Von Fjordman, übersetzt von Deep Roots. Das Original Fjordman: My Afternoon With The Police erschien am 5. August 2011 auf Gates of Vienna.

Vorwort von Baron Bodissey: Die folgende Nachricht kam gerade von Fjordman herein, der hinzufügt, daß er in der nahen Zukunft in Deckung zu bleiben beabsichtigt.

Ich bin schockiert über die feindselige Behandlung, die ich von Seiten der Polizei erhielt.

Lars Hedegaard hörte meine Geschichte und merkte an, daß er nie gehört hätte, daß irgendein Zeuge in irgendeinem westlichen Land so behandelt wurde, außer in totalitären Gesellschaften wie dem Dritten Reich.

Mein Anwalt, der erfahren ist und schon viele harte Fälle erlebt hat, erwartete nicht, daß irgendetwas in der Art geschehen würde. Er nahm an, daß es relativ locker sein würde und meinte sogar, daß ich vielleicht ohne Anwalt auskommen könnte. Ich bestand darauf, daß einer zur Sicherheit anwesend war, was höchstwahrscheinlich ein wenig geholfen hat. Es wäre noch schlimmer gewesen, wenn das nicht der Fall gewesen wäre. Mein Anwalt sagte später, daß sie in meinem Fall bestenfalls am äußersten Rand dessen agierten, was man noch als legal betrachten könnte.

Ich wurde nie beschuldigt, irgend etwas Kriminelles getan zu haben, offenkundig weil ich nichts mit den Terroranschlägen zu tun hatte und sie das wissen. Und doch wurde ich ohne den geringsten Beweis irgendeines Gesetzesbruchs wie ein Mordverdächtiger behandelt.

Zu meiner völligen Überraschung mußte ich in meine Wohnung gehen, wo ein halbes Dutzend Polizisten mehrere Stunden lang alle meine DVDs durchgingen, meine alten gedruckten Reisefotografien aus früheren Jahren durchsuchten, alle meine (vielen) Bücher durchsuchten, meine Kücheneinrichtung inspizierten, alle meine Kleider durchstöberten und einen Koffer beschlagnahmten, der nichts weiter als Kleidung und einige Bücher enthielt. Sie konfiszierten auch mehrere digitale Geräte, einschließlich meiner Kamera und meines Laptops. Es ist ganz klar, daß sie Informationen über gewaltlose islamkritische Netzwerke in Europa wollten, von denen sie vermuteten, daß sie in meinem PC enthalten seien, auch wenn sie dies mir gegenüber bestritten.

Bitte denkt daran, daß die Polizei und der Polizeisicherheitsdienst (PST) anscheinend keine Ahnung hatten, wer ich war, bis ich aus eigenem freiem Willen buchstäblich an ihre Tür klopfte, obwohl ich sehr wohl wußte, daß ich danach meine Anonymität würde aufgeben müssen. Ich hatte sehr wenige Informationen über Breivik, nachdem ich ihm nie begegnet bin, etwas, das er selber zugegeben hat, dennoch übergab ich das wenige, das ich an Informationen hatte. Ich beantwortete auch ihre Fragen ehrlich, obwohl ich das technisch gesprochen nicht tun mußte.

Wenn man den Massenmedien glaubt, so war die Polizei bis ein paar Stunden nachdem ich auf dem Polizeirevier aufgetaucht war immer noch nicht sicher, ob ich wirklich Fjordman war. Sobald sie verstanden, daß dies wirklich der Fall war, trafen sie eine schnelle Entscheidung, sofort meine Wohnung zu durchsuchen und meine Computerausrüstung zu beschlagnahmen. Sie müssen zu diesem Zeitpunkt erkannt haben, daß ich überhaupt nichts mit den Terroranschlägen zu tun hatte.

Ich persönlich vermute, daß dies hauptsächlich eine politische Entscheidung war.