sie mit ihrem Glauben völlig allein sind. Wenn der Staat, die Medien und jeder, den sie hören, ihnen sagt, daß das, ws sie mit ihren eigenen Augen sehen, nicht wahr ist und daß sie die einzigen sind, die das glauben, dann fühlen sie sich ganz und gar allein. Wir sind die schweigende Mehrheit, aber viele wissen nichts von anderen Gleichgesinnten, und selbst wenn, dann tut die Gesellschaft ihr Möglichstes, um sie davon zu überzeugen, daß sie allein sind.

Und bevor du dich über Faulheit beschwerst, denk daran, daß dies eine Gesellschaft ist, die ihren Mitgliedern jetzt schon seit gut drei Generationen durch Unterwanderung vertrauter Institutionen, Mißbrauch des Schulsystems, um die Kinder gegen ihre Eltern zu wenden, und eine Reihe von Super-Sauereien und halbärschige Regierungsführung auf wirksame Weise Mißtrauen eingeflößt hat. Die meisten Leute der Rechten würden, wenn man sie fragt, niemandem trauen, der behauptet, dasselbe zu glauben wie sie. Die meisten Leute würden es für eine Falle halten, und in diesem Land wäre das eine weise Entscheidung. Wir haben kein Vertrauen, und daher können wir nicht wirksam als Gruppe handeln, solange nicht wieder Vertrauen hergestellt ist. Und angesichts dessen, daß Vertrauen jederzeit gebrochen werden kann und worden ist, dann ist Vertrauen heutzutage ein sehr rares Gut.

Also tu bitte die Mehrheit nicht einfach als faul ab. Sie sind verängstigt und in der Falle und allein, und sie sehen keinen Ausweg, aber sie sind nicht faul.

Free Hal:

Lawrence Auster redet leider Unsinn. Ich hätte von ihm erwartet, daß er es besser weiß. Solch eine Analyse weicht absichtlich der Größe und tiefen Verwurzelung des Problems aus.

Es ist nicht einfach eine Frage des Austauschs “unseres gegenwärtigen Glaubenssystems”.

Erstens ist dieses Glaubenssystem dadurch bedingt, daß das Wohlfahrtspyramidenspiel von jeder Generation erfordert, zahlreicher als die vorherige zu sein, und das Gegenteil geschieht. Politiker brauchen mehr junge Leute zur Aufrechterhaltung der Wohlfahrtsversprechungen, wegen derer sie gewählt werden, also importieren sie welche. Sie wissen, daß diese Importierten wohlfahrtsabhängiger, krimineller und bildungsunfähig sind, aber so jemand ist immer noch produktiver als ein Pensionist, der nicht arbeitet, eine Pension bezieht und eine Menge Wohlfahrts- und Gesundheitsaufwendungen verursacht.

Politker erkennen auch, daß Einwanderer irgendwann in Pension gehen, was einen möglichen Gewinn zunichte macht, aber diese Auswirkungen werden erst lang nach dem Abgang dieser Politiker einsetzen.

Für Politiker ist es also eine Wahl zwischen Reduktion der Einwanderung oder Reduktion der Wohlfahrtszahlungen. Und viel Glück dabei, den Wählern Ihre Vorschläge zur Kürzung von Pensionen, Gesundheitsversorgung und Bildung zu verkaufen.

Zweitens ist das Hauptproblem nicht so sehr die eigentliche “Einwanderung” als vielmehr die “Familienzusammenführung”. Man kann Einwanderungebeschränkungen, Punktesysteme und Qualifikationsanforderungen einführen soviel man möchte, aber das wird die Ehepartner und abhängigen Eltern nicht draußen halten. Und jeder, der glaubt, daß eine europäische Regierung die Familienzusammenführungen mit einem Streich beenden kann, hat sich die Sache nicht zu Ende durchdacht.

Drittens ist der andere Umstand, der zum Wachstum des Islams in Europa beiträgt, die höheren Geburtenraten. Viel Glück beim Versuch, das mit “unserem gegenwärtigen Glaubenssystem” zu reduzieren.

Das Problem mit dem Islam in Europa im Westen, besonders in Europa, ist nicht so sehr der Terrorismus oder der PC-Klimbim, wenngleich diese auch die Unbeständigkeit erhöhen. Das Problem ist die Breite und Tiefe der Kluft zwischen europäischen und moslemischen Bevölkerungsteilen. Gepaart mit der Größe des Problems bei wachsender Moslembevölkerung. Und diese Teilung ist nachweislich total, und das Wachstum der Moslembevölkerung in der Tat sehr schnell.

Falls Umkehr möglich ist, dann hat Lawrence Auster noch keine Methode gefunden.
Und sonst auch niemand, abgesehen von einem Gemetzel, bei dem ich – und ich vermute viele andere auch – nicht mitzumachen bereit wäre.

Denkt mit euren Köpfen und nicht mit euren Herzen, Leute!

Beste Wünsche,

Hal

Just Another Richard:

Hal

Die fortgesetzte Reise auf dem vom Liberalismus eingeschlagenen Weg wird uns ziemlich sicher zu dem hinbringen, das du “nicht mitzumachen bereit sein wirst” wie du behauptest… na, Pech für dich, aber eine Frage: Hast du Kinder? Falls die Antwort darauf nein ist, dann schätze ich, daß du tatsächlich ein Produkt moderner Erziehung bist. Wenn die Antwort aber ja ist und du tatsächlich Kinder hast, wie willst du ihnen an deinem Lebensabend in die Augen sehen, wenn sie dich fragen “…wie konntest du… wie konntest du uns nur so an eine derart entartete Zukunft verraten. Wie konntest du nur nichts tun, war deine Tugend dir so kostbar, daß du deine eigenen Kinder dafür verkaufen würdest?”  Ich bin mir nicht sicher, ob ich an diesem Tag in deiner Haut stecken möchte. Das Gemetzel, das du so fürchtet, war/ist nicht von uns gewählt worden, es ist uns von den einzigartigen Diktaten des Islams untergeschoben worden, ermutigt und gedüngt vom westlichen Intellektualismus und seinen Dogmen des Selbstekels, von marxistischer Begehrlichkeit aus Sackleinen und Unwissenheit geformt.

Wir sind schon viel zu lange auf diesem Weg unterwegs gewesen, um ohne schreckliche innere Auseinandersetzungen den Kurs ändern zu können; ich fürchte, das Ausmaß der Barbarei wird von unseren Widersachern bestimmt werden, denn wenn ihre Aktionen barbarischer werden, dann wird unser eigenes Gewissen butalisierter werden und daher zu festerer Entschlossenheit gehärtet werden, also werden sich deine Tugend und dein Gewissen daran gewöhnen müssen, ein bißchen schmutzig zu werden… tut mir leid, Hal, aber das Schicksal und die Zukunft, oder zumindest die nahe Zukunft der Ereignisse, liegen nicht in unserem Wirkungsbereich, sondern völlig im Ermessen unserer herrschenden Eliten (vorerst) und ihren Stoßtruppen von der islamischen Ummah. Alles was du und ich und wir alle tun, wird als Antwort auf forwährende Übergriffe gegenüber unseren zivilen Gemeinschaften und unsrem sozialen Frieden geschehen. Wir sind bloße Reagierende auf Ereignisse, die derzeit außerhalb unserer Kontrolle liegen, bis zu der Zeit, wo wir unsere Geschicke den Händen der Usurpatoren entreißen.

Denkt daran … wir nennen uns freie Männer … es ist Zeit, daß wir anfangen, wie welche zu handeln. Und ja, Freie müssen sich manchmal die Hände schmutzig machen, aber je länger wir warten, desto schmutziger werden wir werden müssen.

Zenster:

Ich bin über einige meiner Kommentare gestolpert, die von einer anderen Webseite als Antwort darauf veröffentlicht wurden, daß Spott das beste Werkzeug zur Bekämpfung des Islams sei. Ich werde sie hier mit euch teilen:

NOCHMAL.
Vor fünfzig oder sechzig Jahren? Sicher, Spott hätte leicht gereicht. WIR SIND JETZT IM ZEITALTER DER NUKLEARWAFFEN. Wir haben nicht länger den Luxus solcher vornehmer Methoden wie Lächerlichmachung und Schmähschriften. Der Islam muß zerschmettert werden, und zwar verdammt schnell. Pakistans dürftige Kontrolle seines eigenen Nukleararsenals sollte ausreichen, um jedem fähigen Militärplaner hysterische Anfälle zu verursachen. Wir haben keine paar Jahrzehnte zum Abwarten. Wir haben weniger als ZEHN JAHRE, um diese Situation herumzuwerfen, bevor die totale Hölle losbricht.

Allen mehrheitlich moslemischen Ländern muß der Zugang zu Nuklearwaffen verweigert werden, bis der Islam neutralisiert worden ist. Nichts weniger wird ausreichen. Alles Geringere als das wird es dem Islam erlauben, der Welt ausreichend Schaden zuzufügen, daß selbst die brutalste Vergeltung nichts daran ändern wird, daß die Zivilisation verstümmelt worden ist, möglicherweise bis zur Unkenntlichkeit.

Ich würde lieber jeden Moslem auf Erden zugrunde gehen sehen, als zu ertragen, daß auch nur eine einzige große westliche Metropole einem islamischen Nuklearangriff zum Opfer fällt. WIR HABEN ZUVIEL ZU VERLIEREN. Der sandgepeitschten Senkgruben des moslemisches Nahen Ostens sind bereits so nahe an der Steinzeit, daß sie wenig mehr zu opfern haben als ihre Bevölkerungen. Etwas, wozu sie nur allzu bereit sind. Muß ich euch an Khomeinis Rede von 1980 in Khom erinnern?

Wir verehren nicht den Iran, wir verehren Allah. Denn Patriotismus ist ein anderer Name für Heidentum. Ich sage, laßt dieses Land [den Iran] brennen. Ich sage, laßt dieses Land in Rauch aufgehen, wenn nur der Islam im Rest der Welt triumphierend hervorgeht.

Man zieht solch einen Wahnsinn NICHT ins Lächerliche. Man spottet NICHT über solch eine Psychose. Man TÖTET SIE in ausreichender Menge, daß solch konzentriertes Böses keine Bedrohung mehr darstellt. Wir können das tun, indem wir mehrere tausend der islamischen Aristokratie ausschalten, oder uns mit Genozid in beispielloser Größenordnung abfinden. Dies sind die Optionen.

Nochmal, der Islam hat nichts zu verlieren. Wir haben das Smithsonian Institute, die Kongreßbibliothek, den Louvre, die Uffizien und Myriaden anderer unersetzlicher Schätze des Genius, die bewahrt werden müssen, um zukünftige Generationen von Handwerkern zu inspirieren.

Den Islam auch nur einen solchen Schatz vandalisieren zu lassen, ist eine unvezeihliche Sünde. Wir haben viel zu hart gearbeitet, als daß irgendwelche Schläger durch den Porzellanladen des westlichen Erbes toben dürften.

Anders ausgedrückt: Wieviele dieser unschätzbaren Juwelen der Zivilisation seid ihr gewillt zu opfern als Preis dafür, daß die schlafende westliche Interventionsmacht angeworfen wird?

Meine eigene Antwort? Kein einziges.

Conservative Swede:

Lawrence Auster hat in der Tat recht. Es hängt alles vom Austausch unseres Glaubenssystems ab. Jedoch, selbst wenn Lawrence Austers Bewußtsein hierfür so groß wäre wie der des ganzen Rests der Blogosphäre zusammengenommen, so hat er immer noch nicht das volle Ausmaß dessen erfaßt, was uns bevorsteht und was wir durchmachen werden (müssen).

Die zwei Ecksteine von Austers Wiederaufbauwerk sind das Christentum und Amerika. Also, dies waren die zwei Dinge, die den modernen Liberalismus überhaupt erst geboren haben (und gebären mußten!). Großes DUH! Stell dir nur vor…

Also ja, Umkehr ist möglich. Tatsächlich muß sie geschehen. Die Leute leben heute in einer geschichtslosen Jetztzeitblasenwelt und haben alles über frühere derartige Totalumkehrungen vergessen, von denen viele im letzten Jahrhundert geschehen sind.

Und nein, dies wird nicht vom historischen Materialismus angetrieben, wie Free Hal meint. Das Glaubenssystem ist die Wurzel davon.

Furor Teutonicus schrieb:

Er hat einen EXTREM wichtigen Faktor vergessen. Und das sind die 80 %, denen es nicht gleichgültiger sein könnte.

Solange sie ihre Alkopops, Wettbüros und billige Pornografie haben (wie Orwell es beschrieben hat) werden sie die “Regierungen” mit allem durchkommen lassen.

Und genau deshalb sind sie kein wichtiger Faktor und in keiner Weise “EXTREM wichtig”. Diese Leute werden sich einfach opportunistisch nach jeder neuen Botschaft richten, die von oben kommt, als ob nichts passiert sei. Wenn sich die Melodie ändert, werden sie einfach weiter mit dem Chor singen. Dankt den Göttern für diese Leute! Wenn nur mehr so wie sie wären. Es sind die politisch “bewußten” Leute, welche das Problem sind, das heißt, die linken und liberalen Aktivisten aller Art. Leute, die nichts von Staatsmannschaft und politischen Angelegenheiten verstehen, aber einen starken Anspruch empfinden, daß sie alles wissen. Sie sind diejenigen, die unsere Gesellschaft zerstören.

Jedoch stecken nicht nur Auster, sondern die meisten Anti-Establishment-Leute in der Blogosphäre identitätsmäßig zu tief im gegenwärtigen Glaubenssystem drin (selbst wenn sie sich teilweise davon gelöst haben). Ich habe über die Jahre versucht, dieses Problem diesen Leuten zu vermitteln, aber mit geringem Erfolg. Ich glaube, ich war zu früh dran mit meinen Ideen. Ich bin zum Schluß gekommen, daß sie einfach von selber die Krämpfe der inneren Kontraktionen ihrer Glaubensanschauungen und Mythen durchmachen werden müssen. Ich bin es einfach viel zu überdrüssig, wie Max von Sydow dazustehen und Schwälle von Erbrochenem ins Gesicht zu kriegen, während ich versuche, ihnen beim Austreiben der Dämonen, von denen sie besessen sind, beizustehen.

Aber diese Krämpfe haben ihre eigene Dynamik und werden sich von selber erledigen – innere Widersprüche tun das immer! Keine Unterstützung ist nötig. Man bleibe nur den Anfällen und dem Erbrochenen aus dem Weg.

In ein paar weiteren Jahren, wenn die Leute die meisten ihrer Dämonen losgeworden sind – durch Zusammenprall mit der Realität, durch Zusammenprall miteinander – und ein Bedarf für ein neues Glaubenssystem wirklich vorhanden ist, in dem dann auftretenden Vakuum – erst dann denke ich, daß ein vernünftiger und zivilisierter Dialog darüber möglich ist. Und für dann habe ich ein paar Vorschläge und Ideen.

Ich befasse mich nicht länger mit Dämonen.

Conservative Swede:

Ich hatte geschrieben:
Die Leute leben heute in einer geschichtslosen Jetztzeitblasenwelt und haben alles über frühere derartige Totalumkehrungen vergessen, von denen viele im letzten Jahrhundert geschehen sind.

Daher auch das weitverbreitete und tiefe Gefühl der Hoffnungslosigkeit, habe ich hinzuzufügen vergessen. Es ist schwer, sich eine Situation außerhalb der Blase vorzustellen, oder daß die Blase gar nicht da ist, wenn man inerhalb der Blase lebt. Jedoch liefert uns die Geschichte zahlreiche Beispiele für solche Wenden oder platzende Blasen, und natürlich vom Bau neuer Blasen (immerhin sind wir [Frucht-]Blasensäugetiere).

Dies ist meine Frohe Botschaft, mein Evangelium. Die Leute müssen nur ihre kostbaren Glaubensvorstellungen und Mythen loslassen, diese ihre kuschligen Teddybären (d.h. ihre Dämonen). Wenn man tief in den zentralen Glaubensinhalten der Blase steckt, wird es unmöglich, aus der Blase herauszuschauen, sich eine Welt ohne die Blase vorzustellen, und alles sieht völlig hoffnungslos aus. Nein, ist es nicht. Im Gegenteil, die Blase wird platzen.

Dymphna:

Zenster sagte:

Allen mehrheitlich moslemischen Ländern muß der Zugang zu Nuklearwaffen verweigert werden, bis der Islam neutralisiert worden ist..

Viel Glück dabei. Warum fangen wir beim “Verweigern des Zugangs zu Nuklearwaffen” nicht mit Pakistan an?

Wir haben den Geist in den ‘40ern aus der Flasche gelassen. Irgendeine andere Nation hätte das ohnehin getan. Und sobald eine Gruppe einmal irgendeine neue Kriegstechnologie hat, werden die anderen folgen – manche kompetenter als andere.

Aber inzwischen sag’ Pakistan, daß es keine Atomwaffen haben darf. Sag es Teheran. Israel hat sich des Problems mit Saddams Bemühungen angenommen, und wiederum bei Syrien. Aber welches andere Land ist dazu gewillt?

Die Welt wartet einfach darauf, daß Israel auch den Iran ausschaltet. Aber man wird ihnen einen strategischen Grund dafür geben müssen, hinter Pakistans Atomwaffen her zu sein. Selbst die Inder sind nicht gewillt, es zu versuchen.

Dymphna:

@Conservative Swede:

Die Leute müssen nur ihre kostbaren Glaubensvorstellungen und Mythen loslassen…

Nach Ihnen, Sir. Bitte seien Sie der erste, der seine “kostbaren Glaubensvorstellungen” und seine “Mythen” losläßt und sagen Sie uns, von was in Ihrem Glaubenssystem Sie sich zu trennen gewillt sind.

Jedes einzelne menschliche Wesen hat Glaubensvorstellungen und Mythen, sie variieren nur einfach von Person zu Person. Niemand lebt mythenfrei.

Als Student der menschlichen Natur weißt du sicherlich, daß der einzige Weg, jemanden zum “Loslassen” zu bringen, darin besteht, ihm ein besseres Glaubenssystem anzubieten.

Nimm das Rauchen: eine Menge der Leute, die rauchen, würden die Gewohnheit liebend gern aufgeben. Ich kenne Leute, für die das Rauchen lebensgefährlich ist, und doch können sie es nicht gänzlich loslassen, sehr zu ihrer Frustration. Rauchen bietet ihnen etwas, das das Nichtrauchen nicht hat.

So funktioniert Veränderung: wenn der Schmerz des Festhaltens an einem zerstörerischen Glaubenssystem größer ist als der Schmerz des Loslassens, dann läßt der Glaubende los und nimmt sich einen anderen Glauben als Ersatz.

Der Raucher, der es schafft, sich von seinem Glauben loszureißen, daß er rauchen “muß”, nimmt den Glauben ans Nichtrauchen an. Einige der Nichtraucher gehen weiter und werden fundamentalistische Nichtraucher. Sie können sich Stunden über die Übel des Rauchens auslassen.

Conservative Swede:

Dymphna,

Nach Ihnen, Sir. Bitte seien Sie der erste, der seine “kostbaren Glaubensvorstellungen” und seine “Mythen” losläßt und sagen Sie uns, von was in Ihrem Glaubenssystem Sie sich zu trennen gewillt sind.

Jetzt bringst du das auf eine persönliche Ebene, als ob du mein Argument nicht verstanden hättest. Ich spreche nicht vom persönlichen Glauben, sondern von den kollektiv gepflegten Mythen und Glaubensinhalten, welche die Blase ausmachen!

Wenn du irgendeinen solchen Glaubensinhalt der westlich-christlichen Zivilisation in ihrer Phase des modernen Liberalismus findest, an den ich mich klammere, dann bitte nenne ihn, und ich revidiere es. Ansonsten liegst du abseits des Themas.

Jedes einzelne menschliche Wesen hat Glaubensvorstellungen und Mythen, sie variieren nur einfach von Person zu Person. Niemand lebt mythenfrei.

Noch einmal: Nein, das ist nicht das, wovon ich rede. Ich rede von den kollektiven Glaubensinhalten, die eine konstititionelle Funktion in unserer Gesellschaft haben – die Blase!

Lies Lawrence Austers Artikel noch einmal und denke darüber nach, was er mit “innerhalb unseres gegenwärtigen Glaubenssystems” meint. Er redet nicht von irgendwelchen verstreuten kleinen persönlichen Glauben hier und dort. Tut mir leid, aber du verfehlst das Thema.

Als Student der menschlichen Natur weißt du sicherlich, daß der einzige Weg, jemanden zum “Loslassen” zu bringen, darin besteht, ihm ein besseres Glaubenssystem anzubieten.

 

Im Gegenteil. Studiere Paradigmenwechsel sowohl in der Geschichte der Wissenschaft als auch in der politischen Geschichte, und du wirst herausfinden, daß die Wiederaufbauarbeit eines neuen Paradigmas erst beginnt, wenn das vorherrschende Paradigma zusammenbricht. Es ist genau das bestehende Paradigma, das dem Wechsel im Weg steht! Sicherlich ist zuvor immer intellektuelle Arbeit von einzelnen Individuen geleistet worden, aber sie kann die kollektive Ebene nicht erreichen, bis das bestehende Paradigma gefallen ist und die Revolution stattfindet. Sie wird wirksam abgeblockt. (Dies ist die Situation, wie sie z. B. oben von Graham Dawson beschrieben wurde).

Die Leute in einer Gesellschaft wechseln ihr Denkschema nicht deshalb, weil ihnen ein besseres angeboten wurde. Sie stecken seit ihrer Konditionierung in ihren prägenden Jahren mit ihrer Identität emotional tief im gegenwärtigen Denkmuster drin. Nein, die Leute ändern ihr Paradigma nur im Kielwasser von Katastrophen und Traumata (z. B. Erster und Zweiter Weltkrieg)

Der Zusammenbruch des bestehenden Paradigmas kommt zuerst. Aber du hast recht damit, daß die Leute das Vakuum scheuen, sodaß die Leere bald wieder mit neuen Mythen gefüllt wird. Wie ich schon sagte, wir sind Blasen-Säugetiere.

Profitsbeard:

Die Akademikerklasse, die Linkokratie im Westen hat es seit mehreren Generationen verabsäumt, kritisches Denkvermögen zu lehren… weil sie nicht will, daß ihre eigenen gehätschelten Ideologien untersucht werden.

Sie erkennen, daß diese keiner rigorosen Untersuchung standhalten könnten, daher haben sie die Gedanken ihrer Schüler in sterile Sackgassen “liberalen” Dogmas gelenkt und jegliche “Dekonstruktion” nach außen gerichtet.

Angezweifelt wurden nur die leicht “dämonisierbaren” Ziele („Kapitalismus“, „Kolonialismus“, „Phallozentrismus“, Sexismus“, „Rassismus“, etc.), was die Aufmerksamkeit von ihrem eigenen aufgeblähten, irrationalen Unsinn ablenkt (Anarchismus, Sozialismus, Kommunismus, Grünismus ["Globale Erwärmung/ Klimawandel" Ökoismus], et al).

Die geistlosen, abergläubischen Idiotien des Islam sind für jeden offensichtlich, der historisch, philosophisch und analytisch denken kann.

Wie alle tyrannischen Konzepte sind sie nackt und impotent vor einem selbstsicheren Intellekt.

Der Westen muß seinen freien Geist und seine gesunde Skepsis wiedergewinnen.

Der Rest wird sich auf natürliche Weise ergeben.

Anti-rationale, bombenhungrige Despoten zu tolerieren, würde dann sofort als selbstmörderische Dummheit erkannt, und der Westen könnte für sein eigenes Überleben handeln.

Das Grundkalkül sollte sein:

So wie man keine Affen mit Handgranaten spielen läßt, so kann man auch theokratischen Irren nicht erlauben, sich Atomwaffen zu beschaffen.

Conservative Swede:

Profitsbeard,

Der Westen muß seinen freien Geist und seine gesunde Skepsis wiedergewinnen.

Also hier bin ich auf Seiten Dymphnas. Es gibt keine mythenfreien Gesellschaften. Was wir nach einem Wandel sehen würden, wäre keine Gesellschaft von Leuten mit “freiem Geist und gesunder Skepsis”. Wir würden eine Gesellschaft sehen, die von neuen kollektiven Mythen getrieben ist. Die Idee einer Gesellschaft von Leuten mit freiem Geist ist… nur das… ein Mythos.

Wie die alten Griechen und Römer brauchen wir jedoch eine Klasse von Intellektuellen, die gut im Denken sind, eine Klasse von Militärs, die gut im Kämpfen sind, eine Klasse von Geschäftsleuten, die gut in der Schaffung von Reichtum sind, etc. Der Rest kann “seine Alko-pops, Wettbüros etc, haben”, wie von Furor Teutonicus beschrieben. Es ist besser, wenn sie nicht einmal daran denken, über politische oder wissenschaftliche Angelegenheiten nachdenken zu wollen. Mir ist klar, daß diese Aussage dem Kernglauben vieler Leute widerspricht. Aber es ist einfach so wie es ist. Und es ist die Art, wie man eine Gesellschaft zum Funktionieren bringt.

Watching Eagle:

Wir wenden uns nun den gesellschaftlichen Dimensionen des Problems zu. Was die Aussage von Conservative Swede angeht, daß “der Rest seine Alkopops, Wettbüros etc. wie von Furor Teutonicus beschrieben haben kann”, so muß ich entschieden Einspruch erheben (auch wenn ich dem Rest des Kommentars zustimme). Das Problem ist, daß der Westen als Kultur sich einfach “zu Tode amüsiert”, wie Huxley es ausdrückte. Wir haben GANZ FALSCHE Annahmen über die Realität in unserer “Blasenwelt”, die wir geschaffen haben. Ich werde mich hier mit ein paar davon befassen.

Erstens trifft es zu, daß “das, was man außerhalb des Jobs tut, bestimmt, wie man sich im Job macht”, wie Zig Ziglar es ausdrückte. Man kann keine Gesellschaft haben mit “einer Klasse von Intellektuellen, die gut im Denken sind, einer Klasse von Militärs, die gut im Kämpfen sind, einer Klasse von Geschäftsleuten, die gut in der Schaffung von Reichtum sind, etc..“ während man gleichzeitig eine Massenpopulation hat, die “sich zu Tode amüsiert”. Wie können diese Klassen in der Realität operieren, wenn die Gesellschaft in der Unrealität und ihrer “Unterhaltungsblase” steckt (Michael Jackson, Survivor, American Idol, Hanna Montana, etc.). Einen Beweis dafür liefert die Tatsache, daß den Griechen und Römern nach und nach die Effektivität der vorerwähnten Klassen verlorenging, als sie wohlhabend wurden und die ‘Volksklassen’ in den Bann von “Brot und Spielen” gerieten.

Zweitens hat der Westen zu glauben begonnen, daß er die “fortgeschrittenste” Kultur sei und sein Überleben daher garantiert wäre. Die Tatsache, daß sich die meisten Westler kein eurabisches Kalifat des 21. Jahrhunderts oder andere, schlimmere mögliche Zustände vorstellen können, macht Westler unfähig, das zu tun, was für ihr Überleben notwendig ist.

Aber zergliedern wir mal die Annahme, daß sich die “fortgeschrittensten” Kulturen aufgrund natürlicher Selektion gegenüber “primitiven” behaupten. Natürliche Selektion ist wirklich nur das Überleben der Überlebenden, aber es ist wichtig, daß das mit Überleben zu tun hat, nicht damit, die Dinge “nett”, “angenehm”, “leicht” oder gar “human” zu machen. Daraus folgt, daß es wichtig ist, Philosophien und Moralcodes im Licht der Eignung für verschiedene Schwierigkeitsgrade des Überlebens zu betrachten.

Dies ist neues Denken für euch, aber glaubt mir – Überleben erfordert Verantwortung und Disziplin. Die Moralcodes einer Gesellschaft sind Ausdruck dessen, welchen Grad von Verantwortlichkeit und Disziplin sie von Individuen fürs Überleben verlangt. Viele werden sagen, daß der Islam (und vielleicht das Christentum, was das angeht) primitiv sind, weil sie Dinge verlangen, die in der modernen Welt “unnötig” sind. Aber es muß verstanden werden, daß sowohl der Islam als auch das Christentum den Gesellschaften das Überleben in Umgebungen ermöglichten, die viel karger waren als unsere heutige moderne Gesellschaft. Inzwischen wurde die “säkular-progressive” Weltsicht in einem westlichen Umfeld der Leichtigkeit und des Überflusses geschaffen, was die jüdisch-christlichen Codes der Disziplin und Verantwortlichkeit als “unnötig” über Bord warf. Aber der “Säkular-Progressivismus” war nie mit einem Umfeld konfrontiert, das karger war als jenes, in dem er geschaffen wurde. Daher wird er scheitern, wenn die Dinge in einer Gesellschaft “den Bach runtergehen”.

Wir müssen versuchen, das Baby zu bergen, das in der Westlichen Kulturrevolution mit dem Badewasser ausgeschüttet wurde.

Denkt an den Unterschied zwischen wilden und domestizierten Schafen. Hausschafe sind für den Menschen “wünschenswerter” als Wildschafe, aber wenn beide in der Wildnis sind, dann werden die Wildschafe überleben und die Hausschafe nicht. Wenn also die Kultur von Mali und Somalia gegen die des modernen Schweden und Holland steht, werden Sie wahrscheinlich überrascht sein, welche Kultur überleben wird.

Conservative Swede:

Watching Eagle,

Was die Aussage von Conservative Swede angeht, daß “der Rest seine Alkopops, Wettbüros etc. wie von Furor Teutonicus beschrieben haben kann”, so muß ich entschieden Einspruch erheben (auch wenn ich dem Rest des Kommentars zustimme). Das Problem ist, daß der Westen als Kultur sich einfach “zu Tode amüsiert”, wie Huxley es ausdrückte. Wir haben GANZ FALSCHE Annahmen über die Realität in unserer “Blasenwelt”, die wir geschaffen haben.

Ich bin berichtigt!

Diese Formulierung war in Wirklichkeit einfach nur eine scherzhafte. Ich habe mich da mich da gewissermaßen in Referenzen verstrickt. Wenn du dich an meine Antwort an Furor Teutonicus in meinem ersten Kommentar erinnerst, schrieb ich, daß es etwas Gutes hat, daß diese Leute nicht “politisch bewußt” sind. Ich sagte sogar “Dankt den Göttern für diese Leute!” Weißt du, ich betrachte es als Stärke des US-Systems, daß 50 % der Leute weise genug sind, nicht zu wählen.

Die politisch “bewußten” Leute sind diejenigen, die in jeder Gesellschaft die meisten Schwierigkeiten machen, und von denen die aktivsten, wie von Yuri Bezmenov beschrieben (Teil 1, Teil 2), eliminiert werden müssen, da sie jede geordnete Gesellschaft zerstören.

Also dankt den Göttern für all die Leute, die nicht so sind! Aber als ich mich darauf bezog, konnte ich es nicht lassen, FTs Charakterisierung solcher Leute, “Alko-pops, Wettbüros” zu verwenden, um diese Idee darzustellen.

Aber wie du sagtest, in einer guten und funktionellen Gesellschaft werden gewöhnliche Leute sich nicht so verhalten. In Wirklichkeit gibt es sogar heute eine große Menge Leute, die sich nicht so verhalten.

Wir stimmen also überein. Völlig. Und weiters sagst du in deinem Kommentar eine ganze Menge anderer interessanter Dinge, die in guter Weise zu dieser Diskussion beitragen. Aber ich werde das in einem späteren Kommentar behandeln. Daher sage ich:

Fortsetzung folgt….

Watching Eagle:

Drittens unterliegen wir einer Selbsttäuschung, die dem Wohlfahrtsstaat zugrundeliegt:

Das Konzept ist, daß Leichtigkeit und Überfluß positive Güter sind, und daß Verlust und Armut nicht wiedergutzumachende Übel sind, die eliminiert werden MÜSSEN. Mark Steyn argumentiert, daß der Wohlfahrtsstaat der westlichen Gesellschaft die Kraft genommen hat, aber ich befasse mich hier mit der Denkweise, die überhaupt erst zum Wohlfahrtsstaat GEFÜHRT hat. Die Denkweise war in Franklin Delano Roosevelts Rede über die “vier Freiheiten” enthalten, welche die “Freiheit von Furcht” (die Regierung erfüllt Sicherheitsbedürfnisse), und die “Freiheit von Mangel” (die Regierung erfüllt psychologische Bedürfnisse) einschlossen. Während diese Denksweise reizvoll klang, bedeutete sie, daß die Regierung den Überlebensnotwendigkeiten der Gesellschaft den Krieg erklärte. Und wie ich in meiner Gesellschaftlichen Selbstaktualisierungsthese postuliere, sind Überlebensnotwendigkeiten das, was eine Gesellschaft in der Realität geerdet hält. Scheitern und Kampf können GUTE Dinge sein (sie machen eine Kultur fest und stark). Umgekehrt können Leichtigkeit und Überfluß eine Gesellschaft zu schwach und von der Realität abgekoppelt werden lassen, um zu überleben (denkt an die Analogie mit den Haus- und Wildschafen). Ich denke, das Problem beim Importieren dieser “Primitiven” in den Westen liegt darin, daß sie mehr als Westler daran gewöhnt sind, ums Überleben zu ringen (etwas, über das man nachdenken sollte).

Unsere vierte größere Selbsttäuschung ist die, daß schnelles Bevölkererungswachstum schlecht für eine Gesellschaft ist, und eine kontrollierte Bevölkerung gut. Obwohl die “Populationsbombe” und die geburtenfeindlichen Linken diese Theorie bis zum äußersten förderten, ist sie völlig falsch. Erstens, warum war der Westen im späten 19. und im 20. Jahrhundert so dominant? Weil der Westen während des 19. Jahrhunderts eine Bevölkerungsexplosion erlebte, während andere Regionen der Welt stabile Bevölkerungen hatten. Die zusätzliche “Mannstärke” ermöglichte es dem Westen, die Welt zu besiedeln. Steyn sagte, daß England die erste Nation gewesen sei, die (1820) die Säuglingssterblichkeit besiegt hätte. Also damit war er nicht ganz akkurat. Eine andere Nation besiegt die Säuglingssterblichkeit 200 Jahre früher (ohne die Hilfe moderner Medizin). Aber darüber hinaus war diese Nation mehr als 250 Jahre lang bei der menschlichen Fruchtbarkeitsrate führend. Die Fruchtbarkeitsrate dieser Nation schoß in die Höhe wie ein Düsenjäger mit vollem Nachbrenner. Sie wäre sogar für die kenianischen Frauen der 1980er (die in der modernen Geschichte für ihre Fortpflanzungsfähigkeit bekannt sind) eine starke Konkurrenz gewesen. Die Frauen feuerten Kinder ab wie Kampfflinten mit Magazinverlängerung. Frauen mit 6 bis 8 Kindern galten als Durchschnitt, und Frauen mit 12 oder mehr Kindern waren NICHT UNGEWÖHNLICH.

Also, werdet ihr fragen, welche Nation war das? Es war Amerika, von den Pilgervätern bis zum Bürgerkrieg. Wußtet ihr, daß Ben Franklin das 15. von 17 Kindern war? Oder daß Daniel Boones Eltern 11 Kinder hatten, und er und seine Frau 10? Es ist eine historische Tatsache. Amerika hatte während dieser ganzen Zeitperionde eine anhaltende Bevölkerungsexplosion (mit der Rate des typische afrikanischen Landes).

Denkt darüber nach: Wenn “Familienplanung” in den englischen Kolonien Nordamerikas ab, sagen wir 1720, angewendet worden wäre, dann würden die Vereinigten Staaten HEUTE WAHRSCHEINLICH NICHT EXISTIEREN – amerikanische Ureinwohner würden wahrscheinlich immer noch über die Great Plains streifen.

Viele Diplomaten und Mitglieder der “regierenden Klasse” sagen oft: “diese armen Länder [sagen wir, in Afrika, oder Länder wie Jemen und Afghanistan] werden es nie zu etwas bringen, wenn sie weiter so Nachwuchs züchten, denn sie werden immer arm sein.” Also, im 19. Jahrhundert gab es zwei arme, rückständige Länder mit viel höheren Fruchtbarkeitsraten als in Westeuropa. Eine waren die Vereinigten Staaten von Amerika, und die andere war Rußland. Hat irgendjemand in der Geschichte des 20. Jahrhunderts von diesen beiden Ländern gehört?

Schlußendlich glauben viele Leute, daß die Fruchtbarkeitsraten der Moslems sinken werden, wenn sie sich in Europa ansiedeln. Na, so für den Anfang, die Fruchtbarkeitsrate der US-Hispanics ist heute höher als die der meisten lateinamerikanischen Länder. Ich denke, daß Muslimas auch nach ihrem eigenen freien Willen mehr Kinder haben werden als die heutigen einheimischen Europäerinnen (wenn man einen Niqab oder eine Burka tragen will, ist es nicht so schwer, sich der “Familienplanung” zu verweigern). Falls nicht, dann werden moslemische Männer eher “die angemessene Familiengröße für sie wählen”, als daß sie den europäischen Weg zum Aussterben übernehmen. Tatsächlich nannte es Philip Longman (kein Konservativer) “die Taliban-Lösung”, als er in “Die leere Wiege” über eine Möglichkeit schrieb, menschliche Geburtenraten auf nachhaltiger Höhe zu halten!

Schaut euch die Dokumentation ‘Demographic Winter’ zu diesbezüglichen Informationen an.

Furor Teutonicus:

Watching Eagle sagte…
Ich widerspreche in einer Hinsicht. Europas gegenwärtige Kultur ist (kulturell) NICHT christlich, sie ist von Linken (ZUTIEFST Irrationalen, eigentlich Heiden) dominiert

Ich HOFFE, du meinst “Heiden” nicht als Beleidigung, Junge?

Meine Familie ist, und war immer, Anhänger der germanischen/samischen Glaubenstradition.

Wir wissen, daß meine Ur-Urgroßmutter immer runische Weissagungen und nordische Mythologie gelesen und gelehrt hat. Sie war auch eine Noide oder Schamanin. Wie meine Urgroßmutter und meine Großmutter. Sie alle wurden in Sapmi, der Heimat der Saami, geboren und verbrachten ihr ganzes Leben dort.

Auch wenn meine Familie großteils eher germanisch als samisch ist, so sind die Lebensweisen doch sehr ähnlich, mit einer Menge Übereinstimmungen zwischen den altnordischen Göttern und denen der Saami. Der Vergleich wischen unserer eigenen, samischen, finnischen und germanischen Religion hat uns Gewißheit verschafft, daß wir tatsächlich der Tradition in gleicher Weise folgen wie unsere Vorfahren, bis zurück zur Völkerwanderung und der Zeit davor.

Wir sind daher EUROPÄISCHER als der größere Prozentsatz HIER.

Also solltest du besser über eine Entschuldigung für die Beleidigung uns gegenüber nachzudenken anfangen, des Volkes, das immer noch die ERSTEN Invasoren aus dem Nahen Osten bekämpft, die UNSERE europäische Kultur ruiniert haben.

Von Brandenburg-Preußen.

Chechar:

Noch einmal: Nein, das ist nicht das, wovon ich rede. Ich rede von den kollektiven Glaubensinhalten, die eine konstititionelle Funktion in unserer Gesellschaft haben – die Blase! Lies Lawrence Austers Artikel noch einmal und denke darüber nach, was er mit “innerhalb unseres gegenwärtigen Glaubenssystems” meint. Er redet nicht von irgendwelchen verstreuten kleinen persönlichen Glauben hier und dort… Studiere Paradigmenwechsel sowohl in der Geschichte der Wissenschaft als auch in der politischen Geschichte, und du wirst herausfinden, daß die Wiederaufbauarbeit eines neuen Paradigmas erst beginnt, wenn das vorherrschende Paradigma zusammenbricht… Die Leute in einer Gesellschaft wechseln ihr Denkschema nicht deshalb, weil ihnen ein besseres angeboten wurde. Sie stecken seit ihrer Konditionierung in ihren prägenden Jahren mit ihrer Identität emotional tief im gegenwärtigen Denkmuster drin. Nein, die Leute ändern ihr Paradigma nur im Kielwasser von Katastrophen und Traumata (z. B. Erster und Zweiter Weltkrieg). Der Zusammenbruch des bestehenden Paradigmas kommt zuerst. – Conservative Swede

Das gegenwärtige Paradigma oder Glaubenssystem beruht auf einer Gruppenfantasie, die zusammenbrechen muß, wenn der Westen gerettet werden soll. Die Gruppenfantasie entwickelt sich in mehrfachen Formen des Selbsthasses (Marxismus, Liberalismus, Multikulturalismus, anti-weißer Rassismus etc.). In diesem Monat habe ich einen Beitrag zu diesem Thema hinzugefügt, aus dem ein entscheidender Absatz unten zitiert wird. Jedoch ist mein Modell zum Verständnis der gegenwärtigen “Blase”, wie Conservative Swede es ausgedrückt hat, kompliziert und wird eine Serie unabhängiger GoV-Stränge zur Erklärung benötigen. Inzwischen zitiere ich aus meinem Blog:

„Gruppenfantasie“ ist ein von Lloyd deMause geprägter Begriff. Zum Beispiel fand die Zuschreibung extremer Böswilligkeit an die Juden, eine Gruppenfantasie, ihren Weg in den eliminatorischen Antisemitismus unter Hitlers willigen Vollstreckern. Miller hat ein Buch geschrieben, demzufolge diese willigen Vollstrecker den unbewußten Hass gegen ihre mißhandelnden Eltern verdrängten und auf die Juden übertrugen. Daß die Juden der Fluch allen Volkes seien, war die Gruppenfantasie in Nazideutschland.

Da deMause politisch weit links steht, hat er den Begriff der Gruppenfantasie nie verwendet, um den gegenwärtigen westlichen Selbsthass zu analysieren. Jedoch haben Psychiater, deren Arbeitshypothese das Traumamodell geistiger Störungen ist, bemerkt, daß Zorn, wenn er gegenüber den wirklichen Tätern – unseren mißhandelnden Eltern – abgeblockt wird, mit der Zeit entweder klinische Depressionen oder Selbstschädigung der Patienten zur Folge hat. Wenn wir unsere Kultur auf die Psychiatercouch legen, können wir sagen, daß der Westen seit 1960 den zweiten Weg – Selbstverletzung – gewählt hat: etwas, das der absichtlichen Zufügung von Gewebeschaden in selbstmörderischer Absicht ähnelt, wie unten kurz beschrieben.

Mittelalterliche Mönche, die verdrängten Zorn total abblockten, lebten unter der Gruppenfantasie der gemeinschaftlichen Erlösung durch Kasteiung des Fleisches, in wenigen Fällen bis nahe dem Hungertod. Analogerweise überträgt unsere heutige Gruppenfantasie unseren ungelösten Hass aus der Kinderzeit in Selbstschädigungen wie: politisch motivierte und möglicherweise pseudowissenschaftliche Umweltängste, anti-weißen Rassismus und ethnischen Niedergang, kulturellen Zusammenbruch in Form von Masseneinwanderung, multikulturelles Dogma und Kulturrelativismus, falsche Schuldgefühle wegen unserer Kolonialvergangenheit (in meinem 4. Buch argumentiere ich, daß die Eingeborenen einander vor den europäischen Eroberungen viel schlimmer behandelt haben); vorsätzliche Blindheit angesichts eines wiederbelebten Islams [….] All dies ist das direkte Ergebnis einer Verdrängung durch die Ablehnung und Neudefinierung traditioneller Werte seitens der Baby-Boomer. Kurz gefaßt: wegen ungelöster Traumata ist der pathologische Hass auf das Andere in den letzten Jahrzehnten umgewandelt worden in pathologischen Hass auf das Selbst.

Rocha:

Ich glaube nicht, daß wir uns jemals ändern werden; es wird kein weißer Ritter kommen, keine Revolution, nur Tod.

„Wir sind in diese Zeit hineingeboren und müssen dem Weg tapfer bis zum vorbestimmten Ende folgen. Es gibt keinen anderen Weg. Unsere Pflicht ist es, auf verlorenem Posten auszuharren, ohne Hoffnung, ohne Rettung, wie jener römische Soldat, dessen Knochen vor einer Tür in Pompej gefunden wurden, wo er beim Ausbruch des Vesuvs auf seinem Posten gestorben war, weil man vergessen hatte, ihn abzulösen. Das ist Größe. Das ist es, was es heißt, ein Vornehmer zu sein. Das ehrenhafte Ende ist das eine Ding, das man einem Mann nicht nehmen kann.“
Oswald Spengler.

Allerdings glaube ich, daß man einem Mann das ehrenwerte Ende nehmen kann, in der Art von 1984…

Chechar:

“Ich glaube nicht, daß wir uns jemals ändern werden; es wird kein weißer Ritter kommen, keine Revolution, nur Tod.”

Geert Wilders ist eine Art weißer Ritter und wenn sich die Leute während der letzten Jahrzehnte geändert haben, dann könnten sie sich wieder ändern. Gegenwärtig lesen viele Leute Spencer und Steyn. Das Paradigma könnte sich wieder verschieben…

DP111:

Separation vom Islam und den Moslems ist notwendig, sonst sehen wir alle einem sehr schlimmen Bürgerkrieg entgegen. Ich kann es nicht ertragen, an einen weiteren unheilvollen Bürgerkrieg in Europa zu denken, der zu Massenmord führt. Bürgerkriege sind so. Gewöhnliche Menschlichkeit erfordert eine “Separation”, um eine solche Katastrophe abzuwenden.

Jedoch kann ich keine europäische Regierung erkennen, die die moslemische Einwanderung in welcher Form auch immer stoppt, ganz zu schweigen von einer Umkehrung der moslemischen Einwanderung, wie es Auster gern hätte. Familienzusammenführungen, Mehrfachehen etc. werden weitergehen, zusammen mit hohen moslemischen Geburtenraten. All dies verheißt den Untergang des Westens.

Lawrence Auster glaubt, daß ein gesellschaftlicher Wandel stattfinden kann, der die westliche Gesellschaft dazu bringt, die notwendigen Gesetze durchzusetzen. Um irgend eine Wirkung auf den gegenwärtigen Zeitgeist zu haben, wird ein gesellschaftlicher Wandel von wahrhaft seismischem Ausmaß sein müssen – nichts Geringeres wird reichen. Ich glaube nicht, daß es irgend eine Hoffnung hierfür auf friedlich-demokratische Weise gibt – nicht innerhalb der verbleibenden Zeit.

Nun zu Geert Wilders. Wenn er mit einer gesunden Mehrheit gewählt würde, müßte er sehr schnell handeln, um die Gesetze zur Sicherstellung der Sicherheit der Niederlande einzuführen und durchzusetzen, d. h. in den “Flitterwochen”. Ich glaube nicht, daß er viel mehr als ein Jahr dafür Zeit hätte.

Er wird all dies gegen die EU-Gesetze tun müssen, denen die Niederlande verpflichtet sind. Ich glaube nicht, daß die Niederländer dazu bereit sind, aus der EU auszutreten. Dann wird es auch noch beträchtliche heimische Opposition geben. Demonstrationen, von den Linken in Verbindung mit den Moslems organisierte Unruhen wie auch zahllose rechtliche Anfechtungen. Wir werden auch einen stetigen Strom tränenreicher Moslemfrauen sehen, die sich an ihre Mamas klammern und vor den Fernsehkameras weinen, wenn sie zum Verlassen ihres Heims und Geburtsortes gezwungen werden. Die Medien werden das nach Kräften ausspielen – Wilders wird als “Nazi” dargestellt werden, egal wie liberal er ist, und ungeachtet seiner guten Absichten. Seine Regierung wird fallen und Wahlen abgehalten werden, nur um inneren Hader zu vermeiden. Wir haben also die ironische Situation, daß seine Kur zur Vermeidung inneren Haders im Fall des Aufstiegs islamischer Werte in den Niederlanden innerem Hader Auftrieb gegen wird. Wenn Geert Wilders das durchzieht, dann werde ich sehr angenehm überrascht sein. Jedoch hilft das Wilders-Phänomen in indirekter Weise.

Es gibt andere Wege, wie sich eine Gesellschaft verändern kann, veranlaßt von unserer eigenen Außenpolitik, die dann feindliche Ausländer dazu zwingt, freiwillig zu gehen. Sie funktioniert auch recht schnell und ohne all den inneren Wirbel einer “wilders-gemäßen” Politik.

Conservative Swede:

Rocha,

Ich glaube nicht, daß wir uns jemals ändern werden; es wird kein weißer Ritter kommen, keine Revolution, nur Tod.

Du illustrierst hier genau das, was Auster beschrieben hat. Jedoch, wenn wir die Dinge von innerhalb unseres gegenwärtigen Glaubenssystems betrachtet, sieht eine Umkehr unmöglich aus.

Aber so funktionieren die Dinge nicht in einer menschlichen Gesellschaft. Was den Tod finden wird, das sind die Institutionen, die die gegenwärtige Ordnung und das Glaubenssystem aufrechthalten: die Institutionen in Brüssel, die UNO, die Dollarhegemonie, Amerika als Weltpolizei, die NATO etc. Die geistige Blase wird platzen, und der Wandel wird stattfinden. Natürlich erst nach einer ziemlichen Menge von Blut, Tod, Katastrophen und Traumata.

Klarerweise werde viele Leute den Fall des gegenwärtigen Paradigmas und seiner konstituierenden Institutionen als das Ende der Welt sehen. Ich kann nicht anders, als an Joseph Goebbels zu denken, als ich “Der Untergang” sah. Wie er sich selbst und seine ganze Familie umgebracht hat, nachdem es für ihn ohne Nationalsozialismus nichts mehr gab, wofür er leben sollte. Die Tatsache, daß Deutschland und das deutsche Volk (seine eigene Volksgruppe!) immer noch da waren, hat Goebbels nichts bedeutet. In Wirklichkeit war dies für die Nazis niemals überhaupt wichtig. Ihre Anbetung galt Hitler und dem Nationalsozialismus. Deutschland und das deutsche Volk waren nur entbehrliche Werkzeuge für ihre ideologischen Eskapaden, so wie es Rußland für Stalin war. Es gab keine Liebe oder Respekt für ihre ethnische Gruppe.

In gleicher Weise werden viele Leute, die ideologisch am gegenwärtigen Paradigma hängen anstatt an ihrer eigenen ethnischen Gruppe, den Fall der westlich-christlichen Zivilisation als das Ende der Welt sehen, Selbstmord begehen etc. Aber stattdessen sollte der Fall der westlich-christlichen Zivilisation gefeiert werden. Dies ist das Paradigma, das unserem Retter im Weg steht. Dies ist der entscheidende Knoten, der gelöst werden muß.

An diesem Punkt wird kein weißer Ritter benötigt. Aber es wird eine Anzahl schwarzer und grauer Ritter beteiligt sein. Aber der Motor dahinter wird der kollektiv veränderte Zeitgeist sein, nicht irgendein weißer Ritter.

Conservative Swede:

Chechar,

mir gefällt, was du über “Gruppenfantasie” schreibst; es ist eine weitere Art, es auszudrücken. Ich mag auch deinen Blog und die Videos.

Geert Wilders ist eine Art weißer Ritter und wenn sich die Leute während der letzten Jahrzehnte geändert haben, dann könnten sie sich wieder ändern. Gegenwärtig lesen viele Leute Spencer und Steyn. Das Paradigma könnte sich wieder verschieben…

Hier widerspreche ich. Wilders ist kein weißer Ritter, und Denkmuster ändern sich nicht so leicht. Und besonders deswegen nicht, weil die Leute, die du erwähnst, tief in den zentralen Glaubenssätzen des gegenwärtigen Paradigmas drinstecken.

Jedoch vollbringen Wilders und Spencer einen großartigen und wichtigen Job, indem sie die Maschinerie schmieren, um den Prozeß zu katalysieren. Wegen ihrer Ehrlichkeit bringen sie die inneren Widersprüche des gegenwärtigen Paradigmas an die Oberfläche und helfen ihm bei der langsamen Selbstimplosion. In der Art ihrer Tapferkeit sind sie tatsächlich weiße Ritter. Aber sie werden uns nicht retten. Weit gefehlt. Wie ich sagte: erst müssen die Dinge schrecklich schiefgehen, dann können wir uns retten.

Conservative Swede:

DP111,

Endlich jemand, der realistisch bezüglich Wilders ist. Ich stimme allem zu, was du sagst, aber ich bin auch für ein positiveres Szenario offen.

In einer Diskussion hier bezeichne ich ihn als einen Kerenski. Das heißt, seine Regierungszeit wird sehr kurz sein, aber auch der erste Schritt der Revolution.

Aber dies beruht auf derselben Beschreibung der Realität wie deine oben. Nur, am Punkt des inneren Haders können die Ereignisse zwei Wege nehmen: 1) Wilders’ Regierung stürzt, und die ursprüngliche Ordnung wird wiederhergestellt, oder 2) die Revolution wird von Leuten aus härterem Stoff fortgesetzt.

Parallel zu dem, was Auster oben darüber schreibt, daß das Haupthindernis für die Weißen nicht der Widerstand ist, auf den sie treffen, sondern ihre eigenen, tief empfundenen moralischen Glaubensvorstellungen, ist es dasselbe mit Wilders, mit allen prominenten Gestalten in der gegenwärtigen Phase der Anti-Dschihad-Bewegung wie auch mit rechten Politikern im allgemeinen. Was sie motiviert, ist die Scheinheiligkeit und der Mangel an Moral seitens der Linken, sodaß sie sich selbst verpflichtet haben, immer moralisch zu handeln. Und das wird einfach nicht funktionieren. Die Linke ist bereit, sich auf jede Ebene schmutziger Spiele und der Brutalität hinabzubegeben. In jedem Krieg oder Kampf kommt es letztendlich auf die Psychologie an, d. h. wer die unerschütterliche Willenskraft zum Sieg hat. Die Linke hat sie, und hat sie immer gehabt. Und genau deshalb hat sie jeden wichtigen politischen Kampf in den letzten zwei Jahrhunderten gewonnen. Die Rechte hat einfach keine Chance in der politischen Arena. Der Kampf muß in eine andere Arena verlagert werden.

Jedoch! Dies ist keine Kritik an Wilders. Im Gegenteil, er ist genau das, was er sein muß! Genau in dieser Phase ist er das beste verfügbare “Werkzeug”. Ja, der ganze Punkt ist der, daß er den Kerninhalten des gegenwärtigen Paradigmas verpflichtet ist, daß er ein Liberaler ist. Das heißt, daß er die gleiche Sprache wie die gewöhnlichen Leute sprechen kann, die auch im gegenwärtigen Paradigma drinstecken (etwas, das ich nicht könnte). Er ist das wirksamste Symbol der Anti-Dschihad-Bewegung, das wir an diesem Punkt haben können.

Conservative Swede:

Furor Teutonicus,

Wir wissen, daß meine Ur-Urgroßmutter immer runische Weissagungen und nordische Mythologie gelesen und gelehrt hat … hat uns Gewißheit verschafft, daß wir tatsächlich der Tradition in gleicher Weise folgen wie unsere Vorfahren, bis zurück zur Völkerwanderung und der Zeit davor.

Hey FT, bleib bei diesen Traditionen! Mach sogar so sorgfältige Aufzeichnungen wie du nur kannst (man vergißt leicht Dinge oder bringt sie durcheinander, auch wenn man glaubt, man würde sich erinnern). Interviewe jede lebende Noide in deiner Familie!

Wir werden dieses Material später in diesem Jahrhundert brauchen, wenn eine starke Bewegung zur Rekonstruktion des Theodismus kommen wird. Es ist fantastisch, daß du eine ununterbrochen so weit zu unserer authentischen Kultur zurückreichende Abstammungslinie hast.

Sicher, und offensichtlicherweise, wird die rekonstruierte germanische Volksreligion keine Kopie der originalen germanischen Gebräuche sein, aber sie wird viel Inspiration von dort beziehen. Und angesichts des Mangels an schriftlichen Quellen könntest du auf einem Schatz sitzen.

Falls du das mit mir diskutieren willst, schicke mir eine e-mail. Meine e-mail-Adresse findest du über meinen Blog.

Ich weiß, daß die Leute eine solche Rekonstruktion für unmöglich halten und sie nicht ernst nehmen. Aber nochmal, lernen wir aus der Geschichte, anstatt in der Jetztzeitblase zu bleiben. Schaut euch zum Beispiel die Wiedererrichtung Israels an. Hebräisch war als Sprache der Juden seit etwa 2.000 Jahren verschwunden (nicht einmal Jesus sprach Hebräisch!). Naja, aber wie wir wissen, wurde es wiedererrichtet. Wenn nur die Willenskraft vorhanden ist! Und der Theodismus liegt uns zeitlich vegleichsweise nahe. In Schweden z. B. geschah es erst in der Mitte des 13. Jahrhunderts, daß das Christentum unseren Theodismus brutal zermalmte.

The þjóð will return! (Anm. d. Ü.: das habe ich unübersetzt gelassen, weil ich nicht weiß, ob es der, die oder das þjóð heißt…)

Conservative Swede:

Ich hatte geschrieben:
Ihre Anbetung galt Hitler und dem Nationalsozialismus. Deutschland und das deutsche Volk waren nur entbehrliche Werkzeuge für ihre ideologischen Eskapaden, so wie es Rußland für Stalin war.

Witzig. Nach linker Denkweise werden die Moslems als die ersten Opfer des Islam gesehen (von den Linken, die bezüglich des Islam aufgewacht sind). Aber die Deutschen werden niemals als die ersten Opfer des Nationalsozialismus gesehen, obwohl die Situationen genau parallel sind. Stattdessen werden ethnische Deutsche dämonisiert (und in Erweiterung dessen alle Leute europäischer Abstammung).

Solche Dinge bilden geradezu das Fundament des gegenwärtigen Paradigmas. Und erst wenn diese Knoten gelöst sind, kann das Paradigma umfallen. Die Leute glauben, daß sie irgendwohin kommen können, indem sie eine Anti-Islam-Position mit Hass/Furcht/Abscheu gegenüber Deutschen kombinieren, in Übereinstimmung mit der großen mythologischen Darstellung seit dem 2. Weltkrieg, auf die unser gegenwärtiges Paradigma aufgebaut ist. Sie können es nicht. Durch ihren Hass/Abscheu/Furcht gegenüber Deutschen stecken ihre Füße immer noch fest im Schlamm des gegenwärtigen Paradigmas. Und weiters ist Hass auf Deutsche die Vorlage für Hass auf Weiße im Allgemeinen in dieser vorherrschenden Mythologie. Indem sie also Deutsche weiterhin hassen/verabscheuen/fürchten, streben Westler weiterhin in Richtung weiße Schuld und Selbsthass. Diese Mythen treffen die Leute auf der Ebene des Unterbewußten, was sie gegen diese Anziehungskraft wehrlos macht. Erst wenn die Westler ihre Sicht auf den Zweiten Weltkrieg revidieren, kann ein Paradigmenwechsel stattfinden. Ein weiteres Trauma ist nötig, damit dies stattfinden kann.

DP111:

Conservative Swede

Falls Wilders seine Politik hinsichtlich moslemischer Einwanderung und Türkei nach seiner Wahl total umkehrt, so wie Sarkozy es getan hat, dann werde ich annehmen, daß da eine Politik im Spiel ist, in die nur wenige eingeweiht sind, und daß er darin eingeweiht worden ist.

Ich werde auch annehmen, daß dies das Große Spiel ist, das wir wieder spielen, mit den USA, dem Vereinigten Königreich, der NATO, Australien und Neuseeland auf einer Seite und der islamischen Welt als Einsatz. In diesem Spiel sind die erklärten Ziele bloß Worte und haben keine Ähnlichkeit mit der Realität. Selbst die Behauptungen über Siege sind falsch, weil wir nicht wissen, was als Sieg betrachtet wird. Falls das der Fall ist – genießt die Fahrt, denn demokratische Veränderungen der politischen Macht in irgend einem westlichen Land werden keine Auswirkungen auf den Krieg haben.

DP111:

Conservative Swede: Die Linke ist bereit, sich auf jede Ebene schmutziger Spiele und der Brutalität hinabzubegeben. In jedem Krieg oder Kampf kommt es letztendlich auf die Psychologie an, d. h. wer die unerschütterliche Willenskraft zum Sieg hat.

Die Tatsache, daß die Linke dafür bekannt ist, voller schmutziger Tricks zu stecken, ist bereits eine Niederlage für sie.

Ich hegte immer eine tiefe Bewunderung für Politiker wie Reagan, denn sie gaben vor, der gute alte wichtigtuerische Onkel Ron zu sein, besiegten aber die Machinationen der Sowjets. Unterschätzt niemals politische schmutzige Tricks, besonders von jenen, die so unschuldig wirken.

CS schrieb „Ein weiteres Trauma ist nötig, damit dies stattfinden kann“.

Das wäre das seismische Ereignis, das den gegenwärtigen Zeitgeist über Nacht ändert.

Chechar:

Was ich am schockierendsten finde, ist daß die schönsten Exemplare des Homo sapiens, wie die Englischen Rosen, sich unterhalb des Erhaltungsniveaus vermehren, während der Westen gleichzeitig Massen von Nichtkaukasiern in seine Länder importiert. Dies ist genug Trauma für mich und Auster – aber anscheinend nicht für den einheimischen Europäer, Amerikaner oder GoV-Kommentator. Warum?

Eigene Identität beginnt beim eigenen Phänotyp; und daher sollte unser Hauptinstinkt unseren Genotyp bewahren. Will Durant schrieb, daß Nationen als Stoiker geboren werden und als Epikureer sterben. Der heutige typische epikureische Westler schert sich den Teufel um Selbstwertschätzung und Selbstbild: den kaukasischen Phänotyp unserer stoischen Vorväter.

Ist die schönste Rasse nicht diejenige, die die germanischen und nordischen Frauen und die amerikanischen (Maxfield Parrish’s) “nymphs on the rocks” geboren hat? Plato schrieb, daß Eros die dialektische Kraft ist. Wenn der Kern der eigenen Identität nicht länger unsere treibende Kraft ist, dann stecken wir tief in Schwierigkeiten. Anders als Fjordman scheuen sich die meisten GoV- und Spencer-Kommentatoren extrem davor, das Rassenthema anzurühren (im Fall von Spencer kann ich es verstehen: Rasse zu erwähnen wäre politischer Selbstmord).

Erst wenn die Westler ihre Sicht auf den Zweiten Weltkrieg revidieren, kann ein Paradigmenwechsel stattfinden. Ein weiteres Trauma ist nötig, damit dies stattfinden kann.” – Conservative Swede

Das zukünftige Aussterben der Blonden ist genug Trauma für mich! Mit der Ausnahme des Holocaust, eines Themas, wo die gegenwärtige Gelehrtenschaft recht hat, ja: die Westler sollten ihre Sicht auf den Zweiten Weltkrieg revidieren. Ich finde, es macht einen rasend, daß sie die Schönheit ihrer Frauen nicht so weit sehen, daß sie nach einem Vierten Reich verlangen, das – während es total von antisemitischen Gefühlen gereinigt ist – Arabien erobert und sowohl die Mystik der germanischen Nation als auch ihren Phänotyp aufrecht erhält. Wenn unterschwelliger Eros nicht länger unsere dialektische Kraft ist (wiederum, denkt an Parrishs Gemälde, die in den 1940ern in jedem amerikanischen Heim zu sehen waren), sind wir psychogenetisch gesprochen bereits tot.

Conservative Swede:

Chechar,

Wenn der Kern der eigenen Identität nicht länger unsere treibende Kraft ist, dann stecken wir tief in Schwierigkeiten.

Korrekt.

Das zukünftige Aussterben der Blonden ist genug Trauma für mich!

Das zukünftige Aussterben der Blonden und ein Trauma wie ein Weltkrieg oder sogar der Fall der westlich-christlichen Zivilisation sind zwei sehr verschiedene Dinge. Wir hatten bereits ein paar Weltkriege, und kein Aussterben. Daher sollte das nächste Trauma begrüßt werden – es wird nicht das Aussterben der Blonden bedeuten, stattdessen wird es der Wendepunkt sein.

Conservative Swede:

DP111,

während ich deinen ersten Kommentar sehr gut fand, habe ich jetzt Schwierigkeiten, eine zusammenhängende Linie in deinen beiden letzten Kommentaren zu finden. Sie scheinen in alle Richtungen zu gehen.

Falls Wilders seine Politik hinsichtlich moslemischer Einwanderung und Türkei nach seiner Wahl total umkehrt, so wie Sarkozy es getan hat,

Sarkozy mußte seine Positionen umkehren – welche sich sowieso krass widersprachen – da man in Frankreich (wegen des Phänomens des französischen Elitismus) die Akzeptanz der Elite finden muß, andernfalls man niemand ist. Also hat Sarkozy das getan.

Wilders wird diese Haltungen nicht ändern. Und du hättest Sarkozy vor der Wahl besser mitverfolgen sollen. Anders als Wilders sagte er diese Dinge niemals in einer Weise, die einen nüchternen Mensch glauben lassen würde, daß er sie überhaupt ernst meint. Er war nur darauf aus, Stimmen von “rechtsaußen” zu fischen.

Die Tatsache, daß die Linke dafür bekannt ist, voller schmutziger Tricks zu stecken, ist bereits eine Niederlage für sie..

Das hat sie in den letzten zwei Jahrhunderten nicht aufgehalten.

Ich finde diesen Kommentar von dir seltsam. Es ist, als würdest du hoffen, daß das wahre Gesicht der Linken den Leuten auf magische Weise als Offenbarung erscheinen würde, und daß sie sie plötzlich verurteilen würden.

Ich hegte immer eine tiefe Bewunderung für Politiker wie Reagan, denn sie gaben vor, der gute alte wichtigtuerische Onkel Ron zu sein, besiegten aber die Machinationen der Sowjets. Unterschätzt niemals politische schmutzige Tricks, besonders von jenen, die so unschuldig wirken.

Das ist nicht mal auf demselben Niveau. Ich bin sicher, daß er ein paar gute Tricks im Ärmel hatte. Aber hätte er den Kurs seines Landes bestimmen können, ohne gewählt worden zu sein? Natürlich nicht, er hatte keine solchen Fähigkeiten. Dies ist es jedoch, was die Linke vollbringt. Du scheinst die Linke enorm zu unterschätzen, oder ist es nur, daß du Reagan überschätzt?

Félicie:

Chechar:“ Was ich am schockierendsten finde, ist daß die schönsten Exemplare des Homo sapiens, wie die Englischen Rosen, sich unterhalb des Erhaltungsniveaus vermehren, während der Westen…“

Tragisch ist, daß eine Person nach der anderen (natürlich alles Weiße) mir mit einem schönen Lächeln auf den (üblicherweise ihren) Lippen sagt: “Die zukünftige Welt wird braun sein, und das ist etwas Schönes.“ Wenn ich vorsichtig zu fragen wage (denn man muß heutzutage sehr vorsichtig sein, wenn man diese Fragen stellt): “Und ist das in Ordnung für Sie”, dann lautet die Antwort unweigerlich: “Ja, das ist völlig in Ordnung für mich – das neue braune menschliche Wesen wird schön sein (weil Rassenvermischung sehr gesund ist), und dies wird auch Rassismus, Hass und Gewalt ein Ende bereiten.” Wenn ich das höre, dann verzweifle ich. Kann man Leute retten, denen nichts daran liegt, gerettet zu werden? Wie ist es nur möglich, diese neue selbstmörderische Sorte zu schaffen? Warum bin ich dann anders? Meine Eltern haben mir nicht den Nutzen der Rassenbewahrung gelehrt.

Chechar:

Tragisch ist, daß eine Person nach der anderen (natürlich alles Weiße) mir sagt“

Ich bin schockiert. Glauben das die meisten Leute in deinem Land?

Wenn das wahr ist, was du sagst, dann wird anti-weißer Rassismus zu einer Religion für Weiße (sogar Bill Clinton ist ein anti-weißer Bastard!).

Und deshalb begrüße ich paradoxerweise die Islamisierung: diese Rohlinge könnten als Katalysatoren dienen für die große Paradigmenverschiebung gegen den Islam und den anti-weißen Rassismus, über den Auster und ich am meisten besorgt sind.

Félicie:

„Glauben das die meisten Leute in deinem Land?“

Ich habe das viele, viele Male von Leuten in Schweden und den Staaten gehört. Aber ich hoffe gewiß, daß es nur eine Minderheit ist, die sich diesen erschreckenden Glauben angeeignet hat. Wie findet man überhaupt die wahre Zahl heraus? Ich habe so ein Gefühl, daß es meistens gebildete Leute in Großstädten sind, denen es egal ist, wenn sie ersetzt werden. Ich habe das Gefühl, daß darunter mehr Frauen als Männer sind.

Homophobic Horse:

„Glauben das die meisten Leute in deinem Land?“

Laß dich von ihnen nicht einschüchtern. Das eine Wort, das den Fall erledigt und ein unbeantwortbarer Konter für diese rekonstruierten Rassenüberlegenheitler ist, ist dies: Mexiko. Das mexikanische Ethnos ist eine Mischung aus schwarz, weiß und indianisch/asiatisch, und es scheint kein Utopia zur Folge gehabt zu haben.

Südamerika im allgemeinen ist so.

Selbst zu ihren eigenen Bedingungen klammern sich die “Mixtopier” an Strohhalme. Es bleibt abzuwarten, wieviel Auswirkung dies auf unseren zivilisatorischen Kampf um Selbstbestimmung haben wird.

Watching Eagle:

Als ich den Kommentar schrieb, dachte ich an die Zeitperiode ab der 1920er, die in den 1960ern ausklang. Wir haben einen säkularen brutalen Killerdiktator im Irak beseitigt – Saddam Hussein. Aber es hätte nicht so hart sein müssen – laßt mich euch vom britischen Imperialismus im mittelviktorianischen Stil erzählen. Dabei geht es um die Tatsache, daß Britannien Indien beherschte und den “exotischen Brauch” der Witwenverbrennung bei den Hindus entdeckte. Als die Briten den besagten “exotischen Brauch” beenden wollten, jaulten die Hindus: “Suttee ist unser Brauch!” Hier ist die Antwort des britischen Generals Sir Charles Napier:

“Ihr sagt, daß es euer Brauch ist, Witwen zu verbrennen. Na gut. Wir haben auch einen Brauch: wenn Männer eine Frau lebendig verbrennen, knüpfen wir einen Strick um ihren Hals und hängen sie auf. Baut euren Bestattungsscheiterhaufen; daneben werden meine Zimmerer einen Galgen bauen. Ihr mögt eurem Brauch folgen. Und dann werden wir unserem folgen.”

Der “exotische Brauch” des Suttee hörte auf.

Wir haben statt des viktorianischen Imperialismus die “anthropologische Grünbewegung”; statt “Rettet die Wale” lautet der Ruf heute “Rettet die ‘exotischen Bräuche’ nichtwestlicher Kulturen vor dem Aussterben.” Wie wirkt sich das auf die “Menschenrechte” aus?

Habt ihr bemerkt, daß “Menschenrechte” (für die Linken) zu einem Knüppel geworden sind, um die westliche Kultur niederzuprügeln, nicht mehr und nicht weniger? Also, seht ihr, die Linke denkt “es ist eine Schande, daß wir von den mit Kolonialismus und Imperialismus durchtränkten Westlern nur enge und starre Interpretationen der Menschenrechte erhalten haben. Wenn wir nur eine nichtwestliche Richtlinie zur Interpretation der Menschenrechte hätten, dann könnten wir Gleichheit und Gerechtigkeit für alle erreichen.” Die Islamisten kommen und sagen: “Hey, die Scharia ist nichtwestlich, und wir glauben, daß sie eine perfekte Richtlinie für die richtige Interpretation der Menschenrechte wäre.”

Die Linken sagen: “Wie wundervoll! Mit dieser nichtwestlichen Richtlinie (der Scharia) werden wir sicher Gerechtigkeit und Gleichheit für alle erreichen (da wir den westlichen Imperialismus eliminiert haben). Jeder Weg, der den westlichen Imperialismus eliminiert, muß doch nach Utopia führen.”

laine:

Watching Eagle hat auf den Schrei der Deppen, pardon der Linken hingewisen:

statt “Rettet die Wale” lautet der Ruf heute “Rettet die ‘exotischen Bräuche’ nichtwestlicher Kulturen vor dem Aussterben.” Wie wirkt sich das auf die “Menschenrechte” aus?

Schauen wir mal: Fremde Kulturen dürfen ihre Heimatländer, wenn schon nicht monokulturell, dann doch sicherlich wenigstens ohne multikulturelle Bastardisierung belassen. Es gibt also über eine Milliarde chinesische Herren ihrer Domäne, mehr als eine Milliarde Inder, mehr als eine Milliarde Moslems etc. Afrika ist komplett den Schwarzen vorbehalten. Süd- und Mittelamerika sind für Latinos reserviert.

Nicht viel Gefahr, daß IHRE Kulturen ausgelöscht werden. Die einzige, die den Angriff durch Ablehnung, Ausdünnung und Unterdrückung des eigenen Stolzes und Gebräuche zu erleiden hat, ist die weiße europäische Kultur.

„Multikulturalismus“ stellt sich als kultureller Genozid an weißen Europäern heraus, die erstaunlich langsam kapiert haben.

laine :

Ich muß Zensters Kommentaren zustimmen, die sich darüber lustig machen, welche armseligen Waffen der Islam zustandebringt im vergleich zu den nuklearen, die zu bekommen der Iran sich beeilt.

Moslems sind ein existentieller Feind, wie wir noch nie zuvor einem begegnet sind, denn wie Zenster weiter oben hervorhebt, haben sie nichts zu verlieren außer ihren Leben, und die schätzen sie auch nicht sehr.

Tatsächlich führen die meisten Moslems solch elende Leben, daß sie denken, ein früher Tod sei vorzuziehen, um all die Jungfrauen zu erhalten, die für sie auf dieser Welt unerreichbar sind. Es ist immer noch unklar, was sich die Frauen vom Himmel erwarten; vielleicht nur das Ende ihrer Sklaverei unter den Männern auf Erden.

laine:

Conservative Swede sagte:

“ Aber hätte er (Reagan) den Kurs seines Landes bestimmen können, ohne gewählt worden zu sein? Natürlich nicht, er hatte keine solchen Fähigkeiten. Dies ist es jedoch, was die Linke vollbringt. Du scheinst die Linke enorm zu unterschätzen,“

Dies ist der Schlüssel zum Verständnis dessen, wie die Linke in der Lage gewesen ist, jede größere westliche Institution zu unterminieren. Sie sind UNNACHGIEBIG. Sie errichten Brückenköpfe in allen Kommunikationsorganen und erweitern von dort aus. Wie wir zuvor diskutiert haben, übernehmen sie Regierungsbürokratien und betreiben stetig eine linke Agenda, ungeachtet dessen, ob die gewählte Regierung nominell konservativ ist (alle Initiativen werden auf tausende Arten sabotiert) oder links (volle Kraft voraus, wie wir es jetzt in den Staaten sehen).

Schaut euch an, wie der Clown Al Franken Senator wurde. Er verlor die Wahl. Aber die Linke spricht nie vom Sterben. Die Demokraten-Maschine ließ eine Nachzählung nach der anderen durchführen, ständig begleitet von ACORN-mäßigen Illegalitäten. Die Republikaner standen da und schauten diesen Idioten zu, anstatt sich zu wehren. Sie wissen nicht, wie sie Leuten kontern sollen, die bereit sind, sich tief in den Dreck zu begeben.

Conservative Swede:

Chechar,

Aber nicht übertragener Hass auf den wahrhaft Schuldigen ist höchst gesund und natürlich.

Das ist er in der Tat.

Wenn ich zu verallgemeinern versuche, dann denke ich, daß besonders Leute mit protestantischem Hintergrund ein Problem damit haben. Oder vielmehr, sie können sich selbst nicht gestatten zu hassen, solange es nicht von Autoritäten oder dem Kollektiv gestattet ist.

Das heißt, die Linke hasst, was von ihnen zu hassen “erwartet” wird. Die Rechte jedoch – wie ich oben in Zusammenhang mit Wilders hervorgehoben habe – verabscheut die Art der Linken und verpflichtet sich dazu, moralisch korrekt zu handeln, d. h. in diesem Fall sich des Hasses zu enthalten.

Wie du sagtest, ist Hass eine höchst natürliche und nützliche Kraft. Wie ich oben sagte, reduziert sich jeder Kampf oder Krieg auf Psychologie: es ist die Willenskraft zum Sieg, die den ganzen Unterschied zwischen Sieg oder Niederlage ausmacht. Und Hass läßt Leute an ihrer Willenskraft zum Sieg festhalten. Die Linke nutzt dies die ganze Zeit, und gewinnt auch immer. Zusammengefaßt heißt das, die Linke benutzt den Hass, sie sind bereit, jede moralische Regel für das “höhere moralische Gut” zu beugen und sich auf jedes niedrige Niveau schmutziger Tricks und von Brutalität hinabzubegeben, sie übernehmen die Institutionen, um den Kurs des Landes auch dann zu kontrollieren, wenn sie nicht an der Macht sind. Die Rechte auf der anderen Seite versucht fair zu spielen, moralisch und ohne Hass. Und daher verliert sie immer.

Naja, es gibt ein paar Dinge, die protestantische Rechte hassen zu dürfen glauben. Wie zum Beispiel den Staat. Abhängig von der jeweiligen Sorte von Rechtem ist dies recht üblich. Aber es ist nicht sehr hilfreich, denn das einzige, was sie damit erreichen, ist die Schaffung einer atomisierten Gesellschaft gemeinsam mit der Linken, d. h. die Gesellschaft auseinanderzureißen. Der Grund dafür, daß diese Rechten den Staat hassen zu dürfen glauben, ist der, daß dieses Konzept Wurzeln in der Französischen Revolution hat – das Konzept des Individualismus, das eine atomisierte (und daher zerstörte) Gesellschaft voraussetzt – aber es ist die Französische Revolution, die überhaupt erst das Problem ist. Da es nicht ein Hass auf eine bestimmte Herrschaft ist, sondern auf das Konzept des Staates als solchen, helfen sie effektiv der Linken bei der Zerstörung unserer Gesellschaft, nur daß sie sie von einer anderen Seite aus in Stücke hacken. In jedem Land, das ich sorgfältig studiert habe, ist es klar gewesen, daß die zwischen links und rechts wechselnde Macht schlimmere Auswirkungen hatte, als wenn die Linke die ganze Zeit an der Macht gewesen wäre.

Rechts zu sein, bedeutet voll den Kernglaubenssästzen des gegenwärtigen Paradigmas verpflichtet zu sein. Anders als es dargestellt wird, ist das Verhältnis zwischen links und rechts nicht symmetrisch. Stattdessen ist die Linke die Norm, und die Leute auf der Linken sind das heilige Volk des säkularen Christentums. Die Rechte tanzt nur mit und ist effektiv nicht viel mehr als ein Alibi für die ganze Inszenierung; sie tanzt in Kreisen um die Linke, die als einzige die Richtung des “Fortschreitens” bestimmt. Gelegentlich zieht sie die Bremse, aber sie bestimmt nie einen neuen Generalkurs. Die Kursrichtung ist ins Paradigma eingebaut und wird von der Rechten nie grundsätzlich in Frage gestellt.

Ein weiterer Beweis für die Asymmetrie zwischen links und rechts besteht darin, wie Rechte es fürchten und verabscheuen, mit irgendeiner auch nur leicht rechts von ihnen stehenden Person oder Organisation in Verbindung gebracht zu werden (sie haben das Gefühl, das würde ihren Ruf total untergraben), während sie bereitwillig Zugeständnisse um Größenordnungen weiter nach links machen. Wie zum Beispiel das Erscheinen in linken Medien, was diese Rechten oft erfreut, da sie dadurch das Siegel der Zustimmung erhalten zu haben glauben. Während sie von Furcht gelähmt sein können beim Gedanken, in einem rechten Magazin veröffentlicht zu werden, das auch nur leicht rechts von ihnen steht.

Baron Bodissey:

ConSwede –

Ich stimme dir zu wegen des Hasses. Hass ist der Brennstoff für das Feuer, das den verhassten Feind wegbrennen wird.

Das Feuer muß jedoch kontrolliert werden: in die richtige Richtung gezielt und auf die richtige Intensität dosiert, um am wirksamsten zu sein. Der Brennstoff muß auch sorgfältig eingeteilt werden, damit er nicht ausgeht, bevor der Job erledigt ist.

Dies ist ein Fehler, den ich immer wieder sehe – Leute, die von einer bewundernswerten Leidenschaft besessen sind, aber nicht in der Lage, einen kühlen und berechnenden Teil ihres Geistes abzusondern, sodaß die Leidenschaft in für ihre Zwecke wirksamster Weise dirigiert werden kann.

So viele Leute scheinen, sobald sie in die Hitze leidenschaftlicher Intensität geraten sind, unfähig zu sein, ihre eigenen besten Interessen zu kalkulieren. Im schlimmsten Fall werden sie von ihrer eigenen Unfähigkeit zur leidenschaftslosen Ausrichtung ihrer Leidenschaft vernichtet!

Ein verwandtes Thema – vor einer Woche oder zwei habe ich im Newsfeed eine Meldung über eine klinische Psychologiestudie veröffentlicht, derzufolge Leute, die in Extremsituationen die schlimmsten und vehementesten Flüche äußern, die ihnen einfallen, mehr Schmerzen aushalten können als jene, die das nicht tun.

Vielleicht wirkt Hass in ähnlicher Weise, indem er seinen Träger zu Geschicklichkeits- und Ausdauerleistungen anspornt, die er ansonsten nicht vollbringen könnte.

Conservative Swede:

In Fortsetzung des Themas über den Hass:

Amerika wird auf der gegenwärtigen politischen Bühne als rechts gesehen; jedoch ist Amerika historisch gesehen zusammen mit Frankreich die Hauptkraft dabei gewesen, unsere Zivilisation nach links zu drängen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde europäischer Patriotismus als die Wurzel des Bösen gesehen, welche niedergehalten werden mußte. Die einzigen erlaubten Patriotismen waren der amerikanische und der israelische. Großbritannien und Frankreich kamen mit ein bißchen davon durch, aber nach der Suezkrise von 1956 waren sie auch effektiv draußen. Jetzt wurden offensive militärische Maßnahmen nur mehr von Amerika und Israel akzeptiert.

In den 50ern und 60ern wurden Amerika und Israel als Musterländer des Progressivismus gefeiert. Europäischer Konservativismus war in der Kulturrevolution ausgemerzt worden, die Westeuropa von Amerika aufgezwungen worden war. Adornos “Der F-Faktor” beschreibt den europäischen Konservativismus als Psychopathologie, die mit dem Faschismus verwandt ist. Aber die Europäer lernten schnell. Zuerst lernten sie, dem amerikanischen Beispiel zu folgen und Amerika als Musterland zu sehen. Die Europäer konnten derart schnell aufholen, weil die Ideen in den christlichen Evangelien wurzelten. Aber bald lernten sie, daß Amerika nicht im Einklang mit dem Code moralischer Güte lebte, den es den Europäern aufgezwungen hatte. Und der linke Antiamerikanismus war geboren. Und um genau zu sein, war sogar der Antiamerikanismus nicht in Europa geboren, sondern auch aus den Staaten importiert worden.

Das Problem für Amerika war, daß es in seinem Streben zur Beendigung aller “bösen” Reiche effektiv selbst das große Reich geworden war. Z. B. indem es die Rolle der Aufrechterhaltung der Pax Britannica geerbt hatte. Dann mußten sie all die Art von Dingen tun, von denen sie den Europäern beigebracht hatten, sie seien falsch. Die Europäer lernten bald, die Amerikaner in ihrem eigenen Spiel zu schlagen und übernahmen die Führung beim Progressivismus und im “heiliger sein als du”. Und seltsam genug wurde Amerika schließlich als rechts gesehen. Die ursprüngliche Rechte war im Kielwasser des Zweiten Weltkriegs in einer Kollaboration zwischen Amerika und den europäischen Sozialisten ausgemerzt worden.

Der Wendepunkt kam zum Ende der 60er – mit dem Vietnamkrieg und dem Sechstagekrieg. Das Bild von Amerika und Israel verschob sich, und sie wurden nicht mehr als Musterländer des Progressivismus gesehen, sondern als “böse” rechte Länder. Wir sollten uns daran erinnern, daß unser progressivistisches Paradigma (welches immer nach links geht) auf christlicher Ethik beruht. Und christliche Ethik bedeutet die Umkehrung der Werte. So wird das Schwache als gut betrachtet, während das Starke als böse gesehen wird. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg hatte Amerika all die starken (und daher bösen) europäischen Reiche besiegt. Der Job war mit der Suezkrise von 1956 vollendet, als sie sich gegen ihre früheren Verbündeten wendeten. Aber man kann mit christlicher Ethik nie gewinnen, denn jetzt war Amerika das Starke geworde, und daher das Böse.

Also wird amerikanischer und israelischer Patriotismus jetzt stark in Frage gestellt und bekämpft. Aber nicht mittels Restaurierung irgendeines anderen Patriotismus, sondern indem man sich noch tiefer in gestörten Progressivismus begibt. Daher sind im Effekt amerikanischer und israelischer Patriotismus immer noch die einzigen erlaubten Patriotismen. Sicherlich verdammen jetzt die heiligsten Priester unseres linken Paradigmas die Handlungen Amerikas und Israels. Aber im Effekt werden sie toleriert. Wohingegen es als größere globale Krise gesehen wird, wenn irgendein anderes (weißes) Land offensiv militärisch handelt (z. B. Serbien, Rußland).

Baron Bodissey:

Swede,

Du hast beinahe recht wegen der “akzeptablen” Militäraktionen. Aber es gibt ein paar Ausnahmen von der Washington-Tel Aviv-Achse.

Eine war der Falklandkrieg. Sobald feststand, daß Argentinien der Böse war, war Großbritanniens Aktion akzeptabel – Argentinien böse, Vereinigtes Königreich gut.

Wenn die Europäer jemals ihr eigenes Militär eingesetzt hätten, dann könnten einige ihrer Aktionen akzeptabel sein. Zum Beispiel hofften wir damals in den 1990ern verzweifelt, daß irgendeine EG-Koalition tun würde, was gegen die Bösen Serben in Bosnien getan werden mußte. Aber die Europäer waren zu sensibel, um solch ein närrisches Unternehmen durchzuführen, also mußte es stattdessen die NATO sein.

Es gab wahrscheinlich noch andere Ausnahmen, aber sie sind alle klein und von kurzer Dauer. Was du sagst, stimmt im allgemeinen.

Zum Beispiel wird eine russische Militäraktion nie, nie als akzeptabel angesehen. Unter keinen Umständen, egal was.

Conservative Swede:

OK, der vorherige Kommentar war für den Hintergrund. Nun zu meinem Punkt über den Hass:

Amerikanischer und israelischer Patriotismus sind also die einzigen erlaubten Patriotismen. Sicherlich werden sie jetzt von der Hohepriesterschaft des Progressivismus scharf bekämpft, aber nichtsdestoweniger bleiben sie die einzigen, die innerhalb unseres Paradigmas akzeptiert sind.

Dies gibt also den Hintergrund dafür, warum Wilders, Vlaams Belang etc. alle ein pro-amerikanisches und pro-israelisches Profil haben und diese Patriotismen noch mehr als ihren eigenen betonen.

Soweit ist das in Ordnung für mich. Einfach weil es so sein muß. Wie ich oben hingewiesen habe: Wilders ist genau das, was er (in diesem Stadium) sein muß.

Aber hier kommt das Problem: Wenn die Bedrohung durch den Islam zu der historischen Situation dazukommt, die ich oben geschildert habe, dann gibt es Westler, die aus ihrem gestörten Progressivismus aufwachen. Aber sie kehren im allgemeinen in die 50er-Jahre zurück (ich selbst bin in die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zurückgegangen). Angesichts der islamischen Aggression wird ihr Patriotismus bestärkt. Aber dies ist ein Patriotismus, der auf einer Geschichtsauffassung beruht, welche Hass auf Deutschland und Rußland beinhaltet. Wenn sie also diesen amerikanischen Patriotismus intensivieren, um den notwendigen Hass gegen den Islam aufzubauen, erhöht sich gleichzeitig der Hass gegen Rußland und Deutschland. Es scheint keinen Weg zu geben, wie man diesen Parameter erhöht, ohne daß dies geschieht. Die NATO wurde immerhin auf dem Motto aufgebaut, “Rußland draußen zu halten, Deutschland unten und Amerika drin.“ Und seit diese Geschichtsauffassung in ihrem vorherigen Schritt auf der Delegitimierung des europäischen Patriotismus im allgemeinen beruhte, und angesichts dessen, wie Hass und Dämoniserung gegen Deutsche die Vorlage für weißen Schuldkomplex und Selbsthass liefern, haben wir hier auch ein allgemeineres Problem.

Nicht alle Erwachten reagieren so. Aber selbst die Leute, die es nicht tun, verbleiben innerhalb des Rahmens der erlaubten Patriotismen (wie oben für Wilders beschrieben), und finden daher keine Grundlage, um den kriegerischeren Typen wirksam entgegentreten zu können, wenn sie ihren Hass gegen Rußland, Deutsche etc. intensivieren.

Ein Beispiel ist Ariel Eldad, der ein enger Verbündeter von Wilders ist. Als Angela Merkel die Knesset besuchte, inszenierte Eldad (zusammen mit anderen) einen Protest und weigerte sich, einen Fuß in die Knesset zu setzen, solange Merkel dort war. Die Motivation dafür lag gänzlich an ihrer deutschen Ethnizität. Und ja, ich habe ein Problem mit dieser Art von Einstellung, aus demselben Grund, aus dem ich ein Problem mit David Duke habe. Eldad hätte sich nie in gleicher Weise einem Araber gegenüber wegen dessen Ethnizität so verhalten, obwohl man hier einen deckungsgleichen Fall geltend machen könnte. Der Grund ist der, daß nach unserem Paradigma Hass auf Deutsche (weil sie Deutsche sind) erlaubt ist, während Hass auf Araber (weil sie Araber sind) dies nicht ist.

Wir mögen Ariel Eldad und Typen wie ihn, weil er machtvoll und mit großer Selbstsicherheit über die Bedrohung durch den Islam spricht. Dem zuzuhören ermuntert uns und baut Hoffnung auf. Aber diese Selbstsicherheit ist auf einer Art von Patriotismus aufgebaut, die Hass auf Deutsche intensiviert (Eldad war einer der wenigen, die einen Protest gegen Merkel inszenierten) und Kriegsstimmung gegen Rußland (wir sehen mehr davon bei Amerikanern mit patriotisch geschwollenem Hahnenkamm).

Und aus den Gründen, die ich oben beschrieben habe, kommt diese Art starker Stimmen ausschließlich aus Amerika und Israel (niemand sonst dürfte das dem Paradigma zufolge). Und aus demselben Grund äußern diejenigen Leute im Anti-Dschihad-Netzwerk, die sich nicht in diese Art destruktiven Hasses und Kriegsbereitschaft hinabbegeben, keine starken Einsprüche dagegen, und oft gar keine.

Europäer können nicht so reden; stattdessen sehen wir, wie z. B. Wilders sich nach dieser Art starker amerikanischer und israelischer patriotischer Stimmen ausrichtet.

Mein Punkt ist der, daß die Frontlinie im gegenwärtigen Stadium der Anti-Dschihad-Bewegung daher voller innerer Widersprüche ist. Darum kann Wilders, selbst unter den besten Bedingungen, nie mehr als ein Kerenski sein. Eine Regierung von Wilders oder seinesgleichen wird ihren inneren Widersprüchen erliegen. Nichtsdestoweniger betrachte ich dies als notwendigen Schritt, um das Schloß unseres gegenwärtigen Paradigmas zu knacken.

Also:
Eldad und seinesgleichen (in Amerika und Israel) sind, während sie an diesem Punkt gute Rammböcke abgeben, offensichtlich keine Hilfe, wenn es darum geht, Europa zu retten. Stattdessen beruht ihr Selbstvertrauen auf einer Art von Patriotismus, der ursprünglich ganz gegen Europa und Selbstvertrauen überhaupt gerichtet war.

Conservative Swede:

Baron,

Du hast beinahe recht wegen der “akzeptablen” Militäraktionen. Aber es gibt ein paar Ausnahmen von der Washington-Tel Aviv-Achse.
Eine war der Falklandkrieg.

Ja, das wollte ich noch anbringen, aber mein Text war sehr lang, so wie er war. Und es ändert nicht das Gesamtbild.

Trotzdem gebe ich dir gleich noch ein Beispiel: Französische Truppen an der Elfenbeinküste vor ein paar Jahren.

Wie ich oben beschrieben habe, nehmen Frankreich und Großbritannien in dieser Aufstellung eine etwas privilegiertere Position ein. Weil sie im WK2 die Verbündeten Amerikas gewesen sind. Nicht delegitimiert bis 1956. Daher dürfen sie unter bestimmten Bedingungen in einer sehr eingeschränkten Sphäre von Überbleibseln ihrer ehemaligen Kolonialreiche operieren. Aber natürlich nur mit Zustimmung aus Amerika. Falkland kann okay sein (wenn eine Liste von Erfordernissen erfüllt ist). Aber Indien wäre offensichtlich niemals okay.

Frankreich und Großbritannien waren einst leuchtende Beispiele des aufklärerischen Progressivismus. Aber als Amerika zur größten Macht aufstieg, konnte ihm niemand als Leuchtfeuer egalitären Progressivismus gleichkommen. Immerhin waren Frankreich und Großbritannien Kolonialmächte gewesen, also hatten sie einfach dahinzuschwinden. Man bedenke, daß die Supermacht der Welt (Amerika) einst selbst eine Kolonie gewesen war! Es gab nicht länger irgendeine Legitimität für Frankreich und Britannien. Aber nichtsdestoweniger werden sie aufgrund des oben beschriebenen Hintergrundes als viel gutwilliger und überhaupt nicht so gefährlich wie Deutschland und Rußland betrachtet. Deswegen gibt es diese kleinen Ausnahmen vom allgemeinen Bild. Aber es ändert nicht das Gesamtbild.

Britannien und Frankreich begannen als Verbündete von Amerika. Sie errichteten sogar gemeinsam die NATO. Viele Briten betrachten Amerika immer noch als Verbündeten und die NATO als etwas Gutes für britische Interessen. Sie irren sich natürlich. Der ganze Prozeß mußte schließlich das Ende Britanniens und Frankreichs als Großmächte bedeuten, und sogar des eigentlichen Patriotismus.

Ich würde sagen, daß Frankreich mit mehr durchkommt als Großbritannien. Aus derselben Art von Gründen, aus denen Italien mit mehr durchkommt (nicht bei Militäraktionen, sondern bei politischen Aktionen). Weil sie charmant und unbegreiflich sind, und weil sie keine Protestanten sind (ja, auch hier gibt es eine Hierarchie im Schema des Weißenhasses).

Wenn die Europäer jemals ihr eigenes Militär eingesetzt hätten, dann könnten einige ihrer Aktionen akzeptabel sein.

Ja, EU-Aktionen können akzeptabel sein. Genau deswegen, weil die EU nicht auf irgendeinem europäischen Patriotismus beruht, sondern auf dem genauen Gegenteil europäischen Patriotismus’.

Es gibt auch keinen so großen Unterschied zwischen der EU und der NATO. Genau deswegen, weil die EU keine bedeutende militärische Macht hat, ruht ihre Macht auf den Schultern der NATO (daher bin ich verblüfft, wenn Leute gegen die EU sind, aber für die NATO – die sind in Symbiose!)

Zum Beispiel wird eine russische Militäraktion nie, nie als akzeptabel angesehen. Unter keinen Umständen, egal was.
Na dann stell dir vor, Deutschland tut das…

Free Hal:

Chechar, Baron, Conservative Swede, und Felicie,

Lassen wir uns bitte nicht von der von mir eingeführten interessanten psycho-ethischen Frage, ob Zorn gut ist und in welchem Ausmaß, wie er reguliert wird etc., auf ein Nebengleis leiten.

Was ich von den Leuten will ist, daß sie *denken*. Einen Schritt zurückzutreten und zu evaluieren.

Was wird wahrscheinlich passieren?
Ist es vorteilhaft?
Gibt es realistische Alternativen?

Der Baron sagte: „Leute, die von einer bewundernswerten Leidenschaft besessen sind, aber nicht in der Lage, einen kühlen und berechnenden Teil ihres Geistes abzusondern, sodaß die Leidenschaft in für ihre Zwecke wirksamster Weise dirigiert werden kann“.

Dem stimme ich zu. Ich wünschte, Anti-Dschihadisten würden nachdenken, bevor sie reagieren.

Laßt euch nicht eure Reaktionen von den Unverschämtheiten islamischer Forderungen und der feigen Repressivität der Mainstream-Eliten bestimmen. Und wenn das jetzt eure Reaktion ist, dann denkt mal, wieviel stärker die Reaktion weniger einsichtsvoller Millionen nach 20 weiteren Jahren von dem Gleichen sein wird! Es wird wahrscheinlich selbst dann genug Zorn geben, wenn ihr von soviel Mäßigung erfüllt seid wie ihr nur aufbringen könnt!

Es ist okay, zurückzutreten und nachzudenken – wird ethnische Säuberung/Genozid wirklich so zufriedenstellend sein? Wird es ernsthafte Nebenwirkungen haben, die ich vermeiden will? Gibt es einen Weg, das Problem ohne diese Nebeneffekte zu lösen?

Ich bin sicher, daß Forscher diese Sicht auf medizinische Behandlungen einnehmen können. Gibt es irgend einen Grund, warum man das nicht im Fall der Islamisierung des Westens tun könnte?

Was ich soweit zu diesen Fragen erkennen kann, ist eine Unwilligkeit, sich ihnen zuzuwenden, weil sie unangenehm sind und weil Empörung gegenwärtig so viel zufriedenstellender ist. Tatsächlich widerspiegelt die Unwilligkeit, diese Dinge zu diskutieren, jene der liberalen Elite.

Dies ist harsche Kritik, ich weiß. Aber ihr seid besser als die westlichen Eliten, und euer Denken sollte das reflektieren!

Beste Wünsche,

Hal

Sean O’Brian:

laine,

Afrika ist komplett den Schwarzen vorbehalten.

Ian Smith beschreibt in seiner Autobiographie die amerikanische und russische Außenpolitik gegenüber Afrika als eine Art Trick in zwei Schritten.

Die Amerikaner entkolonisieren zwangsweise die unter Kontrolle europäischer Mächte stehenden afrikanischen Länder (den Kongo, Zimbabwe), erklären sie für frei und gehen dann. Dann eilen die Sowjets herbei und verwandeln die frisch ‘befreiten’ Länder in Klientenstaaten des KGB. Smith beschuldigte die Amerikaner, naiv zu sein.

Ich persönlich stimme der Entkolonisierungspolitik zu, aber es hätte engere Einschränkungen bezüglich politischer Parteien geben müssen, d. h. daß keine Kommunisten erlaubt wären. Mugabe hätte sich nie ums Amt bewerben dürfen, stattdessen hat man auf ihn bestanden.

Carters Rolle in Zimbabwe

Conservative Swede:

Baron,

Bezüglich dessen, was du über Hass schreibst: Ich stimme dem zu, was du sagst.

Es geht hier um zwei Dinge. Und zu diesem Zweck betrachten wir Hass mal als Werkzeug:

1. Ist es sündhaft, Hass als Werkzeug zu nutzen? Nein! (dies wurde in meinem Austausch mit Chechar behandelt)

2. Jetzt zur praktischen Seite davon, die du behandelt hast: Ist es immer praktisch, Hass als Werkzeug zu nutzen? Nein, es ist nicht immer praktisch. Typischerweise hat es keinen Sinn, Hass in einer Situation aufzubauen, wo man nichts hat, wogegen man ihn richten kann.

In diesem Sinne muß das Feuer also kontrolliert werden. Aber andererseits, sobald die Bedingungen stimmen und es wirklich ums Überleben geht, dann kann es nützlich sein, den Hass mit Vollgas zu nutzen. Denn wen dein Feind leidenschaftlicher ist, dann wird er gewinnen. Für diesen Zweck ist es also gut abgeklärt zu haben, daß Hass nicht sündhaft ist.

So viele Leute scheinen, sobald sie in die Hitze leidenschaftlicher Intensität geraten sind, unfähig zu sein, ihre eigenen besten Interessen zu kalkulieren. Im schlimmsten Fall werden sie von ihrer eigenen Unfähigkeit zur leidenschaftslosen Ausrichtung ihrer Leidenschaft vernichtet!

Ja, das ist auch wahr.

Tatsächlich ist Feuer eine sehr gute Analogie für Hass. Er ist sowohl machtvoll als auch gefährlich. Also stelle man sicher, daß er für den Feind gefährlich ist und nicht für einen selbst.

Conservative Swede:

Free Hal,

Dies ist harsche Kritik, ich weiß. Aber ihr seid besser als die westlichen Eliten, und euer Denken sollte das reflektieren!

Ich habe die Kritik nicht verstanden.

Chechar:

Ja, ConSwede, der Westen war gesund am Beginn des 20. Jahrhunderts, bevor der Erste Weltkrieg anfing, unseren Weltanschauungskompaß zu versauen.

Der Hass, den Linke fühlen, ist auch übertragener Hass. Karl Kraus hatte in seinem Magazin immer politische Punkte geäußert, indem er konkrete Personen analysierte. Zur Zeit bin ich in Europa und könnte in der Zukunft einen Essay über konkrete Personen schreiben, die ich hier kenne und die extreme Linke sind und die Counterjihad-Bewegung verabscheuen. Mein Punkt: Da ich eine Art intuitiver Psychologe bin und da ich die Kindheitstraumata dieser Personen kenne, ist meine Arbeitshypothese die, daß sie wie Hitler und seine willigen Vollstrecker (vgl. was ich oben sagte) das, was sie unbewußt wegen ihrer Erziehung als Kinder fühlen, auf die Gesellschaft übertragen, weshalb sie sie zerstören wollen. In anderen Worten, ihr Hassgefühl gegen den Westen, die gegenwärtige Gruppenfantasie, in der uns die Gesellschaft erlaubt, unseren Hass künstlich auszurichten (vgl. Orwells “Two Minutes Hate”) äquivalent dem Hass ist, den die willigen Vollstrecker gegenüber den Juden empfanden.

Das ist krankhafter Hass. Aber der Hass, den Jeremias gegenüber Baal und dem Kinderopfer empfand, wie auch der Hass, den du, der Baron, ich und andere GoV-Kommentatoren gegenüber jenen enpfinden, die unsere Kultur verraten haben, ist nicht nur legitim, sondern so notwendig wie die Energie, die ein Atomkraftwerk antreibt. Ohne diesen gesunden Hass werden wir einer dieser epikureischen, dekandenten und hedonistischen Westler, die nichts von römischer severitas wissen: dem Geist, den wir in gegenwärtigen Zeiten dringend benötigen.

* “[Hass] ist sowohl machtvoll als auch gefährlich.” – C Swede

Es ist wie bei der Atomenerige. Man will damit nicht herumspielen und eine Tschernobyl-Katastrophe haben. Aber wenn man Hass gut einsetzt, dann ist das nichts anderes als der Höhepunkt judeo-christlicher Tradition: die Hass-Passagen sowohl im Alten wie auch im Neuen Testament.

Oh welch großartige Energie…!

Conservative Swede:

Nein, Chechar, meine Analyse lautet nicht, daß die Handlungen der Linken dem Hass entspringen. Dies habe ich in meinem Blog vor zwei Jahren geschrieben:

Dies ist der fundamentale Irrtum der Rechten. Sie glauben wahrlich, daß die Linken unsere Zivilisation zerstören wollen, sie dhimmifiziert haben wollen, etc. Aber das ist nicht das, wie die Linken ihr Tun warnehmen. Sie meinen, das Gutsein zu maximieren. Und wir sprechen hier von christlicher Güte, weil es bei der Linken nur um christliche Ethik geht.
Was die Linken tun, ist nicht, die westliche Zivilisation zu zerstören, sondern sie zu vollenden/erfüllen. Das, was ich “das Finish des Westens” nenne..

 

Dies hat Fjordman geschrieben, nachdem er es mit mir diskutiert hatte:

Laut einem konservativen schwedischen Freund von mir sind viele der jetzt zur Schau gestellten Verrücktheiten nicht so sehr eine Perversion der westlichen Zivilisation als vielmehr deren Erfüllung.

Und wenn ich oben “Finish” sage, dann hat das Wort einige Schichten.
Aber auch so können linke Positionen auf individueller Ebene attraktiv sein für Leute, die ihren Hass verdrängen müssen, wie von dir beschrieben.

Mein Punkt ist der, daß es nicht das ist, was das ganze Ding antreibt.

Baron Bodissey:

Free Hal –

Lassen wir uns bitte nicht von der von mir eingeführten interessanten psycho-ethischen Frage, ob Zorn gut ist und in welchem Ausmaß, wie er reguliert wird etc., auf ein Nebengleis leiten.

Das ist kein Nebengleis, das ist das Hauptgleis. Wann immer wir hier ernsthafte Diskussionen haben, ob es nun Fjordman ist, Conservative Swede, El Inglés, oder irgendeiner der anderen, die reden, dann betrachten wir eine Konstellation von Sachverhalten, die um diese grundlegenden psycho-ethischen Fragen kreisen.

Das gegenwärtige Paradigma ist eine psycho-ethische Struktur, die unsere ehemals christliche Zivilisation an der Ergreifung der Maßnahmen hindert, die ihr erlauben würden, sich selbst zu retten. Dieses Paradigma befindet sich im Moment im Prozeß der Selbstzerstörung in Zeitlupe, und das Tempo könnte sich bald beschleunigen, sodaß das alte Rahmenwerk recht schnell zerbröckeln wird. Wie du in deinem Kommentar schreibst, wird der Zusammenbruch des Wohlfahrtsstaates bald über uns kommen, und das ist der absolute begrenzende Faktor des linken Paradigmas. In einer weiteren Generation – höchstens – werden wir entweder ein anderes Paradigma entdecken oder inmitten einer Art paradigmenlosem Chaos sein.

Es ist sehr, sehr schwierig für intelligente und wohlgebildete Leute, ein Forum zu finden, in dem diese Krise – das bevorstehende Ende der westlichen Zivilisation nach der Aufklärung – freimütig und in ziviler Weise diskutiert werden kann. Wir stellen hier Ideen in den Raum, die uns die Spitznamen “Rassist” und “Faschist” einbringen, nur weil wir zum Kern dessen vordringen wollen, was schiefgegangen ist und was möglicherweise getan werden kann, um die schlimmsten Auswirkungen der kommenden Veränderungen abzumildern.

Den sandigen Untergrund in Frage zu stellen, auf dem diese immense und reich verzierte Burg erbaut worden ist, wird einfach nicht gemacht. Deshalb sind wir alle hier Einzelgänger und Sonderlinge der einen oder anderen Sorte und stehen nicht auf den Gehaltslisten der Regierung oder Universitäten – zumindest nicht unter den Namen, die über unseren Kommentaren aufscheinen.

Wir haben nicht viel Zeit. Ich dachte früher, daß es einen Weg zur Abwendung des Schlimmsten geben könnte, wenn nur genug an Graswurzelorganisation bewerkstelligt werden könnte. Aber in den letzten drei Jahren ist die Polarisierung nur noch extremer geworden, sodaß die politkorrekte Multikultimeute den Bus zur Kante der Klippe beschleunigt, wärend die Konservativen sich unter den Sitzen verstecken aus Angst, als “Nazis” etikettiert zu werden. Was immer es an Debatte unter jenen auf der Rechten gibt, befaßt sich öfter mit doktrinärer Reinheit als mit dem Zusammenschmieden eines Kompromisses und einer Koalition, die auch nur eine entfernte Chance darauf hätte, einen Unterschied zu bewirken.

Worauf wir uns also werden konzentrieren müssen, ist die Errichtung einer modernen Version des Klosters von Lindisfarne, eine vernetzte Zufluchtsstätte, wo das, was gut und wertvoll ist, gelagert und für den Gebrauch in einer zukünftigen Zeit aufbewahrt werden kann, wenn das Chaos vorbei ist – falls das in der Tat jemals sein wird.

Und diesmal werden wir die Wikinger aus der Bibliothek draußenhalten müssen!

Watching Eagle:

DP111 hat den Code von al-Hijra geknackt:

DP111 wies darauf hin, was die Allianz der Linken und Moslems tun und sagen würde, wenn Wilders die Regierung übernehmen und versuchen würde, die moslemische Eroberung aufzuhalten. Ich werde mich über das Thema näher auslassen:

Das Problem ist, daß die linken Eliten Macht als Selbstzweck und als ihr “rechtmäßiges Eigentum” betrachten. Einer ihrer Wege dazu ist der Import von ‘Migranten’, die zu ‘fremden Wählern’ werden (loyale Schafe, die für sie stimmen). Sie haben eine Vorliebe dafür, weil sie glauben, daß “westlicher Imperialismus” das einzige Hindernis für Utopia ist. Wie Sartre im Vorwort zu “Die Elenden der Erde” (1963) sagt: ‘Eingeborene all der unterentwickelten Länder, vereinigt euch!’ Wenn sie also moslemische ‘Migranten’ sehen, dann denken sie, daß sie bekommen, was sie wollen.

Nun haben die “Gemeinschaftsführer“ der moslemischen ‘Migranten’ herausgefunden, wie sie die Situation zu ihrem Vorteil nutzen, und sie sagen: “Wir werden euch die Wählerstimmen liefern, aber nur wenn ihr einwilligt, unsere ‘Minderheitenrechte’ zu ‘respektieren’ und ‘Verschiedenheit’ fördert (Scharia, mehr Scharia, und dann noch ein bißchen mehr Scharia). Ansonsten könnten wir unsere Unterstützung entziehen, und die Rechten könnten gewinnen.“ Die Linken fürchten den Machtverlust (und machen sich vor, daß ihre Handlungen keine widrigen Konsequenzen haben können), also geben sie den “Gemeinschaftsführern” (Scheichs und Imame, die die Scharia bzw. Das eurabische Kalifat wollen) mehr und mehr und steigern die moslemische Einwanderung. Inzwischen weisen die Islamisten weiterhin auf all die Probleme des Westens hin und präsentieren den Islam als Alternative.

Das Problem bei der Annahme, daß sich das Paradigma ändern wird, besteht darin, daß weder die Linken noch die Moslems wollen, daß es sich ändert (die Islamisten sind eifrig dabei, das existierende Paradigma zur Herbeiführung ihres gewünschten Paradigmas zu benutzen)

Wenn wir 20 Jahre auf einen ‘Bürgerkrieg’ zur ‘Vertreibung der Invasoren’ warten, dann könnten wir über die Ergebnisse überrascht sein. In 20 Jahren wird sich die moslemische Bevölkerung der EU mindestens verdreifacht haben (wegen Migration und höheren Geburtenraten), und die Zahl der einheimischen Europäer unter 35 wird um 40 % gesunken sein. Weiters werden diese Leute an das Appeasement gegenüber dem Islam gewöhnt sein und die Situation als ‘normal’ betrachten (politkorrekte Multikulti-Gehirnwäsche am Werk). Sie könnten über die Vertreibung der Moslems aus Europa so denken, wie die meisten heute über die Vertreibung der schwarzen Amerikaner aus Amerika denken würden („diese Leute [unassimilierte Moslems] sind Teil unserer Kultur!!“). Welches ‘Training’ haben die ‘jugendlichen Migranten’ in der Zwischenzeit erhalten?

Al-Hijra ist eine sehr starke Strategie. Die einheimischen Westler MÜSSEN mehr Kinder haben und ihre Kinder für das Überleben trainieren (statt die in den politkorrekt-multikulturellen öffenlichen Schulen gehirnwaschen zu lassen). Wir müssen dann auch die moslemische Einwanderung stoppen – was eiserne Entschlossenheit erfordern wird [wir werden die ‘neuen Migranten’ wieder und wieder deportieren müssen, dank des Flugzeugs.]

Das Problem der Rechten ist, daß sie sich niemals die Eliminierung des Linkentums als Ideologie zum Ziel gesetzt haben. Sie haben nur an den Rändern gezwickt und gedacht, der Gesellschaft würde es gut gehen. Wir sollten besser unsere Zielsetzungen ändern, ansonsten wird es “das Ende der Welt, wie wir sie kennen” sein.

Conservative Swede:

Baron,

Worauf wir uns also werden konzentrieren müssen, ist die Errichtung einer modernen Version des Klosters von Lindisfarne, eine vernetzte Zufluchtsstätte, wo das, was gut und wertvoll ist, gelagert und für den Gebrauch in einer zukünftigen Zeit aufbewahrt werden kann, wenn das Chaos vorbei ist –

Das ist eine schöne Analogie. Und genau so, wie ich die Dinge sehe.

Nur… daß ich natürlich… die Wikinger vor dem Christentum retten möchte, statt umgekehrt :-)

falls das in der Tat jemals sein wird.
 
Oh, da bin ich zuversichtlich und positiv, wie ich bereits gesagt habe Es gibt sicherlich keinen Weg, das kommende Chaos aufzuhalten. Aber genauso sicher wird aus der Asche des Chaos eine fantastische Renaissance erwachsen. Wir werden uns behaupten, schwer verwundet, ja, aber mit einem gepanzerten inspirierten Geist.

Ich hoffe nur, daß das Chaos früh genug anfangen wird, sodaß ich es erleben kann, wenn die Wende stattfindet.

Free Hal,

Weshalb ich gern hätte, daß die Leute die Freiheit nutzen würden, indem sie angestrengter schauen, was getan werden kann, statt den Wunsch nach Vergeltung zu äußern. Ich sehe zuviel unfokussierte Aggression, gelegentlich als ein Weg, Nachdenken und Analyse zu vermeiden. Nun ist die Zeit fürs Nachdenken, auch wenn ihr euch zu zornig dazu fühlt.

Wenn ich das so sagen darf, so denke ich, daß du das falsch aufgefaßt hast, sogar auf den Kopf gestellt.

In der Tat denke ich, daß du der einzige bist, der diesen Strang voller zorniger Leute sieht, die die Gelegenheit zum Nachdenken zurückweisen.

Ich denke, daß du wahrscheinlich die von Chechar aufgebrachte Diskussion über den Hass mit Emotionen des Hasses durcheinanderbringst. Ist es in deiner Sicht nicht möglich, eine intellektuelle Diskussion über Hass zu haben, ohne gleichzeitig Hass zu empfinden?

Gilt das für alle Emotionen? Ist es nicht möglich, eine Diskussion über Glück zu führen, ohne gleichzeitig glücklich zu sein? Oder über Traurigkeit, ohne gleichzeitig traurig zu sein?

Ich würde gern mehr Diskussion darüber sehen, welcher Art die alternative Einstellung (“Paradigma”) sein sollte.

Das ist genau das, was in diesem Strang gemacht wird.

Aber wenn du diesen Strang unbedingt als Ausdruck “unfokussierter Aggression” sehen willst,  dann ist es dein Privileg, das zu tun.

Roman:

Ich hatte immer den Eindruck, daß die Mehrheit der jüngeren Leute die Rock ‘n Roll-Ära als den Beginn der Geschichte wahrnehmen, die politisch Interessierten von der Linken gehen zurück zu Marx’ Zeit oder zur Französischen Revolution, Rechte und Nationalisten gehen zurück zum Anfang der Nation oder des Königreichs, und nur ein sehr kleiner Prozentsatz kann irgendeine Verbindung zwischen dem antiken Griechenland und Rom und unserem gegenwärtigen Stand der Dinge sehen. Das Alte Ägypten und der Fruchtbare Halbmond sind völliges Sperrgebiet. Nur religiöse Freaks beziehen sich jemals auf biblische Zeiten, und die sterben rasch aus.

Paradoxerweise gibt die zentrale Position des Koran den Moslems einen viel direkteren Bezug zu ihrer und genauso auch unserer Vergangenheit! Mehr als jeder “pragmatische” Geschichtelehrplan in unserem Bildungssystem jemals zu geben erhoffn kann. In unserer Kultur sind Leute, die wissen, wer Thukydides war, eine solch winzige Minderheit, daß sie statistisch praktisch vernachlässigbar ist, wie ich vermute. Und das, obwohl die “Geschichte der Peloponnesischen Kriege” der Beginn der modernen Geschichtsschreibung ist.
Also wird unsere kollektive Besessenheit von der “Neuheit” gegen ihre Besessenheit vom “unveränderlichen Wort Gottes” stehen. Ich würde mein Geld dennoch auf uns setzen, obwohl der anfängliche Schock darüber, diese uns so fremde Kultur konfrontieren zu müssen, unvorstellbar sein wird, aber das ist auch der gegenwärtige Zustand der Benommenheit.

Conservative Swede:

Free Hal,

Was ich speziell gern sehen würde, ist: (1) daß mehr Zeit der Erwägung praktischer Lösungen und Handlungsvorschläge gewidmet wird,

Zuallererst denke ich, daß du das Konzept des Paradigmas mißverstanden hast. Was nahelegt, daß dies der Natur nach eine langfristige Diskussion ist.

Wenn du dich mit Aktivismus in der Gegenwart befassen willst, dann setze dich per e-mail mit irgendeinem der Anti-Dschihad-Blogger in Verbindung. Diese Dinge werden nicht offen diskutiert, wie du verstehen wirst.

(2) Klarheit des Geistes, wenn Aktionen diskutiert werden, einschließlich der für nützliche Reflektion notwendigen Zurückhaltung.

Noch einmal, ich denke, du allein siehst in diesem Strang einen Mangel an Zurückhaltung, nützlicher Reflektion und Geistesklarheit.

Chechar,

Ich wünschte, ich könnte so optimistisch sein wie du, ConSwede. Aber ich fürchte wirklich das Schlimmste: ethnische Verzwergung und kulturelle Übernahme…
Also, der Punkt ist, daß “das Schlimmste” nötig ist, bevor die Dickschädel der kollektiven Geisteshaltung sich bewegen. Katastrophe, Chaos, Trauma, etc. , wie gesagt.

Und so viel von dem, was du beschreibst, ist bereits geschehen.

Ethnische Verzwergung – Menschen europäischer Abstammung machten einmal 30 % der Menschen auf diesem Planeten aus (in den 50ern). Jetzt sind wir auf wenig mehr als 10 % herunter. Jedoch, selbst wenn wir auf nur 5 % sinken, bevor die Wende kommt, wird das immer noch nicht das Ende der Dinge sein.

Und wir haben bereits eine Menge an kultureller Übernahme gehabt (siehe die Artikel in diesem Blog). Das einzige, das von der alten Ordnung bleibt (die glücklichen 50er), ist die kollektive Illusion, daß alles in bester Ordnung ist. Erst wenn das verschwindet, kann eine Wende stattfinden.

Der Punkt ist, daß wir uns diese Dinge selbst antun. Watching Eagle spricht vom „Ende der Welt, wie wir sie kennen“. Ich kann es einfach nicht erwarten, “das Ende der Welt, wie wir sie kennen” zu sehen. “Die Welt wie wir sie kennen” ist genau das Problem.

Die gute Nachricht ist, daß in den kommenden fünf Jahren viele katastrophale Ereignisse bevorstehen, die ein großes Potential nicht nur zur Zerreißung der kollektiven Illusion der Blase haben, sondern auch ernsthafte Risse in den Institutionen zu verursachen, die die gegenwärtige Ordnung und das aktuelle Paradigma aufrechterhalten.

Conservative Swede:

Free Hal,

Worauf ich mich beziehe, ist eine theoretische Diskussion praktischer Lösungen, vor dem Stadium des Handelns.

Fair genug. Und wir hatten über die Jahre Tonnen von Diskussionen dieser Art. Diese hier ist eine andere Art von Diskussion (lies nochmal Auster ganz oben). Eine Diskussion, in die du dich leider nicht einklinken konntest. Deine seltsamen Anmerkungen über die Natur dieser Diskussion legen das nahe. Es ist höchst ironisch, wenn du sagst, daß es ihr an Reflektion mangelt.

Die Diskussion, die du willst, geht von der Annahme aus, daß das gegenwärtige Paradigma, das gegenwärtige Glaubenssystem, von innen reformiert werden kann. Während diese Diskussion hier von einer gegenteiligen Annahme ausgeht: daß das gegenwärtige Glaubenssystem, die gegenwärtige Ordnung, nicht repariert werden kann, sondern komplett umgedreht werden muß, auseinanderfallen und eine Revolution durchmachen muß.

Es ist in Ordnung zu sagen: “Ich will diese Diskussion nicht, ich will eine andere Diskussion”, aber bevor du zu einer Diskussion kommentierst, solltest du dir die Mühe machen, die Natur der Diskussion zu verstehen zu versuchen.

Die Diskussion hier ist etwas Seltenes. Und dennoch willst du sie weghaben. Ich kann diesen Wunsch nicht verstehen, nachdem es für jede Diskussion wie diese hundert Diskussionen von der Art gibt, wie du sie haben willst. Warum nicht diese Blume blühen lassen, selbst wenn sie deine Sache nicht ist? Es gibt viele weitere Diskussionen, beruhend auf den Annahmen, die du machst und in die du dich reinfinden können wirst.

Aber dennoch impliziert auch diese Diskussion (unter diesen Annahmen) mehrere praktische Lösungen, die sofort umgesetzt werden können (und sollen):

Besorg dir eine Schußwaffe und lerne sie zu benutzen.

Verlagere deine Ersparnisse von Papiergeld zu Dingen von realem Wert (z. B. Gold).

Übersiedle an einen sicheren Ort. Ich schlage eine Kleinstadt vor. Große Städte und einsames Land werden nicht sicher sein. Überlege, ob der Umzug in ein anderes Land deine Sicherheit und die deiner Familie verbessern kann, wenn die Scheiße den Ventilator erreicht.

Baue stabile Netzwerke mit Leuten auf. Sowohl auf Distanz als auch im Nahbereich. Sowohl zur Diskussion dieser Dinge als auch für konkrete Hilfe, wenn es brenzlig wird. Vergewissere dich, wer deine wahren Freunde sind; wem du voll vertrauen kannst.

Für diejenigen mit einem guten Sinn für Ironie: meldet euch als Freiwillige für die Obama-Kampagne. Je früher er die bestehende Ordnung zerstören kann, desto besser. Stellt aber sicher, daß ihr zuerst die obigen Vorbereitungen trefft.
Und wie der Baron sagte: „ Worauf wir uns also werden konzentrieren müssen, ist die Errichtung einer modernen Version des Klosters von Lindisfarne, eine vernetzte Zufluchtsstätte, wo das, was gut und wertvoll ist, gelagert und für den Gebrauch in einer zukünftigen Zeit aufbewahrt werden kann, wenn das Chaos vorbei ist –

Ich selbst interessiere mich für das Studium der fundamentalen Mängel des gegenwärtigen Paradigmas, um den möglichen Rahmen dafür herauszufinden, wie ein neues Paradigma rekonstruiert werden könnte. Meine Schlußfolgerung ist, daß wir weit in der Geschichte zurückgehen müssen werden, um etwas Tragfähiges zu finden, auf das man aufbauen kann, und die verfaulten und infizierten Bereiche abschneiden werden müssen. Für manche Dinge um hundert Jahre, für manche tausend Jahre. Es ist definitiv nicht genug, die gesellschaftliche Revolution der 68er umzukehren. Ich würde sagen, daß sowohl Fjordman als auch Baron Bodissey in diese Denkweise eingestiegen sind, auch wenn wir alle unterschiedliche Herangehensweisen haben.

Baron Bodissey:

CS –

Ja, das stimmt im Allgemeinen. Das konservative Prinzip ermahnt uns dazu, die Tradition nicht zu übersehen. Ein Teil der modernen linken Idee ist die närrische Vorstellung, daß wir einfach per Verfügung Jahrmillionen der Evolution, Jahrtausende der Kultur und Jahrhunderte der Tradition abschaffen können. Einfach so! Wir wünschen es einfach weg.

Wir werden zu unserem Kummer bald herausfinden, wie sehr wir uns geirrt haben. Aber wohin genau wir zurückkehren werden – das zu sagen ist es noch zu früh.

Das einzige, dessen ich mir sicher bin, ist daß darin keine Massenpensionspläne der Regierung vorkommen werden.

Conservative Swede:

Baron,

Ein Teil der modernen linken Idee ist die närrische Vorstellung, daß wir einfach per Verfügung Jahrmillionen der Evolution, Jahrtausende der Kultur und Jahrhunderte der Tradition abschaffen können.

Das ist ein sehr wichtiger Satz. Einer, der so viel vermittelt, wenn wir ihn genau untersuchen.

Nicht nur die Linken, sondern auch die meisten Leute (Anti-Linke), die den Fall der linken Weltordnung sehen und fürchten, haben vergessen, daß diese Dinge nicht ausradiert werden können.

Aber werder der Aufstieg noch der Fall des Liberalismus können Jahrmillionen der Evolution, Jahrtausende der Kultur und Jahrhunderte der Tradition wegnehmen.

Darauf beruht das, was Chechar meinen Optimismus nennt. Man braucht nur dem konservativen Prinzip zu folgen, das du hier angeführt hast. Aber leider ist die Wirkung des gegenwärtigen Glaubenssystems selbst auf Anti-Linke so stark, daß sie das nicht sehen können.

Daher ist es die liberale Schicht (auf Evolution, Kultur und Traditionen) die abgeschält werden wird. Zusammen mit jenen Traditionen, die überhaupt erst zum Liberalismus geführt haben.

Der Fall dieser linken Weltordnung wird uns hart treffen (zusammen mit der Zerstörung, die der Liberalismus bereits angerichtet hat). Aber wir werden nicht einfach plötzlich verschwinden. Und solange es uns gibt, haben wir Jahrmillionen der Evolution, Jahrtausende der Kultur und Jahrhunderte der Tradition auf unserer Seite.

Selbst wenn nur mehr 100 Millionen von uns übrig wären, sind wir das beste Volk in der Geschichte der Menschheit. Wie Huntington gezeigt hat, sind wir immer überlegen gewesen in der Fähigkeit zur Anwendung organisierter Gewalt. Sobald die Willenskraft vorhanden ist, können wir alles erreichen, was wir wollen. Wir können jeden Kontinent beherrschen, auf dem wir leben wollen.

Sofern die liberale Schicht abgeschält wird. Und sie muß wegkommen, da sie nur eine kosmetische Schicht ist. Der Grund dafür, daß sie noch nicht weg ist, liegt darin, daß ihr Scheitern für den kollektiven Geist noch nicht offensichtlich geworden ist. Aber das ist gerade dabei, sich zu ändern.

Conservative Swede:

Ich habe gerade geschrieben:
Nicht nur die Linken, sondern auch die meisten Leute (Anti-Linke), die den Fall der linken Weltordnung sehen und fürchten, haben vergessen, daß diese Dinge nicht ausradiert werden können.

Und das ist der Grund dafür, warum so viele gute Leute hier verzweifelt und/oder frustriert sind.

Entweder man weigert sich zu sehen, daß die linke Weltordnung fallen wird. Daß wir aufs Chaos zusteuern. Dann liegt der mentale Fokus immer noch auf dem Reparieren der linken Weltordnung, im Effekt auf deren Verteidigung.

Oder man sieht das Chaos und den völligen Zusammenbruch kommen, aber mißversteht das als das Ende von allem. Entweder aus Schock über diese Einsicht, oder weil man immer noch viele Dinge der kosmetischen liberalen Schicht für wirklich substantive Realität hält.

Beide Sichtweisen kapieren nicht, worauf es ankommt, und sehen nur die Spitze des Eisbergs, die kosmetische liberale Schicht, und vergessen den ganzen großen und wirklich wichtigen Teil unter Wasser, der aus Jahrmillionen der Evolution, Jahrtausenden der Kultur und Jahrhunderten der Tradition besteht (wie Baron Bodissey es so gut ausgedrückt hat).

Für Typ 1 also: Es hat keinen Sinn, die Spitze des Eisbergs zu verteidigen. Tatsächlich gilt: je schneller sie verschwindet, desto besser.

Für Typ 2: Wenn die Spitze des Eisbergs verschwindet, dann ist das nicht das Ende des Eisbergs.

Aber sicher, wenn die Spitze des Eisbergs weg ist, dann bedeutet dies das Ende des Eisbergs “wie wir ihn kennen“. Etwas, das wir schätzen und worauf wir uns freuen sollten. Gewöhnt euch an die Idee. Ich verstehe, daß sie sich seltsam anfühlt und sogar “unwirklich”. Aber gewöhnt euch an die Idee, um mental besser vorbereitet zu sein (fügt dies meiner Liste praktischer Lösungen hinzu, die man jetzt in Angriff nehmen kann).

Roman:

Conservative Swede sagte…

”Selbst wenn nur mehr 100 Millionen von uns übrig wären, sind wir das beste Volk in der Geschichte der Menschheit.”

Purer Wikingergeist, das Manifest der Männer des Nordens!

Was können wir tun um den Zerfallsprozess zu beschleunigen?
Ich schätze, das regelmäßige Provozieren von Moslems und Linken hilft ein bißchen? Das ist meine regelmäßige Freizeitbeschäftigung! Kindisch, ich weiß :-)

Conservative Swede:

Roman: Purer Wikingergeist, das Manifest der Männer des Nordens!

Der wahre Wikingergeist sagt in Wirklichkeit, daß zwei genug sind, um es geschehen zu lassen. Wie es in dem Ereignis beschrieben ist, das wir Ragnarök nennen:

http://en.wikipedia.org/wiki/Ragnar%C3%B6k
In der nordischen Mythologie ist Ragnarök, das “finale Schicksal der Götter” eine Abfolge von Großereignissen, einschließlich einer großen Schlacht, von der vorhergesagt ist, daß sie den Tod einer Anzahl bedeutender Gestalten zur Folge haben wird (einschließlich der Götter Odin, Thor, Freyr, Heimdall, und des Jötuns Loki), des Auftretens versciedener Naturkatastrophen und des nachfolgenden Versinkens der Welt im Wasser (globale Erwärmung? :-)

Danach taucht die Welt erneuert und fruchtbar wieder auf, die überlebenden Götter treffen sich, und die Welt wird von zwei menschlischen Überlebenden (Líf und Lífþrasir) neu bevölkert.
Dies ist eine viel nützlichere mythologische Darstellung als das Christentum, das nicht nur das Anhängen an universalistischem Individualismus und den Import eines fremden Gottes bedeutet (und in seinen letzten Stadien den Import einer Menge anderer Immigranten), sondern auch ein mythologisches Bild liefert, in dem das Überleben unseres eigenen Volkes keine wie immer geartete Bedeutung hat. Das einzige Volk, dem im Christentum das Überleben bis zum Ende der Tage garantiert wird, sind die Juden. Schweden, Italiener etc. sind von keiner Bedeutung.

Wir sehen all diese Thesen des Christentums heute um uns manifestiert. Selbst darin, wie der Kampf der Juden um ethnisches Überleben innerhalb unseres gegenwärtigen Paradigmas akzeptiert ist (siehe oben, was ich genau damit meine), während es für die anderen Völker unserer Zivilisation nicht akzeptiert ist.

Jede ethnische Gruppe braucht ihr eigenes großes mythologisches Geschichtsbild, angefangen mit der Geburt ihres Volkes und unter Garantie ihrer Existenz bis zum Ende der Zeit. Ohne ein solches Geschichtsbild wird die Auflösung der ethnischen Gruppe zu etwas Selbsterfüllendem (es gibt nichts, was sie zusammenhält).

Wir sehen, wie dies gerade jetzt um uns geschieht, mit der eifrigen Arbeit an der Auflösung unserer Länder und ethnischen Gruppen. Im Christentum kann das germanische Volk (als Volk) keine Beziehung zu Gott haben, nur das jüdische Volk hat eine. Germanische (und andere) Völker können nur als Individuen eine Beziehung zu Gott haben. Wir sehen, wie die westlich-christliche Zivilisation dementsprechend an ihren Zielen arbeitet.

Mit solch einer ethnozentrischen mythologischen Erzählung baut man großes Selbstvertrauen auf. Menschen werden von Mythen mehr gelenkt als von irgendetwas sonst, also wird eine Erzählung, in der deine ethnische Gruppe von keiner Bedeutung ist, mit der Zeit selbsterfüllend werden (d.h. der gegenteilige Effekt zum Selbstvertrauen als Gruppe).

Was können wir tun um den Zerfallsprozess zu beschleunigen?
Ich schätze, das regelmäßige Provozieren von Moslems und Linken hilft ein bißchen? Das ist meine regelmäßige Freizeitbeschäftigung! Kindisch, ich weiß :-)

Na, dann viel Spaß :-)

Conservative Swede:

Hal,

Wie trägt also mein … dazu bei, die freie westliche Zivilisation zu retten (das wiederholt sich)

Ja, du hast oftmals genau die Annahme wiederholt, die du damit angefangen hast, indem du bestritten hast, sie gemacht zu haben. Es scheint, daß du unfähig bist, außerhalb dieser Annahme zu denken – in solchem Maße, daß es dich sogar gegenüber der Tatsache blind macht, daß es eine Annahme ist.

Wie rettet die Zerstörung der “gegenwärtigen Ordung” die freie westliche Zivilisation?

Tut sie nicht.

Free Hal:

Hi Conservative Swede,

In dem Fall wäre ich sehr interessiert zu hören, was du vorschlägst, das zur Rettung der westlichen Zivilisation getan werden sollte.

Beste Wünsche,

Hal

PS: Ich bin nicht sicher, was du über die annahmsweise Natur der angenommenen Annahmen annimst, die anzunehmen ich bestreite, aber ich nehme an (whoops!), daß wir das für den Moment beiseite lassen können?

Conservative Swede:

Hal,

In dem Fall wäre ich sehr interessiert zu hören, was du vorschlägst, das zur Rettung der westlichen Zivilisation getan werden sollte.
Und da ist wieder deine Annahme. Daß die westlich-christliche Zivilisation gerettet werden sollte. Daß sie reformiert, repariert werden kann.

Während ich annehme, daß die gegenwärtige Ordnung, das gegenwärtige Glaubenssystem, von selber implodieren wird. Und da die gegenwärtige Ordnung die letzte und terminale Phase der westlich-christlichen Zivilisation ist, die eine Sackgasse erreicht hat, bedeutet dies das Ende der westlich-christlichen Zivilisation als solche. Ja, wir sehen etwas wie den Fall von Rom vor uns.

Ich habe das ganz von Anfang an klar gesagt. Z. B. schrieb ich vor drei Tagen:

“ In gleicher Weise werden viele Leute, die ideologisch am gegenwärtigen Paradigma hängen anstatt an ihrer eigenen ethnischen Gruppe, den Fall der westlich-christlichen Zivilisation als das Ende der Welt sehen, Selbstmord begehen etc. Aber stattdessen sollte der Fall deer westlich-christlichen Zivilisation gefeiert werden. Dies ist das Paradigma, das unserem Retter im Weg steht. Dies ist der entscheidende Knoten, der gelöst werden muß.“

Ja, die westlich-christliche Zivilisation ist genau das Problem, und das Problem wird gelöst, indem sie verschwindet.

Woran wir uns halten sollten, sind unsere ethnischen Gruppen und unsere europäische Zivilisation und Kultur im tieferen Sinn. Die westlich-christliche Zivilisation ist eine Neuheit, und jetzt ist sie gescheitert. Der Baron gibt die Perspektive vor: “Jahrmillionen der Evolution, Jahrtausende der Kultur, und Jahrhunderte der Tradition“. Die westlich-christliche Zivilisation ist nur die Spitze dieses Eisbergs. Sie ist nur eine Art, unsere Völker politisch zu organisieren. Wir sollten nicht dieses Format retten, sondern die Substanz.

Die westlich-christliche Zivilisation ist das, was passierte, als germanische Völker auf des Christentum trafen. Aber nichts währt für immer. Ganz so wie das Römische Reich kann sie mit einer Frucht verglichen werden, die alle Stadien durchläuft: Knospe, Blüte, Frucht im Anfangsstadium, grüne Frucht, reife Frucht, überreife Frucht, verfaulte Frucht. Damit sage ich:

1) die westlich-christliche Zivilisation hat viele gute Dinge bedeutet, und

2) es ist jetzt alles vorbei.

Es ist für germanische Völker nicht aufrechtzuerhalten, das Christentum beizubehalten. Es würde in der Tat ihren Tod bedeuten. Und da es bei der westlich-christlichen Zivilisation nur um die Begegnung germanischer Völker mit dem Christentum geht, bedeutet die für germanische Völker notwendige Wende auch das definitive Ende der westlich-christlichen Zivilisation. Afrikaner und Italiener, die beim Christentum bleiben, machen keine westlich-christliche Zivilisation aus.

Ich werde dies im nächsten Kommentar besser erklären.

Conservative Swede:

Zuallererst, wenn ich von Christentum spreche, dann benutze ich das im selben Sinn wie Huntington oder Qutb. D.h. es kommt nicht darauf an, ob einige behaupten, Atheisten zu sein; sie sind in dieser Perspektive ziemlich gleichermaßen Christen. Tatsächlich wird man finden, daß sie sich sogar noch stärker an christliche Ethik halten als nominelle Christen. Sie versuchen, heiliger als du zu sein, als ob sie versuchen würden, vor den nominellen Christen in die Warteschlange zum Himmel zu kommen, an den sie nicht glauben.

Der mittelalterliche Katholizismus war gut mit römischen und griechischen Elementen gemischt und ausbalanciert. Die explosive und revolutionäre Botschaft der Evangelien wurde vor der allgemeinen Öffentlichkeit geheimgehalten. Die protestantische Reform hat das geändert. Das Christentum wurde zu seiner hebräischen Komponente gereinigt, und die explosive und revolutionäre Botschaft der Evangelien wurde freigesetzt. Diese Reinigung wurde von den Puritanern und Quäkern noch weiter getrieben, die den Atlantik überquerten, um Amerika zu gründen. Und dies sind die Leute, die heute unsere Zivilisation beherrschen.

Es gibt mehrere Gründe dafür, warum das Christentum in seinen späteren Phasen zum Säkularismus führt (laßt mich darauf zurückkommen, falls Interesse besteht, das dies schon so recht lang wird). Das säkulare Christentum hat Gott und Christus rausgeworfen, behält aber die christliche Ethik (Umkehrung der Werte etc.). Und die christliche Ethik wird im säkularen Christentum tatsächlich überhöht und entfesselt. (Ich habe viel darüber in meinem Blog geschrieben.)

Mit Christus als Teil der Gleichung wurde die christliche Ethik der Evangelien ausbalanciert. Menschen wurden als unvollkommen gesehen, und es war Christus, der uns mit seinem Selbstopfer gedeckt hat. Im säkularen Christentum muß jede Person wie Jesus selbst sein und Selbstopfer vollziehen, da es keinen anderen Weg gibt, um christliche Ethik zu verwirklichen.

Obendrein kamen wir mit der Industriellen Revolution und dem Überfluß, den sie in unseren Gesellschaften schuf, an den Punkt, wo all die guten Taten der christlichen Ethik endlich ausgeführt werden konnten. Indem wir all den armen und schwachen fremden Völkern rund um die Welt von unserem Überfluß abgaben.

Nahrung, westliche Medizin und andere Hilfe. Solcherart hat die westlich-christliche Zivilisation die Bevölkerungsexplosion in der Dritten Welt verursacht. Sie ist gänzlich von der westlich-christlichen Zivilisation verursacht, da diese Drittweltländer völlig unfähig waren, dies selbst zu tun.

Christliche Ethik gebietet, daß jedes einzelne menschliche Leben gerettet werden sollte, wenn möglich. Früher starb mehr als die Hälfte der Kinder in Drittweltländern. Jetzt überleben buchstäblich alle. Und wir haben die Bevölkerungsexplosion.

Dies wird zu folgendem führen: Mit dem Dollarkollaps und dem völligen Zusammenbruch unserer wirtschaftlichen (und dann politischen) Weltordnung wird massenhaftes Verhungern sich wie ein Buschfeuer über die Südhalbkugel ausbreiten. Dies deshalb, weil deren Bevölkerungszahlen nicht von sich selbst erhalten, sondern gänzlich von uns gestützt werden. Es wird alles auseinanderfallen.

Die konkrete Auswirkung christlicher Ethik ist hier also die, daß die Zahl der Menschen, die in Hunger und Leiden sterben werden, so hoch wie möglich getrieben wird, wenn es einmal losgeht (wir reden von Milliarden, dank christlicher Ethik). Nur der Teufel selbst hätte sich solch einen brutal grausamen Plan ausdenken können. Und natürlich die christliche Ethik, in deren Fall das gemäß der Redensart “der Weg zur Hölle ist mit guten Absichten gepflastert” geschieht.

Aber das ist nicht genug. Dieses massenhafte Verhungern, bei dem wir den Tod von etwa 2/3 der Menschen in den Drittweltländern erwarten können, wird diese Gesellschaften in Stücke schneiden, und sie werden einen völligen Zusammenbruch erleben.

In dem Alternativszenario, wo die christliche Ethik ihre Finger weggelassen hätte, hätten diese Länder sich selbst erhalten, und jedes Jahr wären viele Kinder in ziemlich konstanter Rate gestorben. Aber dies ist ein stabiles Phänomen, das die Stabilität ihrer Gesellschaften überhaupt nicht bedroht. Wenn die westliche Wirtschaftsordnung auseinanderfällt, wären sie nicht im mindesten betroffen.

Aber christliche Ethik kann den Anblick kleiner brauner sterbender Kinder nicht ertragen. Sie müssen ihnen helfen, oder sie flippen aus. Sie können ihre Finger nicht davon lassen. Also verurteilen sie sie zum Verhungern in Milliarden und zum völligen Zusammenbruch ihrer Gesellschaften. Dies ist die konkrete Auswirkung christlicher Ethik.

An diesem Punkt würde es nicht helfen, Gott und Christus wieder in die Gleichung einzufügen. Stattdessen müssen wir die christliche Ethik verlassen.

Conservative Swede:

Ich habe bereits festgestellt, daß westlich-christliche Zivilisation = Germanen + Christentum.

Ich werde nun klarstellen warum speziell germanische Völker das Christentum verlassen müssen.

Schaut euch das Phänomen der Clanmentalität rund um die Welt an. An vielen Orten auf der Welt ist sie stark, in Europa nicht. Aber selbst in Europa gibt es klare Unterschiede. In der Tat finden wir Clanmentalität in Südeuropa, während es in Nordeuropa (unter germanischen Völkern) nichts davon gibt.

Dafür gibt es historische Gründe. Im kalten Norden lebten die Leute weit voneinander entfernt. Menschliche Kontakte waren selten, und Fremde wurden daher mit Freundlichkeit behandelt. In diesem Kontext war dies die beste Überlebensstrategie. Das Mittelmeergebiet war jedoch dicht bevölkert, und es gab immer Konkurrenz um Land und Ressourcen. Die beste Überlebensstrategie in diesem Kontext war, sich in dieser scharfen Konkurrenz an seinen Clan zu halten.

Der ganze Punkt bei der christlichen Ethik, wenn sie gut funktioniert, ist daß sie eine ausbalancierende Wirkung auf die Moralität der Leute hat. Im Mittelmeeraum hatte sie einen ausgleichenden Effekt auf die natürliche Clanmentalität. Mit gutem Ergebnis. Germanische Völker haben jedoch, wie oben beschrieben, einen natürlichen Altruismus. In Kombination mit der entfesselten christlichen Ethik der Spätstadien der westlich-christlichen Zivilisation schafft dieser eine Interferenz, die völlig außer Rand und Band gerät.

Die Moralität germanischer Völker hat einen Punkt erreicht, wo sie wieder ausbalanciert werden muß, andernfalls wir zugrunde gehen werden. Um diesen Balance zu schaffen, müssen germanische Völker die christliche Ethik verlassen.

Romanische und slawische Völker können das Christentum behalten. Für sie ist es keine Sache von Leben oder Tod.

Wessen wir in der Gegenart Zeugen werden, ist die große Tragödie der germanischen Völker.

Es stellt sich heraus, daß germanische Völker mangels Clanmentalität diejenigen sind, die ihre Loyalität am treuesten auf die Nation richten. Aber wegen des inhärenten Universalismus des Christentums sehen wir, wie Nationen in der gegenwärtigen Inkarnation der westlich-christlichen Zivilisation als illegitim betrachtet und nach und nach aufgelöst werden. Die nationalistische Loyalität der germanischen Völker wird auf eine universalistische Loyalität umdirigiert und ermangelt immer noch der Clanmentalität.

Germanische Völker nutzen nicht die Macht ihrer Familie, um Probleme zu lösen. Sie gehen auf eine höhere Ebene, zu den Behörden. Die Macht seiner Familie zu nutzen, wird hier als Sünde betrachtet; man erwartet von uns, daß wir uns an das Gesetz halten. In Italien oder Spanien nutzen die Leute die Macht ihrer Familie, um Probleme zu lösen.

Es gibt in Blogs aus Nordeuropa reichlich Geschichten über Jugendliche, die ihre ganze Schulzeit damit verbringen, wöchentlich von moslemischen Cousins verprügelt zu werden. Das höchste, das die Eltern dieser Kinder tun werden, ist das Problem den Behörden vorzutragen (und möglicherweise einen “Dialog” mit den moslemischen Eltern zu führen). Was natürlich nichts ausrichten wird, da das Glaubenssystem der Behörden das nicht zuläßt. Und trotzdem nutzen die Eltern niemals die Macht ihrer Familie, um sich des Problems anzunehmen. Sie sind darauf programmiert, sich an Gesetz und Ordnung zu halten.

Ich kann nicht erkennen, daß dies in Italien oder Spanien geschieht. Dort gibt es eine ganz andere Mentalität. Es gäbe eine Empörung, und die ganze Familie würde sich in der Sache engagieren. Meistens ohne zu Mafiamathoden zu greifen, aber mancherorts schon.

Germanische Völker sind einfach falsch verdrahtet für das Überleben in einem multiethnischen Kontext. Oder um genau zu sein: germanische Völker, die sich an christliche Ethik halten. Im Zeitalter der großen Völkerwanderungen und als Wikinger haben wir uns ganz gut gehalten.

Wegen der Loyalität gegenüber der höheren Ebene und der fehlenden Clanmentalität haben germanische Völker mit christlicher Ethik ein ethnisch reines Umfeld gebraucht, um gedeihen zu können. Abgesehen von Europa selbst sind z. B. Amerika und Südafrika Beispiele für dies.

Man vergleiche Nord- und Lateinamerika. Lateinamerika ist multiethnisch. Die Spanier, Portugiesen und Italiener konnten damit zurechtkommen. Dank ihrer Clanmentalität konnten sie in diesem “Sauhaufen” leben und mit ihm fertigwerden. Nordamerikaner konnten dies nicht. Die germanischen Völker mußten eine effektive ethnische Säuberng durchführen, um eine für sie geeignete Gesellschaft zu schaffen. Ich weiß, daß eine große Zahl amerikanischer Ureinwohner an Krankheiten gestorben sind. Aber das erklärt noch immer nicht den auffallenden Unterschied zwischen Nord- und Lateinamerika hinsichtlich des heutigen Vorkommens amerikanischer Ureinwohner (nachdem sie alle aus denselben Genpool stammen und dieselben Schwächen gegen europäische Krankheiten haben).

In Südafrika war ethnische Säuberung keine Option. Stattdessen wurde derselbe Effekt erreicht, indem man die Gesellschaften voneinander trennte, um eine germanische Gesellschaft innerhalb der Gesellschaft zu haben.

Nun treten wir auf planetarischer Ebene in eine Welt multiethnischer Gesellschaften ein. Und die germanischen Völker, die sich an christliche Ethik halten, sind konstitutionell ungeeignet dafür. Wenn wir die christliche Ethik nicht aufgeben, werden wir untergehen. Oder vielmehr jene werden untergehen, die sich an christliche Ethik halten, gemäß dem Gesetz des Überlebens der Fittesten. Aber es werden genug Germanen die christliche Ethik aufgeben, damit Germanen als Volk überleben können.

Die christliche Ethik hinter sich zu lassen, hat nichts damit zu tun, säkular zu werden (wie ich oben erläutert habe). Im Gegenteil, das macht es schlimmer! Was benötigt wird, ist die Einführung einer anderen großen mythologischen Erzählung in den kollektiven Geist der germanischen Völker. Dies ist der einzige Weg, um die moralische Grammatik des Christentums zu ersetzen. Etwas mit Wurzeln in unserer langen Geschichte. Dies muß mit politischen Mitteln geschehen, durch ein Regime mit solch einem Fokus. Aber diesen Fokus vorausgesetzt, ist dies gar nicht so etwas Schwieriges. Es gibt zahlreiche historische Beispiele dafür, wie es geht. Und es braucht nur eine Generation (oder sogar noch weniger), um diesen Übergang zu schaffen. Und in einer fürchterlichen Situation, nach einem großen Trauma, wird es sogar noch leichter sein.

Sean O’Brian:

Conservative Swede,

Man vergleiche Nord- und Lateinamerika. Lateinamerika ist multiethnisch. Die Spanier, Portugiesen und Italiener konnten damit zurechtkommen. Dank ihrer Clanmentalität konnten sie in diesem “Sauhaufen” leben und mit ihm fertigwerden. Nordamerikaner konnten dies nicht. Die germanischen Völker mußten eine effektive ethnische Säuberng durchführen, um eine für sie geeignete Gesellschaft zu schaffen. Ich weiß, daß eine große Zahl amerikanischer Ureinwohner an Krankheiten gestorben sind. Aber das erklärt noch immer nicht den auffallenden Unterschied zwischen Nord- und Lateinamerika hinsichtlich des heutigen Vorkommens amerikanischer Ureinwohner (nachdem sie alle aus denselben Genpool stammen und dieselben Schwächen gegen europäische Krankheiten haben).

Es gibt einen weiteren Grund für dieses Ergebnis neben dem, den du angeführt hast, welcher mit den tiefsitzenden Unterschieden zwischen der Auslegung der Schrift durch die katholischen Spanier, Portugiesen und Italiener, die Südamerika besiedelten, und jener der protestantischen englischen Fundamentalisten zu tun hat, die Nordamerika besiedelten.

Letztere, welche die Bibel wörtlich auslegten, nahmen sich als die direkten Nachfolger der alten Israeliten wahr, denen die göttliche Autorität erteilt war, die Kanaaniter zu töten und Israel zu errichten. Die Protestanten sahen sich als die Neuen Israeliten und die amerikanischen Ureinwohner als die Neuen Kanaaniter, die ausgelöscht werden mußten. Die Katholiken andererseits waren mit der Bekehrung der Eingeborenen beauftragt.

Als der Conquistador Francisco Pizarro und seine Männer über die Inka-Zivilisation kamen, gaben sie einem Inkakönig namens Atahualpa eine Bibel. Dieser warf die Bibel zornig zu Boden und sagte: “Ich werde niemandes Sklave sein.“ Pizarros Männer massakrierten Atahualpa und seine Soldaten, und als sie das Land erobert hatten, wurde der Rest der Eingeborenen bekehrt.

Conservative Swede:

CS: …um die moralische Grammatik des Christentums zu ersetzen..

Und somit sprechen wir hier von der tiefsten Ebene eines Paradigmenwechsels. Unser ganzes Konzept von Gut und Böse, unsere moralische Grammatik, muß umgewandelt werden.

In dieser Perspektive ist selbst die anscheinend moralische Tautologie “wir sollten nach dem streben, was gut ist, und das bekämpfen, was böse ist” nicht länger wahr.

Es ist unser ganzes Konzept von Gut und Böse, das umgewandelt werden muß. Es ist schwer, außerhalb der Kiste zu denken. Aber das ist genau der Punkt beim Wort Paradigma. Es ist eine Kiste, außerhalb der zu denken für die Menschen im allgemeinen unmöglich ist.

Ich empfehle, zum tieferen Verständnis des Konzepts vom Paradigma Thomas Kuhns „The Structure of Scientific Revolutions“  zu lesen. Es ist wahrlich eine mentale Kiste, in der wir gefangen sind.

Z. B. argumentiert Kuhn, daß “rivalisierende Paradigmen unvereinbar und nicht mit den gleichen Maßstäben zu messen sind – das heißt, es ist nicht möglich, ein Paradigma durch den konzeptuellen Rahmen und die Terminologie eines anderen rivalisierenden Paradigmas zu verstehen.“

D. h. frühere oder zukünftige Paradigmen sind für uns fast so fremd wie z. B. die chinesischen Kultur.

Weiters bestimmt ein Paradigma (sogar) unsere Wahrnehmung völlig.

Es ist nicht so, daß Aristoteles das Konzept der Kraft mißverstanden und Newton ihn korrigiert hat. Stattdessen hatte Aristoteles ein gänzlich anderes Konzept von der Kraft, beruhend auf ganz anderen Annahmen, welches innerhalb seines Systems vollkommen vernünftig war. Was wir beim Paradigmenwechsel von Aristoteles zu Newton erleben, ist die Umwandlung der ganzen wissenschaftlichen “Grammatik” der Physik. In gleicher Weise steht uns bevor, die Umwandlung unserer gesamten Grammatik der Moral zu erleben. Ganz so, wie unsere Grammatik der Moral vor dem Zeitalter des Christentums anders war.

Als sich das Paradigma von Newton zu Einstein verlagerte, bedeutete das nicht das Ende der Wissenschaft. Es bedeutete nur das Ende einer wissenschaftlichen Ära, welche durch eine andere ersetzt wurde. In der gleichen Art bedeutet der Fall der westlich-christlichen Zivilisation nicht das Ende der europäischen Zivilisation im größeren Sinn. Er bedeutet nur eine neue Ära. Ganz so wie damals, als die römisch-griechische Zivilisation durch die westlich-christliche ersetzt wurde.

Roman:

CS, Hal

Hal
Wie rettet die Zerstörung der “gegenwärtigen Ordung” die freie westliche Zivilisation?

CS
Tut sie nicht.

Das bedeutet wirklich, den gordischen Knoten zu durchschlagen, eh?

Nach einer Anekdote antworteten die Spartaner, als Philipp II eine Nachricht nach Sparta schickte, die lautete: “Wenn ich nach Lakonien komme, werde ich Sparta dem Erdboden gleichmachen” mit der einen trockenen Erwiderung: “Wenn.“

Ich stimme zu, daß das Christentum am Ende seiner Leine angekommen ist und nicht in der Lage ist, sich selbst zu behaupten, ohne sein eigenes Wertesystem zu brechen. Vielleicht muß etwas Ähnliches während der moslemischen Invasionen in Indien passiert sein, wo die buddhistischen Ideen vom Karma (man kriegt, was man verdient, weil man die Ursache herbeigeführt hat) die Leute völlig wehrlos ließen; sie hatten in der Tat kein Weltbild, das ihre kollektive Existenz stützen würde.

In der Tat finden wir Clanmentalität in Südeuropa, während es in Nordeuropa (unter germanischen Völkern) nichts davon gibt.

Dafür gibt es historische Gründe. Im kalten Norden lebten die Leute weit voneinander entfernt. Menschliche Kontakte waren selten, und Fremde wurden daher mit Freundlichkeit behandelt. In diesem Kontext war dies die beste Überlebensstrategie.
Das würde einerseits die Verhaltensmuster der Schakale erklären und andererseits die phänomenale Kreativität der Nordländer. Ich bin immer beeindruckt davon, wie sehr man immer mehr harmonische Herrschaft des Geistes über die Natur sehen kann, je weiter man in Europa nach Norden geht, wo die Leute germanischer sind. Funktionalität gepaart mit Schönheit. Die allgemeine Freundlichkeit der Skandinavier ist sprichwörtlich. Praktisch alles in Skandinavien ist benutzerfreundlich. Sogar die Steuern ;-) Probleme gibt es mit falschen Steuernutzern. Korruption ist beinahe nichtexistent, was ich für eine ziemliche Leistung halte!

Insgesamt, CS, ist dein Argument das vollständigste für den Tod des Christentums, das ich mir vorstellen kann, sicher vollständiger als alles, was Nietzsche je geschrieben hat.
Im Grunde schlägst du ein 100 % weißes germanisches Imperium vor. Ich stimme zu, daß das unter der Herrschaft des gegenwärtigen Paradigmas nicht machbar ist. Nicht einmal vorstellbar. Auch wenn Japan und China erfolgreiche “rassistische” Imperien SIND. Niemand kritisiert sie dafür, da sie andere Weltbilder haben, wo Mitgefühl kein Muß ist, und deshalb erwartet niemand von ihnen, daß sie irgendwelche “Flüchtlinge” aufnehmen. Tatsächlich denkt Japan, das auch niedrige Geburtenraten hat, nicht einmal über den Import von Menschen nach, und ich bin sicher, daß sie die Situation bewältigen werden. Oder irre ich mich?

Ich denke, daß du mich von mehreren Illusionen geheilt hast, die ich als potentiellen Teil einer Lösung des “Problems” erwogen habe.
Ich hoffe, ich bin da nicht der einzige.
Danke!

Conservative Swede:

Sean,

Danke für deinen Beitrag. Sehr interessant! Watching Eagle hat weiter oben auch einen Beitrag geliefert, indem er dieses Bild für uns mit der Beschreibung darüber vervollständigt hat, wie Amerika “nahezu 250 Jahre lang der Vorreiter bei menschlichen Geburtenraten war, von den Pilgervätern bis zum Bürgerkrieg.“

Letztere, welche die Bibel wörtlich auslegten, nahmen sich als die direkten Nachfolger der alten Israeliten wahr, denen die göttliche Autorität erteilt war, die Kanaaniter zu töten und Israel zu errichten. Die Protestanten sahen sich als die Neuen Israeliten und die amerikanischen Ureinwohner als die Neuen Kanaaniter, die ausgelöscht werden mußten.
Es ist in der Tat traurig, daß Christen sich für Israeliten halten müssen, um wahrhaft gute Kämpfer zu werden, was im Effekt totalen Krieg bedingt und die Psychologie der Willenskraft zum Sieg um jeden Preis.

Wieder einmal ist es dasselbe Muster des Christentums, das ich oben besprochen habe, bezüglich erlaubter Patriotismen. Unsere eigene Ethnizität ist im christlichen Weltbild völlig irrelevant, während die jüdische Ethnizität eine zentrale Position innehat. Also müssen Christen diese Ersatzethnizität benutzen, um wahres Selbstvertrauen und Stärke zu finden.

Guter totaler Krieg ist von Christen geführt worden, wenn sie sich als Israeliten gesehen haben, die die Errichtung des Neuen Jerusalem anstreben. Sie können auch begrenzten Krieg im Namen des universellen Guten führen, oder um Israels willen (z.B. die Kreuzzüge). Aber Krieg durch Christen im Namen ihrer eigenen Ethnizität wird als illegitim betrachtet; naja, nicht mal als wichtig.

Nach demselben Muster sehen wir jetzt Bezüge zu Blakes und Perrys Lied über den Bau des Neuen Jerusalem („And did those feet in ancient time“). Z. B. durch Auster, Belien und die Bewegung von Luton.

Im Christentum können wir nicht wir selbst sein. Wir müssen so tun, als wären wir jemand anders.

Ich denke immer noch, daß die Russen ihr Christentum in effizienter Weise nutzen können. Einfach weil ihr Christentum nicht durch die Aufklärung gespült worden ist. So wie das der amerikanischen Pilgerväter und der Buren, wie oben diskutiert. Genausowenig natürlich das Spanien der La Reconquista.

Aber wir können als sicher annehmen daß die Christen, die durch die Aufklärug geschwemmt worden sind – und dann durch das Industriezeitalter, den Liberalismus und Säkularismus – nicht in der Lage sein werden, sich als Israeliten zu sehen. Also wird diese Stärke im Kontext des Christentums nicht zurückkehren.

Warum nicht stattdessen wir selbst sein? Ersetzt das gegenwärtige mythologische Weltbild durch eines, wo wir wir selbst sind. Immerhin ist das sie einfache Wahrheit: Wir sind wir. Das Christentum beruht auf Täuschung und Realitätsverzerrung.

Ein anderer Weg, für jene, die sich selbst nicht als Israeliten vorstellen können, liegt darin, wenigstens das Christentum universal zu machen statt jüdisch. So wie wir es kürzlich hier bei GoV gesehen haben, wo viele Menschen z. B. in Polen Jesus nicht als Juden sehen. Aber wir haben von Takuan Seiyo gelernt, daß das antisemitisch ist und daher böse. Es gibt keinen Weg, im Rahmen des Christentums zu gewinnen…

Conservative Swede:

Roman,

Ich stimme zu, daß das Christentum am Ende seiner Leine angekommen ist und nicht in der Lage ist, sich selbst zu behaupten, ohne sein eigenes Wertesystem zu brechen. Vielleicht muß etwas Ähnliches während der moslemischen Invasionen in Indien passiert sein, wo die buddhistischen Ideen vom Karma (man kriegt, was man verdient, weil man die Ursache herbeigeführt hat) die Leute völlig wehrlos ließen; sie hatten in der Tat kein Weltbild, das ihre kollektive Existenz stützen würde.
Das ist ein exzellenter historischer Vergleich. Eine universalistische Religion wird angesichts einer Bedrohung von existenzieller Größenordnung durch die ursprünglichen nationalen Götter ersetzt. Des weiteren sprechen wir von derselben Art von Zeitrahmen. Die Dominanz des Buddhismus hatte es so lange gegeben wie die westlich-christliche Zivilisation. D.h. ein Jahrtausend und ein bißchen dazu. Hier oben im Norden ist es weniger als ein Jahrtausend.

Dies spricht gegen die Idee, daß es für uns unmöglich ist, auf unsere alten nordischen Götter zurückzugreifen.

Insgesamt, CS, ist dein Argument das vollständigste für den Tod des Christentums, das ich mir vorstellen kann, sicher vollständiger als alles, was Nietzsche je geschrieben hat.
Danke, das ist sehr nett gesagt. Natürlich hatte ich einen unfairen Vorteil, da ich Nietzsche lesen konnte, aber er nicht mich.

Ich muß jetzt einfach einen Witz erzählen. Vielleicht um die Christen hier aufzuheitern. Vor vielen Jahren sah ich an der Wand einer öffentlichen Toilette geschrieben:

„Gott ist tot!“
gez. Nietzsche

Ein bißchen weiter unten stand:

„Nietzsche ist tot!“
gez. Gott

Ich bin immer beeindruckt davon, wie sehr man immer mehr harmonische Herrschaft des Geistes über die Natur sehen kann, je weiter man in Europa nach Norden geht, wo die Leute germanischer sind.
Ja, wir haben uns darauf konzentriert, gegen die Natur zu kämpfen, statt gegeneinander. Alles aufgrund unserer historischen Situation. Wenn wir nicht gegen die Natur gekämpft haben, sind wir gestorben. Wenn wir unser Haus nicht isoliert und reichlich Wintervorräte angelegt haben, sind wir gestorben. Daraus ist eine besondere Art der Kooperation zwischen den Menschen erwachsen. Eine traditionalistische Form von Egalitarismus, den wir außer in Schweden/Norwegen nur in Amerika finden (das ist ein interessantes Thema für sich, aber dafür ist jetzt keine Zeit). Wenn man da jedoch (entfesselte) christliche Ethik obendrauf packt…

Praktisch alles in Skandinavien ist benutzerfreundlich. Sogar die Steuern ;-)

Häh??

Korruption ist beinahe nichtexistent, was ich für eine ziemliche Leistung halte!

Liegt am Mangel an Clanmentalität. Aber in umserem gegenwärtigen Umfeld ist diese Mentalität genau das, was uns umbringt.

Ich denke, daß du mich von mehreren Illusionen geheilt hast, die ich als potentiellen Teil einer Lösung des “Problems” erwogen habe.
Ich hoffe, ich bin da nicht der einzige.
Danke!

 
Exzellent. Du bist willkommen. Und danke gleichfalls!

Chechar:

* In gleicher Weise werden viele Leute, die ideologisch am gegenwärtigen Paradigma hängen anstatt an ihrer eigenen ethnischen Gruppe, den Fall der westlich-christlichen Zivilisation als das Ende der Welt sehen… Die christliche Ethik hinter sich zu lassen, hat nichts damit zu tun, säkular zu werden (wie ich oben erläutert habe). Im Gegenteil, das macht es schlimmer! Was benötigt wird, ist die Einführung einer anderen großen mythologischen Erzählung in den kollektiven Geist der germanischen Völker. Dies ist der einzige Weg, um die moralische Grammatik des Christentums zu ersetzen. Etwas mit Wurzeln in unserer langen Geschichte. Dies muß mit politischen Mitteln geschehen, durch ein Regime mit solch einem Fokus. Aber diesen Fokus vorausgesetzt, ist dies gar nicht so etwas Schwieriges. Es gibt zahlreiche historische Beispiele dafür, wie es geht. Und es braucht nur eine Generation (oder sogar noch weniger), um diesen Übergang zu schaffen. Und in einer fürchterlichen Situation, nach einem großen Trauma, wird es sogar noch leichter sein.” - CS

* “Im Grunde schlägst du ein 100 % weißes germanisches Imperium vor.” – Roman

Schöne Träume. Aber man muß sehr optimistisch sein, um zu glauben, daß der gegenwärtige europäische Zeitgeist eine 180°-Wende machen wird.

Der Fehler der Nazis war der eliminationistische Antisemitismus, eine extreme Leidenschaft, die von den beiden anderen faschistischen Staaten dieser Zeit nicht geteilt wurde: Frankos Spanien und Italien. Hitler irrte auch beim sogenannten Falschen Krieg: das Vereinigte Königreich zu provozieren und in Frankreich einzumarschieren. Während ich in diesen finstersten multikulturellen Zeiten gern ein wiederbelebtes Reich ohne ein Jota an eliminationistischem Antisemitismus sehen würde, so würde ich es doch nicht vorherzusagen wagen wie Historizisten. Wir sind nur Blogger, und noch dazu steht keine Kultur hinter uns. Unsere Situation ist weit prekärer als die der Sowjetdissidenten in den Zeiten des Gulag: die wußten zumindest, daß antikommunistische, mächtige Staaten existierten. Wir haben jetzt nichts auch nur annähernd Ähnliches: wir können nur zusehen, während unsere Lebern blau werden, wie die Alte Welt – und womöglich sogar Obamas Neue Welt – sich selbst zerstört.

Ein persönliches Bekenntnis: wenn ich kurz vorm Aufwachen bin, aber noch schlafe, stelle ich mir in diesem Schwellenzustand Pilzwolken nahe westlichen Großstädten vor, um zu sehen, ob das die Idioten aufweckt. Aber wenn ich nach dem urteile, wie sich die Hühner ein paar Jahre nach den Bombenanschlägen von London und Madrid verhielten, dann weiß ich wirklich nicht, ob das ausreichen würde. (Man würde nicht glauben, welches Niveau linker Idiotie mir in diesem fast einjährigen Besuch in Spanien begegnet ist.)

Auf jeden Fall bezweifle ich sehr, daß die Zukunft vorausgesagt werden kann. 

Conservative Swede:

Roman,

Im Grunde schlägst du ein 100 % weißes germanisches Imperium vor..

Nein, das ist nicht das, was ich mir vorstelle.

Zuallererst, die Situation wie ich sie sehe, im Jetzt, ist für germanische Völker eine Sache von Leben und Tod wie für keine andere Volksgruppe. Also ist es das erste, uns selbst zu retten. D. h. wir müssen das Land beherrschen, in dem wir leben, in selbstsicherer und nachhaltiger Weise.

Die Notwendigkeit für ethnische Reinheit ergibt sich aus der Schwäche des Christentums. So wie es für die historischen Beispiele Amerika und Südafrika diskutiert wurde. Aber wenn wir das Christentum fallen lassen, werden wir ethnische Durchmischung viel besser aushalten. Zunächst vor allem mit slawischen und romanischen Völkern. Wenn sie sich jedoch für die Beibehaltung des Christentums entscheiden, dann wird die Kooperation natürlich schwerer. Aber andererseits bin ich sicher, daß es viele romanische und slawische Individuen gibt, sie sich solch einem germanischen Projekt anschließen und das Christentum hinter sich lassen wollen werden.

Immerhin würden wir es nicht zu skandinavisch (d. h. rein germanisch) haben wollen. Wie ich herausgestrichen habe, gibt es dabei zuviele Schwächen. Wir brauchen kontinentale Einflüsse. Dänemark entspricht ungefähr meiner Vorstellung einer ausgewogenen Situation. Schweden ist weit zu germanisch. Übrigens, lest hier und hier über die Ursprünge der germanischen Völker nach.

Eine notwendige Bedingung für solch ein germanisches Projekt – und für die Renaissance Europas insgesamt! – ist die Rückkehr Deutschlands. Das heutige Deutschland ist das planetarische Bully-Opfer, gefesselt und eingesperrt in viele Schichten von Ketten und Gitterstäben. Es darf kein einziges Fitzelchen nationalen Selbstbewußtseins zeigen. Wir werden das nicht sehen, solange nicht die amerikanischen Truppen Deutschland verlassen haben und das ganze NATO-Regime aufgehoben worden ist. Aber es wird kommen. Seid dessen versichert.

Conservative Swede:

Das obige ist der erste Schritt und etwa das, wie weit wir meiner Meinung nach in diesem Jahrhundert kommen werden.

Zum Beginn des nächsten Jahrhunderts werden wir in einer Situation sein, wo China die Großmacht ist. Es wird auch Konkurrenz mit Rußland geben. Wahrscheinlich wird China als erster die Ölfelder um den Persischen Golf besetzen, aber wir werden mit ihnen darum konkurrieren.

Amerika wird zusammen mit Frankreich und Großbritannien total diskreditiert sein und als die Schuldigen am größten Verrat am eigenen Volk in der Geschichte der Menschheit (wie Fjordman es ausgedrückt hat) gesehen werden. Während Deutschland daran völlig unschuldig war und die überlegene moralische Position einnehmen wird.

Frankreich könnte vielleicht nicht mehr existieren. Nachdem es zuerst von Moslems überrannt und dann von Germanen zurückerobert worden ist.

Die Vereinigten Staaten werden nicht länger existieren. Aber die Konföderation der Nördlichen US-Staaten wird ein natürlicher Verbündeter der Germanen sein.

Vielleicht wird es an diesem Punkt etwas wie ein germanisches Imperium geben. Oder vielleicht sogar zwei, ein deutschsprachiges und ein englischsprachiges. Aber ich bin mir nicht sicher wegen des englischsprachigen (ich sage nicht, daß die Leute nicht mehr Englisch sprechen werden, nur daß es kein separates Imperium mit Englisch als offizieller Sprache geben könnte).

Ich bin mir sicher, daß wir sowohl mit China als auch mit Rußland gut interagieren können werden. Innerhalb des Kontexts der Machtbalance; wie in den guten alten Tagen. Vor Woodrow Wilsons idiotischer Idee eines organisierten Weltfriedens. Welcher nicht nur ein Mythos ist, sondern auch eine Illusion. Eine, die gefährliche Machtvakua erzeugt. Welche z. B. zum WK2 führten.

Ich bin sicher, daß Mekka und Medina bis dahin atomisiert sein werden, und daß der Islam nicht länger von geopolitischer Bedeutung sein wird.

Ich schlage also kein germanisches Imperium vor, aber es könnte sich gut zu einem entwickeln. Und ich schlage nichts “100%ig weiß-germanisches” vor – das ist nicht das, was geschehen wird. Schaut euch wiederum die Geschichte an!

Erstens ist weißer Nationalismus eine Haltung von Leuten, die sich als Opfer sehen. Und er ist etwas, dem Leute sich zuwenden werden, wenn sie immer noch in der mentalen Kiste christlicher Ethik stecken und die Schwäche es bedingt. Weißer Nationalismus ist auch typischer für Amerikaner als für Europäer, aber das ist eine andere Diskussion.

Weißer Nationalismus ist ein schwaches Konzept für schwache und besiegte Menschen. Was wir brauchen, ist etwas Starkes. Um das zu finden, sollten wir uns Rußland ansehen. Rußland ist ein multiethnisches Land, aber dennoch gänzlich russisch. Dies deshalb, weil die russische Kultur dominant und normativ ist und niemand sie in Frage stellt, und sie gibt nicht nach. Daher stellen die verschiedenen Völker innerhalb Rusßlands (und des alten russischen Reiches) dies nicht in Frage, nicht mehr als die meisten Westler heute ihr Streben nach “universaler Güte” in Frage stellen. Wie auf dieser Seite z. B. von Russkiy beschrieben, gehorchen Chasaren, Tartaren etc. ihr und ordnen sich unter. Sogar Moslems finden es in diesem Kontext natürlich, zum Christentum zu konvertieren.

Das ist der Weg!

Germanische Völker müssen in einem Land leben, wo germanische Kultur und Ethnizität in dieser sehr natürlichen und starken Weise die Norm ist. 100% ethnische Reinheit wird nicht benötigt, ist unnatürlich und ein gescheitertes Konzept.

Chechar:

Aber was ist falsch an einem 100 % weißen germanischen Imperium? Wie oben festgestellt, kann ich mir keine größere Kraft vorstellen als projizierten Eros, wie jener, der von den Griechen in ihren Skulpturen projiziert wurde.

Im Fall der Germanen sprechen wir nicht von homoerotischen Epheben, sondern von englischen Rosen und skandinavischen Blondinen. Sie sollten die galvanisierende Kraft für ein Größeres Deutschland sein. Rassenvermischung sollte die höchste Sünde sein.

Ich widerspreche der Analyse weiter oben: wenn die spanischen Soldaten Indianerinnen heirateten, dann einfach deshalb, weil sie anders als die angelsächsischen Familien, die in dem ankamen, was heute die Vereinigten Staaten sind, als unverheiratete Singles in die Neue Welt kamen. Indianerhäuptlinge machten ihnen immer indianische Teenagerinnen zum Geschenk, wenn sie durch die Dörfer kamen, um sie zu besänftigen.

Blutsvermischung war eine psychogenische Katastrophe für Lateinamerika, nicht wegen der indianischen Gene, sondern wegen ihrer kindermörderischen Psychoklasse (das Thema des Buches, das ich für GoV-Leser zu übersetzen beginne, wie im Strang “The Return of Quetzalcoatl: Preface” zu sehen).

Ich kann mir kein wiederbelebtes germanisches Reich vorstellen ohne eine absolute Liebe zur eigenen Physiognomie, etwas, das an die Nürnberger Gesetze grenzt. Das ist nicht mal weißes Überlegenheitsstreben, solange es nicht mit imperialistischen Fantasien gepaart ist. Es ist bloße Verteidigung der Ethnizität und daher der Kultur.

Larry Auster, das Thema dieses Stranges, ist kühner beim Erkennen dessen als jene in anderen konservativen Counterjihad-Webseiten.

Sean O’Brian:

Conservative Swede,

Danke für deinen Beitrag. Sehr interessant!

Danke. Ich finde deine Gedanken über diese Dinge endlos faszinierend.

Zunächst vor allem mit slawischen und romanischen Völkern. Wenn sie sich jedoch für die Beibehaltung des Christentums entscheiden, dann wird die Kooperation natürlich schwerer. Aber andererseits bin ich sicher, daß es viele romanische und slawische Individuen gibt, sie sich solch einem germanischen Projekt anschließen und das Christentum hinter sich lassen wollen werden.

Ich weiß nicht wegen der Slawen. Ich habe gehört (ich weiß nicht mehr wo), daß einige der slawischen Völker von Europa immer noch in christlichen Begriffen denken. Meine Schätzung ist, daß die orthodoxen Nationen sich an Rußland halten werden wie in der Vergangenheit, speziell wenn sie von antichristlichen Moslems angegriffen werden.

Man wird auch die nordwestliche Peripherie Europas wegrechnen müssen, d. h. Irland und Schottland. Dies deshalb, weil beide Länder nicht einfach nur christlich sind, sondern sich auch bewußt als keltische Kulturen definieren, im Gegensatz zu den germanischen (angelsächsischen/dänischen/normannischen) Völkern. Beide Länder haben ein geteiltes, keltisch-germanisches rassisches Erbe, aber aus Gründen der Mythologie und Identität wird dem keltischen Aspekt völliger Vorrang gegeben, sodaß beide scharf außerhalb einer spezifisch germanischen Union oder eines Staatswesens stünden.

Traditionellerweise ist die keltische Region (zeitweise) außerhalb der Hauptströmung der westlichen Geschichte gewesen, z. B. in dem sie außerhalb des Römischen Reiches gelegen ist und an den Kreuzzügen nicht teilgenommen hat. Andererseits wiederum, vielleicht nicht. Irland und Schottland sind sprachlich anglisiert. Es gibt einen wahrnehmbaren dänischen Einfluß auf die irische Kultur in solchen Dingen wie identische Volksmärchen. Obwohl ich glaube, daß die politische Union zwischen Schottland und England sich bereits ihrem Ende nähert. Auf jeden Fall werden die Randländer Europas – wenn die europäischen Kernvölker definitiv die Masseneinwanderung und den Multikulturalismus ablehnen – zweifellos dieser Führung folgen.

Conservative Swede:

Chechar,

Aber man muß sehr optimistisch sein, um zu glauben, daß der gegenwärtige europäische Zeitgeist eine 180°-Wende machen wird.

Tatsachlich sind 180°-Wendungen sehr üblich. Du hast das Scheitern von Hitlers Nazismus erwähnt. Also, nach dem Zweiten Weltkrieg gebot das mythologische Geschichtsbild der westlich-christlichen Zivilisation, daß alles 180° zum Nazismus gemacht wird. Dinge, die höchst natürlich gewesen waren, wie europäischer Nationalismus, wurden um 180° herumgedreht. Und das ist das Gestörtheitssyndrom, unter dem wir jetzt schwer leiden.

Wenn diese amerikanisch-anglo-französische totalitäre Horrorshow einmal bruchgelandet ist, dann kann ich dir eine 180°-Kehrtwende weg von ihrer Position versichern.

Ein weiteres Beispiel ist die Französische Revolution, die eine 180°-Wende war. Sogar 180° weg von normaler Vernunft und Hausverstand.

Rassenbeziehungen in Amerika sind ein weiteres Beispiel. Rassenvorurteile haben sich nicht in Rassenblindheit verwandelt, sondern in gestörten Antirassismus. Wenn bis zu den ‘50ern der Schwarze von Haus aus als der Schuldige gesehen wurde, so wird heute der Weiße von vornherein als der Schuldige gesehen.

Die Leute lernen nie aus der Geschichte. Sie drehen das Bild nur um 180º. Das ist konzeptuell etwas sehr Einfaches. Viel leichter, als aus der Geschichte zu lernen. Wenn die Leute aus der Geschichte hätten lernen können, dann hätte die Lektion aus dem Nazismus sie gegen den Islam protestieren lassen. Stattdessen drehten sie das Bild um 180º und fürchten Deutsche und Weiße.

Ich sage nicht, daß 180°-Wendungen gut sind, sondern daß sie in der Geschichte in der Tat üblich sind.

Auf jeden Fall bezweifle ich sehr, daß die Zukunft vorausgesagt werden kann.
Es gibt Grenzen für das, wir über die Zukunft sagen können, aber wir können dennoch über sie reden.

Nimm Wettervorhersagen. Wir können sagen, daß Regen kommt, aber nicht genau an welchem Tag.

Weiter in der Zukunft wird es zu chaotisch, um irgendetwas über das Wetter zu sagen, aber wir können etwas über unser Klima sagen. Z. B. ist die Rotation unseres Sonnensystems in der Milchstraße der bestimmendste Faktor dafür, ob unser Planet kalt oder warm sein wird (nein, CO2 ist kein Faktor).

Nun schau dir diesen großen Stein an. Wir er für immer dort bleiben, oder wird er sich irgendwann bewegt haben? Ich behaupte, daß er nicht für immer so bleiben wird.

Werden amerikanische Truppen für immer in Deutschland bleiben? Nein.

Wenn es zum bevorstehenden Fall der gegenwärtigen Ordnung kommt, dann sind zu viele Faktoren gleichzeitig in Bewegung, daß jeder allein das Potential hat, sie zu Fall zu bringen: Dollarkollaps, ethnischer Bürgerkrieg, iranische Atomwaffen, schwache und gelähmte Führung. Es ist wie der Stein in dem Bild mit Sturm, Donner, Krieg rundherum mit explodierenden Bomben überall, zusammen mit einem Kerl, der dort steht und den Stein schiebt, und Erdbeben zur selben Zeit. Wir werden nicht sagen können, welcher Faktor den Stein zuerst bewegt, aber es ist eine sichere Feststellung, daß der Stein sich in naher Zukunft aus seiner Position bewegen wird.

Wenn es um das Thema gesellschaftlichen Paradigmenwandels geht, dann müssen wir in die Welt der menschlichen Mythologie eintreten, um dies zu verstehen, um den Rahmen des Möglichen zu sehen. Das Studium der kulturellen Anthropologie gibt einen guten Hintergrund dafür ab. Wir können immer noch nicht voraussagen, was geschehen wird. Aber wir können viele Dinge als nicht möglich ausschließen. Es gibt sogar bei der Mythologie eine innere Logik, tatsächlich mehr bei der Mythologie als bei anderen Dingen.

In meinem letzten Kommentar spekuliere ich freier darüber, wie die Welt bis zum Beginn des nächsten Jahrhunderts aussehen wird. Jedoch ist der Zweck dabei nicht, die Zukunft vorherzusagen, sondern ein mögliches Bild der Zukunft zu malen, als Mittel, um Romans Interpretation meiner Position zu entgegnen, mit der ich nicht übereinstimme.

Conservative Swede:

Sean,

Ja, ich finde das auch endlos faszinierend.

Bezüglich der keltischen Völker schätze ich, daß euer Schicksal davon abhängen wird, ob die Anglos ihr Selbstvertrauen wiedergewinnen und ihr eigenes Imperium errichten werden oder schwach bleiben und als Satelliten in einem germanischen Staatswesen verstreut werden.

Im Fall eines Anglo-Imperiums ist es logisch, daß ihr diesem einverleibt werden würdet. In letzterem Szenario werdet ihr wahrscheinlich freier sein, als Satelliten und natürliche Verbündete des germanischen Staatswesens, ganz so wie auch die Anglos selbst.

Conservative Swede:

Chechar,

”Aber was ist falsch an einem 100 % weißen germanischen Imperium?”

Es ist eine nette Fantasie. Aber ich finde es nicht realistisch. Noch einmal, schaut euch das russische Beispiel dafür an, wie es geht.

”Rassenvermischung sollte die höchste Sünde sein.”

Rassenvermischung wird in der Tat nicht länger gefeiert werden, sondern stattdessen diskreditiert sein. Anfänglich könnten wir eine 180°-Wende diesbezüglich sehen. Jedoch, etwas als “höchste Sünde” zu sehen, ist eine christliche Denkweise. Etwas, von dem wir uns rechtwinklig wegbewegen müssen.

Beachte bitte, eine 180°-Wende ist eine sehr schwache Bewegung im Vergleich zu einer rechtwinkligen Bewegung. Nur eine weitere Umkehrung, und man ist wieder dort, wo man angefangen hat, und bewegt sich dabei immer innerhalb der gleichen Spielebene. Während man mit einer rechtwinkligen Bewegung diese Dimension gänzlich verläßt.

Ich kann mit kein wiederbelebtes germanisches Reich vorstellen ohne absolute Liebe für die eigene Physiognomie.”

Ich kann mir überhaupt kein nachhaltiges Staatswesen vorstellen ohne die Liebe zur Physiognomie der führenden Volksgruppe. Jedoch bedingt das in keiner Weise ethnische Reinheit. Schau dir nochmal Rußland an!

Larry Auster, das Thema dieses Stranges, ist kühner beim Erkennen dessen als jene in anderen konservativen Counterjihad-Webseiten.”

Während Auster einsichtsvoller ist als die meisten, klebt er immer noch am Reparieren der westlich-christlichen Zivilisation fest. Für ihn ist das Christentum eine Konstante, über die nachzudenken er nicht fähig ist. Sein Blog ist gut für das Nachvollziehen des völligen Scheiterns des amerikanischen Konservativismus. Und auch für rassische Themen (d. h. das Scheitern des American Way beim Zurechtkommen mit Rassenangelegenheiten). Der Rest ist nicht sehr nützlich, und er glaubt an die seltsamsten Dinge, z. B. Astrologie. Seine Position gegenüber dem Islam ist auch zu schwach. Ganz so wie die katholische Kirche steckt er in der abrahamitischen Falle. Und bezüglich des “Liberalismus” schielt er auch zu sehr, um die Dinge klar zu sehen. Er betrachtet den Liberalismus als größeres Problem als den Islam, und als böse, was der Islam nicht ist. Er respektiert den Islam als Weltreligion und will ihn nicht in einem totalen Krieg besiegen.

Auster: „Meine Pposition ist die, daß der Islam in der Tat eine Religion ist, die einem transzendenten Gott gilt.“ (und da es nur einen gibt -> die abrahamitische Falle)

Der Islam hat „einen theoretischen Platz für christliche Gemeinschaften“ (anders als der Liberalismus)

Auster gegen die ordentliche Besiegung des Islam.

Der Islam ist nicht wirklich böse, jedoch der Liberalismus schon.

Roman:

CS

Roman
“ Praktisch alles in Skandinavien ist benutzerfreundlich. Sogar die Steuern ;-)

Mißverständnis :-)

„Probleme gibt es mit falschen Steuernutzern.“ D.h. Einwanderer, die Schweden hassen und alles, was das “Schwedentum” ausmacht. Einheimische und westliche Wohlfahrtsempfänger sind üblicherweise diejenigen, die sich bewußt sind, was sie der Gesellschaft schulden. Die Steuern werden so verwendet, wie es beabsichtigt war.

CS
Germanische Völker müssen in einem Land leben, wo germanische Kultur und Ethnizität in dieser sehr natürlichen und starken Weise die Norm ist. 100% ethnische Reinheit wird nicht benötigt, ist unnatürlich und ein gescheitertes Konzept.
Roman
Im Grunde schlägst du ein 100 % weißes germanisches Imperium vor. Ich stimme zu, daß das unter der Herrschaft des gegenwärtigen Paradigmas nicht machbar ist. Nicht einmal vorstellbar.

Ich habe nichts in der Art der Nürnberger Gesetze befürwortet oder verfochten. Ich stelle nur die Fakten fest, deskriptiv gegen präskriptiv.
Ich denke, daß dieses zukünftige germanische Imperium für viele Arten von Leuten attraktiv sein wird, aber ich bin sicher, daß sie großteils sehr weiße Leute sein werden. Ich würde mir nichts als Testmethode vorstellen, das irgendwelchen Theorien von Himmler & Co ähnelt; ich denke, wir werden diese Art von Ideen weit hinter uns haben.
Sobald einmal die grundlegenden Thesen des neuen Staatsorganismus etabliert sind, wird es ein ziemlich geradliniger Prozeß sein, ob man sich ihm anschließt und ihn akzeptiert oder nicht. Natürlich muß die gemeinsame germanische Narrative erst erzählt werden, aber es scheint, als ob das schon auf dem Weg ist.
Die lebensfähigen Thesen zu schaffen, wird die Herausforderung sein.
Wir könnten genausogut schon jetzt damit anfangen, da ich nie ein großer Fan des Christentums war, obwohl ich vermute, daß Jesus viel cooler war, als er üblicherweise dargestellt wird;-).
Und ich spreche auch ein ganz anständiges Deutsch:-).

Überhaupt, ist es vorstellbar, daß irgendeine hybride Kreuzfahrerversion des Christentums entsteht, etwas wie ein neuer Reconquista-Geist, der in den Herzen der Nördlichen Rächer brennt?  Wer weiß?

Chechar:

Ich würde lange brauchen, um jene Polemiken von Auster über den Islam zu lesen. Aber ich erinnere mich, daß er derjenige war, der als erstes den “Nuke Mecca” Article von “Westerner” (wer ist dieser Kerl?) eingestellt hat, der in meinem Blog immer ganz oben verlinkt ist.

Anders als Auster bin ich kein Christ. Genausowenig glaube ich an Astrologie oder New-Age-Nonsense.

Ich habe deinen Blog gelesen: was du über den amerikanischen Multikulti-Kessel seit der Zeit Lincolns sagst. Seit neuestem hatte ich in ähnlicher Richtung gedacht, aber wir sind so gehirngewaschen gewesen, daß die natürliche Tendenz die ist, solche Ideen sofort als Gedankenverbrechen abzublocken. Die Polizei ist in uns…

Wir werden sehen, wie dir mein entstehendes Paradigma gefällt (das vierte Buch, das ich auf GoV veröffentlichen werde, weist akademisch nur auf die Spitze von dessen Eisberg hin). Vorerst kann ich nur sagen, daß die Welten, die sich Arthur Clarke in zwei oder drei seiner besten SF-Romanen ausgemalt hat, ziemlich das abbilden, was mir vorschwebt.

Free Hal:

Hi Conservative Swede,

Danke für deine wohlüberlegte Antwort, die ich schätze.

Mir ist nicht in den Sinn gekommen, daß du den Niedergang der westlichen Zivilisation begrüßen würdest, wofür ich mich entschuldige.

Wie du erwarten wirst, bin ich anderer Meinung, aber ich bin zu beschäftigt gewesen, um heute zu antworten. Ich werde es morgen versuchen, falls ich die Zeit dazu finde.

Beste Wünsche,

Hal

Conservative Swede:

Hal,

Gut. Jetzt sind wir auf derselben Linie. Wertschätzung erwidert.

Conservative Swede:

Chechar,

Die Polizei ist in uns…

Ja, das ist sie in der Tat! Das ist genau das, wovon ich am Anfang dieses Stranges bezüglich Exorzismus und Dämonenaustreibung gesprochen habe. Meistens flippen die Leute aus wegen dem, was ich zu sagen habe, aber andere wiederum finden es faszinierend und inspirierend. Diesmal ist es besonders gut gelaufen. Meist ist das nicht so. Deshalb habe ich diesmal mehr als je zuvor über das geschrieben, was mir durch den Kopf geht. Wenn ich nicht das Gefühl habe, daß die Leute zuhören, falle ich normalerweise ins Schweigen (mein Blog ist nicht sehr gut gelaufen…). Ich danke allen guten Leuten hier für diese Inspiration.

Der Hauptfeind ist in der Tat in uns. Und das passiert, wenn man versucht, die moralische Grammatik zu ändern, all diese Dämonen und Gedankenpolizisten tauchen auf. Nur die Allerneugierigsten und ein bißchen Seltsamen setzen solch eine Denklinie fort. Die anderen wenden sich ab.

Wir werden sehen, wie dir mein entstehendes Paradigma gefällt.

Ich freue mich drauf :-)

Conservative Swede:

Roman & Chechar,

Es ist irgendwie witzig, daß ein Polack und ein Spanier am enthusiastischsten über ein ethnisch basiertes germanisches Reich sind. Und ich bin auch nicht der typische Befürworter, da ich mein Herz nach Südeuropa ausgerichtet habe. Und vor zwei Jahren hättet ihr mich eher beim Preisen des Alten Roms angetroffen (ich tue das natürlich noch immer!) Ich finde Germanen langweilig und bieder, aber irgendwie brillant (die Geschichte zeigt das eindeutig). Nach etwa einem Jahrzehnt draußen in der Kälte habe ich die Germanen wieder an mein Herz genommen, weil ich ihre große Tragödie erkennen kann. Ich denke, ich kann ihr Dilemma sehen, und wie es zu lösen ist.

Während es gleichzeitig völlig sinnhaft für Polen, Spanier und Kelten ist, sich dafür zu interessieren. Wegen der politischen Stabilität, die es ganz Europa geben würde, wenn einmal die gegenwärtige Ordnung fällt. Ohne es würde es ein riesiges Machtvakuum geben. Wer würde da hinein expandieren? Rußland, China, der Islam? Oder zuerst der Islam, dann Rußland, und schließlich China? Das ist das Gute an dem Tag, an dem die amerikanischen Truppen Deutschland verlassen, weil ab da die germanischen Europäer gezwungen sein werden, sofort eine starke Militärmacht aufzubauen. Und ihr könnt euch vorstellen, wieviele der guten Dinge, die wir hier diskutiert haben, dadurch katalysiert würden.

Auf jeden Fall – um zum Punkt dieses Kommentars zu kommen, da ihr das Thema der ethnischen Reinheit in zurkünftigen germanischen Nationen oder einem Imperium aufgebracht habt: Eine Sache, die übersehen wird, weil wir generell so gehirngewaschen sind von den Ideen seit der Französischen Revolution, ist die, daß nicht alle Einwohner in einem Land Staatsbürger sein müssen.

D. h. stabile Staatswesen der Zukunft (germanische, romanische, slawische etc.) sollten die Macht innerhalb ihrer Volksgruppe sichern. Die beste Möglichkeit, dies zu garantieren, ist die Staatsbürgerschaft auf Ethnizität bezogen vorzubehalten. Wie in den alten Stadtstaaten. Dies ist ein sehr gutes Konzept, das Stabilität schafft und viele unnötige Konflikte vermeidet. Und es stellt die Ethnizität zentral an die Spitze unserer Konzepte. Was gut ist.  Wir müssen uns auf unsere Ethnizität fokussieren, um zu überleben. Heute ist es umgekehrt.

Ich habe hier darüber geschrieben:
Redefinition of citizenship

Tut mir leid, aber ich sehe die Idee der “ethnischen Reinheit” als etwas, das aus der Geistesverfassung der Französischen Revolution entspringt. Ihr wißt, daß es einen ganzen Strauß von Ideen gegeben hat, die diesem schrecklichen Ereignis entsprungen sind.

Wenn wir am Egalitarismus festhalten, begrenzen wir unser Denken und landen vielleicht bei der Idee der ethnischen Reinheit. Dies wird mit der “Neudefinierung der Staatsbürgerschaft” gelöst.

Es löst auch in eleganter Weise das “ewige” Dilemma mit den Juden, das ständig um 180° gedreht wird und immer dorthin zurückkehrt, wo es angefangen hat. Meine Lösung bewegt sich in rechtwinkliger Richtung, und damit glatt aus dem Bild heraus. Auch ist es die beste Lebensversicherung, die man den Juden geben kann. Aber diese Idee dreht sich nicht um die Juden. Sie gilt für alle gleich. Der Punkt ist, daß es keine Ausnahme für Juden geben wird (wie blöd wäre das denn!)

Conservative Swede:

Roman,

obwohl ich vermute, daß Jesus viel cooler war, als er üblicherweise dargestellt wird;-).

Oh ja, das war er wirklich. Die Bücher vom Jesus-Seminar zu lesen, war höchst erleuchtend. In einiger Hinsicht ist er sogar der erste jüdische stand-up comedian.

Betrachtet z. B. das Evangelium nach Thomas, #97:

(97) Jesus sagte : „Das Königreich des Vaters ist wie eine Frau, die einen Krug voller Mehl trug. Während sie auf einer langen Straße ging, brach der Griff des Krugs, und das Mehl ergoß sich hinter ihr auf die Straße. Sie bemerkte es nicht. Als sie ihr Haus erreichte, stellte sie den Krug nieder und fand ihn leer.“

Er spielt mit den Gedanken der Leute! Das Königreich Gottes ist wie ein… leerer Krug.

Aber betrachtet auch die Parabel mit dem Senfkorn. Die Pointe hier (welche heute verpaßt wird) ist die, daß Senf damals als Unkraut betrachtet wurde. Also ist es etwas Schlechtes, das zu etwas Großem und Schönen heranwächst (ein Senfbaum). Dieselbe Idee mit dem Sauerteigbrot.

Die Botschaft lautet: Es ist das Unerwartete! Das Königreich Gottes ist nicht das, was du erwartest. Der “leere Krug” folgt derselben Idee, treibt sie aber noch weiter auf die Spitze. In der Tat, was die Frau erlebt, wenn sie in den Krug schaut und er leer ist: Überraschung! Aber gleichzeitig spielt Jesus mit seinen Zuhörern, weil ihre erste Reaktion sein wird zu glauben, daß das Königreich Gottes etwas Leeres sein wird!

Wenn wir die ganze Botschaft von Jesus zusammensetzen und dies bedenken, dann sagt er uns: Das Königreich Gottes ist nicht das, was ihr erwartet, und es liegt nicht in einer fernen Zukunft, sondern es ist um euch im Hier und Jetzt, öffnet nur eure Augen!

Meine Interpretation ist die, daß die meisten Worte von Jesus nie als moralische Doktrinen gemeint waren, sondern gesagt wurden, um die Dinge im Geist der Leute auf den Kopf zu stellen. Sodaß sie in ihren Köpfen anfangen würden, sich zu bewegen! Ich denke, er zielte wirklich darauf ab, die Leute zum Selberdenken zu bringen.

Jedoch konnten die frühen Christen nur die Hälfte von Jesus’ Botschaft aufnehmen. Es ist manchmal witzig, wie blind sie waren gegenüber dem, was er wirklich gesagt hatte.

Ich empfehle “Die Fünf Evangelien” vom Jesus-Seminar.

Die Leute lachten über George W. Bush, als er Jesus den größten Philosophen nannte. Aber ich lache nicht. Jesus war wahrlich groß, aber seine Hauptfähigkeit war die des Rhetorikers.

Jesus war ein großartiger Kerl. Wir können eine Menge von ihm lernen.

Überhaupt, ist es vorstellbar, daß irgendeine hybride Kreuzfahrerversion des Christentums entsteht, etwas wie ein neuer Reconquista-Geist, der in den Herzen der Nördlichen Rächer brennt?
Also, alles, was das Problem löst, ist gut. Aber nachdem das westliche Christentum durch die Aufklärung etc. ging, kann ich nicht sehen, daß das geschieht. Das Christentum kann nicht einmal seine Position innerhalb der westlichen Gesellschaften festigen, effektiv entschuldigt es sich für sein Dasein. Wie könnte es dann benutzt werden, um irgend etwas nach außen zu festigen?

Im Fall von Rußland haben sie jedoch nicht dieses Problem. Sie können das Christentum immer noch auf diese Weise nutzen.

Vielleicht werden wir alle von den Russen übernommen werden und auf diese Weise Christen bleiben? Das ist ein weiterer Gedanke…

Chechar:

“…Deshalb habe ich diesmal mehr als je zuvor über das geschrieben, was mir durch den Kopf geht.

Danke, daß du es mit uns geteilt hast! Ich finde es auch ärgerlich, daß ich am Ende immer mit mir selber rede in einer Welt, wo sehr wenige für sich selbst denken wollen. (Übrigens, was ich in meinem künftigen GoV-Strang mit euch teilen werde, ist so persönlich…)

Auf jeden Fall – um zum Punkt dieses Kommentars zu kommen, da ihr das Thema der ethnischen Reinheit in zurkünftigen germanischen Nationen oder einem Imperium aufgebracht habt…  Und es stellt die Ethnizität zentral an die Spitze unserer Konzepte. Was gut ist.  Wir müssen uns auf unsere Ethnizität fokussieren, um zu überleben. Heute ist es umgekehrt.”

Eine “Umwertung aller Werte” wird benötigt. Aber wie du sagst, statt der 180°-Bewegung ist die “orthogonale” Flucht aus diesem Schwerefeld besser. Nietzsches antichristliche “Umwertung aller Werte” scheiterte aus offensichtlichen Gründen (siehe Alice Millers The Untouched Key).

“Ich empfehle “Die Fünf Evangelien” aus dem Jesus-Seminar.”

Ich habe sie bereits. Interessant, aber mängelbehaftet. Die Leute vom Seminar waren liberale Christen oder Jesus-Bewunderer. Albert Schweitzer sagte, daß die Leute ihre Ethik auf die Gestalt von Jesus projizieren, und daß der beste Weg, eine moderne Person zu kennen, darin besteht, ihre “Jesus-Biographie” zu lesen. Ich weiß wirklich nicht, wer der historische Jesus war. Vielleicht hatte Morton Smith da einen Punkt? Ich weiß nicht. Aber wie ich während der Hass-Diskussion mit Hal sagte, bewundere ich dennoch die hasserfüllten Schmähungen im Alten und Neuen Testament.

Wenn die Dinge im Westen wirklich ekelhaft werden, dann hoffe ich, daß eine Menge von post-christlichen Feuer-und-Schwefel-Predigern in Erscheinung treten werden…

Conservative Swede:

Chechar,

Eine “Umwertung aller Werte” wird benötigt. Aber wie du sagst, statt der 180°-Bewegung ist die “orthogonale” Flucht aus diesem Schwerefeld besser.

Genau!

Nietzsches antichristliche “Umwertung aller Werte” scheiterte aus offensichtlichen Gründen.

Mussolini war viel weiser. Er behandelte das Christentum mit Respekt. Wir können unsere Geschichte nicht ausradieren, wir müssen unsere Traditionen mit Respekt behandeln. In Schweden sind 90% der kulturhistorischen Gebäude Kirchen. Stellt euch einen verrückten antichristlichen Führer vor, der sie alle niederreißt – was würde dann von unserer historischen Erinnerung übrigbleiben?

Ich würde die Kirchen für heidnische Zeremonien benutzen. Ich verstehe, daß dies in den Augen einiger Christen nicht sehr respektvoll erscheinen würde, aber dieses Problem besteht in ihren Köpfen.

Bezüglich des Jesus-Seminars: Ich lese es, wie ich Nietzsche oder Auster lese: selektiv! Sicher gibt es die Projektion, von der du sprichst, aber da werden mehrere gute Punkte angesprochen, die unbestreitbar sind.

Conservative Swede:

Sean hat mir einen großartigen Artikel geschickt, den ich mit euch teilen will.

Großdeutschland gibt es bereits: LINK.

Siehe auch diese KARTE.

Conservative Swede:

Laine,

Russen haben für Tschetschenien einen völligen Freifahrtsschein von der ganzen Welt einschließlich der Moslems erhalten.

Das war innerhalb Rußlands eigenem Territorium. Das wird nicht in gleicher Weise gesehen.

Für alle anderen, einschließlich moslemisch-arabischer Milizen in Darfur, ist die Jagd auf Moslems frei.

Auf dem Territorium des Landes.

Es ist amerikanische militärische Aktion, die von der Weltmeinung, die von Linken kontrolliert wird, niemals als akzeptabel gesehen wird.

Ja, die höchste Priesterschaft äußert sich dagegen. Aber wir sehen nicht, wie irgendeine konzertierte NATO-Aktion organisiert wird, um es zu stoppen. Kapiert? (Ich habe all das bereits in dem, was ich geschrieben habe, erklärt.)

Ich verstehe deine große Enttäuschung, daß die Leute nicht dankbar sind für die Aktionen von Amerika überall auf der Welt. Aber die Leute respektieren die Starken, nicht die Netten und Selbstaufopfernden. Paßt euch einfach der realen Welt an!

Im Allgemeinen scheinen Moslems nur Einwände zu haben gegen moslemische Leben, die durch Amerikaner oder Israelis verloren gehen.

Während dein Text weit entfernt ist von einer einleuchtenden und fairen Beschreibung der Reaktionen der Welt und der Presse auf verschiedene Ereignisse, sondern vielmehr ein Ausdruck der oben erwähnten Enttäuschung, laß mich dazu etwas sagen:

Kritik wird gegenüber jenen vorgebracht, die sich darum scheren und davon bewegt werden. Und weil Amerikaner so sensibel sind gegenüber solch einer Kritik, gibt es sie genau deswegen! Während z. B. China sich einen Scheiß um solche Kritik kümmert, und genau deswegen gibt es keine.

Ich weiß, ich weiß, es ist nicht  fair. Jedoch, kommt zurecht damit!

Du kannst das mit der Situation in einem Klassenzimmer vergleichen. Die mental schwache Lehrerin, die sensibel ist gegenüber Einwänden, wird von den Schülern mehr davon kriegen, weil es so gut funktioniert. Sie wird nicht dafür belohnt, daß sie so nett ist. Stattdessen ist es der starke Lehrer mit einer stählerenen Mentalität, der den Respekt der Schüler gewinnt.

Ich empfehle, dies zu lesen:
Weaponizing Civilization: The New Way of War, by Raymond Kraft

Conservative Swede:

Chechar & Roman,

Ich denke, ich habe wahrscheinlich die ursprüngliche Formulierung dahingehend mißverstanden, daß sie “100 % weiß-germanisch” bedeute – und meine Einwände beruhten darauf – während ich jetzt sehe, daß “100 % weiß” gemeint war.

Also, ich mag die 100 % dennoch nicht.

Jedoch wären in dem Szenario, das ich ausmale, 99.9% der Bürger weiß. Und mindestens 95 % der Bevölkerung. Aber das hängt wirklich von der Zusammensetzung der verbleibenden 5 % ab. Es dürfen nicht viele sehr fremde Kulturen darin enthalten sein. Weiters darf keine einzelne andere rassische Gruppe in sehr hoher Zahl vertreten sein. Aber ich erwarte, daß die meisten dieser Leute in jeder konkreten Situation von gemischter Rasse sein werden.

Für jene, die denken, daß die 95 % zu niedrig klingen, und zu sehr wie die Situation in einigen westlichen Ländern heute, sagen wir halt 99%. Solange wir nicht sagen: 100%, weil wir diese Denkungsart nicht wollen (sie ist selbstschädigend aus einer Anzahl wichtiger Gründe).

Chechar:

99.6% sind okay für mich, immer vorausgesetzt, daß die Gesetze der Nation die Mestizisierung von Kaukasiern verbieten, und daß Nichtweiße nicht mehr als 0,4 % oder sogar noch weniger der Nicht-Staatsbürger in einer Nation repräsentieren dürfen.

Conservative Swede:

Ok Chechar,

Du sprichts von einer Art rassentotalitärer Gesellschaft. Ich tue das definitiv nicht. Solche Ideen törnen mich ab und bringen den Geruch der Französischen Revolution mit sich.

Sicher, solche Gedanken sind verständlich in den scheußlichen Zuständen, in denen wir uns befinden. Ich habe bereits die südafrikanische Apartheid in positiver Weise erwähnt. Nicht als ein Ideal, aber als eine Gesellschaft, die in der Praxis funktionierte. Aber nicht einmal sie hatten Gesetze gegen Mestizisierung.

und daß Nichtweiße nicht mehr als 0,4 % oder sogar noch weniger der Nicht-Staatsbürger in einer Nation repräsentieren dürfen.
Dessenungeachtet wie du das meinst, ich würde sagen, daß dies eine Formulierung ist, die ein Eigenleben annehmen und zu ziemlich schrecklichen Szenarien führen werden, sogar zu Blut und Tod.

Wir haben also diesen gemischtrassigen Kerl, und die Rassenquotenpolizei kommt und klopft an seine Tür und sagt ihm, daß er als Überschuß über der Quote selektiert worden ist. Wo schicken wir ihn hin? Ich erwarte nicht, daß irgend ein anderes Land ihn aufnehmen wollen wird. Und er selbst will natürlich bei seiner Mutter bleiben, die ganz weiß und ganz germanisch ist. Die germanische Kultur ist alles, was er kennt. Er hängt mit seiner Identität und Loyalität voll an der germanischen Gesellschaft.

Richten wir eine unbewohnte Insel ein, wo wir alle Leute wie ihn hintun? Das ganze Ding wird ekelhaft und schmutzig. An irgendeinem Punkt werden die Leute erkennen, daß der leichteste Weg zur Erfüllung der Quotenkriterien darin besteht, die “falschen” Leute abzuschießen. Aber das ist in anderer Weise schmutzig…

Chechar, die Ideen, die du äußerst, sind die Ideen einer 180°-Wende von der gegenwärtigen Situation. Und wir mögen keine 180°-Wendungen, oder? Vielleicht können wir einen Weg finden, um und in dieser Situation rechtwinklig zu bewegen?

In der Gesellschaft werden wir bereits eine 180°-Wendung in der Einstellung der Leute hinsichtlich der gegenwärtigen Ordnung sehen. Ich glaube, wir werden das Lynchen von Politikern, Meinungsmachern, Moslems etc. erleben. Ein neues Regime braucht dem nichts hinzuzufügen. Stattdessen sollte es einen ausgleichenden und mäßigenden Effekt haben.

Man kann auch erwarten, daß sich die Einstellungen zur Rassenvermischung um 180° drehen. Das Regime braucht dem nichts mit Gesetzen hinzuzufügen.

Was politisch getan werden muß, ist die Entfernung der problematischen Gruppen, die sich mit ihrer eigenen Gruppe und nicht mit unserer Gesellschaft identifizieren. Typischerweise Moslems.

Aber dann bleiben uns eine Anzahl Individuen von gemischter Rasse, die nicht wirklich irgendwohin gehören, die aber fühlen, daß sie zu unserer Gesellschaft gehören. Von denen die meisten organischer Teil von germanischen Familien sind.

Ich denke, es ist ein gefährliches Utopia, diese Leute aus der Realität zu definieren. Stattdessen sollte das Regime einen ausgleichenden Effekt auf diese Art Einstellungen haben. Diese Leute werden es so schon schwer genug haben. Wenn ich sage, ich will, daß die christliche Ethik verschwindet, dann nicht deshalb, weil ich eine 180°-Wendung weg davon will. Stattdessen ist es das Christentum, das in einem steilen Ungleichgewicht gelandet ist. Was ich will, ist die Dinge wieder zurück ins Gleichgewicht zu bringen.

Was ich vorgeschlagen habe, ist also:

1) Eine neues große mythologische Schilderung, in der unserer eigenen ethnischen Gruppe die zentrale Position gegeben wird,

2) Eine Verfassung, in der die Staatsbürgerschaft für Leute unserere Volksgruppe reserviert ist (mit sehr wenigen Ausnahmen). Der Junge im obigen Beispiel, mit einem Vater aus der Dritten Welt, kann kein Staatsbürger sein. Aber seine Enkelkinder könnten es. Und er könnte bleiben und hier zusammen mit seiner Mutter leben.

Und 3) Fremde Volksgruppen, typischerweise aus der Dritten Welt, die sich nicht mit unserer Volksgruppe identifizieren, werden auf die eine oder andere Art entfernt werden müssen. Jedoch können einzelne solche Individuen hier ansässig bleiben, z. B. aus geschäftlichen Gründen.

Zusammengenommen garantiert dies das Überleben und zukünftige Gedeihen unserer eigenen Volksgruppe. Es gibt keine Notwendigkeit, besondere Gesetze für das Mikromanagement dessen hinzuzufügen. Besonders nachdem sich die Einstellungen des Volkes um 180° drehen werden.

Chechar:

Also ja: Ich bin so erschrocken über den anti-weißen Rassismus, wie uns Fjordman ihn in seinem letzten Kapitel von Defeating Eurabia beschrieben hat, daß ich manchmal gern hitlerianische Ansichten vorbringe. Ich denke dennoch, daß Hitler trotz seines absolut krankhaften Antisemitismus recht damit hatte, die von Linken betriebene afrikanische Einwanderung nach Deutschland als Absicht “zur Bastardisierung der arischen Rasse” zu bezeichnen, wie ich ihn weiter oben zitiert habe.

* Ich glaube, wir werden das Lynchen von Politikern erleben

Jaaaa!, jaaa! Das ist es, was mir vorschwebt (nicht das Lynchen von Ethnics, sondern der Verräter, die sie hierhergebracht haben)!

* 2) Eine Verfassung, in der die Staatsbürgerschaft für Leute unserere Volksgruppe reserviert ist (mit sehr wenigen Ausnahmen).

Zustimmung

3) Fremde Volksgruppen, typischerweise aus der Dritten Welt, die sich nicht mit unserer Volksgruppe identifizieren, werden auf die eine oder andere Art entfernt werden müssen.

Ditto.

17. Oktober 2009

John Quincy Adams: Über Christentum und Islam

Gespeichert unter: BeforeDawn — BeforeDawn @ 19:17

Über Christentum und Islam

von John Quincy Adams                          

Text im pdf-Format           

Vorbemerkung: Die meines Erachtens beste kurzgefasste Darstellung des Islam stammt von einem amerikanischen Präsidenten – nein, natürlich nicht vom gegenwärtigen –  sondern von John Quincy Adams (1767-1848), dem 6. Präsidenten der Vereinigten Staaten (1825-1829).

Original: John Quincy Adams: “Christianity—Islamism.”  “Unsigned essays dealing with the Russo-Turkish War, and on Greece,” ursprünglich veröffentlicht in: The American Annual Register for 1827—1829 (New York, 1830), Chs. X-XIV, pp. 267—402.

Die übersetzten Textauszüge in: Andrew G. Bostom: „John Quincy Adams Knew Jihad“, Frontpage Magazine, September 29, 2004; http://97.74.65.51/readArticle.aspx?ARTID=11283

 Übersetzung: BeforeDawn  

                                  225px-John_Q._Adams[1]John Quincy Adams

 (…) Und er [Jesus] erklärte, dass der Genuss der Glückseligkeit im Jenseits die Belohnung für den tätigen guten Willen im Diesseits sei. Sein ganzes Gesetz läst sich unter die Vorschrift der Liebe fassen; Friede auf Erden und guter Wille den Menschen gegenüber war von Anfang an das Ziel seiner Sendung; und die machtvolle Demonstration der Unsterblichkeit des Menschen war das, was den mehr als irdischen Tribut an den Ruhm Gottes im höchsten Maße darstellte. (…) Der erste Sieg der Religion Jesu war der über die ungesitteten Leidenschaften seiner Jünger. Er erhöhte den menschlichen Charakter auf der Stufenleiter des Seienden. Im christlichen Moralsystem ist der Mensch ein unsterblicher Geist, der für eine kurze Zeitspanne in einem irdischen Tabernakel gefangen ist. Freundlichkeit seinen Mitsterblichen gegenüber erstreckt sich über den gesamten Kompass seiner irdischen Pflichten, und das umfassende Versprechen der Glückseligkeit gilt seinem Leben im Jenseits. Der Wesenskern seiner Lehre ist, den geistigen über den rohen Teil seiner Natur zu erheben.

 Im siebten Jahrhundert der christlichen Zeitrechnung verkündete ein umherziehender Araber, aus der Linie der Hagar, der Ägypterin, in dem sich die Kraft einer überragenden Intelligenz mit der übernatürlichen Energie eines Fanatikers und dem betrügerischen Geist eines Schwindlers verband, ein Bote vom Himmel zu sein, und verbreitete Elend und Täuschung über einen ausgedehnten Teil der Erde. Aus der erhabenen Konzeption des Mosaischen Gesetzes übernahm er die Glaubenslehre von der Existenz eines allmächtigen Gottes und verband diese unauflöslich mit der tollkühnen Unwahrheit, dass er selbst sein Prophet und Gesandter sei. Aus der Offenbarung Jesu übernahm er den Glauben und die Erwartung sowohl des ewigen Lebens als auch der künftigen Strafe, zog diese aber  in den Staub der Erniedrigung, indem er alle Belohnungen und Strafen seiner Religion mit der Gewährung oder der Verweigerung der geschlechtlichen Leidenschaft verband. Er vergiftete den Fluss des menschlichen Glücks an der Quelle durch die Herabwürdigung des weiblichen Geschlechts und die Gestattung der Vielehe, er erklärte unterschiedslose Vernichtung im Krieg gegen den Rest der Menschheit zum Bestandteil seiner Religion. Das Wesen seiner Lehre war körperliche Gewalt und sexuelle Lust, um den rohen über den geistigen Teil der menschlichen Natur zu erheben. – Zwischen diesen beiden Religionen, die also ihrem jeweiligen Charakter nach im Gegensatz stehen, hat jetzt ein Krieg von mehr als zwölfhundert Jahren gewütet. Dieser Krieg jedoch wütet weiter, und er kann auch nicht anders aufhören als durch die Auslöschung dieses Schwindels, dem die göttliche Vorsehung es gestattet hat, die sittliche Vervollkomnung des Menschen so lange zu verhindern.

(…)

Da das zentrale Prinzip seines Glaubens die Unterwerfung anderer durch das Schwert ist,  kann es auch nur mit Gewalt geschehen, dass seine falschen Lehren beseitigt werden und seine Macht ausgelöscht wird.

(…)

Beständiger Krieg gegen alle, die leugnen, dass Mohammed der Gesandte Gottes ist, ist die Vorschrift des Korans. Die Besiegten mögen sich durch Tributzahlungen ihr Leben erkaufen; die Siegreichen mögen durch falsche und trügerische Friedensversprechungen besänftigt werden; und der gläubige Anhänger des Propheten  mag sich den gebieterischen Notwendigkeiten  der Niederlage ergeben; aber der Befehl, den moslemischen Glauben mit dem Schwert zu verbreiten, ist immer verpflichtend, sobald er in die Tat umgesetzt werden kann. Die Befehle des Propheten können gleichermaßen mit Betrug und mit Gewalt ausgeführt werden. Von der mohammedanischen Treue und Glaubwürdigkeit haben wir selbst erinnerungswürdige Beispiele erlebt. Als unser tapferer [Stephen] Decatur den algerischen Piraten gezüchtigt hatte, bis er bereit war, seinen Anspruch auf Tributzahlungen der USA aufzugeben, unterzeichnete er einen diesbezüglichen Vertrag: aber der Vertragstext war in der arabischen Sprache aufgesetzt worden und in der unsrigen, und unsere Unterhändler, denen die Sprache des Koran unbekannt war, unterzeichneten die Vertragsfassungen in beiden Sprachen, da sie sich nicht vorstellen konnten, dass es einen Unterschied zwischen ihnen gebe. Noch bevor ein Jahr vergangen ist, verlangt der Dey [Hussein III. der letzte Dey von Algier (1830 wird Algerien französische Kolonie); Anm. d. Ü.], unter Androhung einer Wiederaufnahme des Krieges, eine Entschädigung in Geld für die von Decatur aufgebrachte Fregatte, unser Konsul verlangt eine Grundlage für diesen Anspruch, woraufhin der arabische Vertragstext vorgelegt wird, von ihm selbst unterzeichnet, der einen zusätzlichen  Artikel enthält, der die Entschädigung festlegt, im völligen Widerspruch zu dem Vertrag, wie er geschlossen worden war. (…) Solcherart ist der Geist, der die Herzen von Menschen regiert, denen Verrat und Gewalt als Prinzipien der Religion gelehrt werden.

(…)

Dieser Appell an den natürlichen Hass der Muselmanen gegen die Ungläubigen ist völlig im Einklang mit den Vorschriften des Korans. Das Vertragsdokument macht keinen Versuch, dies zu verschleiern, und es gibt auch nicht vor, dass die Feindschaft jener, die es als die Ungläubigen bezeichnet, irgendetwas anderes ist als die notwendige Folge des Hasses, den die Muselmanen ihnen gegenüber hegen – der Abschnitt selbst ist ein überzeugendes Beispiel für den konträren Charakter der beiden Religionen. Die grundlegende Doktrin der christlichen Religion ist die Auslöschung des Hasses im menschlichen Herzen. Sie verbietet es, ihn auszuleben, sogar gegenüber Feinden. Es gibt keine christliche Glaubensrichtung, die diese Lehre leugnet oder missversteht. Alle verstehen sie gleich, alle kennen ihre Verpflichtungen an; und wie mangelhaft auch immer, in Anbetracht der Absichten der göttlichen Vorsehung,  ihre  Umsetzung sich im Handeln der Christen erwiesen hat, so ist sie doch nicht völlig wirkungslos geblieben. Sie hat sich auf den Umgang der Nationen untereinander ausgewirkt. Sie hat die Schrecken des Krieges gemildert, sie hat die Härten der Sklaverei vermindert, sie hat das tägliche Zusammenleben der Menschen humaner gemacht. Die uneingeschränkte Anerkennung einer Pflicht ist allerdings nicht hinreichend, ihre Ausführung zu garantieren. Es gibt noch immer die Leidenschaft des Hasses, sie erweist sich in den Herzen der Christen als zu mächtig. Sie können ihr aber nicht nachgeben, es sei denn unter Aufgabe ihrer Prinzipien und der bewussten Verletzung ihrer Pflichten. Kein staatliches Papier, von christlicher Hand verfasst, hätte, ohne die Vorschriften ihres Herrn und Gebieters zu zertrampeln, mit einer offenen Proklamation des Hasses gegen einen Teil der Menschheit beginnen können. Für den  Osmanen ist sie die Grundlage seines Umganges. (…)

  

14. Oktober 2009

Neid und die Angst vor Neid

Gespeichert unter: Eisvogel — Deep Roots @ 21:45

Übersetzt von Eisvogel um 18:51 am 23. Januar 2008

Originaltitel: The Secret to the Suicidal Liberal Mind
von Jack Wheeler für Freedom Research Foundation vom 21. Januar 2002

Vorwort von Deep Roots:

Als ich neulich in meinem Archiv wieder auf diesen Artikel gestoßen bin, dachte ich mir, daß er sich hier auch sehr gut machen würde. Er beschreibt treffend eine der Schwächen, die es überhaupt möglich gemacht haben, uns den Sack des Multikulturalismus, Globalismus, Kulturrelativismus und der Selbstverleugnung über den Kopf zu ziehen. Ich habe auch eine Auswahl der Kommentare aus „Acht der Schwerter“ angefügt.

Falls Eisvogel noch hin und wieder in Blogs wie diesen reinliest, möge sie bitte Bescheid geben, falls sie Einwände gegen diese Veröffentlichung hat. Hier nun der Artikel:

Zufällig habe ich beim Surfen einen interessanten englischsprachigen Artikel gefunden, der bereits sechs Jahre alt ist, aber dennoch meiner Ansicht nach heute so aktuell wie damals. Insbesondere scheint er mir wunderbar in die Diskussion um Jens Jessen und ähnliche Gestalten zu passen. Sicher gibt es einige, die Political Correctness und daraus folgende Islamisierung und Kulturzerstörung vorsätzlich vorantreiben, manche tun es möglicherweise auch unbewusst, und wahrscheinlich gibt es zwischen beiden Gruppen auch Überschneidungen.

Jack Wheeler untersucht das Phänomen (ich habe hier für das Wort “liberals” als Übersetzung “Gutmenschen” gewählt, weil es mir am besten zu passen scheint) aus einem anthropologischen Blickwinkel, genauer gesagt sieht er es als eine moderne Form der atavistischer Abwehr von schwarzer Magie und bösem Blick, als Spiel von Neid und Neidabwehr. Hier ist die Übersetzung seines Artikels:

Was haben Harvardpräsident Larry Summers, der Taliban John Walker, die Verantwortlichen bei Delta Airlines und die Herausgeber der New York Times mit Frauen vom Stamm der Yanomamo im Dschungel des Amazonasgebiets gemeinsam?

Die Antwort auf diese Frage liefert das Verständnis für die Wurzel der gutmenschlichen “weißen Schuld”. Ströme von Tinte sind in Zeitungen, Magazinen und Journalen dabei geflossen, über die bodenlose Schuld, welche die gutmenschliche Seele durchdringt, nachzusinnen und sie zu beklagen.

Paul Craig Roberts, Ökonom und Kolumnist, schreibt eloquent über den antiweißen Rassismus, der in amerikanischen Universitäten endemisch ist und der weiße Männer als den Ursprung allen Übels dämonisiert. Shelby Steele vom Hoover Institute führte kürzlich im Wall Street Journal aus, wie weiße Schuld rassistischen Gauklern wie zum Beispiel Cornel West Macht verschafft.

Der Selbsthass des weißen amerikanischen Gutmenschen ist so gesichert und gut dokumentiert wie Einsteins Relativitätstheorie. Ein typisches Beispiel ist zum Beispiel die Schriftstellerin Susan Sontag, die die weiße Rasse “als Krebsgeschwür der Menschheitsgeschichte” diffamiert.

Rassenhass gegen die eigene Rasse – Autorassismus – wurde zum bestimmenden Charakteristikum der gutmenschlichen Geisteshaltung. Und doch bleibt die Quelle dieser selbstmörderischen Schuld ein Geheimnis.

Klar zu verstehen, was Gutmenschen davon abhält, ihre Kultur zu verteidigen, ist heute überlebensnotwendig – ein absolutes Muss, wenn Amerika vor islamischen Terroristen und anderem Volk, das seinen Untergang wünscht, bewahrt und geschützt werden soll.

Ausbeutung und schwarze Magie

Um das zu verstehen, müssen wir an den Amazonas reisen. Bei den Yanomami und anderen Stämmen tief in den Regenwäldern des Amazonas, die immer noch den archaischen Lebensstil der Jäger und Sammler unserer Vorfahren aus der Altsteinzeit pflegen, ist es ein allgemein anerkannter Brauch, dass eine Frau, nachdem sie ein Kind zur Welt gebracht hat, tränenreich verkündet, ihr Kind sei hässlich.

In einer lauten, selbsterniedrigenden Klage, die der ganze Stamm hören kann, fragt sie, warum die Götter sie mit einem so erbärmlich abstoßenden Kind verflucht haben. Sie tut das, um die neidische schwarze Magie des bösen Blicks, des Mal Ojo, zu bannen, die sie und ihre Stammes-mitglieder treffen würde, wenn bekannt wäre, dass sie glücklich über ihr wunderschönes Baby ist.

Anthropologen beobachten in den meisten primitiven und traditionellen Kulturen, dass “jedes Individuum in der ständigen Angst vor der magischen Aggression anderer lebt … es gibt nur eine Erklärung für unvorhersehbare Ereignisse: die neidische schwarze Magie eines anderen Dorfmitglieds.”

Denken Sie einen Augenblick über das Ausmaß nach, zu dem Stammesmitglieder in einer “primitiven” Stammeskultur ihr Leben mit Aberglauben, Hexerei, Voodoo, “schwarzer Magie” und dem “bösen Blick” ausfüllen. Für sie besteht die Welt daraus, Dämonen, Kräfte, Geister und Götter zu zähmen, die alle böswillig und gefährlich – in einem Wort: neidisch – sind.

Ein Großteil, wenn nicht die Mehrheit der traditionellen Stammeskulturen, sei es am Amazonas, in Afrika oder auf den pazifischen Inseln, kennt das Konzept des natürlichen Todes nicht. Tod ist immer Mord.

Für die Shuara Jivaro aus dem östlichen Amazonasgebiet, die der erste Stamm waren, mit dem ich gelebt habe, gibt es drei Möglichkeiten, zu sterben: tatsächlicher Mord (wie zum Beispiel durch einen Speer im Bauch); Dämonenmord (Unfalltod, wie zum Beispiel durch einen umfallenden Baum während eines Sturms oder durch einen Schlangenbiss, was die Jivaros als die Tat eines Dämonen ansehen); oder Mord durch Zauberei (Tod durch Krankheit oder aus unerklärlichen Gründen, ausgeführt von einem neidischen Zauberer).

Die Jivaro, wie auch die Tiv in Nigeria, die Aritama in Kolumbien, die Dobua in Mikronesien, die Navaho im Südwesten der USA und Stämme ganz allgemein, schreiben Krankheit oder Unglück der neidischen schwarzen Magie eines persönlichen Feindes zu.

Neid ist die Quelle für den Glauben der traditionellen Kulturen an schwarze Magie, die Furcht vor dem neidischen bösen Blick.

Die grundlegende Ursache dafür, dass gewisse Kulturen statisch bleiben und sich nie weiter-entwickeln (zum Beispiel Dörfer in Ägypten und Indien, die über Jahrtausende hinweg bis heute ungefähr gleich geblieben sind) ist das überwältigende Ausmaß, in dem die Menschen dieser Kulturen von Neid und Neidvermeidung beherrscht sind: Anthropologen nennen das die Neidbarriere.

Die Mambwe in Sambia zum Beispiel betrachten “erfolgreiche Menschen als düster, übernatürlich und gefährlich.” In mexikanischen Dörfern “bestimmt die Furcht vor dem Neid anderer Leute jedes Alltagsdetail und jedes Vorhaben.”

Die Einwohner eines hispanischen “Ghettos” in Colorado “setzen Erfolg mit Verrat an der Gruppe gleich; wer sich gesellschaftlich und wirtschaftlich nach oben arbeitet, wird als ‘ein Mann betrachtet, der sich an die Anglos verkauft’ hat, als jemand, ‘der auf dem Rücken seines eigenen Volkes nach oben geklettert ist.’”

Es ist die ultimative Ironie moderner Zeiten, dass linke Intellektuelle des marxistischen Typus sich selbst für die progressive Avantgarde des aufgeklärten zeitgenössischen Denkens halten – wobei in Wirklichkeit ihre Denkweise nichts als Atavismus ist, die Rückentwicklung zu einer primitiven Stammesmentalität. Was die Linke “Ausbeutung” nennt, nennen Anthropologen “schwarze Magie”.

Der Soziologe Helmut Schoeck (der auch die oben erwähnten anthropologischen Beobachtungen zusammengetragen hat) fasst in seinem bahnbrechenden Werk “Envy: A Theory of Human Behavior” zusammen:

Eine selbstmitleidige Neigung, über die Überlegenheit oder Vorteile anderer nachzusinnen, kombiniert mit einem vagen Glauben daran, er sei die Ursache für die eigene Entbehrung, findet sich auch unter gebildeten Mitgliedern unserer modernen Gesellschaften, die es eigentlich besser wissen müssten. Der Glaube der primitiven Völker an schwarze Magie unterscheidet sich nur wenig von modernen Ideen. Während der Sozialist sich vom Arbeitgeber ausgeraubt sieht oder der Politiker in einem Entwicklungsland sich von den Industrieländern ausgeraubt sieht, sieht sich der primitive Mensch von seinem Nachbarn ausgeraubt, und zwar dadurch, dass es dem letzteren geglückt ist, mittels schwarzer Magie einen Teil der Ernte des ersteren auf sein eigenes Feld zu zaubern.

Der primitive Atavismus linker Binsenweisheiten wie “die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer” illustriert am besten das Argument, dass man nur auf Kosten anderer gesund sein kann. Dass man, um eine gute Gesundheit zu haben und vor Energie und Vitalität zu strotzen, jemand anderen krank machen oder zu schwacher Gesundheit bringen muss – gerade so wie man, um reich zu sein, andere arm machen muss.

Die Gesunden sind gesund, weil sie unrechtmäßig die Kranken ausgebeutet und ausgesaugt haben, indem sie den gerechten Gesundheitsanteil des Kranken mit Hilfe von schwarzer Magie an sich gezogen haben. Also sind die Kranken krank, weil die Gesunden gesund sind. Wenn das absurd ist, dann ist es gleichermaßen absurd, dass die Armen arm sind, weil sie von den Reichen ausgebeutet wurden.

Die Angst vor dem Neid

Die Begünstigung der Neidischen und die Einschüchterung derer, die vor ihnen Angst haben, war und ist der Weg zur Macht aller modernen Demagogen, von Lenin und Hitler bis zu Jasir Arafat und Osama bin Laden.

Die drei großen politischen Pathologien des 20. Jahrhunderts sind alles Neidreligionen: Nationalsozialismus, der den Rassenneid gegenüber “den reichen, ausbeuterischen Juden” predigt; Kommunismus, der den Klassenneid gegenüber “der reichen, ausbeuterischen Bourgeoisie” predigt; und Moslemterrorismus, der den Kulturneid gegenüber “dem reichen, ausbeuterischen Westen” predigt.

Neid schüren war und ist stets die zugrundeliegende Strategie aller Varianten der politischen Linken, wie zum Beispiel auch der [amerikanischen] Demokratischen Partei. Was eine Frau vom Stamm der Yanomami “schwarze Magie” und ein marxistischer Harvardprofessor “Ausbeutung” nennt, nennt Tom Daschle “Steuerersparnis für die Reichen.”

Und hier erkennen wir auch die geheime Furcht an der Quelle des selbstmörderischen gutmenschlichen Denkens. Es ist der Neid, der einen Nazi, einen Kommunisten oder einen Terroristen ausmacht. Es ist die Angst vor dem Neid, die einen Gutmenschen ausmacht und die die Quelle seiner “Schuld” ist.

Das kann man am einfachsten an den Kindern wohlhabender Eltern erkennen. Erfolgreiche Geschäftsleute zum Beispiel, die ihren Wohlstand selbst erarbeitet haben, haben normalerweise einen gewissen Respekt für ihre eigenen Anstrengungen und das Wirtschaftssystem, das Erfolg ermöglicht.

Ihre Kinder, die nicht dafür arbeiten mussten, sind einfachere Zielscheiben für die Schuldeinredereien der Neidischen. Somit nehmen sie eine Haltung gutmenschlichen Mitgefühls als Neidabwehrschild ein: “Bitte beneidet mich nicht wegen des Geldes meines Vaters – schaut doch all die linken Anliegen und sozialen Regierungsprogramme an, die ich unterstütze!”

Teddy Kennedy ist der Archetypus dieses Phänomens.

Das ist auch der Grund, warum Hollywood so gutmenschlich ist. Die riesigen Geldmassen, die Filmstars verdienen, stehen in einem so groben Missverhältnis zu dem Aufwand, der dafür notwendig ist, dass sie das Gefühl haben, es wäre unverdient. Und deshalb entschuldigen sie sich dafür. Die Strategie der Gutmenschen ist es, sich für ihren Erfolg zu entschuldigen, um die Neidischen zu besänftigen.

Gutmenschentum ist damit keine politische Ideologie oder ein Glaubenskonzept. Es ist ein Neidabwehrschild, eine psychologische Strategie zur Vermeidung, beneidet zu werden.

Ein definitives Charakteristikum sowohl von Neid als auch von Neidangst ist Masochismus. Neid ist nicht nur Hass gegenüber jemanden, der etwas hat, was man selber nicht hat – er ist die Bereitschaft, in masochistischer Weise jegliche Chance darauf, dieses Etwas jemals zu bekommen, aufzugeben, solange es nur die Person, auf die man neidisch ist, auch nicht hat.

Vergleichbar wird man je mehr man fürchtet, beneidet zu werden, in masochistische Selbstdemütigung und Versuche zum Neidappeasement getrieben.

Der Masochismus der Gutmenschen

Man kann die Leidenschaften der Linken als masochistische Verrücktheiten sehen. Was könnte idiotischer und masochistischer sein als gegen einen Raketenabwehrschild zu sein? Diese Opposition ist unverständlich, wenn man sich nicht von Rhetorik und rationalen Erklärungen frei macht und erkennt, dass dieses Volk in seinem emotionalen Kern nicht möchte, dass das Land verteidigt wird.

Der Irrsinn des Schwindels “Globale Erwärmung” kann nicht anders verstanden werden, als dass seine masochistischen Befürworter nicht wollen, dass ihre Zivilisation floriert. Die kulturzerstörende Einwanderungspolitik, vor der Pat Buchanan warnt, sie würde “den Tod des Westens” bedeuten, wurde von denjenigen eingeführt, die nicht wollen, dass ihre Kultur überlebt.

Die Tödlichkeit gutmenschlichen Neidappeasements ist, dass persönlich empfundene Schuldgefühle auf die verschiedenen Gesellschafts- oder Stammeskollektive projiziert werden, denen der Gutmensch angehört und die Teil seines Selbstbildes sind. Selbsthass wird zu Hass auf die eigene Gesellschaft oder Rasse transformiert.

Weiße männliche Gutmenschen werden zu Autorassisten und Autosexisten: rassistsisch gegen ihre eigene Rasse und sexistisch gegen ihr eigenes Geschlecht. Billige Demagogen wie ökofaschistische Umweltbewegte, Feminazis, Tier- und Homosexuellenrechtler, penetrante Rassenbewegte wie Jesse Jackson und Al Sharpton beziehen all ihre Stärke aus der Angst der Gutmenschen vor dem bösen Blick.

Gerade so wie die Frau aus dem Stamm im Amazonasgebiet sagt, ihr Baby sei hässlich, sagt der weiße männliche Gutmensch, sein Geschlecht, seine Rasse, sein Land, seine Zivilisation oder sogar seine ganze Spezies sei hässlich.

Ich begann, zu erkennen, wie das gutmenschliche Neidappeasement als Wurzel des Problems wirkt, als ich in den 1980er Jahren in Colleges über antisowjetische Widerstandsbewegungen in sowjetischen Kolonien wie Nicaragua, Angola, Mozambique und Afghanistan lehrte.

Die Studenten fingen ständig damit an, die Diskussion vom Sowjetimperialismus wegzulenken und zu der Feststellung einer moralischen Äquivalenz zwischen den USA und der UdSSR zu gelangen: “Wie können wir die Sowjets kritisieren, wenn wir genauso schlecht sind? Was ist damit, was wir den Indianern angetan haben?” wurde ich gefragt.

“Ich habe den Indianern nichts angetan,” antwortete ich. “Was haben Sie ihnen angetan?”

“Aber wir haben ihr Land gestohlen!”

“Ok. Geben wir es ihnen zurück. Fangen wir am besten bei Ihrem Eigentum an. Welchem Stamm möchten Sie das Haus und Grundstück Ihrer Familie überlassen? Welcher Stamm bekommt Ihre Stereoanlage?”

Einmal konnte ich die Unterbrechungen eines ganz besonders lauten und bockigen linken Studenten nicht mehr ertragen. Ich verlor die Geduld und sagte zu ihm: “Sieh mal, Junge, wenn du auf Masochismus stehst, dann such dir eine Nutte mit langen schwarzen Haaren, die in Peitschen und Ketten macht, und lass dir von ihr die Scheiße aus dem Leib prügeln. Aber übertrag das bitteschön nicht auf dein Land.”

Neid zurückweisen

Die Zukunft unserer Wirtschaft, unserer Kultur und Zivilisation hängt von einem Gegenmittel gegen die zersetzenden gesellschaftlichen Gifte von Neid und Neidappeasement ab. Das Gegenmittel wurde erstmals von Aristoteles im 4.Jahrhundert vor Christus vorgestellt.

Das Gegenmittel zu Neid ist Nachahmung.

In “Rhetorik” (ca. 350 v.Chr.) unterscheidet Aristoteles zwischen zwei Dingen:

Zelos, die Nachahmung, ist eine gute Sache und charakteristisch für gute Menschen, während phthonos, der Neid, schlecht und charakteristisch für schlechte Menschen ist; denn das erstere ist durch Nachahmung eine Anstrengung, etwas Gutes für sich selbst zu erreichen, während das letztere bedeutet, durch Neid den Nachbarn daran zu hindern, es zu haben (”Rhetorik 2.10.1)

Aristoteles beschwört damit das alte Wissen seines Vorgängers Hesiod aus dem 8. vorchristlichen Jahrhundert herauf:

Es gibt nicht nur eine Art von Eris (Zwist), sondern überall auf Erden zwei. Eine führt schlechten Krieg und Schlachten und Grausamkeit herbei. Die andere ist die ältere Tochter der dunklen Nacht und sie ist viel wohlwollender gegenüber den Menschen. Sie treibt auch die Trägen zur Mühe an. Denn ein Mann wird erpicht darauf werden, zu arbeiten, wenn er sieht, wie sein reicher Nachbar eilig pflügt und pflanzt und sein Haus in guter Ordnung hält. So sieht der Nachbar am Nachbarn, wie man dem Wohlstand nacheifert. Dieser Zwist ist heilsam für den Menschen (”Works and Days” 11-24)

Aristoteles schließt daraus:

“Während phthonos, der Neid, zu kritisieren ist, weil er bestrebt ist, anderen Schaden zuzufügen, ist Nachahmung zu preisen, weil sie einen Menschen dazu ermutigt, aus eigenem Verdienst heraus Exzellenz zu erreichen. (”Rhetoric,” 2.11.1)

Angst vor dem Neid ist in der menschlichen Psyche sehr tief eingegraben. Sie kann eine Kultur über Tausende von Jahren hinweg von der Weiterentwicklung abhalten. Nur eine jugendliche Kultur voller Elan und Selbstvertrauen kann sie abschütteln, was diese Kultur dann florieren lässt. Der Weg zum kulturellen Ruin liegt in der Angst vor dem Neid, der sich aus unseren uranfänglichen Tiefen speist.

Amerika hatte einst diese Jugendlichkeit, diesen Elan, dieses Selbstvertrauen, was im großartigsten Einzelereignis der Menschheit kulminierte – darin, einen Mann auf den Mond zu bringen.

Nach dem dreifachen Debakel von Vietnam, Watergate und Jimmy Carter baute Ronald Reagan Amerikas Selbstvertrauen wieder auf, was zu Amerikas Sieg im Kalten Krieg führte.

Aber Amerika kam ein weiteres Mal vom Weg ab, als es sich auf die kulturelle Schwelgerei einließ, die von den Clintons symbolisiert wird. Amerikas Antwort auf die Ungeheuerlichkeit des 11. Septembers brachte den überwältigenden Beweis, dass seine Vitalitäts- und Selbstvertrauensreserven noch im Überfluss vorhanden sind.

Und doch sind diese Reserven aufgezehrt. Amerikas höchste Eliteuniversitäten sind zu faschistischen Jauchegruben des Neidappeasements degeneriert. Ihr Überleben liegt nur noch an der Trägheit ihres Prestiges. Delta und andere Fluglinien gefährden die Sicherheit ihrer Passagiere, indem sie Zufallskontrollen machen anstatt rassische Rasterkontrollen bei arabischen und anderen moslemischen Männern.

In der Tat ist das ganze Phänomen der Political Correctness – vielleicht am besten beispielhaft durch die Leitartikel der New York Times dargestellt – nichts weiter als eine großangelegte Übung in Neidappeasement.

Eine der positivsten Folgen des 11. September war, dass er das amerikanische Volk zornig genug gemacht hat, den Neid zurückzuweisen. Sie konnten sich wieder weniger darum scheren, ob die Moslems oder die Franzosen oder wer auch immer neidisch auf sie ist. Diese Zurückweisung muss nun auch die Neidschürer und Neidappeaser in Amerika selbst treffen.

Den Neid zurückweisen ist der Schlüssel dazu, “den Tod des Westens” zu verhindern, der Schlüssel für Amerikas weitergehendes Wohlergehen. Ich schlage vor, dass diese Zurückweisung mit Ihnen anfängt.

Angst vor dem bösen Blick ist das einzige, was dem bösen Blick seine Macht verleiht. Ohne Angst vor ihm ist der böse Blick machtlos. Also: Wenn sich das nächste Mal der böse Blick auf Sie richtet und von Ihnen fordert, sich für Ihre Existenz zu entschuldigen, dann sollten Sie vorschlagen, dass sich die Forderer selbst mit Sadomaso-Spielchen befassen und Sie dabei rauslassen sollten.

Kommentare aus „Acht der Schwerter“:

  • 1) Kommentar von gubbelgobbel

Ein sehr lesenswerter Artikel – danke für die Übersetzung!

Wheeler weist zu Recht auf einen zentralen Aspekt der sozialistischen Weltanschauung hin: Der Glaube, ein Gewinn an Lebensqualität auf der einen Seite könne nur im Austausch gegen Verlust derselben auf der anderen entstehen, die Summe menschlichen Wohlergehens sei mithin sozusagen konstant.

Kaum jemand weiß, daß die Grünen noch in 80ern die Verbreitung der Computer bekämpften, in denen sie Arbeitsplatzzerstörer und Instrumente staatlichen Kontrollwahns sahen. Moderne Methoden zur effizienten Agrarwirtschaft werden diffamiert und stattdessen mutwillige Mangelwirtschaft proklamiert, vielversprechende Forschungszweige wie die Gentechnik und die Kerntechnik werden gänzlich abgelehnt. Warum?

Weil es der Linken immer nur darum ging, wie der vorhandene Kuchen “gerechter” zu verteilen sei. Daß man diesen Kuchen auch größer machen kann, und daß im Zuge dessen sogar jeder von uns mehr abbekommt, wenn der Verteilungsschlüssel gleich bleibt, scheint in ihrem Denken gar nicht vorzukommen. Wie sonst ist es zu erklären, daß die Linke inzwischen weltweit mit Hingabe die Grundlage unserer Zivilisation schlechthin, die Versorgung mit günstiger elektrischer Energie, angreift?

Jedem Idioten müßte eigentlich klar sein, daß unser Lebensstandard auf der Produktivität unserer mit elektrischem Strom betriebenen Maschinen basiert, die für uns Autos und Straßen bauen, Äcker umpflügen, Getreide ernten, Lebensmittel herstellen, unsere Wohnung heizen, den Winter erleuchten, kurz: All das für uns tun, was früher Menschen tun mußten. Noch vor zweihundert Jahren, vor der Erfindung der automatischen Webstühle, mußte für ein Hemd ein halber Monatslohn eines durchschnittlichen Bürgers hingeblättert werden. Heute fast ausgestorbene Berufe wie Schneider oder Schuster existierten nur deshalb, weil man nicht einfach neue Schuhe oder Kleider kaufen konnte, wenn die alten hinüber waren.

Vor diesem Hintergrund eine rabiate Senkung des Energieverbrauchs der Industriestaaten zu fordern, kommt dem organisierten Rückschritt ins Mittelalter gleich. Und gleichzeitig die Forschung an Techniken wie der Kernfusion und der Kernspaltung zu sabotieren und zu torpedieren, die das Potenzial in sich tragen, die Energieprobleme der Menschheit ein für allemal zu lösen, ist mehr noch als das, es ist Verrat an der gesamten Menschheit, zumindest an dem Teil, der nicht auf den Bäumen oder in Höhlen leben möchte, wie das offenbar ein nicht geringer Teil der Grünen bevorzugt.

Das Weltbild der Linken ist durchzogen von einer geradezu religiösen Verehrung des Verzichts. Während die Grünen und Ökobewegten von den (naturgemäß schwammig definierten) Entitäten Mensch und Natur als Gegenspieler ausgehen, wobei Komfort-vorteile für den Menschen unweigerlich in Nachteilen für die “Natur” resultieren müssen, sieht die traditionelle sozialistische Linke den ewigen Klassenkampf zwischen Arm und Reich, Besitzlosen und Besitzenden, Unterdrückten und Unterdrückern. Jeder Zugewinn an Wohlstand auf Seiten der “Reichen” muß in diesem Weltbild mit einem Verlust für die “Armen” verbunden sein, auch wenn man ihn nicht immer benennen kann. In der Synthese dieser beiden zutiefst misanthropischen Dogmen führen die “Bösen”, die Reichen, die Konzerne, die Naturzerstörer, die Ressourcenabbauer, die Konsumenten, einen erbarmungslosen Krieg gegen die “Guten”, die Naturvölker, die Entrechteten, die “Natur” an sich und alle, die vermeintlich “im Einklang mit ihr” leben.

In dieser Weltsicht ist all das, was Zivilisation, Fortschritt, Lebensqualität, Freiheit ausmacht, zu verdammungswerten Vorboten der bevorstehenden Apokalypse geworden: “Im Einklang mit der Natur” leben, womit unter anderem gemeint ist, ein kurzes, entbehrungsreiches, von mitunter inhumanen archaischen Riten dominiertes Leben voller schwerer körperlicher Arbeit, unzureichender medizinischer Versorgung, Mangelernährung und ständiger Ressourcenknappheit zu führen, gilt als vorbildhaft, als Tugend, als “naturverbunden”. Den Sozialisten imponiert die vermeintliche Gleichheit in den Sozialstrukturen der Naturvölker, die doch bei näherer Betrachtung keine ist: Vielmehr werden gerade dort nicht selten Hierarchien mit einer für uns unglaublichen Härte durchgesetzt und bestimmen sämtliche Lebensbereiche. Es erscheint aber aus unserer Sicht so, als seien alle Individuen in einem Stamm eines Naturvolkes gleich, weil selbst die Höchsten in der Hierarchie verglichen mit den Niedrigsten in unserer Hierarchie so gut wie besitzlos sind. Schließlich kann in Deutschland selbst ein arbeitsloser Sozialhilfeempfänger eine lebensbedrohliche Lungenentzündung mit sündhaft teuren, lebensrettenden Antibiotika behandeln lassen – eine Option, die dem Häuptling eines Volkes, das dem linken Ideal eines “naturverbundenen Lebens” nahe kommt, keineswegs offensteht.

Dabei verstehen die Sozialisten nicht, daß in einer Gesellschaft, die einen absolut höheren Lebensstandard kennt, auch größere Unterschiede existieren müssen. Das ergibt sich schon rein mathematisch: Je höher das Maximum einer Verteilung, desto größer kann auch die Schwankungsbreite sein. In der linken Weltsicht jedoch ist eine Gesellschaft, in der alle gleichermaßen wenig haben, zu bevorzugen gegenüber einer anderen, in der die meisten viel, wenige aber noch viel mehr besitzen. Das ist in gewissem Maße menschlich, aber es ist zutiefst irrational. Wäre es sinnvoll, eine Gehaltserhöhung für mich abzulehnen, wenn sie für meinen Chef gleichzeitig mit einer Verzehnfachung verbunden ist? So offengelegt würde das jeder verneinen, aber tatsächlich müßte die Antwort eines konsequenten Linken zustimmend ausfallen.

Man denke nur an die in Deutschland übliche relative Armutsdefinition: Wenn ich “Arme” als die Menge derjenigen definiere, die mehr als 40% unter dem Durchschnittseinkommen der Bevölkerung liegen, dann ist sichergestellt, daß es auch dann noch “Arme” geben wird, wenn das Durchschnittseinkommen bei zehn Millionen Euro im Jahr liegt. Würde man eine in Entwicklungsländern gängige Definition wie “Kein Zugang zu sauberem Trinkwasser” zugrundelegen, würden die Armen in Deutschland auf wenige Individuen zusammenschrumpfen.

Die in Intellektuellenkreisen inzwischen gängige Leugnung der fundamentalen Bedeutung des maßgeblich weißen Männern zu verdankenden technischen Fortschritts, der das erste Mal in der Menschheitsgeschichte nicht nur einer kleinen Elite Zugang zu gehobenem Lebensstandard ermöglicht, ist insofern eine zwingende Konsequenz aus dem Gleichheitsdogma: Ich kann nicht archaische, rohe, weitgehend untechnisierte Gesellschaften auf die gleiche Stufe wie die westliche Zivilisation (oder sogar darüber) stellen, ohne gleichzeitig all das, was letztere ersteren überlegen erscheinen läßt, zu degradieren, um die Unterschiede zu nivellieren. Aus einer Falschaussage kann ich alles folgern. Wer bereits voraussetzt, daß es keine objektiven Unterschiede zwischen der Leistungsfähigkeit und dem Entwicklungsstand von Kulturen, Völkern, Rassen geben kann, der kann vorhandene Unterschiede nicht mehr bewerten.

Und wer wie viele Naturvölker an eine Art “mystischen Ausgleich” glaubt, der muß zu dem Schluß kommen, daß all die Schönheit, Vollkommenheit, Organisiertheit, Freiheit und Friedfertigkeit der westlichen Zivilisation ursächlich ist für all das Hässliche, Unvollkommene, Chaotische, Unfreie und Kriegerische, was in so vielen anderen Teilen der Welt dominiert. Wie sollte es auch anders sein? Denn schließlich sind es doch im Weltbild der Linken die gleichen Menschen, die in Darfur wie in Tokio leben. Wenn es aber die gleichen Menschen sind und die Zustände sich doch so unterscheiden, dann muß es etwas geben, was für die offensichtlichen Unterschiede verantwortlich ist. Auf diese Weise entstand die These, daß der Westen auf Kosten der Entwicklungsländer leben würde.

Und das ist tragisch. Es ist tragisch, weil diese Ideologie den Masseneinstrom von Immigranten aus der Dritten Welt in die Erste Welt rechtfertigen soll, als ausgleichende Gerechtigkeit, um wenigstens einen Teil der Entrechteten an unserem Wohlstand teilhaben zu lassen. Aber die Menschen der Ersten sind anders als die der Dritten Welt. Ihr Reichtum ist nicht vom Himmel gefallen. Und in dem Maße, in dem sich die Bevölkerungsstruktur des Westens derjenigen der Dritte-Welt-Länder annähert, verblassen diese Unterschiede. Und mit ihnen verblaßt die großartige, einmalige und wunderbare Zivilisation, die nach den Sternen griff, während anderswo auf dem Planeten noch Menschen enthauptet wurden, um die bösen Geister entweichen zu lassen. Alles wird eingeebnet, und schließlich könnten die Sozialisten ihr Ziel erreichen – ihr Ziel einer Weltgemeinschaft, die letztendlich jene Völker absorbiert und aufgelöst hat, deren einziges Verbrechen darin bestand, anders zu sein als so viele andere: Blonder, intelligenter, größer, erfolgreicher. Freie Bahn für den schwarzhaarigen, braunäugigen, 1,72m großen IQ-90-Welt-Durchschnittsmenschen, der Mitglied der Eine-Welt-Partei ist und in der Eine-Welt-Regierung arbeitet.

Natürlich wird das nicht passieren. Die Erfahrung aus Ländern mit sehr heterogener Bevölkerungsstruktur wie Brasilien lehrt, daß dort der Tribalismus erst richtig auflebt und aufblüht. Und die dekadente, lustvolle Zelebrierung der eigenen vermeintlichen Minderwertigkeit wird sich sehr schnell auflösen, wenn durch eine Abnahme der Talentdichte der Bevölkerung der allgemeine Wohlstand schwindet. Aber all das wird unsere Weltverbesserer nicht daran hindern, ihr Treiben fortzusetzen, bis in den eigenen Untergang.

Wenn der letzte der Weißen von dieser Welt verschwindet, wird es den Entwicklungsländern keinen Deut besser gehen; das Gegenteil wird geschehen. Aber sollte dieser Fall eintreten, wird man dort längst einen neuen “Wohlstands-Absauger” ausgemacht haben: Die Asiaten nämlich.

  • 2) Kommentar von Bokito

Was mir persönlich am besten gefallen hat, ist der letzte Absatz:
“Angst vor dem bösen Blick ist das einzige, was dem bösen Blick seine Macht verleiht. Ohne Angst vor ihm ist der böse Blick machtlos. Also: Wenn sich das nächste Mal der böse Blick auf Sie richtet und von Ihnen fordert, sich für Ihre Existenz zu entschuldigen, dann sollten Sie vorschlagen, dass sich die Forderer selbst mit Sadomaso-Spielchen befassen und Sie dabei rauslassen sollten.”

Yoh, Ja und sowas von Ja: hören wir doch erstmal auf damit, uns dafür zu entschuldigen, was wir sind!

Gerade auf die aktuelle Diskussion mit dem Islam bezogen: wir müssen uns GANZ BESONDERS gegenüber dem Islam für GARNICHTS entschuldigen!
Imperialismus, Sklaverei, Raubkriege? .. das hat alles der Islam auch auf dem Kerbholz. Bloß, weil europäische Staaten so eine Scheiße auch gebaut haben, heißt das niemals, daß gerade der Islam in irgendeiner Weise besser wäre als wir Europäer.

..eher entschuldige ich mich bei den Byzantinern für die Zerstörung ihrer Hauptstadt im Jahr 1204!

  • 3) Kommentar von Friedel B.

Danke, lieber Eisvogel, für die hervorragende Übersetzung des äußerst lesenswerten Artikels von Jack Wheeler. Danke auch Ihnen, GubbelGobbel, für Ihre ausführlichen Anmerkungen und weiterführenden Überlegungen dazu. Schön, daß Sie wieder dabei sind! Ich habe Ihre Ausführungen wie immer mit großer Begeisterung und völliger Zustimmung zur Kenntnis genommen; Ihre Beiträge sind hinsichtlich Inhalt und Form nach meiner Ansicht qualitativ höherwertiger als so mancher Artikel, den ich beispielsweise im “Rheinischen Merkur” lese (von anderen Periodika ganz zu schweigen).

Zur Verdeutlichung lediglich eine Anmerkung (Sie wissen das sicherlich mindestens ebenso gut wie ich): Sie sagen:

“Im Einklang mit der Natur” leben, womit unter anderem gemeint ist, ein kurzes, entbehrungsreiches, von mitunter inhumanen archaischen Riten dominiertes Leben voller schwerer körperlicher Arbeit, unzureichender medizinischer Versorgung, Mangelernährung und ständiger Ressourcenknappheit zu führen, gilt als vorbildhaft, als Tugend, als “naturverbunden”.

Das ist natürlich lediglich eine verbale Bekundung; tatsächlich trifft man Grüne und Sozialismusbewegte nur äußerst selten unter denjenigen an, die sich zumindest vorübergehend der im Zitat beschriebenen Lebensweise unterwerfen. Auf meinen vielen Wanderungen (etwa 1500 km pro Jahr) bei jedem Wetter mit den dazugehörigen Übernachtungen unter einfachsten Bedingungen treffe ich merkwürdigerweise wesentlich mehr Menschen, die ich hinsichtlich ihrer Einstellung weit eher als konservativ denn als grün oder sozialistisch einstufen würde. So viel ich weiß, bestätigen auch sozialwissenschaftliche Untersuchungen, daß der Anteil von Familien, die mehr als ein Auto besitzen sowie der Anteil derjenigen, die ein mehr als mittelgroßes Kraftfahrzeug ihr Eigen nennen, unter den Anhängern und Wählern der Grünen am höchsten ist. Bekanntlich heißt die “Partei der Besserverdienenden”, also derjenigen, die vom naturwissenschaftlich-technisch bedingten industriellen Produktionszuwachs besonders profitieren, schon lange nicht mehr “F.D.P.”, sondern “Die Grünen”. Auffallend ist weiterhin, daß sich die Grünen offenbar besonders gern in Großstädten oder an ihren vornehmen Rändern, also in absolut künstlichen und besonders energieaufwendigen Regionen, aufhalten und im ländlichen Raum (beispielsweise in dem kleinen Dorf in Nordfriesland, in dem ich lebe) ausgesprochene Exoten sind. Die Diskrepanz zwischen dem, was sie predigen und dem, was sie vorleben, ist bei den Grünen oft noch krasser als es das bekannte Klischee des zum Zölibat verpflichteten Priesters, der es mit seiner Haushälterin treibt, illustriert.

Noch etwas Anekdotisches zum Neid und zur Angst vor ihm: In der Institution des Diakonischen Werks der Evangelischen Kirche, in der ich mein Berufsleben verbracht habe, wurden Gehaltsabrechnungen in beiderseits geschwärzten Umschlägen wie geheime Kommandosachen verteilt und behandelt. Ein Großteil der Tätigkeit der Mitarbeitervertretung bestand darin, sich mit Beschwerden gegenüber Höhergruppierungen anderer Mitarbeiter aufgrund besonderer Leistungen zu befassen. Mein Argument, daß man sich als guter Christ doch darüber freuen solle, wenn es einem anderen besser geht als uns selbst, wurde selbstverständlich als Witz aufgefaßt. All das erinnert an ein russisches Märchen, das etwa so lautet: Ein Bauer besitzt eine Kuh und ärgert sich schwarz über seinen Nachbarn, der zwei davon auf der Weide hat. Eines Tages erscheint die gute Fee, dieses Mal mit nur einem freien Wunsch, und was wünscht sich unser Bauer? Nicht etwa auch eine zweite Kuh, sondern er knurrt: “Ich will, daß meinem Nachbarn eine Kuh verreckt!”

  • 4) Kommentar von Eisvogel

@gubbelgobbel: Ich kann Friedel da nur voll und ganz zustimmen. Deine Kommentare – wie auch dieser hier – sind dermaßen fundiert und gut, dass das Dumme daran ist: Man kann nichts mehr dazu sagen … außer: Du sprichst mir aus der Seele. Ich bin Dir sehr dankbar dafür.

@Friedel B.: Vielen Dank für die Ergänzung. Es ist natürlich abslolut richtig, dass die Umweltbewegten und Klimaretter im allgemeinen Kulturpflänzchen par excellence sind, die sich vor dem “einfachen” Leben fürchten würden, wenn es ihnen nur nahekäme. Ihr Naturbewusstsein beschränkt sich auf das Kaufen sündteurer verschrumpelter Äpfel im Naturkostladen und ökologisch abbaubaren Putzmitteln anstatt Meister Proper.

Hier “unten” im Südwesten gibt es aber noch eine winzige Minderheit von politisch schwarz-grünen stockkonservativen Ökobauern, die gemäß den Mondphasen pflanzen und merkwürdige Erfindungen bezüglich Jauchegruben tätigen. Denen nehme ich das Grünwählen dann eher ab, sie fühlen sich aber unwohl dabei und schwanken schwer zwischen CDU/Republikanern und Grün. Die Claudia-Roth-Partei weiß aber von denen vermutlich nichts, pflegt sie nicht und wäre wohl entsetzt über sie. So ist das nicht gemeint mit der Weltrettung.

Mein Argument, dass man sich als guter Christ doch darüber freuen solle, wenn es einem anderen besser geht als uns selbst, wurde selbstverständlich als Witz aufgefasst.

Das kann ich mir gut vorstellen. Dabei ist es gar kein Witz, sondern genaugenommen das 9./10. Gebot.

Vielleicht ist ja das Neidverbot tatsächlich etwas, was Kulturvölker im Gegensatz zu Naturvölkern entdeckt haben und was sie voneinander unterscheidet?

Wie auch die alten Griechen, die Wheeler erwähnt, haben auch die alten Israeliten eines geschaffen. Es wird nicht nur verboten, dem Nächsten das Eigentum wegzunehmen oder kaputtzumachen, sondern es wird auch angeraten, es erst gar nicht zu begehren (ohne aktiv zu werden).

Das ist ein rein ethisches Gebot, das naturgemäß in einem Strafgesetzbuch keinen Platz finden kann, weil man es nicht sieht, was jemand begehrt. Daran erkennt man, dass die 10 Gebote kein Strafrecht darstellen können (sondern ein zusätzliches weltliches erfordern) – ganz im Gegensatz zur Scharia, in der ein solches Verbot undenkbar wäre. Deshalb kann die Scharia mit dem weltlichen Gesetz konkurrieren – die 10 Gebote hingegen können es nicht.

  • 5) Kommentar von gubbelgobbel

@Friedel B.

Ich glaube, gerade Naturliebhaber (nicht solche, die sich dafür halten, weil sie grün wählen, Ökostrom kaufen und einen Hybridwagen fahren) wissen aus eigener Erfahrung, daß die Natur weder gut noch böse ist – sie “ist” einfach. Ein grüner Wald im Sommer ist genauso natürlich wie parasitäre Würmer des Amazonas, die Gänge durch die Haut ihrer Opfer bohren. Ich bin selbst begeisterter Hobbykletterer, aber ich nutze doch lieber Seile aus modernen, reißfesten Kunstmaterialien als welche aus Hanf, und als Sicherungshaken bevorzuge ich zugfesten Stahl gegenüber Holz – oder was auch immer man sonst dafür nehmen könnte.

Wenn Leute wie Reinhold Messner ihre sorgfältig geplanten Expeditionen voller Hightech-Ausrüstung in Gegenden, in denen selbst kleinere Säugetiere nicht überleben können, als “naturnah” betrachten, finde ich das befremdlich. Wie naturverbunden ist es wohl, sich mit einem Helikopter in unzugänglichen Bergregionen absetzen zu lassen, um anschließend mit Hilfe zigtausend Euro teurer Industrieprodukte Berge zu besteigen, auf denen ein Mensch ohne technische Unterstützung nicht einmal mehr atmen kann?

Ich bin öfters im Südtiroler Raum gewandert und dabei vielen anständigen und bodenständigen Menschen begegnet. Keinen von ihnen würde ich als “Öko-Freak” bezeichnen, selten interessierte sie überhaupt die große Politik. Ich kann insofern Ihre Beobachtung absolut bestätigen, daß es sich bei den Grünen um ein Wohlstands-phänomen von der Natur entfremdeten Großstädtern handelt, die unter “Natur” etwas verstehen, was in dieser Form niemals existiert hat.

Ich kann mir auch nur so die Mißachtung erklären, die die Grünen jenen entgegenbringen, welche um die Befriedigung primärer Bedürfnisse – eine warme Stube, gutes und günstiges Essen auf dem Tisch, etwas Licht im dunklen Winter – bemüht sind. Wer noch niemals einige Vorteile der Zivilisation zumindest vorübergehend aufgeben mußte, kennt vielleicht ihren Wert nicht.

Und dann gibt es ja noch die misanthropischen radikalen Öko-Fundamentalisten; in der grünen Wählerschaft kaum vertreten, in der Partei jedoch nicht selten anzutreffen. Sie sagen Sätze wie “Die Welt wäre ein besserer Ort ohne die Menschen”, und erheben dabei ihre Vorstellung davon, was “unberührte” Natur sein soll, zur Religion. Dabei würde mit dem Tod des letzten Menschen auch das letzte Wesen verschwinden, das eine solche Sicht auf seine Umwelt hatte, deren Teil es doch war.

  • 6) Kommentar von Bokito

Eine Frage an die Leser:
Kann es sein, daß exzessiv ausgeübte bzw. angedrohte Gewalt auf das Unterbewußtsein Einfluß nimmt?

Ich bin kein Psychologe, aber mich wundert, daß gerade die ganz offensichtlich und auch zur Schau getragene Gewalt des Islams von unseren Gutmenschen nicht wahrgenommen wird. Nach dem Prinzip – es kann nicht sein, was nicht sein darf -.

Es ist interessant, daß wir aber hauptsächlich gegenüber dem Islam in diese “Angststarre” verfallen.

Israel wird bei jeder Gelegenheit als imperialistischer Schurkenstaat gebrandmarkt. Über Polen werden reichlich Witze gemacht, die schuften ja auch bloß auf unseren Spargelfeldern und jammern nicht rum, sie würden diskriminiert.

Das sind nur zwei der tatsächlichen “Opfer” der deutschen Geschichte. Merkwürdigerweise möchten wir unsere Schuld aber dadurch abarbeiten, indem wir dem Islam in den Hintern kriechen.

Also zurück zu meiner Frage: bekommt der, der uns am meisten Angst einjagt, unsere ganze gutmenschliche Zuwendung?

Ich würde mich freuen, wenn sich jemand dazu äußern könnte.

@ bokito:

Auf Deine Frage ein klares “Ja”, und dies ist der beste Beweis dafür, daß Gutmenschentum nichts mit Nächstenliebe zu tun hat, sondern ein angstgesteuertes Verhalten ist, und zwar eines, das ins Verderben führt, weil es auf die Dauer niemandem entgehen kann, daß Gewalttätigkeit und die glaubwürdige Drohung damit beim Gutmenschen zum Erfolg führt.

  • 8) Kommentar von Bokito

@Manfred: das befürchte ich. Komme selbst aus einem links-liberal geprägten Umfeld. Die Leute dort sind nicht dumm. Ich hab’s versucht, sie direkt mit den klaren Morddrohungen von Moslems (beispielsweise die Bilder vor der katholischen Westminster Cathedral in London 2006) zu konfrontieren.
Manche sind vor den Bildern wirklich erstarrt wie Kaninchen. Danach kamen die üblichen Verharmlosungen und teilweise auch aggressive Ablehnung mir gegenüber und die Frage, warum um alles in der Welt ich denn die Gewalt noch schüren wollte. Bloß kein Öl ins Feuer gießen …

  • 9) Kommentar von Friedel B.

@Bokito

Im Gegensatz zu Manfred mit seinem klaren “Ja” als Antwort auf Ihre Frage bin ich skeptischer. Ich bin Psychologe (wenn auch kein Psychotherapeut) und als solcher mißtraue ich dem Konzept des “Unterbewußten” ganz erheblich – zumindest insoweit, als man es wie S. Freud als Instanz in unserem Inneren betrachtet, die dort unabhängig von Wille und Vorstellung und verborgen im Dunkel ihr Unwesen treibt. (Selbstverständlich leugne ich die Existenz unbewußter seelischer Aktivitäten keineswegs; hochgeübte Tätigkeiten wie etwa das Autofahren oder das Bedienen einer Schreibmaschine laufen weitgehend unbewußt ab; ihre Steuerung und Kontrolle ist aber jederzeit auch ohne psychotherapeutische Unterstützung ins Bewußtsein zurückzuholen.)

Die Tatsache, daß unsere Gutmenschen die Gefahren des Islams nicht wahrnehmen wollen oder können, läßt sich sehr viel zwangloser mit Festingers Dissonanztheorie erklären (ich habe eine ähnliche Anmerkung vor einigen Tagen bereits einmal in einem Thread bei PI gemacht). Eine (wenn auch sehr summarische) Übersicht über besagte Theorie können Sie sich bei Wikipedia unter dem Stichwort “Kognitive Dissonanz” verschaffen. Nicht nur den Gutmenschen, sondern uns allen fällt es außerordentlich schwer, Informationen auch nur zur Kenntnis zu nehmen, geschweige denn sie nüchtern und leidenschaftslos zu verarbeiten, die unseren Einstellungen widersprechen. Die Abwehr ist dabei umso rigoroser, je intensiver wir einer politischen, wissenschaftlichen oder sonstigen Sichtweise anhängen.

Ideologen kann man geradezu als Menschen definieren, die von der Wirklichkeit keine Kenntnis nehmen; wahrscheinlich kennen Sie die Anekdote: “Hören Sie, Herr Lenin, die Realität paßt aber in keiner Weise zu Ihren theoretischen Annahmen!” Antwort: “Umso schlimmer für die Realität!” Eine weitere Episode beschreibt die Dissonanztheorie ebenfalls in trefflicher Kürze: “Ich lese jetzt immer wieder in der Zeitung, daß das Rauchen so gefährlich ist. Deshalb habe ich es aufgegeben.” “Was, du hat das Rauchen aufgegeben???” “Nein, das Zeitunglesen!”

Die beliebteste Methode, der eigenen Einstellung widersprechende Informationen abzuwehren, ist ihre Abwertung zumeist dadurch, daß wir an Verstand und Integrität ihrer Verkünder Zweifel anmelden. Ein wohlbekanntes Beispiel für eine solche Vorgehen-weise ist die Nazi-Keule; ein weiteres ist das weit verbreitete “Die stehen im Solde der Multis” oder “Die haben von Wissenschaft keine Ahnung” bei der Klimadiskussion.

Die zweite Methode besteht in dem Versuch, durch Hinzunahme neuer kognitiver Elemente das eigene Weltbild wieder stimmig zu machen. Dazu zählt etwa Argumente wie die oft gehörte Behauptung, die beobachtete Gewalt habe mit dem Islam als solchem nichts zu tun, sondern sei vielmehr auf Armut und eingeschränkten Zugang zu Bildungs-möglichkeiten zurückzuführen (gerade wieder bei der “Achse des Guten” gelesen). (n.b.: Merkwürdigerweise ist ein unzureichendes intellektuelles Leistungsvermögen, das in den meisten Fällen ursächlich sowohl für Armut als auch mangelnde Bildung ist, als möglicher zusätzlicher Erklärungsansatz derart tabuisiert, daß er in der Diskussion praktisch nicht vorkommt.) Der überaus starke Wunsch nach “kognitiver Konsonanz” ist übrigens auch eine Ursache dafür, daß Vor- oder Pauschalurteile häufig sehr lange Bestand haben und sich durch “Aufklärung” und “Aktionsprogramme” kaum oder allenfalls vorübergehend mildern oder gar aufheben lassen. Das, was wir “Weltanschauung” nennen, gründet sich oft nicht auf eine tatsächliche Anschauung der Welt, sondern auf Ordnungssysteme, die wir an sie herantragen.

@Ohneland:

Mit der Erzählung von Kain und Abel bestätigt gerade die Bibel, daß es sich beim Neid um eine sehr ursprüngliche menschliche Eigenschaft handelt. Zu seiner Erklärung bedarf es der Werbung nicht. Werbung erzeugt auch keine Bedürfnisse, wie Sie gemeinsam mit vielen anderen vermuten, sondern sucht lediglich primäre Triebe für ihre Zwecke umzuleiten, wie Sie selbst es ja auch mit der Bemerkung zu den sexuellen Stimuli andeuten. Kein Mensch hat ein Bedürfnis nach Rasierwasser (außer vielleicht ein hygienisches); daher versucht die Werbung zu suggerieren, daß sein Gebrauch die Attraktivität bei Frauen steigert (und danach habe wir Männer bekanntlich ein äußerst starkes Verlangen ).

  • 10) Kommentar von Eisvogel

Vielen Dank für Deinen Hinweis auf Festingers Dissonanztheorie, Friedel B. Ich habe den Wikipedia-Artikel dazu schon gelesen, nachdem Du auf PI darauf hingewiesen hast, und es leuchtet mir sehr ein.

Es leuchtet mir vor allem deshalb mehr als die Theorie der Angst ein, weil ich das an mir selber beobachten kann. Und das mit der Angst eben nicht.

Ich bin eine überaus ängstliche Person. Wenn Angst einen von Islamisierungskritik abhalten würde, dann hätte ich hier einen Blog mit dem Titel “Islam heißt Frieden”

Es heißt ja, der Mutige zeichnet sich nicht dadurch aus, dass er keine Angst hat, sondern dadurch, dass er es schafft, sie zu überwinden. Allerdings:

Vor Dir und im privaten Gespräch mit Dir muss man keine Angst haben, Bokito. Wenn Du mir ein Foto mit Moslems zeigen würdest, die zur Enthauptung aller aufrufen, die den Islam beleidigen, dann würde das bei mir überhaupt keine Angst auslösen, zu Dir zu sagen, dass ich die für widerliche Dreckskerle halte und dass man die am besten aus Europa rauswerfen sollte. Genaugenommen ist es nicht zuletzt Angst vor denen, dass ich das wirklich will! Es würde anders aussehen, wenn ich das denen ins Gesicht sagen müsste…. aber das war ja von Deinen Bekannten nicht verlangt.

Gerade weil ich selber so eine ängstliche Person bin, bin ich skeptisch gegenüber der Angsttheorie. Ich bin mir bewusst, dass eine Situation kommen kann und wird, in der ich übelst in widersprüchliche Gedanken gerate, wo das, was ich für richtig halte, mit dem, was ich für sicher halte, kollidiert.

Aber eine solche Situation ist im privaten Gespräch mit jemandem, der eh schon auf der islamkritischen Seite ist, nicht vorhanden. Und sie ist noch nichtmal vorhanden, wenn man einen anonymen Blog betreibt oder darin kommentiert. Klar, uns wird manchmal Maulheldentum vorgeworfen. Vielleicht stellen wir uns wirklich eines Tages als Maulhelden heraus. Vielleicht auch nicht. Hoffentlich nicht! Ich wünsche mir das, nehme mir das vor und mache sogar etwas, was Beten nahekommt, dafür. Man weiß es dennoch nicht.

Nur: Welchen Grund gibt es, noch nicht mal ein Maulheld zu sein???

  • 11) Kommentar von Bokito

@Eisvogel:
“Wenn Du mir ein Foto mit Moslems zeigen würdest, die zur Enthauptung aller aufrufen, die den Islam beleidigen, dann würde das bei mir überhaupt keine Angst auslösen, zu Dir zu sagen, dass ich die für widerliche Dreckskerle halte und dass man die am besten aus Europa rauswerfen sollte.”

Du hast ja Recht, aber wer traut sich das zu sagen, dort, wo es Konsequenzen hätte?

Sag das mal in einer größeren Firma in Deutschland.

Ok, hier im Internet und anonym ist das was Anderes.

Was tun?

  • 12) Kommentar von Steppenwolf

Kommentar von Bokito
“Was tun”?

Gute Frage.

Der Anteil der Bevölkerung, die sich bewußt ist, welche Gefahr die Mohammedaner sind, liegt im Promillebereich.

Der Normalbürger denkt: Gott, was haben wir uns da eingebrockt. Jetzt sind sie nun mal da und bis sie zivilisierte Bürger werden müssen wir uns damit abfinden.

Er macht sicht keine Gedanken darüber, daß unsere “Neubürger” zivilisatorisch (Denken im 14. Jahrhundert unserer Zeitrechnung behaftet), ganz andere Bestrebungen haben.

Politiker und die gleichgeschalteten Medien bestärken diesen Glauben.

Massen in Deutschland gehen nur auf die Straße, wenn es um ihr Geld geht und nicht für etwas, daß sie nicht begreifen können.

Also aufzeigen, was den deutschen Bürger und Steuerzahler dieser “Migrantenwahnsinn” kostet und ihm vorrechnen, wieviel Geld er ohne diesen mehr in der Tasche hätte.

  • 13) Kommentar von Murmel

Steppenwolf:

“Also aufzeigen, was den deutschen Bürger und Steuerzahler dieser “Migrantenwahnsinn” kostet und ihm vorrechnen, wieviel Geld er ohne diesen mehr in der Tasche hätte.”

Liebend gern, Steppenwolf, nur habe ich die Erfahrung gemacht, daß gerade diejenigen Ideologen, die ihre abstrusen Behauptungen am wenigsten untermauern können, die ersten sind, die sofort Belege fordern, wenn ihnen was nicht ins Weltbild paßt.

Mich würde also interessieren, wo ich seriöse, aussagekräftige Zahlen zu diesem Migrantenwahnsinn finde, die keiner so einfach von der Hand weisen kann.

  • 14) Kommentar von Bokito

.. zurück zur Psycho-Ecke, ich war fleißig

Ich bin beim Lesen des mir empfohlenen Wikipedia-Artikels über die kognitive Dissonanz dem Link zum Artikel über die Doppelbindungstheorie gefolgt. Wenn ich das richtig verstanden habe, wäre ein gewisser Herr M. aus Mekka ja ein früher Psychologe gewesen (soviel schwarzer Humor muß sein).

Link zum Wikipedia Artikel, aus dem ich auch diese Formale Darstellung entnommen habe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Doppelbindungstheorie

Formale Darstellung der Doppelbindungstheorie:

·Die Person muß sich an das Gebot oder Verbot X halten
·Die Person muß sich an das Gebot oder Verbot Y halten
·Y widerspricht X
·Die Person darf weder X noch Y ignorieren
·Jeder Kommentar bezüglich der Absurdität der Situation ist streng verboten
·Ein Verlassen der Situation ist oder erscheint unmöglich

Ich konnte es mir nicht verkneifen, ein kleines Spiel daraus zu machen:
Setzen Sie bitte in die obige formale Darstellung der Doppelbindung einfach anstelle von X und Y folgende Aussagen:

X = Islam is peace
Y = behead those, who insult Islam

Beachten Sie dabei:

Jeder Kommentar bezüglich der Absurdität der Situation ist streng verboten = siehe Salman Rushdie

Ein Verlassen der Situation ist unmöglich = siehe die Aussage:„Es gibt keinen Zwang im Glauben“

Wer bekommt wohl den Hauptgewinn bei diesem Spiel?

PS: Dieses Spiel ist natürlich eine etwas unsaubere Folgerung meinerseits, da ich die Doppelbindungstheorie kritiklos übernommen und auf eine gesellschaftliche Ebene übertragen habe. Gibt es auch gesellschaftliche Doublebinds oder bezieht sich das doch eher auf die Kommunikation einzelner Personen?

@Eisvogel: der Artikel über die Doppelbindungstheorie hat mich veranlaßt, Deinen Artikel über die Unvermeidlichkeit von Doppelstandards noch mal zu lesen.

  • 15) Kommentar von Steppenwolf

Murmel

Mich auch.
Deshalb habe ich eine dringende Bitte an alle, die belegbare Zahlen kennen oder wissen, wie man an diese gelangt, hier mitzuhelfen.

Ich stelle einfach einmal die Zahl 100.000.000.000 in den Raum.

Für:

Soziahilfe und alles, was damit zusammenhängt ( u. A. Mitarbeiter in den Sozialämtern, die nicht benötigt würden, ohne Mio. ausländische Sozialhilfeempfänger).
Integrationskurse
Sprachkurse
Sozialarbeiter
Soziale Brennpunkte
Erhöhte Polizeitätigkeit
Infrastruktur
Vandalismus
Kriminalität
Belastung des Gerichtswesens
Krankenkosten, einschließlich der Kosten für deren Familienmitgliedern in den Heimatländern.

Dazu noch die Kosten für das Parteienklientel:

Integrationsbeauftragte
Integrationsmitarbeiter
Migrationshelfer
Diverse Sozialpädagogen
Institute, die vom Migratengeschwurbel leben

Ich habe hier nur Einiges benannt, welches aber wahrscheinlich nur die Spitze des Eisbergs ist.

  • 16) Kommentar von Eisvogel

@Murmel und Steppenwolf: Ich würde das auch gerne wissen. Ich glaube aber, dass es fast unmöglich ist. Fjordman hat sich hier schon einmal damit befasst – allerdings weniger auf Deutschland bezogen, er befasst sich vor allem mit den skandinavischen Ländern und Großbritannien.

Es wäre aber egal – es wäre schon hilfreich, wenn man wüsste, was es in einem anderen Land kostet, man könnte das mit einiger Genauigkeit übertragen.

Leider sind auch das keine sehr konkreten Zahlen, sondern vor allem Schätzungen. Ganz offensichtlich weiß es kein Mensch. Ich bin überzeugt, dass ein großes Interesse daran besteht, dass diese Zahlen nicht erhoben werden. Andererseits ist es aber auch schwierig.

Wie zum Beispiel rechnet man die Gehälter der Polizei prozentual um? Wenn es keine ausländischen Drogendealer gäbe … gäbe es dann keine Drogensucht? Oder würden dann kriminelle Inländer Drogen verticken, die jetzt, weil sie weniger aggressiv sind, aus dem “Markt” fast vollständig verdrängt sind – wie auch aus anderen Bereichen der organisierten Kriminalität?

Was machen dann die überflüssigen Polizisten? Würstchenbuden betreiben, weil es keine Dönerbuden mehr gibt? Und wenn wir die Dönerbudenbetreiber nicht ausweisen, sondern nur die Kriminellen, was machen die übrigen Polizisten dann?

Wer würde 3er-BMWs und Handys und Haargel kaufen? Und Kinderwägen?

Das sind unausgegorene und vermutlich blöde Gedanken. Ich will damit auch keineswegs sagen, dass die Einwanderung nicht maßlos teuer ist, das ist sie zweifellos. Die direkten Kosten bleiben immer und die indirekten übersteigen sicher auch die Einnahmen.

Aber irgendwie scheint mir alles so verflochten, so verworren.

Ein Kommentator bei Kewil, der sich Der Türke nennt, hat mal geschrieben, wir sollten froh sein über die kriminellen Ausländer, sie würden ja schließlich den gesamten Wirtschaftszweig Polizei und Justiz beschäftigen. Das ist natürlich der totale Hirnriss. Das ist kein Wirtschaftszweig, was wiederum natürlich nicht heißt, dass diese Leute nicht wirklich arbeiten. Aber man könnte ihnen – ohne kriminelle Moslems – das Geld ja auch dafür geben, dass sie zu Hause bleiben.

Oder Papiermoslems vor Gericht stellen und in Knästen beherbergen. Dann wären die Juristen auch beschäftigt und zwar ganz ohne das Leid der Kriminalitätsopfer. Man könnte auch Papiermoslems in Integrationskurse setzen….damit die Sozialarbeiter was zu tun haben?

Warum tun wir das nicht ZUSÄTZLICH???? Warum ist noch niemand auf die Idee gekommen, dass man so die Wirtschaft ankurbeln könnte und die Arbeitslosigkeit auf null senken könnte?

Theoretisch könnte man auch die 3er-BMWs, die Handys, das Haargel und die Kinderwägen staatlich ankaufen und fortschmeißen… (mit Agrarprodukten machen wir das ja bereits)

Hier wird es langsam irr.

Ich komme bei dem Versuch solcher Berechnungen an Grenzen, wo sich mir das Gehirn verknotet. Aber irgendetwas ist bei der Art und Weise, wie wir wirtschaften (und wirtschaftlich denken) ganz furchtbar unlogisch und offen falsch und ich glaube, das volkswirtschaftliche Denken von Der Türke ist – in etwas abgemilderter Form – verbreitet. Und das dürfte auch der Grund dafür sein, warum niemand die wirtschaftlichen Kosten der Einwanderung hinterfragt. Wir können nicht wirtschaftlich denken. Wir haben ein irres VWL-Bild der Art, dass Arbeitsplätze das Wichtigste sind. Der Arbeitsplatz eines Bäckers trägt zur Volkswirtschaft bei, der eines Polizisten/Integrationsbeauftragten aber nicht, oder?

Letzterem könnte man – wenn seine “Kundschaft” weg wäre – rein finanziell gesehen das Geld auch aushändigen und sagen: “Bleib zu Hause und mach Dir einen schönen Tag.”

Kann jemand diese Verwirrung entwirren????

  • 17) Kommentar von Arundhati

@bokito

Double-binds wurden (oder werden) auch als Methode der sogenannten Gehirnwäsche angewandt.

Es geht dabei um die Zerstörung des “Selbst” und dessen Neuaufbau.

Der Islam schafft in der Tat solche gesellschaftlichen Double -binds und legt zudem die Grundlage für eine stark autoritär ausgerichtete Geisteshaltung. (Friedensbeteuerung gekoppelt mit Gewaltaufruf, kein Zwang im Glauben -Ungläubige sind schlimmer als das Vieh)

Er produziert gehirngewaschene autoritäre Charaktere, wenn man das so sagen will.

Was bedeutet das?

1. Die islamische Ideologie ist als eine Art Krankheit in die Muslime implantiert. Mittels Drohung und Gewalt werden zudem die Konzepte der gefühlten Hilflosigkeit zementiert. Daher auch das ständige Opferbewußtsein. Muslime können also nur bedingt mithilfe von Bildung, Ratio und einem Statuszugewinn aus dem Konzept ihrer Ideologie ausbrechen. Da die Ideologie tief in ihr Selbstverständnis und auch ihren Selbstwert eingreift. Da setzt der Islam an. Allah ist allmächtig und die Menschen sind ihm total ausgeliefert. Er kann im letzten Moment entscheiden, ob er einen gläubigen und gottesfürchtigen Muslim nicht doch noch in die Hölle schickt. Die Situation ist also ausweglos, niemand kann der Schöpfung entfliehen. Das ganze Leben ist in Kismet bestimmt. Hinzu kommen noch die Konzepte der Double binds, die gerade in der Erziehung eine große Rolle spielen (Koranschulen). Es ist als große Psychische Leistung anzusehen, wenn jemand den Ausstieg aus diesem Konzept schafft.

2. Der Islam drängt auf narzißtische Strukturen. Der absolute Monotheismus, Allmacht Allahs, absoluter Patriarchismus – dies ist alles nur auf eines ausgerichtet: Macht.
Diese Strukturen, gekoppelt mit einer sehr autoritären Erziehung und krassen Gewalterfahrungen, schaffen autoritäre Charaktere, die sich gegen oben bücken und gegen unten gnadenlos treten. Eine narzißtische Persönlichkeit zeigt sich in Allmachts-phantasien und Gelüsten, gepaart mit sporadischen Gefühlen der Minderwertigkeit, extrem leichter Kränkbarkeit und einem exklusiven Mangel an Empathie. Die Ideologie des Islam steht auf so wackligen Füssen, daß sie ständig gegen außen verteidigt werden muß. Nun kommen böse Ungläubige und sind in allem besser: Mehr Geld, mehr Status, mehr Freude, mehr Freiheit, und sie sind die Herrscher im Land, machen die Gesetze, stellen die Politiker. Das schafft Neid, und vor allem sieht das Konzept des Islam dies nicht vor. Der Islam ist aber das einzige Gerüst, das den gläubigen Muslim davor bewahrt, psychisch auseinanderzufallen. Das ist eine einzige Kränkung für die Muslime, und sie reagieren darauf extrem heftig und inadäquat, eben krank. Die Folge davon sind z.b. faschistische Strukturen.

Auch die sprichwörtliche Lieblosigkeit im Islam (die eigenen Kinder werden zugunsten der “Ehre” gemordet, Frauen werden wie Vieh behandelt, Kinder als “Ware” verstanden) ist hier auch systemimmanent: Narzißmus und Liebe schließen sich aus.

Bevor ich endgültig abschweife, Erich Fromm empfiehlt sich als Lektüre, wenn man sich mit dem psychoanalytischen (wer’s mag) Ansatz von Gewalt und Ideologien befassen möchte.

Gruß

Arundhati

  • 18) Kommentar von Friedel B.

Kann jemand diese Verwirrung entwirren?

Vielleicht ist Frederic Bastiat (1801 – 1850) dazu in der Lage; nachzulesen unter http://bastiat.de/bastiat/was_man_sieht_und.html

  • 19) Kommentar von Eisvogel

Der Text ist großartig, Friedel B. Der nimmt ja genau das auf, was ich so dilettantisch angerissen habe. Und das ist ein so alter Text.

Es zeigt tatsächlich, wie tief unser wirtschaftliches Denken inzwischen schon sozialistisch ist, selbst bei Menschen, die den Sozialismus ablehnen.

@Eisvogel Nr. 15 & 19: Ich wollte schon “Entwirrhilfe” leisten – da habe ich den von Friedel B. verlinkten Text gelesen, womit sich das erübrigt hat.
Dieser Text stellt treffend die Mentalität “aus der linken Tasche in die rechte Tasche” bloß, die bei vielen das Denken prägt.

Zu „Neid und die Angst vor Neid“ gab es übrigens einen passenden Artikel in der GEO-Ausgabe September 2006, der ein Beispiel der „Neidkultur“ in rückständigen Gesellschaften (in diesem Fall: Afrika) behandelt. Darin wird die afrikanische Neidhammel- und Schnorrermentalität sowie die dortige Angst vor neidmotiviertem Schadenszauber behandelt.

Darin beschreibt der Schweizer Ethnologe David Signer, der das Phänomen des afrikanischen Magieglaubens erforscht und sich zu diesem Zweck mit einem dortigen “Feticheur” angefreundet hat, wie sehr dies die Entwicklung in Afrika lähmt.
In der afrikanischen Gesellschaft wird nämlich jemand, der schon reich und mächtig und hochgestellt ist, in dieser Position akzeptiert, aber wenn jemand versucht, durch eigene Leistung über sein Umfeld aufzusteigen, wird ihm das extrem mißgönnt, und man erwartet von ihm, daß er allen Verwandten und Freunden etwas von seinem Reichtum abgibt. Da die Liste der Bittsteller unter afrikanischen Verhältnissen tendenziell endlos ist, bleibt dem leistungswilligen Afrikaner letztlich kaum etwas vom Ertrag seiner Bemühungen.
Das Mittel, mit dem dieses Verhalten durchgesetzt wird, ist die Furcht vor Schadenszauber, und es spielt gar keine Rolle, daß das Mumpitz ist – es genügt, daß die Leute fest daran glauben und ganz real Angst haben.
Selbst wenn so ein Afrikaner nach Europa auswandert, stellt das für ihn kein Entkommen dar. Diese Leute glauben, daß ein Magier seinen Astralleib im Schlaf bis nach Europa schicken kann, um dort einem Schlafenden die Seele aufzufressen (z. B. im Auftrag eines Vaters, der seinen “geizigen” Sohn dafür bestrafen will, daß er kein Geld heimschickt). Die Afrikaner haben laut Signer nämlich eine extrem überzogene Vorstellung davon, wie leicht man bei uns zu Geld kommt. Einer hat ihn einmal angesprochen: “Stimmt es, daß man bei euch nur ein paar Knöpfe drücken muß, und schon kommen die Geldscheine aus der Hausmauer?”.
Und wenn dann so ein Neger einmal in Europa ist und feststellt, daß die Millionen hier nicht auf der Straße liegen – und schon gar nicht für ihn – dann beschleicht ihn die Angst, daß die Daheimgebliebenen sagen: “So ein geiziges Arschloch – kaum geht’s ihm gut, vergißt er schon seine Familie und Freunde” und einen Feticheur auf ihn ansetzen (in Senegal soll es ein Sprichwort geben: “Und wenn ich schon dein Geld nicht fressen kann, dann fresse ich dich!”).
Was macht er also in seiner Not? Er wird kriminell…
In diesem Zusammenhang möchte ich einen Gedanken von Oriana Fallaci weiterspinnen, die sich gefragt hat, wer denn all den Boat People aus Afrika die horrenden Schleppergebühren bezahlt (etwa Osama bin Laden?).
Meine Frage: was würde rauskommen, wenn man den Spendengeldflüssen an unsere Grünen penibel nachgehen würde – ist da was von der Drogenmafia dabei, für die die Asylwerber ein willkommenes Rekrutierungspotential darstellen? Bei uns in Österreich sind die Grünen übrigens schon (von BZÖ-Obmann Westenthaler) als “politische Schlepperbande im Parlament” bezeichnet worden…

Als ich „Neid und die Angst vor Neid“ las, ist mir sofort dieser Geo-Artikel wieder eingefallen, und ich dachte mir: „Also ist das nicht nur bei den Negern so (diese pöhse N-Wort!), sondern offenbar auch bei den andern „Sitzenbleiber-Kulturen“ ein wesentlicher Grund für ihre Rückständigkeit.

Die Übertragung dieses Prinzips auf die Motive der Gutmenschen im Westen und auf unsere Gesellschaft insgesamt ist ein Gedanke, der mir so noch nicht gekommen ist – aber es ist durchaus einleuchtend. Dazu paßt auch, daß Überlebende von Katastrophen oft ein schlechtes Gewissen gegenüber den Toten haben sollen.

Wie wir aus dieser ganzen, offenbar auch damit zusammenhängenden PC-Gutmensch-Islamisierungs-Misere rauskommen sollen (vor allem ohne schlimme Begleiterscheinungen), dafür sehe ich momentan keine realistische Möglichkeit (ja, auch ich kenne oft solche Stimmungen, wie sie in dem ausgezeichneten Artikel „Trauert nicht, Kinder Europas“ anklingt), aber wer weiß…?

In Anknüpfung an Gubbelgobbels Elben-Posting bietet sich das folgende an:

All that is gold does not glitter
Not all those who wander are lost,
The old that is strong does not wither,
Deep roots are not reached by the frost.

From the ashes a fire shall be woken,
A light from the shadows shall spring,
Renewed shall be blade that was broken,
The crownless again shall be king.

Wäre das nicht ein in Gedichtform gebrachtes Motto für uns Westler, “the Fair Folk”?

20. September 2009

Der intellektuelle und moralische Bankrott der heutigen Linken

Text als pdf-Druckversion

Vorbemerkung: ´Dr. Sanity´ ist – wie auch ´Shrinkwrapped´ – einer der sog. PsychBlogs in den USA: von - in diesen beiden Fällen jüdischen - Psychoanalytikern betriebene Blogs, in denen politische Vorgänge unter psychologischen Gesichtspunkten von einem konservativen Standpunkt aus kommentiert werden. – In dem hier übersetzten Post gibt die Bloggerin ihrer Entrüstung über die Entwicklung der US-Linken, insbesondere der Frauenbewegung, seit der ´Cultural Revolution´ Ausdruck, die ihre einst klassisch-liberalen Ziele jetzt, in zunehmender marxistischer Borniertheit, verraten und in ihr Gegenteil pervertiert hat.

von: Dr. Sanity 

Originalartikel am 3. November 2005 auf Dr. Sanity: „The Intellectual and Moral Bankruptcy of Today´s Left

 Übersetzer: BeforeDawn

Gestern hat in Detroit ein Gedächtnisgottesdienst für Rosa Parks stattgefunden, die Pionierin der Bürgerrechte, deren mutiges Handeln eine gesellschaftliche Bewegung in Gang gesetzt hat, die in diesem Land, das sich der Freiheit und der menschlichen Würde verschrieben hat, längst fällig gewesen war. [R.P.  wurde am 1. 12. 1955 in Montgomery, Alabama verhaftet, weil sie sich weigerte, als Schwarze ihren Sitzplatz im Bus für einen weißen Fahrgast zu räumen. Ihr ziviler Ungehorsam löste den Montgomery Bus Boycott aus, der als Anfang der schwarzen Bürgerrechtsbewegung gilt; Anm. d. Ü.]

Als ich mir diesen Gottesdienst ansah und mir mehrere Reden zur Ehren dieser unglaublichen Frau anhörte, der alle Amerikaner so viel verdanken, musste ich an jene Zeit denken, als ich eine junge idealistische Studentin und eine eifrige Unterstützerin der Bürgerrechtsbewegung und der Frauenbewegung war.

Die heutige Linke ist weit entfernt von jener liberalen Linken, die ich in den späten Sechzigern und frühen Siebzigern während meiner Jahre am College kennenlernte. Zu jener Zeit – obwohl ich mit meinen Kommilitonen hinsichtlich ihrer Methoden nicht übereinstimmte -  konnte ich mich mit dem zugrunde liegenden Idealismus und mit dem Wunsch, die Welt zu verbessern, identifizieren. Damals war die Linke auf die Werte des klassischen Liberalismus eingestimmt – Freiheit, Chancengleichheit, die Rechte des Individuums. In jenem geschichtlichen Moment sah sich die Linke veranlasst, über das bloße Reden hinauszugehen und zu handeln, um die liberalen Ideale und Werte, an die sie glaubte, zu verwirklichen. Zu diesem Zeitpunkt kam die Bürgerrechtsbewegung in der Mitte der Gesellschaft an. Und obwohl unterschwellig auch schon die künftige ideologische Starrheit spürbar war, konnte die Linke stolz auf das sein, was die Bewegung erreichte.

Jene ruhmreichen Tage, als die Linke an Freiheit und Individualität glaubte, und daran, „dass der Charakter eines Menschen wichtiger war als seine Hautfarbe“ [Zitat M. L. King; d. Ü.] sind seit langem vergangen. Jetzt scheint es, dass die Linke nur so tut, als glaube sie an jene Werte, und dass sie es für notwendig hält, dieses immer noch als Lippenbekenntnis zu äußern.

Aber jetzt ist meine Beobachtung, dass die heutige Linke eigentlich für gar nichts steht – nicht für Freiheit, nicht für Chancengleichheit, nicht für die Rechte des Individuums, nicht einmal für Frieden. Zu versuchen, die Ungerechtigkeiten dieser Welt zu beseitigen, ist ein nobles ethisches Ziel, aber irgendetwas ist auf der Straße zu jener schönen Utopie passiert. Die Linke ist falsch abgebogen und hat sich verirrt – irgendwo in der Nachbarschaft von Vietnam, wie mir scheint.

Aber ich will nicht Vietnam wiederaufwärmen. Stattdessen werde ich mich auf das Verhalten der heutigen Linken und auf die Antikriegsbewegung konzentrieren.

Gegenwärtig steht alles, was von der Linken unterstützt wird – und damit fast ihr ganzes Verhalten -  in einem Gegensatz zur klassischen liberalen Philosophie. Es gibt kein Engagement mehr für die Freiheit des Individuums oder die Freiheit allgemein. Die Linke hat keine Zeit mehr, sich um die Freiheit des normalen Bürgers zu kümmern, weil sie völlig davon beansprucht wird, Freiheit für Tyrannen, die ihre Bürger unterdrücken, zu fordern, Freiheit für Terroristen, die den normalen Bürger umbringen, und für religiöse Fanatiker, die die Frauen unterjochen.

Die Intellektuellen, die vormals die IDEE der Freiheit propagierten, sind jetzt in einer IDEOLOGIE gefangen, deren Existenz von der Unterdrückung der freien Rede abhängt, von der Unterdrückung von Ideen, und der Verfolgung derjenigen, die es wagen, die Glaubenssätze dieser Ideologie zurückzuweisen.

Patriotismus, die Liebe zum eigenen Land, wird von denen verspottet, die früher dafür gekämpft haben, den Amerikanischen Traum zu allen amerikanischen Staatsbürgern zu bringen, und die diejenigen idealisiert haben, die an diesem Traum nicht teilhaben durften. Langsam, aber unaufhaltsam, haben diese Idealisten, die damals „We shall overcome“ gerufen haben, eine giftige Kultur entwickelt, die ein nie endendes Opfertum proklamiert, das unmöglich zu überwinden ist. Die Liebe zu den amerikanischen Idealen und Werten ist zu einem bösartigen Antiamerikanismus pervertiert – für den alles, was er seinem Ursprung oder seinem Wesen nach als „amerikanisch“ etikettiert, unvergleichlich schlecht ist, und für den Amerika nun die Quelle allen Übels in der Welt ist.

Die klassische liberale Tradition wird jetzt fast nur noch von den sogenannten „Konservativen“ aufrecht gehalten. Früher war „liberal“ gleichbedeutend mit „links“. Aber nun nicht mehr.

In den 35 oder 40 Jahren, seitdem die Linke nach der Mitte des Jahrhunderts die Dominanz im politischen Denken errungen hat, sind wir Zeugen geworden ihres rapiden und unvergleichlichen Niedergangs hin zu einem umfassenden intellektuellen und moralischen Bankrott. Die noblen Werte und Ideale, für die sie einmal gestanden hat, sind von ihr aufgegeben worden; und fast als ob ein surrealer kosmischer Scherz mit ihr gespielt worden wäre, hat sie – ohne es selbst zu bemerken! – das genaue Gegenteil von ihren alten Zielen sich zu eigen gemacht.

Wo sie sich einst für Freiheit einsetzten, stützen sie jetzt Diktaturen und rechtfertigen Tyrannen. Wo sie einst Gerechtigkeit in die Welt zu bringen versuchten, verteidigen sie jetzt Massenmord und Versklavung. Wo sie einst mit Recht Chancengleichheit forderten, fordern sie nun alle Arten von Quoten und Sonderregelungen und fordern Gleichheit der Ergebnisse. Wo sie einst die Schwachen stärken wollten, sehen sie es nun als ihre Aufgabe, deren Opferstatus aufrechtzuerhalten und noch auszudehnen.

Denn wie können sie schließlich ein „Idol der Unterdrückten“ sein, wenn sie nicht die unterdrückte Klasse so bewahren und pflegen, dass sie für immer ihre Dienst und ihre Hilfe braucht?

Dieser unabweisbare Sachverhalt nämlich erklärt weitgehend die merkwürdige Einstellung, die die Linke zu den Mitgliedern der diversen Opfergruppen hat, die dem Opferstatus entkommen und erfolgreich sind, die zu unabhängigen und leistungsfähigen Erwachsenen werden. Ihre vormals altruistische und idealistische Weltsicht wird zu einer narzisstischen – und zu einer bösartig narzisstischen obendrein -, indem sie nur noch mit dem Machterhalt für ihre eigene elitäre Gruppe beschäftigt sind.

Die Sorge um die Chancengleichheit für alle Mitglieder der Gesellschaft hat gleichsam einen Amoklauf gemacht und ist jetzt nur noch die unaufhörliche schrille Forderung, dass am Ende um jeden Preis alles und jeder gleich sein müsse.

Lassen Sie mich ein Beispiel nennen für diesen Wandel von einer Idee zu einer Ideologie; es wird als mein exemplarisches Beispiel dienen für dieses Modell der modernen Linken, das sie auf alle diejenigen anwendet, die sie als „Opfer von Unterdrückung“ identifiziert.

Es gab einmal die Frauenbewegung – und genau so die Bürgerrechtsbewegung -, die sich stolz erhob, um ihre Klientel zu unterstützen und sie zu ermutigen, dem Dasein als Opfer zu entkommen und die Verwirklichung ihrer verfassungsmäßigen Rechte zu fordern. Sie forderten die Einlösung des amerikanischen Versprechens der Chancengleichheit für alle, entsprechend den Gesetzen.
 
Allzu lange war die Einlösung dieses Versprechens diesen Gruppen vorenthalten worden. Die Idee war, dass Frauen und Schwarze – und überhaupt jede Minderheit – dieselben grundlegenden Freiheiten, dieselbe Chancengleichheit in diesen Land genießen sollten, das stolz war, dass es jedem Individuum ein Anrecht auf Leben, Freiheit und auf das Streben nach Glück zusprach. Dies war eine wirklich große Idee – eine außerordentlich wichtige Idee – denn ihre Basis war die Entschließung, dass alle Menschen, unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Hautfarbe, ihrer Religion oder ihrem ethnischen Hintergrund, sich der Segnungen unserer Freiheit erfreuen und uneingeschränkt nach ihrem Glück streben sollten.

Diese Idee war eben die amerikanische Verheißung. Es war eine der größten Tragödien der Geschichte, dass unsere Gründerväter (mit der Ausnahme Benjamin Franklins), in dem Bemühen, mit den sklavenhaltenden Staaten einen Kompromiss für den Zusammenschluss der Union zu finden, in eben dem Dokument, das die universelle menschliche Freiheit und Würde postulierte. die Sklaverei zugestanden und die Diskriminierung der Frauen erlaubten. (Es ist interessant, ähnliche Probleme in den Verhandlungen über die entstehende Verfassung des Irak zu sehen.)

Um den Gründervätern gegenüber, die ihrer Zeit um Lichtjahre voraus waren, nicht unfair zu sein: sie hatten wenigstens einen Weg offen gelassen, diese Ungerechtigkeit zu beseitigen, und der Beginn dieses Prozesses war der fürchterliche Bürgerkrieg, der die Union fast zerstört hätte. Die Mitte des 20. Jahrhunderts wurde dann das endgültige intellektuelle Schlachtfeld für die Beseitigung beider Defekte in der Anwendung der Verfassung der Vereinigten Staaten.

Da ich meine politischen Erfahrungen vor allem in der Frauenbewegung gemacht habe, werde ich das, was ich innerhalb dieser Bewegung über mehr als 30 Jahre hin beobachtet habe, hier mitteilen.

„I am woman, hear me roar–in numbers too big to ignore….“ ["Ich bin eine Frau, hört mein Schreien - wir sind zu viele, als dass man uns ignorieren könnte"; aus der ´Hymne der am. Frauenbewegung´, gesungen von Helen Reddy; d. Ü.] Das war  unser Motto, und ich war stolz, eine bekennende Feministin zu sein. Es war die Zeit, als intellektuelle Feministinnen beanspruchten, dass Frauen nicht  Opfer sein müssen, und die feministischen Vorkämpferinnen forderten alle Frauen auf, sich zu erheben und das Potential, das in ihnen steckte, zu verwirklichen, und darauf bestanden, dass Frauen nicht nach ihrem Geschlecht beurteilt werden, sondern nach ihren Fähigkeiten und ihren Verdiensten.

ANMERKUNG FÜR MODERNE FEMINISTINNEN: Es gibt eine gute Nachricht, und es gibt eine schlechte Nachricht. Die gute Nachricht ist, dass eben diese Frauenbewegung, die ich damals unterstützt habe, es fertig gebracht hat, die Frauen zu mobilisieren und sie zu ermutigen, nach den Sternen zu greifen. Ein kleiner Teil des Erfolges dieser Bewegung ist, dass heutzutage in den meisten medizinischen Hörsälen mehr als 50 Prozent Frauen sitzen! Es gibt keine systematische Diskriminierung der Frauen mehr, die sie aus der Medizin heraushält. Frauen sind in jedem medizinischen Fachgebiet vertreten. Sie stehen an der Spitze von Universitäten und von wissenschaftlichen Gesellschaften, sie sind Dekane von medizinischen Fakultäten und Vorsitzende von Fachbereichen. Dies ist wirklich großartig! Und diese Geländegewinne sind in fast allen Berufen und auf fast allen Feldern menschlichen Strebens gemacht worden.
 
Die schlechte Nachricht ist, dass die feministische Bewegung nie begriffen hat, dass das Ziel im wesentlichen erreicht ist. Frauen stehen alle beruflichen Möglichkeiten offen, zugleich können sie aber auch Ehefrauen und Mütter sein, wenn sie es wünschen. Der Sieg ist errungen, aber die Frauenbewegung hat es nicht gemerkt und kämpft weiter.

Die Existenz der Frauenbewegung wird heutzutage hauptsächlich dafür verwendet, den Kult des Opferseins, den sie bei den Frauen geschaffen haben, zu unterstützen und noch auszuweiten. Die Feministinnen sind nun Mütter geworden; einst waren sie glücklich, ihr Kind großzuziehen und ihm zu helfen, das Nest zu verlassen und froh ein Leben auf eigenen Füßen beginnen zu können; aber jetzt sind sie wegen der Tatsache verbittert, dass ihre Töchter sie nicht mehr brauchen. Jetzt haben die Feministinnen ihr Leben der Aufgabe gewidmet, andere Frauen davon zu überzeugen, dass sie doch noch keine wirkliche Macht haben, dass sie doch noch nicht in gleicher Weise wie die Männer leben und arbeiten können. Wenn sie Frauen antreiben, die „Rechte“ einzufordern, dann wird die sichere Folge sein, dass Frauen, die ihrer Parteilinie folgen, von jedem, der Verstand und Augenmass hat, als Heulsusen und „Loser“ betrachtet werden.

Denn die heutigen „Feministinnen“ (und „heutig“ ist für mich ein Wort der Verachtung) haben eine strikte Parteilinie. Es hat den Anschein, wenn man nicht zu den Demokraten, oder, allgemein gesprochen, nicht zur linken Seite des politischen Spektrums gehört, dann ist man keine Frau, die zählt. Wenn Rosa Parks sich heute für die Freiheit ausspräche – als Republikanerin, die sie war (Gott möge ihr beistehen), dann wäre klar, was passieren würde. Dasselbe passierte nämlich Condi Rice und passiert jetzt Michael Steele.

Wenn man Aussenministerin einer republikanischen Regierung und zugleich eine Frau ist – und nicht nur das, eine schwarze Frau, dann zählt man nicht (weder als Frau noch als Schwarze). Wenn man als Mitglied der Republikaner für das Justizministerium nominiert wird und eine Frau ist – dann zählt man nicht

Ja, wenn es herauskommt, dass du mit den Demokratinnen in irgendeiner Hinsicht anderer Meinung ist, dann zählst du nicht und wirst sogleich als Verräterin des eigenen Geschlechts bezeichnet, und ihre gemeinsten und abschätzigsten Bemerkungen sind gerade für dich bestimmt.

Es ist wahr, die Frauenbewegung von heute ist eine bizarre Parodie der Frauenbewegung, die damals in den 70ern Frauen wie mich unterstützte und ermutigte. Wie jene Mutter, die ich erwähnt habe, ist diese Gruppierung jetzt wütend darüber, dass ich, und andere wie ich, sich ausgezeichnet und es gewagt haben, unsere eigenen Ideen darüber zu haben, wie die Welt aussehen sollte. Dass wir es gewagt haben, anderer Meinung als sie zu sein. Dass wir es gewagt haben, erwachsen zu werden und unser eigenes Leben zu leben.

Die Feministinnen von heute sind keine Happy Campers [Anspielung auf einen Film über Erstsemesterstudenten in einem Summer Camp; d. Ü.]. Als Frauen wirkliche Fortschritte machten und weniger Diskriminierung erfuhren, die gläserne Decke über ihnen durchstießen, usw., fingen diese Feministinnen, die uns damals angetrieben haben, an, schriller und schriller und immer reizbarer zu werden. Der Erfolg der Frauen und ihre Chancengleichheit bedeuteten, dass die feministische Bewegung selbst zunehmend irrelevant wurde! Und da begann sich ihre Sprache zu verändern. Das war der Punkt, als sich die IDEE der Freiheit zur IDEOLOGIE des Opferseins verwandelte.

Während sie einst die wirklichen Barrieren, die Frauen davon abhielten, ihr Potential zu entfalten, niederreißen wollten, verlangen die Feministinnen jetzt, dass die Realität sich ihren Forderungen beugen muss. Sie behaupten, dass wirkliche biologische bzw. physiologische Unterschiede zwischen Frauen und Männern nicht existieren und dass es offener Sexismus ist, diese Unterschiede anzusprechen. Mit anderen Worten: sie haben angefangen, die Wirklichkeit selbst als einen der Hauptfaktoren der „Unterdrückung“ der Frauen zu identifizieren.

Um ihre wachsende Entfremdung von der Realität zu demonstrieren, wurde die amerikanische Öffentlichkeit dem lächerlichen Bild einer feministischen Akademikerin ausgesetzt, die tatsächlich in Ohnmacht fiel, als nur die Möglichkeit angesprochen wurde, dass solche biologischen Unterschiede eine Rolle im Leben der Frauen spielen könnten. Es ist unmöglich, sich eine solche Selbstparodie auszudenken.

Nun frage ich euch: sind diese Frauen nicht völlig irrelevant geworden? Und sie sind nicht nur irrelevant, sondern sie stehen auch jeder wirklichen Forschung, jeder Einsicht und jedem Fortschritt im Weg, der auf lange Sicht die Sache aller Frauen in der Welt voranbringen könnte.

So etwas passiert, wenn eine Bewegung von einer Idee zu einer Ideologie wird. Und ich behaupte, dass diese grundlegende Veränderung  in der Bürgerrechtsbewegung, in der Schwulenbewegung usw. usw. zu beobachten ist.
 
Die heutige Linke und ihr Klon, die Bewegung gegen den Irakkrieg, beziehen sich nur noch auf bloße marxistische Rhetorik und auf ausgelutschte Slogans, die bei jeder Gelegenheit breitgetreten werden. Sie trauen sich nicht, den wirklichen und bedrückenden Ungerechtigkeiten dieser Welt ins Auge zu sehen.

Niemand kann mit ihnen argumentieren, nicht einmal über die Meinungsverschiedenheit als solche mit ihnen übereinstimmen. Sie, und nur sie, wissen die Wahrheit, und wenn man mit ihnen argumentiert, wird man sofort als „Rassistin“ oder als „Sexistin“ bezeichnet, oder es wird gesagt, man „verletze andere Leute“, „hasse Schwarze“ oder „sei gegen Frauen“. Jede Diskussion wird mit diesen Begriffen geführt. Wenn sie sich für „X“ einsetzen, dann muss jeder, der ihre Meinung nicht teilt, jemand sein, der „X“ hasst oder „X“ diskriminiert.

Man hört beständig diesen Bockmist. Es ist nicht möglich zu argumentieren, dass es verschiedene Wege gibt, bestimmte soziale Probleme oder soziale „Ungerechtigkeiten“ anzugehen, oder dass es möglicherweise wirkungsvollere und weniger schädliche Lösungen gibt als immer dieselben alten marxistischen Formeln.

Es ist nutzlos, darauf hinzuweisen, dass z. B. Billionen von Dollars bereits dafür ausgegeben worden sind, den Armen und Benachteiligten in diesem Land zu helfen. Was ist letzten Endes dabei herausgekommen? Wir haben den Leuten Fisch zu essen gegeben, aber wir haben ihnen nicht beigebracht, wie man fischen geht. Und, als Beweis dafür: wir haben das mitleidwürdige Spektakel von New Orleans während Katrina mit der vorhersagbaren reflexhaften Antwort der Linken, dass „George Bush die Schwarzen hasst“.
 
Vielleicht ist es ja gerade die Politik der Linken, die die Diskriminierung und der „Hass“ gegen die Schwarzen sind? Vielleicht ist es ja ihre Darstellung der Schwarzen als Opfer, die „sie auf dem ihnen zukommenden Platz“ hält, und nicht die schrecklichen „Rassenvorurteile“ dieser schrecklichen Republikaner. Vielleicht ist es die marxistische Ideologie, die die Linken jeglicher Fähigkeit zu einer logischen Analyse beraubt hat und die sie zwingt, ausschließlich in den Begriffen „Unterdrücker“ gegen „Unterdrückte“ zu denken. Wie auch immer, ihre Gehirne sind so zugenagelt, dass sie unfähig sind, sich irgendeinen anderen Weg vorzustellen.

Nun, ich habe eine Neuigkeit für sie. Es gibt unter uns welche, die die Situation anders sehen und die denken, dass wir neue Wege für diese immerwährenden alten Probleme ausprobieren sollten. Und macht die Augen auf: wir sind nicht die „bösen Unterdrücker“! Sondern wir sehen uns mit Recht als Befreier; unsere Ziele heißen Ermächtigung des Individuums und Verminderung der Macht des maternalistischen/paternalistischen Staates.

Wir sind die wirklichen Freiheitskämpfer dieser Welt.

Eines Tages wird jemand bemerken, dass die Linke in mehr als fünfzig Jahren nicht eine einzige neue Idee gehabt hat, und dass keins der „großen“ Programme, die geschaffen wurden, funktioniert hat. Trotzdem bewachen sie eifersüchtig ihre Programmme und haben Angst vor allen neuen Ideen oder Wegen, die geeignet wären, sie an ihrer kostbaren Ideologie zweifeln zu lassen.

Statt eine Reduzierung der Armut zu bewirken, haben sie eine Klasse von Menschen geschaffen, deren Überleben von der Regierung abhängt, und auf diese Weise haben sie sichergestellt, dass es weiter Armut gibt – sogar durch die Generationen hindurch. Die Motivation wurde zerstört. Die Selbstachtung wurde in die Tonne getreten. Das Bewusstsein, Opfer zu sein, und die daraus resultierende Passivität sind zu einer Lebensweise geworden, deren schlimme Aspekte in der Musik und der Kultur der neugeschaffenen Sozialhilfeklasse glorifiziert werden.

Soll das etwa soziale Gerechtigkeit sein?

Nein. Dies ist nur das unvermeidliche Ergebnis der Anwendung der marxistischen Theorie in der Realität. Ungeachtet des katastrophalen Scheiterns aller Versuche des Marxismus im 20. Jahrhundert, die, nach seiner Vorstellung, „ideale“ Gesellschaft zu schaffen, hängt die Linke verzweifelt an dieser Ideologie, mit der sie sich in das amerikanische Bewusstsein hineingeschwindelt hat.

 Die beiden Zwillingskinder des Marxismus – Kommunismus und Sozialismus – haben die blutigsten, kränksten und für ihre Gesellschaften schädlichsten Despoten der Weltgeschichte hervorgebracht, die für mehr Tote und für mehr menschliches Elend als zu irgendeiner anderen Zeit verantwortlich sind. Man sollte meinen, dass dieses beschämende Versagen ihrer Ideologie in der realen Welt sie dazu gebracht hätte, noch einmal nachzudenken. Ganz im Gegenteil.
 
Wie Scarlet O´Hara weigern sie sich, heute darüber nachzudenken; sie wollen morgen darüber nachdenken, nachdem diese große und ruhmreiche utopische Vision der Welt oktroyiert worden ist – und (natürlich) sie das Sagen haben.
 

Wenn man sie mit den realen Übeln dieser Welt konfrontiert, z. B. mit der Realität der Schwulen, die in den islamischen Ländern systematisch gefoltert und getötet werden, oder der Realität der unterdrückten und erniedrigten Frauen, dann sagen sie ihre simplistischen multikulturellen und politisch korrekten Mantras auf, die es ihnen angenehmerweise ersparen, über solche Dinge ein Urteil abzugeben, oder gar etwas zu unternehmen, um sie zu stoppen.

Es ist doch wohl wahr: wenn Feministinnen Bill Clinton verehren, sogar nach Paula und Monica und all den schmutzigen Details, dann ist es psychologisch für sie nur noch ein kleiner Schritt weiter diesen Pfad hinunter bis zur Akzeptanz des Frauenhasses des Islams.

Die marxistischen Ideologen sind so krank und so bankrott, dass sogar ein Angriff, der 3000 unserer Mitbürger tötet, nicht ausreicht, ihnen den Feind bewusst zu machen, der uns zerstören will.

Der Feind hat seine Ziele gut gewählt. Man könnte fast sagen, dass er sie in Hinsicht auf die Linke gewählt hat. Welches bessere Symbol des Kapitalismus gäbe es als die Türme des World Trade Centers? Welches bessere Symbol des behaupteten „Imperialismus“ der USA gäbe es als das Pentagon? Es hat nicht lange gedauert, bis dieser Symbolismus eine empfängliche Saite der Linken berührte, die mit Freude und Enthusiasmus darauf hinwiesen, dass die USA diese Attacke „verdiente“, und dass die Toten nur „kleine Eichmänner“ seien [Der Politaktivist und Ethnologieprofessor Ward Churchill hatte die im WTC Arbeitenden als "little eichmanns" bezeichnet, um sie als Erfüllungsgehilfen des Kapitalismus zu denunzieren; Anm. d. Ü.].

Die grundlegende intellektuelle und moralische Position der Linken ist die, dass sie ganz stark das Gefühl haben, dass es keine Grundlage für universelle Werteurteile auch nur auf irgendeinem geistigen Gebiet gibt. Solche Urteile, so behaupten sie, verletzen die Gefühle anderer und sind nicht „inklusiv“. Diversität wird so zum primären intellektuellen Ziel, nicht die Erkenntnis der Wahrheit. Und Moralität wird so bedeutungslos.

Diesen großen Geistern der Linken erscheint es keineswegs paradox, dass ihre intellektuelle Position selbst ein wenig geschickt verschleiertes Werturteil ist; und man braucht nicht extra zu erwähnen, dass für diese Gurus der „Diversität“ „inklusiv“ zu sein, durchaus nicht bedeutet, dass man irgendjemanden „mit einbezieht“, der auf ihrer Roten Liste ["shit list"] steht (wie z. B. Weiße, Männer, Kapitalisten, Konservative, Neokonservative, Republikaner usw.).

Man kann schon behaupten, dass vor einer Generation die meisten Verschwörungstheorien ihren Ursprung bei der Rechten hatten. Das ist ganz gut dokumentiert, und es fand statt, als die klassische liberale Tradition, in der sich diese Land gründet, vor allem im Blickpunkt der Linken stand. Aber die Zeiten haben sich geändert.

Jetzt ist es die Linke, die die Verschwörungstheorien in die Welt setzt und eine paranoide Weltsicht braucht, um die Einsicht in die Unzulänglichkeit und das Versagen ihrer eigenen Ideologie abzuwehren. Die bizarren paranoiden Theorien über 9/11 sind dafür ein Beweis. Ein weiterer ist die irre Theorie, dass die Dämme in New Orleans mit Absicht zerstört wurden. Oder dass der Krieg im Irak zum Nutzen der Ölgesellschaften geführt wird.

Diese Theorien haben alle eins gemeinsam. Sie fügen sich alle perfekt in den abgewirtschafteten marxistischen Rahmen der Dialektik der „Unterdrückten gegen die Unterdrücker“. Dieser Rahmen ermöglicht es, beständig das Feuer des Klassenkampfes anzufachen und wirkt so als sich selbst erfüllende Prophezeiung. Dies ist ein äußerst passendes intellektuelles Werkzeug für alle Gruppen, die in Wirklichkeit keine Lösungen für die Probleme der realen Welt haben.

Ja, dies ist der eigentliche Kern des moralischen und intellektuellen Bankrotts der heutigen Linken.

Paranoia (und ihre mildere Verwandte, Projektion) und falsche Wahrnehmung kann man auch sehen in der falschen Sorge über die „Erosion von Demokratie und Meinungsfreiheit“. Dies ist wirklich zum Lachen – vor allem, weil es ihre eigenen ideologischen Konstrukte des „Multikulturalismus“ und der „Politischen Korrektheit“ sind, die die freie Rede einschränken und die intellektuelle Freiheit verhöhnen.

Nun, ich muss mich für die Länge dieser Zornesrede entschuldigen. Aber, offen gesagt, ich habe wirklich genug von den Lügen, den Verdrehungen, dem Leugnen, der Paranoia, dem Realitätsverlust und dem Gift, die die Linke heutzutage verbreiten. Als die Geschehnisse des 20. Jahrhunderts diese Ideologie in den Mülleimer der Geschichte geworfen haben, ist die Linke zu einem Giftmüll geworden, der die Menschheit unmittelbar bedroht.

Ich habe, ehrlich gesagt, Angst um mein Land, sollten einige von den Verrückteren der Linken in diesem Land an die Macht kommen, wenn zugleich die linke Basis sich immer noch mitten in einer epochalen Psychose befindet.
 
Meine Hoffnung ist, dass es Leute unter den Linken gibt, die guten Willens und aufrichtig sind, die zu wirklicher Einsicht fähig sind (Christopher Hitchens kommt mir in den Sinn), die nicht völlig die Fähigkeit zum rationalen Denken verloren haben und die nicht willens sind, der Suche nach einer neuen Utopie Millionen von Menschen zu opfern.

Weder die rationale Rechte noch die rationale Linke hat einen exklusiven Anspruch auf Wahrheit oder Gerechtigkeit. Aber es gab eine Zeit, als „Konservative“ und „Liberale“ dieselben klassischen Werte und Ideen vertraten und koalierten, um die amerikanische Verheißung zu formulieren – nämlich die Verheißung der Freiheit für alle.
 
Wir können uns auf diesem Fundament wieder vereinigen – selbst wenn wir aus verschiedenen Richtungen kommen. Wir können zu diesen Werten zurückkehren, und zusammen können wir Amerika weiterhin das Leuchtfeuer der Freiheit und die Hoffnung einer ermatteten Welt sein lassen.

10. September 2009

Der andere 11. September

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Text als pdf-Druckversion

von Baron Bodissey, übersetzt von Deep Roots

Der Originalartikel “The Other September 11th” erschien am 11. September 2006 bei “Gates of Vienna”:

http://gatesofvienna.blogspot.com/2006/09/other-september-11th.html

Letztes Jahr am 11. September erstellte ich einen Gedenkartikel und schaute mir dann an, was die anderen Blogger an eigenen Erinnerungsartikeln geschrieben hatten. Es gab einige exzellente Artikel und Fotoessays, besonders bei Michelle Malkin, Dr. Sanity, und CUANAS, und alle so viel besser als mein eigener.

Also werde ich dieses Jahr etwas anderes machen: Ich werde der Ereignisse vor fünf Jahren gedenken, indem ich die Ereignisse vor 323 Jahren rekapituliere. Damit meine ich natürlich den anderen Nine-Eleven: den 11. September 1683, den Tag, an dem eine Allianz christlicher Armeen unter der Führung von Jan III Sobieski, dem König von Polen, vor den Toren von Wien eintraf.

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Das Osmanische Reich hatte sich die ganze Zeit seit dem Fall Konstantinopels an die Türken und sogar davor schon nach Europa ausgebreitet. Wo immer die moslemischen Armeen auch hingingen, plünderten sie Städte, nahmen Sklaven, wandelten Kirchen in Moscheen um und bekehrten viele tausend gefangene Christen mit vorgehaltenem Schwert zum Islam.

Die Armeen des Sultans überrannten Griechenland, Bulgarien, Rumänien und Serbien. Sie verwandelten das protestantische Ungarn in einen willfährigen Vasallen und führten wiederholt Krieg gegen Österreich und Polen-Litauen. Die Osmanen hatten Pläne mit Wien, nachdem der Fall der Stadt den Weg ins Herz Österreichs und in die reichen Fürstentümer des südlichen Deutschlands öffnen würde.

Nachdem es ihnen nicht gelungen war, Wien bei der Belagerung von 1529 einzunehmen, bereiteten die Türken 1683 einen zweiten Versuch vor. Unter der Führung des Großwesirs Pasha Kara Mustafa und zusammen mit ihren tatarischen und malaiischen Verbündeten trafen sie ihre Vorbereitungen und kämpften sich zur Hauptstadt vor, wobei sie österreichische Dörfer und kleinere Städte auf ihrem Weg überrannten und viele Gefangene machten. Als die moslemischen Horden sich Wien näherten, floh König Leopold mit dem Großteil der Bürger nach Westen und ließ nur eine Garnison von etwa 11.000 Soldaten und 5.000 Freiwilligen aus der Bürgerschaft zurück, um die Stadt gegen die Türken zu halten. Die Wiener ebneten Gebäude rund um die Stadtmauern ein, um dem Feind die Deckung zu nehmen, und brachten Lebendvieh und Proviant in die Stadt, um sich auf eine Belagerung vorzubereiten.

Am 16. Juli 1683 begann die zweite Belagerung Wiens. Die winzige Garnison in der Stadt war kein Gegenspieler für Kara Mustafas Armee von 140.000 Mann, aber der Großwesir beschloß, die Stadt zur Kapitulationsbereitschaft auszuhungern, statt einen Frontalangriff gegen ihre Befestigungen zu versuchen.

*   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *

Einer der Hauptgründe dafür, daß die Türken solch einen Erfolg auf dem Balkan und in Osteuropa hatten, war der Umstand, daß ihre christlichen Feinde nicht in der Lage waren, sich gegen sie zu vereinigen. Nachdem das Kalifat und das Osmanische Reich ein und dasselbe waren, litt der Islam nicht unter solcher Zankerei, und es war eine geeinte Horde, die unerbittlich durch die Bergpässe und über die Ebenen auf Wien vorrückte.

Österreich und Polen warem seit langem traditionelle Feinde gewesen, die angesichts der gemeinsamen Bedrohung erst spät zu einer Allianz kamen. Polen war traditionellerweise mit Frankreich verbündet gewesen, aber die Franzosen waren sogar im Bündnis unaufrichtig, besonders unter Ludwig XIV, dem Sonnenkönig. Ludwig hatte Pläne mit den deutschen Staaten entlang des Rheins und betrieb seine Diplomatie mit einem Auge auf die Hauptchance in Luxemburg oder den Rheinfürstentümern.

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All diese sich zankenden Staatswesen waren katholisch und theoretisch unter der Führung Roms vereint. Papst Innozenz XI erkannte die von den Osmanen ausgehende Gefahr und rief alle Herrscher Mitteleuropas im Namen Gottes und der Kirche auf, sich gegen den gemeinsamen Feind zu vereinigen und Wien zu retten.

Ludwig XIV lehnte es ab, seinem Pontifex zu gehorchen, und setzte sein Intrigieren fort.

Jan Sobieski andererseits war bereit, dem Aufruf des Papstes zu folgen. Um in den Krieg ziehen zu können, brauchte er jedoch gemäß dem polnischen Gesetz die einstimmige Zustimmung der polnischen Reichsversammlung. Der Botschafter des französischen Königs bearbeitete Mitglieder der Reichsversammlung mit massiven Schmiergeldern, damit sie gegen Sobieskis Unternehmen stimmten. Während des Großteils des Sommers schien es, als würde Sobieski nicht nach Wien reiten können.

Zum Glück für die Österreicher und für die Christenheit autorisierte Papst Innozenz den päpstlichen Nuntius in Krakau zum vollen Einsatz der Ressourcen des Vatikans. Der Nuntius war in der Lage, Ludwig beim Bestechen zu überbieten, aber nur knapp. Schlußendlich erreichte die Reichsversammlung Einstimmigkeit und autorisierte ihren König, zum Entsatz Wiens zu reiten.

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Als der König von Polen Anfang September nach Wien aufbrach,war die Wiener Garnison in verzweifelter Lage. Die Stadtbewohner waren am Verhungern, und die Stadt hatte durch das türkische Bombardement schwere Schäden erlitten. Die Geschütze der osmanischen Armeen waren von minderwertiger Konstruktion und nicht in der Lage, die Stadtmauern zu bezwingen, sodaß die Türken sich dem Tunnelbau zugewandt hatten. Sie hatten reichlich Schießpulver, und ihre Pioniere gruben Stollen unter die Mauern und ließen eine Anzahl von Sprengladungen hochgehen, die schweren Schaden verursachten und Breschen in den Mauern öffneten. Die Wiener scharten sich zur Errichtung von Barrikaden in den Lücken zusammen und schafften es, die Türken draußen zu halten, aber es war nur eine Frage der Zeit, bis Kara Mustafa erfolgreich sein würde. Die Wiener Garnison bereitete sich auf einen letzten Abwehrkampf innerhalb der Stadtmauern vor.

Es war in diesem letztmöglichen Moment am Abend des 11. September, als Jan Sobieski an der Spitze einer Streitmacht von 40.000 Polen und ihrer deutschen und österreichischen Verbündeten auf einem Hügel nördlich der Stadt ankam. Die Schlacht begann bald darauf in den frühen Morgenstunden des 12. September.

Die Österreicher und Deutschen attackierten die Türken zuerst in der Mitte und am linken Flügel. Die Türken führten einen Gegenangriff, hielten aber einen bedeutenden Teil ihrer Truppen zurück in der Erwartung, durch eine Bresche in der Mauer in die Stadt einzudringen. Gerade an diesem Morgen hatte der Großwesir eine zweite und stärkere Sprengladung vorbereitet, die unter der Löbelbastei hochgehen und die Stadt ein für allemal den türkischen Streitkräften öffnen sollte.

Zum Pech für Kara Mustafa hatten die Österreicher innerhalb der Stadt eine Gegentunneloperation gestartet. Die österreichischen “Maulwürfe” spürten den türkischen Stollen auf, fanden die Sprengladung und entschärften sie.

Ungefähr zur selben Zeit führte der König von Polen, an der Spitze mit den furchterregenden Flügelhusaren und mit 20.000 Mann hinter sich, einen Kavallerieangriff den Hügel hinab und in die rechte Flanke der osmanischen Armee. Die Husaren waren eine der gefürchtetsten Kampftruppen ihrer Zeit, und es hieß, daß das Geräusch des Windes durch die Federn ihrer künstlichen Flügel die Pferde des Feindes entnervten und abergläubische Soldaten in Panik trieb.

Die Schlacht war in drei Stunden vorüber. Der König stieß durch die türkischen Linien, und beim Anblick seines Erfolges machte die Wiener Garnison einen Ausfall aus der Stadt und traf von hinten auf die Türken. Demoralisiert durch diese Angriffe und die mißlungene Durchbrechung der Mauer flohen die Türken eilig nach Osten und ließen ihre Zelte, Waffen, Kriegsbanner, Proviant und Sklaven zurück.

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Die Belagerung war gebrochen und die Stadt gerettet. Jan III Sobieski wurde als der Held von Wien empfangen. Obwohl zu diesem Zeitpunkt noch nicht offensichtlich, war die osmanische Flut vor den Toren Wiens zum Stillstand gekommen und im Sinken begriffen, hatte ihren langen Rückzug über die nächsten zwei Jahrhunderte durch den Balkan und Griechenland bis nach Kleinasien begonnen.

Und was wurde aus den Fürsten?

Pascha Kara Mustafa wurde später in diesem Jahr in Belgrad hingerichtet und zahlte den höchsten Preis für sein monumentales Versagen. Jan Sobieski kehrte als Held nach Polen zurück. Österreich gewann nach und nach seine verlorenen Territorien zurück und dann noch einige dazu.

Und König Ludwig führte seine Kampagne gegen die deutschen Staaten fort; in Abwesenheit ihrer Verteidiger waren Luxemburg und andere kleine deutsche Staaten zum Widerstand nicht in der Lage und wurden von den Franzosen annektiert.

Langfristig waren die guten Beziehungen zwischen Polen und seinen Nachbarn im Westen nicht von Dauer; mit dem Abebben der türkischen Bedrohung kehrten die alten Feindseligkeiten zurück. Kaum ein Jahrhundert später vollzogen Österreich, Preußen und Rußland die finale Aufteilung Polens, und der polnische Staat hörte zu bestehen auf, bis er 1918 am Ende des Großen Krieges wiedergeboren wurde.

*   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *
Was an Jan III Sobieski auffällt, ist die Qualität seiner Führerschaft. Wichtiger als Waffen, Mannstärke, Taktik, Nachschub und sogar Mut, ist Führerschaft das, was den Unterschied in jedem Krieg ausmacht. Als Jan Sobieski seine Männer jenen Hügel hinab in die osmanische Flanke führte, war es seine Präsenz an der Spitze des Sturmritts, die seine unerschrockene Natur und absolute Entschlossenheit demonstrierte. Charakter kann nicht vorgetäuscht werden, und Männer, die diese Art von Charakter in ihrem Anführer erkennen, werden ihm durch die Tore der Hölle folgen.

Die Aufhebung der Belagerung Wiens erinnert mich an einen anderen Konflikt, eine Hemisphäre und fast zwei Jahrhunderte von Wien 1683 entfernt.

Während die Reiche Rußlands und Österreichs die Osmanen im mittleren 19. Jahrhundert immer weiter zurückdrängten, hatte die junge amerikanische Republik ihre größte Existenzkrise durchzustehen, den Krieg zwischen den Staaten, alias der Amerikanische Bürgerkrieg.

Der Charakter der Führerschaft im Bürgerkrieg war recht offensichtlich. Die Armeen des Nordens waren jenen des Südens zahlenmäßig weit überlegen, und der Norden war besser versorgt, technisch fortgeschrittener und besser bewaffnet.

Und doch war die von General George McClellan befehligte riesige Unionsarmee in der Anfangsphase des Krieges nicht in der Lage, gegen eine viel kleinere und schlecht versorgte konföderierte Armee bedeutende Fortschritte zu machen. Dieses Patt widerspiegelte den Charakter von McClellan, der ein schwacher, unschlüssiger und überheblicher Befehlshaber war.

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Die Erfolge der Konföderation während derselben Periode waren ebenfalls dem Charakter eines einzigen Mannes geschuldet: General Thomas Jonathan “Stonewall” Jackson. Der Charakter seiner Führerschaft war solcherart, daß er bei zahlreichen Anlässen die Männer unter seinem Kommando aus erschöpfter Verzweiflung zu beispiellosen Leistungen auf dem Schlachtfeld anspornen konnte. Es waren nicht seine Ermahnungen, noch seine schmissigen Reden, noch seine Verproviantierung der Beauftragten; es war sein Beispiel als Anführer, das seine Männer zu unerschütterlicher Loyalität und Hingabe inspirierte.

Im Romney-Feldzug, gleich nach Neujahr 1862, hatte Jackson einen Auftrag erhalten, der seinen Männern lange Märsche in scheußlichem Wetter zum Oberlauf des Potomac im heutigen West Virginia abverlangte.

Hier ist die Schilderung einer Begebenheit im Romney-Feldzug, wie von Brigadier-General John D. Imboden erinnert:

Auf jenem schrecklichem Wintermarsch ertrug Jackson alles, dem auch jeder Gefreite ausgesetzt war. Eines Morgens nahe Bath verfluchten ihn einige Männer, nachdem sie halb erfroren unter ihren schneebeladenen Decken hervorgekrochen waren, als die Ursache ihrer Leiden. Er lag ganz in der Nähe unter einem Baum, ebenfalls eingeschneit, und hörte dies alles; und ohne sich etwas anmerken zu lassen, kroch er demonstrativ ebenfalls heraus, schüttelte den Schnee ab und machte ein paar scherzhafte Bemerkungen zu den nächsten Männern, die keine Ahnung hatten, daß er in der Nacht herbeigeritten war und sich zwischen ihnen niedergelegt hatte. Die Begebenheit machte in ein paar Stunden ihre Runde durch die kleine Armee, versöhnte seine Gefolgsleute mit allen Härten der Expedition und stellte seine Popularität wieder voll her.

Also das ist Führungsqualität.

Andere Teile von Stonewall Jacksons Karriere erinnern an Sobieski. Wie der polnische König bereitete der Konföderiertengeneral in den Schlachten von Front Royal und Strasburg einer zahlenmäßig überlegenen Streitmacht eine völlige Niederlage und schickte die Bundestruppen in eiliger Flucht nach Norden, wobei sie Gepäck, Artillerie und Fuhrwerke zurückließen.

Jackson, der die Chance eines Durchbruchs zum Potomac sah, folgte den Unionstruppen das Shenandoah-Tal hinab auf Winchester zu. Als er erkannte, daß er seinen Soldaten durch taktische Kühnheit einen realen Kampf ersparen und sein Ziel erreichen könnte, drängte er sie bis an die Grenzen ihrer Ausdauer, um Winchester zu erreichen, bevor die Unionstruppen dort eintreffen konnten.

Bevin Alexander erzählt die Geschichte in Lost Victories: The Military Genius of Stonewall Jackson (S. 68):

Vor allem wollte Jackson einen beherrschenden Hügel südwestlich von Winchester einnehmen, um die Bundestruppen daran zu hindern, ihn in großer Zahl und mit Artillerie zu besetzen. Er trieb seine Soldaten bis tief in die Nacht hinein vorwärts. Um ungefähr 1 Uhr nachts am 25. Mai schlug Col. Samuel V. Fulkerson, der Führer der Dritten Brigade von Jacksons Division vor, die Männer eine Stunde oder zwei rasten zu lassen.

“Colonel,” antwortete Jackson, “ich stehe hinter keinem Mann zurück in Sympatie für die tapferen Männer unter meinem Kommando; aber ich habe die Pflicht, sie heute nacht schwitzen zu lassen, damit ich ihnen morgen ihr Blut ersparen kann.” Die Armee, sagte er, müsse bis zum Tageslicht unter den Hügeln von Winchester in Stellung sein. “Ihr sollt jedoch,” fügte Jackson hinzu, “zwei Stunden Rast haben.”

Die Kolonne hielt an. Tausende Rebellensoldaten sackten in ihren Spuren zusammen und schliefen auf der Straße ein.

Um 4 Uhr morgens am Sonntag, dem 25. Mai ließ Jackson, der Wache gehalten hatte, während seine Männer schliefen, die Kolonne entlang durchsagen, daß die Männer aufstehen sollten. Sie waren schnell wieder unter Waffen und auf dem Weg.

Er hielt Wache, während seine Männer schliefen. Kein Wunder, daß seine Männer bereit waren, ihm durch die Tore der Hölle zu folgen: er ertrug alles, was sie ertrugen, und noch mehr.

Wie Sobieski war Jackson immer vorneweg. Er kehrte gerade von der Schlacht nahe Chancellorsville 1863 zurück, als eine irrtümlich abgefeuerte Rebellenkugel seinen Arm traf. Er verlor seinen Arm, und dann sein Leben, und der Süden verlor den Krieg.

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Stonewall Jackson war ein taktisches und strategisches Genie, wie seine wiederholten Erfolge gegen einen zahlenmäßig überlegenen Feind bewiesen. Seine Züge werden wie die Hannibals von Taktikern studiert werden, solange Menschen Krieg gegeneinander führen.

Aber es war sein Charakter, die Qualität seiner Führerschaft, die definierten, wer er war. Es ist möglich, daß ein solcher Anführer einen Krieg verliert, aber für eine Armee, der diese Art von Führung fehlt, wird es fast unmöglich sein zu gewinnen.

Die Natur des Krieges hat sich im letzten Jahrhundert so sehr verändert, daß es für kommandierende Generäle nicht länger möglich ist, ihre Männer im Feld zu führen. Selbst wenn sie dies tun wollten, hätte es nicht die taktische Bedeutung wie damals, als Jan Sobieski einen Kavallerieangriff hügelabwärts gegen eine feindliche Truppe führen konnte, die mehr als viermal so groß war wie seine eigene.

Und dennoch… Man sehnt sich danach, diese Art von Charakter in unseren Führern zu sehen. Wir haben ein kurzes Aufleuchten davon gesehen bei Rudy Giuliani in den Tagen nach 9-11, und als der Präsident sich ein Megaphon schnappte und auf den Schutthaufen von Ground Zero stieg. Aber heutzutage gibt’s hauptsächlich Wortspenden und Pressekonferenzen und Positionspapiere und Besprechungen – die ganze Natur der Führerschaft hat sich geändert.

Sicher, auf Zugs- und Kompanieebene im Irak und in Afghanistan wird dieselbe Art inspirierender Führerschaft jeden Tag gezeigt, wo die Leutnants eine höhere Verlustrate haben als jeder andere Rang. Die Milblogger sorgen dafür, daß wir alle uns dessen bewußt sind. Aber auf Brigadeebene sind solche Aktionen nicht länger möglich.

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Lange nach dem Ende des Konflikts gab Col. G.F.R. Henderson seine Bewertung von Jacksons unheimlichem Genie ab:

Er lernte auch, sich in die Lage seines Gegners zu versetzen und seine Schwäche zu erkennen. Er lernte, in einem Wort, daß Krieg eher ein Kampf zwischen zwei Intellekten ist als ein Konflikt der Massen; und aufgrund dieses Wissens spielte er mit solch außergewöhnlichem Können auf den Herzen seiner Feinde.

Der Krieg, in dem wir uns gerade jetzt befinden, ist ein Informationskrieg, wie Owen Johnson ihn so meisterhaft in seinen neulichen Artikeln auf Shrinkwrappeds Blog beschrieben hat. Am Schluß der Serie sagt Mr. Johnson dies:

In diesem Krieg gibt es keine Nichtkombattanten. Nicht nur sind wir alle in den Augen unserer Feinde militärische Ziele, sondern wir alle nehmen auch am Kampf teil. Jede Meinung, die wir formen und ausdrücken, jede Schlußfolgerung und jedes Argument, das wir machen, und besonders jede Wählerstimme, die wir abgeben, beeinflußt unseren Feind und wirkt sich auf unseren kollektiven Willen aus. Wir müssen uns dessen bewußt sein.

Und deshalb bin ich hier und schreibe dies. Jede Wirkung, die ich auf die Ereignisse unserer Zeit haben kann, wird bestenfalls winzig sein. Aber wenn es viele tausend von uns gibt, die dasselbe tun…

Wenn Krieg ein Kampf zwischen zwei Intellekten ist, und wenn dies ein Informationskrieg ist, dann findet die intellektuelle Schlacht nicht zwischen General Franks und Saddam Hussein statt. Nicht mal zwischen George W. Bush und Mahmoud Ahmadinejad.

Sie findet statt zwischen Katie Couric und Osama bin Laden.

Zwischen Pinch Sulzberger und Ayman al-Zawahiri.

Will irgendjemand auf diese Auseinandersetzungen wetten?

Aber es gibt eine Menge informationellen Kanonenfutters da draußen in diesem Krieg, und eine Menge potentieller Charaktere, die reif sind für die Führerschaft. Leute wie Wretchard und James Lileks und Mark Steyn sind da draußen und sorgen für Gedankenklarheit und Einsichten, deren es unter unseren Führern und in unseren Medien schmerzlich mangelt. Wenn die Dinge schlimm genug werden, werden Leute wie sie natürlicherweise zu Führern aufsteigen, weil wir sie dann brauchen werden.

Wenn die Zeit der Schwierigkeiten da ist, wird ein virtueller Holger Danske aus den Kellern von Kronborg hervorsteigen, die Spinnweben aus seinem Bart schütteln, seinen Helm aufsetzen, sein Schwert ergreifen und erneut zur Verteidigung des Reiches antreten. Karl Martell wird seinen Hammer nehmen und sich dem Streit anschließen. Jan III Sobieski wird sich von seinem Ruhelager erheben, die Flügelhusaren aktivieren und einen Kavallerieangriff auf dem Informationshighway anführen. Ein Stonewall Jackson der Blogosphäre wird auftauchen, sich den roten Bart kratzen, tief in den Geist des Feindes schauen und entdecken, wie man dessen Schwächen zu seiner Überwindung nutzen kann.

An einem strahlenden Septembermorgen im Jahr 1683 erreichte die zweite Flut des Großen Islamischen Dschihad ihren Höhepunkt und begann abzuebben.

An einem strahlenden Septembermorgen im Jahr 2001 war die dritte Flut des Großen Islamischen Dschihad auf ihrem Höchststand.

Aber auch sie wird abebben. Sobieski ist da draußen und wartet darauf, geweckt zu werden für den Ruf zur Aufhebung der Belagerung vor den Toren Wiens.

Baron Bodissey | 9/11/2006 12:07:00 AM

 

Ausgewählte Kommentare:

 

 Zerosumgame:

Baron,

Stonewall Jackson war militärisch ein großartiger General, aber vergessen wir nicht, daß er für eine Nation (die Konföderation) kämpfte, die zur Verteidigung der Sklaverei geschaffen wurde.

Jackson für 9/11 zu verwenden, wo wir doch für die Freiheit und gegen den Islamofaschismus kämpfen, der uns versklaven würde (und bereits Millionen in Afrika versklavt), erscheint mir höchst unangemessen.

Ich bin kein Militärhistoriker, aber sicher hättest du einen brillanten amerikanischen General finden können, der wirklich FÜR uns gekämpft hat?

 Russet Shadows:

Die Konföderation ist nicht vorrangig zur Verteidigung der Sklaverei entstanden, sondern zum Erhalt der Selbstbestimmung. Würden Männer zu Millionen sterben für das Recht, Schwarze als Besitz zu behandeln? Ich zweifle aufrichtig daran. Würden Männer in diesem Ausmaß sterben, um für die Bewahrung ihres Heimatlandes und ihrer Unabhängigkeit zu kämpfen? Ja.

Denkt daran, daß nur 1/10 der männlichen Bevölkerung, die Sklaven besitzen konnte, es auch tatsächlich tat. Bedenkt auch, daß der Großteil der Plantagenbesitzer Whigs waren, die gegen den Krieg waren mit der Begründung, daß er den Handel (und somit ihren Profit) unterbrechen würde. Erinnert euch, daß Abraham Lincoln die Verfassung suspendierte und Zeitungen zwangsweise schließen ließ. Erinnert euch, daß die Emanzipationserklärung nur für die Gebiete galt, die direkt unter Kontrolle der Unionsarmee standen, und daß Lincoln voll dafür war, die Schwarzen zurück nach Afrika zu verschiffen.

Was ich höchst unangemessen finde, ist das Ausmaß historischer Unwissenheit, die heutzutage im Netz verbreitet ist.

Dessenungeachtet ein großartiger Artikel, Baron. Einer für kommende Zeitalter.

 Baron Bodissey:

Zero –

Ich habe über jemanden geschrieben, der für uns gekämpft hat. Ich bin ein Virginier, und er kämpfte für das Souveräne Commonwealth von Virginia, für meine Vorfahren, und nicht für die Sklaverei. Er besaß keine Sklaven, aber er war seinem Heimatland loyal.

Ironischerweise wurde sein Geburtsort ein Teil von West Virginia und lag somit in der Union.

Mein Ur-Urgroßvater kämpfte für die Konföderation, und sein Heim wurde von den Yankees bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Ich werde mich nicht von ihm distanzieren, auch wenn die Sache, für die er kämpfte, ungerecht war.

Stonewall Jackson ist inspirierend wegen der Qualität seines Charakters, nicht wegen der Sache der Konföderation. Es ist ein Glück für uns alle, daß Gott ihn zu dem Zeitpunkt zu sich nahm, als Er es tat, weil ansonsten der Süden vielleicht gewonnen hätte.

Ich bin stolz darauf, ein Virginier zu sein, ohne deshalb die Sache der Sklaverei zu unterstützen. Es gab 1862 viele Virginier, die so fühlten. Jeder hier mit einer tiefen Familiengeschichte kann dir wahrscheinlich ähnliche Geschichten erzählen.

Noch einmal: Ich unterstütze nicht die Sache der Konföderation. Ich hisse niemals die Konföderierte Kriegsflagge, wie es manche in meiner Nachbarschaft tun. Unsere Sache war nicht gerecht, aber einige der Männer, die für den Süden kämpften, gehörten zu den besten Soldaten, die jemals ins Feld zogen.

Stonewall Jackson wird wegen seines Genies und Charakters eine Inspiration für Soldaten sein, lange nachdem die Sache, für die er gekämpft hat, im Nebel der Zeit verloren und vergessen ist.

 Papa Bear :

Als ich deinen Bericht über die Schlacht von Wien las, fragte ich mich, ob Tolkien sie als Modell für “Herr der Ringe” verwendet hat.

Wien (Gondor) umzingelt von Horden der Orks (Türken). Alle Hoffnung dahin, bis die polnische Kavallerie (Rohan) erscheint und in die Flanke stürmt. Und der König von Frankreich spielt inmitten all dessen sein eigenes Spiel (Saruman)

 ZionistYoungster :

“ Einer der Hauptgründe dafür, daß die Türken solch einen Erfolg auf dem Balkan und in Osteuropa hatten, war der Umstand, daß ihre christlichen Feinde nicht in der Lage waren, sich gegen sie zu vereinigen. Nachdem das Kalifat und das Osmanische Reich ein und dasselbe waren, litt der Islam nicht unter solcher Zankerei, und es war eine geeinte Horde, die unerbittlich durch die Bergpässe und über die Ebenen auf Wien vorrückte.“

„Ludwig hatte Pläne mit den deutschen Staaten entlang des Rheins und betrieb seine Diplomatie mit einem Auge auf die Hauptchance in Luxemburg oder den Rheinfürstentümern.“

„Ludwig XIV lehnte es ab, seinem Pontifex zu gehorchen, und setzte sein Intrigieren fort.“

Moslems, die bei ihrem Angriff auf Europa Erfolg haben, weil ihre christlichen Feinde sich gegen sie nicht einig sind… die Franzosen intrigieren diplomatisch mit dem moslemischen Feind gegen die Mit-Christen, um materieller Gewinne wegen…

Sagtest du tatsächlich „vor 323 Jahren“, Baron…?

 Fellow Peacekeeper:

In Wirklichkeit gibt es nichts, was Brigadekommandeure daran hindert, von vorne zu führen. Es ist der unglückliche Nebeneffekt moderner Technologie, daß sie es ermöglicht, das zu vermeiden. (Und das umfaßt natürlich all diejenigen, die sich von Power-Point-Shows ablenken lassen, was leider wohl die meisten von ihnen sind).

Stonewall Jackson wird wegen seines Genies und Charakters eine Inspiration für Soldaten sein, lange nachdem die Sache, für die er gekämpft hat, im Nebel der Zeit verloren und vergessen ist. Zustimmung.

Ich bin kein Militärhistoriker, aber sicher hättest du einen brillanten amerikanischen General finden können, der wirklich FÜR uns gekämpft hat? Wenn das von zero kommt, heißt das wohl: ein brillanter amerikanischer General, der für die Juden gekämpft hat?

 PD111:

Ich zitiere hier einfach mal Lawrence Auster.

Der 423. Jahrestag von Europas Errettung:

Nach dem 11. September kommt der 12. September – das heißt, der 12. September 1683, der Tag, an dem die europäischen Mächte unter der Führung des polnischen Königs Jan Sobieski die Türken in der Schlacht von Wien besiegten und den Versuch der Moslems, die Stadt einzunehmen, beendeten. Die große osmanische Macht ging dann weiter zurück, was tausend Jahren unaufhörlicher moslemischer Angriffe gegen Europa ein Ende setzte und die moderne Welt möglich machte … bis natürlich im späten 20. Jahrhundert ein Europa, das sich nicht länger daran erinnerte oder darum scherte, was Moslems waren, oder was Europa selbst war, seinen alten Feind in Form von Millionen moslemischer Einwanderer wieder willkommen hieß, als ob es dieses Jahrtausend der Furcht und des Kampfes und der Verluste nie gegeben hätte.

Danke an Lawrence Auster von VFR dafür, daß er uns daran erinnert hat.

7. September 2009

Baron Bodissey: Den Counterdschihad vernetzen; Eine Grenze ziehen; Höllische Retter

Gespeichert unter: BeforeDawn — BeforeDawn @ 20:18

Text im pdf-Format (15 Seiten)                                                               

Den Counterdschihad vernetzen

von Baron Bodissey

Übersetzer: BeforeDawn

Die Originalartikel erschienen: im Mai 2008 unter dem Titel „Distributed Emergence – Networking the Counterjihad“ in Mission Europa, am 6. Juli 2009 unter dem Titel „Drawing a Line“ in Gates of Vienna, am 29. Juli 2009 unter dem Titel „Hellish Saviours“ in Gates of Vienna.

Vorbemerkung: Baron Bodissey hat sein Blog Gates of Vienna zu einer der wichtigsten Anlaufstellen für die Gesamtheit der im Internet aktiven europäischen Islamkritiker gemacht, zugleich aber als Amerikaner eine Verbindung für den diesbezüglichen transatlantischen Informationsaustausch geknüpft. Durch das Einstellen von Artikeln aus diversen europäischen Ländern, vor allem aber aus den skandinavischen (z. B. denen von Fjordman), durch Diskussionen von Kommentatoren mit unterschiedlichem nationalen Hintergrund, durch einen umfassenden News-Apparat und durch eine immer weiter ausgebaute Vernetzung zwischen GoV und den europäischen Bloggern, mit ihm selbst als Hauptknotenpunkt, hat B. B. mit seinem Blog eine wichtige übergreifende Struktur für die einzelnen nationalen Counterdschihad-Szenen geschaffen.

Seine Arbeit als Netzwerker hat er auf der Counterjihad Conference in Wien im Mai 2008 beschrieben:

Den Counterdschihad vernetzen

Das Ziel des Counterdschihad ist, Widerstandsaktionen gegen die Ausbreitung der Scharia zu organisieren und die Islamisierung in den westlichen Nationen zurückzuweisen.

Dieser Zweck kann durch eine Reihe von Strategien erreicht werden, die zusammen oder getrennt, nacheinander oder gleichzeitig durchgeführt werden. Dazu können einige oder alle der folgenden Strategien gehören:

    ● Gesetzgeberische Initiativen, entweder auf lokaler oder   auf nationaler Ebene

    ● Verfassungsklagen gegen die Ausbreitung des Scharia-Rechts oder gegen Mandate der EU und der UNO

    ● Fonds zur Unterstützung von Personen, die wegen „Missbrauchs“ der Meinungsfreiheit angeklagt sind

    ● Die Bildung politischer Parteien

    ● Druck auf die etablierten politischen Parteien ausüben, um sie dazu zu bringen, in ihre Programme Punkte, die gegen die Scharia  gerichtet sind, einzubringen

    ● Öffentliche Demonstrationen

    ● „Straßentheater“: z. B. das Verschleiern von Statuen

    ● Zugang zu den Medien suchen.

Wie können solche Aktionen in der wirkungsvollsten Weise durchgeführt werden?

Kleinere Demonstrationen oder andere Aktionsformen können eine breitere Wirkung haben, wenn über sie in den Medien berichtet wird oder wenn sie Verbreitung im Internet finden. Die Demonstration der SIOE am 11. Sept. 2007 in Brüssel war ein Beispiel einer solchen kleineren Aktion mit unverhältnismäßig großer Wirkung.

Mein Ziel ist es, für solche Bemühungen im kleinen Rahmen durch Techniken wirkungsvoller Organisation eine größere Wirksamkeit zu erreichen.

 Wie sieht ein Antidschihad-Netzwerk aus?

Das wichtigste Erfordernis eines effektiven gegen die Islamisierung gerichteten Netzwerks ist seine Internationalität. Die gegnerischen Netzwerke sind hochgradig international, und der radikale Islam koordiniert sich mühelos über die nationalen Grenzen hinweg. Dasselbe muss für uns gelten.

Glücklicherweise macht jetzt das Internet dieses relativ leicht. Wenn die Aktionsgruppe „Verschleiert die Statuen!“ eine weitere Initiative plant, können Menschen in der gesamten Welt im Moment der Durchführung davon erfahren.

Oder sogar vor dem Zeitpunkt der Aktion – und auf diese Weise kann der transnationale Counterdschihad am wirkungsvollsten sein.

Stellt euch vor, die örtliche Antischaria-Gruppe bereitet eine Straßentheater-Aktion in Oslo vor und klebt Tausende von Exemplaren einer Mohammed-Karikatur an Laternenpfähle in der ganzen Stadt.

Nun stellt euch vor, um wie viel wirkungsvoller eure Aktion wäre, wenn das Gleiche auch zeitgleich in Kopenhagen, Stockholm, Helsinki, Warschau, Prag, Wien, Belgrad, Rom, Zürich, Paris, Brüssel, Antwerpen, Amsterdam, Madrid und London stattfände. Jede „Mo“-Karikatur trüge dieselbe Schlagzeile – sagen wir: „Sie mögen das Bild nicht? Gehen Sie doch woandershin!“ – in der jeweiligen Landessprache.

Könnt ihr euch vorstellen, welche Wirkung dies haben würde? Eine Aktion mit geringen Kosten, nur für das Papier und den Druck, deren Bekanntwerden über den ganzen Kontinent auf der Verbreitung per E-mail und Instant Messaging beruht. Wahrscheinlich würden die Medien darüber berichten, und auch ohne sie würde die Nachricht sich verbreiten und die Bedeutung der Aktion würde in ganz Europa bekannt werden.

Menschen, die sich bisher isoliert, vereinzelt und erstickt durch die Kultur der Political Correctness der EU gefühlt haben, würden so erkennen, dass sie nicht allein sind.

Ein transnationales Netzwerk vertrauensvoller Kontakte ist aber nötig, um solche Wirkungen zu erzielen.

Ein dezentrales Netzwerk

Das effektivste Netzwerk für solche Aktionen ist dezentral und hat keine Hierarchie.

Ein hierarchisches Netzwerk kann eine wichtige und effektive Struktur darstellen, aber seine von oben nach unten gerichtete Organisations- und Kommunikationsstruktur wird nicht so schnell und wirkungsvoll zu Resultaten führen wie ein dezentrales.

In einem dezentralen Netzwerk gibt es keinen Chef. Ich kann nicht mit einem Griff zum Telefon gleichzeitige Demonstrationen in Lissabon, Bratislava, Ljubljana und Dublin anordnen.

Ich kann jedoch sicherstellen, dass meine Kontaktleute an jenen Orten unmittelbar von bevorstehenden wichtigen Ereignissen informiert werden, sobald ich selbst davon erfahre.

Ich verbringe jeden Morgen mehrere Stunden damit, meine E-mails zu lesen und, darauf basierend, „Netzwerkbeschleunigung“ zu bewirken. Meine Kontaktleute und Tippgeber senden mir Nachrichten und Informationen aus der ganzen Welt, vor allem aus Europa. Was ich für wichtig halte, schicke ich an jene, von denen ich glaube, dass sie es brauchen, und versuche, die Neuigkeiten so weit und so effektiv wie möglich zu streuen.

Diese Aktivitäten zahlen sich nicht sofort aus. Mein Name kommt dadurch auch nicht in die Zeitung. Niemand wird jemals dadurch berühmt oder reich werden. Aber im Zusammenwirken, wenn Tausende von Leuten dieselbe zielstrebige „Netzwerkbeschleunigung“ betreiben, dann entsteht, neben den Mainstream-Medien, ein zweiter Weg der Informationsverbreitung, und Zeitungen und Fernsehen werden allmählich bedeutungslos.

Dezentrale Netzwerke haben keinen Glamor. Es gibt keine Stars, keine glänzenden Events, sie bringen keinen materiellen Gewinn, sie sind eben nur effektiv.

Bereits bestehende Organisationen vernetzen

Ein wirkungsvolles dezentrales Netzwerk startet selbst keine Aktionen.

Es wäre sinnlos, wenn ich noch einmal das Rad erfände, denn ein voll ausgewuchtetes,  laserstabilisiertes Rad mit Speichen aus Titanium gibt es schon da draußen und wartet darauf, gebraucht zu werden. Meine Aufgabe ist es, Menschen dazu zu verhelfen, das Rad zu finden.

Wenn ich versuchte, eine Demonstration in Århus zu organisieren, würde ich meine Zeit nicht effektiv nutzen. Was ich auch immer praktisch umsetzen möchte, wird vielleicht schon von einer bereits bestehenden Organisation geleistet.

Die Funktion eines dezentralen Netzwerks besteht darin, solche Gruppen miteinander zu verbinden, sie gegenseitig von ihrer Existenz zu informieren, als Nervensystem zu fungieren, das die Signale in beide Richtungen überträgt. Wenn ich z. B. herausfinde, dass heute etwas Wichtiges in Schweden passiert, verbreite ich diese Information. Das Bloggen ist dabei nur ein Teil der Arbeit, das Kommunikationsmedium kann alles Mögliche sein – Telefon, Instant Messenger, E-mail, Skype, Brieftaube – Hauptsache, die Nachricht geht so schnell wie möglich durch das Netzwerk.

Wenn also jemand einen Text aus dem Dänischen übersetzt haben möchte, dann mache ich das nicht selbst – das wäre ja  dumm! -, dann reiche ich den Text weiter an das dezentrale Netzwerk. Und wenn es gut funktioniert, dann ist die Übersetzung in erstaunlich kurzer Zeit wieder bei mir.

Ein weiterer Vorteil dezentralen Vorgehens ist, dass unsere Netzwerke, wenn sie erst einmal einen Zusammenhang vertrauensvoller Kontakte bilden, eine Hilfe sein können, koordinierte Aktionen im Voraus zu planen.  Zum Beispiel, wenn Sverigedemokraterna [die schwedische nationalkonservative Partei; d. Ü.] vorhaben, eine Klage gegen den schwedischen Premierminister wegen Verrats einzureichen, kann die gleiche Initiative zur gleichen Zeit in Dänemark, Großbritannien, Spanien, Frankreich, Österreich, Deutschland und allen anderen Ländern, deren Verfassungen es verbieten, die Souveränität an die EU zu übertragen, vorbereitet werden.

Die Bemühungen in einem einzelnen Land könnten so durch ihre Vervielfältigung im ganzen Rest der EU in ihrer Wirkung gesteigert werden. Sie müssen lediglich durch eine effiziente Kommunikation koordiniert werden.

Unternetzwerke

Ein dezentrales Netzwerk ist nicht hierarchisch, das heißt aber nicht, dass es keine komplexe Organisation ist. Um am effektivsten zu funktionieren, ist es in Knoten mit Unternetzwerken aufgeteilt. Jeden mit jedem zu vernetzen, ist  sicherlich nicht der beste Weg, eine Aufgabe wie diese durchzuführen.

Unternetzwerke müssen nicht voneinander abgegrenzt sein; ja, ein gewisses Mass an Überschneidung ist sogar wünschenswert. Ich bin vielleicht der Hauptknoten in einem Netzwerk, das Übersetzungen aus europäischen Sprachen organisiert, und zugleich bin ich ein Knoten auf der dritten Ebene, der sich für gesetzgeberische Initiativen einsetzt. Die effektivste Organisationsstruktur für die spezifische Menge an Aufgaben im Netzwerk wird sich mit der Zeit herausbilden.

Aber eine Komplexität von mehr als drei Ebenen wird dazu tendieren, die Reaktionsgeschwindigkeit des Netzwerks herabzusetzen. Es wird dann dazu neigen, den Organisationsweg von oben nach unten ineffektiv werden zu lassen, und es wird die Gefahr wachsen, dass es  durch „Enthauptung“, also durch die Ausschaltung eines Knotens, lahmgelegt wird.

In anderen Worten, je tiefer die Hierarchie ist, desto mehr verhält sich das Netzwerk wie eine Regierung.

Ein Netzwerk des Vertrauens aufbauen

Jedes Netzwerk ist für Unterwanderung und Sabotage anfällig. Eine widerstandsfähige Struktur ist notwendig, um Einbrüche zu reparieren, Desinformation zu neutralisieren, und Teilfunktionen abzuschotten, so dass Infiltration weniger Schaden anrichten kann.

Eine vertrauenswürdige Basis für den Erstkontakt zu schaffen, ist der erste Schritt, dennoch reicht eine Fehleinschätzung oder ein gehacktes Passwort, um ein Unternetzwerk in Gefahr zu bringen.

Deswegen kann eine traditionelle Zellenstruktur – also die Unabhängigkeit von Teilnetzwerken – für die Schadensbegrenzung wichtig sein. Dies wird umso wichtiger werden, wenn erst westliche Regierungen repressiver gegen „Rassisten“ vorgehen und Dissens unterdrücken.

Was ich hier sage, ist bereits in verschiedenen europäischen Ländern illegal. Die Sicherheit eines Netzwerks zu garantieren, ist bereits jetzt wichtig, und es wird in Zukunft noch wichtiger werden.

Dampfmaschinenzeit

Charles Fort war ein exzentrischer – einige würden sagen – ein „durchgedrehter“ amerikanischer Schriftsteller und Journalist am Anfang des 20. Jahrhunderts. In seinem Buch „Da!“ [engl. Ausgabe: "Lo!"] prägte er den Ausdruck „Dampfmaschinenzeit“, ein Begriff, der das Wesen des dezentralen Netzwerks  beschreibt:

„Wenn das menschliche Denken ein wachsender Organismus wie alle anderen wachsendes Organismen ist, dann ist seine innere Logik nicht in sich selbst begründet, sondern sie ist nur die sich anpassende Konstruktivität, die alle anderen wachsenden Dinge auch haben. Ein Baum kann sozusagen nicht herausfinden, wie er Blüten treiben soll, bevor seine Blütezeit kommt. Ein sozialer Organismus kann nicht den Gebrauch von Dampfmaschinen herausfinden, bevor die Dampfmaschinenzeit kommt. Denn was auch immer mit dem Begriff „Fortschritt“ gemeint ist, so sind in den menschlichen Gehirnen dafür keine eigenen Standards vonnöten, in dem Sinne, dass kein Teil einer wachsenden Pflanze einen selbstgemachten Plan zu seiner eigenen Anleitung nötig hätte, oder ein spezielles eigenes Wissen darüber, wie er ein Blatt oder eine Wurzel werden soll. Er braucht keine eigene Grundlage, weil die zusammenhängende Ganzheit der Pflanze die sich auf alles beziehende Grundlage für ihre Teile ist. Somit, im Kontext dieser Theorie des Eintauchens ins Ganze, akzeptiere ich nicht, dass die menschlichen Gehirne völlig unselbständige Einheiten sind, genau wie ich nicht akzeptiere, dass ein Blatt oder eine Wurzel einer Pflanze, obwohl so sehr abhängig von dem Hauptteil des Organismus und so ohne Zweifel nur ein Teil von ihm, völlig ohne einen gewissen individualisierenden eigenen Aspekt ist.“

Meine Damen und Herrn, es ist Dampfmaschinenzeit!

 

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Vorbemerkung: In einigen Städten Dänemarks finden seit dem Herbst 2008 gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen muslimischen, meist arabischen, Jugendlichen und den Hells Angels statt. Letztere, die ebenfalls nicht immer auf dem Boden der Gesetze agieren, versuchen nun, auf ihre Weise, den Übergriffen der muslimischen Jugendlichen in den Straßen der betroffenen Innenstadtviertel entgegenzutreten, da niemand anders es tut. In einem Manifest haben sie ihrer Verachtung für diese Jugendlichen Ausdruck verliehen.

In den beiden folgenden Texten setzt sich B. B. mit der Frage auseinander, was es für die über mehr als tausend Jahre gewachsene rechtsstaatliche Ordnung der europäischen Länder jetzt und zukünftig bedeutet, dass statt der staatlichen Ordnungskräfte nun die selbst nicht der Gewalt abgeneigten Hells Angels begonnen haben, der Gewalt der Banden muslimischer Einwanderer entgegenzutreten. – Man muss nicht unbedingt B. B.s pessimistischen Blick in die Zukunft teilen, man kann aber wohl nicht umhin, zuzustimmen, dass der Fortbestand der Rechtsordnung, wie wir sie bislang hatten, in Frage steht. 

 

Eine Grenze ziehen

 

Vor einigen Tagen hat Robert Spencer folgendes geschrieben, in Bezug auf die Brezeln, zu denen sich die Swift Beef Co. verbogen hat, um den Forderungen ihrer moslemischen Mitarbeiter in ihrem Werk in Greeley, Co entgegenzukommen:

Niemand weiß, wann dieses Entgegenkommen ein Ende haben wird, weil niemand jemals daran gedacht hat, oder gewagt hat, den muslimischen Gruppen in den USA die Frage zu stellen, wieviel Scharia eingeführt werden muss, damit sie  zufrieden gestellt sind, und wo der Punkt ist, an dem sie beginnen werden, sich an die amerikanische Gesellschaft anzupassen. Und natürlich, wenn irgendjemand wirklich eine solche Frage stellen sollte und die Muslime in Übereinstimmung mit dem traditionellen Kanon des islamischen Rechts antworten würden, wäre die Antwort, dass sie nicht eher aufhören werden, die Anpassung an die Scharia zu verlangen, bis die Gesamtheit des islamischen Gesetzes in den USA eingeführt, die Verfassung umgestürzt und Amerika unter eine Scharia-Regierung gebracht ist.

Bis dahin ist es so, dass es  immer noch ein weiteres Stück der Scharia einzuführen gibt, und jetzt liegt für das ganze Land der  Präzedenzfall  vor, dass amerikanische Gesellschaften und Institutionen ihre Praktiken zu ändern haben, um den Forderungen der Scharia zu genügen, und niemanden stört es. Irgendjemand wird  irgendwo, irgendwann eine Grenze ziehen müssen, bevor es zu spät ist, oder?  Wir sind alle eine große, glückliche multikulturelle Familie, nicht wahr? Oder etwa nicht?

Irgendjemand wird irgendwo, irgendwann, eine Grenze ziehen müssen, bevor es zu spät ist, oder? 

Ich möchte mich in einer indirekten Weise  mit dieser Frage beschäftigen – beantworten kann ich sie nicht, denn es gibt keine Antwort.

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Mehr als tausend Jahre lang ist die Erbmonarchie die normale Regierungsform in Europa gewesen. Die moderne europäische Demokratie ist aus ehrwürdigen monarchischen Strukturen erwachsen, die erst nach dem Ersten Weltkrieg zerstört bzw. auf eine symbolische Funktion reduziert wurden.The Emperor’s New Clothes

Aber woraus hat sich die Erbmonarchie entwickelt? Sie ist nicht plötzlich in voller Entfaltung dem Haupte des Zeus entsprungen. Sie war auch nicht die übliche Regierungsform in der Antike.

Die Erbmonarchie, oder generell formuliert, die Primogenitur des männlichen Erstgeborenen des Monarchen – gewöhnlich mit einem Siegel göttlicher Gnade versehen – entstand im frühen Mittelalter, als die Institution des Königtums sich etablierte und sich als Spitze der feudalen Ordnung  festigte.

Nach dem Zusammenbruch des Römischen Reichs wurden große Teile Europas von germanischen Stämmen überrannt. In diesen Gruppen war das Königtum völlig verschieden vom Modell des römischen Kaisertums, aber auch verschieden von dem, was einige Jahrhunderte später in Nordeuropa entstand. Es wurde nicht vererbt,  obwohl die Tatsache, dass jemand der Sohn des bisherigen Königs war, von Vorteil sein konnte, in etwa der Weise, in der es wahrscheinlich ist, dass der Sohn oder die Tochter  eines Hollywoodstars im Film eher erfolgreich sein wird als andere aus der Altersgruppe.

Das Wort „König“ leitet sich von der gemeingermanischen Wurzel *kuningaz ab, aus der sich zunächst regionale Varianten entwickelten, kuning, cyning, koning, und schließlich die Worte für „König“, die in den heutigen germanischen Sprachen anzutreffen sind. Dieses Wort bestand aus zwei Partikeln, nämlich kin und ing.

„Kin“  hat die Bedeutung „blutsverwandt“, und das Suffix „-ing“ bedeutet „zugehörig“ oder „von ähnlicher Art“. Diese Teile wurden zusammengefügt, und somit bezeichnet das Wort „König“ ursprünglich jemanden, der seinen Stamm und dessen Art am besten repräsentierte.
Das Königsamt existierte also im wesentlichen auf der Ebene der Stämme. Der König kam für seine Position durch eine Kombination hochgeschätzter Eigenschaften in Frage: Geschick in der Schlacht, physische Stärke und Mut, Organisationstalent, und all die anderen Merkmale, die einem Mann bei seinen Genossen Respekt verschaffen. Um ins Amt zu gelangen, war nicht immer ein persönlicher Kampf nötig, kein König jedoch konnte seine Position halten ohne die Fähigkeiten eines Kriegers. Die größten Könige – und die Gründer späterer Dynastien – waren diejenigen, die  in der Schlacht sich Ruhm erworben und in der Politik ihr Urteilsvermögen unter Beweis gestellt hatten, bei denen sich also körperliche Fähigkeiten mit denen des Verstandes verbanden.

Auf der Basis dieser Talente und Fertigkeiten  wurde der König von seiner lokalen Gruppe oder seinem Stamm per Akklamation  gewählt. Im frühen Mittelalter stellte Nordeuropa einen Flickenteppich von Herrschaftsgebieten lokaler Könige dar, in heutigen Begriffen würde man eher von Stammeshäuptlingen oder militärischen Anführern sprechen.

Nach den Maßstäben, die fünf oder sechs Jahrhunderte später galten, waren sie ungehobelte Barbaren. Sie waren gewalttätig und rücksichtslos jedem gegenüber, der nicht zu ihrem Herrschaftsbereich gehörte. Gegenüber ihrem eigenen Stamm (kin) verhielten sie sich loyal und fürsorglich. Die Rechtsprechung ging vom König aus, und wenn sie nicht, entsprechend den Maßstäben des Stammes, gerecht und fair war,  blieb er gewöhnlich nicht allzu lange König, den es gab immer Rivalen, die begierig waren, seine Stelle einzunehmen.

Hinweis: Erinnern uns diese frühen Könige, raue Barbaren, die sich um ihre eigenen Leute kümmerten,  an irgendetwas, das wir hier erst kürzlich diskutiert haben?

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Während des  Mittelalters, als sich allmählich die europäische Zivilisation herausbildete, führten lokale Könige gegeneinander Krieg über Ressourcen und Territorien. Königreiche verschmolzen oder koalierten, sei es durch Eroberung, sei es durch Übereinkunft. Wenn ein Königreich sich seine Nachbarn einverleibte, gewann das von einem König regierte Gebiet an Größe, und was vorher aneinandergrenzende Königreiche gewesen waren, wurden zu Herzogtümern, Grafschaften, Jarltümern und anderen kleineren politischen Einheiten innerhalb eines größeren Königreichs. Diese Teilgebiete konnten durch Verträge getauscht oder durch Kriege erobert werden, so dass die Landkarte Europas einem verrückten Patchwork wechselnder politischer Zugehörigkeiten glich.

Das Feudalsystem war der Kitt, der dies neue System zusammenhielt. Wenn ein Herzog oder Graf Lehnsmann eines Königs wurde, war er ihm Tribut schuldig. Der Vasall schuldete seinem Lehnherrn einen Tribut – in der Form einer materiellen Leistung oder als Dienst. Nur innerhalb des Feudalsystems konnte eine politische Einheit von der Größe der Normandie einer vergleichbaren politischen Gruppierung auf der anderen Seite des Englischen Kanals den Krieg erklären.

Vom Standpunkt eines lokalen Lehnsherrn war Krieg zwischen zwei Staaten schon schlimm genug, aber Gesetzlosigkeit und Räuberei innerhalb eines Königreiches waren noch schlimmer. Gesetzlosigkeit zog die Effektivität und die Legitimation des Souveräns in Frage, so dass es im Interesse des Königs war, das Gewaltmonopol innerhalb seines Reiches aufrecht zu erhalten, um die politische Stabilität seiner Herrschaft zu sichern.

So entstand der Königsfrieden, der Vorläufer der modernen Zivilgesellschaft und des Rechtsstaats. Indem jedem das Recht, Gewalt anzuwenden, verweigert wurde, außer denen, die im Auftrag der Krone dazu ermächtigt waren, garantierte der König einen Frieden, unter dem das Gemeinwohl blühen konnte. Vorausgesetzt, er handelte gerecht und ohne erkennbare Bestechlichkeit, behielt ein König, der den Frieden wahrte, in den Augen seiner Untertanen seine Legitimität.

Die Erblichkeit des Königsamtes war Teil des politischen Stabilisierungsprozesses.

Ein Königreich, in dem Rivalen den Thron des verstorbenen Königs zu usurpieren trachteten, war in aller Wahrscheinlichkeit schwächer und anfälliger für ein Auseinanderbrechen als konkurrierende Königreiche. Die Institution der Erbmonarchie war eine natürliche Darwinsche Reaktion – die Königreiche, die auf diese Weise die Thronfolge regelten, überlebten, expandierten und annektierten konkurrierende Reiche mit größerer Wahrscheinlichkeit als diejenigen, die es nicht taten.

Fügt man zu diesem Verfahren noch die Inzucht hinzu und weitere Jahrhunderte bis  zum 18. und 19. Jahrhundert, dann finden wir statt der streitsüchtigen barbarischen Kraftmeier der germanischen Frühzeit verweichlichte Adlige mit ihrem ererbten Reichtum und ihren Privilegien.

Man verabschiede sich von Gorm dem Alten und begrüße die Lippe der Habsburger.

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Faustus:   Bleib, Mephistopheles, und sage mir, wie meine Seele deinem Herrn nützen kann.
Mephistopheles:   Sein Königreich erweitern.

 

 

 aus: Christopher Marlowe: Dr. Faustus, 5. Szene

Ein Verfall der Qualität der königlichen Herrschaft beeinträchtigt nicht die allgemeine Wohlfahrt, vorausgesetzt der Monarch kann die Herrschaft des Rechts aufrechterhalten, die die Vorbedingung für Ordnung und Wohlstand ist. Solange der Gerechtigkeit Genüge getan wurde, war es nicht wesentlich, ob die Kriegerkönige zu Verschwendern und eitlen Narren degeneriert waren.

Mit dem Übergang vom Mittelalter zur Renaissance gingen die Aufgaben der Durchsetzung des Rechts und der Steuereintreibung von den bewaffneten Kräften des Königs zu den Dienern einer expandierenden Staatsbürokratie über, die mit dem Einbruch der industriellen Revolution dann überdimensional wuchs.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte eine massive Staatsbürokratie sich verselbständigt und ihre eigene Logik entwickelt und wurde nur noch unwesentlich von der Person des Monarchen beeinflusst  – oder von den Entscheidungen der parlamentarischen Körperschaften. Könige, Königinnen, Regierungen, Minister, Parteien und Parteiungen kamen und gingen, aber das Staatsungetüm wuchs und wuchs beharrlich weiter.

Es ist wichtig zu beachten, dass kein politischer oder gesellschaftlicher Umsturz – nicht einmal die Bolschewistische Revolution – das Funktionieren der Staatsbürokratien unterbrochen hat. Aus den Behörden des Zars wurden die Behörden Lenins, und die Agenten der Ochrana [die zaristische Geheimpolizei; d. Ü.] setzten ihre Arbeit als Agenten des  NKWD [´Volkskommissariat für innere Angelegenheiten´, die Geheimpolizei der Sowjetunion; d. Ü.] fort.

Die unerbittliche Logik des durchbürokratisierten Staates hat uns an den Rand des Abgrunds geführt, auf dem wir heute schwankend stehen.

Die innere Dynamik eines bürokratischen Organismus erzwingt sein unablässiges Wachsen. Um zu wachsen, muss er seine Kontrolle über die ihm Unterworfenen ausdehnen. Daher der Wohlfahrtsstaat, der die Fühler des bürokratischen Regimes in jede Ecke und jede Ritze ausstreckt, in der die Menschen ihr Leben führen. Daher die rasche Vermehrung von Gesetzen, Bestimmungen und Regelungen.

Der technologische Fortschritt steigert die Produktivität, und der jeweils entstehende Wohlstand wird unmittelbar vom hungrigen Magen der modernen Staatsbürokratie verschlungen. Der Produktivitätszuwachs ist verwendet worden zur Errichtung der Infrastruktur und zum Aufbau des Öffentlichen Dienstes, dessen Aufgabe es ist, die Menschen, die den Wohlstand produziert haben, zu kontrollieren,  – der „freien Sklaven“ der modernen postindustriellen Gesellschaft.

Der Staat macht alles und ist überall: er sorgt für deine Sicherheit, er sagt dir, was du essen und trinken sollst, und er regelt, was du sagen darfst, und zu wem. Der Staat hütet deine Kinder, sorgt für deinen Transport, zahlt die Kosten für deine medizinische Versorgung, bringt dich im Pflegeheim unter und schließlich euthanasiert er dich, wenn du unnütz geworden bist.

Und vor allem: der Staat sorgt dafür, dass du das Richtige denkst.

Eine der Hauptaufgaben der modernen Bürokratie ist es, für dein richtiges Denken zu sorgen, so dass dein Handeln im Einklang mit den Zielen des Staates ist, so dass bewaffnete Garden und beständige Überwachung sich erübrigen. Bei fast völliger ideologischer Übereinstimmung zwischen dem Regierungsapparat, den Medien, den Universitäten und dem öffentlichen Schulwesen ist staatlicher Zwang nicht mehr nötig. Der Gulag ist im Kopf des Bürgers.

Dieser historische Prozess hat sich unaufhaltsam entwickelt, um nun die Schlussphase zu erreichen, mit der wir uns jetzt konfrontiert sehen. Von der Aufklärung durch den Marxismus und die linke Kulturrevolution bis hin zur postindustriellen sozialstaatlichen Demokratie hat sich der Trend hin zu einer unaufhörlich expandierenden Bürokratie fortgesetzt, die wiederum notwendigerweise immer mehr Sozialismus erfordert, unabhängig davon, wie die herrschende Ideologie gerade heißt.

Im Verlauf des 20. Jahrhunderts hat der bürokratische Leviathan sich an seiner letzten Begrenzung gerieben: dem Nationalstaat. Nur durch die Auflösung der Grenzen und der unterschiedlichen nationalen Identitäten konnte die Macht der Bürokraten noch weiter gesteigert werden. Auch hier hat eine unaufhaltsame Logik die ideologische Entwicklung durch das Jahrhundert hindurch vorangetrieben: das allgemeine Wahlrecht, die allgemeinen Menschenrechte, die Erhebung von „Diskriminierung“ in den Rang einer Todsünde, das  Tabu der Ausgrenzung, die Propagierung von Verschiedenheit, der Multikulturalismus, die EU, die Nordamerikanische Union (NAU), und die UNO.

Um den globalen Plan zu verwirklichen, müssen die Nationen durch den Import von Menschen aus fremden Kulturen zerstört werden, indem die verschiedenen nationalen Identitäten verwässert werden und die letzte Barriere für die weltweite Vorherrschaft des sozialistischen Superstaats beseitigt wird. Die ideologische Indoktrination in den Schulen und durch die Medien hat in die Köpfe der Menschen die Vorstellung gepflanzt, dass Widerstand gegen den Import von Ausländern rassistisch, fremdenfeindlich und zutiefst sündig ist. Das Ergebnis ist, dass die meisten Leute heutzutage Schwierigkeiten damit haben, nationale Ideale von ganzem Herzen zu unterstützen. Jeder betrachtet jetzt die Verteidigung seiner eigenen Kultur mit dem Gefühl der moralischen Unbehaglichkeit.

Der internationale islamische Dschihad hat in diesen Haarriss des Selbstzweifels eine Klinge geschoben und ihn zu einem klaffenden Spalt geweitet. Die Risse gehen jetzt in alle Richtungen und drohen das ganze Gebäude der westlichen Zivilisation zum Einsturz  zu bringen.

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Der strategische Verfall, den die Mandarine der internationalen sozialistischen Bürokratie in das System eingeführt haben, infiziert die Teilnehmer auf allen Ebenen, so dass die Verwaltungselite genau so wie die hoi pollói [altgr. "die Vielen", die Masse; d. Ü.] die gleiche Allergie gegen nationale und kulturelle Selbstverteidigung bekommen haben.

Solange das multikulturelle Regime sich nur mit seinen eigenen westlichen Klienten befassen musste, hatte dieses Symptom keine ernsten Konsequenzen. Ist die PC-Ideologie noch nicht genügend ins Bewusstsein integriert, reichen gewöhnlich Diffamierung, Ausgrenzung und der angedrohte Verlust von Sozialleistungen aus, um die Schafe bei der Herde zu halten.

Jetzt enthält das System jedoch alle Voraussetzungen für sein Scheitern. Die importierten Ausländer kommen bereits indoktriniert mit einer Ideologie zu uns – nämlich dem Islam -, die gegen die selbstmörderischen Glaubenssätze der modernen politischen Korrektheit resistent ist. Und nicht nur das: Rücksichtslosigkeit, Brutalität, Diebstahl, Mord, Vergewaltigung, Verlogenheit und jede andere Form üblen Verhaltens werden von dieser Ideologie gebilligt, wodurch der Islam sich selbst schützt und sich in die Lage versetzt, in die Kultur des neuen Gastgebers einzudringen.

Unglücklicherweise sind nun die, die ehedem die Wächter unserer Gesellschaft waren, angesichts dieser Invasoren völlig hilflos. Die einzigen Mittel, die ihnen zur Verfügung stehen, Toleranz, Verständnis, Erziehung, Überredung, Dialog, Kompromiss, sozialer Druck und kurze Gefängnisaufenthalte, sind gegen diese Parasiten, die sie so gedankenlos importiert haben, völlig wirkungslos. Die Neuankömmlinge sind nicht nur resistent, sondern richten die Grundsätze der Kultur ihrer Gastgeber gegen diese selbst. Die Wächter des großen Projektes der westlichen Zivilisation können nur zusehen und die Hände ringen, während die fremde Kultur all die verbotenen gewaltsamen Techniken anwendet, um das morsche sozialistische Experiment, das sie jetzt bewohnen, zu unterdrücken und zu untergraben.

Keins der ehemaligen Bollwerke des Westens – das Militär, die Polizei, die Justiz, die Kirchen, die Schulen, die Regierung – hat gegenüber der entschlossenen und todernsten Feindschaft  der Neuankömmlinge irgendeine Wirkung. Die eingeborene Bevölkerung ist ohne Schutz vor der Zerstörungskraft ihrer muslimischen Gäste.

Wir haben das Krummschwert an unseren Kehlen, und das einzige, was uns rettet, ist, sich zu unterwerfen, all unseren Wohlstand und unsere Frauen auszuhändigen und dann die Befehle unserer neuen Emire zu erwarten.

Wenn es denn einen Widerstand geben sollte, dann müsste er  aus der einheimischen Bevölkerung von atavistischen Elementen ausgehen, von jenen, bei denen, aus welchem Grund auch immer, die Vorschriften der neuen metrosexuellen, multikulturellen Indoktrinierung  keine Wirkung gezeigt haben. Wenn es Hoffnung gibt, dann liegt sie bei den Prolls: den Hinterwäldlern, den Bauern, den Eigensinnigen, den Ungehobelten, den Ungezogenen und Grobianen.

Die Unverfälschten von früher sind nicht ganz verschwunden; sie haben sich nur aus den Salons und Soireés der höflichen Gesellschaft zurückgezogen. Hengist und Horsa sind nicht verschwunden, sondern es ist nur selten geworden, dass sie noch in den Wohnzimmern der Bien Pensants erscheinen. Wenn es denn noch welche gibt, die das Herz unserer Kultur gegen den Vormarsch der Mohammedaner verteidigen bzw. zurückerobern, dann werden sie es sein.

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Und so kehren wir zur dänischen Abteilung der  Hells Angels zurück.

Wenn unsere Polizeischulen und Militärakademien mehr daran interessiert sind, dass ihre Absolventen möglichst verschiedenen ethnischen Minderheiten angehören, als  sie für den Kampf und für unsere Verteidigung vorzubereiten, wem sollen wir uns dann um Hilfe zuwenden? Welche harten Männer gibt es dann, die bereit sind, zu unserer Verteidigung zur Gewalt zu greifen?

Man gebe sich keiner Illusion hin: solche harten Männer werden aufstehen, um gegen das Eindringen einer fremden gewalttätigen Kultur Widerstand zu leisten. Vielleicht wird es nicht genügend von ihnen geben, um die Konfrontation zu gewinnen, aber sie werden dennoch sich erheben, um gegen den Feind anzutreten. Gewalttätigen Widerstand in der einen oder anderen Form wird es geben. Es ist unvermeidlich.

Während ich dies schreibe, gibt es noch kein Anzeichen, dass die traditionellen Beschützer der Staatsbürger bereit wären, diese Aufgabe zu übernehmen. Die Polizei und das Militär tun mutig ihr Bestes, aber sie sind durch die verrückten Regeln der Politischen Korrektheit gefesselt und operieren unter der Kontrolle von Vorgesetzten, die selbst im Banne der multikulturellen Ideologie stehen.

Milizen, Motorradgangs, organisierte Kriminelle und andere Randgruppen fühlen sich nicht an solche zivilisierten Empfindsamkeiten gebunden. Sie sind bereit, auszuschwärmen und in den Kampf zu ziehen, wenn ihre Interessen und ihre Angehörigen bedroht sind.

So stelle dir vor, du wärst ein Familienvater aus der Arbeiterklasse, der so gerade sein Auskommen hat. Du gehst zur Arbeit, ernährst deine Familie und bemühst dich, ein anständiges Leben zu führen. Vor dreißig Jahren noch war deine Nachbarschaft ein bescheidenes, aber geordnetes innerstädtisches Wohnviertel mit Menschen wie du und deine Familie.

Aber die „kulturelle Bereicherung“ hat das alles geändert, und deine zwölfjähige Tochter ist gerade von  einer Bande krimineller Migranten vergewaltigt worden. Die Polizei verspricht, alles zu tun, was möglich ist, aber nicht sonderlich viel scheint möglich zu sein. Statistisch gesehen, besteht nur eine zehnprozentige Wahrscheinlichkeit, dass die, die diese Abscheulichkeit gegen dich und deine Familie begangen haben, jemals gefasst, angeklagt, der Tat überführt und verurteilt werden. Und selbst im Falle, dass die Räder der Justiz sich zu deinen Gunsten bewegen, werden in aller Wahrscheinlichkeit nach einem Jahr oder zweien die jungen Täter wieder frei durch die Straßen ziehen und ihre abscheulichen Verbrechen wiederholen.

Nun stell dir vor, dass die örtliche Gruppe der Hells Angels sich gerade etwas weiter deine Straße herunter etabliert hat. Du stellst fest, dass Straßenraub und gewalttätige Übergriffe in deiner Nachbarschaft dramatisch seltener werden. Du empfindest ein Gefühl der Sicherheit, wenn du hörst, wie eine Harley vor deiner Haustür vorbeidonnert.

Und mehr als alles andere fällt dir auf, was mit den umherziehenden Banden jugendlicher Krimineller, die hinter kleinen weißen Mädchen her sind, geschieht. Nach den jüngsten Vorfällen sind diese Übeltäter – die im Viertel durchaus als solche bekannt sind, obwohl die Polizei nie genug Beweise hat, um sie zu überführen – in eine kleine Auseinandersetzung mit den Rockern geraten. Sie haben sich mit erheblichen Verletzungen in ihre Nebenstraßen zurückgezogen, und es ist auch schon vorgekommen, dass man einen von ihnen mit einer Kugel im Kopf auf dem Müllhaufen gefunden hat.

Und du merkst: es stört dich nicht so besonders.

Dir ist klar, das, was da passiert ist, ist gegen das Gesetz, und es müsste dich eigentlich beunruhigen. Früher hätte es deinen Sinn für Recht und Unrecht verletzt.

Aber du spürst auch instinktiv, dass dein Viertel – seit Jahrzehnten von der Politikern und der Justiz vernachlässigt – jetzt sicherer ist als vorher und dass du und deine Kinder endlich nicht mehr mit der Angst leben müssen, die euch so lange begleitet hat.

Und das alles, weil eine gewalttätige Motorradgang schließlich die Dinge für dich und deine Nachbarn in die Hand genommen hat. Im Gegensatz zu den staatlichen Autoritäten kümmern sie sich um ihre Leute – dich eingeschlossen. Kein Wunder, dass du den Drang verspürst, ihnen ab und zu einen Schein zukommen zu lassen, damit sie ihre Rösser am Laufen halten können.

Die Medien nennen all das einen „Bandenkrieg“, reden von einer „Eskalation auf beiden Seiten“, aber du weißt es besser. Du weißt, was wirklich vor sich geht, ist, dass die einzigen, die bereit sind, aufzustehen und zu kämpfen, einen lokalen Kampf gegen eine tödliche Invasion auf die Beine stellen. Du weißt, die Medien und die Politiker lügen dich an, und alle deine Nachbarn wissen es auch. Dieses subversive Wissen verbreitet sich schnell von Mund zu Mund durch deinen ganzen Bezirk.

So wie dieser Prozess hier beschrieben ist,  so beginnen gewöhnlich grundlegende Veränderungen, von denen die Mächtigen dann total überrascht werden.

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„Aber, Baron“, sagst du, „willst du mir etwa sagen, dass du dafür plädierst, dass die Hells Angels die Anführer einer neuen politischen Ordnung werden?“

Nein, das ist überhaupt nicht das, was ich sagen will.

Meine Analysen – wie ich leider immer wieder betonen muss – sind deskriptiv, nicht normativ. Ich beschreibe nur, was augenscheinlich und wahrscheinlich ist, ich stelle Vermutungen über das an, was weniger augenscheinlich und wahrscheinlich ist, und versuche herauszufinden, was die Möglichkeiten sind, zwischen denen wir entscheiden können.

Nehmen wir an, es bleibt uns nur die unangenehme Entscheidung, entweder den Hells Angels den Treueid zu schwören, oder uns den Heeren Mohammeds zu ergeben.

Die Hells Angels sind nicht die Art von Leuten, die man ins Wohnzimmer zum Tee einladen möchte. Sie sind letzten Endes Kriminelle, die nicht davor zurückschrecken, zur Verteidigung ihres Reviers Gewalt anzuwenden.

Das gleiche trifft auf die Moslems zu. Und unter ihrer grässlichen Herrschaft zu leben, wäre viel schlimmer als irgendetwas, das die Hells Angels  uns je antun würden. Um mal ein Beispiel zu nennen, die Hells Angels würden nie Frauen wie Vieh behandeln. Und sie würden auch nicht die Neigung zeigen, ihre kleinen Brüder sexuell zu missbrauchen.

Neulich habe ich Dymphna gefragt: „Wenn du nur die Wahl hättest zwischen der örtlichen Abteilung der Hells Angels und den Moslems, für wen würdest du dich entscheiden?“

Ihre Antwort war: „Die Hells Angels, keine Frage.“

Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass dieses unsere einzige Wahl sein wird. Aber ich wette weiterhin darauf, dass es eine dritte Möglichkeit gibt, aber ich weiß, dass die Chance, diese Wette zu gewinnen, sehr gering ist.

Dieser weitere Weg, wenn er denn möglich ist, wird  innerhalb der bestehenden gesetzlichen Verfahren unserer Gesellschaft gegangen werden müssen. Das heißt,  es ist der Weg der Wahlentscheidungen, und um diese zu verändern, werden wir gegen die reißende Flut der Medienpropaganda angehen müssen, die uns alle in die falsche Richtung hinwegtragen will.

Dies bedeutet, dass ein Wandel nur an den Rändern, Stück für Stück, bewirkt werden kann: ein Stadtrat hier, eine Parlamentssitz dort, ein Herausgeber einer Zeitung, den wir auf unsere Seite bringen können.

Eigentlich glaube ich nicht, dass die Zeit noch reicht, mit solchen Strategien zum Erfolg zu kommen, aber ich muss es versuchen. Ich will glauben, dass wir das, was wir jetzt haben, wenigstens in seinem Kern bewahren können, aber die Wahrscheinlichkeit ist größer, dass wir gezwungen sein werden, unser Los den Bikern, den Bürgerwehren, den Unangepassten und all den anderen, die nicht zum Mainstream gehören, anzuvertrauen – eben weil sie unsere einzige Hoffnung sind.

Aber versuchen will ich es auf jeden Fall. Wenn wir die Zivilgesellschaft erstmal verloren haben, werden wir lange brauchen, bis wir sie wiederhergestellt haben. In der Zwischenzeit werden wir manches entbehren müssen, was uns lieb und teuer ist.

So bin ich also entschlossen, mich der Mühe zu unterziehen, diesen Dritten Weg zu finden.

( . . . )

holgerdanske[1]Jedoch, es scheint, wir treten in eine düstere Periode des Chaos ein, aber nach einiger Zeit wird sich im Umkreis  der Starken und der Klugen eine neue Ordnung formieren. Männer, die zur Härte und auch zur tödlichen Gewalt entschlossen sind, werden dann erscheinen, um die restlichen Kräfte der alten Ordnung gegen die anzuführen, die sie vollständig zerstören wollen. Ein Mann von dieser Art wird der kuningaz, der cyning werden, der rauhe Champion, der sich und die Seinen gegen den Einfall der Zerstörer schützen kann.

Später, viel  später, wird ein neuer König Alfred kommen, um die Heerführer zu vereinigen und die Zivilisation neu zu beginnen.

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Kehren wir also zu Robert Spencers anfänglicher Frage zurück: Irgendjemand wird  irgendwo, irgendwann, eine Grenze ziehen müssen, bevor es zu spät ist, oder?

( . . . )

Unglücklicherweise erodiert dieses Feld, auf dem die Grenze gezogen werden müsste, ziemlich schnell und geht unter. Bald wird es keinen Raum, durch den man diese Grenze ziehen könnte, bzw. keine abgegrenzten Gebiete, zwischen denen man es tun könnte, mehr geben.

Im Moment  sind wir noch zivilisiert. Noch schrecken wir – so wie es sich gehört – vor der Vorstellung  von Barbarentum und Kriminalität zurück. Noch verehren wir die geordnete und verfeinerte Zivilisation, die wir mit so viel Mühe über so viele Jahrhunderte errichtet haben.
 
Aber es könnte sein, dass es uns nicht gegeben ist, sie zu erhalten. Die westliche Zivilisation trägt in sich den Samen ihrer eigenen Zerstörung, und wenn es nicht genügend gebildete und nachdenkliche Menschen aufwachen und diese Tatsache verstehen, dann könnte es sein, dass es ihr bestimmt ist, auf  der Müllhalde der Geschichte zu enden, wie so viele vor ihr.

Unsere bestehende Ordnung hängt von dem ab, was wir gewöhnlich den Gesellschaftsvertrag nennen, der dem Staat das Gewaltmonopol gibt und als Ausgleich dafür vorsieht, dass der Staat seine Bürger beschützt. Der Vertrag ist aber gebrochen worden. Das Recht wird nicht mehr durchgesetzt.

Auf diesen Zustand der Dinge erfolgt die Reaktion der Bevölkerung mit Verzögerung; noch ist sie nicht erfolgt. Es dauert, bis die Menschen aufwachen. Trotzdem: die Reaktion wird unweigerlich kommen.

Es ist an der Zeit, dass wir die wirklichen Alternativen, die uns konfrontieren, untersuchen. Nicht die Alternativen, von denen wir wünschen, dass es sie gäbe, sondern die wahrscheinlichen und vorhersagbaren, angesichts der Verhältnisse, in denen wir jetzt leben.

Es könnte sein, dass die wirkliche Frage diese ist: Wenn es auf eine Wahl zwischen zwei Formen der Barbarei hinausläuft, welche werden wir wählen: ihre oder unsere?

 

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  Höllische Retter

      Vercingetorix   

Ich habe in der letzten Zeit eine ganze Menge Posts über die „Bandenkriege“ in Dänemark und über die Aktionen, die von der dänischen Abteilung der Hells Angels gegen die Banden muslimischen Einwanderer  durchgeführt worden sind,  geschrieben.

Dies ist kein Thema, das leicht abzuhandeln ist. Sich vorzustellen, dass gewalttätige, kriminelle Randgruppen die Vorhut des Widerstandes gegen die Islamisierung sein könnten -  das geht einem nicht so leicht ein. Wenn unsere Diskussion nicht eine überzeugende und ernstgemeinte Missbilligung einschließt, riskieren wir, nicht nur als „Rassisten“ und „Neonazis“, sondern auch noch als „Kriminelle“ bezeichnet zu werden.

Aber wichtig ist, über die Welt zu reden, wie sie ist, und nicht, wie wir sie gerne hätten.

Wir hätten gern, dass unsere politischen Führer aufhören, Millionen von muslimischen Immigranten zu importieren. Wir hätten gern, dass sie angesichts der islamischen Einschüchterung mehr Rückgrat zeigen. Wir hätten gern, dass unsere wahlberechtigten Mitbürger sich informieren, so dass ihnen bewusst wird, was vor sich geht, und eine ganze Riege neuer Führer wählen, die sich für ihre eigenen Leute einsetzen.

Aber in der realen Welt gibt es kein Anzeichen dafür, dass dies geschehen wird. Das gegenwärtig existierende Paradigma – das System des demokratischen Rechtsstaats – hat uns im Stich gelassen.

Wenn der Verfassung und der Gesetze gemäß gewählte politische Führer nicht handeln, was geschieht dann? Werden die indigenen Europäer in Demut ihrem Untergang entgegengehen?

Oder werden diejenigen, die sich eh schon nicht an die Gesetze halten, anstelle der Politiker handeln?

In den Kommentaren zu meinen kürzlich eingestellten Posts über die dänischen Hells Angels, hat ein Kommentator seiner Missbilligung Ausdruck verliehen:

Lasst uns mal genau ansehen, wer die denn eigentlich sind, die diesen „Schakalen“ [Bezeichnung für die moslemischen Jugendlichen in dem Manifest der Hells Angels; d. Ü.] Widerstand leisten.

Seht ihr die Totenschädel, und überhaupt die Anspielungen auf Hölle und Tod? Glaubt denn jemand, dass dies die Leute sind, die kommen werden, um die westliche Zivilisation in ihrer höchsten Form zu retten?

„Und überhaupt: Es ist viel zu gefährlich, mit einem Hells-Angels-Logo auf dem Rücken auf einer Harley durch die Stadt zu brausen.“ Was sagt euch diese einfache Feststellung über die generelle Wirksamkeit der dänischen Hells Angels gegen die Schakale?

„Es liegt nicht in unserer Verantwortung, die Probleme der Gesellschaft zu lösen. Es ist nur unsere Reaktion auf das, was unseren Freunden und Familien angetan worden ist“, sagt H. [Mitglied der H. A.; d. Ü.] . Passt gut auf! All dies bedeutet nicht, dass die „Kreuzfahrer auf ihren eisernen Pferden“ zu unserer Rettung angeritten kommen werden, egal ob es sich um die Schakale handelt oder sonstwen.

So sehr ich auch Jønkes [Verfasser des Manifests; d. Ü.] offene Anklage der Schakale als derjenigen, die das Leben anständiger Dänen beeinträchtigen, bewundere, so wenig sehe ich die Hells Angels als eine Art von Rettern. Sie beschützen ihre eigenen Leute und lassen andere im Regen stehen, genau wie die Schakale.

Nun sagt mir, welchen Vorteil soll  uns das bringen?

Dies ist eine einfache Frage, jedoch erfordert sie eine komplizierte Antwort.

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Lasst uns zur realen Welt zurückkehren.

In den acht Jahren seit 9/11 hat es kein Anzeichen gegeben, dass irgendeiner der bedeutenderen langjährigen Mitspieler in der gegenwärtigen politischen Ordnung „es kapiert hat“. George W. Bush hat „den Terrorismus“ bekämpft, und er war der Beste, den wir uns erhoffen konnten. Die meisten europäischen Politiker – ob links oder „rechts“ – unterstützen den Multikulturalismus und verhalten sich gegenüber der andauernden Massenimmigration völlig passiv. Keiner der Mächtigen lässt auch nur im geringsten erkennen, dass er sich mit der kommenden sozialen und finanziellen Katastrophe, die der liberale Wohlfahrtsstaat über uns gebracht hat, zu befassen gedenkt.

In der Welt, wie sie ist, kann man entweder die Hells Angels haben, oder man kann aufhören, Bier zu trinken, und stattdessen “La illaha ila Allah, wa Muhammadun rasul Allah!” sagen.

Es wird nicht mehr allzu lange dauern, bis dies die einzige Wahlmöglichkeit für Schweden, Briten oder Niederländer sein wird.

Vor ein paar Wochen habe ich beschrieben, was wahrscheinlich passieren wird, wenn sich die Krise verschärft. Der traditionelle Gesellschaftsvertrag verpflichtet die staatlichen Autoritäten – als Gegenleistung dafür, dass sie das Gewaltmonopol innehaben -, uns vor  Gesetzlosigkeit und krimineller Gewalt zu beschützen. Sie haben aber aufgehört, dieser Verpflichtung nachzukommen, und Tausende von gewöhnlichen Bürgern sind täglich die Opfer. Eine durch die Zwillingsideologien der Politischen Korrektheit und des Mulikulturalismus verursachte Lähmung hat das Muskelsystem der westlichen Demokratien außer Funktion gesetzt und jede Reaktion auf existentielle Bedrohungen, von innen wie von außen, blockiert.

Oder, um ein anderes Bild zu gebrauchen, man muss den Kulturmarxismus als die Aids-Erkrankung des Westens betrachten. Der Islam ist das Pneumonie-Virus, das die Gelegenheit ergreift, den immungeschwächten Körper zu überfallen, und so den vollen Ausbruch der Aids-Symptomatik in unserer Kultur ermöglicht.

Wir sind in einer von uns selbst aufgestellten Falle gefangen, und es gibt keine Möglichkeit des Entrinnens, ohne die tiefsten Wahrheiten und die am höchsten gehaltenen Ideale aufzugeben, die seit Jahrhunderten in Europa und in der Diaspora der Europäer grundlegend gewesen sind.

Aber nicht jeder steckt in dieser Falle. Es gibt Millionen von normalen Menschen, die sich diese PC/MC -Weltanschauung [B. B. benutzt hier das deutsche Wort; d. Ü.] nicht aufschwatzen lassen. Ihre Ansichten sind nicht so verschieden von denen ihrer Großeltern und Urgroßeltern. Sie stimmen dem nicht zu, was ihre politische Führung in ihrem Namen tut, sie wollen einfach nur ihr normales, ruhiges Leben führen, ihre Arbeitsstelle behalten und es vermeiden, dass ihnen ihre Kinder von der Fürsorge weggenommen werden.

Der gewöhnliche Bürger mag über den sanften Totalitarismus, unter dem er zu leben gezwungen ist, zornig sein und ihn aufs Tiefste ablehnen, aber man kann von ihm nicht erwarten, dass er ein Held ist. Er hat schließlich alles zu verlieren.

Jedoch, all das ändert sich jetzt. Je mehr die Arbeiterviertel von „kulturell bereichertem“ Verbrechen überrannt werden, je mehr die Arbeitslosigkeit wächst, je mehr die törichte Fiskalpolitik des Staates das bisschen Geld, das die Leute verdienen, entwertet, desto weniger haben sie zu verlieren. Wenn diese staatliche Lähmung andauert, dann werden sie schließlich ihre jahrzehntelang geübte Zurückhaltung aufgeben und ihr Widerstand wird dann nicht gewaltlos sein. Irgendwann wird den Leuten der Geduldsfaden reißen.

Und diejenigen, die vorangehen, werden die sein, die sich sowieso schon nicht mehr an die Gesetze halten und zur Gewalttätigkeit neigen. Menschen eben, die sowieso wenig zu verlieren haben. Raue Gesellen, Unangepasste, Außenseiter der verschiedensten Art.

In Dänemark sind das die Hells Angels.

Hells Angels

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Lasst uns jetzt zur Frage des Kommentators zurückkehren: Nun sagt mir, welchen Vorteil soll uns das bringen?

Nun, zunächst einmal, die Hells Angels in Dänemark tun genau das, was Du empfiehlst: sich die islamischen Anführer vornehmen. In diesem Fall sind die Anführer die jungen Gewalttäter, die die moslemischen Banden anführen, und sie sind in dem kriminellen Ökosystem der dänischen Unterwelt der Immigranten die wichtigen Figuren.

Im letzten Mai, als ich mich in Dänemark aufhielt, hat die AK81, die Gruppe, die die Hells Angels unterstützt, einen Bandenführer der Immigranten erschossen. Ich hatte eine Diskussion mit einem Dänen über diese Situation, und er sagte: „Wissen Sie, es ist immer klar, es ist ein Däne, der geschossen hat, weil der nur einen Schuss braucht. BÄNG! (er zeigte mit dem Finger auf die Mitte der Stirn)  – und der Bursche ist tot. Aber wenn die Moslems jemanden erschießen, dann jagen sie ihre Kugeln in alle Richtungen und treffen noch nicht einmal ihr eigentliches Ziel, sondern nur Unschuldige, die zufällig herumstehen.“

Obwohl also beide Gruppen kriminell sind, muss man eine Unterscheidung treffen.

Und der durchschnittliche Däne versteht diesen Unterschied. Sogar obwohl er die Hells Angels abstoßend findet, findet er die Vorstellung, dass sein Land von migrantischen Gewalttätern überrannt werden könnte, noch abstoßender.

Dies erklärt die Popularität des Schakal-Manifests, und es erklärt, warum die Rekrutierungszahlen für die Hells Angels explodieren. Die staatlichen Behörden haben in ihren Verantwortlichkeiten versagt und eine lokale Alternative bietet sich an. Jeder würde es vorziehen, wenn die Polizei und die Gerichte ihrer Aufgabe nachkämen und wenn die mörderischen Gewalttäter vors Gericht geschleppt würden, ihnen der Prozess gemacht und sie aufgehängt würden, bis sie tot sind.

Aber dies wird nicht geschehen. Es gibt eine Lücke in der offiziellen öffentlichen Ordnung, und die Natur scheut nun einmal ein Vakuum. Etwas steht bereit, dies Vakuum zu füllen.

Diese Entwicklung wird nicht in allen Ländern gleich sein. Der lokale Widerstand wird jeweils verschiedene Formen annehmen, je nach der Politik und der Kultur des jeweiligen Landes.

Ich erwarte, dass es in Großbritannien eine Allianz zwischen verschiedenen Gruppen aus der Arbeiterklasse sein wird, mit den „Fußballhooligans“ in einer führenden Rolle. Die Anfänge einer solchen Entwicklung kann man bereits entdecken, vor allem in den am meisten „bereicherten“ Vororten von London.

Niemand will die Fussballhooligans als seine Champions und Beschützer. Aber sie wissen, wohin man den Stiefel setzen muss, und die politisch überkorrekte britische Polizei weiß es nicht. Die wissen nur, wie man kulturell inklusiv und nicht-homophob ist. Die wissen nur, wie man den Leuten hohe Bussgelder verpasst, wenn sie Zigarettenstummel auf das Pflaster werfen oder es versäumen, ihren Müll zu trennen.

Sie sind jedoch unfähig, die normalen Bürger vor den Übergriffen – meistens moslemischer – Krimineller zu bewahren.

Was ist nun also die Alternative?

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Regelmäßige Leser (meines Blogs) sind mit den vorgestellten Lösungen des Kommentators vertraut, und ich stimme ihnen großenteils zu:

Wir müssen die obersten, weltweit etwa  2.000, radikalen islamischen Führer fassen und sie zum Sammeln ihrer 72 Weintrauben schicken.

Wir müssen die linken Verräter, die unsere Länder in diese Katastrophe führen wollen, in der einen oder anderen Weise zur Verantwortung ziehen.

Und so weiter.

( . . . )

Aber wer ist „wir“? Wer ist es, der dieses tun wird?

Es gibt kein Anzeichen dafür, nicht das geringste, dass irgendein westlicher Politiker – nicht einmal Geert Wilders, Gott segne ihn – dieses tun wird.

Es gibt kein Anzeichen dafür, dass 9/11 irgendjemanden für das, was getan werden muss, aufgeweckt hat. Und nichts deutet darauf hin, dass ein Dutzend weitere Terrorangriffe wie 9/11 das gegenwärtige Verhaltensmuster ändern werden.

Wenn  schließlich der wohl unvermeidliche nukleare oder chemische Angriff in einer westlichen Großstadt passiert, dann wird eine solche Massnahme nichts mehr bewirken. Denn dann wird die Situation bereits so schlimm geworden sein, dass ein solcher größerer Terrorangriff nur noch den Abstieg ins politische Chaos beschleunigen wird.

Der Westen ist weichgekocht. Man kann mit der Gabel hineinstechen.

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Aber dies ist kein Grund zur Verzweiflung. Das Ende des Westens ist nicht das Ende der Welt. Es wird ein Interregnum von unbekannter Dauer geben, und dann wird sich etwas Neues herausbilden, etwas, das aus den übriggebliebenen Teilen dessen, was vorher war, gebaut wird, in der Weise, wie Paris, Oxford und Wien aus den Resten des Römischen Reichs errichtet wurden.

Eine lange sich über die letzten Tage hinziehende Diskussion dieser Ideen hat sich in dem Thread zu meinem Post „Reversion Is Possible“ ergeben.

( … )

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Wenn man nun all dies weiß, müsste es dann nicht möglich sein zu handeln? Ist eine kollektive Anstrengung, die westliche Zivilisation zu retten, überhaupt vorstellbar?

Das gegenwärtige Paradigma ist eine psychische Struktur, die unsere ehemals christliche Kultur davon abhält, die Massnahmen zu ergreifen, die es ihr erlauben würden, sich selbst zu retten. Im Moment ist dieses Paradigma in einem Prozess langsamer Selbstzerstörung; das Tempo könnte sich aber bald steigern, so dass das alte Rahmenwerk ziemlich schnell, in den nächsten fünf Jahren etwa, sich auflösen könnte. Der Zusammenbruch des Sozialstaats wird dann der Faktor sein, der dem Bestand des liberalen Paradigmas die absolute Grenze setzt.

Dieser Zusammenbruch, egal ob er allmählich kommt oder als plötzliche Katastrophe, ist unvermeidlich. Und in nur einigen wenigen kurzen Jahren werden wir entweder ein anderes Paradigma entdecken, oder uns in der Mitte eines paradigmalosen Chaos befinden.

Das existierende System hat eine interne Logik, die eine Selbstkorrektur verhindert. Kein Politiker wird wiedergewählt, wenn er die notwendigen Schritte unternimmt und anfängt, den Sozialstaat zurückzubauen. Kein Staatsdiener kann harte Maßnahmen ergreifen, um unseren langfristigen Wohlstand zu erhalten, denn das stünde dem vernunftwidrigen Altruismus des vorherrschenden Denkmusters entgegen.

Es ist eben die Struktur dieses Systems, die verhindert, dass es sich selbst korrigiert. Dies ist die Achillesferse des liberalen Sozialstaats.

Wir können noch nicht einmal in irgendeinem größeren öffentlichen Forum frei  über diese Themen reden. Dies kleine Blog ist eine Zuflucht für Außenseiter und Spinner wie uns, aber es gibt keine Möglichkeit, unsere Stimmen je einer bedeutenderen Anzahl von Menschen zu Gehör zu bringen – vor allem nicht denen, die ihre Hände an den Hebeln der politischen Macht haben.

Das auf Sand gebaute Fundament in Frage zu stellen, auf dem dieses immense und vielfältig ausgeschmückte Schloss (unserer Zivilisation) errichtet ist, das findet einfach nicht statt. Deshalb sind alle von uns hier Einsame und Unangepasste der einen oder anderen Art und stehen auch nicht auf den Gehaltslisten der Regierung oder der Universitäten – zumindest nicht unter den Namen, mit denen wir unsere Posts oder Kommentare zeichnen.
 
Um zu versuchen, das Schlimmste zu verhüten, fühle ich mich gezwungen, von den „Grassroots“ her  ein Netzwerk aufzubauen und zu betreiben. Ich habe eine Familie und Menschen, die mir nahe stehen, deshalb bin ich gezwungen zu glauben, dass es noch eine Alternative gibt – Ich bin nicht bereit, einen Krieg aller gegen alle zu akzeptieren.

( . . . )

Und wir haben nicht viel Zeit. In den letzten drei Jahren hat die Polarisierung nur zugenommen. Die PC/MC-Leute beschleunigen den Bus in seiner Fahrt auf den Abgrund zu. Barack Hussein Obama sitzt am Lenkrad und die Konservativen verstecken sich unter den Sitzen aus Angst, als „Nazis“ bezeichnet zu werden. Was es an Debatte unter ihnen gibt, beschäftigt sich meist mit Fragen der ideologischen Reinheit und nicht mit der Frage, wie sich ein Kompromiss und eine Koalition zusammenhämmern lässt, die vielleicht eine gewisse Chance haben könnten, eine Veränderung zu bewirken. Die internen Streitereien unter den Konservativen werden wahrscheinlich weitergehen bis zum Aufschlag am Fuße des Abhangs.

In einem Punkt hat der Kommentator wirklich recht: die Hells Angels werden die westliche Zivilisation nicht retten.

Aber es gibt auch nichts anderes, das sie retten wird. Es gibt keine Alternative: das Paradigma muss zusammenbrechen.

( . . . )

Was also wird kommen?

Das gegenwärtige Paradigma gründet sich auf einer Abneigung gegenüber dem, was vorher war. Wir sind modern, wir sind klüger und besser, als die, die vor uns waren, und alles, was vor 1967 war, kann man getrost außer Acht lassen.

Ein Teil der modernen liberalen Ideologie ist die törichte Vorstellung, man könne Millionen von Jahren der menschlichen Evolution, Tausende von Jahren der kulturellen Entwicklung und Jahrhunderte alte Traditionen durch einen Willensakt einfach abschaffen. Einfach so! Wir wünschen das alles einfach hinweg! -  Wir werden sehr bald zu unserem Kummer herausfinden, welchen Fehler wir gemacht haben.

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3. September 2009

Ein Brief an Kurt vom Propheten

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EuropeNews 30 August 2009
Von Farshad Kholghi; übersetzt von Deep Roots

Anmerkung:
Ich war auf dem Weg nach Skanderborg, um der Eröffnung einer Ausstellung von Kurt Westergaards Bildern beizuwohnen, als ich von einem ältlichen Herrn angehalten wurde. Er überreichte mit einen Brief mit der Erklärung, daß es ein Brief eines Propheten an den Karikaturisten sei. Der Brief lautete wie folgt:

Lieber Kurt!

Ich hoffe, es geht Dir gut und Du genießt das Leben. Ich weiß nicht, ob es Dir bekannt ist, aber ich bin schon seit vielen Jahren tot. Trotzdem geht es mir gut, wenn man die Umstände bedenkt. Leider bin ich nicht – wie viele glauben – von 72 Jungfrauen umgeben. Das mit den Jungfrauen war nur etwas, das ich mir ausgedacht habe, um meine Mitkämpfer zu motivieren.

Es ist immer schwer, andere dazu zu motivieren, daß sie für einen sterben. Aus diesem Grund mußte ich mit einer kleinen Halal-Lüge kommen und versprechen, daß Gott ihnen all das im Übermaß geben würde, was ich hier auf Erden für haram oder unrein erklärt habe, wie Wein und Frauen. Offensichtlicherweise mußten sie zuerst sterben. Er war ziemlich ein Glück, daß Hitler nicht auf denselben Trick gekommen ist, weil er sonst ziemlich sicher den Krieg gewonnen hätte. Oh, wo ich Hitler erwähne: Er lebt im Keller meines Hauses und verfolgt die Karriere von Ahmadinejad mit großem Interesse.

Hier bin ich also – leider – zusammen mit all den radikalen Mullahs, den zerfetzten und blutigen Terroristen, mit Lenin, Stalin und all den anderen nützlichen Idioten, die aus irgendwelchen unauslotbaren Gründen die Mullahs lieben. Ich fürchte um mein Leben. Denn sie sind ziemlich wie die dänischen Konvertiten – bar allen Humors und noch fanatischer, als ich selbst in meinen wilden Prophetentagen war, als ich auf einem Kamel ritt, um die Köpfe all jener Dichter abzuschlagen, die meine armseligen Geschichten lächerlich machten.

Jedenfalls schreibe ich Dir dies, weil ich Dir ein par Dinge sagen wollte. Erstens und vor allem: Danke für diese wundervolle Karikatur! Die war sowohl lustig als auch clever. Ich habe laut aufgelacht, als ich sie gesehen habe. Aber die anderen, die toten Imame und die lebenden Toten, die man als die dänische Kultur’elite’ kennt, lachten nicht mit. Sie betrachteten sowohl Deine Zeichnung als auch mein Gelächter als blasphemisch und versuchten, mich in meinem eigenen Namen zu töten, nur weil ich über die Karikatur lachte. Gott kam mir zu Hilfe, und jetzt stehe ich auch unter Personenschutz.

Ich weiß, daß es Dich verwirren wird, daß mir die Karikatur gefällt. Du hast recht. Ich bin unter Propheten nicht dafür bekannt, einen großen Sinn für Humor zu haben. Und doch muß ich zugeben, daß ich ein unkontrolliertes Lachen nicht unterdrücken kann, wenn ich höre, wie Uffe Ellemann [pensionierter dänischer Politiker], oder Uffe Allahman, wie ich ihn nenne, von Freiheit redet. Oder wenn ich Abdul Wahid Petersen reden höre. Ganz ehrlich. Was auf Erden soll das? Ein Mullah aus Jütland?

Jedenfalls denke ich, daß es jetzt, wo Massen bärtiger Amöben, mit oder ohne Kopftuch, ihre Sicht auf die Angelegenheit zum Besten gegeben haben, an der Zeit ist, meine eigenen Gefühle auszudrücken. Ich tue dies ein für alle Mal und für Allah. Meine Gefühle sind weder beleidigt noch verletzt. Und weißt Du warum, Kurt? Weil ich es im Gegensatz zu meinen hysterischen und fundamentalistischen Anhängern geschafft habe, mich mit den Zeiten zu ändern.

Dennoch gibt es viele, die meine Handlungen als Prophet vor 1400 Jahren als perfekt ansehen. Weiß Gott, warum – oder andererseits, Gott weiß es wirklich nicht. Ich auch nicht mehr. All das Zeug von wegen Unfehlbarkeit und so ist purer Quatsch. Ja, einst habe ich wirklich geglaubt, Gottes Geschenk an die Menschheit zu sein. Wie es alle vorpubertären arabischen Jungen glauben. Aber ich habe mich entwickelt.

Ich war zornig, selbstsüchtig und tödlich eifersüchtig, und aus diesem Grund zwang ich meine Ehefrauen, sich zu verhüllen. Und ich war so pingelig wegen meiner Ehre! Oh, das Thema meiner Heirat mit der sehr jungen Aisha werde ich gar nicht erst anrühren. Pfff…

Ich wünsche mir, daß jemand den Leuten sagt, daß sogar ich mich geändert habe und jetzt viele dier Dinge bereue, die ich früher als unfehlbar betrachtet habe.

Lieber Kurt, Du fragst Dich vielleicht, was mich dazu gebracht hat, mich zu ändern.

Glaub mir, das war kaum ein Wunder. Bloß göttliches Eingreifen. Als ich starb, kam Gott persönlich, um mich zu empfangen. Zunächst machte mich das stolz. Aber dann hat Gott mich sechs Tage nacheinander verprügelt, ruhte sich nur zwei Stunden aus und machte dann volle vierzehn Tage lang damit weiter, Vernunft in mich reinzuprügeln, bis ich wirklich anfing, das Ganze zu überdenken.

Gott erklärte mir ein paar Dinge, die ich anscheinend mißverstanden hatte. Seinen Namen zum Beispiel. Er lautet nicht Allah, sondern Allan. Er sagte mir auch, daß ich seine Kernbotschaft mißverstanden hätte, daß die Leute Freude haben sollten. Das war in der Übersetzung verlorengegangen, sodaß ich dachte, es wäre seine Absicht, daß die Leute sich Bärte wachsen lassen sollten. Gott sagte mir, daß Humor und kritisches Denken seine Schöpfungen sind, und Mangel daran das Werk des Teufels. Gott sei Dank kam ich schließlich zu Sinnen.

Ich habe jetzt einen Zustand der Harmonie mit meiner Unsicherheit und Eitelkeit erreicht. Ich nehme Yoga-Unterricht bei Buddha und Therapie bei Freud. Ich genieße die unvergleichlich erleuchtenden Dialoge mit Søren Kierkegaard, Gandhi und Buddha. Noah ist so freundlich, mich auf sein Boot einzuladen. Segeln ist höchst entspannend. Und wir dürfen Jesus nicht vergessen, der mir beigebracht hat, Wasser in Wein zu verwandeln. Ich liebe Wein.

Du, lieber Kurt, bist ein Künstler, also schätze ich, daß Dich das interessieren wird. Mein guter Freund Moses und ich nehmen beide Malunterricht bei Van Gogh, was uns Seelenfrieden gibt. All dies hat mir geholfen, mich zu entwickeln. Es tut mir so leid, daß ich früher Leute terrorisiert habe, mit dem Schwert in der einen Hand und einem zweiten Schwert in der anderen, nur um sie meinen Ideen zu unterwerfen.

Aber was in des Himmels Namen hätte ich damals tun sollen, verloren in einer gottverlassenen Wüste, wo neugeborene Mädchen im Sand vergraben wurden, nur weil sie Mädchen sind? Ich habe damals mein Bestes getan, um die Lebensqualität zu verbessern, aber es hat mich mitgerissen, und ich wurde süchtig nach Macht. Ich wußte es nicht besser, und damals gab es kaum jemand in der Arabischen Wüste, der andere mittels süßem Lächeln und Diskussionstalent überzeugen konnte. Tragischerweise ist die Situation bis zum heutigen Tage dieselbe geblieben. Ich mußte unnachgiebig und hart sein. Aber das muß jetzt nicht so weitergehen.

Glaub mir, ich bin viele Male zur Menschheit herabgeschickt worden, gezwungen von Gott, um die Sache zu bereinigen. Aber jedes einzelne Mal, wenn ich herabkomme und den Leuten sage, sie sollen aufhören, einen überholten Text derart wörtlich zu nehmen, werden sie zu absoluten Berserkern, nennen mich einen Ketzer und steinigen mich entweder zu Tode oder hängen mich an Laternenmasten auf. Sie glorifizieren weiterhin ein altertümliches Bild von mir, ein Bild, das ich nicht länger als meines betrachte. Wovon sie wirklich beleidigt sein sollten, ist nicht irgendeine Karikatur, sondern vielmehr die grausigen Bilder von Glaubensgenossen, die im Namen Gottes die Kehlen von Ungläubigen durchschneiden.

Franz Füchsel Jyllands-Posten

Lieber Kurt. Danke, daß Du mir zugehört hast. Ich wollte nur mal mit einem Freund reden. Ich hoffe, daß Du und alle Geschichtenerzähler euch weiterhin äußern werdet. Glaub mir, kritisches Denken ist wichtig, denn wie einer Deiner Landsleute sagte: Nichts ist heilig, außer der Liebe.

Gott paßt auf Dich auf, aber nur zur Sicherheit sage ich hier, im Namen all der Fanatiker: Bitte um Entschuldigung. Vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.

Gratulation zur Ausstellung!

Beste Grüße,
Kurt Westergaard Jyllands-Posten  Der Prophet

Original erschienen auf Europenews: http://europenews.dk/en/node/25796

Siehe auch Gates of Vienna (wo ich darauf gestoßen bin):

http://gatesofvienna.blogspot.com/2009/08/letter-to-kurt-from-prophet.html#readfurther

29. August 2009

Hört auf, euch einen verwestlichten Islam zu stricken!

von Raymond Ibrahim,

übersetzt von Manfred

[Anmerkung des Übersetzers: Schon in meinen eigenen Korananalysen habe ich darauf hingewiesen, wie irreführend es ist, aus den oberflächlichen Ähnlichkeiten zwischen dem Islam einerseits, Christentum und Judentum andererseits, auf eine Kongruenz der theologischen Grundaussagen zu schließen, und habe diese These an verschiedenen Beispielen erläutert, z.B. an der islamischen Verehrung Jesu und Moses oder der islamischen Materialismuskritik. Raymond Ibrahim nun greift den Begriff "Charity" auf und erläutert, was dieser Begriff im Kontext der islamischen Religion bedeutet, nämlich etwa völlig anders als im Christentum, und sogar das Gegenteil davon.

- Das Wort "charity" bezeichnet im Englischen bekanntlich sowohl die Tugend der Barmherzigkeit als auch die daraus resultierende materielle Wohltätigkeit. Da beide Bedeutungen im vorliegenden Text gemeint sind, habe ich "charity", gleichsam als Kompromiss, mit "Mildtätigkeit" übersetzt; die beiden anderen Bedeutungen sollten aber immer mitgedacht werden.]

Originaltitel: When Will Westerners Stop Westernizing Islamic Concepts?, veröffentlicht in: Middle East Forum, 25. August 2009

Vor kurzem schrieb Cathy Lynn Grossman von „USA Today“ einen Artikel über die muslimische Zakat, in dem ich als „Islamkritiker“ erwähnt wurde. Sie ließ danach einen zweiten Artikel folgen unter dem Titel „Kritische Fragen zu Ziel und Zweck islamischer Mildtätigkeit“, wo sie meine Ansichten zur Zakat untersuchen wollte.

So sehr ich Frau Grossmans Initiative begrüße, so interessant finde ich speziell die Tatsache, dass ihre Antwort ein Beispiel für genau die Probleme ist, die ich in meinem Artikel „Die dunkle Seite der Zakat: Islamische Mildtätigkeit im Kontext“ herausgearbeitet hatte, den Frau Grossman unter die Lupe nimmt.

Ich hatte geschrieben: „Von den Lehren für unsere Schulkinder bis hin zu den Reden unserer Präsidenten, werden Vorstellungen, die spezifisch und ausschließlich islamisch sind, ‘verwestlicht’ … Dieses Phänomen hat zu epistemischen (und daher endemischen) Irrtümern geführt und die Amerikaner von einem objektiven Verständnis einiger der konfliktträchtigeren der islamischen Doktrinen abgeschnitten.“

Es liegt daher eine gewisse Ironie darin, dass Frau Grossmans ganzer Artikel Zeugnis von ebendiesem Phänomen ablegt. Zunächst: Obwohl ich darauf hingewiesen hatte, dass es Muslimen tatsächlich verboten ist, die Zakat einem Nichtmuslim zu widmen, beschreibt ihr erster Satz die Zakat geradezu halsstarrig als „Gebot, mildtätig zu sein“. Selbstverständlich ist eine „Mildtätigkeit“ die entlang Religionsgrenzen diskriminiert, in keiner Weise als „mildtätig“ zu werten; das Wort „mildtätig“ ist in einem westlichen Kontext stets mit universeller Wohltätigkeit konnotiert.

Frau Grossman hat auch beschlossen, dass die klassische Formulierung  fi sabil Allah, wortwörtlich: „auf dem Weg Allahs“ in Bezug auf Muslime alle praktizierenden Muslime vom Seminarstudenten über den Imam bis zum Missionar umfasst. Ich hatte es aber umgekehrt als „eine gerade Pipeline zu gewalttätigen Dschihadisten“ beschrieben.

Na gut! Unglücklicherweise zählt aber weder ihre noch meine Meinung besonders viel, wenn es um die Bedeutung islamischer Terminologie geht; wie die autoritativen islamischen Rechtsschulen (vor allem die vier madhhib) fi sabil Allah interpretieren, das zählt! Und für die führenden islamischen Juristen ist fi sabil Allah gleichbedeutend mit dem Konzept des gewaltsamen Dschihad.

Der juristische Standardtext „’Umdat as-Salik“ zum Beispiel (arabisch-englische Ausgabe) übersetzt fi sabil Allah mit „those fighting for Allah“. Und dann einfach: „see jihad“.

Die folgende Anekdote zur Zakat aus der islamischen Geschichte ist noch erhellender: Nach Mohammeds Tod 632 weigerten sich einige arabische Stämme, die sich gleichwohl als Muslime ansahen, die Zakat zu zahlen, von der ein großer Teil für fortgesetzte militärische Operationen ausgegeben wurde. Abu Bakr, der erste „rechtgeleitete“ Kalif, antwortete darauf mit den Riddah-(Apostaten-)Kriegen, die Zehntausende von Arabern das Leben kosteten. In diesem Zusammenhang erscheinen weder der Gebrauch der Zakat noch Abu Bakrs mörderische Antwort besonders „miltätig“. (Hat man schon einmal gehört, dass Menschen getötet werden, weil sie nicht „mildtätig“ genug waren?)

Im Ergebnis verbietet einerseits die Scharia (der Kanon islamischen Rechts) den Muslimen unzweideutig, Nichtmuslimen Zakat (finanzielle Unterstützung) zu spenden, befürwortet aber andererseits, sie denen zu geben, die wir „Dschihadisten“ nennen. Dies ist eine einfache Tatsache, wieder und wieder bekräftigt – nicht etwa meine Meinung und auch nichts, das „interpretationsoffen“ wäre.

Frau Grossmans abschließende Fragen sind wiederum bezeichnend für die weitverbreitete Neigung, muslimische Konzepte gemäß westlicher Begriffe umzuformen. Sie fragt den Leser: „Glauben Sie, dass die Gläubigen diejenigen unterstützen, die in einem religiösen Sinne „dem Weg Allahs“ folgen, so wie auch Christen Missionare unterstützen, die für Christus werben? Oder lesen Sie es als Code für ruchlose Zwecke?“

Abgesehen davon, dass es – leider, und nochmal – ganz und gar irrelevant ist, was irgendeiner von uns „glaubt“, demonstriert diese Frage die allzuweit verbreitete Unfähigkeit, die eigenen, kulturell verinnerlichten Vorstellungen von Gut und Böse zu transzendieren, statt ihnen universelle Herkunft zuzuschreiben. Denn so wie Frau Grossmans westliche Gefühlswelt ihr sagt, dass Zakat, die damit zu tun hat, dass man Geld gibt, immer „mildtätig“ sein muss, so sagt sie ihr auch, dass die Finanzierung von – dschihadistischer oder sonstiger – Gewalt stets „ruchlos“ sein muss.

Sie mag jedoch überrascht sein, dass Männer wie Osama bin Laden ihren Dschihad – ja, mit allen Toten und aller Zerstörung, die er mit sich bringt – als Akt der Nächstenliebe ansieht, als hässliches Mittel zu einem wohltätigen Zweck (s. Koran 2:216), nämlich der Etablierung des islamischen rechts rund um den Erdball (was im übrigen eine weitere muslimische Pflicht ist). Einer der renommiertesten muslimischen Kleriker und Idol heutiger Dschihadisten, Ibn Taimiyya hat den Dschihad in aller Ausführlichkeit als den höchsten Ausdruck von „Liebe“ beschrieben. Und es dürfte in jedem Fall eine sichere Wette sein, dass die meisten Muslime eher dazu neigen werden, seinen Ansichten, d.h. Fatwas zu folgen, und gerade nicht Frau Grossmans gelegentlichen Gedanken zu dem Thema.

Was lernen wir daraus? Dass wohlmeinende Amerikaner gut daran täten, uralte muslimische Doktrinen – von Dschihad bis Zakat – nicht mehr nach Maßgabe ihrer eigenen westlichen Begrifflichkeit zu interpretieren. Stattdessen sollten sie sich auf die herrschende islamische Mainstream-Lehre verlassen, wie sie von den autoritativen Rechtsschulen gelehrt wird. Genau dies tun nämlich Moslems.

P.S.: Ich schickte vieles hiervon an Frau Grossman, und sie antwortete in einem weiteren Artikel, dessen Kernaussage lautet, nur weil eine Religion etwas lehre, würden ihre Anhänger das ja noch nicht beherzigen. Sie schreibt:

So klar die jüdischen Speisegesetze sind, so wenig Juden leben koscher. So klar evangelikale Prediger vieler Denominationen, lehren dass Christus entscheidend für die Errettung ist, sagen doch viele, dass alle guten Menschen in den Himmel kommen, unabhängig von ihrem Glauben oder dessen Abwesenheit

Also gut, differenzieren wir zwischen den Lehren der verschiedenen Religionen (die oft objektiv und klar definierbar sind) und der tatsächlichen Praxis derer, die ihnen anzuhängen behaupten. Frau Grossman unausgesprochene Annahme scheint daher zu sein: Selbst wenn das islamische Recht den Dschihad und seine Finanzierung gebietet, ignorieren die meisten Muslime dies.

Unglücklicherweise wäre dies, selbst wenn es wahr wäre, ein schwacher Trost: Es bedurfte einer kleinen Gruppe von nur 19 Muslimen, die schrecklichen Taten des 11. September zu begehen.

10. August 2009

Kapitulation, Genozid – oder was?

Gespeichert unter: Deep Roots — Deep Roots @ 20:57

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von El Inglés, übersetzt von Deep Roots

Der Originalessay “Surrender, Genocide, or… What?” erschien am 24. April 2008 bei Gates of Vienna.

Vorwort dazu von Baron Bodissey:

 Regelmäßige Leser werden sich an unseren Gastautor El Inglés erinnern, der in der Vergangenheit mehrere gedankenvolle Arbeiten zu Gates of Vienna beigetragen hat.

Der folgende Essay präsentiert eine unbemäntelte Sicht auf die höchstwahrscheinliche Zukunft des Westens. Es ist schwer, solch ein pessimistisches Szenario zu lesen, aber El Inglés’ Analyse lohnt nähere Untersuchung.

Beachten Sie: der untenstehende Artikel ist deskriptiv, nicht normativ.

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Einführung

Vor ein paar Monaten schrieb ich “The Danish Civil War”,  ein fiktives Szenario, das zur Strukturierung einer Erwägung verschiedener Punkte im Zusammenhang mit dem Aufstieg des Islam in Europa und dessen wahrscheinlichen Konsequenzen diente.  Der Essay endete mit der Schlußfolgerung, daß der Islam eine existenzielle Bedrohung für das Überleben der europäischen Zivilisation darstellt und daß der Einfluß des Islam auf Europa daher eliminiert werden muß. Er schlußfolgerte weiters, daß logisch gesehen die verschiedenen Wege zur Erreichung dieses Zieles sich grob in drei Kategorien unterteilten:

1) Moslems dazu zu bringen, aus eigenem freiem Willen zu gehen,

2) Massendeportationen, und

3) Genozid.

(im Folgenden jeweils als Optionen eins, zwei und drei bezeichnet)

Diese letzte Schlußfolgerung wurde so leidenschaftslos wie möglich abgegeben, aus einem Verlangen heraus, die Situation objektiv darzustellen, als würde eine außerirdische Superintelligenz die Konflikte verschiedener Stämme unbehaarter Affen betrachten. Wenn ich recht damit habe, daß die Anzahl der Moslems in Europa auf nicht mehr als einen Bruchteil des gegenwärtigen Wertes reduziert werden muß, dann sind die drei Optionen, die ich diskutiert habe, die einzigen drei Optionen zur Erreichung dieses Zieles. Wir mögen alle drei als moralisch abscheulich betrachten und beschließen, uns eher dem Islam zu unterwerfen als uns irgendeiner davon zu bedienen, aber das ändert nichts an der brutalen Analyse dessen, was prinzipiell als Antwort auf die Islamisierung Europas getan werden könnte.

Nachdem ich jetzt mehrere Monate zur weiteren Erwägung dieser Angelegenheit hatte, erscheint es mir, daß meine Schlußfolgerungen in dieser Hinsicht beträchtlich verfeinert werden können. Aus Gründen, die ich in diesem Essay klarzumachen hoffe, glaube ich nicht länger, daß es möglich ist, das Problem, welches der Islam geworden ist, mittels Option eins zu lösen, und ich habe wenig Zuversicht, daß auch nur Option zwei in dieser Hinsicht ein wirksames Mittel darstellt. Ich sage daher voraus, daß Europa in eine Lage getrieben wird, wo es zur Wahl zwischen überwiegendem Rückgriff auf Option drei oder Kapitulation gezwungen werden wird.

Für die Art von Leuten, die höchstwahrscheinlich diesen Essay lesen, wird diese Meinung nicht notwendigerweise eine Überraschung sein. Ich habe jedoch das Gefühl, daß eine derart schwerwiegende Angelegenheit so streng wie möglich analysiert werden sollte, und dieser Essay wird meinen Versuch zu dieser Analyse sein. In Teilen davon habe ich großes Selbstvertrauen, in anderen jedoch weniger, und ich würde Kommentare von jenen schätzen, die größere oder zusätzliche Einsicht in Schlüsselthemen haben. Es gibt unter europäischen Ländern sicherlich ein großes Maß an Unterschieden in wichtigen Aspekten, welche ich hier weitgehend ignoriert habe. Idealerweise müßten die Schlüsselbehauptungen des Essays Land für Land erforscht werden, aber solch eine Analyse liegt weit jenseits meiner Möglichkeiten. Es gibt auch große Unterschiede hinsichtlich des gegenwärtigen Islamisierungsgrades dieser Länder und daher auch des Bremsweges, den diese noch zur Verfügung haben. In dem Ausmaß, wie die Analyse diesbezüglich die Vorstellungskraft der Leser anregt, würde ich Meinungen über die Wahrscheinlichkeit oder wahrscheinliche Fristen für die unten diskutierten verschiedenen Diskontinuitäten begrüßen.
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Nachdem diese Vorbehalte ausgeräumt sind, werde ich die Struktur des Essays kurz beschreiben. Er ist in drei Teile gegliedert. Der erste, “Verfall”, wird aus einer Übersicht über gewisse Aspekte der gegenwärtigen Situation bestehen, um das Moment festzustellen, das die Kräfte der Islamisierung bereits bewirkt haben. Der zweite, “Konsequenzen”, wird analysieren, wie weit unsere Optionen zur Auseinandersetzung mit dem Islam durch dieses Moment bereits eingeengt worden sind und noch eine Zeitlang eingeengt werden. Der letzte Teil, “Gewalt”, wird diese Analyse weiterführen und dabei auch die wahrscheinliche Natur der großen gesellschaftlichen Zusammenbrüche erwägen, die wir erleben werden, wenn der Islam in Europa weiterhin so ist, wie er nicht anders sein kann.

Verfall

Information im Zusammenhang mit dem Verfall europäischer Gesellschaften angesichts des Angriffs durch den Islam kommt heutzutage so dicht und schnell aus solch einer Vielzahl von Quellen, daß es keine besondere Notwendigkeit gibt, sie hier zusammenzufassen zu versuchen. Stattdessen möchte ich einen besonderen Aspekt des Verfalls eines besonderen Landes untersuchen, um das schiere Moment darzustellen, das dem Prozeß der Islamisierung bereits innewohnt, was sich später im Essay noch auswirken wird. Traurigerweise ist das fragliche Land mein eigenes, das Vereinigte Königreich, und die Institution, die bereits in einem fortgeschrittenen Stadium kultureller und politischer Fäulnis ist, ist die britische Polizei. Ich werde kurz drei Beispiele ihres unglaublichen Zustandes zusammenfassen.

Das erste bezieht sich auf diesen niedlichsten unter den moslemischen Terroristen, Abu Hamza (Captain Hook für die Revolverblätter). Im Jahr 2005 mußte die Metropolitan Police gemäß dem Gesetz über Informationsfreiheit offenlegen, daß sie während einer 22monatigen Perionde ab Jänner 2003 nahezu £900.000 Pfund ausgegeben hatte, um illegale Straßenpredigten von Hamza zu überwachen (d. h. zu schützen und zu ermöglichen), nachdem er aus der Finsbury-Park-Mosche verwiesen worden war. Patrick Mercer, der konservative Sprecher der Homeland Security zur Zeit dieser Enthüllung, sagte daraufhin: “Die Wirkung der Polizeiaktion war die, daß es erleichtert wurde, Gift und Subversion offen auf unseren Straßen zu predigen.”

Laut einem Artikel in der Times, der Zeitung, von der die ursprüngliche Anfrage nach dieser Information gekommen war, hatte sich jedoch Sir John Stevens, der Commissioner der Metropolitan Police, dahingehend ausgedrückt, daß seiner Truppe “eine herausfordernde polizeiliche Aufgabe” gestellt worden sei, welche mit “angemessener Sensibilität” gehandhabt worden sei. Es scheint, daß im Gegensatz zu den engstirnigen Vorurteilen von Xenophoben wie dem gegenwärtigen Autor das Ausgeben riesiger Summen zum Schutz von Kriminellen, die offen kriminelle Handlungen in der Öffentlichkeit begehen, eine angemessene Antwort auf die Herausforderungen des Multikulturalismus ist. Ob man ähnliche Rücksichtnahme gegenüber großen, illegalen Versammlungen von Befürwortern weißer Vorherrschaft gezeigt hätte, die, sagen wir, die ethnische Säuberung von London fordern, bleibt eine offene Frage.

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 Weiters haben wir die inspirierende Reaktion der Polizei auf die Online-Veröffentlichung einer der Mohammed-Karikaturen durch das britische Magazin The Liberal. In einem Online-Editorial, das die Entscheidung erklärt, das Bild in der Webseite des Magazins einzustellen, schrieb der Redakteur Ben Ramm folgendes: “[The Liberal] wird sich nicht zur Selbstzensur zwingen lassen durch Gewaltdrohungen seitens jener, die eine Plattform für Redefreiheit nutzen, um zur Zerstörung gerade dieses Systems aufzurufen, das ihnen dieses Recht gibt.” In anderen Worten, trotz der sehr realen Möglichkeit, zum Ziel von Gewalt zu werden, hat Mr. Ramm sich geweigert, sich von Moslemfanatikern einschüchtern zu lassen. Leider wurde er in weiterer Folge etwas wirksamer von “höheren Beamten” bei Scotland Yard eingeschüchtert, die ihm nahelegten, daß die Ressourcen der Polizei “nicht unbegrenzt” seien.

Angesichts dessen, daß dies in Wirklichkeit eine Feststellung des Alleroffensichtlichsten ist und daher wörtlich genommen keine Information beinhaltet, gehen wir sicherlich recht in der Annahme, daß die Polizei damit etwas anderes meinte, etwas, das sie nicht ausdrücklich sagen konnte. Ich rate hiermit einmal, daß die Polizei beschlossen hatte, daß sie, indem sie gesetzestreuen Bürgern, die angesichts mörderischer religiöser Wilder ihre historischen Rechte ausübten, den staatlichen Schutz entzog, eine weitere “herausfordernde Polizeioperation” mit “angemessener Sensibilität” zum Abschluß bringen konnte. Vermutlich kam ihr nicht in den Sinn, daß sie als höchst wirksamer Kraftverstärker für die Betreiber einer totalitären politischen Glaubensrichtung agierte, die, wenn sie könnte, die britische Gesellschaft zerstören könnte.

Schlußendlich haben wir noch die Kontroverse über die britische Dokumentarsendung “Undercover Mosque,” die verdeckt aufgenommenes Material von sich als Moslems verhaltenden Moslems aus einer Vielzahl britischer Moscheen und Islamzentren zeigte. Die Reaktion war vorhersagbarerweise in der Mitte gespalten, wobei Moslemgruppen die Präsentation des von Moslems abgesonderten Drecks als Beweis für Islamophobie auffaßten (ja, wirklich!) und alle anderen polizeiliche Ermittlungen forderten. Die Ermittlungen, weit davon entfernt, irgendjemanden der auf Band Aufgezeichneten zur Anzeige zu bringen, hatten eine Beschwerde der West Midlands Police bei Ofcom, dem Medienwachhund zur Folge, daß der Film selektiv in einer “zur Untergrabung des gemeinschaftlichen Zusammenhalts geeigneten Weise” geschnitten worden sei und “wahrscheinlich das öffentliche Sicherheitsgefühl und die Sicherheit jener Gemeinden in den West Midlands untergrabe, für die der Chief Constable verantwortlich sei.”

Diese Entwicklung erlaubte es den üblichen Islamapologeten, Moslems und Nichtmoslems, aus den Löchern zu kriechen und zu behaupten, die Enthüllungen in dem Film seien bedeutungslos, die Absicht dahinter islamophob und die darin vorkommenden Imame Opfer. Dies hat dem Film jede Wirkung genommen, die er ansonsten bei der Alarmierung der britischen Öffentlichkeit hinsichtlich der Gefahr wachsender moslemischer Präsenz in ihrem Land gehabt haben könnte. Es hatte auch die Verleumdung der Filmemacher zur Folge, da Ofcom selbst zum Schluß kam, daß “Undercover Mosque eine legitime Ermittlung war, die wichtige Angelegenheiten von öffentlichem Interesse aufgedeckt hat… Über die Beweise (einschließlich ungesendeten Filmmaterials und Skripten), fand Ofcom heraus, daß die Sendeanstalt das gesammelte Material akkurat präsentiert und mit der gegenständlichen Materie verantwortungsvoll und im Kontext umgegangen sei.”

Ich kann die Weisheit der Entscheidung, keinen der im Film vorkommenden Imame zu belangen, nicht kommentieren. Aber die Art, wie die Polizei und die Staatsanwaltschft der Krone effektiv die Filmemacher beschuldigten, zum Hass gegen Moslems anzustacheln, nachdem ihnen unwiderlegbare Beweise präsentiert worden waren, daß Moslems zum Hass gegen andere aufhetzen, stößt einem als weniger als zufriedenstellende Reaktion seitens derer auf, denen die Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung anvertraut ist.

Wie ich gezeigt zu haben hoffe, haben wir hier konkrete Beispiele folgender Aktivitäten seitens der britischen Polizei:

1) Öffentliches und schamloses Schützen von Verbrechern, die am hellichten Tag kriminellen Aktivitäten nachgehen

2) Weitgehende Verstärkung der Wirksamkeit scharia-basierter Einschüchterung gesetzestreuer Bürger durch Verbrecher und potentielle Mörder

3) Unterlaufen ernsthafter journalistischer Anstrengungen zur Ermittlung des Ausmaßes islamischer Fäulnis im Vereinigten Königreich, indem sie besagten Journalisten verleumderische Behauptungen entgegenschleudert und dadurch bei der Ausweitung der Vernebelung durch Islamapologeten hilft, die unsere Gesellschaft heimsucht.

Es gibt viele Leute, die in einer viel besseren Position als ich bin, um zu erklären, wie es dazu gekommen ist, daß die Polizei so gründlich und hoffnungslos kompromittiert wurde. Aber das schiere Ausmaß dieses Desasters ist etwas, das eingeschätzt werden muß, wie auch das Licht, das es auf Vorschläge zur Umkehrung der Islamisierung wirft.

Es fällt auf, daß es keine erkennbare Philosophie oder Strategie zu geben scheint, die die Antwort der britischen Polizei oder des Establishments auf die Übergriffe des Islams gegenüber unseren Leben und Gesellschaften leitet. Die schreckliche, geistbetäubende Dauerberieselung über Einbeziehung, Integration, Assimilation und ausgestreckte Hände, darüber, daß Moslems genauso wie alle anderen sind, über gemeinschaftsübergreifenden Respekt, und daß der Islam eine der großen Religionen sei, und so weiter und so fort, betont einfach nur ihre völlige Ahnungslosigkeit. Der Islam ist ein Problem, dessen Lösung so weit außerhalb ihres geistigen Universums liegt, daß es effektiv gar nicht existiert. Dies kann vielleicht der Polizei in gewissem Maße verziehen werden, die mit einer demographischen Realität konfrontiert ist, mit der sie dann zurechtkommen muß. Ihren politischen Herren ist es jedoch kaum zu verzeihen.

Nachdem ich die britische Polizei beschuldigt habe, keine Strategie für den Umgang mit den zunehmend korrosiven Auswirkungen großer und wachsender Zahlen von Moslems in der britischen Gesellschaft zu haben, meine ich nun, daß es eine Strategie gibt, die mit ihrem Verhalten konsistent ist, ob sie sie nun jemals bewußt formuliert hat oder nicht. Einfach ausgedrückt, ist es die Strategie der Verwaltung des Niedergangs. Die Polizei hat erkannt, daß brutale demographische Realitäten es ihr unmöglich machen, die Geltung britischer Gesetze in moslemdominierten Gebieten oder hinsichtlich Moslems im allgemeinen durchzusetzen, und daß es nichts gibt, was sie dagegen tun kann. Daher setzt sie Handlungen gegen die krassesten Beispiele moslemischer Kriminalität, während sie gleichzeitig empfiehlt, daß Londoner Geistliche ihre Amtskrägen aus Furcht vor Angriffen der Anhänger der Religion des Friedens nicht in der Öffentlichkeit tragen. Sie führt im wesentlichen ein Rückzugsgefecht gegen einen unerbittlichen demographischen Prozess, der durch die gängige Politik verlangsamt, aber nicht mehr aufgehalten werden kann.

Konsequenzen

Jeder, der masochistisch genug ist, um meinen früheren 10.000-Worte-Essay nochmals zu lesen, wird darin reichlich Erklärung dafür finden, warum ich glaube, daß Anpassung an, oder in der Tat Koexistenz mit dem Islam unmöglich ist, und ich schlage vor, daß wir die Argumente hier nicht erneut behandeln. Stattdessen behaupte ich, daß die soweit beschriebene erbärmliche und entmutigende Preisgabe von Stolz und Prinzipien gegenüber dem Islam ein Moment erreicht hat, das es unmöglich macht, sie in durch irgendeinen graduellen Prozess wieder umzukehren.

Lassen Sie mich zunächst klarstellen, was ich mit einem graduellen Prozess meine. Ich verwende den Begriff für politische Bestrebungen ud Handlungen, die a) von existierenden politischen Mainstrem-Parteien eingeführt werden und b) nicht in größeren, langfristigen Brüchen der Stabilität, Sicherheit oder Lebensfähigkeit der fraglichen Länder bestehen oder diese zur Folge haben. Das heißt nicht, daß plötzliche, weitreichende Gesetzesänderungen (zum Beispiel über Einwanderung) nicht Teil des Prozesses sein könnten, nur daß solche Veränderungen, falls sie überhaupt stattfinden, von außerhald des politischen Mainstreams kommen müssen, der überhaupt erst zugelassen hat, daß das islamische Krebsgeschwür in unserer Mitte metastasieren konnte. Dies würde sie daran hindern, einen graduellen Wandel wie hier definiert darzustellen.
Meine Gründe für die Schlußfolgerung, daß gradueller Wandel unmöglich ist, sind recht direkt. Betrachten Sie ein hypothetisches, aber repräsentatives europäisches Land mit 5 % Moslemanteil an der Bevölkerung und den Begleitproblemen, mit denen wir schmerzlich vertraut sind und die wir hier nicht auszubreiten brauchen. Wir können sicher sein, daß dieses Land einen gewissen Typus von politischer und medialer Elite hat, mit gewissen ‘progressiven’ Einstellungen gegenüber nationaler Identität, Einwanderung, Religion und Rasse, da nur die Existenz einer solchen Elite überhaupt erst einen 5%igen Moslemanteil zulassen konnte. Diese Elite hat mindestens drei Jahrzehnte intellektuellen und emotionalen Invenstments in eine gesamte moralisch-kulturell-politische Weltsicht getätigt, die in dem korrupten Zustand verkörpert ist, in welchem sich das Land jetzt befindet. Erschrocken vor der Aussicht, sich den Konsequenzen ihrer makro-historischen Fehler stellen zu müssen, die sie gerade erst undeutlich wahrzunehmen begonnen hat, wählt sie also einen Kurs der Beschwichtigung, äußert besänftigende Laute gegenüber den Moslems und haut auf alles ein, was diesen auch nur irgendwie mißfallen könnte.

Lassen wir unser Land nun einen diskreten Zeitabschnitt vorrücken, sagen wir ein Jahr, während dessen die Moslembevölkerung auf 5,5 % angewachsen ist und sich noch mehr daran gewöhnt hat, Forderungen zu stellen und Zugeständnisse zu erhalten, während die herrschende Elite noch mehr in ihre Position investiert hat und sich noch gründlicher darauf konditioniert hat, vor den Anhängern des Islam das Knie zu beugen. Ist es nun besser positioniert, sich der Realität der Situation zu stellen, oder schlechter? Eindeutig sind all die Faktoren, die eine realistische Einschätzung der Situation zuvor unmöglich gemacht haben, jetzt verstärkt, was nur das Ausmaß erhöhen wird, in dem sich die Situation verschlechtert, wenn wir unser Land um einen weiteren Zeitabschnitt vorrücken. Ich schlußfolgere, daß keine existierende politische Elite irgendwelche erntshaften Schritte unternehmen wird, um die Flut der Islamisierung umzukehren. Ich behaupte nicht, daß sie diese Flut gar nicht verlangsamen können, und die Verschärfung der Familienzusammenführungs- und Heiratsgesetze in einigen europäischen Ländern ist ein Beweis dafür, daß die Scheuklappen langsam entfernt werden. Aber es ist zu wenig und zu spät.

Dieses Argument über die Unfähigkeit von Mainstream-Politikern, das Moslemproblem zu lösen, wird manchen absurd simplistisch erscheinen, da es Welten an Komplexität ignoriert, wie auch nationale Unterschiede und Besonderheiten. Aber ich würde nichtsdestoweniger argumentieren, daß dies die fundamentale Dynamik ist, die hier am Werk ist. Jene, die meinen, daß ich die Chancen für sanfteren, von politischen Mainstream-Parteien angeführten politischen Wandel unterschätze, sollten die brilliante Innovation von Browns Regierung im Vereinigten Königreich bedenken, mit der sie auf die Terroranschläge kurz nach seiner Amtsübernahme reagierte: Moslemische Terrorpläne gegen Nichtmoslems sollen jetzt als “antiislamische Aktivitäten” bezeichnet werden. Was soll man mit Leuten machen, sie sich diese ‘Politik’ ausgedacht haben?

Die Meinung, daß die politischen Mainst