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von Fjordman

Erstveröffentlichung am 5. 9. 2008 unter dem Titel “Eastern Europe and the New Threats to Freedom” im Blog Gates of Vienna. 

Übersetzung aus dem Englischen: BeforeDawn

Der niederländische Karikaturist Nekschot (´Nackenschuss´), ein   Freund des toten Theo van Gogh, des Filmemachers, der von einem frommen Moslem im Jahr 2004 rituell geschlachtet wurde, war im Jahr 2008 der erste Karikaturist, der jemals in der Geschichte der westlichen Demokratien verhaftet wurde. Gregorius Nekschot wurde dreißig Stunden festgehalten wegen Karikaturen, die “Muslime und Menschen dunklerer Hautfarbe diskriminieren”, wie es die Staatsanwaltschaft Amsterdam ausdrückte. Ungefähr 10 Polizeibeamte zerrten ihn aus seinem Haus in Amsterdam, stellten seinen Computer und sein Telefon sicher und teilten ihm mit, dass sein bürgerlicher Name bekannt gemacht werde. Nekschot wurde zwei Tage später freigelassen. Eine Anzeige war im Jahr 2005 von dem niederländischen Imam Abdul Jabbar van de Ven, einem radikalen Islam-Konvertiten, gegen ihn erstattet worden. Nach dem Mord an dem Filmemacher Theo van Gogh hatte Abdul Jabbar van de Ven im Fernsehen gesagt, er würde Allah danken, wenn er es einrichten könnte, dass der islamkritische Abgeordnete Geert Wilders stirbt, “z. B. an Krebs”.

Die Verhaftung von Gregorius Nekschot wegen eines “multikulturellen Gedankenverbrechens” war ein weiterer Tiefpunkt für die Niederlande, einem Land, das noch vor wenigen Jahren für seine Offenheit und Toleranz bekannt war. Es war aber auch ein neuer Tiefpunkt für den “freien Westen”, der plötzlich sehr viel weniger frei aussieht.

Lars Hedegaard, der Vorsitzende der dänischen Trykkefrihedsselskabet (Gesellschaft für die Freiheit der Presse), zusammen mit seinen Kollegen Helle Merete Brix und Torben Hansen, ist einer der führenden Kräfte, die dafür sorgen, dass das winzige Dänemark ein Frontstaat im Kampf gegen den Islam wird. Bruce Bawer gibt in seinem Bestseller51f1l189dtl__bo2204203200_pisitb-sticker-arrow-clicktopright35-76_aa240_sh20_ou03_ While Europe Slept: How Radical Islam is Destroying the West from within einen Bericht von einem Treffen mit Hedegaard und Brix in Kopenhagen:

“Hedegaard war jedoch der Ansicht, dass es tiefere Gründe dafür geben müsse, dass das dänische Establishment mit soviel Milde über den islamischen Extremismus hinwegsieht, als nur Snobismus oder Hippie-Nostalgie. Denn schließlich, so sagte er, ist die Islamisierung der nordischen Länder ´die am weitesten reichende Transformation´, die sie in tausend Jahren erfahren haben. Etwas so Gewaltiges könne seiner Meinung nach nicht einfach mit der Dummheit oder dem Dünkel einiger Leute erklärt werden. Er beharrte darauf, dass “es für schwergewichtige Konsequenzen auch schwergewichtige Gründe geben muss”. Dass sich Dänemark den Muslimen ergibt, müsse auf einen tiefsitzenden inneren Zwang zurückzuführen sein. . . Seine Theorie war, dass die bevorstehende Kapitulation Westeuropas vor dem Islam ihre Wurzeln in der durch den Ersten Weltkrieg verursachten seelischen Verwüstung habe. Denn während jener Konflikt Amerikas Aufstieg zur Großmacht bezeichnet, sahen wir Europäer ihn als den vernichtenden Beweis, ´dass unsere Kultur wertlos ist. Sie wurde in ihren Grundlagen zerstört. Und das bereitete den Weg für die zwei Versionen des Totalitarismus´ − Faschismus und Kommunismus − und für ´Gräuel in einer Größenordnung, die kaum vorstellbar ist´. Diese Gräuel wiederum haben den Europäern die Last einer unerträglichen Schuld auferlegt. Die Nazis, sagte er, ´haben Europa das Gefühl vermittelt, dass es wegen seiner Sünden zum Untergang verurteilt sei… und auch nichts anderes verdiene´”.

Die durch die beiden Weltkriege verursachten Zerstörungen haben in der Tat Europa viel von seinem Selbstbewusstsein genommen. Das Problem ist dennoch vielschichtiger. Wenn man sich ansieht, welche Länder in diesen Kriegen am meisten gelitten haben, dann sieht man, dass es keine automatische Beziehung gibt zwischen dem Ausmaß der Zerstörung und der Neigung zum kulturellen Selbstmord. Polen z. B. neigt viel weniger dazu als mein Land, das am Ersten Weltkrieg nicht teilgenommen hat und im Zweiten weniger gelitten hat als andere Nationen. Schweden hat (offiziell) weder an dem einen noch dem anderen Krieg teilgenommen, und ebenso die Schweiz. Und beide Länder haben auch keine Kolonialgeschichte (wenn man annimmt, dass es sich um einen “postkolonialen Schuldkomplex” handelt), aber Schweden ist in dieser Hinsicht total verrückt, wie die Leser meiner Essays wissen.

Im Juni 2008 hat das schwedische Parlament für einen umstrittenen Gesetzesentwurf gestimmt, der im Namen der nationalen Sicherheit die Überwachung des gesamten E-mail- und Telefonverkehrs erlaubt. Das neue Gesetz, das am 1. Januar 2009 in Kraft treten soll, wird der Försvarets Radioanstalt (FRA, “Radioanstalt zur nationalen Verteidigung”) – trotz ihres Namens eine zivile Einrichtung – erlauben, alle grenzüberschreitenden Internet- und Telefonverbindungen anzuzapfen. Kritiker sagen, dieses Gesetz werde Schweden totalitärer machen als die ehemaligen kommunistischen Diktaturen Osteuropas. Nicht einmal die berüchtigte Stasi in der DDR hatte so weitgehende Mittel der Überwachung von Privatpersonen, wie Schweden sie jetzt haben wird.

Um das erklären zu können, müssen wir uns die langandauernde und äußerst schädliche Einwirkung des Marxismus in seinen verschiedenen Formen ansehen. Es ist in höchstem Grade ironisch, dass die Länder in der Westhälfte Europas, die während des kalten Krieges ein Teil der “freien Welt” waren, in mancherlei Hinsicht durch die marxistische Indoktrination mehr geschädigt sind als die Länder in der Osthälfte Europas, wo die Menschen generationenlang unter dem Kommunismus gelebt haben. Wir im Westen sind von einer anderen Strömung des Marxismus unterwandert worden, eine, die scheinbar weniger schlimm ist, da wir hier (noch) keinen Gulag haben, jedoch eine, die allmählich unseren Überlebenswillen zersetzt und uns unserer nationalen Identitäten beraubt.

Der tschechische Präsident Václav Klaus sagt, obwohl der Kommunismus, die “harte Version” des Sozialismus, vorbei ist, habe dies nicht automatisch “zu dem System geführt, in dem wir gerne leben möchten”. Das gegenwärtig vorherrschende wirtschaftliche und soziale System des Westens basiere auf einem aufgeblähten und uns bevormundenden Regierungsapparat, auf “weitgehender Regulierung des menschlichen Verhaltens und auf umfangreicher Umverteilung des privaten Einkommens”.

Klaus fordert alle die Freiheit liebenden Europäer auf, “diese gegenwärtige Version des globalen Sozialismus zu begreifen, denn unsere alten Vorstellungen machen uns vielleicht blind für einige wesentliche Merkmale dessen, was uns jetzt umgibt. Es könnte sogar sein, dass wir feststellen, dass der weitere Gebrauch des Begriffs ´Sozialismus´ uns in die Irre führt.” Die neue Version des postmarxistischen Kollektivismus will Privilegien für organisierte Gruppen und, “als Konsequenz daraus, eine Refeudalisierung der Gesellschaft, Multikulturalismus, Feminismus, unpolitischen Technokratismus (auf der Grundlage eines Ressentiments gegen Politik und Politiker), Internationalismus (besonders in seiner europäischen Variante des Europaismus), und ein rapide wachsendes Phänomen, das ich NGOismus nenne”.

Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass eine Generation nach dem Ende des Kalten Krieges verschiedene marxistische oder verwandte linksgerichtete Gruppierungen den größten Teil des Erziehungssystems und der Medien der westlichen Welt kontrollieren. Wie ich in meinem Essay Democracy and the Media Bias geschrieben habe, stehen die indigenen Europäer im Kampf gegen die Islamisierung ihrer Länder drei Feinden gleichzeitig gegenüber:

Feind 1 ist die anti-westliche Ausrichtung unserer Medien und Universitäten, die in der gesamten westlichen Welt zu finden ist.

Feind 2 sind die Eurabier und EU-Föderalisten, die mit Absicht die bestehenden Nationalstaaten zugunsten eines paneuropäischen Superstaates demontieren.

Feind 3 sind die Muslime.

Die Tatsache, dass die Medien und die Hochschulen politisch mehr, und manchmal sehr viel mehr, nach links neigen als der Durchschnitt der Bevölkerung, ist in all den Ländern, die ich daraufhin überprüft habe, zuverlässig dokumentiert, und die Annahme scheint berechtigt, dass dies ein Trend ist, der durchgängig in der gesamten westlichen Welt zu finden ist. Aber warum ist dies so?

Man könnte die These vertreten, dass dies der Effekt der westlichen Kulturrevolution in den Sechzigern und Siebzigern des vorigen Jahrhunderts ist, oder auch, dass es ein Produkt des Kalten Krieges ist. Aber wenn man dem folgt, was der hochgeschätzte Friedrich Hayek über den Sozialismus und die Intellektuellen geschrieben hat, dann war dieser Trend schon in den späten Vierzigern wahrnehmbar, also vor dem Kalten Krieg. Wie ist das zu erklären? Eine plausible Hypothese könnte die Annahme sein, dass Menschen mit konservativen Sichtweisen im allgemeinen ihre Energien in Wirtschaft und Handel fließen lassen, während diejenigen, die politisch nach links neigen, den Wunsch verspüren, in Positionen zu kommen, wo sie das Denken der Leute beeinflussen können. Dies würde dann bedeuten, dass in einer offenen Gesellschaft die Medien, der Hochschulbereich und die Intelligenzia im Laufe der Zeit immer mehr zur politischen Linken neigen und zunehmend von Personen dominiert werden, die mit utopischen Ideen sympathisieren. Wegen der Positionen, die sie erreicht haben, wird ihre politische Neigung einen signifikanten Einfluss darauf haben, welche Informationen der Allgemeinheit präsentiert werden, und in welcher Weise.

Der ungarische Blog-Leser Bela, der mit dem Kommunismus seine persönlichen Erfahrungen hat, glaubt, dass “der Marxismus durchaus nicht tot ist, sondern wiederauferstanden und am Leben”. Er führt den wachsenden Totalitarismus in der EU auf die allgemeine Passivität der Westeuropäer zurück, die nicht gegen die Eurokraten rebellieren, sondern sich demütig ihren Vorschriften fügen: ” Es gab keine Massenproteste gegen Solana und Co. Nicht ein einziges Mal und nirgendwo. Sie haben sich dem geliebten Sozialismus, der willentlich ins Werk gesetzten Islamisierung und dem Verlust der Meinungsfreiheit ergeben, gelähmt durch die Androhung von Strafen im Falle der Verweigerung, sie haben es einfach geschluckt, und ohne zu murren.”

Ich glaube, seine Kritik ist ein bisschen zu hart. Der wichtigste Grund für die allgemeine Passivität ist, dass der normale Europäer noch immer nicht versteht, wie schlecht die EU ist und in welchem Grade der pro-islamische Verrat organisiert ist. Die Hauptwaffe der EU ist Täuschung in Verbindung mit einer höchstgradig komplexen Organisation und einer unverständlichen bürokratischen Sprache. Die zweitwichtigste Waffe ist der im Westen allgemein vorhandene Respekt vor dem Gesetz und die Scheu vor einer bewaffneten Rebellion. Es ist wahr, dass die Westeuropäer den Regeln und Bestimmungen folgen, ohne viele Fragen zu stellen. Ich habe schon früher die Frage gestellt, ob die EU hätte eingerichtet werden können, wenn die Menschen nicht daran gewöhnt gewesen wären, in komplexen sozialstaatlichen Bürokratien zu leben, und die Antwort darauf ist: wahrscheinlich nicht. Die EU ist ein Reich der Bürokraten, in Ländern, in denen Bürokraten auch schon vorher das Sagen hatten. Ihre Arbeit ist umso leichter, als die Bevölkerungen seit Generationen vom Kulturmarxismus indoktriniert worden sind.

Wie Bela sagt, haben Linke wie A. Gramsci und G. Lukacs den Kulturmarxismus erfunden, um den Kapitalismus zu zerstören. Da es unter der sowjetischen Besatzung im Ostblock keinen Kapitalismus zu zerstören gab, hat es dort den Kulturmarxismus auch nie gegeben und die heutigen Osteuropäer haben nie etwas von ihm gehört. Dies habe ich auch in dem Essay Political Correctness – The Revenge of Marxism ausgeführt.

Mir haben Leute, die in den ehemaligen kommunistischen Ländern aufgewachsen sind, gesagt, dass wir im Westen mindestens genau so einer Gehirnwäsche durch den Multikulturalismus und die Politische Korrektheit ausgesetzt sind wie sie es im Kommunismus waren, vielleicht sogar in stärkerem Maße. Und meine Angst ist, sie könnten Recht haben. Die norwegische Zeitung Dagens Næringsliv hat die Tatsache herausgestellt, dass die größte “antirassistische” Organisation im Land, SOS Racisme, schwer von Kommunisten und Linksextremen unterwandert worden ist. Sie waren in den Jahren um 1990, mit anderen Worten, während des Zusammenbruchs des Kommunismus in Osteuropa, in die Organisation eingedrungen. Sie gingen auf geradem Weg vom Kommunismus zum Multikulturalismus über, was doch eigentlich beweist, dass wenigstens einige von ihnen den Multikulturalismus als die Fortsetzung des Kommunismus mit anderen Mitteln ansahen. Und es spricht Bände über die enge Verbindung zwischen dem ökonomischen Marxismus und dem kulturellen Marxismus. Sie wenden nur verschiedene Mittel an, um die gleichen Ziele zu erreichen.

Die Trennung von Staat und Kirche im Westen hat den Weg für größere politische Freiheit geebnet, aber dies ist nicht das ursprüngliche Ziel gewesen. Mit anderen Worten: eine der bedeutendsten Erfindungen in der europäischen Geschichte kam ungeplant. Im Gegensatz dazu planten die kommunistischen Regime in Osteuropa die Gesellschaft bis ins letzte Detail, und sie haben erbärmlich versagt. Die Lektion daraus ist: man kann nicht alles einem Plan unterwerfen, und man sollte es daher auch nicht versuchen. Die EU jedoch begeht jetzt diesen selben Fehler, nur in einer etwas anderen Weise. Und deshalb ist es mehr als ein Scherz, wenn man sie die EUdSSR nennt.

Im Moment sind einige Länder in Osteuropa gesünder als die meisten Länder in Westeuropa. Die Probleme des Multikulturalismus haben die gesamte westliche Welt infiziert, nicht nur Westeuropa, aber in der EU sind sie in einem alarmierenden Maß institutionalisiert worden. Vielleicht werden die Länder Ostmitteleuropas die Bastionen der europäischen Zivilisation in diesem Jahrhundert sein, das ist durchaus vorstellbar. Aber solange sie Mitglieder der Europäischen Union sind, werden der offizielle Multikulturalismus und der Kulturmarxismus der EUdSSR auch sie langsam aber sicher zerstören; es ist nur eine Frage der Zeit. Dies ist der Grund, warum es von solcher Wichtigkeit ist, die EU zu zerstören, als Voraussetzung dafür, dass wenigstens einige Regionen Europas dies überleben und sich hoffentlich wieder regenerieren.

Blog-Leser Bela: “In dieser Hinsicht bist Du im Irrtum: wie Du weißt, pflege ich mich deutlich auszudrücken, dies aber nur, um meinen Standpunkt zu verdeutlichen. Osteuropäer sind nicht solche “Gentlemen” wie die Westeuropäer. Sie können ungehobelt und wild sein (ich auch): denk an das, was auf dem Balkan passiert ist, keine noch so blutige russische Unterdrückung hat die Ungarn davon abgehalten, 1956 zu rebellieren, ebenso wenig 1968 die Tschechen, und für die Polen hat dies zu allen Zeiten gegolten. Diese Völker sind dickköpfig und rauh, unempfänglich für die Sensibilitäten der westlichen ´Intellektuellen´, erst wenn man flucht und vulgäre Ausdrücke benutzt, verstehen sie, was zum Teufel man eigentlich sagen will. Der EU wird es auch mit noch so viel Gehirnwäsche nicht gelingen, die vorherrschende Mentalität zu ändern. Als ich letztes Jahr in Osteuropa war, redete niemand über die EU; je weiter man vom Zentrum entfernt ist, desto weniger Einfluss kann von dort ausgeübt werden.”

Ich habe verschiedentlich das Wort “totalitär” in Hinsicht auf die EU gebraucht. Was ich damit gemeint habe, ist nicht, dass die EU gegenwärtig im vollen Wortsinn totalitär ist, sondern dass ihre Beschlüsse die Organisation und den ganzen Kontinent in zunehmendem Maße in Richtung “Totalitarismus” treiben. Offen gesagt, das Tempo, in dem sich die EU in eine totalitäre Richtung bewegt, ist größer als ich es vor einigen Jahren erwartet habe. Dieser Trend ist durch die Spannungen verstärkt worden, die durch die Masseneinwanderung im allgemeinen und die muslimische Einwanderung im besonderen entstanden sind. Ich habe mich mehr als einmal gefragt, ob die Massenimmigration speziell zu dem Zweck eingeführt worden ist, den inneren Zusammenhalt in vorher stabilen demokratischen Nationalstaaten zu zerstören und so den Transfer der Macht auf eine neue autoritäre Oligarchie zu ermöglichen. Sollte dies nicht die Absicht gewesen sein, so ist es sicherlich das Resultat.

Die Geschichte hat gezeigt, dass wer Böses in wirklich monumentalem Maßstab begehen will, die Unterstützung einer Ideologie braucht, die von Bürokraten, Juristen und der Maschinerie eines totalitären Staates getragen wird. Sozialismus führt generell schon in eine totalitäre Richtung, die modernen fortgeschrittenen Technologien in einem allumfassenden Staat aber erhöhen die Wahrscheinlichkeit organisierter Gewalt gegen bestimmte Gruppen.

Der ungarische Autor Imre Kertész, Überlebender des Holokausts und Inhaber des Nobelpreises für Literatur, schreibt in dem Magazin signandsight.com, dass die eigentlichen Neuerungen des 20. Jahrhunderts der totalitäre Staat und Auschwitz waren. Der Antisemitismus des 19. Jahrhunderts z. B. wäre noch kaum in der Lage gewesen, und noch weniger hätte er die Absicht gehabt, eine Endlösung in den Blick zu nehmen. Deshalb kann Auschwitz nicht dem gewöhnlichen, urtümlichen, um nicht zu sagen, klassischen Konzept des Antisemitismus in Rechnung gestellt werden…. Um Millionen Juden zu ermorden, benötigte der totalitäre Staat letzten Endes nicht so sehr Antisemiten als gute Organisierer. Was wir klar sehen müssen, ist, dass keine totalitäre Partei, bzw. kein totalitärer Staat, ohne Diskriminierung existieren kann, und die totalitäre Form der Diskriminierung ist der Massenmord.”

Diskriminierung von eingeborenen Europäern ist in der EU jetzt praktisch verpflichtend, indem sie die einzige ethnische Gruppe sind, der es nicht erlaubt sein soll, ihre Kultur und Identität zu bewahren. Ungeachtet der Tatsache, dass rassistische Gewalt gegen Weiße von Südafrika bis zu den westeuropäischen Städten jetzt zu den täglichen Vorkommnissen gehört, wird dieser Rassismus gegen Weiße kaum als ein Problem dargestellt. Vermutlich ist es einfach o.k., einfach nur eine Weiterführung der offiziellen Politik.

Kertész spricht die Warnung aus – und sie kommt zur rechten Zeit -, dass “eine Zivilisation, die sich nicht klar zu ihren Werten bekennt, oder die diese Werte verkümmern lässt, den Weg zu unheilbarer Schwäche und zum Untergang betritt. Dann werden andere ihre Werte verkünden, und diese Werte aus dem Munde der anderen werden nur Vorwände für die entfesselte Gewalt der unbegrenzten Zerstörung sein.”

Dies ist genau das, was in der Hauptstadt der Europäischen Union passiert, in Brüssel. Im September 2007 hat der Bürgermeister von Brüssel Freddy Thielemans eine Demonstration gegen die Islamisierung Europas verboten, obwohl dort sonst eigentlich alle Arten von Demonstrationen genehmigt werden. solvit1Als nun doch einige Demonstranten erschienen, um eine friedliche Demonstration abzuhalten, wurden sie in einer brutalen Weise von der Polizei festgenommen. Thielemans teilte hierzu mit: “Ich habe entschieden, die Demonstration zu verbieten, vor allem weil die Veranstalter das symbolische Datum des 11. September gewählt haben. Ihre Absicht ist offenbar, die terroristischen Aktivitäten muslimischer Extremisten einerseits und den Islam als Religion und alle Muslime andererseits in einen Topf zu werfen…. Solch ein Aufruf zu Diskriminierung und Hass, den man gewöhnlich als ´rassistisch´ und ´fremdenfeindlich´ bezeichnet, ist aufgrund einer beträchtlichen Anzahl von internationalen Verträgen verboten und von unseren Strafgesetzen und von der europäischen Gesetzgebung unter Strafe gestellt.”

Herr Thielemans´ regierende sozialistische Partei, die größte in Brüssel, umwirbt die muslimischen Immigranten. Die Mehrheit ihrer Vertreter im Stadtrat sind Muslime. Obwohl Herr Thielemans gegen jegliche Kritik am Islam ist, hat er keine Bedenken, Christen zu verspotten. Als im Jahr 2005 die Nachricht vom Tode Papst Johannes Paul II. kam, befahl er “Champagner für alle!” Das bedeutet, dass die Regierenden im Herzen Europas die Scharia durchsetzen wollen und es der angestammten Bevölkerung verbieten, gegen ihre eigene Verdrängung zu protestieren. Sie haben nicht mehr die geringste Legitimität.

Die autochthonen Europäer sind Versuchskaninchen in einem üblen gesellschaftlichen Experiment, einer wiederaufgelegten Version der kommunistischen Idee eines ewigen Friedens. Da Kriege durch “Unterschiede” verursacht werden, ist das Mittel, ein für allemal Kriege abzuschaffen, alle Unterschiede abzuschaffen. Während die Kommunisten sich auf die ökonomischen Unterschiede konzentrierten, konzentrieren sich die Globalisten und Multikulturalisten auf kulturelle, religiöse und rassische Unterschiede. Wenn diese erstmal ausradiert und alle Völker in eins verschmolzen sind − wobei man mit den Nationen mit weißer Mehrheitsbevölkerung anfangen muss, da sie sich “am meisten von all den anderen unterscheiden” −, werden wir alle in Frieden leben. Dann wird es keine nationalen Grenzen und keine nationalen Gesetze mehr geben. Wir werden eine globale Nation sein, eine Nation – unter der Scharia. Wir sind zwar immer wieder die Opfer von Vergewaltigung und Mord, aber dies dient einem guten Zweck. Je eher wir unsere staatlich initiierte Auslöschung akzeptieren, desto besser . . .

Ich frage mich, wie zukünftige Generationen unsere Zeit nennen werden. Das Zeitalter des Wahnsinns? Das Zeitalter der Erniedrigung? Oder vielleicht das Zeitalter des Verrats? Da gibt es viele Möglichkeiten. Hoffen wir, dass sich daran ein Zeitalter der Erneuerung anschließt.