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	<title>Counterjihad</title>
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	<description>Fjordman auf Deutsch</description>
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		<title>Counterjihad</title>
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		<item>
		<title>Die Totenglocke für die Freiheit in Großbritannien &#8211; Welche Schande!</title>
		<link>http://fjordman.wordpress.com/2009/12/16/die-totenglocke-fur-die-freiheit-in-grosbritannien-welche-schande/</link>
		<comments>http://fjordman.wordpress.com/2009/12/16/die-totenglocke-fur-die-freiheit-in-grosbritannien-welche-schande/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 12:39:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BeforeDawn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Andere Autoren]]></category>
		<category><![CDATA[BeforeDawn]]></category>

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		<description><![CDATA[Druckversion (pdf)
Die Originalartikel sind am 16. und 23. Februar 2009 unter dem Titel &#8222;For Shame: The Death Knell for Liberty in Great Britain&#8220; im Blog  The Lambeth Walk erschienen.
Übersetzung: BeforeDawn
Vorbemerkung: The Lambeth Walk ist ein noch relativ neues Blog, sein Betreiber ist ein 25jähriger Brite, der sich selbst so beschreibt: &#8222;Student der Geschichte und der [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fjordman.wordpress.com&blog=5190227&post=1323&subd=fjordman&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="text-align:right;"><a href="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/12/the-lambeth-walk-welche-schande-ii-und-iii.pdf"><strong><em>Druckversion (pdf)</em></strong></a></p>
<p>Die Originalartikel sind am 16. und 23. Februar 2009 unter dem Titel &#8222;For Shame: The Death Knell for Liberty in Great Britain&#8220; im Blog  <strong><em>The Lambeth Walk</em></strong> erschienen.</p>
<p>Übersetzung: BeforeDawn</p>
<p><span style="text-decoration:underline;">Vorbemerkung</span>: <em><strong>The Lambeth Walk</strong></em> ist ein noch relativ neues Blog, sein Betreiber ist ein 25jähriger Brite, der sich selbst so beschreibt: &#8222;Student der Geschichte und der Politologie, Lehrer, manchmal Autor, englischer Patriot  und &#8211; ohne mich dafür zu schämen &#8211; ´eurozentrisch´.  Ein begeisterter Anhänger der Wahrheit, unserer alten Freiheiten, der Zivilisation des Westens &#8211; und entschlossen, sie alle zu verteidigen, in jeder Weise und zu jedem Preis. Ich arbeite daran, die doppelten Maßstäbe zu überwinden, die jetzt weitgehend unser Leben bestimmen und hinter denen die Absicht steckt, uns über verschiedene Themen zum Schweigen zu bringen.&#8220;  Sein Nick, <em><strong>The Venerable 1st Earl of Cromer</strong>, </em> bezieht sich auf den britischen Staatsmann und Diplomaten Evelyn Baring, von 1883 bis 1907  als Generalkonsul der höchste britische Verwaltungsbeamte in Ägypten (seit 1882 unter britischer Herrschaft).</p>
<p>Thema der dreiteiligen Artikelserie &#8222;For Shame&#8220; ist die Weigerung der britischen Regierung, Geert Wilders, der von einigen Mitgliedern des Oberhauses  zu einer Präsentation seines Films <em>Fitna </em>eingeladen worden war, britischen Boden betreten zu lassen. Teil I enthält nur eine kurze Einführung in das Thema und bleibt hier unübersetzt.</p>
<h4 style="text-align:left;"> <a href="http://thelambethwalk.blogspot.com/2009/02/for-shame-ii-death-knell-for-freedom-in_1274.html">Teil II:</a>   (16. 2. 2009)</h4>
<h4 style="text-align:center;">             <img class="aligncenter size-full wp-image-1326" title="Union-Jack-at-half-mast_web1[1]" src="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/12/union-jack-at-half-mast_web11.jpg?w=253&#038;h=315" alt="" width="253" height="315" />                                          </h4>
<p style="text-align:justify;">Am letzten Donnerstagnachmittag ist Geert Wilders, der umstrittene holländische Parlamentsabgeordnete, auf britischem Boden angekommen. Er wurde unmittelbar auf dem Flughafen Heathrow von Einwanderungsbeamten ´festgehalten´, das Schreiben des Außenministers über seine Ausweisung wurde ihm gezeigt und man geleitete ihn zum nächsten Flugzeug zurück in die Niederlande.</p>
<p style="text-align:justify;">Sie haben vielleicht gehört, dass Geert verhaftet wurde, oder haben vielleicht den Eindruck, dass von uniformierten Beamten in einen Raum  eingesperrt zu werden eine Verhaftung darstellt; aber nein, er wurde nur festgehalten und ´geleitet´.  Aber sollte Ihnen jemand erzählen, dass Britannien nun auf keinem Feld mehr in der Welt führend ist, dann wissen Sie es besser; sehen Sie einfach diesen Menschen an, lächeln Sie und sagen:</p>
<p style="text-align:justify;"><em>&#8222;Oh nein, das stimmt nicht. Großbritannien führt die Welt auf dem Gebiet der Orwellschen Euphemismen.&#8220;</em></p>
<p style="text-align:justify;">Zur Zeit schäme ich mich, Brite zu sein. Niemals zuvor habe ich mich in der Position befunden, dass ich es vorziehen würde, zu sagen, ich käme woanders her; aber genau das ist es, was ich heute fühle. Die islamische Militanz ist vielleicht das bezeichnende Thema unseres Zeitalters; sie ist seit dem Angriff vom 11. September 2001 Teil des Bewusstseins der Bevölkerungsmehrheit gewesen, in Wirklichkeit aber war sie wenigstens seit der Iranischen Revolution erkennbar.</p>
<p style="text-align:justify;">Sie ist weitaus gefährlicher als der fanatischste ethnische Nationalismus, von dem uns beständig gesagt wird, dass wir vor ihm auf der Hut sein müssen, während wir jeden Politiker oder jede Partei vermeiden sollen, die sich auch nur ein wenig auf  ein Gruppeninteresse gründen, das nicht vom ´Multikulturalismus´ gebilligt wird, wie zum Beispiel die <a href="http://www.pvv.nl/">&#8216;Partij voor de Vrijheid&#8217;</a> von Geert Wilders.</p>
<p style="text-align:justify;">Sie gilt als gefährlich, weil sie nicht verstanden wird. Die meisten Vorstellungen rassischer, nationaler oder kultureller Suprematie oder zunehmend auch einfach ethnischer oder rassischer Identität sind für uns entweder nicht nachvollziehbar oder gelten schnell als lächerlich, weil unsere Gesellschaft und unser Bildungssystem uns so wirkungsvoll dagegen impfen.</p>
<p style="text-align:justify;">In ähnlicher Weise werden wir auch gegen Ideen immunisiert, die als überholt, als altmodisch gelten, oder der Vernunft, dem Fortschritt und der einen schönen Welt im Wege stehen, in der Menschen aller Nationen und Hautfarben sich in einem großen Kreis vereinen, sich an der Hand halten und singen. Und während sie singen, denken sie darüber nach, um wie viel <em>besser </em>sie sind als ihre verstaubten, blutrünstigen Vorfahren, die so närrische und verrückte Dinge taten, wie ihr Land zu lieben, für Flaggen und Ideen zu sterben, oder sich über den Fortbestand der Gesellschaft, die sie aufgebaut haben, Sorgen zu machen. Nun, natürlich nicht eigentlich <em>besser, </em>weil das ein <em>Werturteil</em> impliziert, und das ist im Neuen Britannien ein unanständiges Wort, etwas, was absolut verboten ist, es sei denn, man ist Simon Cowell [ S. C. ist in Großbritannien ungefähr das, was in Deutschland Dieter Bohlen ist, nur um einiges gröber gestrickt; Anm. d. Ü.] .</p>
<p style="text-align:justify;">Diese Immunisierung hat jedoch zu gut funktioniert. Denn wir haben nicht nur den größten Teil des natürlichen Antriebes zum nationalen oder kulturellen Überleben verloren, sondern wir sind auch nicht mehr in der Lage, all die zu verstehen, die diesen Antrieb noch nicht verloren haben.</p>
<p style="text-align:justify;">Als Beispiel nehme man den beständigen <a href="http://www.rtl.de/cms/unterhaltung/superstar.html">Druck</a>, den die UNO auf Japan ausübt, weil es keine beträchtlichen Zahlen von Einwanderern aus der Dritten Welt aufnehmen will, so als sei dieser Versuch der Bewahrung der Nation ein großes und nicht zu verstehendes Übel. Aber warum sollte die japanische Regierung in Anbetracht der allgemeinen <a href="http://www.rtl.de/cms/unterhaltung/superstar.html">Resultate</a> der <a href="http://www.rtl.de/cms/unterhaltung/superstar.html">Masseneinwanderung</a> in anderen Ländern auch wiederholen wollen, was viele Bürger der westlichen Länder als ein gescheitertes Gesellschaftsexperiment ansehen, für das sie die Kosten aufbringen müssen?</p>
<p style="text-align:justify;">Und dies ist nur ein Beispiel dafür, dass etwas, das vor vierzig Jahren noch von fast jedem als völlig vernünftig angesehen worden wäre, heutzutage  als veraltet, sogar als verkehrt angesehen wird.</p>
<p style="text-align:justify;">Vor einigen Jahren erschien ein <a href="http://www.rtl.de/cms/unterhaltung/superstar.html">Forschungsbericht</a>, der die Annahme nahelegte, dass Kinder, die in sehr sauberen Haushalten leben, schlechtere Immunsysteme haben als diejenigen, die regelmäßig Schmutz ausgesetzt gewesen sind; der Körper braucht also den Kontakt mit Keimen, um seine Abwehr dagegen aufzubauen, und wenn er überhaupt keinen Kontakt mit ihnen hat, führt das zu verminderter Gesundheit.</p>
<p style="text-align:justify;">Ich befürchte, dass heutige Britannien, und die heutige westliche Welt ganz allgemein, befinden sich in einer ähnlichen Lage. Wir haben uns von unseren Dämonen verabschiedet, wir haben uns für unsere Vergangenheit entschuldigt, aber damit haben wir auch zusammen mit dem Tumor ein riesiges Stück gesunden Gewebes weggeschnitten. Und zwar so viel davon, dass es auf Messers Schneide steht, ob der Patient überleben wird.</p>
<p style="text-align:justify;">Wir leben in einem Land, das auf viele Dinge stolz ist. Eines davon ist die Meinungsfreiheit. Diese ist am Donnerstag, als Herr Wilders von Heathrow wieder zurückgeschickt wurde, gestorben. Nun kam ihr Tod vielleicht nicht wirklich überraschend; unsere Gesellschaft ist schon seit längerem sehr krank. Jedoch scheint der größte Teil unserer politischen Elite zu denken, dass es uns noch nie besser gegangen ist.</p>
<p style="text-align:justify;">Sie vergeuden viel  Zeit, viel Geld und viel Kraft damit, ´-ismen´ zu bekämpfen. Diese ´-ismen´ sind anscheinend die Wurzel allen Übels, und wenn sie erstmal beseitigt sind, dann werden wir eine friedliche, gesunde und freie Gesellschaft haben. Rassismus, Sexismus, Homophobie, Altersdiskriminierung, und all die anderen, die laufend der Liste zugefügt werden, werden sich dann im Mülleimer der Geschichte befinden, und eine triumphierende Bevölkerung wird sich um des Fortschritts willen vereinigen.</p>
<p style="text-align:justify;">Wer bezweifelt, dass ein großer Teil der gebildeten Elite dieser Gesellschaft so denkt, der kann dies am besten überprüfen, wenn er sich ein Schulbuch zur Hand nimmt. Es gibt dort kein historisches oder <a href="http://www.rtl.de/cms/unterhaltung/superstar.html">soziales</a> Thema, das nicht auf den Gesichtspunkt der Diskriminierung reduziert wird. Nichts gibt es dort, was Stolz oder Respekt verdient hätte; alles, was wir haben, ist gestohlen und geplündert worden.</p>
<p style="text-align:justify;">Ein weiteres Beispiel ist das Fernsehen und die Medien. Ich hab kürzlich ´The Twilight Zone´ in der Wikipedia nachgesehen. Die Originalserie lief in Amerika von 1959 bis 1964, aber es hat einige Neubearbeitungen gegeben, die zweite lief von 2002 bis 2003. Warum erzähl ich das?</p>
<p style="text-align:justify;">Nun, die Originalversion wurde in einem Land, wo Rassentrennung eine alltägliche Sache war, gefilmt und gesendet. Jedoch wird in der Information zur modernen Serie festgestellt, dass viele von Rod Sterlings ursprünglichen Skripten angepasst wurden, um auch &#8222;gegenwärtige Themen … wie z. B. Rassismus&#8220; aufzugreifen. Und dies 7 Jahre bevor <a href="http://www.rtl.de/cms/unterhaltung/superstar.html">45 Prozent</a> der weißen Wählerschaft Barack Obama gewählt haben.</p>
<p style="text-align:justify;">Alles sehr interessant.</p>
<p style="text-align:justify;">Es gibt allerdings ein riesiges Problem. Die allermeisten von uns haben die Spritze gegen den ´weißen Nationalismus ´ bekommen, und es hat gar nicht wehgetan. Viele von uns haben auch die Spritze gegen den britischen / amerikanischen / deutschen / schwedischen usw. Nationalismus gehabt und sind nun immun gegen solch merkwürdige Vorstellungen. Einige von uns gehen sogar zu den ´eine-Welt-keine Grenzen-niemand-ist-illegal` Nachimpfungen, obwohl diese leichtes Übelsein verursachen können.</p>
<p style="text-align:justify;">Diese politischen Impfungen jedoch verzerren die Realität fast so sehr wie die Ideologien, vor denen sie die Menschen beschützen wollen. Vielleicht sogar ein bisschen mehr . Denn die Westler sind so ziemlich die einzigen in der Welt, die so denken.</p>
<p style="text-align:justify;">Die Regierung hat wohl mit Erfolg die Vorstellungen von weißer / britischer / europäischer  Überlegenheit bekämpft und damit zugleich einen riesigen Brocken unserer Identität weggehauen; aber es gibt dort draußen noch andere Ideologien der Überlegenheit. Besonders vor einer hat die Regierung Angst; denn, tatsächlich, sie ist weit davon entfernt, besiegt zu sein, diese besondere suprematistische Ideologie ist auf dem Vormarsch, überall im Westen und auch sonst in der Welt.</p>
<p style="text-align:justify;">Schon ihr Name bedeutet ´Unterwerfung´.</p>
<p style="text-align:justify;">Diese Ideologie ist der Islam.</p>
<p style="text-align:justify;">Und jetzt existiert dieser selbstbewusste, überhebliche Suprematismus parallel zu unserer eingeborenen Kultur, die schon fast ganz verfallen und abgestorben ist. Zumindest ist sie nur noch ein Schatten ihrer selbst. Meiner Meinung nach ist der Grund dafür, dass verschiedene Regierungen nacheinander in voller Absicht die Briten jeden Gefühls für ihren eigenen Wert beraubt und versucht haben, die britische Identität durch den ´Multikulturalismus´ zu verändern. Sie haben unsere Geschichte und Kultur als ´anstößig´ abgetan, hingegen beharren sie darauf, dass wir Werte, die <a href="http://muslimsagainstsharia.blogspot.com/2009/01/sharia-police-block-womens-rally.html">wirklich anstößig</a> sind, als gleichwertig behandeln.</p>
<p style="text-align:justify;">Knüpfen wir nun die Fäden zusammen: wir haben eine aggressive, suprematistische Drittweltideologie, die eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Islamische_Expansion">lange Eroberungsgeschichte</a> hat, nicht nur militärischer, sondern auch kultureller, sprachlicher und politischer  Eroberung. Diese Ideologie breitet sich nun in einem Großbritannien aus, das vollständig den Glauben an sich selbst verloren hat, in dem bereits eine bestimmte Version aller europäischen Eroberungen in den Schulen gelehrt wird, in dem viele seiner Staatsbürger fast aller Merkmale ihrer Identität, außer den banalsten, entkleidet worden sind, und ihnen gesagt wird, sie seien böse, wenn sie daran dächten, hiergegen Widerstand zu leisten.</p>
<p style="text-align:justify;">Wir können bereits die üblen Auswirkungen sehen, und das Geert-Wilders- Debakel war der erste Höhepunkt dieser Entwicklung. Man sieht: was in diesem Land gegenwärtig vor sich geht, ist genau das, was passiert, wenn Menschen jede Beziehung zu ihrer eigenen Vergangenheit verlieren.</p>
<p style="text-align:justify;">Viele nehmen jetzt an, auch wenn sie die herausragenden Gestalten und Ereignisse der Geschichte kennen, dass sie so verschieden und so weit entfernt von unserer Wirklichkeit sind, dass wir unfähig sind, ihre Fehler zu wiederholen. Dies ist vielleicht einer der gefährlichsten Aspekte der multikulturellen Ideologie.</p>
<p style="text-align:justify;">Die Innenministerin Jacqui Smith weiß ganz sicherlich über Hitler Bescheid, über die Bedrohung, die der Nationalsozialismus in den Dreißigern darstellte, und über Neville Chamberlains Versuche, ihn mit dem Ausverkauf der Tschechen zu beschwichtigen. Es scheint aber, sie hat aus der Geschichte überhaupt nichts gelernt, dass es manchmal eben nicht reicht, solchen Ideologien einfach nachzugeben. Ihre Vertreter können dadurch sogar ermutigt werden, indem sie zu der Überzeugung gelangen, dass sie es mit Gegnern zu tun haben, die zu schwach zum Widerstand sind, die ihnen unter den richtigen Umständen alles gewähren werden.</p>
<p style="text-align:justify;">Dies ist das Problem mit suprematistischen Ideologien wie dem Nationalsozialismus, und eben auch mit dem Islam; die sich für die Auserwählten halten, seien es nun Deutsche, Araber oder Muslime, sind immer im Recht. Jeder, der gegen sie ist oder im Weg steht, ist per definitionem ein Feind.</p>
<p style="text-align:justify;">Dies ist der Punkt, wo das oben erwähnte mangelnde Verständnis der Vergangenheit sich auswirkt: Jacqui Smith, genau wie Chamberlain, nimmt an, ihre eigene Art und Weise, die Dinge zu sehen, sei auch die ihrer Gegner. Sie glaubt, jedermann sei wie sie, ein anscheinend rational Handelnder, der Frieden, Toleranz und Kompromiss will. Sie denkt, weil sie von vornherein bereit zum Nachgeben ist, ist es jeder andere, auf den sie trifft, ebenfalls.</p>
<p style="text-align:justify;">Aber Frieden hat viele Definitionen, die einfachste ist, einfach nur den Status quo zu erhalten: Europa hätte so eine Art Frieden haben können, hätte es einfach Hitler tun lassen, was er wollte. Natürlich wäre es eine andere Art von Frieden gewesen als der gewohnte: es hätte einfach niemand militärischen Widerstand geleistet, so viel ist sicher. Das ist der Grund, weshalb ´Frieden´ um seiner selbst willen eine lachhafte Vorstellung ist, denn es kommt immer der Zeitpunkt, wenn man sagen muss &#8222;jetzt reicht´s&#8220; und Kompromiss keine Wahlmöglichkeit mehr ist.</p>
<p style="text-align:justify;"> </p>
<h4 style="text-align:justify;"><a href="http://thelambethwalk.blogspot.com/2009/02/for-shame-iii-death-knell-for-freedom.html">Teil III:</a>  ( 23. Februar 2009)</h4>
<p style="text-align:center;"> <a href="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/12/pm_abdullah1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1327" title="PM_Abdullah[1]" src="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/12/pm_abdullah1.jpg?w=528&#038;h=349" alt="" width="528" height="349" /></a></p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/12/hu0555011.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1328" title="HU055501" src="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/12/hu0555011.jpg?w=529&#038;h=371" alt="" width="529" height="371" /></a></p>
<p style="text-align:justify;">Neville Chamberlain war kein schlechter Mensch, jedoch war seine Weltanschauung realitätsfremd. Er dachte, weil er um jeden Preis Frieden in Europa wollte, müsste Hitler das auch wollen;  Hitler wiederum kannte nur einen Maßstab, seinen eigenen. Er hatte sich aber bemüht zu verstehen, woher Chamberlain kam; der Premierminister wollte nach Hause zurückkehren und sagen können, er sei der Held, der Europa vor einem blutigen Konflikt bewahrt habe. So war Hitler in der Lage, auf ihm wie auf einer Geige zu spielen.</p>
<p style="text-align:justify;">In einem Krieg gibt es natürlich keine Kompromisse, es gibt nur Sieg oder Niederlage. Das Problem ist nun für uns, wenn man es von einem traditionellen Standpunkt aus formuliert: wir sind bereit zu verlieren. Krieg zwischen dem Westen und dem Islam im herkömmlichen Sinn hat wohl  nicht begonnen, und das wird er wohl auch nicht; wie 9/11, 7/7 und all die zahllosen anderen Attacken auf den Westen  gezeigt haben, wird dieser ´Krieg´ nicht an entfernten Orten wie Stalingrad, Pearl Harbor oder Alexandria geführt, sondern in unseren Schulen, in unseren Städten, innerhalb unserer eigenen Regierung.</p>
<p style="text-align:justify;">Die schlechte Nachricht ist nun: der Grund für diese Veränderung ist ganz einfach: der Islam will gewinnen. Deshalb hat er den Vorteil von den modernen Armeen des Westens weg erfolgreich zu den Gruppen von Eiferern aus der Dritten Welt, den Mujahedin, hin verschoben. Aber  Menschen in unseren eigenen Hauptstädten in die Luft zu jagen, führt zu bösen Gefühlen; wenn dies zu oft passiert, wenden sich die Leute gegen den Islam, bevor er stark genug ist. Aus diesem Grund wird nun die klassische Strategie Hitlers angewendet: der Angreifer tut so, als sei er der Angegriffene.</p>
<p style="text-align:justify;">In dieser Strategie spielen Tatsachen und  Logik keine Rolle. Wichtig ist nur, dass deine Androhung von  Gewalt ernst genommen wird und deine Anklagen dem Gegner begründet erscheinen, wenn er dann auf sie eingeht, dann richtet man seine Panzer oder Selbstmordattentäter auf  neue Ziele.</p>
<p style="text-align:justify;">Ein ausgezeichnetes Beispiel hierfür ist  der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/%25C3%259Cberfall_auf_den_Sender_Gleiwitz">Überfall auf den Sender Gleiwitz</a>  [engl.: <em>Operation Himmler;</em> d. Ü.], der Versuch Nazi-Deutschlands, seinen Präventivangriff auf  Polen durch eine ´Operation unter falscher Flagge´ zu rechtfertigen. Die Beschäftigung mit der Weltanschauung und den Motivationen der Nazis ist so etwas wie der Eintritt in ein nicht verstehbares Paralleluniversum; es lassen sich aber einige Ähnlichkeiten zu der islamischen Weltsicht feststellen: Gewalt ist z. B. in Ordnung, wenn man sie selbst anwendet (Tschetschenien, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zypern-Konflikt">Zypern</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bosnienkrieg">Bosnien</a>), aber eine große Sünde, wenn der Gegner Vergeltung ausübt (Bosnien, Kosovo, Mazedonien usw.).</p>
<p style="text-align:justify;">Was ist zu tun? Viele im Westen, vor allem die Eliten, die Regierungen, sind nicht bereit, diesen Kampf als das zu benennen, was er ist. Einige von ihnen sehen wohl die Realität  wirklich nicht, andere haben vielleicht Angst vor den Konsequenzen. Aber alle sind bereit, zu verlieren.</p>
<p style="text-align:justify;">Merkwürdig, dass die meisten aus diesen Eliten eine Weltsicht haben, die dem Islam und dem Nationalsozialismus sehr ähnlich ist. Sie ist allgemein als  &#8222;die progressive Weltsicht&#8220; bekannt.</p>
<p style="text-align:justify;">Oberflächlich gesehen, scheinen sie alle sehr verschieden voneinander zu sein, aber sie haben verschiedene Gemeinsamkeiten; zunächst einmal erheben sie einen allumfassenden Absolutheitsanspruch. Zwar lassen sie einen geringen individuellen Spielraum zu, generell aber glaubt man entweder an eine solche Weltsicht oder nicht.</p>
<p style="text-align:justify;">Sie alle haben Listen mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Protokolle_der_Weisen_von_Zion">geheimnisvollen</a>, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Great_Satan">mächtigen</a> <a href="http://www.atlanticfreepress.com/news/27-a-vast-right-wing-conspiracy.html">Feinden</a>, die insgeheim eine Kontrolle ausüben und die sie schon aus Prinzip  um jeden Preis bekämpfen müssen. Trotz der Tatsache, dass diese Feinde angeblich so mächtig und diabolisch sind, gehen sie doch angeblich aus jedem direkten Konflikt geschwächt hervor.</p>
<p style="text-align:justify;">Sie alle haben Probleme, abweichende Meinungen zu tolerieren; sogar wo sie die Schulen und die Medien kontrollieren und die Regierung stellen, ist für sie jeder Widerstand, und sei er auch nur symbolisch, unerträglich.</p>
<p style="text-align:justify;">Alle diese Weltanschauungen gründen sich auf dem Anspruch, das Gute zu vertreten; wenn das Gute erstmal regiert und die schlechten Elemente zerstört sind, wird die Welt ein wundervoller, paradiesischer Ort sein.</p>
<p style="text-align:justify;">Und sie sind nicht damit zufrieden, dass man ihnen zustimmt und sich passiv fügt; sie wollen die Kontrolle über das Denken. Es reicht nicht einfach, sich ihnen zu fügen, man muss sich ihnen aus Überzeugung fügen wollen.</p>
<p style="text-align:justify;">Sie alle haben die Nationen übergreifende Ambitionen; Grenzen niederzureißen und auch andere Völker mit ihren gutgemeinten Absichten zu traktieren ist für sie das Gute schlechthin.</p>
<p style="text-align:justify;">Was den Islam angeht, so sieht man, dass viele westliche Eliten es mit der Regel &#8222;Der Feind meines Feindes ist mein Freund&#8220; halten. Der Islam ist der grundsätzliche Gegner der westlichen Werte und der westlichen Zivilisation, also dessen, was die Progressiven am meisten hassen.</p>
<p style="text-align:justify;">Was vor allem ins Auge stach, als Wilders von britischem Boden verbannt wurde, war die Reaktion der Medien. Ja, über den Vorgang wurde intensiv berichtet (wahrscheinlich weit intensiver als wenn man ihm die Einreise erlaubt hätte),  aber zwei Dinge wurden sofort deutlich: erstens, sogar die Kolumnisten, die gewöhnlich als ´rechts´ eingestuft werden, hatten für Wilders keine Zeit übrig, und zweitens, dass keiner der Schreiber, die sich berufen fühlten zu kommentieren, sich der Mühe unterzogen hat, sich mit seinen tatsächlichen Ansichten bekannt zu machen. Sie haben einfach auf der Basis dessen geschrieben, was man ihnen gesagt hatte, oder was sie einfach so vermutet hatten.</p>
<p style="text-align:justify;">Zum Beispiel der Kolumnist der <em>Sun </em> <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Jon_Gaunt">John Gaunt</a>. Er ist jemand, dessen Ansichten über die meisten Themen normalerweise als reaktionär, populistisch, als rechts angesehen würden; seine Ansichten über Wilders sehen jedoch so aus:</p>
<p style="text-align:justify;"><em>&#8222;…der rechtsextreme Spinner Geert Wilders, Abgeordneter des holländischen Parlaments, der die unmöglichste Frisur seit Michael Fabricant hat, wird daran gehindert, unser grünes und angenehmes Land zu betreten, weil er einen 17minütigen Film zeigen will, der den Islam herabsetzt.</em></p>
<p style="text-align:justify;"><em>Nun, ich hab den Film nicht gesehen, genau so wie ich auch den Koran nicht gelesen habe. Und ich habe auch keinerlei Absicht, das eine oder das andere in der näheren Zukunft zu tun. Warum? Einfach, weil es mich nicht interessiert.&#8220;</em></p>
<p style="text-align:justify;">Abgesehen von diesen höchst zweifelhaften Feststellungen ist er prinzipiell dafür, Wilders in das Vereinigte Königreich hineinzulassen; ich finde aber die Zitate in anderer Hinsicht interessant. In welcher Weise ist Wilders ´rechtsextrem´? Was heißt das besonders in diesem Kontext? Wenn man unsere herkömmlichen westlichen Maßstäbe auf diese Dinge anwendet, wo ist dann der durchschnittliche im Westen lebende Moslem einzuordnen? Wie der durchschnittliche Moslem außerhalb des Westens?</p>
<p style="text-align:justify;">Ich denke, es ist fair zu sagen, dass Geert Wilders umstritten ist, und dass einige seiner Äußerungen und Handlungen zeigen, dass er entschlossen ist, sein Profil durch das Provozieren von Kontroversen zu schärfen. Aber: gehört das nicht einfach zur Politik? Jeden Tag treten in Großbritannien und in den meisten der westlichen Länder Politiker auf und sagen Dinge, die sie selbst gar nicht glauben, nur um ihre Popularität zu steigern.</p>
<p style="text-align:justify;">Ich ziehe es vor, es mit jemandem wie Wilders zu tun zu haben, bei dem eine gewisse Leidenschaft dahinter steckt und der sagt, was er denkt, und nicht das, von dem er meint, dass es die Leute hören wollen.</p>
<p style="text-align:justify;">Aber zurück zu den Zitaten aus Gaunts Artikel: Was berechtigt ihn, Wilders´ politische Ansichten zu beurteilen, wenn er <em>Fitna</em> nie gesehen hat? Was berechtigt ihn, Wilders´ Ansichten über den Koran zu verurteilen, wenn er ihn nie gelesen hat? Ich denke, dies ist der Kern des Problems. Politisch ´rechts´ zu sein, wird  in der modernen Welt  als solch ein Gift angesehen, dass jeder vorsichtig sein muss, dem dieses Etikett anhaftet. Es ist sogar so, dass ´Rechte´ sich gewöhnlich nicht mit jemanden einlassen wollen, der als zu weit rechts oder als rechts, aber von der falschen Sorte, gilt. Wie ´rassistisch´ und andere Bezeichnungen ist ´rechts´ ein Wort geworden, mit dem man jemanden beschimpft, der nicht als ´netter Mensch´ angesehen wird, was heißt, dass er nicht die offiziell gebilligten Ansichten über bestimmte Themen teilt.</p>
<p style="text-align:justify;">Wenn sogar Leute, die sich selbst als ´Rechte´ bezeichnen, sich an diesem Spiel beteiligen, haben wir ein Problem, nämlich dass wir doppelte Maßstäbe anwenden und die Wirklichkeit verzerrt wahrnehmen. Es sieht aus, als gebe es  jemanden, der hinter dem Vorhang steht und die Fäden zieht.</p>
<p style="text-align:justify;">Wie anders könnte man das Geschehen um Geert Wilders erklären? Unsere Regierung hat uns Jahrzehnte lang erzählt, dass Grenzkontrollen und scharfe Einwanderungsgesetze falsch, und dass die Europäische Union und Masseneinwanderung richtig, und überdies, unvermeidlich sind. Und auch wenn sie uns das mal gerade nicht erzählt, dann sprechen ihre Taten (oder das fehlen von Taten) Bände über die wirklichen Gefühle jener, die die Macht haben.</p>
<p style="text-align:justify;">Obwohl viele von uns immer schon vermutet haben, dass sie doppelte Maßstäbe haben, zeigt diese Aktion ohne jeden Zweifel, dass die Regierenden bewusst gegen die Interessen des Westens arbeiten. Sie kümmern sich um die Regeln nur, wenn es ihnen passt; Kontroversen und Gewalt interessiert sie nur, wenn es in ihre Agenda passt oder wenn solche Dinge gegen eine offiziell anerkannte Opfergruppe zielen.</p>
<p style="text-align:justify;">Klingen meine Behauptungen extrem oder von weit hergeholt? Falls ja, sei mir erlaubt, den Beweis zu präsentieren, dass nicht alles so ist wie es scheint. Die britische Regierung <a href="http://www.telegraph.co.uk/news/newstopics/politics/4592536/Jacqui-Smiths-ban-on-anti-Muslim-Dutch-MP-triggers-diplomatic-row-with-Holland.html">hat behauptet</a>, dass Geert Wilders nicht das Land betreten dürfe, damit die ´Gemeinschaftsharmonie´ aufrecht erhalten werden kann, und wegen der Sicherheit und Unversehrtheit der britischen Bürger:</p>
<p style="text-align:justify;">Man sehe sich das folgende Video an:</p>
<p style="text-align:justify;">[Offensichtlich ist das von <em>Lambeth Walk</em> verlinkte Video neuerdings nur noch für Inhaber eines YouTube-Accounts zugänglich, deshalb verlinke ich zu einem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=DsqHM4TvI6k&amp;feature=related" target="_blank">anderen Video </a>von derselben Demonstration. Eine Reihe weiterer kürzerer Videos ist ebenfalls verfügbar; d. Ü.]</p>
<p style="text-align:justify;">(&#8230;) Ich hab es mir bisher etwa zehnmal angeschaut, und ich kann immer noch nicht glauben, was ich da sehe und höre. Der beste Teil ist gleich am Anfang, als die Menge die Polizei als &#8222;<em>fag-boys</em>&#8220; ["Schwule", "Tunten"] beschimpft und  &#8211; was klar zu sehen ist &#8211; mehrere Polizisten sich nur schwer davon abhalten können, draufloszuschlagen. Es scheint aber, sie haben den Befehl, es nicht zu tun, weil sie es sogar dann unterlassen, als sie etwas später mit Leitkegeln (Verkehrshütchen) angegriffen werden.</p>
<p style="text-align:justify;">Dies ist wirklich ein Beweis, ein Beweis dafür, dass der Mann hinter dem Vorhang wirklich existiert. Dieselbe Regierung, die Herrn Wilders die Einreise verweigert hat, hat die meisten dieser Leute in unser Land hereingelassen. Und nicht nur für diese Demonstration &#8211; bei Gott, nein! -, sondern als Bürger, die bleiben. Sie haben von der  Polizei verlangt, sie nicht zu ´provozieren´, egal, was sie selbst auch anstellen.</p>
<p style="text-align:justify;">Diese Pro-Hamas-Unruhen kürzlich haben gezeigt, dass die britische Regierung jetzt den Weg des geringsten Widerstands geht, wenn es um Gesetzesübertretungen der Muslime geht. Die <a href="http://www.dailymail.co.uk/debate/article-1110573/Violent-Gaza-protests-reveal-gentle-civilised-Britain-changed-ugly-indeed.html">Geschichte</a>, die sich mir am meisten eingeprägt hat, wurde von Melanie Phillips berichtet, und betraf ein Ehepaar mittleren Alters, das sich über die Palästinenser Sorgen machte.</p>
<p style="text-align:justify;">Sie nahmen an der Demonstration vor der israelischen Botschaft teil (wo später noch weitere Unruhen stattfanden, wo eine große und lautstarke Minderheit islamische Slogans rief und die Flaggen der Hamas und der Hisbollah schwenkten (die letztere ist eine im Vereinigten Königreich und in der EU verbotene terroristische Organisation). Währenddessen kam ein junger Jude, der eine Kippa trug, hinzu und holte eine israelische Flagge aus seinem Rucksack.</p>
<p style="text-align:justify;">Zwei Polizeibeamte waren sofort zur Stelle, und dem Juden wurde gesagt, er könne wegen &#8222;Verhetzung&#8220; angezeigt werden, wenn er aber die Flagge wieder einstecke und sich entferne, dann sei das in Ordnung.</p>
<p style="text-align:justify;">Dies ist das Problem: der Weg des geringsten Widerstandes. Wenn jemand von den Muslimen von der Polizei angezeigt worden wäre, hätte es einen blutigen Aufstand gegeben; leichter ist es eben, einen gesetzestreuen Bürger zu verfolgen, der niemandem etwas tut.</p>
<p style="text-align:justify;">Diese Denkweise ist der Weg in die Tyrannei.</p>
<p style="text-align:justify;">Wie ich es sehe, sind wir schon ein gutes Stück auf diesem Weg vorangekommen. Denn was macht mehr Angst: die Tatsache, dass es den von mir angesprochenen doppelten Maßstab gibt, oder die Tatsache, dass die Regierung nicht das geringste Unbehagen verspürt, uns so offen zu belügen?</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/12/abdullahbrownpa_468x3591.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1332" title="AbdullahBrownPA_468x359[1]" src="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/12/abdullahbrownpa_468x3591.jpg?w=518&#038;h=392" alt="" width="518" height="392" /></a></p>
<p style="text-align:justify;">Wie können sie, ohne das Gesicht zu verziehen, nach den <a href="http://www.zombietime.com/zomblog/?p=230">Ereignissen</a> im Januar behaupten, dass Wilders eine Bedrohung darstellt? Wie können sie behaupten, dass die Regierung sich für Toleranz, Menschenrechte und Würde einsetzt, wenn Gordon Brown im Jahr 2007 <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Abdullah_of_Saudi_Arabia">König Abdullah</a> von Saudi-Arabien in Downing Street Nr. 10 als Gast empfangen hat. Er hat auch die Saudis besucht (Bild s. oben) und sich dort für engere saudisch-britische Partnerschaft und Zusammenarbeit eingesetzt.</p>
<p style="text-align:justify;">Ich fürchte, es wird noch schlimmer. Meinungsumfragen haben in der letzten Zeit gezeigt, dass ungefähr 75% der britischen Wähler das Gefühl haben, es gebe zu viel Einwanderung; die Regierung aber behauptet, ihre Hände seien gebunden: Abkommen mit der EU über Freizügigkeit, internationale Verpflichtungen, die Menschenrechte, die UNO, usw. usw.</p>
<p style="text-align:justify;">Wie ich schon sagte: die Regierung hat den Beweis erbracht, das dies alles nur bequeme Ausflüchte sind, um etwas zu ermöglichen, was sie offenbar wollen; wenn sie den Willen hätten, unsere Grenzen zu kontrollieren, dann wäre das möglich.</p>
<p style="text-align:justify;">Aber traurigerweise ist dieser Wille ganz allgemein nicht da; Personen, die bereits wegen Straftaten verurteilt sind oder überhaupt gar nicht erst hätten hierher kommen sollen, vergewaltigen, <a href="http://www.telegraph.co.uk/news/uknews/1537586/Immigration-fury-over-killer-gangs.html">morden</a>, <a href="http://icwalsall.icnetwork.co.uk/news/localnews/tm_headline=illegal-immigrant-jailed-for-part-in-robbery-spree&amp;method=full&amp;objectid=22764490&amp;siteid=60240-name_page.html">rauben</a> und <a href="http://www.express.co.uk/posts/view/82595/Illegal-immigrants-in-under-18-scam">betrügen</a>. Aber jeder, der darüber spricht, ist ein Rassist. Der Fall der Polizeibeamtin <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Sharon_Beshenivsky">Sharon Beshenivsky</a>, die in Ausübung ihres Dienstes von bewaffneten somalischen Räubern <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/england/bradford/6203517.stm">getötet wurde</a>, ist vielleicht der schmerzlichste aus der jüngeren Vergangenheit.</p>
<p style="text-align:justify;">Die Frage bleibt also: warum sind diese Leute hier, während Wilders hingegen nicht kommen durfte? Warum können illegale Immigranten gegen die <em>Border Agency</em> des Vereinigten Königreichs mit Erfolg Hunderttausende von Pfund <a href="http://www.independent.co.uk/news/uk/home-news/asylum-detainees-win-record-payout-1608207.html">einklagen</a>, nachdem sie zuvor gefasst und verhaftet worden sind?</p>
<p style="text-align:justify;">Damit wären wir wieder an unserem Ausgangspunkt: den Weg des geringsten Widerstands. Die Einwanderung aus der Dritten Welt, sei sie legal oder illegal, zu unterbinden, wäre ein Schlag ins Gesicht dessen, was für <em>zeitgemäß</em> gehalten wird &#8211; von der US-Regierung, der UNO, von unseren Oberen in Brüssel. Ja, es scheint so, dass es sowohl hier wie in den USA eine anhaltende Kampagne zur <a href="http://www.fff.org/freedom/fd0503h.asp">Abschaffung</a> sogar des Begriffs ´illegale Einwanderung´ gibt.</p>
<p style="text-align:justify;">Geert Wilders ist nicht wichtig, weil er ja nur einer kleinen zivilisierten Nation angehört; die Holländer, die in Großbritannien leben, werden keine Flaggen verbrennen oder die Polizei mit Steinen bewerfen. Etwas, das sie mit britischen Juden gemeinsam haben, wie es scheint.</p>
<p style="text-align:justify;">Er  ist nicht wichtig, weil seine Ansichten nicht zeitgemäß sind, und weil niemand, der wichtig ist, sich für ihn einsetzt.</p>
<p style="text-align:justify;">Und deshalb schäme ich mich; Britannien hat sich als Nation gegen Napoleon und Hitler erhoben, weil sie uns drangsaliert haben. Wir wussten, wir hatten das Recht auf unserer Seite und haben uns nicht von Tyrannei und brutaler Machtdemonstrationen einschüchtern lassen.</p>
<p style="text-align:justify;">Dieses Britannien ist am 12. Februar 2009 in Heathrow gestorben. Die Regierung weiß genau so gut wie ich, dass sie Wilders nicht wegen seiner Ansichten oder seiner möglichen Aktionen die Einreise verwehrt haben; sie haben es getan, weil sie Angst hatten vor den Reaktionen der britischen Muslime, oder zumindest eines guten Teils von ihnen, angeführt von keinem geringeren als einem muslimischen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nazir_Ahmed,_Baron_Ahmed">Mitglied des Oberhauses</a>. Dies Geschehen rechtfertigt nicht nur Wilders und seine Ansichten (merkwürdigerweise scheint seine Interpretation des Islam derjenigen bemerkenswert ähnlich zu sein, die von den Steine- und Bombenwerfern praktiziert wird), sondern macht in meinen Augen die britische Regierung und das ganze Establishment zu den verachtenswerten Feiglingen, von denen Wilders spricht.</p>
<p style="text-align:justify;">Man hat jetzt den Eindruck, dass diejenigen, die am meisten bereit sind, Gewalt zu gebrauchen, jetzt immer den Sieg davontragen. Wer mir nicht glaubt, möge Jacqui Smith und David Milliband fragen; sie beide haben <a href="http://muslimsagainstsharia.blogspot.com/2009/02/david-miliband-on-geert-wilders-fitna.html">zugegeben</a>, dass sie <em>Fitna</em> nie gesehen haben; aber offenbar hatten sie einen Grund für ihre Entscheidung.</p>
<p style="text-align:justify;">Der Grund? Weil der Mob herrscht, und das wird die Zukunft Britanniens sein, wenn wir nicht bald aufwachen und der Realität ins Auge sehen.</p>
<p style="text-align:justify;"> </p>
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		<title>Der kommende Crash</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Dec 2009 19:43:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Deep Roots</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deep Roots]]></category>

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		<description><![CDATA[Druckversion (pdf)

Von Fjordman, übersetzt von Deep Roots
[Diesen Artikel habe ich unmittelbar nach „Konversationen mit Fjordman“ eingestellt, um die Entwicklung von Fjordmans Sicht der Dinge seit Mai 2007 zu verdeutlichen.]
Das Original „The Coming Crash“ erschien am 22. November 2009 bei Gates of Vienna: http://gatesofvienna.blogspot.com/2009/11/coming-crash.html
Ich bereite gerade einen Text vor, den ich in nicht zu ferner Zukunft [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fjordman.wordpress.com&blog=5190227&post=1312&subd=fjordman&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><a href="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/12/33d-der-kommende-crash.pdf"><strong>Druckversion (pdf)</strong></a></p>
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<p>Von <strong>Fjordman</strong>, übersetzt von Deep Roots</p>
<p>[Diesen Artikel habe ich unmittelbar nach „Konversationen mit Fjordman“ eingestellt, um die Entwicklung von Fjordmans Sicht der Dinge seit Mai 2007 zu verdeutlichen.]</p>
<p>Das Original „The Coming Crash“ erschien am 22. November 2009 bei <em>Gates of Vienna</em>: <a href="http://gatesofvienna.blogspot.com/2009/11/coming-crash.html">http://gatesofvienna.blogspot.com/2009/11/coming-crash.html</a></p>
<p>Ich bereite gerade einen Text vor, den ich in nicht zu ferner Zukunft im Brussels Journal veröffentlichen werde, aber ich werde die Diskussion zuerst hier beginnen. Wenn ich die verschiedenen Kommentare bei <a href="http://www.amnation.com/vfr/archives/014716.html" target="_blank">Lawrence Auster</a> und auf <a href="http://mangans.blogspot.com/2009/11/defeatism.html" target="_blank">Dennis Mangans</a> Blog lese, <a href="http://www.brusselsjournal.com/node/4158" target="_blank">Takuan Seiyos neulichen Text</a>  im Brussels Journal und den neuesten Artikel von <a href="http://gatesofvienna.blogspot.com/2009/11/on-failure-of-law-enforcement.html" target="_blank">El Inglés</a> bei Gates of Vienna, bekomme ich das Gefühl, daß sich Spannungen aufbauen und daß innerhalb der kommenden Generation irgend etwas Großes passieren wird, wahrscheinlich innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre. Nachdem ich kürzlich über Geologie geschrieben habe, werde ich eine Analogie aus der Plattentektonik benutzen: Die tektonischen Platten der westlichen Welt stehen jetzt unmittelbar vor einer großen Bewegung.</p>
<p>Spannungen haben sich seit vielen Jahren langsam unter der Oberfläche aufgebaut, und früher oder später werden diese Kräfte in Form einer Serie verheerender Erdbeben freigesetzt werden, gefolgt von einigen sekundären politischen und wirtschaftlichen Tsunamis. Einige der Bauwerke, die gegenwärtig als felsenfest erscheinen, werden während dieser Periode wie Kartenhäuser zusammenfallen, und die politische Landschaft wird sich beträchtlich verändern. Was heute undenkbar erscheint, wird in zwanzig Jahren als natürlich oder unvermeidlich erscheinen. Dies ist die Diskontinuität, von der El Inglés spricht. Ich würde Großbritannien als das westeuropäische Land reihen, das höchstwahrscheinlich als erstes einen von Masseneinwanderung und Multikulturalismus verursachten Bürgerkrieg erleben wird. Dänemark folgt als Nummer zwei und möglicherweise Holland als Nummer drei. Sowohl Belgien als auch Schweden sind ziemlich schlimm dran, aber zu repressiv, um die ersten zu sein. Deutschland wird zu sehr von seiner Geschichte belastet, um den Anfang zu machen. Dies läßt Frankreich als potentiellen Außenseiterkandidaten übrig. Ich gebe zu, daß ich nicht verstehe, wie die Franzosen denken. An der Oberfläche scheint Frankreich erledigt zu sein. Andererseits ist Frankreich historisch gesprochen eine revolutionäre Nation, zum Besseren oder Schlechteren. Vielleicht gibt es irgendwo im Verborgenen einen Mini-Karl-Martell. Falls das so ist, dann sollte er besser bald auftauchen.</p>
<p>Ich denke, wir müssen realistisch sein und begreifen, daß die gegenwärtige politisch-ideologische Ordnung völlig kaputt und irreparabel ist. Statt Zeit und Energie auf den Versuch zu verschwenden, in Ordnung zu bringen, was nicht in Ordnung gebracht werden kann, müssen wir uns so gut wir können auf den kommenden Crash vorbereiten und uns hoffentlich neu formieren, um danach etwas Neues und Stärkeres zu schaffen. Es wird in nicht zu ferner Zukunft einen gesamtwestlichen und vielleicht internationalen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenbruch geben. Ich fürchte, daß es inzwischen zu spät ist, um das noch zu vermeiden. Die Leute, die das herrschende Paradigma stützen, sind zu mächtig, und das Paradigma enthält so viele Fehler, daß es nicht repariert werden kann. Es muß zusammenbrechen. Wir sollten uns darauf konzentrieren, diesen Crash zu überleben und ein neues Paradigma als Ersatz für das gescheiterte zu entwickeln.<br />
- &#8211; - &#8211; - &#8211; - &#8211; -<br />
Wir müssen von unseren Feinden lernen, den inneren wie den äußeren. Das eine, das ich widerstrebend an den Marxisten und Linken aller Sorten bewundere, ist ihre Fähigkeit, sich zu organisieren und sich auf langfristige Ziele zu konzentrieren. Leider sind ihre Ziele gewöhnlich destruktiv, aber wir können und müssen von ihren organisatorischen Fähigkeiten lernen, damit wir sie in ihrem eigenen Spiel schlagen können. Sie müssen zermalmt werden, ansonsten wir uns nicht rational und angemessen mit unseren äußeren Feinden befassen können.</p>
<p>Wir müssen den Feminismus loswerden, der destruktiv und sowieso nur eine Erweiterung des Marxismus ist. Wir müssen uns so gut wir können auf den Zusammenbruch des US-Dollars und vielleicht des Euro vorbereiten. Wir müssen für zukünftige Verwendung dokumentieren, was uns von unseren verräterischen Eliten angetan wird, zum Beispiel indem wir ein Video erstellen, das sich der verbalen und physischen anti-weißen Gewalt rund um die Welt widmet. Wir müssen Schritte unternehmen zur Sicherstellung unserer körperlichen Sicherheit und den Stolz auf unser Erbe zurückgewinnen.</p>
<p>Wir müssen die EU loswerden, die UNO lächerlich machen und finanziell aushungern. Ich bin auch nicht sicher, ob wir die NATO brauchen, obwohl ich gewillt bin, über diesen Teil zu debattieren. Der amerikanische Verteidigungsschirm könnte nicht länger aufrechtzuerhalten sein, wenn die US-Wirtschaft scheitert. Außerdem ist es lachhaft zu glauben, daß das US-Militär die einheimischen Europäer vor den Moslems “schützen” wird. Es ist die offizielle Politik beider US-Großparteien, die fortgesetzte Zerstörung Europas zu unterstützen – nein, zu beschleunigen – so wie es ihre Politik ist, die Zerstörung ihres eigenen Landes fortzusetzen. Nur weil die EU scheußlich ist, heißt das nicht notwendigerweise, daß die USA gut ist. Die amerikanischen politischen Eliten sind zu Hause und im Ausland Vorkämpfer gefährlicher und dysfunktionaler Ideologien. Der gegenwärtige US-Präsident Obama hat sich öffentlich dafür verbürgt, eher die Opposition gegen den Islam zu bekämpfen statt den Islam selbst, was bedeutet, daß es offizielle US-Politik ist, das islamische Gesetz zu verbreiten. Uncle Sam ist Uncle Sharia, wie wir es kürzlich vorgeführt bekamen. Wenn die Sowjetunion das <em>Evil Empire</em>, das Reich des Bösen war, dann ist die USA das <em>Diversity Empire</em>, das Reich der Vielfalt, das der Ausbreitung des Multikulturalismus und genetischen Kommunismus rund um die Welt verpflichtet ist, besonders in mehrheitlich weißen Ländern.</p>
<p>US-General Wesley Clark sagte während der Bombardierung Serbiens im Jahr 1999 mehr oder weniger ausdrücklich, daß der Krieg unternommen würde, um “Vielfalt” (diversity) durchzusetzen. Ich hasse nicht die Amerikaner im allgemeinen, aber ihre Eliten sind genauso feindlich wie die EU-Eliten, und sie haben größere Kanonen. Wenn ich sehe, wie Nidal Hasan vom US-Militär behandelt wurde, dann glaube ich nicht, daß ich die Einmischung dieser Leute in meine Angelegenheiten will. Sie würden wahrscheinlich sagen, daß die einheimischen Europäer Nazis sind, die die armen Moslems unterdrücken. Dann würden sie uns bombardieren und sagen, daß das zu unserem eigenen Besten geschieht, wie sie es bei den Serben gemacht haben. Die Vereinigten Staaten werden dieses Jahrhundert nicht überleben. Sie werden entlang ethnischer, rassischer und vielleicht sogar ideologischer Linien in mehrere Länder zerfallen. So etwas wie eine universale Nation gibt es nicht. Menschen wollen mit ihresgleichen leben. Die einzigen, die das nicht dürfen, sind Weiße, und sie fangen an, dieses Doppelstandards überdrüssig zu werden. Menschen europäischen Ursprungs gehören zu den am wenigsten ethnozentrischen Leuten auf dem Planeten und werden gegenwärtig schwer dafür bestraft. Selbsterhaltung ist ein natürlicher Instinkt für alle Lebewesen bis hin zu Pflanzen und Bakterien. Es ist an der Zeit, daß Weiße dasselbe Recht für sich zurückfordern, ohne sich dafür zu entschuldigen. Ich bin zunehmend davon überzeugt, daß die Ereignisse, die wir erleben, Absicht sind. Die Lügen, die man uns vorsetzt, sind in jedem westlichen Land buchstäblich identisch. Ich habe einige Diskussionen mit meinem Freund <a href="http://democracyreform.blogspot.com/" target="_blank">Ohmyrus</a> gehabt, der glaubt, daß es sich dabei um ein Strukturversagen in unserem politischen System handelt. Ich widerspreche dem nicht unbedingt, aber ich glaube auch, daß es ein geplantes Langzeitziel gibt, alle mehrheitlich weißen Nationen niederzureißen, um eine neue globale Oligarchie zu schaffen. Anti-weiße Ideologien werden jetzt in jeder westlichen Universität gelehrt und wurden wohl mit der Wahl Obamas in den USA zur nationalen Ideologie erhoben. Ich vermute, das liegt daran, daß Weiße historischerweise einen ungewöhnlich hohen Wert auf Selbstregierung, einvernehmliche Regierung und Machtteilung gelegt haben, ganz zu schweigen von der Tatsache, daß wir zu viele Fragen stellen. Das ist ärgerlich für jene, die ein autoritäres System mit ihnen an der Spitze wünschen. Wir müssen gebrochen werden, kulturell und demographisch. Deshalb wünschen die Eliten Masseneinwanderung. Der führende “multikulturelle Theoretiker” in meinem Land, Professor Thomas Hylland Eriksen von der Universität von Oslo, sagte offen heraus, daß das Wichtigste jetzt wäre, “die Mehrheit so gründlich zu dekonstruieren, daß man sie nie wieder als Mehrheit bezeichnen kann.” Er ruft im wesentlichen zur Abwrackung seines eigenen Volkes auf, und er weiß, daß er das völlig ungestraft tun kann.</p>
<p>Ich vermute auch, daß der Hauptgrund dafür, daß die anderen uns so hassen, darin liegt, daß die europäische Zivilisation so unvergleichlich einflußreicher und kultivierter als jede andere Zivilisation auf diesem Planeten gewesen ist, daß unsere Existenz sie sich minderwertig fühlen läßt. Der einzige Weg, wie sie aufhören können, sich minderwertig zu fühlen, liegt darin, uns auszuradieren. Schrecklich politisch inkorrekt, das zu sagen, aber das ist meine Ansicht.</p>
<p><strong>Ausgewählte Kommentare aus dem Originalstrang bei <em>Gates of Vienna</em>:</strong></p>
<p><strong> </strong><strong><a href="http://www.blogger.com/profile/08331218463705644813">El</a> Inglés: </strong></p>
<p>Fjordman, ich freue mich auf den Essay. Ich denke, fünf bis zehn Jahre klingt ungefähr richtig dafür, daß es im ersten europäischen Land ‘losgeht’, wenn du weißt, was ich meine. Hoffentlich hat dieser norwegische Professor einen Unfall, wenn das geschieht, rutscht auf einer Bananenschale aus oder sowas.</p>
<p><strong><a href="http://www.blogger.com/profile/11925730650755037497">Arius</a>:</strong></p>
<p>Fjordman, was nun folgt, ist mein Beitrag aus meiner Studie der Jung’schen Psychologie.</p>
<p>Meine Arbeit geht dahin, daß es eine fatale Schwäche in der westlichen Psyche gibt, die von einem schrecklichen Fehler in der christlichen Theologie über das Problem des Bösen verursacht wird. Es war für die frühen Christen offensichtlich, daß es Böses in der Welt gibt, aber wie wird das Böse geschaffen, wenn Gott gut ist? Sie konnten die Idee nicht akzeptieren, daß Gott Böses schaffen würde. Nach St. Augustin von Hippo wurde das Böse von der christlichen Theologie als die Abwesenheit des Guten betrachtet, das privatio boni. Im modernen säkularen Denken ist die religiöse Form entfernt worden, aber die Essenz des privatio boni überlebt im Unbewußten. Wende dich an irgendjemand im Westen und frage, ob der Mensch im wesentlichen gut oder böse ist. Jeder wird sagen, daß der Mensch im wesentlichen gut ist. Der moderne Mensch leidet unter der unbewußten Aufgeblasenheit, daß er ein Gott sei (ein weiteres großes Thema, über das ich mich hier nicht auslassen werde) und hat die “privatio boni”–Lösung geerbt, daß das Böse nicht real und nur die Abwesenheit des Guten ist.</p>
<p>Der moderne säkulare westliche Mensch denkt, daß er im wesentlichen gut ist, und schiebt sein böses Potential ins Unbewußte. Sein Bewußtsein ist aufgebläht von der Illusion, daß es im wesentlichen gut ist, was eine selbstgerechte moralisches Denkweise antreibt, daß ‘mein Denken nicht falsch sein kann’. Diese gedankliche Moralität hat seinen Intellekt zu allen Arten von Exzessen getrieben, wie die vielen –ismen des 20. Jahrhunderts, die über einhundert Millionen Menschen massakriert haben (und der moderne Mensch schaut von oben herab auf die Inquisition?). Sein Unbewußtes enthält sein böses Potential, das sein Bewußtsein nicht anerkennen will und das ihn am Genick packen kann, um auf seinen Nachbarn projiziert zu werden (wie Antisemitismus, oder in letzter Zeit die Obama-Typen, die Gegner der Gesundheitsfürsorge durch die Regierung als “heimische Terroristen” bezeichnen.</p>
<p>Dies wird in den meisten von uns durch gesellschaftliche Konventionen und religiösen Glauben gemäßigt, manifestiert sich aber stark in jenen, die überdurchschnittliche Macht über uns andere haben, wie die westlichen Eliten. Der moderne säkulare westliche Mensch denkt, er wäre ein Gott. Was ist das erste, das ein Gott tut, wenn er erwacht? Er erschafft. Der Elitenangehörige, in seiner Selbstidentifizierung mit dem Guten, mit einer selbstgerechten Denkmoral und an der Vorstellung leidend, daß er ein Gott sei, erwacht zu seiner gottähnlichen Macht über andere, wenn er seine Autoritätsposition erlangt. Irgendetwas muß zerstört werden, um erschaffen zu können, also sollten wir nicht überrascht sein, wenn er versucht, den Menschen neu zu erschaffen. Sogar konservative Politiker wie George Bush gingen in diese Falle (wenn auch in geringerem Maß als Obama oder Clinton).</p>
<p>Falls diese Analyse auch nur teilweise richtig ist, dann liegen die Probleme mit unserer Zivilisation, über die wir diskutieren, auch in jedem von uns. Fjordman hat wahrscheinlich recht damit, daß die westliche Zivilisation eine massive Diskontinuität erleiden wird, um die Bühne für eine mögliche Erneuerung zu bereiten, aber wenn das Fundament der Erneuerung auf den Fehlern der Vergangenheit steht, dann wird sie scheitern. Eine auf dem Christentum beruhende zivilisatorische Erneuerung muß den Faden der frühen Christen aufnehmen und das Problem und die Realität des Bösen frontal angehen. Modern ausgedrückt, müssen wir die Realität sowohl des Guten als auch des Bösen in der menschlichen Psyche anerkennen.</p>
<p><strong><a href="http://www.blogger.com/profile/12450871553962388332">Charles Martel</a>: </strong></p>
<p><em>Meine Arbeit geht dahin, daß es eine fatale Schwäche in der westlichen Psyche gibt, die von einem schrecklichen Fehler in der christlichen Theologie über das Problem des Bösen verursacht wird.</em></p>
<p>Der Liberalismus ist eine bösartige christliche Häresie – schlicht und einfach. Es gibt keine Fehler in der traditionellen christlichen Denkweise hinichtlich des Bösen. Lies “Liberalismus ist eine Sünde” von Fr. Felix Sarda Y Salvany. Es wird dir die Augen öffnen. Lies zusätzlich die Katholische Enzyklopädie über den Altruismus.</p>
<p>Vergewissere dich, daß du die 1914er-Ausgabe erhältst, die online verfügbar ist.</p>
<p><strong><a href="http://www.blogger.com/profile/00421084849102519946">Lombard1985</a>: </strong></p>
<p>Ich warte auch gespannt auf deinen kommenden Essay, Fjordman.</p>
<p>Ich bin besonders neugierig darauf, wieso du glaubst, daß bestimmte Nationen in den kommenden 5 – 10 Jahren agieren/reagieren werden, besonders die Großen 5 von Europa*.</p>
<p>Ganz offen gesagt hoffe ich, daß die Vereinigten Staaten, wenn der Scheiße-erreicht-Ventilator-Moment in Europa da ist, zu sehr in ihren eigenen Problemen stecken werden, um irgendjemand zu behelligen.</p>
<p>*Zur Klarstellung, ich betrachte als die Großen 5 (in keiner bestimmten Reihenfolge): Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien und Rußland.</p>
<p><strong><a href="http://www.blogger.com/profile/09269878017447335944">PioneerPreppy</a>:</strong></p>
<p>Europa muß sich festhalten. Es wird eine Umwälzung geben und eine Rückkehr zu christlichen Grundwerten, und dann, nachdem die Vereinigten Staaten gesichert sind, ist es meine Vorhersage, daß wir zurückkehren werden, um Europa zu befreien. Mehr als wahrscheinlich verbündet mit einem starken europäischen Führer, der die Horden in Schach gehalten hat.</p>
<p>Der schlafende Riese der europäischen Abstammung ist hier wieder erwacht und wird sich nicht wieder zum Schlaf niederlegen. Diesmal wird es niemand mit gemischten Gefühlen geben; es werden die Irisch-Amerikaner sein, die Deutsch-Amerikaner, Italiener, Franzosen und Nordische, alle vereint in einer gemeinsamen Sache zur Rettung der ursprünglichen Heimatländer.</p>
<p>Das heißt, sofern ihr das nicht zuerst tut, dann, oh mein Gott, bitte kommt und helft uns!!!!!</p>
<p><strong><a href="http://www.blogger.com/profile/11925730650755037497">Arius</a>: </strong></p>
<p>Charles Martel, du hast recht, wenn du sagst, daß “Liberalismus eine bösartige christliche Häresie ist&#8220;.</p>
<p>Ich bin nicht sicher, wie du meinen vorherigen Kommentar interpretierst. Ich kritisiere nicht das apostolische Christentum, ich kritisiere die christliche Theologie über das Problem des Bösen, die sich nach ungefähr 300 n. Chr. entwickelt hat. Die Haltung, daß das Böse nur die Abwesenheit des Guten ist, dominierte die christliche Theologie im Mittelalter und setzt sich bis zum heutigen Tag im säkularen westlichen Denken fort, ihrer religiösen Form entledigt. Ich denke, dies ist die Grundlage des Problems, dem wir uns im Westen gegenübersehen.</p>
<p><strong><a href="http://www.blogger.com/profile/17202552703738208996">Monsieur Calguès</a>: </strong></p>
<p>Fjordman, du hast das Hauptmotiv für ihre Abneigung uns gegenüber präzise identifiziert: simple Eifersucht. Dies trifft zumindest auf unsere nicht-weißen Feinde zu. Unsere weißen marxistischen Feinde hassen uns, weil sie sich nicht mit Ungleichheit abfinden können, nicht einmal, wenn ihre eigene Zivilisation obenauf ist. Und viele wollen den Westen zerstören wegen des Mehrs an Macht und Prestige, von dem sie denken, daß es ihnen unter einer neuen Weltordnung zufallen wird. Die meisten Marxisten sind talentlose Mittelmäßige und können nur zur Spitze aufsteigen, indem sie die natürliche Ordnung umstürzen und andere Leute unterdrücken. Wenige von ihnen können es in einer Meritokratie schaffen, da die meisten sehr wenig angeborene Fähigkeiten haben. Deshalb zieht es sie zu den einträglichen Drückebergerposten der Regierung und Bürokratie.</p>
<p>Der Ausdruck ‘genetischer Kommunismus’, den du gebraucht hast, ist passend. Viele Nichtweiße verübeln den Weißen ihre physische Schönheit, die nach allgemeiner Übereinstimmung der Goldstandard ist. Sie suchen uns durch Gewalt und Rassenkreuzung auszutilgen.</p>
<p><strong><a href="http://www.blogger.com/profile/06645105032419455560">Fellow Peacekeeper</a>: </strong></p>
<p>Ich freue mich auf den ganzen Artikel, Fjordman.</p>
<p>Zufälligerweise sind 5 &#8211; 10 die Zeit für einen Generationswechsel. Die Baby-Boomer (Hippie-) Generation ist jetzt um die 60 – 65 Jahre alt und am Höhepunkt ihrer Macht und ihres Einflusses. Die Woodstock-Generation wird in einem Jahrzehnt samt und sonders Pensionisten sein. Erinnert ihr euch an die Pro-PC-Verschiebung in den 90ern, als die Generation des Zweiten Weltkriegs (“die Größte”) abtrat? Es wird dieselbe Verschiebung weg von den Flower-Power—Kids kommen. Was werden die Kids in den Staaten, die ihr Land in den post-Woodstock-70ern den Kanal runtergehen sahen, mit ihrer Macht tun? Noch dazu war dieselbe Generation im 70er-Boom des palästinensischen Luftverkehrsterrors und der Roten Brigaden erwachsen geworden.</p>
<p>Weiters wird der größte rhetorische Knüppel der Marxisten – der Zweite Weltkrieg, die Nazis und der Holocaust – schließlich in derselben Zeitspanne aus der lebenden Erinnerung in die tote Historie entgleiten.</p>
<p>Interessante Zeiten.</p>
<p><strong><a href="http://www.blogger.com/profile/10349249853612763144">Jocke</a>: </strong></p>
<p>Was heute geschieht, ist daß wir ein graduelles Erwachen sehen, daß mehr und mehr Leute tatsächlich zur Überzeugung kommen, daß die Eliten der extremen Linken in der Tat überhaupt nichts Gutes für uns wollen, sondern vielmehr danach streben, das zu zermalmen, was sie immer noch (mit Anzug und allem) als bourgeoise Gesellschaft sehen, die durch eine Revolution zerstört werden muß, egal was es an Menschenleben kostet.</p>
<p>Das Resultat dieser Erkenntnis ist eine fundamentale Verlagerung unter der Oberfläche, da mehr und mehr Leute die gegenwärtige Situation als unmöglich aufrechtzuerhalten sehen, was die Bereitschaft der Leute zur Gewalt erhöhen wird. Diese Verschiebung in der Tiefe des Volkes wird unbemerkt weitergehen, da die Political Correctness in beide Richtungen funktioniert. Genau wie im Ostblock fallen unsere Eliten auf ihren eigenen Glauben herein, daß sie in der besten aller Welten leben. Daher wird der Bruch für sie umso plötzlicher kommen als für das Volk.</p>
<p>Der tatsächliche Auslöser des Erdbebens könnte alles Mögliche sein. Es könnte ein einziger Schuß sein, der von einem Polizisten in einer Streßsituation abgefeuert wird, oder eine bewaffnete Frau, die sich verteidigt, um einer versuchten Vergewaltigung zu entgehen. Es könnte ein politisches Attentat sein, wie 1914, oder eine weitere Mohammedkarikatur. Wir wissen es einfach nicht, aber wir können alle die zunehmende Spannung fühlen, die jeden Tag um ein kleines bißchen steigt.</p>
<p>Wenn der Krieg schließlich da ist, werden jene paar extremen Linkies sich ziemlich allein wiederfinden. Nicht einmal die Islamisten werden ihnen trauen. Dann wird der Krieg entlang ethnischer Linien geführt werden, denn wir werden es nicht zu riskieren wagen, irgendjemand zu vertrauen, der/die aussieht, als würde er/sie zur anderen Seite gehören.</p>
<p><strong><a href="http://www.blogger.com/profile/01173759805310975320">S&#8217;mon</a>: </strong></p>
<p>Irgendetwas Großes wird um 2012 herum passieren, aber ich denke nicht, daß der finale Ausgang der Geschichte vor ungefähr 2020 – 2025 stattfinden wird.</p>
<p>Fellow Peacekeepers Punkt mit den Generationen ist interessant und einsichtsvoll. Es gab eine riesige kulturelle Verschiebung in den frühen ‘90ern, exemplifiziert durch die von Bush I zu Clinton. Clinton, Bush II und Obama haben die Kontinuität der Baby Boomer (1945-1965) aufrechterhalten, und hier im Vereinigten Königreich klingt Cameron zumindest wie ein Baby Boomer, trotz seiner Jugend.</p>
<p>Aber die aufkommende Generation X (ungefähr 1965-1985) ist in der Tat angewidert von ihren Boomer-Eltern. Gegenwärtig tragen sie offiziell die Boomer-Ideologie mit, weil sie das wegen ihrer Karrieren und ihres Wohlergehens müssen, aber glauben sie, was ihre Eltern glauben? Es scheint eine Menge Skepsis zu geben, wenn auch nicht genug vom notwendigen Zorn.</p>
<p><strong><a href="http://www.blogger.com/profile/01826512912301465167">Nick</a>: </strong></p>
<p>Ich habe vor nicht langer Zeit mit einem meiner alten Lehrer aus der Schule gesprochen, und er hat mich davor gewarnt, in die Lehrtätigkeit einzusteigen, weil die Youngsters heutzutage keinen Respekt vor irgendwas haben, nicht mal vor sich selbst. Jeder, der im Vereinigten Königreich lebt, weiß, was er meint. Ich kann nicht erkennen, wie die jüngere Generation sich jemals zusammentun könnte, um große Dinge zu bewirken, oder aufzustehen und für unsere Gesellschaft oder unsere Lebensart zu kämpfen. Sie wissen nicht einmal, was diese Worte bedeuten – ganz zu schweigen von der Neigung, das zu verteidigen. Ich habe kürzlich das Imperial War Museum in London besucht. Der Gedanke, daß junge Leute im Vereinigten Königreich heutzutage für irgendetwas einstehen, wie es ihre Großeltern im Zweiten Weltkrieg taten, ist recht schwer vorstellbar.</p>
<p>Die Idee, daß die Menschen das Böse nicht erkennen, ist interessant. Diese Idee könnte es wert sein, daß man sehr ernsthaft über sie nachdenkt. Wie können wir gegen eine böse Ideologie aufstehen, wenn es so etwas gar nicht erst gibt? Ich denke, daß wir tiefer graben werden müssen, um solch fundamentale Gedanken in der Doktrin der politischen Eliten freizulegen. Dort liegen unsere realen Probleme.</p>
<p><strong><a href="http://www.blogger.com/profile/11851308758539648628">Old Atlantic Lighthouse</a>: </strong></p>
<p>Großartiger Artikel und Kommentare. Es ist sehr wichtig, weiter zu schreiben, wenn es leicht und offensichtlich zu sein scheint. Dies trifft besonders zu, wenn man Fakten und Daten einbezieht. Schiebt es nicht auf, weil es so leicht ist, daß ihr es später tun könnt. Wir müssen den Zeitablauf beschleunigen. Schreiben ist sehr wichtig dafür.</p>
<p>Wenn junge Leute wissen, daß sie besser nicht in ein bestimmtes Gebiet gehen, dann wissen sie, was los ist. Es gibt Greueltaten, die an jungen Leuten begangen werden. Sie wissen das.</p>
<p>Eine Generation kann dazu gebracht werden, sich zusammenzufinden. Deutschland schien sich in den 1920ern völlig dem Nihilismus zugewandt haben, mehr als jedes andere Land. Denkt an Film, Kunst, Quantenmechanik, Psychologie etc. dieser Periode. Dann hat sich das schnell geändert.</p>
<p>Die Linke weiß das besser als irgendjemand sonst. Deshalb versuchen sie uns mittels Einwanderung zu erledigen und uns keine Chance zu lassen. Das verzweifelte Streben nach einem Gesundheitsgesetz zur Abdeckung ihrer Drittweltleute ist ein Beispiel dafür.</p>
<p>Schumer drängt am meisten auf eine Gesundheitsgesetz und ist am meisten der Drittwelteinwanderung verpflichtet. Die Dinge laufen zusammen. Beide Seiten sehen das.</p>
<p>Alles wird in diesen Konflikt hineingezogen, und keine Stufe und kein Aspekt der Gesellschaft ist nicht Teil davon. Die Linke hat das so klargemacht, daß es auch für unsere Seite offensichtlich ist, sogar für die Jungen. Die Linke hat das zum totalen Krieg gemacht. Jeder weiß das.</p>
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			<media:title type="html">Deep Roots</media:title>
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		<title>Konversationen mit Fjordman</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Dec 2009 14:46:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Deep Roots</dc:creator>
				<category><![CDATA[Baron Bodissey / GoV-Strang]]></category>
		<category><![CDATA[Deep Roots]]></category>

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		<description><![CDATA[Druckversion (pdf)

Von Baron Bodissey, übersetzt von Deep Roots.
Das Original erschien am 3. Mai 2007 bei “Gates of Vienna&#8220;: http://gatesofvienna.blogspot.com/2007/05/conversations-with-fjordman.html
 
Tell me again about Europe and her pains,
Who’s tortured by the drought, who by the rains.
Glut me with floods where only the swine can row
Who cuts his throat and let him count his gains.
It seemed the best [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fjordman.wordpress.com&blog=5190227&post=1300&subd=fjordman&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><a href="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/12/baron-bodissey-konversationen-mit-fjordman.pdf"><strong>Druckversion (pdf)</strong></a></p>
<p><a href="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/12/fedafjord-bei-kvinesdal.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1301" title="Fedafjord bei Kvinesdal" src="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/12/fedafjord-bei-kvinesdal.jpg?w=631&#038;h=418" alt="" width="631" height="418" /></a></p>
<p>Von <strong>Baron Bodissey</strong>, übersetzt von Deep Roots.</p>
<h5>Das Original erschien am 3. Mai 2007 bei “Gates of Vienna&#8220;: <a href="http://gatesofvienna.blogspot.com/2007/05/conversations-with-fjordman.html">http://gatesofvienna.blogspot.com/2007/05/conversations-with-fjordman.html</a></h5>
<h2> </h2>
<p style="text-align:center;">Tell me again about Europe and her pains,<br />
Who’s tortured by the drought, who by the rains.<br />
Glut me with floods where only the swine can row<br />
Who cuts his throat and let him count his gains.<br />
It seemed the best thing to be up and go.</p>
<p style="text-align:center;">            — William Empson, aus <a href="http://themargins.net/anth/1930-1939/empsonaubade.html" target="_blank">“Aubade”</a></p>
<p> <br />
Während der letzten zwei Jahre ist Gates of Vienna nach und nach eurozentrischer geworden, als ich es von einem durchschnittlichen amerikanischen Blog erwartet hätte. Ein gewisser wohlbekannter Linkie-Blog – ich werde mich nicht dazu herablassen, ihn hier zu nennen oder zu verlinken — hat uns als “die Eurotrash-Version von LGF”* bezeichnet. Und das mit gutem Grund. Wer könnte da wiedersprechen?</p>
<p><em>[* Lang ist’s her; da war GoV noch nicht von Charles Johnsons Bannstrahl getroffen; d. Ü.]</em></p>
<p>Je mehr ich über den Großen Dschihad ermittle, desto wichtiger erscheint Europa. Die Vereinigten Staaten kämpfen militärisch an den Frontlinien des “Kriegs gegen den Terror”, aber die Europäer <em>leben</em> an den Frontlinien. Was in Europa geschieht, ist entscheidend: wenn die USA Dänemarks Beispiel folgen, dann können wir erwarten, den Dschihad zu besiegen. Wenn wir uns Schweden zum Vorbild nehmen, dann können wir gleich jetzt unseren Kopf zwischen unsere Beine stecken und unser kollektives Fundament zum Abschied küssen.</p>
<p>In jedem Fall wirft das, was in Europa geschieht, die Schatten der künftigen Dinge hier in den USA voraus.</p>
<p>*   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *<br />
Während ich in Kopenhagen war und bei <a href="http://dansk-svensk.blogspot.com/" target="_blank">Steen</a> in seinem Apartment wohnte, hatte ich das Privileg, an einigen ausgedehnten Unterhaltungen mit Fjordman teilzunehmen. Meistens waren es nur wir drei, aber einmal spät nachts nach dem Counterjihad-Gipfeltreffen waren eine Zeitlang mehrere andere Dänen da, sowie Gaia, ein britisches Mitglied von Vigilant Freedom. Die Gruppe diskutierte einen weiten Themenbereich betreffend die moslemische Einwanderung in Europa.</p>
<p>Fjordman und ich stimmen darin überein, daß Amerika keine Chance haben wird, wenn Europa dem Dschihad unterliegt – wenn sie untergehen, gehen wir unter. Wir werden länger durchhalten, aber uns wird das gleiche Schicksal blühen. Die europäische Krise steht als Warnung für Amerika vor dem, was kommen wird.</p>
<p>Unser größtes Problem ist nicht, daß eine durchgeknallte Horde von Mudschahiddin Zugang zu französischen Atomwaffen oder britischen Rüstungsgütern haben könnte – obwohl das eindeutig ein Thema für unsere nationale Sicherheit <em>ist</em>. Das wahre Problem ist, daß die amerikanische politische Kultur sich nicht sehr von ihrem europäischen Gegenstück unterscheidet. Ihre Reaktion auf die islamofaschistische Krise – Dhimmitude, Zusammenbruch, Bürgerkrieg oder ein wiedererwachter Sinn nationaler Entschlossenheit – wird wahrscheinlich unsere eigene vorwegnehmen.</p>
<p>Nach Fjordmans Meinung ist Schweden ein hoffnungsloserer Fall als jedes andere europäische Land. Gefangen in einer selbstzerstörerischen Spirale aus Einwanderung, hoher Besteuerung, Wohlfahrtsausgaben und Wirklichkeitsverleugnung, sieht es sich einer dräuenden Katastrophe gegenüber.</p>
<p>“<a href="http://gatesofvienna.blogspot.com/2007/03/is-european-civil-war-inevitable-by.html" target="_blank">Paul Weston</a> <a href="http://gatesofvienna.blogspot.com/2007/04/is-european-civil-war-inevitable-by.html" target="_blank">schrieb</a> auf deinem Blog, daß Europa bis 2025 einen Bürgerkrieg erleben wird,” sagte er, “aber ich denke, er unterschätzt, wie bald das sein wird. Innerhalb von <em>höchstens</em> fünf bis zehn Jahren wird die schwedische Gesellschaft zusammenbrechen. Es ist unvermeidlich; der schwedische Wohlfahrtsstaat ist einfach nicht zu erhalten.”</p>
<p>“Aber der Bürgerkrieg wird nicht in Schweden anfangen. In Schweden hat sich das schon zu weit entwickelt. Ich denke, der Bürgerkrieg wird zuerst in Britannien losgehen, das die zweitschlimmsten Bedingungen hat. Aber die Briten haben immer noch Widerstandsgeist.”</p>
<p>Gaia stimmte vehement zu. “Die Menschen in Britannien werden schließlich den Bruchpunkt erreichen,” sagte sie. “Gleich unterhalb der Oberfläche sind die Leute wirklich sehr zornig, und es wird nur einen kleinen Funken brauchen, damit das hochgeht. Die Geiselsituation im Iran hat es nur schlimmer gemacht.”</p>
<p>Die allgemeine Diskussion, die sich daran anschloß, erreichte einen Konsens über die groben Züge der zukünftigen Ereignisse im Vereinigten Königreich:</p>
<table border="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td valign="top">1.</td>
<td> </td>
<td valign="top">Die britische Regierung setzt ihre selbstmörderische Politik fort, den Multikulturalismus zu fördern und auf britische „Rassisten“ einzuschlagen.</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">2.</td>
<td> </td>
<td valign="top">Ein voreiliger Vorfall durch einen Einwanderer oder eine Gruppe von Einwanderern entzündet die Gewalt, wobei Mobs zorniger Briten das Gesetz in ihre eigenen Hände nehmen.</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">3.</td>
<td> </td>
<td valign="top">Die Sondereinsatzkräfte der Polizei und möglicherweise Truppen des Militärs werden von der Regierung aufgeboten, um die „rassistischen Hooligans“ zu unterdrücken.”</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">4.</td>
<td> </td>
<td valign="top">An diesem Punkt hat ein wahrer Bürgerkrieg begonnen, wobei die Regierung und die Zivilbehörden in stillschweigender Allianz mit den Islamisten die einheimischen Briten bekämpfen.</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">5.</td>
<td> </td>
<td valign="top">Elementen der Polizei und des Militärs Elements widerstrebt es, gegen ihre eigenen Landsleute zu kämpfen – mit denen sie weitgehend einer Meinung sind – und schlagen sich auf die „rassitische“ Seite des Konflikts.</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">6.</td>
<td> </td>
<td valign="top">Der nächste Schritt…? Vielleicht ein ausgewachsener Bürgerkrieg?</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Fjordman und Gaia hatten beide das Gefühl, daß Britannien den blutigen Konflikt schließlich überstehen und endlich seine selbstzerstörerische Politik aufgeben wird, nachdem es einen gewaltigen Preis bezahlt hat.</p>
<p>Schweden ist jedoch etwas ganz anderes.</p>
<p style="text-align:center;">*   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/12/farvarvardu.jpg"><img class="size-full wp-image-1302 aligncenter" title="farvarvardu" src="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/12/farvarvardu.jpg?w=204&#038;h=384" alt="" width="204" height="384" /></a></p>
<p> </p>
<p>Während ich bei Steen war, zeigte er mir ein kürzlich veröffentlichtes Buch mit dem Titel <em>Exit Folkhemssverige: en samhällsmodells sönderfall</em> (<em>Abgang des schwedischen Volksheimes: Eine Mustergesellschaft löst sich auf</em>) von Ingrid Björkman, Jan Elfverson, Jonathan Friedman, und Åke Wedin. Es handelt vom Ende des “schwedischen Modells” und der kommenden Implosion von Schwedens Wohlfahrtsstaat zusammen mit seinem historischen gesellschaftlichen Konsens.</p>
<p>Steen und Fjordman betrachten dies als ein wichtiges Buch, und es ist keine Überraschung, daß es schwierig war, in Schweden einen Verleger dafür zu finden. Die Autoren versorgten Steen mit dem Textdokument des gesamten Buches, und er hat einen Blog aufgemacht, der sich seiner Online-Veröffentlichung Kapitel für Kapitel widmet. Es ist jedoch noch keine englische Übersetzung verfügbar.</p>
<p>Das Ideal von <em>Folkhemssverige</em> hat die schwedische Politik mehr als sechzig Jahre lang angetrieben, und die Tatsache, daß es unhaltbar geworden ist, ist für die Schweden schwer zu akzeptieren. Das, plus die erstickende Decke des Konsens, der ein endemischer Teil der schwedischen Kultur ist, hat es buchstäblich unmöglich gemacht, eine alternative öffentliche Politik zu konstruieren oder auch nur die Möglichkeit einer solchen zu <em>diskutieren</em>. Das schwedische Staatswesen, gekettet an den Anker des Wohlfahrtsstaates, wird geknebelt und mit verbundenen Augen in die multikulturelle Lagune geworfen.</p>
<p>Nicht einer derjenigen, mit denen ich gesprochen habe, nicht einmal die Schweden, hegte viel Optimismus für Schweden. Aber die schwedischen Vertreter beim Counterjihad-Gipfeltreffen waren entschlossen, zu tun, was immer sie können, um das Wahrwerden von Fjordmans düsteren Voraussagen zu verhindern.</p>
<p>*   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *<br />
Die Europäische Union ist eine Hybridorganisation. Sie nimmt einige der Attribute eines souveränen Staates für sich in Anspruch, erlaubt ihren Mitgliedsstaaten aber in anderen Dingen die Ausübung ihrer üblichen Souveränität.</p>
<p>Grenzen sind zum Beispiel innerhalb der EU offen. Es kann Kontrollpunkte geben, wenn man von einem Land ins andere wechselt, aber an den meisten Binnengrenzen der EU fließt der Verkehr frei.</p>
<p>Soziale Wohlfahrtspolitik andererseits steht immer noch unter der Kontrolle der einzelnen europäischen Staaten. Als Folge davon tendieren Einwanderer aus der Dritten Welt – von denen viele von staatlichen Zahlungen leben – dazu, dorthin zu ziehen, wo die Wohlfahrtsprogramme am großzügigsten sind. Die größte Konzentration von Moslems findet man daher in den Großstädten von Deutschland, der Niederlande, Großbritanniens und Schwedens. Die Grenzen der Länder innerhalb der EU verhalten sich wie durchlässige Membranen zwischen Pflanzenzellen, wo der osmotische Druck der Wohlfahrt den Fluß von Rentensuchern von einem Land zum anderen reguliert.</p>
<p>Seit den dänischen Wahlen von 2001, bei denen die gegenwärtig regierende Partei an die Macht kam, ist Dänemarks Wohlfahrtspolitik für Einwanderer nach europäischen Maßstäben streng und wenig einladend geblieben. Dänemark hat eine Population von Einwanderern, aber sie wächst nicht, und moslemische Einwanderer aus anderen Teilen Europas sehen es nicht als attraktives Ziel.</p>
<p>Schweden jedoch befindet sich am anderen Extrem. Es steht als strahlendes Leuchtfeuer der Gelegenheiten für Einwanderer da, gewährt Neuankömmlingen großzügige Unterstützungszahlungen und erlaubt die Nachholung weitläufiger Familienmitglieder von bereits ansässigen Einwanderern.</p>
<p>Da die Grenze in Südjütland zwischen Deutschland und Dänemark offen und nicht überwacht ist, marschieren Einwanderer einfach von Deutschland hinüber nach Dänemark und gehen weiter. Sie überqueren die Øresund-Brücke von Kopenhagen nach Schweden, nehmen ihren Wohnsitz in Malmö und fangen an, ihre üppigen staatlichen Unterstützungen zu beziehen.</p>
<p>Das ist ein osmotischer Druck, der einen Fluß von Menschen in eine Richtung verursacht. Aber ein anderer Fluß geht in die gegensätzliche Richtung – Schweden (oder vielmehr “Personen mit schwedischem Hintergrund”) verlassen Schweden in Richtung Dänemark. Schweden, die wirklich für ihren Lebensunterhalt arbeiten wollen, werden in Dänemark Löhne finden, die im Durchschnitt um 30% höher sind als jene zu Hause. Nicht nur das, es gibt in Dänemark mehr zu kaufen, und zu einem niedrigeren Preis.</p>
<p>An dem Freitagnachmittag, an dem ich in Kopenhagen war und wir durch das Geschäftsviertel kamen, zeigte Steen auf die Menschenmassen und sagte: “Das sind alles Schweden.” Sie kommen nach Dänemark, um zu arbeiten, einzukaufen und sich zu entspannen, und nicht alle von ihnen kehren nach Schweden zurück.</p>
<p>Also ist die Bevölkerungsdynamik in Schweden von komplexer Art, wobei die produktiven, gesetzestreuen und fleißigen Schweden dazu tendieren, über die Brücke zu gehen und die Alten und die Faulenzer – und die Einwanderer -  hinter sich zu lassen. Es ist ein Teufelskreis, der sowohl das finanzielle als auch das menschliche Kapital Schwedens erschöpft.</p>
<p>Da die Produktivität stark im Niedergang ist, verläßt Schweden sich zunehmend auf Verschuldung, um das System in seiner gegenwärtigen Form aufrecht zu erhalten. Laut Fjordman hält Norwegen – das reichlich mit Nordseeölgeld versorgt ist – eine Menge schwedischer Papiere, aber die Last auf Schweden wird bald untragbar werden. Die Krise wird kommen; die Blase wird platzen, und der Traum, der <em>Folkhemssverige</em> war, wird dahin sein.</p>
<p>“Wenn der schwedische Wohlfahrtsstaat zusammenbricht,” sagte Fjordman, “werden die Einwanderer, die ihre Zahlungen verlieren, woanders hingehen müssen. Dänemark wird wahrscheinlich recht erfolgreich dabei sein, sie draußenzuhalten. Eine Menge von ihnen wird nach Norwegen auswandern, einige werden nach Deutschland und in die Niederlande ziehen, und einige werden wahrscheinlich in Osteuropa landen.”</p>
<p>Ich fragte ihn, was aus Schweden werden würde.</p>
<p>“Schweden, wie wir es kennen, wird aufhören zu existieren. Es ist schwer zu sagen, was seinen Platz einnehmen wird. Es ist nichts, worüber nachzudenken erfreulich wäre.”</p>
<p>*   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *<br />
Der Bürgerkrieg kommt also zuerst nach Großbritannien, und der gesellschaftliche Zusammenbruch zuerst nach Schweden. Was steht dem Rest Europas bevor?</p>
<p>Fjordman sieht verschiedene Entwicklungen in verschiedenen Ländern, abhängig von der Politik der einzelnen Regierungen. Wenn die innere Unruhe zunimmt, ist es möglich, daß die ethnische Homogenität parallel dazu zunehmen wird. Einwanderer werden sich in den Großstädten konzentrieren, um de facto islamische Staaten zu bilden, während einheimische Europäer Zuflucht in den Kleinstädten und auf dem Land suchen und Widerstand gegen weitere Einwanderung und Islamisierung leisten.</p>
<p>“Europa könnte leicht ein Flickenteppich von Staaten verschiedener Art werden,” sagte er, “mit praktizierter Scharia an Orten wie Rotterdam und Hamburg, und ländlicheren Gebieten, die die traditionelle Kultur aufrechterhalten.”</p>
<p>Aber wenn der Wohlfahrtshahn zugedreht wird, ist zu erwarten, daß der Konflikt intensiver und brutaler wird. Städte, die von großen Einwanderergruppen wimmeln – deren Familien vielleicht ihre gewohnte Art des Lebensunterhalts verlieren – könnten sich in den umliegenden Gebieten räuberisch betätigen.</p>
<p>“Ich erwarte, daß in dreißig oder vierzig Jahren ein Großteil Europas zu etwas werden wird, das man gegenwärtig nicht wiedererkennen würde.”</p>
<p>Ich merkte an, daß viele Leute, die in meinem Alter oder älter sind, so etwas sagen wie: “Junge, bin ich froh, daß ich nicht mehr da sein werde, wenn all das passiert.” Aber Fjordman wird — angenommen, es ereilt ihn vorher keine Fatwa – wird all diese Veränderungen erleben. Deshalb ist er so entschlossen, sein Wort dazu zu verbreiten.</p>
<p>“Es wird in meiner Zeit geschehen,” sagte er.</p>
<p>Dymphna hat Fjordman “den Dunklen Propheten Norwegens” genannt, und das aus gutem Grund. Aber trotz all der düsteren Vorhersagen bewahrt er eine Art vorsichtigen Optimismus. Nicht ganz Europa ist zum Untergang verurteilt.</p>
<p>“Einige europäische Länder fangen an, aufzuwachen und Widerstand zu leisten,” sagte er. “Nicht alle von ihnen werden erfolgreich Widerstand leisten – Teile Europas werden unvermeidlicherweise islamisch werden – aber einige werden Erfolg haben. Hier bin ich anderer Meinung als Mark Steyn.</p>
<p>“Jene Länder, die den Wert der Nationalstaaten als die natürliche Quelle der Demokratie wiederentdecken, werden eine gesunde politische Kultur entwickeln. Das ist es, was ich zu erleben hoffe.”<br />
<strong>Update:</strong> Fjordman hat mich gebeten, dies hinzuzufügen:</p>
<p>Ich würde noch immer nicht sagen, daß es unvermeidlich ist, daß einige Teile Europas islamisch werden, selbst im Fall von Schweden oder Holland, aber die Wahrscheinlichkeit ist gewiß beträchtlich. Der Grund, warum ich in einigen meiner Artikel gern verschiedene Szenarien entwerfe, ist, mich und andere daran zu erinnern, daß die Zukunft noch nicht geschrieben ist. Fatalismus ist ein islamischer Wesenszug, kein westlicher. Westlich zu sein, heißt den Glauben aufrechtzuerhalten, daß Individuen, einschließlich einem selbst, die Zukunft beeinflussen und verändern können. Wir sollten <em>nicht</em> gegenüber dem Defätismus resignieren, besonders solange wir noch eine Chance haben, den Lauf der Geschichte zu ändern. Wenn wir nichts tun, ja, dann wird dies das Endresultat sein. Umso mehr Grund, hart an Anti-Dschihad-Aktivitäten zu arbeiten.<br />
Danke an unseren schwedischen Korrespondenten LN dafür, daß er mir die Illustration “Far, var var du?” geschickt hat.</p>
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<h4>Ausgewählte Kommentare von “Gates of Vienna”:</h4>
<p><strong><a href="http://www.blogger.com/profile/16127860738192381683">Just Another Richard</a>:</strong></p>
<p>Baron, dein Argument geht von einer eher passiven Haltung seitens der reaktiven Kräfte Europas auf die territorialen Verluste ihrer früheren Heimatländer aus. Wenn die Brutalität zunimmt, und bei der blutdürstigen Barbarei des durchschnittlichen Dschihadis kann man davon ausgehen, dann wird der Zorn der einheimischen Bevölkerung einen Feuersturm verursachen, von dem ich bezweifle, daß ihn sich irgendjemand von uns hier jetzt schon vorstellen kann. Bosnien in den 90ern wird ein bloßer Vorgeschmack dessen sein, was kommen wird. Diese daraus resultierende Wut wird alle politischen Rücksichtnahmen beiseitefegen, und die Multikultis werden sich einfach in den Äther verflüchtigen, und sei es nur, um der unvermeidlichen und gerechten Vergeltung zu entgehen. Sie wird auch offenbaren, wie seicht die Wirkung der herrschenden Orthodoxie auf die Philosophie der durch sie betroffenen Gesellschaften in Wirklichkeit ist.</p>
<p>Ja, ich sehe wirklich, daß sich die Dinge so entwickeln, wie du und Fjordman sie euch vorstellt. Die herrschenden Eliten werden in der Tat einen Krieg gegen ihre eigenen Gesellschaften führen, sie sind zu geblendet von ihren eigenen selbstgerechten Allheilmitteln und Frömmigkeiten, um irgendetwas anderes zu zun; aber es gibt in diesem Szenario einen dunklen Streif am Horizont, denn es endet damit, daß sie in den Augen ihrer jeweiligen Bevölkerungen so diskreditiert sind, daß ihre Position schnell unhaltbar werden wird, denn wie du sagst werden sie unvermeidlicherweise die Unterstützung des Militärs und der großen Mehrheit der Polizei verlieren, genau jener Institutionen, auf die sie sich bei der Durchsetzung ihrer Anordnungen und Gebote verlassen. Ihr Strafaufschub wird über Nacht verdunsten. Sobald ihre Stimmen einmal aus der Debatte entfernt sind, wird sich bald eine entschlossene Einigkeit entwickeln, die Ereignisse werden es erzwingen. Dann helfe Gott jedem, den man dabei erwischt hat, daß er das islamische Silber genommen hat, denn Verrat wird nicht leicht vergeben, und Verrat dieses Ausmaßes und mit solch katastrophalen Konsequenzen wird wahrscheinlich mit der einzigen Münze heimgezahlt werden, die unter solch brutalen Bedingungen noch Gültigkeit haben wird.</p>
<p>Während viele Europäer sich noch weigern, die dräuende Zukunft zu sehen, die das Schicksal für sie parat hält, werden die Ereignisse sie überholen und sie zu einer raschen Neubewertung ihrer eigenen Positionen zwingen, das Schuldzuweisungsspiel wird bald enden, und sei es nur um des Überlebens willen, da jeder gezwungen sein wird, sich für eine Seite zu entscheiden. Die islamischen Radikalen nehmen keine nuancierte Rücksicht und sind bis zuletzt Chancengleichheit gewährende Scharfrichter. Sie mögen gemeinsame Sache mit nützlichen Idioten machen, wenn sich die Gelegenheit bietet, aber sie können ihre Blutlust nie lange zurückhalten, besonders wenn das Blut in Massen zu fließen beginnt.</p>
<p>Wessen wir demnächst Zeugen werden, ist die Geburt eines völlig neuen staatlichen Organisation in Europa, in Blut geboren und im Feuer geformt. Die Passivität steht kurz vor ihrem Ende, der Zorn, der gleich unter der Oberfläche köchelt, ist zu stark, um jetzt noch besänftigt zu werden, er wartet nur noch auf den Funken, der die Flamme entfacht, und der Ofen wird angezündet werden. Unsere Eliten glauben, was sie glauben wollen, sie können nicht anders, da sie von ihren eigenen Lügen geblendet sind, daher sehen sie den Zorn nicht, sie glauben, daß sie ihre jeweiligen Bevölkerungen soweit einschüchtern können, daß sie sich sanftmütig fügen, es liegt in der Natur der Mächtigen, daß sie blind sind gegenüber ihren eigenen Beschränkungen.</p>
<p>Wer wird denn den Moslems in Europa diesmal zu Hilfe kommen; könnt ihr euch vorstellen, daß Amerika Großbritannien bombardiert; nicht diesmal, keine Regierung würde den folgenden Feuersturm der öffentlichen Meinung überleben; Rußland – was liegt denn für sie drin, und außerdem, warum riskieren, in einen Konflikt mit Amerika verwickelt zu werden, denn das wäre eine Möglichkeit. Nein, die einzige Hoffnung für die Moslems wäre der Spinner-im-Brunnen des Iran, und sein einziges Mittel zur Machtprojektion werden Selbstmordbomber sein, etwas, das die einheimischen Bevölkerungen höchstwahrscheinlich in Rage versetzen, nicht einschüchtern wird; Terror funktioniert nur so lange, wie die Schwelle zur zornigen Vergeltung nicht überschritten ist, denn dann wird er zu einem Blitzableiter, der nur noch mehr Entschlossenheit anzieht. Ich kann mir nicht vorstellen, daß die Mullahs mit Atomwaffen um sich schmeißen, sie mögen fanatisch sein, aber trotz aller gegenteiligen Rhetorik sind sie NICHT selbstmörderisch, sie sind viel zu gern an der Macht, als daß sie sterben wollten, das sollen andere tun, daher: keine Atomwaffen.</p>
<p>Keine fröhliche Prognose, aber eine sehr wahrscheinliche, aufgrund der närrischen Unterstützung durch hohlköpfige politische Nichtigkeiten und ihrer Gier und ihres Ehrgeizes. Wir haben viel zu lange zugelassen, daß uns Narren und Scharlatane regieren, und jetzt müssen wir den Preis dafür zahlen.</p>
<p><strong><a href="http://www.blogger.com/profile/16127860738192381683">Just Another Richard</a>:</strong></p>
<p>Ich sollte meinem obigen Kommentar hinzufügen, daß ich denke, die anfänglichen Siege werden an die Kräfte des Islam und ihre westlichen Unterstützer gehen, obwohl jene Siege sie blind machen werden für die Realitäten des aufkommenden Sturms, sodaß ihre nachfolgenden Handlungen eine ununterdrückbare Wut in der einheimischen Bevölkerung hervorrufen werden.</p>
<p>Die wahre Frage wird die sein – wie lang kann denn die herrschende Elite den Deckel auf diesem Druckkochtopf halten? Und noch genauer, ab welchem Druck der Deckel wegfliegt, was bestimmen wird, welcher Anteil der Machtstruktur einfach weggerissen werden wird.</p>
<p><strong><a href="http://www.blogger.com/profile/10307427516065904295">Conservative Swede</a>:</strong></p>
<p><em>Innerhalb von höchstens fünf bis zehn Jahren wird die schwedische Gesellschaft zusammenbrechen.</em></p>
<p>In fünf Jahren werde ich Fjordman daran erinnern, daß er das gesagt hat. Ich nehme an, daß er dann rot werden und zu behaupten versuchen wird, daß er es nur symbolisch gemeint hat <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Schweden führt die Liste in mehrerer Hinsicht an, aber dies ist keine wahrheitsgemäße Beschreibung. Es ist weit komplexer.</p>
<p>Obwohl viele Leute wollen, daß Schweden der hoffnungsloseste Fall ist – weil sie moralisch finden, daß Schweden es verdient hat – ist es das nicht. Frankreich und Holland sind eindeutig weiter den Bach runter, und ich bin nicht einmal sicher, daß Schweden die Nummer drei auf der Liste wäre.</p>
<p>Ich stimme zu, daß Schweden ein Land ist, über das man sich wirklich ärgern kann, aber das kann man nicht so übersetzen, daß eure Träume wahr werden, wonach es der hoffnungsloseste Fall ist und als erstes zusammenbrechen wird.  Bruce Bawer schrieb kürzlich, daß Schweden 10% Moslems hat. Ich schätze, das fühlt sich für ihn so an. Und deshalb hat er den Drang, es publik zu machen. Aber egal wie stark Bruce Bawer das fühlt, so ist es dennoch nicht wahr. Und egal wie sehr Fjordman oder Baron Bodissey das Gefühl haben, daß Schweden in 5 – 10 Jahren zusammenbrechen wird, das wird es nicht tun. Egal wie sehr ihr denkt, daß Schweden es verdient, das erste Land zu sein, das untergeht (ein Gefühl, das ich oft teilen kann).</p>
<p>Die von Fjordman hier erzählte Geschichte ist eine Saga, die auf seinem moralischen Empfinden beruht statt auf der Realität. Darauf, wie die Dinge sein <em>sollten</em>, gemäß der Narrative, die er uns erzählen will. Demnach wird der Kollaps schon in 5 – 10 Jahren stattfinden (und er wird zuerst in Schweden passieren). Ich stimme zu, daß die Situation sehr dringlich ist. Aber das kann man einfach nicht so übersetzen, daß bald einmal ein Kollaps geschieht. Die Dinge können heute dringlich sein, auch wenn die große Katastrophe erst in zwei Jahrzehnten passieren wird. Aber der menschliche Geist hat Schwierigkeiten, dies zu erfassen, und wird daher die Geschichte zusammenzwicken, damit sie emotional stimmt.</p>
<p><strong><a href="http://www.blogger.com/profile/16288085158047193453">fjordman3</a>: </strong></p>
<p>Ich stimme deiner Version dieser Konversation nicht ganz zu, Baron. Vielleicht bin ich ein “dunkler” Schreiber, aber fast alle Szenarien, die du hier beschreibst, sind finsterer als ich sie normalerweise präsentieren würde. Ich denke nicht, daß es irgendein Land in Westeuropa gibt, das jenseits aller Hoffnung ist, obwohl es für Frankreich definitiv eng wird. Ich kann mich nicht erinnern, daß ich einen derart düsteren Ausblick präsentiert habe, aber falls doch, dann muß ich an diesem Morgen entweder zuviel Kaffee gehabt haben oder zuwenig. Nächstes Mal werde ich Tee oder Bier trinken. Wenn ich derart pessimistisch klinge, dann muß ich anfangen, jedem Prozacs zu geben, mit dem ich mich treffe <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Conservative Swede sagte: <em>In fünf Jahren werde ich Fjordman daran erinnern, daß er das gesagt hat. Ich nehme an, daß er dann rot werden und zu behaupten versuchen wird, daß er es nur symbolisch gemeint hat <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </em><br />
Wenn wir über den schwedischen <em>Wohlfahrtsstaat</em> reden, ja, dann ist es nicht unrealistisch, von schweren Problemen in einem Jahrzehnt zu sprechen. Und wie du weißt, bin ich nicht der einzige der das sagt. Er ist in seiner gegenwärtigen Form einfach nicht aufrechtzuerhalten. Er wird sich reformieren müssen, oder er wird schließlich unter der Last der Einwanderung zusammenbrechen. Aber das muß auf lange Sicht nicht schlecht sein, es wird nur eine Zeitlang schmerzlich sein. Wenn die gegenwärtige Regierung die staatlichen Programme signifikant zurückstutzt, könnte sich das ändern, aber ich bin nicht sicher, wieviel sie machen werden.</p>
<p>Ja, Frankreich, Holland und Großbritannien sind schlimmer als Schweden, weshalb ich erwarten würde, daß eines dieser Länder, aus einer Anzahl von Gründen wahrscheinlich Großbritannien, als erstes in schwere Turbulenzen geraten wird.</p>
<p>Schweden ist in der Tat verrückt, aber ich habe jetzt für eine Zeitlang genug auf Schweden herumgehackt. Zur Hölle, es war Norwegen, das die Hamas-Regierung anerkannt hat. Malmø ist ein Sonderfall, aber ich bin nicht sicher, ob die Region um Oslo viel besser als Stockholm ist, und sie ist sicherlich schlimmer als Kopenhagen.</p>
<p>Josh Scholar: Ich denke in der Tat, daß es euch kulturell betreffen wird, besonders jetzt, wo ihr sowieso eine zunehmend post-westliche Nation seid. Es ist vorstellbar, daß es die Amerikaner bezüglich dessen aufwecken könnte, was auf dem Spiel steht, aber bisher habe ich nicht gesehen, daß ihr gegen die Moslems zu Hause besser abschneidet als wir. Oh, und an eine “neue Art des Islam” zu glauben, ist so, als würde man an die Zahnfee glauben.</p>
<p>Die Dinge in Europa könnten ziemlich schlimm werden, aber das müssen sie nicht. Wenn wir so bald wie möglich handeln, könnten wir immer noch den Schaden begrenzen und dies auf relativ zivilisierte Art lösen.</p>
<p><strong><a href="http://www.blogger.com/profile/03450877722238727362">MrSmith</a>:</strong></p>
<p>Ich wäre sehr daran interessiert, etwas darüber zu lesen, warum Britannien am wahrscheinlichsten zuerst in Turbulenzen geraten soll. Von dieser Seite des Wassers sehen die Dinge sehr schlimm aus, wo jedes Gefühl des Patriotismus und der Liebe für das Eigene zum schwärzesten aller Gedankenverbrechen gemacht wird.</p>
<p>Und wenn <em>V for Vendetta</em>, wahrscheinlich das größte anti-britische/-englische Propagandastück der letzten Zeit, in zustimmender Weise so gesehen wird, daß gewöhnliche einheimische Leute sich gegen unterdrückerische Tyrannei stellen, dann flößt das keine Zuversicht ein.</p>
<p>Ich hoffe, ich irre mich. Ich hoffe, daß die Geduld der Briten sich in Wut verwandeln wird, und zwar bald. Ich sehe einfach nur nicht viele Anzeichen dafür.</p>
<p><strong><a href="http://www.blogger.com/profile/16925502630725621363">Archonix</a>:</strong></p>
<p>Ich vermute, daß ein großer Teil der Wut durch Scham gemäßigt wird.</p>
<p>Jeden Tag, wenn ich vom Bahnhof nach Hause gehe, komme ich an einer Gedenkstätte für die Toten aus meiner Stadt vorbei, einer kleinen Anordnung von Mauern an einem Ende der Portland Bridge, mit Namensinschriften darauf. Es gibt einen Gedächtnisgarten. Eine Unionsflagge weht jeden Tag. Letzte Woche ging ich durch den Garten, sah mir die Namen an, schaute zu der Flagge auf und empfand Scham darüber, was mit meinem Land passiert. Alles, wofür jene Männer gestorben sind, ist von meiner Generation und der Generation davor herabgewürdigt und vergeudet worden. Alles, wofür diese Flagge gestanden ist, ist dahin, oder so weitgehend verschwunden, daß es keinen Unterschied macht. In diesem Moment hatte ich daß Gefühl, daß es jenseits dieser Mauern nichts gäbe, worauf man stolz sein könnte.</p>
<p>Ich glaube, daß sich so viele potentielle Patrioten aufzustehen weigern, weil sie einfach nichts sehen, das verteidigenswert wäre, und im Moment kann ich sie nicht dafür tadeln, daß sie so denken. Wir sind eine Nation, die sich für sich selbst schämt.</p>
<p>Die Sache mit der Scham ist die, daß sie mit der Zeit zu einer Art Zorn führt. Unsere Reaktion wird von unserer Scham unterdrückt, aber das ist nur eine Verzögerung. Früher oder später werden wir daran erinnert werden, wofür diese Flagge gestanden ist und wofür diese Leute gestorben sind, und wir werden wieder für uns selbst aufstehen.</p>
<p><strong><a href="http://www.blogger.com/profile/03450877722238727362">MrSmith</a>: </strong></p>
<p>Archonix, ich denke. Daß du da einen exzellenten Punkt gemacht hast, aber ich frage mich, ob du das Problem nicht vielleicht untertreibst. Du wirst dich vielleicht an das kleine englische Schulmädchen erinnern, dessen Kommentar, sie käme ‘von nirgendwo’ als Warnsignal vor einer potentiellen britischen Gegenbewegung zum Multikulturalismus herausgestellt wurde, aber er könnte meine Hervorhebung wert sein. Leute ihrer und meiner Generation sehen gegenwärtig nicht nur ‘nichts, das verteidigenswert wäre’, sondern sind Produkte einer <strong>fortdauernden, strukturierten Agenda zur Zerstörung der Nation</strong>. Einer wirksamen Agenda, wie ich hinzufügen könnte. Du sagst, wir sind eine Nation, die sich für sich selbst schämt, vielleicht trifft das auf gewisse Altersgruppen zu, aber uns Jüngeren wird ständig und von allen Seiten gesagt, daß wir keine Nation sind. Daß der Begriff ‘Brite’ für jeden von jeder Abstammung oder Glaubensrichtung gilt, der zufällig auf diesem Boden geboren oder lang genug hiergewesen (oder lukrativ genug gewesen) ist, um einen Paß zu erhalten. Daß die meisten Engländer keine Engländer sind. Undsoweiter undsofort.</p>
<p>Wir sehen nichts weniger als die Erosion des Selbst auf nationaler Ebene, und deshalb ist es umso gefährlicher. Da es keine massive und mächtige Bewegung wie Maos Kulturrevolution ist, ist sie schwerer aufzuspüren, schwerer zu sehen und schwerer zu stoppen. Versuchen zur Umkehrung des Trends wird mit Propagandaanstrengungen wie <em>V for Vendetta</em> begegnet werden, das eine Menge Geld und sehr prominente Namen hinter sich hatte, die allen Patriotismus in Europa über denselben Kamm scheren.</p>
<p>Du sagst, wir schämen uns für uns selbst? Ich sage, wir werden dahin gehirngewaschen zu vergessen, daß wir wir selbst <strong>sind</strong>.  Du sagst, wir haben vergessen, wer wir waren, und daß wir eines Tages daran erinnert werden? Ich sage, unsere Erinnerungen als Nation, was und wer wir waren, werden gestohlen, und wir werden nicht daran erinnert werden, solange uns nicht jemand daran erinnert.</p>
<p>Und das Perverseste daran? Dieser Erinnerer wird wahrscheinlich dieselben teuflischen Werkzeuge benutzen müssen, die unsere Feinde benutzt haben, wenn es überhaupt irgendeine Wirkung auf die haben soll, die nicht schon die Wut darüber fühlen, daß unsere Toten verraten worden sind.</p>
<p>Oh, und an Josh Scholar, du könntest ein bißchen danebenliegen mit europäischem Wunsch nach US-Hilfe. Nachdem die meisten Waffen in europäischen Staaten verboten sind, wie wird eine europäische Gegenbewegung überleben ohne Waffen aus Übersee?</p>
<p><strong><a href="http://www.blogger.com/profile/10307427516065904295">Conservative Swede</a>:</strong></p>
<p>@Fjordman</p>
<p>Jetzt erkenne ich dich wieder. Ich fand die vorherige Beschreibung ziemlich seltsam.</p>
<p>Schweden ist in der Tat verrückt, ja. Die gegenwärtige Rate der Masseneinwanderung ist in Schweden die höchste von allen. Also gewinnen wir dieses verrückte Spiel. Aber moslemische Masseneinwanderung ist hier erst seit 2 Jahrzehnten im Gange, während sie sich in Frankreich, Holland und Großbritannien schon seit 4 Jahrzehnten abspielt. In Dänemark hat sie auch schon viel länger angedauert, bevor sie stoppte. Des weiteren, während der typische Moslem in Norwegen ein Pakistani ist, oder in Dänemark ein Türke oder Palästinenser, ist der typische Moslem in Schweden ein Bosnier oder Iraner. Wenn wir das nicht ins Bild einbeziehen, dann werden wir nie in der Lage sein festzustellen, was in Schweden geschehen wird, und die Vorhersagen werden nur launenabhängig und eher emotional sein.</p>
<p>Was den schwedischen Wohlfahrtsstaat angeht: ja, wir borgen uns Geld. Aber das tun viele westliche Nationen, einige mehr, andere weniger. Wann immer ich nach harten Zahlen suche, finde ich nie, daß Schweden schlechter dran und näher am Kollaps des Staates ist. Falls du harte Daten zur Unterstützung deiner Behauptung hast, würde ich sie gern sehen. Selbst wenn wir denken, daß Schweden am schlimmsten dran sein <em>sollte</em>, indem es die höchste Einwanderungsrate und die höchsten Steuern hat, müssen wir mit harten Daten zeigen, daß es so ist. Wenn es wirklich solch ein hoffnungsloser Fall ist, würde es sich in den Daten zeigen.</p>
<p>Jedenfalls, ungeachtet dessen, ob das schwedische Wohlfahrtsstaatssystem als erstes untergeht oder nicht, wird es natürlich untergehen müssen. Genauso wie der Großteil Westeuropas. Aber es ist eine ziemlich offene Frage, wie dies passieren wird. Ich glaube einfach nicht, daß dies in irgendeiner dramatischen Weise geschehen wird. Eine stille einvernehmliche Anpassung – das ist der schwedische Weg.</p>
<p>Was die Dinge dramatisch machen wird, sind Straßenkämpfe und Bürgerkrieg. Und das wird wahrscheinlich als erstes z. B. im Vereinigten Königreich passieren (definitiv nicht in Schweden). Wenn sich die Dinge einmal so weit entwickelt haben, wird es sich auf weitere Länder ausbreiten. Es wird nicht lang dauern, bis mehrere Länder eine Politik zur Anhaltung und Umkehrung der moslemischen Einwanderung annehmen werden. Die Moslems werden diese Länder en masse in Richtung neuer Länder verlassen. Es wird immer noch Länder geben, die mit für die Moslems offenen Armen dastehen. Weil sie zu nichts anderem in der Lage sind, wie Frankreich, oder weil sie zu dumm dazu sind, sich anders zu verhalten, wie Schweden. Dies ist der erste Schritt in Richtung des neuen europäischen Schachbrettmusters <em>(tigerkaka)</em>, und ich erwarte, daß dies der Ausgangspunkt dafür sein wird, daß die Dinge in Schweden wirklich schlimm werden.</p>
<p>Wann wird also das Buschfeuer der Bürgerkriege in Westeuropa losgehen? Wie ich zuvor schrieb: es ist in Wirklichkeit schon da. Und von dem ausgehend wird es sich ganz langsam steigern. Wann wird es also wirklich heiß werden? Schwer zu sagen. Alles zwischen 1 – 20 Jahren. Aber ich denke, wir sollten darauf vorbereitet sein, ungefähr ein Jahrzehnt zu warten.</p>
<p><strong><a href="http://www.blogger.com/profile/13518154807805363319">Baron Bodissey</a>:</strong></p>
<p>Fjordman3 (gibt es jetzt drei von euch&#8230;?) &#8211;</p>
<p>Ich habe vielleicht die “dunklere Seite” der Konversation überbetont und etwas von dem, was andere gesagt haben, mit dem vermischt, was du gesagt hat – mein Gedächtnis ist nicht gut genug, um all die Stränge völlig voneinander zu trennen.</p>
<p>Aber ich bin sicher, daß ich mich korrekt an einige deiner hervorstechenden Punkte erinnere, besonders das Zeitfenster von 5 – 10 Jahren für den Zusammenbruch des schwedischen Wohlfahrtsstaates.</p>
<p>Was ich hätte besser machen sollen, wäre die Hervorhebung der Dinge gewesen, über die du optimistisch warst (bist). Das Problem ist, daß mir die ominösen Szenarien klarer in Erinnerung geblieben sind als die ermutigenden! Was, wie ich vermute, einfach in der menschlichen Natur liegt.</p>
<p>Aber, an alle: wie ich in den letzten paar Absätzen sagte (und wie er in seinem Anhang betonte), <em>ist</em> Fjordman optimistisch, trotz all der düsteren Vorhersagen. Die Tatsache, daß er und andere strahlende Blitzlichter entlang der Straße sind und die vor uns liegenden Löcher offenbaren, <em>ist</em> ein Zeichen, daß die Menschen aufwachen und daß die Dinge sich ändern können.</p>
<p>Ich war besonders ermutigt durch all die jungen Leute aus fünf verschiedenen Ländern, die ich in Kopenhagen traf und die sich in ausreichendem Maße dem Anti-Dschihad gewidmet hatten, um beim Gipfeltreffen dabei zu sein.</p>
<p>Das sind intelligente Leute, bei denen die Indoktrinierung einfach nicht funktioniert hat, und sie sind ein guter Grund zur Hoffnung.</p>
<p><strong><a href="http://www.blogger.com/profile/01819651219822075922">Gringo_Malo</a>: </strong></p>
<p>Mir ist die Ähnlichkeit zwischen Amerikas Situation und der Schwedens aufgefallen. Während der letzten 40 Jahre haben wir Amerikaner eher Fabriken als Fabrikationsgüter exportiert. Wir fahren massive Handelsdefizite ein. Wir leiden an einem Schwarm illegaler Ausländer. Wir werden demnächst riesige Runs auf ein paar Pyramidenspiele erleben, die die Regierung betrieben hat (soziale Sicherheit und Medicare). Wir sind tief verschuldet.</p>
<p>Seit 1971 haben wir eine Kreditgeldwährung [d.Ü.: Fiatgeld] gehabt (Ich nenne es <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Monopoly_(game)">Monopoly</a>geld). Früher oder später muß der Dollar eine schwere Abwertung erleiden. Wenn das passiert, wird unsere gewalttätige nichtweiße Unterklasse all unsere Städte bis auf den Erdboden niederbrennen. Sie haben ihre Fähigkeit zu dieser Art Gewalt bei zahlreichen Gelegenheiten bewiesen.</p>
<p>Das Ergebnis all dessen ist, daß die Europäer keine Hilfe von Amerika erwarten sollten. Wir werden in unserem eigenen dunklen Zeitalter leben.</p>
<p><strong><a href="http://www.blogger.com/profile/10307427516065904295">Conservative Swede</a>: </strong></p>
<p>Es tut mir leid, wenn ich ein Spaßverderber für all die Leute gewesen bin, die denken, daß Schweden es moralisch verdient, als erstes zusammenzubrechen. Daher habe ich beschlossen, dies hier zu schreiben, um euch in bessere Stimmung zu versetzen: denkt nicht daran, wer zuerst fällt, sondern wer am härtesten fällt. Schweden ist das Land, das am meisten Realitätsverleugnung betreibt. Schweden ist das Land, das seine Identität tief in einer politischen Idee stecken hat – dem schwedischen Modell – das zerbröseln muß (naja, Frankreich und Amerika sind die zwei anderen modernen Musterländer, aber jetzt schreibe ich über Schweden). Je höher sie sich also befinden, desto härter fallen sie. Aber wird es dramatisch sein, oder die übliche stille einvernehmliche Anpassung? Ziemlich schwer zu sagen. Wird der Fall so hart sein, daß Schweden deformiert wird? Ich würde das nicht einfach so annehmen. Es ist sehr wahrscheinlich, daß die Schweden einfach als hart arbeitende Protestanten weitermachen werden, den Schmerz im Inneren mit steinerner Miene hinnehmen, um 180 Grad kehrtmachen und wieder einmal versuchen werden, der Klassenbeste zu sein, aber nach dem neuen Paradigma.</p>
<p>Absolut klar ist aber, daß Schweden das westeuropäische Land ist, das mehr von seiner gegenwärtigen Identität verlieren wird als jedes andere Land. Zum Beispiel hatten wir niemals zuvor in unserer ganzen Geschichte eine Invasion erlebt.</p>
<p>Amerika ist auch ein Musterland, daher wird es auch aus einer sehr hohen Position fallen, wenn der Fall kommt. Aber darauf werden wir noch eine Weile warten müssen. Frankreich, das dritte Musterland, wird von innen aufgefressen. Ich bin nicht sicher, ob es überhaupt noch von irgendjemand außer ihnen als Musterland betrachtet wird.</p>
<p>Das Thema von Schweden und seinem Fall, wie auch das von Amerika, ist höchst interessant, und ich sollte mehr darüber bloggen.</p>
<p><strong><a href="http://www.blogger.com/profile/02200991662519166944">Josh Scholar</a>:</strong></p>
<p>Amerika hat einen unfairen Vorteil, große Ozeane zwischen uns und der Alten Welt, daher haben wir <em>Zeit.</em></p>
<p><strong><a href="http://www.blogger.com/profile/10307427516065904295">Conservative Swede</a>:</strong></p>
<p>Josh Scholar: <em>&#8222;Amerika hat einen unfairen Vorteil, große Ozeane zwischen uns und der Alten Welt, daher haben wir Zeit.&#8220;</em></p>
<p>Guter Punkt. Außerdem habt ihr statt Moslems Mexikaner. So wie ich beschrieben habe, daß Schweden umgänglichere Moslems in Form von Iranern und Bosniern hat, was den Effekt verzögern wird. Aber ein verzögerter Effekt ist nicht notwendigerweise etwas Gutes.</p>
<p>Die Tatsache, daß Amerika es eher mit Mexikanern zu tun hat als mit Moslems, wird wahrscheinlich nur dazu führen, daß Amerika tiefer in die Scheiße fällt, bevor es umkehrt. Außerdem wird es ein Hemmnis dabei sein, die moralische Motivation zur Umkehrung der Auswirkungen von Masseneinwanderung zu finden, und die südlichen Vereinigten Staaten werden daher wahrscheinlich auf Dauer zu einem Teil Lateinamerikas werden.  Im Fall Europas wird es diese Option nicht geben. Es heißt: die Moslems loswerden oder sterben!</p>
<p>Der große Ozean ist wahrscheinlich auch der Grund dafür, daß Amerika so völlig naiv gegenüber einem aggressiven Nachbarn – Mexiko – ist, in einer Weise, wie ich es mir für ein europäisches Land schwer vorstellen kann (trotz all des gegenwärtigen Wischiwaschis).</p>
<p><strong><a href="http://www.blogger.com/profile/09826044412670324694">erp</a>:</strong></p>
<p>Ich würde mir nicht zuviele Sorgen darüber machen, ob die Vereinigten Staaten dem dänischen oder dem schwedischen Beispiel folgen. Europa hat sich in voller Absicht entmannt, und jetzt müssen sie den Preis für ihre Torheit zahlen.</p>
<p>Uns wird’s ganz gut gehen.</p>
<p><strong><a href="http://www.blogger.com/profile/10307427516065904295">Conservative Swede</a>:</strong></p>
<p>erp: <em>Uns wird’s ganz gut gehen.</em></p>
<p>Ich mag Lateinamerika auch.</p>
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			<media:title type="html">Fedafjord bei Kvinesdal</media:title>
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			<media:title type="html">farvarvardu</media:title>
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	</item>
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		<title>Also sprach Globama:</title>
		<link>http://fjordman.wordpress.com/2009/12/11/also-sprach-globama/</link>
		<comments>http://fjordman.wordpress.com/2009/12/11/also-sprach-globama/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 20:05:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Deep Roots</dc:creator>
				<category><![CDATA[Baron Bodissey / GoV-Strang]]></category>
		<category><![CDATA[Deep Roots]]></category>

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		<description><![CDATA[Druckversion (pdf)

Hier folgt die Übersetzung des Kommentars von „S“ zum „Gates of Vienna“-Artikel „Buyer’s Remorse So Soon“:
http://gatesofvienna.blogspot.com/2009/12/buyers-remorse-so-soon.html#readfurther
Obama schon wieder. In Norwegen. Ich hab’ gerade diesen Teil aufgeschnappt:
&#8230;..&#8217;Globalisierung&#8217;..&#8217;die kulturelle Nivellierung [leveling, d. Ü.] der Moderne&#8217;&#8230; &#8216;es überrascht wahrscheinlich nicht, daß Menschen den Verlust dessen fürchten, was sie an ihren besonderen Identitäten schätzen, ihrer Rasse, ihres Stammes, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fjordman.wordpress.com&blog=5190227&post=1284&subd=fjordman&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="text-align:right;"><a href="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/12/gov-also-sprach-obama.pdf">Druckversion (pdf)</a></p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/12/crescentstripes_jpeg.jpg"><img class="size-full wp-image-1285 aligncenter" title="crescent&amp;stripes_jpeg" src="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/12/crescentstripes_jpeg.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Hier folgt die Übersetzung des Kommentars von „<strong>S</strong>“ zum „Gates of Vienna“-Artikel <strong>„Buyer’s Remorse So Soon“:</strong></p>
<p><a href="http://gatesofvienna.blogspot.com/2009/12/buyers-remorse-so-soon.html#readfurther">http://gatesofvienna.blogspot.com/2009/12/buyers-remorse-so-soon.html#readfurther</a></p>
<p>Obama schon wieder. In Norwegen. Ich hab’ gerade diesen Teil aufgeschnappt:</p>
<p>&#8230;..&#8217;Globalisierung&#8217;..&#8217;die kulturelle Nivellierung [leveling, d. Ü.] der Moderne&#8217;&#8230; &#8216;es überrascht wahrscheinlich nicht, daß Menschen den Verlust dessen fürchten, was sie an ihren besonderen Identitäten schätzen, ihrer Rasse, ihres Stammes, und vielleicht am stärksten, ihrer Religion&#8217;.</p>
<p>&#8216;Mancherorts hat diese Furcht zu Konflikten geführt. Zeitweise fühlt es sich sogar an, als würden wir uns rückwärts bewegen. Wir sehen es im Nahen Osten, wo sich der Konflikt zwischen Arabern und Juden zu verhärten scheint. Wir sehen es in Nationen, die von stammesorientierter Lebensweise auseinandergerissen werden&#8217;.<br />
&#8216;Und am gefährlichsten sehen wir es in der Art, wie Religion benutzt wird, um die Ermordung Unschuldiger durch jene zu rechtfertigen, die die große Religion des Islam verzerrt und entweiht haben&#8230; und die mein Land angegriffen haben… aus Afghanistan. Diese Extremisten sind nicht die ersten, die im Namen Gottes töten, die Grausamkeiten der Kreuzzüge sind reichlich aufgezeichnet&#8217;…<br />
&#8216;Sie erinnern uns daran, daß kein heiliger Krieg jemals ein gerechter Krieg sein kann, denn wenn man wahrhaft glaubt, einen göttlichen Willen auszuführen, dann gibt es keine Notwendigkeit zur Zurückhaltung, keine Notwendigkeit, die schwangere Mutter zu verschonen, oder den Sanitäter oder Rotkreuzmitarbeiter oder sogar eine Person seines eigenen Glaubens. Solch eine verzerrte Sicht der Religion ist nicht nur inkompatibel mit dem Konzept des Friedens, sondern ich glaube, er ist inkompatibel mit dem ganzen Sinn des Glaubens. Denn die eine Regel, die sich im Herzen jeder großen Religion befindet, ist die, daß wir andere so behandeln, wie wir von ihnen behandelt werden wollen. Sich an dieses Gesetz zu halten, ist immer das grundlegende Bemühen der menschlichen Natur gewesen, denn wir sind fehlbar&#8217;&#8230;etc<br />
10. Dezember 2009</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/12/obama-muslim-1-1.jpg"><img class="size-full wp-image-1286 aligncenter" title="Obama-Muslim-1-1" src="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/12/obama-muslim-1-1.jpg?w=148&#038;h=160" alt="" width="148" height="160" /></a></p>
<p>Die Globalisierung wird uns also NIVELLIEREN? Nicht nur einige nach oben bringen, sondern auch einige nach unten? Oder uns einebnen im Sinne von ‘uns auslöschen’?</p>
<p>[Anm.d.Ü.: “to level” kann sowohl “nivellieren” als auch “einebnen” heißen; Originaltext: So globalization is going to LEVEL us? No bring some up but also bring some down? Or level us as in wipe us out?]</p>
<p><em>die Menschen fürchten den Verlust dessen, was sie schätzen</em>&#8230; also das ist keine Überraschung; warum sollte irgendjemand es begrüßen, zu verlieren, was man schätzt? Ihre Rasse? Wäre er besorgt, wenn die schwarze Rasse ausradiert würde? Ich denke, das wäre er. Religion? Meint er, die Moslems sind besorgt, daß ihre Religion in der modernen Welt dahinschwinden könnte? Oder daß die Christen verschwinden werden?</p>
<p><em>Die Globalisierung führt zu Furcht im Nahen Osten</em>? Ich denke, die haben schon LANGE vor der Globalisierung gekämpft.  <em>Als würden wir uns rückwärts bewegen</em>&#8230; WEGEN des Islams.<br />
Und die GROSSE Religion des Islam, wieder mal&#8230;<em>verzerrt und entweiht</em>&#8230; <em>und sie haben aus Afghanistan angegriffen</em>. Keine Saudis?</p>
<p>Diese Extremisten, soll heißen Moslems, waren nicht die ersten, erinnert ihr euch an die Kreuzzüge? Waren die nicht ein Gegenschlag nach moslemischer Gewalt? Weiß er das nicht oder ignoriert er es einfach? Oder versucht er nur, christliche Schuld zu übertragen? Versucht er, moralische Äquivalenz herzustellen?</p>
<p>&#8230;<em>wenn man wahrhaft glaubt, einen göttlichen Willen auszuführen, dann gibt es keine Notwendigkeit zur Zurückhaltung</em>&#8230; klingt wie die Erlaubnis, die den Dschihadisten erteilt wurde&#8230;<br />
&#8230;<em>die verzerrte Sicht ist inkompatibel mit dem Glauben</em>? Nicht laut Mohammed.</p>
<p>&#8230; <em>die sich im Herzen jeder großen Religion befindet, ist die, daß wir andere so behandeln, wie wir von ihnen behandelt werden wollen</em>&#8230; Dann ist der Islam keine Religion, weil sich das nicht im Herzen des Islams befindet. NIRGENDWO im Islam, oder?</p>
<p>Und trägt er seine Nase jetzt noch höher? Und war das Publikum importiert?</p>
<p>Hat er sich vor dem König von Norwegen verbeugt? Er hat sich vor Ihrer Königlichen Hoheit der Queen von England nicht verbeugt, also frage ich mich, ob er sich nur vor gewissen Hoheiten verbeugt.</p>
<p>Er liebt den Islam wirklich&#8230;.</p>
<p>************************</p>
<p><strong>Soweit die Übersetzung. Ich hätte da auch noch eine Anmerkung:</strong></p>
<p><em>…denn wenn man wahrhaft glaubt, einen göttlichen Willen auszuführen, dann gibt es keine Notwendigkeit zur Zurückhaltung, keine Notwendigkeit, die schwangere Mutter zu verschonen, oder den Sanitäter oder Rotkreuzmitarbeiter oder sogar eine Person seines eigenen Glaubens.</em></p>
<p>Da können er ebenso wie seine Hintermänner und deren linke und pseudokonservative Unterstützer in der gesamten westlichen Welt sich mal selber an der Nase nehmen. Denn eines muß uns klar sein: Der „Counterjihad“, der Abwehrkampf, den wir führen, hat es nicht nur mit dem allgemein bekannten Dschihad der Moslems zu tun, sondern auch mit dem Verrat jener Kräfte im Westen, die diesen Dschihad erst ermöglichen und jeden Widerstand dagegen unterdrücken, ja sogar uns den Gedanken auszureden versuchen, daß ein solcher Widerstand überhaupt wünschenswert und rechtens ist.</p>
<p>Dieser verdeckte Krieg zur Auflösung der westlichen Nationen und zur Herstellung des „post-rassischen Neuen Menschen“  und in weiterer Folge des &#8220;euroasiatisch-negroiden Mischlings&#8220; nach Coudenhove-Kalergi wird mindestens schon seit Jahrzehnten, wenn nicht Generationen, gegen uns geführt, und seine Akteure sind zumindest teilweise von ebenso quasireligiösem, „heiligem“ Eifer beseelt wie ihre Komplizen aus dem Orient.</p>
<p>Einer ihrer Handlanger ist (Gl)Obama.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Nur zur Erinnerung:</title>
		<link>http://fjordman.wordpress.com/2009/12/02/nur-zur-erinnerung/</link>
		<comments>http://fjordman.wordpress.com/2009/12/02/nur-zur-erinnerung/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 02 Dec 2009 19:49:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Deep Roots</dc:creator>
				<category><![CDATA[Baron Bodissey / GoV-Strang]]></category>
		<category><![CDATA[Deep Roots]]></category>

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		<description><![CDATA[
Von Baron Bodissey, erschienen bei „Gates of Vienna“ am 1. Dezember 2009:
http://gatesofvienna.blogspot.com/2009/12/just-reminder.html#readfurther
Übersetzt von Deep Roots                                            Druckversion (pdf)
Heute, am 1. Dezember 2009, ist der Tag, an dem siebenundzwanzig unabhängige, souveräne europäische Nationen zu existieren aufhörten.
Die Verfassung der Europäischen Union, alias Lissabon-Vertrag, tritt heute offiziell in Kraft, und ihre Mitgliedsstaaten sind jetzt völlig dem nicht gewählten autoritären [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fjordman.wordpress.com&blog=5190227&post=1203&subd=fjordman&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="text-align:center;"><a href="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/12/ripeurope.jpg"><img class="size-full wp-image-1204 aligncenter" title="ripeurope" src="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/12/ripeurope.jpg?w=318&#038;h=399" alt="" width="318" height="399" /></a></p>
<p>Von <strong>Baron Bodissey</strong>, erschienen bei „Gates of Vienna“ am 1. Dezember 2009:</p>
<p><a href="http://gatesofvienna.blogspot.com/2009/12/just-reminder.html#readfurther">http://gatesofvienna.blogspot.com/2009/12/just-reminder.html#readfurther</a></p>
<p>Übersetzt von Deep Roots                                            <a href="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/12/baron-bodissay-nur-zur-erinnerung.pdf">Druckversion (pdf)</a></p>
<p>Heute, am 1. Dezember 2009, ist der Tag, an dem siebenundzwanzig unabhängige, souveräne europäische Nationen zu existieren aufhörten.</p>
<p>Die Verfassung der Europäischen Union, alias Lissabon-Vertrag, tritt heute offiziell in Kraft, und ihre Mitgliedsstaaten sind jetzt völlig dem nicht gewählten autoritären Regime in Brüssel untergeordnet.</p>
<p>Alle verfügbaren Beweise deuten darauf hin, daß die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung der EU gegen den Lissabon-Vertrag ist, und daß sie ihn abgelehnt hätte, wenn sie jemals darüber hätte abstimmen dürfen. Aber die “immer engere Union” ist zutiefst undemokratisch und schert sich keinen Deut um den Willen der Menschen, die sie zu repräsentieren vorgibt.</p>
<p>Die nächsten paar Monate werden fast sicher eine Reihe neuer Gesetze und Vorschriften mit sich bringen, die dazu bestimmt sind, allen Widerstandsnestern die Schrauben anzuziehen, besonders dort, wo es um “Hassrede” und Multikulturalismus geht.</p>
<p>Mit ihrer frisch erworbenen Abneigung gegen Minarette sträuben sich die Schweizer gegen den Trend. Für den Rest des Kontinents ist es jetzt jedoch zu spät.</p>
<p>Auf Wiedersehen, au revoir, und good-bye für all das. Mach’s gut, Europa; es war nett, dich gekannt zu haben.</p>
<p><strong>Ausgewählte Kommentare aus “Gates of Vienna”:</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.blogger.com/profile/13284333589904951249">laine</a>:</strong></p>
<p>Wie bei vielen hier liegen die Ursprünge meiner Familie in Europa, daher betrachte ich dies als Todesfall in der Familie, als eine Art Tod einer seltsamen Person. Von wegen Ende “nicht mit einem Knall, sondern mit einem Wimmern&#8220;.</p>
<p>In Mark Steyns Worten: die Lichter gehen überall aus in Europa. Die Schweizer Widersetzlichkeit gegen Minarette ist ein Streichholz, das aufflammt, kurz bevor es verlöscht. Die EU-Apparatschiks und der Schweizer Oberste Gerichtshof rennen mit ihren Feuerlöschern, um diesen Akt des Widerstands auszulöschen.</p>
<p>Wenn die kommunistischen Eroberer mit wehenden roten Fahnen hereingekommen wären, dann wären sie zurückgeschlagen worden. Sie kamen in ihren grauen Anzügen herein, mit Tausenden von Worten und Vorschriften, und führten einen Zeitlupenstaatsstreich durch.</p>
<p>Dieselbe Infektion geht auch an unserer Küste schon um und wird virulent durch Obamas Ausbreitung.</p>
<p>Die meisten Europäer sind so ahnungslos, daß sie immer noch nicht wissen, was sie getroffen hat. Sie sind Drohnenbürger, die ihre Freiheit für die Sicherheit der Ammenversorgung von der Wiege bis zum Grab verkauft haben. Wie ironisch, daß ihnen ihre Sicherheit sowie die Möglichkeit, unbehelligt unter der unparteiischen Herrschaft des Gesetzes zu leben, genauso genommen wird. Ihre Belästiger und Blutsauger werden zu Tausenden importiert.</p>
<p>Selbst von dem Teil Europas, der sich dessen bewußt ist, gibt’s nur ein gallisches Schulterzucken und die Einstellung &#8222;apres moi, le deluge&#8220; [“Nach mir die Sintflut”; d. Ü.].</p>
<p>Es ist, als würde man Zeuge des Falls von Rom werden. Anscheinend sterben große Zivilisationen an Korruption im Inneren, die einen Befall durch Parasiten zuläßt. Aber zuerst wird der Körper durch das öffentliche Schulsystem und die Medien durch Drogen zur Unterwerfung gebracht.</p>
<p>Adieu, Europa, adieu. Du wirst den Gott brauchen, den du zurückgewiesen hast, bevor dies vorbei ist.</p>
<p><strong><a href="http://www.blogger.com/profile/18407669804421969164">The Sentinel</a>: </strong></p>
<p>@ mace</p>
<p>Ich verstehe, wo du herkommst, Kumpel, aber hier im Vereinigten Königreich wurde uns ein Referendum versprochen, tatsächlich war das ein Teil des Wahlprogramms der regierenden Labour Party, aber sie haben gelogen.</p>
<p>Dies tat auch die sogenannte Opposition.</p>
<p>Es ist jetzt nirgends mehr anders, Kumpel; ich weiß aus Erfahrung, daß viele australische Städte rasch durch Sudanesen und Somalis bereichert werden, trotz der massiven Probleme und der Kriminalitätswellen, die sie verursachen.</p>
<p>Eure Politiker tun bereits Dinge, von denen du vor nur ein paar Jahren nicht gedacht hättest, daß sie das wagen würden.</p>
<p>Wir sitzen alle im selben Boot, Mann, und während Europas EWG sich erfolgreich zur föderalen EU entwickelt hat, sind die NAFTA der Nordamerikaner und die australisch-neuseeländische ASEAN auch recht gut unterwegs.</p>
<p>Ich denke, die EU war nur ein Pilotprojekt.</p>
<p><strong><a href="http://www.blogger.com/profile/10917726886023850294">Armance</a>: </strong></p>
<p>20 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer ist das neue “Evil Empire” ins Leben getreten – das Imperium, wo die Eliten im Krieg mit ihrem eigenen Volk sind. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Dissidenten eingesperrt oder getötet werden. Ich frage mich, welchen Zufluchtsort einige dieser Dissidenten finden werden &#8211; Rußland? (welche Ironie&#8230;)</p>
<p><strong>Nachwort von Deep Roots:</strong></p>
<p>Und welche Ironie, daß ich als meinen persönlichen Abgesang auf das alte Europa und unsere ehemals souveränen Heimatländer nun ausgerechnet Knödelmeyer zitiere – aber es paßt einfach zu gut:</p>
<p><em>            Ich gehe nicht weg,</em></p>
<p><em>            hab’ meine Frist verlängert;</em></p>
<p><em>            neue Zeitreise,</em></p>
<p><em>            offene Welt.</em></p>
<p><em>            Ich habe dich sicher</em></p>
<p><em>            in meiner Seele,</em></p>
<p><em>            ich trag’ dich bei mir,</em></p>
<p><em>            bis der Vorhang fällt.</em></p>
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	</item>
		<item>
		<title>&#8222;Die Minarette sind unsere Schwerter&#8220;</title>
		<link>http://fjordman.wordpress.com/2009/12/01/die-minarette-sind-unsere-schwerter/</link>
		<comments>http://fjordman.wordpress.com/2009/12/01/die-minarette-sind-unsere-schwerter/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 17:53:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Deep Roots</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deep Roots]]></category>
		<category><![CDATA[Diana West]]></category>

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		<description><![CDATA[Druckversion (pdf) 

Von Diana West; das Original wurde am 30.11.2009 auf ihrem Blog veröffentlicht: http://www.dianawest.net/Home/tabid/36/EntryId/1151/Turkeys-Erdogan-The-Minarets-Are-Our-Swords.aspx
Übersetzt von Deep Roots
Andrew Bostom vertieft sich in das Quellenmaterial hinter der gänzlich rationalen, wenigstens im Ansatz überlebensorientierten Logik dagegen, daß man Minarette sich über nichtislamischen Ländern erheben läßt – das heißt, falls diese nichtislamisch bleiben sollen. Andy schreibt:
Der Eintrag in der [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fjordman.wordpress.com&blog=5190227&post=1193&subd=fjordman&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><a href="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/12/diana-west-die-minarette-sind-unsere-schwerter.pdf"><strong>Druckversion (pdf)</strong></a><strong> </strong></p>
<p><a href="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/12/kemalbereketsuleymaniyee7oe.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1194" title="kemalbereketsuleymaniyee7oe" src="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/12/kemalbereketsuleymaniyee7oe.jpg?w=640&#038;h=425" alt="" width="640" height="425" /></a></p>
<p>Von <strong>Diana West</strong>; das Original wurde am 30.11.2009 auf ihrem Blog veröffentlicht: <a href="http://www.dianawest.net/Home/tabid/36/EntryId/1151/Turkeys-Erdogan-The-Minarets-Are-Our-Swords.aspx">http://www.dianawest.net/Home/tabid/36/EntryId/1151/Turkeys-Erdogan-The-Minarets-Are-Our-Swords.aspx</a></p>
<p>Übersetzt von Deep Roots</p>
<p>Andrew Bostom <a href="http://www.andrewbostom.org/blog/2009/11/30/minarets-and-islamic-supremacism/" target="_blank"><strong>vertieft</strong></a> sich in das Quellenmaterial hinter der gänzlich rationalen, wenigstens im Ansatz überlebensorientierten Logik dagegen, daß man Minarette sich über nichtislamischen Ländern erheben läßt – das heißt, falls diese nichtislamisch bleiben sollen. Andy schreibt:</p>
<p>Der Eintrag in der ehrwürdigen <em>Brill Encyclopedia of Islam (EOI)</em> über Minarette stellt klar, daß Minarette ein politisches Statement islamischen Herrschaftsstrebens sind. Interessanterweise sind die Anmerkungen der Brill EOI über die osmanische Sichtweise betreffend Minarette angesichts der provokanten Aussage des gegenwärtigen türkischen Premierministers Erdogan als Bürgermeister von Istanbul &#8211; (die volle Aussage wurde in einem Bericht von Stephen Kinzer in der <em>New York Times</em> vom 16.2.1998 zitiert <a href="http://www.kurdistan.org/Washington/nyt.html"><strong>http://www.kurdistan.org/Washington/nyt.html</strong></a> : <em><strong>“Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Kuppeln unsere Helme, die Minarette unsere Schwerter, und die Gläubigen unsere Armee”</strong></em><strong>), die <a href="http://www.americanthinker.com/2007/11/political_islam_gets_switzerla.html">von Minarettgegnern in der Schweiz zitiert wurden</a> </strong>— von besonderem Interesse.</p>
<p>Aus dem offiziellen Eintrag in der <em>Brill Encyclopedia of Islam</em> über das Minarett:</p>
<p>“Es scheint alles in allem keinen Bezug zu seiner Funktion des <em>adhān </em>[<em>q.v.</em>], des Aufrufs der Gläubigen zum Gebet, zu haben, der in recht ausreichender Weise auch vom Dach der Moschee oder sogar von einem Hausdach aus durchgeführt werden kann. Zu Lebzeiten des Propheten war sein abessinischer Sklave Bilāl [<em>q.v.</em>] dafür verantwortlich, den Gebetsruf in dieser Weise durchzuführen. Diese Praxis setzte sich eine weitere Generation lang fort, eine Tatsache, die zeigt, daß das Minarett kein essentieller Teil des islamischen Ritus ist. Bis zum heutigen Tag vermeiden bestimmte islamische Gemeinschaften, besonders die orthodoxesten wie die Wahhābīs in Arabien, den Bau von Minaretten mit der Begründung, daß sie protzig und unnötig sind. … Man muß sich jedoch in Erinnerung rufen, daß die Rolle des Minaretts während des ganzen Mittelalters zwischen zwei Polen oszillierte: derjenigen des Machtsymbols und derjenigen als Instrument für den <em>adhān</em>.”</p>
<p>[Bezüglich der osmanischen Minarette]: “Diese gigantischen, nadelscharfen Lanzen, schützend zusammengeschart wie eine Ehrenwache um die königliche Kuppel, haben eine deutlich aggressive und zeremonielle Wirkung, die weitgehend auf ihren fast beispiellosen Proportionen beruht; die beiden Minarette, die die Süleymaniye-Moschee flankieren, sind jeweils etwa 70 Meter hoch.”<span id="_marker"> </span></p>
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		<title>Japan &#8211; Was haben die, was wir nicht haben?</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 22:16:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Deep Roots</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eisvogel (A)]]></category>

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von Eisvogel, veröffentlicht auf &#8222;Acht der Schwerter&#8220; am 6. November 2007 um 14:04
In einem Kommentar zu einem anderen Artikel ist die Frage aufgekommen, wo eigentlich die ganzen westlichen und christlichen Selbsthasser sind. Man erlebt ganz offenbar beim Small-Talk nicht den Fall, dass das Gegenüber bei Häppchen und Champagner äußert: &#8222;Ja, das Wetter ist wirklich viel zu [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fjordman.wordpress.com&blog=5190227&post=1173&subd=fjordman&ref=&feed=1" />]]></description>
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<p>von Eisvogel, veröffentlicht auf &#8222;Acht der Schwerter&#8220; am 6. November 2007 um 14:04</p>
<p>In einem Kommentar zu einem anderen Artikel ist die Frage aufgekommen, wo eigentlich die ganzen westlichen und christlichen Selbsthasser sind. Man erlebt ganz offenbar beim Small-Talk nicht den Fall, dass das Gegenüber bei Häppchen und Champagner äußert: &#8222;Ja, das Wetter ist wirklich viel zu kühl für die Jahreszeit und davon abgesehen ist auch unsere Kultur das hinterletzte und wenn ich diesen christlichen Kölner Dom nur sehe, kommt mir die Galle hoch&#8220; Wenn man sich so auf die Suche nach Selbsthassern macht, findet man keine. Es ist subtiler und bereits verinnerlicht und man erkennt es weniger im direkten Gespräch oder an lauter depressiven Leuten, sondern an den Symptomen. Man erkennt es an Multikulti und daran, dass kaum jemand Multikulti in Frage stellt. Selbst diejenigen, die dem Islam sehr kritisch gegenüberstehen, halten die Vorstellung, dass es überhaupt oder fast keine Zuwanderung geben könnte, für undenkbar. Es ist komplett verinnerlicht, dass wir alleine nicht klarkommen können oder dürfen, und das bedeutet implizit, dass wir der Ansicht sind, unsere Kultur sei so minderwertig, dass wir andere brauchen, um nicht in der Ödnis zu versinken.</p>
<p>Man erkennt es auch an der Leitkultur-Debatte. Wenn sie aufkommt, stehen sofort die Gartenzwerge, das Eisbein mit Sauerkraut und Volksmusik in Lederhosen an vorderster Debattenfront. Eigentlich sind diese Dinge nicht schlecht, aber sie sind auch keineswegs das Wichtigste an unserer Kultur. Ein Teil davon sind sie jedoch wirklich, aber sie werden nur noch im verächtlichen Zusammenhang gebraucht. Erstens: Warum fallen uns bei dem Wort &#8222;Leitkultur&#8220; zuerst Dinge ein, die wir verachten? Und Zweitens: Warum verachten wir sie überhaupt so abgrundtief?</p>
<p>Das andere ist das Christentum. Man kann fast 10.000 tödliche Terroranschläge im Namen des Islam in den letzten sechs Jahren nicht thematisieren, ohne dass sofort christliche Verfehlungen von vor 600 Jahren auftauchen. Ohje, wir waren auch schlimm und wenn wir das waren, dann dürfen wir das anderen jetzt bloß nicht verbieten. Die Leute fühlen sich irgendwie stets unwohl und scheinen in panischer Angst zu leben, wenn man nicht permanent &#8222;Selbstkritik&#8220; (was gar keine Selbstkritik im Wortsinne ist, weil man sich selbst ja erhaben darüber sieht) am Christentum übt, stünde die heilige römische Inquistion mit ihren Scheiterhäufen vor der Tür. Sind die Christentums-Hasser im Grunde päpstlicher als der Papst und haben das mit dem Balken im eigenen Auge und dem Splitter in dem des anderen so pervers verinnerlicht, dass sie einen längst toten Splitter zum Balken aufblähen und den Balken im Auge des Islam als Splitter verharmlosen müssen? Die säkularisierten Scherben des zerschlagenen Christentums scheinen ein ungesundes Eigenleben zu führen, zum Beispiel auch die Feindesliebe. Eigentlich geben solche Leute ja nicht zu, dass Moslems ihre Feinde sind, ich argwöhne aber, dass die verständnisvolle, dümmliche &#8222;Liebe&#8220; zu allen möglichen Unsympathen &#8211; Kriminelle, Terroristen, Ausnützer, dreiste Forderer &#8211; ein bisschen aus der Ecke kommt. Man will der beste Mensch der Welt sein und nette Leute liebhaben, ist ja keine Kunst, das kann ja jeder Idiot (leider ist noch nicht mal das leicht und die edlen &#8222;Feindeslieber&#8220; können das überhaupt nicht).</p>
<p>Inzwischen hat das schöne Wort &#8222;Kulturbereicherer&#8220; in den Sprachschatz von uns Islamophoben gefunden und unsere Kritiker finden das gar schröcklich, aber erfunden haben wir es natürlich nicht. Die Aussage, dass Zuwanderer unsere Kultur bereichern würden, war ursprünglich höchst ernst gemeint. Nun ist Kultur nichts Statisches und insbesondere die unsere ist das nicht. Was uns groß gemacht hat, war die Offenheit, anderes zu studieren und teilweise aufzunehmen. Errungenschaften aus anderen Kulturen übernehmen, verbessern und schnell verbreiten, war etwas, was zum Aufstieg Europas und zur wissenschaftlichen und industriellen Revolution geführt hat, wie Fjordman hier ausführlich und eindrucksvoll beschrieben hat: <a href="http://fjordman.wordpress.com/2007/09/20/der-islam-die-griechen-und-die-wissenschaftliche-revolution/">http://fjordman.wordpress.com/2007/09/20/der-islam-die-griechen-und-die-wissenschaftliche-revolution/</a>. Als Europäer die in Persien erfundene Windmühle einführten, haben sie aber dazu nicht ein paar Millionen Perser ins Land geholt. Und überhaupt: Welche kulturelle Bereicherung (vergleichbar der Windmühle) haben wir von Türken und Arabern in den letzten 40 Jahren gebraucht? Mir fällt keine einzige ein.</p>
<p>Hingegen haben wir jede Menge kultureller und technologischer Errungenschaften von den USA übernommen. Das ging ganz ohne amerikanische Masseneinwanderung, die nebenbei betrachtet auch nicht gestört hätte. Wir waren auch neugierig gegenüber der ostasiatischen Kultur, ich habe schon während meiner Schulzeit einen Ikebana-Kurs gemacht und im Schrank steht ein echt japanisches Teeservice mit diesen ganz hauchdünnen Porzellantassen, bei denen man im Boden das Schattenbild einer Geisha sieht. Auch technische Errungenschaften aus Ostasien haben wir übernommen und auch das ging alles wunderbar, ohne dass die Japaner in großen Massen persönlich vorbeikommen mussten, um uns zu bereichern. Vermutlich liegt das daran, dass sie wirklich eine Bereicherung für eine Gesellschaft sind und es deshalb vorziehen, ihre eigene mit ihrer Anwesenheit zu bereichern, was ihnen kein Mensch verübeln kann.</p>
<p>Allein schon der Gedanke, dass wir alleine bleiben könnten in unseren Grenzen &#8211; zusammen mit anderen Europäern, wo die Einwanderung auf Gegenseitigkeit möglich und auch kein wirkliches Multikulti ist, weil unsere Kulturen fast identisch sind &#8211; ist verdächtig und ruft selbsternannte Tugendwächter auf den Plan. Würde von der Regierung angeregt, dass keiner (oder zumindest kein Moslem) mehr reinkommt, dann stünde der Herr Rassismus-Aufpasser Doudou Diène von der UNO da und wäre empört. Und nicht nur er. Das Rassismus-Geschrei wäre fürchterlich. Und jetzt zum Thema:</p>
<p>Warum regt sich kein Mensch auf, dass die Japaner unter sich bleiben? Warum macht die UNO keine Sonderkonferenzen über Fremdenfeindlichkeit und Islamophobie in Japan?</p>
<p>Gut, es ist schwierig, fremdenfeindlich zu sein, wenn keine Fremden da sind, und schwierig, islamophob zu sein, wenn keine Moslems da sind. Aber bei uns waren erstmal auch keine da. Warum sind sie überhaupt gekommen? Wenn wir von Natur aus so schlechte Menschen sind, die alle Fremden hassen, warum ist man dann überhaupt auf die Idee gekommen, arme Moslems uns bösen Rassisten auszuliefern? Wäre es dann nicht besser gewesen, man hätte gedacht: Gottseidank sind die widerlichen Europäer unter sich und können keinen diskriminieren?</p>
<p>Es gibt Leute, die der Ansicht sind, unsere Multikulti-Besessenheit wäre eine heftige Gegenreaktion auf die Nazizeit und gründe sich in der Angst, bloß nicht wie diese zu werden und es mit der Offenheit gegenüber anderen sicherheitshalber lieber etwas zu übertreiben. Ich zweifle sehr daran. Das würde nämlich nur passen, wenn es ein rein deutsches und vielleicht noch österreichisches Phänomen wäre, das ist es aber nicht. Bei der Siegermacht Großbritannien und im damals neutralen Schweden ist das sogar noch ein bißchen schlimmer als bei uns. Falls es wirklich unsere Nazi-Neurose ist, die Multikulti verursacht hat, dann war Hitler zumindest in dem Punkt erfolgreich, dass am deutschen Wesen die ganze (westliche) Welt &#8222;genesen&#8220; ist. Vermutlich würde er sich über die Islamisierung freuen, wenn er in der Hölle Fernsehen hätte. War zwar nicht ganz das, was er wollte, aber es kommt ihm nahe. Allerdings glaube ich nicht, dass wir soviel Einfluß haben. Das Multikulti-Phänomen ist mehr als nur eine internationalisierte deutsche Befindlichkeit, lediglich seine deutsche Variante spielt mit den Nazi-Schuldgefühlen. Seine englische Variante spielt mit den Kolonialismus-Schuldgefühlen. Und in Ländern, wo es weder das eine noch das andere gab, &#8222;solidarisiert&#8220; man sich mit dem Rest des Westens und teilt die Schuldgefühle brüderlich.</p>
<p>Während des 2. Weltkriegs waren die Japaner das asiatische Pendant zu den Nazis, sie waren die Bösewichter. Japan hat nach der Niederlage einfach aufgehört, ein Bösewicht zu sein. Sie haben einen freien, wohlhabenden, erfolgreichen Rechtsstaat aufgebaut &#8211; das haben wir auch getan &#8211; und es damit gut sein lassen &#8211; das haben wir nicht, d.h. zunächst haben wir das auch getan. Auch das ist ein Indiz dafür, daß Multikulti nicht direkt mit der Nazizeit zusammenhängt, denn erst als der ganze Westen sich in Selbstbeschuldigungen suhlte, haben wir angefangen, die Nazizeit aufzuarbeiten und sie zu unserem persönlichen Selbstbeschuldigungs-Apparat zu machen. Wenn wir die nicht gehabt hätten, hätten wir wie die anderen Westler eben was anderes genommen.</p>
<p>Die Japaner hingegen haben nicht die geringste Befürchtung, ohne islamische oder sonstige Drittwelt-Zuwanderung wieder zu den Bösewichtern des 2. Weltkriegs zu mutieren. Sie wollen es einfach nicht und tun es einfach nicht. Dabei ist Japan keineswegs kulturell abgeschottet. Sie übernehmen sehr viel Westliches. Kürzlich hat ein (japanischer?) Kommentator bei PI berichtet, dass blonde und rothaarige Europäer und Amerikaner als &#8222;Priester&#8220; engagiert werden, um Liebespaare in einer christlichen Ehe zu &#8222;trauen&#8220;, was natürlich nur ein Party-Spiel ist und keine rechtliche Eheschließung darstellt, insbesondere an Weihnachten soll das eine übliche Vergnügung sein. Auch die Figuren in Mangas, den japanischen Cartoons, zeichnen sich durch riesengroße (überzeichnet europide) Kulleraugen aus (Bild), offenbar gilt das als Schönheitsideal, obwohl es überhaupt nicht mit der japanischen Physiognomie übereinstimmt. Auch bei uns haben Karikaturfiguren große Augen, aber wir übertreiben es bei weitem nicht so.</p>
<p><a href="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/cartoon-manga_25.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1175" title="cartoon-manga_25" src="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/cartoon-manga_25.jpg?w=645&#038;h=484" alt="" width="645" height="484" /></a> </p>
<p>Und sie lieben unsere klassische Musik, während unsere Jugend mit Gangsta-Rap beschallt wird. Sie haben durchaus ihre kulturell offenen Marotten, aber sie pflegen sie untereinander und nicht dadurch, daß sie ihre Grenzen für die europäische Unterschicht öffnen, ganz zu schweigen von der islamischen.</p>
<p>Die Geburtenrate in Japan ist sogar noch geringer als die europäische und es ist zu vermuten, dass sie auch damit zu schaffen haben werden, dass wenige junge Menschen eine große alternde Bevölkerung finanziell und pflegerisch versorgen müssen. Ich traue ihnen zu, dass sie sich dessen bewusst sind und ruhig planen, wie sie damit zurechtkommen. Sie kommen aber nicht auf die Idee, hysterisch alles rein zu lassen, was rein will und es der Bevölkerung zuerst als demographische Notwendigkeit anzupreisen und später als eine Art Naturgewalt. Wir haben inzwischen das Stadium erreicht, in dem wir Zuwanderung als Naturphänomen sehen, das ganz normal ist und das man bestenfalls ein bisschen steuern kann, dessen Notwendigkeit aber keinesfalls prinzipiell in Frage stellen darf. Und selbst wenn man an der Notwendigkeit zweifeln würde, bleibt immer noch der Gedanke, dass es nicht unser Recht ist, keine Zuwanderung zu haben.</p>
<p>Und doch haben wir deutlich und klar das Beispiel Japans und Südkoreas vor Augen, wo das ganz offenbar wunderbar geht, und zwar ohne dass sich die ganze Dritte Welt, die UNO, die NGOs und die islamische Umma darüber empören und den japanischen und südkoreanischen Rassismus in Grund und Boden verdammen.</p>
<p><strong>Was haben die, was wir nicht haben?</strong></p>
<p>An den Moslems liegt es nicht. Die würden mit wehenden Fahnen auch ins reiche Japan einwandern, dort Parallelgesellschaften bilden, Moscheen bauen, sich vom Steuerzahler aushalten lassen, ungläubige japanische Schlampen bespringen und meckern, dass man sie nicht ausreichend &#8222;respektiert&#8220;. Aber sie tun es nicht. Sie scheinen ganz offenbar noch nicht mal zu denken, dass sie das eigentlich dürfen sollen müssten und dass es eine schreckliche Diskriminierung darstellt, dass man sie nicht lässt. Und dass die Entfernung zum islamischen Kernland zu groß ist, ist keine Erklärung. Kanada und Neuseeland sind noch viel weiter weg und da schaffen sie es auch hin.</p>
<p>Was hat Kanada und Neuseeland, was Japan nicht hat?</p>
<p>Eine europide Bevölkerung? Eine westliche Kultur? Christentum?</p>
<p>Etwas anderes fällt mir nicht ein. Und es wird offensichtlich, dass es eines dieser drei Dinge oder alle drei zusammen sein müssen, die dazu führen, dass man der Ansicht ist, wir müssten kulturell (nicht mit Kulturgütern sondern mit Personen) bereichert werden, weil wir alleine einen Dreck wert sind. Und das ist schon ein enormer verinnerlichter Selbsthass. Oder?</p>
<h2>Kommentare aus dem Originalstrang von &#8222;Acht der Schwerter&#8220;:</h2>
<ul>
<li><strong>1) Kommentar von D. N.Reb</strong></li>
</ul>
<p>6. November 2007 @ 15:23</p>
<p>Ich weiß es auch nicht.</p>
<p>Ich weiß nicht, was die reitet. Und damit meine ich unsere Politiker, die Presse, die, die sich links nennen. Es kann auch keine Buße für die NAZI-Zeit sein. Die DDR ist prima ohne solchen Selbsthass zurechtgekommen. Sie hat sich sogar, als die Differenzen mit den Führern der Sowjetunion zunahmen, stärker auf die deutsche Identität besonnen.<br />
Ich war todunglücklich als die DDR kapituliert hat. Ich wollte kein Deutscher sein, sondern nur noch Europäer, weil die BRD für mich das Reich des Bösen darstellte.</p>
<p>Aber ich hatte den Grund, weil meine Illusionen zerstoben waren. Futsch war der Traum einer gerechteren Welt. Welchen Grund, ihre Heimat zu hassen haben die Eliten in den Staaten, die Du aufgezählt hast?</p>
<p>Ich kapiere das einfach nicht. Das ist wirklich zu hoch für mich. Ich glaube, die Körperfresser-Erklärung ist noch die, die am plausibelsten klingt.</p>
<ul>
<li><strong>2) <a href="http://www.gravatar.com/"></a> Kommentar von Bokito</strong></li>
</ul>
<p>6. November 2007 @ 15:28</p>
<p>Die Japaner haben anscheinend keine Dressur-Elite, die an allen wichtigen Schaltstellen sitzt. M.E. haben hassen sich die meisten Westeuropäer nicht selbst. Sie sind nur mundtot gemacht worden von einer kleinen, aber lautstarken Minderheit. Übrigens glaub ich auch nicht, daß sich Leute wie Claudia Roth oder Günther Grass selbst hassen, sie sind ja die Guten, dies dem neurotischen Michel regelmäßig mal kräftig besorgen können. Entweder, man spielt das Spiel mit oder schweigt, wie die Mehrheit.</p>
<ul>
<li><strong>3) Kommentar von Eraser</strong></li>
</ul>
<p>6. November 2007 @ 15:34</p>
<p><em>Japan &#8211; Was haben die, was wir nicht haben?</em><br />
Ein zukunftsorientiertes Selbstverständnis, welches sich seiner selbst (seiner Vergangenheit) bewußt ist.<br />
Wir dagegen sind hoffnungslos mit unserer Vergangenheit beschäftigt und konzentrieren uns beim Vorankommen unserer Gesellschaft/Kultur/Lebensart zu stark auf die Ausmerzung vergangener Fehler bzw. deren nicht wieder eintritt.</p>
<p>Die Grundlage für diesen Unterschied meine ich in einer unserer größten Stärken zu sehen. Der methodischen Wissenschaft, die sich immer wieder selbst hinterfragt, ja nur durch permanente Selbstkritik (im weiteren Wortsinne) zu ihren Durchbrüchen kam.<br />
Mit zunehmender Bildung weiter Teile der Gesellschaften, ist die Methodik der Wissenschaft auch maßgeblich für die Gesellschaften geworden. Das Ergebnis: Durch unsere Kultur der Selbstkritik, sehen wir so viele Fehler an uns und haben den moralischen Anspruch an uns selbst dermaßen hochgelegt, das wir uns schon rein aus Vernunftsgründen hassen müssen.<br />
In diesem Kontext betrachte ich auch die Entfernung unserer Kultur von ihrer Religion. Einerseits können wir heilfroh darüber sein, einem Monotheismus wie dem Christentum keinen allzugroßen Einfluß auf die Gesellschaft geschweige denn den Staat zuzugestehen, andererseits wäre die Rückkehr zum Christentum in Bezug auf den Islam ein Segen.<br />
Ich bevorzuge allerdings zur Lösung des Islamproblems das Beharren auf Säkularität und der Überlegung anderer Problemlösungen, als das Wiedererstarken des Christentums.<br />
Vor allem weil sich relativ offensichtlich zeigt, daß die Anwesenheit des Islam mehr ein Symptom, denn die Grundlage unserer Probleme ist.</p>
<p>PS: Das japanische Selbstverständnis könnte man als für uns dringend notwendiges Gut einer anderen Kultur bezeichnen.<br />
Daher sollten wir uns dieses Kulturgut aneignen und unsere Kultur damit bereichern.<br />
Daraus folgt:<br />
Pro-kulturelle Bereicherung durch japanisches Selbstverständnis bedeutet aber Anti-kulturelle Bereicherung durch nahöstliche Wüstenreligion und permanente Fixierung auf den Holocaust…</p>
<p>Gefällt mir.</p>
<p>Werd diese Argumentation in den nächsten Tagen mal in Foren austesten.</p>
<ul>
<li><strong>4) Kommentar von Feuervogel</strong></li>
</ul>
<p>6. November 2007 @ 16:37</p>
<p>Ich weiß auch nicht, warum wir so etwas Lächerliches wie “Antirassismusorganisationen” haben. Sowas gibt es ausschließlich im Westen. Ob die ollen Griechen und Römer auf so eine bescheuerte Idee gekommen wären, “Antirassismusorganisationen” zu gründen?</p>
<p>Die Römer hatten gewisse Bedingungen für die Einbürgerung und damit hatte ihre Zivilisation (wenn man Ostrom dazu zählt) 2000 Jahre gehalten! Wir richten dagegen unsere Zivilisation innerhalb weniger Jahrzehnte zu Grunde und dabei ist das vermeintlich Gute der Wegbereiter für das Scheußlichste!</p>
<ul>
<li><strong>5) <a href="http://www.gravatar.com/"></a> Kommentar von Eisvogel</strong></li>
</ul>
<p>6. November 2007 @ 18:44</p>
<p><em>Pro-kulturelle Bereicherung durch japanisches Selbstverständnis</em></p>
<p>Ja, das ist eine gute Idee. Ich bin neugierig auf die Reaktionen darauf.</p>
<p>Ich glaube, es hat schon etwas mit dem säkularisierten Christentum zu tun. Einerseits haben wir den Glauben abgeschafft, aber die Ethik behalten. Fjordman hat das mal beschrieben: <a href="http://fjordman.wordpress.com/2007/04/24/christlicher-hintergrund-der-political-correctness/">http://fjordman.wordpress.com/2007/04/24/christlicher-hintergrund-der-political-correctness/</a></p>
<p>Die christliche Ethik legt großen Wert auf Sünde, auf die Tatsache, dass wir alle Sünder sind und es gibt auch das Konzept der Erbsünde, das besagt, dass man auch für die Sünden der Vorväter verantwortlich ist. Das würde vermutlich niemand so direkt ausdrücken, aber es steckt vielleicht unbewusst in uns drin und in den Japanern nicht.</p>
<p>Zusammen mit dem christlichen Glauben führt das aber nicht zur Selbstdestruktion, weil dieser auch die Erlösung beinhaltet. Der Glaube ist aber weg und die Ethik noch da. Und deshalb sind wir uns der Sünde bewusst, kennen aber die Erlösung nicht, und suchen daher die Perfektion.</p>
<p>Es geht natürlich von den “Eliten” aus, aber ich glaube nicht, dass sie es alleine sind, es sieht eher aus wie eine Katze, die sich in den Schwanz beißt. Politiker sind keine Außerirdischen, die ganz anders sind als wir, sie kommen schon aus dem Volk. Ich glaube, da wäre schon mancher, dem das alles auch nicht passt, aber er fürchtet sich vor der Reaktion, wenn er es ausspricht.</p>
<ul>
<li><strong>6) Kommentar von Katschak</strong></li>
</ul>
<p>6. November 2007 @ 19:22</p>
<p>Wir sind hassenswert und müssen “verdünnt” werden weil:</p>
<p>- Kolonialismus<br />
- Kreuzzüge<br />
- Holocaust<br />
- post-koloniale Ausbeutung der Drittweltressourcen<br />
- Kapitalismus<br />
- Klima<br />
- usw., usw.</p>
<p>und wir haben etwas aufgegeben, das die Japaner immer noch haben:</p>
<p><strong>LEISTUNG</strong></p>
<p><strong>Du zählst in Japan nur wirklich dann, wenn Du 80-Stunden-Wochen schiebst und dabei auch wirklich noch was auf die Beine stellst.</strong></p>
<p>Ist das ein abschreckendes Umfeld für den durchschnittlichen Mohammedaner, oder WAS?</p>
<p><strong>Japan: Leistung, Disziplin, Selbstbeherrschung, Geduld, Freundlichkeit, Bildung, Fortschritt, usw.</strong></p>
<p><strong>In meinen Augen, ganz klar moslemische Tugenden.</strong></p>
<ul>
<li><strong>7) Kommentar von <a href="http://hallo-leute.de/implikationen.html">Pit</a></strong></li>
</ul>
<p>7. November 2007 @ 0:52</p>
<p>Ganz klasse Beitrag mit den wichtigsten Aspekten der Sache sowie sehr genau ausdifferenziert, durch die Vergleiche mit Japan.</p>
<p>Und für mich auch das wichtigste Thema überhaupt, Zuwanderung, die Frage nach ihrer Berechtigung.</p>
<p>Ergo muß dieser Beitrag exemplarisch herangezogen werden für eine Haßkampagne gegen Eisvogel, als Beweis dafür, daß Eisvogel ein Nazi, Rassist, Antisemit ist, zu Haß und Gewalt aufruft, das Böse ist. Besonders Kommentator rational und auch Herr Ramon Schack werden jetzt endgültig die Identität Eisvogels an mohammedanische Organisationen weiterleiten müssen, denn jetzt ist das Faß wirklich übergelaufen und die Konsequenzen hat sich Eisvogel jetzt aber wirklich so was von selbst zuzuschreiben, und die Konsequenzen sind nunmal klar, Ermordung, aber das ist ja auch voll verdient.</p>
<p>Nun zum Thema:<br />
ohne langes Nachdenken: ich dachte immer, daß hier eine Magie herrscht, eine karmische Magie, ein Magnetismus des Ausgleichs: daß die bösen Taten von einst, die europäische Arroganz und Herrschaftsanmaßung (ohne Ironie), jetzt diese kollektive Selbstbestrafungshaltung bewirkt. Inwieweit das kaum mehr rational verstehbar ist oder inwieweit man das mit Sensibilität einfach in den Seelen wirklich aufdecken könnte, weiß ich nicht.</p>
<p>Aber vielleicht greift das zu kurz, wie der Vergleich mit Japan zeigt und daß sie früher auch die Bösen waren. Ist das schon detailliert genug analysiert, oder gibt es doch Unterschiede?<br />
Oder gibt es nur den Ausschlag, daß die Europäer durch christliche Prägung die Schuldidee haben und darum ihre Bestrafung wünschen, ist es also kein karmischer Zwang, sondern doch nur kulturell bedingt??</p>
<p>Aber mein Vermuten war immer: karmisch-magischer Magnetismus.</p>
<p>Eisvogel, du erwähntest, daß du dich mit Magie befaßt hast und sie dir völlig plausibel wurde. Zum Beispiel die Magie des Wünschens. Was kannst du denn aus dieser Sicht dazu sagen?</p>
<p>P.S.: kennzeichnend finde ich immer: Zuwanderung ist Bereicherung. Und doch wird ohne Bedenken von den Gutmenschen anerkannt, daß es eine Bestrafungsaktion für den Weißen Mensch ist und es wird sich mit Genugtuung die Hände gerieben, wie sehr sich die europäischen Bevölkerungen tatsächlich von der Zuwanderung bestraft fühlen. Dem Gutmensch ist also völlig klar, WIE die Zuwanderung aufgefaßt wird.</p>
<ul>
<li><strong> <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_cool.gif' alt='8)' class='wp-smiley' /> Kommentar von Katschak</strong></li>
</ul>
<p>7. November 2007 @ 1:25</p>
<p>@ # 1 DN REB</p>
<p>was hat’s mit den “Körperfressern” auf sich?</p>
<p>Habe ich irgendwo ein Stück Popkultur verpaßt?</p>
<ul>
<li><strong>9) <a href="http://www.gravatar.com/"></a> Kommentar von Eisvogel</strong></li>
</ul>
<p>7. November 2007 @ 2:27</p>
<p><em>was hat’s mit den “Körperfressern” auf sich?</em></p>
<p>Du bist eindeutig nicht primitiv genug für uns Leute, die jedes B-Movie und jede TV-Serie kennen<br />
Aber wir sind gutmütig und tolerieren das.</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Körperfresser_kommen_(Film)" target="_blank">Die Körperfresser</a> sind nur EIN Beispiel der reichen alten und neuen Unterhaltung, die manchmal vordergründig billig wirkt und doch einen Hintergrund hat.</p>
<p>Ich vermute, D.N.Reb und ich könnten stundenlang drüber diskutieren, welche Völker und Personen aus dem StarTrek-Universum welche Völker, Staaten oder Ideologien in der echten Welt symbolisieren.</p>
<p>Vor einiger Zeit habe ich im Fernsehen einen primitiven Film gesehen, wo ich die ganze Zeit dachte: Die Außerirdischen sind wie die Moslems. Lustigerweise wurde das dann auch von anderen in einem Forum (oder bei PI?) so gesehen, was mir gut getan hat. Es ist immer angenehm, wenn man eigene Gedanken von anderen formuliert sieht. Und <em>Die Matrix</em>! Und <em>The Stand</em>! Und die ganzen Märchen von Schneeweißchen und Rosenrot (Irak), Frau Holle (Nahost-Konflikt) und Der Wolf und die 7 Geißlein (ich möchte das kleine Geißlein im Uhrkasten sein)….</p>
<p>Unsere Belletristik weiß viel. Früher war Kunst das, was dem Volk gefiel. Das war sehr gute Kunst. Heute ist Kunst das, was der Staat subventioniert. Das ist nicht soooo gut. Aber es gibt immer noch die Underground Kunst-Welt, die einen schlechten Ruf hat, aber trotzdem einfach so läuft, ohne dass es den Nanny-Staat und sein ödes “Kunstverständnis” was angeht. Zum Beispiel: die Körperfresser.</p>
<p>@Pit: Danke für Deinen sehr interessanten und guten Kommentar. Ich gehe noch auf Deine Fragen ein. Aber morgen.</p>
<ul>
<li><strong>10) Kommentar von Time</strong></li>
</ul>
<p>7. November 2007 @ 2:55</p>
<p>Hallo,</p>
<p>leider haben sie sich (getreu ihrem Auftrag, die GANZE Welt zu beherrschen, damit endlich Frieden ist &#8211; so wie im Irak undundund) auch schon in Japan festgekrallt:</p>
<p>Das schildert der Baron bei Gates of Vienna unter <a href="http://gatesofvienna.blogspot.com/2007/08/islam-in-land-of-rising-sun.html">http://gatesofvienna.blogspot.com/2007/08/islam-in-land-of-rising-sun.html</a></p>
<p>Weil ich sie grade zur Hand habe, folgend aktuelle Zahlen (besser relativ aktuelle, da die hohe Vermehrungsrate der M. unberücksichtigt bleibt) aus Europa vom (mohammedanistischen) “Zentralinstitut Islam-Archiv-Deutschland” in Soest vom 3. Mai 2007.</p>
<p>In Europa leben demnach gegenwärtig 53.713.953 M. Davon in der Europäischen Union 15.890.428.</p>
<p>In Westeuropa 12.387.927 M.: ANDORRA 400, Belgien 400.000, Deutschland 3.293.000, Frankreich 5.500.000, Großbritannien 1.500.000, Irland 4.000, Liechtenstein 1.527,Luxemburg 9.000, Niederlande 1.000.000, Österreich 350.000, Schweiz 330.000.</p>
<p>In Nordeuropa 462.321 M.: Dänemark 117.000, Finnland 15.000, ISLAND 321, Norwegen 80.000, Schweden 250.000.</p>
<p>In Südeuropa leben 1.716.500 M.: Italien 1.000.000, Portugal 12.000, Spanien 700.000, Malta 4.500.</p>
<p>Südosteuropa insgesamt 14.134.225 M.: Albanien 2,1 Millionen, Bosnien-Herzegowina 2 Millionen, Bulgarien 1,1 Millionen, Griechenland 140.000, Kroatien 56.777, Makedonien 750.000, Rumänien 150.000, Slowenien 47.448, Serbien 1.600.000, Tschechien 20.000, europäische Türkei 5.900.000, Ungarn 70.000, Zypern 200.000.</p>
<p>Rußland weist unter den europäischen Staaten den höchsten m. Bevölkerungsanteil aus: 25 Millionen. Hinzu kommen LETTLAND 380, Litauen 5.100, Polen 7.500 &#8211; insgesamt 25.012.980.</p>
<p>Bestürzt aber (zumindest auf theoretischer Ebene) kämpferisch,</p>
<p>Time</p>
<ul>
<li><strong>11) Kommentar von kinbaku</strong></li>
</ul>
<p>7. November 2007 @ 11:09</p>
<p><em>Vor einiger Zeit habe ich im Fernsehen einen primitiven Film gesehen, wo ich die ganze Zeit dachte: Die Außerirdischen sind wie die Moslems.</em><br />
Es ist schon eigenartig, die wenigen Dinge die ich mir Fernsehen anschaue, politische Sendungen natürlich ausgenommen, bringen mich auch immer zu ähnlichen Vergleichen. War dieser Film evtl. die Neuverfilmung von “Battlestar Galactica”? Für mich jedenfalls waren die Übereinstimmungen mit der Realität frappierend.</p>
<p>kinbaku</p>
<ul>
<li><strong>12) Kommentar von Time</strong></li>
</ul>
<p>7. November 2007 @ 15:58</p>
<p>Hallo kinbaku,</p>
<p>angeblich heißen in den USA Ausländer im normalen Sprachgebrauch “Aliens”.</p>
<p>In den SF- und Fantasyfilmen werden bestimmt in hohem Maße die (nur zu berechtigten) Urängste der Seßhaften vor den Nomaden verhandelt. Der Schriftsteller Bruce Chatwin (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bruce_Chatwin">http://de.wikipedia.org/wiki/Bruce_Chatwin</a>) hat m. E. die Unruhe der Nomaden, die nur durch den beruhigenden Glanz des Goldes gemildert werden kann, höchst eindrucksvoll (allerdings positiv) beschrieben.</p>
<p>Vielleicht sollten wir in Zukunft &#8211; statt von Mohammedanisten, Musels oä &#8211; lieber, wenn wir Optimisten sind, von Klingonen oder aber gleich von Orks sprechen.</p>
<p>Viele Grüße,</p>
<p>Time</p>
<ul>
<li><strong>13) Kommentar von J. S.</strong></li>
</ul>
<p>7. November 2007 @ 16:46</p>
<p>Hihi Kinbaku. Da klingelt doch etwas. Das ist auch etwas, was die Japaner erfunden haben. Die Moslems haben das nicht. In Burka sähe das auch wohl besch…euert aus.</p>
<p>Ich glaube nicht, daß der Islam große Chancen hat, bei den Japanern zu landen. Dazu sind die Unterschiede doch zu hoch. Ein konvertierter Japaner müßte viel zuviel seiner eigenen Kultur aufgeben. Vor allem die Frauen. Denn die sind traditionell die Herrinnen im Hause. So sehr, daß sie das gemeinsame Konto verwaltet, auf das der arbeitende Ehemann einzahlt. Er bekommt von ihr dann etwas Taschengeld, um abends mit den Kollegen mal einen trinken gehen zu können (habe ich mal gehört). Das wäre bei einer echten Moslemfamilie wohl unmöglich.</p>
<p>Ansonsten finde ich, daß der Islam die größte Ähnlichkeit mit den Borg hat. Ein Kollektiv, keine eigenen Leistungen, andere Kulturen werden assimiliert und dienen so dem herrschenden Kollektiv. Wenn es sich nicht weiter ausdehnen kann, bricht es zusammen.</p>
<ul>
<li><strong>14) Kommentar von kinbaku</strong></li>
</ul>
<p>7. November 2007 @ 17:17</p>
<p>Richtig J. S., es wurde von den Japanern, genauer von den Samurai erfunden. Im Kimono macht es aber eine ganze Menge her… Kennst Du es?</p>
<p>Dabei fällt mir ein, weil wir gerade das das Thema Fernsehen gestreift haben, das der letzte Film den ich im Fernsehen verfolgt habe “Der letzte Samurai” war.<br />
Ich kenne die Borg bzw. Enterprise nicht gut genug, habe das aber schon öfter gehört. Ob allerdings die Macher von Enterprise &amp; Co das beabsichtigt hatten bezweifle ich stark.</p>
<p>Aber um zum Thema des Artikels zurückzukommen. Ich kenne einen Deutschen, der jetzt seit vielen Jahren in Tokio lebt und arbeitet. Von ihm weiß ich, daß fremde Religionen in Japan keine Chance haben. Selbst das in früheren Jahrhunderten einflußreiche Christentum führt nur ein Nischendasein. Japaner sind viel zu stark in ihren Traditionen, die ihnen auch nach dem WKII von niemandem genommen wurden, verwurzelt. Selbst wenn es ein paar Mohammedaner schaffen würden in Japan Fuß zu fassen, würde es keine Konvertiten geben. Und keine Alimentierung vom Staat. Also was sollten die dann dort? Sich selbst um ihren Lebensunterhalt kümmern?</p>
<ul>
<li><strong>15) Kommentar von Thatcher</strong></li>
</ul>
<p>7. November 2007 @ 17:30</p>
<p>Wenn man fragt, was die Japaner uns voraus haben, weshalb sie die Muslime nicht bei sich im Land haben, dann sucht man doch nach wie vor die Ursache bei sich.</p>
<p>Japan hatte &#8211; als Inselland gegenüber dem nicht immer friedlichen China &#8211; schlechte Erfahrungen mit ausländischen Einflüssen. Gegen eine chinesische Invasion rettete sie im Mittelalter gar nur ein Sturm. Später richteten sie fast alle christlichen Missionare hin und schlossen das Land 180 Jahre lang für alle Ausländer. Die Japaner haben danach zwar bemerkenswert viel von der westlichen Welt übernommen, doch die Skepsis gegenüber dem Wirken von Ausländern sitzt bei ihnen immer noch tief. Genaugenommen ist Japan sehr fremdenfeindlich.</p>
<p>Seit ich Machiavellis “Fürst” gelesen habe, glaube ich nicht mehr an Zufälle in Dingen der großen Politik. Hinter allen größeren, insbesondere langfristigen und länderüber-greifenden Entwicklungen, steckt zwangsläufig ein mächtiger Wille. Wem gehört er? Heute gehört er zweifellos den Muslimbrüdern, die sich gleich einem Pilz an allen wichtigen Stellen Einfluß verschafft haben: im Euromed, in der OIC, in der UNO, in der OPEC. Der Prozeß wird von den Muslimbrüdern mittlerweile getrieben, aber sie wären nicht in der Lage gewesen, derart das Ruder zu übernehmen, wenn wir, der Westen, ihnen nicht die Gelegenheit dazu gegeben hätten. Die Ölkrise war die erste dieser Möglich-keiten, und unsere korrupten Eliten, die mit der MB-Elite gemeinsame Sache machen, hört nicht auf, weitere Gelegenheiten für die islamische Übernahme des Westens zu schaffen.</p>
<p>Was wir &#8211; leider &#8211; haben, ist eine illoyale, lügnerische, käufliche und höchst unmoralische Elite, die die Demokratie &#8211; nach Karl Popper die Möglichkeit, die herrschende Politik durch Wahlen zu ändern &#8211; de facto beseitigt haben und die um des eigenen Machtvorteils sowie des finanziellen Vorteils die Interessen der Schwachen verraten haben. Die Interessen unserer politischen und finanziellen Elite decken sich stärker mit denen der moslemischen Elite denn mit denen der Angehörigen der eigenen Völker, die sie hassen. Sie halten sich selbst für moralisch überlegen und ihre erzieherischen Maßnahmen gegenüber den einfachen Menschen für gerechtfertigt. Dabei vermischen sich mehr und mehr die Bereiche von legaler und illegaler Wirtschaft, Politik, Religion, Verwaltung, Justiz und Medien, die alle auf irgendeine Weise von diesem System begünstigt sind, so daß keiner der Beteiligten mehr irgendeine Rechenschaft ablegen muß.</p>
<p>Es gibt aber außer Japan noch ein anderes Land, in dem diese dekadente, ins Despotische und Kleptokratische weisende Elite nicht so schädlich gewirkt hat wie in Europa: Israel. Und in Israel hat es etwas anderes, das es in Europa gab, ebensowenig gegeben wie in Japan: Die schleichende Revolution der maoistischen ‘68er fiel einfach aus, da man dort andere Sorgen hatte als den Vietcong zu unterstützen und diverse Revolutionen zu betreiben. DIE haben wir, die Japan und Israel NICHT haben. Indem diese in allen westeuropäischen Ländern, zuvorderst Frankreich und Deutschland, zur Elite aufgestiegen sind und insbesondere die EU als erstklassiges Instrument zur Verwirklichung ihrer Pläne entdeckt haben, haben sie alle Möglichkeiten gewonnen, ihren Hass auf die eigenen Volks- und Kulturangehörigen auszuleben. In ihrer marxistisch-freudianistischen Hybris glauben sie anscheinend bis heute, die Moslems genauso dressieren zu können, wie sie es mit uns gemacht haben, und merken nicht, wie sie von den Muslimbrüdern ausmanövriert, aus Machtpositionen langsam verdrängt und hinters Licht geführt werden. Sie wurden geholt aus Gründen, die heute kaum noch von Bedeutung sind, dann gefördert als destruktives Werkzeug gegen die letzten Widerstandsnester der bürgerlichen Kultur, doch tauschen nun allmählich islamisches Werkzeug und ‘68er Werkzeugbenutzer die Rollen. Die Muslimbrüder haben das Heft in der Hand und werden es nicht mehr kampflos hergeben.</p>
<ul>
<li><strong>16) <a href="http://www.gravatar.com/"></a> Kommentar von Bokito</strong></li>
</ul>
<p>7. November 2007 @ 20:00</p>
<p>@Thatcher: danke für deinen klaren Gedankengang und die Ausführung. Mein Kommentar #2 ist leider zu flach geraten. Ich bin kein Anhänger von Verschwörungstheorien, aber in diesem Fall sehe ich schon ein unseliges Zusammenspiel verschiedener Zahnräder …</p>
<ul>
<li><strong>17) Kommentar von katschak</strong></li>
</ul>
<p>7. November 2007 @ 20:06</p>
<p>@ Thatcher</p>
<p>diesmal bist Du mir entweder drei Schritte voraus oder aber irgendwo falsch abgebogen …</p>
<p>Kannst Du das mal unterfüttern?</p>
<ul>
<li><strong>18) <a href="http://www.gravatar.com/"></a> Kommentar von Bokito</strong></li>
</ul>
<p>7. November 2007 @ 20:14</p>
<p>übrigens hat Israel einen moslemischen Bevölkerungsanteil von in etwa 20 %.</p>
<ul>
<li><strong>19) Kommentar von kinbaku</strong></li>
</ul>
<p>7. November 2007 @ 20:41</p>
<p>Dies paßt irgendwie hierher find ich. Besonders der letzte Abschnitt sagt sehr viel aus.</p>
<p>Bernd Niquet</p>
<p>Auch an diesem Morgen hat die Mutter ihre Kinder in die Schule gebracht. Im Park neben der Schule sind die Drogenhändler bereits wach. Zwei Polizisten kommen vorbei, und es ergibt sich ein kurzes Gespräch. Schon über zwanzig Mal haben die Polizisten die Drogenhändler festgenommen. Doch exakt genauso oft sind sie anschließend sofort wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Die Verbitterung und Verzweiflung ist verständlicherweise groß. Irgendetwas hat sich verändert. Früher war das nicht so.</p>
<p>Anschließend fährt die Frau, ihren Vater im Pflegeheim besuchen. Alle zwei Tage geht sie dort vorbei, denn ihr Vater hat Alzheimer und niemand weiß, wie lange er sie noch erkennt. Der Pförtner wartet bereits und drückt ihr einen dicken Briefumschlag mit Arztrechnungen in die Hand. So ist das jedes Mal. Für jede Stunde, die die Frau bei ihrem Vater ist, muß sie in etwa die gleiche Zeit aufwenden, um den Papierkrieg mit den Ärzten und der Krankenkasse abzuwickeln. Irgendetwas hat sich verändert. Früher war das nicht so.</p>
<p>Vor kurzem ist entschieden worden, daß die Frau zur gesetzlichen Betreuerin ihres Vaters ernannt wird. Wirksam wird das allerdings nur, wenn sie dem Gericht eine lückenlose Vermögensaufstellung ihres Vaters vorlegt. Das bedeutet, von drei Banken und zwei Fondsgesellschaften auf den Stichtag terminierte Bescheinigungen anzufordern, die Kosten zu tragen, sowie andere Wertgegenstände aufzulisten und notariell beglaubigen zu lassen. Doch was geht das Gericht das eigentlich an? Irgendetwas hat sich verändert. Früher war das nicht so.</p>
<p>Die Frau weigert sich. Dem Richter gegenüber gibt sie an, sich persönlich dafür zu verbürgen, daß ihre Angaben korrekt sind. Aber sie will keinen Notar und keine kostenpflichtigen Vermögensaufstellungen. Der Richter erklärt daraufhin, daß in diesem Falle das Gericht einen anderen Betreuer bestellen würde. Irgendetwas hat sich verändert. Früher war das nicht so. Die Drogenhändler werden freigelassen, und am normalen Bürger wird der Kontrollzwang ausgelebt.</p>
<p>Als die Frau nach Hause kommt, ruft sie beim Finanzamt an. Sie hat gesehen, daß ihre Werbungsausgaben nicht anerkannt worden sind, obwohl sie sie korrekt angegeben hat. Leider jedoch sei der Termin für einen Einspruch bereits vergangen, sagt die Dame aus dem Finanzamt. Ja, sagt unsere Frau, aber sie wolle ja jetzt nicht nachträglich etwas einreichen, sondern das, worum es gehe, stehe ja von Anfang an klar auf dem Papier. Trotzdem, beharrt die Finanzbeamtin. Resigniert beendet unsere Frau das Telefonat. Natürlich muß es Fristen geben, aber ist das nicht irgendwie Betrug? Das Finanzamt hat einen Fehler gemacht, doch es muß diesen Fehler nicht korrigieren, weil der Bürger es erst später als einen Monat gemerkt hat?</p>
<p>Irgendetwas hat sich verändert. Früher war das nicht so. Und unsere Frau spürt ein Gefühl, das vielleicht ungerecht ist, aber es ist ein vehement starkes Gefühl, daß es sich kaum noch unterdrücken läßt: Wenn schon sie selbst, der es doch eigentlich rundherum sehr gut geht, so einen Hass auf diesen Staat hat, was soll dann eigentlich mit all den anderen sein, die hier leben und denen es nicht so gut geht wie ihr selbst?</p>
<ul>
<li><strong>20) Kommentar von J. S.</strong></li>
</ul>
<p>8. November 2007 @ 0:27</p>
<p>@Kinbaku: Ich kenne es nur von Bildern, Manga etc. Meine Freundin konnte ich aber noch nicht zum Experimentieren überreden</p>
<p>Bezüglich Japan und Islamimmunität: Hier z.B. sieht man, daß es doch ein paar Ausnahmen gibt:</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=QNokTKAGsTw">http://www.youtube.com/watch?v=QNokTKAGsTw</a> (und z.T. die anderen Videos rechts)</p>
<ul>
<li><strong>21) <a href="http://www.gravatar.com/"></a> Kommentar von Shahirrim</strong></li>
</ul>
<p>8. November 2007 @ 3:52</p>
<p>Schöner Text, ich glaub bei PI kam diese Frage auch mal kurz nebensächlich auf.</p>
<p>Eine Erklärung habe ich auch nicht, aber ich habe mir mal ein paar Gedanken gemacht, denen ich hier jetzt freien Lauf lasse:<br />
Ich glaube, bei den Japanern ist es ihr Wesen. Ich habe dort die Vereidigung des Ex-Ministerpräsidenten Abe und den seines Nachfolgers gesehen. Da war etwas, was in Deutschland nie passieren würde. Der Herr Abe verneigte sich vor Kaiser, Parlament und seinem Vorgänger. Meine kleine Schwester fand’s toll. Ich auch! Aber bei mir kamen SOFORT UNFREIWILLIG Gedanken auf, daß das doch ziemlich albern sei. Diese kamen regelrecht automatisch, ich glaube es war das europäisch westliche Überlegen-heitsgefühl, das uns anerzogen wurde. Wir sind eben über einen Traditionismus erhaben.<br />
Aber dann habe tiefer darüber nachgedacht und dachte, man. Die Leute haben etwas, was wir (fast) nicht mehr haben und was uns Muslime immer vorwerfen. Respekt, Ehre und Achtung des anderen und sich selbst gegenüber.<br />
Dieser Respekt, diese Ehre und diese Achtung kann nur aufgebracht werden, wenn man keinen Selbsthass in sich führt. Sicher gibt es dort (in Japan nicht mehr so, denn es wurde ihnen, wenn auch nicht ganz erfolgreich, versucht auszutreiben nach dem 2. Weltkrieg) im Asiatischen Raum diese Mentalität in einen Überfluß, wie wir Europäer ihn mit Sicherheit nicht haben wollen. Das ist der Gehorsam aus Respekt dem Anführer oder Kaiser/König gegenüber. Was das Staatsoberhaupt sagt, wird befolgt. So ist beispiels-weise in Thailand eine Beleidigung des Königs eine tiefe Verletzung eines Thailänders und die Leute würden ohne zu zögern dich der Polizei übergeben oder verprügeln (wurde mir glaubhaft versichert). Wenn der König von Thailand sagen würde: “Liebe Thailänder, trennt euren Müll!” würden sie es sofort aus Respekt ihrem Staatsoberhaupt gegenüber tun. Wo würde dieses Verhalten einer europäischen Monarchie gegenüber zu finden sein? Richtig, nirgendwo. Hier ist Majestätsbelustigung eine Art Kult geworden. Er hat sich aber so weit ins andere Extrem verkehrt, daß man den Respekt voreinander verloren hat.</p>
<p>Ich bin ebenfalls nicht dafür, daß man kritiklos macht, was das Staatsoberhaupt sagt. Bei den Japanern war dies keine Frage. Sie haben im 2. Weltkrieg ihr Leben für ihren Kaiser aus Gehorsam und Respekt. Sie waren es, die die ersten Selbstmordangriffe durchführten (Kamikaze). Nur deswegen haben sich die Amerikaner nach Kriegsende nicht getraut, den Kaiser als Kriegsverbrecher anzuklagen, da man Unruhe und einen erneuten Widerstand der Japaner befürchtete.</p>
<p>Nun zurück zu den Moslems. Warum haben sie es in einer solchen Gesellschaft schwer? Schließlich haben sie die Selbstmordangriffe erfolgreich übernommen und ins Gigantikum pervertiert (11.9.2001)! Es gibt eben den Unterschied des Wesens zwischen Japanern und Muslimen. Ich denke das ist so: Japaner haben vor anderen Menschen Respekt. Sie haben Tugenden wie Ehre und Gehorsam. Muslime hingegen kennen nur Hass und Verachtung, Ausbeutung und Zerstörung. Sie werfen Menschen wie uns Europäern vor, ehrlos zu sein. Dies können sie auch relativ erfolgreich, da wir unsere Tugenden nicht auf ein gesundes Maß reduziert haben, sondern nahezu vollständig vernichtet haben. In Japan wären diese Vorwürfe völlig lächerlich, da diese keinem Selbsthass verfallen sind. Die Muslime hätten dort keine Chance, sich erfolgreich als friedlich zu verstellen, denn das gesamte Japanische/Asiatische Wesen ist von Erziehung her viel friedlicher. Die Japaner betreiben auch keinen Sündenstolz, sie haben einen Schlußstrich unter ihre Vergangenheit gezogen (der uns meiner Meinung nach ebenfalls sehr gut tun würde).<br />
Aus einem gesunden Wesen, das Ehre, Respekt und (gesunden) Gehorsam hat, wächst eine starke Gesellschaft. So sind z. B. auch die Morde in Japan eine der niedrigsten im Vergleich zu anderen westlichen Gesellschaften. Und es macht stark vor äußeren Gefahren und im Gegenzug abschreckend für unmoralische Ehrenmänner, wie es die Muslime sind.</p>
<p>@ Eisvogel<br />
Zitat Eisvogel:<br />
Welche kulturelle Bereicherung (vergleichbar der Windmühle) haben wir von Türken und Arabern in den letzten 40 Jahren gebraucht? Mir fällt keine einzige ein.<br />
Zitat Ende:</p>
<p>Die arabischen Zahlen vielleicht. Sonst fällt mir auch nichts ein.</p>
<p>Seid wann ist denn “Die Körperfresser kommen!” ein B-Movie? Mir als Hobbyfilmkritiker auf <a href="http://www.filmstarts.de/produkt/37808,Die">http://www.filmstarts.de/produkt/37808,Die</a> K</p>
<ul>
<li><strong>22) <a href="http://www.gravatar.com/"></a> Kommentar von Friedel B.</strong></li>
</ul>
<p>8. November 2007 @ 6:41</p>
<p>Der Hass, den Sie beschreiben, kinbaku, ist &#8211; wie ich glaube &#8211; ein anderer als der, auf den Eisvogel und die anderen Kommentatoren wie beispielsweise Thatcher hinweisen. Daß ausgerechnet die Leute, die in ihrem Amtseid dem Sinne nach beteuert haben, “Schaden vom deutschen Volke abzuwenden und seinen Nutzen zu mehren”, offenbar alles daran setzen, unseren Alltag durch Regulierungswut und Gängelei auch im Kleinsten und Privatesten immer schwieriger zu gestalten, erfüllt wahrscheinlich jeden davon Betroffenen mit hilfloser Wut. Eisvogel meint aber etwas völlig anderes, nämlich einen Selbsthass, der sich auf eine angeblich den Westlern aufgrund einer angeborenen Schlechtigkeit innewohnende Erbsünde (Imperialismus, Kolonialismus, Kapitalismus, Umweltzerstörung, Fremdenfeindlichkeit, Überlegenheitsdünkel etc. etc.) stützt. Ich frage mich in diesem Zusammenhang allerdings oft, inwieweit wir die genannten und permanent zu vernehmenden Schuldvorwürfe tatsächlich verinnerlicht haben. Während nämlich die von Ihnen, kinbaku, beschriebene Wut von den allermeisten, mit denen ich spreche, von ganzem Herzen geteilt wird, ist das bei den Schuldvorwürfen oftmals nicht der Fall. Es bestätigt sich vielmehr zumeist die alte Erfahrung, daß man Intellektuelle nicht nur als Leute definieren kann, die von der Realität keine Kenntnis nehmen, sondern auch als solche, die zwar angeblich die Sorge um das unmündige Volk umtreibt, in sämtlichen Bereichen der öffentlichen Debatte jedoch diametral anders denken als ihre vermeintlichen Schutzbefohlenen.</p>
<p>Noch eine Anmerkung: Nach gängiger Auffassung müßte der mit Abstand chauvinistischste und fremdenfeindlichste Staat im westlichen Raum Island sein. So weit ich weiß, darf man dort nur einreisen, wenn man die Rückflugkarte vorweisen kann. Anglizismen gibt es nicht; für jeden neuen Begriff (beispielsweise in der Computertechnik) wird von Amts wegen eigens eine isländische Bezeichnung konstruiert. Kaum vorstellbar, was geschähe, wenn bei uns etwa die Aussage “Mein Zwischennetz-Fürsorger ist T-Aufstrich” (statt “Mein Internetprovider ist T-Online”) offizielle Sprachregelung wäre!</p>
<p>@Shahirrim:<br />
Da ich vor rund 60 Jahren eingeschult wurde, weiß ich positiv, daß die arabischen Ziffern (die im Grunde “indische” heißen müßten) nicht erst innerhalb der letzten 40 Jahre ihren Weg zu uns gefunden haben. Die römischen Zahlen (die wir natürlich auch gelernt haben) waren bereits damals echte Exoten.</p>
<p>P.S. Daß ich nicht die geringste Ahnung habe, was unter “Körperfressern” zu verstehen ist, ist eine Bildungslücke, die ich mit großer Fassung trage.</p>
<ul>
<li><strong>23) Kommentar von kinbaku</strong></li>
</ul>
<p>8. November 2007 @ 9:09</p>
<p>@J.S. Dies ist übrigens sogar eine Sache, die sehr viel mit dem eigentlichen hier besprochenen Thema hat. Es wurde wohl in der Edo-Periode für Gefangene entwickelt und diente keinesfalls dazu den Gegner zu demütigen. Selbst in der Niederlage konnte ein Japaner noch extrem viel Respekt erwarten und der wurde ihm auch ganz selbstverständlich entgegengebracht. Das sieht man schon allein daran, daß es für unterschiedliche Ränge und Stellungen des Gefangenen verschiedene Bindetechniken und sogar verschiedene Farben der Seile gab. Detaillierter will ich hier nicht darauf eingehen, das hat dann doch mit dem Inhalt von Eisvogels Blog wenig zu tun. In China werden sogar noch heute Gefangene die exekutiert werden sollen, so vorbereitet.<br />
Und noch ein persönlicher Rat J.S.: Nicht wild drauflos experimentieren, es sieht nur einfach aus, ist aber ein ganz großes Erlebnis für beide.</p>
<ul>
<li><strong>24) Kommentar von Thatcher</strong></li>
</ul>
<p>8. November 2007 @ 9:41</p>
<p>@katschak</p>
<p>Könntest Du die Stelle, an denen ich “falsch abgebogen” sein könnte, etwas eingrenzen? Das Themenspektrum meines obigen Kommentars ist in der Tat sehr breit, vielleicht zu breit geraten. Aber schließlich wollte ich auch nicht eine wissenschaftliche Abhandlung schreiben, sondern nur meine Auffassung kundtun, was und warum etwas bei uns anders läuft als in Japan oder Israel.</p>
<ul>
<li><strong>25) <a href="http://www.gravatar.com/"></a> Kommentar von Eisvogel</strong></li>
</ul>
<p>8. November 2007 @ 10:11</p>
<p>Ich hatte gestern keinen PC, deshalb erst heute die Antwort:</p>
<p>@Pit: Ich hoffe eigentlich nicht, dass jemand mich umbringen will, aber die Bosheit, die bei manchen Leuten sogar übers Internet greifbar ist, erschreckt schon. Da haben wirklich einige im Kampf gegen “das Böse” (wir) jedes vernünftige Maß verloren. Zum Glück sind sie vermutlich machtloser als sie sich aufblasen. Dass solche Leute nie an einflussreiche Positionen kommen können und dass die an einflussreichen Positionen merken, wes Geistes Kind diese Hobby-Gestapo ist, ist auch ein wichtiges Ziel.</p>
<p>Der Islam ist nicht das einzige Problem, es gibt auch andere Formen der totalitären Macht, und manchmal vermute ich sogar, die Moslems dienen als Volk, für das man eine totalitäre Macht braucht und mittels derer man es dem Rest schmackhaft macht, daß es notwendig ist. Deshalb sehe ich die Pädagogik-Bemühungen gegenüber den Moslems skeptisch, insbesondere die Rufe danach, man müsse dies und jenes und sonstwas im Privatleben kontrollieren, um die islamtypischen Menschenrechtsverletzungen zu vermeiden.</p>
<p>Totalitäre sagen nie: “Wir tun das, weil wir böse sind und es uns Spaß macht”. Sie sagen immer, dass sie das Gute im Sinn haben. Ins Satirische überspitzt haben wir irgendwann Überwachungskameras in den Wohnungen, um zu vermeiden, daß der Moslem die Muslima schlägt (und zwar mit Zustimmung eines Teils der islamkritischen Szene). Ich finde es wichtig, dass wir unsere Freiheit wieder als Freiheit vor dem Staat sehen und nicht den Staat als Großen Bruder, der sich als Wahrer unserer Freiheit vor Familienmitgliedern aufspult.</p>
<p>Über Magie möchte ich hier nicht allzu viel schreiben. Ich bin aber ziemlich sicher, dass sie funktioniert (wie? keine Ahnung). Und es ist auch naiv, zu glauben, dass okkulte Praktiken in der Politik nicht gebraucht werden, nur weil die Herrschaften so “aufgeklärt” tun. Ich denke aber nicht, dass Moslems so was anwenden, alle drei Monotheismen verbieten das vehement, und das ist auch kein Fehler.</p>
<ul>
<li><strong>26) <a href="http://www.gravatar.com/"></a> Kommentar von Eisvogel</strong></li>
</ul>
<p>8. November 2007 @ 10:41</p>
<p>Sorry, wenn ich “die Körperfresser” falsch einsortiert habe</p>
<p>Es war nicht Kampfstern Galactica, den ich meinte, kinbaku. Ich weiß nicht mehr, wie der Film hieß, es waren Außerirdische, die sich als Menschen tarnten und ein paar Helden, die das merkten, wobei ihnen das natürlich niemand glaubte, vor allem die Politiker nicht.</p>
<p>Daß StarTrek bewusst die irdische Politik ein bisschen nachspielt, glaube ich schon. Die Klingonen sind eindeutig die Russen, als die Wende kam, wurden sie von hinterhältigen Feinden zu schwierigen, aber ehrenhaften Verbündeten, und vor allem sind sie Weltmeister im Saufen. Kapla!</p>
<p>Ich fürchte, wir Deutschen sind die Cardassianer, was schon von Anfang an nicht sehr schmeichelhaft ist, und am Ende von Deep Space 9 verbünden wir uns auch noch mit dem Dominion. Das Dominion sehe ich als etwas detailliertere Form der islamischen Umma (im Gegensatz zu den Borg, es wurde auch später eingeführt). Die Föderation ist natürlich der Westen, wobei die Menschen die Amerikaner sind. Die Romulaner sind die Chinesen, die Ferengi die Japaner und die Bajoraner die Israelis…</p>
<p>…. womit wir einen schönen Übergang zur Welt der Nicht-Spinner haben</p>
<p>@Thatcher: Ich finde es interessant, dass Du Israel ins Spiel gebracht hast. Sie sind im Gegensatz zu den Japanern (und trotz der orientalischen Juden) waschechte Westler und daher leichter mit uns zu vergleichen. Dass sie vernünftiger sind, liegt sicher wirklich nur daran, dass sie 1968 ff keine Zeit und Ruhe zum “Weltverbessern” hatten. Sobald etwas (scheinbare) Ruhe eintritt, macht sich aber auch bei ihnen sofort das Gutmenschenvirus breit, Olmert ist so ein Fall. Und nach dem Sechs-Tage-Krieg hätten sie die Chance gehabt, sich etwas mehr Ruhe zu verschaffen, indem sie die damals noch relativ harmlosen Palästinenser vertrieben hätten. Die wären gegangen, die haben damit gerechnet, denn sie hätten es ja umgekehrt bei einem Sieg auch getan und die Welt (auch die der Moslems) war damals noch nicht so irr wie heute. Damals haben die schon noch gewusst, daß ein verlorener Krieg andere Konsequenzen hat als ein gewonnener Krieg.</p>
<p>Das Judentum trägt die Neigung zu Selbstvorwürfen mindestens genauso in sich wie das Christentum, man merkt das immer da, wo Juden eine Atempause vor dem fast allgegenwärtigen Antisemitismus haben, der ansonsten selbstdestruktives Verhalten nicht zulässt. Das Judentum hat auch eine sehr hohe Ethik. Israel gibt sich sehr viel Mühe, bei jeder Naturkatastrophe hilfreich zu sein (selbst bei Leuten wie den Iranern, die das dann noch frech ablehnen).</p>
<p>Und ich glaube nicht, daß das Kalkül ist, um gut dazustehen &#8211; zumindest nicht ausschließlich &#8211; da steckt schon auch ein echtes Bedürfnis dahinter, Leid zu lindern.</p>
<p>Wie die Israelis in unserer Situation (weit weniger bedroht) reagieren würden, weiß man nicht.</p>
<ul>
<li><strong>27) <a href="http://www.gravatar.com/"></a> Kommentar von Shahirrim</strong></li>
</ul>
<p>8. November 2007 @ 14:19</p>
<p>Wo ist denn der Rest meines Kommentars?</p>
<p>Der hört ja mittendrin auf. Gibt es eine gewisse Begrenzung der Buchstabenanzahl? Zum Glück habe ich ihn in Word gespeichert, hier ist der Rest:</p>
<p>Seid wann ist denn “Die Körperfresser kommen!” ein B-Movie? Mir als Hobbyfilmkritiker auf <a href="http://www.filmstarts.de/produkt/37808,Die">http://www.filmstarts.de/produkt/37808,Die</a> K</p>
<ul>
<li><strong>28) <a href="http://www.gravatar.com/"></a> Kommentar von Eisvogel</strong></li>
</ul>
<p>8. November 2007 @ 16:36</p>
<p>@Shahirrim: Nein, es gibt keine Begrenzung der Buchstabenanzahl und ich habe im Admin-Bereich nachgesehen, da ist der Rest Deines Kommentars auch nicht.</p>
<p>Kann es sein, dass Du Dich beim Link vertan hast und deshalb der HTML-Editor spinnt und etwas abgehackt hat?</p>
<p>Links nimmt er so:</p>
<p>[a href="http://Adresse"]Text[/a]</p>
<p>wobei die Eckklammern durch die Dreiecke ersetzt werden müssen. Die linke durch &lt; und die rechte durch &gt; .</p>
<p>(Ich konnte die Dreiecke nicht verwenden, sonst stünde es nicht im Klartext da sondern hätte einen Link simuliert)</p>
<ul>
<li><strong>29) Kommentar von kinbaku</strong></li>
</ul>
<p>8. November 2007 @ 17:51</p>
<p>/37808,Die K</p>
<p>Das ist das Ende des angegebenen Links. Das Problem liegt imho daran das in der Vorlage von @Shahirrim LÜCKEN sind. Normalerweis sind diese durch —&gt;Unterstrich (befindet sich auf der Bindestrichtaste) verbunden. Wenn nun ein Link manuell kopiert wird durch simples abtippen, kann es schon mal vorkommen, das solche UNTERSTRICHE nicht mit übertragen werden. Warum? Links werden immer unterstrichen dargestellt und überdecken solche —&gt;Unterstriche einfach.</p>
<ul>
<li><strong>30) Kommentar von submarine</strong></li>
</ul>
<p>8. November 2007 @ 23:42</p>
<p>Kommentar an Thatcher</p>
<p>Ein sehr interessanter Artikel. Darüber muß ich erst einmal nachdenken.</p>
<ul>
<li><strong>31) Kommentar von Mathis</strong></li>
</ul>
<p>9. November 2007 @ 13:10</p>
<p>Ende der 80er Jahre brauchten die Japaner für die Herstellung eines Fahrzeugs der Golf-Klasse genau halb so viel Zeit wie Volkswagen in Deutschland.</p>
<p>Eine Erklärung dafür gibt ein Newsletter von “Bürger in Wut” aus dem Jahre 2004 “BIW- Aktuell Ausgabe 12/2004″.</p>
<p>Ausländerzuwanderung ein Fehler?<br />
Aufsehen erregte dieser Tage Helmut Schmidt, der in einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt die Anwerbung von Gastarbeitern in den 60er Jahren als einen Fehler bezeichnete. Auch am Konzept der multikulturellen Gesellschaft ließ der streitbare Altbundeskanzler kein gutes Haar: Mit der Demokratie sei dieses Modell einer multikulturellen Gesellschaft nur schwer zu vereinbaren, sagte der SPD-Politiker. Bislang, so Schmidt weiter, funktionierten multikulturelle Gesellschaften nur dort friedlich, wo es einen starken Obrigkeitsstaat wie z.B. in Singapur gebe. Insofern war es ein Fehler, daß wir zu Beginn der 60er Jahre Gastarbeiter aus fremden Kulturen ins Land holten, meinte Schmidt. Die Multikulti &#8211; Schelte von Helmut Schmidt provozierte sowohl bei linken Politikern als auch Wirtschaftsfunktionären heftige Reaktionen. “In den sechziger Jahren habe es zum Zuzug von Ausländern keine Alternative gegeben, empörte sich Ex-BDI-Chef Olaf Henkel im Nachrichtensender n-tv, ohne sie hätte es kein deutsches Wirtschaftswunder gegeben.” Unterstützung bekam Henkel vom amtierenden Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertags, Ludwig Braun. Der bezeichnete es in der “Bild” &#8211; Zeitung als einen Fehler, “zu glauben, dies seien alles nur Gäste”. Schließlich müsse es auch in Zukunft die Möglichkeit für deutsche Unternehmen geben, Fachkräfte aus dem Ausland nach Deutschland zu holen. War die Anwerbung von ausländischen Arbeitskräften zunächst in Italien, Spanien und Portugal und später auch in der Türkei tatsächlich unvermeidlich, um die deutsche Wirtschaft an die Weltspitze zu bringen? Die Antwort lautet eindeutig Nein.<br />
Das beste Beispiel, wie eine Industrienation den Personalmangel der 60er Jahre auch ohne Zuwanderung erfolgreich bewältigen konnte, ist Japan. Im Reich der aufgehenden Sonne waren seinerzeit sogar noch weniger Arbeitskräfte verfügbar als in Deutschland. Dennoch kam Arbeitsmigration für Japan nicht in Frage, eine Grundsatzentscheidung, die bis heute von einem breiten gesellschaftlichen Konsens getragen wird. Die japanische Antwort auf die Personalknappheit der 60er Jahre war eine konsequente und zugleich intelligente Rationalisierung, die nicht nur auf technische Innovationen, sondern auch auf neue revolutionäre Organisationsmodelle setzte. Konzepte wie Lean Production, Just-in-time und Qualitätszirkel wurden zwar zum größten Teil von Wissenschaftlern in den USA erdacht, in Japan aber erstmals in die betriebliche Praxis umgesetzt. Die Folge war ein enormer Produktivitätszugewinn, der den Aufstieg des traditionell armen Japan zur wirtschaftlichen Weltmacht begründete. So brauchten beispielsweise japanische Automobilkonzerne Ende der 80er Jahre für die Herstellung eines Fahrzeugs der Golf-Klasse genau halb so viel Zeit wie Volkswagen in Deutschland. Erst nach der Wieder-vereinigung faßten die japanischen Produktionskonzepte auch in der deutschen Industrie großflächig Fuß mit der Folge, daß viele dann überschüssige Arbeitskräfte freigesetzt wurden. Es gab also sehr wohl eine Alternative zur Anwerbung von Gastarbeitern, um die Produktion in der Industrie zu erhöhen und das Wirtschaftswachstum zu steigern. Doch die deutschen Konzernchefs gingen lieber den bequemen Weg. Anstatt in neue Produktions- und Organisationskonzepte zu investieren, setzte man auf Billigarbeitskräfte aus dem Ausland &#8211; und konnte sich dabei schon damals auf willfährige und wenig vorausschauende Politiker verlassen, die diese fatale Strategie absegneten. Schuld an der Misere haben aber nicht nur die Verantwortlichen der Wirtschaft, sondern auch die Gewerkschaften. Wären Deutschlands Arbeitnehmer Mitte der 60er Jahre bereit gewesen, nur 1 Stunde pro Woche mehr zu arbeiten, hätte man sich die Zuwanderung von Gastarbeitern weitgehend sparen können. Geradezu grotesk ist die Aussage der GRÜNEN &#8211; Politikerin Marie-Louise Beck, die sich in der aktuellen Debatte um die Äußerungen Schmidts zu der Behauptung verstieg, die Gastarbeiter hätten nach dem Krieg mitgeholfen, unser Land wieder aufzubauen . Dabei war der Wiederaufbau (West-) Deutschlands &#8211; also die Beseitigung der unmittelbaren Kriegsfolgen &#8211; bereits in der ersten Hälfte der 50er Jahren weitestgehend abgeschlossen, also lange vor den großen Zuwanderungswellen. Zur Erinnerung: 1960 lebten gerade einmal 600.000 Ausländer in Deutschland, heute sind es knapp 8 Millionen. Diese Menschen, die man in den 60er Jahren als Gastarbeiter anwarb, wurden als billige Arbeitskräfte für die industrielle Massenproduktion benötigt &#8211; und nicht, um die Trümmer wegzuräumen! Das hatten vor allem deutsche Frauen schon unmittelbar nach dem Krieg erledigt. Doch Wirtschafts-bossen und Multikulti &#8211; Träumern geht es nicht um historische Tatsachen oder eine vernunftorientierte Ausländerpolitik. Vielmehr wird mit zum Teil an den Haaren herbeigezogenen Argumenten versucht, den politischen Boden für weitere Zuwanderung nach Deutschland zu bereiten und das trotz einer de-facto- Arbeitslosigkeit von 7 Millionen Menschen und den offenkundigen Problemen der Ausländerintegration, mit denen unsere Gesellschaft heute mehr denn je zu kämpfen hat.</p>
<ul>
<li><strong>32) Kommentar von katschak</strong></li>
</ul>
<p>9. November 2007 @ 17:16</p>
<p>@ Thatcher # 25</p>
<p>Sorry, habe Deine Frage gerade erst gesehen.</p>
<p>“Falsch abgebogen” war, zugegebenermaßen ein wenig salopp ausgedrückt. Was ich meinte war, daß Dein Kommentar in Teilen sehr nach Verschwörungstheorie klingt. Das sind Worte, die gerne in die Wälder von Oregon führen.</p>
<p>Meinst Du mit “Muslimbrüder” das “Muslim Brotherhood”? Können wir an irgendeiner Stelle eine institutionalisierte Zusammenarbeit der 68er PC-Crowd oder der KomIntern mit diesen Bärten belegen? Und falls nicht, ist Deine Theorie dann nicht nur ein energiefressendes Hirngespinst und ein zeitraubendes Suchen in der falschen Ecke?</p>
<p>Ich frage mich jeden Tag, welche Lösung es gibt, oder wenigstens Lösungsansatz, der nicht nur Stückwerk wäre. Wenn wir deportieren und/oder die Grenzen zumachen, hilft uns das überhaupt nicht, falls wir nicht in einem sofortigen zweiten (oder gleichzeitigen) Schritt das Wesen der Politik grundlegend ändern und übergreifend im gesamten Westen den Staat auf sein gesundes Maß zurückstutzen. Ich glaube nicht, daß es Alternativen dazu gibt, und ich verzweifle gerade an der Machtlosigkeit und Orientierungslosigkeit, in die wir uns haben manövrieren lassen.</p>
<p>Dieses Dilemma ist jenseits von Wahlen und parlamentarischer Demokratie.</p>
<p>Oder?</p>
<ul>
<li><strong>33) Kommentar von Thatcher</strong></li>
</ul>
<p>9. November 2007 @ 22:02</p>
<p>@Katschak</p>
<p>Ich meine mitnichten eine “institutionalisierte Zusammenarbeit”, wenngleich der ganze Euromed bzw. der Barcelona-Prozess durchaus in diese Richtung weist. Sondern ein mehr oder weniger unabgestimmtes Zusammenwirken verschiedener machtvoller Bewegungen aufgrund gemeinsamer Interessen.</p>
<p>Im Westen herrscht der Zeitgeist der P.C. vor, in dem Sinne, daß zwar nicht die Mehrheit der Menschen so denkt, sondern die mediale, politische, institutionelle und finanzielle Elite, die die Menschen zu einem Verhalten erziehen, das im Wesentlichen besteht aus einem prinzipienlosen Säkularismus, der gewisse selbstzerstörerische Tendenzen des Christentums aufgreift und übersteigert (Selbstlosigkeit, Fremdenliebe, Feindesliebe, Pazifismus), dazu kommt noch eine fatale Tendenz zur höflichkeitsbedingten Akzeptanz mangelnder Logik und Leichtgläubigkeit &#8211; vor allem glaubt man gerne, daß man für allerlei Mißstände in der ganzen Welt verantwortlich sei, was uns seit 40 Jahren erzählt wird. Und für diese zur Zivilreligion mutierten, die eigene Kultur verachtenden Weltanschauung kann man durchaus die ‘68er, die sie aus den Büchern von Adorno und Horkheimer übernommen haben, verantwortlich machen. Daß beide großen Religionen bei dieser Entwicklung wesentlich beteiligt sind, ist vielleicht der perfideste Verrat &#8211; der nicht nur darin begründet ist, daß auch die Kirchenführungen von ‘68ern übernommen wurden, sondern auch darin, daß die Kohärenz zwischen den Werten des klassischen Christentums und denen des neuen zivilreligiösen Konstrukts so deutlich ist.</p>
<p>Währenddessen wird die islamische Welt auf ähnliche Weise beherrscht von der Ideologie der Muslimbruderschaft: Nicht jeder Muslim denkt so, doch in Moscheevereinen, Medien und Verbänden sitzen lauter Muslimbrüder, die intern deren Auftrag zur demographischen Übernahme, zur Kompromißlosigkeit und zum gerichtlichen Erstreiten scharia-konformer Urteile verbreiten, den Terrorismus zumindest decken, wenn nicht gar befördern und nach außen eine Lügenpropaganda betreiben, die haargenau zu dem paßt, was die Menschen des Westens gerne hören wollen: Islam ist Friede, Freude, Eiapopeia, aber ihr diskriminiert uns, ihr grenzt uns aus, obwohl wir euer Land aufgebaut haben. Diese Sichtweise ist innerhalb der islamischen Community mindestens genauso Mainstream wie der Selbsthass bei den Westlern.</p>
<p>Mit anderen Worten: Hier wirken zwei gesellschaftliche Strömungen kohärent zum Nachteil der einen Gesellschaft. Alles Denken, Reden und Handeln der Eliten beider Seiten ist darauf gerichtet, das Denken der westlichen Menschen abzulenken oder abzuschrecken von jedem Gedankengang, der der Wirklichkeit nahekommt oder von Überlegungen und Aktivitäten, die der Gefahr der islamischen Übernahme wirksam entgegentreten könnten.</p>
<p>Mag sein, daß diese Konstellation seitens des Westens nicht von Beginn an voraus-gesehen worden ist, mag auch sein, daß man in den ‘70er Jahren noch nicht im Traum daran dachte, daß 30 Jahre später der Islam sich tatsächlich anschicken könnte, Europa von innen her zu destabilisieren und langfristig die Macht zu übernehmen. Doch seit mindestens 15 Jahren erleben wir, daß sich die Machteliten der westlichen wie der islamischen Welt, deren gemeinsame Interessen näher beieinander liegen als jeweils bei den Interessen der von ihnen vertretenen Völker (Was hat denn Ibrahim aus Kairo davon, wenn Europa islamisch wird? Eher wenig, da dann auch die Entwicklungshilfe langfristig flach fällt), immer besser verstehen. Während die zur Deutungsmacht-Elite aufgestiegenen ‘68er die bürgerlichen Strukturen nachhaltig zerstören wollen, um einen infantilen Menschen selbstdefinierter Identität zu schaffen, haben die Konzernführungen einen konsumorientierten und wenig prinzipienfesten Massenmenschen im Sinn, dessen Verhalten durch materielle Anreize steuerbar ist. Das harmoniert miteinander, weshalb es zwischen diesen Gruppierungen auch kaum zu grundsätzlichen Reibereien kommt (nicht nur wegen seiner Wirtschaftsnähe galt Schröder als der “Genosse der Bosse”).</p>
<p>Die instinktsichere islamische MB-Elite wiederum ahnt, daß eine von solchen Idealen geprägte Gesellschaftsform ein Kandidat für die islamische Übernahme ist, da sie der <em>da’wa</em> wenig entgegenzusetzen hätte. Die Finanzelite des Westens bedankt sich für die günstigen Arbeitskräfte, während der europäische Mensch glaubt, zum guten Teil auch glauben gemacht wird, er sei eine Art neuer Nationalsozialist und schlimmer Menschenfeind, wenn er diese “kulturelle Bereicherung” nicht will.</p>
<p>Der westliche Mensch verabscheut &#8211; spätestens seit dem Ende des verheerenden 2. Weltkrieges &#8211; das Kämpfen und sieht immer weniger ein, weshalb ein Staat vernünftiger-weise eine Armee unterhält. Die Muslime wiederum würden ihr neues Land auch lieber ohne Djihad in Besitz nehmen statt mit &#8211; aber wenn es darauf ankäme, würden sie auch darum kämpfen, über dieses Land neuer Herr zu werden. Zur Zeit ist dies aber den muslimischen Kräften innerhalb Europas nicht möglich &#8211; daraus ergibt sich, zumindest bis auf weiteres, das gemeinsame Interesse, den islamischen Terrorismus zu stoppen. So kann vertuscht werden, daß in der schleichenden Demographie und fortschreitenden Machterschleichung nichtterroristischer islamischer Bewegungen die größere Gefahr für den westlichen Kulturkreis liegt.</p>
<p>Was soll ich zu den Perspektiven sagen? Der Islam ist seit tausend Jahren so, wie er ist, und das ist auch gut erkennbar für den klar Denkenden. Die “Schuld” liegt bei uns und unserer Dekadenz, unserer Manipulierbarkeit und Steuerbarkeit. Solange wir von den umerzieherischen öffentlich-rechtlichen und käuflichen privaten Medien beeinflußt werden, werden sich die geschilderten Ursachen für unsere Misere nicht legen. Wir müssen die Deutungsmacht dieses dezentralen Goebbels-Ministeriums unbedingt durchbrechen, bevor über wirksame Maßnahmen entschieden werden kann. Einige sinnvolle Maßnahmen wären u.a.: (a) Verbot jeglicher islamischer Organisation &#8211; wer nur privat zuhause zu Allah beten will, ist unproblematisch -, (b) Ausweisung aller unkooperativer Subjekte, (c) Schaffung finanzieller Anreize für volkswirtschaftlich unproduktive Zuwanderer, in ihre Heimat zurückzugehen, (d) strikte Auswahl weiterer Zuwanderer nach Nützlichkeitskriterien, (e) Einsatz staatlicher Gewalt im eigenen Interesse &#8211; lieber das KSK in die Taliban-Gebiete statt Steuermillionen, (f) sinnvolle Gerichtsurteile, die die islamische Problematik nicht ignorieren, sondern sie einzudämmen helfen.</p>
<ul>
<li><strong>34) <a href="http://www.gravatar.com/"></a> Kommentar von Eisvogel</strong></li>
</ul>
<p>9. November 2007 @ 23:15</p>
<p><em>Dieses Dilemma ist jenseits von Wahlen und parlamentarischer Demokratie.</em></p>
<p>Das glaube ich auch, deshalb bin ich skeptisch gegen das Allheilmittel Parteigründungen und -eintritte.</p>
<p>Ich glaube nämlich, dass Demokratie funktioniert und daß es nicht so sehr auf Personen ankommt. Ich argwöhne ganz zynisch, daß wir als Politiker auch nicht besser wären (oder im Zweifelsfall eben eine abgesägte Skandalfigur).</p>
<p>Das Umdenken muss im Volk stattfinden, dann ziehen in einer Demokratie auch die bereits vorhandenen Politiker nach (wobei ich nicht mehr sicher bin, ob wir dank EU überhaupt noch eine Demokratie haben).</p>
<ul>
<li><strong>35) Kommentar von Corax</strong></li>
</ul>
<p>10. November 2007 @ 0:04</p>
<p><em>Ich glaube nämlich, dass Demokratie funktioniert</em></p>
<p>Ich mißtraue der Demokratie. Demokratie lebt von Stimmungsmache. Unsere Herrscher brauchen unsere Stimmen und dazu wird Stimmung gemacht, dazu wird Meinung gemacht. Die Meinung wird industriell produziert. Das heißt dann „die öffentliche Meinung“. Und der Apparat, der die Stimmung und die Meinung macht, sind die Medien, die Thatcher hier sehr treffend das „dezentrale Goebbels-Ministerium“ genannt hat.</p>
<p>Unsere Mediendemokratie ist raffinierter als das „Dritte Reich“ es war. Im „Dritten Reich“ gab es das Ministerium für Propaganda, das über die Medien wachte. Und das war kein Geheimnis, jeder wußte es, jeder wußte: was in den Zeitungen steht und was man im Radio hört, ist Propaganda, also mit Vorsicht zu genießen. Heute ist auch fast alles, was uns die Medien vorsetzen, Propaganda, aber da es kein Propagandaministerium und keinen Propagandaminister gibt, denken viele, die Medien seien keine Propagandamaschine, sondern würden sich ehrlich um objektive Information bemühen.</p>
<p>Die Medien haben die Kirche ersetzt. Die Medien verkünden Tag ein, Tag aus die Wahrheit und nichts als die Wahrheit. Viele Leute sehen mehr Menschen im Fernsehen, als sie im wirklichen Leben sehen, und hören viel mehr Menschen im Fernsehen zu, als sie im wirklichen Leben zuhören, und lassen sich vom Fernsehen mehr Gedanken einreden, als sie selbst je selber denken, und diese Gedanken spulen sie selber wie ein Tonband ab und halten sie für ihre eigenen Gedanken. Das sind die demokratischen Menschen, die dann an die Wahlurnen gehen und ihre Stimmen abgeben. Sie sind eigentlich nur selbst Wahlmaschinen, von den Medien programmierte demokratische Zombies.</p>
<p>Thatcher hat Recht: Wir müssen die Macht des dezentralen Goebbels-Ministeriums, des Ministry of Truth brechen. Aber wie das gehen soll, darüber hat noch keiner richtig nachgedacht. Oder doch?</p>
<ul>
<li><strong>36) Kommentar von katschak</strong></li>
</ul>
<p>10. November 2007 @ 0:18</p>
<p>@ Thatcher</p>
<p>Danke Dir, daß Du mir nochmal die Welt erklärt hast. Mir sind die in einander greifenden Mechanismen des Islam und der PC/Komintern Welt schon klar.</p>
<p>Mir kam es bei meiner Frage allein darauf an, ob Du hier eine “Verschwörung” siehst oder ob Du mit mir übereinstimmst, daß sich hier die tödliche Lungenentzündung (Islam) beim völlig immungeschwächten HIV Patienten (Westen) einnistet.</p>
<p>Dazu bedarf es keiner “Bankiersverschwörung”. Und Dein o.g. Beitrag hörte sich für mich so an, als habest Du Insider-Informationen, die Du hier in Andeutungen streust.</p>
<p>Ich weiß Deine fast immer guten und präzisen Beiträge sehr zu schätzen. Das sieht in diesem, meinem Kommentar nicht so aus. Das wiederum liegt aber ausschließlich an meiner gerade sehr schrägen Laune.</p>
<ul>
<li><strong>37) Kommentar von katschak</strong></li>
</ul>
<p>10. November 2007 @ 0:45</p>
<p>nochmal @ Thatcher</p>
<p>“<em>zu einem Verhalten erziehen, das im Wesentlichen besteht aus einem prinzipienlosen Säkularismus, der gewisse </em><strong><em>selbstzerstörerische Tendenzen des Christentums aufgreift und übersteigert (Selbstlosigkeit, Fremdenliebe, Feindesliebe, Pazifismus)</em></strong><em>, dazu kommt noch eine fatale Tendenz zur höflichkeitsbedingten Akzeptanz mangelnder Logik und Leichtgläubigkeit &#8211; vor allem glaubt man gerne, daß man für allerlei Mißstände in der ganzen Welt verantwortlich sei, was uns seit 40 Jahren erzählt wird. </em>”</p>
<p>ich weiß, wie aktuell es ist und wie gerne es genommen wird, JEDE Entwicklung in unserer Gesellschaft dem Christentum in die Schuhe zu schieben. In diesem Fall sehe ich das nicht so. Für mich sind die von Dir genannten Tendenzen “Selbstlosigkeit und Pazifismus” klar erkennbar als “Gleichgültigkeit”. “Fremdenliebe und Feindesliebe”, kann ich nirgends erkennen. Es gibt keine Fremden, denn wir sind “globale Bürger” und Toleranzweltmeister und es gibt keine Feinde weil es doch keinen Krieg gibt.</p>
<p>Ich sehe hier eher eine unglaublich “befreite” Tu-was-Dir-gefällt-Gesellschaft, Gipfel der Popkultur und der sexuellen Befreiung, Ausfluß der Frankfurter Schule. Antithese des Christentums. Der Tanz ums goldene Kalb.</p>
<p>Wir können nicht wahllos alles dem Christentum andichten. Das macht genauso blind und blöde wie das Hinterlassen einer missionarischen Schleimspur auf jedem Thema.</p>
<p>Wir werden einfach mit einer Mischung aus Schuldkomplex und Fungesellschaft auf Trab gehalten.</p>
<ul>
<li><strong>38) <a href="http://www.gravatar.com/"></a> Kommentar von Eisvogel</strong></li>
</ul>
<p>10. November 2007 @ 1:23</p>
<p><em>Wir können nicht wahllos alles dem Christentum andichten. </em></p>
<p>Das ist absolut richtig, Katschak. Es hat wenig mit dem Christentum zu tun, aber selbiges steckt Europa immer noch in den Knochen. Es wurde zerschlagen und seine Scherben wurden in die neue Fun- und Schuldreligion eingebaut.</p>
<p>Man merkt es in Diskussionen mit ihren Vertretern (und sogar mit Moslems!). Kaum wird man mal etwas aggressiver, kommt irgendein blödes Gewäsch, das wäre jetzt aber sehr unchristlich und Jesus würde das gar nicht gut finden, was man geschrieben hat. Und das gilt jetzt nur für die Nichtmoslems, für die 68er Adorno-Jünger: Sie würden sich zwar eher die Zunge abbeißen als zugeben, dass Moslems unsere Feinde sind, sie argumentieren aber trotzdem mit der Feindesliebe und werfen einem vor, dass man gegen sie verstößt. Das ist natürlich unlogisch, aber Logik geht denen hintenrum vorbei.</p>
<p>Das echte Christentum ist kein Problem. Das säkularisierte, verblödete moderne Staatschristentum, das hochmoralische Schlagworte behalten hat, die Transzendenz aber aufgegeben hat, ist hingegen schon eines.</p>
<p>Es ist ein wichtiges Ingredienz der PC.</p>
<ul>
<li><strong>39) Kommentar von Thatcher</strong></li>
</ul>
<p>10. November 2007 @ 1:33</p>
<p>Es wäre fatal, die Rolle des Christentums an unserer derzeitigen Lage zu leugnen. Dem Römischen Reich wäre das nicht passiert, solange es nicht christianisiert war, und der ursächliche Zusammenhang zwischen der Ausbreitung des Christentums im Römischen Reich und dessen kulturellem Niedergang wird von namhaften Experten nicht bestritten. Ich empfehle dringend die Auseinandersetzung mit dem letzten heidnischen Kaiser Julian. Diese tragische Figur war nicht nur in der antiken Kultur hochgebildet, sondern sah auch die Förderung von Dekadenz und Zerfall durch das Christentum klar voraus.<br />
Er schleuderte den Christen entgegen (zitiert nach Kyrill von Alexandria):</p>
<p>„Aber das Gewissen eines Bruders, der sehend ist, wird in euren Augen zu Schanden, ihr weisesten Menschen! Jeder große Geist, den die Natur bei euch hervorbringt, fällt aufgrund dieser Wissenschaften von eurem Unglauben ab. [...] Und ihr wißt, so denke ich, um wieviel unsere Lehren im Vergleich der Klugheit den euren überlegen sind. Von euren Lehren wird niemand tapfer und noch nicht einmal gütig. Durch unsere Wissenschaften wird ein jeder besser als er war, selbst wenn er von Natur aus durchaus begrenzt ist. Wenn er aber mit dem Guten der Natur begabt ist und unsere Schriften studiert, so wird es scheinen, als sei er gleichsam durch ein Geschenk der Götter den Menschen gegeben, gleichviel ob er das Licht der Naturwissenschaft erklimmt oder die Ethik erforscht oder die größte Streitmacht der Feinde in die Flucht schlägt und weithin das Land und das Meer bereist: Durch diesen Namen scheint er Halbgöttern gleich! [...] Und dennoch seid ihr so elend und wahnsinnig, daß ihr glaubt, eure Gespräche seien göttlich, von denen doch niemand klüger wird oder tapferer oder gar besser, als er war. Aber diejenigen, denen es vergönnt ist, die Tugend, die Klugheit und die Gerechtigkeit zu erlangen, bezeichnet ihr als Verehrer des Teufels.“<br />
– Julian, Gegen die Galiläer,</p>
<p>Auch heute kann man wieder beobachten, daß der christliche Mainstream sich nicht gerade besonders in der Stärkung der gesellschaftlichen Abwehrkräfte hervortut, sondern vielmehr aus höchsten christlichen Tugenden gemeinsame Sache mit dem Gegner macht. Es ist nicht einmal nur kirchliche Macht- und Geldgier, die sich eine vermehrte Hinwendung zu den Kirchen für den Fall der islamischen Übernahme verspricht, sondern ehrliches, im aufrichtigsten Sinne gemeintes Christentum, sich sowohl die linke als auch die rechte Backe von den Mohammedanern versohlen zu lassen.</p>
<p>Es stimmt zwar, daß einige protestantische Splittergruppen in Sachen Islam und seine Feindschaft zum Christentum klar sehen, doch die zu ziehenden Konsequenzen (siehe oben) sehe ich bei denen an keiner Stelle. Statt dessen wird an die Menschen appelliert, “Gottvertrauen” zu haben o. Ä., mit anderen Worten: Abwarten, bis jemand anders die Probleme löst, und dann die eigenen “übernatürlichen Bemühungen” zu preisen, oder im Falle der Unterwerfung den “mangelnden Glauben” der eigenen Leute dafür verantwortlich zu machen. Bewährte Methode aller Schwarzkünstler.</p>
<p>Quelle des Julian-Zitats:<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCcherverluste_in_der_Sp%C3%A4tantike">http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCcherverluste_in_der_Sp%C3%A4tantike</a></p>
<ul>
<li><strong>40) Kommentar von katschak</strong></li>
</ul>
<p>10. November 2007 @ 1:51</p>
<p>@ Thatcher</p>
<p>Ich beginne gerade erst, mich mit dem Christentum und seiner Geschichte auseinander-zusetzen. So wie ich die christlichen Kirchen heute sehe, mit ihren geschiedenen BischöfInnen und vor versammelter Gemeinde Kumbaya-klampfender 68er Pfaffen und katholischer Kinderschänder stellt sich mir die Frage (und ich stelle sie natürlich auch Euch):</p>
<p><strong>Wo, zum Teufel, sind die Christen die, wie ihre Vorfahren vor 1000 Jahren, bereit sind, loszuziehen und das Heilige Land zu befreien?! </strong></p>
<p><strong>Was ist aus DIESEM militanten, hochmotivierten Christentum geworden?</strong></p>
<ul>
<li><strong>41) <a href="http://www.gravatar.com/"></a> Kommentar von Eisvogel</strong></li>
</ul>
<p>10. November 2007 @ 2:00</p>
<p><em>Was ist aus DIESEM militanten, hochmotivierten Christentum geworden?</em></p>
<p>Ich weiß auch nicht recht. Ich glaube, es hat uns im Teenie-Alter genervt und deshalb haben wir es kaputtgemacht. Diejenigen, die uns dran hindern wollten, hatten keine Chance. Der Staat stand auf unserer Seite.</p>
<p>Ganz von fehlenden Kreuzzügen abgesehen weiß ich aber, dass eine sehr liebe, sehr alte und sehr religiöse Frau mir kürzlich gesagt hat, daß sie nicht mehr in die Kirche geht. Als ich nachfragte, ob ihr der Weg zu anstrengend sei, meinte sie nein, zum Augenarzt und zu ihrem bevorzugten Metzger wäre es noch viel weiter und da ginge sie auch zu Fuß hin, aber sie hätte nichts mehr von dem “neumodischen Zeugs”, das die da predigen, und das wäre auch nicht das Wort Gottes.</p>
<p>Aber war das früher wirklich anders?</p>
<p>Bevor ein Papst den Hintern hochkriegte und “Deus lo vult” sagte, vergingen 300 Jahre islamischer Aggression gegen die christlichen Länder des Nahen Ostens, Nordafrikas und Spaniens.</p>
<p>Ob DAS (reagieren nach 300 Jahren) unsere Luschen hinkriegen oder nicht, werden wir alle voraussichtlich nicht erleben.</p>
<p>Wer weiß jetzt schon, ob Papst Ho Chung Wung der 13. im Jahr 2307 nicht vielleicht vom Vatikanstaat innerhalb Seouls aus zum Kreuzzug zur Befreiung Eurabias aufruft?</p>
<ul>
<li><strong>42) Kommentar von katschak</strong></li>
</ul>
<p>10. November 2007 @ 2:08</p>
<p>Hallo Eisvogel. Angebrochener Vormittag, was?</p>
<p>Dieser Thread müßte eigentlich im Null Komma Nix den Meister Ratio auf den Plan rufen …</p>
<p>Es iss auch Neumond.</p>
<p>Wo is mein Knoblauch &#8211; und die Silver Bullets &#8211; und das Kruzifix?</p>
<ul>
<li><strong>43) Kommentar von Thatcher</strong></li>
</ul>
<p>10. November 2007 @ 2:20</p>
<p>Zu allem Unglück stehen die Christen heute nicht nur nicht mehr hinter ihren wenigen nennenswerten militanten Episoden (Tours und Poitiers 732/Kreuzzüge 1095-1291/Wien I 1529/Lepanto 1571/Wien II 1683), sondern betrachten sie aus einigen Jahrhunderten Abstand mit Abscheu. Ausgerechnet die Aktionen, die dem christlichen Europa also ein paar Jahrhunderte Gnadenfrist ermöglichten, gelten heute als “unchristliche” Fehler und sind es vielleicht sogar. Ich möchte die Zukunft Europas daher ungern in den Händen dieser Mollusken sehen.</p>
<ul>
<li><strong>44) <a href="http://www.gravatar.com/"></a> Kommentar von Eisvogel</strong></li>
</ul>
<p>10. November 2007 @ 2:20</p>
<p><em>Dieser Thread müßte eigentlich im Null Komma Nix den Meister Ratio auf den Plan rufen …</em></p>
<p>Ich glaube, wir haben ihn vergrault.</p>
<p>Und doch: @Ratio (falls Du noch mitliest): Bevor Du den Eindruck hattest, dass wir &#8211; und insbesondere ich &#8211; üble religiöse Fanatiker sind, haben wir uns so gut verstanden und hast Du so interessante und kluge und gar nicht gehässige Beiträge geschrieben.</p>
<p>Es wäre arg schade, wenn Du uns verlässt. Wir verbrennen Dich auch ganz bestimmt nicht</p>
<p>Im Ernst &#8211; ich glaube nicht, dass wir der Islamisierung entgegentreten können, wenn wir nicht ein bisschen was über Religion wissen, was etwas völlig anderes als Wissenschaft ist und sich nicht ausschließt. Nur weil die Kirche irgendwann mal wissenschaftsfeindlich war (wenn auch wirklich nur in Teilen und niemals ganz und gar), müssen wir doch nicht auf diesen Zug aufspringen und permanent die Quantenphysik und die Astronomie gegen das Christentum verteidigen, das mit selbigen schon längst keine Probleme mehr hat.</p>
<p>Was jemand persönlich glaubt, ist etwas ganz anderes. Man muss nicht gläubig sein, um Religion zu verstehen.</p>
<ul>
<li><strong>45) Kommentar von Arundhati</strong></li>
</ul>
<p>11. November 2007 @ 2:23</p>
<p>Ein sehr erhellender Beitrag und sehr interessante Kommentare dazu. Ich danke Ihnen.</p>
<p>Ein Faktor für die verschiedene Ausprägung der Muslimproblematik in Japan und Europa könnte auch mit den verschiedenen Ansätzen von “Ehre”, also dem Ehrbegriff zu tun haben.</p>
<p>Muslime wie Japaner leben nach den Prinzipien einer Ehr- und Schamgesellschaft, im Gegensatz sind wir in einer Art Schuldgesellschaft verhaftet. Als Beispiel:<br />
ein Muslim hat Streit mit einem Mitschüler. Der Streit wird folgendermaßen ablaufen (als Modell): Der Muslim wird dem Mitschüler vorwerfen, seine Ehre verletzt zu haben und droht ihm mit Rache. Argumenten ist er nicht zugänglich, nur die totale Unterwerfung und Demütigung des Mitschülers kann nun seine Wut bezähmen. Er wird nun alles daran setzen, den Mitschüler dranzukriegen, ihn zusammenzuschlagen, am besten vor vielen Zeugen, und ihn so “ehrlos” zumachen. Wer sgnt. ehrlos ist, der ist keine Bedrohung mehr. Würde der Muslim nicht so handeln, stünde er in den Augen seiner Kulturgenossen als ehrlos da, und wäre sofort Freiwild, denn der “Ehrlose” ist auch “schutzlos”.<br />
Hat der Muslim die Rache vollzogen, ist aber keine Versöhnung möglich. Der Kontrahent ist ehrlos geworden und wird weiter schikaniert. Hätte der Muslim den Kampf verloren hätte ihm dasselbe Schicksal geblüht. Darum hat er vermutlich vorgesorgt und kam mit 30 Freunden oder der Kontrahent war körperlich von vornherein unterlegen. Denn es gibt für einen Muslim nur Sieg oder Tod, Unterwerfung unter den Feind ist eine so große Schande, daß sie eben als lebensbedrohend angesehen wird. Dieses Sühnemuster entspricht stark den Strukturen eines malignen Narzissmus.<br />
Als Gegenmodell der Ehrbegriff des Japaners, der ähnlich auf Scham ausgerichtet ist, sich aber ganz anders zeigt. Die Angst, das “Gesicht” zu verlieren, äußert sich hier nicht narzisstisch, es wird nicht der Gegner gedemütigt, um die “Ehre” zu wahren, im Gegenteil, es muß immer darauf geachtet werden, daß man den Gegner nicht dazu bringt, das Gesicht zu verlieren. Es wird eher das eigene Gesicht (zum Schein zumindest) geopfert, um Schaden vom Gegner abzuwenden. Darum kennt Japan so viele feine Gesten und Regeln, die wir teilweise brechen, weil wir sie nicht einmal wahrnehmen.<br />
Im Grunde genommen sind das nur Hintertürchen zur Ehrrettung. Man stelle sich nun den Zusammenprall dieser zwei Gesellschaften vor: Auf der einen Seite die muslimische, die ihre Ehre auf der Basis von Erniedrigung des Gegenübers bewahrt. Auf der anderen Seite ein starker Ehrbegriff, der auf gegenseitiger Rücksichtsnahme beruht. In den Augen eines Japaners ist der Muslim der allergrößte Unflat, und zum Schutz der eigenen Ehre wird der Kontakt aufs äußerste vermieden. Eine solche Kultur kann in Japan nie Fuß fassen.<br />
Mit dem Christentum sieht es ein wenig anders aus. Hier würde der Konflikt eines Christen mit einem Mitschüler wohl in den meisten Fällen im Gespräch enden, wo beide ihren Standpunkt anbringen können und der Stärkere sich beim Schwächeren entschuldigt. Damit ist die Sache dann erledigt. Im besten Fall zumindest. Hier ist ein Schuld-und Sühne-Prinzip am Werk. Jemand macht sich schuldig. Er bereut und leistet Wiedergutmachung, die Sache ist vom Tisch, er darf nicht zweimal büßen müssen. Hier sieht man vor allem 2 Grundsätze: 1. Ehre spielt eine kleine Rolle, sie wird oft vom Stärkeren “geopfert” zugunsten von Demut. Es gilt als unfein, den großen Macker zu markieren, Understatement kommt da besser an. Es gilt also die Devise: Ich weiß daß ich stärker bin, aber ich übe Demut und Rücksicht, zeige mich sogar solidarisch. Darauf baut das Christentum auf, und natürlich auch seine Folgekultur. Unsere Sozialwerke sind ein Produkt dieser Solidarität (die gibt’s in Japan so nicht).2. Es wird auf Rache verzichtet, wenn der Täter sich reuig zeigt. Christen (der ganze Westen) haben eine unglaubliche Fähigkeit zu vergeben. Der ganze Resozialisationsgedanke beruht darauf.</p>
<p>Würden nun Japaner hierherkommen und sich aufführen wie die Muslime, so wären wir wütend, da sie als Wirtschaftsmacht stark sind und sich trotzdem undemütig verhalten. Die würden nicht lange bleiben.</p>
<p>Nun kommen aber nicht die Japaner und führen sich so auf, es sind die Muslime aus finanzschwachen Drittweltländern. Also ist es an uns, als die “Stärkeren” Demut zu zeigen (Das würde uns bei den Japanern 1-2 Pluspunkte einbringen), wie das auf die Muslime wirken muß, können wir ja nun alle beobachten. In ihrem Verständnis muß der Stärkere ständig draufhauen, sonst wird er schwach und stirbt. Da wir ihnen gegenüber, den “Habenichtsen” so viel Demut zeigen, ist für sie der Beweis unserer Unterlegenheit. Darum kommen sie hierher. Weil sie glauben, hier die Herren zu sein. Und wir lassen sie rein, weil wir glauben, daß sie schwach sind und die Solidarität es von uns fordert.</p>
<p>Gruß</p>
<p>Arundhati</p>
<p>ps:</p>
<p>Darum hat unser Mitleid den Juden gegenüber in Hass auf die Israeli umgeschlagen. Israel ist stark, es fehlt ihm aber die Demut. Genauso ist es mit den Amerikanern. Sie sind stark und zeigen es. So etwas ist in unseren Augen pure Arroganz. Darin begründet sich unser Hass auf die Amis. Und sogar Amerikaner sind nicht gefeit vor dem Schuldkomplex des Stärkeren, nur nicht ganz so ausgeprägt wie bei uns, schließlich waren sie lange zeit die “Schwachen”, eine Kolonie.</p>
<ul>
<li><strong>46) <a href="http://www.gravatar.com/"></a> Kommentar von Eisvogel</strong></li>
</ul>
<p>11. November 2007 @ 10:40</p>
<p>@Arundhati: Das ist wunderbar erklärt. Danke für diese klare Erklärung des unterschiedlichen Ehrbegriffs.</p>
<p>Ich habe das im alltäglichen Umgang mit Moslems auch schon gemerkt. Die normalen westlichen Deeskalationsstragien, die man automatisch anwendet, funktionieren nicht. Man “macht sich selbst etwas runter” (Understatement) und in Folge davon tut es das Gegenüber auch. Bei Moslems erlebt man hingegen, dass das nicht so klappt, sondern dass das eigene Understatement Verblüffung bis Triumphieren auslöst. Mir ist das bei kleinen Nachbarschaftsstreits aufgefallen. Sie haben wirklich Psychoterror gegen mich ausgeübt (inzwischen erfolgreich, sie haben mich los) und meine Deeskalationsversuche machten es wohl schlimmer.</p>
<p>Einmal, als einiges zusammenkam und dazu noch maßlose Kopfschmerzen auf meiner Seite, habe ich die Türkin angeschrien wie ein Fischweib. Ich habe dabei auch hässliche Dinge gesagt, was aber egal war, denn sie lebte ja erst seit 35 Jahren in Deutschland und verstand daher nur bruchstückhaft deutsch. Den Ton hat sie aber verstanden &#8211; ich war danach vollkommen fertig, floh zu meiner Mutter zum Heulen und dachte, ich kann nie wieder in meine Wohnung zurück, man kann ja schließlich nicht mit Leuten unter einem Dach leben, mit denen man eine derart hässliche Streiterei hat. Ich musste natürlich zurück und … es ging wunderbar. Ich hatte mindestens ein Jahr Ruhe vor der alten Hexe.</p>
<p>Was aber würden die Japaner tun, wenn ihre Eliten ihnen Moslems ins Land schaffen würden?</p>
<p>Oder sind die “Eliten” einer Kultur vielleicht gar nicht soooo anders als das Volk? Tun es die japanischen einfach nicht, während es unsere aufgrund dieser Schuldkultur (in der sie sich vielleicht weniger vom Volk unterscheiden als wir gerne annehmen würden) tun?</p>
<ul>
<li><strong>47) Kommentar von tape</strong></li>
</ul>
<p>11. November 2007 @ 14:55</p>
<p>@ Arundhati</p>
<p>Vielen Dank für Ihren Beitrag auch von mir.</p>
<p>In einem Gespräch mit einem christlichen Missionar hatte dieser die beiden Kulturen genauso unterschieden wie sie:</p>
<p>christliche = Schuldkultur;<br />
muslimische = Ehrkultur.</p>
<p>Sie haben es aber perfekt schriftlich skizziert, mit nachvollziehbaren Beispielen veranschaulicht und auch noch die japanische Ehrkultur als Spiegelbild der muslimischen mit eingebunden.</p>
<p>Wieder mal eine Freude und ein Gewinn hier zu lesen.</p>
<p>@ Eisvogel</p>
<p>Dieser Punkt der Selbstverständlichkeit, daß sich bei Muslimen der Stärkere durchsetzt, kam auch bei deinem gestrigen Postings mit dem User Muslim heraus.</p>
<p>Für ihn ist das selbstverständlich: wenn der Islam Europa überrollt und dabei z. B. ältere Einheimische buchstäblich in den Dreck abrutschen, dann ist das für ihn eben “Allahgewollt”, kann man nichts machen und muß man sich auch nicht weiter drum kümmern.</p>
<p>Allah hat die Unterlegenen eben dazu erschaffen zu leiden und unterdrückt zu werden.</p>
<p>Grüße<br />
tape</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Die Schlacht von Trafalgar&#8230;</title>
		<link>http://fjordman.wordpress.com/2009/11/26/die-schlacht-von-trafalgar/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 20:20:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Deep Roots</dc:creator>
				<category><![CDATA[Andere Autoren]]></category>
		<category><![CDATA[Deep Roots]]></category>

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		<description><![CDATA[
&#8230;im Jahr 2009:                                              Druckversion (pdf)
Nelson: “Lassen Sie das Signal setzen, Hardy.”
Hardy: “Aye, aye Sir.”
Nelson: “Halt, das ist nicht das, was ich dem Signaloffizier diktiert habe. Was bedeutet das?”
Hardy: “Tut mir leid, Sir, Sie werden das lesen müssen.”
Nelson: (liest laut) “‘ England erwartet, daß jede Person seine oder ihre Pflicht tut, ungeachtet der Rasse, des Geschlechts, sexueller Orientierung, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fjordman.wordpress.com&blog=5190227&post=1158&subd=fjordman&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><a href="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/geoff-hunt-victory-breaks-the-line.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1159" title="Geoff Hunt Victory breaks the line" src="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/geoff-hunt-victory-breaks-the-line.jpg?w=622&#038;h=459" alt="" width="622" height="459" /></a></p>
<p><strong>&#8230;im Jahr 2009:                                              <a href="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/the-lambeth-walk-die-schlacht-von-trafalgar1.pdf">Druckversion (pdf)</a></strong></p>
<p><strong>Nelson</strong>: “Lassen Sie das Signal setzen, Hardy.”</p>
<p><em><strong>Hardy:</strong></em> “Aye, aye Sir.”</p>
<p><strong>Nelson: </strong>“Halt, das ist nicht das, was ich dem Signaloffizier diktiert habe. Was bedeutet das?”</p>
<p><em><strong>Hardy:</strong> </em>“Tut mir leid, Sir, Sie werden das lesen müssen.”</p>
<p><strong>Nelson: </strong>(liest laut) “‘ England erwartet, daß jede Person seine oder ihre Pflicht tut, ungeachtet der Rasse, des Geschlechts, sexueller Orientierung, religiöser Überzeugung oder Behinderung.’ -</p>
<p>Was für ein Firlefanz ist das, Hardy?”</p>
<p><em><strong>Hardy:</strong></em> “Admiralitätspolitik, Sir. Wir sind jetzt ein chancengleichheitsbedachter Arbeitgeber. Wir hatten die größten Schwierigkeiten, “England” an den Zensoren vorbeizukriegen, daß es nicht als rassistisch erachtet wird.”</p>
<p><strong>Nelson: </strong>“<em>Gadzooks</em>, reichen Sie mir meine Pfeife und Tabak.”</p>
<p><em><strong>Hardy:</strong></em> “Tut mir leid, Sir. Alle Marinefahrzeuge sind jetzt als rauchfreies Arbeitsumfeld ausgewiesen.”</p>
<p><strong>Nelson: </strong>“In dem Fall, öffnen Sie die Rumration. Spleißen wir die Großbrasse, um die Männer vor der Schlacht zu stählen.”</p>
<p><em><strong>Hardy:</strong></em> “Die Rumration ist abgeschafft worden, Admiral. Das gehört zur Politik der Regierung gegen das Kübelsaufen.”</p>
<p><strong>Nelson:</strong> “Gütiger Himmel, Hardy. Ich schätze, wir machen besser weiter ………………… Volle Geschwindigkeit voraus.”</p>
<p><em><strong>Hardy:</strong></em> “Ich denke, Sie werden herausfinden, daß in diesen Gewässern ein Tempolimit von 4 Knoten gilt.”</p>
<p><strong>Nelson: </strong>“Verdammt, Mann! Wir stehen vor der größten Seeschlacht der Geschichte. Wir müssen schnellstens vorrücken. Meldung aus dem Krähennest, bitte.”</p>
<p><em><strong>Hardy:</strong></em> “Das wird leider nicht möglich sein, Sir.”</p>
<p><strong>Nelson:</strong> “Was?”</p>
<p><em><strong>Hardy:</strong></em> “Die Abteilung Gesundheit und Sicherheit hat des Krähennest gesperrt, Sir. Kein Sicherheitsgeschirr, und sie sagten, daß Strickleitern nicht den Vorschriften entsprechen. Sie lassen keinen da rauf, solange kein ordentliches Gerüst aufgestellt werden kann.”</p>
<p><strong>Nelson: </strong>“Dann holen Sie mir unverzüglich den Schiffszimmermann.”</p>
<p><em><strong>Hardy:</strong></em> “Der ist damit beschäftigt, eine Rollstuhlrampe aufs Vordeck zu errichten, Sir.”</p>
<p><strong>Nelson: </strong>“Rollstuhlrampe? Ich habe noch nie so etwas Absurdes gehört.”</p>
<p><em><strong>Hardy:</strong></em> “Wieder Gesundheit und Sicherheit, Sir. Wir müssen eine barrierefreie Umgebung für die Andersbegabten schaffen.”</p>
<p><strong>Nelson:</strong> “Andersbegabt? Ich habe nur einen Arm und nur ein Auge und ich weigere mich, das Wort auch nur erwähnt zu hören. Ich bin nicht zum Admiral aufgestiegen, indem ich die Behindertenkarte ausgespielt habe.”</p>
<p><em><strong>Hardy:</strong></em> “Doch, sind Sie, Sir. In der Royal Navy sind Sehbehinderte und Leute mit fehlenden Gliedmaßen unterrepräsentiert.”</p>
<p><strong>Nelson: </strong>“Alle Segel setzen. Die Salzgischt lockt.”</p>
<p><em><strong>Hardy:</strong></em> “Da gibt’s auch ein paar Probleme, Sir. &#8216;Gesundheit und Sicherheit&#8217; läßt die Leute nicht ohne Schutzhelme in die Takelage klettern. Und sie wollen nicht, daß irgendjemand zuviel Salz einatmet – haben Sie die Warnhinweise nicht gesehen?”</p>
<p><strong>Nelson: </strong>“Ich habe noch nie solchen Müll gehört. Lassen Sie die Kanonen ausrennen und sagen Sie den Männern, sie sollen sich bereithalten zum Gefecht gegen den Feind.”</p>
<p><em><strong>Hardy:</strong></em> “Die Männer sind ein bißchen besorgt darüber, auf irgendjemand zu schießen, Admiral.”</p>
<p><strong>Nelson:</strong> “Was? Das ist Meuterei!”</p>
<p><em><strong>Hardy:</strong></em> “Das ist es nicht, Sir. Sie fürchten nur, wegen Mordes angeklagt zu werden, wenn sie tatsächlich jemand töten. Es sind ein paar Rechtshilfeanwälte an Bord, die jeden mit Adleraugen beobachten.”</p>
<p><strong>Nelson:</strong> “Wie sollen wir dann die Frenchies und die Spanier versenken?”</p>
<p><em><strong>Hardy:</strong></em> “In Wirklichkeit sollen wir das nicht Sir.”</p>
<p><strong>Nelson:</strong> “Sollen wir nicht?”</p>
<p><em><strong>Hardy:</strong></em> “Nein, Sir. Die Franzosen und die Spanier sind jetzt unsere europäischen Partner. Gemäß der Gemeinsamen Fischereipolitik sollten wir nicht mal in diesen Gewässern sein. Wir könnten es mit Kompensationsforderungen zu tun kriegen.”</p>
<p><strong>Nelson:</strong> “Aber man muß einen Franzosen hassen, so wie man den Teufel hasst.”</p>
<p><em><strong>Hardy:</strong></em> “Das würde ich den Diversitätskoordinator des Schiffes nicht hören lassen. Sie würden sonst zum Disziplinarrapport befohlen.”</p>
<p><strong>Nelson:</strong> “Man muß jedermann als Feind betrachten, der schlecht über seinen König spricht.”</p>
<p><em><strong>Hardy:</strong></em> “Nicht mehr, Sir. Wir müssen umfassend denken in diesem multikulturellen Zeitalter. Jetzt legen Sie Ihre Kevlarweste an; das ist Vorschrift. Es könnte Ihr Leben retten.”</p>
<p><strong>Nelson:</strong> “Sagen Sie’s mir nicht – Gesundheit und Sicherheit. Was ist nur passiert mit Rum, Sodomie und der Peitsche?”</p>
<p><em><strong>Hardy:</strong></em> Wie ich erklärt habe, Sir, Rum ist vom Menü gestrichen! Und Körperstrafen sind verboten.”</p>
<p><strong>Nelson:</strong> “Was ist mit Sodomie?”…</p>
<p><em><strong>Hardy:</strong></em> “Ich glaube, die ist jetzt legal.”</p>
<p><strong>Nelson:</strong> “In dem Fall, küssen Sie mich, Hardy.”</p>
<p>(Etwas Erheiterung für zwischendurch; übersetzt von Deep Roots)</p>
<p>Gefunden bei Gates of Vienna:</p>
<p><a href="http://gatesofvienna.blogspot.com/2009/02/battle-of-trafalgar-in-2009.html">http://gatesofvienna.blogspot.com/2009/02/battle-of-trafalgar-in-2009.html</a></p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/fjordman.wordpress.com/1158/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/fjordman.wordpress.com/1158/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/fjordman.wordpress.com/1158/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/fjordman.wordpress.com/1158/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/fjordman.wordpress.com/1158/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/fjordman.wordpress.com/1158/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/fjordman.wordpress.com/1158/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/fjordman.wordpress.com/1158/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/fjordman.wordpress.com/1158/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/fjordman.wordpress.com/1158/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fjordman.wordpress.com&blog=5190227&post=1158&subd=fjordman&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Deep Roots</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/geoff-hunt-victory-breaks-the-line.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">Geoff Hunt Victory breaks the line</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Wählen Sie einen Stamm – irgendeinen Stamm; Teil 2</title>
		<link>http://fjordman.wordpress.com/2009/11/25/wahlen-sie-einen-stamm-%e2%80%93-irgendeinen-stamm-teil-2/</link>
		<comments>http://fjordman.wordpress.com/2009/11/25/wahlen-sie-einen-stamm-%e2%80%93-irgendeinen-stamm-teil-2/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 16:51:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Deep Roots</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deep Roots]]></category>
		<category><![CDATA[El Inglés]]></category>

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		<description><![CDATA[
Von El Inglés; das Original wurde am 11. April 2009 bei Gates of Vienna veröffentlicht: http://gatesofvienna.blogspot.com/2009/04/pick-tribe-any-tribe-part-ii.html
Druckversion pdf
Übersetzt von Deep Roots (meine Übersetzung des ersten Teils gibt’s hier: http://fjordman.wordpress.com/2009/07/04/wahlen-sie-einen-stamm-irgendeinen-stamm/)
 “Unlösbare Stammesdifferenzen können nicht als bloße politische Differenzen betrachtet werden.”
Vorwort von Baron Bodissey:
Der folgende Essay von El Inglés ist eine Fortsetzung desjenigen, der damals im Februar veröffentlicht wurde. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fjordman.wordpress.com&blog=5190227&post=1145&subd=fjordman&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="text-align:center;"><a href="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/crusader_tn.jpg"><img class="size-full wp-image-1146   aligncenter" title="crusader_tn" src="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/crusader_tn.jpg?w=400&#038;h=300" alt="" width="400" height="300" /></a></p>
<p><strong>Von El Inglés;</strong> das Original wurde am 11. April 2009 bei Gates of Vienna veröffentlicht: <a href="http://gatesofvienna.blogspot.com/2009/04/pick-tribe-any-tribe-part-ii.html">http://gatesofvienna.blogspot.com/2009/04/pick-tribe-any-tribe-part-ii.html</a></p>
<p><a href="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/el-ingles-wahlen-sie-einen-stamm-2-pdf.pdf"><strong><em>Druckversion pdf</em></strong></a></p>
<p>Übersetzt von Deep Roots (meine Übersetzung des ersten Teils gibt’s hier: <a href="http://fjordman.wordpress.com/2009/07/04/wahlen-sie-einen-stamm-irgendeinen-stamm/">http://fjordman.wordpress.com/2009/07/04/wahlen-sie-einen-stamm-irgendeinen-stamm/</a>)</p>
<p><strong><em> “Unlösbare Stammesdifferenzen können nicht als bloße politische Differenzen betrachtet werden.”</em></strong></p>
<p>Vorwort von Baron Bodissey:<br />
Der folgende Essay von El Inglés ist eine Fortsetzung <a href="http://gatesofvienna.blogspot.com/2009/02/pick-tribe-any-tribe.html" target="_blank">desjenigen</a>, der damals im Februar veröffentlicht wurde. In diesem Nachfolgeartikel erweitert er seine Beobachtungen über Stammesdifferenzen im heutigen Großbritannien – und im Rest der westlichen Welt – indem er die verschiedenen Verwerfungen zwischen Stammesgruppen untersucht, die im Zuge von Konflikten erweitert und entflammt werden könnten, welche von Moslems gegen ihre Gastgebergesellschaft entfacht werden.</p>
<p>Wie üblich ist es nützlich sich zu erinnern, daß El Inglés’ Analyse <em>deskriptiv</em> ist, und nicht <em>normativ</em>. Das heißt, etwas Ähnliches wie das, was er hier projiziert, wird der unvermeidliche Gang künftiger Dinge sein, wenn Britanniens unfähige politische Führer nicht gegenüber der Ernsthaftigkeit der unmittelbar bevorstehenden Krise aufwachen.</p>
<p><strong>Einführung</strong></p>
<p>Stellen wir uns vor, wir befinden uns in der Lage irgendeines einigermaßen hochrangigen zivilen Amtsträgers im Pentagon. Wir versuchen, wegen der Wichtigkeit türkischer Kooperation im Irakkrieg gute Beziehungen zur Türkei und ihrem Militär aufrechtzuerhalten, und doch haben wir mit den lautstarken Versuchen einer gewissen amerikanischen ethnischen Minderheit zu kämpfen, die Ziele anstrebt, welche nicht im besten Interesse unseres Landes in dieser oder überhaupt irgendeiner Hinsicht zu sein scheinen. Damit meine ich die kleine amerikanisch-armenische Gemeinde und ihre Lobbying-Versuche dahingehend, daß der Genozid an den Armeniern auf den höchsten Ebenen der US-Regierung als solcher anerkannt wird.</p>
<p>Ungeachtet dessen, was man zum Genozid an den Armeniern, zur modernen Türkei, dem Krieg im Irak oder irgendetwas sonst für eine Meinung hat, ist es sehr schwer zu sehen, wie Amerika selbst irgendetwas dadurch gewinnen könnte, daß der Senat eine entsprechende Resolution erläßt, außer vielleicht im allerdünnsten und abstraktesten Sinne. Wenn wir, in Erkenntnis dessen, in unserer Rolle als Amtsträger im Pentagon vor uns hinzugrummeln anfingen über die armenische fünfte Kolonne in den Staaten, über ihre Undankbarkeit gegenüber ihrer Wahlheimat und darüber, daß wir sie gar nicht erst hätten hereinlassen sollen – was könnte eine dritte Partei von dieser Kette von Anschuldigungen halten? Könnten sie zutreffen? Könnten die Armenier in irgendeinem Sinne eine fünfte Kolonne sein? Bevor wir diesen Punkt noch weiter diskutieren, lassen Sie mich klarstellen, daß ich die armenischen Amerikaner ausgewählt habe, weil ich glaube, daß sie wahrscheinlich einen möglichst wenig aufrührerischen Zugang zu diesem allgemeinen Thema bieten. Ich für meinen Teil bin niemals einem Armenier begegnet und hege keine starken Gefühle bezüglich Armenien oder Armeniern.</p>
<p>Stellen Sie sich ein Venn-Diagramm vor, das all die verschiedenen möglichen <em>subjektiven</em> Interessen darstellt, die eine Gemeinschaft haben kann. Wir müssen die Tatsache ignorieren, daß es niemals eine völlige Übereinstimmung darüber geben wird, was die Interessen einer Gemeinschaft sind, und stattdessen akzeptieren, daß wir – breit gesprochen – einen Kernbereich von Interessen für jede Gemeinschaft erkennen können. Wir müssen auch betonen, daß wir von <em>subjektiven</em> Interessen sprechen, d. h., was die gegenständliche Gemeinschaft als ihre eigenen Interessen wahrnimmt, nicht was wir sie aus göttlicher Perspektive zu sein erachten.</p>
<p>Irgendwo auf diesem Diagramm gibt es einen verwischten Bereich von Interessen, die darstellen, was gut für Amerika ist, und es gibt auch einen weiteren verwischten Bereich, der darstellt, was gut für Armeno-Amerikaner ist. Unnötig zu sagen, daß sich die beiden verwischten Bereiche weitgehend überlappen. Es ist offensichtlich im Interesse sowohl Amerikas als auch der Armeno-Amerikaner, daß Amerika stark, sicher und wohlhabend ist, und daß es im Interesse beider Gemeinschaften ist, daß Armeno-Amerikaner gesetzestreu und produktiv sind. Aber es überrascht nicht, daß die armenische Diaspora der Anerkennung des Genozids an den Armeniern als das, als was sie ihn sehen, große Bedeutung beimißt, während Amerikaner insgesamt die Angelegenheit sicherlich bestenfalls als unbedeutend sehen würden, und im schlimmsten Fall als Belastung hinsichtlich eines strategischen Verbündeten. Wir schließen daher, daß es etwas Abweichung zwischen diesen verwischten Interessensbereichen gibt, wie im ersten Teil dieses Essays diskutiert.<br />
- &#8211; - &#8211; - &#8211; - &#8211; -<br />
Wenn die Abweichung zwischen den Interessen einer Gesellschaft und einer Einwanderergruppe innerhalb dieser Gesellschaft wächst, wenn sie an immer strittigere Angelegenheiten stößt, und wenn die Einwanderergruppe selbst als Bruchteil der Gesellschaft insgesamt wächst, was wird dann das wahrscheinliche Ergebnis dieser Entwicklungen sein, und wie könnten wir es am besten beschreiben? Was würden wir über die armenische Gemeinschaft in Amerika schlußfolgern? Ist sie ein hart arbeitender und loyaler Aktivposten, in dem nur gewisse legitime politische Positionen ungewöhnlich stark sind? Ist sie eine kleine Gemeinschaft von geringer Bedeutung und am besten zu ignorieren? Ist sie eine Belastung, indem sie rücksichtslos ihre eigenen Interessen betreibt, ohne die geringste Beachtung der strategischen Position des Landes das ihren Vorfahren ein neues Leben ermöglicht hat? Oder ist sie womöglich eine fünfte Kolonne, die sich jetzt das diplomatische Gewicht des Landes für seine eigenen selbstsüchtigen Zwecke anzueignen versucht, obwohl sie wenig zu dem beigetragen hat, was die Vereinigten Staaten im Laufe der Geschichte geworden sind? Wäre Amerika ohne sie besser dran?</p>
<p>Ich habe bereits in klaren Worten meine Antwort auf ähnliche Fragen bezüglich der moslemischen Bevölkerung meines eigenen Landes gegeben. Aber was ist mit jenen anderen Gruppen von relativ kürzlich Eingewanderten? Was ist mit den Juden, Hindus, Sikhs, Polen, Jamaikanern, Nigerianern und dem Rest? Gibt es irgendetwas, das man im Zusammenhang mit der Islamisierung und möglichen Reaktionen über diese Gruppen sagen könnte? Sind sie Verbündete, Feinde oder einfach irrelevant?</p>
<p>*   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *<br />
<strong>Fremde in unserer Mitte?</strong></p>
<p>Ich möchte hier ein paar für das gegenständliche Thema relevante Beobachtungen präsentieren, indem ich der Reihe nach über einige Freunde und Bekannte von mir spreche, die man – wie ich glaube – als Vertreter gewisser ‘Typen’ betrachten kann, wie man sie unter Einwanderergruppen finden kann, die im Vereinigten Königreich von Bedeutung sind. Gewisse Schlüsselpunkte werden sich ganz natürlich aus diesen Diskussionen ergeben.</p>
<p><strong>Der Jude</strong></p>
<p>Der Jude ist ein Psychiater mittleren Alters, mit dem ich über ein Familienmitglied bekannt wurde. Gutmütig, intellektuell und nach ein paar Drinks gern alberne Akzente annehmend, hatte der Jude einmal eine ziemlich große Meinungsverschiedenheit mit dem Verfasser, ausgelöst von der Reaktion einiger britischer Moslems auf die Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen in Dänemark.</p>
<p>Als ich ziemlich scharfe Äußerungen über den nunmehr berüchtigten Mob kläffender Psychopathen machte, die über die dänische Botschaft in London hergefallen waren, entdeckte ich, daß der Jude mehr dazu neigte, den dänischen Karikaturisten die Schuld zu geben. Sicherlich hätten sie doch wissen müssen, was für eine Reaktion sie provozieren würden, meinte er. Warum hatten sie das Ganze nicht einfach in Ruha lassen können? Als wir das Thema weiter diskutierten, wurde mir offenbart, daß der Jude, <em>als Jude</em> (seine Worte) sich davon beunruhigt fühlte, daß ich und andere andeuteten, es gäbe eine Minderheit im Vereinigten Königreich, die eine bedeutende und wachsende Bedrohung darzustellen scheine.</p>
<p>Es wird allgemein beobachtet und, wie ich glaube, nicht ernsthaft bestritten, daß Juden im Allgemeinen (zumindest außerhalb Israels) dazu neigen, ‘liberal’ im amerikanischen Sinn des Wortes zu sein und Masseneinwanderung und andere derartige Politik zu unterstützen. Man hat keine große Schwierigkeit zu sehen, warum das so ist, angesichts der ziemlich unglücklichen Geschichte des jüdischen Volkes, und der Jude selbst leitet seine oben erwähnte Position teilweise von seinem polnischen Familienhintergrund und dem Tod einiger seiner Familienmitglieder im Holocaust ab. Unnötig zu sagen, daß das sein gutes Recht ist. Angesichts eines potentiell existentiellen Problems wie des Islams und seiner wachsenden Präsenz in westlichen Ländern kann die Diskussion nicht dort enden.</p>
<p>Ich habe im ersten Teil dieses Essays argumentiert, daß gewisse Arten von Abweichung der Interessen von Teilgruppen in einer Gesellschaft das Positivsummenspiel demokratischer Politik zerstören können und daß sozusagen alles offen ist, falls und wenn dies geschieht. Das offensichtlichste Beispiel für Abweichung gibt es hinsichtlich des Islams. Wenn wir für einen Moment die schiere Verrücktheit dessen ignorieren, daß Juden zugunsten moslemischer Einwanderung in ihre Wohnsitzländer argumentieren, so können Juden damit nur die Interessen der abweichenden Gruppe fördern und machen sich dadurch selbst zu einem Teil des Problems. Des weiteren, wenn sie <em>als Juden</em> so argumentieren, dann werden sie <em>als Juden</em> zum Teil des Problems.</p>
<p>Ich muß die vorbehaltliche Natur dieser Behauptung betonen. Es gibt nichts den Juden – säkularen oder religiösen – Innewohnendes, das sie hinsichtlich des Islams zu einem Segen, einer Belastung oder zu sonst etwas macht. Meine Behauptungen sind einfach wie folgt:</p>
<table border="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td valign="top">a)</td>
<td> </td>
<td valign="top"><em>wenn</em> Minderheitengruppen Haltungen einnehmen, die ihre Interessen zur Abweichung in nicht trivialer Weise von jenen der Mehrheit in einem gegebenen Land zwingen, <em>dann</em> ist die Mehrheit berechtigt zu reagieren, und</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">b)</td>
<td> </td>
<td valign="top">Eine Interessensabweichung, die sich an den Interessen der moslemischen Gemeinschaft ausrichtet, ist eine so schwerwiegende Abweichung, wie man sie sich nur vorstellen kann.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Ich hoffe, die jüdische Bevölkerung Britanniens wird bezüglich des Islams zur Vernunft kommen. Ich bin ziemlich zuversichtlich, daß der Jude selbst keine Illusionen darüber hat, was der Islam ist, und ich hoffe, daß er schließlich die richtige Schlußfolgerung ziehen und von einer Seite der Debatte auf die andere wechseln wird. Aber wenn er und seine Mitjuden das nicht tun, ein Resultat, das ich als tragisch betrachten würde, dann werden die Angelsachsen-Kelten, <em>als Angelsachsen-Kelten</em>, das Recht haben, einige harte Fragen dahingehend zu stellen, auf welcher Seite die britischen Juden stehen.</p>
<p><strong>Die Hindu</strong></p>
<p>Die Hindu ist ein Mitglied meiner erweiterten Familie Anfang zwanzig, die gegenwärtig in London arbeitet, nachdem sie zwecks Universitätsbesuch ins Vereinigte Königreich gekommen war. Intelligent und mit einem lebhaften Interesse an Frauenrechten und an den verschiedenen vom indischen Subkontinent stammenden Minderheiten im Königreich, hat sie leider eine Anzahl von Irrtümern darüber verinnerlicht, was Großbritannien ist. Ich füge hier verschiedene Fragmente aus einer Diskussion zusammen, die sich über einen längere Zeitraum verteilt hat, aber ich bin einigermaßen zuversichtlich, daß ich ihre Positionen nicht unfair wiedergebe. Da ich sie sehr mag, möchte ich betonen, daß ich zuversichtlich bin, daß es noch viel Hoffnung für die Hindu gibt, die sich immer als empfänglich für Widerspruch zu jenen ihrer Positionen erwiesen hat, die ich nachfolgend beschreibe, und weit davon entfernt ist, eine geistlose politkorrekte Drohne zu sein.</p>
<p>Das Grundproblem mit den Einstellungen der Hindu kann man am besten anhand ihrer Reaktion auf eine Situation illustrieren, wie sie sich gelegentlich im Vereinigten Königreich ergibt und bei der eine arrangierte Ehe stattfindet zwischen einem Briten von sagen wir Bangladescher Herkunft und einer frisch importierten Bangladeschi-Braut. Der Mann schlägt, vergewaltigt und mißhandelt die Frau, die sich in der Folge zwischen zwei Übeln gefangen sieht. Festsitzend in einem fremden Land, dessen Sprache für sie meist unverständlich sein wird, ohne Bildung oder Mittel, kann sie nicht nach Hause zurückkehren, da ihre eigene Familie sie wahrscheinlich töten wird wegen der Schande, die ihre Heimkehr über ihre Häupter bringen wird.</p>
<p>Was sollte man also tun? Die Hindu versichert ihrem unglücklichen Gora-Publikum (mir) mit alarmierendem Maß an Selbstsicherheit, daß das gegenwärtige Gesetz zum Erwerb der britischen Staatsbürgerschaft unfair sei. Die für den Erhalt der Staatsbürgerschaft notwendige Mindestaufenthaltsdauer verlängert die Abhängigkeit der Frauen von ihren mißhandelnden Ehemännern und sollte – wenn ich mich richtig erinnere – auf zwei Jahre verkürzt werden. Mehr noch, ein Netzwerk spezialisierter Frauenhäuser sollte betrieben werden, mit Frauen aus ethnischen Minderheiten als Personal, in denen andere Frauen aus ethnischen Minderheiten, einschließlich Bangladeschis, Zuflucht in vertrautem kulturellem Umfeld finden können. Unnötig zu sagen, daß vom britischen Steuerzahler erwartet wird, für all das zu bezahlen.</p>
<p>Ich charakterisiere diese Sichtweise als die Disneyland-Mentalität. Man muß verstehen, daß es zwei Arten von Ländern auf der Welt gibt:</p>
<table border="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td valign="top">a)</td>
<td> </td>
<td valign="top">Normale Länder, in welchen den Leuten an ihren nationalen Identitäten liegt und wo die Wichtigkeit der verschiedenen ethnischen, religiösen, kulturellen und sprachlichen Säulen, auf denen jene Identitäten ruhen, für selbstverständlich gehalten werden, und</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top">b)</td>
<td> </td>
<td valign="top">Disneyland-Länder, die Vergnügungsparks für die ganze Welt sind.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Es erübrigt sich zu sagen, daß Britannien ein Disneyland-Land ist, zu dem alle Völker der Welt zutrittsberechtigt sind, um nach dem zu streben, was ihren Herzen lieb ist. Britische Pässe müssen notwendigerweise verteilt werden. Glücklicherweise wird das kein Problem sein, da die zu ihrer Herstellung nötige Papiermenge gering ist und keinen unangemessenen Druck auf die öffentlichen Finanzen ausüben sollte. Diese sind natürlich sowieso unbegrenzt und können daher ohne nachteilige Auswirkungen von Ausländern mit Beschlag belegt werden.</p>
<p>Beachten Sie die völlige Geringschätzung der britischen Staatsbürgerschaft, die dieser Einstellung zugrundeliegt. Einerseits ist es lebenswichtig, ihrer habhaft zu werden, und doch ist sie bedeutungslos genug, um wie Süßigkeiten verteilt zu werden. Ein Garant für den Zugang zum finanziellen und gesellschaftlichen Kapital, das über lange Jahrhunderte vom britischen Volk angesammelt worden war, und doch wird erwartet, daß sie ohne Zank von eben diesem Volk herausgerückt wird. Es gibt auch eine selbstzufriedene Annahme, die mir in weiteren unserer Diskussionen noch klarer wurde, daß die großen und wachsenden Zahlen von beklagenswert minderleistenden, kriminellen Bangladeschis, Pakistanis und anderen im Vereinigten Königreich nichts ist, was einen eingeborenen Briten stören sollte. Solcherart sind die Einstellungen der Hindu, Einstellungen, die genauso unsere Schöpfungen sind wie ihre, Einstellungen, die sie nie angenommen hätte, ohne unterbewußt zu fühlen, daß sie unter uns schon weit verbreitet waren.</p>
<p>Inzwischen genießt es die Hindu, an den Wochenenden in der Stadt auszugehen, in welcher Kleidung auch immer sie mag, natürlich ohne belästigt zu werden. Sie kann sogar allein durch die Straßen von London gehen, ohne Furcht, in ein Auto gezerrt und entführt zu werden. Es ist mir ein großer Quell der Freude, daß dies so ist, aber ich wünschte wirklich, sie würde die Möglichkeit in Betracht ziehen, daß die Eigenschaften des Vereinigten Königreichs, die sie ursprünglich hierhergezogen haben, nicht aus dem Erdboden hochgesickert sind. Vielmehr sind sie die Produkte eines bestimmten Volkes und einer bestimmten Kultur, die heute beide schnell untergraben werden durch Einwanderung von einer Art, wie sie sie unterstützt.</p>
<p><strong>Die ‘säkulare’ Türkin</strong></p>
<p>Die ‘säkulare’ Türkin ist die Freundin einer Freundin von mir, die seit mehreren Jahren im Vereinigten Königreich lebt. Obwohl sie sich gern als Nichtmuslimin beschreibt, hat sich mir seit letzter Zeit bei verschiedenen miteinander verwandten Themen ein gewisses Denkmuster von ihr aufgedrängt, ein Denkmuster, über das ich nicht mit Vergnügen schreibe.</p>
<p>Während der Mohammed-Karikaturenkrise, die bereits im Zusammenhang mit dem Juden erwähnt wurde, zeigte ich der Türkin, nachdem sie eine allgemeine Ablehnung der Handlungen der Karikaturisten und der Dänen im allgemeinen zur Schau gestellt hatte, eine Webseite mit einer großen Zahl extrem beleidigender Karikaturen von Mohammed, die ein wagemutiger Niederländer als Reaktion auf die Situation gesammelt hatte. Ich bemerkte ein gewisses Unbehagen bei ihr, als sie die Karikaturen betrachtete, von denen einige <em>extrem</em> beleidigend waren. Als wir die Situation weiter diskutierten, äußerte die Türkin die folgende Meinung: daß das (für sie) großartige Projekt der europäischen integration, bei dem der türkische Beitritt eindeutig eine Art krönender Glanzpunkt sein sollte, einfach nicht funktionieren würde, wenn die Leute sich so verhalten dürften, wie es die Dänen taten.</p>
<p style="text-align:center;"><strong><span style="font-size:small;"><a href="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/lego-mohammed.jpg"><img class="size-full wp-image-1147 aligncenter" title="LEGO Mohammed" src="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/lego-mohammed.jpg?w=477&#038;h=356" alt="" width="477" height="356" /></a></span></strong></p>
<p><span style="font-size:small;">Wahr, antwortete ich. Die Veröffentlichung von Photoshop-Bildern eines Lego-Mohammed, der eine Lego-Aisha defloriert, <em>würde</em> wahrscheinlich unannehmbare Reibungen zwischen Einheimischen und türkischen Einwanderern zur Folge haben, wenn den Türken jemals Bewegungsfreiheit in der ganzen EU gewährt werden würde. Da dies so ist, fuhr ich fort, welche Handlungen sollten wir ihrer Meinung nach ergreifen? Sollten wir den Europäern in ihren eigenen Ländern die Freiheiten wegnehmen, um den religiösen Totalitarismus einer Gruppe fast durchwegs unerwünschter Einwanderungswilliger zu beschwichtigen? Oder müßten wir akzeptieren, daß der türkische Beitritt zur EU unmöglich ist und daß das Heraufdämmern des Wassermannzeitalters verschoben werden müßte? Zu diesem Zeitpunkt gab sie keine Antwort. Aber ihre Antwort ist mir mit der Zeit relativ klar geworden.</span></p>
<p>Nachdem ich mit ihr während der letzten paar Jahre eine Vielzahl mit Einwanderung, Islam und Rasse zusammenhängender Themen diskutiert hatte, haben sich mir gewisse traurige Realitäten aufgedrängt. Beim dornigen Thema Islam weigert sich die Türkin überhaupt anzuerkennen, daß der Islam doktrinär problematischer ist als jede andere Religion, oder daß seine Anhänger mehr zu gewissen Verhaltensweisen neigen als die Anhänger anderer Religionen. Ich bekomme zu hören, daß Religionen das sind, was immer ihre Anhänger aus ihnen machen, sodaß es über den Islam als solchen nichts zu sagen gäbe. Ich bekomme zu hören, daß die Reaktionen auf die Mohammed-Karikaturen nichts Bemerkenswertes gewesen seien, sondern nur die Medien sich überschlagen hätten, verdammende Filmaufnahmen siedender, schäumender Moslems aufzutreiben (keine schwierige Aufgabe, möchte man meinen).</p>
<p>Kurz, ich bekam von der ‘säkularen’ Türkin eine große Menge Unsinn über den Islam zu hören, ein Thema, zu dem sie ziemlich unwissend zu sein scheint, und wenn das Diskussionsthema Türkei oder Türken heißt, ist es nicht viel besser. Hier liegt das Problem weniger in der Plausibilität der Behauptungen, die sie macht, sondern im erschreckenden Anspruchsdenken hinsichtlich der Länder anderer Völker. Die Empörung, die man wegen der Sprachanforderungen an türkische Möchtegern-Einwanderer nach Deutschland auf ihrem Gesicht sieht. Die gedankenlose Annahme, daß massive Ströme von Türken in die Länder der EU das Natürlichste auf der Welt seien. Die Gewißheit, daß Opposition gegenüber diesen Dingen einfach Xenophobie ist.</p>
<p>Natürlich überrascht es nicht, daß die Türkin diesen Positionen anhängt, da ihre ganze Lebensweise darauf gründet, daß diese von anderen akzeptiert werden. Offen gesagt, scheint sie gar nicht so daran interessiert zu sein, in der Türkei zu leben, dem wundervollen Ort voller wunderbarer Menschen, wie sie uns gerne glauben lassen möchte. Natürlich findet man diese paradoxe Einstellung unter vielen Einwanderern aus Entwicklungsländern, die die mannigfachen Probleme und Schrecken ihrer Geburtsländer hinter sich lassen möchten, während sie aber gleichzeitig deren zumindest teilweise Neuerschaffung in den Ländern ihrer Wahl garantieren durch endlosen Zustrom der Leute, die sie überhaupt erst geschaffen haben. Halten wir hier einfach eine seltsame Realität fest, nämlich, daß die Größe und Schwere der Interessensabweichung zwischen der Türkin und ihrer Gastgebergesellschaft im wesentlichen genauso groß ist, als wenn man sie durch eine herkömmliche Muslima ersetzen würde. Diese unfrohe Schlußfolgerung treibt uns zu einer weiteren, gleichermaßen unfrohen: daß die ihrem Bekenntnis nach nichtmoslemische Türkin im Effekt sowieso darauf besteht, von uns als eine solche behandelt zu werden, mit allem, was das beinhaltet.</p>
<p><strong>Mehrfache Abweichungen</strong></p>
<p>Es ist wert, die Leser daran zu erinnern, daß Britannien ein sehr breites Spektrum ethnischer Minderheiten hat, von denen viele produktiv und gesetzestreu sind. Breit gesprochen, gibt es zwei verschiedene Arten, diese Minderheiten zu unterteilen: ethnisch in Schwarze und Nichtschwarze, und religiös in Moslems und Nichtmoslems, was insgesamt vier verschiedene Typen von Minderheiten ergibt. Offen gesagt, scheinen jene Minderheiten, die weder schwarz noch Moslems sind (Juden, Hindus, Chinesen, Polen etc.), sich <em>als Gruppen</em> recht gut in der britischen Gesellschaft zu machen, wohingegen jene Gruppen, die schwarz und nichtmoslemisch sind (Jamaikaner etc.), schwarz und Moslems (Somalis), oder nicht-schwarz und moslemisch (Pakistanis, Bangladeschis etc.) <em>als Gruppen</em> anscheinend schlecht abschneiden.</p>
<p>Wie ich aus meiner eigenen Erfahrung gelernt habe, ist es – sobald genug Tribalismus im eigenen Denken wiederaufgetaucht ist, daß man ganze Gruppen (d. h. Moslems) <em>als Gruppen</em> auf der Basis konkreter Charakteristika jener Gruppen als Bedrohungen kategorisieren kann – sehr schwierig, nicht anzufangen, auch andere Gruppen, seien sie rassisch oder religiös definiert, vom Stammesgesichtspunkt aus zu sehen. Da der Islam damit weitermacht, die Pietäten und Tabus der multikulturellen Gesellschaft zu zerreißen und zu untergraben, scheint es sehr wahrscheinlich, daß krass minderleistende Gruppen zunehmend <em>als Gruppen</em> als auf eine Weise problematisch identifiziert werden, die trotz vieler Unterschiede zumindest in einigen Gesichtspunkten der Weise ähnlich ist, in der Moslems problematisch sind.</p>
<p>Natürlich könnte, sobald einmal ein gewisses Maß an Tribalismus grassiert, jede als nicht-britisch erkennbar Gruppe zum Ziel großer Unerfreulichkeiten werden, aber es ist schwer zu glauben, daß weithin bekannte und leicht feststellbare Unterschiede im Gruppenverhalten keinen Einfluß auf den Grad der Feindseligheit haben werden, die eine gegebene Gruppe erleidet.</p>
<p>Auf dieser Basis glaube ich, daß kein bedeutsamer Widerstand gegen die Islamisierung des Vereinigten Königreichs stattfinden wird ohne eine begleitende Schwächung der Legitimität, die man der Anwesenheit minderleistender Gruppen im allgemeinen gewährt. Moslems sind ein größerer Bestandteil dieser Gruppen, aber auch die weitgehend nichtmoslemische afro-karibische Gemeinschaft. Ich gebe hier die Vorhersage ab, daß der Status und die Sicherheit dieser Gemeinschaft im Vereinigten Königreich im Falle eines aufkommenden antiislamischen Tribalismus schwer leiden werden. In dem Ausmaß, wie jene in dieser Gemeinschaft dies schon vorweg erkennen, könnten sie leicht versuchen, sein Aufkommen zu verhindern. Auf lange Sicht kann dies nur das Auseinandergehen der Interessen verstärken und das Problem verschärfen.</p>
<p><span style="font-size:small;"><a href="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/crescent-jack.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1148" title="Crescent Jack" src="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/crescent-jack.jpg?w=614&#038;h=430" alt="" width="614" height="430" /></a></span></p>
<p><span style="font-size:small;"><strong>Das Beste vom Rest</strong></span></p>
<p>Im ersten Teil dieses Essays schloß ich damit, daß dem Islam in nützlicher Weise entgegengetreten und sein verderblicher Einfluß auf den Charakter westlicher Gesellschaften auf nichts zurückgestutzt werden wird, wenn er von stammesmäßig motivierten Akteuren als die Basis eines gewalttätigen, expansionistischen religiösen Stammes erkannt wird, der alles Gute in den Gesellschaften zerstören wird, in die er eingedrungen ist, wenn er die Gelegenheit dazu erhält. Jedoch ließ ich die Frage offen, welcher Stamm genau den Gläubigen in dieser Weise entgegentreten wird, und mit welchem anderen Stamm er damit in Konflikt kommen könnte. Im Schlußteil dieses zweiten Folge möchte ich die verschiedenen Verwerfungen zwischen Stämmen, wie sie in meinem eigenen Land existieren, im Lichte des bisher Diskutierten betrachten.</p>
<p>Ob nun der Stamm, der sich gegen den Islam stellt, irgendeine bedeutende Anzahl von Nicht-Einheimischen enthalten könnte, ist eine Frage, die in der obigen Diskussion bereits unausgesprochen beantwortet wurde. Allein die Tatsache, daß man, wie ich es getan habe, auf Juden, Hindus und andere schauen und darüber nachdenken kann, ob ihre Gruppencharakteristika eine Hilfe oder eine Behinderung sein werden, ist Zeugnis für ihre Existenz als eigene Stämme in bedeutendem Sinne, eine Schlußfolgerung, der sie wahrscheinlich nicht widersprechen würden. Es gibt jedoch ein betrübliches Maß an Beweis dafür, daß – obwohl die Interessen jener Gruppen und der einheimischen Briten üblicherweise nicht sehr auseinandergehen, wenn nicht trivial sind – die wachsende Konfrontation zwischen dem Islam und seinen Gastgebergesellschaften im Westen viel breitere Abweichungen in kritischen Interessenbereichen zur Folge haben könnten. Was dann?</p>
<p>Hier führe ich nochmals das Thema an, das diesen Teil des Essays eingeleitet hat, nämlich das der Armeno-Amerikaner. So weit mir bekannt ist, ist die armenisch-amerikanische Gemeinschaft eine gesetzestreue und produktive Gruppe, die ihrer Gastgebergesellschaft keine besondere Last auferlegt und noch weniger ihre Sicherheit oder politische Stabilität bedroht. Wenn jedoch die amerikanischen Beziehungen zur Türkei zu einer Angelegenheit von überwältigend existenzieller Wichtigkeit für die Vereinigten Staaten würden, dann wäre es vorstellbar, daß die Interessensabweichung zwischen den Amerikanern insgesamt und den armenischen Amerikanern im Besonderen so akut werden könnten, daß sie einen Bruch verursachen – und das bei einer Minderheit, die in <em>keiner</em> Weise eine direkte Bedrohung oder ein Problem für Amerika ist.  Denn die Aufnahme fremder Stämme in ein Land erzeugt Verwerfungen. Einige werden offensichtlicher sein, andere weniger, aber die meisten werden der Auflösung lange genug widerstehen, daß sie zumindest für lange Zeit bestehen bleiben, und einige werden dauerhaft sein. Einige dieser Verwerfungen mögen die meiste Zeit ruhig sein, so sehr, daß ihre Existenz vergessen wird. Aber ein Zittern, wenn nicht ausgesprochene Erdbeben, entlang anderer Verwerfungen wird zweifellos bei einigen von ihnen Resonanzen zu unserem Nachteil verursachen.</p>
<p>In Zeiten relativer politischer Zufriedenheit werden Abweichungen in den Interessen von Minderheitengruppen und ihrer Gastgebergesellschaften entweder ignoriert oder als Teil des Trubels im politischen Leben freier Länder gesehen. Wenn jedoch Islamisierungs- und Antiislamisierungsanstrengungen zunehmend gegenseitigen Blutzoll fordern, sei es wörtlich oder bildlich gesprochen, dann ist es höchst unwahrscheinlich, daß dieser relativ geruhsame Stand der Dinge weiter erhalten bleiben wird. Ich habe oben versucht, einige der Schlüsselpunkte in meinen Diskussionen mit dem Juden, der Hindu und der ‘säkularen’ Türkin zu beleuchten, und werde hier nicht weiter darauf herumreiten. Stattdessen möchte ich einige der möglichen Entwicklungen diskutieren, die folgen könnten, falls gutintegrierte, gesetzestreue Minderheiten auf der Verfolgung von Interessen beharren, die jenen einheimischer Briten offenkundig entgegenstehen.</p>
<p>Es sei hier gesagt, daß Einwanderer im Vereinigten Königreich überwiegend verstehen, daß sie, und durch sie ihre erweiterten Stämme, hier an etwas Gutem teilhaben. Man muß die Hindu oder die ‘säkulare’ Türkin nicht sehr gut kennen, um zu begreifen, welch großen Teil ihrer Hoffnungen und Erwartungen der langfristige Zugang zu westlichen Ländern ausmacht. Man kann ihnen natürlich nicht zum Vorwurf machen, daß sie solch einen Zugang wünschen, und ich denke deswegen nicht schlechter über sie. Jedoch, sofern sie weiterhin stammesmäßig denken und handeln, werden sie weiterhin befürworten, daß das Gute, das der Westen ist, mit anderen Mitgliedern ihres Stammes geteilt wird, <em>ungeachtet dessen, ob dies im Interesse der Völker liegt, deren Heimat diese westlichen Länder sind. </em>Und sofern irgendein Mitglied dieser fremden Stämme glaubt, daß der wachsende Widerstand gegen den Islam sich allgemeiner auf reduzierten Zugang zum Guten, das der Westen ist, übertragen könnte, ist von ihnen zu erwarten, daß sie in die Gegenrichtung stoßen. Indem sie das tun, werden sie sich effektiv, wenn nicht absichtlich, mit jenen verbünden, welche die Islamisierung unserer Länder anstreben. Wenn das geschieht, dann werden sie de facto zu Mitgliedern einer fünften Kolonne, zu einem Teil einer fahrlässigen proislamischen Operation. Ein hartes Urteil, aber keines, von dem ich eine Möglichkeit zur Vermeidung sehe.</p>
<p>Die Bedeutung dessen ist einfach auszudrücken: Unlösbare Stammesdifferenzen können nicht als bloße politische Differenzen betrachtet werden, wo Bob diesen Weg geht, während Ranjit jenen nimmt. Wenn ansonsten harmlose Einwanderergemeinschaften darauf bestehen, daß ihre Interessen a) stammesbezogen sind und b) am besten bedient werden, indem sie Antiislamisierungsbestrebungen behindern, dann wird ihnen die Möglichkeit genommen werden müssen, irgendeinen Einfluß auf den Lauf der Entwicklungen auszuüben. Ob solch sekundäre Divergenzen auftreten oder nicht, liegt bei ihnen, nicht bei uns.</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/not-their-finest-hour.jpg"><img class="size-full wp-image-1149 aligncenter" title="not their finest hour" src="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/not-their-finest-hour.jpg?w=504&#038;h=468" alt="" width="504" height="468" /></a></p>
<p><strong>Ausgewählte Kommentare zum Originalartikel bei GoV:</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.blogger.com/profile/04679128067027894967">DP111</a>:</strong></p>
<p><em>Und sofern irgendein Mitglied dieser fremden Stämme glaubt, daß der wachsende Widerstand gegen den Islam sich allgemeiner auf reduzierten Zugang zum Guten, das der Westen ist, übertragen könnte, ist von ihnen zu erwarten, daß sie in die Gegenrichtung stoßen.</em></p>
<p>Es gibt natürlich die Möglichkeit, daß der Einwandererstamm es umgekehrt sieht und sich auf die Seite der Einheimischen stellt, um der Islamisierung entgegenzuwirken. Ich habe da Leute wie Bischof Nazir Ali, Patrick Sookhdeo, und viele andere aus christlichen Gemeinden im Vereinigten Königreich im Sinn, die aus Erfahrung wissen, was der Islam wirklich ist.</p>
<p>Das Problem, das wir im Moment haben, ist das, daß sich die Situation nicht so klar darstellt, wie man es gerne hätte. Es ist nicht nur die Teilung zwischen Einheimischen und Einwandererstämmen. Die größten Vorschubleister des Islam im Vereinigten Königreich sind unsere eigene politische Elite und die Medien, besonders die BBC. Dies ist ein separater Stamm, den du in deine Analyse einbeziehen mußt. Dieser Stamm sieht die Umwandlung einer homogenen und wohlgeordneten Gesellschaft in eine, die keine Richtung hat, als eine Gelegenheit zur Gesellschaftsklempnerei.</p>
<p>Wenn man diesen zusätzlichen Stamm in Betracht zieht, dann haben wir es nicht nur mit einem Konflikt zwischen Einheimischen und Einwanderern zu tun, sondern mit einem echten Bürgerkrieg. Selbst in diesem frühen Stadium kann man die gehässige Art sehen, in der dieser Stamm solche wie Bischof Nazir Ali angreift und jene, die ihn unterstützen.</p>
<p>El Inglés: Ein guter Artikel.</p>
<p><strong><a href="http://www.blogger.com/profile/08331218463705644813">El</a> Inglés: </strong></p>
<p>dp111:</p>
<p>danke für das Lob. Du hast natürlich recht damit, daß die Einheimischen kein einzelner Stamm sind. Dies ist eine zusätzliche Komplikation; sehr schwierig, dies zusammen mit allem anderen in einen einzigen Artikel einzubeziehen.</p>
<p>Ich würde meinen, daß eine Wiedervereinigung der Stämme unter Einheimischen, wenn man so will, uns nach und nach näher dorthin bringen werden, wo wir vor sechzig Jahren waren, unter welchen Umständen die Spaltung zu anderen Stämmen offensichtlicher werden wird. Es ist sehr schwer zu glauben, daß es keine derartige Wiedererweckung geben wird, wenn sich die Verluste weiter häufen.</p>
<p><strong><a href="http://www.blogger.com/profile/04679128067027894967">DP111</a>: </strong></p>
<p>El Inglés schrieb: <em>Ich würde meinen, daß eine Wiedervereinigung der Stämme unter Einheimischen, wenn man so will, uns nach und nach näher dorthin bringen werden, wo wir vor sechzig Jahren waren, unter welchen Umständen die Spaltung zu anderen Stämmen offensichtlicher werden wird.<br />
</em><br />
Ich hoffe, daß du recht hast.</p>
<p>Bedenke diesen einheimischen Anglo-Stamm, der eifrig alles Islamische befürwortet, nicht weil ihm der Islam gefällt, sondern weil der Islam den Katalysator zur Zerstörung der Gesellschaft liefert, und dann für Gesellschaftsklempnerei und die Umwandlung Britanniens in ein marxistisches Utopia. Der Marxismus ist eine Religion, seine Anhänger sind erfüllt vom selben Gefühl der Unvermeidlichkeit der Richtigkeit ihrer Sache. Sie werden falls nötig ‘vor die Löwen gehen’, denn sie glauben, sie seien die Morgendämmerung eines neuen Zeitalters, eines Zeitalters frei von Rassismus, religiösem Glauben und allen anderen kulturellen Traditionen, die eine Nation definieren. Es ist dieser Glaube, der all die Linken un der BBC leitet. Ich sehe nicht, daß sie zu den Massen tendieren, die sie als uninformierte Rassisten und Bigotte betrachten. Sie werden ihre Ecke mit all ihrer Macht verteidigen, und wenn sie untergehen, dann in dem Glauben, daß man sie in der Zukunft als Märtyrer betrachten wird.</p>
<p>Ich habe seit mehreren Jahren einen Bürgerkrieg im Westen befürchtet und darüber geschrieben. Dieser wird äußerst katastrophal sein, denn selbst wenn wir gewinnen, werden wir das Gewebe unserer Gesellschaft zerstört haben, unseren Glauben an unser Gefühl für “Fair Play”, Toleranz etc. Aus diesem Grund habe ich versucht, mir irgendeinen anderen Weg zur Rettung vor einer Zukunft unter der Scharia auszudenken als den Bürgerkrieg.</p>
<p><strong><a href="http://www.blogger.com/profile/09262838137108787643">babs</a>: </strong></p>
<p>Zu einem der Punkte, die du am Beginn deines Essays angeführt hast; der Idee, daß eine “eindringende” Gruppe die Arbeitsplätze und den Status einer existierenden niederen Klasse usurpieren wird, die bereits in der Gesellschaft etabliert ist: Ich konnte nie verstehen, warum die Afroamerikaner nicht aufgeschrien haben wegen der Invasion von Hispanics in die Staaten.<br />
Ökonomisch sind die Afroamerikaner am meisten von der Flut billiger hispanischer Arbeitskraft in die Staaten betroffen gewesen, nachdem ihnen Arbeitsplätze und Bildungsmöglichkeiten genommen wurden. Es ist mir immer noch ein Rätsel, warum ihre politischen Führer dies zugelassen haben, als die Viertel ihrer Wahlklientel übernommen und deren Jobs von billigen Arbeitern weggenommen wurden.<br />
Ich wünschte, jemand könnte mir das erklären.</p>
<p><strong><a href="http://www.blogger.com/profile/13284333589904951249">laine</a>: </strong></p>
<p>Sehr gedankenanregender Artikel, besonders die Idee der permanenten Verwerfungen, die in guten Zeiten unsichtbar sind, die sich aber unter Belastung zu Rissen und dann zu Spalten erweitern können und werden.</p>
<p>Großer Schaden ist den europäisch-christlich basierten Ländern bereits angetan worden durch verschiedene Stämme, die ihre eigenen Interessen verfolgen, statt die Länder zu stärken, die sie als Einwanderer aufgenommen haben.</p>
<p>Warum ist der Drang zum staatlichen Multikulturalismus zum Beispiel in Japan nicht aufgetreten? Wenn man das bis zu den ‘60ern und den Einflüssen auf Ted Kennedys schändlichem Gesetz zurückverfolgt, das die Schleusen zur Einwanderung aus der Dritten Welt geöffnet hat, wie auch zu Trudeau, der dasselbe in Kanada getan hat, so gab es keinen öffentlichen Bedarf danach. Stattdessen scheint es, daß einflußreiche Mitglieder des jüdischen Stammes eine Politik förderten, von der sie dachten, daß sie ihnen nützen würde, während sie jede weiße christliche Nation verdünnen würde, um zu verhindern, daß das noch einmal geschieht, was in Deutschland geschehen war. Selbst jene Nationen, die Deutschland bekämpft hatten, wurden in das Multikulti-Projekt einbezogen. Übrigens, ich sage nicht, daß es für Juden aus ihrer Sicht falsch war, das zu tun, aber es war falsch von Nichtjuden, diese Politik zu übernehmen, ohne abzuwägen, ob das gut für unseren Stamm war.</p>
<p>Wenn westliche Länder sich die “Besten und Klügsten” aus der Dritten Welt ausgesiebt hätten, um sich uns anzuschließen, wie uns das zuerst versprochen worden war, dann hätte die Einwanderung uns vielleicht gestärkt und bereichert. Unglücklicherweise folgten dann Familienzusammenführung und laxe Flüchtlingspolitik, einschließlich älterer Bürger und Ungebildeter, wodurch der wirtschaftliche Vorteil zu einem Scheinargument wurde. Einige Gruppen wie die Jamaikaner brachten mehr teure Negativeigenschaften wie hohe Kriminalität mit, als ihre gesetzestreuen Mitglieder jemals durch Steuerleistungen wettmachen könnten. Im Grunde wurde die Einwanderung zu einer Form von Wohlfahrt, von der es hieß, daß die entwickelten Länder sie allen aus unterentwickelten Ländern “schulde”, die die harte Arbeit überspringen wollten, ihre eigenen Länder wohnlich zu machen.</p>
<p>Der resultierende Turm zu Babel, der wie ein schwankender Jenga-Turm errichtet worden war, hat als Schlußstein die Einwanderung von Moslems, von denen die Ehrlichsten bereits erklärt haben, daß sie hier sind, um die Macht zu übernehmen. Sie haben keine Absicht, zum “American Way” beizutragen, zum kanadischen, britischen oder australischen Weg, sondern uns alle zum moslemischen Weg zu bekehren. Da dieser Weg gegenüber Juden besonders feindlich ist, stellt sich die Förderung von Multikulti als nicht gerade ihr schlauester Zug heraus, und als immer noch sehr einflußreicher Zweig der Linken scheinen sie das recht langsam zu begreifen.</p>
<p>DP111 hat recht damit, die größte Problemzone bei den linken Einheimischen zu verorten, die Multikulti wie auch mehrere andere Initiativen zur Gesellschaftsveränderung gefördert haben. Ihr Genius hat Political Correctness und weißes Schuldbewußtsein heraufbeschworen, um jeden bedeutenden Widerstand gegen die Auflösung alles Funktionierenden und dessen Ersatz durch ein schlecht ausgedachtes Experiment zu verhindern. Es hat das Leben der einzelnen Einwanderer großteils verbessert, die es in diese funktionierenden Länder geschafft haben, aber zum Preis der Schwächung dieser Länder und der Beraubung ihrer Einwohner um den einzigen Platz auf diesem Globus, den sie ihr eigen nennen können. Also DAS ist Diskriminierung im Übermaß: “Mein Land gehört allein mir, und deines gehört mir auch&#8220;.</p>
<p><strong><a href="http://www.blogger.com/profile/00895315810475432344">Charlemagne</a>: </strong></p>
<p>El, großartiger Artikel!</p>
<p>Du hast gesagt: &#8222;Jedoch, sofern sie weiterhin stammesmäßig denken und handeln, werden sie weiterhin befürworten, daß das Guten, das der Westen ist, mit anderen Mitgliedern ihres Stammes geteilt wird, <em>ungeachtet dessen, ob dies im Interesse der Völker liegt, deren Heimat diese westlichen Länder sind.</em>&#8222;</p>
<p>Diese Anmerkung trifft reichlich auf lateinamerikanische Einwanderer in die Vereinigten Staaten zu. Wir mußten die Märsche illegaler Ausländer ertragen, die Rechte fordern, welche nur US-Bürgern zustehen. Wir haben hispanische Politiker im Kongreß, welche die Staatsbürgerschaft für ihren Stamm befürworten, nicht weil jene Stammesmitglieder für die Staaten von Nutzen sein werden, sondern weil diese Politiker dadurch einen politischen Machtzuwachs gewinnen.<br />
Die Empörung der amerikanischen Öffentlichkeit über den letzten Versuch einer Amnestie hat unseren Politikern offenkundig sehr wenig signalisiert, denn sie werden es trotz der öffentlichen Stimmung zu dem Thema noch einmal versuchen. Und der wahrscheinlich widerlichste Aspekt dabei ist das Anspruchsdenken, das Einwanderer aus Mexiko und anderen lateinamerikanischen Ländern hinsichtlich ihrer Einreise haben, UND die Nährung dieses Anspruchsdenkens durch demokratische und manchmal sogar republikanische Politiker.</p>
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		<title>Warum haben die Europäer die moderne Welt geschaffen? – Teil 4</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 21:15:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Deep Roots</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deep Roots]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Fjord
Druckversion (pdf)
Übersetzung: Deep Roots   
Der Originaltext erschien am 30. September 2009 auf Gates of Vienna: http://gatesofvienna.blogspot.com/2009/09/why-did-europeans-create-modern-world_30.html
Der deutsche Soziologe Max Weber (1864-1920) identifizierte den Kapitalismus in seiner einflußreichen Studie Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus mit dem protestantischen Zweig des Christentums. Ich halte es in der Tat für zutreffend zu sagen, daß sich die [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fjordman.wordpress.com&blog=5190227&post=1117&subd=fjordman&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><div id="attachment_1118" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/europe-from-space.jpg"><img class="size-full wp-image-1118" title="europe-from-space" src="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/europe-from-space.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Do not go gently into that good night / Rage, rage against the dying of the light.&quot; (Dylan Thomas)</p></div>
<p><strong>Von Fjord</strong></p>
<p><a href="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/31d-warum-haben-die-europaer-die-moderne-welt-geschaffen-iv.pdf"><strong>Druckversion (pdf)</strong></a></p>
<p style="text-align:left;">Übersetzung: Deep Roots   </p>
<p style="text-align:left;">Der Originaltext erschien am 30. September 2009 auf <em>Gates of Vienna: </em><a href="http://gatesofvienna.blogspot.com/2009/09/why-did-europeans-create-modern-world_30.html">http://gatesofvienna.blogspot.com/2009/09/why-did-europeans-create-modern-world_30.html</a></p>
<p>Der deutsche Soziologe Max Weber (1864-1920) identifizierte den Kapitalismus in seiner einflußreichen Studie <em>Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus</em> mit dem protestantischen Zweig des Christentums. Ich halte es in der Tat für zutreffend zu sagen, daß sich die protestantischen Nationen bei der Annahme von Wissenschaft und Kapitalismus als besonders dynamisch erwiesen haben; der Protestantismus ermutigte gewöhnliche Leute zum Lesen der Bibel in der Volkssprache, was die Alphabetisierung beschleunigte. Dennoch gibt es keinen Zweifel, daß die Grundlagen des Kapitalismus im katholischen Europa geschaffen wurden, in den mittelalterlichen Stadtstaaten Norditaliens.</p>
<p>Der westliche Wohlstand begann mit dem städtischen Wachstum und dem Handel im zwölften Jahrhundert und beschleunigte sich während der Renaissance zum siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert hin mit der Entwicklung einer relativ autonomen Klasse professioneller Kaufleute. Friedrich von Hayek (1899-1992), ein österreichischer und später britischer Ökonom und Philosoph, identifizierte einen neuen Individualismus, der vom Christentum und der Philosophie der klassischen Antike hervorgebracht und während der Renaissance entwickelt worden war. Er erklärt dies in seinem Klassiker <em>Der Weg zur Knechtschaft</em>:</p>
<p>“Von den Handelsstädten Norditaliens verbreitete sich die neue Lebenssicht mit dem Handel nach Westen und Norden, durch Frankreich und den Südwesten Deutschlands zu den Niederlanden und den britischen Inseln und schlug überall feste Wurzeln, wo es keine despotische politische Macht gab, um sie zu ersticken…. Während dieser ganzen neuzeitlichen Periode europäischer Geschichte war die allgemeine Richtung der gesellschaftlichen Entwicklung die, daß sie den einzelnen von den Banden befreite, die ihn an die gebräuchlichen oder vorgeschriebenen Wege beim Nachgehen seiner alltäglichen Aktivitäten gebunden hatten…. Das vielleicht größte Ergebnis dieser Entfesselung individueller Energien war das wundersame Wachstum der Wissenschaft, das dem Marsch individueller Freiheit von Italien nach England und darüberhinaus folgte…. Erst seit die Gewerbefreiheit den Weg zum freien Gebrauch des neuen Wissens geöffnet hatte, erst seit alles ausprobiert werden konnte – falls man jemanden finden konnte, der dies auf eigenes Risiko unterstützte &#8211; und, sollte man hinzufügen, genausooft von außerhalb der mit der Kultivierung des Lernens beauftragten Behörden wie innerhalb davon, hat die Wissenschaft die großartigen Fortschritte gemacht, die in den letzten hundertfünfzig Jahren das Gesicht der Welt verändert haben.”</p>
<p>Das westliche Wachstum hat Wurzeln im Mittelalter. Nathan Rosenberg und L.E. Birdzell Jr. gehen dem in <em>How The West Grew Rich: The Economic Transformation Of The Industrial World</em> nach:</p>
<p>“Anfänglich entsprang die Erlangung der Autonomie durch den Westen einer Entspannung oder Schwächung politischer und religiöser Kontrollen, was anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens die Gelegenheit gab, mit Veränderungen zu experimentieren. Wachstum ist natürlich eine Form von Veränderung, und Wachstum ist unmöglich, wenn Veränderung nicht zulässig ist. Jede <em>erfolgreiche</em> Veränderung erfordert ein großes Maß an Freiheit zum Experimentieren. Eine Gewährung dieser Art von Freiheit kostet die Herrscher einer Gesellschaft ihr Gefühl der Kontrolle, als würden sie die Macht zur Bestimmung der Zukunft der Gesellschaft an andere abtreten. Die große Mehrheit der Gesellschaften in der Vergangenheit und Gegenwart haben es nicht zugelassen. Genausowenig sind sie der Armut entkommen.”</p>
<p>Der Welthandel ist bis ungefähr 1840 in bescheidenem Maß gewachsen und hat dann abgehoben. 1913 war der Wert des Welthandels etwa <em>fünfundzwanzigmal</em> so hoch, wie er um 1800 gewesen war, obwohl die Preise für Fertigwaren und Rohstoffe in vielen Fällen niedriger waren. Zum ersten Mal war eine wahre Weltwirtschaft geschaffen worden, mit Mittelpunkt in Europa. Großbritannien spielte eine besonders prominente Rolle beim Einsatz des Handels, um die Welt und das ausgedehnte britische Empire wirtschaftlich miteinander zu verbinden. Dies wurde in großem Maße durch die Entwicklung neuer Verkehrs- und Nachrichtenmittel erleichtert. Eisenbahnen breiteten sich über ganz Europa und Nordamerika bis nach Südamerika, Asien und Afrika aus und verringerten zusammen mit Dampfschiffen die Transportkosten drastisch. Internationaler Handel wurde auch durch den Bau des Suez- und des Panamakanals erleichtert. Die industrielle Revolution stellte einen Punkt beispielloser europäischer Macht dar.</p>
<p>Bis 1880 kontrollierten europäische Nationen erst 10 % des afrikanischen Kontinents. Dann kam der “Wettlauf um Afrika”, wo der Besitz von Kolonien zu einer Art Statussymbol wurde. Der europäische Imperialismus erreichte zu dieser Zeit in Asien ebenfalls seinen Höhepunkt, als die Niederländer ihre Herrschaft über Java auf den Großteil dessen ausdehnten, was heute Indonesien ist, die Briten vertieften ihre Kontrolle über Besitzungen wie Indien, die Franzosen errichteten ihre Herrschaft über einen weiten Bereich von Indochina wie auch Westafrika, und die Vereinigten Staaten erwarben 1898 nach dem spanisch-amerikanischen Krieg die Philippinen. Insgesamt waren die wirtschaftlichen Gewinne aus diesen Kolonien in vielen Fällen überraschend begrenzt. Sie wurden oft mehr aus politischen als aus wirtschaftlichen Gründen erworben. Die technologische Überlegenheit ließ viele Europäer zur aufrichtigen Überzeugung gelangen, daß sie andere Völker “zivilisieren” könnten, eine Idee, die in Rudyard Kiplings Gedicht <em>White Man’s Burden</em> verkörpert ist.</p>
<p>Laut den Autoren Rosenberg und Birdzell “pflanzte der Kolonialismus die Saat für die frühe Entwicklung der heutigen Volkswirtschaften Nord- und Südamerikas — eine beeindruckende Errungenschaft. Aber die spanischen, portugiesischen, englischen, französischen und niederländischen Kolonialerfahrungen und ihre Konsequenzen waren vielfältig, selbst in den Amerikas. Spanien und Portugal wurden größere Kolonialmächte, ohne jemals fortschrittliche kapitalistische Volkswirtschaften zu werden…. Ihre wertvollsten Kolonien lagen in Lateinamerika, und die Mutterländer verloren diese an Unabhängigkeitsbewegungen, während sie selbst in einem vorkapitalistischen Entwicklungsstadium waren. Die bei weitem auffälligste Errungenschaft des britischen Kolonialismus war die, daß er die Saat für mehrere fortgeschrittene westliche Volkswirtschaften legte, zum beträchtlichen Nutzen der Kolonien: die Vereinigten Staaten, Kanada, Australien, Neuseeland, Hongkong und Singapur. Die wirtschaftlichen Leistungen dieser Kolonien nutzten auch Britannien, denn kontrollierter und ausbeuterischer Handel mit einer wirtschaftlich rückständigen Kolonie ist für ein fortschrittliches Land viel weniger profitabel als der Handel mit anderen fortschrittlichen Ländern. Frankreich errichtete und verlor ein großes Kolonialreich, an das man sich wegen des gewaltsamen Zusammenbruchs seiner Herrschaft über Indochina und des beinahe gleichermaßen gewaltsamen Endes seiner Herrschaft über das erinnert, was wahrscheinlich seine wirtschaftlich erfolgreichste Kolonie war &#8211; Algerien. Rückblickend gibt es wenig Grund zu denken, daß seine Kolonialunternehmungen positiv zu Frankreichs Wirtschaftswachstum beigetragen haben.”</p>
<p>Es gibt keinen allgemeinen Zusammenhang zwischen der Größe und zeitlichen Entwicklung des Wirtschaftswachstums westlicher Länder und ihrer Kolonialreiche. Deutschland übertraf im späten neunzehnten Jahrhundert Frankreich und zeitweise sogar Britannien in der Industrieproduktion, besaß aber im Vergleich zu letzterem nur wenige und unbedeutende Kolonien. Spanien besaß im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert das größte Imperium der Welt und litt doch an Inflation und militärischer Überdehnung. Italien war in derselben Zeitperiode politisch zersplittert und von Angriffen moslemischer Piraten geplagt, und doch gab es während der wissenschaftlichen Revolution kein spanisches Äquivalent zu Galileo. Kopernikus wurde in Polen geboren, das niemals eine Kolonialgeschichte hatte; Tycho Brahe stammte aus dem winzigen Dänemark und Kepler aus dem zerteilten Deutschland. England war zur Zeit Newtons noch keine große Kolonialmacht im Vergleich zu den Türken und ihrem osmanischen Reich. Die größte astronomische Revolution in der Geschichte kann einfach nicht “kolonialer Ausplünderung” zugeschrieben werden, wie sehr man es auch versuchen mag.</p>
<p>Die imperialistschen Länder Spanien und Portugal erreichten kein langfristiges Wachstum, im Gegensatz zur nichtimperialistischen Schweiz oder zu Schweden. Spanien und Portugal setzten in ihren Kolonien verbreitet Sklaverei ein, blieben aber bei der Entwicklung moderner Wachstumswirtschaften zurück. Von den geschätzten 10-12 Millionen Afrikanern, die zwischen 1450 und 1900 zwangsweise über den Atlantik transportiert wurden, landeten mehrere Millionen im portugiesisch beherrschten Brasilien. Michael Hart spekuliert darüber, ob die Vermischung mit Völkern niedriger Intelligenz (afrikanischen Sklaven) den nationalen IQ Portugals während der Kolonialzeit verringert hat.</p>
<div id="attachment_1128" class="wp-caption alignnone" style="width: 631px"><a href="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/boa-esperanza-12.jpg"><img class="size-full wp-image-1128" title="Boa Esperanza 1" src="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/boa-esperanza-12.jpg?w=621&#038;h=506" alt="" width="621" height="506" /></a><p class="wp-caption-text">“Boa Esperanza”, ein portugiesischer Nachbau einer Karavelle aus dem 15. Jahrhundert; dieses Schiff hat mehrmals den Atlantik überquert und inzwischen schon mehr als 60.000 Seemeilen zurückgelegt.</p></div>
<p>Gefördert von Prinz Heinrich dem Seefahrer (1394-1460) unternahmen die Portugiesen in der Mitte des 15. Jahrhunderts systematische Entdeckungsreisen entlang der Westküste Afrikas, die ihren Höhepunkt fanden, als der Seefahrer Bartolomeu Diaz (ca. 1450-1500) 1488 um die südlichste Spitze des Kontinents segelte und damit den Seeweg nach Asien eröffnete. Der Seefahrer Vasco da Gama (ca. 1460-1524) und seine Mannschaft erreichten Indien um das Kap der Guten Hoffnung herum (1497-99) und kehrten erfolgreich nach Lissabon zurück, beladen mit Gewürzen und Mustern indischer Stoffe. Dies löste mehrere bewaffnete Zusammenstöße mit Moslems aus, die traditionellerweise viel von diesem lukrativen Handel kontrolliert hatten.</p>
<p>Lynn White, der herausragende amerikanische Professor für mittelalterliche Geschichte, <a href="http://www.zbi.ee/~kalevi/lwhite.htm" target="_blank">stellt fest, daß</a> “bis zum Ende des 15. Jahrhunderts die technologische Überlegenheit Europas eine solche war, daß seine kleinen, untereinander verfeindeten Nationen sich über den ganzen Rest der Welt ergießen konnten, erobernd, plündernd und kolonisierend. Das Symbol dieser technischen Überlegenheit ist die Tatsache, daß Portugal, einer der schwächsten Staaten des Okzidents, die Herrin Ostindiens werden und ein Jahrhundert lang bleiben konnte.” Dies war eine radikal neue Entwicklung des Mittelalters, denn “vor dem 11. Jahrhundert gab es im lateinischen Westen kaum Wissenschaft, nicht einmal in römischer Zeit.”</p>
<p>Technologische Entwicklungen erleichterten dieses Zeitalter der Entdeckungen. Europäer sind vielleicht die ersten gewesen, die Schießpulver für den Bau großer Kanonen nutzten, und während andere Zivilisationen in Eurasien diese Erfindung ebenfalls nutzten, waren Europäer besonders geschickt beim Kombinieren von Kanonen mit Schiffen. Die Portugiesen und andere waren Pioniere bei der Entwicklung neuer Typen hochmanövrierfähiger Segelschiffe wie der <em>Karavelle</em>, und die Entdeckungen führten zu verbesserten Karten und Navigationstechniken. Das Verlangen, heidnische Völker zu christianisieren, war nach jahrhundertelangem Ringen gegen Moslems immer noch sehr frisch bei führenden Individuen wie Königin Isabella von Spanien. Förderung durch die Regierung war wichtig für die Spanier und Portugiesen und im siebzehnten Jahrhundert für die holländische Ostindienkompanie. Es gab auch die grundsätzliche europäische Neugier auf die Welt, wenngleich asiatische Gewürze und die Suche nach materiellem Reichtum gewöhnlich die direktesten Gründe für diese Reisen waren. Von Vasco da Gama gibt es den berühmten Ausspruch, daß die Portugiesen “nach Christen und Gewürzen” suchten.”</p>
<div id="attachment_1129" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/east-indiaman-gotheborg1.jpg"><img class="size-full wp-image-1129" title="East Indiaman Götheborg" src="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/east-indiaman-gotheborg1.jpg?w=500&#038;h=523" alt="" width="500" height="523" /></a><p class="wp-caption-text">Die “Götheborg” , ein Nachbau des gleichnamigen schwedischen Ostinienfahrers, der 1745 auf der Heimreise von China kurz vor Göteborg sank</p></div>
<p>Laut der Gelehrten <a href="http://afe.easia.columbia.edu/chinawh/web/help/readings.html" target="_blank">Lynda Shaffer</a> hätten die Chinesen mit ihrer großen und hochentwickelten Marine “die mühsame Reise um die Spitze Afrikas machen und in portugiesische Häfen segeln können; jedoch hatten sie keinen Grund, das zu tun. Obwohl die westeuropäische Wirtschaft florierte, bot sie nichts, das China nicht näher der Heimat und zu viel geringeren Kosten erwerben konnte.” Im Gegensatz dazu versuchten die Portugiesen, die Spanier und andere Europäer, die Gewürzinseln in Indonesien zu erreichen. “Es war dieser Gewürzmarkt, der Kolumbus westwärts von Spanien weglockte und Vasco da Gama um Afrika und über den Indischen Ozean zog.” Nach Shaffers Ansicht hatten Technologien wie Schießpulver und Kompaß in China eine andere Auswirkung als in Europa, und es ist “unfair zu fragen, warum die Chinesen nicht zufällig auf die westliche Hemisphäre gestoßen sind, als sie ostwärts über den Pazifik segelten, um die Wollmärkte Spaniens zu finden.”</p>
<p>Darin liegt einiges an Wahrheit. Das Zeitalter der Entdeckungen durch Portugal und Spanien begann anfänglich mit dem Wunsch, die zweitwichtigste Handelsregion der Welt, Europa und den Mittelmeerraum, mit der wichtigsten Handelsregion der Welt zu verbinden, dem Indischen Ozean, und dabei die moslemischen Mittelsmänner zu umgehen. Deshalb hatte Christoph Kolumbus irrtümlich geglaubt, in Indien angelangt zu sein, als er Amerika erreichte. Europäer waren anfänglich mehr daran interessiert, asiatische Güter zu kaufen, als umgekehrt, aber das erklärt immer noch nicht, warum die Chinesen und andere Asiaten kein Äquivalent zur wissenschaftlichen und industriellen Revolution schufen. Manchmal wird Dschingis Khan (ca. 1162-1227) und den Mongolen die Schuld dafür gegeben.</p>
<p>Die Eroberung durch die Mongolen hatte sicherlich die Wirkung einer gewaltsamen Unterbrechung, und die Spur der Verwüstung, die sie hinter sich ließ, entvölkerte Regionen von China und Korea über Iran und Irak bis Osteuropa. Sie beendete die dynamische Song-Dynastie, aber selbst davor gab es wenig Anzeichen dafür, daß eine Entwicklung in Richtung moderner Maschinen oder mathematischer Physik in China bevorstand. Eine Serie von Taifunen, genannt Kamikaze oder “Göttlicher Wind”, rettete die Japaner 1274 und 1281 vor den Mongolenflotten, aber auch sie entwickelten keine voll ausgebildete Industrie, bis sie im späten neunzehnten Jahrhundert ein westliches Modell übernahmen. Mehr noch, auch wenn Westeuropa vor den Mongolen verschont blieb, sollten wir uns daran erinnern, daß die Europäer Jahrhunderte politischen Zerfalls und Bevölkerungsrückgangs erlebt hatten, länger als in irgendeiner Periode der chinesischen Geschichte über mehrere tausend Jahre. Europa war auch einem länger währenden Angriff durch den Islam ausgesetzt.</p>
<p>Einige Moslems haben behauptet, daß wissenschaftliche Fortschritte in der islamischen Welt durch die mongolischen Eroberungen zum Stillstand gebracht worden seien. Dies ist aus einer Anzahl von Gründen unrichtig. Erstens, weil die Eroberungen Syrien, Ägypten, Nordafrika und die arabische Halbinsel nicht betrafen und diese Regionen trotzdem nicht mehr Fortschritte machten als der islamische Osten. Zweitens hatte die Wissenschaft in der islamischen Welt in vielen Disziplinen bereits davor stagniert. In der Astronomie erreichten die moslemischen Errungenschaften ihren Höhepunkt nach den Eroberungen, im Iran mit mongolischer Ermutigung. Hülägü Khan gab seinen Segen zum Bau des Maragha-Observatoriums, nachdem seine Truppen Bagdad geplündert und dem Abbasidenkalifat ein Ende gesetzt hatten. Sein Bruder Kublai Khan erbaute ein Observatorium in China.</p>
<p>In Europa wurden nach der Erfindung von Brillen und mechanischen Uhren neue wissenschaftliche Instrumente zum Studium und zur Vermessung der Welt eingeführt, von Teleskopen und Mikroskopen bis zu Thermometern, und ihre Präzision wurde stetig verbessert. Nach 1600 erlangten Napiers Logarithmen Bedeutung, und neue Mathematik wie Differentialrechnung und analytische Geometrie trugen immens zur Analyse bei. Ein fundamentaler institutionaler Pfeiler westlicher Wissenschaft war die Routinisierung der Entdeckungen, oder <em>die Erfindung des Erfindens</em>. David S. Landes erklärt:</p>
<p>“Es gab da eine weit verstreute Population von Intellektuellen, die in verschiedenen Ländern arbeiteten und verschiedene Umgangssprachen benutzten – und doch eine Gemeinschaft waren. Was an einem Ort geschah, wurde schnell überall sonst bekannt, teilweise dank einer gemeinsamen Sprache der Gelehrsamkeit, des Lateins; teilweise dank einer frühen Entwicklung von Kurier- und Postdiensten; vor allem weil Menschen in alle Richtungen zogen. Im siebzehnten Jahrhundert wurden diese Verbindungen institutionalisiert, zuerst in Person solcher selbsternannter menschlicher Vermittlungsstellen wie Marin Mersenne (1588-1648), dann in Form gelehrter Gesellschaften mit ihren korrespondierenden Sekretären, häufigen Treffen und periodischen Journalen. Die frühesten Gesellschaften erschienen in Italien &#8211; die Accadémia dei Lincei (Akademie der Luchse) in Rom 1603, die kurzlebige Accadémia del Cimento in Florenz 1653. Auf lange Sicht wichtiger waren jedoch die nördlichen Akademien: die Royal Society in London 1660, die <em>Academia Parisiensis 1635 und ihre Nachfolgerin</em> Académie des Sciences 1666. Selbst davor brachten informelle, aber regelmäßige Begegnungen in Kaffeehäusern und Salons Menschen und Fragen zusammen. Wie Mersenne es 1634 ausdrückte, ‘haben die Wissenschaften einander unverbrüchliche Freundschaft geschworen.’ Kooperation also, aber enorm gesteigert durch scharfe Rivalität im Rennen um Prestige und Ehre.”</p>
<p>Vom siebzehnten Jahrhundert an schufen Europäer viele wissenschaftliche Gesellschaften und Journale. Keine ähnlichen Arrangements und Einrichtungen zur Verbreitung von Gelehrsamkeit waren außerhalb Europas zu finden. China fehlte es an instututioneller Kontinuität für die Lehre, und dem Nahen Osten und Indien ging es nicht viel besser. Die islamophile Rede des US-Präsidenten Barack Hussein Obama an der Kairoer Universität in Ägypten im Juni 2009 enthielt eine bemerkenswert hohe Konzentration von Halbwahrheiten, Verzerrungen oder platter Lügen. Nehmen Sie dieses Zitat:</p>
<p><em>“Als Student der Geschichte weiß ich auch um das, was die Zivilisation dem Islam verdankt. Es war der Islam — an Orten wie der Al-Azhar-Universität — der das Licht des Lernens durch so viele Jahrhunderte getragen und den Weg für Europas Renaissance und Aufklärung bereitet hat. Es war die Innovation in moslemischen Gemeinschaften, welche die Ordnung der Algebra entwickelt hat, unseren Magnetkompaß und die Navigationsinstrumente, unsere Beherrschung der Feder und des Buchdrucks, unser Verständnis dessen, wie sich Krankheiten verbreiten und wie sie geheilt werden können. Die islamische Kultur hat uns majestätische Gewölbe und aufragende Türme gegeben, zeitlose Poesie und geschätzte Musik, elegante Kalligraphie und Orte des friedlichen Nachdenkens. Und die ganze Geschichte hindurch hat der Islam durch Worte und Taten die Möglichkeiten religiöser Toleranz und der Rassengleichheit demonstriert.”</em></p>
<p>Gibt es auch nur eine einzige wahre Aussage in diesem ganzen Absatz? Moslems haben in der Tat einige schöne Kalligraphien geschaffen, und ein paar ihrer Gelehrte leisteten Beiträge zur Algebra, aber davon abgesehen ist es fast totaler Unsinn. Der Magnetkompaß wurde von den Chinesen erfunden und möglicherweise unabhängig davon von den Europäern und anderen. Der Buchdruck wurde auch von den Chinesen erfunden und von den Moslems tausend Jahre oder länger wegen islamisch-religiösem Widerstand stur und beharrlich abgelehnt. Sie mochten die chinesische Erfindung des Schießpulvers um einiges mehr.</p>
<p>Keine direkte Verbindung ist jemals zwischen Gutenbergs Druckerpresse und dem Buchdruck in Ostasien nachgewiesen worden, obwohl es vorstellbar ist, daß die Grundidee des Druckens nach Europa importiert worden war. Im Gegensatz dazu wissen wir mit 100%iger Sicherheit, daß die Moslems mit der ostasiatischen Drucktechnik vertraut waren, sie aber aggressiv ablehnten. Der Gelehrte Thomas Allsen hat in seinem Buch <em>Culture and Conquest in Mongol Eurasia</em> beschrieben, wie die Behörden im Iran unter mongolischer Herrschaft im Jahr 1294 versuchten, nach chinesischer Art gedruckte Banknoten einzuführen, aber damit aufgrund des Volkswiderstands scheiterten:</p>
<p>“Gewiß hatte die moslemische Welt eine aktive und anhaltende Gegnerschaft gegen von Europa im fünfzehnten Jahhundert und später ausgehende Drucktechniken mit beweglichen Lettern gezeigt. Diese Gegnerschaft, die auf gesellschaftlichen, religiösen und politischen Erwägungen beruhte, dauerte bis weit ins achtzehnte Jahrhundert. Erst dann wurden Druckerpressen europäischen Ursprungs im osmanischen Reich eingeführt, und erst im nächsten Jahrhundert fand das Drucken weite Verbreitung in der arabischen Welt und im Iran. Dieses lange Zögern, dieses Desinteresse an europäischer Typographie und die Nichtnutzung der einheimischen Drucktraditionen Ägyptens sprechen sicherlich für eine Art fundamentaler struktureller oder ideologischer Antipathie gegen diese spezielle Technologie.”</p>
<p>Es ist wahrscheinlich, daß der Buchdruck den Bewohnern des Nahen Ostens aufgrund des Handels Jahrhunderte zuvor schon bekannt war, jedoch übernahmen sie diese großartige Erfindung aus islamisch-religiösem Widerstand erst tausend Jahre oder mehr nachdem sie in China gemacht worden war. Minderheiten wie die Juden oder Griechen und armenische Christen waren die ersten, die im osmanischen Reich Druckerpressen verwendeten. Das erste in persischer Sprache gedruckte Buch war wahrscheinlich ein jüdisch-persischer Pentateuch.</p>
<p>Moslems hatten Zugang zur optischen Theorie der Griechen. Alhazens <em>Buch der Optik</em>, eines der besten jemals in arabischer Sprache geschriebenen wissenschaftlichen Werke, wurde in der arabischsprachigen Welt weitgehend ignoriert, aber in Europa mit Interesse studiert. Es wurde in Kairo geschrieben, aber nicht an der Al-Azhar-Universität studiert, nahe der Alhazen jahrelang lebte. Al-Azhar war ein Zentrum religiöser Bildung und des Scharia-Rechts, nicht der säkularen Lehre und Wissenschaft. Im Gegensatz dazu wurde griechische Naturphilosophie und säkulare Lehre an mittelalterlichen europäischen Universitäten zusätzlich zu religiösen Themen gelehrt, weshalb die Optik von mehr europäischen Gelehrten studiert wurde. Mir sind wenige, wenn überhaupt irgendwelche, Institutionen außerhalb Europas vor der Kolonialzeit untergekommen, die ich “Universitäten” im westlichen Sinne nennen würde. Unter den besseren Kandidaten gäbe es das Große Kloster von Nalanda in Indien, das eine buddhistische Institution war. Es wurde nicht von Moslems erbaut, sondern von ihnen zerstört, wie so viele Kulturschätze in Indien und Zentralasien.</p>
<p>Das chinesische Bildungssystem führte ein gewisses Maß an Meritokratie ein, das die Bürokratie davor bewahrte, völlig erblich zu werden. Jedoch wurde es starr kontrolliert und konzentrierte sich überwiegend auf Literatur und Morallehre. Männer verschwendeten Jahre ihres Lebens darauf, die Prüfungen der höheren Ebenen zu bestehen, wobei sie oft wieder und wieder scheiterten. Toby E. Huff ist dem in <a href="http://www.amazon.com/Rise-Early-Modern-Science-Islam/dp/0521529948/" target="_blank"><em>The Rise of Early Modern Science: Islam, China and the West</em>, second edition</a> nachgegangen:</p>
<p>“Aus Sicht dieser Studie war die moderne wissenschaftliche Revolution sowohl eine institutionelle aus auch intellektuelle Revolution, die das System des Naturverständnisses neu organisierte und eine neue Vorstellung vom Menschen und seinen kognitiven Fähigkeiten bestätigte. Die Formen der Vernunft und Rationalität, die aus der Begegnung von griechischer Philosophie, römischem Recht und christlicher Theologie erschmolzen worden waren, legten das Fundament für den Glauben an die essentielle Rationalität von Mensch und Natur. Noch wichtiger war, daß diese neue metaphysische Synthese eine institutionelle Heimat in den kulturellen und rechtlichen Strukturen der mittelalterlichen Gesellschaft fand – das heißt, in den Universitäten. Zusammen legten sie das Fundament zur Bestätigung der Existenz neutraler intellektueller Räume, innerhalb derer die Geister ihrer intellektuellen Inspiration nachgehen konnten, während sie sondierende Fragen stellten. Nachdem sie diese Fundamente gelegt hatten, waren große Teile der westlichen Welt in den Jahren nach der Renaissance in der Lage, sowohl in der wissenschaftlichen wie auch wirtschaftlichen und politischen Entwicklung voranzuschreiten.”</p>
<p>Die mittelalterliche europäische Universität stellte eine echte Innovation dar, und Huff stellt ihre Entwicklung und die Entscheidung, nicht nur Theologie, sondern auch Naturwissenschaften in ihren Lehrplan aufzunehmen, ins Zentrum der späteren wissenschaftlichen Errungenschaften des Westens:</p>
<p>“Wir sollten auch nicht die Größe des Schrittes unterschätzen, der gemacht wurde, als man (teilweise in Nachfolge der antiken Tradition) beschloß, das Studium der Philosophie und aller Aspekte der natürlichen Welt zu einer offiziellen und öffentlichen Unternehmung zu machen. Wenn dies als banale Errungenschaft erscheint, dann liegt das an unserem Eurozentrismus, der vergißt, daß das Studium der Naturwissenschaften und Philosophie in den islamischen Hochschulen des Nahen Ostens gemieden wurde und daß alle derartigen Nachforschungen in sorgfältig abgeschirmter privater Umgebung unternommen wurden. Gleichermaßen gab es in China keine autonomen, von der offiziellen Bürokratie unabhängigen Lehranstalten; diejenigen, die es gab, waren völlig von der Gnade des zentralisierten Staates abhängig. Genausowenig hatten Philosophen die Freiheit, für sich das Lehrgebiet zu bestimmen, wie es im Westen der Fall war.”</p>
<p>Die Chinesen sahen Nichtchinesen traditionellerweise als Barbaren an, aber eine der Hauptschwierigkeiten Chinas war die, daß Wissenschaftler wenig Raum für unabhängiges Denken fanden in einem autokratischen System mit einer zentralisierten Bürokratie, die sich auf konfuzianische Literaturklassiker und Kalligraphie konzentrierte. “Die Verfolgung wissenschaftlicher Themen war daher an den Rand der chinesischen Gesellschaft verbannt.” Dies bedeutet nicht, daß man keine verheißungsvollen Anfänge in Pharmakologie, Alchimie oder Medizin finden kann, “aber am Ende zählen <em>Institutionen</em>, wie viele Ökonomen uns erinnert haben. Ohne sie kann die fruchtbare Saat intellektueller Brillanz nicht zu kräftigen Pflanzen heranwachsen.”</p>
<div id="attachment_1122" class="wp-caption alignnone" style="width: 624px"><a href="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/strasenszene-in-schanghai-j-selleny.jpg"><img class="size-full wp-image-1122" title="Straßenszene in Schanghai - J-Selleny" src="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/strasenszene-in-schanghai-j-selleny.jpg?w=614&#038;h=875" alt="" width="614" height="875" /></a><p class="wp-caption-text">Straßenszene in Schanghai; Bleistiftzeichnung von Joseph Selleny, der die Weltumseglung der österreichischen Fregatte “S.M.S. Novara” von 1857 – 1859 als offizieller Expeditionsmaler begleitete</p></div>
<p>In <em>The Great Divergence: China, Europe, and the Making of the Modern World Economy</em>, behauptet Kenneth Pomeranz, daß mehrere asiatische Länder, besonders China und Japan, bis um 1800 mindestens so fortgeschritten waren wie Europa. Europa hatte sich bis dahin nicht kritisch von Asien abgesetzt, und die industrielle Revolution begann teilweise aufgrund eines geographischen Zufalls in Großbritannien, weil es leichten Zugang zu Kohle hatte, und teilweise wegen seiner überseeischen Kolonien und Märkte. Seiner Ansicht nach hatte es eher wenig mit überlegener Wissenschaft oder Technologie zu tun.</p>
<p>Diese Behauptung ist rundweg falsch. In den theoretischen Wissenschaften waren die Europäer den Ostasiaten während des ganzen Spätmittelalters und der frühen Neuzeit voraus, und die Kluft vergrößerte sich schnell. Diese Fortschritte beeinflußten allmählich auch die angewandte Technologie. Die Chinesen hatten jahrhundertelang vom Magnetismus gewußt, und doch entdeckten sie niemals den Zusammenhang zwischen ihm und der Elektrizität, wie das Beispiel der Telegraphie zeigt. Hatten die Europäer einen “leichten Zugang” zum Elektromagnetismus? Neuzeitliche europäische Studien über die Geschwindigkeit und die Eigenschaften des Lichts waren weit fortgeschrittener als die asiatischen. Lag dies daran, daß Europäer “leichten Zugang” zum Licht hatten? Hatte man kein Licht in Asien?</p>
<p>Die mittelalterlichen Europäer waren auch gut in Bergbautechnologie, und dieses Wissen wurde in die Neue Welt gebracht. Das spanische Imperium verband die Amerikas mittels regelmäßiger Konvois über den Pazifischen Ozean mit den Philippinen und Asien. Die Spanier brachten so viel Silber aus Mexiko nach China, daß der mexikanische Dollar in einigen chinesischen Küstenprovinzen eine anerkannte Währung war. Nach 1400 stellte China seine Wirtschaft währungsmäßig um, und Silber wurde zum Deckungsmittel.</p>
<p>Kenneth Pomeranz stellt fest, daß “die dadurch geschaffene enorme Nachfrage nach Silber dieses in China viel wertvoller machte (im Verhältnis zu Gold und den meisten anderen Gütern) als irgendwo sonst auf der Welt, und China selbst hatte wenig Silberminen. Als Folge davon importierte China bereits im Jahrhundert <em>bevor</em> westliche Schiffe Asien erreichten, riesige Mengen an Silber (großteils aus Japan, und in einigem Ausmaß aus Indien und Südostasien). Als die Westler dann ankamen, mit Silber aus den reichsten jemals entdeckten Minen (Lateinamerika produzierte zwischen 1500 und 1800 ungefähr 85 % des Silbers der Welt), erzielten sie große und sehr verläßliche Arbitrageprofite.”</p>
<p>In <em>Genghis Khan and the Making of the Modern World,</em> einem weitgehend – und meiner Ansicht nach exzessiv – pro-mongolischen Buch, behauptet der Autor Jack Weatherford, daß die mongolischen Eroberungen die Renaissance in Europa ausgelöst hätten, indem sie den Kontinent für Ideen aus Asien geöffnet hätten:</p>
<p>“Weil viel des Mongolenreiches eher auf neuartigen Ideen und Wegen zur Organisation des öffentlichen Lebens beruhte als auf bloßer Technologie, regten diese Ideen in Europa zu neuen Gedanken und Experimenten an. Die gemeinsamen Prinzipien des Mongolenreiches – wie Papiergeld, Primat des Staates über die Kirche, Religionsfreiheit, diplomatische Immunität und internationales Recht – waren Ideen, die neue Bedeutung gewannen…. Unter den weitverbreiteten Einflüssen durch Papier und Buchdruck, Schießpulver und Feuerwaffen und die Verbreitung des Navigationskompasses und anderer maritimer Ausrüstung erlebten die Europäer eine Renaissance, buchstäblich eine Wiedergeburt, aber es war nicht die antike Welt Griechenlands und Roms, die da wiedergeboren wurde: es war das Mongolenreich, das von den Europäern aufgenommen, übertragen und an ihre eigenen Bedürfnisse und Kultur angepaßt wurde.”</p>
<p>Also sehen wir gleichzeitig Behauptungen, daß die Renaissance das war, was die großen Fortschritte in der westlichen Wissenschaft verursacht hat, und daß sie von Moslems im zwölften Jahrhundert oder von Mongolen im dreizehnten ausgelöst worden war. Gleichzeitig gab es angeblich bis zur Wende zum neunzehnten Jahrhundert nichts Besonderes an Europa. Ein intelligenter Leser wird schnell sehen, daß nicht alle diese verschiedenen Behauptungen gleichzeitig wahr sein können, und doch werden sie alle zur gleichen Zeit geäußert.</p>
<p>Worum es hier geht, ist nicht, was faktisch richtig ist, sondern es geht darum, jedes Gefühl von Stolz zu unterdrücken, das Menschen europäischen Ursprungs auf ihre historischen Errungenschaften haben könnten. Es ist ein bißchen ironisch, daß die europäische Kultur ständig als rassistisch, unterdrückerisch und böse verspottet wird und doch alle anderen eifrig bestrebt zu sein scheinen, die Ehre ihrer Erschaffung für sich zu beanspruchen. Wenn wir rassistische Unterdrücker sind, die die Erde vergewaltigen und die globale Erwärmung verursachen, warum sind dann die Moslems und andere so scharf darauf, sich die Schaffung unserer Kultur zuzuschreiben? Sollten sie sich nicht stattdessen dafür schämen?</p>
<p>Westliche Multikulturalisten behaupten, daß alle Kulturen gleich seien, und doch hat nur eine davon die moderne organisierte Wissenschaft geschaffen. Dies ist der große Elefant mitten im Zimmer. Multikulturalisten versuchen das mit der Behauptung wegzuerklären, daß:</p>
<p>A) die Wissenschaft unabhängig in vielen Regionen entwickelt wurde und zur modernen Wissenschaft verschmolz;</p>
<p>B) alle Kulturen und Völker gleich sind. Wenn eine davon erfolgreicher erscheint als andere, dann muß das daran liegen, daß sie die anderen ausbeutet und unterdrückt. Da die europäische Zivilisation in einzigartiger Weise einflußreich gewesen ist, kann das nur daran liegen, daß sie einzigartig böse ist. Konsequenterweise ist es eine gute Tat um der Erde und der Menschheit willen, sie zu zermalmen. Eine alternative Art des Umgangs mit dieser Schwierigkeit zur Erklärung dessen umzugehen, daß die moderne Wissenschaft in Europa entstand, liegt darin, das Problem überhaupt zu ignorieren und stattdessen über Zebras und australische Pflanzen zu reden. Dies ist Jared Diamonds bevorzugte Lösung.</p>
<p>Die Wahrheit ist, daß die wissenschaftliche Revolution die größte Errungenschaft des menschlichen Geistes in der gesamten Geschichte war, und daß sie von Europäern vollbracht wurde, und von niemand sonst. Wir können darüber debattieren, warum das so war, was für eine faszinierende Diskussion sorgen kann, aber das Endergebnis ist nicht debattierbar.</p>
<p>Pomeranz gibt zu, daß es in China keine wahren wissenschaftlichen Gesellschaften gegeben hat, stellt aber fest, daß “es in China, anders als in Europa, wo diese formalen wissenschaftlichen Gesellschaften für den Schutz der Wissenschaft vor einer feindseligen etablierten Kirche unerläßlich waren, keine solche mächtige und feindselige Körperschaft gegeben hat.”</p>
<p>Dies ist irreführend. Wenn die christliche Kirche immer gegen die Wissenschaft gewesen wäre, dann ist es unwahrscheinlich, daß die wissenschaftliche Revolution im christlichen Europa stattgefunden hätte. Wenn Mr. Pomeranz Toby Huffs exzellente Arbeit studiert hätte, dann würde er wissen, daß die Situation in China viel schlimmer war. Der Hongwu-Kaiser oder Taizu, der von 1368 bis 1398 regierte, war der Begründer der Ming-Dynastie. Er kam aus einer armen Familie und schuf eine neue Dynastie in der größten Volkswirtschaft der Welt. Er war offenbar ein energischer Charakter, aber sein Fall illustriert in der Tat die dem chinesischen Modell zugrundeliegenden Probleme. Der Kaiser dachte, daß die Studenten an der kaiserlichen Akademie zu aufsässig seien, und ernannte seinen Neffen zum Leiter des Instituts. Später gab er eine Reihe von Ankündigungen heraus:</p>
<p>“In der dritten dieser Bekanntmachungen (ca. 1386) gab es eine Liste ‘schlechter’ Inhaber akademischer Grade in der Hauptstadt, das heißt, <em>chin-shih</em> oder ‘Doktorate,’ zusammen mit den Namen einiger Studenten. ‘Er ordnete die Todesstrafe für achtungsechzig chin-shih-Inhaber und zwei Studenten an, und Strafdienst für siebzig Abschlußinhaber und zwölf Studenten.’ Der Autor dieses Berichts in der <em>Cambridge History of China</em> fügt hinzu, daß diese Listen ‘Männer vom Lernen entmutigt haben muß.’ An das Edikt angehängt war ein weiterer Verweis: Der Kaiser ‘würde jeden begabten Mann zum Tode verurteilen, der sich weigerte, der Regierung zu dienen, wenn er dazu aufgerufen würde.’ Wie er es ausdrückte, “sind bis zu den Rändern des Landes alle die Untertanen des Königs…. Gelehrte im Reich, die dem Herrscher nicht dienen, haben sich von den Lehren [des Konfuzius] entfernt. Es ist nicht übertrieben, sie hinzurichten und den Besitz ihrer Familien zu beschlagnahmen.’ Der Prozeß gegen Galileo und seine Bestrafung (Hausarrest in seiner Villa mit Blick über Florenz) ist nichts im Vergleich dazu.”</p>
<p>Kopernikus’ Buch von 1543 über den Heliozentrismus verursachte keinen unmittelbaren Aufruhr; erst 1616 während der katholischen Gegenreformation wurde es offiziell für irrig erklärt. Wie James Evans sagt, “hat Owen Gingerich nahezu alle erhaltenen Exemplare der Ausgaben von <em>De revolutionibus</em> von 1543 und 1566 untersucht, was sich auf mehr als 500 Bücher beläuft. Die Mehrheit der Exemplare in Italien wurden gemäß dem Erlaß zensuriert. Aber der Erlaß hatte anderswo fast keine Auswirkungen. Nicht einmal im katholischen Spanien wurden Exemplare zensuriert. Die Verdammung von <em>De revolutionibus</em> hatte sehr wenig Auswirkungen auf die Akzeptanz der heliozentrischen Hypothese. Selbst das berühmte Verfahren gegen Galileo wegen der fortgesetzten Befürwortung des Heliozentrismus nach der Verdammung bewirkte nur die Popularisierung der neuen Kosmologie.”</p>
<p>Einer der Gründe dafür, daß der Westen ein außergewöhnlich hohes Niveau nachhaltiger Innovation genossen hat, liegt darin, daß wir oft ein größeres Maß politischer Freiheit und Redefreiheit genossen haben als viele andere Kulturen. Zumindest war das früher so. In einigen kritischen Bereichen ist dies nicht mehr der Fall. Was wir jetzt erleben, ist ein Experiment beispielloser Größe in der Weltgeschichte: Nie zuvor hat man einer massive Zahl von Völkern mit niedrigem IQ sich in Ländern niederzulassen erlaubt, wo die eingeborenen Bewohner einen bedeutend höheren Durchschnitts-IQ haben als sie selbst.</p>
<p><a href="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/africans-truckload.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1123" title="africans truckload" src="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/africans-truckload.jpg?w=604&#038;h=453" alt="" width="604" height="453" /></a></p>
<p>Die Europäische Union fördert gegenwärtig die Masseneinwanderung von Völkern anderer Kulturen in westeuropäische Länder. Sie setzt auch eine zentralisierte, autoritäre bürokratische Struktur durch, die dem vorsowjetischen Europa fremd war. Während der ganzen europäischen Geschichte ist keine einzelne Autorität jemals in der Lage gewesen, Ideen auf dem ganzen Kontinent erfolgreich zu zensurieren, was – offen gesagt – eine von Europas größten Stärken gewesen ist. Die EU und die multikulturellen Eliten der einzelnen Länder zerstören nun absichtlich das, was traditionellerweise Europas vorrangigste vergleichsweise Vorteile gewesen sind: hoher durchschnittlicher Intelligenzquotient kombiniert mit der Freiheit, Fragen zu stellen.</p>
<p>Michael Hart befaßt sich in <em>Understanding Human History</em> damit, ob es unmoralisch ist, die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, daß es Intelligenzunterschiede zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen geben könnte, und ob es einen zum “Nazi” macht, wenn man das glaubt. Er meint, daß die potentielle Existenz solcher Unterschiede überhaupt keine <em>moralische</em> Frage ist, sondern bloß eine <em>faktische</em>:</p>
<p>“Solche Unterschiede (falls sie existieren) sind bloße Fakten der Natur; als solche mögen sie unglücklich sein, können aber nicht unmoralisch sein. Einfach ausgedrückt, falls es solche Unterschiede tatsächlich gibt, dann ist es nicht unmoralisch zu glauben, daß sie existieren oder ehrlich seinen Glauben daran auszudrücken oder die Unterschiede zu studieren. Und selbst wenn die Unterschiede nicht existieren, ist ein Glaube, daß es sie gibt (wenn ehrlich empfunden) nicht unmoralisch, noch ist eine ehrliche Befassung mit der Frage unmoralisch. Der Versuch, Sachfragen in moralische Fragen umzuwandeln, ist die Essenz des Dogmatismus und lange eine Behinderung des wissenschaftlichen Fortschritts gewesen. Ein wohlbekanntes Beispiel dreht sich um die Verurteilung Galileos durch die Inquisition im Jahr 1633. Die Mitglieder des Gerichts, das ihn verurteilte, verwandelten eine Sachfrage (‘Kreist die Erde um die Sonne?’) in eine moralische Frage (‘Steht ein solcher Glaube im Widerspruch zur Schrift, und ist daher ketzerisch?’)”</p>
<p>In der ganzen westlichen Welt gibt es mächtige Zensur in allem, was mit Multikulturalismus und Masseneinwanderung nichteuropäischer Völker zu tun hat. In Europa verkörpern die EU-Behörden eine der dahinterstehenden Hauptkräfte, in Zusammenarbeit mit den nationalen Behörden, den Medien und Akademikerkreisen in verschiedenen Ländern. Zusammen fördern sie Masseneinwanderung und ideologischen “Antirassismus” mittels gesellschaftlicher und rechtlicher Einschüchterung wie auch durch Propagandafeldzüge, die darauf abzielen, jeden zum Schweigen zu bringen, der Einwände gegen obenerwähnte Politik erheben könnte. Dies ist mit Leichtigkeit der schwerwiegendste Fall von Zensur in der Geschichte dieser Zivilisation. Ein Großteil Europas hat seit der Altsteinzeit eine bemerkenswerte genetische Kontinuität genossen. Eingeborene Europäer sollen jetzt durch Völker mit einem völlig anderen genetischen Profil verdrängt werden, aber wir dürfen über die langfristigen Konsequenzen dessen nicht debattieren.</p>
<p><a href="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/ein-ring-sie-zu-knechten.jpg"></a></p>
<p><a href="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/ein-ring-sie-zu-knechten1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1132" title="Ein Ring sie zu knechten" src="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/ein-ring-sie-zu-knechten1.jpg?w=614&#038;h=430" alt="" width="614" height="430" /></a></p>
<p>Wenn man Leute fragt, was den schwersten Fall antiwissenschaftlicher Zensur in der westlichen Geschichte darstellt, werden sie üblicherweise den Fall Galileo gegen die Inquisition bezüglich der heliozentrischen Astronomie nennen. Das war in der Tat ein schlimmer Moment, aber die versuchte Zensur der heliozentrischen Kosmologie des Kopernikus hatte wenig langfristige Wirkung. Mehr noch, diese versuchte Zensur änderte nichts an der physischen Realität. Die Erde kreist immer noch um die Sonne.</p>
<p>Als Wissenschaftler nach dem Jahr 2000 das menschliche Genom entschlüsselten, beeilten sie sich, es als Beweis für die bemerkenswerte Ähnlichkeit der Menschheit untereinander darzustellen. Die DNS zweier beliebiger Individuen, hoben sie hervor, ist zu mindestens 99 % identisch. Aber neuere Untersuchungen erforschen den verbleibenden Bruchteil, um die beobachteten Unterschiede zu erklären. Immerhin könnten Sie, die Sie diese Worte lesen, leicht zu 99,5 % oder mehr mit Newton und Einstein identisch sein, aber dieses letzte bißchen macht einen ziemlich großen Unterschied aus.</p>
<p>2007 fragte <em>The New York Times</em>, eine Mitte-links stehende Zeitung, die sehr über realen oder eingebildeten “Rassismus” besorgt ist, im Artikel <a href="http://www.nytimes.com/2007/11/11/us/11dna.html?_r=3&amp;hp=&amp;pagewanted=all&amp;oref=slogin" target="_blank">“In DNA Era, New Worries About Prejudice”</a> (“Neue Sorgen über Vorurteile im Zeitalter der DNS”), “ob die Gesellschaft darauf vorbereitet ist, mit den Konsequenzen der Wissenschaft umzugehen, die schließlich merkliche genetische Unterschiede zwischen Rassen offenbaren könnte, welche sozial bedeutsame Eigenheiten beeinflussen.” Multikulturalisten haben zögernd zugegeben, daß Rasse kein “gesellschaftliches Konstrukt” ist, wenn es um Medizin geht; einige ethnische Gruppen sind anfälliger gegenüber bestimmten Krankheiten als andere.</p>
<p>Es ist wahrscheinlich, daß wir im einundzwanzigsten Jahrhundert eine genetische Revolution erleben werden, die unsere Sicht der Biologie so tiefgreifend verändern wird, wie die kopernikanische Theorie unsere Sicht der Astronomie verändert hat. Vielleicht werden wir nicht nur erkennen, welche Gene für bestimmte Krankheiten verantwortlich sind, sondern auch Gencluster, die zu ungewöhnlich hoher Intelligenz beitragen. Vielleicht wird in ein paar Generationen die Behauptung, daß Menschen genetisch mehr oder weniger identisch sind und daß die Betonung von Unterschieden in den natürlichen Fähigkeiten zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen “Rassismus” ist, genauso altmodisch und irrational erscheinen, wie uns geht, wenn wir ältere Behauptungen lesen, daß die Sonne um die Erde kreist. Der große Unterschied ist, daß die westliche Welt, nachdem der Antikopernikanismus diskreditiert war, immer noch ziemlich dieselbe war wie zuvor. Falls oder wenn einmal der Antirassismus wissenschaftlich diskreditiert worden ist und es schlüssig festgestellt worden ist, daß Menschen wirklich unterschiedliche Niveaus von Intelligenz und Fähigkeiten haben, dann könnte in der Zwischenzeit eine ganze Zivilisation, die kreativste und einflußreichste in der menschlichen Geschichte, durch organisierte Massendummheit unwiederbringlich zerstört worden sein.</p>
<p>Forschungen von Professor John Alford von der Rice University haben im Jahr <a href="http://www.sciencedaily.com/releases/2008/02/080206091437.htm" target="_blank">2008</a> ergeben, daß eineiige Zwillinge in politischen Dingen wahrscheinlicher einer Meinung waren als zweieiige Zwillinge. Er meint, daß Politikwissenschaftler die Genetik zu leichtfertig abtun, und er glaubt, daß die Genetik zusammen mit sozialen Einflüssen studiert werden sollte. Alfords Forschungen — und es gibt andere Studien mit ähnlichen Ergebnissen — weisen darauf hin, daß Menschen, die eine ähnliche genetische Beschaffenheit haben, auch ähnlich denken.</p>
<p>Nehmen wir dieses Prinzip und wenden es auf ganze Gesellschaften an: Was, wenn Kultur eine genetische Komponente hat, vielleicht sogar eine starke? Ich glaube nicht an genetischen Determinismus, da es einige Ereignisse in der Geschichte gibt, die nicht erfolgreich durch IQ oder Gene erklärt werden können, aber es gibt auch viele, wo man das kann. Selbst wenn Gene nicht alles bestimmen, so heißt das nicht notwendigerweise, daß sie gar nicht zählen, und doch legt die herrschende Ideologie im Westen heute fest, daß alles “sozial konstruiert” ist und daß alle Unterschiede zwischen Menschengruppen von Vorurteilen und “Rassismus” verursacht werden, womit üblicherweise nur weißer Rassismus gemeint ist.</p>
<p>Der Fall des Staates Israel ist interessant. Ich habe Berichte gehört, daß es schwierig ist, äthiopische Juden in die israelische Gesellschaft zu integrieren. Dies könnte daran liegen, daß sie ein teilweise afrikanisches genetisches Profil haben, was sie zu verschieden von nahöstlichen oder besonders von europäischen Juden macht. Wenn man als selbstverständlich annimmt, daß keine Gesellschaft erfolgreich eine beträchtliche Zahl von Menschen mit einem radikal anderen genetischen Profil absorbieren kann, dann erklärt das, warum Afrikaner nicht in die Vereinigten Staaten integriert worden sind, nachdem sie mehrere Jahrhunderte länger dort gelebt haben als viele europäische Einwanderer, die nahtlos assimiliert worden sind. Wir könnten auch den Fall der Zigeuner erwähnen, die ursprünglich aus Indien kamen und den Großteil eines Jahrtausends (seit dem späten Mittelalter) in Ost- und Mitteleuropa gelebt haben, aber dort immer noch nicht integriert sind.</p>
<p>Eines unserer größeren Probleme von heute ist das, was ich binäres Denken nennen würde. Im binären System gibt es nur Eins und Null, ein und aus. Man kann nichts dazwischen sein, so wie man auch nicht ein bißchen schwanger sein kann. Wenn es um IQ und genetische Intelligenz geht, dann ist der Grundimpuls der meisten westlichen Akademiker der, das ganze Thema zum Tabu zu machen und alle, die daran rühren, als “Rassisten” zu denunzieren. Dies ist antiwissenschaftlich und sollte deshalb zurückgewiesen werden.</p>
<p>Im anderen Extrem findet man jene, die fast alles der genetischen Intelligenz zuschreiben, was simplistisch ist. Es waren keine genetischen Veränderungen, die die mittelalterlichen Italiener den modernen Kapitalismus schaffen ließen, nachdem die Italiener in römischer Zeit niemals etwas dergleichen getan hatten, und es ist unwahrscheinlich, daß Veränderungen im IQ der Hauptgrund dafür sind, daß die Skandinavier im Wikingerzeitalter als Krieger gefürchtet und respektiert waren, heute aber als verweiblichte Sissies gelten. Westeuropa im frühen zwanzigsten Jahrhundert war die mächtigste Zivilisation auf Erden und beherrschte immer noch einen Großteil des Planeten. Ein Jahrhundert später ist dieselbe Region schwach und beherrscht nicht einmal ihre eigenen Vorstädte mit Erfolg. Ich bezweifle ernsthaft, daß sich der durchschnittliche europäische Intelligenzquotient in der Zwischenzeit drastisch verringert hat. Was geschah, ist daß der europäische Geist gebrochen wurde, besonders durch zwei verheerende Kriege und durch die dysfunktionalen und gefährlichen utopischen Ideologien, die dabei freigesetzt wurden.</p>
<p>Hoher IQ macht einen nicht automatisch zu einer moralischeren Person. Josef Goebbels, Propagandaminister in Nazideutschland, hatte eindeutig eine sehr hohe Intelligenz, und doch befähigte ihn dies nur dazu, Böses noch wirksamer zu bewerkstelligen. Ich frage mich manchmal, ob die Europäer nach Einführung destruktiver Ideologien süchtig geworden sind. In diesem Fall würde hoher IQ uns nicht viel helfen.</p>
<p>Menschen mit einem IQ von 100 werden immer ein weit größeres <em>Potential</em> für große Errungenschaften haben als Menschen mit einem IQ von 80. In welchem Ausmaß dieses Potential verwirklicht oder unterdrückt wird, hängt in großem Ausmaß von kulturellen Faktoren ab. Man kann leicht die Fähigkeit hochintelligenter Völker zur Nutzung ihres Potentials zerstören, aber man kann kein zusätzliches Potential für Völker mit niedrigem IQ erschaffen. Nordkorea kann durch Kommunismus zu einem ärmeren Land als Südkorea gemacht werden, aber Westafrikaner können niemals zu Pionieren der Weltraumforschung werden. Gleichermaßen haben Frankreich und Deutschland viele der größten Mathematiker der aufgezeichneten Geschichte hervorgebracht. Algerien und die Türkei haben buchstäblich keinen hervorgebracht. Ich bezweifle ernsthaft, daß Frankreich weiterhin große Mathematiker hervorbringen wird, wenn es von Algeriern bevölkert ist, und Deutschland, wenn es von Türken bevölkert ist.</p>
<p>Ja, ich weiß, daß es viele weiße Marxisten und andere gibt, die der westlichen Zivilisation feindlich gesinnt sind, und daß es viele Nichtweiße gibt, die diese Zivilisation aufrichtig bewundern und sie bewahren wollen. Kultur folgt nicht immer den Genen, aber andererseits ist es fraglich, ob das eine völlig vom anderen getrennt werden kann. Was, wenn Kultur zumindest teilweise das Produkt einer spezifischen Menschengruppe mit einem verwandten genetischen Profil ist? Was, wenn kulturelles Erbe nicht völlig vom genetischen Erbe getrennt werden kann und man zur Bewahrung des ersteren in irgendeiner bedeutsamen Weise auch das letztere bewahren muß? Falls das so ist, dann war die westliche Kultur historischerweise das Produkt europäischer Völker und kann nur durch diese aufrechterhalten werden. In diesem Fall wird man sich möglicherweise an US-Präsident Barack Hussein Obama als eine Übergangsfigur erinnern in der Evolution der USA von einem westlichen zu einem nichtwestlichen Land mit nichteuropäischer Mehrheit.</p>
<p>Während Jared Diamonds Buch <em>Guns, Germs, and Steel</em> einige lesenswerte Teile enthält, ist dessen allgemeine Schlußfolgerung fast sicher falsch. Man braucht sich nur den Zustand Kaliforniens anzusehen, um es zu widerlegen. Kalifornien war bis zu den 1960ern und 70ern die Wirtschaftslokomotive der USA und in Erweiterung auch der Welt. Bis 2009 ist es nahe am Bankrott. Der Grund dafür ist nicht, daß sich die Geographie Kaliforniens oder seine Pflanzen und Tiere in irgendeinem bedeutenden Ausmaß geändert hätten. Was sich geändert hat, ist die demographische Zusammensetzung Kaliforniens. Solange es vorwiegend von Weißen bewohnt wurde, war es eine dynamische Region. Sobald es von Mexikanern und anderen Drittweltvölkern mit niedrigem IQ bewohnt wurde, wurde es zunehmend einer Region der Dritten Welt ähnlich. Diamond ist gegenwärtig Professor an der University of California, Los Angeles (UCLA), was bedeutet, daß er klar erkennen kann, daß seine Theorien mangelhaft sind, indem er einfach aus dem Fenster schaut.</p>
<p>Jared Diamond ist ein armseliger und unehrlicher Wissenschaftler, wenn er nicht ernsthaft alternative Hypothesen in Betracht zieht, welche die beobachtete Realität manchmal besser erklärt als seine eigene. Warum also ist er so populär und einflußreich geworden? Weil er den westlichen multikulturellen Eliten genau das gab, was sie hören wollten: Menschen sind gleich, was zählt, ist die Geographie. Dies ist ein ideologisches grünes Licht für Masseneinwanderung von Menschen aus gescheiterten Ländern und Kulturen in den Westen. Wenn man dieser Logik bis zum Extrem folgt, dann sollte man die Bevölkerungen von, sagen wir, Japan und Kenia austauschen können. Kenianer würden dann Zugriff auf all jene großartigen japanischen Pflanzen haben und daher viel schlauer werden und die nächsten Baureihen hochtechnologischer Autos für Toyota und Mitsubishi entwickeln, oder fortschrittliche Fernsehgeräte für Sony. Ich persönlich falle nicht auf diese Idee herein, Die Erfahrungen, die westlichen Städten durch nichtwestliche Einwanderung bisher vermittelt wurde, legt anderes nahe.<span id="_marker"> </span></p>
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			<media:title type="html">Deep Roots</media:title>
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			<media:title type="html">europe-from-space</media:title>
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			<media:title type="html">Boa Esperanza 1</media:title>
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			<media:title type="html">East Indiaman Götheborg</media:title>
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			<media:title type="html">Straßenszene in Schanghai - J-Selleny</media:title>
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			<media:title type="html">africans truckload</media:title>
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			<media:title type="html">Ein Ring sie zu knechten</media:title>
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		<title>Warum haben die Europäer die moderne Welt geschaffen? &#8211; Teil 3</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 21:52:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BeforeDawn</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ von  Fjordman                                                          
Druckversion (pdf)                 
Originaltext erschienen am 26. 09. 2009 auf Gates of Vienna 
Übersetzung: BeforeDawn
Dass das Klima in irgendeiner Beziehung zu der Kultur und der Mentalität unterschiedlicher Völker stehen könnte, ist eine schon alte Idee, die auf den griechischen Geographen Strabon [gest. um 24 n. Chr] zurückgeht, die es aber auch in China gegeben hat, bei [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fjordman.wordpress.com&blog=5190227&post=1089&subd=fjordman&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><h4> von  <em>Fjordman</em>                                                          </h4>
<h4><a href="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/30d-warum-haben-die-europaer-die-moderne-welt-geschaffen-iii.pdf">Druckversion (pdf)</a>                 </h4>
<p>Originaltext erschienen am 26. 09. 2009 auf <a href="http://gatesofvienna.blogspot.com/2009/09/why-did-europeans-create-modern-world_26.html" target="_self"><em>Gates of Vienna</em> </a></p>
<p><em>Übersetzung: BeforeDawn</em></p>
<p style="text-align:justify;">Dass das Klima in irgendeiner Beziehung zu der Kultur und der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Climatic_determinism#Subsets">Mentalität</a> unterschiedlicher Völker stehen könnte, ist eine schon alte Idee, die auf den griechischen Geographen Strabon [gest. um 24 n. Chr] zurückgeht, die es aber auch in China gegeben hat, bei Ibn Chaldun im mittelalterlichen Nordafrika, und in Frankreich bei dem großen politischen Denker Baron de Montesquieu in <em>Vom Geist der Gesetze </em>(<em>De</em> <em>l´esprit des lois</em>, 1748), also lange bevor es eine zusammenhängende Theorie der Evolution oder ein Wissen über genetische Mutation gegeben hat.</p>
<p style="text-align:justify;">Wie wir gesehen haben, ist die hauptsächliche Hypothese über die Intelligenzunterschiede zwischen ethnischen Gruppen, so wie sie von Michael H. Hart in <em>Understanding Human History </em>propagiert wird, die, dass die in kälteren Gegenden lebenden Menschen eine höhere Intelligenz entwickeln mussten, um in ihrer rauhen natürlichen Umgebung überleben zu können. Zehntausende von Jahren lang könnte dies in der Tat der wichtigste Antrieb für die menschliche Evolution gewesen sein, nicht aber unbedingt der einzige. In den letzten Jahrtausenden, nach der Entwicklung der Landwirtschaft und der Städte, haben auch andere zusätzliche Antriebskräfte eine Rolle gespielt. Die Menschen selbst begannen nun zunehmend ihre Umwelt zu formen und können sich jetzt z. B. elektrischer Heizung in subarktischen Gebieten erfreuen. Eine der faszinierendsten Geschichten über die menschliche Evolution hatte aber anscheinend nichts mit kaltem Wetter zu tun, nämlich die Geschichte der Gemeinschaften der aschkenasischen Juden im mittelalterlichen Europa.</p>
<p style="text-align:justify;">Nach einer von Gregory Cochran, Jason Hardy und Henry Harpending im Jahr 2005 vorgestellten Hypothese, die weitgehend von Hart unterstützt wird, ist der außerordentlich hohe durchschnittliche Intelligenzquotient heutiger <a href="http://www.nytimes.com/2005/06/03/science/03gene.html?_r=2">aschkenasischer Juden ein</a> Beispiel für die Darwinsche Evolution als Antwort auf von außen einwirkenden sozialen Druck, insofern als europäische Juden viele Jahrhunderte lang eine sehr schmale und ungewöhnliche ökonomische Nische als Kaufleute, Steuereintreiber und Geldverleiher innehatten, also Beschäftigungen, für die eine hohe Intelligenz einen großen praktischen Wert hatte. Der christlichen Mehrheitsbevölkerung war es verboten, Zinsen zu nehmen, während den Juden viele Berufe verschlossen waren. Nur dem gelang es in diesem kulturellen Klima, sich zu behaupten und seine Gene weiterzugeben, der einen sehr hohen IQ hatte.</p>
<p style="text-align:justify;">Diese Situation dauerte vom frühen Mittelalter bis zur gesetzlichen Emanzipation der Juden nach der Aufklärung und bewirkte ein soziales Umfeld, das den durchschnittlichen IQ eines ganzen Volkes beträchtlich anhob.</p>
<p style="text-align:justify;">Diese Kombination von Faktoren hatte es in der Antike nicht gegeben. In der islamischen Welt sahen sich die Juden in Handel und Verwaltung in Konkurrenz mit anderen Bevölkerungsgruppen wie z. B. Griechen und Armeniern; sie wurden dort a von den Muslimen auch diskriminiert, aber es ergab sich kein ähnlicher Anstieg des Intelligenzquotienten. Für diesen Effekt genügte &#8222;Diskriminierung&#8220; allein nicht.</p>
<p style="text-align:justify;">Der wissenschaftliche Beitrag der Griechen im Zeitraum von 500 v. Chr. bis 200 n. Chr. überragt den vergleichsweise geringen Beitrag der Juden im gleichen Zeitraum in beträchtlichem Maß, aber dieses Bild kehrt sich vom 19. Jahrhundert an völlig um. Jetzt haben wir jüdische Genies wie Einstein, aber keine griechischen Genies mehr, die mit Aristoteles und Archimedes vergleichbar wären. Wir haben keinen überzeugenden Beweis, dass im Altertum die Juden ein sehr hohes Intelligenzniveau gehabt hätten. Diejenigen, die dies behaupten, verweisen auf den unverhältnismäßig großen Einfluss jüdischer religiöser Texte aus dieser Ära, aber das Fehlen herausragender jüdischer Wissenschaftler jener Zeit sowie die Tatsache, dass die Juden des Mittleren Ostens heutzutage keinen ungewöhnlich hohen IQ haben, zeigen, dass die hohe Intelligenz bei den Juden aus der europäischen Diaspora ein Produkt der nach-römischen Zeit ist.</p>
<div id="attachment_1090" class="wp-caption aligncenter" style="width: 364px"><a href="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/gottlieb-jews_praying_in_the_synagogue_on_yom_kippur11.jpg"><img class="size-medium wp-image-1090" title="Gottlieb-Jews_Praying_in_the_Synagogue_on_Yom_Kippur[1]" src="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/gottlieb-jews_praying_in_the_synagogue_on_yom_kippur11.jpg?w=354&#038;h=457" alt="" width="354" height="457" /></a><p class="wp-caption-text">Maurycy Gottlieb: Betende Juden in der Synagoge (1878)</p></div>
<p style="text-align:justify;">Dieses Beispiel der aschkenasischen Juden ist aus einer ganzen Reihe von Gründen interessant. Zunächst schon allein wegen der Geschwindigkeit der Entwicklung: Die Intelligenz eines ganzen Volkes erhöhte sich um vielleicht 10 IQ-Punkte in ungefähr 1000 Jahren, also um viele Male schneller als die langsamere &#8222;klimatische&#8220; Entwicklung eines höheren IQ während der vorhergehenden Jahrtausende. Zweitens, diese Entwicklung war höchstwahrscheinlich von der sozialen und kulturellen Umwelt verursacht, nicht von der natürlichen, wie es während der Steinzeit der Fall gewesen war. Die europäischen Juden haben nicht einen höheren IQ entwickelt, weil sie in einem kälteren Klima als die anderen Europäer lebten; die Entwicklung war die unbeabsichtigte Folge von sozialen Zwängen, die sie in ein schmales Spektrum von Berufen zwang, in denen ein hoher IQ absolut nötig war; und es war ihnen möglich, dieses Merkmal weiterzugeben, weil  relativ wenige Heiraten zwischen der christlichen Mehrheit und der jüdischen Minderheit stattfanden. Schließlich aber, und das ist das Wichtigste: dies Beispiel beweist gegen jeden Zweifel, dass die menschliche Evolution bis in historische Zeiten weitergegangen ist und wahrscheinlich sogar heute noch bedeutsame Resultate erzielen kann. </p>
<p style="text-align:justify;">Wie bereits erwähnt, spricht Jared Diamond in <em>Die Schicksale menschlicher Gesellschaften </em>nicht über die Möglichkeit menschlicher Evolution während der letzten 50.000 Jahre, da er dies für &#8222;rassistisch&#8220; hält. Jedoch: sein Bestseller wurde von einer Person mit hohem Intelligenzquotienten geschrieben. Die Ironie liegt nun darin, dass Jared Diamonds Theorien die Existenz von Jared Diamond nicht erklären können. Mr. Diamond ist ein Ashkenase, wie es auch Michael H. Hart ist, was nun wiederum bedeutet, dass er aus der ethnischen Gruppe mit dem höchsten durchschnittlichen IQ auf unserm Planeten stammt. Und diese ist nun auch zugleich die ethnische Gruppe mit der höchsten Zahl an Nobelpreisen &#8211; bezogen auf die Kopfzahl der Gruppe &#8211; in den Naturwissenschaften, was ein starker Hinweis darauf ist, dass der IQ tatsächlich etwas misst, das in der Diskussion über Intelligenz von Relevanz ist.</p>
<p style="text-align:justify;">Es lassen sich mehrere Einwände gegen den IQ als Messinstrument erheben. Der bei weitem am häufigsten erhobene ist der, dass es unmoralisch ist, weil es impliziert, dass nicht alle Menschen die gleiche Intelligenz haben. Dies ist ein gänzlich wissenschaftsfeindliches Argument und sollte auch als solches zurückgewiesen werden.</p>
<p style="text-align:justify;">Der zweite Einwand ist, dass Messungen des Intelligenzquotienten von ihrer Natur her &#8222;eurozentrisch&#8220; und daher nicht neutral sind, weil sie ursprünglich von Europäern entwickelt wurden. Dies ist ein törichtes Argument. Fast alle modernen Messungen von allen möglichen Größen, von der elektrischen Ladung bis zum Luftdruck, wurden von Westeuropäern erfunden. Soweit ich weiß, waren Europäer die einzigen, die ein Barometer konstruiert und damit eine Methode zur Messung des atmosphärischen Druckes entwickelt haben. Man müsste also, will man dieser Logik folgen, genau wie den IQ auch die meteorologischen Begriffe &#8222;hoher Druck&#8220; und &#8222;niedriger Druck&#8220; zurückweisen, da diese Konzepte ausschließlich von Europäern entwickelt worden sind. Wer das tut, dem wünsche ich viel Glück bei dem Versuch, eine nicht-europäische Wettervorhersage zu schaffen.</p>
<p style="text-align:justify;">Ein anderer möglicher Einwand ist, dass die menschliche Intelligenz zu komplex ist, um von einfachen Tests und Zahlen erfasst zu werden. Intelligenz ist eine komplexe Einheit, die sich aus verschiedenen Faktoren zusammensetzt, von denen nicht alle vom IQ hinreichend gemessen werden, aber es ist bewiesen, dass wenigstens einige Aspekte der Intelligenz von solchen Tests angezeigt werden können. Juden europäischer Herkunft bilden die ethnische Gruppe auf dem Planeten mit dem höchsten Durchschnitts-IQ, sie haben aber nie ein eigenes Land gehabt. Israel ist ein vorwiegend jüdischer Staat, hat aber eine große Minderheit muslimischer Araber, und die Juden aus dem Mittleren Osten und aus Äthiopien haben keine so hohen IQs. Deswegen ist wahrscheinlich Japan das Land mit dem höchsten durchschnittlichen IQ, was sehr gut zu dem hohen technologischen Niveau Japans passt. Die Ostasiaten &#8211; Koreaner, Japaner und Chinesen &#8211; haben alle sehr hohe IQs. In den Universitäten des Westens, wo Menschen aus allen Teilen der Welt unter den gleichen Voraussetzungen miteinander konkurrieren, sind es die Juden, Ostasiaten und Europäer, die allgemein am besten abschneiden, und sie alle gehören zu Gruppen mit hohem IQ.</p>
<p style="text-align:justify;">Wenn &#8222;Asiaten&#8220; ein durchschnittlicher IQ von rund 105 zugesprochen wird, dann sind Ostasiaten, oder, genauer gesagt, Nordostasiaten gemeint, in erster Linie also Japaner, Koreaner und Chinesen. Ich bin bereit, diese Zahl als mehr oder weniger zutreffend anzunehmen. Dass Menschen europäischen Ursprungs bereit sind, diese IQ-Tests zu akzeptieren, obwohl sie nicht unbedingt an der Spitze der Rangfolge erscheinen, stärkt die Glaubwürdigkeit der Intelligenzmessungen. Sogar innerhalb Europas sind Unterschiede in den nationalen Durchschnitts-IQs wahrzunehmen, und sie sind nicht unbedingt insignifikant, sie sind aber nicht annähernd so groß wie die, die man in Asien antrifft. &#8222;Asien&#8220; ist eben nur ein geographischer Begriff.</p>
<p style="text-align:justify;">Obwohl der IQ vieles erklärt, gibt es doch eine ganze Reihe von Dingen, die von solchen Einstufungen des IQ nicht erklärt werden. Es ist bemerkenswert, dass sowohl die Wissenschaftliche als auch die Industrielle Revolution (IR) bei den Europäern stattgefunden hat, nicht bei den Ostasiaten trotz der Tatsache, dass die letzteren einen mindestens so hohen Durchschnitts-IQ haben. Dies könnte ein Anzeichen dafür sein, dass der Intelligenzquotient zwar relevante Aspekte der Intelligenz misst, aber eben nicht alle; vielleicht haben die Europäer eine höhere verbale Intelligenz. Es könnte auch sein, dass bei Weißen, also Menschen europäischer Abstammung, eine höhere Standardabweichung vorliegt als bei Ostasiaten, was bedeutet, dass es bei ihnen mehr Menschen mit sehr niedrigem, aber auch mehr  mit extrem hohem IQ gibt.</p>
<p style="text-align:justify;">In seinem Buch <em>The Lever of Riches: Technological Creativity and Economic Progress </em>unterscheidet der amerikanische Wirtschaftshistoriker Joel Mokyr zwischen &#8222;Mikroerfindungen&#8220;, die bereits existierende Technologien  verbessern bzw. adaptieren &#8211; wodurch sie billiger und effizienter werden -, und &#8222;Makroerfindungen&#8220;, die eine neue Idee umsetzen, ohne einen Vorgänger zu haben. Beide Arten von Erfindungen sind für wirtschaftliches Wachstum nötig. Während man eine große Zahl von Menschen mit einigermaßen hoher Intelligenz braucht, um eine hochentwickelte Gesellschaft in Gang zu halten und um kleinere Verbesserungen hinzuzufügen, so gibt es Gründe anzunehmen, dass wissenschaftlicher und technischer Fortschritt von allem von Genies angetrieben wird. Um die allgemeinen Gesetze der Schwerkraft festzustellen, ist eine Person von der Intelligenz eines Isaac Newton nötig, nicht aber tausend Individuen von lediglich durchschnittlicher Intelligenz. Oder: es ist eine kleine Zahl von Genies nötig, von denen Newton eben das größte war; nicht einmal er hätte erreichen können , was er erreicht hat, ohne die vorausgegangene Arbeit von Männern wie Kopernikus, Tycho Brahe, Kepler und Galilei.</p>
<p style="text-align:justify;">Um nun zu erklären, warum die Wissenschaftliche Revolution in Europa und nicht in Ostasien stattgefunden hat: es ist sehr wahrscheinlich, dass wenn erst einmal ein bestimmtes Minimalniveau durchschnittlicher Intelligenz erreicht ist, vielleicht ein IQ so um 100, wie es bei vielen europäischen Völkern der Fall ist, dass dann zusätzlich andere Kräfte und Faktoren ins Spiel kommen, z. B. das Recht, die Religion, das Erziehungssystem und die politischen Gegebenheiten. Ich will im folgenden  einige dieser Faktoren untersuchen, wobei ich mich vor allem auf den Gegensatz zwischen China und Westeuropa konzentriere.</p>
<p style="text-align:justify;">Michael Hart versucht nicht, auf alles eine genetische Erklärung anzuwenden. Warum zum Beispiel ist das Weströmische Reich zusammengebrochen? Es sind sehr verschiedene Deutungen von Historikern vorgetragen worden, aber ein wirklicher Konsens ist nicht zustande gekommen. Ein Faktor war der Verlust der traditionellen Religion, wobei das Erstarken des Christentums sowohl die Wirkung als auch die Ursache war. Ein anderer könnte das Verschwinden patriotischer und nationaler Gefühle gewesen sein. Die Expansion der Römer ging von der Stadt Rom und den umliegenden Gegenden aus, aber als vom dritten nachchristlichen Jahrhundert an nicht mehr nur Stadtrömer und Italier römische Bürger waren, sondern alle freien Bürger, gab es keine starke ethnische Loyalität zum Imperium mehr. Dieser Niedergang von  traditioneller religiöser und ethnischer Religiosität ging mit anwachsender öffentlicher Korruption einher. Hart gelangt zu dem Schluss, dass der Grund für den Zusammenbruch des Römischen Reichs eine noch nicht entschiedene  Frage ist, er favorisiert jedoch eine Kombination von Hypothesen über den sozialen Verfall und über etwaige klimatische Veränderungen, aber nicht primär eine genetische Erklärung.</p>
<p style="text-align:justify;">Große industrielle Unternehmen mit Hunderten von Beschäftigten &#8211; Werften und Bergwerke zum Beispiel &#8211; waren auch vor der Industriellen Revolution nicht gänzlich unbekannt. Die IR hat das Fabriksystem nicht &#8222;erfunden&#8220;, es aber verbreitet, so dass es nun Fabriken in Bereichen gab, wo vorher keine gewesen waren. Die mit Wasserkraft angetriebene Spinnmaschine des Engländers Sir Richard Arkwright (1733-1792) war eine der wichtigen Neuerungen in diesem Prozess. Die britischen Baumwollspinnereien begannen bald darauf, ihre Maschinen mit Dampfkraft anzutreiben, und wurden schnell größer. Fabriken drangen auch in andere Bereiche der Textilindustrie vor.</p>
<p style="text-align:justify;">Warum hat die Industrielle Revolution in Großbritannien angefangen? Nach Hart hat sie nur in einem Land beginnen können, in dem die durchschnittliche Intelligenz der Bevölkerung sehr hoch war, aber es war unwahrscheinlich, dass sie in einer Region begann, wo der Durchschnitts-IQ zwar hoch, die Bevölkerungsdichte aber niedrig war, wie z. B. in Skandinavien. Wiederum war die Wahrscheinlichkeit in einer Region größer, in der es Sklaverei kaum oder gar nicht gab, da ein Überfluss an billigen Arbeitskräften mit einem geringen Bedarf an Arbeit sparender Maschinerie und Technologie verbunden ist. Dies war einer der Faktoren, der bei den Römern der Antike eine solche Entwicklung verhinderte.</p>
<p style="text-align:justify;">Ein beträchtliches intellektuelles Ferment in einer Gesellschaft macht ein Entstehen einer Industriellen Revolution wahrscheinlicher; in Spanien und Portugal verhinderte die Inquisition, dass sich dort heterodoxe Ansichten artikulierten, Russland war politisch repressiv. In einigen Gebieten Westeuropas trugen die Wirkungen der überseeischen Erkundungen zu dem intellektuellen Ferment der Ära nach der Renaissance bei. Dies war für Länder wie Deutschland und Polen vergleichsweise zum Nachteil. Das Entstehen einer Industriellen Revolution war auch wiederum in einer Region, die politisch fragmentiert war, wie Italien oder Deutschland, weniger wahrscheinlich, da die Gebiete mit freiem Handel und die Binnenmärkte kleiner waren.</p>
<p style="text-align:justify;">Von großem Vorteil war es, reichlich lokale Eisenerzvorräte und Kohlelagerstätten zu haben, da diese Ressourcen während der IR besonders wichtig waren. Günstiger  waren auch die Voraussetzungen für eine Industrielle Revolution in einem politisch stabilen Land mit gesicherten Eigentumsrechten. Obgleich eine Anzahl dieser Faktoren in mehreren Ländern anzutreffen war, war Großbritannien das einzige Land, auf das alle Voraussetzungen zutrafen. Das besagt nun nicht, dass es vorherbestimmt war, dass die IR in Großbritannien begann, aber es war dort wahrscheinlicher als irgendwo sonst.</p>
<p style="text-align:justify;">Ich stimme mit Hart nicht in allen Punkten überein. <em>Understanding Human History </em>gibt Anlass zum Nachdenken und ist daher lesenswert, aber hin und wieder verlässt er sich etwas zu sehr auf den Intelligenzquotienten als eine Allzweck-Erklärung. Wie Hart selber betont, ist der Westen 2500 Jahre lang Ostasien in der Mathematik überlegen gewesen, zeitweise sogar in beträchtlichem Maße. Dieser Unterschied könnte sich jetzt verringern und in Zukunft nicht mehr so deutlich sein, aber in der Vergangenheit war er deutlich. Trotz der Tatsache, dass China einen substantiell höheren durchschnittlichen IQ als Indien hat, kann man doch behaupten, dass die höchsten Gipfel, die die indischen Mathematiker erreicht haben, doch genauso hoch sind wie die der chinesischen Mathematiker. Es ist schwierig, einen einzelnen chinesischen Mathematiker zu benennen, der in seinem Können und in seiner Bedeutung höher als Brahmagupta eingestuft werden sollte.</p>
<p style="text-align:justify;">Als Grund, warum Japan das erste nicht-westliche Land gewesen ist, das sich erfolgreich industrialisiert hat, lässt sich durchaus die hohe Intelligenz der Japaner anführen. Die IQ-Hypothese erklärt jedoch nicht, warum Japan im 19. und 20. Jahrhundert in dieser Hinsicht besser abgeschnitten hat als das Hoch-IQ-Land China. Meine persönliche Meinung ist, dass der Grund hierfür kulturelle Flexibilität gewesen ist: weil die Japaner Chinas Nachbarn sind, hatten sie bereits eine lange Vorgeschichte kreativer technologischer Nachahmung. Für Länder mit einem starken kulturellen Überlegenheitsgefühl, wie es die Chinesen meist gehabt haben, war es schwieriger, vom Westen zu lernen.</p>
<p style="text-align:justify;">Ich könnte hinzufügen, dass die Chinesen sich im frühen 21. Jahrhundert ganz anders verhalten als früher: die bewusste Übernahme von Technologien aus anderen Ländern, wie sie chinesische Studenten und Firmen gegenwärtig im Westen betreiben, hat in der chinesischen Geschichte kein Vorbild, was genau der Grund dafür ist, dass es Erfolg zu haben scheint. China profitiert in großem Ausmaß von den Investitionen westlicher und anderer ausländischer Kapitalisten und ist &#8222;die Werkstatt der Welt&#8220; geworden.</p>
<p style="text-align:justify;">Es ist interessant, darüber nachzudenken, was nicht mit dem IQ erklärt werden kann, und dieser Hinsicht hat Harts Buch einige Schwächen. Die gegenwärtige wirtschaftliche Rückständigkeit der Ukraine kann nicht gänzlich mit dem IQ erklärt werden. Sie ist schließlich der wahrscheinlichste Anwärter darauf, die Wiege der gesamten indoeuropäischen Familie zu sein, der größten und einflussreichsten Sprachfamilie in der Geschichte des Menschen, die sich über mehr als fünftausend Jahre in Wellen ausgebreitet hat und es jetzt, mit dem Aufstieg des Englischen als globaler <em>lingua franca</em>, immer noch tut. Die Gründe für die gegenwärtige Schwäche der Ukraine liegen in der Korruption und einer langen Geschichte politischer Repression und eines Mangels an ökonomischer Freiheit.</p>
<p style="text-align:justify;">Das Mittelalter war der Zeuge des Aufstiegs des spezifisch europäischen, insbesondere westeuropäischen Phänomens der halbautonomen Stadt, dessen, was man aufgrund seiner Organisation als Kommune bezeichnet. &#8222;Stadtluft macht frei&#8220; lautete das mittelalterliche Dictum. Als der Graf von Flandern versuchte, einen entlaufenen Leibeigenen, auf den er zufällig auf dem Marktplatz von Brügge stieß, wieder als sein rechtmäßiges Eigentum zu beanspruchen, jagte ihn der zum freien Bürger Gewordene aus der Stadt. Die Städte übten deshalb als Zufluchtsorte eine starke Attraktivität aus. Migration in die städtischen Zentren verbesserte das Einkommen und den Status der Migranten und ihrer Familien, jedoch nicht unbedingt ihre Gesundheit. Die Städte waren dreckig und empfänglich für Infektionskrankheiten; hier standen sie den Städten Asiens nicht nach. Nur durch stetigen Zuzug konnten die Städte ihre Einwohnerzahl halten. Die Möglichkeit für Leibeigene in Westeuropa, sich zu befreien, war direkt an &#8222;freie&#8220; städtische Kommunen und Dörfer und an das Vorhandensein und die Nähe der offenen Stadttore gebunden.</p>
<p style="text-align:justify;">Wo es nur wenige Städte gab und diese weniger frei waren, wie es weithin der Fall in Osteuropa war, dauerte die Leibeigenschaft an und wurde sogar schlimmer. Zwischen 1500 und 1650 verschlechterten sich die sozialen und rechtlichen Bedingungen der Bauern in der östlichen Hälfte Europas; viele bislang freie Bauern verloren ihre Freiheit. Russische, polnische und andere Lehnsherrn fügten immer mehr Land ihren Besitztümern hinzu und verlangten von ihren Leibeigenen immer mehr unbezahlte Arbeit. Hart war der Alltag der Bauern überall, aber die unübersehbar härteren sozialen Bedingungen im Osten veranlassten Reisende aus Westeuropa  zu Kommentaren.</p>
<p style="text-align:justify;">Der politische Einfluss der osteuropäischen Bauern war geringer als im Westen und nahm nach 1400 weiter stetig ab. Viele waren in Erbfron an ihre Herren gebunden und waren zu umfangreicher unbezahlter Zwangsarbeit verpflichtet. Russische Leibeigene mitsamt ihren Familien wurden regelmäßig weiterverkauft, sei es mit oder ohne Land, und die Leibeigenschaft wurde in Russland erst im Jahr 1861 abgeschafft. Der slawische christliche Osten war im zwölften Jahrhundert nicht allzu verschieden von Westeuropa, aber dies änderte sich beträchtlich nach den Eroberungen durch die Mongolen. In <em>A History of Western Society </em>von Mckay, Hill und Buckler (7. Aufl.) heißt es dazu:</p>
<p style="text-align:justify;">&#8222;Russland, von fremden Invasoren erobert und unterworfen, schuf ein Herrschaftssystem, wie es im Westen völlig unbekannt war. Auf diese Weise verschärften und vertieften sich in dem langen Zeitraum zwischen 1250 und 1700 die Gegensätze zwischen Russland und dem Westen. Und als der Absolutismus im frühen achtzehnten Jahrhundert unter der rauhen Herrschaft Peters des Großen triumphierte, war dies eine ganz andere Art von absolutistischer Monarchie als die in Frankreich oder Preußen. Wie die Deutschen und die Italiener wären die Slawen des Ostens schwach und territorial fragmentiert aus dem Mittelalter hervorgegangen, hätte es nicht die mongolische Eroberung des Kiewer Fürstentums gegeben.&#8220;</p>
<p style="text-align:justify;">Die Mongolen erreichten Westeuropa nicht. Sie drangen zeitweilig dort ein und plünderten, blieben aber nicht in den Ländern Ostmitteleuropas, sondern in Russland, der Ukraine und an den östlichen Rändern Europas. Nachdem sie diese Gebiete erobert und verwüstet hatten, übten die Mongolen mehr als zwei Jahrhunderte lang ihre Herrschaft über die östlichen Slawen aus, das so genannte mongolische Joch. Nachdem Konstantinopel, das Zweite Rom, an die Türken gefallen war, verstanden die Russen Moskau als das &#8222;Dritte Rom&#8220;, als den legitimen Erben des orthodoxen Christentums. Der Moskauer Fürst war der absolute Herrscher, der <em>Zar &#8211; </em>die slawische Kontraktion aus &#8222;Caesar&#8220;. Die Zaren verstanden sich selber als Khane und übten uneingeschränkte Macht aus:</p>
<p style="text-align:justify;">&#8222;Die autokratische Zwangsherrschaft Iwans des Schrecklichen hinterließ bei ausländischen Beobachtern einen nachhaltigen Eindruck: Der deutsche Russlandreisende Sigismund Heberstein schrieb 1571: ´Alle Menschen sehen sich selbst als <em>Cholops</em>, d. h. als Sklaven ihres Fürsten´. Jean Bodin, der französische Denker, der so viel dazu beitrug, das moderne Konzept der Souveränität zu entwickeln, kam zu dem Schluss, dass das politische System Russlands grundlegend verschieden von den Systemen aller anderen europäischen Monarchien und nur mit dem Osmanischen Reich vergleichbar sei. Im Osmanischen Reich und in Russland ´ist der Fürst zum Herrn über die Person und über das Eigentum seines Untertanen geworden . . . und regiert sie wie ein Familienoberhaupt seine Sklaven´. Das Erbe der Mongolen lastete schwer auf Russland.&#8220;</p>
<p style="text-align:justify;">Der französische Rechtsanwalt und politische Philosoph Jean Bodin (1530-1596) ist wegen seiner Theorie der Souveränität bekannt, er war aber auch ein Pionier auf dem Gebiet der Ökonomie, der sich mit der Inflation beschäftigte, die durch die Flut des aus Lateinamerika in Spanien ankommenden Silbers verursacht wurde. Unglücklicherweise befürwortete er aber auch die Anwendung der Folter in Fällen von vermuteter Hexerei.</p>
<p style="text-align:justify;">Was war der Grund, dass westeuropäische Herrscher den Bürgern der Städte Rechte gewährten, die letztlich einen Teil der eigenen Macht anderen übertrugen? Ein Grund war, dass Handel und Märkte die eigenen Einkünfte vermehrten und damit auch wieder ihre eigene Macht. Freie Bauern und Städter waren die natürlichen Gegner der Land besitzenden Aristokratie und unterstützten oft die Krone in ihren Auseinanderssetzungen mit den lokalen Adligen. David S. Landes erklärt in<em>:</em><em> </em><em><a href="http://www.amazon.de/Wohlstand-Armut-Nationen-Warum-anderen/dp/3833302402">Wohlstand und Armut der Nationen</a></em><em>. </em><em>Warum die einen reich und die anderen arm sind  (The Wealth and Poverty of Nations: Why Some Are So Rich and Some So Poor):</em></p>
<p style="text-align:justify;">&#8222;Europäische Herrscher und unternehmerische Adlige, die auf diese Art wachsende Einkünfte erzielen wollten, mussten Handelspartner für sich gewinnen, indem sie Rechte, Freiheiten und Privilegien gewährten &#8211; kurz, indem sie Verträge zum gegenseitigen Vorteil abschlossen. Sie mussten sie dazu bewegen, mit ihnen zu handeln. (Das war anders in China, wo die Herrscher Tausende und Zehntausende wie menschliches Vieh verpflanzten, um bessere Erträge zu erzielen.) Diese Befreiungen von materiellen Abgaben und die Gewährung von ökonomischen Privilegien führten überdies oft zu politischen Zugeständnissen und zu politischer Eigenständigkeit. Die Initiative hierzu kam von unten, und dies war ebenfalls ein im wesentlichen europäisches Muster. Es brachte einen Sinn für Rechte und Verträge mit sich &#8211; das Recht auf Verhandlung wie auch das Recht auf Antragstellung &#8211; mit einem Gewinn an Freiheit und Sicherheit der ökonomischen Betätigung.&#8220; </p>
<p style="text-align:justify;">In <em><a href="http://www.amazon.com/Cambridge-Illustrated-History-China-Histories/dp/052166991X">The Cambridge Illustrated History of China</a></em> stellt Patricia Buckley Ebrey fest, dass selbst in der dynamischen Song-Periode &#8222;die schnelle Entwicklung des Handels und die Entstehung von Handelsstädten nicht die gleiche politische und intellektuelle Rolle in China spielte wie wenig später in Europa. Die chinesischen Städte wurden nicht zu Orten, die man mit persönlicher Freiheit identifizierte.&#8220;</p>
<p style="text-align:justify;">Der Aufstieg einer Elite von beamteten Gelehrten, die hauptsächlich wegen ihrer literarischen Fähigkeiten in einem Prozess von Prüfungen ausgewählt wurden, war eine Besonderheit der chinesischen Zivilisation, sowohl in guter wie in schlechter Hinsicht. Die chinesische Gesellschaft beruhte verhältnismäßig stark auf dem meritokratischen Prinzip, dem Prinzip des Aufstiegs durch Leistung. Wer in China niedriger Abkunft war, aber von hoher Intelligenz, der erfreute sich dort gewöhnlich größerer sozialer Mobilität als jemand in Indien. Das indische Kastensystem ist eine außerordentlich starre Institution, in der persönliche Leistung &#8222;im Prinzip ausgeschlossen ist&#8220;. In Indien gab es keine Organisation für die Vermehrung oder Verbreitung von Wissen, und es existierte eine unüberbrückbare soziale Barriere zwischen Gelehrten und Handarbeitern. Europa hatte einen Vorteil vor allen anderen eurasischen Zivilisationen in Hinsicht auf die Entwicklung selbstbestimmter Organisationen. Der Autor Toby E. <a href="http://baheyeldin.com/history/toby-huff-1.html" target="_blank">Huff</a> führt hierzu aus:</p>
<p style="text-align:justify;">&#8222;Ich habe die These aufgestellt, dass das zwölfte und das dreizehnte Jahrhundert eine soziale, intellektuelle und rechtliche Revolution gesehen haben, die die intellektuellen und institutionellen Fundamente für den späteren Bau der modernen Wissenschaft gelegt hat.  Das Herz dieser Entwicklung war das Rechtskonstrukt der Korporation, einer Ansammlung von Individuen, die als eine einzelne ´ganze Körperschaft´ anerkannt und der eine rechtliche Autonomie zugesprochen wurde. Als juristische Körperschaften konnten solche Einheiten nicht nur verklagt werden, sondern auch klagen, sie konnten Besitz kaufen und verkaufen, sie konnten ihre Organisation und Verwaltung selbst regeln, entsprechend ihrer Regeln in Streitfällen selbst entscheiden und gemäß dem Prinzip der Wahl durch allgemeine Zustimmung, sowie dem Aphorismus des Römischen Rechts, dass das, was jeden betrifft, auch von jedem erörtert und gebilligt werden soll, handeln. Zu diesen Einheiten mit dem Status rechtlicher Körperschaften gehörten Städte, Wohltätigkeitsorganisationen, Zünfte und Standesorganisationen (besonders der Ärzte), und natürlich Universitäten. Nichts, das dieser Art rechtlicher Autonomie vergleichbar wäre, entwickelte sich in China oder unter dem Islam.&#8220; </p>
<p style="text-align:justify;">Joseph Schacht stellt in <em><a href="http://www.amazon.com/Introduction-Islamic-Law-Clarendon-Paperbacks/dp/0198254733">An Introduction to Islamic Law</a></em><em> </em>fest. &#8222;Das Konzept der Korporation existiert nicht im islamischen Recht.&#8220; Und: &#8222;Es gibt auch keine Koalitionsfreiheit (Vereinigungsfreiheit).&#8220; Dieser Mangel hatte erhebliche Implikationen für die islamische Zivilisation, vor allem im Bereich der wirtschaftlichen Entwicklung, wie Timor Kuran deutlich gemacht hat.</p>
<p style="text-align:justify;">Das Spätmittelalter ist bekannt als die Zeit der Entstehung des Frühkapitalismus, Huff weist aber jede vereinfachende Darstellung einer Verbindung von Geld und Wissenschaft zurück.  Er argumentiert, dass das christliche Europa eine intellektuelle Neugier zeigte, die nicht einfach auf  eine Angelegenheit wirtschaftlicher Interessen reduziert werden kann:</p>
<p style="text-align:justify;">&#8222;Es gab wirklich eine ´kommerzielle Revolution´, die vom 12. Jahrhundert an durch Europa fegte, aber das reicht kaum als Erklärung für das große Interesse in den Universitäten jener Zeit  an Aristoteles oder für den Entschluss der Ärzte, Sektionen durchzuführen und die medizinische Ausbildung in das Curriculum der Universitäten aufzunehmen. In ähnlicher Weise gab es einen Anstieg an kommerziellen Aktivitäten im 16. Jahrhundert, aber dies erklärt ebenfalls kaum die Motivation des Klerikers Kopernikus, oder von Galilei, Kepler und Tycho Brahe, gegen die Interessen der Kirche eine neue Astronomie zu entwickeln.&#8220;</p>
<div id="attachment_1091" class="wp-caption aligncenter" style="width: 569px"><a href="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/anatomie_dr_tulp11.jpg"><img class="size-medium wp-image-1091" title="anatomie_dr_tulp[1]" src="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/anatomie_dr_tulp11.jpg?w=559&#038;h=428" alt="" width="559" height="428" /></a><p class="wp-caption-text">Rembrandt: Die Anatomie des Dr. Tulp (1632)</p></div>
<p style="text-align:justify;">Es ist wahr, dass es keine automatische Beziehung zwischen Wohlstand und Wissenschaft gibt; China war Jahrhunderte lang die größte Ökonomie der Welt, es hat aber nie etwas hervorgebracht, das der europäischen Wissenschaftlichen Revolution ähnlich gewesen wäre. Einer der extremsten Fälle wäre in diesem Zusammenhang das Saudiarabien des 20. Jahrhunderts, das unzählbare Milliarden an seinen Ölvorräten verdient hat, aber buchstäblich nichts von Wert in den Künsten und Wissenschaften beigesteuert hat. Das bedeutet nun nicht notwendigerweise, dass keine Verbindung zwischen Wohlstand und Leistung besteht. Sehr wahrscheinlich gibt es eine solche. Die Bankiersfamilie der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Medici">Medici</a> in Florenz, deren Aufstieg nach dem 13. Jahrhundert stattfand, förderte über Generationen große künstlerische und wissenschaftliche Leistungen in der Toskana, von Künstlern wie Donatello bis zu dem Astronomen und Physiker Galilei. In <em>Gardner’s</em> <em>Art Through the Ages </em>(10. Aufl.) wird festgestellt:</p>
<p style="text-align:justify;">&#8222;Besonders bezeichnend für die Kunst waren die wachsende Professionalisierung des Künstlers und der Übergang des Mäzenatentums von der Kirche auf die bedeutenden Fürsten und fürstlichen Familien, sowohl im Verbund mit wohlhabenden Städten als auch unabhängig von ihnen. Wir haben dies in den italienischen Stadtstaaten gesehen. Was dies ermöglichte, war der Erwerb und die Anhäufung von Kapital. Trotz der Kalamitäten dieses Zeitalters, entwickelte sich ein neues ökonomisches System &#8211; die Frühphase des europäischen Kapitalismus.&#8220;</p>
<p style="text-align:justify;">Die Florentiner &#8222;entwickelten eine Kultur, die von einem enormen Wohlstand angeregt und unterstützt wurde, eine Situation sehr ähnlich wie die im Perikleischen Athen, nur mit dem Unterschied, dass in Athen es der Stadtstaat war -und nicht einzelne Privatpersonen -, der die Großbauten, Gemälde und Statuen des Klassischen Zeitalters in Auftrag gab. In Florenz waren es einige wenige illustre Familien, die über den Wohlstand verfügten und zu den führenden Mäzenen der italienischen Renaissance  wurden.&#8220; Die Medici waren für ganz Europa die Banker, und &#8222;einer der prominentesten Mäzene der Renaissance in Rom, Papst Leo X., der Förderer Raphaels und Michelangelos, war selbst ein Medici, der Sohn Lorenzos des Prächtigen. Nirgendwo sonst im Laufe der Geschichte war eine Familie so eng mit einer großen kulturellen Revolution verbunden. Man kann mit Sicherheit behaupten, dass die Medici die Renaissance finanzierten und austatteten.&#8220;</p>
<div id="attachment_1092" class="wp-caption aligncenter" style="width: 536px"><a href="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/707px-leonardo_amboise_automobile1.jpg?w=300"><img class="size-medium wp-image-1092  " title="707px-Leonardo_Amboise_Automobile[1]" src="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/707px-leonardo_amboise_automobile1.jpg?w=526&#038;h=409" alt="" width="526" height="409" /></a><p class="wp-caption-text">Leonardo da Vinci: Selbstfahrender Karren (1478, Nachbau) </p></div>
<p class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align:justify;">Das Buch <em><a href="http://www.amazon.com/Ancient-Economy-Evidence-Science-History/dp/0804757550">The Ancient Economy: Evidence and Models</a>, </em>herausgegeben von J. G. Manning und Ian Morris, ist ein gemeinschaftliches Unternehmen verschiedener Gelehrter zur Erforschung der Wirtschaft im antiken Ägypten und Nahen Osten und in der griechisch-römischen Welt. Es besteht ein Konsens unter den Wissenschaftlern, dass die antike Welt nicht &#8222;kapitalistisch&#8220; im modernen Sinn war. Wirtschaftliches Wachstum in jenen Gesellschaften kann nicht mit den Beispielen nachhaltigen Wirtschaftswachstums verglichen werden, die wir aus der Neuzeit in den westlichen Ländern kennen. Es gibt indes eine ausgedehnte Debatte, ob es damals überhaupt Wachstum gegeben hat. Archäologische Funde lassen annehmen, dass in Griechenland von 800 bis 300 v. Chr. eine Verbesserung des Lebensstandards zeitgleich mit einem stärkeren Anwachsen der Bevölkerung stattgefunden hat.</p>
<div class="mceTemp mceIEcenter">
<p style="text-align:justify;">Die Sklaverei in der griechischen und besonders in der römischen Gesellschaft hat definitiv den Anreiz, arbeitssparende Technologien zu entwickeln, vermindert, obgleich Sklavenarbeit nicht immer reichlich zur Verfügung stand und billig war. Bei den Griechen und Römern der Antike fehlte eine Tradition, mit beharrlicher Anstrengung eine technische Lösung für ein Problem zu finden, und oft wirkte sich ein Vorurteil gegen körperliche Arbeit nachteilig aus. In der griechisch-römischen Welt herrschte die Vorstellung, dass Wohlstand vorzugsweise vom Land kommen sollte. Handel galt so gerade als sozial akzeptabel, wohingegen gewerbliche Arbeit verachtet wurde. Wassermühlen breiteten sich langsam während des Imperiums aus, ihr Potential wurde aber nicht in vollem Ausmaß genutzt. Nachhaltiges Wachstum in Relation zur Bevölkerungszahl erfordert nachhaltigen technischen Fortschritt. Das römische Wirtschaftswachstum war gering, weil es auch der technische Fortschritt war -  es gab ihn zwar, aber er war gering.</p>
<p style="text-align:justify;">Der schottische Philosoph Adam Smith, Professor an der Universität von Glasgow, veröffentlichte 1776 sein berühmtes Werk <em>Der Wohlstand der Nationen</em>, in dem er ein Plädoyer für die Freiheit des Unternehmertums hielt. Die Regierung sollte sich so wenig wie möglich in die Wirtschaft einmischen und sich auf drei hauptsächliche Pflichten beschränken: die Verteidigung gegen ausländische Invasoren sicherstellen, die öffentliche Ordnung durch Polizeischutz und Justiz aufrechterhalten, und bestimmte öffentliche Arbeiten und Institutionen finanzieren, die von Privatleuten betrieben keinen angemessenen Gewinn erzielen können. Smith erklärte das Verfolgen des eigenen Interesses in einem konkurrenzorientierten Markt für die Quelle eines natürlichen harmonischen Gleichgewichts. Die &#8222;unsichtbare Hand&#8220; des freien Wettbewerbs werde allmählich zu wachsendem Wohlstand für alle führen.</p>
<p style="text-align:justify;">Nach dem Wissenschaftler Richard Saller existieren verschiedene Hauptursachen für Wachstum: wie auch von Smith schon betont sind es Handel, der Spezialisierung zur Folge hat die gesteigerte Investition von Kapital, Investitionen in das Humankapital und die Bildung, sowie ein verbesserter Rahmen für ökonomische Aktivitäten. Sicherlich gab es Handel in der Antike, aber es gibt nur wenige Anzeichen für ein nach unserem Verständnis modernes kapitalistisches Konzept des kalkulierten Investments in bessere Technologien, um damit künftig die Produktivität zu steigern:</p>
<p style="text-align:justify;">&#8222;Plinius der Ältere (<em>Naturgeschichte</em> 14.49-51) berichtet von dem für damals untypischen Beispiel des Remmius Palaemon, der in der Mitte des ersten nachchristlichen Jahrhunderts einen heruntergekommenen Weinberg außerhalb Roms kaufte, mit Hilfe traditioneller Technik viel Arbeit investierte und den jährlichen Ertrag so sehr steigerte, dass er einige Jahre später mit einer einzigen Jahresernte zwei Drittel des Kaufpreises für den Weinberg erzielte. Man könnte das so auf sich beruhen lassen und diese Geschichte lediglich als ein Beispiel eines Kapitalinvestments ansehen, aber das Ende der Geschichte ist bezeichnend: Plinius sagt nicht, dass Palaemons Beispiel andere Römer zu ähnlichen Kapitalinvestments inspiriert habe, sondern dass Seneca gekommen sei, um den Weinberg zum Vierfachen des ursprünglichen Preises zu kaufen, weil er von dem Verlangen (<em>amore</em>) erfüllt gewesen sei, diesen landwirtschaftlichen Modellbetrieb zu besitzen, nicht aber, um durch ähnliche Investitionen anderswo einen eigenen Profit zu erzielen.&#8220;</p>
<p style="text-align:justify;">Die norditalienischen Kaufleute des vierzehnten Jahrhunderts waren &#8222;neue Kapitalisten&#8220;, die eine kommerzielle Revolution schufen. Während des Römischen Reichs zeigten die Bewohner Italiens kein Interesse am kapitalistischen Strukturen oder an theoretischer Naturwissenschaft. Die Italiener im Zeitalter der Renaissance waren auf beiden Gebieten Pioniere. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass Veränderungen der Gene bzw. des IQ dies erklären. Die Erklärung ist eine Veränderung in der Einstellung der Menschen.</p>
<p style="text-align:justify;">Manche sehen einen Zusammenhang zwischen der &#8222;industriellen Mini-Revolution&#8220; des europäischen Mittelalters mit ihrem Einsatz von Windmühlen, Wasserkraft und anderen Maschinen, die menschliche oder tierische Muskelkraft ersetzten, und der industriellen Revolution, die einige Jahrhunderte später stattfand. Es stimmt, dass Europa im Mittelalter eine führende Rolle in der Entwicklung Arbeitskraft sparender Maschinen hatte. In diesem Fall kann man die spätere Entwicklung als eine Fortführung sehen, der Gebrauch fossiler Brennstoffe wie Kohle und Öl für den Antrieb von Maschinen und Motoren von Autos, Schiffen und Flugzeugen nach dem neunzehnten Jahrhundert hat aber die ganze Welt verändert. Wie Joel <a href="http://faculty.wcas.northwestern.edu/~jmokyr/Zywicki.PDF" target="_blank">Mokyr</a> sagt: &#8222;Die Industrielle Revolution stellt einen grundlegenden Wandel dar, der in der ganzen Geschichte der Menschheit ohne Beispiel ist.&#8220;</p>
<p style="text-align:justify;">Nach Avner Greif (in: <em>The Ancient Economy</em>) hat das moderne Wirtschaftswachstum seine Wurzeln im Mittelalter und spiegelt einen wirtschaftlichen, sozialen, gesetzlichen und politischen Prozess wieder, durch den die westeuropäischen Nationen die ersten modernen Ökonomien geschaffen haben. Das Wasserrad wurde von den Römern nicht in dem Maße gebraucht wie im Europa des Mittelalters, es stellt aber als &#8222;die erste Maschine&#8220; die nicht Mensch oder Tier, sondern eine unbelebte Naturkraft zu einem produktiven Nutzen zu Lande nutzbar macht, einen bedeutenden konzeptionellen Durchbruch dar&#8220;. Es kommt noch hinzu, dass die Römer den Europäern eine länderübergreifende, Gemeinsamkeit schaffende Gelehrtensprache zurückließen, das Latein, sowie das Römische Recht:</p>
<p style="text-align:justify;">&#8222;Das römische Erbe im Westen schließt auch die römische Rechtstradition ein. Viele Ökonomen stimmen darin überein, dass eine besondere Rechtstradition nötig ist, um ein Wirtschaftswachstum im modernen Sinn zu schaffen und zu erhalten &#8211; eine Rechtstradition, in der Regeln verändert werden können, um den sich verändernden wirtschaftlichen Bedürfnissen gerecht zu werden, und die individuelle Eigentumsrechte und Freiheiten sicherstellt. Solch eine Tradition existiert in der westlichen Welt, und sie ist das Erbe der Römer. Sie haben die europäische Rechtstradition konzipiert und verschiedenen Herausforderungen zum Trotz hat sie den Test der Zeit bestanden. Man kann sich nur fragen, ob das moderne Wirtschaftswachstum in Europa möglich gewesen wäre, wenn es eine der anderen Rechtstraditionen gehabt hätte, die anderswo entstanden sind, wie z. B. das göttliche Recht, das die muslimische Welt beherrscht.&#8220;</p>
<p style="text-align:justify;">Greif, der ein Wirtschaftsprofessor an der <em>Stanford University</em> in den Vereinigten Staaten ist, führt seine Sichtweise in <em>Institutions and the</em> <em>Path to the Modern Economy: Lessons from Medieval Trade </em>näher aus:</p>
<p style="text-align:justify;">&#8222;Die Quellen des modernen europäischen Wirtschaftswachstums unterscheiden sich von jenen seines mittelalterlichen Vorgängers. Das mittelalterliche Wachstum beruhte auf dem von Adam Smith beschriebenen, das sich Spezialisierung und Handel zunutze macht. Das Wachstum der Moderne beruht auf Wissenschaft und Technologie, welche die Produktionsabläufe verändern und vorher nutzlose Ressourcen in nutzbare verwandeln. Veränderungen in den kulturellen Annahmen hinsichtlich der Natur, der Rolle und des Potentials nützlichen Wissens &#8211; also der Wissenschaft und der Technologie &#8211; in den hundert Jahren vor 1750 trugen direkt zu diesem Wandel bei (Mokyr 2002). Interessant ist jedoch, dass individuelles Bemühen von Einzelnen sowie autonome, nicht auf verwandtschaftlichen Beziehungen basierende Körperschaften (ähnlich den mittelalterlichen Universitäten, wie z. B. der <em>Lunar Society</em> und den <em>Royal Societies</em>) für die Verbreitung dieser Annahmen wesentlich waren, indem sie die Ressourcen für ihre Verwertung mobilisierten und sie damit zu einer Einflussgröße für weitere Entwicklungen machten. Die Ziele dieser Körperschaften waren von denen eines Großteils ihrer mittelalterlichen Vorgänger verschieden, aber ihre institutionellen Strukturen waren überraschend ähnlich.&#8220;</p>
<p style="text-align:justify;">Die wissenschaftlichen Gesellschaften des siebzehnten Jahrhunderts unterschieden sich von den Universitäten des Mittelalters dadurch, dass sie  stärker auf die experimentelle Naturwissenschaft und weniger auf die Aristotelische Philosophie ausgerichtet waren.  Dies war der wahre Beginn der organisierten modernen Naturwissenschaft, aber ihr Fundament war das Netzwerk der europäischen Universitäten. Für Avner Greif zentriert  sich die Struktur  westlicher Gesellschaften um Organisationen und Institutionen, die aus einer definierten Zielvorstellung heraus als autonome Organisationen geschaffen wurden, wie z. B. Zünfte und Universitäten, und die nicht  auf verwandtschaftlichen Beziehungen beruhen wie die Stammes- und Klanstrukturen im Orient:</p>
<p style="text-align:justify;">&#8222;Diese Organisationen &#8211; hauptsächlich in der Gestalt von Körperschaften &#8211; waren für Europas politische und wirtschaftliche Verfasstheit in der spätmittelalterlichen wie auch in der modernen Wachstumsperiode essentiell. … Autonome, interessebasierte, verwandtschaftsunabhängige ökonomische und politische Körperschaften wurden deshalb etabliert. Seitdem bildet diese besondere gesellschaftliche Organisationsform den Hintergrund für die Praxis und die Resultate der spezifisch europäischen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen und ist der gemeinschaftliche  Nenner für  scheinbar so verschiedene historische Phänomene wie die spätmittelalterliche  ökonomische Wachstumsphase, den Aufstieg der europäischen Wissenschaft und Technologie (Mokyr 2002) und für die Entstehung des modernen europäischen Staates, der die höchste Manifestation einer autonomen, nicht verwandtschaftsbasierten, sich eher aus Individuen als aus gesellschaftlichen Einheiten zusammensetzenden Körperschaft ist (Greif 2004b). Wenn Institutionen essentiell für wirtschaftliche, soziale und politische Resultate sind und deren Entwicklung ein geschichtlicher Prozess ist, dann ist anzunehmen, dass die Wurzeln für den schließlich stattgefundenen Erfolg des Westens in den politischen und ökonomischen Institutionen seiner Vergangenheit liegt.&#8220;</p>
<p style="text-align:justify;">Während er einerseits den europäischen Individualismus preist, spekuliert er andererseits auch darüber, ob übertriebener Individualismus und Materialismus zu dem Niedergang des Westens während der letzten Generationen beigetragen hat.</p>
<p style="text-align:justify;">In der nach-römischen Ära hatten Jahrhunderte der Zersplitterung die europäischen Staaten geschwächt. Für ökonomisch Tätige war dies eine Gelegenheit zur Selbstorganisation, sie hätten sich aber auch in einer alternativen Stammesgesellschaft oder einem theokratischen Staat organisieren können, wie es in islamischen Gesellschaften der Fall war. Die Kirche hatte verwandtschaftsbasierte soziale Strukturen geschwächt und zu individualistischen kulturellen Annahmen beigetragen, aber sie war nicht stark genug, aus sich heraus eine politische Dominanz über den europäischen Kontinent zu errichten. Auch bauten die Europäer auf Annahmen und Normen auf, die sie von den Rechtstraditionen der Römer und der Germanen geerbt hatten; das Konzept der Körperschaften hat auch Wurzeln in der Römerzeit.</p>
<p style="text-align:justify;">Die Sichtweise des Feudalismus, dass politische Autorität auf dem Vertrag zweier Seiten basiert und nicht allein territorial begründet ist, trug ebenfalls zur Schaffung autonomer Körperschaften bei. &#8222;Die kulturellen Annahmen und Normen über Individualismus und Korporatismus und über die implizite Legitimität von Menschen geschaffener Gesetze, die denen, die ihnen unterworfen sind, eine einflussreiche Stimme geben, wurden für die gesellschaftliche Organisation wesentlich.&#8220; Gibt es eine direkte Verbindung zwischen dem, was im Spätmittelalter vor sich ging  und dem modernen Europa? Es gab während des Zeitalters des Absolutismus in vielen Ländern einen Niedergang der vormaligen mittelalterlichen Autonomie, aber Greif fragt sich, ob man dies nicht als eine Ausnahme in der langen Geschichte Europas sehen sollte. Spätmittelalterliche Neuerungen zeigen sich in gegenwärtigen Praktiken wie z. B. der Handel in Aktien, beschränkte Haftung, Rechnungsprüfung, der Lehrlings- und Gesellenstatus im Handwerk und in der doppelten Buchhaltung. In <em>Institutions and the Path to the Modern Economy</em>:</p>
<p style="text-align:justify;">&#8222;Das europäische Handelsrecht, das Versicherungswesen, das Patentwesen, staatliche Kreditaufnahme, Kapitalgesellschaften und Zentralbanken entwickelten sich im Kontext der spätmittelalterlichen Institutionen. In der politischen Sphäre trug die Entwicklung der korporativen Form gesellschaftlicher Organisation zu der Entwicklung bei, die zu dem modernen europäischen Staat führte. Körperschaften trugen dazu bei, die Risiken zu vermindern, die große verwandtschaftsbasierte soziale Strukturen für den Staat generell darstellen und besonders für die Entwicklung der institutionellen Fundamente des modernen, effektiven europäischen Staates, der letztlich eben auch eine Körperschaft ist. Zu diesen Grundlagen gehören das Konzept der juristischen Person, die Trennung zwischen persönlichem Eigentum und Körperschaftseigentum, der Glaube, dass Körperschaften den Interessen ihrer Mitglieder dienen sollten, und die Verfahren kollektiver Entscheidungsfindung. … Hinzu kommt, dass die europäischen Staaten in der vormodernen Periode sich in einer organischen, von unten nach oben verlaufenden Entwicklung formierten.&#8220;</p>
<p style="text-align:justify;">Bruce G. Trigger bietet in seinem Buch <em><a href="http://www.amazon.com/Understanding-Early-Civilizations-Comparative-Study/dp/0521822459">Understanding Early Civilizations</a></em><em> </em>eine vergleichende Studie der frühen Zivilisationen von Mesopotamien bis Mittelamerika. Im prä-imperialen China der Shang-Dynastie und der Zhou-Dynastie [1570 - 221 v. Chr.] waren Einzelpersonen gewöhnlich dem Gutdünken und der Bestrafung ihrer unmittelbaren Herren unterworfen und hatten kaum eine effektive Möglichkeit,  eine Aufhebung der Strafe zu erreichen. Waren Menschen von ungleichem Stand involviert, wurde durchgehend der Mächtigere als der angesehen, der im Recht ist; deswegen konnte es gerichtliche Prozesse nur zwischen Gleichen geben. Es gab auch keine Möglichkeit, Vertragsbruch bei Handelsgeschäften einzuklagen:</p>
<p style="text-align:justify;">&#8222;In den meisten frühen Zivilisationen wurde das Recht als eine Macht verstanden, Ordnung im sozialen Bereich in einer akzeptierten, wenn auch ungleichen Weise durchzusetzen. Weil jedoch die Gesetze von den jeweils höher Gestellten gemacht wurden, wurden Urteil und Strafmaß von ihnen bestimmt, so dass das ganze Rechtssystem ein wirkungsvolles Instrument war, die jeweils niedriger Gestellten einzuschüchtern. Das chinesische Recht scheint sich von dem anderer früher Zivilisationen sowohl in der Theorie wie in der Praxis nur in der Hinsicht unterschieden zu haben, dass ein Rechtsstreit nur zwischen Gleichgestellten möglich war. Es wurden keine Versuche unternommen, das Rechtssystem in Richtung auf das Ideal eines Mittels, das Gerechtigkeit für alle schafft, weiterzuentwickeln. Dieser frühe chinesische Mangel an Idealismus in Hinsicht auf das Recht scheint langfristige Konsequenzen für die Entwicklung der chinesischen Zivilisation gehabt zu haben, in der sich nie ein starker Sinn sowohl für Privateigentum als auch für individuelle Rechte entwickelt hat.&#8220;</p>
<p style="text-align:justify;">Es hat im alten China eine Denkschule, den Legalismus, gegeben, aber diese war ironischerweise eine der totalitärsten Ideologien, die China je hervorgebracht hat, und hat nicht zu einem Rechtsstaat im westlichen Sinne geführt. Von älteren Ideen inspiriert, begann eine zusammenhängende Theorie des Legalismus vom vierten Jahrhundert v. Chr. mit dem <em>Buch des Herrn Shang </em>in Erscheinung zu treten, in dem der Respekt vor Traditionen verspottet wurde. &#8222;Unnütze&#8220; Tätigkeiten, die die Menschen von den grundlegenden Aufgaben der Landwirtschaft und des Krieges abhalten, sollten eliminiert werden, wie z. B. Handel und die Pflege der Gelehrsamkeit, die die Menschen ermutigt, sich auf ihre eigenen intellektuellen Überzeugungen zu verlassen.</p>
<p style="text-align:justify;">Das Qin-Königreich [bis 207. v. Chr.] übernahm ein legalistisches Programm und formte Familien zu Verbänden von gegenseitig verantwortlichen Individuen um, in denen ein jeder für alle Gesetzesübertretungen verantwortlich war, die irgendein anderes Mitglied der Gruppe begangen hatte. Die Verwirklichung des Legalismus setzte einen aufgeklärten Herrscher voraus, der aber, ähnlich wie der wahrhaft tugendhafte Herrscher bei dem Konfuzius-Schüler Menzius [Mengzi], für sehr selten gehalten wurde. Der durchsetzungsfähige Qin Shi Huang, der die Staaten des Zeitalters der Streitenden Reiche vereint hatte und 221 v. Chr. der erste Kaiser von ganz China wurde, muss diesem Bild eines aufgeklärten legalistischen Herrschers nahe gekommen sein. Dementsprechend sind die vielen aufgezeichneten Brutalitäten während seiner Herrschaft &#8222;nicht das Abbild der Willkür eines launischen Despoten, sondern stehen in engem Zusammenhang mit den legalistischen Vorstellungen bezüglich der Unnachgiebigkeit des Strafrechts und der Notwendigkeit, die Gesellschaft von ´dysfunktionalen´ Einstellungen und Verhaltensweisen zu reinigen.</p>
</div>
<div id="attachment_1094" class="wp-caption aligncenter" style="width: 527px"><a href="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/terracotta_army_40_gdynia_2006_-_01_ubt11.jpg"><img class="size-full wp-image-1094  " title="TERRACOTTA_ARMY_%40_Gdynia_2006_-_01_ubt[1]" src="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/terracotta_army_40_gdynia_2006_-_01_ubt11.jpg?w=517&#038;h=365" alt="" width="517" height="365" /></a><p class="wp-caption-text">Viergespann aus dem Grabbezirk des Qin Shi Huang</p></div>
<p style="text-align:justify;">Einige westliche Beobachter haben den Legalismus mit den Theorien des italienischen Renaissance-Autors Niccolò Machiavelli verglichen. Zwar sind Machiavellis Ideen seit ihrer Veröffentlichung kontrovers beurteilt worden, es ist aber ein aus einer äußerst feindseligen Einstellung zu seinem Werk resultierendes Missverständnis zu glauben, dass er die Absicht hatte, ein totalitäres Regime zu schaffen. Machiavelli hat einfach nur eine nüchterne Beschreibung der verschiedenen, manchmal brutalen Methoden gegeben, die Herrscher anwenden, um die Macht zu gewinnen und zu erhalten. So schreibt Benjamin I. Schwartz in <em>The World of Thought in Ancient China</em>:</p>
<p style="text-align:justify;">&#8222;Der Legalismus ist oft mit dem Machiavellismus verglichen worden und es ist wahr, dass beide die Tendenz zeigen, die Machtfrage von allen Überlegungen hinsichtlich der persönlichen Moral zu trennen. Eine Durchsicht von Machiavellis <em><a href="http://www.amazon.de/F%25C3%25BCrst-Niccolo-Machiavelli/dp/3458344721">Der Fürst</a></em> und von <a href="http://www.amazon.de/Discorsi-Staat-Politik-Niccolo-Machiavelli/dp/3458342516/ref=pd_sim_b_3"><em>Discorsi </em>zeigen</a>, dass er sich nicht mit universellen abstrakten Modellen und Systemen der Kontrolle menschlichen Verhaltens beschäftigt, sondern mit <em>Machtstrategien</em>, die auf die unendlich verschiedenen Umstände der politischen Geschichte anwendbar sind. Als Erbe des Aristoteles ist er bereit, die Möglichkeit von verschiedenen soziopolitischen Organisationsformen zu akzeptieren, und sein idealer Inhaber der Macht nutzt verschiedene Strategien, die die Verschiedenheit  der ´politischen Konstitutionen´ in Rechnung stellen.&#8220;</p>
<p style="text-align:justify;">Es ist traurig, dass Menschen mit anderen Kulturen manchmal die schlechten Ideen des Westens wie z. B. den Kommunismus bereitwilliger übernommen haben als die guten, von denen wir viele haben. Das soll nicht heißen, dass die Europäer allein den Totalitarismus &#8222;erfunden&#8220; haben. Die Inkas in Südamerika haben etwas praktiziert, was dem Kommunismus ähnelt. Auch der Konfuzianismus hat potentiell problematische Aspekte, aber man kann ihn nicht wirklich als totalitär bezeichnen. Totalitarismus im eigentlichen Sinn des Wortes hat in der Ideologie des Legalismus einen in China beheimateten Vorläufer. Es hat schon seinen Grund, weshalb der kommunistische Diktator Mao Zedong (1893-1976) sich persönlich mit dem Ersten Kaiser und nicht mit Konfuzius identifizierte. Der Autor Zhengyuan Fu zieht in <em>Autocratic Tradition and Chinese Politics </em>eine Verbindungslinie vom Ersten Kaiser zu Mao und sagt, das dauerhafteste Merkmal der politischen Tradition Chinas über die letzten 2000 Jahre sei die Autokratie gewesen.</p>
<p style="text-align:justify;">Die Han-Dynastie, die nach der kurzen, aber brutalen Qin-Dynastie die Macht übernahm, machte den Konfuzianismus zur herrschenden Ideologie, was alle chinesischen Dynastien danach aufrecht erhalten haben. Die Han-Kaiser übernahmen und modifizierten die vom Ersten Kaiser geschaffene zentralisierte Bürokratie. Aber auch der Konfuzianismus trug wenig dazu bei, das Recht zu einem wichtigeren Faktor in der Gesellschaft zu machen. Patricia Buckley Ebrey schreibt in <em>The Cambridge Illustrated History of China</em>:</p>
<p style="text-align:justify;">&#8222;Es ist der universelle Herrscher, der die politische Ordnung verkörpert und die Macht besitzt, die Gesellschaft unter ihm zum Guten oder zum Schlechten zu verändern. Dem Recht hingegen wurde von keinem chinesischen Denker eine vergleichbare Macht zugedacht. Ob aus konfuzianischer, legalistischer oder sogar  taoistischer Perspektive gesehen, Gesetze wurden als reines Mittel zum Zweck gesehen, nicht als etwas Nobles oder Unverletzliches, nicht als etwas, das über den Herrscher hinausgeht.&#8220;</p>
<p style="text-align:justify;">Chinesische Staatsbeamte waren Konfuzianer, die mit der Herrschaft der Tugend, nicht mit der Herrschaft der Gesetze befasst waren. Konfuzius hatte sein Denken nicht von systematischen Prinzipien abgeleitet, noch weniger von irgendwelchen Ideen über die Rechte des Individuums. Die konfuzianische Ethik betonte die Notwendigkeit, den förmlichen Gehorsam und den Respekt für jegliche Autorität aufrecht zu erhalten. Das Wort von Autoritätspersonen in Frage zu stellen wurde als unverzeihliches Zeichen der Respektlosigkeit angesehen. Verstöße gegen die Autoritäten und gegen die soziale Ordnung wurden mit besonderer Strenge geahndet. Der Ungehorsam eines Kindes gegenüber seinem Vater war ein schreckliches Verbrechen, während ein Vater, der seinen Sohn wegen Ungehorsam tötete, nur leicht bestraft wurde. Der Autor Harry G. Gelber schreibt in <em>The Dragon and the Foreign Devils: China and the World, 1100 BC to the Present</em>:</p>
<p style="text-align:justify;">&#8222;In China ruhte die Gerechtigkeit nicht auf kodifiziertem Recht, sondern auf den sozialen Normen und allgemeinen Prinzipien der konfuzianischen Moral. Diese wurden von den Gerichten, die überdies grundsätzlich die Interessen des Staates berücksichtigten, auf jeden konkreten Fall angewendet. Die Bewahrung der sozialen Ordnung war es vor allem, die in den Gesetzen des Kaiserreiches den Ausschlag gab, und, wie auch noch überwiegend im modernen China, war das Recht ein Werkzeug der Staatsverwaltung, ohne auf eine ´höherstehendes´ Naturrecht bezogen  oder Teil eines Systems ähnlich dem römischen <em>communis lex</em> oder dem angelsächsischen <em>common law</em> [ungeschriebenes, von einzelnen Richterentscheidungen weiterentwickeltes Gewohnheitsrecht, Anm. d. Ü.] zu sein. Das brachte natürlich viel Unsicherheit, nicht nur für den Angeklagten, sondern auch für den Richter selbst mit sich. Es gab kein Handelsrecht im modernen westlichen Sinne, obwohl die Beachtung schriftlicher Verträge und sogar mündlicher Absprachen von Verwaltungsbeamten durchgesetzt werden konnte. … Ebenso wenig  gab es das Konzept der juristischen Person (Firmen, Genossenschaften). Auch eine Entsprechung zu den westlichen Vorstellungen von der Bindung der abschließenden Parteien an schriftliche und unterzeichnete Verträge war unbekannt. … Und schließlich, auf der Basis des chinesischen Systems der kollektiven Verantwortung konnte jemand, der persönlich unschuldig war, ohne weiteres als Repräsentant einer Gruppe, als Sündenbock, hingerichtet werden. Da die Familiensolidarität ein solch beherrschendes Element der chinesischen Gesellschaft war, wurde häufig Schuld aufgrund bloßer Zugehörigkeit angenommen und die Bestrafung von Verwandten wurde regelmäßig praktiziert.&#8220;</p>
<h6 style="text-align:justify;"> <em>(Bilder hinzugefügt vom Übersetzer)</em></h6>
<p style="text-align:justify;"> </p>
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		<title>Warum haben die Europäer die moderne Welt geschaffen? – Teil 2</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 21:53:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Deep Roots</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deep Roots]]></category>

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		<description><![CDATA[
Von Fjordman   
Druckversion (pdf)                                                  
Übersetzung: Deep Roots
Der Originaltext erschien am 22. September 2009 auf Gates of Vienna:
http://gatesofvienna.blogspot.com/2009/09/why-did-europeans-create-modern-world_22.html
Michael H. Hart bewertet die Errungenschaften verschiedener Zivilisationen. Er behauptet, daß die Beiträge der alten Ägypter ziemlich mager waren. Die Sumerer erfanden als erste die Schrift, was den Ägyptern durchaus bekannt gewesen sein könnte. Sie leisteten keine bedeutenden Beiträge zur astronomischen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fjordman.wordpress.com&blog=5190227&post=1010&subd=fjordman&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><img class="alignnone size-full wp-image-1011" title="Graz Murinsel nachts Juni 2003" src="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/graz-murinsel-nachts-juni-2003.jpg?w=617&#038;h=461" alt="Graz Murinsel nachts Juni 2003" width="617" height="461" /></p>
<p><strong>Von Fjordman   </strong></p>
<p><strong><a href="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/29d-warum-haben-die-europaer-die-moderne-welt-geschaffen-ii-pdf.pdf">Druckversion (pdf)</a>                                                  </strong></p>
<p>Übersetzung: Deep Roots</p>
<p>Der Originaltext erschien am 22. September 2009 auf <em>Gates of Vienna:</em></p>
<p><a href="http://gatesofvienna.blogspot.com/2009/09/why-did-europeans-create-modern-world_22.html">http://gatesofvienna.blogspot.com/2009/09/why-did-europeans-create-modern-world_22.html</a></p>
<p>Michael H. Hart bewertet die Errungenschaften verschiedener Zivilisationen. Er behauptet, daß die Beiträge der alten Ägypter ziemlich mager waren. Die Sumerer erfanden als erste die Schrift, was den Ägyptern durchaus bekannt gewesen sein könnte. Sie leisteten keine bedeutenden Beiträge zur astronomischen Theorie, noch zur Physik, Chemie, Biologie oder Geologie. Die politische Struktur Ägyptens war eine absolute Monarchie, was keine originelle Idee war und neuzeitliche Denker nicht beeinflußte. Während die Pyramiden sicherlich visuell beeindruckend sind, ist eine Pyramide streng genommen eine simple architektonische Struktur und großteils keine sehr nützliche. Warum werden die Beiträge der alten Ägypter so überbewertet? Weil das Klima in Ägypten so trocken ist, überdauern die Architektur (und die Mumien), die sie schufen, dort besser als anderswo. Ihre Monumente sind immer noch sichtbar. Hart behauptet in keiner Weise, daß die alten Ägypter Wilde gewesen seien, nur daß ihre Beiträge häufig überbewertet werden.</p>
<p>Ich persönlich denke, daß er die Ägypter etwas mißachtet. Es ist wahr, daß sie wissenschaftlich nicht sehr fortgeschritten waren, und daß die griechische Kunst während der hellenischen und hellenistischen Periode so lebensecht war, wie es die ägyptische niemals war, aber die Griechen waren von der ägyptischen Tempelarchitektur und von ihren Studien der Proportionen des menschlichen Körpers inspiriert. Wie der Kunsthistoriker Gombrich sagt, “gingen die griechischen Meister bei den Ägyptern in die Schule, und wir sind alle die Schüler der Griechen.” Der amerikanische Autor Lawrence Auster drückt es <a href="http://www.amnation.com/vfr/archives/007787.html" target="_blank">so aus</a>:</p>
<p>“Denken wir daran, den Ägyptern das Verdienst für die erste Entwicklung der schönen menschlichen Form zuzubilligen, welche die Griechen dann übernahmen und lebendiger machten. Camille Paglia ist höchst albern, aber lesen Sie doch das erste Kapitel ihres Buches <em>Sexual Personae</em> (dt. “Die Masken der Sexualität), wo sie die ägyptische Schöpfung der klaren, perfekten, ‘apollonischen’ Form behandelt, welche die Grundlage der westlichen Kunst wurde… . Für die Griechen vermittelt die natürliche Form das Göttliche. Daher waren sie nicht einfach nur ‘naturalistisch’, d. h. naturgetreu. Sie sahen die Natur als so schön, weil sie die Natur als von einer perfekten Harmonie erfüllt sahen. Von daher kommt die unglaubliche Sensibilität der athenischen Skulpturen des fünften Jahrhunderts. In einer Weise drückten die Künstler des athenischen Goldenen Zeitalters in Stein aus, was Homer Jahrhunderte früher durch Poesie ausgedrückt hatte: jene besonderen Momente im Leben, in denen der Held ‘mehr zu sein scheint als ein Mensch.’ Oder wie die Szene in der <em>Ilias</em> (Buch III, 156-58), wo die alten Männer auf den Mauern Trojas Helena kommen sehen und zueinander sagen: ‘Man kann den Trojanern und den stark gerüsteten Achäern sicherlich keinen Vorwurf machen, wenn sie über lange Zeit Härten auf sich nehmen für eine Frau wie diese. Schrecklich ist die Ähnlichkeit ihres Gesichts mit unsterblichen Göttinnen.’“</p>
<p>In der Wissenschaft übertrafen die alten Griechen die Ägypter mit Leichtigkeit.  Die griechische deduktive Geometrie erwies sich als unverzichtbares Vorspiel zur Ankunft der modernen Wissenschaft, und abgesehen von Mathematik und Astronomie leisteten sie große Beiträge zur Dichtkunst, Geschichte, Drama und Mythologie, brachten elegante Architektur wie den Parthenon in Athen hervor sowie auch große Bildhauer und Maler. Die Werke von Plato und Aristoteles gehören zu den ältesten analytischen Schriften über politische Theorie. Wenn Menschen im einundzwanzigsten Jahrhundert Aristoteles’ <em>Politik</em> lesen, um zu sehen, was darin über Demokratie steht, dann nicht bloß aus historischer Neugier, sondern weil dies für heute als relevant betrachtet wird. Im Gegensatz dazu liest buchstäblich niemand “pharaonische” Politiktheorie.</p>
<div id="attachment_1012" class="wp-caption alignnone" style="width: 624px"><img class="size-full wp-image-1012 " title="Olympias 02" src="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/olympias-02.jpg?w=614&#038;h=461" alt="Olympias 02" width="614" height="461" /><p class="wp-caption-text">“Olympias”, der Nachbau eines griechischen Dreiruderers.</p></div>
<p>Warum hatten die alten Griechen soviel erreicht? Möglicherweise machte die Geographie Griechenlands sie zu einer Seefahrernation und brachte sie dazu, sich mit Erforschung und Handel zu befassen. Und doch gab es viele andere Völker, die auch einen ähnlichen geographischen Vorteil genossen, und während die Phönizier große Seefahrer und Händler waren, schufen sie gemäß der historischen Beweislage nichts, das den wissenschaftlichen Errungenschaften der Griechen nahekam. Hart glaubt, daß Wissenschaft, obwohl andere Europäer einen mindestens so hohen Intelligenzquotienten hatten wie die Griechen, vor allem die Schöpfung städtischer, schriftkundiger Kulturen ist, und in der Weise profitierten die Griechen vom frühen Kontakt mit den schriftkundigen Zivilisationen des Nahen Ostens:</p>
<p>“Die beste Erklärung für das griechische Phänomen liegt in einer Kombination genetischer und geographischer Faktoren. Die Völker, die in den kalten Regionen Europas lebten, hatten über einen Zeitraum vieler Jahrtausende eine höhere durchschnittliche Intelligenz entwickelt als die Völker, die im Nahen Osten lebten. Wegen des milden Klimas und der Verfügbarkeit einer großen Auswahl brauchbarer domestizierbarer Pflanzen und Tiere entwickelten die Bewohner des Nahen Ostens jedoch lange vor den Völkern Nordeuropas die Landwirtschaft. Das frühe Entstehen von Landwirtschaft und Städten im Nahen Osten befähigte sie während der Jungsteinzeit und der frühhistorischen Zeit zu größerem Fortschritt und zu einem großen Vorsprung vor dem Rest der Welt in Technologie und intellektuellen Angelegenheiten. Mit der Zeit befähigte ihre überlegene genetische Ausstattung die Europäer zur Überwindung dieses Vorsprungs. Unter den europäischen Gruppen würde jedoch diejenigte am wahrscheinlichsten <em>als erste</em> Fortschritte machen, welche die früheste Gelegenheit hatte, von den Zivilisationen des Nahen Ostens und Ägyptens zu lernen. Wegen ihrer geographischen Lage waren die Griechen das erste europäische Volk, das in Kontakt mit jenen Zivilisationen kam.”</p>
<p>In <em>Understanding Human History</em> bewertet Michael H. Hart auch die islamische Welt. Er sagt richtigerweise, daß nichtmoslemische <em>Dhimmis</em> unter islamischer Herrschaft kaum überhaupt Bürger zweiter Klasse waren, sondern eher Nicht-Bürger, denen viele grundlegende Bürgerrechte fehlten. Zum Beispiel konnten sie vor Gericht nicht gegen einen Moslem aussagen. Er bestreitet, daß die Bekehrung zum Islam immer “freiwillig” war, angesichts der vielfältigen Erniedrigungen, des Drucks und der Steuern, denen Nichtmoslems ständig ausgesetzt waren, nur weil sie Nichtmoslems waren. Hinsichtlich kultureller Errungenschaften erwähnt er einige beachtenswerte Gelehrte und Gestalten. Eine ist der marokkanisch-berberische Forscher und Schriftsteller Ibn Batutta (1304-1369), der im vierzehnten Jahrhundert von Westafrika über Südosteuropa und Indien nach China reiste und seine Erfahrungen in seinem Buch <em>Rihlah</em> (<em>Reisen</em>) niederschrieb.</p>
<p>Ibn Khaldun könnte wegen seines historiographisches Werkes erwähnt werden, obwohl er die Geringschätzung für alle nichtmoslemischen Kulturen teilte, die das Wachstum der Archäologie und vergleichenden Sprachwissenschaft in der islamischen Welt hemmte. Moslemische Gelehrte studierten andere Kulturen nicht ernsthaft und mit Neugier und beschrieben sie nicht fair, wobei die Schriften des persischen Universalgelehrten al-Biruni (973-1048) über Hinduismus und Indien eine der sehr wenigen Ausnahmen von dieser Regel sind. Er hatte sich die Mühe gemacht, genug Sanskrit zu lernen, um in beide Richtungen zwischen dieser Sprache und Arabisch (das für ihn auch eine erlernte Sprache war) zu übersetzen. Wie der Autor John Keay in seinem Buch <em>India: A History </em>schreibt, wurden die Moslems von den Indern als bloß eine weitere Gruppe von Ausländern gesehen, vielleicht lästig, aber im wesentlichen marginal. Dies war ein großer Fehler:<br />
- &#8211; - &#8211; - &#8211; - &#8211; -<br />
“Es gibt keinen Beweis dafür, daß die Inder die globale Bedrohung erkannten, die sie darstellten; und die eigenartige Natur ihrer Mission – eine neue monotheistische Orthodoxie durch militärische Eroberung und politische Herrschaft durchzusetzen – war für die indische Tradition so fremd, daß sie unverstanden blieb. Kein Zweifel, daß eine gewisse Selbstzufriedenheit zu dieser Gleichgültigkeit beigetragen hat. Wie al-Biruni (Alberuni), der große islamische Gelehrte des elften Jahrhunderts, es ausdrückte, ‘glauben die Hindus, daß es kein Land außer ihrem gibt, keine Wissenschaft wie ihre.’…seine wissenschaftliche Prominenz in der arabischen Welt verdankte viel seiner Beherrschung des Sanskrit und dem Zugang zu indischer Gelehrsamkeit…. Anders als Alexanders Griechen waren sich die moslemischen Invasoren sehr wohl über Indiens immense Größe im Klaren und mächtig erregt über seine Ressourcen…. Seit mindestens römischer Zeit scheint der indische Subkontinent eine günstige Zahlungsbilanz genossen zu haben…. Der fromme Moslem, wenn er auch angeblich auf die Bekehrung der Ungläubigen aus war, würde seinen Eifer großzügig belohnt finden.”</p>
<p>Ich persönlich würde nicht sagen, daß in der mittelalterlichen islamischen Welt absolut keine Errungenschaften gemacht worden sind, nur daß sie heute aus politischen Gründen weitgehend übertrieben werden. Unterteilen wir Gelehrte in drei Kategorien:  Kategorie 1 besteht aus jenen, die geringere Beiträge leisten, Kategorie 2 mittlere. Kategorie 3 besteht aus Gelehrten, die größere, grundlegende Beiträge zu einem bedeutenden Wissenschaftszweig leisten. Selbst in den besten Zeiten ist nicht ein einziger Gelehrter dieses Formats von der islamischen Welt hervorgebracht worden.  Irgendwelche moslemische Gelehrte zu finden, die geringere Beiträge zu Mathematik, Medizin oder Alchimie geleistet haben, ist nicht schwer, und ich kann wahrscheinlich ein halbes Dutzend Individuen aufzählen, die sich für Kategorie 2 qualifizieren, zum Beispiel  al<em>-</em>Khwarizmi, Omar Khayyam, Rhazes, Geber und vielleicht Avicenna und Averroes.</p>
<p>Hart sagt, daß Alhazen “wahrscheinlich der größte” aller Gelehrten in der islamischen Welt war, wozu ich zustimme, aber selbst er war ein guter Gelehrter der Kategorie 2, nicht 3. Originale moslemische Beiträge zum Ingenieurswesen waren gering und scheinen den Errungenschaften der Römer nicht gleichgekommen zu sein. Er merkt an, daß die mittelmäßigen Beiträge der Nahostbewohner umso auffälliger sind angesichts ihrer günstigen geographishen Lage, die ihnen die einzigartige Gelegenheit gab, Wissen von allen größeren eurasischen Zivilisationen gleichzeitig zu erwerben.</p>
<p>Hart zufolge machten nahöstliche Gelehrte wenige <em>größere</em> Entdeckungen in Mathematik und Wissenschaft, Medizin oder Ingenieurswesen, gewiß nichts, das dem Buchdruck und dem Schießpulver im frühmittelalterlichen China oder Brillen und mechanischen Uhren in Westeuropa während des Hochmittelalters vergleichbar wäre. Während sie in der Tat eine Zeitlang eine Anzahl Gelehrter hervorbrachten, die geringfügige Beiträge leisteten und eine Handvoll oder zwei, die Beiträge mittleren Ranges leisteten, brachten sie niemals wahrhaft große Genies wie Aristoteles, Kopernikus, Galileo, Kepler oder Newton hervor. Hart schreibt dies primär ihrem im Vergleich zu Europäern geringerem Intelligenzquotienten zu, obwohl ich persönlich genauso die repressive Atmosphäre als mitwirkenden Faktor hinzufügen würde, die von islamischer Orthodoxie geschaffen wird. Ideen haben Konsequenzen.</p>
<p>Michael H. Hart schreibt über Indien, womit er den gesamten Subkontinent meint, das von mehreren menschlichen Migrationen/Invasionen von Nordwesten betroffen worden ist. Zu ihrem Höhepunkt zwischen 2.500 und 2.000 v. Chr. war die <em>Industal</em>- oder <em>Harappazivilisation</em> nahe dem sumerischen Mesopotamien im Nordwesten größer und fortschrittlicher als alles, was wir aus China in derselben Zeitperiode kennen. Es verdient festgehalten zu werden, daß die Zivilisation im fernen Norden Indiens ihren Orsprung hatte, in einer Region, die geographisch und vielleicht genetisch näher mit den Zivilisationen des Nahen Ostens verbunden war als mit Südindien, das lange Zeit rückständiger blieb als Nordindien. Hart glaubt, daß das besondere Kastensystem in Indien ursprünglich eine rassische Komponente hatte und bis auf die indoeuropäische Invasion hellhäutigerer Völker aus dem Norden und Nordwesten zurückgeht. Die einzigen großen Reiche, die von eingeborenen Indern beherrscht wurden, waren das Maurya- und das Gupta-Reich, und diese überdauerten zusammengenommen weniger als 400 Jahre.</p>
<p>Hart widmet beträchtlichen Raum der Kunst und Literatur. Der <em>Rigveda</em> ist eine Sammlung von Hymnen, die zwischen 1.500 und 1.200 v. Chr. komponiert wurden; die <em>Upanishaden</em> von ungefähr 900-500 v. Chr. sind Prosakommentare zu den Veden. Die beiden berühmtesten Werke epischer Dichtkunst sind das <em>Ramayana</em> und das <em>Mahabharata</em>. Indien hat eine große Menge an lyrischer Dichtung hervorgebracht, und das Theater ist dort viele Jahrhunderte lang eine bedeutende Kunstform gewesen, wie im alten Griechenland; Kalidasa aus dem fünften nachchristlichen Jahrhundert hat in der Sanskrit-Literatur eine Position vergleichbar der Shakespeares in der englischen Literatur. Indien hat eine lange Tradition verfeinerter Musik und Musiktheorie, der Malerei und vor allem Bildhauerei, aber indische Musik und Literatur wird anderswo in der Welt nicht in verbreitet beachtet, zumindest außerhalb Südostasiens. Indien war stark in den Künsten, aber schwächer in Wissenschaft und Technologie, mit der teilweisen Ausnahme der Mathematik.</p>
<p>Der Buddhismus war bis ungefähr 250 v. Chr. eine lokale Religion, als der Imperator Ashoka (304-232 v. Chr.) konvertierte und die Ausbreitung dieser Religion in Indien und weit darüber hinaus förderte. Der Buddhismus war in globaler Perspektive von begrenzter Bedeutung, aber er hatte einen großen Einfluß in Asien und stach mit Leichtigkeit alle Ideologien aus, die in China entwickelt wurden. Chinesische Philosophien wie Konfuzianismus und Taoismus hatten eine gewisse Wirkung unter Chinas unmittlbaren Nachbarn, den Koreanern, den Japanern und Vietnamesen, aber wenig in anderen Regionen. Die Chinesen werden zweifellos sagen, daß dies deshalb sei, weil sie ihre Art nicht anderen aufzwingen, aber angesichts Chinas Größe und der Tatsache, daß es jahrhundertelang die größte Volkswirtschaft der Welt war, muß der ideologische Einfluß Chinas im Ausland als überraschend begrenzt beschrieben werden. Laut Thomas T. Allsen in <em>Culture and Conquest in Mongol Eurasia</em>, “haben fast alle der größeren religiösen Bewegungen, die ihren Ursprung im Nahen Osten hatten -  Zoroastrismus, Judentum, Christentum, Manichäismus und Islam — China erreicht, während chinesische Ideologiesysteme keine Vorstöße in den Westen machten. Dieses verblüffende und beständige Muster, das niemals erklärt worden ist, hatte sich anscheinend recht früh etabliert.”</p>
<p>Michael H. Hart faßt zusammen: “Keine andere nichteuropäische Zivilisation hat annähernd die Vielfalt hochwertiger Literatur, Musik und Malerei geschaffen wie Indien. Das mathematische Wissen der alten Griechen wurde mit der Zeit nach Indien übertragen. Jedoch war der einzige wichtige Fortschritt, der von Hindu-Mathematikern gemacht wurde, die Erfindung der Stellenschreibweise, die arithmetische Operationen sehr vereinfacht. Die Stellenschreibweise wurde wahrscheinlich im Jahr 700 n. Chr. erfunden; die erste vollständige Beschreibung stammt jedoch von Bhaskara um 1150. Vor der Neuzeit scheinen Inder keine bedeutenden Beiträge zur Wissenschaft geleistet zu haben, noch kamen irgendwelche wichtigen Erfindungen aus Indien. Der indische Subkontinent brachte eine blühende Zivilisation hervor, und in vormodernen Zeiten war seine Kultur unvergleichlich verfeinerter als die rückständiger Regionen wie Australien oder das sub-saharische Afrika.”</p>
<p>Betrachten wir den Fall China. Die Chinesen waren von ihrer Überlegenheit gegenüber allen anderen Nationen überzeugt und führten sorgfältige historische Aufzeichnungen. Der gefeiertste chinesische Historiker alter Zeiten war der Palasteunuch Sima Qian (ca. 145-86 v. Chr.) während der Han-Dynastie, der einen enormen Eifluß auf die spätere chinesische Geschichtsschreibung hatte und darauf, wie die Chinesen ihre eigene Zivilisation sehen. Sein großes Werk <em>Aufzeichnungen des Großen Historikers</em> wird laut Hart “allgemein als allem überlegen betrachtet, was europäische Historiker vor der Neuzeit geschrieben haben.”</p>
<p>Wie Bruce G. Trigger in seinem ausgezeichneten Werk <em>A History of Archaeological Thought</em>, zweite Ausgabe, feststellt, hoben die konfuzianischen Gelehrten in China die Vergangenheit als Anleitung für moralisches Verhalten hervor und machten historische Studien zu einem wichtigen Bestandteil der sich vereinigenden chinesischen Kultur.  Bronzegefäße und Jadeschnitzereien aus der alten Shang-Dynastie wurden in gleicher Weise als Prestigeobjekte geschätzt wie antike Vasen oder Statuen im klassischen Mittelmeerraum. Und doch entwickelten die Chinesen kein mit der europäischen Archäologie vergleichbares spezifisches Repertoire an Techniken für Bergung und Studium solcher Artefakte. Selbst die Griechen und Römer taten das nicht; sie konnten antike Kunstwerke sammeln, aber sie entwickelten keine systematische Wissenschaft, die dem Studium physischer Überbleibsel aus der Vergangenheit gewidmet war. Laut Trigger</p>
<p>“bewunderten wohlhabende Römer die Werke talentierter griechischer Künstler und waren bestrebt, die Originale oder gute Kopien davon zu kaufen. Dieses Interesse inspirierte den historischen Bericht des römischen Autors Plinius des Älteren (23-79 v. Chr.) über griechische Kunst und Künstler. Und doch machten die Gelehrten trotz eines wachsenden Interesses an antiken Kunstwerken keine Anstrengungen, solche Artefakte systematisch zu bergen oder zu sammeln, noch wurden Artefakte – mit der bemerkenswerten Ausnahme weniger Werke wie das von Plinius über die Kunst – zu einem speziellen Gegenstand der Analyse…. Gebildete Griechen und Römer waren sich bewußt, daß die Kultur der fernen Vergangenheit anders gewesen war als die der Gegenwart, und schätzten die feinen Kunstwerke aus früheren Zeiten als Sammlerstücke. Und doch entwickelten sie keinen Sinn dafür, daß diese Objekte eine Basis dafür sein könnten, mehr über die Vergangenheit zu lernen, da schriftliche Aufzeichnungen und mündliche Überlieferungen verwendet wurden.”</p>
<p>Es gab in der griechischen Wissenschaft eine allgemeine Lücke zwischen Theorie und Praxis und eine starke Abneigung unter Intellektuellen gegen das Studium weltlicher Objekte. Die Archäologie wurde im frühneuzeitlichen Europa geschaffen, angefangen mit dem Wachstum der Antiquare von der Renaissance bis zur Aufklärung. Der einflußreiche deutsche Antiquar Johann Winckelmann (1717-1768) studierte sorgfältig die griechisch-römische Kunst und wird manchmal als “der erste Archäologe” bezeichnet. Während jedoch sein vergleichendes Werk einen großen Schritt vorwärts beim systematischen Studium der Vergangenheit darstellte, war er nicht am Alltagsleben der Alten interessiert und studierte die Objekte abgesondert von ihrem archäologischen Zusammenhang. “Daher mag in vieler Weise die Behauptung, daß er der Begründer der Kunsthistorie gewesen sei, sogar noch angemessener sein als die, daß er der Vater der klassischen Archäologie war. Winckelmann war eindeutig verantwortlich für die Etablierung einer engen und dauerhaften Beziehung zwischen den klassischen Studien und dem, was die separate Disziplin der Geschichte werden sollte.”</p>
<p>Das achtzehnte Jahrhundert erlebte mehr systematische archäologische Ausgrabungen, besonders an den verschütteten römischen Orten Herculaneum und Pompeii nahe Neapel, aber die prähistorische Archäologie wurde in den frühen 1800ern durch den Gelehrten Christian Jürgensen Thomsen (1788-1865) aus Dänemark geboren. Obwohl er von früheren Ideen und den Idealen der Aufklärung inspiriert war, war es Thomsen, der das höchst einflußreiche System der drei Zeitalter entwickelte (Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit). Während der Napoleonischen Kriege war die dänische Flotte von den Briten zerstört worden, daher brauchten die Dänen nationalen Trost und Beruhigung aus ihrer Vergangenheit. Seine Bedeutung wird in historischen Berichten oft unterbewertet, aber “Thomsons Werk begründete den chronologischen Durchbruch, der das Studium der Vorgeschichte auf eine wissenschaftliche Basis stellte. Seine Arbeit war für die Entwicklung der prähistorischen Archäologie so fundamental, wie es die größeren theoretischen Entdeckungen in historischer Geographie und Biologie wärend des neunzehnten Jahrhunderts gewesen war.”</p>
<p>Im Vergleich zum Westen waren die Chinesen ein auffallend praktisches Volk, das relativ wenig Interesse an purer Mathematik oder Theologie hatte und keine Religionskriege europäischer Art führte. Sie machten viele nützliche praktische Erfindungen, von der Papierherstellung über Blockdruck, Magnetkompaß, Gußeisen, Porzellan, Schubkarren und Kanalschleusentore bis zur Verwendung von Kohle als Brennstoff.</p>
<p>Als Schreibmaterial war Bambus sperrig und Seide teuer. Mit der Erfindung des Papiers hatte China ein besseres und billigeres Schreibmaterial als alles, was sonstwo auf der Welt verwendet wurde, obwohl eine gewisse Art von Rindenpapierbüchern von den Mayas und anderen im präkolumbianischen Mittelamerika hergestellt wurde. Hart glaubt, daß die Einführung des Papiers teilweise erklärt, warum China in der Periode, die dem Mittelalter in Europa entspricht, so dynamisch war. Im Gegensatz dazu wird die berühmte Große Mauer von China etwas überbewertet. Die Autorin Julia Lovell erklärt im Buch <em>The Great Wall: China Against the World, 1000 BC — AD 2000</em>:</p>
<p>“Mauerbau war im allgemeinen eine unpopuläre Entscheidung, weil er mit Niederlage und politischem Zusammenbruch in Verbindung gebracht wurde, mit kurzlebigen Kaiserhäusern wie den brutalen Qin (221-206 v. Chr.) — dem ersten Regime, das eine mehr oder weniger durchgehende Barriere durch Nordchina errichtete – oder den Sui (581-618). Und die Große Mauer hat einfach nicht so gut als Barriere zum Schutz Chinas vor marodierenden Barbaren funktioniert. Seit Mauern erstmals entlang chinesischer Grenzen gebaut worden waren, hatten sie niemals mehr als einen zeitweiligen Vorteil gegen entschlossene Angreifer und Plünderer geboten. Als Dschingis Khan und seine Mongolenhorden China im dreizehnten Jahrhundert eroberten, erwiesen sich Grenzmauern als geringes Hindernis. Die Große Mauer bot den größten Mauerbauern von allen, der Ming-Dynastie, keinen Schutz vor ihren bedrohlichsten Feinden, den Mandschus aus dem Nordosten, die China von 1644 an als Qing-Dynastie regierten. Invasoren konnten Umwege um starke Befestigungen machen, bis sie Schwachstellen oder Lücken fanden, oder weniger mühevoll einfach chinesische Amtsträger bestechen, damit sie die Forts der Großen Mauer öffneten. Als die Mandschus 1644 beschlossen, ihren finalen Vorstoß auf Peking durchzuführen, wurden sie von einem unzufriedenen chinesischen General durch einen Paß der Großen Mauer gelassen.”</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1014" title="Great_Wall_of_China" src="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/great_wall_of_china.jpg?w=614&#038;h=461" alt="Great_Wall_of_China" width="614" height="461" /></p>
<p>Die Große Mauer könnte man mit der Maginotlinie vergleichen, dem ausgeklügelten System von Betonbunkern, Tunnels und Maschinengewehrstellungen, das Frankreich nach dem Ersten Weltkrieg entlang seiner Ostgrenze errichtet hatte. Diese teuren Befestigungsanlagen boten den Franzosen wenig effektiven Schutz, als die Deutschen sie während des 2. Weltkrieges umgingen und trotzdem in Frankreich einmarschierten. Als die Chinesen ihre Große Mauer bauten, wendeten sie eine sehr große Menge finanzieller und menschlicher Ressourcen für etwas auf, das am Ende nicht sehr wirksam war. Als die Chinesen das Papier und gedruckte Bücher aus Papier erfanden, änderten sie den Lauf der menschlichen Geschichte. Manchmal ist die visuell spektakulärste Schöpfung nicht notwendigerweise die historisch bedeutsamste.</p>
<p>Eine beeindruckende Leistung des chinesischen Ingenieurswesens, die tatsächlich so funktionierte wie beabsichtigt, war der Große Kanal, der später verlängert worden war und sich jetzt von Peking bis Hangzhou erstreckt, über grob 1,770 km. Der japanische buddhistische Pilger und Schriftsteller Ennin (ca. 794-864), der in Japan besser bekannt ist als Jikaku Daishi, war einer der vielen Besucher, die vom schieren Ausmaß des Großen Kanals beeindruckt war. Nichtsdestoweniger waren die Chinesen in der Architektur “relativ spät dran in der Verwendung des Bogens und der Kuppel; und obwohl sie viele attraktive Wohnhäuser und andere Gebäude errichteten, bauten sie nichts, das mit dem Parthenon in Athen, der Hagia Sophia in Konstantinopel oder den großartigen Kathedralen des mittelalterlichen Europas wetteifern könnte.”</p>
<p>In scharfem Kontrast zur eindrucksvollen Liste großer praktischer Erfindungen stand die relative Spärlichkeit größerer chinesischer Errungenschaften in Wissenschaft und Mathematik. Sie litten an einem allgemeinen Mangel an Interesse für Theorie in der Wissenschaft. Zum Beispiel waren die Chinesen genau beim Führen astronomischer Aufzeichnungen, aber sie schufen nie eine ausgearbeitete theoretische Struktur und folgerten niemals, daß die Erde rund ist. Daß sie das nicht taten, machte bedeutenden Fortschritt in der Astronomie schwierig. Im Jahr 1600 n. Chr. lag die chinesische Astronomie mindestens 2.000 Jahre hinter dem Westen zurück. Die Chinesen leisteten auch keine größeren Beiträge zur Physik, Chemie oder Geologie.</p>
<p>In Zeiten politischer Stärke expandierte China in benachbarte Territorien im unmittelbar angrenzenden Süden und Westen, besonders in Xinjiang und Zentralasien wie auch in Vietnam. Es gab einige Ausnahmen, die hauptsächlich mit der Einführung des Buddhismus zu tun hatten, als einige Gelehrte nach Indien gingen, aber im allgemeinen zeigten die Chinesen wenig Interesse an Erkundung darüber hinaus. Es gab die berühmten Schiffsexpeditionen im Indischen Ozean während der Ming-Dynastie im frühen fünfzehnten Jahrhundert, die von Männern wie dem Admiral Zheng He (1371-1433)  geführt wurden und bis zur Ostküste Afrikas kamen. Und doch war der ganze Grund dafür, daß diese Expeditionen so viel Aufsehen erregten, genau der, daß sie ein seltenes Ereignis darstellten. Das Projekt fand vergleichsweise spät statt und wurde schließlich beendet. Behauptungen, daß die Chinesen Amerika vor Kolumbus 1492 erreicht hätten, sind nicht überzeugend. Falls überhaupt, dann hätten sie eurasische Massenseuchen mitgebracht, was bedeutet, daß in diesem Fall viele der amerikanischen Ureinwohnervölker an Pocken gestorben wären, bevor noch die Europäer dorthin kamen.</p>
<p>Die Chinesen brachten viele schöne Landschaftsmalereien hervor, großartige Kalligraphien und eine sehr umfangreiche Literatur über Philosophie, Poesie, Fiktion und Geschichte. Relativ wenige dieser Werke werden heute von Nichtchinesen gelesen, von denen eines das <em>Tao Te Ching</em> (“<em>Der Klassiker des Weges und seiner Macht”</em>) ist, welches Lao Tzu oder Laozi (Laotse) zugeschrieben wird, der als der Begründer des Taoismus gilt, einige konfuzianische Klassiker und vor allem <em>Die Kunst des Krieges</em> von Sun Tzu, das nach universaler Zustimmung die größte Abhandlung über die Psychologie der Kriegführung ist, welche jemals in irgendeiner Sprache geschrieben wurde.</p>
<p>Keine praktischen Erfindungen von vergleichbarer Bedeutung wie Papier, Buchdruck oder Schießpulver wurden jemals in der islamischen Welt gemacht. Mehr noch, buchstäblich alle der bewundernswerten Bestandteile dieser Zivilisation wurden von den Chinesen selbst geschaffen, wogegen die Moslems sich stark auf Wissen stützten, das von anderen geschaffen worden war – den alten Griechen, Byzantinern, Persern, Hindus und Chinesen. Michael H. Hart bewertet die chinesische Zivilisation als die einzige, die sich mit der europäischen messen kann:</p>
<p>“Die Chinesen schufen — buchstäblich ohne Hilfe von Außenseitern — eine komplexe und vollständige Zivilisation, mit einer glatt funktionierenden Regierung und vielzähligen Errungenschaften in Technologie, Bauwesen, Literatur, Kunst und Philosophie. Sie hatten eine breite Vielfalt ausgebildeter Handwerker; sie unterhielten große, mächtige Armeen, und sie schufen ein Schulsystem, ein Netzwerk von Straßen, eine ausgeklügelte (und köstliche) Küche und all die anderen Attribute einer verfeinerten Zivilisation. Im allgemeinen genossen die Chinesen mehr innere Einheit als Europa. Europa hatte gewöhnlich aus vielen unabhängigen Staaten bestanden, die einander oft bekämpften. Im Gegensatz dazu ist China gewöhnlich politisch geeint gewesen. Zwischen 600 und 1300 n. Chr. war China eindeutig wohlhabender als der Westen. Deshalb ist oft festgestellt worden, daß China (bis zum Aufstieg der modernen Wissenschaft in den letzten fünf Jahrhunderten) <em>gewöhnlich</em> fortschrittlicher gewesen ist als der Westen. Diese Feststellung ist jedoch unrichtig. Erstens lag China selbst in dieser Zeitperiode in Mathematik und Wissenschaft weit hinter dem Westen zurück. Zweitens war das Intervall von  600-1300 n. Chr. untypisch. Während <em>des Großteils</em> der aufgezeichneten Geschichte – und während des Großteils der letzten zehntausend Jahre – ist China sowohl in Technologie als auch in den Künsten klar hinter der westlichen Welt zurückgelegen.”</p>
<p>Aber dennoch gab es keine chinesischen Entsprechungen zu Kopernikus, Newton, Bach, Mozart, Beethoven, Michelangelo, Leonardo da Vinci, Kolumbus oder Magellan. In der antiken Welt gab es auch keine zu Pythagoras, Archimedes, Euklid, Hipparchus oder Ptolemäus.</p>
<p>Während der ungewöhnlich dynamischen Song-Dynastie (960-1279) gaben sie die ersten Banknoten (Papiergeld) heraus und verzeichneten den ersten bekannten Gebrauch von Schießpulver und des Magnetkompasses. Laut Arnold Pacey in <em>Technology in World Civilization</em>, “war China im Jahr 1100 unzweifelhaft die technisch ‘fortschrittlichste’ Region der Welt, besonders in Hinblick auf die Verwendung von Koks zur Eisenverhüttung, Kanaltransport und landwirtschaftliche Geräte. Brückenkonstruktion und Textilmaschinen hatten sich auch schnell entwickelt. In all diesen Bereichen waren im China des elften Jahrhunderts Techniken in Gebrauch, die keine Parallele in Europa bis um 1700 hatten.”</p>
<p>Jedoch begann während der Song-Dynastie die schmerzhafte Praxis der Fußabbindens, die bis ins zwanzigste Jahrhundert andauerte und zahllose chinesische Frauen betraf, und verbreitete sich vom zehnten oder elften Jahrhundert an schnell. Konfuzianische Gelehrte fanden daran nichts auszusetzen. J. M. Roberts’ <em>The New Penguin History of the World</em> vernachlässigt etwas die negative Auswirkung des islamischen Dschihad, ist aber dennoch lesenswert. Wie Roberts aufzeigt, wird die Geschichte der Frauen oft von Voreingenommenheit der Dokumentation verdunkelt, aber besonders in China:</p>
<p>“Wir hören wenig von ihnen, selbst in der Literatur, außer in traurigen kleinen Gedichten und Liebesgeschichten. Und doch müssen sie vermutlich etwa die Hälfte der Bevölkerung ausgemacht haben, oder vielleicht etwas weniger, denn in schweren Zeiten wurden weibliche Babies von armen Familien zum Sterben ausgesetzt. Diese Tatsache charakterisiert vielleicht den Platz der Frauen in China bis in sehr junge Vergangenheit einnahmen, noch besser als die vertrautere und oberflächlich auffallendere Praxis des Fußabbindens, die groteske Deformationen verursachte und eine hochgeborene Dame fast unfähig zum Gehen machen konnte. Noch ein weiteres China, das durch die Natur der etablierten Tradition ziemlich von der historischen Betrachtung ausgeschlossen blieb, war das der Kleinbauern. Sie werden nur als Zahlen in den Volkszählungsergebnissen und bei Ausbrüchen von Revolten schattenhaft sichtbar; nach den Tonfiguren der Han-Zeit gibt es in der chinesichen Kunst wenig, das sie offenbart, und sicherlich nichts, das der ununterbrochenen (und oft idealisierten) Darstellung des gewöhnlichen Mannes auf dem Feld gleichkommt, wie sie von der mittelalterlichen europäischen Buchmalerei über die Mundartliteratur bis zur Romantik und bis zu den Bauernmotiven der frühen Impressionisten durchläuft.”</p>
<p>All dies bedeutet nicht, daß der Rest Asiens technisch primitiv war, aber Chinas Rolle war unverhältnismäßig groß. Was kam aus China in den Westen? Professor Derk <a href="http://afe.easia.columbia.edu/chinawh/web/s10/gifts.pdf" target="_blank">Bodde</a> zählt eine Anzahl von Ideen und Innovationen auf, vom Porzellan, Tee, Papier und Schießpulver bis zu Domino, Spielkarten und dem Schattenspiel. Lack ist, wie Seide, eines der Produkte, die man am längsten aus China kennt. Er wird aus dem Saft eines in China heimischen Baumes erzeugt und dazu verwendet, dekorative Muster auf hölzerne Kisten und andere Objekte zu malen. Die europäische Agrarproduktion wurde nach der Einführung landwirtschaftlicher Werkzeuge wie dem Streichblechpflug stark verbessert. Die Niederländer und andere Europäer sahen, daß der chinesische Pflug sich nicht für ihren Bodentyp eignete, aber chinesische und asiatische Prototypen regten sie zu neuen Konstruktionen und Windfegen (Maschinen zur Trennung von Spreu und Weizen) an.</p>
<p>Auch wenn man eine Anzahl praktischer Innovationen finden kann, die aus China in den Westen kamen, so kamen doch sehr wenige theoretische wissenschaftliche Ideen aus Ostasien. Mehr noch, man könnte mit Recht sagen, daß China inzwischen dem Westen mehr Wissenschaft und Technologie verdankt als umgekehrt. Arnold Pacey gibt zu, daß  “…die bedeutendsten Entwicklungen in Asien die technischen Bücher waren, die in Japan im siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert veröffentlicht wurden, eine Handvoll chinesischer wissenschaftlicher Arbeiten sowie sehr gelegentliche Fälle in Indien wie die Verwendung von Modellen beim Entwurf des Tadsch Mahal in den 1630ern und die systematische Verwendung maßstäblicher Zeichnungen durch einige Schiffbauer gegen Ende des achtzehnten Jahrhunderts. Aber solche Beispiele sind selten und vereinzelt. Das große Übergewicht neuen technologischen Potentials, das durch die gesteigerte Fähigkeit erzeugt wurde, technische Probleme in Begriffe zu fassen, fiel dem Westen zu.”</p>
<p>Geographische Faktoren trugen zur frühen kulturellen und politischen Vereinigung Chinas bei, was im zergliederteren Terrain Europas schwierig war. Wie Jared Diamond in <em>Guns, Germs, and Steel</em> feststellt, brachte die “Sinifizierung” Ostasiens die “drastische Homogenisierung einer riesigen Region” und die Neubevölkerung des tropischen Südostasiens durch Menschen chinesischen Ursprungs mit sich:</p>
<p>“Einige Entwicklungen breiteten sich in China von Süden nach Norden aus, besonders die Eisenverhüttung und der Reisanbau. Aber die vorherrschende Ausbreitungsrichtung war von Norden nach Süden. Dieser Trend ist am eindeutigsten beim Schriftebrauch… Alle drei der ersten Dynastien Chinas, die Xia-, Shang- und Zhou-Dynastie, entstanden im zweiten vorchristlichen Jahrtausend in Nordchina. Erhaltene Schriften aus dem eresten vorchristlichen Jahrtausend zeigen, daß ethnische Chinesen bereits damals dazu neigten (wie es viele heute noch tun), sich gegenüber den nicht-chinesischen ‘Barbaren’ kulturell überlegen zu fühlen, während Nordchinesen dazu tendierten, sogar Südchinesen als ‘Barbaren’ zu betrachten.”</p>
<p>Obwohl Südostasien ursprünglich von dunkelhäutigen Völkern vergleichbar einigen neuguineischen Gruppen bevölkert war, gibt es heute nur mehr wenige neuguineaartige Volksgruppen in dieser Region, darunter die Negritos, die in den Bergregionen der Philippinen leben. Der Rest ist mehr oder weniger vollständig ausradiert worden. Wie Diamond schreibt, “vollendete die historische Südexpansion der Burmesen, Laoten und Thais aus Südchina die Sinifizierung des tropischen Südostasiens. All jene heutigen Völker sind neuzeitliche Ableger ihrer südchinesischen Vettern. So überwältigend war diese chinesische Dampfwalze, daß die früheren Völker des tropischen Südostasiens nur wenig Spuren in den heutigen Bevölkerungen der Region hinterlassen haben.”</p>
<p>Bezüglich der indoeuropäischen Expansion unterstützt Michael H. Hart die von Gelehrten wie der Archäologin Marija Gimbutas (1921-1994, geboren in Wilnius, Litauen, und später in den USA ansässig) verfochtene Hypothese, daß das ursprüngliche Heimatland der Protoindoeuropäer in der Region der südlichen Ukraine und Rußlands nördlich des Schwarzen Meeres lag. Gimbutas identifizierte die frühen Sprecher des Protoindoeuropäischen mit den sogenannten Kurganleuten, die dort nach 4.000 v. Chr. lebten. Diese Menschen erhielten ihren Namen von den niedrigen Hügeln, den <em>Kurganen</em>, in denen sie oft ihre Toten bestatten. Sprecher eines frühen indoeuropäischen Zweiges, der sich später zum Griechischen entwickeln würde, kamen wahrscheinlich zwischen 2.200 – 2.000 v. Chr. von Norden nach Griechenland, wo wir Spuren in den archäologischen Belegen finden können, die auf ein gewaltsames Eindringen schließen lassen. Die alten Griechen selbst erwähnten ein früheres Volk (die <em>Pelasgier</em>), die vor ihnen in Griechenland gelebt hatten, obwohl die genaue Natur dieser Leute und ihrer Kultur immer noch eine umstrittene Sache ist. Wie können wir die Ausbreitung der indoeuropäischen Sprachen in so viele Regionen und Geländeformen erklären?</p>
<p>“Die einfachste Erklärung ist die, daß die ursprünglichen Sprecher des Protoindoeuropäischen im Durchschnitt eine beträchtlich höhere Intelligenz besaßen als die meisten der Völker, die sie besiegten (einschließlich der Ägypter, Babylonier, Assyrer, Karthager, Phönizier, Pelasgier, Tartesser, Iberer, Etrusker, Berber und drawidischsprachigen Völker), die sich alle in milderen Klimata entwickelt hatten als die Vorfahren der Indoeuropäer. Diese Hypothese hat den zusätzlichen Vorteil, daß sie auch für die neuzeitliche Expansion der Indoeuropäer zutrifft und auch ihre bemerkenswerten intellektuellen Errungenschaften erklärt. Keine andere Hypothese kommt der Erklärung all dieser Phänomene nahe.”</p>
<p>Während die Grundannahme richtig sein könnte,  finde ich persönlich sie ein wenig simplistisch, nachdem die indoeuropäischen Sprachen auch die Muttersprachen der nördlichen Völker verdrängten, die vermutlich einen mindestens so hohen Intelligenzquotienten hatten wie die Ukrainer. Man glaubt, daß das Baskische die einzige überlebende prä-indoeuropäische Sprache auf dem ganzen europäischen Kontinent ist. Das baskische Volk bewohnt die Pyrenäen in Nordspanien und im südwestlichen Frankreich. Ihre Sprache hat keine bekannten Verwandten und enthält Wörter für Axt und andere Werkzeuge, die die Wurzelbedeutung “Stein” enthalten. Sie ist vielleicht ein direkter Abkömmling der Sprachen, die während der Steinzeit in einigen Regionen Europas gesprochen wurden. Heißt das, daß die Basken einen einzigartig hohen Intelligenzquotienten haben, nachdem ihre Sprache allein überlebte?</p>
<p>In diesem Zeitalter der DNS-Analyse können einige frühere Befunde der vergleichenden Sprachwissenschaft mittels Genetik bestätigt werden. Im Jahr 2008 berichtete <a href="http://www.foxnews.com/story/0,2933,331949,00.html" target="_blank">Fox News</a>,  daß eine von der Cornell University geführte Studie herausgefunden hatte, daß weiße (europäische) Amerikaner genetisch schwächer und weniger verschiedenartig sind als ihre schwarzen Landsleute. Dies folgt der ersten Regel der Political Correctness, die besagt, daß es keine bedeutenden genetischen Unterschiede zwischen Menschengruppen gibt, und wenn es welche gibt, daß Weiße immer minderwertig sein müssen. Ich bin froh, daß unsere schwachen Gene die Europäer nicht davon abgehalten haben, Individuen wie Galileo, Kopernikus, Newton, Beethoven und Pasteur hervorzubringen.</p>
<p>Die Studie zeigte, daß die genetische Vielfalt am größten unter Afrikanern war und am geringsten unter amerikanischen Ureinwohnern. Dies stimmt mit der Tatsache überein, daß Nord- und Südamerika die letzten größeren Landmassen waren, die von Menschen besiedelt wurden. Die Studie zeigte auch, daß Basken mit niemand anderem genetisch eng verwandt sind. Einer Kombination linguistischer und genetischer Beweise nach zu urteilen, hat das baskische Volk einen starken Anspruch darauf, die älteste separate Nation Europas zu sein.</p>
<p>Während der ganzen Geschichte sind in den meisten Fällen, wo Menschen aus einer Region eine andere erobert haben, “Nordländer” in südlichere Ländern einmarschiert.  China ist niemals von den volkreichen Nationen südlich davon erobert, sondern wiederholt aus dem Norden angegriffen worden. In zwei Fällen – der Mongolen und der Mandschus – eroberten nördliche Invasoren ganz China. Innerhalb Chinas selbst waren es die Nordländer, die als erste ein geeintes Land schufen, indem sie das südliche China eroberten. Indien ist trotz seiner großen Bevölkerung niemals in die Länder in seinem Norden einmarschiert, sondern hat selbst wiederholt Invasionen aus dem Norden und Nordwesten erlebt. Die drei indischen Dynastien, die der Herrschaft über den gesamten Subkontinent am nächsten kamen (die Mauryas, die Guptas und die Moguln) hatten ihren Ursprung alle im Norden. Hart zufolge “ist die offensichtliche – und, wie ich glaube, die richtige – Erklärung für die militärische Übelegenheit der nördlichen Völker die höhere Intelligenz jener Völker im Vergleich mit den Bewohnern tropischerer Regionen.”</p>
<p>Michael H. Hart gibt zu, daß die moslemischen Eroberungen ein größeres Gegenbeispiel zu dieser allgemeinen Regel darstellen. Es stimmt, daß Moslems es niemals schafften, eine dauerhafte Kontrolle über Europa zu errichten, wie sie es nin Nordafrika und im Nahen Osten taten, aber die Auswirkung vieler Jahrhunderte islamischen Dschihads auf die Nationen Südeuropas war weit davon entfernt, marginal zu sein. Was die Mongolen betrifft – sobald sie den trockeneren und kälteren Bereich der Berge verließen, wurden sowohl die Krieger als auch die Pferde geschwächt und krank. Es gelang ihnen nicht, ihre erfolgreiche, auf Pferde gestützte Strategie an das Meer anzupassen, und sie eroberten den Großteil Indiens und Südostasiens niemals. Daß sie den Iran und Irak eroberten, aber 1260 von den ägyptischen Mameluken besiegt wurden, kann man keinen IQ-Unterschieden zuschreiben.</p>
<p>Manche werden sagen, daß die Masseneinwanderung vieler Menschen mit niedrigem IQ in mehrheitlich weiße westliche Länder an der Wende zum einundzwanzigsten Jahrhundert ein weiteres größeres Gegenbeispiel ist, aber diese Entwicklung stellt eine solche Anomalie in der Weltgeschichte das, daß sie als Sonderfall behandelt werden muß. Westliche Nationen sind nicht militärisch besiegt worden. Diese Einwanderer/Kolonisten hätten sich nicht in diesen Ländern ansiedeln können, wenn sie nicht den gestörten Altruismus und die politisch-ideologischen Schwächen des modernen Westens ausnützen könnten, und sie haben immer wesentliche Hilfe von hochintelligenten Gruppen innerhalb des Westens erhalten, darunter von weißen Marxisten.</p>
<p>Skandinavische (altnordische) Wikinger dominierten ab dem späten achten Jahrhundert viel von Nordeuropa, sowohl durch Handel als auch durch Plünderung. Zu Hause waren sie freie Bauern. Das Wikingerzeitalter endete im elften nachchristlichen Jahrhundert, als sie sich im Ausland stärkeren Staaten gegenübersahen und der Christianisierung zu Hause, worauf Skandinavien in die christliche Zivilisation Europas integriert wurde.  Von Schweden aus zogen sie oft die Flüsse Osteuropas hinab zum Schwarzen Meer und nach Kiew und gründeten das, was später der russische Staat werden sollte. Norweger zogen nach Schottland, Irland und auf den Nordatlantik hinaus. Dublin war die reichste der norwegischen Kolonien in Irland.</p>
<p>Der Einfluß der Wikinger war auf den britischen Inseln besonders stark, sowohl in zerstörerischer als auch umgestaltender Weise. Von Dänemark aus überfielen sie die Normandie und die Bretagne und siedelten sich dort an. Die nordöstlichen und zentralen Teile Englands, wo sich die Wikinger niederließen, wurden als <em>Danelaw</em> bekannt, weil sich dort dänische Gesetze und Gebräuche anstatt englischer durchsetzten. Gelehrte argumentieren, daß einige Rechtsinstitutionen wie der Vorläufer des modernen Schwurgerichts ihren Ursprung im Danelaw gehabt haben könnten. <em>Danegeld</em> war eine englische Steuer, die eingehoben wurde, um sich von den dänischen Invasoren loszukaufen. Der dänische König Knut der Große (ca. 990-1035) beherrschte im frühen elften Jahrhundert einen großen Teil Englands.</p>
<p>Charles “der Einfältige” III (879-929) von Frankreich unterzeichnete im Jahr 911 einen Vertrag mit dem Wikingerführer Rollo über das, was entlang der Ärmelkanalküste Nordfrankreichs die Normandie werden sollte. Den Wikingern (“Nordmännern”) wurde dieses Territorium in der Hoffnung gegeben, daß sie zukünftige Wikingerüberfälle gegen Frankreich abwehren würden. Ihre Nachkommen gemischter französischer und norwegischer Abstammung, die Normannen, eroberten 1066 erfolgreich England.</p>
<div id="attachment_1019" class="wp-caption alignnone" style="width: 624px"><img class="size-full wp-image-1019" title="havhingsten_lista_til_egersund_mn004" src="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/havhingsten_lista_til_egersund_mn004.jpg?w=614&#038;h=439" alt="havhingsten_lista_til_egersund_mn004" width="614" height="439" /><p class="wp-caption-text">“Havhingsten fra Glendalough” (Seehengst von Glendalough), ein Nachbau eines der fünf bei Roskilde in Dänemark gefundenen Wikingerschiffe, vor Egersund in Westnorwegen. Dieses Schiff ist bis nach Irland gesegelt, wo das Original um 1042 herum nahe Dublin gebaut worden war.</p></div>
<p>Die Ursachen der Wikingerexpansion sind immer noch unbekannt, aber ihre Schiffe waren sicherlich ein kritischer Faktor in dieser Geschichte. Sie waren zu dieser Zeit vielleicht die schnellsten Fahrzeuge der Welt. Skandinavien und die Ostsee waren ursprünglich eine der entlegensten Regionen Europas, weit entfernt von der mittelmeerisch dominierten römischen Zivilisation. Felsritzungen aus der Zeit vor 1500 v. Chr. zeigen, daß der Bootsbau in dieser Region zumindest zu dieser Zeit schon bekannt war, aber es gibt keine Abbildungen eines Masts oder Segels. Geruderte Fahrzeuge wurden in den nordischen Ländern sehr früh abgebildet, aber die ersten Abbildungen von Segelfahrzeugen gab es erst um 600 n. Chr. auf der schwedischen Insel Gotland. Bald danach entwickelten sie bemerkenswert schnelle und manövrierfähige Segel- und Ruderschiffe, die auch auf Flüssen verwendet werden konnten und die es ihnen ermöglichten, sowohl Handel zu treiben als auch Überfälle durchzuführen und zu entkommen, ohne von den langsameren Schiffen der Einheimischen überholt zu werden.<br />
Die großen Flüsse, die kreuz und quer durch die europäische Halbinsel verliefen, boten ein Netzwerk von Routen, die die Ozeanausläufer miteinander verbanden. Nicht alle Flüsse waren leicht schiffbar, aber mit einiger Anstrengung war es möglich, sogar große Fahrzeuge zwischen schiffbaren Wasserwegen und um Stromschnellen herum über Land zu transportieren. Die Wikinger waren nicht die ersten Europäer, die das taten; der altgriechische Geograph Strabo erwähnte es Jahrhunderte früher. Nichtsdestoweniger sind ihre einzigartig beweglichen Langschiffe zum Symbol des Wikingezeitalters geworden. Else Roesdahl erklärt im Buch <em>The Vikings: Revised Edition</em>:</p>
<p>“Eine verläßliche Beschreibung des in Skandinavien verwendeten Haupttyps und einige Einblicke in dessen Spezialisierung kann auf der Basis der vielen entdeckten Schiffe und Bruchstücke erstellt werden. Dieser Haupttyp ist mit örtlichen Abänderungen auch in England und in den slawischen Regionen südlich der Ostsee gefunden worden. Er wurde an beiden Orten wahrscheinlich infolge skandinavischen Einflusses eigeführt. Die Schiffe, die Wilhelm der Eroberer, ein Wikingernachkomme, für seine Invasion Englands im Jahr 1066 gebaut hatte, waren vom selben Typ. Die Funde sagen uns auch, daß die Schiffe innerhalb Skandinaviens entsprechend örtlicher Naturgegebenheiten variierten, und es gibt Beweise dafür, daß sie sich technisch während des Wikingerzeitalters entwickelten. Segel scheinen während der Jahrunderte eingeführt worden zu sein, die dem Wikingerzeitalter vorausgingen, obwohl Segelschiffe damals in Westeuropa seit vielen Hunderten von Jahren in Gebrauch gewesen waren. In Skandinavien erlangten Segelschiffe schnell einen Grad der Verfeinerung, der für ihre Zeit herausragend war. Ohne Segel wären die weit ausgedehnten Unternehmungen der Wikinger unmöglich gewesen. Viele der Schiffe sind jetzt mittels Dendrochronologie datiert. Die besterhaltenen und berühmtesten Wikingerschiffe sind die großartigen norwegischen Bestattungsschiffe aus Oseberg und Gokstad in Vestfold.”</p>
<div id="attachment_1020" class="wp-caption alignnone" style="width: 663px"><img class="size-full wp-image-1020" title="Sigrid Storrada akter - Gumsviken harbour" src="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/sigrid-storrada-akter-gumsviken-harbour.jpg?w=653&#038;h=500" alt="Sigrid Storrada akter - Gumsviken harbour" width="653" height="500" /><p class="wp-caption-text">“Sigrid Storråda“ (Sigrid die Stolze), ein schwedischer Nachbau des Gokstadschiffes, in seinem Hafen in Gumsviken.</p></div>
<p>Die Dendrochronologie (Altersbestimmung anhand von Baumringen) zeigt, daß das guterhaltene Osebergschiff im Jahr 834 vergraben wurde. Das Gokstadschiff wurde unter einem Begräbnishügel bei einem Bauernhof in Vestfold gefunden und 1880 ausgegraben. Es ist 24 Meter lang, 5 Meter breit und sehr seetüchtig. Beide Schiffe können im Wikingerschiffsmuseum in Oslo besichtigt werden. Tønsberg in der Provinz (Fylke) Vestfold war wahrscheinlich in den 800ern gegründet worden und ist eine der ältesten immer noch existierenden Ortschaften in Skandinavien. Das Handelszentrum Hedeby im südlichen Dänemark blühte vom achten bis zum elften Jahrhundert. Birka westlich des heutigen Stockholm in Schweden war über die Ostsee und die Flüsse Osteuropas mit dem Schwarzen Meer, dem Byzantinischen Reich und dem Abbasidenkalifat verbunden. Die Nordmänner nannten das beeindruckende Konstantinopel Miklagard (“die Große Stadt”).</p>
<p>Nachdem sie lange Reisen unternommen hatten, auf denen sie überall Feinde abzuwehren hatten, ist es nicht überraschend, daß die Skandinavier zu dieser Zeit sich einen Ruf als wilde, entschlossene Krieger erwarben. Wie Timothy Gregory in <em><a href="http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/0631235132/brusselsjournal-20/ref=nosim" target="_blank">A History of Byzantium</a></em> sagt, litt das Byzantinische Reich an einem Niedergang seiner Wehrpflichtigenarmee. Aus diesem Grund “mußte der Staat sich mehr und mehr auf ausländische Söldner verlassen, zuerst auf Waräger aus Rußland, aber dann zunehmend auf Normannen aus Sizilien und Frankreich, Angelsachsen aus England und andere. Der Berühmteste von diesen war der Waräger Duzina, der ab 1034 bestätigt ist, zusammen mit angeworbenen Wikingern aus Rußland und schließlich Angelsachsen. Diese Elitegarde, deren Mitglieder besondere Waffen und Uniformen trugen, hatte ihr Quartier in Konstantinopel, nahm aber auch an Feldzügen teil.”</p>
<p>Die Warägergarde, die sowohl für ihre massiven Streitäxte wie auch für ihre Trunksucht bekannt war, verteidigte Konstantinopel während des schändlichen Vierten Kreuzzugs im Jahr 1024. Einer ihrer prominenten Mitglieder war der zukünftige König Harald Hardråde (1015-1066), der “harte Herrscher,” dessen Geschichte vom isländischen Dichter und Historiker Snorri Sturluson (1178-1241) in der <em>Heimskringla</em> erzählt wird. Harald nahm an einer Anzahl von Schlachten gegen Moslems teil und kehrte mit großem Reichtum nach Norwegen zurück. Darin war er nicht der einzige. Viele byzantinische Goldmünzen und islamische Silbermünzen sind in Skandinavien gefunden worden. Am meisten erinnert man sich seiner wegen seiner Invasion Englands mit mehreren hundert Langschiffen. Hardråde wurde 1066 in der Schlacht von Stamford Bridge in England getötet. Der Sieger Harold Godwinson (ca. 1022-1066) wurde selbst von Wilhelm dem Eroberer (ca. 1027-1087) und seinen Normannen in der Schlacht von Hastings im selben Jahr besiegt. Diese Geschichte ist auf dem schönen Wandteppich von  Bayeux verewigt worden.</p>
<p>Der nordische Erforscher Leif Eriksson, oder Ericson (ca. 975-ca.1020), Sohn des norwegischen Gesetzlosen Erich des Roten, der zwei norwegische Kolonien in Grönland gegründet hatte, war wahrscheinlich der erste Europäer, der in Nordamerika landete. In den 1950ern und 1960ern vom norwegischen Forscher Helge Ingstad (1899 – 2001) und seiner Frau, der Archäologin Anne Stine Ingstad (1918 – 1997) durchgeführte Forschungen identifizierten eine mittelalterliche norwegische Siedlung, die in Neufundland im östlichen Kanada gelegen hatte.</p>
<p>Wie der Autor Barry Cunliffe in <em>Europe Between the Oceans</em> feststellt, “war die skandinavische Diaspora des achten bis zehnten Jahrhunderts ein bemerkenswertes Phänomen, das in seiner Größenordnung ziemlich beispiellos war. In dem Moment, wo schwedische Wikinger den Kaspischen See überquerten, um in Bagdad Handel zu treiben, segelten Norweger auf der Suche nach geeignetem Land zum Siedeln in Amerika die Küste von Labrador hinunter. Die Skandinavier waren die ersten Europäer, die alle Meere Europas befahren hatten.”</p>
<p>Die einzige vormoderne ozeanische Erkundungstätigkeit, die sich mit der Expansion der Wikinger vergleichen kann, ist die polynesische Expansion von austronesischsprechenden Menschen. Man glaubt, daß der Ursprung der austronesischen Sprachfamilie in Taiwan vor der Südwestküste Chinas vor 3000 v. Chr. liegt. Sie verbreitete sich schubweise von Südostasien ausgehend  über all die verstreuten Inseln des Pazifischen Ozeans. Wie Jared Diamond in <em>Collapse</em> schreibt, “war die prähistorische polynesische Expansion der dramatischste Ausbruch menschlicher Forschungstätigkeit über See in der menschlichen Vorgeschichte….Bis um 1200 n. Chr. hatten die Polynesier jeden bewohnbaren Flecken Land in dem enormen Wasserdreieck des Ozens erreicht, dessen Eckpunkte Hawaii, Neuseeland und die Osterinsel sind…sowohl die Entdeckungen als auch die Siedlungstätigkeit wurden sehr sorgfältig geplant.”</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1021" title="Polynesian canoe replica 2" src="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/polynesian-canoe-replica-2.jpg?w=600&#038;h=572" alt="Polynesian canoe replica 2" width="600" height="572" /></p>
<p>Diese Erschließungstätigkeit war sehr herausfordernd und muß einen gewissen Mindest-IQ erfordert haben, um Kanus zu entwickeln, die solch lange Seereisen überstehen konnten. Australische Ureinwohner lebten Zigtausende Jahre nahe am Pazifischen Ozean, aber soweit wir gegenwärtig wissen, hatten sie niemals irgendetwas Ähnliches wie jene polynesischen Reisen unternommen, nicht einmal zum nahegelegenen Neuseeland.</p>
<p>In einem extremen Beispiel der experimentellen Methode, bei dem er sein eigenes Leben aufs Spiel setzte, um die Möglichkeit seiner Theorien zu beweisen, überquerte der norwegische Forscher und Autor <a href="http://www.kon-tiki.no/Ny/Dok_eng/E-Heyerdahl.html" target="_blank">Thor Heyerdahl</a> (1914-2002) mit seinem Balsafloß <em>Kon-Tiki</em> 1947 in einer Expedition den Großteil des Pazifischen Ozeans, von Südamerika bis zu den polynesischen Inseln. Er glaubte, daß diese Inseln von Südamerika aus besiedelt worden waren. Jedoch weisen sowohl linguistische als auch genetische Beweise stark darauf hin, daß die Völker, die die pazifischen Inseln bewohnen, südostasiatischer Herkunft sind. Was Heyerdahl aber mit dieser und späteren Fahrten bewies, war dies, daß transozeanische Kontakte mit etwas, das wir heute als relativ einfache Wasserfahrzeuge betrachten würden, zumindest theoretisch möglich waren.</p>
<p>Der beeindruckendste Aspekt der Wikingerexpansion ist der, wie die Skandinavier es schafften, nur wenige Generationen, nachdem sie erstmals mit dem Konzept von Segeln vertraut worden waren, einige der schnellsten Schiffe der Welt zu schaffen. Diese extrem schnelle innovative Reaktion ist nicht ohne Beispiel. Wie Diamond erwähnt, erreichten Feuerwaffen im Jahr 1543 Japan, als zwei portugiesische Abenteurer, bewaffnet mit Arkebusen (primitiven Gewehren) auf einem chinesischen Frachtschiff eintrafen. Die Japaner nahmen schnell eine einheimische Gewehrproduktion auf und “besaßen bis 1600 n. Chr. mehr und bessere Gewehre als jedes andere Land der Welt.” Dies traf auf den Widerstand ihrer zahlreichen und mächtigen Kriegerklasse, der Samurai, für die Schwerter als Klassensymbole galten, aber die Reaktion war nichtsdestoweniger beeindruckend. War diese extrem schnelle Innovationsrate, die in Japan in der jüngeren Zeit in der Elektronik wiederholt wurde, ein Produkt des hohen japanischen Intelligenzquotienten? Jared Diamond stellt diese Frage nicht, aber ich glaube, daß sie relevant ist.</p>
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			<media:title type="html">Graz Murinsel nachts Juni 2003</media:title>
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			<media:title type="html">Polynesian canoe replica 2</media:title>
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		<title>Warum haben die Europäer die moderne Welt geschaffen? &#8211; Teil 1</title>
		<link>http://fjordman.wordpress.com/2009/11/10/warum-haben-die-europaer-die-moderne-welt-geschaffen-teil-1/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 13:19:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BeforeDawn</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ von Fjordman    
 Druckversion (pdf)                                               
Teil 1                                                            
Übersetzung: BeforeDawn
Der Originaltext erschien am 19. 9. 2009 auf Gates of Vienna. 
In diesem Essay werde ich die Arbeiten und Theorien Jared Diamonds, vor allem seinen internationalen Bestseller Arm und Reich: Die Schicksale menschlicher Gesellschaften [engl.: Guns, Germs and Steel: The Fates of Human Societies, 1997 ] und, in geringerem Ausmass, sein [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fjordman.wordpress.com&blog=5190227&post=925&subd=fjordman&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><h4> von <em>Fjordman    </em></h4>
<h4><em> </em><a href="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/28d-warum-haben-die-europaer-die-moderne-welt-geschaffen-ie280a6pdf.pdf">Druckversion (pdf)</a>                                               </h4>
<h3>Teil 1                                                            </h3>
<p>Übersetzung: BeforeDawn</p>
<p>Der Originaltext erschien am 19. 9. 2009 auf <a href="http://gatesofvienna.blogspot.com/2009/09/why-did-europeans-create-modern-world.htm" target="_self"><em>Gates of Vienna</em>. </a></p>
<p style="text-align:justify;">In diesem Essay werde ich die Arbeiten und Theorien Jared Diamonds, vor allem seinen internationalen Bestseller <em>Arm und Reich: Die Schicksale menschlicher Gesellschaften</em> [engl.: <em>Guns, Germs and Steel: The Fates of Human Societies,</em> 1997 ] und, in geringerem Ausmass, sein 2005 erschienenes Buch <em>Kollaps: Warum Gesellschaften überleben oder untergehen </em> [engl.: <em>Collapse: How Societies Choose to Fail or Succeed</em>], mit dem Buch <em>Understanding Human History</em>  (2005) des amerikanischen Astrophysikers Michael H. Hart vergleichen. Diamonds Arbeit betont in starkem Maße die Wichtigkeit der Geographie, was in einigen Fällen hilfreiche Perspektiven eröffnet, aber nicht in allen. Hart betont die Unterschiede in der Intelligenz verschiedener ethnischer Gruppen und untersucht diese im Licht der Evolutionslehre. Ich werde auch aus den Büchern anderer Autoren zitieren, um die Bedeutung des Rechts, der Religion, des Bildungssystems, des Kapitalismus usw. einzuschätzen.</p>
<p style="text-align:justify;">Hin und wieder stehe ich Diamonds Schriften kritisch gegenüber, besonders seinen verallgemeinernden Schlussfolgerungen, das heißt aber nicht, dass ich glaube, dass alles falsch ist, was er sagt. Er hat recht, wenn er darauf hinweist, dass Umweltzerstörung weit davon entfernt ist, auf die westliche Zivilisation beschränkt zu sein, und er zögert nicht festzustellen, dass viele Gesellschaften in der ganzen Welt brutale Gewalt praktiziert haben.</p>
<p style="text-align:justify;">Wie auch andere mittelamerikanische Zivilisationen hatten die Maya keine Metallwerkzeuge, keine Segelboote, keine Räder und keine Haustiere, die groß genug gewesen wären, Lasten zu tragen oder einen Pflug zu ziehen, sie hatten aber dennoch vor dem sogenannten klassischen Zusammenbruch der Maya-Kultur nach dem Jahr 800 n. Chr., nach vorindustriellen Maßstäben,  eindrucksvoll hohe Bevölkerungsdichten. Nachdem die Entzifferung der Maya-Schriftzeichen am Ende des vorigen Jahrhunderts einen entscheidenden Durchbruch erfahren hat, ist jetzt unser Verständnis ihrer Gesellschaft und Kultur weit größer als es noch vor wenigen Generationen war. Diamond führt in seinem Buch Kollaps aus:</p>
<p style="text-align:justify;">&#8222;Archäologen haben lange Zeit geglaubt, die alten Maya seien sanfte und friedliche Menschen gewesen. Wir wissen jetzt, dass die Kriegführung der Maya intensiv und dauerhaft war und kein Ende fand, weil begrenzte Nahrungsmittelressourcen und Transportmöglichkeiten es für alle einzelnen Fürstentümer der Maya unmöglich machten, die gesamte Region in einem Reich zusammenzuschließen, in der Art und Weise, wie die Azteken und die Inkas Zentralmexiko, bzw.  die Andenregion, vereint haben. Gefangene wurden in sehr unangenehmer Weise der Folter unterzogen, wie es deutlich auf Monumenten und Wandgemälden dargestellt ist (wie z. B. durch das Herausreißen der Finger aus den Gelenkkapseln, durch das Ziehen von Zähnen, das Abtrennen des Unterkiefers, Abschneiden der Lippen und Fingerspitzen, Herausreißen der Fingernägel und Durchbohren der Lippen mit einem Stift) und die (manchmal Jahre später) in der Opferung der Gefangenen in gleichermaßen unangenehmer Weise gipfelte (wie etwa dadurch, dass die Gefangenen zu einer Kugel zusammengeschnürt und dann als Ball die steilen Steintreppen eines Tempels hinuntergerollt wurden).&#8220;</p>
<p style="text-align:justify;">Es ist interessant zu bemerken, dass westliche Beobachter häufig nicht-westlichen Kulturen zu viel guten Willen entgegenbringen und gar nicht, wie oft behauptet wird, &#8222;eurozentrisch&#8220; urteilen. Als ich jung war, wurde mir einmal gesagt, dass es in keiner Gesellschaft in der frühen Neuzeit regelmäßig praktizierten Kannibalismus gegeben habe, dies sei eine rassistische, kolonialistische Lüge, die von vorurteilsbeladenen Europäern erfunden worden sei, um andere Völker und Kulturen zu dämonisieren. Ein Beispiel dafür sei der &#8222;Freitag&#8220; genannte Kannibale, der in Daniel Defoes Roman <em>Robinson Crusoe</em> (1719) zum Christentum bekehrt wurde. Als ich älter wurde und begann, selbst Nachforschungen anzustellen, erkannte ich klar, wie falsch diese Behauptung war.</p>
<p style="text-align:justify;">In seinem Buch <em>This Horrid Practice: The Myth and Reality of Traditional Maori Cannibalism </em> beschäftigt sich der Neuseeländer <a href="http://www.stuff.co.nz/4644267a8153.html" target="_blank">Paul Moon</a> mit der in der generell sehr grausamen Gesellschaft der Maori anzutreffenden Tradition, einander aufzuessen. Moon, ein Professor für Geschichte an der <em>University of Technology</em> in Auckland, sagt, der Kannibalismus habe bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts angedauert. Er verschwand erst nach der Ankunft europäischer christlicher  Missionare. Auch Tötung von Kindern war verbreitet. Die Stämme brauchten Männer als Krieger, und Mütter töteten oft ihre Töchter, indem sie sie erstickten oder einen Finger in den noch weichen Schädel bohrten. Kannibalismus war Teil der Wut nach einer Schlacht. &#8222;Ein Argument war, dass den Feind einfach zu töten, um ihn zu bestrafen, zu wenig ist. Wenn man ihn aber zerhackt und ihn isst, um ihn dann zu Exkrementen werden zu lassen, das ist die größte Erniedrigung, die man ihm antun kann&#8220;, sagt Moon. Das Beweismaterial hierfür ist so überwältigend, dass es unangebracht wäre, so zu tun, als hätte es das nicht gegeben. Es ist zu wichtig, um es zu ignorieren.&#8220; </p>
<p style="text-align:justify;">Die Leiterin  des <em>Maori Studies Department</em> an der Universität in Auckland, Margaret Mutu, sagt, Kannibalismus sei in Neuseeland weit verbreitet gewesen. &#8222;Es hat ihn wirklich gegeben. Er ist in vielfältiger Weise in unseren Geschichten und Traditionen anzutreffen, eine Menge Ortsnamen beziehen sich darauf.&#8220; Sie sagt, der Kannibalismus der Maori sei von vielen Historikern nicht erwähnt worden, weil er mit der englischen Kultur nicht vereinbar war.</p>
<p style="text-align:justify;">Man hat uns gesagt, Europäer erfänden negative Stereotype über andere Völker. Man beachte, wie in diesem Fall &#8211; und dies ist nicht das einzige Beispiel, das sich hierfür finden lässt &#8211; die Europäer in Wirklichkeit die sehr realen Defekte anderer Kulturen herunterspielen, und dies sogar in der Kolonialzeit.</p>
<h4 class="mceTemp">
<dl class="wp-caption aligncenter">
<dt class="wp-caption-dt"><img title="Götzenverehrung und Kannibalismus in Südamerika, 1621" src="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/gotzenverehrung-und-kannibalismus-in-sudamerika-16211621.jpg?w=540&#038;h=357" alt="Götzenverehrung und Kannibalismus in Südamerika, 16211621" width="540" height="357" /></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Götzenverehrung und Kannibalismus in Südamerika, 1621</dd>
</dl>
</h4>
<p style="text-align:justify;">Wir wissen, dass Kannibalismus bei einer Reihe von Völkern Nord- und Südamerikas praktiziert wurde, dazu gehören höchstwahrscheinlich die prähistorischen Anasazi in den heutigen südwestlichen Vereinigten Staaten. Wie Diamond in seinem Buch <em>Kollaps</em> schreibt: &#8222;Das Vorkommen von Kannibalismus außerhalb von Notzeiten ist umstritten. Es wurde aber tatsächlich aus Hunderten von nicht-europäischen Gesellschaften zu der Zeit, als sie zuerst Kontakt mit Europäern hatten, berichtet. Die Praxis hatte zwei Formen: entweder wurden die Körper der im Krieg getöteten Feinde gegessen, oder aber die eigenen Verwandten, nachdem sie eines natürlichen Todes gestorben waren. Neuguineer, mit denen ich in den letzten 40 Jahren gearbeitet habe, haben mir ganz sachlich ihre kannibalistischen Praktiken beschrieben, haben ihren Abscheu über unsere westliche Bestattungsweise ausgedrückt, unsere Verwandten zu beerdigen, ohne ihnen die Ehre zu erweisen, sie zu essen, und einer meiner besten neuguineischen Arbeiter hat 1965 seinen Job bei mir gekündigt, um an dem Verzehr seines gerade gestorbenen künftigen Schwiegersohns teilzunehmen. Es gibt auch viele archäologische Funde von alten menschlichen Knochen in Zusammenhängen, die Kannibalismus annehmen lassen.&#8220;</p>
<p style="text-align:justify;">Jared Diamond schreibt in <em>Arm und Reich</em>, dass &#8222;… das Virus, das die Lachkrankheit (Kuru) im Hochland Neu Guineas verursacht, von einer Person, die verzehrt worden war, auf andere überging. Es wurde also durch Kannibalismus übertragen, wenn dort Babys den fatalen Fehler machten, sich die Finger abzulecken, nachdem sie mit der rohen Gehirnmasse gespielt hatten, die ihre Mütter gerade aus den toten Kuru-Opfern herausgeschnitten hatten, die aber noch nicht gekocht worden war.&#8220;</p>
<p style="text-align:justify;">Diamond, ein Evolutionsbiologe, weist keineswegs die Möglichkeit zurück, dass sich unter den verschiedenen ethnischen Gruppen im Laufe von Tausenden von Jahren ungleiche Intelligenzniveaus entwickelt haben könnten, aber er besteht darauf, dass, wenn es solche Unterschiede gibt, dann die Europäer weniger intelligent seien als andere, da &#8222;die natürliche Auslese, soweit sie Intelligenz fördert, wahrscheinlich in Neuguinea weitaus strenger ist als in Gesellschaften mit dichterer Bevölkerung und komplexerer politischer Struktur, in denen die natürliche Auslese stattdessen in stärkerem Maße auf die Körperchemie eingewirkt hat…. Es gibt auch noch einen weiteren Grund, warum die Neuguineer vielleicht cleverer als die Westler sind. Moderne europäische und amerikanische Kinder verbringen einen großen Teil ihrer Zeit damit, sich passiv von Fernsehen, Radio und Kino unterhalten zu lassen…. Dies wirkt sich sicherlich als ein zusätzlicher, nicht-genetischer Faktor aus, der die durchschnittlichen mentalen Fähigkeiten der Neuguineer überlegen sein lässt. Das bedeutet also, dass hinsichtlich ihrer geistigen Leistungsfähigkeit die Neuguineer wahrscheinlich den Westlern genetisch überlegen sind.&#8220;</p>
<p style="text-align:justify;">Mr. Diamond hat nun  gerade festgestellt, dass bei den Neuguineern bis in die jüngste Zeit  Kannibalismus eine weitverbreitete Praxis war. Es formuliert dies als eine nüchterne Tatsachenfeststellung und gibt nicht klar zu erkennen, dass er dies missbilligt. Vielmehr scheint es, dass er in seinen Schriften dem Fernsehen kritischer als dem Kannibalismus gegenübersteht. Überdies denkt er, dass es moralisch abzulehnen ist, wenn jene, die gemeinhin als &#8222;weiße Suprematisten&#8220; bezeichnet werden, glauben, dass Menschen europäischer Abstammung eine höhere Intelligenz haben könnten als, sagen wir mal, australische Ureinwohner, aber offensichtlich hält er es für in Ordnung zu sagen, dass Neuguineer eine höhere Intelligenz haben als Europäer. Macht ihn das nun zum neuguineischen Suprematisten?</p>
<p style="text-align:justify;">Man kann Spuren des Konzepts &#8222;Kannibalismus&#8220; in der heutigen europäischen Kultur finden, zum Beispiel in der Geschichte von Hänsel und Gretel, einem der vielen traditionellen Märchen und volkstümlichen Erzählungen wie <em>Schneewittchen</em>, <em>Dornröschen</em> und <em>Aschenputtel</em>, die im 19. Jahrhundert von den einflussreichen deutschen Gelehrten und Sprachwissenschaftlern Jakob Grimm (1785-1863) und Wilhelm Grimm (1786-1859) gesammelt und verbreitet wurden. Allerdings wird in diesem von den Gebrüdern Grimm adaptierten Märchen die Vorstellung vom Menschenessen dem Bösewicht der Geschichte zugeschrieben, der bösen Hexe, und die Praxis wird als selbstverständlich unmoralisch und nicht hinnehmbar gesehen.</p>
<p style="text-align:justify;">Diamond deutet an, dass er in der Absicht schreibt, den &#8222;Eurozentrismus&#8220; aufzulösen, und er behauptet, dass Intelligenztests nur kulturelles Lernen messen, nicht aber angeborene Intelligenz. Untersuchungen haben jedoch zum Beispiel gezeigt, dass Leute mit höherem IQ klügere <a href="http://www.sciencedaily.com/releases/2009/04/090427193244.htm">ökonomische</a> Entscheidungen treffen. Richard Lynn und Tatu Vanhanen argumentieren in ihrem Buch <em>IQ and the Wealth of Nations</em> (2002), dass ein signifikanter Anteil an dem Unterschied im Wohlstand zwischen reichen und armen Ländern auf Unterschiede im nationalen Intelligenzquotienten zurückzuführen sind.</p>
<p style="text-align:justify;">Nach der schwedischen Professorin Annica Dahlström, einer Expertin in den Neurowissenschaften, finden sich Männer häufiger als Frauen an den extremen Enden der Intelligenzskala. Weibliche <a href="http://www.dn.se/opinion/debatt/langt-farre-kvinnliga-an-manliga-genier-1.450563">Genies</a> kommen vor, aber sie sind viel weniger häufig als männliche. Das feministische Establishment behauptet, dass sie ihren Status als Wissenschaftlerin missbraucht habe, um &#8222;Geschlechtsstereotypen&#8220; zu bestärken; Dahlström sagt jedoch: &#8222;Der Unterschied zwischen Jungen und Mädchen, hinsichtlich ihrer Biologie und ihres Gehirns,  ist größer als wie uns je vorgestellt haben.&#8220; Wir sind jetzt in der Lage, die Gehirnaktivitäten in Echtzeit zu erfassen und zu verfolgen. Unterschiede zwischen den Geschlechtern sind schon im Alter von drei Jahren klar erkennbar, wenn nicht noch früher. Die Gehirnzentren für verbale Kommunikation, für die Deutung von Mimik und Gestik, sind bei Mädchen schon in diesem frühen Alter weiter entwickelt. Nichtsdestoweniger wurde Larry Summers, Wirtschaftswissenschaftler und Präsident der renommierten Harvard-Universität in den USA, nach einer Rede zum Rücktritt gezwungen, in der er die Annahme nahelegte, dass die Tatsache, dass Frauen in den obersten Rängen der Naturwissenschaftler unterrepresentiert sind, auf &#8222;ein unterschiedlich häufiges Vorkommen von Spitzenbegabung&#8220; zurückzuführen sei.</p>
<p style="text-align:justify;">Professor <a href="http://www.dagogtid.no/nyhet.cfm?nyhetid=1101">Helmuth Nyborg</a>s Forschungen an der Universität in Århus (Dänemark) haben gezeigt, dass es Unterschiede zwischen den Geschlechtern in ihrer Intelligenzstruktur gibt. Dies hat massiven Widerstand seitens seiner Kollegen ausgelöst. Er stellt fest, dass &#8222;es im Reich der psychologischen Wissenschaft nicht erlaubt ist, über Intelligenz zu reden. Es ist hier praktisch nicht möglich,  Intelligenz zu messen, und es ist nicht möglich, Menschen nach ihrem Intelligenzquotienten einzustufen. Das ganze Feld der Intelligenz ist eine sogenannte ´No-go-area´.&#8220; Wenn man sich dennoch weigert, umzukehren, ist man ein böser Mensch. Wenn man auch noch Unterschiede zwischen anderen Kategorien von Menschen, nicht nur zwischen den Geschlechtern, untersucht, ist man unmoralisch und ein &#8222;Nazi&#8220;. Mit Sicherheit ist dies der Fall für weiße Wissenschaftler, jedoch interessanterweise nicht unbedingt für asiatische.</p>
<p style="text-align:justify;">Das Problem ist nun, dass diese Sichtweise logisch inkonsistent ist. Wenn man glaubt, dass Gott, oder irgendein göttliches Wesen oder eine göttliche Kraft, alle Menschen als gleiche geschaffen hat, dann macht es Sinn, über Rassismus zu reden. Wenn man hingegen glaubt, dass die Menschen das Resultat der Evolution sind, dann ist das ganze Konzept des &#8222;Rassismus&#8220; wissenschaftlich bedeutungslos. Der Westen am Beginn des 21. Jahrhunderts wird von Darwinisten beherrscht, die nicht an die Evolutionslehre glauben. Wer glaubt, dass dies ein Widerspruch in sich selbst ist, der möge die Aussage von <em>Reich und Arm</em> betrachten. Der Kern von Diamonds Glaubenssätzen ist, dass die Evolution seit Milliarden von Jahren im Gang ist, von einzelligen Organismen zu Elefanten und Walen geführt hat, dann aber wunderbarerweise vor 50.000 Jahren gestoppt hat; und man ist ein Böser, wenn man suggeriert, dass die Menschen auch danach noch evolutionären Prozessen unterworfen gewesen seien. Dies ist, logisch gesehen, völlig absurd, es ist aber dennoch heutzutage die nicht in Frage gestellte herrschende Ideologie in der Wissenschaft und den Medien des Westens.</p>
<p style="text-align:justify;">Diamond selbst versucht, eine Zusammenfassung seines gesamten Buches in einem Satz zu geben: &#8222;Die Geschichte hat für verschiedene Völker verschiedene Verläufe genommen wegen der Unterschiede in der Umwelt dieser Völker, nicht wegen biologischer Unterschiede zwischen den Völkern selbst.&#8220;</p>
<p style="text-align:justify;">Ja, aber was ist, wenn Unterschiede in der natürlichen Umwelt auch die Biologie verschiedener menschlicher Gruppen in einer mehr als oberflächlichen Weise verändert haben, also etwas, was anzunehmen die Evolutionslehre auch eigentlich nahelegt?</p>
<p style="text-align:justify;">Der Nahe Osten hat einen Reichtum an nützlichen lokalen Pflanzen und Tieren beherbergt. Vier Arten von großen Säugetieren &#8211; Ziege, Schaf, Schwein und Rind &#8211; wurden sehr früh im Fruchtbaren Halbmond domestiziert, möglicherweise früher als irgendein anderes Tier irgendwo sonst in der Welt außer dem Hund. Die Landwirtschaft wurde im Fruchtbaren Halbmond durch die Domestizierung von acht &#8222;Gründerarten&#8220; von Nahrungspflanzen begonnen, die Getreidearten Emmer, Einkorn, Gerste, die Hülsenfrüchte Linse, Erbse, Kichererbse, Linsenwicke und die Faserpflanze Flachs. Dank dieses Vorhandenseins von brauchbaren wilden Säugetieren und Pflanzen konnten die Menschen in dieser Region sich schnell ein kräftiges und ausgewogenes biologisches Sortiment für eine intensive Nahrungsmittelproduktion zusammenstellen, was wiederum zu komplexen, sozial gestuften Gesellschaften führte, die ein Aufzeichnungs- oder Registrierungssystem und damit eine Bürokratie erforderten. Nach Diamond wurden unabhängig voneinander im Nahen Osten (Mesopotamien), Mexiko und möglicherweise in China Schriftsysteme entwickelt, weil diese die Gegenden waren, in denen sich zuerst landwirtschaftliche Nahrungsmittelproduktion entwickelte, eine Theorie, die plausibel erscheint. Dieser Teil ist auch der überzeugendste in seinem Werk.                             </p>
<h4 class="mceTemp mceIEcenter">
<dl class="wp-caption aligncenter">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-full wp-image-926" title="Neolithischer Mahlstein" src="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/neolithischer-mahlstein.jpg?w=450&#038;h=273" alt="Neolithischer Mahlstein" width="450" height="273" /></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Mahlstein aus dem Neolithikum</dd>
</dl>
</h4>
<p style="text-align:justify;">Eurasische Infektionskrankheiten haben bei der europäischen Eroberung beider Amerikas eine enorme Rolle gespielt. Cortez und Pizarro hatten überlegene Waffen und Rüstungen aus Eisen gegenüber Keulen und Wurfschlingen, aber noch vor der militärischen Eroberung der Reiche der Inka und Azteken haben eurasische Krankheiten wie z. B. die Pocken, die zum Teil schon vor der Ankunft der Europäer dort  hingelangt waren, die dortigen Bevölkerungen erheblich dezimiert. Diamonds Feststellung ist richtig, dass berittene Soldaten einen enormen militärischen Vorteil über die haben, die ohne Pferde sind. Erst mit der Einführung von motorisierten Fahrzeugen und Panzern im Ersten Weltkrieg wurden Pferde als wichtigstes Hilfsmittel beim Angriff und zum Transport ersetzt.</p>
<h4 class="mceTemp mceIEcenter">
<dl class="wp-caption aligncenter">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-full wp-image-929 " title="Schädel von Homo sapiens und Homo neanderthalensis" src="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/homo-sapiens-homo-neanderthalensis-schadelvergleich.jpg?w=552&#038;h=284" alt="Schädel von Homo sapiens und Homo Neanderthalensis" width="552" height="284" /></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Schädel von Homo sapiens und Homo neanderthalensis</dd>
</dl>
</h4>
<p style="text-align:justify;">In dem Zeitraum zwischen 100.000 und 50.000 Jahren vor der Gegenwart hat sich hinsichtlich der geistigen Fähigkeiten der Frühmenschen eine bedeutende Veränderung vollzogen. Diamond nennt dies den &#8222;Großen Sprung vorwärts&#8220;. Ob dies durch eine Vervollkommnung der sprachlichen Fähigkeiten oder durch eine generelle Veränderung der Organisation des Gehirns verursacht war, ist immer noch eine ungelöste Frage. Vor 40.000 Jahren zog der Cro-Magnon-Mensch in Europa ein und verdrängte nach einigen Jahrtausenden der Koexistenz den Neandertaler. Ungefähr zur gleichen Zeit finden wir die ersten Beweise menschlicher Besiedlung  Neuguineas und Australiens  über die südostasische Landbrücke. Diamond schreibt:</p>
<p style="text-align:justify;">&#8222;Die Entwicklung war zunächst von praktisch nicht wahrnehmbarer Langsamkeit, wenn nämlich Hunderttausende von Jahren vergingen ohne irgendeine feststellbare Veränderung bei den Steinwerkzeugen und ohne eine nachweisbare Verwendung anderer Materialien. Heute geht technologischer Fortschritt so schnell vonstatten, dass in der Tageszeitung über ihn berichtet wird. In dieser langen Geschichte sich beschleunigender Entwicklung lassen sich zwei besonders signifikante Sprünge erkennen. Der erste, der zwischen 100.000 und 50.000 Jahren vor unserer Zeit stattgefunden hat, wurde wahrscheinlich durch genetische Veränderungen in unserem Körperbau verursacht: nämlich durch die Entwicklung hin zur modernen Anatomie, die Sprache und/oder die jetztzeitigen Hirnfunktionen ermöglichte. Dieser Entwicklungssprung führte zu Werkzeugen aus Knochen, spezialisierten Steinwerkzeugen und Vielzweckwerkzeugen. Der zweite Sprung war das Resultat des Übergangs zu einer sesshaften Lebensweise, der in verschiedenen Teilen der Welt zu verschiedenen Zeiten stattfand, schon vor 13.000 Jahren in einigen Gegenden und in anderen heute noch immer nicht. Meistenteils war dieser Übergang verbunden mit dem Beginn der Landwirtschaft, die von den Menschen verlangte, dass sie nahe bei ihren Feldern, Obstgärten und Vorräten blieben. Eine sesshafte Lebensweise war entscheidend für die technologische Entwicklung, denn sie ermöglichte es, nicht transportierbare Besitztümer anzuhäufen.</p>
<p style="text-align:justify;">Jared Diamond hält die Annahme, dass größere genetische Veränderungen bis 50.000 v. Chr. stattgefunden haben, für möglich, aber betrachtet es als &#8222;abscheulich&#8220; und &#8222;rassistisch&#8220;, anzunehmen, es könnten sich auch nach diesem Zeitpunkt noch genetische Unterschiede bei verschiedenen menschlichen Gruppen ergeben haben. Die ist nicht aufrechtzuerhalten, wenn man sich die historischen Realitäten ansieht. Verschiedene frühmenschliche Populationen haben Tausende und Zehntausende von Jahren in Afrika, Europa, in verschiedenen Teilen Asiens, in Australien und schließlich in Nord- und Südamerika unter verschiedenen natürlichen Bedingungen gelebt und sich an diese unterschiedlichen lokalen Gegebenheiten angepasst.</p>
<p style="text-align:justify;">Tatsächlich deuten neueste Forschungen an, dass die menschliche Evolution nicht nur weiterging, sondern sich auch beschleunigte und während der letzten 10.000 Jahre nach dem Beginn der Landwirtschaft und dann städtischer Zivilisationen zu noch größeren Veränderungen führte, als sich nämlich unser Körper neuen Lebensbedingungen, neuen Infektionskrankheiten und einer veränderten Nahrung anpassen musste. Dies ist der theoretische Hintergrund des von Gregory Cochran und Henry Harpending verfassten Titels  <a href="http://www.amazon.com/000-Year-Explosion-Civilization-Accelerated/dp/0465002218" target="_blank"><em>The 10,000 Year Explosion</em></a><em>: How Civilization Accelerated Human Evolution</em> (2009), das ich bislang noch nicht die Gelegenheit hatte zu lesen.</p>
<p style="text-align:justify;">Die Haupttheorie in Michael Hart´s Buch <em>Understanding Human History</em> ist, dass der durchschnittliche IQ der Frühmenschen, als sie Afrika um etwa 60.000 v. Chr. verließen und andere Kontinente besiedelten (er benutzt die <em>Out-of-Africa</em>-Theorie als Ausgangspunkt für seine Hypothesen; die Geschichte der frühen menschlichen Evolution ist jedoch hochkomplex und stark umstritten), etwa um 70 oder niedriger lag, mit Sicherheit aber nicht höher. Es gibt heute Menschen in Afrika, die einen durchschnittlichen IQ von weniger als 70 haben, und es gibt keinen wirklichen Grund anzunehmen, dass die Intelligenz der dortigen Menschen in den letzten 60.000 Jahren abgenommen hat. Dieses Niveau ist in Zehntausenden von Jahren unter dem Auslesedruck allmählich gestiegen (nicht mehr als 1 IQ-Punkt pro Jahrtausend), jedoch in einigen Gegenden schneller als in anderen. Hart unterstützt die &#8222;Kalt-Wetter-Hypothese&#8220;, die sagt, dass, als das Klima kälter wurde, die Menschen eine höhere Intelligenz entwickelten, um in einer Umgebung zu überleben, die größere Herausforderungen stellt, was im wesentlichen bedeutet, dass der durchschnittliche IQ um so mehr anwächst, je nördlicher man kommt.</p>
<p style="text-align:justify;">Theoretisch sollte es möglich sein, in der Südhemisphäre denselben Trend zu sehen, je südlicher man kommt; jedoch war die Antarktis bis vor kurzem unbewohnt und die einzigen Menschen, die dort heute für eine längere Zeit leben, sind Wissenschaftler. Deswegen lässt sich dieses Prinzip praktisch nur auf die Nordhemisphäre anwenden. Menschen aus Schweden oder Russland sollten dementsprechend höhere Intelligenzquotienten haben als Menschen aus dem Niltal. In ähnlicher Weise sollten Koreaner oder Japaner höhere IQs haben als Menschen aus Südindien. Beide  Beispiele entsprechen in etwa der festgestellten Realität.</p>
<p style="text-align:justify;">Veränderungen der menschlichen Anatomie und Physiologie, die zu höherer Intelligenz führen, sind aber nicht umsonst zu haben, denn größere Gehirne erfordern größere Mengen an Energie sowie auch größere Schädel, was wiederum die Muskeln und das Knochengerüst belastet.</p>
<p style="text-align:justify;">Das Altpaläolithikum ist das früheste Stadium der Altsteinzeit, ungefähr 40.000 bis 10.000 vor unserer Zeit. Die sogenannte Altsteinzeitliche Revolution ist der Name für das Phänomen, dass nach 50.000 v. Chr. Homo Sapiens begann, Anzeichen eines neuen Niveaus der geistigen Differenziertheit und des abstrakten Denkens zu zeigen. Die ersten Steinwerkzeuge, die im Zeitraum von mehreren Millionen bis zu einigen Hunderttausenden von Jahren vor der Jetztzeit von den frühen Humanoiden hergestellt wurden, waren sehr grob und sind kaum als menschliche Artefakte zu erkennen. Im Kontrast zu dieser schmerzlich langsamen Fortschrittsrate haben während des Altpaläolithikums schnelle Veränderungen stattgefunden, wie z. B. die Einführung von solchen Neuerungen wie Nähnadeln, frühe Keramik, Pfeil und Bogen, Harpunen, Angelhaken, und als Musikinstrument Flöten. Archäologische Funde deuten bislang an, dass nur wenige oder gar keine dieser Erfindungen von in tropischen Gegenden lebenden Menschengruppen gemacht wurden; sie sind die Erfindungen von Menschen in kühleren Klimata. Michael H. Hart schreibt in <em>Understanding Human History</em>:</p>
<p style="text-align:justify;">Zu welchem genauen Zeitpunkt auch immer die aufgelisteten Erfindungen gemacht sein mögen, es ist offensichtlich, dass die Geschwindigkeit des technologischen Fortschritts im Altpaläolithikum viel, viel höher war als in den vorangegangenen Zeitaltern. Was war der Grund für diesen großen Zuwachs an Geschwindigkeit des technologischen Fortschritts (die &#8222;altsteinzeitliche Revolution&#8220;)?</p>
<p style="text-align:justify;">Es wird manchmal gesagt, dass der enorme intellektuelle und technologische Fortschritt in den letzten Jahrhunderten hauptsächlich aus der Tatsache resultiert, dass wir auf den Grundlagen aufbauen, die unsere Vorfahren gelegt haben. Während dies vielleicht ein Faktor ist, ist es sicherlich nicht die ganze Wahrheit. Schließlich haben die Menschen die meiste Zeit in der fernen Vergangenheit keinen Fortschritt im Vergleich zu den Errungenschaften früherer Generationen gemacht. Der Hauptgrund für die Beschleunigung der Fortschrittsrate im Altpaläolithikum war einfach, dass die zu der Zeit lebenden Menschen intelligenter waren als es ihre Vorfahren in weit früheren Zeiten gewesen waren. (Ein Aspekt dieser größeren Intelligenz war natürlich ihre größere sprachliche Fähigkeit.) In ähnlicher Weise ist ein wichtiger Grund, warum die Fortschrittsrate in den letzten Jahrtausenden noch größer als im Altpaläolithikum war, das fortdauernde Anwachsen der menschlichen Intelligenz, dass sie also heute größer ist als damals.&#8220;</p>
<p style="text-align:justify;">Der technologische Fortschritt beschleunigte sich während des Neolithikums, der Jungsteinzeit. In der neolithischen Revolution entwickelte sich der Ackerbau mehr oder weniger unabhängig voneinander in wenigstens  einem halben Dutzend verschiedener Regionen in unterschiedlichen Teilen der Welt, was uns vor eine Reihe schwieriger Fragen stellt: Warum begann diese Entwicklung erst nach 10.000 v. Chr.,  und warum fand sie damals in mehreren weit voneinander entfernten Orten innerhalb von nur wenigen tausend Jahren statt? Warum wurde die Landwirtschaft nicht schon um 30.000 oder 40.000 v. Chr. erfunden, obwohl doch für die Domestikation geeignete Pflanzen und Tiere auch zu der Zeit schon zur Verfügung standen und Menschen schon, außer in Amerika, in allen größeren Landgebieten lebten?</p>
<p style="text-align:justify;">Für Michael Hart sind nutzbare Pflanzen und Tiere eine notwendiger Faktor für die Entstehung der Landwirtschaft, aber nicht ein hinreichender: ein Mindestniveau an Intelligenz war ebenfalls nötig. Der Grund, warum die Landwirtschaft nicht schon von den Frühmenschen vor 40.000 Jahren erfunden wurde, ist, dass sie noch nicht die notwendige Intelligenz besaßen, um mit Erfolg den begrifflichen Sprung zu machen, der nötig ist, um mit der Produktion von Nahrungsmitteln zu beginnen. Hart glaubt, dass das &#8222;Schwellenniveau&#8220;, das zur Entwicklung des Ackerbaus  selbst in einer Region mit günstigem Klima und entsprechendem Angebot an Pflanzen und Tieren nötig ist, ein durchschnittlicher IQ von fast 90 ist. In der Folge eines Zehntausende von Jahren andauernden Evolutionsdrucks war die durchschnittliche Intelligenz einiger menschlicher Populationen schließlich groß genug, aber der Ackerbau war trotzdem zunächst nicht in weiter nördlich gelegenen, die Intelligenz mehr herausfordernden Klimata eingeführt worden.</p>
<p style="text-align:justify;">Hart beschäftigt sich auch mit der alternativen, sich hinsichtlich der Entwicklung der Zivilisation  auf die Geographie konzentrierenden Hypothese, die Prof. Jared Diamond in <em>Die Schicksale menschlicher Gesellschaften</em> vorstellt. Er legt die Annahme nahe, dass die relative Rückständigkeit des präkolonialen Australiens und von Teilen Amerikas im Verhältnis zu den bedeutenderen eurasischen Zivilisationen ausschließlich auf geographische Faktoren, auf das Klima und einen Mangel an brauchbaren Pflanzen und Tieren zurückzuführen ist. Überraschend ist nun, dass er bereit ist, die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass es eine genetische Komponente bei der Entwicklung der Intelligenz geben könnte, allerdings nur, wenn die Weißen schlecht dabei wegkommen, was in meiner Sicht so intellektuell unaufrichtig ist, dass es seine Schlussfolgerungen ernsthaft unterminiert.</p>
<h4 class="mceTemp">
<dl class="wp-caption aligncenter">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-full wp-image-927 " title="Frühe Keilschrift der Sumerer 2600. v. Chr." src="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/fruhe-keilschrift-der-sumerer-2600-v-chr.jpg?w=392&#038;h=379" alt="Frühe Keilschrift der Sumerer 2600. v. Chr." width="392" height="379" /></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Frühe Keilschrift der Sumerer (2600 v. Chr.)</dd>
</dl>
</h4>
<p style="text-align:justify;">Michael Hart ist darauf bedacht &#8211; und ich denke, zu Recht &#8211; nicht pauschal alles von der Hand zu weisen, was Mr. Diamond sagt.  Der Nahe Osten hatte zu jener Zeit tatsächlich ein günstiges Klima und auch einen weit größeren lokalen Vorrat an nutzbaren und leicht zu domestizierenden Pflanzen und Tieren als irgendeine andere Region, was aller Wahrscheinlichkeit nach ein sehr wichtiger Grund dafür ist, dass Ackerbau und eine städtische Zivilisation dort so früh sich entwickelten; sowohl Australien als auch das Gebiet der heutigen USA hatten tatsächlich einen erheblichen Mangel an solchen Spezies. Jedoch unterstützen nach Hart diese Tatsachen  Diamonds Theorie nicht, wenn sie auf einen Vergleich zwischen dem subsaharischen Afrika (ssA) und Mittelamerika angewendet werden. Was die Fauna betrifft, hatte das ssA einen großen Vorteil über Mittelamerika insofern, als es nicht völlig von den Zivilisationen Eurasiens abgeschnitten war. Einige wichtige Aspekte eurasischer Technologie wie die Töpferei und die Bearbeitung von Bronze und Eisen erreichten das ssA vom Mittleren Osten her, genau so wie die Nutzbarmachung domestizierter Kamele, Schafe und Ziegen:</p>
<p style="text-align:justify;">&#8222;Wenn man seine Kriterien berücksichtigt, dann wäre anzunehmen, dass die Zivilisation im ssA eher begonnen hätte als in Mittelamerika und sie dort auch schnellere Fortschritte (noch vor der europäischen Expansion) gemacht hätte. Tatsächlich aber war Mittelamerika um das Jahr 1000 n. Chr. sehr viel weiter entwickelt als das ssA zu der Zeit oder irgendeiner Zeit zuvor. Zum Beispiel hatten die Bewohner Mittelamerikas von anderen unabhängig eine Schrift entwickelt, hatten viele sehr große Steinstrukturen konstruiert und hatten große Städte gebaut (die allem, was es in Europa gab, gleichkamen und weit größer waren als alle Städte im subsaharischen Afrika). Des weiteren stellen die Leistungen der Maya in Mathematik und Astronomie alle intellektuellen Leistungen im ssA in den Schatten. Daraus müssen wir den Schluss ziehen, dass ungeachtet der Tatsache, dass <em>Die Schicksale der menschlichen Gesellschaften</em> ein informatives Buch ist, die unabweisbare Überlegenheit der mittelamerikanischen über die subsaharische Technologie als ein entscheidender Schlag gegen die dort vorgebrachten Argumente erscheint.&#8220;</p>
<h6 style="text-align:justify;">                                                                                                              (Bilder hinzugefügt v. Ü.)</h6>
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		<item>
		<title>Die Narodniki. Geschichte eines Geheimbundes</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 01:36:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schnee-Eule</dc:creator>
				<category><![CDATA[Andere Autoren]]></category>
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		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Druckversion (pdf) 

Ermordung Zar Alexanders II.


Die Narodniki
Geschichte eines Geheimbundes
Von Thatcher


Die Narodniki (&#8222;Volkstümler&#8220;, &#8222;Volksfreunde&#8220;) traten in den 1860er Jahren in Russland in Erscheinung. Ausgangspunkt dieser sozialrevolutionären Bewegung war ein marxistischer Geheimbund, der auf das Intellektuellenmilieu in den Städten einwirkte und bewirkte, dass sie sich den einfachen Arbeitern und der Landbevölkerung zuwandten, um ihre Botschaften im russischen Volk [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fjordman.wordpress.com&blog=5190227&post=932&subd=fjordman&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><a href="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/thatcher-die-narodniki-pdf.pdf">Druckversion (pdf)</a> </p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-952" title="alexander-ii-attentat" src="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/alexander-ii-attentat.jpg?w=369&#038;h=247" alt="alexander-ii-attentat" width="369" height="247" /><br />
Ermordung Zar Alexanders II.</p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p><strong>Die Narodniki</strong></p>
<p><strong>Geschichte eines Geheimbundes</strong></p>
<p><em>Von Thatcher</em></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p>Die Narodniki (<em>&#8222;Volkstümler&#8220;, &#8222;Volksfreunde&#8220;</em>) traten in den 1860er Jahren in Russland in Erscheinung. Ausgangspunkt dieser sozialrevolutionären Bewegung war ein marxistischer Geheimbund, der auf das Intellektuellenmilieu in den Städten einwirkte und bewirkte, dass sie sich den einfachen Arbeitern und der Landbevölkerung zuwandten, um ihre Botschaften im russischen Volk zu verbreiten. Später kam es dann über die Frage des Terrorismus zur Aufspaltung und zur völligen Dominanz der Narodniki durch den terroristischen Flügel. Die Grundsätze, die diese <em>&#8222;Narodnaja wolja&#8220;</em> aufstellte, sind zum Muster für alle terroristischen Bewegungen des 20. Jahrhunderts bis heute geworden (RAF, Al-Fatah, ETA, IRA, Al-Qaida).</p>
<p>Grundlegend für das Verständnis der frühen Form der Narodniki ist die marxistisch-revolutionäre Ausrichtung der Bewegung. Marx hatte ein ökonomistisch-deterministisches Geschichtsbild vertreten, demnach der Weg von der landwirtschaftlichen zur industriellen Wirtschaftsform zwangsläufig sei und ebenso zwangsläufig mit einer Verelendung der Arbeiterschaft einhergehe, die irgendwann, wenn diese Verelendung unerträglich geworden sei, in eine gewaltsame Revolution übergehe. Diese werde den ganzen gesellschaftlichen &#8222;Überbau&#8220; (damit ist alles gemeint, was außer der Arbeiterschaft auch noch eine Gesellschaft, also ein Volk ausmacht: Kulturbetrieb, Behördenapparate, Militär, Herrscher, Kirche, Künstler, Universitäten u.v.m.) umstürzen und eine Diktatur des Proletariats errichten, die als quasi diesseitiges Paradies vorgestellt werden muss. Marx hat auch erstaunlich präzise vorhergesehen, dass diese sozialistische Diktatur ihrerseits extrem repressiv sein müsse:</p>
<blockquote><p>&#8222;Frieden ist die Abwesenheit von jeder Opposition gegen den Sozialismus&#8220;,</p></blockquote>
<p>und daher die umwertende Sichtweise postuliert, dass es einen &#8222;Dienst an der Arbeiterschaft&#8220; darstelle, mit revolutionärem Eifer alles kleinzuschlagen, was der ohnehin feststehenden historischen Entwicklung im Wege stehe oder auch nur theoretisch in Opposition treten könne.</p>
<p>Die Narodniki sahen für Russland die Möglichkeit, den langen Gang von der ländlichen Wirtschaft, die das Land noch weitgehend im Griff hatte, ohne den Weg über die Industrialisierung und Massenverelendung direkt in Richtung &#8222;Sozialismus&#8220; abzukürzen.</p>
<p>In Russland hatte Zar Alexander II. (herrschte 1855 &#8211; 1881) eine Modernisierung des Wirtschaftslebens durchgesetzt, indem er die Leibeigenschaft aufhob, die Industrialisierung in die Wege leitete und den Bau eines Eisenbahnnetzes in Angriff nehmen ließ. Für die einfache russische Landbevölkerung, an autoritäre Herrschaftsformen gewöhnt, waren diese Umbrüche verwirrend, und in genau diese Verunsicherung hinein traten die Volkstümler, indem sie den einfachen Bauern sagten, dass die Landgemeinde einen Sonderfall der Geschichte darstelle, der einzigartig sei, dass die Reformen des Zaren eine Verelendung mit sich bringen würden und dass es besser sei, auf der Basis der russischen Landgemeinde einen Sozialismus zu gründen.</p>
<p><strong><br />
</strong><br />
<strong>Die Spaltung</strong></p>
<p>Das war jedoch nur Propaganda, um die russische Bevölkerung in Opposition zum Zaren und zum &#8222;gesellschaftlichen Überbau&#8220; zu bringen und unter ihnen eine sozialrevolutionäre Stimmung aufkommen zu lassen. Diese Bemühungen waren jedoch weitgehend erfolglos; das Volk weigerte sich, von den &#8222;Volkstümlern&#8220; mit Revolution und Sozialismus beglückt und &#8222;erlöst&#8220; zu werden. Diese Trägheit wurde manchmal damit begründet, dass die Bevölkerung noch in zu guten Verhältnissen lebe, die sich zunächst verschlechtern müssten, bevor das Volk revolutionär werden würde, manchmal aber auch damit, dass die Verhältnisse, in denen das Volk lebe, bereits zu ärmlich und verzweifelt seien, als dass es sich erheben könne. Egal was nun der Grund dafür war &#8211; einigen der Narodniki schien der Weg der &#8222;Volksbildung&#8220; nicht erfolgversprechend genug. Eine radikale Fraktion wollte statt dessen mittels Terroranschlägen gegen die Obrigkeit die revolutionären Ziele verfolgen. Die repressive Reaktion des zaristischen Regimes kalkulierten sie dabei mit ein: diese würde dem Volk dessen unterdrückerische Natur bewußt machen. Es kam zur Spaltung der Narodniki in diejenigen, die den bisherigen Weg weitergehen wollten und diejenigen, die jetzt ausschließlich zum Terror greifen wollten. Diese nannten sich fortan <em>&#8222;Narodnaja wolja&#8220;</em> (Wille des Volkes) und wurden von einem zentralen &#8222;Vollzugskomitee&#8220; angeleitet. Jedoch war diese terroristische Fraktion der Narodniki so &#8222;erfolgreich&#8220; mit ihrer Strategie, dass man in Russland unter dem Begriff &#8222;Narodniki&#8220; bald nur noch &#8222;Terroristen&#8220; verstand und sie diesen Namen bald auch offiziell wieder führten.</p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-953" title="Sergej Netschajew" src="http://fjordman.files.wordpress.com/2009/11/sergej-netschajew.jpg?w=170&#038;h=190" alt="Sergej Netschajew" width="170" height="190" /><br />
Sergej Netschajew</p>
<p><strong><br />
</strong><br />
<strong>Die Rolle Sergej Netschajews</strong></p>
<p>Sergej Netschajew war der Prototyp eines skrupellosen, lügnerischen und zynischen Machtpolitikers. Sein jugendliches Alter (er war erst 22 Jahre alt) stellte ihn vor gewisse Probleme, die er stets dadurch löste, sich als Abgesandten größerer, einflussreicherer Revolutionäre darzustellen und seine Kontaktpersonen so darüber zu täuschen, dass er seine eigenen Pläne verfolgte. Der in Russland sehr bekannte Anarchist Bakunin befand sich im Genfer Exil und drohte seinen Einfluss in der Sozialistischen Internationale völlig an Marx zu verlieren, der, statt mit ihm zu debattieren, ihm seine Worte im Mund herumdrehte und ihn moralisch diffamierte. Netschajew erweckte unter seinen studentischen Anhängern den Eindruck, er sei verhaftet und in die Peter-und-Pauls-Festung gebracht worden. Tatsächlich reiste er aber in die Schweiz zu Bakunin und stellte sich als aus dem Gefängnis befreiter Abgesandter einer großen Gruppe russischer Revolutionäre dar, die begierig auf Anweisungen des großen Bakunin warteten. Und Bakunin tappte bereitwillig in die Falle. Mit den Bakuninschen Anweisungen, die er versandte, wollte Netschajew gegenüber dem alten Anarchisten nur den Eindruck erwecken, es gebe tatsächlich ein weitgespanntes revolutionäres Netz, auf das er Einfluss nehmen könne. Schließlich gelang es Netschajew, der mittellos war, Bakunin die Hälfte seines revolutionären Geldfonds abzujagen. Mit dem Geld finanzierte er seine Rückreise und den Aufbau seines eigenen revolutionären Netzes. Nun gab Netschajew den zahlreichen verstreuten Narodniki, von denen er wusste, den Anschein, er überbringe Nachrichten von hochgeheimen und unbekannten revolutionären Denkern, die selbstlos irgendwo im Land für die Sache arbeiteten &#8211; die Phantasie der Belogenen siegte jeweils über die triste Wirklichkeit.</p>
<p><strong><br />
</strong><br />
<strong>Die Philosophie und die Statuten des Terrors</strong></p>
<p>Im Kern wurden die Narodniki jetzt bereits zu einer Kaderpartei mit unbedingter Loyalität zur &#8222;Revolution&#8220; geschmiedet, der sie in einem Akt der Nachahmung des Christentums sogar göttliche und erlösende Funktionen zuschrieben. Das geht aus den von Netschajew in seinem Tagebuch festgehaltenen Punkten zur Philosophie des Terrors hervor, die zur Grundsatzung des Geheimbundes der Narodniki wurden, nach einem Mordanschlag jedoch von der russischen Geheimpolizei gefunden wurden und u.a. Folgendes besagen:</p>
<blockquote><p>1. Der Revolutionär ist ein vom Schicksal Gezeichneter. Er kennt keine persönlichen Interessen, Angelegenheiten, Gefühle, Bindungen. Er hat kein Eigentum, ja nicht einmal einen Namen.</p>
<p>2. Er hat in der Tiefe seines Wesens, nicht nur in Worten, sondern in der Tat, alle seine Beziehungen zu der bürgerlichen Ordnung und der ganzen Kulturwelt mit all ihren Gesetzen, Bräuchen und Sitten zerrissen. Er ist für sie ein unerbittlicher Feind, und wenn er weiter in ihr lebt, so tut er es nur deshalb, um sie desto sicherer zerstören zu können.</p>
<p>3. Der Revolutionär [...] kennt nur eine Wissenschaft &#8211; die Wissenschaft der Zerstörung. Dafür, und nur dafür, studiert er jetzt Mechanik, Physik, Chemie, vielleicht gar Medizin. Dafür studiert er Tag und Nacht die lebendige Wissenschaft von Menschen, Charakteren, Zuständen und Bedingungen der gegenwärtigen Gesellschaftsordnung in allen möglichen Schichten. Das alleinige Ziel aber ist die schnellste Zerstörung dieser üblen Weltordnung.</p>
<p>[...]</p>
<p>5. Der Revolutionär [...] muss sich stählen, Foltern zu ertragen.</p>
<p>6. Hart zu sich selber, muss er auch hart zu den anderen sein. Alle zarten, verzärtelnden Gefühle der Verwandtschaft, der Freundschaft, der Liebe, der Dankbarkeit und sogar der Ehre selbst müssen in ihm erstickt sein von der einzigen kalten Leidenschaft für die revolutionäre Sache. [...] In seinem kaltblütigen und unermüdlichen Streben nach schonungsloser Zerstörung muss er bereit sein, selber umzukommen, oder mit seinen eigenen Händen alles umzubringen, was ihr im Wege steht.</p>
<p>[...]</p>
<p>8. Das Maß der Freundschaft und Ergebenheit zu einem Mitrevolutionär wird lediglich von dem Grad seiner Nützlichkeit in der revolutionären Praxis bestimmt.</p>
<p>[...]</p>
<p>10. Jeder Kamerad muss ständig einige Revolutionäre zweiten oder dritten Grades, d.h. nicht vollkommen Uneingeweihte, zur Hand haben und sie als einen Teil des allgemeinen revolutionären Kapitals betrachten, das zu seiner Verfügung gestellt worden ist. Er muss dieses ihm anvertraute Kapital sparsam verbrauchen und sich bemühen, aus ihm den größten Nutzen zu ziehen. [...]</p>
<p>11. Wenn ein Kamerad in Not gerät und es entschieden werden soll, ob er gerettet werden soll oder nicht, darf sich der Revolutionär nicht von persönlichen Gefühlen leiten lassen, sondern nur von dem Nutzen für die revolutionäre Sache. [...]</p>
<p>[...]</p>
<p>14. Für sein Ziel der schonungslosen Zerstörung darf, ja muss oft der Revolutionär in der Gesellschaft leben und sich ganz und gar nicht als der ausgeben, der er in Wirklichkeit ist. Der Revolutionär muss überallhin eindringen: in alle niederen und mittleren Schichten, in den Kaufmannsladen, in die Kirche, in das herrschaftliche Haus, in die bürokratische, die militärische Welt, in die Literatur, ja in die III. Abteilung*) und sogar in das Winterpalais.</p></blockquote>
<p>*) <sub>Gemeint ist die III. Abteilung der zaristischen Geheimpolizei, die damals in ganz Russland gefürchtet war wegen ihrer Brutalität.</sub></p>
<p>Es folgt eine Auflistung der Komponenten der &#8222;üblen Gesellschaftsordnung&#8220; und eine Festlegung, was mit welcher Priorität zu zerstören sei und welche Personen zu diesem Zweck zu töten seien. Abschließend heißt es:</p>
<blockquote><p>22. Überzeugt davon, dass die Befreiung und die Erreichung des Glücks für die arbeitenden Massen nur auf dem Weg der alleszerstörenden Volksrevolution möglich sind, wird die Geheimgesellschaft mit aller Kraft und mit allen Mitteln zur Verbreitung dieser Plagen und Übel beitragen, die die Geduld des Volkes endlich brechen und es zum allgemeinen Aufstand zwingen müssen.&#8220;</p></blockquote>
<p>Durch diesen philosophischen Ansatz ist vieles vorweggenommen, was sämtliche späteren revolutionären Bewegungen bis heute praktizieren: Netschajew hatte erkannt, dass jede tatsächliche Gesellschaft auf Wertungsmustern beruht, die für sie typisch sind und die üblicherweise religiös begründet oder zumindest befestigt werden. Will man die so begründete Gesellschaft revolutionieren, so wird man dieses Wertesystem dekonstruieren müssen. Auf direkte Weise kann das nicht geschehen, wohl aber, indem man die tatsächlichen Werte als &#8222;falsche&#8220;, als &#8222;scheinbare&#8220; Werte diffamiert, die der Verwirklichung des &#8222;wahren&#8220; Wertes (der Revolution) im Wege stehen und daher als &#8222;unterdrückerisch&#8220;, als &#8222;böse&#8220; dargestellt werden müssen. Es wird der Anschein erweckt, dass höhere Werte als die tatsächlich praktizierten existieren, zu deren Verwirklichung die alten Werte, die &#8222;nebenbei&#8220; das Fundament der Gesellschaftsordnung bilden, restlos beseitigt werden müssten. Und jede ideologische Bewegung variiert seitdem diesen Ansatz: Die Feministinnen diffamierten Familie und Mutterschaft als Unterdrückungs- und Sklavensystem, aus der die (selbstverständlich sozialistisch angehauchte) <em>&#8222;Emanzipation&#8220;</em> die &#8222;Befreiung&#8220; darstelle (dass aus dieser dann sehr schnell &#8222;das Recht, durch Arbeit eigenes Geld zu verdienen&#8220; wurde, hat, wie wir inzwischen wissen, ganz andere Gründe). Die Frankfurter Schule richtete ihre destruktiven Theorien gegen die moderne Kulturproduktion, die den darin gefangenen Menschen ein &#8222;falsches Bewußtsein&#8220; vorgaukele, weshalb sie die Notwendigkeit einer radikalen Revolution nicht erkennen könnten. Die RAF sprach von der tatsächlichen Welt nur als dem &#8222;Schweinesystem&#8220;, dessen handelnde Personen als &#8222;Charaktermasken&#8220; gar keine wirklich selbstbestimmt handelnden Subjekte, sondern nur Illusionen seien, deren Persönlichkeit jedenfalls keine Sentimentalitäten auslösen dürfe, die gegen ihre Ermordung hätten sprechen können &#8211; solche Sentimentalität wäre ohne Zweifel Teil des &#8222;falschen Bewußtseins&#8220; gewesen, das die &#8222;herrschenden Cliquen&#8220; zwecks Unterdrückung der revolutionären Massen permanent und lückenlos über die Gehirne gezogen hätten. Auch die sogenannte <em>&#8222;Kunst nach Auschwitz&#8220;</em> lebt davon, die alten Werte, die die Kunstproduktion zuvor bestimmt hatten (Ästhetik, Überhöhung, Idealisierung), &#8222;überwunden&#8220; zu haben und folglich rostiges Eisen auf jeden öffentlichen Platz zu stellen und jeden als &#8222;ewiggestrig&#8220; zu diffamieren, der darin eine Verschandelung des öffentlichen Raumes sieht. Für das moderne Theater, das hauptsächlich vom plakativen Bruch &#8222;überkommener Vorstellungen und Tabus&#8220; lebt, ließe sich Ähnliches sagen, und die Aufzählung von Einkleidungen des immergleichen revolutionären Gedankenguts, das wieder und wieder die Idee der Überwindung der &#8222;falschen Werte&#8220; zugunsten (scheinbar) &#8222;höherer&#8220; Werte variiert, ist hiermit noch lange nicht abgeschlossen.</p>
<p>Auf der Basis dieses Gedankensystems wurden die &#8222;Statuten des Terrors&#8220; für die Mitglieder formuliert, die damit verpflichtet wurden,</p>
<blockquote><p>1. &#8222;[...] alle Geistes- und Seelenkräfte für die revolutionäre Sache hinzugeben, ihretwillen alle Familienbande, Sympathien, Liebe und Freundschaft aufzugeben,</p>
<p>2. wenn nötig, das Leben hinzugeben ohne Rücksicht auf sich und andere,</p>
<p>3. nichts zu besitzen, das nicht gleichzeitig der Organisation gehörte,</p>
<p>4. seinem individuellen Willen zu entsagen und ihn den Mehrheitsbeschlüssen der Organisation unterzuordnen,</p>
<p>[...]</p>
<p>6. in allen Beziehungen öffentlichen und privaten Charakters, in allen offiziellen Handlungen und Erklärungen sich nie als Mitglied, sondern sich stets nur als Beauftragter des Volkskomitees zu bezeichnen.</p></blockquote>
<p>Auch aus diesen Statuten kommt uns einiges wieder sehr bekannt vor von moderneren Implementierungen der terroristischen Philosophie, z.B. dass das Private stets politisch und das Politische privat zu sein habe, dass Freundschaften und sogar Familienbande nichts zählen, sobald es auch nur zum Verdacht &#8222;konterrevolutionärer&#8220; Umtriebe käme, dass man sich immer als von &#8222;höherer Stelle&#8220; legitimiert ansieht, zumindest bezeichnet, auch ohne dies wirklich zu sein.</p>
<p><strong><br />
</strong><br />
<strong>Die Blutspur des Terrors</strong></p>
<p>Mit diesen Statuten ausgestattet, konnten die Narodniki das mörderische Werk beginnen. Die Zahl der Gouverneure, Beamten und Polizeioffiziere, die ihnen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zum Opfer fielen, ist Legion. Allein siebenmal versuchten sie &#8211; jeweils ohne Erfolg &#8211; den Zaren zu ermorden, doch waren bei diesen Versuchen jedes Mal etliche Unbeteiligte getötet worden. Bei einem dieser Mordversuche hatte sich ein Mitglied der Narodniki als Tischler am Winterpalais anstellen lassen und 50 Soldaten des finnischen Wachbataillons mit einer Bombe in den Tod gerissen, doch kein Mitglied der Zarenfamilie ernsthaft verletzen können. Der achte Versuch, ausgeführt am 1. März 1881 (15. März nach gregorianischem Kalender), sollte schließlich erfolgreich sein. Er ging von einem Milchgeschäft aus, von dem aus die Narodnika Sofija Perowskaja und ihre Gruppe (es überrascht, wie viele Frauen unter den Mitgliedern der Terrororganisation waren &#8211; auch die RAF und andere Bewegungen bedienten sich des Affekts vieler westlicher Männer, in Frauen keine Gewalttäterinnen erblicken zu wollen) in langer und mühevoller Arbeit einen Tunnel unter eine Straße getrieben hatte, die der Zar gewohnheitsmäßig benutzte. In diesem Tunnel wollten sie eine Mine zur Explosion bringen. Der Plan wurde jedoch verraten, und so gerieten sie in Panik und beschlossen, den Sprengstoff als Bomben direkt auf die Zarenkutsche zu werfen. Dabei wurde einer der Attentäter selbst zerfetzt, eine unbeteiligte Person getötet und der Zar so schwer verwundet, dass er Stunden später starb.</p>
<p>Die Schuldigen für diese Mordtat wurden schnell gefaßt, abgeurteilt und hingerichtet. Die Reaktion des russischen Staates war hingegen so, wie sie sich die Narodniki gewünscht hatten: Weder der direkte Nachfolger, Alexander III., noch sein Enkel Nikolaus II. wollten das Schicksal Alexanders II. erleiden und wiesen die danach aufgestellte Geheimpolizei &#8222;Ochrana&#8220; an, die politische Szene Russlands streng zu kontrollieren und mit unerbittlicher Härte jede oppositionelle Gruppe zu zerschlagen. Die Narodniki hatten einen totalen Überwachungsstaat herbeigebombt, der schließlich 1917 im Rahmen der Russischen Revolution tatsächlich auf revolutionäre Weise &#8222;überwunden&#8220;, tatsächlich jedoch nur in ein noch weit schlimmeres totalitäres System überführt wurde. Auch an diesen Vorgängen waren die Narodniki führend beteiligt &#8211; die grausame politische Philosophie und Praxis Lenins ist durch die Notizen Netschajews und die &#8222;Statuten des Terrors&#8220; bereits weitgehend vorweggenommen.</p>
<p>Der bei diesem Anschlag ums Leben gekommene Attentäter hieß Grinewitzki und war Jude. Dieser Umstand führte dazu, dass den Juden, die im intellektuellen Milieu der Städte überrepräsentiert waren, eine führende Rolle innerhalb der Narodniki zugeschrieben wurde und sie im Folgenden stark sowohl unter Repressionen des zaristischen Polizeiapparates als auch unter Pogromen der einfachen Bevölkerung zu leiden hatten. Inwieweit es Juden waren, die die Gedanken der Terroristen maßgeblich geprägt hatten, und inwiefern diese Schuldzuweisung also zutreffend war, ist natürlich bis heute heftig umstritten. Unter den Bolschewiki, die später Russland revolutionieren sollten, waren sie in so starkem Maße überrepräsentiert, dass manche sogar von den Juden als einem &#8222;Tätervolk&#8220; sprechen &#8211; was natürlich, wie jedes Abstempeln ganzer Völker für Untaten Einzelner (wie uns Deutschen schmerzhaft bewußt sein sollte), ein Irrweg ist.</p>
<p>Jede politische Gruppierung, die sich an Philosophie und Statuten der Narodniki &#8211; ob gewollt oder ungewollt &#8211; orientiert, kann gar nicht anders, als revolutionär zu sein, und wenn eine &#8222;gemäßigte&#8220; Partei, wie sie z.B. die SPD lange Zeit zu sein beansprucht hat, von solchen Kräften unterwandert und umgekrempelt wird, dann wird auch sie zum nihilistischen, revolutionären Vehikel herabsinken, dem es letzten Endes auch gleich sein wird, welches Leid und welchen gesellschaftlichen Schaden die Subjekte anrichten, die man unter dem Deckmantel allgemeiner Toleranz und Wurstigkeit gewähren läßt. Einhalt gebieten kann dem, wenn überhaupt etwas, nur ein unerschütterliches Bewußtsein für diese grundlegende Achillesferse menschlicher Wertorientierung, an der die zerstörerische Philosophie des <em>Nihilismus</em> ansetzt.</p>
<p><strong><br />
</strong><br />
<strong>Der Begriff des Nihilismus</strong></p>
<p>Erstmals verwendete Iwan Sergejewitsch Turgenjew in seinem Roman &#8222;Väter und Söhne&#8220; von 1862 für die von den Narodniki praktizierte politische Philosophie diesen Begriff. Damit ist jede Haltung beschrieben, die die tatsächlich fundamentalen Werte einer Gesellschaft vernichten will zugunsten eines angeblich höheren Ziels. Jede terroristische oder sozialrevolutionäre Bewegung kleidet dieses Konzept in jeweils eigene Begriffe, die jedoch alle das Ziel haben, die wertmäßige Leere ihres Denkens mit einer Maske aus schönem Schein zu umgeben, denn ohne diese wäre die Revolutionsbewegung unattraktiv für die potentiellen Anhänger.</p>
<p>Es ist doch im Wesentlichen immer so: Jede &#8222;richtige&#8220;, auf spezifischen Werten und deren Ordnung beruhende Gesellschaft pflanzt sich aus eigenem Antrieb fort, indem Männer und Frauen harmonisch zusammenleben und -wirken, indem sie grundsätzlich zu den fundamentalen Werten und der von diesen begründeten Ordnung Ja sagen, indem eine Offenheit für Kinder besteht, indem ausreichend Kinder geboren werden, die in das bestehende Wertemuster hineinerzogen werden, es annehmen und verteidigen und weitergeben und weitertragen. Jede umstürzlerische Bewegung, die die dafür notwendigen Wertmuster (&#8222;Familienwerte&#8220;) aufgibt, hat schon mal das grundsätzliche Problem, dass kein Nachwuchs auf natürliche Weise zustandekommt &#8211; die Frage der Rekrutierung kommt auf, und sie wird durch Parasitierung an den Menschen, die in der umzustürzenden Ordnung leben, gelöst. Diese werden manipuliert, beeinflusst und der Ordnung, der sie entstammen, überdrüssig gemacht, so dass sie sich der revolutionären Bewegung, die mit ihren &#8222;besseren&#8220;, &#8222;edleren&#8220;, &#8222;höheren&#8220;, &#8222;vom Establishment unterdrückten&#8220; Scheinwerten natürlich kräftig hausieren geht, anschließen. Im Falle der deutschen &#8216;68er gelang dies beim maßgeblichen, wenn nicht gar beim größeren Teil einer ganzen Generation; der Feminismus, der sich an den Frauen schadlos hält, war gleichfalls so erfolgreich, dass er bis heute den jungen Frauen die &#8211; seiner Ansicht nach korrekten &#8211; Gewichtungen von Familie und Beruf diktieren kann.</p>
<p>Doch diese Propaganda ist nur Tünche über einer wertmäßigen Leere, die von den einfacheren Geistern niemals, von den intelligenteren meist zu spät erkannt wird, und ehe man sich versieht, ist ein großer Batzen wertvoller, nicht gelebter Lebenszeit verloren an ein zukunftloses, nicht nachhaltiges Gedankenkonstrukt. Zum Glück scheint es so zu sein, dass die Töchter von Feministinnen die Nase gestrichen voll vom Feminismus haben und die Kinder von &#8216;68ern nichts mehr mit dieser zerstörerischen pseudointellektuellen Philosophie am Hut haben wollen. Sie haben den Nihilismus, der ihnen implizit gepredigt wurde, überwunden &#8211; aber nicht, wie Nietzsche es wollte, durch Schaffung tatsächlich neuer Werte, sondern dadurch, dass sie zu der Einsicht gelangt sind, dass nur auf der Basis der alten Werte Familie, Vaterland, Gemeinwohl, Solidarität, Transzendenz (Gott) ein nachhaltiges Leben möglich ist, das sich selbst auch durch eine neue, selbst gezeugte und geborene Generation als tragfähig erweist. Und wenn diese Überwinder des Nihilismus gegen die letzten Vertreter der leeren Scheinbarkeit die Stimme erheben, dann schallen ihnen zwar zunächst heftigste Ablehnungen, moralische Diffamierungen und Einschüchterungen entgegen. Diese sind aber letzten Endes nur Bestätigungen dafür, dass die um ihre Lebenszeit Betrogenen genau das doch noch erkennen; sie stemmen sich nur noch gegen die Erkenntnis, dass sie Betrogene sind.</p>
<p><strong><br />
</strong><br />
<strong>Bedeutung für heutige Sozialisten, Sozialdemokraten und Revolutionsbewegungen</strong></p>
<p>Daher kann auch keine &#8222;revolutionäre&#8220; Bewegung, die sich zu radikal gegen die notwendigen Bedingungen menschlichen Lebens wendet, länger als eine Generation bestehen bleiben. Der Nihilismus tritt zwar immer wieder in Erscheinung, doch die nihilistischen Bewegungen sterben &#8211; im wahrsten Sinne des Wortes &#8211; bald aus. Eine nachhaltigere Bewegung kann durchaus ihre revolutionären Absichten haben, doch muss sie ein Minimum an Kompromissen mit der menschlichen Natur eingehen, um sich halten zu können. Stalin etwa war als Sozialist immer noch einer der menschenverachtendsten Schlächter der Weltgeschichte, doch kam er dem russischen Volk insofern entgegen, als dass er die orthodoxe Religion etwas mehr gewähren ließ &#8211; insbesondere in der Zeit des II. Weltkrieges &#8211; und den Reproduktionsbedingungen in den Familien nicht auch noch Hindernisse zumutete. In der Öffentlichkeit riskierte zwar sein Leben, wer auch nur den Verdacht erregte, gegen Väterchen Stalin zu sein, doch das Private war in seinem Reich nicht politisch. Und auch wenn er ganze Volksgemeinschaften innerhalb der Sowjetunion zwangsumsiedeln ließ, so tat er dies doch unter Wahrung ihrer Eigenschaft als Völker &#8211; nur dass diese dann eben woanders als Völker lebten. Dass Stalin versucht hätte, durch Vermischung der einzelnen Nationen den Sowjetmenschen herbeizuzüchten, ist mir nicht bekannt.</p>
<p>Von dem Russen Lenin weiß man, dass er die nichtrussischen Sowjetrepubliken durch die Ansiedlung russischer Familien zu russifizieren versuchte, doch strebte er nicht ein Aufgehen des russischen Volkes in einem &#8222;Sowjetvolk&#8220; an. Stalin vergrößerte als Georgier den Einfluss Georgiens innerhalb der Sowjetunion, indem er Abchasien und Südossetien der georgischen (grusinischen) SSR angliederte. Beide Sowjetführer waren als Angehörige ihres jeweiligen Volkes viel nationalistischer, als sie vermutlich selber ahnten.</p>
<p>Im Gegensatz dazu kennt die sozialrevolutionäre Betätigung, die heute sämtliche politischen Parteien und gesellschaftlichen Strömungen unterwandert und durchdringt und die wir heute allerorten in den westlichen Ländern verspüren, derartige nationalen Restbestände nicht. Hier wird auch das Private noch restlos politisch gemacht: Die Schwulenbewegung arbeitet sich in Parteien, Kirchen und Medien zu immer einflussreicheren Positionen hoch und verbreitet eine Propaganda, die bereits Grundschulkinder vom Weg der gesunden Entwicklung des Geschlechtstriebes abbringen soll. Alle Dinge, die die (z.T. ungewollte, aber dennoch zur Selbsterhaltung benötigte) Fortpflanzung der weißen, westlichen Völker &#8211; wie auch aller anderen Völker, die in den Einflussbereich dieser Ideologie geraten &#8211; unterdrücken, werden nach Kräften mit Unmengen öffentlichen Geldes gefördert: Frühaufklärung, Verhütungspillen, Kondome, Nidationshemmer, Abtreibungspillen, Saugglocken, Ausschabungen, Absaugungen, Spätabtreibungen und dergleichen mehr. Was von den Völkern übrig bleibt, wird gezielt mit Angehörigen fremder Kulturkreise angereichert und demnächst anscheinend noch gezwungen, sich mit diesen auch geschlechtlich zu vermischen, so dass der Neue Mensch &#8211; wie von Graf Coudenhove-Kalergi &#8222;vorausgesehen&#8220; &#8211; nicht nur durch mediale Dauermanipulation, sondern auch genetisch, durch Vermischung der Erbsubstanz, zustandekommt. Als Belege genügen hier die Rede des französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy, die dieser am 17. Dezember 2008 an der École Polytechnique gehalten hat, sowie die bekannte Äußerung von Herrn Geißler, in der multikulturellen Zukunft müsse es <em>&#8222;Hans nicht mehr länger mit der Grete treiben&#8220;. </em></p>
<p><strong><br />
</strong><br />
<strong>Warum man wertkonservativ sein muss</strong></p>
<p>Um diesen Artikel zu verfassen, musste ich mich eingehender mit der russischen Geschichte beschäftigen, was für mich ein völlig neues Gebiet ist. Dennoch stellen die Narodniki ein brauchbares Beispiel dafür dar, dass eine konkrete Gesellschaftsform stets auf tatsächlichen Wertsetzungen beruht. Wenn man diese tatsächlichen, lebbaren Werte zu Scheinwerten, zu Illusionen erklärt, wie dies sämtliche linken Bewegungen bis in unsere Tage hinein tun, und behauptet, die &#8222;wahren Werte&#8220; müssten erst noch zu Tage treten, oder müssten, nachdem sie verdrängt worden wären, wieder &#8222;freigelegt&#8220; werden, oder eine Reihe von &#8211; unlebbaren &#8211; Werten müsse an ihre Stelle gesetzt werden, dann wird mit einem bombastischen Anspruch, der sich um seine klaffende Diskrepanz zur Wirklichkeit nicht mehr zu kümmern braucht, die auf den tatsächlichen Werten beruhende Gesellschaftsform zerstört und vernichtet, und eine willkürliche Schreckensherrschaft tritt statt dessen ihr Regiment an.</p>
<p>Daher möchte ich diesen Artikel abschließen mit einem deutlichen Plädoyer gegen alle Scheinwerte, die nur zwecks Abspenstigmachung der Menschen von wahren, gesellschaftsstabilisierenden oder Gesellschaft überhaupt erst ermöglichenden Werten postuliert werden. Auch wenn man nicht sein ganzes Leben lang auf sie hereinfällt, so stehlen sie dem Individuum doch wertvolle Lebenszeit und wesentliches Lebensglück. Und eine nicht unerhebliche Zahl an reflexionsunfähigen Menschen bleibt in diesen nihilistischen Scheinwerten ihr Leben lang gefangen und sorgt dafür, dass die jeweilige nihilistisch-revolutionäre Bewegung auch dann, wenn ihr Ende gekommen ist, noch weitermachen und vielleicht Rache an den unwilligen, revolutionsträgen Menschen nehmen kann.</p>
<p>Es soll auch ein Plädoyer an die jungen Menschen sein, die in Schulen und Universitäten, in Ausbildung und im Beruf mit Situationen konfrontiert werden, in denen sie zum Schweigen gebracht werden sollen, wenn sie einen nihilistischen Scheinwert als solchen erkannt haben. Macht den Mund auf, bringt Euresgleichen zum Nachdenken und schweigt nicht! Wenn man Euch davon abbringen möchte, auf eigenen Beinen zu stehen, selbst zu denken und natürlicherweise eine Familie zu gründen &#8211; macht es bitte. Gebt Euren Kindern eine Reihe grundlegender, sinnstiftender und Gesellschaft ermöglichender Werte mit auf den Weg, warnt sie aber vor all jenen, die von vermeintlich höheren Werten reden: Jeder höhere Wert als das menschliche Leben an sich ist kein Wert, sondern ein nihilistischer Fallstrick und Irrweg!</p>
<p><strong><br />
</strong><br />
<strong>Quellen</strong></p>
<p>[1] Klaus-Rüdiger Mai, <em>Geheimbünde &#8211; Mythos, Macht und Wirklichkeit.</em> Bastei-Lübbe Verlag Bergisch Gladbach, 2006</p>
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		<title>Hört auf, &#8222;Nationen zu bauen&#8220; &#8211; fangt an, Nationen zu retten!</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 11:51:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Deep Roots</dc:creator>
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Übersetzt von Deep Roots
Worin weichen Obama und McChrystal voneinander ab?
Nicht in vielem. Keiner der beiden will die Taliban vernichten – man kann’s auf den Zeitpunkt reduzieren, an dem ein bisher noch nicht existierender afghanischer Staat funktionieren kann. Weshalb – Zeit für Vorhersagen – McChrystal auch [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=fjordman.wordpress.com&blog=5190227&post=904&subd=fjordman&ref=&feed=1" />]]></description>
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<p>Von <strong>Diana West</strong>, erschienen am 25. Oktober 2009 unter <a href="http://www.dianawest.net/Home/tabid/36/EntryId/1092/Stop-Nation-Building-Start-Nation-Saving.aspx">http://www.dianawest.net/Home/tabid/36/EntryId/1092/Stop-Nation-Building-Start-Nation-Saving.aspx</a></p>
<p>Übersetzt von Deep Roots</p>
<p>Worin weichen Obama und McChrystal voneinander ab?</p>
<p>Nicht in vielem. Keiner der beiden will die Taliban vernichten – man kann’s auf den Zeitpunkt reduzieren, an dem ein bisher noch nicht existierender afghanischer Staat funktionieren kann. Weshalb – Zeit für Vorhersagen – McChrystal auch dann nicht von seinem Posten zurücktreten wird, wenn Obama ihm weniger Truppen gibt, als er verlangt.</p>
<p>McChrystals Lagebewertung macht eindeutig klar, daß das, was der General seine „neue Strategie“ nennt – eine Intensivierung des „Schutzes der Bevölkerung“ auf Kosten des „Schutzes der Einsatzkräfte“ – seine oberste Priorität darstellt, nicht eine erhöhte Truppenstärke. Aber dies wird in der Debatte ignoriert, und sicherlich von den meisten Konservativen, die nur die Notwendigkeit betonen, „dem General die Truppen zu geben, die er braucht, um zu gewinnen.&#8220; Was der General wirklich gewinnen will – nämlich die Unterstützung des afghanischen Volkes – wird selten erwähnt.</p>
<p>Und wie gewinnt man diese afghanische Unterstützung? Der Mann hat einen Plan. Wie Dexter Filkins von der New York Times es kürzlich ausgedrückt hat: &#8222;McChrystals Plan ist eine Blaupause für ein amerikanisches Vorhaben, einen modernen Staat in Afghanistan aufzubauen, wo nie einer existiert hat. &#8230; Selbst unter den besten Umständen würde diese Anstrengungen höchstwahrscheinlich viele weitere Jahre dauern, Hunderte Milliarden Dollar kosten und den Tod vieler weiterer amerikanischer Männer und Frauen zur Folge haben. Und das nur, wenn er Erfolg hat.&#8220;</p>
<p>In anderen Worten, das erwogene „Massenaufgebot“ für Afghanistan ist fürs „Nationenbauen“ gedacht, nicht fürs Kriegführen.</p>
<p>Aber wissen Sie was? Die Vereinigten Staaten haben das Nationenbauen in Afghanistan schon versucht, und es hat einfach nicht gehalten. Und das war keine dubiose Operation. Professor Nick Cullather von der University of Indiana beschreibt die über 30 Jahre anhaltender US-Entwicklungstätigkeit in Afghanistan als „einen ‚integrierten’ Entwicklungsplan, mit Bildung, Industrie, Landwirtschaft, Medizin und Marketing unter einer einzigen Kontrollbehörde“ &#8211; ein massives Staudammprojekt namens Helmand Valley Authority.</p>
<p>Es was „ein Stück Amerika, in die afghanische Landschaft versetzt“, merkte der Historiker Arnold Toynbee an, der 1960 zu Besuch dort war. Und vom Beginn des Projekts im Jahr 1946 – entworfen von Morrison Knudson, dem Erbauer des Hoover Dam, der Golden Gate Bridge und von Cape Canaveral &#8211; bis 1979, als es endete, gab es keinen „Aufstand“ von Taliban, der das soziale Werk des Nationenbauens kompliziert hätte.</p>
<p>Aber genauso, wie diese lange US-Präsenz in der Provinz Helmand (ja, die Talibanbrutstätte und Opiumanbauregion, in die diesen Sommer 4.000 US-Marines „fluteten“) aus dem nationalen Bewußtsein gelöscht worden ist, so sind auch diese historischen Werke der Vereinigten Staaten aus Afghanistan ausradiert worden, was helfen könnte, die Amnesie zu erklären.</p>
<p>Dennoch, bei Nationenbau-Utopisten wie McChrystal, jene von links bis rechts, die verschiedene Völker und Kulturen als austauschbare Spielsteine auf einem Spielbrett sehen, mäßigt die Realität niemals den Fanatismus. Ein blinder Glaube befähigt die Gläubigen, sowohl ihre utopischen Visionen zu sehen als auch die Gründe auszublenden, warum solche Visionen niemals Gestalt annehmen können – in diesem Fall die spezifisch islamischen Gründe (Scharia), warum Afghanistan niemals westlichen Zielen dienen oder diese erfüllen kann.</p>
<p>Noch einmal, hier liegt der fatale Fehler in unserer Strategie. Wie die zum Untergang verurteilten Sowjets ignorieren die Vereinigten Staaten und ihre westlichen Verbündeten die Bedrohung des Dschihad, einer Bedrohung auf nunmehr globaler Ebene, wie man sie sich 1979 niemals vorgestellt hätte, als die sowjetischen Panzer nach Kabul rollten. „Wir miniaturisieren die Herausforderung,“ schreibt Andrew C. McCarthy auf National Review Online. &#8222;Daher heißt es, der Krieg finde nur in Afghanistan statt. Die ‚Herausforderung’ wird so dargestellt, als ginge es nur um die Isolierung einer relativen Handvoll [von Extremisten], statt sich der Tatsache zu stellen, daß –zig Millionen Moslems den Westen verachten.&#8220; Und schlimmer noch, die Tatsache, daß –zig Millionen Moslems daran arbeiten, ihre Gefühle zu lindern, indem sie das islamische Gesetz überall im Westen befolgen und durchsetzen.</p>
<p>In anderen Worten, das Nationenbauen in der islamischen Welt ist eine Ablenkung vom Retten der Nationen in der westlichen Welt.</p>
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