Counterjihad

14. Oktober 2009

Neid und die Angst vor Neid

Gespeichert unter: Andere Autoren, Eisvogel (Ü) — Deep Roots @ 21:45

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Übersetzt von Eisvogel um 18:51 am 23. Januar 2008

Originaltitel: The Secret to the Suicidal Liberal Mind
von Jack Wheeler für Freedom Research Foundation vom 21. Januar 2002

Vorwort von Deep Roots: Als ich neulich in meinem Archiv wieder auf diesen Artikel gestoßen bin, dachte ich mir, daß er sich hier auch sehr gut machen würde. Er beschreibt treffend eine der Schwächen, die es überhaupt möglich gemacht haben, uns den Sack des Multikulturalismus, Globalismus, Kulturrelativismus und der Selbstverleugnung über den Kopf zu ziehen. Ich habe auch eine Auswahl der Kommentare aus „Acht der Schwerter“ angefügt.

Falls Eisvogel noch hin und wieder in Blogs wie diesen reinliest, möge sie bitte Bescheid geben, falls sie Einwände gegen diese Veröffentlichung hat. Hier nun der Artikel:

Zufällig habe ich beim Surfen einen interessanten englischsprachigen Artikel gefunden, der bereits sechs Jahre alt ist, aber dennoch meiner Ansicht nach heute so aktuell wie damals. Insbesondere scheint er mir wunderbar in die Diskussion um Jens Jessen und ähnliche Gestalten zu passen. Sicher gibt es einige, die Political Correctness und daraus folgende Islamisierung und Kulturzerstörung vorsätzlich vorantreiben, manche tun es möglicherweise auch unbewusst, und wahrscheinlich gibt es zwischen beiden Gruppen auch Überschneidungen.

Jack Wheeler untersucht das Phänomen (ich habe hier für das Wort “liberals” als Übersetzung “Gutmenschen” gewählt, weil es mir am besten zu passen scheint) aus einem anthropologischen Blickwinkel, genauer gesagt sieht er es als eine moderne Form der atavistischer Abwehr von schwarzer Magie und bösem Blick, als Spiel von Neid und Neidabwehr. Hier ist die Übersetzung seines Artikels:

Was haben Harvardpräsident Larry Summers, der Taliban John Walker, die Verantwortlichen bei Delta Airlines und die Herausgeber der New York Times mit Frauen vom Stamm der Yanomamo im Dschungel des Amazonasgebiets gemeinsam?

Die Antwort auf diese Frage liefert das Verständnis für die Wurzel der gutmenschlichen “weißen Schuld”. Ströme von Tinte sind in Zeitungen, Magazinen und Journalen dabei geflossen, über die bodenlose Schuld, welche die gutmenschliche Seele durchdringt, nachzusinnen und sie zu beklagen.

Paul Craig Roberts, Ökonom und Kolumnist, schreibt eloquent über den antiweißen Rassismus, der in amerikanischen Universitäten endemisch ist und der weiße Männer als den Ursprung allen Übels dämonisiert. Shelby Steele vom Hoover Institute führte kürzlich im Wall Street Journal aus, wie weiße Schuld rassistischen Gauklern wie zum Beispiel Cornel West Macht verschafft.

Der Selbsthass des weißen amerikanischen Gutmenschen ist so gesichert und gut dokumentiert wie Einsteins Relativitätstheorie. Ein typisches Beispiel ist zum Beispiel die Schriftstellerin Susan Sontag, die die weiße Rasse “als Krebsgeschwür der Menschheitsgeschichte” diffamiert.

Rassenhass gegen die eigene Rasse – Autorassismus – wurde zum bestimmenden Charakteristikum der gutmenschlichen Geisteshaltung. Und doch bleibt die Quelle dieser selbstmörderischen Schuld ein Geheimnis.

Klar zu verstehen, was Gutmenschen davon abhält, ihre Kultur zu verteidigen, ist heute überlebensnotwendig – ein absolutes Muss, wenn Amerika vor islamischen Terroristen und anderem Volk, das seinen Untergang wünscht, bewahrt und geschützt werden soll.

Ausbeutung und schwarze Magie

Um das zu verstehen, müssen wir an den Amazonas reisen. Bei den Yanomami und anderen Stämmen tief in den Regenwäldern des Amazonas, die immer noch den archaischen Lebensstil der Jäger und Sammler unserer Vorfahren aus der Altsteinzeit pflegen, ist es ein allgemein anerkannter Brauch, dass eine Frau, nachdem sie ein Kind zur Welt gebracht hat, tränenreich verkündet, ihr Kind sei hässlich.

In einer lauten, selbsterniedrigenden Klage, die der ganze Stamm hören kann, fragt sie, warum die Götter sie mit einem so erbärmlich abstoßenden Kind verflucht haben. Sie tut das, um die neidische schwarze Magie des bösen Blicks, des Mal Ojo, zu bannen, die sie und ihre Stammes-mitglieder treffen würde, wenn bekannt wäre, dass sie glücklich über ihr wunderschönes Baby ist.

Anthropologen beobachten in den meisten primitiven und traditionellen Kulturen, dass “jedes Individuum in der ständigen Angst vor der magischen Aggression anderer lebt … es gibt nur eine Erklärung für unvorhersehbare Ereignisse: die neidische schwarze Magie eines anderen Dorfmitglieds.”

Denken Sie einen Augenblick über das Ausmaß nach, zu dem Stammesmitglieder in einer “primitiven” Stammeskultur ihr Leben mit Aberglauben, Hexerei, Voodoo, “schwarzer Magie” und dem “bösen Blick” ausfüllen. Für sie besteht die Welt daraus, Dämonen, Kräfte, Geister und Götter zu zähmen, die alle böswillig und gefährlich – in einem Wort: neidisch – sind.

Ein Großteil, wenn nicht die Mehrheit der traditionellen Stammeskulturen, sei es am Amazonas, in Afrika oder auf den pazifischen Inseln, kennt das Konzept des natürlichen Todes nicht. Tod ist immer Mord.

Für die Shuara Jivaro aus dem östlichen Amazonasgebiet, die der erste Stamm waren, mit dem ich gelebt habe, gibt es drei Möglichkeiten, zu sterben: tatsächlicher Mord (wie zum Beispiel durch einen Speer im Bauch); Dämonenmord (Unfalltod, wie zum Beispiel durch einen umfallenden Baum während eines Sturms oder durch einen Schlangenbiss, was die Jivaros als die Tat eines Dämonen ansehen); oder Mord durch Zauberei (Tod durch Krankheit oder aus unerklärlichen Gründen, ausgeführt von einem neidischen Zauberer).

Die Jivaro, wie auch die Tiv in Nigeria, die Aritama in Kolumbien, die Dobua in Mikronesien, die Navaho im Südwesten der USA und Stämme ganz allgemein, schreiben Krankheit oder Unglück der neidischen schwarzen Magie eines persönlichen Feindes zu.

Neid ist die Quelle für den Glauben der traditionellen Kulturen an schwarze Magie, die Furcht vor dem neidischen bösen Blick.

Die grundlegende Ursache dafür, dass gewisse Kulturen statisch bleiben und sich nie weiter-entwickeln (zum Beispiel Dörfer in Ägypten und Indien, die über Jahrtausende hinweg bis heute ungefähr gleich geblieben sind) ist das überwältigende Ausmaß, in dem die Menschen dieser Kulturen von Neid und Neidvermeidung beherrscht sind: Anthropologen nennen das die Neidbarriere.

Die Mambwe in Sambia zum Beispiel betrachten “erfolgreiche Menschen als düster, übernatürlich und gefährlich.” In mexikanischen Dörfern “bestimmt die Furcht vor dem Neid anderer Leute jedes Alltagsdetail und jedes Vorhaben.”

Die Einwohner eines hispanischen “Ghettos” in Colorado “setzen Erfolg mit Verrat an der Gruppe gleich; wer sich gesellschaftlich und wirtschaftlich nach oben arbeitet, wird als ‘ein Mann betrachtet, der sich an die Anglos verkauft’ hat, als jemand, ‘der auf dem Rücken seines eigenen Volkes nach oben geklettert ist.’”

Es ist die ultimative Ironie moderner Zeiten, dass linke Intellektuelle des marxistischen Typus sich selbst für die progressive Avantgarde des aufgeklärten zeitgenössischen Denkens halten – wobei in Wirklichkeit ihre Denkweise nichts als Atavismus ist, die Rückentwicklung zu einer primitiven Stammesmentalität. Was die Linke “Ausbeutung” nennt, nennen Anthropologen “schwarze Magie”.

Der Soziologe Helmut Schoeck (der auch die oben erwähnten anthropologischen Beobachtungen zusammengetragen hat) fasst in seinem bahnbrechenden Werk “Envy: A Theory of Human Behavior” zusammen:

Eine selbstmitleidige Neigung, über die Überlegenheit oder Vorteile anderer nachzusinnen, kombiniert mit einem vagen Glauben daran, er sei die Ursache für die eigene Entbehrung, findet sich auch unter gebildeten Mitgliedern unserer modernen Gesellschaften, die es eigentlich besser wissen müssten. Der Glaube der primitiven Völker an schwarze Magie unterscheidet sich nur wenig von modernen Ideen. Während der Sozialist sich vom Arbeitgeber ausgeraubt sieht oder der Politiker in einem Entwicklungsland sich von den Industrieländern ausgeraubt sieht, sieht sich der primitive Mensch von seinem Nachbarn ausgeraubt, und zwar dadurch, dass es dem letzteren geglückt ist, mittels schwarzer Magie einen Teil der Ernte des ersteren auf sein eigenes Feld zu zaubern.

Der primitive Atavismus linker Binsenweisheiten wie “die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer” illustriert am besten das Argument, dass man nur auf Kosten anderer gesund sein kann. Dass man, um eine gute Gesundheit zu haben und vor Energie und Vitalität zu strotzen, jemand anderen krank machen oder zu schwacher Gesundheit bringen muss – gerade so wie man, um reich zu sein, andere arm machen muss.

Die Gesunden sind gesund, weil sie unrechtmäßig die Kranken ausgebeutet und ausgesaugt haben, indem sie den gerechten Gesundheitsanteil des Kranken mit Hilfe von schwarzer Magie an sich gezogen haben. Also sind die Kranken krank, weil die Gesunden gesund sind. Wenn das absurd ist, dann ist es gleichermaßen absurd, dass die Armen arm sind, weil sie von den Reichen ausgebeutet wurden.

Die Angst vor dem Neid

Die Begünstigung der Neidischen und die Einschüchterung derer, die vor ihnen Angst haben, war und ist der Weg zur Macht aller modernen Demagogen, von Lenin und Hitler bis zu Jasir Arafat und Osama bin Laden.

Die drei großen politischen Pathologien des 20. Jahrhunderts sind alles Neidreligionen: Nationalsozialismus, der den Rassenneid gegenüber “den reichen, ausbeuterischen Juden” predigt; Kommunismus, der den Klassenneid gegenüber “der reichen, ausbeuterischen Bourgeoisie” predigt; und Moslemterrorismus, der den Kulturneid gegenüber “dem reichen, ausbeuterischen Westen” predigt.

Neid schüren war und ist stets die zugrundeliegende Strategie aller Varianten der politischen Linken, wie zum Beispiel auch der [amerikanischen] Demokratischen Partei. Was eine Frau vom Stamm der Yanomami “schwarze Magie” und ein marxistischer Harvardprofessor “Ausbeutung” nennt, nennt Tom Daschle “Steuerersparnis für die Reichen.”

Und hier erkennen wir auch die geheime Furcht an der Quelle des selbstmörderischen gutmenschlichen Denkens. Es ist der Neid, der einen Nazi, einen Kommunisten oder einen Terroristen ausmacht. Es ist die Angst vor dem Neid, die einen Gutmenschen ausmacht und die die Quelle seiner “Schuld” ist.

Das kann man am einfachsten an den Kindern wohlhabender Eltern erkennen. Erfolgreiche Geschäftsleute zum Beispiel, die ihren Wohlstand selbst erarbeitet haben, haben normalerweise einen gewissen Respekt für ihre eigenen Anstrengungen und das Wirtschaftssystem, das Erfolg ermöglicht.

Ihre Kinder, die nicht dafür arbeiten mussten, sind einfachere Zielscheiben für die Schuldeinredereien der Neidischen. Somit nehmen sie eine Haltung gutmenschlichen Mitgefühls als Neidabwehrschild ein: “Bitte beneidet mich nicht wegen des Geldes meines Vaters – schaut doch all die linken Anliegen und sozialen Regierungsprogramme an, die ich unterstütze!”

Teddy Kennedy ist der Archetypus dieses Phänomens.

Das ist auch der Grund, warum Hollywood so gutmenschlich ist. Die riesigen Geldmassen, die Filmstars verdienen, stehen in einem so groben Missverhältnis zu dem Aufwand, der dafür notwendig ist, dass sie das Gefühl haben, es wäre unverdient. Und deshalb entschuldigen sie sich dafür. Die Strategie der Gutmenschen ist es, sich für ihren Erfolg zu entschuldigen, um die Neidischen zu besänftigen.

Gutmenschentum ist damit keine politische Ideologie oder ein Glaubenskonzept. Es ist ein Neidabwehrschild, eine psychologische Strategie zur Vermeidung, beneidet zu werden.

Ein definitives Charakteristikum sowohl von Neid als auch von Neidangst ist Masochismus. Neid ist nicht nur Hass gegenüber jemanden, der etwas hat, was man selber nicht hat – er ist die Bereitschaft, in masochistischer Weise jegliche Chance darauf, dieses Etwas jemals zu bekommen, aufzugeben, solange es nur die Person, auf die man neidisch ist, auch nicht hat.

Vergleichbar wird man je mehr man fürchtet, beneidet zu werden, in masochistische Selbstdemütigung und Versuche zum Neidappeasement getrieben.

Der Masochismus der Gutmenschen

Man kann die Leidenschaften der Linken als masochistische Verrücktheiten sehen. Was könnte idiotischer und masochistischer sein als gegen einen Raketenabwehrschild zu sein? Diese Opposition ist unverständlich, wenn man sich nicht von Rhetorik und rationalen Erklärungen frei macht und erkennt, dass dieses Volk in seinem emotionalen Kern nicht möchte, dass das Land verteidigt wird.

Der Irrsinn des Schwindels “Globale Erwärmung” kann nicht anders verstanden werden, als dass seine masochistischen Befürworter nicht wollen, dass ihre Zivilisation floriert. Die kulturzerstörende Einwanderungspolitik, vor der Pat Buchanan warnt, sie würde “den Tod des Westens” bedeuten, wurde von denjenigen eingeführt, die nicht wollen, dass ihre Kultur überlebt.

Die Tödlichkeit gutmenschlichen Neidappeasements ist, dass persönlich empfundene Schuldgefühle auf die verschiedenen Gesellschafts- oder Stammeskollektive projiziert werden, denen der Gutmensch angehört und die Teil seines Selbstbildes sind. Selbsthass wird zu Hass auf die eigene Gesellschaft oder Rasse transformiert.

Weiße männliche Gutmenschen werden zu Autorassisten und Autosexisten: rassistsisch gegen ihre eigene Rasse und sexistisch gegen ihr eigenes Geschlecht. Billige Demagogen wie ökofaschistische Umweltbewegte, Feminazis, Tier- und Homosexuellenrechtler, penetrante Rassenbewegte wie Jesse Jackson und Al Sharpton beziehen all ihre Stärke aus der Angst der Gutmenschen vor dem bösen Blick.

Gerade so wie die Frau aus dem Stamm im Amazonasgebiet sagt, ihr Baby sei hässlich, sagt der weiße männliche Gutmensch, sein Geschlecht, seine Rasse, sein Land, seine Zivilisation oder sogar seine ganze Spezies sei hässlich.

Ich begann, zu erkennen, wie das gutmenschliche Neidappeasement als Wurzel des Problems wirkt, als ich in den 1980er Jahren in Colleges über antisowjetische Widerstandsbewegungen in sowjetischen Kolonien wie Nicaragua, Angola, Mozambique und Afghanistan lehrte.

Die Studenten fingen ständig damit an, die Diskussion vom Sowjetimperialismus wegzulenken und zu der Feststellung einer moralischen Äquivalenz zwischen den USA und der UdSSR zu gelangen: “Wie können wir die Sowjets kritisieren, wenn wir genauso schlecht sind? Was ist damit, was wir den Indianern angetan haben?” wurde ich gefragt.

“Ich habe den Indianern nichts angetan,” antwortete ich. “Was haben Sie ihnen angetan?”

“Aber wir haben ihr Land gestohlen!”

“Ok. Geben wir es ihnen zurück. Fangen wir am besten bei Ihrem Eigentum an. Welchem Stamm möchten Sie das Haus und Grundstück Ihrer Familie überlassen? Welcher Stamm bekommt Ihre Stereoanlage?”

Einmal konnte ich die Unterbrechungen eines ganz besonders lauten und bockigen linken Studenten nicht mehr ertragen. Ich verlor die Geduld und sagte zu ihm: “Sieh mal, Junge, wenn du auf Masochismus stehst, dann such dir eine Nutte mit langen schwarzen Haaren, die in Peitschen und Ketten macht, und lass dir von ihr die Scheiße aus dem Leib prügeln. Aber übertrag das bitteschön nicht auf dein Land.”

Neid zurückweisen

Die Zukunft unserer Wirtschaft, unserer Kultur und Zivilisation hängt von einem Gegenmittel gegen die zersetzenden gesellschaftlichen Gifte von Neid und Neidappeasement ab. Das Gegenmittel wurde erstmals von Aristoteles im 4.Jahrhundert vor Christus vorgestellt.

Das Gegenmittel zu Neid ist Nachahmung.

In “Rhetorik” (ca. 350 v.Chr.) unterscheidet Aristoteles zwischen zwei Dingen:

Zelos, die Nachahmung, ist eine gute Sache und charakteristisch für gute Menschen, während phthonos, der Neid, schlecht und charakteristisch für schlechte Menschen ist; denn das erstere ist durch Nachahmung eine Anstrengung, etwas Gutes für sich selbst zu erreichen, während das letztere bedeutet, durch Neid den Nachbarn daran zu hindern, es zu haben (”Rhetorik 2.10.1)

Aristoteles beschwört damit das alte Wissen seines Vorgängers Hesiod aus dem 8. vorchristlichen Jahrhundert herauf:

Es gibt nicht nur eine Art von Eris (Zwist), sondern überall auf Erden zwei. Eine führt schlechten Krieg und Schlachten und Grausamkeit herbei. Die andere ist die ältere Tochter der dunklen Nacht und sie ist viel wohlwollender gegenüber den Menschen. Sie treibt auch die Trägen zur Mühe an. Denn ein Mann wird erpicht darauf werden, zu arbeiten, wenn er sieht, wie sein reicher Nachbar eilig pflügt und pflanzt und sein Haus in guter Ordnung hält. So sieht der Nachbar am Nachbarn, wie man dem Wohlstand nacheifert. Dieser Zwist ist heilsam für den Menschen (”Works and Days” 11-24)

Aristoteles schließt daraus:

“Während phthonos, der Neid, zu kritisieren ist, weil er bestrebt ist, anderen Schaden zuzufügen, ist Nachahmung zu preisen, weil sie einen Menschen dazu ermutigt, aus eigenem Verdienst heraus Exzellenz zu erreichen. (”Rhetoric,” 2.11.1)

Angst vor dem Neid ist in der menschlichen Psyche sehr tief eingegraben. Sie kann eine Kultur über Tausende von Jahren hinweg von der Weiterentwicklung abhalten. Nur eine jugendliche Kultur voller Elan und Selbstvertrauen kann sie abschütteln, was diese Kultur dann florieren lässt. Der Weg zum kulturellen Ruin liegt in der Angst vor dem Neid, der sich aus unseren uranfänglichen Tiefen speist.

Amerika hatte einst diese Jugendlichkeit, diesen Elan, dieses Selbstvertrauen, was im großartigsten Einzelereignis der Menschheit kulminierte – darin, einen Mann auf den Mond zu bringen.

Nach dem dreifachen Debakel von Vietnam, Watergate und Jimmy Carter baute Ronald Reagan Amerikas Selbstvertrauen wieder auf, was zu Amerikas Sieg im Kalten Krieg führte.

Aber Amerika kam ein weiteres Mal vom Weg ab, als es sich auf die kulturelle Schwelgerei einließ, die von den Clintons symbolisiert wird. Amerikas Antwort auf die Ungeheuerlichkeit des 11. Septembers brachte den überwältigenden Beweis, dass seine Vitalitäts- und Selbstvertrauensreserven noch im Überfluss vorhanden sind.

Und doch sind diese Reserven aufgezehrt. Amerikas höchste Eliteuniversitäten sind zu faschistischen Jauchegruben des Neidappeasements degeneriert. Ihr Überleben liegt nur noch an der Trägheit ihres Prestiges. Delta und andere Fluglinien gefährden die Sicherheit ihrer Passagiere, indem sie Zufallskontrollen machen anstatt rassische Rasterkontrollen bei arabischen und anderen moslemischen Männern.

In der Tat ist das ganze Phänomen der Political Correctness – vielleicht am besten beispielhaft durch die Leitartikel der New York Times dargestellt – nichts weiter als eine großangelegte Übung in Neidappeasement.

Eine der positivsten Folgen des 11. September war, dass er das amerikanische Volk zornig genug gemacht hat, den Neid zurückzuweisen. Sie konnten sich wieder weniger darum scheren, ob die Moslems oder die Franzosen oder wer auch immer neidisch auf sie ist. Diese Zurückweisung muss nun auch die Neidschürer und Neidappeaser in Amerika selbst treffen.

Den Neid zurückweisen ist der Schlüssel dazu, “den Tod des Westens” zu verhindern, der Schlüssel für Amerikas weitergehendes Wohlergehen. Ich schlage vor, dass diese Zurückweisung mit Ihnen anfängt.

Angst vor dem bösen Blick ist das einzige, was dem bösen Blick seine Macht verleiht. Ohne Angst vor ihm ist der böse Blick machtlos. Also: Wenn sich das nächste Mal der böse Blick auf Sie richtet und von Ihnen fordert, sich für Ihre Existenz zu entschuldigen, dann sollten Sie vorschlagen, dass sich die Forderer selbst mit Sadomaso-Spielchen befassen und Sie dabei rauslassen sollten.

Kommentare aus „Acht der Schwerter“:

  • 1) Kommentar von gubbelgobbel

Ein sehr lesenswerter Artikel – danke für die Übersetzung!

Wheeler weist zu Recht auf einen zentralen Aspekt der sozialistischen Weltanschauung hin: Der Glaube, ein Gewinn an Lebensqualität auf der einen Seite könne nur im Austausch gegen Verlust derselben auf der anderen entstehen, die Summe menschlichen Wohlergehens sei mithin sozusagen konstant.

Kaum jemand weiß, daß die Grünen noch in 80ern die Verbreitung der Computer bekämpften, in denen sie Arbeitsplatzzerstörer und Instrumente staatlichen Kontrollwahns sahen. Moderne Methoden zur effizienten Agrarwirtschaft werden diffamiert und stattdessen mutwillige Mangelwirtschaft proklamiert, vielversprechende Forschungszweige wie die Gentechnik und die Kerntechnik werden gänzlich abgelehnt. Warum?

Weil es der Linken immer nur darum ging, wie der vorhandene Kuchen “gerechter” zu verteilen sei. Daß man diesen Kuchen auch größer machen kann, und daß im Zuge dessen sogar jeder von uns mehr abbekommt, wenn der Verteilungsschlüssel gleich bleibt, scheint in ihrem Denken gar nicht vorzukommen. Wie sonst ist es zu erklären, daß die Linke inzwischen weltweit mit Hingabe die Grundlage unserer Zivilisation schlechthin, die Versorgung mit günstiger elektrischer Energie, angreift?

Jedem Idioten müßte eigentlich klar sein, daß unser Lebensstandard auf der Produktivität unserer mit elektrischem Strom betriebenen Maschinen basiert, die für uns Autos und Straßen bauen, Äcker umpflügen, Getreide ernten, Lebensmittel herstellen, unsere Wohnung heizen, den Winter erleuchten, kurz: All das für uns tun, was früher Menschen tun mußten. Noch vor zweihundert Jahren, vor der Erfindung der automatischen Webstühle, mußte für ein Hemd ein halber Monatslohn eines durchschnittlichen Bürgers hingeblättert werden. Heute fast ausgestorbene Berufe wie Schneider oder Schuster existierten nur deshalb, weil man nicht einfach neue Schuhe oder Kleider kaufen konnte, wenn die alten hinüber waren.

Vor diesem Hintergrund eine rabiate Senkung des Energieverbrauchs der Industriestaaten zu fordern, kommt dem organisierten Rückschritt ins Mittelalter gleich. Und gleichzeitig die Forschung an Techniken wie der Kernfusion und der Kernspaltung zu sabotieren und zu torpedieren, die das Potenzial in sich tragen, die Energieprobleme der Menschheit ein für allemal zu lösen, ist mehr noch als das, es ist Verrat an der gesamten Menschheit, zumindest an dem Teil, der nicht auf den Bäumen oder in Höhlen leben möchte, wie das offenbar ein nicht geringer Teil der Grünen bevorzugt.

Das Weltbild der Linken ist durchzogen von einer geradezu religiösen Verehrung des Verzichts. Während die Grünen und Ökobewegten von den (naturgemäß schwammig definierten) Entitäten Mensch und Natur als Gegenspieler ausgehen, wobei Komfort-vorteile für den Menschen unweigerlich in Nachteilen für die “Natur” resultieren müssen, sieht die traditionelle sozialistische Linke den ewigen Klassenkampf zwischen Arm und Reich, Besitzlosen und Besitzenden, Unterdrückten und Unterdrückern. Jeder Zugewinn an Wohlstand auf Seiten der “Reichen” muß in diesem Weltbild mit einem Verlust für die “Armen” verbunden sein, auch wenn man ihn nicht immer benennen kann. In der Synthese dieser beiden zutiefst misanthropischen Dogmen führen die “Bösen”, die Reichen, die Konzerne, die Naturzerstörer, die Ressourcenabbauer, die Konsumenten, einen erbarmungslosen Krieg gegen die “Guten”, die Naturvölker, die Entrechteten, die “Natur” an sich und alle, die vermeintlich “im Einklang mit ihr” leben.

In dieser Weltsicht ist all das, was Zivilisation, Fortschritt, Lebensqualität, Freiheit ausmacht, zu verdammungswerten Vorboten der bevorstehenden Apokalypse geworden: “Im Einklang mit der Natur” leben, womit unter anderem gemeint ist, ein kurzes, entbehrungsreiches, von mitunter inhumanen archaischen Riten dominiertes Leben voller schwerer körperlicher Arbeit, unzureichender medizinischer Versorgung, Mangelernährung und ständiger Ressourcenknappheit zu führen, gilt als vorbildhaft, als Tugend, als “naturverbunden”. Den Sozialisten imponiert die vermeintliche Gleichheit in den Sozialstrukturen der Naturvölker, die doch bei näherer Betrachtung keine ist: Vielmehr werden gerade dort nicht selten Hierarchien mit einer für uns unglaublichen Härte durchgesetzt und bestimmen sämtliche Lebensbereiche. Es erscheint aber aus unserer Sicht so, als seien alle Individuen in einem Stamm eines Naturvolkes gleich, weil selbst die Höchsten in der Hierarchie verglichen mit den Niedrigsten in unserer Hierarchie so gut wie besitzlos sind. Schließlich kann in Deutschland selbst ein arbeitsloser Sozialhilfeempfänger eine lebensbedrohliche Lungenentzündung mit sündhaft teuren, lebensrettenden Antibiotika behandeln lassen – eine Option, die dem Häuptling eines Volkes, das dem linken Ideal eines “naturverbundenen Lebens” nahe kommt, keineswegs offensteht.

Dabei verstehen die Sozialisten nicht, daß in einer Gesellschaft, die einen absolut höheren Lebensstandard kennt, auch größere Unterschiede existieren müssen. Das ergibt sich schon rein mathematisch: Je höher das Maximum einer Verteilung, desto größer kann auch die Schwankungsbreite sein. In der linken Weltsicht jedoch ist eine Gesellschaft, in der alle gleichermaßen wenig haben, zu bevorzugen gegenüber einer anderen, in der die meisten viel, wenige aber noch viel mehr besitzen. Das ist in gewissem Maße menschlich, aber es ist zutiefst irrational. Wäre es sinnvoll, eine Gehaltserhöhung für mich abzulehnen, wenn sie für meinen Chef gleichzeitig mit einer Verzehnfachung verbunden ist? So offengelegt würde das jeder verneinen, aber tatsächlich müßte die Antwort eines konsequenten Linken zustimmend ausfallen.

Man denke nur an die in Deutschland übliche relative Armutsdefinition: Wenn ich “Arme” als die Menge derjenigen definiere, die mehr als 40% unter dem Durchschnittseinkommen der Bevölkerung liegen, dann ist sichergestellt, daß es auch dann noch “Arme” geben wird, wenn das Durchschnittseinkommen bei zehn Millionen Euro im Jahr liegt. Würde man eine in Entwicklungsländern gängige Definition wie “Kein Zugang zu sauberem Trinkwasser” zugrundelegen, würden die Armen in Deutschland auf wenige Individuen zusammenschrumpfen.

Die in Intellektuellenkreisen inzwischen gängige Leugnung der fundamentalen Bedeutung des maßgeblich weißen Männern zu verdankenden technischen Fortschritts, der das erste Mal in der Menschheitsgeschichte nicht nur einer kleinen Elite Zugang zu gehobenem Lebensstandard ermöglicht, ist insofern eine zwingende Konsequenz aus dem Gleichheitsdogma: Ich kann nicht archaische, rohe, weitgehend untechnisierte Gesellschaften auf die gleiche Stufe wie die westliche Zivilisation (oder sogar darüber) stellen, ohne gleichzeitig all das, was letztere ersteren überlegen erscheinen läßt, zu degradieren, um die Unterschiede zu nivellieren. Aus einer Falschaussage kann ich alles folgern. Wer bereits voraussetzt, daß es keine objektiven Unterschiede zwischen der Leistungsfähigkeit und dem Entwicklungsstand von Kulturen, Völkern, Rassen geben kann, der kann vorhandene Unterschiede nicht mehr bewerten.

Und wer wie viele Naturvölker an eine Art “mystischen Ausgleich” glaubt, der muß zu dem Schluß kommen, daß all die Schönheit, Vollkommenheit, Organisiertheit, Freiheit und Friedfertigkeit der westlichen Zivilisation ursächlich ist für all das Hässliche, Unvollkommene, Chaotische, Unfreie und Kriegerische, was in so vielen anderen Teilen der Welt dominiert. Wie sollte es auch anders sein? Denn schließlich sind es doch im Weltbild der Linken die gleichen Menschen, die in Darfur wie in Tokio leben. Wenn es aber die gleichen Menschen sind und die Zustände sich doch so unterscheiden, dann muß es etwas geben, was für die offensichtlichen Unterschiede verantwortlich ist. Auf diese Weise entstand die These, daß der Westen auf Kosten der Entwicklungsländer leben würde.

Und das ist tragisch. Es ist tragisch, weil diese Ideologie den Masseneinstrom von Immigranten aus der Dritten Welt in die Erste Welt rechtfertigen soll, als ausgleichende Gerechtigkeit, um wenigstens einen Teil der Entrechteten an unserem Wohlstand teilhaben zu lassen. Aber die Menschen der Ersten sind anders als die der Dritten Welt. Ihr Reichtum ist nicht vom Himmel gefallen. Und in dem Maße, in dem sich die Bevölkerungsstruktur des Westens derjenigen der Dritte-Welt-Länder annähert, verblassen diese Unterschiede. Und mit ihnen verblaßt die großartige, einmalige und wunderbare Zivilisation, die nach den Sternen griff, während anderswo auf dem Planeten noch Menschen enthauptet wurden, um die bösen Geister entweichen zu lassen. Alles wird eingeebnet, und schließlich könnten die Sozialisten ihr Ziel erreichen – ihr Ziel einer Weltgemeinschaft, die letztendlich jene Völker absorbiert und aufgelöst hat, deren einziges Verbrechen darin bestand, anders zu sein als so viele andere: Blonder, intelligenter, größer, erfolgreicher. Freie Bahn für den schwarzhaarigen, braunäugigen, 1,72m großen IQ-90-Welt-Durchschnittsmenschen, der Mitglied der Eine-Welt-Partei ist und in der Eine-Welt-Regierung arbeitet.

Natürlich wird das nicht passieren. Die Erfahrung aus Ländern mit sehr heterogener Bevölkerungsstruktur wie Brasilien lehrt, daß dort der Tribalismus erst richtig auflebt und aufblüht. Und die dekadente, lustvolle Zelebrierung der eigenen vermeintlichen Minderwertigkeit wird sich sehr schnell auflösen, wenn durch eine Abnahme der Talentdichte der Bevölkerung der allgemeine Wohlstand schwindet. Aber all das wird unsere Weltverbesserer nicht daran hindern, ihr Treiben fortzusetzen, bis in den eigenen Untergang.

Wenn der letzte der Weißen von dieser Welt verschwindet, wird es den Entwicklungsländern keinen Deut besser gehen; das Gegenteil wird geschehen. Aber sollte dieser Fall eintreten, wird man dort längst einen neuen “Wohlstands-Absauger” ausgemacht haben: Die Asiaten nämlich.

  • 2) Kommentar von Bokito

Was mir persönlich am besten gefallen hat, ist der letzte Absatz:
“Angst vor dem bösen Blick ist das einzige, was dem bösen Blick seine Macht verleiht. Ohne Angst vor ihm ist der böse Blick machtlos. Also: Wenn sich das nächste Mal der böse Blick auf Sie richtet und von Ihnen fordert, sich für Ihre Existenz zu entschuldigen, dann sollten Sie vorschlagen, dass sich die Forderer selbst mit Sadomaso-Spielchen befassen und Sie dabei rauslassen sollten.”

Yoh, Ja und sowas von Ja: hören wir doch erstmal auf damit, uns dafür zu entschuldigen, was wir sind!

Gerade auf die aktuelle Diskussion mit dem Islam bezogen: wir müssen uns GANZ BESONDERS gegenüber dem Islam für GARNICHTS entschuldigen!
Imperialismus, Sklaverei, Raubkriege? .. das hat alles der Islam auch auf dem Kerbholz. Bloß, weil europäische Staaten so eine Scheiße auch gebaut haben, heißt das niemals, daß gerade der Islam in irgendeiner Weise besser wäre als wir Europäer.

..eher entschuldige ich mich bei den Byzantinern für die Zerstörung ihrer Hauptstadt im Jahr 1204!

  • 3) Kommentar von Friedel B.

Danke, lieber Eisvogel, für die hervorragende Übersetzung des äußerst lesenswerten Artikels von Jack Wheeler. Danke auch Ihnen, GubbelGobbel, für Ihre ausführlichen Anmerkungen und weiterführenden Überlegungen dazu. Schön, daß Sie wieder dabei sind! Ich habe Ihre Ausführungen wie immer mit großer Begeisterung und völliger Zustimmung zur Kenntnis genommen; Ihre Beiträge sind hinsichtlich Inhalt und Form nach meiner Ansicht qualitativ höherwertiger als so mancher Artikel, den ich beispielsweise im “Rheinischen Merkur” lese (von anderen Periodika ganz zu schweigen).

Zur Verdeutlichung lediglich eine Anmerkung (Sie wissen das sicherlich mindestens ebenso gut wie ich): Sie sagen:

“Im Einklang mit der Natur” leben, womit unter anderem gemeint ist, ein kurzes, entbehrungsreiches, von mitunter inhumanen archaischen Riten dominiertes Leben voller schwerer körperlicher Arbeit, unzureichender medizinischer Versorgung, Mangelernährung und ständiger Ressourcenknappheit zu führen, gilt als vorbildhaft, als Tugend, als “naturverbunden”.

Das ist natürlich lediglich eine verbale Bekundung; tatsächlich trifft man Grüne und Sozialismusbewegte nur äußerst selten unter denjenigen an, die sich zumindest vorübergehend der im Zitat beschriebenen Lebensweise unterwerfen. Auf meinen vielen Wanderungen (etwa 1500 km pro Jahr) bei jedem Wetter mit den dazugehörigen Übernachtungen unter einfachsten Bedingungen treffe ich merkwürdigerweise wesentlich mehr Menschen, die ich hinsichtlich ihrer Einstellung weit eher als konservativ denn als grün oder sozialistisch einstufen würde. So viel ich weiß, bestätigen auch sozialwissenschaftliche Untersuchungen, daß der Anteil von Familien, die mehr als ein Auto besitzen sowie der Anteil derjenigen, die ein mehr als mittelgroßes Kraftfahrzeug ihr Eigen nennen, unter den Anhängern und Wählern der Grünen am höchsten ist. Bekanntlich heißt die “Partei der Besserverdienenden”, also derjenigen, die vom naturwissenschaftlich-technisch bedingten industriellen Produktionszuwachs besonders profitieren, schon lange nicht mehr “F.D.P.”, sondern “Die Grünen”. Auffallend ist weiterhin, daß sich die Grünen offenbar besonders gern in Großstädten oder an ihren vornehmen Rändern, also in absolut künstlichen und besonders energieaufwendigen Regionen, aufhalten und im ländlichen Raum (beispielsweise in dem kleinen Dorf in Nordfriesland, in dem ich lebe) ausgesprochene Exoten sind. Die Diskrepanz zwischen dem, was sie predigen und dem, was sie vorleben, ist bei den Grünen oft noch krasser als es das bekannte Klischee des zum Zölibat verpflichteten Priesters, der es mit seiner Haushälterin treibt, illustriert.

Noch etwas Anekdotisches zum Neid und zur Angst vor ihm: In der Institution des Diakonischen Werks der Evangelischen Kirche, in der ich mein Berufsleben verbracht habe, wurden Gehaltsabrechnungen in beiderseits geschwärzten Umschlägen wie geheime Kommandosachen verteilt und behandelt. Ein Großteil der Tätigkeit der Mitarbeitervertretung bestand darin, sich mit Beschwerden gegenüber Höhergruppierungen anderer Mitarbeiter aufgrund besonderer Leistungen zu befassen. Mein Argument, daß man sich als guter Christ doch darüber freuen solle, wenn es einem anderen besser geht als uns selbst, wurde selbstverständlich als Witz aufgefaßt. All das erinnert an ein russisches Märchen, das etwa so lautet: Ein Bauer besitzt eine Kuh und ärgert sich schwarz über seinen Nachbarn, der zwei davon auf der Weide hat. Eines Tages erscheint die gute Fee, dieses Mal mit nur einem freien Wunsch, und was wünscht sich unser Bauer? Nicht etwa auch eine zweite Kuh, sondern er knurrt: “Ich will, daß meinem Nachbarn eine Kuh verreckt!”

  • 4) Kommentar von Eisvogel

@gubbelgobbel: Ich kann Friedel da nur voll und ganz zustimmen. Deine Kommentare – wie auch dieser hier – sind dermaßen fundiert und gut, dass das Dumme daran ist: Man kann nichts mehr dazu sagen … außer: Du sprichst mir aus der Seele. Ich bin Dir sehr dankbar dafür.

@Friedel B.: Vielen Dank für die Ergänzung. Es ist natürlich abslolut richtig, dass die Umweltbewegten und Klimaretter im allgemeinen Kulturpflänzchen par excellence sind, die sich vor dem “einfachen” Leben fürchten würden, wenn es ihnen nur nahekäme. Ihr Naturbewusstsein beschränkt sich auf das Kaufen sündteurer verschrumpelter Äpfel im Naturkostladen und ökologisch abbaubaren Putzmitteln anstatt Meister Proper.

Hier “unten” im Südwesten gibt es aber noch eine winzige Minderheit von politisch schwarz-grünen stockkonservativen Ökobauern, die gemäß den Mondphasen pflanzen und merkwürdige Erfindungen bezüglich Jauchegruben tätigen. Denen nehme ich das Grünwählen dann eher ab, sie fühlen sich aber unwohl dabei und schwanken schwer zwischen CDU/Republikanern und Grün. Die Claudia-Roth-Partei weiß aber von denen vermutlich nichts, pflegt sie nicht und wäre wohl entsetzt über sie. So ist das nicht gemeint mit der Weltrettung.

Mein Argument, dass man sich als guter Christ doch darüber freuen solle, wenn es einem anderen besser geht als uns selbst, wurde selbstverständlich als Witz aufgefasst.

Das kann ich mir gut vorstellen. Dabei ist es gar kein Witz, sondern genaugenommen das 9./10. Gebot.

Vielleicht ist ja das Neidverbot tatsächlich etwas, was Kulturvölker im Gegensatz zu Naturvölkern entdeckt haben und was sie voneinander unterscheidet?

Wie auch die alten Griechen, die Wheeler erwähnt, haben auch die alten Israeliten eines geschaffen. Es wird nicht nur verboten, dem Nächsten das Eigentum wegzunehmen oder kaputtzumachen, sondern es wird auch angeraten, es erst gar nicht zu begehren (ohne aktiv zu werden).

Das ist ein rein ethisches Gebot, das naturgemäß in einem Strafgesetzbuch keinen Platz finden kann, weil man es nicht sieht, was jemand begehrt. Daran erkennt man, dass die 10 Gebote kein Strafrecht darstellen können (sondern ein zusätzliches weltliches erfordern) – ganz im Gegensatz zur Scharia, in der ein solches Verbot undenkbar wäre. Deshalb kann die Scharia mit dem weltlichen Gesetz konkurrieren – die 10 Gebote hingegen können es nicht.

  • 5) Kommentar von gubbelgobbel

@Friedel B.

Ich glaube, gerade Naturliebhaber (nicht solche, die sich dafür halten, weil sie grün wählen, Ökostrom kaufen und einen Hybridwagen fahren) wissen aus eigener Erfahrung, daß die Natur weder gut noch böse ist – sie “ist” einfach. Ein grüner Wald im Sommer ist genauso natürlich wie parasitäre Würmer des Amazonas, die Gänge durch die Haut ihrer Opfer bohren. Ich bin selbst begeisterter Hobbykletterer, aber ich nutze doch lieber Seile aus modernen, reißfesten Kunstmaterialien als welche aus Hanf, und als Sicherungshaken bevorzuge ich zugfesten Stahl gegenüber Holz – oder was auch immer man sonst dafür nehmen könnte.

Wenn Leute wie Reinhold Messner ihre sorgfältig geplanten Expeditionen voller Hightech-Ausrüstung in Gegenden, in denen selbst kleinere Säugetiere nicht überleben können, als “naturnah” betrachten, finde ich das befremdlich. Wie naturverbunden ist es wohl, sich mit einem Helikopter in unzugänglichen Bergregionen absetzen zu lassen, um anschließend mit Hilfe zigtausend Euro teurer Industrieprodukte Berge zu besteigen, auf denen ein Mensch ohne technische Unterstützung nicht einmal mehr atmen kann?

Ich bin öfters im Südtiroler Raum gewandert und dabei vielen anständigen und bodenständigen Menschen begegnet. Keinen von ihnen würde ich als “Öko-Freak” bezeichnen, selten interessierte sie überhaupt die große Politik. Ich kann insofern Ihre Beobachtung absolut bestätigen, daß es sich bei den Grünen um ein Wohlstands-phänomen von der Natur entfremdeten Großstädtern handelt, die unter “Natur” etwas verstehen, was in dieser Form niemals existiert hat.

Ich kann mir auch nur so die Mißachtung erklären, die die Grünen jenen entgegenbringen, welche um die Befriedigung primärer Bedürfnisse – eine warme Stube, gutes und günstiges Essen auf dem Tisch, etwas Licht im dunklen Winter – bemüht sind. Wer noch niemals einige Vorteile der Zivilisation zumindest vorübergehend aufgeben mußte, kennt vielleicht ihren Wert nicht.

Und dann gibt es ja noch die misanthropischen radikalen Öko-Fundamentalisten; in der grünen Wählerschaft kaum vertreten, in der Partei jedoch nicht selten anzutreffen. Sie sagen Sätze wie “Die Welt wäre ein besserer Ort ohne die Menschen”, und erheben dabei ihre Vorstellung davon, was “unberührte” Natur sein soll, zur Religion. Dabei würde mit dem Tod des letzten Menschen auch das letzte Wesen verschwinden, das eine solche Sicht auf seine Umwelt hatte, deren Teil es doch war.

  • 6) Kommentar von Bokito

Eine Frage an die Leser:
Kann es sein, daß exzessiv ausgeübte bzw. angedrohte Gewalt auf das Unterbewußtsein Einfluß nimmt?

Ich bin kein Psychologe, aber mich wundert, daß gerade die ganz offensichtlich und auch zur Schau getragene Gewalt des Islams von unseren Gutmenschen nicht wahrgenommen wird. Nach dem Prinzip – es kann nicht sein, was nicht sein darf -.

Es ist interessant, daß wir aber hauptsächlich gegenüber dem Islam in diese “Angststarre” verfallen.

Israel wird bei jeder Gelegenheit als imperialistischer Schurkenstaat gebrandmarkt. Über Polen werden reichlich Witze gemacht, die schuften ja auch bloß auf unseren Spargelfeldern und jammern nicht rum, sie würden diskriminiert.

Das sind nur zwei der tatsächlichen “Opfer” der deutschen Geschichte. Merkwürdigerweise möchten wir unsere Schuld aber dadurch abarbeiten, indem wir dem Islam in den Hintern kriechen.

Also zurück zu meiner Frage: bekommt der, der uns am meisten Angst einjagt, unsere ganze gutmenschliche Zuwendung?

Ich würde mich freuen, wenn sich jemand dazu äußern könnte.

@ bokito:

Auf Deine Frage ein klares “Ja”, und dies ist der beste Beweis dafür, daß Gutmenschentum nichts mit Nächstenliebe zu tun hat, sondern ein angstgesteuertes Verhalten ist, und zwar eines, das ins Verderben führt, weil es auf die Dauer niemandem entgehen kann, daß Gewalttätigkeit und die glaubwürdige Drohung damit beim Gutmenschen zum Erfolg führt.

  • 8) Kommentar von Bokito

@Manfred: das befürchte ich. Komme selbst aus einem links-liberal geprägten Umfeld. Die Leute dort sind nicht dumm. Ich hab’s versucht, sie direkt mit den klaren Morddrohungen von Moslems (beispielsweise die Bilder vor der katholischen Westminster Cathedral in London 2006) zu konfrontieren.
Manche sind vor den Bildern wirklich erstarrt wie Kaninchen. Danach kamen die üblichen Verharmlosungen und teilweise auch aggressive Ablehnung mir gegenüber und die Frage, warum um alles in der Welt ich denn die Gewalt noch schüren wollte. Bloß kein Öl ins Feuer gießen …

  • 9) Kommentar von Friedel B.

@Bokito

Im Gegensatz zu Manfred mit seinem klaren “Ja” als Antwort auf Ihre Frage bin ich skeptischer. Ich bin Psychologe (wenn auch kein Psychotherapeut) und als solcher mißtraue ich dem Konzept des “Unterbewußten” ganz erheblich – zumindest insoweit, als man es wie S. Freud als Instanz in unserem Inneren betrachtet, die dort unabhängig von Wille und Vorstellung und verborgen im Dunkel ihr Unwesen treibt. (Selbstverständlich leugne ich die Existenz unbewußter seelischer Aktivitäten keineswegs; hochgeübte Tätigkeiten wie etwa das Autofahren oder das Bedienen einer Schreibmaschine laufen weitgehend unbewußt ab; ihre Steuerung und Kontrolle ist aber jederzeit auch ohne psychotherapeutische Unterstützung ins Bewußtsein zurückzuholen.)

Die Tatsache, daß unsere Gutmenschen die Gefahren des Islams nicht wahrnehmen wollen oder können, läßt sich sehr viel zwangloser mit Festingers Dissonanztheorie erklären (ich habe eine ähnliche Anmerkung vor einigen Tagen bereits einmal in einem Thread bei PI gemacht). Eine (wenn auch sehr summarische) Übersicht über besagte Theorie können Sie sich bei Wikipedia unter dem Stichwort “Kognitive Dissonanz” verschaffen. Nicht nur den Gutmenschen, sondern uns allen fällt es außerordentlich schwer, Informationen auch nur zur Kenntnis zu nehmen, geschweige denn sie nüchtern und leidenschaftslos zu verarbeiten, die unseren Einstellungen widersprechen. Die Abwehr ist dabei umso rigoroser, je intensiver wir einer politischen, wissenschaftlichen oder sonstigen Sichtweise anhängen.

Ideologen kann man geradezu als Menschen definieren, die von der Wirklichkeit keine Kenntnis nehmen; wahrscheinlich kennen Sie die Anekdote: “Hören Sie, Herr Lenin, die Realität paßt aber in keiner Weise zu Ihren theoretischen Annahmen!” Antwort: “Umso schlimmer für die Realität!” Eine weitere Episode beschreibt die Dissonanztheorie ebenfalls in trefflicher Kürze: “Ich lese jetzt immer wieder in der Zeitung, daß das Rauchen so gefährlich ist. Deshalb habe ich es aufgegeben.” “Was, du hat das Rauchen aufgegeben???” “Nein, das Zeitunglesen!”

Die beliebteste Methode, der eigenen Einstellung widersprechende Informationen abzuwehren, ist ihre Abwertung zumeist dadurch, daß wir an Verstand und Integrität ihrer Verkünder Zweifel anmelden. Ein wohlbekanntes Beispiel für eine solche Vorgehen-weise ist die Nazi-Keule; ein weiteres ist das weit verbreitete “Die stehen im Solde der Multis” oder “Die haben von Wissenschaft keine Ahnung” bei der Klimadiskussion.

Die zweite Methode besteht in dem Versuch, durch Hinzunahme neuer kognitiver Elemente das eigene Weltbild wieder stimmig zu machen. Dazu zählt etwa Argumente wie die oft gehörte Behauptung, die beobachtete Gewalt habe mit dem Islam als solchem nichts zu tun, sondern sei vielmehr auf Armut und eingeschränkten Zugang zu Bildungs-möglichkeiten zurückzuführen (gerade wieder bei der “Achse des Guten” gelesen). (n.b.: Merkwürdigerweise ist ein unzureichendes intellektuelles Leistungsvermögen, das in den meisten Fällen ursächlich sowohl für Armut als auch mangelnde Bildung ist, als möglicher zusätzlicher Erklärungsansatz derart tabuisiert, daß er in der Diskussion praktisch nicht vorkommt.) Der überaus starke Wunsch nach “kognitiver Konsonanz” ist übrigens auch eine Ursache dafür, daß Vor- oder Pauschalurteile häufig sehr lange Bestand haben und sich durch “Aufklärung” und “Aktionsprogramme” kaum oder allenfalls vorübergehend mildern oder gar aufheben lassen. Das, was wir “Weltanschauung” nennen, gründet sich oft nicht auf eine tatsächliche Anschauung der Welt, sondern auf Ordnungssysteme, die wir an sie herantragen.

@Ohneland:

Mit der Erzählung von Kain und Abel bestätigt gerade die Bibel, daß es sich beim Neid um eine sehr ursprüngliche menschliche Eigenschaft handelt. Zu seiner Erklärung bedarf es der Werbung nicht. Werbung erzeugt auch keine Bedürfnisse, wie Sie gemeinsam mit vielen anderen vermuten, sondern sucht lediglich primäre Triebe für ihre Zwecke umzuleiten, wie Sie selbst es ja auch mit der Bemerkung zu den sexuellen Stimuli andeuten. Kein Mensch hat ein Bedürfnis nach Rasierwasser (außer vielleicht ein hygienisches); daher versucht die Werbung zu suggerieren, daß sein Gebrauch die Attraktivität bei Frauen steigert (und danach habe wir Männer bekanntlich ein äußerst starkes Verlangen ).

  • 10) Kommentar von Eisvogel

Vielen Dank für Deinen Hinweis auf Festingers Dissonanztheorie, Friedel B. Ich habe den Wikipedia-Artikel dazu schon gelesen, nachdem Du auf PI darauf hingewiesen hast, und es leuchtet mir sehr ein.

Es leuchtet mir vor allem deshalb mehr als die Theorie der Angst ein, weil ich das an mir selber beobachten kann. Und das mit der Angst eben nicht.

Ich bin eine überaus ängstliche Person. Wenn Angst einen von Islamisierungskritik abhalten würde, dann hätte ich hier einen Blog mit dem Titel “Islam heißt Frieden”

Es heißt ja, der Mutige zeichnet sich nicht dadurch aus, dass er keine Angst hat, sondern dadurch, dass er es schafft, sie zu überwinden. Allerdings:

Vor Dir und im privaten Gespräch mit Dir muss man keine Angst haben, Bokito. Wenn Du mir ein Foto mit Moslems zeigen würdest, die zur Enthauptung aller aufrufen, die den Islam beleidigen, dann würde das bei mir überhaupt keine Angst auslösen, zu Dir zu sagen, dass ich die für widerliche Dreckskerle halte und dass man die am besten aus Europa rauswerfen sollte. Genaugenommen ist es nicht zuletzt Angst vor denen, dass ich das wirklich will! Es würde anders aussehen, wenn ich das denen ins Gesicht sagen müsste…. aber das war ja von Deinen Bekannten nicht verlangt.

Gerade weil ich selber so eine ängstliche Person bin, bin ich skeptisch gegenüber der Angsttheorie. Ich bin mir bewusst, dass eine Situation kommen kann und wird, in der ich übelst in widersprüchliche Gedanken gerate, wo das, was ich für richtig halte, mit dem, was ich für sicher halte, kollidiert.

Aber eine solche Situation ist im privaten Gespräch mit jemandem, der eh schon auf der islamkritischen Seite ist, nicht vorhanden. Und sie ist noch nichtmal vorhanden, wenn man einen anonymen Blog betreibt oder darin kommentiert. Klar, uns wird manchmal Maulheldentum vorgeworfen. Vielleicht stellen wir uns wirklich eines Tages als Maulhelden heraus. Vielleicht auch nicht. Hoffentlich nicht! Ich wünsche mir das, nehme mir das vor und mache sogar etwas, was Beten nahekommt, dafür. Man weiß es dennoch nicht.

Nur: Welchen Grund gibt es, noch nicht mal ein Maulheld zu sein???

  • 11) Kommentar von Bokito

@Eisvogel:
“Wenn Du mir ein Foto mit Moslems zeigen würdest, die zur Enthauptung aller aufrufen, die den Islam beleidigen, dann würde das bei mir überhaupt keine Angst auslösen, zu Dir zu sagen, dass ich die für widerliche Dreckskerle halte und dass man die am besten aus Europa rauswerfen sollte.”

Du hast ja Recht, aber wer traut sich das zu sagen, dort, wo es Konsequenzen hätte?

Sag das mal in einer größeren Firma in Deutschland.

Ok, hier im Internet und anonym ist das was Anderes.

Was tun?

  • 12) Kommentar von Steppenwolf

Kommentar von Bokito
“Was tun”?

Gute Frage.

Der Anteil der Bevölkerung, die sich bewußt ist, welche Gefahr die Mohammedaner sind, liegt im Promillebereich.

Der Normalbürger denkt: Gott, was haben wir uns da eingebrockt. Jetzt sind sie nun mal da und bis sie zivilisierte Bürger werden müssen wir uns damit abfinden.

Er macht sicht keine Gedanken darüber, daß unsere “Neubürger” zivilisatorisch (Denken im 14. Jahrhundert unserer Zeitrechnung behaftet), ganz andere Bestrebungen haben.

Politiker und die gleichgeschalteten Medien bestärken diesen Glauben.

Massen in Deutschland gehen nur auf die Straße, wenn es um ihr Geld geht und nicht für etwas, daß sie nicht begreifen können.

Also aufzeigen, was den deutschen Bürger und Steuerzahler dieser “Migrantenwahnsinn” kostet und ihm vorrechnen, wieviel Geld er ohne diesen mehr in der Tasche hätte.

  • 13) Kommentar von Murmel

Steppenwolf:

“Also aufzeigen, was den deutschen Bürger und Steuerzahler dieser “Migrantenwahnsinn” kostet und ihm vorrechnen, wieviel Geld er ohne diesen mehr in der Tasche hätte.”

Liebend gern, Steppenwolf, nur habe ich die Erfahrung gemacht, daß gerade diejenigen Ideologen, die ihre abstrusen Behauptungen am wenigsten untermauern können, die ersten sind, die sofort Belege fordern, wenn ihnen was nicht ins Weltbild paßt.

Mich würde also interessieren, wo ich seriöse, aussagekräftige Zahlen zu diesem Migrantenwahnsinn finde, die keiner so einfach von der Hand weisen kann.

  • 14) Kommentar von Bokito

.. zurück zur Psycho-Ecke, ich war fleißig

Ich bin beim Lesen des mir empfohlenen Wikipedia-Artikels über die kognitive Dissonanz dem Link zum Artikel über die Doppelbindungstheorie gefolgt. Wenn ich das richtig verstanden habe, wäre ein gewisser Herr M. aus Mekka ja ein früher Psychologe gewesen (soviel schwarzer Humor muß sein).

Link zum Wikipedia Artikel, aus dem ich auch diese Formale Darstellung entnommen habe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Doppelbindungstheorie

Formale Darstellung der Doppelbindungstheorie:

·Die Person muß sich an das Gebot oder Verbot X halten
·Die Person muß sich an das Gebot oder Verbot Y halten
·Y widerspricht X
·Die Person darf weder X noch Y ignorieren
·Jeder Kommentar bezüglich der Absurdität der Situation ist streng verboten
·Ein Verlassen der Situation ist oder erscheint unmöglich

Ich konnte es mir nicht verkneifen, ein kleines Spiel daraus zu machen:
Setzen Sie bitte in die obige formale Darstellung der Doppelbindung einfach anstelle von X und Y folgende Aussagen:

X = Islam is peace
Y = behead those, who insult Islam

Beachten Sie dabei:

Jeder Kommentar bezüglich der Absurdität der Situation ist streng verboten = siehe Salman Rushdie

Ein Verlassen der Situation ist unmöglich = siehe die Aussage:„Es gibt keinen Zwang im Glauben“

Wer bekommt wohl den Hauptgewinn bei diesem Spiel?

PS: Dieses Spiel ist natürlich eine etwas unsaubere Folgerung meinerseits, da ich die Doppelbindungstheorie kritiklos übernommen und auf eine gesellschaftliche Ebene übertragen habe. Gibt es auch gesellschaftliche Doublebinds oder bezieht sich das doch eher auf die Kommunikation einzelner Personen?

@Eisvogel: der Artikel über die Doppelbindungstheorie hat mich veranlaßt, Deinen Artikel über die Unvermeidlichkeit von Doppelstandards noch mal zu lesen.

  • 15) Kommentar von Steppenwolf

Murmel

Mich auch.
Deshalb habe ich eine dringende Bitte an alle, die belegbare Zahlen kennen oder wissen, wie man an diese gelangt, hier mitzuhelfen.

Ich stelle einfach einmal die Zahl 100.000.000.000 in den Raum.

Für:

Soziahilfe und alles, was damit zusammenhängt ( u. A. Mitarbeiter in den Sozialämtern, die nicht benötigt würden, ohne Mio. ausländische Sozialhilfeempfänger).
Integrationskurse
Sprachkurse
Sozialarbeiter
Soziale Brennpunkte
Erhöhte Polizeitätigkeit
Infrastruktur
Vandalismus
Kriminalität
Belastung des Gerichtswesens
Krankenkosten, einschließlich der Kosten für deren Familienmitgliedern in den Heimatländern.

Dazu noch die Kosten für das Parteienklientel:

Integrationsbeauftragte
Integrationsmitarbeiter
Migrationshelfer
Diverse Sozialpädagogen
Institute, die vom Migratengeschwurbel leben

Ich habe hier nur Einiges benannt, welches aber wahrscheinlich nur die Spitze des Eisbergs ist.

  • 16) Kommentar von Eisvogel

@Murmel und Steppenwolf: Ich würde das auch gerne wissen. Ich glaube aber, dass es fast unmöglich ist. Fjordman hat sich hier schon einmal damit befasst – allerdings weniger auf Deutschland bezogen, er befasst sich vor allem mit den skandinavischen Ländern und Großbritannien.

Es wäre aber egal – es wäre schon hilfreich, wenn man wüsste, was es in einem anderen Land kostet, man könnte das mit einiger Genauigkeit übertragen.

Leider sind auch das keine sehr konkreten Zahlen, sondern vor allem Schätzungen. Ganz offensichtlich weiß es kein Mensch. Ich bin überzeugt, dass ein großes Interesse daran besteht, dass diese Zahlen nicht erhoben werden. Andererseits ist es aber auch schwierig.

Wie zum Beispiel rechnet man die Gehälter der Polizei prozentual um? Wenn es keine ausländischen Drogendealer gäbe … gäbe es dann keine Drogensucht? Oder würden dann kriminelle Inländer Drogen verticken, die jetzt, weil sie weniger aggressiv sind, aus dem “Markt” fast vollständig verdrängt sind – wie auch aus anderen Bereichen der organisierten Kriminalität?

Was machen dann die überflüssigen Polizisten? Würstchenbuden betreiben, weil es keine Dönerbuden mehr gibt? Und wenn wir die Dönerbudenbetreiber nicht ausweisen, sondern nur die Kriminellen, was machen die übrigen Polizisten dann?

Wer würde 3er-BMWs und Handys und Haargel kaufen? Und Kinderwägen?

Das sind unausgegorene und vermutlich blöde Gedanken. Ich will damit auch keineswegs sagen, dass die Einwanderung nicht maßlos teuer ist, das ist sie zweifellos. Die direkten Kosten bleiben immer und die indirekten übersteigen sicher auch die Einnahmen.

Aber irgendwie scheint mir alles so verflochten, so verworren.

Ein Kommentator bei Kewil, der sich Der Türke nennt, hat mal geschrieben, wir sollten froh sein über die kriminellen Ausländer, sie würden ja schließlich den gesamten Wirtschaftszweig Polizei und Justiz beschäftigen. Das ist natürlich der totale Hirnriss. Das ist kein Wirtschaftszweig, was wiederum natürlich nicht heißt, dass diese Leute nicht wirklich arbeiten. Aber man könnte ihnen – ohne kriminelle Moslems – das Geld ja auch dafür geben, dass sie zu Hause bleiben.

Oder Papiermoslems vor Gericht stellen und in Knästen beherbergen. Dann wären die Juristen auch beschäftigt und zwar ganz ohne das Leid der Kriminalitätsopfer. Man könnte auch Papiermoslems in Integrationskurse setzen….damit die Sozialarbeiter was zu tun haben?

Warum tun wir das nicht ZUSÄTZLICH???? Warum ist noch niemand auf die Idee gekommen, dass man so die Wirtschaft ankurbeln könnte und die Arbeitslosigkeit auf null senken könnte?

Theoretisch könnte man auch die 3er-BMWs, die Handys, das Haargel und die Kinderwägen staatlich ankaufen und fortschmeißen… (mit Agrarprodukten machen wir das ja bereits)

Hier wird es langsam irr.

Ich komme bei dem Versuch solcher Berechnungen an Grenzen, wo sich mir das Gehirn verknotet. Aber irgendetwas ist bei der Art und Weise, wie wir wirtschaften (und wirtschaftlich denken) ganz furchtbar unlogisch und offen falsch und ich glaube, das volkswirtschaftliche Denken von Der Türke ist – in etwas abgemilderter Form – verbreitet. Und das dürfte auch der Grund dafür sein, warum niemand die wirtschaftlichen Kosten der Einwanderung hinterfragt. Wir können nicht wirtschaftlich denken. Wir haben ein irres VWL-Bild der Art, dass Arbeitsplätze das Wichtigste sind. Der Arbeitsplatz eines Bäckers trägt zur Volkswirtschaft bei, der eines Polizisten/Integrationsbeauftragten aber nicht, oder?

Letzterem könnte man – wenn seine “Kundschaft” weg wäre – rein finanziell gesehen das Geld auch aushändigen und sagen: “Bleib zu Hause und mach Dir einen schönen Tag.”

Kann jemand diese Verwirrung entwirren????

  • 17) Kommentar von Arundhati

@bokito

Double-binds wurden (oder werden) auch als Methode der sogenannten Gehirnwäsche angewandt.

Es geht dabei um die Zerstörung des “Selbst” und dessen Neuaufbau.

Der Islam schafft in der Tat solche gesellschaftlichen Double -binds und legt zudem die Grundlage für eine stark autoritär ausgerichtete Geisteshaltung. (Friedensbeteuerung gekoppelt mit Gewaltaufruf, kein Zwang im Glauben -Ungläubige sind schlimmer als das Vieh)

Er produziert gehirngewaschene autoritäre Charaktere, wenn man das so sagen will.

Was bedeutet das?

1. Die islamische Ideologie ist als eine Art Krankheit in die Muslime implantiert. Mittels Drohung und Gewalt werden zudem die Konzepte der gefühlten Hilflosigkeit zementiert. Daher auch das ständige Opferbewußtsein. Muslime können also nur bedingt mithilfe von Bildung, Ratio und einem Statuszugewinn aus dem Konzept ihrer Ideologie ausbrechen. Da die Ideologie tief in ihr Selbstverständnis und auch ihren Selbstwert eingreift. Da setzt der Islam an. Allah ist allmächtig und die Menschen sind ihm total ausgeliefert. Er kann im letzten Moment entscheiden, ob er einen gläubigen und gottesfürchtigen Muslim nicht doch noch in die Hölle schickt. Die Situation ist also ausweglos, niemand kann der Schöpfung entfliehen. Das ganze Leben ist in Kismet bestimmt. Hinzu kommen noch die Konzepte der Double binds, die gerade in der Erziehung eine große Rolle spielen (Koranschulen). Es ist als große Psychische Leistung anzusehen, wenn jemand den Ausstieg aus diesem Konzept schafft.

2. Der Islam drängt auf narzißtische Strukturen. Der absolute Monotheismus, Allmacht Allahs, absoluter Patriarchismus – dies ist alles nur auf eines ausgerichtet: Macht.
Diese Strukturen, gekoppelt mit einer sehr autoritären Erziehung und krassen Gewalterfahrungen, schaffen autoritäre Charaktere, die sich gegen oben bücken und gegen unten gnadenlos treten. Eine narzißtische Persönlichkeit zeigt sich in Allmachts-phantasien und Gelüsten, gepaart mit sporadischen Gefühlen der Minderwertigkeit, extrem leichter Kränkbarkeit und einem exklusiven Mangel an Empathie. Die Ideologie des Islam steht auf so wackligen Füssen, daß sie ständig gegen außen verteidigt werden muß. Nun kommen böse Ungläubige und sind in allem besser: Mehr Geld, mehr Status, mehr Freude, mehr Freiheit, und sie sind die Herrscher im Land, machen die Gesetze, stellen die Politiker. Das schafft Neid, und vor allem sieht das Konzept des Islam dies nicht vor. Der Islam ist aber das einzige Gerüst, das den gläubigen Muslim davor bewahrt, psychisch auseinanderzufallen. Das ist eine einzige Kränkung für die Muslime, und sie reagieren darauf extrem heftig und inadäquat, eben krank. Die Folge davon sind z.b. faschistische Strukturen.

Auch die sprichwörtliche Lieblosigkeit im Islam (die eigenen Kinder werden zugunsten der “Ehre” gemordet, Frauen werden wie Vieh behandelt, Kinder als “Ware” verstanden) ist hier auch systemimmanent: Narzißmus und Liebe schließen sich aus.

Bevor ich endgültig abschweife, Erich Fromm empfiehlt sich als Lektüre, wenn man sich mit dem psychoanalytischen (wer’s mag) Ansatz von Gewalt und Ideologien befassen möchte.

Gruß

Arundhati

  • 18) Kommentar von Friedel B.

Kann jemand diese Verwirrung entwirren?

Vielleicht ist Frederic Bastiat (1801 – 1850) dazu in der Lage; nachzulesen unter http://bastiat.de/bastiat/was_man_sieht_und.html

  • 19) Kommentar von Eisvogel

Der Text ist großartig, Friedel B. Der nimmt ja genau das auf, was ich so dilettantisch angerissen habe. Und das ist ein so alter Text.

Es zeigt tatsächlich, wie tief unser wirtschaftliches Denken inzwischen schon sozialistisch ist, selbst bei Menschen, die den Sozialismus ablehnen.

@Eisvogel Nr. 15 & 19: Ich wollte schon “Entwirrhilfe” leisten – da habe ich den von Friedel B. verlinkten Text gelesen, womit sich das erübrigt hat.
Dieser Text stellt treffend die Mentalität “aus der linken Tasche in die rechte Tasche” bloß, die bei vielen das Denken prägt.

Zu „Neid und die Angst vor Neid“ gab es übrigens einen passenden Artikel in der GEO-Ausgabe September 2006, der ein Beispiel der „Neidkultur“ in rückständigen Gesellschaften (in diesem Fall: Afrika) behandelt. Darin wird die afrikanische Neidhammel- und Schnorrermentalität sowie die dortige Angst vor neidmotiviertem Schadenszauber behandelt.

Darin beschreibt der Schweizer Ethnologe David Signer, der das Phänomen des afrikanischen Magieglaubens erforscht und sich zu diesem Zweck mit einem dortigen “Feticheur” angefreundet hat, wie sehr dies die Entwicklung in Afrika lähmt.
In der afrikanischen Gesellschaft wird nämlich jemand, der schon reich und mächtig und hochgestellt ist, in dieser Position akzeptiert, aber wenn jemand versucht, durch eigene Leistung über sein Umfeld aufzusteigen, wird ihm das extrem mißgönnt, und man erwartet von ihm, daß er allen Verwandten und Freunden etwas von seinem Reichtum abgibt. Da die Liste der Bittsteller unter afrikanischen Verhältnissen tendenziell endlos ist, bleibt dem leistungswilligen Afrikaner letztlich kaum etwas vom Ertrag seiner Bemühungen.
Das Mittel, mit dem dieses Verhalten durchgesetzt wird, ist die Furcht vor Schadenszauber, und es spielt gar keine Rolle, daß das Mumpitz ist – es genügt, daß die Leute fest daran glauben und ganz real Angst haben.
Selbst wenn so ein Afrikaner nach Europa auswandert, stellt das für ihn kein Entkommen dar. Diese Leute glauben, daß ein Magier seinen Astralleib im Schlaf bis nach Europa schicken kann, um dort einem Schlafenden die Seele aufzufressen (z. B. im Auftrag eines Vaters, der seinen “geizigen” Sohn dafür bestrafen will, daß er kein Geld heimschickt). Die Afrikaner haben laut Signer nämlich eine extrem überzogene Vorstellung davon, wie leicht man bei uns zu Geld kommt. Einer hat ihn einmal angesprochen: “Stimmt es, daß man bei euch nur ein paar Knöpfe drücken muß, und schon kommen die Geldscheine aus der Hausmauer?”.
Und wenn dann so ein Neger einmal in Europa ist und feststellt, daß die Millionen hier nicht auf der Straße liegen – und schon gar nicht für ihn – dann beschleicht ihn die Angst, daß die Daheimgebliebenen sagen: “So ein geiziges Arschloch – kaum geht’s ihm gut, vergißt er schon seine Familie und Freunde” und einen Feticheur auf ihn ansetzen (in Senegal soll es ein Sprichwort geben: “Und wenn ich schon dein Geld nicht fressen kann, dann fresse ich dich!”).
Was macht er also in seiner Not? Er wird kriminell…
In diesem Zusammenhang möchte ich einen Gedanken von Oriana Fallaci weiterspinnen, die sich gefragt hat, wer denn all den Boat People aus Afrika die horrenden Schleppergebühren bezahlt (etwa Osama bin Laden?).
Meine Frage: was würde rauskommen, wenn man den Spendengeldflüssen an unsere Grünen penibel nachgehen würde – ist da was von der Drogenmafia dabei, für die die Asylwerber ein willkommenes Rekrutierungspotential darstellen? Bei uns in Österreich sind die Grünen übrigens schon (von BZÖ-Obmann Westenthaler) als “politische Schlepperbande im Parlament” bezeichnet worden…

Als ich „Neid und die Angst vor Neid“ las, ist mir sofort dieser Geo-Artikel wieder eingefallen, und ich dachte mir: „Also ist das nicht nur bei den Negern so (diese pöhse N-Wort!), sondern offenbar auch bei den andern „Sitzenbleiber-Kulturen“ ein wesentlicher Grund für ihre Rückständigkeit.

Die Übertragung dieses Prinzips auf die Motive der Gutmenschen im Westen und auf unsere Gesellschaft insgesamt ist ein Gedanke, der mir so noch nicht gekommen ist – aber es ist durchaus einleuchtend. Dazu paßt auch, daß Überlebende von Katastrophen oft ein schlechtes Gewissen gegenüber den Toten haben sollen.

Wie wir aus dieser ganzen, offenbar auch damit zusammenhängenden PC-Gutmensch-Islamisierungs-Misere rauskommen sollen (vor allem ohne schlimme Begleiterscheinungen), dafür sehe ich momentan keine realistische Möglichkeit (ja, auch ich kenne oft solche Stimmungen, wie sie in dem ausgezeichneten Artikel „Trauert nicht, Kinder Europas“ anklingt), aber wer weiß…?

In Anknüpfung an Gubbelgobbels Elben-Posting bietet sich das folgende an:

All that is gold does not glitter
Not all those who wander are lost,
The old that is strong does not wither,
Deep roots are not reached by the frost.

From the ashes a fire shall be woken,
A light from the shadows shall spring,
Renewed shall be blade that was broken,
The crownless again shall be king.

Wäre das nicht ein in Gedichtform gebrachtes Motto für uns Westler, “the Fair Folk”?

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