von Fjordman
Der englische Originaltext ist am 09. 02. 2009 unter dem Titel “The Decline of the English-Speaking World” in The Brussels Journal erschienen.
Übersetzung: BeforeDawn
Ich bin bereit, alle westlichen Länder zu verteidigen, aber Britannien fühle ich mich besonders nahe, sodass es für mich besonders traurig ist zu sehen, wie erniedrigt diese einstmals große Nation gegenwärtig ist. Die englische Sprache hat einst die Welt erobert. Jetzt ist der Rest der Welt im Begriff, die englischsprachigen Länder zu erobern. Wenn der gegenwärtige Trend andauert, werden demnächst die Bewohner Singapurs Englisch sprechen, während die Nation, die die englische Sprache geschaffen hat, aufhört zu existieren.
Zur gleichen Zeit, als die Scharia als ein Teil des britischen Rechtssystems offizielle Anerkennung gefunden hat und Moslems mit Stolz von der künftigen Eroberung der westlichen Welt sprechen, wird eine britische Bürgerin verhaftet, weil sie eine angeblich “rassistische” Puppe in ihrem Fenster stehen hat. In Al-Britannia kann zwar ein Moslem Sozialleistungen für Kinder beanspruchen, die er mit mehreren Frauen hat, und damit prahlen, dass er auf diese Weise das Land in die Knie zwingt und dessen angestammte Einwohner zu Bürgern zweiten Ranges oder noch Schlimmerem reduziert, aber es ist verboten, eine “rassisch unsensible” Puppe im eigenen Haus zu haben, jedenfalls wenn man eine weiße Hautfarbe hat.
In meinem Buch Defeating Eurabia gibt es ein Kapitel über die Situation in Britannien. Ich nutze hier noch einmal die Gelegenheit, um darauf hinzuweisen, dass das Buch, das sowohl online als auch in der gedruckten Ausgabe verfügbar ist, von jedermann online oder in Druck wiederveröffentlicht oder in andere Sprachen übersetzt werden kann, solange dies nicht im Kontext der Propagierung einer totalitären Ideologie steht. Ich möchte hiermit ausdrücklich zur Weiterveröffentlichung oder Übersetzung ermutigen.
In einem im April 2008 veröffentlichten Überblick sagt etwa ein Drittel der britischen Ärzte, dass Patienten im Seniorenalter keine kostenlose medizinische Behandlung erhalten sollten, wenn zu erwarten ist, dass sie ihnen keinen langfristigen Nutzen bringt. Zur gleichen Zeit ist muslimischen Männern, die in Vielehe leben, das Recht zugestanden worden, zusätzliche Sozialleistungen zu beziehen. Die Baronin Warnock, ein einflussreiche “Ethik-Beraterin” der Regierung, legt die Vorstellung nahe, dass Patienten mit Altersdemenz die “Pflicht zu sterben” hätten, weil sie für den Staat eine finanzielle Last seien. Britische Senioren müssen also sterben, sei es mit oder ohne “Ermutigung”, damit der Staat es sich leisten kann, für all die Nigerianer und Bangladeschis zu zahlen, die das Land überfluten. “Sozialstaat” bedeutet also jetzt, dass die Eingeborenen zusehen sollen, wie Oma stirbt, weil sie ja sowieso nur immer älter wird und weil wir dass Geld brauchen, um für die Muslime mit mehrfachen Frauen und zahlreichen Kindern zu zahlen, damit sie sich hier heimisch fühlen und das Land kolonisieren können.
Es mag scheinen, dass diese Beispiele in keinem Zusammenhang stehen, sie tun es aber doch. Man täusche sich nicht: Die Diskriminierung der angestammten Bevölkerung mit dem Ziel, sie einzuschüchtern und jegliche Hoffnung zu zerstören, die sie hinsichtlich der Verteidigung ihres Landes gegen eine von außen kommende Kolonisierung vielleicht noch hegen, ist eine bewusste Strategie seitens der herrschenden multikulturalistischen Oligarchie, egal ob man diese nun – und zwar zu Recht – in der britischen Labour Party oder in der Europäischen Union erkennt. Und kein Zweifel: dies ist in der gesamten westlichen Welt der Fall, nicht nur in Britannien, aber Britannien lässt sich aus guten Gründen als das schlimmste Beispiel von allen anführen. Verhaftungen wegen “rassistischer” Puppen sind mir noch nicht einmal aus Schweden, Belgien oder Al-Kanada bekannt, und diese Länder sind böse Fälle von selbstmörderischem Multikulturalismus. Im Jahr 2009 ist Britannien nicht mehr die Nation, die uns Shakespeare, Newton oder Adam Smith geschenkt hat; es ist das größte Freiluftgefängnis der Welt, ein großes marxistisches Umerziehungslager, eine Horror-Geschichte, in der die staatlichen Autoritäten einen kulturellen und demographischen Krieg gegen die eingeborene Bevölkerung des Landes führen. Das einzige Gute ist, dass ich spüre, dass die eingeborenen Briten täglich zorniger werden und sich nicht geräuschlos verabschieden werden.
Dieser zerstörerische Trend ist nun nicht auf Britannien beschränkt. In einem Kommentar zu Takuan Seiyos neuestem Essay seiner exzellenten Serie “From Meccania to Atlantis” in The Brussels Journal, schrieb die Blogleserin Queen Folgendes über die Situation in Kalifornien:
“San Francisco ist ein Drittweltklo. Die Mordrate dieser Stadt ist höher als die von New York und fast so hoch wie die von Chicago. Sie riecht schlecht (die Kanalisation funktioniert seit Jahren unzureichend), sie ist schmutzig und schäbig. Der Haushalt der Stadt hat ein Defizit von 450 Millionen, aber erst kürzlich hat man mehrere hunderttausend Dollar für eine Kampagne ausgegeben, die das Ziel hat, illegale Immigranten mit einem städtischen Personalausweis zu versehen, so dass sie Dienstleistungen der Stadt umsonst in Anspruch nehmen können. Seiyo erwähnt nicht den schlimmsten Aspekt des Blutbads in der Bologna-Familie: der Mörder, ein illegaler Einwanderer, war durch ein vom Steuerzahler bezahltes Programm vor der Ausweisung geschützt, das die Kosten für den Transport und die Unterbringung illegal eingewanderter minderjähriger Drogendealer/Gruppenvergewaltiger in Heimen in anderen Teilen Kaliforniens übernimmt, so dass die Bundesbehörden sie nicht aufspüren und deportieren können. Wer in diesen ´Heimen´ angekommen war, lief einfach von dort wieder weg und nahm sein kriminelles Leben in San Francisco wieder auf. Pech für die Bologna-Familie, die den Vater und zwei Söhne verlor. Man fragt sich, wie es möglich ist, dass eine Stadt, deren Wirtschaft zum größten Teil vom Tourismus abhängt, ihren Abstieg zur Drittwelt-Kloake nicht sehen will.”
Es ist immer gesagt worden, dass Trends, die heute in Kalifornien entstehen, sich morgen im Rest der Vereinigten Staaten bemerkbar machen. Wenn dies noch immer stimmt, dann bedeutet das wohl, dass die Vereinigten Staaten bald ein Drittweltgebilde sein werden. Ich sehe keinen Grund für die Annahme, dass dieser Niedergang unter der Regierung Präsident Obamas aufhören wird, der eine ganze Generation lang Mitglied einer Organisation anti-weißer Marxisten gewesen ist, die es als ihre Berufung ansehen, die Mehrheitsbevölkerung des Landes zu hassen. So etwas gibt es nur in den Ländern des Westens mit weißer Mehrheit, weil die Weißen so lange öffentlich dämonisiert worden sind, dass viele von ihnen selbst glauben, dass sie diese Art von Misshandlung verdient haben.
Im Gegensatz zu den absurden Behauptungen über den “Eurozentrismus” sind die Europäer traditionell am wenigsten ethnozentrisch von allen Menschen auf diesem Planeten, was die Erklärung dafür ist, dass wir solche Wissenschaften wie die Archäologie erfunden haben, weil nur wir die dafür nötige wissenschaftliche Objektivität aufbrachten. So sind wir also die am wenigsten ethnozentrisch eingestellten Menschen auf der Erde, zugleich sind wir aber die, die beständig wegen ihres Ethnozentrismus angeklagt werden.
Ich könnte auch noch hinzufügen, dass ich über die Lage, in der die Vereinigten Staaten sich befinden, keineswegs Schadensfreude empfinde. Wie ich schon in meinem Aufsatz Barack Hussein Obama and the Triumph of Marxism angedeutet habe, war ich offenbar einer der wenigen Europäer, der nicht die Wahl von Obama unterstützt hat. Ich bin es leid zu sehen, wie Europäer sich über die Tatsache freuen, dass die USA im Abstieg sind, genau so wie ich es leid bin, dass sich einige Amerikaner über den Abstieg Europas freuen. Die gesamte westliche Welt ist gegenwärtig im Abstieg, nicht nur relativ als Anteil der Weltbevölkerung oder der Weltwirtschaft, sondern auch absolut in Hinsicht auf das Funktionieren ihrer Gesellschaften.
Obwohl festzustellen ist, dass ohne Ausnahme alle westlichen Länder unter dem Gewicht der Masseneinwanderung aus der Dritten Welt im Sinkflug sind und als Folge selbst im Begriff sind, ein Teil der Dritten Welt zu werden, geht dieser Prozess doch nicht überall gleich schnell vor sich. Abgesehen von Frankreich, Belgien, und möglicherweise auch den Niederlanden und Schweden, führt die englischsprachige Welt die Desintegration des Westens an, in ideologischer und in demographischer Hinsicht. Der gesamte Westen ist krank, aber die Anglosphäre ist kränker als die meisten anderen. Die englischsprachigen Länder sind in militärischer Hinsicht noch immer die kraftvollsten, aber das zählt wenig, da das militärische Potential mehr dazu benutzt wird, den Multikulturalismus voranzutreiben als die jeweiligen Heimatländer zu beschützen.
Ich sehe auch nicht, dass es in der Anglosphäre mehr Meinungsfreiheit als in den kontinentaleuropäischen Ländern gibt. In den USA mit ihrem Ersten Zusatz zur Verfassung schon, was eine großartige Sache ist (wir wollen mal sehen, wie ihr neuer Präsident damit umgeht), aber Al-Kanada ist völlig verrückt und Britannien ist eine mulikulturelle Bananenrepublik. Australien und Neuseeland könnten in der Mitte des Jahrhunderts ein Teil Großchinas sein. Als solche könnten sie dann wohlhabender sein als Frankreich, das dann ein Teil Großalgeriens sein wird, oder als die Vereinigten Staaten als ein Teil Großmexikos, aber die Australier und Neuseeländer werden dann Asiaten sein, und keine Westler.
Ich bin mir nicht sicher, warum es mit der Anglosphäre so schlecht steht. Was Britannien angeht, so habe ich den starken Verdacht, dass ein postimperiales Stress-Syndrom die Erklärung ist, unter dem diese Nation leidet, die einst einen großen Teil der Welt beherrschte und jetzt nicht einmal die eigenen Vorstädte beherrscht. Das Empire war ihre Identität. Weitgehend das Gleiche kann man von Frankreich sagen. In der Tat vermute ich, dass einer der Gründe, warum sie dies schreckliche EU-Projekt unterstützen, der Wunsch ist, den vergangenen imperialen Ruhm in einer anderen Form wiederzuerrichten.
Jedoch kann dies nicht erklären, was in den Vereinigten Staaten vor sich geht, die immer noch die stärkste Macht der Welt sind, was allerdings nicht für alle Zeiten sein könnte. Hier ist in irgendeiner Form die Vorstellung von der Willensnation [oder Staatsnation, engl.: proposition nation; Anm. d. Ü.] am Werk, also dem Konzept, dass ein Land nicht eine auf einem gemeinsamen Erbe beruhende Nation ist, sondern eine abstrakte Einheit, der jeder beitreten kann, also ein bisschen wie ein erweiterter Video-Club. Wenn man also den Anspruch erhebt, dass die USA eine “universelle” Nation ist und dass muslimische Hamasunterstützer, mit denen die Westler absolut nichts gemeinsam haben, in die USA importiert werden können und sollen, dann ist man ein Unterstützer dieses Konzepts der Willensnation. Diese Vorstellung wird letzten Endes die Vereinigten Staaten in der Form, wie wir sie kannten, beseitigen.
Die Eliten des Westens sind engagierte postnationale Globalisten. Die Oligarchen der EU wollen nicht nur die offenen Grenzen der EU vorschieben, bis sie das moslemische Nordafrika und den Nahen Osten umfassen, sondern nun auch noch 50 Millionen Afrikaner importieren. Wie ich in meinen Essays dokumentiert habe, ist dies eine geplante Zerstörung aller europäischen und überhaupt westlichen Nationalstaaten vermittels transnationaler Organisationen wie der EU und der UNO, in Zusammenarbeit mit den örtlichen Multikulturalisten. Nichts ist an diesen Vorgängen zufällig. Es muss unser Prinzip sein, alle europäischen Patrioten, die für ihr Land und ihre Würde kämpfen, zu unterstützen, vorausgesetzt sie propagieren keine totalitären Ideologien. Wir sitzen alle im gleichen Boot.
Angenommen, die Eingeborenen in einigen westeuropäischen Ländern fingen tatsächlich an, ernsthaften Widerstand gegen die organisierte Zerstörung ihrer Länder zu leisten, die Massenimmigration zu stoppen und den Multikulturalismus umzukehren. Wie würden die amerikanischen Autoritäten und Medien darauf reagieren? Offen gesagt, ich wäre nicht allzu überrascht, wenn sich herausstellen würde, dass sie gegenüber den europäischen Völkern mit offener Feindschaft reagierten. Die Europäer sollten sich um Kontakt zu einzelnen Amerikanern bemühen. Sie sind genau so wie wir die Opfer desselben multikulturellen Krieges gegen die europäische Zivilisation. Wir sollten aber keine Sympathie von den amerikanischen Eliten erwarten. Sie sind genau so ein Feind wie die Eliten der EU.
Wie wir wissen, ist ein “Nazi” heutzutage nicht einer der Moslems und ihrer linken Cheerleader, die “Tod den Juden!” in den Straßen Europas rufen, ein Nazi ist jede weiße Person, die nicht auf Befehl sich niederlegt und stirbt. Wenn wir uns nicht niederlegen, müssen wir wohl Nazis sein. Denn wir sind ja Europäer.
Die Europäer haben aus dem Nationalsozialismus die falschen Schlüsse gezogen. Zum Beispiel: die Europäische Union ist nun bewusst damit beschäftigt, die Einwanderung von vielen Millionen von Moslems nach Europa zu fördern, wobei sie genau weiß, dass diese allmählich die ursprünglichen Einwohner des Kontinents verdrängen werden. Sie weiß auch, dass die Menschen, die hereinkommen, eine Kultur des extremen Antisemitismus haben und das Christentum verachten, genau so wie die Nazis es getan haben. Dieser Eurabianismus hat verstörende Ähnlichkeiten einmal mit dem Nationalsozialismus, dann aber auch mit dem Kommunismus. Die EU ist dabei, einer neuen Herrenrasse in Europa Lebensraum [sic im englischen Original] zu verschaffen, so wie es die Nazis taten. Sie unterscheiden sich nur darin, dass sie verschiedener Ansicht sind, welche Herrenrasse man fördern soll. Die Wiederkehr des gewalttätigen Antisemitismus ist eine direkte Folge der Politik der EU und der jeweiligen nationalen politischen Eliten. Dass sie ihre Kritiker als “Faschisten” denunzieren, ist die ultimative Lüge.
Die EU ist die zur Zeit übelste Organisation auf diesem Planeten, ein institutionalisierter Angriff auf nichts weniger als die Existenz der Ursprungsbevölkerung eines ganzen Kontinents, auf die einflussreichste und schöpferischste Zivilisation der menschlichen Geschichte. Die EU ist eine menschenrechtswidrige kriminelle Organisation und wir sollten wirklich alles unterstützen, das geeignet ist, sie und zugleich auch den Globalismus und den Multikulturalismus zu unterminieren.
Aus dem Gesagten folgt, dass die englischsprachige Welt, und innerhalb dieser vor allem die Vereinigten Staaten, dafür verantwortlich ist, dass sie eine der gefährlichsten Ideen unserer Zeit propagiert: die Willensnation. Jedermann, von Saudiarabien bis Somalia, kann gemäß dieser Idee in die USA importiert werden, während das politische System Amerikas in andere Kulturen exportiert werden soll, wenn nötig mit Gewalt. Angeblich sind die USA eine “universelle Nation”, aber in Wahrheit gibt es so etwas gar nicht. Ich fürchte, unter Obama werden die USA nicht länger “das Land der Freien und die Heimat der Tapferen” sein, sondern eine globale Macht, die Nicht-Diskriminierung und Verschiedenheit durchsetzt, das multikulturelle Imperium eben. Einige mögen einwenden, dass dies auch schon unter Bush und Clinton der Fall gewesen ist, sicherlich aber wird es jetzt der Fall sein.
Die europäische Union ist eine andere Art von multikulturellem Imperium, obgleich auch sie eine Form der Willensnation propagiert. Ich vermute, dass dieses Konzept letzten Endes auf einige der schlimmeren Gedankengänge der Aufklärung zurückgeht. Die Franzosen, die für die Schaffung eines großen Teils der ideologischen und bürokratischen Basis der EU verantwortlich sind, haben ihre eigenen Vorstellungen über die Eingliederung von Menschen aus allen Teilen der Welt. Wer von uns in Westeuropa lebt, hat das Pech, gleichzeitig dem Einfluss von nicht weniger als zwei multikulturellen Imperien ausgesetzt zu sein.
Der “konservative” französische Präsident Sarkozy, der das Arabische als die Sprache der Wissenschaft und der Hochkultur pries, nachdem Millionen von Franzosen ihn in der Hoffnung gewählt hatten, er werde Frankreich und die französische Kultur verteidigen, hat festgestellt, dass es für die Franzosen eine Pflicht sei, weniger französisch zu werden, in kultureller und genetischer Hinsicht, und dass der Staat diese Agenda in aggressiver Weise vorantreiben solle. Das Ziel des Multikulturalismus ist es, eine ehedem große europäische Nation zu zerstören und sie zu einem islamisch dominierten Drittweltgebilde zu machen. Man täusche sich nicht: Das ist es, was die Multikulturalisten für uns alle auf Lager haben, wenn wir sie nicht stoppen.