Counterjihad

22. Oktober 2008

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 Wir wünschen allen Lesern unserer Übersetzungen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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Über dieses Projekt:

Ziel dieses Blogs war es ursprünglich, alle Artikel des norwegischen Essayisten Fjordman in deutscher Sprache verfügbar zu machen. Inzwischen sind wir dazu übergegangen, auch fremdsprachige Artikel anderer Autoren zu übersetzen und hier einzustellen. Wer immer sich daran beteiligen und thematisch passende Artikel ins Deutsche übersetzen möchte, ist herzlich dazu eingeladen. Also:

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22. Dezember 2009

Den kommenden Crash überleben

Gespeichert unter: Deep Roots — Deep Roots @ 22:00

Druckversion (pdf)

Von Fjordman, übersetzt von Deep Roots

[Anm. d. Ü.: hier hat Fjordman zwar einiges von dem wiederverwertet, das er in „Der kommende Crash“ geschrieben hat, aber der Artikel ist trotzdem lesenswert]

Das Original „Surviving the Coming Crash“ ist am 1. Dezember 2009 auf „Gates of Vienna“ erschienen:

http://gatesofvienna.blogspot.com/2009/12/surviving-coming-crash.html

Wie ich in meinem Essay The Coming Crash festgestellt habe, denke ich, daß wir begreifen müssen, daß die gegenwärtige ideologische Ordnung kaputt und irreparabel ist. Es wird wahrscheinlich in nicht allzu ferner Zukunft eine Art gesamtwestlichen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenbruch geben; ich fürchte, es ist inzwischen zu spät, um das noch zu vermeiden. Die Leute, die das herrschende Paradigma unterstützen, sind zu mächtig, und das Paradigma selbst enthält so viele Fehler, daß es nicht repariert werden kann. Es muß zusammenbrechen. Statt Zeit und Energie auf den Versuch zu verschwenden, zu reparieren, was nicht repariert werden kann, sollten wir uns so gut wir können auf den kommenden Crash vorbereiten und uns hoffentlich neu formieren, um danach eine stärkere und gesündere Kultur zu schaffen.

 

Wir befinden uns gegenwärtig inmitten des Goldrauschs auf die weiße Schuld. Wenn Sie ein weißer Westler sind, haben Sie das vielleicht nicht voll erkannt, aber ich kann Ihnen versichern, daß der Rest der Welt das weiß. Der Trick besteht darin, den weißen Mann zu jeder Zeit in der Defensive zu halten und sich vage schuldig fühlen zu lassen, damit er nach Geld ausgequetscht werden kann. Die Klimaquoten für Kohlendioxid stellen eine nur dünn verhüllte Form des globalen Sozialismus durch die UNO-gesponserte Umverteilung des Reichtums dar.

Der kürzliche wissenschaftliche Skandal über gefälschte Daten hinsichtlich vom Menschen verursachter globaler Erwärmung ist nur die Spitze des Eisbergs. Es gibt gegenwärtig so viele verschiedene Schichten von Lügen, von “Gendergleichheit” über IQ-Unterschiede bis hin zum Klima, daß es buchstäblich unmöglich ist, sich mit allen davon zu befassen. Unsere gesamte Gesellschaft ist im wesentlichen zu einer großen Lüge geworden. Unsere Medien, unsere Schulen und unsere politischen Führer wiederholen diese Lügen jeden einzelnen Tag; jene, die sie zu hinterfragen wagen, werden sofort ostraziert.

Nachdem die Europäische Union die EU-Verfassung bzw. den Lissabon-Vertrag durchgedrückt und in der Essenz nicht nur den Einfluß des Volkes auf die EU-Politik abgeschafft, sondern auch Dutzende von Nationalstaaten aufgelöst hat, haben die selbsternannten europäischen Eliten im Effekt jede legale Opposition gegen ihre Herrschaft verboten. Es ist nicht länger möglich, innerhalb der regulären politischen Kanäle formell gegen ihre Politik zu opponieren. Angesichts dessen, daß selbige Eliten anscheinend wild darauf sind, den gesamten Kontinent in den Grund zu bohren, bleiben nur mehr die Optionen der Rebellion oder eines strukturellen Zusammenbruchs. Ich denke nicht, daß wir jetzt schon eine offene Rebellion erleben werden, obwohl sich das ändern könnte, wenn die Wirtschaft noch weiter verfällt. Dies bedeutet, daß der wahrscheinlichste Ausweg jetzt ein struktureller Zusammenbruch ist, und ich fürchte, daß wir genau das kriegen werden.

Hat nicht die Obama-Regierung mit internationaler Hilfe die Welt vor einer dräuenden Finanzkrise “gerettet”? Natürlich hat sie das nicht. Das Hauptproblem für die USA ist, daß die nationale Verschuldung weiter steigt, während der nationale IQ weiter fällt. Dies hat sich im letzten Jahr kein bißchen geändert. Im Gegenteil, es ist jetzt schlimmer, als es zuvor war, und es sieht danach aus, als würde es nächstes Jahr und im Jahr darauf noch schlimmer sein. Solange diese Situation unverändert bleibt, wette ich, daß der Goldpreis weiter steigen wird, während die Leute nach einer sicheren Zuflucht für die Zeit nach dem Zusammenbruch des US-Dollars suchen.

Obwohl andere Industrieländer auch schwere Schuldenlasten haben, ist der Fall der Vereinigten Staaten aufgrund ihrer schieren Größe besonders ernst. Wären die USA eine Privatperson, dann wäre diese wahrscheinlich vor langer Zeit für bankrott erklärt worden. Aber die Vereinigten Staaten sind keine Privatperson; sie sind immer noch die größte Volkswirtschaft der Welt und haben die größten Streitkräfte der Welt. Wie der Autor Takuan Seiyo in der neuesten Fortsetzung seiner brillanten Serie From Meccania to Atlantis feststellt: “Das vor nur wenigen Jahren noch stärkste und am meisten bewunderte Land ist jetzt eine warnende Geschichte über den Lohn von Sünde und Dummheit, die man chinesischen Schulkindern erzählt.”

Ich weiß nicht, was die Zukunft für die USA bereithält. Sie könnten entlang ethnischer und ideologischer Linien in einem Zweiten Amerikanischen Bürgerkrieg auseinanderbrechen oder auch nur zusammen mit Kanada zu einem weiteren lateinamerikanischen Land werden, in welchem Fall ganz Amerika Lateinamerika wäre.

Ich könnte hinzufügen, daß ich Lateinamerika nicht hasse. Wenn es in Westeuropa wirklich zu einer Serie abscheulicher multikultureller Bürgerkriege kommt, dann ist es möglich, daß einige Gebiete in Südamerika bessere Orte zum Leben sein könnten als Birmingham oder Marseilles. Jedoch ist Lateinamerika niemals eine bedeutende Kraft in der Weltpolitik gewesen und wird es wahrscheinlich nie sein. Wenn es mit den Vereinigten Staaten abwärts geht, dann wird das die globale Macht zurück nach Eurasien verlagern, wo sie während des Großteils der menschlichen Geschichte gewesen ist. China wird aller Wahrscheinlichkeit nach ein führender Spieler sein, und wahrscheinlich der dominante.

Ich bin zunehmend davon überzeugt, daß einige der Entwicklungen, deren wir Zeugen werden, Absicht sind und daß es unter gewissen mächtigen Gruppen ein langfristiges Ziel der Niederreißung westlicher Nationen gibt, um die Schaffung einer globalen Oligarchie zu ermöglichen [Hervorhebung von mir, d. Ü.]. Die Lügen, die man uns vorsetzt, sind in jedem einzelnen westlichen Land buchstäblich identisch. Ich habe Diskussionen darüber mit meinem chinesischen Freund Ohmyrus gehabt, der denkt, daß dies von einem strukturellen Fehler in unserem demokratischen System verursacht wird. Ich widerspreche dem nicht notwendigerweise, aber es sind hier genauso auch andere Kräfte am Werk.

Laut Herman Van Rompuy, dem frisch eingesetzten Präsidenten der Europäischen Union, ist die Klimakonferenz in Kopenhagen ein Schritt hin zum “globalen Management” unseres Planeten. Wie die Autorin Bat Ye’or gezeigt hat und ich in meinem eigenen Buch Defeating Eurabia bestätigt habe, kollaboriert die EU aktiv mit islamischen Ländern bei der Umschreibung von Schulbüchern in europäischen Ländern, um sie “islamfreundlicher” zu machen.

Die Länder der EU (blau) und die Mittelmeeranrainerstaaten (rot), die im Rahmen der Euromediterranen Partnerschaft (Euromed, ex Barcelona-Prozeß) gemeinsam mit der EU die Mittelmeerunion bilden sollen

Es ist gut dokumentiert, daß es detaillierte langfristige Pläne gibt, die EU um das moslemische Nordafrika und den Nahen Osten zu erweitern. Dies ist im Jahr 2007 öffentlich von mehreren hochrangigen Offiziellen, einschließlich des britischen Außenministers, bestätigt worden. Eine Zeitung veröffentlichte durchgesickerte EU-Pläne, in den nächsten Jahrzehnten 50 Millionen (!) weitere Afrikaner nach Europa zu importieren, obwohl die Stadtgemeinden quer durch Westeuropa wegen der Masseneinwanderung bereits am Zusammenbrechen sind. Ein hochrangiger Offizieller aus Tony Blairs Labour-Regierung in Großbritannien hat offen bestätigt, daß sie Masseneinwanderung gefördert haben, um Wähler zu importieren und die ethnische Zusammensetzung des Landes zu verändern. Eine ähnliche Politik wird zweifellos in Ländern von Deutschland bis Autralien gefördert.

Im Juni 2009, nur ein paar Jahre nachdem eine Gruppe von Arabern Tausende Amerikaner in einem dschihadistischen Anschlag getötet hatten, sagte der ehemalige US-Präsident Bill Clinton vor einem arabisch-amerikanischen Publikum, daß die USA bald keine Mehrheit von Menschen mit europäischem Erbe mehr haben derden. Er glaubte, daß dies “etwas sehr Positives” sei. Es war nicht das erste Mal, daß Mr. Clinton solche Ansichten äußerte.

Jens Orback, der Demokratieminister in der damaligen sozialdemokratischen schwedischen Reigerung, sagte während einer Radiodebatte, daß “wir offen und tolerant gegenüber dem Islam und den Moslems sein müssen, denn wenn wir zu einer Minderheit werden, dann werden sie sich uns gegenüber ebenso verhalten.” Er nahm es als gegebene Tatsache hin, daß die Einheimischen in ihrem eigenen Land zu einer Minderheit werden und daß sie kein Recht hätten, dagegen zu opponieren.

Ich könnte hinzufügen, daß Schweden keine Kolonialgeschichte hat. Genausowenig Finnland und Norwegen, die ihre Unabhängigkeit erst im zwanzigsten Jahrhundert erlangt haben, und dennoch wird beiden Ländern eine Masseneinwanderung fremder Völker zwangsverabreicht. Das “Kolonialschuldargument”, das gegen die Einheimischen in Großbritannien, Frankreich und anderen westeuropäischen Ländern verwendet wird, ist ein Schwindel. Worum es wirklich geht, ist, daß wir weißen Westler keine Länder haben sollen, die uns gehören. Unsere Länder sollen riesige multikulturelle Themenparks für alle anderen sein, finanziert von gehirngewaschenen weißen Steuerzahlern.

Der wohl führende akademische Multikulturalist in meinem Land, Professor Thomas Hylland Eriksen von der Universität von Oslo, der Regierungsgelder in Millionenhöhe zur Finanzierung seiner Projekte erhalten hat, sagte in einem Interview frei heraus, daß “das Wichtigste, das jetzt noch offen ist, die so gründliche Dekonstruktion der Mehrheit ist, daß man sie nie wieder die Mehrheit nennen kann.” Dies ist das ultimative Ziel der westlichen Multikulturalisten. Geben Sie sich da keinem Irrtum hin. Unnötig zu sagen, daß diese Agenda nur in mehrheitlich weißen Ländern vorangetrieben wird. Alle anderen Länder dürfen ihr demographisches Profil beibehalten; nur vom Westen verlangt man, Selbstmord zu begehen.

Gesetz und Ordnung brechen in den Großstädten ganz Westeuropas und der ganzen westlichen Welt rapide zusammen, während Einwandererbanden die Straßen beherrschen. Das Gesetz wird nur gegen die “rassistische” weiße Mehrheitsbevölkerung durchgesetzt, um sicherzustellen, daß sie weiterhin lächerlich hohe Steuern an Behörden zahlen, die nichts tun außer sie anzulügen, zu beleidigen und bei ihrer Vernichtung als Nation zu helfen.

Wie der hervorragende englische Autor El Inglés sagt, “sind die Natur und Ernsthaftigkeit der Probleme, denen wir uns jetzt gegenübersehen, für europäische Patrioten klar genug, daß sie sich zu fragen beginnen, zu welchen Handlungen sie und andere wie sie schließlich aufgerufen sein werden, wenn das Versagen des Staates einen kritischen Punkt erreicht, und auf welcher Art Schlachtfeld sie in diesem Moment aufgestellt sein werden.”

Was wir absolut tun müssen, ist den Würgegriff zu brechen, in den marxistische und linke Gruppen die Medien und das Bildungssystem in den westlichen Ländern erfolgreich genommen haben. Diese Leute müssen zermalmt werden. Vielleicht denken einige Leser, daß das zu hart klingt, aber ich glaube fest, daß wir uns nicht wirksam mit unseren äußeren Feinden befassen können, solange unsere inneren Feinde den Informationsfluß kontrollieren. Wir müssen jene zurückweisen, die eine globalistische Welt befördern, einschließlich multinationaler Konzerne, die unbegrenzten Zugang zu billiger Arbeitskraft wünschen.

Stellen Sie sich jemanden vor, der ohne Fallschirm aus einem Flugzeug springt, weil er davon überzeugt ist, daß er sich “über die Schwerkraft hinausbewegt hat”. Es funktioniert eine kurze Zeit, bis es das plötzlich nicht mehr tut. Das klingt zu verrückt, um wahr zu sein, bis man begreift, daß es das ist, was die gesamte westliche Welt gerade tut, wenn wir so tun, als hätten wir uns “über ethnische Teilungen hinausbewegt.” Es ist im menschlichen Gehirn fest verdrahtet, zuerst auf sein Volk und seinen “Stamm” zu schauen. Die einzigen, die das gegenwärtig nicht dürfen, sind die Weißen. Falls, oder eher, wenn die weißen Westler anfangen, sich wie alle anderen zu verhalten, dann werden unsere Länder schnell zu balkanisierten Alpträumen aus konkurrierenden Stämmen werden.

Wir müssen von einem “Rettet die Welt”-Modus umschalten auf einen “Selbstrettungsmodus”. Im frühen zwanzigsten Jahrhundert machten Menschen europäischen Ursprungs ein Dritttel der Weltbevölkerung aus, vielleicht sogar bis zu 40%. In nicht zu ferner Zukunft wird diese Zahl auf weniger als 10% gesunken sein und weiter fallen. Dieser scharfe Rückgang ist nicht von einer Seuche verursacht worden, sondern von einer massiven Bevölkerungszunahme in Drittweltländern, ironischerweise ermöglicht von der globalen technologischen Zivilisation, die durch die europäischen Fortschritte geschaffen wurde. Wir haben fremden Völkern die technologische Fähigkeit gegeben, sich zu vermehren, in unsere Länder zu übersiedeln und uns zu kolonisieren. Dies darf man nicht so weitergehen lassen.

Wir müssen anfangen, genauso wie alle anderen auf unsere eigenen Interessen zu schauen. Selbsterhaltung ist ein natürlicher Instinkt für alle Lebewesen bis hin zu Pflanzen und Bakterien. Das erste, das wir tun müssen, ist die gesamte Vorstellung vom “Rassismus” zu begraben, welche antiwissenschaftlicher Unsinn ist und ausschließlich zur Einschüchterung Weißer entwickelt wurde. Es ist gut vorstellbar, in der Tat höchstwahrscheinlich, daß es bei der Kultur eine bedeutende genetische Komponente gibt. Dies würde bedeuten, daß die Bewahrung des europäischen Kulturerbes nur durch die Bewahrung unseres genetischen Erbes bewerkstelligt werden kann.

Es wird für Lehrer in vielen westlichen Ländern mehr oder weniger zur Pflicht, die europäischen Völker, ihre Kultur und ihr Erbe herabzusetzen. Wir brauchen keine speziellen Umerziehungslager, weil die Medien und das Bildungssystem sicherstellen, daß unsere Gesellschaft buchstäblich ein einziges großes Umerziehungslager ist. Leider ist das nicht sehr übertrieben. In Hollywood-Filmen wie dem Katastrophenfilm 2012, den zu sehen ich das Pech hatte, werden alle Weißen entweder als böse und selbstsüchtig oder als Verlierer dargestellt, wohingegen die nichtweißen Charaktere als selbstlos und heroisch dargestellt werden. In der Wirklichkeit gehören Weiße heute zu den selbstlosesten und am wenigsten ethnozentrischen Gruppen des Planeten, und wir werden für diesen Wesenszug schwer bestraft.

Die Wahrheit ist, daß Weiße überlegene Gesellschaften schaffen. Nicht nur sind andere nicht in der Lage, zu erschaffen, was wir erschaffen, sondern die meisten sind nicht einmal dazu in der Lage, es zu erhalten. Die eine große Ausnahme sind die Nordostasiaten, die einzige andere große Gruppe auf diesem Planeten außer den Europäern, die eine technologisch fortschrittliche Gesellschaft aufrechterhalten können. Falls irgendjemand uns als die führende Zivilisation der Welt ersetzt, dann werden sie es sein, aus dem einfachen Grund, daß sie die einzigen sind, die eine der unsrigen entsprechende genetische Intelligenz besitzen, und nicht selbstmörderisch sind.

Weil wir attraktive Gesellschaften schaffen, wollen andere Völker in unsere Länder ziehen, aber indem sie uns verdrängen, werden sie nach und nach zerstören, was unsere Länder überhaupt erst zu erstrebenswerten Orten zum Leben gemacht hat. Sie hassen uns und beneiden uns insgeheim, und unsere Kinder leiden unnötig unter der Gewalt und den Beschimpfungen, die dadurch verursacht werden. Wenn Weiße eine Kolonie auf dem Mars errichten würden, dann bin ich sicher, daß andere per Anhalter auf unseren Raumschiffen dorthin reisen und verlangen würden, daß wir sie hineinlassen. Sobald sie einmal dort wären, würden sie keine Spur von Dankbarkeit zeigen. Im Gegenteil, sie würden ständig jammern und sich darüber beschweren, wie böse und rassistisch und unterdrückerisch der weiße Mann ist.

Moslems würden Respekt verlangen, weil wir alle unsere wissenschaftlichen und technischen Fortschritte den mittelalterlichen moslemischen Gelehrten verdanken und weil die Marskolonie der 63.-heilige Ort des Islams ist. Falls Sie dachten, der letzte Satz wäre als Witz gemeint, denken Sie nochmal nach. 1997 verklagten drei arabische moslemische Herren aus dem Yemen die NASA wegen Besitzstörung auf dem Mars, von dem sie behaupteten, er gehöre ihnen, weil sie den Planeten vor 3.000 Jahren von ihren Vorfahren geerbt hätten.

Von der Romanautorin Virginia Woolf stammt der Satz, daß Frauen “einen Raum für sich” brauchen. Im einundzwanzigsten Jahrhundert sind es wir Weißen, die einen Raum für uns brauchen, und wenn wir das nicht in Europa haben können, das unsere Wiege ist, dann sehe ich nicht, wo wir das sonst haben können. Die Alternative besteht darin, daß wir einen fortwährenden Kreislauf betreiben, wo Weiße dynamische Gesellschaften schaffen, die von Leuten überrannt werden, die unfähig sind, sie zu erhalten. Dieser Kreislauf wird schließlich enden, wenn die Existenz der weißen Gemeinschaften selbst endet. Die einzig lebensfähige Langzeitlösung dieses Dilemma ist die physische Separation. Wenn man sehr verschiedene Völker dazu zwingt, denselben geographischen Raum zu teilen, dann ist Konflikt unvermeidlich. Diese Einsicht wurde einst als Hausverstand betrachtet. Jetzt ist es “Hassrede.”

Wird eine solche Politik nicht als “Hass” und “Faschismus” denunziert werden? Möglich, aber ich sehe nicht, warum uns das kümmern sollte. Wir haben auch ein Recht, unser Schicksal zu gestalten. Außerdem könnten wir immer die Argumente unserer Kritiker gegen sie verwenden. Wenn Weiße wirklich einzigartig böse und unterdrückerisch sind, wie manche Leute zu glauben scheinen, ist es dann nicht ein Akt der Gnade, Nichtweiße von uns fernzuhalten? Auf die Art brauchen sie nicht unserem Rassismus, unserem Hass und unserer Islamophobie ausgesetzt zu werden, sondern können ihre vielfältige, authentische und bunte Stammesgewalt ungestört beibehalten.

Eine Veränderung, die vorstellbarerweise stattfinden könnte, ist, daß Menschen europäischer Abstammung eine stärkere Identität als “Weiße” zusätzlich zu ihren nationalen Identitäten entwickeln. Ich habe vor einer Weile einem feindseligen und nun glücklicherweise diskreditierten amerikanischen Blogger zu erklären versucht, daß der Begriff “weißer Nationalist” in europäischem Kontext bedeutungslos ist. Vielleicht hat er einige Bedeutung in Nordamerika oder Australien, wo die meisten Weißen von gemischter Abstammung sind, aber hier herüben ist das nicht der Fall. Engländer und Deutsche sehen sich ziemlich ähnlich, aber das hat sie nicht daran gehindert, einander zu Millionen abzuschlachten. Ditto für die Franzosen und die Spanier, die Polen und die Russen, etc.

Ich weiß nicht, ob es jemals eine “weiße” Identität geben wird. Vielleicht sind wir einfach zu verschieden. Was ich weiß, ist daß eine solche Identität, falls sie jemals zustandekommt, in großem Ausmaß von unseren Feinden geschaffen und uns aufgezwungen werden wird. Ich habe eine Anzahl verstörender Filme angesehen, aufgenommen von den Angreifern, wo Banden von Schwarzen oder Arabern anscheinend völlig wahllos ausgewählte Weiße angreifen. Dies geschieht von Schweden über Deutschland, Britannien und Frankreich bis zu den Vereinigten Staaten. Diese eskalierende Welle antiweißer Gewalt ist eines der am wenigsten berichteten Nachrichtenthemen von heute, da die westlichen Mainstream-Medien fast einheitlich diese Dinge zu verbergen trachten.

Was mir an diesen Angriffen auffällt, ist, daß sie sich nach der Hautfarbe richten; niemand fragt die Opfer, ob sie russische Orthodoxe, polnische Katholiken, englische Atheisten, deutsche Lutheraner oder holländische Calvinisten sind. Diese Unterscheidungen zählen für uns viel – wir haben viele blutige Kriege wegen ihnen geführt – und doch scheinen sie für jene nicht zu zählen, die uns hassen. Wenn Menschen fühlen, daß sie als Weiße angegriffen werden, dann fangen sie vielleicht auch an, sich als solche zu verteidigen.

Der kommende gesamtwestliche Crash wird zuallermindest zu einem ideologisch-politischen Paradigmenwechsel und zum Aufstieg einer neuen Mythologie führen, die das “Selbstmordparadigma” des mißverstandenen Antinazismus nach dem Zweiten Weltkrieg ersetzt. Schlimmstenfalls wird die Diskontinuität so lang und schwerwiegend sein, daß das, was auf der anderen Seite herauskommt, eine völlig neue Zivilisation sein wird, die dritte Generation der europäischen Zivilisation, so wie das, was im Mittelalter entstand, eine andere Zivilisation war als die der griechisch-römischen Antike. Der Übergang von der ersten zur zweiten Generation der europäischen Zivilisation dauerte Jahrhunderte. Die Geschichte bewegt sich jetzt allgemein schneller als damals, aber ich vermute, daß solch ein Übergang nichtsdestoweniger mehrere Generationen dauern wird.

Wie eine neue Zivilisation aussehen wird, weiß ich nicht. Die mittelalterlichen Europäer nutzten verschiedene Elemente des griechisch-römischen Erbes in kreativer Weise und fügten dem neue Innovationen hinzu.  Generation Zwei der europäischen Zivilisation enthielt Aspekte von Generation Eins, aber auch Elemente der scharfen Diskontinuität. Dies wird wahrscheinlich beim nächsten Mal auch der Fall sein.

All dies klingt zugegebenermaßen ein bißchen düster, und doch bleibe ich wahrhaft davon überzeugt, daß wir die nötigen kulturellen und genetischen Ressourcen haben, um uns irgendwann neu zu formieren, obwohl es vorstellbar ist, daß die Weißen in der Zukunft von weniger Blutlinien abstammen werden als wir heute.

Ausgewählte Kommentare aus dem Originalstrang bei “Gates of Vienna”:

Independent Accountant:

Fjordman:
Ich habe einen Vorteil gegenüber dir und wahrscheinlich 99 % der Weißen. Ich wuchs in den 1950ern in einem “Minderheit-Mehrheit”-Viertel in New York auf und sah eine Menge anti-weißer Gewalt, über die die Zeitungen niemals berichteten. Als ich 1972 nach Europa ging, lachte ich über die Europäer, die die Amerikaner “rassistisch” nannten. Ich sagte zu ihnen: “Wartet, bis es in eurem Land 10 % Neger gibt. Dann werden wir sehen, ob ihr wißt, worüber ihr redet.” Ich sagte nicht 10 % Moslems, weil ich dachte, die Hauptquelle für Einwanderer nach Europa würde Afrika sein. Egal. Die Europäer wachen endlich auf. Ich wäre interessiert zu sehen, was sie der Schweiz anzutun versuchen werden. Einmarschieren?

Godffrey:

Ich denke, der Grund, warum sich im Westen nie eine ernsthafte weiße Identität entwickelt hat, ist der, daß es in der Vergangenheit unnötig war. In der Vergangenheit konnten wir es uns leisten, uns als Polen und Deutsche zu sehen anstatt als Weiße, weil das Überleben der weißen Rasse niemals in solcher Gefahr war. Zu diesem Zeitpunkt kann weißer Nationalismus zumindest als Verteidigungsmechanismus von einigem Nutzen sein und als ein Weg, unsere Identität wieder geltend zu machen. Ich habe die letzten Fjordman-Essays genossen, und sie scheinen den Essays ähnlich zu sein, die ich auf American Rennaissance (amren.com) lese. Rasse ist vielleicht die größte und hervorstechendste Trennlinie in westlichen Gesellschaften und das Größte, das westliche Nationen gemeinsam haben. Weißer Nationalismus könnte zu einer wichtigen Bewegung werden, wenn der Kollaps kommt.

laine:

Dieser Text von Fjordman ist einfach brilliant in seiner bündigen und eleganten Argumentation. Ja, er ist finster, weil die Zukunft der Weißen finster ist, und ich schlußfolgere ohne Überheblichkeit, daß die Welt aufgrund dessen auch in eine viel kältere Richtung gehen wird, und ich meine nicht den Klimawandel.

Den Nordostasiaten (Chinesen), die Fjordman zu Recht als genauso fähig wie Weiße bezeichnet, fehlt dennoch unser kulturelles “Herz”. Sie sind eine engherzig am Eigeninteresse orientierte Kultur, die anderen gegenüber nicht großzügig ist. Ja, das wird sie vor dem Selbstmord bewahren, aber es wird nicht die warme Umarmung bieten, die die Pax Americana der Welt brachte. Das wird in nicht allzu ferner Zukunft als goldenes Zeitalter relativer Stabilität und Anständigkeit betrachtet werden.

Nehmt das Beispiel von AIDS in Afrika. Anders als Amerika wird China nur dann Maßnahmen gegen AIDS bezahlen, wenn es selbst davon profitiert, d. h. wenn sie afrikanische Arbeitskräfte brauchen, um Ressourcen abzubauen, etc. Wenn man Chinas eigenen Überschuß an männlicher Bevölkerung in Betracht zieht, dann könnten die Chinesen beschließen, daß ein größeres Wegsterben der einheimischen “Besitzer” afrikanischer Ressourcen ihren Interessen besser dient.  In diesem Fall würde China niemanden töten, sondern einfach die eigenen Pathologien der Afrikaner (niedrigerer IQ, Tribalismus, Rassismus gegen Weiße, primitive sexuelle und andere Praktiken) sie ohne humanitäres Eigreifen erledigen lassen.

In aktiverer Weise bewaffnet China gegenwärtig Teile Afrikas für Abnutzungs-Bürgerkriege. Dies hinterläßt wiederum ressourcenreiche Länder mit dezimierten Bevölkerungen, die voll damit beschäftigt sind, sich selbst zu ernähren, und daher leicht um ihre Ressourcen gebracht werden können.

Übrigens hat der Erderwärmungsschwindel Mittel umgeleitet, die nicht mehr für die Kompensation dessen zur Verfügung stehen werden, was jetzt wie eine kommende Kältewelle aussieht. Kälte tötet viel mehr Leute in kargen Lebensumständen als Wärme.

Was Weiße und ihren Raum für sich betrifft: falls so etwas überhaupt möglich sein sollte (vielleicht eine Art Überrest koalierender ‘Red States’?), dann sollten weiße Libs in der mehrheitlich nichtweißen Welt leben müssen, die sie angerichtet haben (sie wird hobbesianisch sein). Sie sich vorübergehend vernünftigen Weißen anschließen zu lassen, um unsere Zahlen zu erhöhen, könnte nur eine weitere Giftpille sein. Es stimmt wirklich etwas nicht mit ihrem Überlebensinstinkt und ihrer Argumentationsfähigkeit, und bald würden sie die Tore der neuen Zitadelle für weitere trojanische Pferde voller Feinde öffnen. Ein Kompromiß wäre vielleicht, daß sie ihre eigene weiße Enklave einrichten und sie so gut sie können gegen die Horden verteidigen, die sie gegen uns alle losgelassen haben, und so ihre Rückkehr zu normalen Denkmustern beweisen, bevor sie sich uns wieder anschließen dürfen.

Die anständigen Nichtweißen, mit denen wir mehr gemeinsam haben als mit den gestörten weißen Libs, werden für sich selbst sorgen müssen, aber sie haben große Herkunftskulturen, mit denen sie sich wiedervereinigen können und die “rein” bleiben durften.

Weiße werden nicht länger die Retter der Welt vor sich selbst sein (von den Undankbaren in unfairer Weise schlechtgemacht als die Bösesten anstatt als die Produktivsten und Hilfreichsten), sondern werden alle unsere Energien aufwenden müssen, um uns selbst zu retten, und nur uns selbst.

alettertothetimes:

Erst diesen Morgen habe ich dasselbe gesagt, nur nicht annähernd so gut.

Der wahre Feind des Westens und der Weißen sind nicht die braunen Völker, sondern die weißen Linken. Ohne deren gramscianische Intrigen wären Drittweltler und Moslems keine Bedrohung.

Chechar:

@ Ich habe einen Vorteil gegenüber dir und wahrscheinlich 99 % der Weißen. Ich wuchs in den 1950ern in einem “Minderheit-Mehrheit”-Viertel in New York auf und sah … –Independent Accountant

Und ich habe auch einen Vorteil gegenüber Amerikanern und Europäern. Ich wuchs in Mexiko auf, dem ersten europäischen multikulturellen Experiment der Geschichte, und glaubt mir: es hat nicht funktioniert. Die Lösung, die wir hier gefunden haben, ist die, daß die herrschenden Eliten weitgehend iberische Weiße sind, einige davon leicht mestizisiert, auch wenn Weiße hier eine wirkliche Minderheit sind.

Die Engländer waren schlauer als die Spanier: indem sie sich nicht vermischt haben, konnten sie eine Welt erster Klasse schaffen ohne den indianisch/mestizischen Schlamassel durch niedrigen IQ. Fj oben hat recht damit, daß Lateinamerika die globale Politik nicht beeinflußt hat. Jedoch ist das Studium seiner Geschichte wichtig als Paradigma dafür, wie man es nicht machen soll.

Nach bereits einem halben Jahrtausend dieses abscheulichen Gesellschaftsexperiments solltet ihr Leute auf die einsamen Stimmen von hier aus dem Süden hören…

S’mon:

Die ‘Diskontinuitätshypothese’ klingt relativ hoffnungsvoll, um einiges mehr als die von Bill Clinton & Co. befürwortete ‘Exterminationshypothese’.

Ich bin nicht sicher, wie wahrscheinlich sie ist. Als das weströmische Reich fiel, radierte das germanisch-barbarische Europa das römische Europa aus, ohne es wirklich zu wollen – die germanischen Stämme wollten nur die Früchte der römischen Zivilisation. Sie wurden zu den Vorfahren der meisten von uns. Die Geschichte scheint sich zu wiederholen, viel mehr, als allgemein anerkannt wird.

Rom wurde nicht in großen Schlachten zerstört; jene Schlachten geschahen erst, als Rom bereits nahezu tot war. Demographischer Niedergang, wirtschaftlicher Niedergang und Einwanderung hatten Rom bereits zerstört, so wie sie uns zerstören. Diese Trends müssen umgekehrt werden, bevor es zu spät ist. Tatsächlicher Kollaps ist nur wahrscheinlich, wenn wir schon eine leere Hülle geworden sind, wie es Rom 400 n. Chr. war. Ab diesem Zeitpunkt können nur die Barbaren gewinnen, weil ‘wir’ kaum noch existieren werden.

Ich denke, das Geheimnis liegt darin, den Willen des Volkes z. B. mittels demokratischer Referenda einzuspannen, und in einer Beschneidung sowohl des gerichtlichen Aktivismus als auch der Autorität transnationaler Körperschaften. Alle unsere Länder haben immer noch Mehrheiten, die das wollen, was wir wollen, und die gewöhnlich dafür stimmen werden, wenn sie die Möglichkeit dazu bekommen. Ein 60-jähriger Europäer mag auf der Straße kein Gegner für einen 18-jährigen Algerier sein, aber ihre Stimmen zählen gleich.

Zeke:

Fjordman,

Dies ist ein netter Artikel, aber mehr eine Zusammenfassung deiner Arbeit der letzten fünf Jahre, und eine düstere Voraussage, daß die Trends, über die du berichtet hast, unaufhaltsam sind und im Fall des Westens resultieren werden.

Das ist alles schön und gut, aber darin ist herzlich wenig, was uns beim “Überleben” hilft.

Nehmen wir ihn als die abschließende Problemfeststellung, was er recht gut erfüllt. Angesichts dessen, daß es Hunderte, Tausende oder Hunderttausende gibt, die sie entweder kapieren oder kapieren würden, wenn man sie ihnen zeigen würde, müssen wir mit dem “Überlebensplan” anfangen.

Sicher, Punkt eins kann lauten “fördere das Bewußtsein für die Schrecklichkeit der ‘Pod-Kultur’”.

(Ich habe diesen Artikel an alle auf meiner Mail-Liste geschickt. Das sollte jeder tun. Falls es einige Leute auf eurer Liste stört, nehmt sie von der Liste und macht eine neue nur mit Leuten, die das lesen können, ohne auszuflippen. Das ist eine wichtige Liste. Sichert sie.)

Aber was ist Schritt 2? Du schreibst aus europäischer Perspektive. Ich bin Amerikaner. Wir hier sind alle mit denselben Dingen konfrontiert, aber durch ein Prisma. Wir sind zum Beispiel keine Gesellschaft weißer Ureinwohner und neuer Einwanderer. Der Islam wird weniger wahrscheinlich Amerika übernehmen als die Mexikaner.

Die Alternativen, die ich sehe, sind:

1) Engagiert euch im politischen System, um irgendeinen großen Brocken umzudrehen. Das scheint in Europa unmöglich zu sein (EU, mehr Liebe für den Sozialismus, Multikulti etc). Andererseits ist eine Sezession in Europa leichter möglich. Man kann sich zum Beispiel leicht vorstellen, daß Polen beschließt, von den blöden EU-Gesetzen genug zu haben und einfach auszutreten. Die relativ neue EU hätte keine moralische Stellung (in ihren eigenen Herzen), um das zu stoppen.

Sezession muß bei jedem, der dies gelesen und verstanden hat, ganz oben auf der Liste stehen. Hier in den USA wird diese Idee unter den Rechten jetzt schon seit 20 Jahren ständig diskutiert. Sie wurde sogar vom Gouverneur unseres größten Bundesstaates Texas aufgebracht, als eine Möglichkeit, falls die Körperfresserregierung in DC nicht anfängt, besser zu handeln.

Schließlich, falls wir nicht zu dem Punkt kommen können, wo wir ein Staatswesen von diesen größeren (und schädlichen) Metastaaten abtrennen können, sollten wir zumindest Gemeinschaften formen, so groß wie wir eben können. Irgendwie haben einige Teile Italiens seit römischer Zeit bis jetzt mit weitgehend intaktem kulturellem Erbe überlebt. Nahrung, Aquädukte, einige römische Gebäude. Es ist nicht Rom, aber es ist auch nicht dasselbe wie mit dem Gesicht voran in den Schlamm gestoßen zu werden.

Dies ist es, was es heißt, für das Überleben zu planen. Zusammen mit dem Reden darüber, welche Art von Industrie, Handel, Landwirtschaft, Verteidigung und Interaktion mit anderen Staaten wir brauchen, um uns weitere hundert, zweihundert, mehrere hundert Jahre am Leben zu halten.

Falls du über das Überleben schreiben willst, würde ich es gerne lesen, aber das war’s nicht.

Hier ist ein etwas weniger düsterer Ausblick auf den Crash und ein mögliches Szenario, das den Großteil des Kontrollapparates der Körperfresser abschütteln würde. Er wurde drüben bei Lawrence Austers Blog View from the Right eingestellt.

Fjordman:

Zeke: Es ist einiges an Wahrheit in deiner Kritik. Ich werde später mehr über dieses Thema schreiben und wollte die Länge des Essays beschränken. Leider wird es in den kommenden Jahren keine Knappheit an Anlässen geben, um über diese Dinge zu schreiben.

Susan:

Würdet ihr eine Gegenmeinung veröffentlichen? Einige Fragen:

Wenn Weiße keine multikulturellen Gesellschaften wollten, warum haben sie so viel in Sklaverei und Indenturarbeit investiert?

Marcus Garvey befürwortete „Afrika den Afrikanern“ aus denselben Gründen wie in diesem Artikel festgehalten, d. h. weil die Rassen nicht friedlich koexistieren können. Werden Weiße diesem Prinzip jetzt zustimmen, nachdem sie all den Reichtum aus Afrika (und Indien und Amerika etc.) gestohlen haben?

3) Wenn die barbarischen Invasoren Roms den Aufstieg einer freundlicheren und besseren Kultur ermöglicht haben, auch wenn sie zu der Zeit Barbaren waren, wer kann sagen, daß die multi-ethnische Übernahme zuvor weißer Nationen auf lange Sicht nicht zu etwas gesellschaftlich und spirituell Überlegenem führen wird?

Die Fähigkeit, Reichtum zu schaffen, setzt nicht notwendigerweise eine überlegene Rasse voraus. Genausowenig korreliert hoher IQ mit Weisheit. Und viele der negativen Attribute, welche die nichtweißen Rassen aufweisen, sind eine Reaktion auf die Wahrnehmung von Jahrhunderten der Unterdrückung und Piraterie sowie auf einen Mangel an Chancen.

Ich bin eine Weiße und keine Linke. Meine Sicht richtet sich nach Begriffen von Gottes Gerechtigkeit, die Er auf ganze Nationen anwendet. Jede Nation und Rasse muß für ihre Sünden zahlen. Die weiße Rasse als ganzes muß für ihre Sünden der vergangenen 400 Jahre zahlen. Auch wenn wir persönlich nicht für diese Sünden verantwortlich sind, tragen wir die Last unserer Vorfahren. Zu fallen, wie Rom oder Babylon oder Ägypten, ist unvermeidlich.

rebelliousvanilla:

Susan, du sagst, du bist nicht links, aber du mußt in der Schule eindeutig in Geschichte und Biologie versagt haben.

Ich werde mit dem biologischen Teil anfangen. Intelligenz ist eines der erblichsten Merkmale, die man bisher entdeckt hat – sie ist zu 79 % erblich. Und Intelligenz (IQ) korreliert in der Tat mit Weisheit. Offensichtlicherweise kann man schlau, aber unweise sein. Im Durchschnitt jedoch ist es offensichtlich, nicht nur durchs Prisma der Resultate verschiedener Zivilisationen, sondern auch beim Analysieren gegenwärtiger Menschen. Und Weiße sind nicht besser als Schwarze. Wir sind nur IM DURCHSCHNITT intelligenter. Es ist genauso dem Menschenverstand entsprechend wie daß Schwarze mehr schnellkontrahierende Muskelfasern haben, was sie im Durchschnitt beim Basketball besser macht, während Weiße mehr langsamkontrahierende Muskelfasern haben, was sie bei Dingen besser macht, die Kraft statt Explosivität erfordern.

Und der Fall des Römischen Imperiums führte dazu, daß die Welt um Jahrhunderte zurückgeworfen wurde. Vergleiche das Römische Reich mit den paar Jahrhunderten nach seinem Fall. Und dies wird nicht zu etwas gesellschaftlich Überlegenem führen, weil es unmöglich ist – wenn dies wahr wäre, dann würde der Multikulturalismus funktionieren, und wir würden seine großen Errungenschaften genießen, nicht den gesellschaftlichen Verfall, die höheren Verbrechensraten und die Abhängigkeit, die er gefördert hat.

Zur Beantwortung deiner anderen Punkte: Sklaverei wurde von jeder einzelnen Kultur und Gesellschaft auf Erden praktiziert. Die britische Royal Navy hat dem internationalen Sklavenhandel de facto ein Ende gesetzt. Übrigens, die letzten Länder, die die Sklaverei abschafften, waren islamisch; einige taten es im 21. Jahrhundert. Ich bin sicher, daß es immer noch Länder gibt, die sie praktizieren. Statt daß sich also Weiße für die Sklaverei schämen müßten, glaube ich, daß wir einiges an Renommee dafür verdienen, daß wir ihr ein Ende gesetzt haben. Wenn es um Reparationen geht, dann möchte ich, daß die Türkei meinem Land für jedes Mal, wo sie uns angegriffen hat, Reparationen samt Zinsen zahlt [Anm. d. Ü.: rebelliousvanilla ist Rumänin]. Sie schulden meinem Land wahrscheinlich Billionen Euros, wenn man die Zinsen berücksichtigt. Tatsächlich hätten die Moslems wahrscheinlich Schulden in Höhe all ihrer Ölreserven für die Sklaverei, die sie betrieben haben, während sie ihr Kalifat hatten, wenn man die Zinsen berücksichtigt, die diese Schuld in mehr als einem Jahrtausend angehäuft hat.

Übrigens, als die Briten nach Afrika kamen, gab es dort Stämme, die das Rad noch nicht erfunden hatten, und Sklaverei und Kannibalismus waren noch recht üblich. Bei der Sklaverei ging es nicht einmal um Rasse; die Amerikaner kauften die afrikanischen Sklaven einfach weil sie zum Verkauf standen. Wenn  man die Kosten des Kolonialismus studiert, wobei Indien ein großes Beispiel war, dann gaben die Briten mehr für die Erhaltung Indiens aus, als sie daraus Profit bezogen. Dein Mangel an historischem Wissen ist amüsant.

Oh, und wegen deines Chancen-Bullshits: Warum ist der Lebensstandard des durchschnittlichen Schwarzen in Südafrika nach dem Ende der Apartheid gesunken und sinkt weiter? Während der Apartheid entwickelten sich die Lebensbedingungen für den durchschnittlichen Schwarzen nach oben. Du kannst den Human Development Index überprüfen. Nach der Apartheid verschlechterten sich die Lebensbedingungen des durchschnittlichen Schwarzen und sinken jedes Jahr weiter. Ich will mich nicht über die weite Verbreitung des Rassismus in Afrika auslassen, wo es Herrscher gab, die ein Drittel der Bevölkerung ihres Landes abschlachteten, weil sie zu einem anderen Volksstamm gehörten. Die nachkoloniale Ära bestand einfach darin, daß die eingeborenen Völker wieder zu ihren alten Gewohnheiten – darunter auch Tribalismus -  zurückkehrten, die mit Wachstum und einem lebensfähigen politischen System unvereinbar sind. Du kannst dir auch Zimbabwe ansehen – ein Land, das nach der Befreiung zu einem der schlimmsten Orte zum Leben wurde. Afrika ist übrigens ein Kontinent, der wirklich reich an Ressourcen ist. Wenn du Erfolgsgeschichten sehen willst – hier sind zwei: Singapur war vor 40 Jahren ein Sumpf. Jetzt ist es das reichste Land der Welt mit den höchsten Reserven pro Kopf und dem besten Bildungs- und Gesundheitssystem der Welt. Hongkong ist eine Insel ohne Ressourcen.

Jedenfalls hoffe ich, daß ich dir einen ordentlichen Weckruf erteilt habe. Lies Geschichte, anstatt sie zu erfinden, lerne über Biologie und Philosophie.  Oh, ich bin Atheistin, aber ich war einmal ein recht religiöses Mädchen, also frage ich dich, wo sagt Gott, daß ich für die Sünden meiner Vorväter verantwortlich bin? Ich hätte gerne die exakte Bibelstelle dafür, danke.

Fjordman:

Susan: Ich bin nicht so sicher, ob du weiß bist, aber du bist definitiv eine Linke und ein Troll. Meine Vorfahren kämpften hart, um in einem kalten und dunklen Land zu überleben, wo mein Volk seit dem Ende der letzten Eiszeit gelebt hat. Es ist nicht meine Schuld, daß die Kurden, Araber und Pakistanis unfähig sind, so gute Gesellschaften zu schaffen, wie wir sie geschaffen haben. Sie haben hier nichts verloren, und wir haben jedes Recht, sie auszuweisen.

rebelliousvanilla:

Ich pflichte Fjordman bei. Ich bin Rumänin, auch wenn ich Vorfahren mit anderen europäischen Nationen gemeinsam habe. Jedenfalls hatte mein Land keine Kolonien, und wir kauften keine Sklaven. Die einzigen Sklaven, die wir hatten – Zigeuner und Tataren – waren Gefangene aus den Kriegen, die wir gegen die Tataren gewonnen haben. Komisch, wir wollten die Sklaverei ein paarmal im Laufe der Geschichte abschaffen, aber die Osmanen ließen es nicht zu. Also sehe ich wirklich nicht ein, warum meinem Land Multikulturalismus und Scheiß-Einwanderung aufgezwungen werden sollte – deine gefühlsduselige liberale Ideologie hat da angesichts der Fakten nichts zu bieten.

Und zu den Osmanen: Meine Vorfahren hatten einige Schwierigkeiten, sie davon abzuhalten, mein Land zu annektieren, es zu islamisieren und so weiter. Ich meine, eine Schlacht mit 15.000 Mann gegen eine osmanische Armee mit 120.000 Mann zu gewinnen, ist ganz schön beeindruckend, wenn du mich fragst. Wenn überhaupt, dann schulden die Moslems meinem Volk so einiges. Nachdem mein Land seine Unabhängigkeit von den Osmanen errang, erreichten wir bis zum Zweiten Weltkrieg einen ähnlichen Lebensstandard wie Belgien und eine funktionierende Gesellschaft, die keinen Tribut in Blut und Geld bezahlen mußte. Wenn überhaupt, dann spricht viel dafür, daß es das rumänische Volk war, das von den Osmanen versklavt wurde.

21. Dezember 2009

Vier Wege, den Extremismus zu bekämpfen

Gespeichert unter: BeforeDawn — BeforeDawn @ 23:49

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Vorbemerkung: Um zu zeigen, wieweit die ´Eliten´ des „Vereinigten Königreiches“ sich vom gesunden Menschenverstand (Common Sense), als dessen Heimat Großbritannien ja früher angesehen wurde, inzwischen entfernt haben, habe ich hier vier Zeitungsartikel zusammengestellt, die auf der Webseite Militant Islam Monitor in einer speziellen mit „Satire“ bezeichneten Abteilung gesammelt sind. Um Missverständnissen bei denjenigen Lesern, die mit den besonderen britischen Verhältnissen noch nicht so vertraut sind, vorzubeugen: es handelt sich um wirklich erschienene und ernstgemeinte Artikel über tatsächliche Geschehnisse, die in ihrem Kontrast zu dem, was man noch vor einer Generation als ´gesunden Menschenverstand´ angesehen hätte, sich selbst als Realsatiren entlarven. Ein besonderer Aspekt des Realsatirischen sind einige in den Artikeln auftauchende Zitate und Bezeichnungen für staatliche Einrichtungen, die doch sehr an den ´Neusprech´ in Orwells Roman „1984″ erinnern, deren tatsächlichen Gebrauch heutzutage man eigentlich schon deshalb nicht für möglich halten sollte, als Orwell in seinem berühmten und in Großbritannien jedermann bekannten Roman doch davor eindrucksvoll gewarnt hat.

Übersetzer: BeforeDawn

1. Die Toiletten im Londoner Olympia Park werden „aus Sensibilität“ nicht nach Mekka zeigen

Der Artikel ist am 25. 9. 2008 im Militant Islam Monitor erschienen.

Die sanitären Einrichtungen im Olympia Park in London werden so gebaut werden, dass Muslime auf dem Klo nicht in Richtung Mekka sitzen müssen. Die Olympic Delivery Authority [Behörde, die die Vorbereitungen der Olympischen Spiele der überwacht], hat gesagt, dass sie einen für Menschen aller Kulturen, Glaubensrichtungen, Altersgruppen und Behinderungsgrade idealen Veranstaltungsort für die Spiele 2012 und darüber hinaus schaffen will. Die islamische Religion verbietet es Muslimen, beim Besuch der Toilette, die Gebetsrichtung – die Kiblah – einzunehmen.

Eine Sprecherin der ODA bestätigte. dass ein Teil der allgemeinen Toiletten aus Gründen der Sensibilität nicht nach Mekka zeigen werde. Sie konnte aber nicht sagen, wie viele Toiletten nicht nach Osten ausgerichtet werden würden. Ebenso werden als Teil dieser Planung spezielle Waschgelegenheiten mit den islamischen Gebetsräumen verbunden werden. Dies ist nicht das erste Mal, dass die Richtung von Toiletten geändert wird, um es den Muslimen recht zu machen. Letztes Jahr wurde Geld der Steuerzahler in der Höhe von Tausenden von Pfund ausgegeben, um sicherzustellen, dass die Toiletten im Gefängnis von Brixton in London nicht das islamische Recht verletzen. Muslimische Gefängnisinsassen hatten sich beschwert, dass sie seitwärts auf den Toiletten sitzen müssten, um zu vermeiden, dass sie den islamischen Verhaltenskodex zu verletzen. Religiöse Führer innerhalb der Regierung haben die Behörden unter Druck gesetzt, einer Drehung der Toiletten um 90 Grad zuzustimmen.

Der Vorsitzende der ODA sagte jedoch, es gehe darum, den Veranstaltungsort der Londoner Olympischen Spiele für kommende Generationen zu einem ´im höchsten Maß zugänglichen und inklusiven öffentlichen Park´ zu machen. Andere Gestaltungsmaßnahmen, die unter anderem für den Park vorgesehen sind: Breitere Zugangswege mit ebenen Oberflächen und geringerem Gefälle, sowie in regelmäßigen Abständen Sitz- und Ruhegelegenheiten für Rollstuhlfahrer; leicht zugängliche sanitäre Einrichtungen, die spezielle Bereiche einschließen, wo Senioren von ihrem Pflegepersonal beim Wechseln geholfen werden kann, sowie Wickelräume für Babys und Abstellplätze für Kinderwagen.

Die stellvertretende Vorsitzende der Beratungsgruppe Sport des Londoner Organisationskomitees der Olympischen Spiele und Champion der Paralympics Dame Tanni Grey-Thomson sagte: „London 2012 hat das Ziel, weiter als irgendeine frühere gastgebende Stadt zu gehen, um zu gewährleisten, dass sowohl die Paralympics als auch die Olympischen Spiele selber wirklich für jedermann zugänglich sind. Nach den Spielen werden Sportstätten der Weltklasse sowie der größte und inklusivste  Park in London zur Verfügung stehen und eine neue Generation von olympischen und paralympischen Athleten inspirieren.“ Der Londoner Bürgerneister Boris Johnson hieß dieses Engagement in Richtung auf inklusive Planung willkommen und sagte: „Es ist klar, dass weiterhin Zugänglichkeit  ein Kernanliegen“ bei der Sportstättenplanung sein muss. „Ich begrüße das Engagement der ODA hinsichtlich einer Planung von Inklusivität und während ich entschlossen bin, aus dem Haushalt von 2012 einen Gegenwert für das Geld des Steuerzahlers zu schaffen, wird dies Engagement nicht in Frage gestellt und bleibt für mich ganz oben auf der Prioritätenliste, solange wir London auf seine Rolle als Gastgeber der Spiele von 2012 vorbereiten.“ Die Strategie in ihrer endgültigen Form basiert auf dem, was ein breites Spektrum von Gemeinschaften, religiösen Dialog-Gruppen, Behindertenorganisationen und Paralympikern hierzu eingebracht hat.

Zuerst veröffentlicht: http://www.dailymail.co.uk/news/article-1061051/Londons-Olympic-Park-toilets-turn-away-Mecca-respect-Islamic-law.html

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2. Der Bürgermeister von London rät Nicht-Muslimen, während des Ramadans zu fasten, um „das Verständnis zwischen den Kulturen zu befördern“

Bürgermeister von London empfiehlt Ramadan-Fasten für alle.

Dieser Artikel ist am 6. 9. 2009 auf dem  Militant Islam Monitor erschienen.

Von David Lev

Der Bürgermeister von London, Boris Johnson, hat empfohlen, dass Nicht-Muslime die Gelegenheit des Monats Ramadan ergreifen, um zusammen mit ihren muslimischen Nachbarn zu fasten, um „das Verständnis zwischen den Kulturen“ zu fördern.

Johnson sagte zu Mitgliedern einer Londoner Moschee, dass angesichts der Tatsache, dass Muslime so sehr ein Teil von London seien, es für die Nicht-Muslime angemessen sei, die Gebräuche und die Religion  ihrer Londoner Mitbürger besser kennenzulernen.

„Sei es nun im Theater, beim Sport, in der Musik oder in der Politik, überall fordern die Muslime die herkömmlichen Sichtweisen heraus und zeigen, dass sie ein integraler Teil der Gesellschaft sind und dies auch sein wollen“, sagte Johnson. Das ist der Grund, weshalb ich den Menschen dringend rate, vor allem während des Ramadan, mehr über den Islam zu erfahren, sich mehr Verständnis und  Wissen anzueignen, ja sogar einen Tag lang mit dem muslimischen Nachbarn zu fasten und das Fasten in der örtlichen Moschee zu brechen. Es wäre keine Überraschung für mich, wenn Sie herausfänden, dass es mehr Gemeinsames gibt, als Sie dachten,“ sagte er.

In jeder Hinsicht sind Muslime integraler Bestandteil der Gesellschaft“, fügte er hinzu. „Von ihren Beiträgen zur Gesellschaft profitiert jeder Londoner. Muslimische Polizeibeamte, Ärzte, Wissenschaftler und Lehrer bilden einen wesentlichen Teil des Gewebes, aus dem sich London zusammensetzt.“ Es gibt zur Zeit 1,6 Millionen Muslime in Großbritannien, von denen die meisten während des Ramadan fasten, berichten Funktionäre der muslimischen Gemeinschaften. [Andere Schätzungen belaufen sich gegenwärtig auf etwa 2,5 Millionen; d. Ü.]

Nicht alle Londoner konnten sich mit dieser Idee anfreunden. Ein Vorsitzender eines Ortsverbandes der English Democrats, Steve Uncles, verurteilte Johnsons Kommentare und sagte, dass „die einheimische Kultur dieses Landes auf Christentum und Heidentum aufbaut. Natürlich, wenn Leute ihre Religion praktizieren wollen, dann ist das in unserer offenen und toleranten Gesellschaft o.k., sollen sie machen. Aber der Staat sollte sie nicht finanzieren, weil wir auf diese Weise unsere eigne Kultur verlieren“.

Obwohl Johnsons Vorschlag vielleicht der originellste ist, ist dies bei weitem nicht der einzige Versuch westlicher Politiker, dem Ramadan und den Muslimen die Ehre zu erweisen. Letzte Woche war der US-Präsident Barack Obama Gastgeber eines Fastenbrechens im Weißen Haus. „Der Islam ist, wie wir wissen, Teil Amerikas“, sagte Obama während des Essens. „Zusammen haben wir eine Verantwortung, gegenseitiges Engagement zu fördern, das  auf wechselseitigem Interesse und Respekt gegründet ist.“

Am Samstag wurde gemeldet, dass die ägyptische Polizei 155 Leute in der oberägyptischen Stadt Assuan verhaftet hat, weil sie nicht das Fasten eingehalten haben. Nach örtlichen Quellen soll die Polizei sich auf Leute konzentriert haben, die während der Tagesstunden beim Essen und Trinken beobachtet worden waren. Wie ein örtlicher Beamter berichtet, beweist diese Kampagne einen verstärkten muslimischen Eifer bei der Polizei, während ein anderer sagte, dass die regionale Regierung damit die Islamisten beschwichtigen möchte, deren Popularität in den letzten Monaten zugenommen hat.

Es ist nicht bekannt, ob Boris Johnson auch vorzuschlagen beabsichtigt, dass Muslime und Christen zusammen zu Jom Kippur fasten, um besser ihre jüdischen Nachbarn zu verstehen.

Zuerst veröffentlicht: http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/133283

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3. Das Vereinigte Königreich entlässt ´Hochrisiko- Terroristen´, um den Extremismus nicht weiter „anzuheizen“

Der Originalartikel ist am 6. Oktober 2009 im Militant Muslim Monitor erschienen.

Dreißig ´Hochrisiko-Terroristen´ sollen vorzeitig entlassen werden.

 Abdul Rahman war die erste Person in Großbritannien, die wegen Verbreitung terroristischer Informationen verurteilt wurde.

von David Leppard

Bis zu 30 „Hochrisiko-Terroristen“ – unter denen einige der gefährlichsten Männer Großbritanniens sind  – stehen im nächsten Jahr zur Entlassung aus dem Gefängnis an.

Noch weitere werden im Gefolge eines Urteils der höchsten britischen Richter freigesetzt, demzufolge lange Haftstrafen für terroristische Verbrechen den Extremismus eher „anheizen“ als ihn abschrecken könnten.

Noch andere werden freigelassen, weil sie nur einen Teil ihrer Strafe absitzen müssen. Als Reaktion darauf, hat Chris Grayling,  der Innenminister des Schattenkabinetts, gesagt, dass die Tories für Terroristen längere Strafen in Betracht ziehen.

Diese Milde des obersten britischen Berufungsgerichts für verurteilte Terroristen steht im Kontrast zu Amerika, wo sie lebenslang weggesperrt werden können. Einer der als „Hochrisiko-Terroristen“ Eingestuften, der zur baldigen Entlassung ansteht, ist Andrew Rowe, ein muslimischer Konvertit, der des Besitzes einer Anleitung zum Abschuss von Mörsergranaten überführt wurde.

Rowe wurde 2005 zu 15 Jahren verurteilt. Er soll im nächsten April entlassen werden, nachdem sein Strafmass auf 10 Jahre reduziert wurde. Unter denen, deren Haftstrafen vermindert wurden, sind unter anderen einige, die wegen Unterstützung der gescheiterten Selbstmordbomber vom 21. Juli 2005 verurteilt wurden, und zwei, die des Aufrufs zum Mord während der dänischen Karikaturen-Proteste überführt wurden.

Deren Haftstrafen wurden reduziert, nachdem im Juli 2008 in einer maßgeblichen Entscheidung Lord Phillips, damals Lord Chief Justice, zusammen mit zwei anderen hohen Richtern, bestimmt hatte, dass das Strafmass von Abdul Rahman von sechs auf 5½ Jahre zu vermindern sei, nachdem sich dieser der Verbreitung einer terroristischen Publikation für schuldig erklärt hatte.

Rahman, eine Schlüsselfigur der Al Qaida, hatte im Norden Englands unzufriedene Muslime für den Kampf gegen die britischen Truppen in Afghanistan rekrutiert.

Die Richter stellten fest: „Es ist darauf zu achten, dass die Urteile angesichts der Faktenlage ihrer Vergehen nicht unverhältnismäßig ausfallen. Wenn Urteile ergingen, die härter wären als die Umstände es rechtfertigen, dann würde dies sehr wahrscheinlich den Extremismus eher anheizen als von ihm abschrecken.“  Dies war das Grüne Licht für weitere Reduzierungen von Haftstrafen in daraufhin von Terroristen angestrengten Berufungsverfahren.

Harry Fletcher von der Bewährungshilfe-Union (Napo), sagte hierzu: „Infolge der außerordentlich großen Zahl erfolgreicher Berufungsverfahren werden Terroristen reihenweise entlassen werden. Jeder einzelne, der das Gefängnis verlässt, wird solange überwacht werden müssen, bis seine volle Haftstrafe abgelaufen ist.“

Zuerst veröffentlicht: http://business.timesonline.co.uk/tol/business/law/article6860231.ece

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4. Polizeibeamtinnen kleiden sich in Burkas, um die Beziehungen zwischen den gesellschaftlichen Gruppen zu verbessern

Der Artikel ist am 9. 8. 2009 im Militant Islam Monitor erschienen.

Drei weibliche Polizeibeamte haben als Teil einer Maßnahme zur Verbesserung des Verstehens zwischen gesellschaftlichen Gruppen einen Tag komplett muslimisch gekleidet verbracht.

Zwei Sergeants und eine Gemeinschaftsunterstützungsbeamtin (Community Support Officer), von Kopf bis Fuß in Burkas und anderer traditioneller Kleidung, sind einkaufen gegangen.

Gleichzeitig wurde eine Gruppe von muslimischen Frauen eingeladen, sich mit dem Polizeigefängnis, dem Videoüberwachungsraum und anderen täglichen Aufgaben eines Polizeibeamten vertraut zu machen.

 

 Photo: Ross Parry

Dies war Teil einer Initiative der Polizei mit dem Namen „In euren Fußstapfen“, die in Sheffield, South Yorkshire, stattgefunden hat.

Vonseiten der Zuschauer gab es jedoch starke Kritik.

Matthew Elliott, vom ´Bund der Steuerzahler´ (Taxpayers´ Alliance), sagte: „Dies ist eine absurde Ablenkung von den wirklichen Aufgaben der Polizei. Die Leute wollen, dass die Polizei die Verbrecher fängt, und nicht, dass sie sich auf politisch-korrekte Mätzchen einlässt. So, wie es jetzt ist, ohne Beamte, die für Dinge außerhalb des normalen Aufgabenbereichs bezahlt werden, ist die Polizei überbeansprucht.“

Douglas Murray, Direktor des ´Zentrums für sozialen Zusammenhalt´ (Centre for Social Cohesion), sagte: „Dies hat nichts mit Kriminalität zu tun. Wie die meisten Menschen, die einmal Opfer eines Verbrechens geworden sind, bin ich aufs Höchste erstaunt, dass sie offenbar alle ihre Fälle aufgeklärt haben und einen Tag mit Verkleidungsspielen verbringen können. Es ist mir neu, dass es die Aufgabe der Polizei ist, herauszufinden, wie sich die Leute fühlen. Ich dachte, es sei ihre Aufgabe, die Kriminalität zu bekämpfen. Dies zeigt in fantastischer Weise, dass in den letzten zehn Jahren die britische Polizei eine Art institutionellen Nervenzusammenbruch gehabt hat. Sie weiß nicht mehr, was ihre Aufgabe oder ihre Rolle ist.“

Der Tag des Kleidertausches fand vor einiger Zeit im Stadtzentrum von Sheffield statt, nachdem etwas Ähnliches in Barnsley vorausgegangen war.

Die Polizistinnen trugen traditionelle bunte muslimische Kleider und einen knöchellangen schwarzen Dschilbab mit Nikab, der das Gesicht bedeckt und nur einen Schlitz für die Augen freilässt.

Sergeant Deb Leonard, die einige Teile dieser Kleidung trug, beschreibt in einer internen Zeitschrift der Polizei von South Yorkshire ihre Erfahrungen.

Sie sagt: „Ich habe dabei eine Einschätzung und ein Verständnis dessen gewonnen, was muslimische Frauen erfahren, wenn sie ihrem Glauben gemäß gekleidet zum Einkaufen auf die Straße gehen.

Wir sind sehr begierig, die Themen besser zu verstehen, mit denen unsere communities konfrontiert sind.“

Zu einer offiziellen Stellungnahme stand von der Polizei von South Yorkshire niemand zur Verfügung.

Aber die Hauszeitschrift fügte hinzu: „Diese Übung ist nur eine von vielen Aktivitäten, die die Polizei von South Yorkshire mit den communities und den Führern der ethnischen Minderheiten geplant hat, um enge Beziehungen sicherzustellen, Diversität zu feiern und Integration zu fördern und auf diese Weise für eine sicherere, engere Gemeinschaft zu arbeiten.“

Zuerst veröffentlicht: http://www.telegraph.co.uk/news/newstopics/politics/lawandorder/5967944/Police-dress-up-in-burkhas-to-improve-community

         Das nun erinnert den Übersetzer an ein Foto, das er in seiner Sammlung merkwürdiger Bilder hat . . . 

          .  .  . und er fragt sich: Sind hier nun vier britische Polizistinnen zu sehen?

16. Dezember 2009

Die Totenglocke für die Freiheit in Großbritannien – Welche Schande!

Gespeichert unter: Andere Autoren, BeforeDawn — BeforeDawn @ 14:39

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Die Originalartikel sind am 16. und 23. Februar 2009 unter dem Titel „For Shame: The Death Knell for Liberty in Great Britain“ im Blog  The Lambeth Walk erschienen.

Übersetzung: BeforeDawn

Vorbemerkung: The Lambeth Walk ist ein noch relativ neues Blog, sein Betreiber ist ein 25jähriger Brite, der sich selbst so beschreibt: „Student der Geschichte und der Politologie, Lehrer, manchmal Autor, englischer Patriot  und – ohne mich dafür zu schämen – ´eurozentrisch´.  Ein begeisterter Anhänger der Wahrheit, unserer alten Freiheiten, der Zivilisation des Westens – und entschlossen, sie alle zu verteidigen, in jeder Weise und zu jedem Preis. Ich arbeite daran, die doppelten Maßstäbe zu überwinden, die jetzt weitgehend unser Leben bestimmen und hinter denen die Absicht steckt, uns über verschiedene Themen zum Schweigen zu bringen.“  Sein Nick, The Venerable 1st Earl of Cromer,  bezieht sich auf den britischen Staatsmann und Diplomaten Evelyn Baring, von 1883 bis 1907  als Generalkonsul der höchste britische Verwaltungsbeamte in Ägypten (seit 1882 unter britischer Herrschaft).

Thema der dreiteiligen Artikelserie „For Shame“ ist die Weigerung der britischen Regierung, Geert Wilders, der von einigen Mitgliedern des Oberhauses  zu einer Präsentation seines Films Fitna eingeladen worden war, britischen Boden betreten zu lassen. Teil I enthält nur eine kurze Einführung in das Thema und bleibt hier unübersetzt.

 Teil II:   (16. 2. 2009)

                                                       

Am letzten Donnerstagnachmittag ist Geert Wilders, der umstrittene holländische Parlamentsabgeordnete, auf britischem Boden angekommen. Er wurde unmittelbar auf dem Flughafen Heathrow von Einwanderungsbeamten ´festgehalten´, das Schreiben des Außenministers über seine Ausweisung wurde ihm gezeigt und man geleitete ihn zum nächsten Flugzeug zurück in die Niederlande.

Sie haben vielleicht gehört, dass Geert verhaftet wurde, oder haben vielleicht den Eindruck, dass von uniformierten Beamten in einen Raum  eingesperrt zu werden eine Verhaftung darstellt; aber nein, er wurde nur festgehalten und ´geleitet´.  Aber sollte Ihnen jemand erzählen, dass Britannien nun auf keinem Feld mehr in der Welt führend ist, dann wissen Sie es besser; sehen Sie einfach diesen Menschen an, lächeln Sie und sagen:

„Oh nein, das stimmt nicht. Großbritannien führt die Welt auf dem Gebiet der Orwellschen Euphemismen.“

Zur Zeit schäme ich mich, Brite zu sein. Niemals zuvor habe ich mich in der Position befunden, dass ich es vorziehen würde, zu sagen, ich käme woanders her; aber genau das ist es, was ich heute fühle. Die islamische Militanz ist vielleicht das bezeichnende Thema unseres Zeitalters; sie ist seit dem Angriff vom 11. September 2001 Teil des Bewusstseins der Bevölkerungsmehrheit gewesen, in Wirklichkeit aber war sie wenigstens seit der Iranischen Revolution erkennbar.

Sie ist weitaus gefährlicher als der fanatischste ethnische Nationalismus, von dem uns beständig gesagt wird, dass wir vor ihm auf der Hut sein müssen, während wir jeden Politiker oder jede Partei vermeiden sollen, die sich auch nur ein wenig auf  ein Gruppeninteresse gründen, das nicht vom ´Multikulturalismus´ gebilligt wird, wie zum Beispiel die ‘Partij voor de Vrijheid’ von Geert Wilders.

Sie gilt als gefährlich, weil sie nicht verstanden wird. Die meisten Vorstellungen rassischer, nationaler oder kultureller Suprematie oder zunehmend auch einfach ethnischer oder rassischer Identität sind für uns entweder nicht nachvollziehbar oder gelten schnell als lächerlich, weil unsere Gesellschaft und unser Bildungssystem uns so wirkungsvoll dagegen impfen.

In ähnlicher Weise werden wir auch gegen Ideen immunisiert, die als überholt, als altmodisch gelten, oder der Vernunft, dem Fortschritt und der einen schönen Welt im Wege stehen, in der Menschen aller Nationen und Hautfarben sich in einem großen Kreis vereinen, sich an der Hand halten und singen. Und während sie singen, denken sie darüber nach, um wie viel besser sie sind als ihre verstaubten, blutrünstigen Vorfahren, die so närrische und verrückte Dinge taten, wie ihr Land zu lieben, für Flaggen und Ideen zu sterben, oder sich über den Fortbestand der Gesellschaft, die sie aufgebaut haben, Sorgen zu machen. Nun, natürlich nicht eigentlich besser, weil das ein Werturteil impliziert, und das ist im Neuen Britannien ein unanständiges Wort, etwas, was absolut verboten ist, es sei denn, man ist Simon Cowell [ S. C. ist in Großbritannien ungefähr das, was in Deutschland Dieter Bohlen ist, nur um einiges gröber gestrickt; Anm. d. Ü.] .

Diese Immunisierung hat jedoch zu gut funktioniert. Denn wir haben nicht nur den größten Teil des natürlichen Antriebes zum nationalen oder kulturellen Überleben verloren, sondern wir sind auch nicht mehr in der Lage, all die zu verstehen, die diesen Antrieb noch nicht verloren haben.

Als Beispiel nehme man den beständigen Druck, den die UNO auf Japan ausübt, weil es keine beträchtlichen Zahlen von Einwanderern aus der Dritten Welt aufnehmen will, so als sei dieser Versuch der Bewahrung der Nation ein großes und nicht zu verstehendes Übel. Aber warum sollte die japanische Regierung in Anbetracht der allgemeinen Resultate der Masseneinwanderung in anderen Ländern auch wiederholen wollen, was viele Bürger der westlichen Länder als ein gescheitertes Gesellschaftsexperiment ansehen, für das sie die Kosten aufbringen müssen?

Und dies ist nur ein Beispiel dafür, dass etwas, das vor vierzig Jahren noch von fast jedem als völlig vernünftig angesehen worden wäre, heutzutage  als veraltet, sogar als verkehrt angesehen wird.

Vor einigen Jahren erschien ein Forschungsbericht, der die Annahme nahelegte, dass Kinder, die in sehr sauberen Haushalten leben, schlechtere Immunsysteme haben als diejenigen, die regelmäßig Schmutz ausgesetzt gewesen sind; der Körper braucht also den Kontakt mit Keimen, um seine Abwehr dagegen aufzubauen, und wenn er überhaupt keinen Kontakt mit ihnen hat, führt das zu verminderter Gesundheit.

Ich befürchte, dass heutige Britannien, und die heutige westliche Welt ganz allgemein, befinden sich in einer ähnlichen Lage. Wir haben uns von unseren Dämonen verabschiedet, wir haben uns für unsere Vergangenheit entschuldigt, aber damit haben wir auch zusammen mit dem Tumor ein riesiges Stück gesunden Gewebes weggeschnitten. Und zwar so viel davon, dass es auf Messers Schneide steht, ob der Patient überleben wird.

Wir leben in einem Land, das auf viele Dinge stolz ist. Eines davon ist die Meinungsfreiheit. Diese ist am Donnerstag, als Herr Wilders von Heathrow wieder zurückgeschickt wurde, gestorben. Nun kam ihr Tod vielleicht nicht wirklich überraschend; unsere Gesellschaft ist schon seit längerem sehr krank. Jedoch scheint der größte Teil unserer politischen Elite zu denken, dass es uns noch nie besser gegangen ist.

Sie vergeuden viel  Zeit, viel Geld und viel Kraft damit, ´-ismen´ zu bekämpfen. Diese ´-ismen´ sind anscheinend die Wurzel allen Übels, und wenn sie erstmal beseitigt sind, dann werden wir eine friedliche, gesunde und freie Gesellschaft haben. Rassismus, Sexismus, Homophobie, Altersdiskriminierung, und all die anderen, die laufend der Liste zugefügt werden, werden sich dann im Mülleimer der Geschichte befinden, und eine triumphierende Bevölkerung wird sich um des Fortschritts willen vereinigen.

Wer bezweifelt, dass ein großer Teil der gebildeten Elite dieser Gesellschaft so denkt, der kann dies am besten überprüfen, wenn er sich ein Schulbuch zur Hand nimmt. Es gibt dort kein historisches oder soziales Thema, das nicht auf den Gesichtspunkt der Diskriminierung reduziert wird. Nichts gibt es dort, was Stolz oder Respekt verdient hätte; alles, was wir haben, ist gestohlen und geplündert worden.

Ein weiteres Beispiel ist das Fernsehen und die Medien. Ich hab kürzlich ´The Twilight Zone´ in der Wikipedia nachgesehen. Die Originalserie lief in Amerika von 1959 bis 1964, aber es hat einige Neubearbeitungen gegeben, die zweite lief von 2002 bis 2003. Warum erzähl ich das?

Nun, die Originalversion wurde in einem Land, wo Rassentrennung eine alltägliche Sache war, gefilmt und gesendet. Jedoch wird in der Information zur modernen Serie festgestellt, dass viele von Rod Sterlings ursprünglichen Skripten angepasst wurden, um auch „gegenwärtige Themen … wie z. B. Rassismus“ aufzugreifen. Und dies 7 Jahre bevor 45 Prozent der weißen Wählerschaft Barack Obama gewählt haben.

Alles sehr interessant.

Es gibt allerdings ein riesiges Problem. Die allermeisten von uns haben die Spritze gegen den ´weißen Nationalismus ´ bekommen, und es hat gar nicht wehgetan. Viele von uns haben auch die Spritze gegen den britischen / amerikanischen / deutschen / schwedischen usw. Nationalismus gehabt und sind nun immun gegen solch merkwürdige Vorstellungen. Einige von uns gehen sogar zu den ´eine-Welt-keine Grenzen-niemand-ist-illegal` Nachimpfungen, obwohl diese leichtes Übelsein verursachen können.

Diese politischen Impfungen jedoch verzerren die Realität fast so sehr wie die Ideologien, vor denen sie die Menschen beschützen wollen. Vielleicht sogar ein bisschen mehr . Denn die Westler sind so ziemlich die einzigen in der Welt, die so denken.

Die Regierung hat wohl mit Erfolg die Vorstellungen von weißer / britischer / europäischer  Überlegenheit bekämpft und damit zugleich einen riesigen Brocken unserer Identität weggehauen; aber es gibt dort draußen noch andere Ideologien der Überlegenheit. Besonders vor einer hat die Regierung Angst; denn, tatsächlich, sie ist weit davon entfernt, besiegt zu sein, diese besondere suprematistische Ideologie ist auf dem Vormarsch, überall im Westen und auch sonst in der Welt.

Schon ihr Name bedeutet ´Unterwerfung´.

Diese Ideologie ist der Islam.

Und jetzt existiert dieser selbstbewusste, überhebliche Suprematismus parallel zu unserer eingeborenen Kultur, die schon fast ganz verfallen und abgestorben ist. Zumindest ist sie nur noch ein Schatten ihrer selbst. Meiner Meinung nach ist der Grund dafür, dass verschiedene Regierungen nacheinander in voller Absicht die Briten jeden Gefühls für ihren eigenen Wert beraubt und versucht haben, die britische Identität durch den ´Multikulturalismus´ zu verändern. Sie haben unsere Geschichte und Kultur als ´anstößig´ abgetan, hingegen beharren sie darauf, dass wir Werte, die wirklich anstößig sind, als gleichwertig behandeln.

Knüpfen wir nun die Fäden zusammen: wir haben eine aggressive, suprematistische Drittweltideologie, die eine lange Eroberungsgeschichte hat, nicht nur militärischer, sondern auch kultureller, sprachlicher und politischer  Eroberung. Diese Ideologie breitet sich nun in einem Großbritannien aus, das vollständig den Glauben an sich selbst verloren hat, in dem bereits eine bestimmte Version aller europäischen Eroberungen in den Schulen gelehrt wird, in dem viele seiner Staatsbürger fast aller Merkmale ihrer Identität, außer den banalsten, entkleidet worden sind, und ihnen gesagt wird, sie seien böse, wenn sie daran dächten, hiergegen Widerstand zu leisten.

Wir können bereits die üblen Auswirkungen sehen, und das Geert-Wilders- Debakel war der erste Höhepunkt dieser Entwicklung. Man sieht: was in diesem Land gegenwärtig vor sich geht, ist genau das, was passiert, wenn Menschen jede Beziehung zu ihrer eigenen Vergangenheit verlieren.

Viele nehmen jetzt an, auch wenn sie die herausragenden Gestalten und Ereignisse der Geschichte kennen, dass sie so verschieden und so weit entfernt von unserer Wirklichkeit sind, dass wir unfähig sind, ihre Fehler zu wiederholen. Dies ist vielleicht einer der gefährlichsten Aspekte der multikulturellen Ideologie.

Die Innenministerin Jacqui Smith weiß ganz sicherlich über Hitler Bescheid, über die Bedrohung, die der Nationalsozialismus in den Dreißigern darstellte, und über Neville Chamberlains Versuche, ihn mit dem Ausverkauf der Tschechen zu beschwichtigen. Es scheint aber, sie hat aus der Geschichte überhaupt nichts gelernt, dass es manchmal eben nicht reicht, solchen Ideologien einfach nachzugeben. Ihre Vertreter können dadurch sogar ermutigt werden, indem sie zu der Überzeugung gelangen, dass sie es mit Gegnern zu tun haben, die zu schwach zum Widerstand sind, die ihnen unter den richtigen Umständen alles gewähren werden.

Dies ist das Problem mit suprematistischen Ideologien wie dem Nationalsozialismus, und eben auch mit dem Islam; die sich für die Auserwählten halten, seien es nun Deutsche, Araber oder Muslime, sind immer im Recht. Jeder, der gegen sie ist oder im Weg steht, ist per definitionem ein Feind.

Dies ist der Punkt, wo das oben erwähnte mangelnde Verständnis der Vergangenheit sich auswirkt: Jacqui Smith, genau wie Chamberlain, nimmt an, ihre eigene Art und Weise, die Dinge zu sehen, sei auch die ihrer Gegner. Sie glaubt, jedermann sei wie sie, ein anscheinend rational Handelnder, der Frieden, Toleranz und Kompromiss will. Sie denkt, weil sie von vornherein bereit zum Nachgeben ist, ist es jeder andere, auf den sie trifft, ebenfalls.

Aber Frieden hat viele Definitionen, die einfachste ist, einfach nur den Status quo zu erhalten: Europa hätte so eine Art Frieden haben können, hätte es einfach Hitler tun lassen, was er wollte. Natürlich wäre es eine andere Art von Frieden gewesen als der gewohnte: es hätte einfach niemand militärischen Widerstand geleistet, so viel ist sicher. Das ist der Grund, weshalb ´Frieden´ um seiner selbst willen eine lachhafte Vorstellung ist, denn es kommt immer der Zeitpunkt, wenn man sagen muss „jetzt reicht´s“ und Kompromiss keine Wahlmöglichkeit mehr ist.

 

Teil III:  ( 23. Februar 2009)

 

Neville Chamberlain war kein schlechter Mensch, jedoch war seine Weltanschauung realitätsfremd. Er dachte, weil er um jeden Preis Frieden in Europa wollte, müsste Hitler das auch wollen;  Hitler wiederum kannte nur einen Maßstab, seinen eigenen. Er hatte sich aber bemüht zu verstehen, woher Chamberlain kam; der Premierminister wollte nach Hause zurückkehren und sagen können, er sei der Held, der Europa vor einem blutigen Konflikt bewahrt habe. So war Hitler in der Lage, auf ihm wie auf einer Geige zu spielen.

In einem Krieg gibt es natürlich keine Kompromisse, es gibt nur Sieg oder Niederlage. Das Problem ist nun für uns, wenn man es von einem traditionellen Standpunkt aus formuliert: wir sind bereit zu verlieren. Krieg zwischen dem Westen und dem Islam im herkömmlichen Sinn hat wohl  nicht begonnen, und das wird er wohl auch nicht; wie 9/11, 7/7 und all die zahllosen anderen Attacken auf den Westen  gezeigt haben, wird dieser ´Krieg´ nicht an entfernten Orten wie Stalingrad, Pearl Harbor oder Alexandria geführt, sondern in unseren Schulen, in unseren Städten, innerhalb unserer eigenen Regierung.

Die schlechte Nachricht ist nun: der Grund für diese Veränderung ist ganz einfach: der Islam will gewinnen. Deshalb hat er den Vorteil von den modernen Armeen des Westens weg erfolgreich zu den Gruppen von Eiferern aus der Dritten Welt, den Mujahedin, hin verschoben. Aber  Menschen in unseren eigenen Hauptstädten in die Luft zu jagen, führt zu bösen Gefühlen; wenn dies zu oft passiert, wenden sich die Leute gegen den Islam, bevor er stark genug ist. Aus diesem Grund wird nun die klassische Strategie Hitlers angewendet: der Angreifer tut so, als sei er der Angegriffene.

In dieser Strategie spielen Tatsachen und  Logik keine Rolle. Wichtig ist nur, dass deine Androhung von  Gewalt ernst genommen wird und deine Anklagen dem Gegner begründet erscheinen, wenn er dann auf sie eingeht, dann richtet man seine Panzer oder Selbstmordattentäter auf  neue Ziele.

Ein ausgezeichnetes Beispiel hierfür ist  der Überfall auf den Sender Gleiwitz  [engl.: Operation Himmler; d. Ü.], der Versuch Nazi-Deutschlands, seinen Präventivangriff auf  Polen durch eine ´Operation unter falscher Flagge´ zu rechtfertigen. Die Beschäftigung mit der Weltanschauung und den Motivationen der Nazis ist so etwas wie der Eintritt in ein nicht verstehbares Paralleluniversum; es lassen sich aber einige Ähnlichkeiten zu der islamischen Weltsicht feststellen: Gewalt ist z. B. in Ordnung, wenn man sie selbst anwendet (Tschetschenien, Zypern, Bosnien), aber eine große Sünde, wenn der Gegner Vergeltung ausübt (Bosnien, Kosovo, Mazedonien usw.).

Was ist zu tun? Viele im Westen, vor allem die Eliten, die Regierungen, sind nicht bereit, diesen Kampf als das zu benennen, was er ist. Einige von ihnen sehen wohl die Realität  wirklich nicht, andere haben vielleicht Angst vor den Konsequenzen. Aber alle sind bereit, zu verlieren.

Merkwürdig, dass die meisten aus diesen Eliten eine Weltsicht haben, die dem Islam und dem Nationalsozialismus sehr ähnlich ist. Sie ist allgemein als  „die progressive Weltsicht“ bekannt.

Oberflächlich gesehen, scheinen sie alle sehr verschieden voneinander zu sein, aber sie haben verschiedene Gemeinsamkeiten; zunächst einmal erheben sie einen allumfassenden Absolutheitsanspruch. Zwar lassen sie einen geringen individuellen Spielraum zu, generell aber glaubt man entweder an eine solche Weltsicht oder nicht.

Sie alle haben Listen mit geheimnisvollen, mächtigen Feinden, die insgeheim eine Kontrolle ausüben und die sie schon aus Prinzip  um jeden Preis bekämpfen müssen. Trotz der Tatsache, dass diese Feinde angeblich so mächtig und diabolisch sind, gehen sie doch angeblich aus jedem direkten Konflikt geschwächt hervor.

Sie alle haben Probleme, abweichende Meinungen zu tolerieren; sogar wo sie die Schulen und die Medien kontrollieren und die Regierung stellen, ist für sie jeder Widerstand, und sei er auch nur symbolisch, unerträglich.

Alle diese Weltanschauungen gründen sich auf dem Anspruch, das Gute zu vertreten; wenn das Gute erstmal regiert und die schlechten Elemente zerstört sind, wird die Welt ein wundervoller, paradiesischer Ort sein.

Und sie sind nicht damit zufrieden, dass man ihnen zustimmt und sich passiv fügt; sie wollen die Kontrolle über das Denken. Es reicht nicht einfach, sich ihnen zu fügen, man muss sich ihnen aus Überzeugung fügen wollen.

Sie alle haben die Nationen übergreifende Ambitionen; Grenzen niederzureißen und auch andere Völker mit ihren gutgemeinten Absichten zu traktieren ist für sie das Gute schlechthin.

Was den Islam angeht, so sieht man, dass viele westliche Eliten es mit der Regel „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“ halten. Der Islam ist der grundsätzliche Gegner der westlichen Werte und der westlichen Zivilisation, also dessen, was die Progressiven am meisten hassen.

Was vor allem ins Auge stach, als Wilders von britischem Boden verbannt wurde, war die Reaktion der Medien. Ja, über den Vorgang wurde intensiv berichtet (wahrscheinlich weit intensiver als wenn man ihm die Einreise erlaubt hätte),  aber zwei Dinge wurden sofort deutlich: erstens, sogar die Kolumnisten, die gewöhnlich als ´rechts´ eingestuft werden, hatten für Wilders keine Zeit übrig, und zweitens, dass keiner der Schreiber, die sich berufen fühlten zu kommentieren, sich der Mühe unterzogen hat, sich mit seinen tatsächlichen Ansichten bekannt zu machen. Sie haben einfach auf der Basis dessen geschrieben, was man ihnen gesagt hatte, oder was sie einfach so vermutet hatten.

Zum Beispiel der Kolumnist der Sun  John Gaunt. Er ist jemand, dessen Ansichten über die meisten Themen normalerweise als reaktionär, populistisch, als rechts angesehen würden; seine Ansichten über Wilders sehen jedoch so aus:

„…der rechtsextreme Spinner Geert Wilders, Abgeordneter des holländischen Parlaments, der die unmöglichste Frisur seit Michael Fabricant hat, wird daran gehindert, unser grünes und angenehmes Land zu betreten, weil er einen 17minütigen Film zeigen will, der den Islam herabsetzt.

Nun, ich hab den Film nicht gesehen, genau so wie ich auch den Koran nicht gelesen habe. Und ich habe auch keinerlei Absicht, das eine oder das andere in der näheren Zukunft zu tun. Warum? Einfach, weil es mich nicht interessiert.“

Abgesehen von diesen höchst zweifelhaften Feststellungen ist er prinzipiell dafür, Wilders in das Vereinigte Königreich hineinzulassen; ich finde aber die Zitate in anderer Hinsicht interessant. In welcher Weise ist Wilders ´rechtsextrem´? Was heißt das besonders in diesem Kontext? Wenn man unsere herkömmlichen westlichen Maßstäbe auf diese Dinge anwendet, wo ist dann der durchschnittliche im Westen lebende Moslem einzuordnen? Wie der durchschnittliche Moslem außerhalb des Westens?

Ich denke, es ist fair zu sagen, dass Geert Wilders umstritten ist, und dass einige seiner Äußerungen und Handlungen zeigen, dass er entschlossen ist, sein Profil durch das Provozieren von Kontroversen zu schärfen. Aber: gehört das nicht einfach zur Politik? Jeden Tag treten in Großbritannien und in den meisten der westlichen Länder Politiker auf und sagen Dinge, die sie selbst gar nicht glauben, nur um ihre Popularität zu steigern.

Ich ziehe es vor, es mit jemandem wie Wilders zu tun zu haben, bei dem eine gewisse Leidenschaft dahinter steckt und der sagt, was er denkt, und nicht das, von dem er meint, dass es die Leute hören wollen.

Aber zurück zu den Zitaten aus Gaunts Artikel: Was berechtigt ihn, Wilders´ politische Ansichten zu beurteilen, wenn er Fitna nie gesehen hat? Was berechtigt ihn, Wilders´ Ansichten über den Koran zu verurteilen, wenn er ihn nie gelesen hat? Ich denke, dies ist der Kern des Problems. Politisch ´rechts´ zu sein, wird  in der modernen Welt  als solch ein Gift angesehen, dass jeder vorsichtig sein muss, dem dieses Etikett anhaftet. Es ist sogar so, dass ´Rechte´ sich gewöhnlich nicht mit jemanden einlassen wollen, der als zu weit rechts oder als rechts, aber von der falschen Sorte, gilt. Wie ´rassistisch´ und andere Bezeichnungen ist ´rechts´ ein Wort geworden, mit dem man jemanden beschimpft, der nicht als ´netter Mensch´ angesehen wird, was heißt, dass er nicht die offiziell gebilligten Ansichten über bestimmte Themen teilt.

Wenn sogar Leute, die sich selbst als ´Rechte´ bezeichnen, sich an diesem Spiel beteiligen, haben wir ein Problem, nämlich dass wir doppelte Maßstäbe anwenden und die Wirklichkeit verzerrt wahrnehmen. Es sieht aus, als gebe es  jemanden, der hinter dem Vorhang steht und die Fäden zieht.

Wie anders könnte man das Geschehen um Geert Wilders erklären? Unsere Regierung hat uns Jahrzehnte lang erzählt, dass Grenzkontrollen und scharfe Einwanderungsgesetze falsch, und dass die Europäische Union und Masseneinwanderung richtig, und überdies, unvermeidlich sind. Und auch wenn sie uns das mal gerade nicht erzählt, dann sprechen ihre Taten (oder das fehlen von Taten) Bände über die wirklichen Gefühle jener, die die Macht haben.

Obwohl viele von uns immer schon vermutet haben, dass sie doppelte Maßstäbe haben, zeigt diese Aktion ohne jeden Zweifel, dass die Regierenden bewusst gegen die Interessen des Westens arbeiten. Sie kümmern sich um die Regeln nur, wenn es ihnen passt; Kontroversen und Gewalt interessiert sie nur, wenn es in ihre Agenda passt oder wenn solche Dinge gegen eine offiziell anerkannte Opfergruppe zielen.

Klingen meine Behauptungen extrem oder von weit hergeholt? Falls ja, sei mir erlaubt, den Beweis zu präsentieren, dass nicht alles so ist wie es scheint. Die britische Regierung hat behauptet, dass Geert Wilders nicht das Land betreten dürfe, damit die ´Gemeinschaftsharmonie´ aufrecht erhalten werden kann, und wegen der Sicherheit und Unversehrtheit der britischen Bürger:

Man sehe sich das folgende Video an:

[Offensichtlich ist das von Lambeth Walk verlinkte Video neuerdings nur noch für Inhaber eines YouTube-Accounts zugänglich, deshalb verlinke ich zu einem anderen Video von derselben Demonstration. Eine Reihe weiterer kürzerer Videos ist ebenfalls verfügbar; d. Ü.]

(…) Ich hab es mir bisher etwa zehnmal angeschaut, und ich kann immer noch nicht glauben, was ich da sehe und höre. Der beste Teil ist gleich am Anfang, als die Menge die Polizei als „fag-boys“ ["Schwule", "Tunten"] beschimpft und  – was klar zu sehen ist – mehrere Polizisten sich nur schwer davon abhalten können, draufloszuschlagen. Es scheint aber, sie haben den Befehl, es nicht zu tun, weil sie es sogar dann unterlassen, als sie etwas später mit Leitkegeln (Verkehrshütchen) angegriffen werden.

Dies ist wirklich ein Beweis, ein Beweis dafür, dass der Mann hinter dem Vorhang wirklich existiert. Dieselbe Regierung, die Herrn Wilders die Einreise verweigert hat, hat die meisten dieser Leute in unser Land hereingelassen. Und nicht nur für diese Demonstration – bei Gott, nein! -, sondern als Bürger, die bleiben. Sie haben von der  Polizei verlangt, sie nicht zu ´provozieren´, egal, was sie selbst auch anstellen.

Diese Pro-Hamas-Unruhen kürzlich haben gezeigt, dass die britische Regierung jetzt den Weg des geringsten Widerstands geht, wenn es um Gesetzesübertretungen der Muslime geht. Die Geschichte, die sich mir am meisten eingeprägt hat, wurde von Melanie Phillips berichtet, und betraf ein Ehepaar mittleren Alters, das sich über die Palästinenser Sorgen machte.

Sie nahmen an der Demonstration vor der israelischen Botschaft teil (wo später noch weitere Unruhen stattfanden, wo eine große und lautstarke Minderheit islamische Slogans rief und die Flaggen der Hamas und der Hisbollah schwenkten (die letztere ist eine im Vereinigten Königreich und in der EU verbotene terroristische Organisation). Währenddessen kam ein junger Jude, der eine Kippa trug, hinzu und holte eine israelische Flagge aus seinem Rucksack.

Zwei Polizeibeamte waren sofort zur Stelle, und dem Juden wurde gesagt, er könne wegen „Verhetzung“ angezeigt werden, wenn er aber die Flagge wieder einstecke und sich entferne, dann sei das in Ordnung.

Dies ist das Problem: der Weg des geringsten Widerstandes. Wenn jemand von den Muslimen von der Polizei angezeigt worden wäre, hätte es einen blutigen Aufstand gegeben; leichter ist es eben, einen gesetzestreuen Bürger zu verfolgen, der niemandem etwas tut.

Diese Denkweise ist der Weg in die Tyrannei.

Wie ich es sehe, sind wir schon ein gutes Stück auf diesem Weg vorangekommen. Denn was macht mehr Angst: die Tatsache, dass es den von mir angesprochenen doppelten Maßstab gibt, oder die Tatsache, dass die Regierung nicht das geringste Unbehagen verspürt, uns so offen zu belügen?

Wie können sie, ohne das Gesicht zu verziehen, nach den Ereignissen im Januar behaupten, dass Wilders eine Bedrohung darstellt? Wie können sie behaupten, dass die Regierung sich für Toleranz, Menschenrechte und Würde einsetzt, wenn Gordon Brown im Jahr 2007 König Abdullah von Saudi-Arabien in Downing Street Nr. 10 als Gast empfangen hat. Er hat auch die Saudis besucht (Bild s. oben) und sich dort für engere saudisch-britische Partnerschaft und Zusammenarbeit eingesetzt.

Ich fürchte, es wird noch schlimmer. Meinungsumfragen haben in der letzten Zeit gezeigt, dass ungefähr 75% der britischen Wähler das Gefühl haben, es gebe zu viel Einwanderung; die Regierung aber behauptet, ihre Hände seien gebunden: Abkommen mit der EU über Freizügigkeit, internationale Verpflichtungen, die Menschenrechte, die UNO, usw. usw.

Wie ich schon sagte: die Regierung hat den Beweis erbracht, das dies alles nur bequeme Ausflüchte sind, um etwas zu ermöglichen, was sie offenbar wollen; wenn sie den Willen hätten, unsere Grenzen zu kontrollieren, dann wäre das möglich.

Aber traurigerweise ist dieser Wille ganz allgemein nicht da; Personen, die bereits wegen Straftaten verurteilt sind oder überhaupt gar nicht erst hätten hierher kommen sollen, vergewaltigen, morden, rauben und betrügen. Aber jeder, der darüber spricht, ist ein Rassist. Der Fall der Polizeibeamtin Sharon Beshenivsky, die in Ausübung ihres Dienstes von bewaffneten somalischen Räubern getötet wurde, ist vielleicht der schmerzlichste aus der jüngeren Vergangenheit.

Die Frage bleibt also: warum sind diese Leute hier, während Wilders hingegen nicht kommen durfte? Warum können illegale Immigranten gegen die Border Agency des Vereinigten Königreichs mit Erfolg Hunderttausende von Pfund einklagen, nachdem sie zuvor gefasst und verhaftet worden sind?

Damit wären wir wieder an unserem Ausgangspunkt: den Weg des geringsten Widerstands. Die Einwanderung aus der Dritten Welt, sei sie legal oder illegal, zu unterbinden, wäre ein Schlag ins Gesicht dessen, was für zeitgemäß gehalten wird – von der US-Regierung, der UNO, von unseren Oberen in Brüssel. Ja, es scheint so, dass es sowohl hier wie in den USA eine anhaltende Kampagne zur Abschaffung sogar des Begriffs ´illegale Einwanderung´ gibt.

Geert Wilders ist nicht wichtig, weil er ja nur einer kleinen zivilisierten Nation angehört; die Holländer, die in Großbritannien leben, werden keine Flaggen verbrennen oder die Polizei mit Steinen bewerfen. Etwas, das sie mit britischen Juden gemeinsam haben, wie es scheint.

Er  ist nicht wichtig, weil seine Ansichten nicht zeitgemäß sind, und weil niemand, der wichtig ist, sich für ihn einsetzt.

Und deshalb schäme ich mich; Britannien hat sich als Nation gegen Napoleon und Hitler erhoben, weil sie uns drangsaliert haben. Wir wussten, wir hatten das Recht auf unserer Seite und haben uns nicht von Tyrannei und brutaler Machtdemonstrationen einschüchtern lassen.

Dieses Britannien ist am 12. Februar 2009 in Heathrow gestorben. Die Regierung weiß genau so gut wie ich, dass sie Wilders nicht wegen seiner Ansichten oder seiner möglichen Aktionen die Einreise verwehrt haben; sie haben es getan, weil sie Angst hatten vor den Reaktionen der britischen Muslime, oder zumindest eines guten Teils von ihnen, angeführt von keinem geringeren als einem muslimischen Mitglied des Oberhauses. Dies Geschehen rechtfertigt nicht nur Wilders und seine Ansichten (merkwürdigerweise scheint seine Interpretation des Islam derjenigen bemerkenswert ähnlich zu sein, die von den Steine- und Bombenwerfern praktiziert wird), sondern macht in meinen Augen die britische Regierung und das ganze Establishment zu den verachtenswerten Feiglingen, von denen Wilders spricht.

Man hat jetzt den Eindruck, dass diejenigen, die am meisten bereit sind, Gewalt zu gebrauchen, jetzt immer den Sieg davontragen. Wer mir nicht glaubt, möge Jacqui Smith und David Milliband fragen; sie beide haben zugegeben, dass sie Fitna nie gesehen haben; aber offenbar hatten sie einen Grund für ihre Entscheidung.

Der Grund? Weil der Mob herrscht, und das wird die Zukunft Britanniens sein, wenn wir nicht bald aufwachen und der Realität ins Auge sehen.

 

14. Dezember 2009

Der kommende Crash

Gespeichert unter: Deep Roots — Deep Roots @ 21:43

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Von Fjordman, übersetzt von Deep Roots

[Diesen Artikel habe ich unmittelbar nach „Konversationen mit Fjordman“ eingestellt, um die Entwicklung von Fjordmans Sicht der Dinge seit Mai 2007 zu verdeutlichen.]

Das Original „The Coming Crash“ erschien am 22. November 2009 bei Gates of Vienna: http://gatesofvienna.blogspot.com/2009/11/coming-crash.html

Ich bereite gerade einen Text vor, den ich in nicht zu ferner Zukunft im Brussels Journal veröffentlichen werde, aber ich werde die Diskussion zuerst hier beginnen. Wenn ich die verschiedenen Kommentare bei Lawrence Auster und auf Dennis Mangans Blog lese, Takuan Seiyos neulichen Text  im Brussels Journal und den neuesten Artikel von El Inglés bei Gates of Vienna, bekomme ich das Gefühl, daß sich Spannungen aufbauen und daß innerhalb der kommenden Generation irgend etwas Großes passieren wird, wahrscheinlich innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre. Nachdem ich kürzlich über Geologie geschrieben habe, werde ich eine Analogie aus der Plattentektonik benutzen: Die tektonischen Platten der westlichen Welt stehen jetzt unmittelbar vor einer großen Bewegung.

Spannungen haben sich seit vielen Jahren langsam unter der Oberfläche aufgebaut, und früher oder später werden diese Kräfte in Form einer Serie verheerender Erdbeben freigesetzt werden, gefolgt von einigen sekundären politischen und wirtschaftlichen Tsunamis. Einige der Bauwerke, die gegenwärtig als felsenfest erscheinen, werden während dieser Periode wie Kartenhäuser zusammenfallen, und die politische Landschaft wird sich beträchtlich verändern. Was heute undenkbar erscheint, wird in zwanzig Jahren als natürlich oder unvermeidlich erscheinen. Dies ist die Diskontinuität, von der El Inglés spricht. Ich würde Großbritannien als das westeuropäische Land reihen, das höchstwahrscheinlich als erstes einen von Masseneinwanderung und Multikulturalismus verursachten Bürgerkrieg erleben wird. Dänemark folgt als Nummer zwei und möglicherweise Holland als Nummer drei. Sowohl Belgien als auch Schweden sind ziemlich schlimm dran, aber zu repressiv, um die ersten zu sein. Deutschland wird zu sehr von seiner Geschichte belastet, um den Anfang zu machen. Dies läßt Frankreich als potentiellen Außenseiterkandidaten übrig. Ich gebe zu, daß ich nicht verstehe, wie die Franzosen denken. An der Oberfläche scheint Frankreich erledigt zu sein. Andererseits ist Frankreich historisch gesprochen eine revolutionäre Nation, zum Besseren oder Schlechteren. Vielleicht gibt es irgendwo im Verborgenen einen Mini-Karl-Martell. Falls das so ist, dann sollte er besser bald auftauchen.

Ich denke, wir müssen realistisch sein und begreifen, daß die gegenwärtige politisch-ideologische Ordnung völlig kaputt und irreparabel ist. Statt Zeit und Energie auf den Versuch zu verschwenden, in Ordnung zu bringen, was nicht in Ordnung gebracht werden kann, müssen wir uns so gut wir können auf den kommenden Crash vorbereiten und uns hoffentlich neu formieren, um danach etwas Neues und Stärkeres zu schaffen. Es wird in nicht zu ferner Zukunft einen gesamtwestlichen und vielleicht internationalen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenbruch geben. Ich fürchte, daß es inzwischen zu spät ist, um das noch zu vermeiden. Die Leute, die das herrschende Paradigma stützen, sind zu mächtig, und das Paradigma enthält so viele Fehler, daß es nicht repariert werden kann. Es muß zusammenbrechen. Wir sollten uns darauf konzentrieren, diesen Crash zu überleben und ein neues Paradigma als Ersatz für das gescheiterte zu entwickeln.
- – - – - – - – -
Wir müssen von unseren Feinden lernen, den inneren wie den äußeren. Das eine, das ich widerstrebend an den Marxisten und Linken aller Sorten bewundere, ist ihre Fähigkeit, sich zu organisieren und sich auf langfristige Ziele zu konzentrieren. Leider sind ihre Ziele gewöhnlich destruktiv, aber wir können und müssen von ihren organisatorischen Fähigkeiten lernen, damit wir sie in ihrem eigenen Spiel schlagen können. Sie müssen zermalmt werden, ansonsten wir uns nicht rational und angemessen mit unseren äußeren Feinden befassen können.

Wir müssen den Feminismus loswerden, der destruktiv und sowieso nur eine Erweiterung des Marxismus ist. Wir müssen uns so gut wir können auf den Zusammenbruch des US-Dollars und vielleicht des Euro vorbereiten. Wir müssen für zukünftige Verwendung dokumentieren, was uns von unseren verräterischen Eliten angetan wird, zum Beispiel indem wir ein Video erstellen, das sich der verbalen und physischen anti-weißen Gewalt rund um die Welt widmet. Wir müssen Schritte unternehmen zur Sicherstellung unserer körperlichen Sicherheit und den Stolz auf unser Erbe zurückgewinnen.

Wir müssen die EU loswerden, die UNO lächerlich machen und finanziell aushungern. Ich bin auch nicht sicher, ob wir die NATO brauchen, obwohl ich gewillt bin, über diesen Teil zu debattieren. Der amerikanische Verteidigungsschirm könnte nicht länger aufrechtzuerhalten sein, wenn die US-Wirtschaft scheitert. Außerdem ist es lachhaft zu glauben, daß das US-Militär die einheimischen Europäer vor den Moslems “schützen” wird. Es ist die offizielle Politik beider US-Großparteien, die fortgesetzte Zerstörung Europas zu unterstützen – nein, zu beschleunigen – so wie es ihre Politik ist, die Zerstörung ihres eigenen Landes fortzusetzen. Nur weil die EU scheußlich ist, heißt das nicht notwendigerweise, daß die USA gut ist. Die amerikanischen politischen Eliten sind zu Hause und im Ausland Vorkämpfer gefährlicher und dysfunktionaler Ideologien. Der gegenwärtige US-Präsident Obama hat sich öffentlich dafür verbürgt, eher die Opposition gegen den Islam zu bekämpfen statt den Islam selbst, was bedeutet, daß es offizielle US-Politik ist, das islamische Gesetz zu verbreiten. Uncle Sam ist Uncle Sharia, wie wir es kürzlich vorgeführt bekamen. Wenn die Sowjetunion das Evil Empire, das Reich des Bösen war, dann ist die USA das Diversity Empire, das Reich der Vielfalt, das der Ausbreitung des Multikulturalismus und genetischen Kommunismus rund um die Welt verpflichtet ist, besonders in mehrheitlich weißen Ländern.

US-General Wesley Clark sagte während der Bombardierung Serbiens im Jahr 1999 mehr oder weniger ausdrücklich, daß der Krieg unternommen würde, um “Vielfalt” (diversity) durchzusetzen. Ich hasse nicht die Amerikaner im allgemeinen, aber ihre Eliten sind genauso feindlich wie die EU-Eliten, und sie haben größere Kanonen. Wenn ich sehe, wie Nidal Hasan vom US-Militär behandelt wurde, dann glaube ich nicht, daß ich die Einmischung dieser Leute in meine Angelegenheiten will. Sie würden wahrscheinlich sagen, daß die einheimischen Europäer Nazis sind, die die armen Moslems unterdrücken. Dann würden sie uns bombardieren und sagen, daß das zu unserem eigenen Besten geschieht, wie sie es bei den Serben gemacht haben. Die Vereinigten Staaten werden dieses Jahrhundert nicht überleben. Sie werden entlang ethnischer, rassischer und vielleicht sogar ideologischer Linien in mehrere Länder zerfallen. So etwas wie eine universale Nation gibt es nicht. Menschen wollen mit ihresgleichen leben. Die einzigen, die das nicht dürfen, sind Weiße, und sie fangen an, dieses Doppelstandards überdrüssig zu werden. Menschen europäischen Ursprungs gehören zu den am wenigsten ethnozentrischen Leuten auf dem Planeten und werden gegenwärtig schwer dafür bestraft. Selbsterhaltung ist ein natürlicher Instinkt für alle Lebewesen bis hin zu Pflanzen und Bakterien. Es ist an der Zeit, daß Weiße dasselbe Recht für sich zurückfordern, ohne sich dafür zu entschuldigen. Ich bin zunehmend davon überzeugt, daß die Ereignisse, die wir erleben, Absicht sind. Die Lügen, die man uns vorsetzt, sind in jedem westlichen Land buchstäblich identisch. Ich habe einige Diskussionen mit meinem Freund Ohmyrus gehabt, der glaubt, daß es sich dabei um ein Strukturversagen in unserem politischen System handelt. Ich widerspreche dem nicht unbedingt, aber ich glaube auch, daß es ein geplantes Langzeitziel gibt, alle mehrheitlich weißen Nationen niederzureißen, um eine neue globale Oligarchie zu schaffen. Anti-weiße Ideologien werden jetzt in jeder westlichen Universität gelehrt und wurden wohl mit der Wahl Obamas in den USA zur nationalen Ideologie erhoben. Ich vermute, das liegt daran, daß Weiße historischerweise einen ungewöhnlich hohen Wert auf Selbstregierung, einvernehmliche Regierung und Machtteilung gelegt haben, ganz zu schweigen von der Tatsache, daß wir zu viele Fragen stellen. Das ist ärgerlich für jene, die ein autoritäres System mit ihnen an der Spitze wünschen. Wir müssen gebrochen werden, kulturell und demographisch. Deshalb wünschen die Eliten Masseneinwanderung. Der führende “multikulturelle Theoretiker” in meinem Land, Professor Thomas Hylland Eriksen von der Universität von Oslo, sagte offen heraus, daß das Wichtigste jetzt wäre, “die Mehrheit so gründlich zu dekonstruieren, daß man sie nie wieder als Mehrheit bezeichnen kann.” Er ruft im wesentlichen zur Abwrackung seines eigenen Volkes auf, und er weiß, daß er das völlig ungestraft tun kann.

Ich vermute auch, daß der Hauptgrund dafür, daß die anderen uns so hassen, darin liegt, daß die europäische Zivilisation so unvergleichlich einflußreicher und kultivierter als jede andere Zivilisation auf diesem Planeten gewesen ist, daß unsere Existenz sie sich minderwertig fühlen läßt. Der einzige Weg, wie sie aufhören können, sich minderwertig zu fühlen, liegt darin, uns auszuradieren. Schrecklich politisch inkorrekt, das zu sagen, aber das ist meine Ansicht.

Ausgewählte Kommentare aus dem Originalstrang bei Gates of Vienna:

 El Inglés:

Fjordman, ich freue mich auf den Essay. Ich denke, fünf bis zehn Jahre klingt ungefähr richtig dafür, daß es im ersten europäischen Land ‘losgeht’, wenn du weißt, was ich meine. Hoffentlich hat dieser norwegische Professor einen Unfall, wenn das geschieht, rutscht auf einer Bananenschale aus oder sowas.

Arius:

Fjordman, was nun folgt, ist mein Beitrag aus meiner Studie der Jung’schen Psychologie.

Meine Arbeit geht dahin, daß es eine fatale Schwäche in der westlichen Psyche gibt, die von einem schrecklichen Fehler in der christlichen Theologie über das Problem des Bösen verursacht wird. Es war für die frühen Christen offensichtlich, daß es Böses in der Welt gibt, aber wie wird das Böse geschaffen, wenn Gott gut ist? Sie konnten die Idee nicht akzeptieren, daß Gott Böses schaffen würde. Nach St. Augustin von Hippo wurde das Böse von der christlichen Theologie als die Abwesenheit des Guten betrachtet, das privatio boni. Im modernen säkularen Denken ist die religiöse Form entfernt worden, aber die Essenz des privatio boni überlebt im Unbewußten. Wende dich an irgendjemand im Westen und frage, ob der Mensch im wesentlichen gut oder böse ist. Jeder wird sagen, daß der Mensch im wesentlichen gut ist. Der moderne Mensch leidet unter der unbewußten Aufgeblasenheit, daß er ein Gott sei (ein weiteres großes Thema, über das ich mich hier nicht auslassen werde) und hat die “privatio boni”–Lösung geerbt, daß das Böse nicht real und nur die Abwesenheit des Guten ist.

Der moderne säkulare westliche Mensch denkt, daß er im wesentlichen gut ist, und schiebt sein böses Potential ins Unbewußte. Sein Bewußtsein ist aufgebläht von der Illusion, daß es im wesentlichen gut ist, was eine selbstgerechte moralisches Denkweise antreibt, daß ‘mein Denken nicht falsch sein kann’. Diese gedankliche Moralität hat seinen Intellekt zu allen Arten von Exzessen getrieben, wie die vielen –ismen des 20. Jahrhunderts, die über einhundert Millionen Menschen massakriert haben (und der moderne Mensch schaut von oben herab auf die Inquisition?). Sein Unbewußtes enthält sein böses Potential, das sein Bewußtsein nicht anerkennen will und das ihn am Genick packen kann, um auf seinen Nachbarn projiziert zu werden (wie Antisemitismus, oder in letzter Zeit die Obama-Typen, die Gegner der Gesundheitsfürsorge durch die Regierung als “heimische Terroristen” bezeichnen.

Dies wird in den meisten von uns durch gesellschaftliche Konventionen und religiösen Glauben gemäßigt, manifestiert sich aber stark in jenen, die überdurchschnittliche Macht über uns andere haben, wie die westlichen Eliten. Der moderne säkulare westliche Mensch denkt, er wäre ein Gott. Was ist das erste, das ein Gott tut, wenn er erwacht? Er erschafft. Der Elitenangehörige, in seiner Selbstidentifizierung mit dem Guten, mit einer selbstgerechten Denkmoral und an der Vorstellung leidend, daß er ein Gott sei, erwacht zu seiner gottähnlichen Macht über andere, wenn er seine Autoritätsposition erlangt. Irgendetwas muß zerstört werden, um erschaffen zu können, also sollten wir nicht überrascht sein, wenn er versucht, den Menschen neu zu erschaffen. Sogar konservative Politiker wie George Bush gingen in diese Falle (wenn auch in geringerem Maß als Obama oder Clinton).

Falls diese Analyse auch nur teilweise richtig ist, dann liegen die Probleme mit unserer Zivilisation, über die wir diskutieren, auch in jedem von uns. Fjordman hat wahrscheinlich recht damit, daß die westliche Zivilisation eine massive Diskontinuität erleiden wird, um die Bühne für eine mögliche Erneuerung zu bereiten, aber wenn das Fundament der Erneuerung auf den Fehlern der Vergangenheit steht, dann wird sie scheitern. Eine auf dem Christentum beruhende zivilisatorische Erneuerung muß den Faden der frühen Christen aufnehmen und das Problem und die Realität des Bösen frontal angehen. Modern ausgedrückt, müssen wir die Realität sowohl des Guten als auch des Bösen in der menschlichen Psyche anerkennen.

Charles Martel:

Meine Arbeit geht dahin, daß es eine fatale Schwäche in der westlichen Psyche gibt, die von einem schrecklichen Fehler in der christlichen Theologie über das Problem des Bösen verursacht wird.

Der Liberalismus ist eine bösartige christliche Häresie – schlicht und einfach. Es gibt keine Fehler in der traditionellen christlichen Denkweise hinichtlich des Bösen. Lies “Liberalismus ist eine Sünde” von Fr. Felix Sarda Y Salvany. Es wird dir die Augen öffnen. Lies zusätzlich die Katholische Enzyklopädie über den Altruismus.

Vergewissere dich, daß du die 1914er-Ausgabe erhältst, die online verfügbar ist.

Lombard1985:

Ich warte auch gespannt auf deinen kommenden Essay, Fjordman.

Ich bin besonders neugierig darauf, wieso du glaubst, daß bestimmte Nationen in den kommenden 5 – 10 Jahren agieren/reagieren werden, besonders die Großen 5 von Europa*.

Ganz offen gesagt hoffe ich, daß die Vereinigten Staaten, wenn der Scheiße-erreicht-Ventilator-Moment in Europa da ist, zu sehr in ihren eigenen Problemen stecken werden, um irgendjemand zu behelligen.

*Zur Klarstellung, ich betrachte als die Großen 5 (in keiner bestimmten Reihenfolge): Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien und Rußland.

PioneerPreppy:

Europa muß sich festhalten. Es wird eine Umwälzung geben und eine Rückkehr zu christlichen Grundwerten, und dann, nachdem die Vereinigten Staaten gesichert sind, ist es meine Vorhersage, daß wir zurückkehren werden, um Europa zu befreien. Mehr als wahrscheinlich verbündet mit einem starken europäischen Führer, der die Horden in Schach gehalten hat.

Der schlafende Riese der europäischen Abstammung ist hier wieder erwacht und wird sich nicht wieder zum Schlaf niederlegen. Diesmal wird es niemand mit gemischten Gefühlen geben; es werden die Irisch-Amerikaner sein, die Deutsch-Amerikaner, Italiener, Franzosen und Nordische, alle vereint in einer gemeinsamen Sache zur Rettung der ursprünglichen Heimatländer.

Das heißt, sofern ihr das nicht zuerst tut, dann, oh mein Gott, bitte kommt und helft uns!!!!!

Arius:

Charles Martel, du hast recht, wenn du sagst, daß “Liberalismus eine bösartige christliche Häresie ist“.

Ich bin nicht sicher, wie du meinen vorherigen Kommentar interpretierst. Ich kritisiere nicht das apostolische Christentum, ich kritisiere die christliche Theologie über das Problem des Bösen, die sich nach ungefähr 300 n. Chr. entwickelt hat. Die Haltung, daß das Böse nur die Abwesenheit des Guten ist, dominierte die christliche Theologie im Mittelalter und setzt sich bis zum heutigen Tag im säkularen westlichen Denken fort, ihrer religiösen Form entledigt. Ich denke, dies ist die Grundlage des Problems, dem wir uns im Westen gegenübersehen.

Monsieur Calguès:

Fjordman, du hast das Hauptmotiv für ihre Abneigung uns gegenüber präzise identifiziert: simple Eifersucht. Dies trifft zumindest auf unsere nicht-weißen Feinde zu. Unsere weißen marxistischen Feinde hassen uns, weil sie sich nicht mit Ungleichheit abfinden können, nicht einmal, wenn ihre eigene Zivilisation obenauf ist. Und viele wollen den Westen zerstören wegen des Mehrs an Macht und Prestige, von dem sie denken, daß es ihnen unter einer neuen Weltordnung zufallen wird. Die meisten Marxisten sind talentlose Mittelmäßige und können nur zur Spitze aufsteigen, indem sie die natürliche Ordnung umstürzen und andere Leute unterdrücken. Wenige von ihnen können es in einer Meritokratie schaffen, da die meisten sehr wenig angeborene Fähigkeiten haben. Deshalb zieht es sie zu den einträglichen Drückebergerposten der Regierung und Bürokratie.

Der Ausdruck ‘genetischer Kommunismus’, den du gebraucht hast, ist passend. Viele Nichtweiße verübeln den Weißen ihre physische Schönheit, die nach allgemeiner Übereinstimmung der Goldstandard ist. Sie suchen uns durch Gewalt und Rassenkreuzung auszutilgen.

Fellow Peacekeeper:

Ich freue mich auf den ganzen Artikel, Fjordman.

Zufälligerweise sind 5 – 10 die Zeit für einen Generationswechsel. Die Baby-Boomer (Hippie-) Generation ist jetzt um die 60 – 65 Jahre alt und am Höhepunkt ihrer Macht und ihres Einflusses. Die Woodstock-Generation wird in einem Jahrzehnt samt und sonders Pensionisten sein. Erinnert ihr euch an die Pro-PC-Verschiebung in den 90ern, als die Generation des Zweiten Weltkriegs (“die Größte”) abtrat? Es wird dieselbe Verschiebung weg von den Flower-Power—Kids kommen. Was werden die Kids in den Staaten, die ihr Land in den post-Woodstock-70ern den Kanal runtergehen sahen, mit ihrer Macht tun? Noch dazu war dieselbe Generation im 70er-Boom des palästinensischen Luftverkehrsterrors und der Roten Brigaden erwachsen geworden.

Weiters wird der größte rhetorische Knüppel der Marxisten – der Zweite Weltkrieg, die Nazis und der Holocaust – schließlich in derselben Zeitspanne aus der lebenden Erinnerung in die tote Historie entgleiten.

Interessante Zeiten.

Jocke:

Was heute geschieht, ist daß wir ein graduelles Erwachen sehen, daß mehr und mehr Leute tatsächlich zur Überzeugung kommen, daß die Eliten der extremen Linken in der Tat überhaupt nichts Gutes für uns wollen, sondern vielmehr danach streben, das zu zermalmen, was sie immer noch (mit Anzug und allem) als bourgeoise Gesellschaft sehen, die durch eine Revolution zerstört werden muß, egal was es an Menschenleben kostet.

Das Resultat dieser Erkenntnis ist eine fundamentale Verlagerung unter der Oberfläche, da mehr und mehr Leute die gegenwärtige Situation als unmöglich aufrechtzuerhalten sehen, was die Bereitschaft der Leute zur Gewalt erhöhen wird. Diese Verschiebung in der Tiefe des Volkes wird unbemerkt weitergehen, da die Political Correctness in beide Richtungen funktioniert. Genau wie im Ostblock fallen unsere Eliten auf ihren eigenen Glauben herein, daß sie in der besten aller Welten leben. Daher wird der Bruch für sie umso plötzlicher kommen als für das Volk.

Der tatsächliche Auslöser des Erdbebens könnte alles Mögliche sein. Es könnte ein einziger Schuß sein, der von einem Polizisten in einer Streßsituation abgefeuert wird, oder eine bewaffnete Frau, die sich verteidigt, um einer versuchten Vergewaltigung zu entgehen. Es könnte ein politisches Attentat sein, wie 1914, oder eine weitere Mohammedkarikatur. Wir wissen es einfach nicht, aber wir können alle die zunehmende Spannung fühlen, die jeden Tag um ein kleines bißchen steigt.

Wenn der Krieg schließlich da ist, werden jene paar extremen Linkies sich ziemlich allein wiederfinden. Nicht einmal die Islamisten werden ihnen trauen. Dann wird der Krieg entlang ethnischer Linien geführt werden, denn wir werden es nicht zu riskieren wagen, irgendjemand zu vertrauen, der/die aussieht, als würde er/sie zur anderen Seite gehören.

S’mon:

Irgendetwas Großes wird um 2012 herum passieren, aber ich denke nicht, daß der finale Ausgang der Geschichte vor ungefähr 2020 – 2025 stattfinden wird.

Fellow Peacekeepers Punkt mit den Generationen ist interessant und einsichtsvoll. Es gab eine riesige kulturelle Verschiebung in den frühen ‘90ern, exemplifiziert durch die von Bush I zu Clinton. Clinton, Bush II und Obama haben die Kontinuität der Baby Boomer (1945-1965) aufrechterhalten, und hier im Vereinigten Königreich klingt Cameron zumindest wie ein Baby Boomer, trotz seiner Jugend.

Aber die aufkommende Generation X (ungefähr 1965-1985) ist in der Tat angewidert von ihren Boomer-Eltern. Gegenwärtig tragen sie offiziell die Boomer-Ideologie mit, weil sie das wegen ihrer Karrieren und ihres Wohlergehens müssen, aber glauben sie, was ihre Eltern glauben? Es scheint eine Menge Skepsis zu geben, wenn auch nicht genug vom notwendigen Zorn.

Nick:

Ich habe vor nicht langer Zeit mit einem meiner alten Lehrer aus der Schule gesprochen, und er hat mich davor gewarnt, in die Lehrtätigkeit einzusteigen, weil die Youngsters heutzutage keinen Respekt vor irgendwas haben, nicht mal vor sich selbst. Jeder, der im Vereinigten Königreich lebt, weiß, was er meint. Ich kann nicht erkennen, wie die jüngere Generation sich jemals zusammentun könnte, um große Dinge zu bewirken, oder aufzustehen und für unsere Gesellschaft oder unsere Lebensart zu kämpfen. Sie wissen nicht einmal, was diese Worte bedeuten – ganz zu schweigen von der Neigung, das zu verteidigen. Ich habe kürzlich das Imperial War Museum in London besucht. Der Gedanke, daß junge Leute im Vereinigten Königreich heutzutage für irgendetwas einstehen, wie es ihre Großeltern im Zweiten Weltkrieg taten, ist recht schwer vorstellbar.

Die Idee, daß die Menschen das Böse nicht erkennen, ist interessant. Diese Idee könnte es wert sein, daß man sehr ernsthaft über sie nachdenkt. Wie können wir gegen eine böse Ideologie aufstehen, wenn es so etwas gar nicht erst gibt? Ich denke, daß wir tiefer graben werden müssen, um solch fundamentale Gedanken in der Doktrin der politischen Eliten freizulegen. Dort liegen unsere realen Probleme.

Old Atlantic Lighthouse:

Großartiger Artikel und Kommentare. Es ist sehr wichtig, weiter zu schreiben, wenn es leicht und offensichtlich zu sein scheint. Dies trifft besonders zu, wenn man Fakten und Daten einbezieht. Schiebt es nicht auf, weil es so leicht ist, daß ihr es später tun könnt. Wir müssen den Zeitablauf beschleunigen. Schreiben ist sehr wichtig dafür.

Wenn junge Leute wissen, daß sie besser nicht in ein bestimmtes Gebiet gehen, dann wissen sie, was los ist. Es gibt Greueltaten, die an jungen Leuten begangen werden. Sie wissen das.

Eine Generation kann dazu gebracht werden, sich zusammenzufinden. Deutschland schien sich in den 1920ern völlig dem Nihilismus zugewandt haben, mehr als jedes andere Land. Denkt an Film, Kunst, Quantenmechanik, Psychologie etc. dieser Periode. Dann hat sich das schnell geändert.

Die Linke weiß das besser als irgendjemand sonst. Deshalb versuchen sie uns mittels Einwanderung zu erledigen und uns keine Chance zu lassen. Das verzweifelte Streben nach einem Gesundheitsgesetz zur Abdeckung ihrer Drittweltleute ist ein Beispiel dafür.

Schumer drängt am meisten auf eine Gesundheitsgesetz und ist am meisten der Drittwelteinwanderung verpflichtet. Die Dinge laufen zusammen. Beide Seiten sehen das.

Alles wird in diesen Konflikt hineingezogen, und keine Stufe und kein Aspekt der Gesellschaft ist nicht Teil davon. Die Linke hat das so klargemacht, daß es auch für unsere Seite offensichtlich ist, sogar für die Jungen. Die Linke hat das zum totalen Krieg gemacht. Jeder weiß das.

13. Dezember 2009

Konversationen mit Fjordman

Gespeichert unter: Baron Bodissey / GoV-Strang, Deep Roots — Deep Roots @ 16:46

Druckversion (pdf)

Von Baron Bodissey, übersetzt von Deep Roots.

Das Original erschien am 3. Mai 2007 bei “Gates of Vienna“: http://gatesofvienna.blogspot.com/2007/05/conversations-with-fjordman.html

 

Tell me again about Europe and her pains,
Who’s tortured by the drought, who by the rains.
Glut me with floods where only the swine can row
Who cuts his throat and let him count his gains.
It seemed the best thing to be up and go.

            — William Empson, aus “Aubade”

 
Während der letzten zwei Jahre ist Gates of Vienna nach und nach eurozentrischer geworden, als ich es von einem durchschnittlichen amerikanischen Blog erwartet hätte. Ein gewisser wohlbekannter Linkie-Blog – ich werde mich nicht dazu herablassen, ihn hier zu nennen oder zu verlinken — hat uns als “die Eurotrash-Version von LGF”* bezeichnet. Und das mit gutem Grund. Wer könnte da wiedersprechen?

[* Lang ist’s her; da war GoV noch nicht von Charles Johnsons Bannstrahl getroffen; d. Ü.]

Je mehr ich über den Großen Dschihad ermittle, desto wichtiger erscheint Europa. Die Vereinigten Staaten kämpfen militärisch an den Frontlinien des “Kriegs gegen den Terror”, aber die Europäer leben an den Frontlinien. Was in Europa geschieht, ist entscheidend: wenn die USA Dänemarks Beispiel folgen, dann können wir erwarten, den Dschihad zu besiegen. Wenn wir uns Schweden zum Vorbild nehmen, dann können wir gleich jetzt unseren Kopf zwischen unsere Beine stecken und unser kollektives Fundament zum Abschied küssen.

In jedem Fall wirft das, was in Europa geschieht, die Schatten der künftigen Dinge hier in den USA voraus.

*   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *
Während ich in Kopenhagen war und bei Steen in seinem Apartment wohnte, hatte ich das Privileg, an einigen ausgedehnten Unterhaltungen mit Fjordman teilzunehmen. Meistens waren es nur wir drei, aber einmal spät nachts nach dem Counterjihad-Gipfeltreffen waren eine Zeitlang mehrere andere Dänen da, sowie Gaia, ein britisches Mitglied von Vigilant Freedom. Die Gruppe diskutierte einen weiten Themenbereich betreffend die moslemische Einwanderung in Europa.

Fjordman und ich stimmen darin überein, daß Amerika keine Chance haben wird, wenn Europa dem Dschihad unterliegt – wenn sie untergehen, gehen wir unter. Wir werden länger durchhalten, aber uns wird das gleiche Schicksal blühen. Die europäische Krise steht als Warnung für Amerika vor dem, was kommen wird.

Unser größtes Problem ist nicht, daß eine durchgeknallte Horde von Mudschahiddin Zugang zu französischen Atomwaffen oder britischen Rüstungsgütern haben könnte – obwohl das eindeutig ein Thema für unsere nationale Sicherheit ist. Das wahre Problem ist, daß die amerikanische politische Kultur sich nicht sehr von ihrem europäischen Gegenstück unterscheidet. Ihre Reaktion auf die islamofaschistische Krise – Dhimmitude, Zusammenbruch, Bürgerkrieg oder ein wiedererwachter Sinn nationaler Entschlossenheit – wird wahrscheinlich unsere eigene vorwegnehmen.

Nach Fjordmans Meinung ist Schweden ein hoffnungsloserer Fall als jedes andere europäische Land. Gefangen in einer selbstzerstörerischen Spirale aus Einwanderung, hoher Besteuerung, Wohlfahrtsausgaben und Wirklichkeitsverleugnung, sieht es sich einer dräuenden Katastrophe gegenüber.

Paul Weston schrieb auf deinem Blog, daß Europa bis 2025 einen Bürgerkrieg erleben wird,” sagte er, “aber ich denke, er unterschätzt, wie bald das sein wird. Innerhalb von höchstens fünf bis zehn Jahren wird die schwedische Gesellschaft zusammenbrechen. Es ist unvermeidlich; der schwedische Wohlfahrtsstaat ist einfach nicht zu erhalten.”

“Aber der Bürgerkrieg wird nicht in Schweden anfangen. In Schweden hat sich das schon zu weit entwickelt. Ich denke, der Bürgerkrieg wird zuerst in Britannien losgehen, das die zweitschlimmsten Bedingungen hat. Aber die Briten haben immer noch Widerstandsgeist.”

Gaia stimmte vehement zu. “Die Menschen in Britannien werden schließlich den Bruchpunkt erreichen,” sagte sie. “Gleich unterhalb der Oberfläche sind die Leute wirklich sehr zornig, und es wird nur einen kleinen Funken brauchen, damit das hochgeht. Die Geiselsituation im Iran hat es nur schlimmer gemacht.”

Die allgemeine Diskussion, die sich daran anschloß, erreichte einen Konsens über die groben Züge der zukünftigen Ereignisse im Vereinigten Königreich:

1.   Die britische Regierung setzt ihre selbstmörderische Politik fort, den Multikulturalismus zu fördern und auf britische „Rassisten“ einzuschlagen.
2.   Ein voreiliger Vorfall durch einen Einwanderer oder eine Gruppe von Einwanderern entzündet die Gewalt, wobei Mobs zorniger Briten das Gesetz in ihre eigenen Hände nehmen.
3.   Die Sondereinsatzkräfte der Polizei und möglicherweise Truppen des Militärs werden von der Regierung aufgeboten, um die „rassistischen Hooligans“ zu unterdrücken.”
4.   An diesem Punkt hat ein wahrer Bürgerkrieg begonnen, wobei die Regierung und die Zivilbehörden in stillschweigender Allianz mit den Islamisten die einheimischen Briten bekämpfen.
5.   Elementen der Polizei und des Militärs Elements widerstrebt es, gegen ihre eigenen Landsleute zu kämpfen – mit denen sie weitgehend einer Meinung sind – und schlagen sich auf die „rassitische“ Seite des Konflikts.
6.   Der nächste Schritt…? Vielleicht ein ausgewachsener Bürgerkrieg?

Fjordman und Gaia hatten beide das Gefühl, daß Britannien den blutigen Konflikt schließlich überstehen und endlich seine selbstzerstörerische Politik aufgeben wird, nachdem es einen gewaltigen Preis bezahlt hat.

Schweden ist jedoch etwas ganz anderes.

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Während ich bei Steen war, zeigte er mir ein kürzlich veröffentlichtes Buch mit dem Titel Exit Folkhemssverige: en samhällsmodells sönderfall (Abgang des schwedischen Volksheimes: Eine Mustergesellschaft löst sich auf) von Ingrid Björkman, Jan Elfverson, Jonathan Friedman, und Åke Wedin. Es handelt vom Ende des “schwedischen Modells” und der kommenden Implosion von Schwedens Wohlfahrtsstaat zusammen mit seinem historischen gesellschaftlichen Konsens.

Steen und Fjordman betrachten dies als ein wichtiges Buch, und es ist keine Überraschung, daß es schwierig war, in Schweden einen Verleger dafür zu finden. Die Autoren versorgten Steen mit dem Textdokument des gesamten Buches, und er hat einen Blog aufgemacht, der sich seiner Online-Veröffentlichung Kapitel für Kapitel widmet. Es ist jedoch noch keine englische Übersetzung verfügbar.

Das Ideal von Folkhemssverige hat die schwedische Politik mehr als sechzig Jahre lang angetrieben, und die Tatsache, daß es unhaltbar geworden ist, ist für die Schweden schwer zu akzeptieren. Das, plus die erstickende Decke des Konsens, der ein endemischer Teil der schwedischen Kultur ist, hat es buchstäblich unmöglich gemacht, eine alternative öffentliche Politik zu konstruieren oder auch nur die Möglichkeit einer solchen zu diskutieren. Das schwedische Staatswesen, gekettet an den Anker des Wohlfahrtsstaates, wird geknebelt und mit verbundenen Augen in die multikulturelle Lagune geworfen.

Nicht einer derjenigen, mit denen ich gesprochen habe, nicht einmal die Schweden, hegte viel Optimismus für Schweden. Aber die schwedischen Vertreter beim Counterjihad-Gipfeltreffen waren entschlossen, zu tun, was immer sie können, um das Wahrwerden von Fjordmans düsteren Voraussagen zu verhindern.

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Die Europäische Union ist eine Hybridorganisation. Sie nimmt einige der Attribute eines souveränen Staates für sich in Anspruch, erlaubt ihren Mitgliedsstaaten aber in anderen Dingen die Ausübung ihrer üblichen Souveränität.

Grenzen sind zum Beispiel innerhalb der EU offen. Es kann Kontrollpunkte geben, wenn man von einem Land ins andere wechselt, aber an den meisten Binnengrenzen der EU fließt der Verkehr frei.

Soziale Wohlfahrtspolitik andererseits steht immer noch unter der Kontrolle der einzelnen europäischen Staaten. Als Folge davon tendieren Einwanderer aus der Dritten Welt – von denen viele von staatlichen Zahlungen leben – dazu, dorthin zu ziehen, wo die Wohlfahrtsprogramme am großzügigsten sind. Die größte Konzentration von Moslems findet man daher in den Großstädten von Deutschland, der Niederlande, Großbritanniens und Schwedens. Die Grenzen der Länder innerhalb der EU verhalten sich wie durchlässige Membranen zwischen Pflanzenzellen, wo der osmotische Druck der Wohlfahrt den Fluß von Rentensuchern von einem Land zum anderen reguliert.

Seit den dänischen Wahlen von 2001, bei denen die gegenwärtig regierende Partei an die Macht kam, ist Dänemarks Wohlfahrtspolitik für Einwanderer nach europäischen Maßstäben streng und wenig einladend geblieben. Dänemark hat eine Population von Einwanderern, aber sie wächst nicht, und moslemische Einwanderer aus anderen Teilen Europas sehen es nicht als attraktives Ziel.

Schweden jedoch befindet sich am anderen Extrem. Es steht als strahlendes Leuchtfeuer der Gelegenheiten für Einwanderer da, gewährt Neuankömmlingen großzügige Unterstützungszahlungen und erlaubt die Nachholung weitläufiger Familienmitglieder von bereits ansässigen Einwanderern.

Da die Grenze in Südjütland zwischen Deutschland und Dänemark offen und nicht überwacht ist, marschieren Einwanderer einfach von Deutschland hinüber nach Dänemark und gehen weiter. Sie überqueren die Øresund-Brücke von Kopenhagen nach Schweden, nehmen ihren Wohnsitz in Malmö und fangen an, ihre üppigen staatlichen Unterstützungen zu beziehen.

Das ist ein osmotischer Druck, der einen Fluß von Menschen in eine Richtung verursacht. Aber ein anderer Fluß geht in die gegensätzliche Richtung – Schweden (oder vielmehr “Personen mit schwedischem Hintergrund”) verlassen Schweden in Richtung Dänemark. Schweden, die wirklich für ihren Lebensunterhalt arbeiten wollen, werden in Dänemark Löhne finden, die im Durchschnitt um 30% höher sind als jene zu Hause. Nicht nur das, es gibt in Dänemark mehr zu kaufen, und zu einem niedrigeren Preis.

An dem Freitagnachmittag, an dem ich in Kopenhagen war und wir durch das Geschäftsviertel kamen, zeigte Steen auf die Menschenmassen und sagte: “Das sind alles Schweden.” Sie kommen nach Dänemark, um zu arbeiten, einzukaufen und sich zu entspannen, und nicht alle von ihnen kehren nach Schweden zurück.

Also ist die Bevölkerungsdynamik in Schweden von komplexer Art, wobei die produktiven, gesetzestreuen und fleißigen Schweden dazu tendieren, über die Brücke zu gehen und die Alten und die Faulenzer – und die Einwanderer -  hinter sich zu lassen. Es ist ein Teufelskreis, der sowohl das finanzielle als auch das menschliche Kapital Schwedens erschöpft.

Da die Produktivität stark im Niedergang ist, verläßt Schweden sich zunehmend auf Verschuldung, um das System in seiner gegenwärtigen Form aufrecht zu erhalten. Laut Fjordman hält Norwegen – das reichlich mit Nordseeölgeld versorgt ist – eine Menge schwedischer Papiere, aber die Last auf Schweden wird bald untragbar werden. Die Krise wird kommen; die Blase wird platzen, und der Traum, der Folkhemssverige war, wird dahin sein.

“Wenn der schwedische Wohlfahrtsstaat zusammenbricht,” sagte Fjordman, “werden die Einwanderer, die ihre Zahlungen verlieren, woanders hingehen müssen. Dänemark wird wahrscheinlich recht erfolgreich dabei sein, sie draußenzuhalten. Eine Menge von ihnen wird nach Norwegen auswandern, einige werden nach Deutschland und in die Niederlande ziehen, und einige werden wahrscheinlich in Osteuropa landen.”

Ich fragte ihn, was aus Schweden werden würde.

“Schweden, wie wir es kennen, wird aufhören zu existieren. Es ist schwer zu sagen, was seinen Platz einnehmen wird. Es ist nichts, worüber nachzudenken erfreulich wäre.”

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Der Bürgerkrieg kommt also zuerst nach Großbritannien, und der gesellschaftliche Zusammenbruch zuerst nach Schweden. Was steht dem Rest Europas bevor?

Fjordman sieht verschiedene Entwicklungen in verschiedenen Ländern, abhängig von der Politik der einzelnen Regierungen. Wenn die innere Unruhe zunimmt, ist es möglich, daß die ethnische Homogenität parallel dazu zunehmen wird. Einwanderer werden sich in den Großstädten konzentrieren, um de facto islamische Staaten zu bilden, während einheimische Europäer Zuflucht in den Kleinstädten und auf dem Land suchen und Widerstand gegen weitere Einwanderung und Islamisierung leisten.

“Europa könnte leicht ein Flickenteppich von Staaten verschiedener Art werden,” sagte er, “mit praktizierter Scharia an Orten wie Rotterdam und Hamburg, und ländlicheren Gebieten, die die traditionelle Kultur aufrechterhalten.”

Aber wenn der Wohlfahrtshahn zugedreht wird, ist zu erwarten, daß der Konflikt intensiver und brutaler wird. Städte, die von großen Einwanderergruppen wimmeln – deren Familien vielleicht ihre gewohnte Art des Lebensunterhalts verlieren – könnten sich in den umliegenden Gebieten räuberisch betätigen.

“Ich erwarte, daß in dreißig oder vierzig Jahren ein Großteil Europas zu etwas werden wird, das man gegenwärtig nicht wiedererkennen würde.”

Ich merkte an, daß viele Leute, die in meinem Alter oder älter sind, so etwas sagen wie: “Junge, bin ich froh, daß ich nicht mehr da sein werde, wenn all das passiert.” Aber Fjordman wird — angenommen, es ereilt ihn vorher keine Fatwa – wird all diese Veränderungen erleben. Deshalb ist er so entschlossen, sein Wort dazu zu verbreiten.

“Es wird in meiner Zeit geschehen,” sagte er.

Dymphna hat Fjordman “den Dunklen Propheten Norwegens” genannt, und das aus gutem Grund. Aber trotz all der düsteren Vorhersagen bewahrt er eine Art vorsichtigen Optimismus. Nicht ganz Europa ist zum Untergang verurteilt.

“Einige europäische Länder fangen an, aufzuwachen und Widerstand zu leisten,” sagte er. “Nicht alle von ihnen werden erfolgreich Widerstand leisten – Teile Europas werden unvermeidlicherweise islamisch werden – aber einige werden Erfolg haben. Hier bin ich anderer Meinung als Mark Steyn.

“Jene Länder, die den Wert der Nationalstaaten als die natürliche Quelle der Demokratie wiederentdecken, werden eine gesunde politische Kultur entwickeln. Das ist es, was ich zu erleben hoffe.”
Update: Fjordman hat mich gebeten, dies hinzuzufügen:

Ich würde noch immer nicht sagen, daß es unvermeidlich ist, daß einige Teile Europas islamisch werden, selbst im Fall von Schweden oder Holland, aber die Wahrscheinlichkeit ist gewiß beträchtlich. Der Grund, warum ich in einigen meiner Artikel gern verschiedene Szenarien entwerfe, ist, mich und andere daran zu erinnern, daß die Zukunft noch nicht geschrieben ist. Fatalismus ist ein islamischer Wesenszug, kein westlicher. Westlich zu sein, heißt den Glauben aufrechtzuerhalten, daß Individuen, einschließlich einem selbst, die Zukunft beeinflussen und verändern können. Wir sollten nicht gegenüber dem Defätismus resignieren, besonders solange wir noch eine Chance haben, den Lauf der Geschichte zu ändern. Wenn wir nichts tun, ja, dann wird dies das Endresultat sein. Umso mehr Grund, hart an Anti-Dschihad-Aktivitäten zu arbeiten.
Danke an unseren schwedischen Korrespondenten LN dafür, daß er mir die Illustration “Far, var var du?” geschickt hat.

     

Ausgewählte Kommentare von “Gates of Vienna”:

Just Another Richard:

Baron, dein Argument geht von einer eher passiven Haltung seitens der reaktiven Kräfte Europas auf die territorialen Verluste ihrer früheren Heimatländer aus. Wenn die Brutalität zunimmt, und bei der blutdürstigen Barbarei des durchschnittlichen Dschihadis kann man davon ausgehen, dann wird der Zorn der einheimischen Bevölkerung einen Feuersturm verursachen, von dem ich bezweifle, daß ihn sich irgendjemand von uns hier jetzt schon vorstellen kann. Bosnien in den 90ern wird ein bloßer Vorgeschmack dessen sein, was kommen wird. Diese daraus resultierende Wut wird alle politischen Rücksichtnahmen beiseitefegen, und die Multikultis werden sich einfach in den Äther verflüchtigen, und sei es nur, um der unvermeidlichen und gerechten Vergeltung zu entgehen. Sie wird auch offenbaren, wie seicht die Wirkung der herrschenden Orthodoxie auf die Philosophie der durch sie betroffenen Gesellschaften in Wirklichkeit ist.

Ja, ich sehe wirklich, daß sich die Dinge so entwickeln, wie du und Fjordman sie euch vorstellt. Die herrschenden Eliten werden in der Tat einen Krieg gegen ihre eigenen Gesellschaften führen, sie sind zu geblendet von ihren eigenen selbstgerechten Allheilmitteln und Frömmigkeiten, um irgendetwas anderes zu zun; aber es gibt in diesem Szenario einen dunklen Streif am Horizont, denn es endet damit, daß sie in den Augen ihrer jeweiligen Bevölkerungen so diskreditiert sind, daß ihre Position schnell unhaltbar werden wird, denn wie du sagst werden sie unvermeidlicherweise die Unterstützung des Militärs und der großen Mehrheit der Polizei verlieren, genau jener Institutionen, auf die sie sich bei der Durchsetzung ihrer Anordnungen und Gebote verlassen. Ihr Strafaufschub wird über Nacht verdunsten. Sobald ihre Stimmen einmal aus der Debatte entfernt sind, wird sich bald eine entschlossene Einigkeit entwickeln, die Ereignisse werden es erzwingen. Dann helfe Gott jedem, den man dabei erwischt hat, daß er das islamische Silber genommen hat, denn Verrat wird nicht leicht vergeben, und Verrat dieses Ausmaßes und mit solch katastrophalen Konsequenzen wird wahrscheinlich mit der einzigen Münze heimgezahlt werden, die unter solch brutalen Bedingungen noch Gültigkeit haben wird.

Während viele Europäer sich noch weigern, die dräuende Zukunft zu sehen, die das Schicksal für sie parat hält, werden die Ereignisse sie überholen und sie zu einer raschen Neubewertung ihrer eigenen Positionen zwingen, das Schuldzuweisungsspiel wird bald enden, und sei es nur um des Überlebens willen, da jeder gezwungen sein wird, sich für eine Seite zu entscheiden. Die islamischen Radikalen nehmen keine nuancierte Rücksicht und sind bis zuletzt Chancengleichheit gewährende Scharfrichter. Sie mögen gemeinsame Sache mit nützlichen Idioten machen, wenn sich die Gelegenheit bietet, aber sie können ihre Blutlust nie lange zurückhalten, besonders wenn das Blut in Massen zu fließen beginnt.

Wessen wir demnächst Zeugen werden, ist die Geburt eines völlig neuen staatlichen Organisation in Europa, in Blut geboren und im Feuer geformt. Die Passivität steht kurz vor ihrem Ende, der Zorn, der gleich unter der Oberfläche köchelt, ist zu stark, um jetzt noch besänftigt zu werden, er wartet nur noch auf den Funken, der die Flamme entfacht, und der Ofen wird angezündet werden. Unsere Eliten glauben, was sie glauben wollen, sie können nicht anders, da sie von ihren eigenen Lügen geblendet sind, daher sehen sie den Zorn nicht, sie glauben, daß sie ihre jeweiligen Bevölkerungen soweit einschüchtern können, daß sie sich sanftmütig fügen, es liegt in der Natur der Mächtigen, daß sie blind sind gegenüber ihren eigenen Beschränkungen.

Wer wird denn den Moslems in Europa diesmal zu Hilfe kommen; könnt ihr euch vorstellen, daß Amerika Großbritannien bombardiert; nicht diesmal, keine Regierung würde den folgenden Feuersturm der öffentlichen Meinung überleben; Rußland – was liegt denn für sie drin, und außerdem, warum riskieren, in einen Konflikt mit Amerika verwickelt zu werden, denn das wäre eine Möglichkeit. Nein, die einzige Hoffnung für die Moslems wäre der Spinner-im-Brunnen des Iran, und sein einziges Mittel zur Machtprojektion werden Selbstmordbomber sein, etwas, das die einheimischen Bevölkerungen höchstwahrscheinlich in Rage versetzen, nicht einschüchtern wird; Terror funktioniert nur so lange, wie die Schwelle zur zornigen Vergeltung nicht überschritten ist, denn dann wird er zu einem Blitzableiter, der nur noch mehr Entschlossenheit anzieht. Ich kann mir nicht vorstellen, daß die Mullahs mit Atomwaffen um sich schmeißen, sie mögen fanatisch sein, aber trotz aller gegenteiligen Rhetorik sind sie NICHT selbstmörderisch, sie sind viel zu gern an der Macht, als daß sie sterben wollten, das sollen andere tun, daher: keine Atomwaffen.

Keine fröhliche Prognose, aber eine sehr wahrscheinliche, aufgrund der närrischen Unterstützung durch hohlköpfige politische Nichtigkeiten und ihrer Gier und ihres Ehrgeizes. Wir haben viel zu lange zugelassen, daß uns Narren und Scharlatane regieren, und jetzt müssen wir den Preis dafür zahlen.

Just Another Richard:

Ich sollte meinem obigen Kommentar hinzufügen, daß ich denke, die anfänglichen Siege werden an die Kräfte des Islam und ihre westlichen Unterstützer gehen, obwohl jene Siege sie blind machen werden für die Realitäten des aufkommenden Sturms, sodaß ihre nachfolgenden Handlungen eine ununterdrückbare Wut in der einheimischen Bevölkerung hervorrufen werden.

Die wahre Frage wird die sein – wie lang kann denn die herrschende Elite den Deckel auf diesem Druckkochtopf halten? Und noch genauer, ab welchem Druck der Deckel wegfliegt, was bestimmen wird, welcher Anteil der Machtstruktur einfach weggerissen werden wird.

Conservative Swede:

Innerhalb von höchstens fünf bis zehn Jahren wird die schwedische Gesellschaft zusammenbrechen.

In fünf Jahren werde ich Fjordman daran erinnern, daß er das gesagt hat. Ich nehme an, daß er dann rot werden und zu behaupten versuchen wird, daß er es nur symbolisch gemeint hat :-)

Schweden führt die Liste in mehrerer Hinsicht an, aber dies ist keine wahrheitsgemäße Beschreibung. Es ist weit komplexer.

Obwohl viele Leute wollen, daß Schweden der hoffnungsloseste Fall ist – weil sie moralisch finden, daß Schweden es verdient hat – ist es das nicht. Frankreich und Holland sind eindeutig weiter den Bach runter, und ich bin nicht einmal sicher, daß Schweden die Nummer drei auf der Liste wäre.

Ich stimme zu, daß Schweden ein Land ist, über das man sich wirklich ärgern kann, aber das kann man nicht so übersetzen, daß eure Träume wahr werden, wonach es der hoffnungsloseste Fall ist und als erstes zusammenbrechen wird.  Bruce Bawer schrieb kürzlich, daß Schweden 10% Moslems hat. Ich schätze, das fühlt sich für ihn so an. Und deshalb hat er den Drang, es publik zu machen. Aber egal wie stark Bruce Bawer das fühlt, so ist es dennoch nicht wahr. Und egal wie sehr Fjordman oder Baron Bodissey das Gefühl haben, daß Schweden in 5 – 10 Jahren zusammenbrechen wird, das wird es nicht tun. Egal wie sehr ihr denkt, daß Schweden es verdient, das erste Land zu sein, das untergeht (ein Gefühl, das ich oft teilen kann).

Die von Fjordman hier erzählte Geschichte ist eine Saga, die auf seinem moralischen Empfinden beruht statt auf der Realität. Darauf, wie die Dinge sein sollten, gemäß der Narrative, die er uns erzählen will. Demnach wird der Kollaps schon in 5 – 10 Jahren stattfinden (und er wird zuerst in Schweden passieren). Ich stimme zu, daß die Situation sehr dringlich ist. Aber das kann man einfach nicht so übersetzen, daß bald einmal ein Kollaps geschieht. Die Dinge können heute dringlich sein, auch wenn die große Katastrophe erst in zwei Jahrzehnten passieren wird. Aber der menschliche Geist hat Schwierigkeiten, dies zu erfassen, und wird daher die Geschichte zusammenzwicken, damit sie emotional stimmt.

fjordman3:

Ich stimme deiner Version dieser Konversation nicht ganz zu, Baron. Vielleicht bin ich ein “dunkler” Schreiber, aber fast alle Szenarien, die du hier beschreibst, sind finsterer als ich sie normalerweise präsentieren würde. Ich denke nicht, daß es irgendein Land in Westeuropa gibt, das jenseits aller Hoffnung ist, obwohl es für Frankreich definitiv eng wird. Ich kann mich nicht erinnern, daß ich einen derart düsteren Ausblick präsentiert habe, aber falls doch, dann muß ich an diesem Morgen entweder zuviel Kaffee gehabt haben oder zuwenig. Nächstes Mal werde ich Tee oder Bier trinken. Wenn ich derart pessimistisch klinge, dann muß ich anfangen, jedem Prozacs zu geben, mit dem ich mich treffe :-)

Conservative Swede sagte: In fünf Jahren werde ich Fjordman daran erinnern, daß er das gesagt hat. Ich nehme an, daß er dann rot werden und zu behaupten versuchen wird, daß er es nur symbolisch gemeint hat :-)
Wenn wir über den schwedischen Wohlfahrtsstaat reden, ja, dann ist es nicht unrealistisch, von schweren Problemen in einem Jahrzehnt zu sprechen. Und wie du weißt, bin ich nicht der einzige der das sagt. Er ist in seiner gegenwärtigen Form einfach nicht aufrechtzuerhalten. Er wird sich reformieren müssen, oder er wird schließlich unter der Last der Einwanderung zusammenbrechen. Aber das muß auf lange Sicht nicht schlecht sein, es wird nur eine Zeitlang schmerzlich sein. Wenn die gegenwärtige Regierung die staatlichen Programme signifikant zurückstutzt, könnte sich das ändern, aber ich bin nicht sicher, wieviel sie machen werden.

Ja, Frankreich, Holland und Großbritannien sind schlimmer als Schweden, weshalb ich erwarten würde, daß eines dieser Länder, aus einer Anzahl von Gründen wahrscheinlich Großbritannien, als erstes in schwere Turbulenzen geraten wird.

Schweden ist in der Tat verrückt, aber ich habe jetzt für eine Zeitlang genug auf Schweden herumgehackt. Zur Hölle, es war Norwegen, das die Hamas-Regierung anerkannt hat. Malmø ist ein Sonderfall, aber ich bin nicht sicher, ob die Region um Oslo viel besser als Stockholm ist, und sie ist sicherlich schlimmer als Kopenhagen.

Josh Scholar: Ich denke in der Tat, daß es euch kulturell betreffen wird, besonders jetzt, wo ihr sowieso eine zunehmend post-westliche Nation seid. Es ist vorstellbar, daß es die Amerikaner bezüglich dessen aufwecken könnte, was auf dem Spiel steht, aber bisher habe ich nicht gesehen, daß ihr gegen die Moslems zu Hause besser abschneidet als wir. Oh, und an eine “neue Art des Islam” zu glauben, ist so, als würde man an die Zahnfee glauben.

Die Dinge in Europa könnten ziemlich schlimm werden, aber das müssen sie nicht. Wenn wir so bald wie möglich handeln, könnten wir immer noch den Schaden begrenzen und dies auf relativ zivilisierte Art lösen.

MrSmith:

Ich wäre sehr daran interessiert, etwas darüber zu lesen, warum Britannien am wahrscheinlichsten zuerst in Turbulenzen geraten soll. Von dieser Seite des Wassers sehen die Dinge sehr schlimm aus, wo jedes Gefühl des Patriotismus und der Liebe für das Eigene zum schwärzesten aller Gedankenverbrechen gemacht wird.

Und wenn V for Vendetta, wahrscheinlich das größte anti-britische/-englische Propagandastück der letzten Zeit, in zustimmender Weise so gesehen wird, daß gewöhnliche einheimische Leute sich gegen unterdrückerische Tyrannei stellen, dann flößt das keine Zuversicht ein.

Ich hoffe, ich irre mich. Ich hoffe, daß die Geduld der Briten sich in Wut verwandeln wird, und zwar bald. Ich sehe einfach nur nicht viele Anzeichen dafür.

Archonix:

Ich vermute, daß ein großer Teil der Wut durch Scham gemäßigt wird.

Jeden Tag, wenn ich vom Bahnhof nach Hause gehe, komme ich an einer Gedenkstätte für die Toten aus meiner Stadt vorbei, einer kleinen Anordnung von Mauern an einem Ende der Portland Bridge, mit Namensinschriften darauf. Es gibt einen Gedächtnisgarten. Eine Unionsflagge weht jeden Tag. Letzte Woche ging ich durch den Garten, sah mir die Namen an, schaute zu der Flagge auf und empfand Scham darüber, was mit meinem Land passiert. Alles, wofür jene Männer gestorben sind, ist von meiner Generation und der Generation davor herabgewürdigt und vergeudet worden. Alles, wofür diese Flagge gestanden ist, ist dahin, oder so weitgehend verschwunden, daß es keinen Unterschied macht. In diesem Moment hatte ich daß Gefühl, daß es jenseits dieser Mauern nichts gäbe, worauf man stolz sein könnte.

Ich glaube, daß sich so viele potentielle Patrioten aufzustehen weigern, weil sie einfach nichts sehen, das verteidigenswert wäre, und im Moment kann ich sie nicht dafür tadeln, daß sie so denken. Wir sind eine Nation, die sich für sich selbst schämt.

Die Sache mit der Scham ist die, daß sie mit der Zeit zu einer Art Zorn führt. Unsere Reaktion wird von unserer Scham unterdrückt, aber das ist nur eine Verzögerung. Früher oder später werden wir daran erinnert werden, wofür diese Flagge gestanden ist und wofür diese Leute gestorben sind, und wir werden wieder für uns selbst aufstehen.

MrSmith:

Archonix, ich denke. Daß du da einen exzellenten Punkt gemacht hast, aber ich frage mich, ob du das Problem nicht vielleicht untertreibst. Du wirst dich vielleicht an das kleine englische Schulmädchen erinnern, dessen Kommentar, sie käme ‘von nirgendwo’ als Warnsignal vor einer potentiellen britischen Gegenbewegung zum Multikulturalismus herausgestellt wurde, aber er könnte meine Hervorhebung wert sein. Leute ihrer und meiner Generation sehen gegenwärtig nicht nur ‘nichts, das verteidigenswert wäre’, sondern sind Produkte einer fortdauernden, strukturierten Agenda zur Zerstörung der Nation. Einer wirksamen Agenda, wie ich hinzufügen könnte. Du sagst, wir sind eine Nation, die sich für sich selbst schämt, vielleicht trifft das auf gewisse Altersgruppen zu, aber uns Jüngeren wird ständig und von allen Seiten gesagt, daß wir keine Nation sind. Daß der Begriff ‘Brite’ für jeden von jeder Abstammung oder Glaubensrichtung gilt, der zufällig auf diesem Boden geboren oder lang genug hiergewesen (oder lukrativ genug gewesen) ist, um einen Paß zu erhalten. Daß die meisten Engländer keine Engländer sind. Undsoweiter undsofort.

Wir sehen nichts weniger als die Erosion des Selbst auf nationaler Ebene, und deshalb ist es umso gefährlicher. Da es keine massive und mächtige Bewegung wie Maos Kulturrevolution ist, ist sie schwerer aufzuspüren, schwerer zu sehen und schwerer zu stoppen. Versuchen zur Umkehrung des Trends wird mit Propagandaanstrengungen wie V for Vendetta begegnet werden, das eine Menge Geld und sehr prominente Namen hinter sich hatte, die allen Patriotismus in Europa über denselben Kamm scheren.

Du sagst, wir schämen uns für uns selbst? Ich sage, wir werden dahin gehirngewaschen zu vergessen, daß wir wir selbst sind.  Du sagst, wir haben vergessen, wer wir waren, und daß wir eines Tages daran erinnert werden? Ich sage, unsere Erinnerungen als Nation, was und wer wir waren, werden gestohlen, und wir werden nicht daran erinnert werden, solange uns nicht jemand daran erinnert.

Und das Perverseste daran? Dieser Erinnerer wird wahrscheinlich dieselben teuflischen Werkzeuge benutzen müssen, die unsere Feinde benutzt haben, wenn es überhaupt irgendeine Wirkung auf die haben soll, die nicht schon die Wut darüber fühlen, daß unsere Toten verraten worden sind.

Oh, und an Josh Scholar, du könntest ein bißchen danebenliegen mit europäischem Wunsch nach US-Hilfe. Nachdem die meisten Waffen in europäischen Staaten verboten sind, wie wird eine europäische Gegenbewegung überleben ohne Waffen aus Übersee?

Conservative Swede:

@Fjordman

Jetzt erkenne ich dich wieder. Ich fand die vorherige Beschreibung ziemlich seltsam.

Schweden ist in der Tat verrückt, ja. Die gegenwärtige Rate der Masseneinwanderung ist in Schweden die höchste von allen. Also gewinnen wir dieses verrückte Spiel. Aber moslemische Masseneinwanderung ist hier erst seit 2 Jahrzehnten im Gange, während sie sich in Frankreich, Holland und Großbritannien schon seit 4 Jahrzehnten abspielt. In Dänemark hat sie auch schon viel länger angedauert, bevor sie stoppte. Des weiteren, während der typische Moslem in Norwegen ein Pakistani ist, oder in Dänemark ein Türke oder Palästinenser, ist der typische Moslem in Schweden ein Bosnier oder Iraner. Wenn wir das nicht ins Bild einbeziehen, dann werden wir nie in der Lage sein festzustellen, was in Schweden geschehen wird, und die Vorhersagen werden nur launenabhängig und eher emotional sein.

Was den schwedischen Wohlfahrtsstaat angeht: ja, wir borgen uns Geld. Aber das tun viele westliche Nationen, einige mehr, andere weniger. Wann immer ich nach harten Zahlen suche, finde ich nie, daß Schweden schlechter dran und näher am Kollaps des Staates ist. Falls du harte Daten zur Unterstützung deiner Behauptung hast, würde ich sie gern sehen. Selbst wenn wir denken, daß Schweden am schlimmsten dran sein sollte, indem es die höchste Einwanderungsrate und die höchsten Steuern hat, müssen wir mit harten Daten zeigen, daß es so ist. Wenn es wirklich solch ein hoffnungsloser Fall ist, würde es sich in den Daten zeigen.

Jedenfalls, ungeachtet dessen, ob das schwedische Wohlfahrtsstaatssystem als erstes untergeht oder nicht, wird es natürlich untergehen müssen. Genauso wie der Großteil Westeuropas. Aber es ist eine ziemlich offene Frage, wie dies passieren wird. Ich glaube einfach nicht, daß dies in irgendeiner dramatischen Weise geschehen wird. Eine stille einvernehmliche Anpassung – das ist der schwedische Weg.

Was die Dinge dramatisch machen wird, sind Straßenkämpfe und Bürgerkrieg. Und das wird wahrscheinlich als erstes z. B. im Vereinigten Königreich passieren (definitiv nicht in Schweden). Wenn sich die Dinge einmal so weit entwickelt haben, wird es sich auf weitere Länder ausbreiten. Es wird nicht lang dauern, bis mehrere Länder eine Politik zur Anhaltung und Umkehrung der moslemischen Einwanderung annehmen werden. Die Moslems werden diese Länder en masse in Richtung neuer Länder verlassen. Es wird immer noch Länder geben, die mit für die Moslems offenen Armen dastehen. Weil sie zu nichts anderem in der Lage sind, wie Frankreich, oder weil sie zu dumm dazu sind, sich anders zu verhalten, wie Schweden. Dies ist der erste Schritt in Richtung des neuen europäischen Schachbrettmusters (tigerkaka), und ich erwarte, daß dies der Ausgangspunkt dafür sein wird, daß die Dinge in Schweden wirklich schlimm werden.

Wann wird also das Buschfeuer der Bürgerkriege in Westeuropa losgehen? Wie ich zuvor schrieb: es ist in Wirklichkeit schon da. Und von dem ausgehend wird es sich ganz langsam steigern. Wann wird es also wirklich heiß werden? Schwer zu sagen. Alles zwischen 1 – 20 Jahren. Aber ich denke, wir sollten darauf vorbereitet sein, ungefähr ein Jahrzehnt zu warten.

Baron Bodissey:

Fjordman3 (gibt es jetzt drei von euch…?) –

Ich habe vielleicht die “dunklere Seite” der Konversation überbetont und etwas von dem, was andere gesagt haben, mit dem vermischt, was du gesagt hat – mein Gedächtnis ist nicht gut genug, um all die Stränge völlig voneinander zu trennen.

Aber ich bin sicher, daß ich mich korrekt an einige deiner hervorstechenden Punkte erinnere, besonders das Zeitfenster von 5 – 10 Jahren für den Zusammenbruch des schwedischen Wohlfahrtsstaates.

Was ich hätte besser machen sollen, wäre die Hervorhebung der Dinge gewesen, über die du optimistisch warst (bist). Das Problem ist, daß mir die ominösen Szenarien klarer in Erinnerung geblieben sind als die ermutigenden! Was, wie ich vermute, einfach in der menschlichen Natur liegt.

Aber, an alle: wie ich in den letzten paar Absätzen sagte (und wie er in seinem Anhang betonte), ist Fjordman optimistisch, trotz all der düsteren Vorhersagen. Die Tatsache, daß er und andere strahlende Blitzlichter entlang der Straße sind und die vor uns liegenden Löcher offenbaren, ist ein Zeichen, daß die Menschen aufwachen und daß die Dinge sich ändern können.

Ich war besonders ermutigt durch all die jungen Leute aus fünf verschiedenen Ländern, die ich in Kopenhagen traf und die sich in ausreichendem Maße dem Anti-Dschihad gewidmet hatten, um beim Gipfeltreffen dabei zu sein.

Das sind intelligente Leute, bei denen die Indoktrinierung einfach nicht funktioniert hat, und sie sind ein guter Grund zur Hoffnung.

Gringo_Malo:

Mir ist die Ähnlichkeit zwischen Amerikas Situation und der Schwedens aufgefallen. Während der letzten 40 Jahre haben wir Amerikaner eher Fabriken als Fabrikationsgüter exportiert. Wir fahren massive Handelsdefizite ein. Wir leiden an einem Schwarm illegaler Ausländer. Wir werden demnächst riesige Runs auf ein paar Pyramidenspiele erleben, die die Regierung betrieben hat (soziale Sicherheit und Medicare). Wir sind tief verschuldet.

Seit 1971 haben wir eine Kreditgeldwährung [d.Ü.: Fiatgeld] gehabt (Ich nenne es Monopolygeld). Früher oder später muß der Dollar eine schwere Abwertung erleiden. Wenn das passiert, wird unsere gewalttätige nichtweiße Unterklasse all unsere Städte bis auf den Erdboden niederbrennen. Sie haben ihre Fähigkeit zu dieser Art Gewalt bei zahlreichen Gelegenheiten bewiesen.

Das Ergebnis all dessen ist, daß die Europäer keine Hilfe von Amerika erwarten sollten. Wir werden in unserem eigenen dunklen Zeitalter leben.

Conservative Swede:

Es tut mir leid, wenn ich ein Spaßverderber für all die Leute gewesen bin, die denken, daß Schweden es moralisch verdient, als erstes zusammenzubrechen. Daher habe ich beschlossen, dies hier zu schreiben, um euch in bessere Stimmung zu versetzen: denkt nicht daran, wer zuerst fällt, sondern wer am härtesten fällt. Schweden ist das Land, das am meisten Realitätsverleugnung betreibt. Schweden ist das Land, das seine Identität tief in einer politischen Idee stecken hat – dem schwedischen Modell – das zerbröseln muß (naja, Frankreich und Amerika sind die zwei anderen modernen Musterländer, aber jetzt schreibe ich über Schweden). Je höher sie sich also befinden, desto härter fallen sie. Aber wird es dramatisch sein, oder die übliche stille einvernehmliche Anpassung? Ziemlich schwer zu sagen. Wird der Fall so hart sein, daß Schweden deformiert wird? Ich würde das nicht einfach so annehmen. Es ist sehr wahrscheinlich, daß die Schweden einfach als hart arbeitende Protestanten weitermachen werden, den Schmerz im Inneren mit steinerner Miene hinnehmen, um 180 Grad kehrtmachen und wieder einmal versuchen werden, der Klassenbeste zu sein, aber nach dem neuen Paradigma.

Absolut klar ist aber, daß Schweden das westeuropäische Land ist, das mehr von seiner gegenwärtigen Identität verlieren wird als jedes andere Land. Zum Beispiel hatten wir niemals zuvor in unserer ganzen Geschichte eine Invasion erlebt.

Amerika ist auch ein Musterland, daher wird es auch aus einer sehr hohen Position fallen, wenn der Fall kommt. Aber darauf werden wir noch eine Weile warten müssen. Frankreich, das dritte Musterland, wird von innen aufgefressen. Ich bin nicht sicher, ob es überhaupt noch von irgendjemand außer ihnen als Musterland betrachtet wird.

Das Thema von Schweden und seinem Fall, wie auch das von Amerika, ist höchst interessant, und ich sollte mehr darüber bloggen.

Josh Scholar:

Amerika hat einen unfairen Vorteil, große Ozeane zwischen uns und der Alten Welt, daher haben wir Zeit.

Conservative Swede:

Josh Scholar: „Amerika hat einen unfairen Vorteil, große Ozeane zwischen uns und der Alten Welt, daher haben wir Zeit.“

Guter Punkt. Außerdem habt ihr statt Moslems Mexikaner. So wie ich beschrieben habe, daß Schweden umgänglichere Moslems in Form von Iranern und Bosniern hat, was den Effekt verzögern wird. Aber ein verzögerter Effekt ist nicht notwendigerweise etwas Gutes.

Die Tatsache, daß Amerika es eher mit Mexikanern zu tun hat als mit Moslems, wird wahrscheinlich nur dazu führen, daß Amerika tiefer in die Scheiße fällt, bevor es umkehrt. Außerdem wird es ein Hemmnis dabei sein, die moralische Motivation zur Umkehrung der Auswirkungen von Masseneinwanderung zu finden, und die südlichen Vereinigten Staaten werden daher wahrscheinlich auf Dauer zu einem Teil Lateinamerikas werden.  Im Fall Europas wird es diese Option nicht geben. Es heißt: die Moslems loswerden oder sterben!

Der große Ozean ist wahrscheinlich auch der Grund dafür, daß Amerika so völlig naiv gegenüber einem aggressiven Nachbarn – Mexiko – ist, in einer Weise, wie ich es mir für ein europäisches Land schwer vorstellen kann (trotz all des gegenwärtigen Wischiwaschis).

erp:

Ich würde mir nicht zuviele Sorgen darüber machen, ob die Vereinigten Staaten dem dänischen oder dem schwedischen Beispiel folgen. Europa hat sich in voller Absicht entmannt, und jetzt müssen sie den Preis für ihre Torheit zahlen.

Uns wird’s ganz gut gehen.

Conservative Swede:

erp: Uns wird’s ganz gut gehen.

Ich mag Lateinamerika auch.

11. Dezember 2009

Also sprach Globama:

Gespeichert unter: Baron Bodissey / GoV-Strang, Deep Roots — Deep Roots @ 22:05

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Hier folgt die Übersetzung des Kommentars von „S“ zum „Gates of Vienna“-Artikel „Buyer’s Remorse So Soon“:

http://gatesofvienna.blogspot.com/2009/12/buyers-remorse-so-soon.html#readfurther

Obama schon wieder. In Norwegen. Ich hab’ gerade diesen Teil aufgeschnappt:

…..’Globalisierung’..’die kulturelle Nivellierung [leveling, d. Ü.] der Moderne’… ‘es überrascht wahrscheinlich nicht, daß Menschen den Verlust dessen fürchten, was sie an ihren besonderen Identitäten schätzen, ihrer Rasse, ihres Stammes, und vielleicht am stärksten, ihrer Religion’.

‘Mancherorts hat diese Furcht zu Konflikten geführt. Zeitweise fühlt es sich sogar an, als würden wir uns rückwärts bewegen. Wir sehen es im Nahen Osten, wo sich der Konflikt zwischen Arabern und Juden zu verhärten scheint. Wir sehen es in Nationen, die von stammesorientierter Lebensweise auseinandergerissen werden’.
‘Und am gefährlichsten sehen wir es in der Art, wie Religion benutzt wird, um die Ermordung Unschuldiger durch jene zu rechtfertigen, die die große Religion des Islam verzerrt und entweiht haben… und die mein Land angegriffen haben… aus Afghanistan. Diese Extremisten sind nicht die ersten, die im Namen Gottes töten, die Grausamkeiten der Kreuzzüge sind reichlich aufgezeichnet’…
‘Sie erinnern uns daran, daß kein heiliger Krieg jemals ein gerechter Krieg sein kann, denn wenn man wahrhaft glaubt, einen göttlichen Willen auszuführen, dann gibt es keine Notwendigkeit zur Zurückhaltung, keine Notwendigkeit, die schwangere Mutter zu verschonen, oder den Sanitäter oder Rotkreuzmitarbeiter oder sogar eine Person seines eigenen Glaubens. Solch eine verzerrte Sicht der Religion ist nicht nur inkompatibel mit dem Konzept des Friedens, sondern ich glaube, er ist inkompatibel mit dem ganzen Sinn des Glaubens. Denn die eine Regel, die sich im Herzen jeder großen Religion befindet, ist die, daß wir andere so behandeln, wie wir von ihnen behandelt werden wollen. Sich an dieses Gesetz zu halten, ist immer das grundlegende Bemühen der menschlichen Natur gewesen, denn wir sind fehlbar’…etc
10. Dezember 2009

Die Globalisierung wird uns also NIVELLIEREN? Nicht nur einige nach oben bringen, sondern auch einige nach unten? Oder uns einebnen im Sinne von ‘uns auslöschen’?

[Anm.d.Ü.: “to level” kann sowohl “nivellieren” als auch “einebnen” heißen; Originaltext: So globalization is going to LEVEL us? No bring some up but also bring some down? Or level us as in wipe us out?]

die Menschen fürchten den Verlust dessen, was sie schätzen… also das ist keine Überraschung; warum sollte irgendjemand es begrüßen, zu verlieren, was man schätzt? Ihre Rasse? Wäre er besorgt, wenn die schwarze Rasse ausradiert würde? Ich denke, das wäre er. Religion? Meint er, die Moslems sind besorgt, daß ihre Religion in der modernen Welt dahinschwinden könnte? Oder daß die Christen verschwinden werden?

Die Globalisierung führt zu Furcht im Nahen Osten? Ich denke, die haben schon LANGE vor der Globalisierung gekämpft.  Als würden wir uns rückwärts bewegen… WEGEN des Islams.
Und die GROSSE Religion des Islam, wieder mal…verzerrt und entweihtund sie haben aus Afghanistan angegriffen. Keine Saudis?

Diese Extremisten, soll heißen Moslems, waren nicht die ersten, erinnert ihr euch an die Kreuzzüge? Waren die nicht ein Gegenschlag nach moslemischer Gewalt? Weiß er das nicht oder ignoriert er es einfach? Oder versucht er nur, christliche Schuld zu übertragen? Versucht er, moralische Äquivalenz herzustellen?

wenn man wahrhaft glaubt, einen göttlichen Willen auszuführen, dann gibt es keine Notwendigkeit zur Zurückhaltung… klingt wie die Erlaubnis, die den Dschihadisten erteilt wurde…
die verzerrte Sicht ist inkompatibel mit dem Glauben? Nicht laut Mohammed.

die sich im Herzen jeder großen Religion befindet, ist die, daß wir andere so behandeln, wie wir von ihnen behandelt werden wollen… Dann ist der Islam keine Religion, weil sich das nicht im Herzen des Islams befindet. NIRGENDWO im Islam, oder?

Und trägt er seine Nase jetzt noch höher? Und war das Publikum importiert?

Hat er sich vor dem König von Norwegen verbeugt? Er hat sich vor Ihrer Königlichen Hoheit der Queen von England nicht verbeugt, also frage ich mich, ob er sich nur vor gewissen Hoheiten verbeugt.

Er liebt den Islam wirklich….

************************

Soweit die Übersetzung. Ich hätte da auch noch eine Anmerkung:

…denn wenn man wahrhaft glaubt, einen göttlichen Willen auszuführen, dann gibt es keine Notwendigkeit zur Zurückhaltung, keine Notwendigkeit, die schwangere Mutter zu verschonen, oder den Sanitäter oder Rotkreuzmitarbeiter oder sogar eine Person seines eigenen Glaubens.

Da können er ebenso wie seine Hintermänner und deren linke und pseudokonservative Unterstützer in der gesamten westlichen Welt sich mal selber an der Nase nehmen. Denn eines muß uns klar sein: Der „Counterjihad“, der Abwehrkampf, den wir führen, hat es nicht nur mit dem allgemein bekannten Dschihad der Moslems zu tun, sondern auch mit dem Verrat jener Kräfte im Westen, die diesen Dschihad erst ermöglichen und jeden Widerstand dagegen unterdrücken, ja sogar uns den Gedanken auszureden versuchen, daß ein solcher Widerstand überhaupt wünschenswert und rechtens ist.

Dieser verdeckte Krieg zur Auflösung der westlichen Nationen und zur Herstellung des „post-rassischen Neuen Menschen“  und in weiterer Folge des “euroasiatisch-negroiden Mischlings“ nach Coudenhove-Kalergi wird mindestens schon seit Jahrzehnten, wenn nicht Generationen, gegen uns geführt, und seine Akteure sind zumindest teilweise von ebenso quasireligiösem, „heiligem“ Eifer beseelt wie ihre Komplizen aus dem Orient.

Einer ihrer Handlanger ist (Gl)Obama.

2. Dezember 2009

Nur zur Erinnerung:

Gespeichert unter: Baron Bodissey / GoV-Strang, Deep Roots — Deep Roots @ 21:49

Von Baron Bodissey, erschienen bei „Gates of Vienna“ am 1. Dezember 2009:

http://gatesofvienna.blogspot.com/2009/12/just-reminder.html#readfurther

Übersetzt von Deep Roots                                            Druckversion (pdf)

Heute, am 1. Dezember 2009, ist der Tag, an dem siebenundzwanzig unabhängige, souveräne europäische Nationen zu existieren aufhörten.

Die Verfassung der Europäischen Union, alias Lissabon-Vertrag, tritt heute offiziell in Kraft, und ihre Mitgliedsstaaten sind jetzt völlig dem nicht gewählten autoritären Regime in Brüssel untergeordnet.

Alle verfügbaren Beweise deuten darauf hin, daß die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung der EU gegen den Lissabon-Vertrag ist, und daß sie ihn abgelehnt hätte, wenn sie jemals darüber hätte abstimmen dürfen. Aber die “immer engere Union” ist zutiefst undemokratisch und schert sich keinen Deut um den Willen der Menschen, die sie zu repräsentieren vorgibt.

Die nächsten paar Monate werden fast sicher eine Reihe neuer Gesetze und Vorschriften mit sich bringen, die dazu bestimmt sind, allen Widerstandsnestern die Schrauben anzuziehen, besonders dort, wo es um “Hassrede” und Multikulturalismus geht.

Mit ihrer frisch erworbenen Abneigung gegen Minarette sträuben sich die Schweizer gegen den Trend. Für den Rest des Kontinents ist es jetzt jedoch zu spät.

Auf Wiedersehen, au revoir, und good-bye für all das. Mach’s gut, Europa; es war nett, dich gekannt zu haben.

Ausgewählte Kommentare aus “Gates of Vienna”:

laine:

Wie bei vielen hier liegen die Ursprünge meiner Familie in Europa, daher betrachte ich dies als Todesfall in der Familie, als eine Art Tod einer seltsamen Person. Von wegen Ende “nicht mit einem Knall, sondern mit einem Wimmern“.

In Mark Steyns Worten: die Lichter gehen überall aus in Europa. Die Schweizer Widersetzlichkeit gegen Minarette ist ein Streichholz, das aufflammt, kurz bevor es verlöscht. Die EU-Apparatschiks und der Schweizer Oberste Gerichtshof rennen mit ihren Feuerlöschern, um diesen Akt des Widerstands auszulöschen.

Wenn die kommunistischen Eroberer mit wehenden roten Fahnen hereingekommen wären, dann wären sie zurückgeschlagen worden. Sie kamen in ihren grauen Anzügen herein, mit Tausenden von Worten und Vorschriften, und führten einen Zeitlupenstaatsstreich durch.

Dieselbe Infektion geht auch an unserer Küste schon um und wird virulent durch Obamas Ausbreitung.

Die meisten Europäer sind so ahnungslos, daß sie immer noch nicht wissen, was sie getroffen hat. Sie sind Drohnenbürger, die ihre Freiheit für die Sicherheit der Ammenversorgung von der Wiege bis zum Grab verkauft haben. Wie ironisch, daß ihnen ihre Sicherheit sowie die Möglichkeit, unbehelligt unter der unparteiischen Herrschaft des Gesetzes zu leben, genauso genommen wird. Ihre Belästiger und Blutsauger werden zu Tausenden importiert.

Selbst von dem Teil Europas, der sich dessen bewußt ist, gibt’s nur ein gallisches Schulterzucken und die Einstellung „apres moi, le deluge“ [“Nach mir die Sintflut”; d. Ü.].

Es ist, als würde man Zeuge des Falls von Rom werden. Anscheinend sterben große Zivilisationen an Korruption im Inneren, die einen Befall durch Parasiten zuläßt. Aber zuerst wird der Körper durch das öffentliche Schulsystem und die Medien durch Drogen zur Unterwerfung gebracht.

Adieu, Europa, adieu. Du wirst den Gott brauchen, den du zurückgewiesen hast, bevor dies vorbei ist.

The Sentinel:

@ mace

Ich verstehe, wo du herkommst, Kumpel, aber hier im Vereinigten Königreich wurde uns ein Referendum versprochen, tatsächlich war das ein Teil des Wahlprogramms der regierenden Labour Party, aber sie haben gelogen.

Dies tat auch die sogenannte Opposition.

Es ist jetzt nirgends mehr anders, Kumpel; ich weiß aus Erfahrung, daß viele australische Städte rasch durch Sudanesen und Somalis bereichert werden, trotz der massiven Probleme und der Kriminalitätswellen, die sie verursachen.

Eure Politiker tun bereits Dinge, von denen du vor nur ein paar Jahren nicht gedacht hättest, daß sie das wagen würden.

Wir sitzen alle im selben Boot, Mann, und während Europas EWG sich erfolgreich zur föderalen EU entwickelt hat, sind die NAFTA der Nordamerikaner und die australisch-neuseeländische ASEAN auch recht gut unterwegs.

Ich denke, die EU war nur ein Pilotprojekt.

Armance:

20 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer ist das neue “Evil Empire” ins Leben getreten – das Imperium, wo die Eliten im Krieg mit ihrem eigenen Volk sind. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Dissidenten eingesperrt oder getötet werden. Ich frage mich, welchen Zufluchtsort einige dieser Dissidenten finden werden – Rußland? (welche Ironie…)

Nachwort von Deep Roots:

Und welche Ironie, daß ich als meinen persönlichen Abgesang auf das alte Europa und unsere ehemals souveränen Heimatländer nun ausgerechnet Knödelmeyer zitiere – aber es paßt einfach zu gut:

            Ich gehe nicht weg,

            hab’ meine Frist verlängert;

            neue Zeitreise,

            offene Welt.

            Ich habe dich sicher

            in meiner Seele,

            ich trag’ dich bei mir,

            bis der Vorhang fällt.

1. Dezember 2009

„Die Minarette sind unsere Schwerter“

Gespeichert unter: Deep Roots, Diana West — Deep Roots @ 19:53

Druckversion (pdf) 

Von Diana West; das Original wurde am 30.11.2009 auf ihrem Blog veröffentlicht: http://www.dianawest.net/Home/tabid/36/EntryId/1151/Turkeys-Erdogan-The-Minarets-Are-Our-Swords.aspx

Übersetzt von Deep Roots

Andrew Bostom vertieft sich in das Quellenmaterial hinter der gänzlich rationalen, wenigstens im Ansatz überlebensorientierten Logik dagegen, daß man Minarette sich über nichtislamischen Ländern erheben läßt – das heißt, falls diese nichtislamisch bleiben sollen. Andy schreibt:

Der Eintrag in der ehrwürdigen Brill Encyclopedia of Islam (EOI) über Minarette stellt klar, daß Minarette ein politisches Statement islamischen Herrschaftsstrebens sind. Interessanterweise sind die Anmerkungen der Brill EOI über die osmanische Sichtweise betreffend Minarette angesichts der provokanten Aussage des gegenwärtigen türkischen Premierministers Erdogan als Bürgermeister von Istanbul – (die volle Aussage wurde in einem Bericht von Stephen Kinzer in der New York Times vom 16.2.1998 zitiert http://www.kurdistan.org/Washington/nyt.html : “Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Kuppeln unsere Helme, die Minarette unsere Schwerter, und die Gläubigen unsere Armee”), die von Minarettgegnern in der Schweiz zitiert wurden — von besonderem Interesse.

Aus dem offiziellen Eintrag in der Brill Encyclopedia of Islam über das Minarett:

“Es scheint alles in allem keinen Bezug zu seiner Funktion des adhān [q.v.], des Aufrufs der Gläubigen zum Gebet, zu haben, der in recht ausreichender Weise auch vom Dach der Moschee oder sogar von einem Hausdach aus durchgeführt werden kann. Zu Lebzeiten des Propheten war sein abessinischer Sklave Bilāl [q.v.] dafür verantwortlich, den Gebetsruf in dieser Weise durchzuführen. Diese Praxis setzte sich eine weitere Generation lang fort, eine Tatsache, die zeigt, daß das Minarett kein essentieller Teil des islamischen Ritus ist. Bis zum heutigen Tag vermeiden bestimmte islamische Gemeinschaften, besonders die orthodoxesten wie die Wahhābīs in Arabien, den Bau von Minaretten mit der Begründung, daß sie protzig und unnötig sind. … Man muß sich jedoch in Erinnerung rufen, daß die Rolle des Minaretts während des ganzen Mittelalters zwischen zwei Polen oszillierte: derjenigen des Machtsymbols und derjenigen als Instrument für den adhān.”

[Bezüglich der osmanischen Minarette]: “Diese gigantischen, nadelscharfen Lanzen, schützend zusammengeschart wie eine Ehrenwache um die königliche Kuppel, haben eine deutlich aggressive und zeremonielle Wirkung, die weitgehend auf ihren fast beispiellosen Proportionen beruht; die beiden Minarette, die die Süleymaniye-Moschee flankieren, sind jeweils etwa 70 Meter hoch.” 

29. November 2009

Japan – Was haben die, was wir nicht haben?

Gespeichert unter: Eisvogel (A) — Deep Roots @ 00:16

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von Eisvogel, veröffentlicht auf „Acht der Schwerter“ am 6. November 2007 um 14:04

In einem Kommentar zu einem anderen Artikel ist die Frage aufgekommen, wo eigentlich die ganzen westlichen und christlichen Selbsthasser sind. Man erlebt ganz offenbar beim Small-Talk nicht den Fall, dass das Gegenüber bei Häppchen und Champagner äußert: „Ja, das Wetter ist wirklich viel zu kühl für die Jahreszeit und davon abgesehen ist auch unsere Kultur das hinterletzte und wenn ich diesen christlichen Kölner Dom nur sehe, kommt mir die Galle hoch“ Wenn man sich so auf die Suche nach Selbsthassern macht, findet man keine. Es ist subtiler und bereits verinnerlicht und man erkennt es weniger im direkten Gespräch oder an lauter depressiven Leuten, sondern an den Symptomen. Man erkennt es an Multikulti und daran, dass kaum jemand Multikulti in Frage stellt. Selbst diejenigen, die dem Islam sehr kritisch gegenüberstehen, halten die Vorstellung, dass es überhaupt oder fast keine Zuwanderung geben könnte, für undenkbar. Es ist komplett verinnerlicht, dass wir alleine nicht klarkommen können oder dürfen, und das bedeutet implizit, dass wir der Ansicht sind, unsere Kultur sei so minderwertig, dass wir andere brauchen, um nicht in der Ödnis zu versinken.

Man erkennt es auch an der Leitkultur-Debatte. Wenn sie aufkommt, stehen sofort die Gartenzwerge, das Eisbein mit Sauerkraut und Volksmusik in Lederhosen an vorderster Debattenfront. Eigentlich sind diese Dinge nicht schlecht, aber sie sind auch keineswegs das Wichtigste an unserer Kultur. Ein Teil davon sind sie jedoch wirklich, aber sie werden nur noch im verächtlichen Zusammenhang gebraucht. Erstens: Warum fallen uns bei dem Wort „Leitkultur“ zuerst Dinge ein, die wir verachten? Und Zweitens: Warum verachten wir sie überhaupt so abgrundtief?

Das andere ist das Christentum. Man kann fast 10.000 tödliche Terroranschläge im Namen des Islam in den letzten sechs Jahren nicht thematisieren, ohne dass sofort christliche Verfehlungen von vor 600 Jahren auftauchen. Ohje, wir waren auch schlimm und wenn wir das waren, dann dürfen wir das anderen jetzt bloß nicht verbieten. Die Leute fühlen sich irgendwie stets unwohl und scheinen in panischer Angst zu leben, wenn man nicht permanent „Selbstkritik“ (was gar keine Selbstkritik im Wortsinne ist, weil man sich selbst ja erhaben darüber sieht) am Christentum übt, stünde die heilige römische Inquistion mit ihren Scheiterhäufen vor der Tür. Sind die Christentums-Hasser im Grunde päpstlicher als der Papst und haben das mit dem Balken im eigenen Auge und dem Splitter in dem des anderen so pervers verinnerlicht, dass sie einen längst toten Splitter zum Balken aufblähen und den Balken im Auge des Islam als Splitter verharmlosen müssen? Die säkularisierten Scherben des zerschlagenen Christentums scheinen ein ungesundes Eigenleben zu führen, zum Beispiel auch die Feindesliebe. Eigentlich geben solche Leute ja nicht zu, dass Moslems ihre Feinde sind, ich argwöhne aber, dass die verständnisvolle, dümmliche „Liebe“ zu allen möglichen Unsympathen – Kriminelle, Terroristen, Ausnützer, dreiste Forderer – ein bisschen aus der Ecke kommt. Man will der beste Mensch der Welt sein und nette Leute liebhaben, ist ja keine Kunst, das kann ja jeder Idiot (leider ist noch nicht mal das leicht und die edlen „Feindeslieber“ können das überhaupt nicht).

Inzwischen hat das schöne Wort „Kulturbereicherer“ in den Sprachschatz von uns Islamophoben gefunden und unsere Kritiker finden das gar schröcklich, aber erfunden haben wir es natürlich nicht. Die Aussage, dass Zuwanderer unsere Kultur bereichern würden, war ursprünglich höchst ernst gemeint. Nun ist Kultur nichts Statisches und insbesondere die unsere ist das nicht. Was uns groß gemacht hat, war die Offenheit, anderes zu studieren und teilweise aufzunehmen. Errungenschaften aus anderen Kulturen übernehmen, verbessern und schnell verbreiten, war etwas, was zum Aufstieg Europas und zur wissenschaftlichen und industriellen Revolution geführt hat, wie Fjordman hier ausführlich und eindrucksvoll beschrieben hat: http://fjordman.wordpress.com/2007/09/20/der-islam-die-griechen-und-die-wissenschaftliche-revolution/. Als Europäer die in Persien erfundene Windmühle einführten, haben sie aber dazu nicht ein paar Millionen Perser ins Land geholt. Und überhaupt: Welche kulturelle Bereicherung (vergleichbar der Windmühle) haben wir von Türken und Arabern in den letzten 40 Jahren gebraucht? Mir fällt keine einzige ein.

Hingegen haben wir jede Menge kultureller und technologischer Errungenschaften von den USA übernommen. Das ging ganz ohne amerikanische Masseneinwanderung, die nebenbei betrachtet auch nicht gestört hätte. Wir waren auch neugierig gegenüber der ostasiatischen Kultur, ich habe schon während meiner Schulzeit einen Ikebana-Kurs gemacht und im Schrank steht ein echt japanisches Teeservice mit diesen ganz hauchdünnen Porzellantassen, bei denen man im Boden das Schattenbild einer Geisha sieht. Auch technische Errungenschaften aus Ostasien haben wir übernommen und auch das ging alles wunderbar, ohne dass die Japaner in großen Massen persönlich vorbeikommen mussten, um uns zu bereichern. Vermutlich liegt das daran, dass sie wirklich eine Bereicherung für eine Gesellschaft sind und es deshalb vorziehen, ihre eigene mit ihrer Anwesenheit zu bereichern, was ihnen kein Mensch verübeln kann.

Allein schon der Gedanke, dass wir alleine bleiben könnten in unseren Grenzen – zusammen mit anderen Europäern, wo die Einwanderung auf Gegenseitigkeit möglich und auch kein wirkliches Multikulti ist, weil unsere Kulturen fast identisch sind – ist verdächtig und ruft selbsternannte Tugendwächter auf den Plan. Würde von der Regierung angeregt, dass keiner (oder zumindest kein Moslem) mehr reinkommt, dann stünde der Herr Rassismus-Aufpasser Doudou Diène von der UNO da und wäre empört. Und nicht nur er. Das Rassismus-Geschrei wäre fürchterlich. Und jetzt zum Thema:

Warum regt sich kein Mensch auf, dass die Japaner unter sich bleiben? Warum macht die UNO keine Sonderkonferenzen über Fremdenfeindlichkeit und Islamophobie in Japan?

Gut, es ist schwierig, fremdenfeindlich zu sein, wenn keine Fremden da sind, und schwierig, islamophob zu sein, wenn keine Moslems da sind. Aber bei uns waren erstmal auch keine da. Warum sind sie überhaupt gekommen? Wenn wir von Natur aus so schlechte Menschen sind, die alle Fremden hassen, warum ist man dann überhaupt auf die Idee gekommen, arme Moslems uns bösen Rassisten auszuliefern? Wäre es dann nicht besser gewesen, man hätte gedacht: Gottseidank sind die widerlichen Europäer unter sich und können keinen diskriminieren?

Es gibt Leute, die der Ansicht sind, unsere Multikulti-Besessenheit wäre eine heftige Gegenreaktion auf die Nazizeit und gründe sich in der Angst, bloß nicht wie diese zu werden und es mit der Offenheit gegenüber anderen sicherheitshalber lieber etwas zu übertreiben. Ich zweifle sehr daran. Das würde nämlich nur passen, wenn es ein rein deutsches und vielleicht noch österreichisches Phänomen wäre, das ist es aber nicht. Bei der Siegermacht Großbritannien und im damals neutralen Schweden ist das sogar noch ein bißchen schlimmer als bei uns. Falls es wirklich unsere Nazi-Neurose ist, die Multikulti verursacht hat, dann war Hitler zumindest in dem Punkt erfolgreich, dass am deutschen Wesen die ganze (westliche) Welt „genesen“ ist. Vermutlich würde er sich über die Islamisierung freuen, wenn er in der Hölle Fernsehen hätte. War zwar nicht ganz das, was er wollte, aber es kommt ihm nahe. Allerdings glaube ich nicht, dass wir soviel Einfluß haben. Das Multikulti-Phänomen ist mehr als nur eine internationalisierte deutsche Befindlichkeit, lediglich seine deutsche Variante spielt mit den Nazi-Schuldgefühlen. Seine englische Variante spielt mit den Kolonialismus-Schuldgefühlen. Und in Ländern, wo es weder das eine noch das andere gab, „solidarisiert“ man sich mit dem Rest des Westens und teilt die Schuldgefühle brüderlich.

Während des 2. Weltkriegs waren die Japaner das asiatische Pendant zu den Nazis, sie waren die Bösewichter. Japan hat nach der Niederlage einfach aufgehört, ein Bösewicht zu sein. Sie haben einen freien, wohlhabenden, erfolgreichen Rechtsstaat aufgebaut – das haben wir auch getan – und es damit gut sein lassen – das haben wir nicht, d.h. zunächst haben wir das auch getan. Auch das ist ein Indiz dafür, daß Multikulti nicht direkt mit der Nazizeit zusammenhängt, denn erst als der ganze Westen sich in Selbstbeschuldigungen suhlte, haben wir angefangen, die Nazizeit aufzuarbeiten und sie zu unserem persönlichen Selbstbeschuldigungs-Apparat zu machen. Wenn wir die nicht gehabt hätten, hätten wir wie die anderen Westler eben was anderes genommen.

Die Japaner hingegen haben nicht die geringste Befürchtung, ohne islamische oder sonstige Drittwelt-Zuwanderung wieder zu den Bösewichtern des 2. Weltkriegs zu mutieren. Sie wollen es einfach nicht und tun es einfach nicht. Dabei ist Japan keineswegs kulturell abgeschottet. Sie übernehmen sehr viel Westliches. Kürzlich hat ein (japanischer?) Kommentator bei PI berichtet, dass blonde und rothaarige Europäer und Amerikaner als „Priester“ engagiert werden, um Liebespaare in einer christlichen Ehe zu „trauen“, was natürlich nur ein Party-Spiel ist und keine rechtliche Eheschließung darstellt, insbesondere an Weihnachten soll das eine übliche Vergnügung sein. Auch die Figuren in Mangas, den japanischen Cartoons, zeichnen sich durch riesengroße (überzeichnet europide) Kulleraugen aus (Bild), offenbar gilt das als Schönheitsideal, obwohl es überhaupt nicht mit der japanischen Physiognomie übereinstimmt. Auch bei uns haben Karikaturfiguren große Augen, aber wir übertreiben es bei weitem nicht so.

 

Und sie lieben unsere klassische Musik, während unsere Jugend mit Gangsta-Rap beschallt wird. Sie haben durchaus ihre kulturell offenen Marotten, aber sie pflegen sie untereinander und nicht dadurch, daß sie ihre Grenzen für die europäische Unterschicht öffnen, ganz zu schweigen von der islamischen.

Die Geburtenrate in Japan ist sogar noch geringer als die europäische und es ist zu vermuten, dass sie auch damit zu schaffen haben werden, dass wenige junge Menschen eine große alternde Bevölkerung finanziell und pflegerisch versorgen müssen. Ich traue ihnen zu, dass sie sich dessen bewusst sind und ruhig planen, wie sie damit zurechtkommen. Sie kommen aber nicht auf die Idee, hysterisch alles rein zu lassen, was rein will und es der Bevölkerung zuerst als demographische Notwendigkeit anzupreisen und später als eine Art Naturgewalt. Wir haben inzwischen das Stadium erreicht, in dem wir Zuwanderung als Naturphänomen sehen, das ganz normal ist und das man bestenfalls ein bisschen steuern kann, dessen Notwendigkeit aber keinesfalls prinzipiell in Frage stellen darf. Und selbst wenn man an der Notwendigkeit zweifeln würde, bleibt immer noch der Gedanke, dass es nicht unser Recht ist, keine Zuwanderung zu haben.

Und doch haben wir deutlich und klar das Beispiel Japans und Südkoreas vor Augen, wo das ganz offenbar wunderbar geht, und zwar ohne dass sich die ganze Dritte Welt, die UNO, die NGOs und die islamische Umma darüber empören und den japanischen und südkoreanischen Rassismus in Grund und Boden verdammen.

Was haben die, was wir nicht haben?

An den Moslems liegt es nicht. Die würden mit wehenden Fahnen auch ins reiche Japan einwandern, dort Parallelgesellschaften bilden, Moscheen bauen, sich vom Steuerzahler aushalten lassen, ungläubige japanische Schlampen bespringen und meckern, dass man sie nicht ausreichend „respektiert“. Aber sie tun es nicht. Sie scheinen ganz offenbar noch nicht mal zu denken, dass sie das eigentlich dürfen sollen müssten und dass es eine schreckliche Diskriminierung darstellt, dass man sie nicht lässt. Und dass die Entfernung zum islamischen Kernland zu groß ist, ist keine Erklärung. Kanada und Neuseeland sind noch viel weiter weg und da schaffen sie es auch hin.

Was hat Kanada und Neuseeland, was Japan nicht hat?

Eine europide Bevölkerung? Eine westliche Kultur? Christentum?

Etwas anderes fällt mir nicht ein. Und es wird offensichtlich, dass es eines dieser drei Dinge oder alle drei zusammen sein müssen, die dazu führen, dass man der Ansicht ist, wir müssten kulturell (nicht mit Kulturgütern sondern mit Personen) bereichert werden, weil wir alleine einen Dreck wert sind. Und das ist schon ein enormer verinnerlichter Selbsthass. Oder?

Kommentare aus dem Originalstrang von „Acht der Schwerter“:

  • 1) Kommentar von D. N.Reb

6. November 2007 @ 15:23

Ich weiß es auch nicht.

Ich weiß nicht, was die reitet. Und damit meine ich unsere Politiker, die Presse, die, die sich links nennen. Es kann auch keine Buße für die NAZI-Zeit sein. Die DDR ist prima ohne solchen Selbsthass zurechtgekommen. Sie hat sich sogar, als die Differenzen mit den Führern der Sowjetunion zunahmen, stärker auf die deutsche Identität besonnen.
Ich war todunglücklich als die DDR kapituliert hat. Ich wollte kein Deutscher sein, sondern nur noch Europäer, weil die BRD für mich das Reich des Bösen darstellte.

Aber ich hatte den Grund, weil meine Illusionen zerstoben waren. Futsch war der Traum einer gerechteren Welt. Welchen Grund, ihre Heimat zu hassen haben die Eliten in den Staaten, die Du aufgezählt hast?

Ich kapiere das einfach nicht. Das ist wirklich zu hoch für mich. Ich glaube, die Körperfresser-Erklärung ist noch die, die am plausibelsten klingt.

  • 2)  Kommentar von Bokito

6. November 2007 @ 15:28

Die Japaner haben anscheinend keine Dressur-Elite, die an allen wichtigen Schaltstellen sitzt. M.E. haben hassen sich die meisten Westeuropäer nicht selbst. Sie sind nur mundtot gemacht worden von einer kleinen, aber lautstarken Minderheit. Übrigens glaub ich auch nicht, daß sich Leute wie Claudia Roth oder Günther Grass selbst hassen, sie sind ja die Guten, dies dem neurotischen Michel regelmäßig mal kräftig besorgen können. Entweder, man spielt das Spiel mit oder schweigt, wie die Mehrheit.

  • 3) Kommentar von Eraser

6. November 2007 @ 15:34

Japan – Was haben die, was wir nicht haben?
Ein zukunftsorientiertes Selbstverständnis, welches sich seiner selbst (seiner Vergangenheit) bewußt ist.
Wir dagegen sind hoffnungslos mit unserer Vergangenheit beschäftigt und konzentrieren uns beim Vorankommen unserer Gesellschaft/Kultur/Lebensart zu stark auf die Ausmerzung vergangener Fehler bzw. deren nicht wieder eintritt.

Die Grundlage für diesen Unterschied meine ich in einer unserer größten Stärken zu sehen. Der methodischen Wissenschaft, die sich immer wieder selbst hinterfragt, ja nur durch permanente Selbstkritik (im weiteren Wortsinne) zu ihren Durchbrüchen kam.
Mit zunehmender Bildung weiter Teile der Gesellschaften, ist die Methodik der Wissenschaft auch maßgeblich für die Gesellschaften geworden. Das Ergebnis: Durch unsere Kultur der Selbstkritik, sehen wir so viele Fehler an uns und haben den moralischen Anspruch an uns selbst dermaßen hochgelegt, das wir uns schon rein aus Vernunftsgründen hassen müssen.
In diesem Kontext betrachte ich auch die Entfernung unserer Kultur von ihrer Religion. Einerseits können wir heilfroh darüber sein, einem Monotheismus wie dem Christentum keinen allzugroßen Einfluß auf die Gesellschaft geschweige denn den Staat zuzugestehen, andererseits wäre die Rückkehr zum Christentum in Bezug auf den Islam ein Segen.
Ich bevorzuge allerdings zur Lösung des Islamproblems das Beharren auf Säkularität und der Überlegung anderer Problemlösungen, als das Wiedererstarken des Christentums.
Vor allem weil sich relativ offensichtlich zeigt, daß die Anwesenheit des Islam mehr ein Symptom, denn die Grundlage unserer Probleme ist.

PS: Das japanische Selbstverständnis könnte man als für uns dringend notwendiges Gut einer anderen Kultur bezeichnen.
Daher sollten wir uns dieses Kulturgut aneignen und unsere Kultur damit bereichern.
Daraus folgt:
Pro-kulturelle Bereicherung durch japanisches Selbstverständnis bedeutet aber Anti-kulturelle Bereicherung durch nahöstliche Wüstenreligion und permanente Fixierung auf den Holocaust…

Gefällt mir.

Werd diese Argumentation in den nächsten Tagen mal in Foren austesten.

  • 4) Kommentar von Feuervogel

6. November 2007 @ 16:37

Ich weiß auch nicht, warum wir so etwas Lächerliches wie “Antirassismusorganisationen” haben. Sowas gibt es ausschließlich im Westen. Ob die ollen Griechen und Römer auf so eine bescheuerte Idee gekommen wären, “Antirassismusorganisationen” zu gründen?

Die Römer hatten gewisse Bedingungen für die Einbürgerung und damit hatte ihre Zivilisation (wenn man Ostrom dazu zählt) 2000 Jahre gehalten! Wir richten dagegen unsere Zivilisation innerhalb weniger Jahrzehnte zu Grunde und dabei ist das vermeintlich Gute der Wegbereiter für das Scheußlichste!

  • 5)  Kommentar von Eisvogel

6. November 2007 @ 18:44

Pro-kulturelle Bereicherung durch japanisches Selbstverständnis

Ja, das ist eine gute Idee. Ich bin neugierig auf die Reaktionen darauf.

Ich glaube, es hat schon etwas mit dem säkularisierten Christentum zu tun. Einerseits haben wir den Glauben abgeschafft, aber die Ethik behalten. Fjordman hat das mal beschrieben: http://fjordman.wordpress.com/2007/04/24/christlicher-hintergrund-der-political-correctness/

Die christliche Ethik legt großen Wert auf Sünde, auf die Tatsache, dass wir alle Sünder sind und es gibt auch das Konzept der Erbsünde, das besagt, dass man auch für die Sünden der Vorväter verantwortlich ist. Das würde vermutlich niemand so direkt ausdrücken, aber es steckt vielleicht unbewusst in uns drin und in den Japanern nicht.

Zusammen mit dem christlichen Glauben führt das aber nicht zur Selbstdestruktion, weil dieser auch die Erlösung beinhaltet. Der Glaube ist aber weg und die Ethik noch da. Und deshalb sind wir uns der Sünde bewusst, kennen aber die Erlösung nicht, und suchen daher die Perfektion.

Es geht natürlich von den “Eliten” aus, aber ich glaube nicht, dass sie es alleine sind, es sieht eher aus wie eine Katze, die sich in den Schwanz beißt. Politiker sind keine Außerirdischen, die ganz anders sind als wir, sie kommen schon aus dem Volk. Ich glaube, da wäre schon mancher, dem das alles auch nicht passt, aber er fürchtet sich vor der Reaktion, wenn er es ausspricht.

  • 6) Kommentar von Katschak

6. November 2007 @ 19:22

Wir sind hassenswert und müssen “verdünnt” werden weil:

- Kolonialismus
- Kreuzzüge
- Holocaust
- post-koloniale Ausbeutung der Drittweltressourcen
- Kapitalismus
- Klima
- usw., usw.

und wir haben etwas aufgegeben, das die Japaner immer noch haben:

LEISTUNG

Du zählst in Japan nur wirklich dann, wenn Du 80-Stunden-Wochen schiebst und dabei auch wirklich noch was auf die Beine stellst.

Ist das ein abschreckendes Umfeld für den durchschnittlichen Mohammedaner, oder WAS?

Japan: Leistung, Disziplin, Selbstbeherrschung, Geduld, Freundlichkeit, Bildung, Fortschritt, usw.

In meinen Augen, ganz klar moslemische Tugenden.

  • 7) Kommentar von Pit

7. November 2007 @ 0:52

Ganz klasse Beitrag mit den wichtigsten Aspekten der Sache sowie sehr genau ausdifferenziert, durch die Vergleiche mit Japan.

Und für mich auch das wichtigste Thema überhaupt, Zuwanderung, die Frage nach ihrer Berechtigung.

Ergo muß dieser Beitrag exemplarisch herangezogen werden für eine Haßkampagne gegen Eisvogel, als Beweis dafür, daß Eisvogel ein Nazi, Rassist, Antisemit ist, zu Haß und Gewalt aufruft, das Böse ist. Besonders Kommentator rational und auch Herr Ramon Schack werden jetzt endgültig die Identität Eisvogels an mohammedanische Organisationen weiterleiten müssen, denn jetzt ist das Faß wirklich übergelaufen und die Konsequenzen hat sich Eisvogel jetzt aber wirklich so was von selbst zuzuschreiben, und die Konsequenzen sind nunmal klar, Ermordung, aber das ist ja auch voll verdient.

Nun zum Thema:
ohne langes Nachdenken: ich dachte immer, daß hier eine Magie herrscht, eine karmische Magie, ein Magnetismus des Ausgleichs: daß die bösen Taten von einst, die europäische Arroganz und Herrschaftsanmaßung (ohne Ironie), jetzt diese kollektive Selbstbestrafungshaltung bewirkt. Inwieweit das kaum mehr rational verstehbar ist oder inwieweit man das mit Sensibilität einfach in den Seelen wirklich aufdecken könnte, weiß ich nicht.

Aber vielleicht greift das zu kurz, wie der Vergleich mit Japan zeigt und daß sie früher auch die Bösen waren. Ist das schon detailliert genug analysiert, oder gibt es doch Unterschiede?
Oder gibt es nur den Ausschlag, daß die Europäer durch christliche Prägung die Schuldidee haben und darum ihre Bestrafung wünschen, ist es also kein karmischer Zwang, sondern doch nur kulturell bedingt??

Aber mein Vermuten war immer: karmisch-magischer Magnetismus.

Eisvogel, du erwähntest, daß du dich mit Magie befaßt hast und sie dir völlig plausibel wurde. Zum Beispiel die Magie des Wünschens. Was kannst du denn aus dieser Sicht dazu sagen?

P.S.: kennzeichnend finde ich immer: Zuwanderung ist Bereicherung. Und doch wird ohne Bedenken von den Gutmenschen anerkannt, daß es eine Bestrafungsaktion für den Weißen Mensch ist und es wird sich mit Genugtuung die Hände gerieben, wie sehr sich die europäischen Bevölkerungen tatsächlich von der Zuwanderung bestraft fühlen. Dem Gutmensch ist also völlig klar, WIE die Zuwanderung aufgefaßt wird.

  • 8) Kommentar von Katschak

7. November 2007 @ 1:25

@ # 1 DN REB

was hat’s mit den “Körperfressern” auf sich?

Habe ich irgendwo ein Stück Popkultur verpaßt?

  • 9)  Kommentar von Eisvogel

7. November 2007 @ 2:27

was hat’s mit den “Körperfressern” auf sich?

Du bist eindeutig nicht primitiv genug für uns Leute, die jedes B-Movie und jede TV-Serie kennen
Aber wir sind gutmütig und tolerieren das.

Die Körperfresser sind nur EIN Beispiel der reichen alten und neuen Unterhaltung, die manchmal vordergründig billig wirkt und doch einen Hintergrund hat.

Ich vermute, D.N.Reb und ich könnten stundenlang drüber diskutieren, welche Völker und Personen aus dem StarTrek-Universum welche Völker, Staaten oder Ideologien in der echten Welt symbolisieren.

Vor einiger Zeit habe ich im Fernsehen einen primitiven Film gesehen, wo ich die ganze Zeit dachte: Die Außerirdischen sind wie die Moslems. Lustigerweise wurde das dann auch von anderen in einem Forum (oder bei PI?) so gesehen, was mir gut getan hat. Es ist immer angenehm, wenn man eigene Gedanken von anderen formuliert sieht. Und Die Matrix! Und The Stand! Und die ganzen Märchen von Schneeweißchen und Rosenrot (Irak), Frau Holle (Nahost-Konflikt) und Der Wolf und die 7 Geißlein (ich möchte das kleine Geißlein im Uhrkasten sein)….

Unsere Belletristik weiß viel. Früher war Kunst das, was dem Volk gefiel. Das war sehr gute Kunst. Heute ist Kunst das, was der Staat subventioniert. Das ist nicht soooo gut. Aber es gibt immer noch die Underground Kunst-Welt, die einen schlechten Ruf hat, aber trotzdem einfach so läuft, ohne dass es den Nanny-Staat und sein ödes “Kunstverständnis” was angeht. Zum Beispiel: die Körperfresser.

@Pit: Danke für Deinen sehr interessanten und guten Kommentar. Ich gehe noch auf Deine Fragen ein. Aber morgen.

  • 10) Kommentar von Time

7. November 2007 @ 2:55

Hallo,

leider haben sie sich (getreu ihrem Auftrag, die GANZE Welt zu beherrschen, damit endlich Frieden ist – so wie im Irak undundund) auch schon in Japan festgekrallt:

Das schildert der Baron bei Gates of Vienna unter http://gatesofvienna.blogspot.com/2007/08/islam-in-land-of-rising-sun.html

Weil ich sie grade zur Hand habe, folgend aktuelle Zahlen (besser relativ aktuelle, da die hohe Vermehrungsrate der M. unberücksichtigt bleibt) aus Europa vom (mohammedanistischen) “Zentralinstitut Islam-Archiv-Deutschland” in Soest vom 3. Mai 2007.

In Europa leben demnach gegenwärtig 53.713.953 M. Davon in der Europäischen Union 15.890.428.

In Westeuropa 12.387.927 M.: ANDORRA 400, Belgien 400.000, Deutschland 3.293.000, Frankreich 5.500.000, Großbritannien 1.500.000, Irland 4.000, Liechtenstein 1.527,Luxemburg 9.000, Niederlande 1.000.000, Österreich 350.000, Schweiz 330.000.

In Nordeuropa 462.321 M.: Dänemark 117.000, Finnland 15.000, ISLAND 321, Norwegen 80.000, Schweden 250.000.

In Südeuropa leben 1.716.500 M.: Italien 1.000.000, Portugal 12.000, Spanien 700.000, Malta 4.500.

Südosteuropa insgesamt 14.134.225 M.: Albanien 2,1 Millionen, Bosnien-Herzegowina 2 Millionen, Bulgarien 1,1 Millionen, Griechenland 140.000, Kroatien 56.777, Makedonien 750.000, Rumänien 150.000, Slowenien 47.448, Serbien 1.600.000, Tschechien 20.000, europäische Türkei 5.900.000, Ungarn 70.000, Zypern 200.000.

Rußland weist unter den europäischen Staaten den höchsten m. Bevölkerungsanteil aus: 25 Millionen. Hinzu kommen LETTLAND 380, Litauen 5.100, Polen 7.500 – insgesamt 25.012.980.

Bestürzt aber (zumindest auf theoretischer Ebene) kämpferisch,

Time

  • 11) Kommentar von kinbaku

7. November 2007 @ 11:09

Vor einiger Zeit habe ich im Fernsehen einen primitiven Film gesehen, wo ich die ganze Zeit dachte: Die Außerirdischen sind wie die Moslems.
Es ist schon eigenartig, die wenigen Dinge die ich mir Fernsehen anschaue, politische Sendungen natürlich ausgenommen, bringen mich auch immer zu ähnlichen Vergleichen. War dieser Film evtl. die Neuverfilmung von “Battlestar Galactica”? Für mich jedenfalls waren die Übereinstimmungen mit der Realität frappierend.

kinbaku

  • 12) Kommentar von Time

7. November 2007 @ 15:58

Hallo kinbaku,

angeblich heißen in den USA Ausländer im normalen Sprachgebrauch “Aliens”.

In den SF- und Fantasyfilmen werden bestimmt in hohem Maße die (nur zu berechtigten) Urängste der Seßhaften vor den Nomaden verhandelt. Der Schriftsteller Bruce Chatwin (http://de.wikipedia.org/wiki/Bruce_Chatwin) hat m. E. die Unruhe der Nomaden, die nur durch den beruhigenden Glanz des Goldes gemildert werden kann, höchst eindrucksvoll (allerdings positiv) beschrieben.

Vielleicht sollten wir in Zukunft – statt von Mohammedanisten, Musels oä – lieber, wenn wir Optimisten sind, von Klingonen oder aber gleich von Orks sprechen.

Viele Grüße,

Time

  • 13) Kommentar von J. S.

7. November 2007 @ 16:46

Hihi Kinbaku. Da klingelt doch etwas. Das ist auch etwas, was die Japaner erfunden haben. Die Moslems haben das nicht. In Burka sähe das auch wohl besch…euert aus.

Ich glaube nicht, daß der Islam große Chancen hat, bei den Japanern zu landen. Dazu sind die Unterschiede doch zu hoch. Ein konvertierter Japaner müßte viel zuviel seiner eigenen Kultur aufgeben. Vor allem die Frauen. Denn die sind traditionell die Herrinnen im Hause. So sehr, daß sie das gemeinsame Konto verwaltet, auf das der arbeitende Ehemann einzahlt. Er bekommt von ihr dann etwas Taschengeld, um abends mit den Kollegen mal einen trinken gehen zu können (habe ich mal gehört). Das wäre bei einer echten Moslemfamilie wohl unmöglich.

Ansonsten finde ich, daß der Islam die größte Ähnlichkeit mit den Borg hat. Ein Kollektiv, keine eigenen Leistungen, andere Kulturen werden assimiliert und dienen so dem herrschenden Kollektiv. Wenn es sich nicht weiter ausdehnen kann, bricht es zusammen.

  • 14) Kommentar von kinbaku

7. November 2007 @ 17:17

Richtig J. S., es wurde von den Japanern, genauer von den Samurai erfunden. Im Kimono macht es aber eine ganze Menge her… Kennst Du es?

Dabei fällt mir ein, weil wir gerade das das Thema Fernsehen gestreift haben, das der letzte Film den ich im Fernsehen verfolgt habe “Der letzte Samurai” war.
Ich kenne die Borg bzw. Enterprise nicht gut genug, habe das aber schon öfter gehört. Ob allerdings die Macher von Enterprise & Co das beabsichtigt hatten bezweifle ich stark.

Aber um zum Thema des Artikels zurückzukommen. Ich kenne einen Deutschen, der jetzt seit vielen Jahren in Tokio lebt und arbeitet. Von ihm weiß ich, daß fremde Religionen in Japan keine Chance haben. Selbst das in früheren Jahrhunderten einflußreiche Christentum führt nur ein Nischendasein. Japaner sind viel zu stark in ihren Traditionen, die ihnen auch nach dem WKII von niemandem genommen wurden, verwurzelt. Selbst wenn es ein paar Mohammedaner schaffen würden in Japan Fuß zu fassen, würde es keine Konvertiten geben. Und keine Alimentierung vom Staat. Also was sollten die dann dort? Sich selbst um ihren Lebensunterhalt kümmern?

  • 15) Kommentar von Thatcher

7. November 2007 @ 17:30

Wenn man fragt, was die Japaner uns voraus haben, weshalb sie die Muslime nicht bei sich im Land haben, dann sucht man doch nach wie vor die Ursache bei sich.

Japan hatte – als Inselland gegenüber dem nicht immer friedlichen China – schlechte Erfahrungen mit ausländischen Einflüssen. Gegen eine chinesische Invasion rettete sie im Mittelalter gar nur ein Sturm. Später richteten sie fast alle christlichen Missionare hin und schlossen das Land 180 Jahre lang für alle Ausländer. Die Japaner haben danach zwar bemerkenswert viel von der westlichen Welt übernommen, doch die Skepsis gegenüber dem Wirken von Ausländern sitzt bei ihnen immer noch tief. Genaugenommen ist Japan sehr fremdenfeindlich.

Seit ich Machiavellis “Fürst” gelesen habe, glaube ich nicht mehr an Zufälle in Dingen der großen Politik. Hinter allen größeren, insbesondere langfristigen und länderüber-greifenden Entwicklungen, steckt zwangsläufig ein mächtiger Wille. Wem gehört er? Heute gehört er zweifellos den Muslimbrüdern, die sich gleich einem Pilz an allen wichtigen Stellen Einfluß verschafft haben: im Euromed, in der OIC, in der UNO, in der OPEC. Der Prozeß wird von den Muslimbrüdern mittlerweile getrieben, aber sie wären nicht in der Lage gewesen, derart das Ruder zu übernehmen, wenn wir, der Westen, ihnen nicht die Gelegenheit dazu gegeben hätten. Die Ölkrise war die erste dieser Möglich-keiten, und unsere korrupten Eliten, die mit der MB-Elite gemeinsame Sache machen, hört nicht auf, weitere Gelegenheiten für die islamische Übernahme des Westens zu schaffen.

Was wir – leider – haben, ist eine illoyale, lügnerische, käufliche und höchst unmoralische Elite, die die Demokratie – nach Karl Popper die Möglichkeit, die herrschende Politik durch Wahlen zu ändern – de facto beseitigt haben und die um des eigenen Machtvorteils sowie des finanziellen Vorteils die Interessen der Schwachen verraten haben. Die Interessen unserer politischen und finanziellen Elite decken sich stärker mit denen der moslemischen Elite denn mit denen der Angehörigen der eigenen Völker, die sie hassen. Sie halten sich selbst für moralisch überlegen und ihre erzieherischen Maßnahmen gegenüber den einfachen Menschen für gerechtfertigt. Dabei vermischen sich mehr und mehr die Bereiche von legaler und illegaler Wirtschaft, Politik, Religion, Verwaltung, Justiz und Medien, die alle auf irgendeine Weise von diesem System begünstigt sind, so daß keiner der Beteiligten mehr irgendeine Rechenschaft ablegen muß.

Es gibt aber außer Japan noch ein anderes Land, in dem diese dekadente, ins Despotische und Kleptokratische weisende Elite nicht so schädlich gewirkt hat wie in Europa: Israel. Und in Israel hat es etwas anderes, das es in Europa gab, ebensowenig gegeben wie in Japan: Die schleichende Revolution der maoistischen ‘68er fiel einfach aus, da man dort andere Sorgen hatte als den Vietcong zu unterstützen und diverse Revolutionen zu betreiben. DIE haben wir, die Japan und Israel NICHT haben. Indem diese in allen westeuropäischen Ländern, zuvorderst Frankreich und Deutschland, zur Elite aufgestiegen sind und insbesondere die EU als erstklassiges Instrument zur Verwirklichung ihrer Pläne entdeckt haben, haben sie alle Möglichkeiten gewonnen, ihren Hass auf die eigenen Volks- und Kulturangehörigen auszuleben. In ihrer marxistisch-freudianistischen Hybris glauben sie anscheinend bis heute, die Moslems genauso dressieren zu können, wie sie es mit uns gemacht haben, und merken nicht, wie sie von den Muslimbrüdern ausmanövriert, aus Machtpositionen langsam verdrängt und hinters Licht geführt werden. Sie wurden geholt aus Gründen, die heute kaum noch von Bedeutung sind, dann gefördert als destruktives Werkzeug gegen die letzten Widerstandsnester der bürgerlichen Kultur, doch tauschen nun allmählich islamisches Werkzeug und ‘68er Werkzeugbenutzer die Rollen. Die Muslimbrüder haben das Heft in der Hand und werden es nicht mehr kampflos hergeben.

  • 16)  Kommentar von Bokito

7. November 2007 @ 20:00

@Thatcher: danke für deinen klaren Gedankengang und die Ausführung. Mein Kommentar #2 ist leider zu flach geraten. Ich bin kein Anhänger von Verschwörungstheorien, aber in diesem Fall sehe ich schon ein unseliges Zusammenspiel verschiedener Zahnräder …

  • 17) Kommentar von katschak

7. November 2007 @ 20:06

@ Thatcher

diesmal bist Du mir entweder drei Schritte voraus oder aber irgendwo falsch abgebogen …

Kannst Du das mal unterfüttern?

  • 18)  Kommentar von Bokito

7. November 2007 @ 20:14

übrigens hat Israel einen moslemischen Bevölkerungsanteil von in etwa 20 %.

  • 19) Kommentar von kinbaku

7. November 2007 @ 20:41

Dies paßt irgendwie hierher find ich. Besonders der letzte Abschnitt sagt sehr viel aus.

Bernd Niquet

Auch an diesem Morgen hat die Mutter ihre Kinder in die Schule gebracht. Im Park neben der Schule sind die Drogenhändler bereits wach. Zwei Polizisten kommen vorbei, und es ergibt sich ein kurzes Gespräch. Schon über zwanzig Mal haben die Polizisten die Drogenhändler festgenommen. Doch exakt genauso oft sind sie anschließend sofort wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Die Verbitterung und Verzweiflung ist verständlicherweise groß. Irgendetwas hat sich verändert. Früher war das nicht so.

Anschließend fährt die Frau, ihren Vater im Pflegeheim besuchen. Alle zwei Tage geht sie dort vorbei, denn ihr Vater hat Alzheimer und niemand weiß, wie lange er sie noch erkennt. Der Pförtner wartet bereits und drückt ihr einen dicken Briefumschlag mit Arztrechnungen in die Hand. So ist das jedes Mal. Für jede Stunde, die die Frau bei ihrem Vater ist, muß sie in etwa die gleiche Zeit aufwenden, um den Papierkrieg mit den Ärzten und der Krankenkasse abzuwickeln. Irgendetwas hat sich verändert. Früher war das nicht so.

Vor kurzem ist entschieden worden, daß die Frau zur gesetzlichen Betreuerin ihres Vaters ernannt wird. Wirksam wird das allerdings nur, wenn sie dem Gericht eine lückenlose Vermögensaufstellung ihres Vaters vorlegt. Das bedeutet, von drei Banken und zwei Fondsgesellschaften auf den Stichtag terminierte Bescheinigungen anzufordern, die Kosten zu tragen, sowie andere Wertgegenstände aufzulisten und notariell beglaubigen zu lassen. Doch was geht das Gericht das eigentlich an? Irgendetwas hat sich verändert. Früher war das nicht so.

Die Frau weigert sich. Dem Richter gegenüber gibt sie an, sich persönlich dafür zu verbürgen, daß ihre Angaben korrekt sind. Aber sie will keinen Notar und keine kostenpflichtigen Vermögensaufstellungen. Der Richter erklärt daraufhin, daß in diesem Falle das Gericht einen anderen Betreuer bestellen würde. Irgendetwas hat sich verändert. Früher war das nicht so. Die Drogenhändler werden freigelassen, und am normalen Bürger wird der Kontrollzwang ausgelebt.

Als die Frau nach Hause kommt, ruft sie beim Finanzamt an. Sie hat gesehen, daß ihre Werbungsausgaben nicht anerkannt worden sind, obwohl sie sie korrekt angegeben hat. Leider jedoch sei der Termin für einen Einspruch bereits vergangen, sagt die Dame aus dem Finanzamt. Ja, sagt unsere Frau, aber sie wolle ja jetzt nicht nachträglich etwas einreichen, sondern das, worum es gehe, stehe ja von Anfang an klar auf dem Papier. Trotzdem, beharrt die Finanzbeamtin. Resigniert beendet unsere Frau das Telefonat. Natürlich muß es Fristen geben, aber ist das nicht irgendwie Betrug? Das Finanzamt hat einen Fehler gemacht, doch es muß diesen Fehler nicht korrigieren, weil der Bürger es erst später als einen Monat gemerkt hat?

Irgendetwas hat sich verändert. Früher war das nicht so. Und unsere Frau spürt ein Gefühl, das vielleicht ungerecht ist, aber es ist ein vehement starkes Gefühl, daß es sich kaum noch unterdrücken läßt: Wenn schon sie selbst, der es doch eigentlich rundherum sehr gut geht, so einen Hass auf diesen Staat hat, was soll dann eigentlich mit all den anderen sein, die hier leben und denen es nicht so gut geht wie ihr selbst?

  • 20) Kommentar von J. S.

8. November 2007 @ 0:27

@Kinbaku: Ich kenne es nur von Bildern, Manga etc. Meine Freundin konnte ich aber noch nicht zum Experimentieren überreden

Bezüglich Japan und Islamimmunität: Hier z.B. sieht man, daß es doch ein paar Ausnahmen gibt:

http://www.youtube.com/watch?v=QNokTKAGsTw (und z.T. die anderen Videos rechts)

  • 21)  Kommentar von Shahirrim

8. November 2007 @ 3:52

Schöner Text, ich glaub bei PI kam diese Frage auch mal kurz nebensächlich auf.

Eine Erklärung habe ich auch nicht, aber ich habe mir mal ein paar Gedanken gemacht, denen ich hier jetzt freien Lauf lasse:
Ich glaube, bei den Japanern ist es ihr Wesen. Ich habe dort die Vereidigung des Ex-Ministerpräsidenten Abe und den seines Nachfolgers gesehen. Da war etwas, was in Deutschland nie passieren würde. Der Herr Abe verneigte sich vor Kaiser, Parlament und seinem Vorgänger. Meine kleine Schwester fand’s toll. Ich auch! Aber bei mir kamen SOFORT UNFREIWILLIG Gedanken auf, daß das doch ziemlich albern sei. Diese kamen regelrecht automatisch, ich glaube es war das europäisch westliche Überlegen-heitsgefühl, das uns anerzogen wurde. Wir sind eben über einen Traditionismus erhaben.
Aber dann habe tiefer darüber nachgedacht und dachte, man. Die Leute haben etwas, was wir (fast) nicht mehr haben und was uns Muslime immer vorwerfen. Respekt, Ehre und Achtung des anderen und sich selbst gegenüber.
Dieser Respekt, diese Ehre und diese Achtung kann nur aufgebracht werden, wenn man keinen Selbsthass in sich führt. Sicher gibt es dort (in Japan nicht mehr so, denn es wurde ihnen, wenn auch nicht ganz erfolgreich, versucht auszutreiben nach dem 2. Weltkrieg) im Asiatischen Raum diese Mentalität in einen Überfluß, wie wir Europäer ihn mit Sicherheit nicht haben wollen. Das ist der Gehorsam aus Respekt dem Anführer oder Kaiser/König gegenüber. Was das Staatsoberhaupt sagt, wird befolgt. So ist beispiels-weise in Thailand eine Beleidigung des Königs eine tiefe Verletzung eines Thailänders und die Leute würden ohne zu zögern dich der Polizei übergeben oder verprügeln (wurde mir glaubhaft versichert). Wenn der König von Thailand sagen würde: “Liebe Thailänder, trennt euren Müll!” würden sie es sofort aus Respekt ihrem Staatsoberhaupt gegenüber tun. Wo würde dieses Verhalten einer europäischen Monarchie gegenüber zu finden sein? Richtig, nirgendwo. Hier ist Majestätsbelustigung eine Art Kult geworden. Er hat sich aber so weit ins andere Extrem verkehrt, daß man den Respekt voreinander verloren hat.

Ich bin ebenfalls nicht dafür, daß man kritiklos macht, was das Staatsoberhaupt sagt. Bei den Japanern war dies keine Frage. Sie haben im 2. Weltkrieg ihr Leben für ihren Kaiser aus Gehorsam und Respekt. Sie waren es, die die ersten Selbstmordangriffe durchführten (Kamikaze). Nur deswegen haben sich die Amerikaner nach Kriegsende nicht getraut, den Kaiser als Kriegsverbrecher anzuklagen, da man Unruhe und einen erneuten Widerstand der Japaner befürchtete.

Nun zurück zu den Moslems. Warum haben sie es in einer solchen Gesellschaft schwer? Schließlich haben sie die Selbstmordangriffe erfolgreich übernommen und ins Gigantikum pervertiert (11.9.2001)! Es gibt eben den Unterschied des Wesens zwischen Japanern und Muslimen. Ich denke das ist so: Japaner haben vor anderen Menschen Respekt. Sie haben Tugenden wie Ehre und Gehorsam. Muslime hingegen kennen nur Hass und Verachtung, Ausbeutung und Zerstörung. Sie werfen Menschen wie uns Europäern vor, ehrlos zu sein. Dies können sie auch relativ erfolgreich, da wir unsere Tugenden nicht auf ein gesundes Maß reduziert haben, sondern nahezu vollständig vernichtet haben. In Japan wären diese Vorwürfe völlig lächerlich, da diese keinem Selbsthass verfallen sind. Die Muslime hätten dort keine Chance, sich erfolgreich als friedlich zu verstellen, denn das gesamte Japanische/Asiatische Wesen ist von Erziehung her viel friedlicher. Die Japaner betreiben auch keinen Sündenstolz, sie haben einen Schlußstrich unter ihre Vergangenheit gezogen (der uns meiner Meinung nach ebenfalls sehr gut tun würde).
Aus einem gesunden Wesen, das Ehre, Respekt und (gesunden) Gehorsam hat, wächst eine starke Gesellschaft. So sind z. B. auch die Morde in Japan eine der niedrigsten im Vergleich zu anderen westlichen Gesellschaften. Und es macht stark vor äußeren Gefahren und im Gegenzug abschreckend für unmoralische Ehrenmänner, wie es die Muslime sind.

@ Eisvogel
Zitat Eisvogel:
Welche kulturelle Bereicherung (vergleichbar der Windmühle) haben wir von Türken und Arabern in den letzten 40 Jahren gebraucht? Mir fällt keine einzige ein.
Zitat Ende:

Die arabischen Zahlen vielleicht. Sonst fällt mir auch nichts ein.

Seid wann ist denn “Die Körperfresser kommen!” ein B-Movie? Mir als Hobbyfilmkritiker auf http://www.filmstarts.de/produkt/37808,Die K

  • 22)  Kommentar von Friedel B.

8. November 2007 @ 6:41

Der Hass, den Sie beschreiben, kinbaku, ist – wie ich glaube – ein anderer als der, auf den Eisvogel und die anderen Kommentatoren wie beispielsweise Thatcher hinweisen. Daß ausgerechnet die Leute, die in ihrem Amtseid dem Sinne nach beteuert haben, “Schaden vom deutschen Volke abzuwenden und seinen Nutzen zu mehren”, offenbar alles daran setzen, unseren Alltag durch Regulierungswut und Gängelei auch im Kleinsten und Privatesten immer schwieriger zu gestalten, erfüllt wahrscheinlich jeden davon Betroffenen mit hilfloser Wut. Eisvogel meint aber etwas völlig anderes, nämlich einen Selbsthass, der sich auf eine angeblich den Westlern aufgrund einer angeborenen Schlechtigkeit innewohnende Erbsünde (Imperialismus, Kolonialismus, Kapitalismus, Umweltzerstörung, Fremdenfeindlichkeit, Überlegenheitsdünkel etc. etc.) stützt. Ich frage mich in diesem Zusammenhang allerdings oft, inwieweit wir die genannten und permanent zu vernehmenden Schuldvorwürfe tatsächlich verinnerlicht haben. Während nämlich die von Ihnen, kinbaku, beschriebene Wut von den allermeisten, mit denen ich spreche, von ganzem Herzen geteilt wird, ist das bei den Schuldvorwürfen oftmals nicht der Fall. Es bestätigt sich vielmehr zumeist die alte Erfahrung, daß man Intellektuelle nicht nur als Leute definieren kann, die von der Realität keine Kenntnis nehmen, sondern auch als solche, die zwar angeblich die Sorge um das unmündige Volk umtreibt, in sämtlichen Bereichen der öffentlichen Debatte jedoch diametral anders denken als ihre vermeintlichen Schutzbefohlenen.

Noch eine Anmerkung: Nach gängiger Auffassung müßte der mit Abstand chauvinistischste und fremdenfeindlichste Staat im westlichen Raum Island sein. So weit ich weiß, darf man dort nur einreisen, wenn man die Rückflugkarte vorweisen kann. Anglizismen gibt es nicht; für jeden neuen Begriff (beispielsweise in der Computertechnik) wird von Amts wegen eigens eine isländische Bezeichnung konstruiert. Kaum vorstellbar, was geschähe, wenn bei uns etwa die Aussage “Mein Zwischennetz-Fürsorger ist T-Aufstrich” (statt “Mein Internetprovider ist T-Online”) offizielle Sprachregelung wäre!

@Shahirrim:
Da ich vor rund 60 Jahren eingeschult wurde, weiß ich positiv, daß die arabischen Ziffern (die im Grunde “indische” heißen müßten) nicht erst innerhalb der letzten 40 Jahre ihren Weg zu uns gefunden haben. Die römischen Zahlen (die wir natürlich auch gelernt haben) waren bereits damals echte Exoten.

P.S. Daß ich nicht die geringste Ahnung habe, was unter “Körperfressern” zu verstehen ist, ist eine Bildungslücke, die ich mit großer Fassung trage.

  • 23) Kommentar von kinbaku

8. November 2007 @ 9:09

@J.S. Dies ist übrigens sogar eine Sache, die sehr viel mit dem eigentlichen hier besprochenen Thema hat. Es wurde wohl in der Edo-Periode für Gefangene entwickelt und diente keinesfalls dazu den Gegner zu demütigen. Selbst in der Niederlage konnte ein Japaner noch extrem viel Respekt erwarten und der wurde ihm auch ganz selbstverständlich entgegengebracht. Das sieht man schon allein daran, daß es für unterschiedliche Ränge und Stellungen des Gefangenen verschiedene Bindetechniken und sogar verschiedene Farben der Seile gab. Detaillierter will ich hier nicht darauf eingehen, das hat dann doch mit dem Inhalt von Eisvogels Blog wenig zu tun. In China werden sogar noch heute Gefangene die exekutiert werden sollen, so vorbereitet.
Und noch ein persönlicher Rat J.S.: Nicht wild drauflos experimentieren, es sieht nur einfach aus, ist aber ein ganz großes Erlebnis für beide.

  • 24) Kommentar von Thatcher

8. November 2007 @ 9:41

@katschak

Könntest Du die Stelle, an denen ich “falsch abgebogen” sein könnte, etwas eingrenzen? Das Themenspektrum meines obigen Kommentars ist in der Tat sehr breit, vielleicht zu breit geraten. Aber schließlich wollte ich auch nicht eine wissenschaftliche Abhandlung schreiben, sondern nur meine Auffassung kundtun, was und warum etwas bei uns anders läuft als in Japan oder Israel.

  • 25)  Kommentar von Eisvogel

8. November 2007 @ 10:11

Ich hatte gestern keinen PC, deshalb erst heute die Antwort:

@Pit: Ich hoffe eigentlich nicht, dass jemand mich umbringen will, aber die Bosheit, die bei manchen Leuten sogar übers Internet greifbar ist, erschreckt schon. Da haben wirklich einige im Kampf gegen “das Böse” (wir) jedes vernünftige Maß verloren. Zum Glück sind sie vermutlich machtloser als sie sich aufblasen. Dass solche Leute nie an einflussreiche Positionen kommen können und dass die an einflussreichen Positionen merken, wes Geistes Kind diese Hobby-Gestapo ist, ist auch ein wichtiges Ziel.

Der Islam ist nicht das einzige Problem, es gibt auch andere Formen der totalitären Macht, und manchmal vermute ich sogar, die Moslems dienen als Volk, für das man eine totalitäre Macht braucht und mittels derer man es dem Rest schmackhaft macht, daß es notwendig ist. Deshalb sehe ich die Pädagogik-Bemühungen gegenüber den Moslems skeptisch, insbesondere die Rufe danach, man müsse dies und jenes und sonstwas im Privatleben kontrollieren, um die islamtypischen Menschenrechtsverletzungen zu vermeiden.

Totalitäre sagen nie: “Wir tun das, weil wir böse sind und es uns Spaß macht”. Sie sagen immer, dass sie das Gute im Sinn haben. Ins Satirische überspitzt haben wir irgendwann Überwachungskameras in den Wohnungen, um zu vermeiden, daß der Moslem die Muslima schlägt (und zwar mit Zustimmung eines Teils der islamkritischen Szene). Ich finde es wichtig, dass wir unsere Freiheit wieder als Freiheit vor dem Staat sehen und nicht den Staat als Großen Bruder, der sich als Wahrer unserer Freiheit vor Familienmitgliedern aufspult.

Über Magie möchte ich hier nicht allzu viel schreiben. Ich bin aber ziemlich sicher, dass sie funktioniert (wie? keine Ahnung). Und es ist auch naiv, zu glauben, dass okkulte Praktiken in der Politik nicht gebraucht werden, nur weil die Herrschaften so “aufgeklärt” tun. Ich denke aber nicht, dass Moslems so was anwenden, alle drei Monotheismen verbieten das vehement, und das ist auch kein Fehler.

  • 26)  Kommentar von Eisvogel

8. November 2007 @ 10:41

Sorry, wenn ich “die Körperfresser” falsch einsortiert habe

Es war nicht Kampfstern Galactica, den ich meinte, kinbaku. Ich weiß nicht mehr, wie der Film hieß, es waren Außerirdische, die sich als Menschen tarnten und ein paar Helden, die das merkten, wobei ihnen das natürlich niemand glaubte, vor allem die Politiker nicht.

Daß StarTrek bewusst die irdische Politik ein bisschen nachspielt, glaube ich schon. Die Klingonen sind eindeutig die Russen, als die Wende kam, wurden sie von hinterhältigen Feinden zu schwierigen, aber ehrenhaften Verbündeten, und vor allem sind sie Weltmeister im Saufen. Kapla!

Ich fürchte, wir Deutschen sind die Cardassianer, was schon von Anfang an nicht sehr schmeichelhaft ist, und am Ende von Deep Space 9 verbünden wir uns auch noch mit dem Dominion. Das Dominion sehe ich als etwas detailliertere Form der islamischen Umma (im Gegensatz zu den Borg, es wurde auch später eingeführt). Die Föderation ist natürlich der Westen, wobei die Menschen die Amerikaner sind. Die Romulaner sind die Chinesen, die Ferengi die Japaner und die Bajoraner die Israelis…

…. womit wir einen schönen Übergang zur Welt der Nicht-Spinner haben

@Thatcher: Ich finde es interessant, dass Du Israel ins Spiel gebracht hast. Sie sind im Gegensatz zu den Japanern (und trotz der orientalischen Juden) waschechte Westler und daher leichter mit uns zu vergleichen. Dass sie vernünftiger sind, liegt sicher wirklich nur daran, dass sie 1968 ff keine Zeit und Ruhe zum “Weltverbessern” hatten. Sobald etwas (scheinbare) Ruhe eintritt, macht sich aber auch bei ihnen sofort das Gutmenschenvirus breit, Olmert ist so ein Fall. Und nach dem Sechs-Tage-Krieg hätten sie die Chance gehabt, sich etwas mehr Ruhe zu verschaffen, indem sie die damals noch relativ harmlosen Palästinenser vertrieben hätten. Die wären gegangen, die haben damit gerechnet, denn sie hätten es ja umgekehrt bei einem Sieg auch getan und die Welt (auch die der Moslems) war damals noch nicht so irr wie heute. Damals haben die schon noch gewusst, daß ein verlorener Krieg andere Konsequenzen hat als ein gewonnener Krieg.

Das Judentum trägt die Neigung zu Selbstvorwürfen mindestens genauso in sich wie das Christentum, man merkt das immer da, wo Juden eine Atempause vor dem fast allgegenwärtigen Antisemitismus haben, der ansonsten selbstdestruktives Verhalten nicht zulässt. Das Judentum hat auch eine sehr hohe Ethik. Israel gibt sich sehr viel Mühe, bei jeder Naturkatastrophe hilfreich zu sein (selbst bei Leuten wie den Iranern, die das dann noch frech ablehnen).

Und ich glaube nicht, daß das Kalkül ist, um gut dazustehen – zumindest nicht ausschließlich – da steckt schon auch ein echtes Bedürfnis dahinter, Leid zu lindern.

Wie die Israelis in unserer Situation (weit weniger bedroht) reagieren würden, weiß man nicht.

  • 27)  Kommentar von Shahirrim

8. November 2007 @ 14:19

Wo ist denn der Rest meines Kommentars?

Der hört ja mittendrin auf. Gibt es eine gewisse Begrenzung der Buchstabenanzahl? Zum Glück habe ich ihn in Word gespeichert, hier ist der Rest:

Seid wann ist denn “Die Körperfresser kommen!” ein B-Movie? Mir als Hobbyfilmkritiker auf http://www.filmstarts.de/produkt/37808,Die K

  • 28)  Kommentar von Eisvogel

8. November 2007 @ 16:36

@Shahirrim: Nein, es gibt keine Begrenzung der Buchstabenanzahl und ich habe im Admin-Bereich nachgesehen, da ist der Rest Deines Kommentars auch nicht.

Kann es sein, dass Du Dich beim Link vertan hast und deshalb der HTML-Editor spinnt und etwas abgehackt hat?

Links nimmt er so:

[a href="http://Adresse"]Text[/a]

wobei die Eckklammern durch die Dreiecke ersetzt werden müssen. Die linke durch < und die rechte durch > .

(Ich konnte die Dreiecke nicht verwenden, sonst stünde es nicht im Klartext da sondern hätte einen Link simuliert)

  • 29) Kommentar von kinbaku

8. November 2007 @ 17:51

/37808,Die K

Das ist das Ende des angegebenen Links. Das Problem liegt imho daran das in der Vorlage von @Shahirrim LÜCKEN sind. Normalerweis sind diese durch —>Unterstrich (befindet sich auf der Bindestrichtaste) verbunden. Wenn nun ein Link manuell kopiert wird durch simples abtippen, kann es schon mal vorkommen, das solche UNTERSTRICHE nicht mit übertragen werden. Warum? Links werden immer unterstrichen dargestellt und überdecken solche —>Unterstriche einfach.

  • 30) Kommentar von submarine

8. November 2007 @ 23:42

Kommentar an Thatcher

Ein sehr interessanter Artikel. Darüber muß ich erst einmal nachdenken.

  • 31) Kommentar von Mathis

9. November 2007 @ 13:10

Ende der 80er Jahre brauchten die Japaner für die Herstellung eines Fahrzeugs der Golf-Klasse genau halb so viel Zeit wie Volkswagen in Deutschland.

Eine Erklärung dafür gibt ein Newsletter von “Bürger in Wut” aus dem Jahre 2004 “BIW- Aktuell Ausgabe 12/2004″.

Ausländerzuwanderung ein Fehler?
Aufsehen erregte dieser Tage Helmut Schmidt, der in einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt die Anwerbung von Gastarbeitern in den 60er Jahren als einen Fehler bezeichnete. Auch am Konzept der multikulturellen Gesellschaft ließ der streitbare Altbundeskanzler kein gutes Haar: Mit der Demokratie sei dieses Modell einer multikulturellen Gesellschaft nur schwer zu vereinbaren, sagte der SPD-Politiker. Bislang, so Schmidt weiter, funktionierten multikulturelle Gesellschaften nur dort friedlich, wo es einen starken Obrigkeitsstaat wie z.B. in Singapur gebe. Insofern war es ein Fehler, daß wir zu Beginn der 60er Jahre Gastarbeiter aus fremden Kulturen ins Land holten, meinte Schmidt. Die Multikulti – Schelte von Helmut Schmidt provozierte sowohl bei linken Politikern als auch Wirtschaftsfunktionären heftige Reaktionen. “In den sechziger Jahren habe es zum Zuzug von Ausländern keine Alternative gegeben, empörte sich Ex-BDI-Chef Olaf Henkel im Nachrichtensender n-tv, ohne sie hätte es kein deutsches Wirtschaftswunder gegeben.” Unterstützung bekam Henkel vom amtierenden Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertags, Ludwig Braun. Der bezeichnete es in der “Bild” – Zeitung als einen Fehler, “zu glauben, dies seien alles nur Gäste”. Schließlich müsse es auch in Zukunft die Möglichkeit für deutsche Unternehmen geben, Fachkräfte aus dem Ausland nach Deutschland zu holen. War die Anwerbung von ausländischen Arbeitskräften zunächst in Italien, Spanien und Portugal und später auch in der Türkei tatsächlich unvermeidlich, um die deutsche Wirtschaft an die Weltspitze zu bringen? Die Antwort lautet eindeutig Nein.
Das beste Beispiel, wie eine Industrienation den Personalmangel der 60er Jahre auch ohne Zuwanderung erfolgreich bewältigen konnte, ist Japan. Im Reich der aufgehenden Sonne waren seinerzeit sogar noch weniger Arbeitskräfte verfügbar als in Deutschland. Dennoch kam Arbeitsmigration für Japan nicht in Frage, eine Grundsatzentscheidung, die bis heute von einem breiten gesellschaftlichen Konsens getragen wird. Die japanische Antwort auf die Personalknappheit der 60er Jahre war eine konsequente und zugleich intelligente Rationalisierung, die nicht nur auf technische Innovationen, sondern auch auf neue revolutionäre Organisationsmodelle setzte. Konzepte wie Lean Production, Just-in-time und Qualitätszirkel wurden zwar zum größten Teil von Wissenschaftlern in den USA erdacht, in Japan aber erstmals in die betriebliche Praxis umgesetzt. Die Folge war ein enormer Produktivitätszugewinn, der den Aufstieg des traditionell armen Japan zur wirtschaftlichen Weltmacht begründete. So brauchten beispielsweise japanische Automobilkonzerne Ende der 80er Jahre für die Herstellung eines Fahrzeugs der Golf-Klasse genau halb so viel Zeit wie Volkswagen in Deutschland. Erst nach der Wieder-vereinigung faßten die japanischen Produktionskonzepte auch in der deutschen Industrie großflächig Fuß mit der Folge, daß viele dann überschüssige Arbeitskräfte freigesetzt wurden. Es gab also sehr wohl eine Alternative zur Anwerbung von Gastarbeitern, um die Produktion in der Industrie zu erhöhen und das Wirtschaftswachstum zu steigern. Doch die deutschen Konzernchefs gingen lieber den bequemen Weg. Anstatt in neue Produktions- und Organisationskonzepte zu investieren, setzte man auf Billigarbeitskräfte aus dem Ausland – und konnte sich dabei schon damals auf willfährige und wenig vorausschauende Politiker verlassen, die diese fatale Strategie absegneten. Schuld an der Misere haben aber nicht nur die Verantwortlichen der Wirtschaft, sondern auch die Gewerkschaften. Wären Deutschlands Arbeitnehmer Mitte der 60er Jahre bereit gewesen, nur 1 Stunde pro Woche mehr zu arbeiten, hätte man sich die Zuwanderung von Gastarbeitern weitgehend sparen können. Geradezu grotesk ist die Aussage der GRÜNEN – Politikerin Marie-Louise Beck, die sich in der aktuellen Debatte um die Äußerungen Schmidts zu der Behauptung verstieg, die Gastarbeiter hätten nach dem Krieg mitgeholfen, unser Land wieder aufzubauen . Dabei war der Wiederaufbau (West-) Deutschlands – also die Beseitigung der unmittelbaren Kriegsfolgen – bereits in der ersten Hälfte der 50er Jahren weitestgehend abgeschlossen, also lange vor den großen Zuwanderungswellen. Zur Erinnerung: 1960 lebten gerade einmal 600.000 Ausländer in Deutschland, heute sind es knapp 8 Millionen. Diese Menschen, die man in den 60er Jahren als Gastarbeiter anwarb, wurden als billige Arbeitskräfte für die industrielle Massenproduktion benötigt – und nicht, um die Trümmer wegzuräumen! Das hatten vor allem deutsche Frauen schon unmittelbar nach dem Krieg erledigt. Doch Wirtschafts-bossen und Multikulti – Träumern geht es nicht um historische Tatsachen oder eine vernunftorientierte Ausländerpolitik. Vielmehr wird mit zum Teil an den Haaren herbeigezogenen Argumenten versucht, den politischen Boden für weitere Zuwanderung nach Deutschland zu bereiten und das trotz einer de-facto- Arbeitslosigkeit von 7 Millionen Menschen und den offenkundigen Problemen der Ausländerintegration, mit denen unsere Gesellschaft heute mehr denn je zu kämpfen hat.

  • 32) Kommentar von katschak

9. November 2007 @ 17:16

@ Thatcher # 25

Sorry, habe Deine Frage gerade erst gesehen.

“Falsch abgebogen” war, zugegebenermaßen ein wenig salopp ausgedrückt. Was ich meinte war, daß Dein Kommentar in Teilen sehr nach Verschwörungstheorie klingt. Das sind Worte, die gerne in die Wälder von Oregon führen.

Meinst Du mit “Muslimbrüder” das “Muslim Brotherhood”? Können wir an irgendeiner Stelle eine institutionalisierte Zusammenarbeit der 68er PC-Crowd oder der KomIntern mit diesen Bärten belegen? Und falls nicht, ist Deine Theorie dann nicht nur ein energiefressendes Hirngespinst und ein zeitraubendes Suchen in der falschen Ecke?

Ich frage mich jeden Tag, welche Lösung es gibt, oder wenigstens Lösungsansatz, der nicht nur Stückwerk wäre. Wenn wir deportieren und/oder die Grenzen zumachen, hilft uns das überhaupt nicht, falls wir nicht in einem sofortigen zweiten (oder gleichzeitigen) Schritt das Wesen der Politik grundlegend ändern und übergreifend im gesamten Westen den Staat auf sein gesundes Maß zurückstutzen. Ich glaube nicht, daß es Alternativen dazu gibt, und ich verzweifle gerade an der Machtlosigkeit und Orientierungslosigkeit, in die wir uns haben manövrieren lassen.

Dieses Dilemma ist jenseits von Wahlen und parlamentarischer Demokratie.

Oder?

  • 33) Kommentar von Thatcher

9. November 2007 @ 22:02

@Katschak

Ich meine mitnichten eine “institutionalisierte Zusammenarbeit”, wenngleich der ganze Euromed bzw. der Barcelona-Prozess durchaus in diese Richtung weist. Sondern ein mehr oder weniger unabgestimmtes Zusammenwirken verschiedener machtvoller Bewegungen aufgrund gemeinsamer Interessen.

Im Westen herrscht der Zeitgeist der P.C. vor, in dem Sinne, daß zwar nicht die Mehrheit der Menschen so denkt, sondern die mediale, politische, institutionelle und finanzielle Elite, die die Menschen zu einem Verhalten erziehen, das im Wesentlichen besteht aus einem prinzipienlosen Säkularismus, der gewisse selbstzerstörerische Tendenzen des Christentums aufgreift und übersteigert (Selbstlosigkeit, Fremdenliebe, Feindesliebe, Pazifismus), dazu kommt noch eine fatale Tendenz zur höflichkeitsbedingten Akzeptanz mangelnder Logik und Leichtgläubigkeit – vor allem glaubt man gerne, daß man für allerlei Mißstände in der ganzen Welt verantwortlich sei, was uns seit 40 Jahren erzählt wird. Und für diese zur Zivilreligion mutierten, die eigene Kultur verachtenden Weltanschauung kann man durchaus die ‘68er, die sie aus den Büchern von Adorno und Horkheimer übernommen haben, verantwortlich machen. Daß beide großen Religionen bei dieser Entwicklung wesentlich beteiligt sind, ist vielleicht der perfideste Verrat – der nicht nur darin begründet ist, daß auch die Kirchenführungen von ‘68ern übernommen wurden, sondern auch darin, daß die Kohärenz zwischen den Werten des klassischen Christentums und denen des neuen zivilreligiösen Konstrukts so deutlich ist.

Währenddessen wird die islamische Welt auf ähnliche Weise beherrscht von der Ideologie der Muslimbruderschaft: Nicht jeder Muslim denkt so, doch in Moscheevereinen, Medien und Verbänden sitzen lauter Muslimbrüder, die intern deren Auftrag zur demographischen Übernahme, zur Kompromißlosigkeit und zum gerichtlichen Erstreiten scharia-konformer Urteile verbreiten, den Terrorismus zumindest decken, wenn nicht gar befördern und nach außen eine Lügenpropaganda betreiben, die haargenau zu dem paßt, was die Menschen des Westens gerne hören wollen: Islam ist Friede, Freude, Eiapopeia, aber ihr diskriminiert uns, ihr grenzt uns aus, obwohl wir euer Land aufgebaut haben. Diese Sichtweise ist innerhalb der islamischen Community mindestens genauso Mainstream wie der Selbsthass bei den Westlern.

Mit anderen Worten: Hier wirken zwei gesellschaftliche Strömungen kohärent zum Nachteil der einen Gesellschaft. Alles Denken, Reden und Handeln der Eliten beider Seiten ist darauf gerichtet, das Denken der westlichen Menschen abzulenken oder abzuschrecken von jedem Gedankengang, der der Wirklichkeit nahekommt oder von Überlegungen und Aktivitäten, die der Gefahr der islamischen Übernahme wirksam entgegentreten könnten.

Mag sein, daß diese Konstellation seitens des Westens nicht von Beginn an voraus-gesehen worden ist, mag auch sein, daß man in den ‘70er Jahren noch nicht im Traum daran dachte, daß 30 Jahre später der Islam sich tatsächlich anschicken könnte, Europa von innen her zu destabilisieren und langfristig die Macht zu übernehmen. Doch seit mindestens 15 Jahren erleben wir, daß sich die Machteliten der westlichen wie der islamischen Welt, deren gemeinsame Interessen näher beieinander liegen als jeweils bei den Interessen der von ihnen vertretenen Völker (Was hat denn Ibrahim aus Kairo davon, wenn Europa islamisch wird? Eher wenig, da dann auch die Entwicklungshilfe langfristig flach fällt), immer besser verstehen. Während die zur Deutungsmacht-Elite aufgestiegenen ‘68er die bürgerlichen Strukturen nachhaltig zerstören wollen, um einen infantilen Menschen selbstdefinierter Identität zu schaffen, haben die Konzernführungen einen konsumorientierten und wenig prinzipienfesten Massenmenschen im Sinn, dessen Verhalten durch materielle Anreize steuerbar ist. Das harmoniert miteinander, weshalb es zwischen diesen Gruppierungen auch kaum zu grundsätzlichen Reibereien kommt (nicht nur wegen seiner Wirtschaftsnähe galt Schröder als der “Genosse der Bosse”).

Die instinktsichere islamische MB-Elite wiederum ahnt, daß eine von solchen Idealen geprägte Gesellschaftsform ein Kandidat für die islamische Übernahme ist, da sie der da’wa wenig entgegenzusetzen hätte. Die Finanzelite des Westens bedankt sich für die günstigen Arbeitskräfte, während der europäische Mensch glaubt, zum guten Teil auch glauben gemacht wird, er sei eine Art neuer Nationalsozialist und schlimmer Menschenfeind, wenn er diese “kulturelle Bereicherung” nicht will.

Der westliche Mensch verabscheut – spätestens seit dem Ende des verheerenden 2. Weltkrieges – das Kämpfen und sieht immer weniger ein, weshalb ein Staat vernünftiger-weise eine Armee unterhält. Die Muslime wiederum würden ihr neues Land auch lieber ohne Djihad in Besitz nehmen statt mit – aber wenn es darauf ankäme, würden sie auch darum kämpfen, über dieses Land neuer Herr zu werden. Zur Zeit ist dies aber den muslimischen Kräften innerhalb Europas nicht möglich – daraus ergibt sich, zumindest bis auf weiteres, das gemeinsame Interesse, den islamischen Terrorismus zu stoppen. So kann vertuscht werden, daß in der schleichenden Demographie und fortschreitenden Machterschleichung nichtterroristischer islamischer Bewegungen die größere Gefahr für den westlichen Kulturkreis liegt.

Was soll ich zu den Perspektiven sagen? Der Islam ist seit tausend Jahren so, wie er ist, und das ist auch gut erkennbar für den klar Denkenden. Die “Schuld” liegt bei uns und unserer Dekadenz, unserer Manipulierbarkeit und Steuerbarkeit. Solange wir von den umerzieherischen öffentlich-rechtlichen und käuflichen privaten Medien beeinflußt werden, werden sich die geschilderten Ursachen für unsere Misere nicht legen. Wir müssen die Deutungsmacht dieses dezentralen Goebbels-Ministeriums unbedingt durchbrechen, bevor über wirksame Maßnahmen entschieden werden kann. Einige sinnvolle Maßnahmen wären u.a.: (a) Verbot jeglicher islamischer Organisation – wer nur privat zuhause zu Allah beten will, ist unproblematisch -, (b) Ausweisung aller unkooperativer Subjekte, (c) Schaffung finanzieller Anreize für volkswirtschaftlich unproduktive Zuwanderer, in ihre Heimat zurückzugehen, (d) strikte Auswahl weiterer Zuwanderer nach Nützlichkeitskriterien, (e) Einsatz staatlicher Gewalt im eigenen Interesse – lieber das KSK in die Taliban-Gebiete statt Steuermillionen, (f) sinnvolle Gerichtsurteile, die die islamische Problematik nicht ignorieren, sondern sie einzudämmen helfen.

  • 34)  Kommentar von Eisvogel

9. November 2007 @ 23:15

Dieses Dilemma ist jenseits von Wahlen und parlamentarischer Demokratie.

Das glaube ich auch, deshalb bin ich skeptisch gegen das Allheilmittel Parteigründungen und -eintritte.

Ich glaube nämlich, dass Demokratie funktioniert und daß es nicht so sehr auf Personen ankommt. Ich argwöhne ganz zynisch, daß wir als Politiker auch nicht besser wären (oder im Zweifelsfall eben eine abgesägte Skandalfigur).

Das Umdenken muss im Volk stattfinden, dann ziehen in einer Demokratie auch die bereits vorhandenen Politiker nach (wobei ich nicht mehr sicher bin, ob wir dank EU überhaupt noch eine Demokratie haben).

  • 35) Kommentar von Corax

10. November 2007 @ 0:04

Ich glaube nämlich, dass Demokratie funktioniert

Ich mißtraue der Demokratie. Demokratie lebt von Stimmungsmache. Unsere Herrscher brauchen unsere Stimmen und dazu wird Stimmung gemacht, dazu wird Meinung gemacht. Die Meinung wird industriell produziert. Das heißt dann „die öffentliche Meinung“. Und der Apparat, der die Stimmung und die Meinung macht, sind die Medien, die Thatcher hier sehr treffend das „dezentrale Goebbels-Ministerium“ genannt hat.

Unsere Mediendemokratie ist raffinierter als das „Dritte Reich“ es war. Im „Dritten Reich“ gab es das Ministerium für Propaganda, das über die Medien wachte. Und das war kein Geheimnis, jeder wußte es, jeder wußte: was in den Zeitungen steht und was man im Radio hört, ist Propaganda, also mit Vorsicht zu genießen. Heute ist auch fast alles, was uns die Medien vorsetzen, Propaganda, aber da es kein Propagandaministerium und keinen Propagandaminister gibt, denken viele, die Medien seien keine Propagandamaschine, sondern würden sich ehrlich um objektive Information bemühen.

Die Medien haben die Kirche ersetzt. Die Medien verkünden Tag ein, Tag aus die Wahrheit und nichts als die Wahrheit. Viele Leute sehen mehr Menschen im Fernsehen, als sie im wirklichen Leben sehen, und hören viel mehr Menschen im Fernsehen zu, als sie im wirklichen Leben zuhören, und lassen sich vom Fernsehen mehr Gedanken einreden, als sie selbst je selber denken, und diese Gedanken spulen sie selber wie ein Tonband ab und halten sie für ihre eigenen Gedanken. Das sind die demokratischen Menschen, die dann an die Wahlurnen gehen und ihre Stimmen abgeben. Sie sind eigentlich nur selbst Wahlmaschinen, von den Medien programmierte demokratische Zombies.

Thatcher hat Recht: Wir müssen die Macht des dezentralen Goebbels-Ministeriums, des Ministry of Truth brechen. Aber wie das gehen soll, darüber hat noch keiner richtig nachgedacht. Oder doch?

  • 36) Kommentar von katschak

10. November 2007 @ 0:18

@ Thatcher

Danke Dir, daß Du mir nochmal die Welt erklärt hast. Mir sind die in einander greifenden Mechanismen des Islam und der PC/Komintern Welt schon klar.

Mir kam es bei meiner Frage allein darauf an, ob Du hier eine “Verschwörung” siehst oder ob Du mit mir übereinstimmst, daß sich hier die tödliche Lungenentzündung (Islam) beim völlig immungeschwächten HIV Patienten (Westen) einnistet.

Dazu bedarf es keiner “Bankiersverschwörung”. Und Dein o.g. Beitrag hörte sich für mich so an, als habest Du Insider-Informationen, die Du hier in Andeutungen streust.

Ich weiß Deine fast immer guten und präzisen Beiträge sehr zu schätzen. Das sieht in diesem, meinem Kommentar nicht so aus. Das wiederum liegt aber ausschließlich an meiner gerade sehr schrägen Laune.

  • 37) Kommentar von katschak

10. November 2007 @ 0:45

nochmal @ Thatcher

zu einem Verhalten erziehen, das im Wesentlichen besteht aus einem prinzipienlosen Säkularismus, der gewisse selbstzerstörerische Tendenzen des Christentums aufgreift und übersteigert (Selbstlosigkeit, Fremdenliebe, Feindesliebe, Pazifismus), dazu kommt noch eine fatale Tendenz zur höflichkeitsbedingten Akzeptanz mangelnder Logik und Leichtgläubigkeit – vor allem glaubt man gerne, daß man für allerlei Mißstände in der ganzen Welt verantwortlich sei, was uns seit 40 Jahren erzählt wird.

ich weiß, wie aktuell es ist und wie gerne es genommen wird, JEDE Entwicklung in unserer Gesellschaft dem Christentum in die Schuhe zu schieben. In diesem Fall sehe ich das nicht so. Für mich sind die von Dir genannten Tendenzen “Selbstlosigkeit und Pazifismus” klar erkennbar als “Gleichgültigkeit”. “Fremdenliebe und Feindesliebe”, kann ich nirgends erkennen. Es gibt keine Fremden, denn wir sind “globale Bürger” und Toleranzweltmeister und es gibt keine Feinde weil es doch keinen Krieg gibt.

Ich sehe hier eher eine unglaublich “befreite” Tu-was-Dir-gefällt-Gesellschaft, Gipfel der Popkultur und der sexuellen Befreiung, Ausfluß der Frankfurter Schule. Antithese des Christentums. Der Tanz ums goldene Kalb.

Wir können nicht wahllos alles dem Christentum andichten. Das macht genauso blind und blöde wie das Hinterlassen einer missionarischen Schleimspur auf jedem Thema.

Wir werden einfach mit einer Mischung aus Schuldkomplex und Fungesellschaft auf Trab gehalten.

  • 38)  Kommentar von Eisvogel

10. November 2007 @ 1:23

Wir können nicht wahllos alles dem Christentum andichten.

Das ist absolut richtig, Katschak. Es hat wenig mit dem Christentum zu tun, aber selbiges steckt Europa immer noch in den Knochen. Es wurde zerschlagen und seine Scherben wurden in die neue Fun- und Schuldreligion eingebaut.

Man merkt es in Diskussionen mit ihren Vertretern (und sogar mit Moslems!). Kaum wird man mal etwas aggressiver, kommt irgendein blödes Gewäsch, das wäre jetzt aber sehr unchristlich und Jesus würde das gar nicht gut finden, was man geschrieben hat. Und das gilt jetzt nur für die Nichtmoslems, für die 68er Adorno-Jünger: Sie würden sich zwar eher die Zunge abbeißen als zugeben, dass Moslems unsere Feinde sind, sie argumentieren aber trotzdem mit der Feindesliebe und werfen einem vor, dass man gegen sie verstößt. Das ist natürlich unlogisch, aber Logik geht denen hintenrum vorbei.

Das echte Christentum ist kein Problem. Das säkularisierte, verblödete moderne Staatschristentum, das hochmoralische Schlagworte behalten hat, die Transzendenz aber aufgegeben hat, ist hingegen schon eines.

Es ist ein wichtiges Ingredienz der PC.

  • 39) Kommentar von Thatcher

10. November 2007 @ 1:33

Es wäre fatal, die Rolle des Christentums an unserer derzeitigen Lage zu leugnen. Dem Römischen Reich wäre das nicht passiert, solange es nicht christianisiert war, und der ursächliche Zusammenhang zwischen der Ausbreitung des Christentums im Römischen Reich und dessen kulturellem Niedergang wird von namhaften Experten nicht bestritten. Ich empfehle dringend die Auseinandersetzung mit dem letzten heidnischen Kaiser Julian. Diese tragische Figur war nicht nur in der antiken Kultur hochgebildet, sondern sah auch die Förderung von Dekadenz und Zerfall durch das Christentum klar voraus.
Er schleuderte den Christen entgegen (zitiert nach Kyrill von Alexandria):

„Aber das Gewissen eines Bruders, der sehend ist, wird in euren Augen zu Schanden, ihr weisesten Menschen! Jeder große Geist, den die Natur bei euch hervorbringt, fällt aufgrund dieser Wissenschaften von eurem Unglauben ab. [...] Und ihr wißt, so denke ich, um wieviel unsere Lehren im Vergleich der Klugheit den euren überlegen sind. Von euren Lehren wird niemand tapfer und noch nicht einmal gütig. Durch unsere Wissenschaften wird ein jeder besser als er war, selbst wenn er von Natur aus durchaus begrenzt ist. Wenn er aber mit dem Guten der Natur begabt ist und unsere Schriften studiert, so wird es scheinen, als sei er gleichsam durch ein Geschenk der Götter den Menschen gegeben, gleichviel ob er das Licht der Naturwissenschaft erklimmt oder die Ethik erforscht oder die größte Streitmacht der Feinde in die Flucht schlägt und weithin das Land und das Meer bereist: Durch diesen Namen scheint er Halbgöttern gleich! [...] Und dennoch seid ihr so elend und wahnsinnig, daß ihr glaubt, eure Gespräche seien göttlich, von denen doch niemand klüger wird oder tapferer oder gar besser, als er war. Aber diejenigen, denen es vergönnt ist, die Tugend, die Klugheit und die Gerechtigkeit zu erlangen, bezeichnet ihr als Verehrer des Teufels.“
– Julian, Gegen die Galiläer,

Auch heute kann man wieder beobachten, daß der christliche Mainstream sich nicht gerade besonders in der Stärkung der gesellschaftlichen Abwehrkräfte hervortut, sondern vielmehr aus höchsten christlichen Tugenden gemeinsame Sache mit dem Gegner macht. Es ist nicht einmal nur kirchliche Macht- und Geldgier, die sich eine vermehrte Hinwendung zu den Kirchen für den Fall der islamischen Übernahme verspricht, sondern ehrliches, im aufrichtigsten Sinne gemeintes Christentum, sich sowohl die linke als auch die rechte Backe von den Mohammedanern versohlen zu lassen.

Es stimmt zwar, daß einige protestantische Splittergruppen in Sachen Islam und seine Feindschaft zum Christentum klar sehen, doch die zu ziehenden Konsequenzen (siehe oben) sehe ich bei denen an keiner Stelle. Statt dessen wird an die Menschen appelliert, “Gottvertrauen” zu haben o. Ä., mit anderen Worten: Abwarten, bis jemand anders die Probleme löst, und dann die eigenen “übernatürlichen Bemühungen” zu preisen, oder im Falle der Unterwerfung den “mangelnden Glauben” der eigenen Leute dafür verantwortlich zu machen. Bewährte Methode aller Schwarzkünstler.

Quelle des Julian-Zitats:
http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCcherverluste_in_der_Sp%C3%A4tantike

  • 40) Kommentar von katschak

10. November 2007 @ 1:51

@ Thatcher

Ich beginne gerade erst, mich mit dem Christentum und seiner Geschichte auseinander-zusetzen. So wie ich die christlichen Kirchen heute sehe, mit ihren geschiedenen BischöfInnen und vor versammelter Gemeinde Kumbaya-klampfender 68er Pfaffen und katholischer Kinderschänder stellt sich mir die Frage (und ich stelle sie natürlich auch Euch):

Wo, zum Teufel, sind die Christen die, wie ihre Vorfahren vor 1000 Jahren, bereit sind, loszuziehen und das Heilige Land zu befreien?!

Was ist aus DIESEM militanten, hochmotivierten Christentum geworden?

  • 41)  Kommentar von Eisvogel

10. November 2007 @ 2:00

Was ist aus DIESEM militanten, hochmotivierten Christentum geworden?

Ich weiß auch nicht recht. Ich glaube, es hat uns im Teenie-Alter genervt und deshalb haben wir es kaputtgemacht. Diejenigen, die uns dran hindern wollten, hatten keine Chance. Der Staat stand auf unserer Seite.

Ganz von fehlenden Kreuzzügen abgesehen weiß ich aber, dass eine sehr liebe, sehr alte und sehr religiöse Frau mir kürzlich gesagt hat, daß sie nicht mehr in die Kirche geht. Als ich nachfragte, ob ihr der Weg zu anstrengend sei, meinte sie nein, zum Augenarzt und zu ihrem bevorzugten Metzger wäre es noch viel weiter und da ginge sie auch zu Fuß hin, aber sie hätte nichts mehr von dem “neumodischen Zeugs”, das die da predigen, und das wäre auch nicht das Wort Gottes.

Aber war das früher wirklich anders?

Bevor ein Papst den Hintern hochkriegte und “Deus lo vult” sagte, vergingen 300 Jahre islamischer Aggression gegen die christlichen Länder des Nahen Ostens, Nordafrikas und Spaniens.

Ob DAS (reagieren nach 300 Jahren) unsere Luschen hinkriegen oder nicht, werden wir alle voraussichtlich nicht erleben.

Wer weiß jetzt schon, ob Papst Ho Chung Wung der 13. im Jahr 2307 nicht vielleicht vom Vatikanstaat innerhalb Seouls aus zum Kreuzzug zur Befreiung Eurabias aufruft?

  • 42) Kommentar von katschak

10. November 2007 @ 2:08

Hallo Eisvogel. Angebrochener Vormittag, was?

Dieser Thread müßte eigentlich im Null Komma Nix den Meister Ratio auf den Plan rufen …

Es iss auch Neumond.

Wo is mein Knoblauch – und die Silver Bullets – und das Kruzifix?

  • 43) Kommentar von Thatcher

10. November 2007 @ 2:20

Zu allem Unglück stehen die Christen heute nicht nur nicht mehr hinter ihren wenigen nennenswerten militanten Episoden (Tours und Poitiers 732/Kreuzzüge 1095-1291/Wien I 1529/Lepanto 1571/Wien II 1683), sondern betrachten sie aus einigen Jahrhunderten Abstand mit Abscheu. Ausgerechnet die Aktionen, die dem christlichen Europa also ein paar Jahrhunderte Gnadenfrist ermöglichten, gelten heute als “unchristliche” Fehler und sind es vielleicht sogar. Ich möchte die Zukunft Europas daher ungern in den Händen dieser Mollusken sehen.

  • 44)  Kommentar von Eisvogel

10. November 2007 @ 2:20

Dieser Thread müßte eigentlich im Null Komma Nix den Meister Ratio auf den Plan rufen …

Ich glaube, wir haben ihn vergrault.

Und doch: @Ratio (falls Du noch mitliest): Bevor Du den Eindruck hattest, dass wir – und insbesondere ich – üble religiöse Fanatiker sind, haben wir uns so gut verstanden und hast Du so interessante und kluge und gar nicht gehässige Beiträge geschrieben.

Es wäre arg schade, wenn Du uns verlässt. Wir verbrennen Dich auch ganz bestimmt nicht

Im Ernst – ich glaube nicht, dass wir der Islamisierung entgegentreten können, wenn wir nicht ein bisschen was über Religion wissen, was etwas völlig anderes als Wissenschaft ist und sich nicht ausschließt. Nur weil die Kirche irgendwann mal wissenschaftsfeindlich war (wenn auch wirklich nur in Teilen und niemals ganz und gar), müssen wir doch nicht auf diesen Zug aufspringen und permanent die Quantenphysik und die Astronomie gegen das Christentum verteidigen, das mit selbigen schon längst keine Probleme mehr hat.

Was jemand persönlich glaubt, ist etwas ganz anderes. Man muss nicht gläubig sein, um Religion zu verstehen.

  • 45) Kommentar von Arundhati

11. November 2007 @ 2:23

Ein sehr erhellender Beitrag und sehr interessante Kommentare dazu. Ich danke Ihnen.

Ein Faktor für die verschiedene Ausprägung der Muslimproblematik in Japan und Europa könnte auch mit den verschiedenen Ansätzen von “Ehre”, also dem Ehrbegriff zu tun haben.

Muslime wie Japaner leben nach den Prinzipien einer Ehr- und Schamgesellschaft, im Gegensatz sind wir in einer Art Schuldgesellschaft verhaftet. Als Beispiel:
ein Muslim hat Streit mit einem Mitschüler. Der Streit wird folgendermaßen ablaufen (als Modell): Der Muslim wird dem Mitschüler vorwerfen, seine Ehre verletzt zu haben und droht ihm mit Rache. Argumenten ist er nicht zugänglich, nur die totale Unterwerfung und Demütigung des Mitschülers kann nun seine Wut bezähmen. Er wird nun alles daran setzen, den Mitschüler dranzukriegen, ihn zusammenzuschlagen, am besten vor vielen Zeugen, und ihn so “ehrlos” zumachen. Wer sgnt. ehrlos ist, der ist keine Bedrohung mehr. Würde der Muslim nicht so handeln, stünde er in den Augen seiner Kulturgenossen als ehrlos da, und wäre sofort Freiwild, denn der “Ehrlose” ist auch “schutzlos”.
Hat der Muslim die Rache vollzogen, ist aber keine Versöhnung möglich. Der Kontrahent ist ehrlos geworden und wird weiter schikaniert. Hätte der Muslim den Kampf verloren hätte ihm dasselbe Schicksal geblüht. Darum hat er vermutlich vorgesorgt und kam mit 30 Freunden oder der Kontrahent war körperlich von vornherein unterlegen. Denn es gibt für einen Muslim nur Sieg oder Tod, Unterwerfung unter den Feind ist eine so große Schande, daß sie eben als lebensbedrohend angesehen wird. Dieses Sühnemuster entspricht stark den Strukturen eines malignen Narzissmus.
Als Gegenmodell der Ehrbegriff des Japaners, der ähnlich auf Scham ausgerichtet ist, sich aber ganz anders zeigt. Die Angst, das “Gesicht” zu verlieren, äußert sich hier nicht narzisstisch, es wird nicht der Gegner gedemütigt, um die “Ehre” zu wahren, im Gegenteil, es muß immer darauf geachtet werden, daß man den Gegner nicht dazu bringt, das Gesicht zu verlieren. Es wird eher das eigene Gesicht (zum Schein zumindest) geopfert, um Schaden vom Gegner abzuwenden. Darum kennt Japan so viele feine Gesten und Regeln, die wir teilweise brechen, weil wir sie nicht einmal wahrnehmen.
Im Grunde genommen sind das nur Hintertürchen zur Ehrrettung. Man stelle sich nun den Zusammenprall dieser zwei Gesellschaften vor: Auf der einen Seite die muslimische, die ihre Ehre auf der Basis von Erniedrigung des Gegenübers bewahrt. Auf der anderen Seite ein starker Ehrbegriff, der auf gegenseitiger Rücksichtsnahme beruht. In den Augen eines Japaners ist der Muslim der allergrößte Unflat, und zum Schutz der eigenen Ehre wird der Kontakt aufs äußerste vermieden. Eine solche Kultur kann in Japan nie Fuß fassen.
Mit dem Christentum sieht es ein wenig anders aus. Hier würde der Konflikt eines Christen mit einem Mitschüler wohl in den meisten Fällen im Gespräch enden, wo beide ihren Standpunkt anbringen können und der Stärkere sich beim Schwächeren entschuldigt. Damit ist die Sache dann erledigt. Im besten Fall zumindest. Hier ist ein Schuld-und Sühne-Prinzip am Werk. Jemand macht sich schuldig. Er bereut und leistet Wiedergutmachung, die Sache ist vom Tisch, er darf nicht zweimal büßen müssen. Hier sieht man vor allem 2 Grundsätze: 1. Ehre spielt eine kleine Rolle, sie wird oft vom Stärkeren “geopfert” zugunsten von Demut. Es gilt als unfein, den großen Macker zu markieren, Understatement kommt da besser an. Es gilt also die Devise: Ich weiß daß ich stärker bin, aber ich übe Demut und Rücksicht, zeige mich sogar solidarisch. Darauf baut das Christentum auf, und natürlich auch seine Folgekultur. Unsere Sozialwerke sind ein Produkt dieser Solidarität (die gibt’s in Japan so nicht).2. Es wird auf Rache verzichtet, wenn der Täter sich reuig zeigt. Christen (der ganze Westen) haben eine unglaubliche Fähigkeit zu vergeben. Der ganze Resozialisationsgedanke beruht darauf.

Würden nun Japaner hierherkommen und sich aufführen wie die Muslime, so wären wir wütend, da sie als Wirtschaftsmacht stark sind und sich trotzdem undemütig verhalten. Die würden nicht lange bleiben.

Nun kommen aber nicht die Japaner und führen sich so auf, es sind die Muslime aus finanzschwachen Drittweltländern. Also ist es an uns, als die “Stärkeren” Demut zu zeigen (Das würde uns bei den Japanern 1-2 Pluspunkte einbringen), wie das auf die Muslime wirken muß, können wir ja nun alle beobachten. In ihrem Verständnis muß der Stärkere ständig draufhauen, sonst wird er schwach und stirbt. Da wir ihnen gegenüber, den “Habenichtsen” so viel Demut zeigen, ist für sie der Beweis unserer Unterlegenheit. Darum kommen sie hierher. Weil sie glauben, hier die Herren zu sein. Und wir lassen sie rein, weil wir glauben, daß sie schwach sind und die Solidarität es von uns fordert.

Gruß

Arundhati

ps:

Darum hat unser Mitleid den Juden gegenüber in Hass auf die Israeli umgeschlagen. Israel ist stark, es fehlt ihm aber die Demut. Genauso ist es mit den Amerikanern. Sie sind stark und zeigen es. So etwas ist in unseren Augen pure Arroganz. Darin begründet sich unser Hass auf die Amis. Und sogar Amerikaner sind nicht gefeit vor dem Schuldkomplex des Stärkeren, nur nicht ganz so ausgeprägt wie bei uns, schließlich waren sie lange zeit die “Schwachen”, eine Kolonie.

  • 46)  Kommentar von Eisvogel

11. November 2007 @ 10:40

@Arundhati: Das ist wunderbar erklärt. Danke für diese klare Erklärung des unterschiedlichen Ehrbegriffs.

Ich habe das im alltäglichen Umgang mit Moslems auch schon gemerkt. Die normalen westlichen Deeskalationsstragien, die man automatisch anwendet, funktionieren nicht. Man “macht sich selbst etwas runter” (Understatement) und in Folge davon tut es das Gegenüber auch. Bei Moslems erlebt man hingegen, dass das nicht so klappt, sondern dass das eigene Understatement Verblüffung bis Triumphieren auslöst. Mir ist das bei kleinen Nachbarschaftsstreits aufgefallen. Sie haben wirklich Psychoterror gegen mich ausgeübt (inzwischen erfolgreich, sie haben mich los) und meine Deeskalationsversuche machten es wohl schlimmer.

Einmal, als einiges zusammenkam und dazu noch maßlose Kopfschmerzen auf meiner Seite, habe ich die Türkin angeschrien wie ein Fischweib. Ich habe dabei auch hässliche Dinge gesagt, was aber egal war, denn sie lebte ja erst seit 35 Jahren in Deutschland und verstand daher nur bruchstückhaft deutsch. Den Ton hat sie aber verstanden – ich war danach vollkommen fertig, floh zu meiner Mutter zum Heulen und dachte, ich kann nie wieder in meine Wohnung zurück, man kann ja schließlich nicht mit Leuten unter einem Dach leben, mit denen man eine derart hässliche Streiterei hat. Ich musste natürlich zurück und … es ging wunderbar. Ich hatte mindestens ein Jahr Ruhe vor der alten Hexe.

Was aber würden die Japaner tun, wenn ihre Eliten ihnen Moslems ins Land schaffen würden?

Oder sind die “Eliten” einer Kultur vielleicht gar nicht soooo anders als das Volk? Tun es die japanischen einfach nicht, während es unsere aufgrund dieser Schuldkultur (in der sie sich vielleicht weniger vom Volk unterscheiden als wir gerne annehmen würden) tun?

  • 47) Kommentar von tape

11. November 2007 @ 14:55

@ Arundhati

Vielen Dank für Ihren Beitrag auch von mir.

In einem Gespräch mit einem christlichen Missionar hatte dieser die beiden Kulturen genauso unterschieden wie sie:

christliche = Schuldkultur;
muslimische = Ehrkultur.

Sie haben es aber perfekt schriftlich skizziert, mit nachvollziehbaren Beispielen veranschaulicht und auch noch die japanische Ehrkultur als Spiegelbild der muslimischen mit eingebunden.

Wieder mal eine Freude und ein Gewinn hier zu lesen.

@ Eisvogel

Dieser Punkt der Selbstverständlichkeit, daß sich bei Muslimen der Stärkere durchsetzt, kam auch bei deinem gestrigen Postings mit dem User Muslim heraus.

Für ihn ist das selbstverständlich: wenn der Islam Europa überrollt und dabei z. B. ältere Einheimische buchstäblich in den Dreck abrutschen, dann ist das für ihn eben “Allahgewollt”, kann man nichts machen und muß man sich auch nicht weiter drum kümmern.

Allah hat die Unterlegenen eben dazu erschaffen zu leiden und unterdrückt zu werden.

Grüße
tape

26. November 2009

Die Schlacht von Trafalgar…

Gespeichert unter: Andere Autoren, Deep Roots — Deep Roots @ 22:20

…im Jahr 2009:                                              Druckversion (pdf)

Nelson: “Lassen Sie das Signal setzen, Hardy.”

Hardy: “Aye, aye Sir.”

Nelson: “Halt, das ist nicht das, was ich dem Signaloffizier diktiert habe. Was bedeutet das?”

Hardy: “Tut mir leid, Sir, Sie werden das lesen müssen.”

Nelson: (liest laut) “‘ England erwartet, daß jede Person seine oder ihre Pflicht tut, ungeachtet der Rasse, des Geschlechts, sexueller Orientierung, religiöser Überzeugung oder Behinderung.’ -

Was für ein Firlefanz ist das, Hardy?”

Hardy: “Admiralitätspolitik, Sir. Wir sind jetzt ein chancengleichheitsbedachter Arbeitgeber. Wir hatten die größten Schwierigkeiten, “England” an den Zensoren vorbeizukriegen, daß es nicht als rassistisch erachtet wird.”

Nelson: Gadzooks, reichen Sie mir meine Pfeife und Tabak.”

Hardy: “Tut mir leid, Sir. Alle Marinefahrzeuge sind jetzt als rauchfreies Arbeitsumfeld ausgewiesen.”

Nelson: “In dem Fall, öffnen Sie die Rumration. Spleißen wir die Großbrasse, um die Männer vor der Schlacht zu stählen.”

Hardy: “Die Rumration ist abgeschafft worden, Admiral. Das gehört zur Politik der Regierung gegen das Kübelsaufen.”

Nelson: “Gütiger Himmel, Hardy. Ich schätze, wir machen besser weiter ………………… Volle Geschwindigkeit voraus.”

Hardy: “Ich denke, Sie werden herausfinden, daß in diesen Gewässern ein Tempolimit von 4 Knoten gilt.”

Nelson: “Verdammt, Mann! Wir stehen vor der größten Seeschlacht der Geschichte. Wir müssen schnellstens vorrücken. Meldung aus dem Krähennest, bitte.”

Hardy: “Das wird leider nicht möglich sein, Sir.”

Nelson: “Was?”

Hardy: “Die Abteilung Gesundheit und Sicherheit hat des Krähennest gesperrt, Sir. Kein Sicherheitsgeschirr, und sie sagten, daß Strickleitern nicht den Vorschriften entsprechen. Sie lassen keinen da rauf, solange kein ordentliches Gerüst aufgestellt werden kann.”

Nelson: “Dann holen Sie mir unverzüglich den Schiffszimmermann.”

Hardy: “Der ist damit beschäftigt, eine Rollstuhlrampe aufs Vordeck zu errichten, Sir.”

Nelson: “Rollstuhlrampe? Ich habe noch nie so etwas Absurdes gehört.”

Hardy: “Wieder Gesundheit und Sicherheit, Sir. Wir müssen eine barrierefreie Umgebung für die Andersbegabten schaffen.”

Nelson: “Andersbegabt? Ich habe nur einen Arm und nur ein Auge und ich weigere mich, das Wort auch nur erwähnt zu hören. Ich bin nicht zum Admiral aufgestiegen, indem ich die Behindertenkarte ausgespielt habe.”

Hardy: “Doch, sind Sie, Sir. In der Royal Navy sind Sehbehinderte und Leute mit fehlenden Gliedmaßen unterrepräsentiert.”

Nelson: “Alle Segel setzen. Die Salzgischt lockt.”

Hardy: “Da gibt’s auch ein paar Probleme, Sir. ‘Gesundheit und Sicherheit’ läßt die Leute nicht ohne Schutzhelme in die Takelage klettern. Und sie wollen nicht, daß irgendjemand zuviel Salz einatmet – haben Sie die Warnhinweise nicht gesehen?”

Nelson: “Ich habe noch nie solchen Müll gehört. Lassen Sie die Kanonen ausrennen und sagen Sie den Männern, sie sollen sich bereithalten zum Gefecht gegen den Feind.”

Hardy: “Die Männer sind ein bißchen besorgt darüber, auf irgendjemand zu schießen, Admiral.”

Nelson: “Was? Das ist Meuterei!”

Hardy: “Das ist es nicht, Sir. Sie fürchten nur, wegen Mordes angeklagt zu werden, wenn sie tatsächlich jemand töten. Es sind ein paar Rechtshilfeanwälte an Bord, die jeden mit Adleraugen beobachten.”

Nelson: “Wie sollen wir dann die Frenchies und die Spanier versenken?”

Hardy: “In Wirklichkeit sollen wir das nicht Sir.”

Nelson: “Sollen wir nicht?”

Hardy: “Nein, Sir. Die Franzosen und die Spanier sind jetzt unsere europäischen Partner. Gemäß der Gemeinsamen Fischereipolitik sollten wir nicht mal in diesen Gewässern sein. Wir könnten es mit Kompensationsforderungen zu tun kriegen.”

Nelson: “Aber man muß einen Franzosen hassen, so wie man den Teufel hasst.”

Hardy: “Das würde ich den Diversitätskoordinator des Schiffes nicht hören lassen. Sie würden sonst zum Disziplinarrapport befohlen.”

Nelson: “Man muß jedermann als Feind betrachten, der schlecht über seinen König spricht.”

Hardy: “Nicht mehr, Sir. Wir müssen umfassend denken in diesem multikulturellen Zeitalter. Jetzt legen Sie Ihre Kevlarweste an; das ist Vorschrift. Es könnte Ihr Leben retten.”

Nelson: “Sagen Sie’s mir nicht – Gesundheit und Sicherheit. Was ist nur passiert mit Rum, Sodomie und der Peitsche?”

Hardy: Wie ich erklärt habe, Sir, Rum ist vom Menü gestrichen! Und Körperstrafen sind verboten.”

Nelson: “Was ist mit Sodomie?”…

Hardy: “Ich glaube, die ist jetzt legal.”

Nelson: “In dem Fall, küssen Sie mich, Hardy.”

(Etwas Erheiterung für zwischendurch; übersetzt von Deep Roots)

Gefunden bei Gates of Vienna:

http://gatesofvienna.blogspot.com/2009/02/battle-of-trafalgar-in-2009.html

25. November 2009

Wählen Sie einen Stamm – irgendeinen Stamm; Teil 2

Gespeichert unter: Deep Roots, El Inglés — Deep Roots @ 18:51

Von El Inglés; das Original wurde am 11. April 2009 bei Gates of Vienna veröffentlicht: http://gatesofvienna.blogspot.com/2009/04/pick-tribe-any-tribe-part-ii.html

Druckversion pdf

Übersetzt von Deep Roots (meine Übersetzung des ersten Teils gibt’s hier: http://fjordman.wordpress.com/2009/07/04/wahlen-sie-einen-stamm-irgendeinen-stamm/)

 “Unlösbare Stammesdifferenzen können nicht als bloße politische Differenzen betrachtet werden.”

Vorwort von Baron Bodissey:
Der folgende Essay von El Inglés ist eine Fortsetzung desjenigen, der damals im Februar veröffentlicht wurde. In diesem Nachfolgeartikel erweitert er seine Beobachtungen über Stammesdifferenzen im heutigen Großbritannien – und im Rest der westlichen Welt – indem er die verschiedenen Verwerfungen zwischen Stammesgruppen untersucht, die im Zuge von Konflikten erweitert und entflammt werden könnten, welche von Moslems gegen ihre Gastgebergesellschaft entfacht werden.

Wie üblich ist es nützlich sich zu erinnern, daß El Inglés’ Analyse deskriptiv ist, und nicht normativ. Das heißt, etwas Ähnliches wie das, was er hier projiziert, wird der unvermeidliche Gang künftiger Dinge sein, wenn Britanniens unfähige politische Führer nicht gegenüber der Ernsthaftigkeit der unmittelbar bevorstehenden Krise aufwachen.

Einführung

Stellen wir uns vor, wir befinden uns in der Lage irgendeines einigermaßen hochrangigen zivilen Amtsträgers im Pentagon. Wir versuchen, wegen der Wichtigkeit türkischer Kooperation im Irakkrieg gute Beziehungen zur Türkei und ihrem Militär aufrechtzuerhalten, und doch haben wir mit den lautstarken Versuchen einer gewissen amerikanischen ethnischen Minderheit zu kämpfen, die Ziele anstrebt, welche nicht im besten Interesse unseres Landes in dieser oder überhaupt irgendeiner Hinsicht zu sein scheinen. Damit meine ich die kleine amerikanisch-armenische Gemeinde und ihre Lobbying-Versuche dahingehend, daß der Genozid an den Armeniern auf den höchsten Ebenen der US-Regierung als solcher anerkannt wird.

Ungeachtet dessen, was man zum Genozid an den Armeniern, zur modernen Türkei, dem Krieg im Irak oder irgendetwas sonst für eine Meinung hat, ist es sehr schwer zu sehen, wie Amerika selbst irgendetwas dadurch gewinnen könnte, daß der Senat eine entsprechende Resolution erläßt, außer vielleicht im allerdünnsten und abstraktesten Sinne. Wenn wir, in Erkenntnis dessen, in unserer Rolle als Amtsträger im Pentagon vor uns hinzugrummeln anfingen über die armenische fünfte Kolonne in den Staaten, über ihre Undankbarkeit gegenüber ihrer Wahlheimat und darüber, daß wir sie gar nicht erst hätten hereinlassen sollen – was könnte eine dritte Partei von dieser Kette von Anschuldigungen halten? Könnten sie zutreffen? Könnten die Armenier in irgendeinem Sinne eine fünfte Kolonne sein? Bevor wir diesen Punkt noch weiter diskutieren, lassen Sie mich klarstellen, daß ich die armenischen Amerikaner ausgewählt habe, weil ich glaube, daß sie wahrscheinlich einen möglichst wenig aufrührerischen Zugang zu diesem allgemeinen Thema bieten. Ich für meinen Teil bin niemals einem Armenier begegnet und hege keine starken Gefühle bezüglich Armenien oder Armeniern.

Stellen Sie sich ein Venn-Diagramm vor, das all die verschiedenen möglichen subjektiven Interessen darstellt, die eine Gemeinschaft haben kann. Wir müssen die Tatsache ignorieren, daß es niemals eine völlige Übereinstimmung darüber geben wird, was die Interessen einer Gemeinschaft sind, und stattdessen akzeptieren, daß wir – breit gesprochen – einen Kernbereich von Interessen für jede Gemeinschaft erkennen können. Wir müssen auch betonen, daß wir von subjektiven Interessen sprechen, d. h., was die gegenständliche Gemeinschaft als ihre eigenen Interessen wahrnimmt, nicht was wir sie aus göttlicher Perspektive zu sein erachten.

Irgendwo auf diesem Diagramm gibt es einen verwischten Bereich von Interessen, die darstellen, was gut für Amerika ist, und es gibt auch einen weiteren verwischten Bereich, der darstellt, was gut für Armeno-Amerikaner ist. Unnötig zu sagen, daß sich die beiden verwischten Bereiche weitgehend überlappen. Es ist offensichtlich im Interesse sowohl Amerikas als auch der Armeno-Amerikaner, daß Amerika stark, sicher und wohlhabend ist, und daß es im Interesse beider Gemeinschaften ist, daß Armeno-Amerikaner gesetzestreu und produktiv sind. Aber es überrascht nicht, daß die armenische Diaspora der Anerkennung des Genozids an den Armeniern als das, als was sie ihn sehen, große Bedeutung beimißt, während Amerikaner insgesamt die Angelegenheit sicherlich bestenfalls als unbedeutend sehen würden, und im schlimmsten Fall als Belastung hinsichtlich eines strategischen Verbündeten. Wir schließen daher, daß es etwas Abweichung zwischen diesen verwischten Interessensbereichen gibt, wie im ersten Teil dieses Essays diskutiert.
- – - – - – - – -
Wenn die Abweichung zwischen den Interessen einer Gesellschaft und einer Einwanderergruppe innerhalb dieser Gesellschaft wächst, wenn sie an immer strittigere Angelegenheiten stößt, und wenn die Einwanderergruppe selbst als Bruchteil der Gesellschaft insgesamt wächst, was wird dann das wahrscheinliche Ergebnis dieser Entwicklungen sein, und wie könnten wir es am besten beschreiben? Was würden wir über die armenische Gemeinschaft in Amerika schlußfolgern? Ist sie ein hart arbeitender und loyaler Aktivposten, in dem nur gewisse legitime politische Positionen ungewöhnlich stark sind? Ist sie eine kleine Gemeinschaft von geringer Bedeutung und am besten zu ignorieren? Ist sie eine Belastung, indem sie rücksichtslos ihre eigenen Interessen betreibt, ohne die geringste Beachtung der strategischen Position des Landes das ihren Vorfahren ein neues Leben ermöglicht hat? Oder ist sie womöglich eine fünfte Kolonne, die sich jetzt das diplomatische Gewicht des Landes für seine eigenen selbstsüchtigen Zwecke anzueignen versucht, obwohl sie wenig zu dem beigetragen hat, was die Vereinigten Staaten im Laufe der Geschichte geworden sind? Wäre Amerika ohne sie besser dran?

Ich habe bereits in klaren Worten meine Antwort auf ähnliche Fragen bezüglich der moslemischen Bevölkerung meines eigenen Landes gegeben. Aber was ist mit jenen anderen Gruppen von relativ kürzlich Eingewanderten? Was ist mit den Juden, Hindus, Sikhs, Polen, Jamaikanern, Nigerianern und dem Rest? Gibt es irgendetwas, das man im Zusammenhang mit der Islamisierung und möglichen Reaktionen über diese Gruppen sagen könnte? Sind sie Verbündete, Feinde oder einfach irrelevant?

*   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *
Fremde in unserer Mitte?

Ich möchte hier ein paar für das gegenständliche Thema relevante Beobachtungen präsentieren, indem ich der Reihe nach über einige Freunde und Bekannte von mir spreche, die man – wie ich glaube – als Vertreter gewisser ‘Typen’ betrachten kann, wie man sie unter Einwanderergruppen finden kann, die im Vereinigten Königreich von Bedeutung sind. Gewisse Schlüsselpunkte werden sich ganz natürlich aus diesen Diskussionen ergeben.

Der Jude

Der Jude ist ein Psychiater mittleren Alters, mit dem ich über ein Familienmitglied bekannt wurde. Gutmütig, intellektuell und nach ein paar Drinks gern alberne Akzente annehmend, hatte der Jude einmal eine ziemlich große Meinungsverschiedenheit mit dem Verfasser, ausgelöst von der Reaktion einiger britischer Moslems auf die Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen in Dänemark.

Als ich ziemlich scharfe Äußerungen über den nunmehr berüchtigten Mob kläffender Psychopathen machte, die über die dänische Botschaft in London hergefallen waren, entdeckte ich, daß der Jude mehr dazu neigte, den dänischen Karikaturisten die Schuld zu geben. Sicherlich hätten sie doch wissen müssen, was für eine Reaktion sie provozieren würden, meinte er. Warum hatten sie das Ganze nicht einfach in Ruha lassen können? Als wir das Thema weiter diskutierten, wurde mir offenbart, daß der Jude, als Jude (seine Worte) sich davon beunruhigt fühlte, daß ich und andere andeuteten, es gäbe eine Minderheit im Vereinigten Königreich, die eine bedeutende und wachsende Bedrohung darzustellen scheine.

Es wird allgemein beobachtet und, wie ich glaube, nicht ernsthaft bestritten, daß Juden im Allgemeinen (zumindest außerhalb Israels) dazu neigen, ‘liberal’ im amerikanischen Sinn des Wortes zu sein und Masseneinwanderung und andere derartige Politik zu unterstützen. Man hat keine große Schwierigkeit zu sehen, warum das so ist, angesichts der ziemlich unglücklichen Geschichte des jüdischen Volkes, und der Jude selbst leitet seine oben erwähnte Position teilweise von seinem polnischen Familienhintergrund und dem Tod einiger seiner Familienmitglieder im Holocaust ab. Unnötig zu sagen, daß das sein gutes Recht ist. Angesichts eines potentiell existentiellen Problems wie des Islams und seiner wachsenden Präsenz in westlichen Ländern kann die Diskussion nicht dort enden.

Ich habe im ersten Teil dieses Essays argumentiert, daß gewisse Arten von Abweichung der Interessen von Teilgruppen in einer Gesellschaft das Positivsummenspiel demokratischer Politik zerstören können und daß sozusagen alles offen ist, falls und wenn dies geschieht. Das offensichtlichste Beispiel für Abweichung gibt es hinsichtlich des Islams. Wenn wir für einen Moment die schiere Verrücktheit dessen ignorieren, daß Juden zugunsten moslemischer Einwanderung in ihre Wohnsitzländer argumentieren, so können Juden damit nur die Interessen der abweichenden Gruppe fördern und machen sich dadurch selbst zu einem Teil des Problems. Des weiteren, wenn sie als Juden so argumentieren, dann werden sie als Juden zum Teil des Problems.

Ich muß die vorbehaltliche Natur dieser Behauptung betonen. Es gibt nichts den Juden – säkularen oder religiösen – Innewohnendes, das sie hinsichtlich des Islams zu einem Segen, einer Belastung oder zu sonst etwas macht. Meine Behauptungen sind einfach wie folgt:

a)   wenn Minderheitengruppen Haltungen einnehmen, die ihre Interessen zur Abweichung in nicht trivialer Weise von jenen der Mehrheit in einem gegebenen Land zwingen, dann ist die Mehrheit berechtigt zu reagieren, und
b)   Eine Interessensabweichung, die sich an den Interessen der moslemischen Gemeinschaft ausrichtet, ist eine so schwerwiegende Abweichung, wie man sie sich nur vorstellen kann.

Ich hoffe, die jüdische Bevölkerung Britanniens wird bezüglich des Islams zur Vernunft kommen. Ich bin ziemlich zuversichtlich, daß der Jude selbst keine Illusionen darüber hat, was der Islam ist, und ich hoffe, daß er schließlich die richtige Schlußfolgerung ziehen und von einer Seite der Debatte auf die andere wechseln wird. Aber wenn er und seine Mitjuden das nicht tun, ein Resultat, das ich als tragisch betrachten würde, dann werden die Angelsachsen-Kelten, als Angelsachsen-Kelten, das Recht haben, einige harte Fragen dahingehend zu stellen, auf welcher Seite die britischen Juden stehen.

Die Hindu

Die Hindu ist ein Mitglied meiner erweiterten Familie Anfang zwanzig, die gegenwärtig in London arbeitet, nachdem sie zwecks Universitätsbesuch ins Vereinigte Königreich gekommen war. Intelligent und mit einem lebhaften Interesse an Frauenrechten und an den verschiedenen vom indischen Subkontinent stammenden Minderheiten im Königreich, hat sie leider eine Anzahl von Irrtümern darüber verinnerlicht, was Großbritannien ist. Ich füge hier verschiedene Fragmente aus einer Diskussion zusammen, die sich über einen längere Zeitraum verteilt hat, aber ich bin einigermaßen zuversichtlich, daß ich ihre Positionen nicht unfair wiedergebe. Da ich sie sehr mag, möchte ich betonen, daß ich zuversichtlich bin, daß es noch viel Hoffnung für die Hindu gibt, die sich immer als empfänglich für Widerspruch zu jenen ihrer Positionen erwiesen hat, die ich nachfolgend beschreibe, und weit davon entfernt ist, eine geistlose politkorrekte Drohne zu sein.

Das Grundproblem mit den Einstellungen der Hindu kann man am besten anhand ihrer Reaktion auf eine Situation illustrieren, wie sie sich gelegentlich im Vereinigten Königreich ergibt und bei der eine arrangierte Ehe stattfindet zwischen einem Briten von sagen wir Bangladescher Herkunft und einer frisch importierten Bangladeschi-Braut. Der Mann schlägt, vergewaltigt und mißhandelt die Frau, die sich in der Folge zwischen zwei Übeln gefangen sieht. Festsitzend in einem fremden Land, dessen Sprache für sie meist unverständlich sein wird, ohne Bildung oder Mittel, kann sie nicht nach Hause zurückkehren, da ihre eigene Familie sie wahrscheinlich töten wird wegen der Schande, die ihre Heimkehr über ihre Häupter bringen wird.

Was sollte man also tun? Die Hindu versichert ihrem unglücklichen Gora-Publikum (mir) mit alarmierendem Maß an Selbstsicherheit, daß das gegenwärtige Gesetz zum Erwerb der britischen Staatsbürgerschaft unfair sei. Die für den Erhalt der Staatsbürgerschaft notwendige Mindestaufenthaltsdauer verlängert die Abhängigkeit der Frauen von ihren mißhandelnden Ehemännern und sollte – wenn ich mich richtig erinnere – auf zwei Jahre verkürzt werden. Mehr noch, ein Netzwerk spezialisierter Frauenhäuser sollte betrieben werden, mit Frauen aus ethnischen Minderheiten als Personal, in denen andere Frauen aus ethnischen Minderheiten, einschließlich Bangladeschis, Zuflucht in vertrautem kulturellem Umfeld finden können. Unnötig zu sagen, daß vom britischen Steuerzahler erwartet wird, für all das zu bezahlen.

Ich charakterisiere diese Sichtweise als die Disneyland-Mentalität. Man muß verstehen, daß es zwei Arten von Ländern auf der Welt gibt:

a)   Normale Länder, in welchen den Leuten an ihren nationalen Identitäten liegt und wo die Wichtigkeit der verschiedenen ethnischen, religiösen, kulturellen und sprachlichen Säulen, auf denen jene Identitäten ruhen, für selbstverständlich gehalten werden, und
b)   Disneyland-Länder, die Vergnügungsparks für die ganze Welt sind.

Es erübrigt sich zu sagen, daß Britannien ein Disneyland-Land ist, zu dem alle Völker der Welt zutrittsberechtigt sind, um nach dem zu streben, was ihren Herzen lieb ist. Britische Pässe müssen notwendigerweise verteilt werden. Glücklicherweise wird das kein Problem sein, da die zu ihrer Herstellung nötige Papiermenge gering ist und keinen unangemessenen Druck auf die öffentlichen Finanzen ausüben sollte. Diese sind natürlich sowieso unbegrenzt und können daher ohne nachteilige Auswirkungen von Ausländern mit Beschlag belegt werden.

Beachten Sie die völlige Geringschätzung der britischen Staatsbürgerschaft, die dieser Einstellung zugrundeliegt. Einerseits ist es lebenswichtig, ihrer habhaft zu werden, und doch ist sie bedeutungslos genug, um wie Süßigkeiten verteilt zu werden. Ein Garant für den Zugang zum finanziellen und gesellschaftlichen Kapital, das über lange Jahrhunderte vom britischen Volk angesammelt worden war, und doch wird erwartet, daß sie ohne Zank von eben diesem Volk herausgerückt wird. Es gibt auch eine selbstzufriedene Annahme, die mir in weiteren unserer Diskussionen noch klarer wurde, daß die großen und wachsenden Zahlen von beklagenswert minderleistenden, kriminellen Bangladeschis, Pakistanis und anderen im Vereinigten Königreich nichts ist, was einen eingeborenen Briten stören sollte. Solcherart sind die Einstellungen der Hindu, Einstellungen, die genauso unsere Schöpfungen sind wie ihre, Einstellungen, die sie nie angenommen hätte, ohne unterbewußt zu fühlen, daß sie unter uns schon weit verbreitet waren.

Inzwischen genießt es die Hindu, an den Wochenenden in der Stadt auszugehen, in welcher Kleidung auch immer sie mag, natürlich ohne belästigt zu werden. Sie kann sogar allein durch die Straßen von London gehen, ohne Furcht, in ein Auto gezerrt und entführt zu werden. Es ist mir ein großer Quell der Freude, daß dies so ist, aber ich wünschte wirklich, sie würde die Möglichkeit in Betracht ziehen, daß die Eigenschaften des Vereinigten Königreichs, die sie ursprünglich hierhergezogen haben, nicht aus dem Erdboden hochgesickert sind. Vielmehr sind sie die Produkte eines bestimmten Volkes und einer bestimmten Kultur, die heute beide schnell untergraben werden durch Einwanderung von einer Art, wie sie sie unterstützt.

Die ‘säkulare’ Türkin

Die ‘säkulare’ Türkin ist die Freundin einer Freundin von mir, die seit mehreren Jahren im Vereinigten Königreich lebt. Obwohl sie sich gern als Nichtmuslimin beschreibt, hat sich mir seit letzter Zeit bei verschiedenen miteinander verwandten Themen ein gewisses Denkmuster von ihr aufgedrängt, ein Denkmuster, über das ich nicht mit Vergnügen schreibe.

Während der Mohammed-Karikaturenkrise, die bereits im Zusammenhang mit dem Juden erwähnt wurde, zeigte ich der Türkin, nachdem sie eine allgemeine Ablehnung der Handlungen der Karikaturisten und der Dänen im allgemeinen zur Schau gestellt hatte, eine Webseite mit einer großen Zahl extrem beleidigender Karikaturen von Mohammed, die ein wagemutiger Niederländer als Reaktion auf die Situation gesammelt hatte. Ich bemerkte ein gewisses Unbehagen bei ihr, als sie die Karikaturen betrachtete, von denen einige extrem beleidigend waren. Als wir die Situation weiter diskutierten, äußerte die Türkin die folgende Meinung: daß das (für sie) großartige Projekt der europäischen integration, bei dem der türkische Beitritt eindeutig eine Art krönender Glanzpunkt sein sollte, einfach nicht funktionieren würde, wenn die Leute sich so verhalten dürften, wie es die Dänen taten.

Wahr, antwortete ich. Die Veröffentlichung von Photoshop-Bildern eines Lego-Mohammed, der eine Lego-Aisha defloriert, würde wahrscheinlich unannehmbare Reibungen zwischen Einheimischen und türkischen Einwanderern zur Folge haben, wenn den Türken jemals Bewegungsfreiheit in der ganzen EU gewährt werden würde. Da dies so ist, fuhr ich fort, welche Handlungen sollten wir ihrer Meinung nach ergreifen? Sollten wir den Europäern in ihren eigenen Ländern die Freiheiten wegnehmen, um den religiösen Totalitarismus einer Gruppe fast durchwegs unerwünschter Einwanderungswilliger zu beschwichtigen? Oder müßten wir akzeptieren, daß der türkische Beitritt zur EU unmöglich ist und daß das Heraufdämmern des Wassermannzeitalters verschoben werden müßte? Zu diesem Zeitpunkt gab sie keine Antwort. Aber ihre Antwort ist mir mit der Zeit relativ klar geworden.

Nachdem ich mit ihr während der letzten paar Jahre eine Vielzahl mit Einwanderung, Islam und Rasse zusammenhängender Themen diskutiert hatte, haben sich mir gewisse traurige Realitäten aufgedrängt. Beim dornigen Thema Islam weigert sich die Türkin überhaupt anzuerkennen, daß der Islam doktrinär problematischer ist als jede andere Religion, oder daß seine Anhänger mehr zu gewissen Verhaltensweisen neigen als die Anhänger anderer Religionen. Ich bekomme zu hören, daß Religionen das sind, was immer ihre Anhänger aus ihnen machen, sodaß es über den Islam als solchen nichts zu sagen gäbe. Ich bekomme zu hören, daß die Reaktionen auf die Mohammed-Karikaturen nichts Bemerkenswertes gewesen seien, sondern nur die Medien sich überschlagen hätten, verdammende Filmaufnahmen siedender, schäumender Moslems aufzutreiben (keine schwierige Aufgabe, möchte man meinen).

Kurz, ich bekam von der ‘säkularen’ Türkin eine große Menge Unsinn über den Islam zu hören, ein Thema, zu dem sie ziemlich unwissend zu sein scheint, und wenn das Diskussionsthema Türkei oder Türken heißt, ist es nicht viel besser. Hier liegt das Problem weniger in der Plausibilität der Behauptungen, die sie macht, sondern im erschreckenden Anspruchsdenken hinsichtlich der Länder anderer Völker. Die Empörung, die man wegen der Sprachanforderungen an türkische Möchtegern-Einwanderer nach Deutschland auf ihrem Gesicht sieht. Die gedankenlose Annahme, daß massive Ströme von Türken in die Länder der EU das Natürlichste auf der Welt seien. Die Gewißheit, daß Opposition gegenüber diesen Dingen einfach Xenophobie ist.

Natürlich überrascht es nicht, daß die Türkin diesen Positionen anhängt, da ihre ganze Lebensweise darauf gründet, daß diese von anderen akzeptiert werden. Offen gesagt, scheint sie gar nicht so daran interessiert zu sein, in der Türkei zu leben, dem wundervollen Ort voller wunderbarer Menschen, wie sie uns gerne glauben lassen möchte. Natürlich findet man diese paradoxe Einstellung unter vielen Einwanderern aus Entwicklungsländern, die die mannigfachen Probleme und Schrecken ihrer Geburtsländer hinter sich lassen möchten, während sie aber gleichzeitig deren zumindest teilweise Neuerschaffung in den Ländern ihrer Wahl garantieren durch endlosen Zustrom der Leute, die sie überhaupt erst geschaffen haben. Halten wir hier einfach eine seltsame Realität fest, nämlich, daß die Größe und Schwere der Interessensabweichung zwischen der Türkin und ihrer Gastgebergesellschaft im wesentlichen genauso groß ist, als wenn man sie durch eine herkömmliche Muslima ersetzen würde. Diese unfrohe Schlußfolgerung treibt uns zu einer weiteren, gleichermaßen unfrohen: daß die ihrem Bekenntnis nach nichtmoslemische Türkin im Effekt sowieso darauf besteht, von uns als eine solche behandelt zu werden, mit allem, was das beinhaltet.

Mehrfache Abweichungen

Es ist wert, die Leser daran zu erinnern, daß Britannien ein sehr breites Spektrum ethnischer Minderheiten hat, von denen viele produktiv und gesetzestreu sind. Breit gesprochen, gibt es zwei verschiedene Arten, diese Minderheiten zu unterteilen: ethnisch in Schwarze und Nichtschwarze, und religiös in Moslems und Nichtmoslems, was insgesamt vier verschiedene Typen von Minderheiten ergibt. Offen gesagt, scheinen jene Minderheiten, die weder schwarz noch Moslems sind (Juden, Hindus, Chinesen, Polen etc.), sich als Gruppen recht gut in der britischen Gesellschaft zu machen, wohingegen jene Gruppen, die schwarz und nichtmoslemisch sind (Jamaikaner etc.), schwarz und Moslems (Somalis), oder nicht-schwarz und moslemisch (Pakistanis, Bangladeschis etc.) als Gruppen anscheinend schlecht abschneiden.

Wie ich aus meiner eigenen Erfahrung gelernt habe, ist es – sobald genug Tribalismus im eigenen Denken wiederaufgetaucht ist, daß man ganze Gruppen (d. h. Moslems) als Gruppen auf der Basis konkreter Charakteristika jener Gruppen als Bedrohungen kategorisieren kann – sehr schwierig, nicht anzufangen, auch andere Gruppen, seien sie rassisch oder religiös definiert, vom Stammesgesichtspunkt aus zu sehen. Da der Islam damit weitermacht, die Pietäten und Tabus der multikulturellen Gesellschaft zu zerreißen und zu untergraben, scheint es sehr wahrscheinlich, daß krass minderleistende Gruppen zunehmend als Gruppen als auf eine Weise problematisch identifiziert werden, die trotz vieler Unterschiede zumindest in einigen Gesichtspunkten der Weise ähnlich ist, in der Moslems problematisch sind.

Natürlich könnte, sobald einmal ein gewisses Maß an Tribalismus grassiert, jede als nicht-britisch erkennbar Gruppe zum Ziel großer Unerfreulichkeiten werden, aber es ist schwer zu glauben, daß weithin bekannte und leicht feststellbare Unterschiede im Gruppenverhalten keinen Einfluß auf den Grad der Feindseligheit haben werden, die eine gegebene Gruppe erleidet.

Auf dieser Basis glaube ich, daß kein bedeutsamer Widerstand gegen die Islamisierung des Vereinigten Königreichs stattfinden wird ohne eine begleitende Schwächung der Legitimität, die man der Anwesenheit minderleistender Gruppen im allgemeinen gewährt. Moslems sind ein größerer Bestandteil dieser Gruppen, aber auch die weitgehend nichtmoslemische afro-karibische Gemeinschaft. Ich gebe hier die Vorhersage ab, daß der Status und die Sicherheit dieser Gemeinschaft im Vereinigten Königreich im Falle eines aufkommenden antiislamischen Tribalismus schwer leiden werden. In dem Ausmaß, wie jene in dieser Gemeinschaft dies schon vorweg erkennen, könnten sie leicht versuchen, sein Aufkommen zu verhindern. Auf lange Sicht kann dies nur das Auseinandergehen der Interessen verstärken und das Problem verschärfen.

Das Beste vom Rest

Im ersten Teil dieses Essays schloß ich damit, daß dem Islam in nützlicher Weise entgegengetreten und sein verderblicher Einfluß auf den Charakter westlicher Gesellschaften auf nichts zurückgestutzt werden wird, wenn er von stammesmäßig motivierten Akteuren als die Basis eines gewalttätigen, expansionistischen religiösen Stammes erkannt wird, der alles Gute in den Gesellschaften zerstören wird, in die er eingedrungen ist, wenn er die Gelegenheit dazu erhält. Jedoch ließ ich die Frage offen, welcher Stamm genau den Gläubigen in dieser Weise entgegentreten wird, und mit welchem anderen Stamm er damit in Konflikt kommen könnte. Im Schlußteil dieses zweiten Folge möchte ich die verschiedenen Verwerfungen zwischen Stämmen, wie sie in meinem eigenen Land existieren, im Lichte des bisher Diskutierten betrachten.

Ob nun der Stamm, der sich gegen den Islam stellt, irgendeine bedeutende Anzahl von Nicht-Einheimischen enthalten könnte, ist eine Frage, die in der obigen Diskussion bereits unausgesprochen beantwortet wurde. Allein die Tatsache, daß man, wie ich es getan habe, auf Juden, Hindus und andere schauen und darüber nachdenken kann, ob ihre Gruppencharakteristika eine Hilfe oder eine Behinderung sein werden, ist Zeugnis für ihre Existenz als eigene Stämme in bedeutendem Sinne, eine Schlußfolgerung, der sie wahrscheinlich nicht widersprechen würden. Es gibt jedoch ein betrübliches Maß an Beweis dafür, daß – obwohl die Interessen jener Gruppen und der einheimischen Briten üblicherweise nicht sehr auseinandergehen, wenn nicht trivial sind – die wachsende Konfrontation zwischen dem Islam und seinen Gastgebergesellschaften im Westen viel breitere Abweichungen in kritischen Interessenbereichen zur Folge haben könnten. Was dann?

Hier führe ich nochmals das Thema an, das diesen Teil des Essays eingeleitet hat, nämlich das der Armeno-Amerikaner. So weit mir bekannt ist, ist die armenisch-amerikanische Gemeinschaft eine gesetzestreue und produktive Gruppe, die ihrer Gastgebergesellschaft keine besondere Last auferlegt und noch weniger ihre Sicherheit oder politische Stabilität bedroht. Wenn jedoch die amerikanischen Beziehungen zur Türkei zu einer Angelegenheit von überwältigend existenzieller Wichtigkeit für die Vereinigten Staaten würden, dann wäre es vorstellbar, daß die Interessensabweichung zwischen den Amerikanern insgesamt und den armenischen Amerikanern im Besonderen so akut werden könnten, daß sie einen Bruch verursachen – und das bei einer Minderheit, die in keiner Weise eine direkte Bedrohung oder ein Problem für Amerika ist.  Denn die Aufnahme fremder Stämme in ein Land erzeugt Verwerfungen. Einige werden offensichtlicher sein, andere weniger, aber die meisten werden der Auflösung lange genug widerstehen, daß sie zumindest für lange Zeit bestehen bleiben, und einige werden dauerhaft sein. Einige dieser Verwerfungen mögen die meiste Zeit ruhig sein, so sehr, daß ihre Existenz vergessen wird. Aber ein Zittern, wenn nicht ausgesprochene Erdbeben, entlang anderer Verwerfungen wird zweifellos bei einigen von ihnen Resonanzen zu unserem Nachteil verursachen.

In Zeiten relativer politischer Zufriedenheit werden Abweichungen in den Interessen von Minderheitengruppen und ihrer Gastgebergesellschaften entweder ignoriert oder als Teil des Trubels im politischen Leben freier Länder gesehen. Wenn jedoch Islamisierungs- und Antiislamisierungsanstrengungen zunehmend gegenseitigen Blutzoll fordern, sei es wörtlich oder bildlich gesprochen, dann ist es höchst unwahrscheinlich, daß dieser relativ geruhsame Stand der Dinge weiter erhalten bleiben wird. Ich habe oben versucht, einige der Schlüsselpunkte in meinen Diskussionen mit dem Juden, der Hindu und der ‘säkularen’ Türkin zu beleuchten, und werde hier nicht weiter darauf herumreiten. Stattdessen möchte ich einige der möglichen Entwicklungen diskutieren, die folgen könnten, falls gutintegrierte, gesetzestreue Minderheiten auf der Verfolgung von Interessen beharren, die jenen einheimischer Briten offenkundig entgegenstehen.

Es sei hier gesagt, daß Einwanderer im Vereinigten Königreich überwiegend verstehen, daß sie, und durch sie ihre erweiterten Stämme, hier an etwas Gutem teilhaben. Man muß die Hindu oder die ‘säkulare’ Türkin nicht sehr gut kennen, um zu begreifen, welch großen Teil ihrer Hoffnungen und Erwartungen der langfristige Zugang zu westlichen Ländern ausmacht. Man kann ihnen natürlich nicht zum Vorwurf machen, daß sie solch einen Zugang wünschen, und ich denke deswegen nicht schlechter über sie. Jedoch, sofern sie weiterhin stammesmäßig denken und handeln, werden sie weiterhin befürworten, daß das Gute, das der Westen ist, mit anderen Mitgliedern ihres Stammes geteilt wird, ungeachtet dessen, ob dies im Interesse der Völker liegt, deren Heimat diese westlichen Länder sind. Und sofern irgendein Mitglied dieser fremden Stämme glaubt, daß der wachsende Widerstand gegen den Islam sich allgemeiner auf reduzierten Zugang zum Guten, das der Westen ist, übertragen könnte, ist von ihnen zu erwarten, daß sie in die Gegenrichtung stoßen. Indem sie das tun, werden sie sich effektiv, wenn nicht absichtlich, mit jenen verbünden, welche die Islamisierung unserer Länder anstreben. Wenn das geschieht, dann werden sie de facto zu Mitgliedern einer fünften Kolonne, zu einem Teil einer fahrlässigen proislamischen Operation. Ein hartes Urteil, aber keines, von dem ich eine Möglichkeit zur Vermeidung sehe.

Die Bedeutung dessen ist einfach auszudrücken: Unlösbare Stammesdifferenzen können nicht als bloße politische Differenzen betrachtet werden, wo Bob diesen Weg geht, während Ranjit jenen nimmt. Wenn ansonsten harmlose Einwanderergemeinschaften darauf bestehen, daß ihre Interessen a) stammesbezogen sind und b) am besten bedient werden, indem sie Antiislamisierungsbestrebungen behindern, dann wird ihnen die Möglichkeit genommen werden müssen, irgendeinen Einfluß auf den Lauf der Entwicklungen auszuüben. Ob solch sekundäre Divergenzen auftreten oder nicht, liegt bei ihnen, nicht bei uns.

Ausgewählte Kommentare zum Originalartikel bei GoV:

DP111:

Und sofern irgendein Mitglied dieser fremden Stämme glaubt, daß der wachsende Widerstand gegen den Islam sich allgemeiner auf reduzierten Zugang zum Guten, das der Westen ist, übertragen könnte, ist von ihnen zu erwarten, daß sie in die Gegenrichtung stoßen.

Es gibt natürlich die Möglichkeit, daß der Einwandererstamm es umgekehrt sieht und sich auf die Seite der Einheimischen stellt, um der Islamisierung entgegenzuwirken. Ich habe da Leute wie Bischof Nazir Ali, Patrick Sookhdeo, und viele andere aus christlichen Gemeinden im Vereinigten Königreich im Sinn, die aus Erfahrung wissen, was der Islam wirklich ist.

Das Problem, das wir im Moment haben, ist das, daß sich die Situation nicht so klar darstellt, wie man es gerne hätte. Es ist nicht nur die Teilung zwischen Einheimischen und Einwandererstämmen. Die größten Vorschubleister des Islam im Vereinigten Königreich sind unsere eigene politische Elite und die Medien, besonders die BBC. Dies ist ein separater Stamm, den du in deine Analyse einbeziehen mußt. Dieser Stamm sieht die Umwandlung einer homogenen und wohlgeordneten Gesellschaft in eine, die keine Richtung hat, als eine Gelegenheit zur Gesellschaftsklempnerei.

Wenn man diesen zusätzlichen Stamm in Betracht zieht, dann haben wir es nicht nur mit einem Konflikt zwischen Einheimischen und Einwanderern zu tun, sondern mit einem echten Bürgerkrieg. Selbst in diesem frühen Stadium kann man die gehässige Art sehen, in der dieser Stamm solche wie Bischof Nazir Ali angreift und jene, die ihn unterstützen.

El Inglés: Ein guter Artikel.

El Inglés:

dp111:

danke für das Lob. Du hast natürlich recht damit, daß die Einheimischen kein einzelner Stamm sind. Dies ist eine zusätzliche Komplikation; sehr schwierig, dies zusammen mit allem anderen in einen einzigen Artikel einzubeziehen.

Ich würde meinen, daß eine Wiedervereinigung der Stämme unter Einheimischen, wenn man so will, uns nach und nach näher dorthin bringen werden, wo wir vor sechzig Jahren waren, unter welchen Umständen die Spaltung zu anderen Stämmen offensichtlicher werden wird. Es ist sehr schwer zu glauben, daß es keine derartige Wiedererweckung geben wird, wenn sich die Verluste weiter häufen.

DP111:

El Inglés schrieb: Ich würde meinen, daß eine Wiedervereinigung der Stämme unter Einheimischen, wenn man so will, uns nach und nach näher dorthin bringen werden, wo wir vor sechzig Jahren waren, unter welchen Umständen die Spaltung zu anderen Stämmen offensichtlicher werden wird.

Ich hoffe, daß du recht hast.

Bedenke diesen einheimischen Anglo-Stamm, der eifrig alles Islamische befürwortet, nicht weil ihm der Islam gefällt, sondern weil der Islam den Katalysator zur Zerstörung der Gesellschaft liefert, und dann für Gesellschaftsklempnerei und die Umwandlung Britanniens in ein marxistisches Utopia. Der Marxismus ist eine Religion, seine Anhänger sind erfüllt vom selben Gefühl der Unvermeidlichkeit der Richtigkeit ihrer Sache. Sie werden falls nötig ‘vor die Löwen gehen’, denn sie glauben, sie seien die Morgendämmerung eines neuen Zeitalters, eines Zeitalters frei von Rassismus, religiösem Glauben und allen anderen kulturellen Traditionen, die eine Nation definieren. Es ist dieser Glaube, der all die Linken un der BBC leitet. Ich sehe nicht, daß sie zu den Massen tendieren, die sie als uninformierte Rassisten und Bigotte betrachten. Sie werden ihre Ecke mit all ihrer Macht verteidigen, und wenn sie untergehen, dann in dem Glauben, daß man sie in der Zukunft als Märtyrer betrachten wird.

Ich habe seit mehreren Jahren einen Bürgerkrieg im Westen befürchtet und darüber geschrieben. Dieser wird äußerst katastrophal sein, denn selbst wenn wir gewinnen, werden wir das Gewebe unserer Gesellschaft zerstört haben, unseren Glauben an unser Gefühl für “Fair Play”, Toleranz etc. Aus diesem Grund habe ich versucht, mir irgendeinen anderen Weg zur Rettung vor einer Zukunft unter der Scharia auszudenken als den Bürgerkrieg.

babs:

Zu einem der Punkte, die du am Beginn deines Essays angeführt hast; der Idee, daß eine “eindringende” Gruppe die Arbeitsplätze und den Status einer existierenden niederen Klasse usurpieren wird, die bereits in der Gesellschaft etabliert ist: Ich konnte nie verstehen, warum die Afroamerikaner nicht aufgeschrien haben wegen der Invasion von Hispanics in die Staaten.
Ökonomisch sind die Afroamerikaner am meisten von der Flut billiger hispanischer Arbeitskraft in die Staaten betroffen gewesen, nachdem ihnen Arbeitsplätze und Bildungsmöglichkeiten genommen wurden. Es ist mir immer noch ein Rätsel, warum ihre politischen Führer dies zugelassen haben, als die Viertel ihrer Wahlklientel übernommen und deren Jobs von billigen Arbeitern weggenommen wurden.
Ich wünschte, jemand könnte mir das erklären.

laine:

Sehr gedankenanregender Artikel, besonders die Idee der permanenten Verwerfungen, die in guten Zeiten unsichtbar sind, die sich aber unter Belastung zu Rissen und dann zu Spalten erweitern können und werden.

Großer Schaden ist den europäisch-christlich basierten Ländern bereits angetan worden durch verschiedene Stämme, die ihre eigenen Interessen verfolgen, statt die Länder zu stärken, die sie als Einwanderer aufgenommen haben.

Warum ist der Drang zum staatlichen Multikulturalismus zum Beispiel in Japan nicht aufgetreten? Wenn man das bis zu den ‘60ern und den Einflüssen auf Ted Kennedys schändlichem Gesetz zurückverfolgt, das die Schleusen zur Einwanderung aus der Dritten Welt geöffnet hat, wie auch zu Trudeau, der dasselbe in Kanada getan hat, so gab es keinen öffentlichen Bedarf danach. Stattdessen scheint es, daß einflußreiche Mitglieder des jüdischen Stammes eine Politik förderten, von der sie dachten, daß sie ihnen nützen würde, während sie jede weiße christliche Nation verdünnen würde, um zu verhindern, daß das noch einmal geschieht, was in Deutschland geschehen war. Selbst jene Nationen, die Deutschland bekämpft hatten, wurden in das Multikulti-Projekt einbezogen. Übrigens, ich sage nicht, daß es für Juden aus ihrer Sicht falsch war, das zu tun, aber es war falsch von Nichtjuden, diese Politik zu übernehmen, ohne abzuwägen, ob das gut für unseren Stamm war.

Wenn westliche Länder sich die “Besten und Klügsten” aus der Dritten Welt ausgesiebt hätten, um sich uns anzuschließen, wie uns das zuerst versprochen worden war, dann hätte die Einwanderung uns vielleicht gestärkt und bereichert. Unglücklicherweise folgten dann Familienzusammenführung und laxe Flüchtlingspolitik, einschließlich älterer Bürger und Ungebildeter, wodurch der wirtschaftliche Vorteil zu einem Scheinargument wurde. Einige Gruppen wie die Jamaikaner brachten mehr teure Negativeigenschaften wie hohe Kriminalität mit, als ihre gesetzestreuen Mitglieder jemals durch Steuerleistungen wettmachen könnten. Im Grunde wurde die Einwanderung zu einer Form von Wohlfahrt, von der es hieß, daß die entwickelten Länder sie allen aus unterentwickelten Ländern “schulde”, die die harte Arbeit überspringen wollten, ihre eigenen Länder wohnlich zu machen.

Der resultierende Turm zu Babel, der wie ein schwankender Jenga-Turm errichtet worden war, hat als Schlußstein die Einwanderung von Moslems, von denen die Ehrlichsten bereits erklärt haben, daß sie hier sind, um die Macht zu übernehmen. Sie haben keine Absicht, zum “American Way” beizutragen, zum kanadischen, britischen oder australischen Weg, sondern uns alle zum moslemischen Weg zu bekehren. Da dieser Weg gegenüber Juden besonders feindlich ist, stellt sich die Förderung von Multikulti als nicht gerade ihr schlauester Zug heraus, und als immer noch sehr einflußreicher Zweig der Linken scheinen sie das recht langsam zu begreifen.

DP111 hat recht damit, die größte Problemzone bei den linken Einheimischen zu verorten, die Multikulti wie auch mehrere andere Initiativen zur Gesellschaftsveränderung gefördert haben. Ihr Genius hat Political Correctness und weißes Schuldbewußtsein heraufbeschworen, um jeden bedeutenden Widerstand gegen die Auflösung alles Funktionierenden und dessen Ersatz durch ein schlecht ausgedachtes Experiment zu verhindern. Es hat das Leben der einzelnen Einwanderer großteils verbessert, die es in diese funktionierenden Länder geschafft haben, aber zum Preis der Schwächung dieser Länder und der Beraubung ihrer Einwohner um den einzigen Platz auf diesem Globus, den sie ihr eigen nennen können. Also DAS ist Diskriminierung im Übermaß: “Mein Land gehört allein mir, und deines gehört mir auch“.

Charlemagne:

El, großartiger Artikel!

Du hast gesagt: „Jedoch, sofern sie weiterhin stammesmäßig denken und handeln, werden sie weiterhin befürworten, daß das Guten, das der Westen ist, mit anderen Mitgliedern ihres Stammes geteilt wird, ungeachtet dessen, ob dies im Interesse der Völker liegt, deren Heimat diese westlichen Länder sind.

Diese Anmerkung trifft reichlich auf lateinamerikanische Einwanderer in die Vereinigten Staaten zu. Wir mußten die Märsche illegaler Ausländer ertragen, die Rechte fordern, welche nur US-Bürgern zustehen. Wir haben hispanische Politiker im Kongreß, welche die Staatsbürgerschaft für ihren Stamm befürworten, nicht weil jene Stammesmitglieder für die Staaten von Nutzen sein werden, sondern weil diese Politiker dadurch einen politischen Machtzuwachs gewinnen.
Die Empörung der amerikanischen Öffentlichkeit über den letzten Versuch einer Amnestie hat unseren Politikern offenkundig sehr wenig signalisiert, denn sie werden es trotz der öffentlichen Stimmung zu dem Thema noch einmal versuchen. Und der wahrscheinlich widerlichste Aspekt dabei ist das Anspruchsdenken, das Einwanderer aus Mexiko und anderen lateinamerikanischen Ländern hinsichtlich ihrer Einreise haben, UND die Nährung dieses Anspruchsdenkens durch demokratische und manchmal sogar republikanische Politiker.

23. November 2009

Warum haben die Europäer die moderne Welt geschaffen? – Teil 4

Gespeichert unter: Deep Roots — Deep Roots @ 23:15

"Do not go gently into that good night / Rage, rage against the dying of the light." (Dylan Thomas)

Von Fjord

Druckversion (pdf)

Übersetzung: Deep Roots   

Der Originaltext erschien am 30. September 2009 auf Gates of Vienna: http://gatesofvienna.blogspot.com/2009/09/why-did-europeans-create-modern-world_30.html

Der deutsche Soziologe Max Weber (1864-1920) identifizierte den Kapitalismus in seiner einflußreichen Studie Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus mit dem protestantischen Zweig des Christentums. Ich halte es in der Tat für zutreffend zu sagen, daß sich die protestantischen Nationen bei der Annahme von Wissenschaft und Kapitalismus als besonders dynamisch erwiesen haben; der Protestantismus ermutigte gewöhnliche Leute zum Lesen der Bibel in der Volkssprache, was die Alphabetisierung beschleunigte. Dennoch gibt es keinen Zweifel, daß die Grundlagen des Kapitalismus im katholischen Europa geschaffen wurden, in den mittelalterlichen Stadtstaaten Norditaliens.

Der westliche Wohlstand begann mit dem städtischen Wachstum und dem Handel im zwölften Jahrhundert und beschleunigte sich während der Renaissance zum siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert hin mit der Entwicklung einer relativ autonomen Klasse professioneller Kaufleute. Friedrich von Hayek (1899-1992), ein österreichischer und später britischer Ökonom und Philosoph, identifizierte einen neuen Individualismus, der vom Christentum und der Philosophie der klassischen Antike hervorgebracht und während der Renaissance entwickelt worden war. Er erklärt dies in seinem Klassiker Der Weg zur Knechtschaft:

“Von den Handelsstädten Norditaliens verbreitete sich die neue Lebenssicht mit dem Handel nach Westen und Norden, durch Frankreich und den Südwesten Deutschlands zu den Niederlanden und den britischen Inseln und schlug überall feste Wurzeln, wo es keine despotische politische Macht gab, um sie zu ersticken…. Während dieser ganzen neuzeitlichen Periode europäischer Geschichte war die allgemeine Richtung der gesellschaftlichen Entwicklung die, daß sie den einzelnen von den Banden befreite, die ihn an die gebräuchlichen oder vorgeschriebenen Wege beim Nachgehen seiner alltäglichen Aktivitäten gebunden hatten…. Das vielleicht größte Ergebnis dieser Entfesselung individueller Energien war das wundersame Wachstum der Wissenschaft, das dem Marsch individueller Freiheit von Italien nach England und darüberhinaus folgte…. Erst seit die Gewerbefreiheit den Weg zum freien Gebrauch des neuen Wissens geöffnet hatte, erst seit alles ausprobiert werden konnte – falls man jemanden finden konnte, der dies auf eigenes Risiko unterstützte – und, sollte man hinzufügen, genausooft von außerhalb der mit der Kultivierung des Lernens beauftragten Behörden wie innerhalb davon, hat die Wissenschaft die großartigen Fortschritte gemacht, die in den letzten hundertfünfzig Jahren das Gesicht der Welt verändert haben.”

Das westliche Wachstum hat Wurzeln im Mittelalter. Nathan Rosenberg und L.E. Birdzell Jr. gehen dem in How The West Grew Rich: The Economic Transformation Of The Industrial World nach:

“Anfänglich entsprang die Erlangung der Autonomie durch den Westen einer Entspannung oder Schwächung politischer und religiöser Kontrollen, was anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens die Gelegenheit gab, mit Veränderungen zu experimentieren. Wachstum ist natürlich eine Form von Veränderung, und Wachstum ist unmöglich, wenn Veränderung nicht zulässig ist. Jede erfolgreiche Veränderung erfordert ein großes Maß an Freiheit zum Experimentieren. Eine Gewährung dieser Art von Freiheit kostet die Herrscher einer Gesellschaft ihr Gefühl der Kontrolle, als würden sie die Macht zur Bestimmung der Zukunft der Gesellschaft an andere abtreten. Die große Mehrheit der Gesellschaften in der Vergangenheit und Gegenwart haben es nicht zugelassen. Genausowenig sind sie der Armut entkommen.”

Der Welthandel ist bis ungefähr 1840 in bescheidenem Maß gewachsen und hat dann abgehoben. 1913 war der Wert des Welthandels etwa fünfundzwanzigmal so hoch, wie er um 1800 gewesen war, obwohl die Preise für Fertigwaren und Rohstoffe in vielen Fällen niedriger waren. Zum ersten Mal war eine wahre Weltwirtschaft geschaffen worden, mit Mittelpunkt in Europa. Großbritannien spielte eine besonders prominente Rolle beim Einsatz des Handels, um die Welt und das ausgedehnte britische Empire wirtschaftlich miteinander zu verbinden. Dies wurde in großem Maße durch die Entwicklung neuer Verkehrs- und Nachrichtenmittel erleichtert. Eisenbahnen breiteten sich über ganz Europa und Nordamerika bis nach Südamerika, Asien und Afrika aus und verringerten zusammen mit Dampfschiffen die Transportkosten drastisch. Internationaler Handel wurde auch durch den Bau des Suez- und des Panamakanals erleichtert. Die industrielle Revolution stellte einen Punkt beispielloser europäischer Macht dar.

Bis 1880 kontrollierten europäische Nationen erst 10 % des afrikanischen Kontinents. Dann kam der “Wettlauf um Afrika”, wo der Besitz von Kolonien zu einer Art Statussymbol wurde. Der europäische Imperialismus erreichte zu dieser Zeit in Asien ebenfalls seinen Höhepunkt, als die Niederländer ihre Herrschaft über Java auf den Großteil dessen ausdehnten, was heute Indonesien ist, die Briten vertieften ihre Kontrolle über Besitzungen wie Indien, die Franzosen errichteten ihre Herrschaft über einen weiten Bereich von Indochina wie auch Westafrika, und die Vereinigten Staaten erwarben 1898 nach dem spanisch-amerikanischen Krieg die Philippinen. Insgesamt waren die wirtschaftlichen Gewinne aus diesen Kolonien in vielen Fällen überraschend begrenzt. Sie wurden oft mehr aus politischen als aus wirtschaftlichen Gründen erworben. Die technologische Überlegenheit ließ viele Europäer zur aufrichtigen Überzeugung gelangen, daß sie andere Völker “zivilisieren” könnten, eine Idee, die in Rudyard Kiplings Gedicht White Man’s Burden verkörpert ist.

Laut den Autoren Rosenberg und Birdzell “pflanzte der Kolonialismus die Saat für die frühe Entwicklung der heutigen Volkswirtschaften Nord- und Südamerikas — eine beeindruckende Errungenschaft. Aber die spanischen, portugiesischen, englischen, französischen und niederländischen Kolonialerfahrungen und ihre Konsequenzen waren vielfältig, selbst in den Amerikas. Spanien und Portugal wurden größere Kolonialmächte, ohne jemals fortschrittliche kapitalistische Volkswirtschaften zu werden…. Ihre wertvollsten Kolonien lagen in Lateinamerika, und die Mutterländer verloren diese an Unabhängigkeitsbewegungen, während sie selbst in einem vorkapitalistischen Entwicklungsstadium waren. Die bei weitem auffälligste Errungenschaft des britischen Kolonialismus war die, daß er die Saat für mehrere fortgeschrittene westliche Volkswirtschaften legte, zum beträchtlichen Nutzen der Kolonien: die Vereinigten Staaten, Kanada, Australien, Neuseeland, Hongkong und Singapur. Die wirtschaftlichen Leistungen dieser Kolonien nutzten auch Britannien, denn kontrollierter und ausbeuterischer Handel mit einer wirtschaftlich rückständigen Kolonie ist für ein fortschrittliches Land viel weniger profitabel als der Handel mit anderen fortschrittlichen Ländern. Frankreich errichtete und verlor ein großes Kolonialreich, an das man sich wegen des gewaltsamen Zusammenbruchs seiner Herrschaft über Indochina und des beinahe gleichermaßen gewaltsamen Endes seiner Herrschaft über das erinnert, was wahrscheinlich seine wirtschaftlich erfolgreichste Kolonie war – Algerien. Rückblickend gibt es wenig Grund zu denken, daß seine Kolonialunternehmungen positiv zu Frankreichs Wirtschaftswachstum beigetragen haben.”

Es gibt keinen allgemeinen Zusammenhang zwischen der Größe und zeitlichen Entwicklung des Wirtschaftswachstums westlicher Länder und ihrer Kolonialreiche. Deutschland übertraf im späten neunzehnten Jahrhundert Frankreich und zeitweise sogar Britannien in der Industrieproduktion, besaß aber im Vergleich zu letzterem nur wenige und unbedeutende Kolonien. Spanien besaß im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert das größte Imperium der Welt und litt doch an Inflation und militärischer Überdehnung. Italien war in derselben Zeitperiode politisch zersplittert und von Angriffen moslemischer Piraten geplagt, und doch gab es während der wissenschaftlichen Revolution kein spanisches Äquivalent zu Galileo. Kopernikus wurde in Polen geboren, das niemals eine Kolonialgeschichte hatte; Tycho Brahe stammte aus dem winzigen Dänemark und Kepler aus dem zerteilten Deutschland. England war zur Zeit Newtons noch keine große Kolonialmacht im Vergleich zu den Türken und ihrem osmanischen Reich. Die größte astronomische Revolution in der Geschichte kann einfach nicht “kolonialer Ausplünderung” zugeschrieben werden, wie sehr man es auch versuchen mag.

Die imperialistschen Länder Spanien und Portugal erreichten kein langfristiges Wachstum, im Gegensatz zur nichtimperialistischen Schweiz oder zu Schweden. Spanien und Portugal setzten in ihren Kolonien verbreitet Sklaverei ein, blieben aber bei der Entwicklung moderner Wachstumswirtschaften zurück. Von den geschätzten 10-12 Millionen Afrikanern, die zwischen 1450 und 1900 zwangsweise über den Atlantik transportiert wurden, landeten mehrere Millionen im portugiesisch beherrschten Brasilien. Michael Hart spekuliert darüber, ob die Vermischung mit Völkern niedriger Intelligenz (afrikanischen Sklaven) den nationalen IQ Portugals während der Kolonialzeit verringert hat.

“Boa Esperanza”, ein portugiesischer Nachbau einer Karavelle aus dem 15. Jahrhundert; dieses Schiff hat mehrmals den Atlantik überquert und inzwischen schon mehr als 60.000 Seemeilen zurückgelegt.

Gefördert von Prinz Heinrich dem Seefahrer (1394-1460) unternahmen die Portugiesen in der Mitte des 15. Jahrhunderts systematische Entdeckungsreisen entlang der Westküste Afrikas, die ihren Höhepunkt fanden, als der Seefahrer Bartolomeu Diaz (ca. 1450-1500) 1488 um die südlichste Spitze des Kontinents segelte und damit den Seeweg nach Asien eröffnete. Der Seefahrer Vasco da Gama (ca. 1460-1524) und seine Mannschaft erreichten Indien um das Kap der Guten Hoffnung herum (1497-99) und kehrten erfolgreich nach Lissabon zurück, beladen mit Gewürzen und Mustern indischer Stoffe. Dies löste mehrere bewaffnete Zusammenstöße mit Moslems aus, die traditionellerweise viel von diesem lukrativen Handel kontrolliert hatten.

Lynn White, der herausragende amerikanische Professor für mittelalterliche Geschichte, stellt fest, daß “bis zum Ende des 15. Jahrhunderts die technologische Überlegenheit Europas eine solche war, daß seine kleinen, untereinander verfeindeten Nationen sich über den ganzen Rest der Welt ergießen konnten, erobernd, plündernd und kolonisierend. Das Symbol dieser technischen Überlegenheit ist die Tatsache, daß Portugal, einer der schwächsten Staaten des Okzidents, die Herrin Ostindiens werden und ein Jahrhundert lang bleiben konnte.” Dies war eine radikal neue Entwicklung des Mittelalters, denn “vor dem 11. Jahrhundert gab es im lateinischen Westen kaum Wissenschaft, nicht einmal in römischer Zeit.”

Technologische Entwicklungen erleichterten dieses Zeitalter der Entdeckungen. Europäer sind vielleicht die ersten gewesen, die Schießpulver für den Bau großer Kanonen nutzten, und während andere Zivilisationen in Eurasien diese Erfindung ebenfalls nutzten, waren Europäer besonders geschickt beim Kombinieren von Kanonen mit Schiffen. Die Portugiesen und andere waren Pioniere bei der Entwicklung neuer Typen hochmanövrierfähiger Segelschiffe wie der Karavelle, und die Entdeckungen führten zu verbesserten Karten und Navigationstechniken. Das Verlangen, heidnische Völker zu christianisieren, war nach jahrhundertelangem Ringen gegen Moslems immer noch sehr frisch bei führenden Individuen wie Königin Isabella von Spanien. Förderung durch die Regierung war wichtig für die Spanier und Portugiesen und im siebzehnten Jahrhundert für die holländische Ostindienkompanie. Es gab auch die grundsätzliche europäische Neugier auf die Welt, wenngleich asiatische Gewürze und die Suche nach materiellem Reichtum gewöhnlich die direktesten Gründe für diese Reisen waren. Von Vasco da Gama gibt es den berühmten Ausspruch, daß die Portugiesen “nach Christen und Gewürzen” suchten.”

Die “Götheborg” , ein Nachbau des gleichnamigen schwedischen Ostinienfahrers, der 1745 auf der Heimreise von China kurz vor Göteborg sank

Laut der Gelehrten Lynda Shaffer hätten die Chinesen mit ihrer großen und hochentwickelten Marine “die mühsame Reise um die Spitze Afrikas machen und in portugiesische Häfen segeln können; jedoch hatten sie keinen Grund, das zu tun. Obwohl die westeuropäische Wirtschaft florierte, bot sie nichts, das China nicht näher der Heimat und zu viel geringeren Kosten erwerben konnte.” Im Gegensatz dazu versuchten die Portugiesen, die Spanier und andere Europäer, die Gewürzinseln in Indonesien zu erreichen. “Es war dieser Gewürzmarkt, der Kolumbus westwärts von Spanien weglockte und Vasco da Gama um Afrika und über den Indischen Ozean zog.” Nach Shaffers Ansicht hatten Technologien wie Schießpulver und Kompaß in China eine andere Auswirkung als in Europa, und es ist “unfair zu fragen, warum die Chinesen nicht zufällig auf die westliche Hemisphäre gestoßen sind, als sie ostwärts über den Pazifik segelten, um die Wollmärkte Spaniens zu finden.”

Darin liegt einiges an Wahrheit. Das Zeitalter der Entdeckungen durch Portugal und Spanien begann anfänglich mit dem Wunsch, die zweitwichtigste Handelsregion der Welt, Europa und den Mittelmeerraum, mit der wichtigsten Handelsregion der Welt zu verbinden, dem Indischen Ozean, und dabei die moslemischen Mittelsmänner zu umgehen. Deshalb hatte Christoph Kolumbus irrtümlich geglaubt, in Indien angelangt zu sein, als er Amerika erreichte. Europäer waren anfänglich mehr daran interessiert, asiatische Güter zu kaufen, als umgekehrt, aber das erklärt immer noch nicht, warum die Chinesen und andere Asiaten kein Äquivalent zur wissenschaftlichen und industriellen Revolution schufen. Manchmal wird Dschingis Khan (ca. 1162-1227) und den Mongolen die Schuld dafür gegeben.

Die Eroberung durch die Mongolen hatte sicherlich die Wirkung einer gewaltsamen Unterbrechung, und die Spur der Verwüstung, die sie hinter sich ließ, entvölkerte Regionen von China und Korea über Iran und Irak bis Osteuropa. Sie beendete die dynamische Song-Dynastie, aber selbst davor gab es wenig Anzeichen dafür, daß eine Entwicklung in Richtung moderner Maschinen oder mathematischer Physik in China bevorstand. Eine Serie von Taifunen, genannt Kamikaze oder “Göttlicher Wind”, rettete die Japaner 1274 und 1281 vor den Mongolenflotten, aber auch sie entwickelten keine voll ausgebildete Industrie, bis sie im späten neunzehnten Jahrhundert ein westliches Modell übernahmen. Mehr noch, auch wenn Westeuropa vor den Mongolen verschont blieb, sollten wir uns daran erinnern, daß die Europäer Jahrhunderte politischen Zerfalls und Bevölkerungsrückgangs erlebt hatten, länger als in irgendeiner Periode der chinesischen Geschichte über mehrere tausend Jahre. Europa war auch einem länger währenden Angriff durch den Islam ausgesetzt.

Einige Moslems haben behauptet, daß wissenschaftliche Fortschritte in der islamischen Welt durch die mongolischen Eroberungen zum Stillstand gebracht worden seien. Dies ist aus einer Anzahl von Gründen unrichtig. Erstens, weil die Eroberungen Syrien, Ägypten, Nordafrika und die arabische Halbinsel nicht betrafen und diese Regionen trotzdem nicht mehr Fortschritte machten als der islamische Osten. Zweitens hatte die Wissenschaft in der islamischen Welt in vielen Disziplinen bereits davor stagniert. In der Astronomie erreichten die moslemischen Errungenschaften ihren Höhepunkt nach den Eroberungen, im Iran mit mongolischer Ermutigung. Hülägü Khan gab seinen Segen zum Bau des Maragha-Observatoriums, nachdem seine Truppen Bagdad geplündert und dem Abbasidenkalifat ein Ende gesetzt hatten. Sein Bruder Kublai Khan erbaute ein Observatorium in China.

In Europa wurden nach der Erfindung von Brillen und mechanischen Uhren neue wissenschaftliche Instrumente zum Studium und zur Vermessung der Welt eingeführt, von Teleskopen und Mikroskopen bis zu Thermometern, und ihre Präzision wurde stetig verbessert. Nach 1600 erlangten Napiers Logarithmen Bedeutung, und neue Mathematik wie Differentialrechnung und analytische Geometrie trugen immens zur Analyse bei. Ein fundamentaler institutionaler Pfeiler westlicher Wissenschaft war die Routinisierung der Entdeckungen, oder die Erfindung des Erfindens. David S. Landes erklärt:

“Es gab da eine weit verstreute Population von Intellektuellen, die in verschiedenen Ländern arbeiteten und verschiedene Umgangssprachen benutzten – und doch eine Gemeinschaft waren. Was an einem Ort geschah, wurde schnell überall sonst bekannt, teilweise dank einer gemeinsamen Sprache der Gelehrsamkeit, des Lateins; teilweise dank einer frühen Entwicklung von Kurier- und Postdiensten; vor allem weil Menschen in alle Richtungen zogen. Im siebzehnten Jahrhundert wurden diese Verbindungen institutionalisiert, zuerst in Person solcher selbsternannter menschlicher Vermittlungsstellen wie Marin Mersenne (1588-1648), dann in Form gelehrter Gesellschaften mit ihren korrespondierenden Sekretären, häufigen Treffen und periodischen Journalen. Die frühesten Gesellschaften erschienen in Italien – die Accadémia dei Lincei (Akademie der Luchse) in Rom 1603, die kurzlebige Accadémia del Cimento in Florenz 1653. Auf lange Sicht wichtiger waren jedoch die nördlichen Akademien: die Royal Society in London 1660, die Academia Parisiensis 1635 und ihre Nachfolgerin Académie des Sciences 1666. Selbst davor brachten informelle, aber regelmäßige Begegnungen in Kaffeehäusern und Salons Menschen und Fragen zusammen. Wie Mersenne es 1634 ausdrückte, ‘haben die Wissenschaften einander unverbrüchliche Freundschaft geschworen.’ Kooperation also, aber enorm gesteigert durch scharfe Rivalität im Rennen um Prestige und Ehre.”

Vom siebzehnten Jahrhundert an schufen Europäer viele wissenschaftliche Gesellschaften und Journale. Keine ähnlichen Arrangements und Einrichtungen zur Verbreitung von Gelehrsamkeit waren außerhalb Europas zu finden. China fehlte es an instututioneller Kontinuität für die Lehre, und dem Nahen Osten und Indien ging es nicht viel besser. Die islamophile Rede des US-Präsidenten Barack Hussein Obama an der Kairoer Universität in Ägypten im Juni 2009 enthielt eine bemerkenswert hohe Konzentration von Halbwahrheiten, Verzerrungen oder platter Lügen. Nehmen Sie dieses Zitat:

“Als Student der Geschichte weiß ich auch um das, was die Zivilisation dem Islam verdankt. Es war der Islam — an Orten wie der Al-Azhar-Universität — der das Licht des Lernens durch so viele Jahrhunderte getragen und den Weg für Europas Renaissance und Aufklärung bereitet hat. Es war die Innovation in moslemischen Gemeinschaften, welche die Ordnung der Algebra entwickelt hat, unseren Magnetkompaß und die Navigationsinstrumente, unsere Beherrschung der Feder und des Buchdrucks, unser Verständnis dessen, wie sich Krankheiten verbreiten und wie sie geheilt werden können. Die islamische Kultur hat uns majestätische Gewölbe und aufragende Türme gegeben, zeitlose Poesie und geschätzte Musik, elegante Kalligraphie und Orte des friedlichen Nachdenkens. Und die ganze Geschichte hindurch hat der Islam durch Worte und Taten die Möglichkeiten religiöser Toleranz und der Rassengleichheit demonstriert.”

Gibt es auch nur eine einzige wahre Aussage in diesem ganzen Absatz? Moslems haben in der Tat einige schöne Kalligraphien geschaffen, und ein paar ihrer Gelehrte leisteten Beiträge zur Algebra, aber davon abgesehen ist es fast totaler Unsinn. Der Magnetkompaß wurde von den Chinesen erfunden und möglicherweise unabhängig davon von den Europäern und anderen. Der Buchdruck wurde auch von den Chinesen erfunden und von den Moslems tausend Jahre oder länger wegen islamisch-religiösem Widerstand stur und beharrlich abgelehnt. Sie mochten die chinesische Erfindung des Schießpulvers um einiges mehr.

Keine direkte Verbindung ist jemals zwischen Gutenbergs Druckerpresse und dem Buchdruck in Ostasien nachgewiesen worden, obwohl es vorstellbar ist, daß die Grundidee des Druckens nach Europa importiert worden war. Im Gegensatz dazu wissen wir mit 100%iger Sicherheit, daß die Moslems mit der ostasiatischen Drucktechnik vertraut waren, sie aber aggressiv ablehnten. Der Gelehrte Thomas Allsen hat in seinem Buch Culture and Conquest in Mongol Eurasia beschrieben, wie die Behörden im Iran unter mongolischer Herrschaft im Jahr 1294 versuchten, nach chinesischer Art gedruckte Banknoten einzuführen, aber damit aufgrund des Volkswiderstands scheiterten:

“Gewiß hatte die moslemische Welt eine aktive und anhaltende Gegnerschaft gegen von Europa im fünfzehnten Jahhundert und später ausgehende Drucktechniken mit beweglichen Lettern gezeigt. Diese Gegnerschaft, die auf gesellschaftlichen, religiösen und politischen Erwägungen beruhte, dauerte bis weit ins achtzehnte Jahrhundert. Erst dann wurden Druckerpressen europäischen Ursprungs im osmanischen Reich eingeführt, und erst im nächsten Jahrhundert fand das Drucken weite Verbreitung in der arabischen Welt und im Iran. Dieses lange Zögern, dieses Desinteresse an europäischer Typographie und die Nichtnutzung der einheimischen Drucktraditionen Ägyptens sprechen sicherlich für eine Art fundamentaler struktureller oder ideologischer Antipathie gegen diese spezielle Technologie.”

Es ist wahrscheinlich, daß der Buchdruck den Bewohnern des Nahen Ostens aufgrund des Handels Jahrhunderte zuvor schon bekannt war, jedoch übernahmen sie diese großartige Erfindung aus islamisch-religiösem Widerstand erst tausend Jahre oder mehr nachdem sie in China gemacht worden war. Minderheiten wie die Juden oder Griechen und armenische Christen waren die ersten, die im osmanischen Reich Druckerpressen verwendeten. Das erste in persischer Sprache gedruckte Buch war wahrscheinlich ein jüdisch-persischer Pentateuch.

Moslems hatten Zugang zur optischen Theorie der Griechen. Alhazens Buch der Optik, eines der besten jemals in arabischer Sprache geschriebenen wissenschaftlichen Werke, wurde in der arabischsprachigen Welt weitgehend ignoriert, aber in Europa mit Interesse studiert. Es wurde in Kairo geschrieben, aber nicht an der Al-Azhar-Universität studiert, nahe der Alhazen jahrelang lebte. Al-Azhar war ein Zentrum religiöser Bildung und des Scharia-Rechts, nicht der säkularen Lehre und Wissenschaft. Im Gegensatz dazu wurde griechische Naturphilosophie und säkulare Lehre an mittelalterlichen europäischen Universitäten zusätzlich zu religiösen Themen gelehrt, weshalb die Optik von mehr europäischen Gelehrten studiert wurde. Mir sind wenige, wenn überhaupt irgendwelche, Institutionen außerhalb Europas vor der Kolonialzeit untergekommen, die ich “Universitäten” im westlichen Sinne nennen würde. Unter den besseren Kandidaten gäbe es das Große Kloster von Nalanda in Indien, das eine buddhistische Institution war. Es wurde nicht von Moslems erbaut, sondern von ihnen zerstört, wie so viele Kulturschätze in Indien und Zentralasien.

Das chinesische Bildungssystem führte ein gewisses Maß an Meritokratie ein, das die Bürokratie davor bewahrte, völlig erblich zu werden. Jedoch wurde es starr kontrolliert und konzentrierte sich überwiegend auf Literatur und Morallehre. Männer verschwendeten Jahre ihres Lebens darauf, die Prüfungen der höheren Ebenen zu bestehen, wobei sie oft wieder und wieder scheiterten. Toby E. Huff ist dem in The Rise of Early Modern Science: Islam, China and the West, second edition nachgegangen:

“Aus Sicht dieser Studie war die moderne wissenschaftliche Revolution sowohl eine institutionelle aus auch intellektuelle Revolution, die das System des Naturverständnisses neu organisierte und eine neue Vorstellung vom Menschen und seinen kognitiven Fähigkeiten bestätigte. Die Formen der Vernunft und Rationalität, die aus der Begegnung von griechischer Philosophie, römischem Recht und christlicher Theologie erschmolzen worden waren, legten das Fundament für den Glauben an die essentielle Rationalität von Mensch und Natur. Noch wichtiger war, daß diese neue metaphysische Synthese eine institutionelle Heimat in den kulturellen und rechtlichen Strukturen der mittelalterlichen Gesellschaft fand – das heißt, in den Universitäten. Zusammen legten sie das Fundament zur Bestätigung der Existenz neutraler intellektueller Räume, innerhalb derer die Geister ihrer intellektuellen Inspiration nachgehen konnten, während sie sondierende Fragen stellten. Nachdem sie diese Fundamente gelegt hatten, waren große Teile der westlichen Welt in den Jahren nach der Renaissance in der Lage, sowohl in der wissenschaftlichen wie auch wirtschaftlichen und politischen Entwicklung voranzuschreiten.”

Die mittelalterliche europäische Universität stellte eine echte Innovation dar, und Huff stellt ihre Entwicklung und die Entscheidung, nicht nur Theologie, sondern auch Naturwissenschaften in ihren Lehrplan aufzunehmen, ins Zentrum der späteren wissenschaftlichen Errungenschaften des Westens:

“Wir sollten auch nicht die Größe des Schrittes unterschätzen, der gemacht wurde, als man (teilweise in Nachfolge der antiken Tradition) beschloß, das Studium der Philosophie und aller Aspekte der natürlichen Welt zu einer offiziellen und öffentlichen Unternehmung zu machen. Wenn dies als banale Errungenschaft erscheint, dann liegt das an unserem Eurozentrismus, der vergißt, daß das Studium der Naturwissenschaften und Philosophie in den islamischen Hochschulen des Nahen Ostens gemieden wurde und daß alle derartigen Nachforschungen in sorgfältig abgeschirmter privater Umgebung unternommen wurden. Gleichermaßen gab es in China keine autonomen, von der offiziellen Bürokratie unabhängigen Lehranstalten; diejenigen, die es gab, waren völlig von der Gnade des zentralisierten Staates abhängig. Genausowenig hatten Philosophen die Freiheit, für sich das Lehrgebiet zu bestimmen, wie es im Westen der Fall war.”

Die Chinesen sahen Nichtchinesen traditionellerweise als Barbaren an, aber eine der Hauptschwierigkeiten Chinas war die, daß Wissenschaftler wenig Raum für unabhängiges Denken fanden in einem autokratischen System mit einer zentralisierten Bürokratie, die sich auf konfuzianische Literaturklassiker und Kalligraphie konzentrierte. “Die Verfolgung wissenschaftlicher Themen war daher an den Rand der chinesischen Gesellschaft verbannt.” Dies bedeutet nicht, daß man keine verheißungsvollen Anfänge in Pharmakologie, Alchimie oder Medizin finden kann, “aber am Ende zählen Institutionen, wie viele Ökonomen uns erinnert haben. Ohne sie kann die fruchtbare Saat intellektueller Brillanz nicht zu kräftigen Pflanzen heranwachsen.”

Straßenszene in Schanghai; Bleistiftzeichnung von Joseph Selleny, der die Weltumseglung der österreichischen Fregatte “S.M.S. Novara” von 1857 – 1859 als offizieller Expeditionsmaler begleitete

In The Great Divergence: China, Europe, and the Making of the Modern World Economy, behauptet Kenneth Pomeranz, daß mehrere asiatische Länder, besonders China und Japan, bis um 1800 mindestens so fortgeschritten waren wie Europa. Europa hatte sich bis dahin nicht kritisch von Asien abgesetzt, und die industrielle Revolution begann teilweise aufgrund eines geographischen Zufalls in Großbritannien, weil es leichten Zugang zu Kohle hatte, und teilweise wegen seiner überseeischen Kolonien und Märkte. Seiner Ansicht nach hatte es eher wenig mit überlegener Wissenschaft oder Technologie zu tun.

Diese Behauptung ist rundweg falsch. In den theoretischen Wissenschaften waren die Europäer den Ostasiaten während des ganzen Spätmittelalters und der frühen Neuzeit voraus, und die Kluft vergrößerte sich schnell. Diese Fortschritte beeinflußten allmählich auch die angewandte Technologie. Die Chinesen hatten jahrhundertelang vom Magnetismus gewußt, und doch entdeckten sie niemals den Zusammenhang zwischen ihm und der Elektrizität, wie das Beispiel der Telegraphie zeigt. Hatten die Europäer einen “leichten Zugang” zum Elektromagnetismus? Neuzeitliche europäische Studien über die Geschwindigkeit und die Eigenschaften des Lichts waren weit fortgeschrittener als die asiatischen. Lag dies daran, daß Europäer “leichten Zugang” zum Licht hatten? Hatte man kein Licht in Asien?

Die mittelalterlichen Europäer waren auch gut in Bergbautechnologie, und dieses Wissen wurde in die Neue Welt gebracht. Das spanische Imperium verband die Amerikas mittels regelmäßiger Konvois über den Pazifischen Ozean mit den Philippinen und Asien. Die Spanier brachten so viel Silber aus Mexiko nach China, daß der mexikanische Dollar in einigen chinesischen Küstenprovinzen eine anerkannte Währung war. Nach 1400 stellte China seine Wirtschaft währungsmäßig um, und Silber wurde zum Deckungsmittel.

Kenneth Pomeranz stellt fest, daß “die dadurch geschaffene enorme Nachfrage nach Silber dieses in China viel wertvoller machte (im Verhältnis zu Gold und den meisten anderen Gütern) als irgendwo sonst auf der Welt, und China selbst hatte wenig Silberminen. Als Folge davon importierte China bereits im Jahrhundert bevor westliche Schiffe Asien erreichten, riesige Mengen an Silber (großteils aus Japan, und in einigem Ausmaß aus Indien und Südostasien). Als die Westler dann ankamen, mit Silber aus den reichsten jemals entdeckten Minen (Lateinamerika produzierte zwischen 1500 und 1800 ungefähr 85 % des Silbers der Welt), erzielten sie große und sehr verläßliche Arbitrageprofite.”

In Genghis Khan and the Making of the Modern World, einem weitgehend – und meiner Ansicht nach exzessiv – pro-mongolischen Buch, behauptet der Autor Jack Weatherford, daß die mongolischen Eroberungen die Renaissance in Europa ausgelöst hätten, indem sie den Kontinent für Ideen aus Asien geöffnet hätten:

“Weil viel des Mongolenreiches eher auf neuartigen Ideen und Wegen zur Organisation des öffentlichen Lebens beruhte als auf bloßer Technologie, regten diese Ideen in Europa zu neuen Gedanken und Experimenten an. Die gemeinsamen Prinzipien des Mongolenreiches – wie Papiergeld, Primat des Staates über die Kirche, Religionsfreiheit, diplomatische Immunität und internationales Recht – waren Ideen, die neue Bedeutung gewannen…. Unter den weitverbreiteten Einflüssen durch Papier und Buchdruck, Schießpulver und Feuerwaffen und die Verbreitung des Navigationskompasses und anderer maritimer Ausrüstung erlebten die Europäer eine Renaissance, buchstäblich eine Wiedergeburt, aber es war nicht die antike Welt Griechenlands und Roms, die da wiedergeboren wurde: es war das Mongolenreich, das von den Europäern aufgenommen, übertragen und an ihre eigenen Bedürfnisse und Kultur angepaßt wurde.”

Also sehen wir gleichzeitig Behauptungen, daß die Renaissance das war, was die großen Fortschritte in der westlichen Wissenschaft verursacht hat, und daß sie von Moslems im zwölften Jahrhundert oder von Mongolen im dreizehnten ausgelöst worden war. Gleichzeitig gab es angeblich bis zur Wende zum neunzehnten Jahrhundert nichts Besonderes an Europa. Ein intelligenter Leser wird schnell sehen, daß nicht alle diese verschiedenen Behauptungen gleichzeitig wahr sein können, und doch werden sie alle zur gleichen Zeit geäußert.

Worum es hier geht, ist nicht, was faktisch richtig ist, sondern es geht darum, jedes Gefühl von Stolz zu unterdrücken, das Menschen europäischen Ursprungs auf ihre historischen Errungenschaften haben könnten. Es ist ein bißchen ironisch, daß die europäische Kultur ständig als rassistisch, unterdrückerisch und böse verspottet wird und doch alle anderen eifrig bestrebt zu sein scheinen, die Ehre ihrer Erschaffung für sich zu beanspruchen. Wenn wir rassistische Unterdrücker sind, die die Erde vergewaltigen und die globale Erwärmung verursachen, warum sind dann die Moslems und andere so scharf darauf, sich die Schaffung unserer Kultur zuzuschreiben? Sollten sie sich nicht stattdessen dafür schämen?

Westliche Multikulturalisten behaupten, daß alle Kulturen gleich seien, und doch hat nur eine davon die moderne organisierte Wissenschaft geschaffen. Dies ist der große Elefant mitten im Zimmer. Multikulturalisten versuchen das mit der Behauptung wegzuerklären, daß:

A) die Wissenschaft unabhängig in vielen Regionen entwickelt wurde und zur modernen Wissenschaft verschmolz;

B) alle Kulturen und Völker gleich sind. Wenn eine davon erfolgreicher erscheint als andere, dann muß das daran liegen, daß sie die anderen ausbeutet und unterdrückt. Da die europäische Zivilisation in einzigartiger Weise einflußreich gewesen ist, kann das nur daran liegen, daß sie einzigartig böse ist. Konsequenterweise ist es eine gute Tat um der Erde und der Menschheit willen, sie zu zermalmen. Eine alternative Art des Umgangs mit dieser Schwierigkeit zur Erklärung dessen umzugehen, daß die moderne Wissenschaft in Europa entstand, liegt darin, das Problem überhaupt zu ignorieren und stattdessen über Zebras und australische Pflanzen zu reden. Dies ist Jared Diamonds bevorzugte Lösung.

Die Wahrheit ist, daß die wissenschaftliche Revolution die größte Errungenschaft des menschlichen Geistes in der gesamten Geschichte war, und daß sie von Europäern vollbracht wurde, und von niemand sonst. Wir können darüber debattieren, warum das so war, was für eine faszinierende Diskussion sorgen kann, aber das Endergebnis ist nicht debattierbar.

Pomeranz gibt zu, daß es in China keine wahren wissenschaftlichen Gesellschaften gegeben hat, stellt aber fest, daß “es in China, anders als in Europa, wo diese formalen wissenschaftlichen Gesellschaften für den Schutz der Wissenschaft vor einer feindseligen etablierten Kirche unerläßlich waren, keine solche mächtige und feindselige Körperschaft gegeben hat.”

Dies ist irreführend. Wenn die christliche Kirche immer gegen die Wissenschaft gewesen wäre, dann ist es unwahrscheinlich, daß die wissenschaftliche Revolution im christlichen Europa stattgefunden hätte. Wenn Mr. Pomeranz Toby Huffs exzellente Arbeit studiert hätte, dann würde er wissen, daß die Situation in China viel schlimmer war. Der Hongwu-Kaiser oder Taizu, der von 1368 bis 1398 regierte, war der Begründer der Ming-Dynastie. Er kam aus einer armen Familie und schuf eine neue Dynastie in der größten Volkswirtschaft der Welt. Er war offenbar ein energischer Charakter, aber sein Fall illustriert in der Tat die dem chinesischen Modell zugrundeliegenden Probleme. Der Kaiser dachte, daß die Studenten an der kaiserlichen Akademie zu aufsässig seien, und ernannte seinen Neffen zum Leiter des Instituts. Später gab er eine Reihe von Ankündigungen heraus:

“In der dritten dieser Bekanntmachungen (ca. 1386) gab es eine Liste ‘schlechter’ Inhaber akademischer Grade in der Hauptstadt, das heißt, chin-shih oder ‘Doktorate,’ zusammen mit den Namen einiger Studenten. ‘Er ordnete die Todesstrafe für achtungsechzig chin-shih-Inhaber und zwei Studenten an, und Strafdienst für siebzig Abschlußinhaber und zwölf Studenten.’ Der Autor dieses Berichts in der Cambridge History of China fügt hinzu, daß diese Listen ‘Männer vom Lernen entmutigt haben muß.’ An das Edikt angehängt war ein weiterer Verweis: Der Kaiser ‘würde jeden begabten Mann zum Tode verurteilen, der sich weigerte, der Regierung zu dienen, wenn er dazu aufgerufen würde.’ Wie er es ausdrückte, “sind bis zu den Rändern des Landes alle die Untertanen des Königs…. Gelehrte im Reich, die dem Herrscher nicht dienen, haben sich von den Lehren [des Konfuzius] entfernt. Es ist nicht übertrieben, sie hinzurichten und den Besitz ihrer Familien zu beschlagnahmen.’ Der Prozeß gegen Galileo und seine Bestrafung (Hausarrest in seiner Villa mit Blick über Florenz) ist nichts im Vergleich dazu.”

Kopernikus’ Buch von 1543 über den Heliozentrismus verursachte keinen unmittelbaren Aufruhr; erst 1616 während der katholischen Gegenreformation wurde es offiziell für irrig erklärt. Wie James Evans sagt, “hat Owen Gingerich nahezu alle erhaltenen Exemplare der Ausgaben von De revolutionibus von 1543 und 1566 untersucht, was sich auf mehr als 500 Bücher beläuft. Die Mehrheit der Exemplare in Italien wurden gemäß dem Erlaß zensuriert. Aber der Erlaß hatte anderswo fast keine Auswirkungen. Nicht einmal im katholischen Spanien wurden Exemplare zensuriert. Die Verdammung von De revolutionibus hatte sehr wenig Auswirkungen auf die Akzeptanz der heliozentrischen Hypothese. Selbst das berühmte Verfahren gegen Galileo wegen der fortgesetzten Befürwortung des Heliozentrismus nach der Verdammung bewirkte nur die Popularisierung der neuen Kosmologie.”

Einer der Gründe dafür, daß der Westen ein außergewöhnlich hohes Niveau nachhaltiger Innovation genossen hat, liegt darin, daß wir oft ein größeres Maß politischer Freiheit und Redefreiheit genossen haben als viele andere Kulturen. Zumindest war das früher so. In einigen kritischen Bereichen ist dies nicht mehr der Fall. Was wir jetzt erleben, ist ein Experiment beispielloser Größe in der Weltgeschichte: Nie zuvor hat man einer massive Zahl von Völkern mit niedrigem IQ sich in Ländern niederzulassen erlaubt, wo die eingeborenen Bewohner einen bedeutend höheren Durchschnitts-IQ haben als sie selbst.

Die Europäische Union fördert gegenwärtig die Masseneinwanderung von Völkern anderer Kulturen in westeuropäische Länder. Sie setzt auch eine zentralisierte, autoritäre bürokratische Struktur durch, die dem vorsowjetischen Europa fremd war. Während der ganzen europäischen Geschichte ist keine einzelne Autorität jemals in der Lage gewesen, Ideen auf dem ganzen Kontinent erfolgreich zu zensurieren, was – offen gesagt – eine von Europas größten Stärken gewesen ist. Die EU und die multikulturellen Eliten der einzelnen Länder zerstören nun absichtlich das, was traditionellerweise Europas vorrangigste vergleichsweise Vorteile gewesen sind: hoher durchschnittlicher Intelligenzquotient kombiniert mit der Freiheit, Fragen zu stellen.

Michael Hart befaßt sich in Understanding Human History damit, ob es unmoralisch ist, die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, daß es Intelligenzunterschiede zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen geben könnte, und ob es einen zum “Nazi” macht, wenn man das glaubt. Er meint, daß die potentielle Existenz solcher Unterschiede überhaupt keine moralische Frage ist, sondern bloß eine faktische:

“Solche Unterschiede (falls sie existieren) sind bloße Fakten der Natur; als solche mögen sie unglücklich sein, können aber nicht unmoralisch sein. Einfach ausgedrückt, falls es solche Unterschiede tatsächlich gibt, dann ist es nicht unmoralisch zu glauben, daß sie existieren oder ehrlich seinen Glauben daran auszudrücken oder die Unterschiede zu studieren. Und selbst wenn die Unterschiede nicht existieren, ist ein Glaube, daß es sie gibt (wenn ehrlich empfunden) nicht unmoralisch, noch ist eine ehrliche Befassung mit der Frage unmoralisch. Der Versuch, Sachfragen in moralische Fragen umzuwandeln, ist die Essenz des Dogmatismus und lange eine Behinderung des wissenschaftlichen Fortschritts gewesen. Ein wohlbekanntes Beispiel dreht sich um die Verurteilung Galileos durch die Inquisition im Jahr 1633. Die Mitglieder des Gerichts, das ihn verurteilte, verwandelten eine Sachfrage (‘Kreist die Erde um die Sonne?’) in eine moralische Frage (‘Steht ein solcher Glaube im Widerspruch zur Schrift, und ist daher ketzerisch?’)”

In der ganzen westlichen Welt gibt es mächtige Zensur in allem, was mit Multikulturalismus und Masseneinwanderung nichteuropäischer Völker zu tun hat. In Europa verkörpern die EU-Behörden eine der dahinterstehenden Hauptkräfte, in Zusammenarbeit mit den nationalen Behörden, den Medien und Akademikerkreisen in verschiedenen Ländern. Zusammen fördern sie Masseneinwanderung und ideologischen “Antirassismus” mittels gesellschaftlicher und rechtlicher Einschüchterung wie auch durch Propagandafeldzüge, die darauf abzielen, jeden zum Schweigen zu bringen, der Einwände gegen obenerwähnte Politik erheben könnte. Dies ist mit Leichtigkeit der schwerwiegendste Fall von Zensur in der Geschichte dieser Zivilisation. Ein Großteil Europas hat seit der Altsteinzeit eine bemerkenswerte genetische Kontinuität genossen. Eingeborene Europäer sollen jetzt durch Völker mit einem völlig anderen genetischen Profil verdrängt werden, aber wir dürfen über die langfristigen Konsequenzen dessen nicht debattieren.

Wenn man Leute fragt, was den schwersten Fall antiwissenschaftlicher Zensur in der westlichen Geschichte darstellt, werden sie üblicherweise den Fall Galileo gegen die Inquisition bezüglich der heliozentrischen Astronomie nennen. Das war in der Tat ein schlimmer Moment, aber die versuchte Zensur der heliozentrischen Kosmologie des Kopernikus hatte wenig langfristige Wirkung. Mehr noch, diese versuchte Zensur änderte nichts an der physischen Realität. Die Erde kreist immer noch um die Sonne.

Als Wissenschaftler nach dem Jahr 2000 das menschliche Genom entschlüsselten, beeilten sie sich, es als Beweis für die bemerkenswerte Ähnlichkeit der Menschheit untereinander darzustellen. Die DNS zweier beliebiger Individuen, hoben sie hervor, ist zu mindestens 99 % identisch. Aber neuere Untersuchungen erforschen den verbleibenden Bruchteil, um die beobachteten Unterschiede zu erklären. Immerhin könnten Sie, die Sie diese Worte lesen, leicht zu 99,5 % oder mehr mit Newton und Einstein identisch sein, aber dieses letzte bißchen macht einen ziemlich großen Unterschied aus.

2007 fragte The New York Times, eine Mitte-links stehende Zeitung, die sehr über realen oder eingebildeten “Rassismus” besorgt ist, im Artikel “In DNA Era, New Worries About Prejudice” (“Neue Sorgen über Vorurteile im Zeitalter der DNS”), “ob die Gesellschaft darauf vorbereitet ist, mit den Konsequenzen der Wissenschaft umzugehen, die schließlich merkliche genetische Unterschiede zwischen Rassen offenbaren könnte, welche sozial bedeutsame Eigenheiten beeinflussen.” Multikulturalisten haben zögernd zugegeben, daß Rasse kein “gesellschaftliches Konstrukt” ist, wenn es um Medizin geht; einige ethnische Gruppen sind anfälliger gegenüber bestimmten Krankheiten als andere.

Es ist wahrscheinlich, daß wir im einundzwanzigsten Jahrhundert eine genetische Revolution erleben werden, die unsere Sicht der Biologie so tiefgreifend verändern wird, wie die kopernikanische Theorie unsere Sicht der Astronomie verändert hat. Vielleicht werden wir nicht nur erkennen, welche Gene für bestimmte Krankheiten verantwortlich sind, sondern auch Gencluster, die zu ungewöhnlich hoher Intelligenz beitragen. Vielleicht wird in ein paar Generationen die Behauptung, daß Menschen genetisch mehr oder weniger identisch sind und daß die Betonung von Unterschieden in den natürlichen Fähigkeiten zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen “Rassismus” ist, genauso altmodisch und irrational erscheinen, wie uns geht, wenn wir ältere Behauptungen lesen, daß die Sonne um die Erde kreist. Der große Unterschied ist, daß die westliche Welt, nachdem der Antikopernikanismus diskreditiert war, immer noch ziemlich dieselbe war wie zuvor. Falls oder wenn einmal der Antirassismus wissenschaftlich diskreditiert worden ist und es schlüssig festgestellt worden ist, daß Menschen wirklich unterschiedliche Niveaus von Intelligenz und Fähigkeiten haben, dann könnte in der Zwischenzeit eine ganze Zivilisation, die kreativste und einflußreichste in der menschlichen Geschichte, durch organisierte Massendummheit unwiederbringlich zerstört worden sein.

Forschungen von Professor John Alford von der Rice University haben im Jahr 2008 ergeben, daß eineiige Zwillinge in politischen Dingen wahrscheinlicher einer Meinung waren als zweieiige Zwillinge. Er meint, daß Politikwissenschaftler die Genetik zu leichtfertig abtun, und er glaubt, daß die Genetik zusammen mit sozialen Einflüssen studiert werden sollte. Alfords Forschungen — und es gibt andere Studien mit ähnlichen Ergebnissen — weisen darauf hin, daß Menschen, die eine ähnliche genetische Beschaffenheit haben, auch ähnlich denken.

Nehmen wir dieses Prinzip und wenden es auf ganze Gesellschaften an: Was, wenn Kultur eine genetische Komponente hat, vielleicht sogar eine starke? Ich glaube nicht an genetischen Determinismus, da es einige Ereignisse in der Geschichte gibt, die nicht erfolgreich durch IQ oder Gene erklärt werden können, aber es gibt auch viele, wo man das kann. Selbst wenn Gene nicht alles bestimmen, so heißt das nicht notwendigerweise, daß sie gar nicht zählen, und doch legt die herrschende Ideologie im Westen heute fest, daß alles “sozial konstruiert” ist und daß alle Unterschiede zwischen Menschengruppen von Vorurteilen und “Rassismus” verursacht werden, womit üblicherweise nur weißer Rassismus gemeint ist.

Der Fall des Staates Israel ist interessant. Ich habe Berichte gehört, daß es schwierig ist, äthiopische Juden in die israelische Gesellschaft zu integrieren. Dies könnte daran liegen, daß sie ein teilweise afrikanisches genetisches Profil haben, was sie zu verschieden von nahöstlichen oder besonders von europäischen Juden macht. Wenn man als selbstverständlich annimmt, daß keine Gesellschaft erfolgreich eine beträchtliche Zahl von Menschen mit einem radikal anderen genetischen Profil absorbieren kann, dann erklärt das, warum Afrikaner nicht in die Vereinigten Staaten integriert worden sind, nachdem sie mehrere Jahrhunderte länger dort gelebt haben als viele europäische Einwanderer, die nahtlos assimiliert worden sind. Wir könnten auch den Fall der Zigeuner erwähnen, die ursprünglich aus Indien kamen und den Großteil eines Jahrtausends (seit dem späten Mittelalter) in Ost- und Mitteleuropa gelebt haben, aber dort immer noch nicht integriert sind.

Eines unserer größeren Probleme von heute ist das, was ich binäres Denken nennen würde. Im binären System gibt es nur Eins und Null, ein und aus. Man kann nichts dazwischen sein, so wie man auch nicht ein bißchen schwanger sein kann. Wenn es um IQ und genetische Intelligenz geht, dann ist der Grundimpuls der meisten westlichen Akademiker der, das ganze Thema zum Tabu zu machen und alle, die daran rühren, als “Rassisten” zu denunzieren. Dies ist antiwissenschaftlich und sollte deshalb zurückgewiesen werden.

Im anderen Extrem findet man jene, die fast alles der genetischen Intelligenz zuschreiben, was simplistisch ist. Es waren keine genetischen Veränderungen, die die mittelalterlichen Italiener den modernen Kapitalismus schaffen ließen, nachdem die Italiener in römischer Zeit niemals etwas dergleichen getan hatten, und es ist unwahrscheinlich, daß Veränderungen im IQ der Hauptgrund dafür sind, daß die Skandinavier im Wikingerzeitalter als Krieger gefürchtet und respektiert waren, heute aber als verweiblichte Sissies gelten. Westeuropa im frühen zwanzigsten Jahrhundert war die mächtigste Zivilisation auf Erden und beherrschte immer noch einen Großteil des Planeten. Ein Jahrhundert später ist dieselbe Region schwach und beherrscht nicht einmal ihre eigenen Vorstädte mit Erfolg. Ich bezweifle ernsthaft, daß sich der durchschnittliche europäische Intelligenzquotient in der Zwischenzeit drastisch verringert hat. Was geschah, ist daß der europäische Geist gebrochen wurde, besonders durch zwei verheerende Kriege und durch die dysfunktionalen und gefährlichen utopischen Ideologien, die dabei freigesetzt wurden.

Hoher IQ macht einen nicht automatisch zu einer moralischeren Person. Josef Goebbels, Propagandaminister in Nazideutschland, hatte eindeutig eine sehr hohe Intelligenz, und doch befähigte ihn dies nur dazu, Böses noch wirksamer zu bewerkstelligen. Ich frage mich manchmal, ob die Europäer nach Einführung destruktiver Ideologien süchtig geworden sind. In diesem Fall würde hoher IQ uns nicht viel helfen.

Menschen mit einem IQ von 100 werden immer ein weit größeres Potential für große Errungenschaften haben als Menschen mit einem IQ von 80. In welchem Ausmaß dieses Potential verwirklicht oder unterdrückt wird, hängt in großem Ausmaß von kulturellen Faktoren ab. Man kann leicht die Fähigkeit hochintelligenter Völker zur Nutzung ihres Potentials zerstören, aber man kann kein zusätzliches Potential für Völker mit niedrigem IQ erschaffen. Nordkorea kann durch Kommunismus zu einem ärmeren Land als Südkorea gemacht werden, aber Westafrikaner können niemals zu Pionieren der Weltraumforschung werden. Gleichermaßen haben Frankreich und Deutschland viele der größten Mathematiker der aufgezeichneten Geschichte hervorgebracht. Algerien und die Türkei haben buchstäblich keinen hervorgebracht. Ich bezweifle ernsthaft, daß Frankreich weiterhin große Mathematiker hervorbringen wird, wenn es von Algeriern bevölkert ist, und Deutschland, wenn es von Türken bevölkert ist.

Ja, ich weiß, daß es viele weiße Marxisten und andere gibt, die der westlichen Zivilisation feindlich gesinnt sind, und daß es viele Nichtweiße gibt, die diese Zivilisation aufrichtig bewundern und sie bewahren wollen. Kultur folgt nicht immer den Genen, aber andererseits ist es fraglich, ob das eine völlig vom anderen getrennt werden kann. Was, wenn Kultur zumindest teilweise das Produkt einer spezifischen Menschengruppe mit einem verwandten genetischen Profil ist? Was, wenn kulturelles Erbe nicht völlig vom genetischen Erbe getrennt werden kann und man zur Bewahrung des ersteren in irgendeiner bedeutsamen Weise auch das letztere bewahren muß? Falls das so ist, dann war die westliche Kultur historischerweise das Produkt europäischer Völker und kann nur durch diese aufrechterhalten werden. In diesem Fall wird man sich möglicherweise an US-Präsident Barack Hussein Obama als eine Übergangsfigur erinnern in der Evolution der USA von einem westlichen zu einem nichtwestlichen Land mit nichteuropäischer Mehrheit.

Während Jared Diamonds Buch Guns, Germs, and Steel einige lesenswerte Teile enthält, ist dessen allgemeine Schlußfolgerung fast sicher falsch. Man braucht sich nur den Zustand Kaliforniens anzusehen, um es zu widerlegen. Kalifornien war bis zu den 1960ern und 70ern die Wirtschaftslokomotive der USA und in Erweiterung auch der Welt. Bis 2009 ist es nahe am Bankrott. Der Grund dafür ist nicht, daß sich die Geographie Kaliforniens oder seine Pflanzen und Tiere in irgendeinem bedeutenden Ausmaß geändert hätten. Was sich geändert hat, ist die demographische Zusammensetzung Kaliforniens. Solange es vorwiegend von Weißen bewohnt wurde, war es eine dynamische Region. Sobald es von Mexikanern und anderen Drittweltvölkern mit niedrigem IQ bewohnt wurde, wurde es zunehmend einer Region der Dritten Welt ähnlich. Diamond ist gegenwärtig Professor an der University of California, Los Angeles (UCLA), was bedeutet, daß er klar erkennen kann, daß seine Theorien mangelhaft sind, indem er einfach aus dem Fenster schaut.

Jared Diamond ist ein armseliger und unehrlicher Wissenschaftler, wenn er nicht ernsthaft alternative Hypothesen in Betracht zieht, welche die beobachtete Realität manchmal besser erklärt als seine eigene. Warum also ist er so populär und einflußreich geworden? Weil er den westlichen multikulturellen Eliten genau das gab, was sie hören wollten: Menschen sind gleich, was zählt, ist die Geographie. Dies ist ein ideologisches grünes Licht für Masseneinwanderung von Menschen aus gescheiterten Ländern und Kulturen in den Westen. Wenn man dieser Logik bis zum Extrem folgt, dann sollte man die Bevölkerungen von, sagen wir, Japan und Kenia austauschen können. Kenianer würden dann Zugriff auf all jene großartigen japanischen Pflanzen haben und daher viel schlauer werden und die nächsten Baureihen hochtechnologischer Autos für Toyota und Mitsubishi entwickeln, oder fortschrittliche Fernsehgeräte für Sony. Ich persönlich falle nicht auf diese Idee herein, Die Erfahrungen, die westlichen Städten durch nichtwestliche Einwanderung bisher vermittelt wurde, legt anderes nahe. 

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