von Fjordman
Druckversion (pdf)
Original vom 02.10.2006 : Who Are We, Who Are Our Enemies – The Cost of Historical Amnesia in Dhimmi Watch.
Übersetzung von Eisvogel
“Der Jihad, der islamische so genannte Heilige Krieg, gehörte über mehr als 1300 Jahre zur Lebenswirklichkeit in Europa, Asien, Afrika, dem Nahen und dem Fernen Osten, aber dies hier ist die erste Geschichte der islamischen Kriege, die jemals veröffentlicht wurde. Über ihr christliches Gegenstück, die Kreuzzüge, mit denen der Jihad oft verglichen wird, sind dagegen Hunderte von Büchern erschienen, obwohl die Kreuzzüge weniger als 200 Jahre andauerten und sich im Gegensatz zum Jihad, der universell ist, weitgehend aber nicht vollständig auf das Heilige Land beschränkten. Darüber hinaus sind die Kreuzzüge schon seit mehr als 700 Jahren vorbei, während der Jihad immer noch in der Welt steht. Der Jihad ist das große geschichtliche Ereignis über das am wenigsten berichtet und das am wenigsten beachtet wurde. Er wurde tatsächlich weitgehend ignoriert. Die Encyklopaedia Britannica zum Beispiel widmet den Kreuzzügen achtzig mal so viel Platz wie dem Jihad.”
Dieses Zitat ist aus Paul Fregosis Buch Jihad in the West von 1998. Herr Fregosi musste erkennen, dass es schwierig war, sein Buch über die Geschichte des islamischen Heiligen Krieges in Europa vom 7. bis zum 20. Jahrhundert Mitte der 90er Jahre zu veröffentlichen, die Herausgeber hatten den Fall von Salman Rushdie noch frisch im Gedächtnis.
Ein paar Jahre später veröffentlichte Andrew G. Bostom mit The Legacy of Jihad, (Das Vermächtnis des Jihad) ein noch umfangreicheres Buch. Bostom schrieb über etwas, das er “Amerikas ersten Krieg gegen den Terror” nannte.
Thomas Jefferson und John Adams, die damals jeweils der amerikanische Botschafter in Frankreich und Großbritannien waren, trafen sich 1786 in London mit dem tripolitanischen Botschafter in Großbritannien, Sidi Haji Abdul Rahman Adja. Diese beiden späteren amerikanischen Präsidenten versuchten, einen Friedensvertrag auszuhandeln, der die USA vor dem verheerenden Wüten der Jihad-Piraterie bewahren sollte – Mord und Versklavung gingen von den so genannten Berberstaaten Nordafrikas aus, die heute den modernen Staaten Marokko, Algerien, Tunesien und Libyen entsprechen.
Andrew Bostom hält fest, dass schon 200 Jahre bevor die Vereinigten Staaten eine internationale Supermacht im Nahen Osten wurden, ein aggressiver Jihad gegen sie geführt wurde. Israel hat somit gar nichts damit zu tun.
Die Jihad-Piraterie der Berber gab es schon seit der frühesten arabisch-islamischen Expansion im 7. und 8. Jahrhundert. Francisco Gabrieli führt aus:
“Nach heutigem Verständnis internationaler Beziehungen laufen solche Aktivitäten auf Piraterie hinaus, aber sie passen perfekt zum Jihad, einer islamischen religiösen Pflicht. Die Eroberung Kretas im Osten und zu einem guten Teil auch die Seeräuber-Kriegsführung entlang der provençalischen und italienischen Küste im Westen waren ganz offensichtlich zum Großteil “privat initiiert” von der Art, die dann zur arabischen Dominanz über das Mittelmeer führte”.
Der Prototyp eines islamischen Überfalls von der See her ereignete sich 846, als eine Flotte mit arabischen Jihadisten an Bord an der Tibermündung auftauchte, weiter nach Rom fuhr, wo sie die Stadt brandschatzen und aus der St. Peters Basilika alles Gold und Silber, das sich darin befand, mitnahmen.
Während des 16. und 17. Jahrhunderts wurden genauso viele Europäer von den Berber-Seeräubern gefangen, verkauft und versklavt wie Westafrikaner gefangen und als Plantagensklaven von europäischen Sklavenhändlern nach Amerika verschleppt wurden. Nach einer methodischen Zählung von Robert Davis wurden zwischen einer und 1,25 Millionen weiße europäische Christen von den islamischen Berbern zwischen 1530 und 1780 versklavt.
White Gold (Weißes Gold), Giles Miltons bemerkenswerter Bericht des kornischen Kabinenjungen Thomas Pellow, der von den Berber-Seeräubern 1716 gefangen wurde, dokumentiert, wie die Piratenüberfälle sich ausweiteten, und zwar bis nach England [Seite 13: "Am Ende des furchtbaren Sommers 1625 schätzte der Bürgermeister von Plymouth, dass 1.000 Boote zerstört worden waren und eine ungefähr gleich große Anzahl von Dorfbewohnern in die Sklaverei verschleppt worden waren"], nach Wales und Südirland [Seite 16: "1631... segelten 200 islamische Krieger... zum Dorf Baltimore, stürmten mit gezogenen Schwertern an Land auf die völlig überraschten Dorfbewohner zu. (Sie) verschleppten 237 Männer, Frauen und Kinder und brachten sie nach Algier... Der französische Padre Pierre Dan war zu dieser Zeit in der Stadt ( Algier) ... ER wurde Augenzeuge, wie die Dorfbewohner auf dem Sklavenmarkt verkauft wurden...."Es war ein Mitleid erregender Anblick, sie auf dem Markt ausgestellt zu sehen.... Frauen wurden von ihren Männern getrennt, Kinder von ihren Vätern....auf der einen Seite wurde der Ehemann verkauft auf der anderen seine Frau; und ihre Tochter wurde aus ihren Armen gerissen ohne Hoffnung darauf, dass sie sich jemals wieder sehen würden"] und sogar bis nach Reykjavik in Island!
Bostom hält fest, dass “bis zum Juni/Juli 1815 die gekonnt geführte U.S. Seestreitmacht den Berber-Jihadisten eine schnelle Serie vernichtender Niederlagen zugefügt hatte. Dieser Erfolg beflügelte die Machte der Alten Welt, sich ebenfalls gegen die Berber-Piraten zu wehren.”
Manche Araber scheinen immer noch den guten alten Zeiten nachzutrauern, in denen sie Jizya-Zahlungen vom Westen abpressen konnten. Der libysche Staatschef Muammar Gaddafi hat ausgeführt, dass er der Ansicht sei, die europäischen Staaten sollten 10 Milliarden Euro pro Jahr an Afrika zahlen um den Fluss von Migranten, die auf der Suche nach einem besseren Leben nordwärts nach Europa strömen, aufzuhalten. Er fügte ohne nähere Erklärung hinzu: “Die Erde gehört jedermann. Warum sie ( junge Afrikaner) nach Europa emigrieren – es sind die Europäer, die darauf eine Antwort finden sollten.”
Ganz davon abgesehen, dass es ein eindeutiges Beispiel dafür ist, wie Migration oder eher die Verschleuderung der Bevölkerung von Ländern der Dritten Welt, im 21. Jahrhundert zu einem Mittel zur Erpressung geworden ist, ist dies ein Rückfall in das Zeitalter, als Tripolis Europa Zahlungen abpressen konnte.
Traurigerweise scheint es so, dass die Amerikaner die Lektionen aus diesem stolzen Kapitel ihrer Geschichte vergessen haben, als sie sich weigerten, den Moslems Lösegeld zu zahlen wie es die Europäer taten, sondern stattdessen Kriegsschiffe ins Mittelmeer sandten und zwar mit dem Slogan “Millionen für Verteidigung, nicht einen Penny für Tribut!” Seit dem 2. Weltkrieg gab es drei große Konflikte auf dem Balkan: In Zypern, in Bosnien und im Kosovo. Bei allen drei Gelegenheiten haben die USA auf Seiten der Moslems eingegriffen. Allerdings sagten ungeachtet dieser Tatsache zwei der 9/11-Terroristen, dass ihre Aktionen dem Drang entsprangen, das Leiden bosnischer Moslems zu rächen.
Wie Efraim Karsh, der Autor des Buches Islamic Imperialism: A History ausführt, wird Amerika in der islamischen Welt nicht wegen irgendeiner bestimmten Politik geschmäht, “sondern weil es als die vorherrschende Weltmacht die endgültige Verwirklichung des uralten Traums eines islamischen Weltreichs ( der Umma) blockiert“.
Nach Hugh Fitzgerald “muss man sich vergegenwärtigen, wie einerseits manche von den Serben verübten Gräuel übertrieben wurden, während andererseits die Gräuel, die an ihnen verübt wurden, kleingeredet oder sogar vollkommen ignoriert worden waren. Aber was das Beunruhigendste daran war, war, dass kein Zusammenhang mit irgendetwas hergestellt wurde: Nichts über die Jahrhunderte islamischer Herrschaft.
Wäre die Geschichte rechtzeitig in die Lagebesprechung eingeflossen, hätten die westlichen Regierungen vielleicht die tiefen Ängste verstehen und beruhigen können, die der bosnisch-islamische Führer Izetbegovic auslöste, als er schrieb, er habe vor, einen islamischen Staat in Bosnien zu gründen und die Scharia nicht nur dort einzuführen, sondern überall da, wo Moslems einst auf dem Balkan geherrscht hatten. Hätte die westliche Welt auch nur die kleinste intelligente Einfühlung oder das kleinste Verständnis dafür gezeigt, wie das auf viele Serben (und andere Christen auf dem Balkan und in Griechenland) wirken musste, hätte es niemals eine so gewalttätige serbische Reaktion gegeben und jemand wie [Slobodan] Milosevic wäre niemals an die Macht gekommen.”
1809, nach der Schlacht von Cegar Hill, wurden auf Befehl des türkischen Paschas Hurshid an der Straße nach Konstantinopel die Schädel serbischer Soldaten zu einem Turm , dem Schädelturm, aufgehäuft. 3 Meter hoch, wurde der Schädelturm aus 952 Schädeln erbaut als Warnung an das serbische Volk, sich nicht gegen seine islamischen Herrscher aufzulehnen. Einige Jahre später wurde eine Kapelle über die Schädel gebaut.
Vergleichbare Jihad-Massaker wurden nicht nur gegen die Serben verübt, sondern auch gegen die Griechen, die Bulgaren und andere Nichtmoslems, die sich während des 19. Jahrhunderts langsam gegen das Ottomanische Reich erhoben. Professor Vahakn Dadrian und andere haben ganz klar den Jihad als einen wichtigen Faktor beim Völkermord an den Armeniern im frühen 20. Jahrhundert erkannt. Dieser von den Türken verübte Völkermord hat angeblich Adolf Hitler zu seinem späteren Völkermord an den Juden inspiriert: “Wer in aller Welt spricht heutzutage noch von der Vernichtung der Armenier?”
Wie Efraim Karsh schreibt, “Die Ottomanen stürzten sich als Antwort auf die nationalistischen Bestrebungen ihrer europäischen Untertanen in eine Orgie des Blutvergießens. Der griechische Unabhängigkeitskrieg in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts, die Aufstände an der Donau 1848 und in Folge davon der Krimkrieg, die Explosion des Balkans in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts, der griechisch-ottomanische Krieg 1897 – all das waren schmerzliche Mahnungen daran, welchen Preis es hat, sich der Imperialisten islamischen Herrschaft zu widersetzen.”
In seinem Buch Onward Muslim Soldiers zitiert Robert Spencer einen Brief aus Bosnien, der 1860 vom damaligen britischen Konsul in Sarajewo, James Zohrab, verfasst wurde:
“Der Hass der Christen auf die bosniakischen Moslems ist heftig. Über einen Zeitraum von 300 Jahren hinweg waren sie sehr viel Unterdrückung und Grausamkeit ausgesetzt. Es gab kein anderes Recht für sie als die Launenhaftigkeit ihrer Herren….Die Unterdrückung kann inzwischen nicht mehr ganz so offen wie früher stattfinden, aber man darf nicht annehmen, dass, nur weil die Regierungsbeamten im allgemeinen nicht wie Unterdrücker wirken, Christen gut behandelt und beschützt würden.”
Alija Izetbegovic, der während des Bosnienkrieges bosnischer Präsident und 2003 verstarb, wurde weltweit als moderate moslemische Führungspersönlichkeit gefeiert. So gut wie nichts wurde in westlichen Medien darüber berichtet, dass er in seiner Islamischen Deklaration von 1970, für die er von den Kommunisten in Jugoslawien ins Gefängnis gesteckt wurde, für die “Bemühung, eine große Islamische Föderation von Marokko bis Indonesien, vom tropischen Afrika bis nach Zentralasien zu erschaffen” eintrat. “Die islamische Bewegung sollte und muss damit beginnen, die Macht zu übernehmen, sobald sie moralisch und zahlenmäßig stark genug dafür ist, nicht nur die existenten nichtislamischen Autoritäten zu stürzen sondern auch eine neue islamische Autorität aufzubauen.”
Alija Izetbegovic erhielt auch Gelder von einem saudischen Geschäftsmann, Yassin al-Kadi, der den Vereinigten Staaten, den Vereinten Nationen und der Europäischen Union als Financier von Al-Kaida-Terroristen bekannt ist. Evan F. Kohlmann, der Autor von Al-Qaeda’s Jihad in Europe: The Afghan-Bosnian Network (Al Kaidas JIhad in Europa: Das afghanisch-bosnische Netzwerk) legt dar, dass der “Schlüssel zum Verständnis der Al-Kaida-Zellen in Europa im Bosnienkrieg der 90er Jahre liegt.” 1992 stellte die bosnisch-islamische Regierung Alija Izetbegovics in ihrer Wiener Botschaft Osama bin Laden einen Pass aus. Das Wall Street Journal berichtete 2001: “während der vergangenen 10 Jahre haben höchste Al-Kaida-Vertreter, einschließlich bin Laden selber dreimal zwischen 1994 und 1996 den Balkan besucht. Der ägyptische Arzt und Terroristenführer Ayman Al-Zawahiri unterhielt Trainingslager für Terroristen, Fabriken für Massenvernichtungswaffen sowie Geldwäsche- und Drogenhandels-Netzwerke in Albanien, dem Kosovo, Mazedonien, Bulgarien, der Türkei und Bosnien.”
Samuel Huntington erwähnte bereits 1993 in seinem allseits bekannten Artikel “The Clash of Civilizations” im Journal Foreign Affairs, dass sowohl die Schiiten im Iran als auch die Sunniten Saudi-Arabiens die Bosnier mit beträchtlichen Geldmengen, Waffen und Männern versorgt haben. Tausende ausländischer Kämpfer oder “Mujaheddin” aus islamischen Ländern kamen nach Bosnien, um Seite an Seite mit den einheimischen Moslems in dem blutigen Bürgerkrieg von 1992-1995 zu kämpfen. Viele dieser Mujaheddin blieben nach dem Bürgerkrieg in Bosnien und manche betreiben Trainingslager für Terroristen, wo sie die einheimische Jugend indoktrinieren.
Terroristen haben nicht nur in Bosnien sondern auch in Albanien und überall auf dem Balkan, daran gearbeitet, nichtarabische Sympathisanten zu rekrutieren – so genannte “white Muslims” mit westlichem Aussehen, die sich theoretisch leichter unauffällig in europäischen Städten bewegen und Terroranschläge ausführen können.
Saudiarabien wird nachgesagt, mehr als eine Milliarde Dollar alleine in der Region von Sarajevo für Projekte, die auch den Bau von 158 Moscheen umfassen, investiert zu haben. Die islamische Welt nutzt den Balkan so als Sprungbrett für den Jihad gegen den Rest Europas und des Westens. “Es gibt religiöse Zentren in Bulgarien, die islamischen Gruppierungen, die sich mit saudischem Geld finanzieren, gehören.” warnt der Chef des bulgarischen Militärgeheimdienstes. Ihm zufolge befinden sich diese Zentren im Süden und Südosten Bulgariens, wo die Moslems des Landes, die meist türkischen Ursprungs sind, konzentriert sind und sie “hatten Verbindungen zu vergleichbaren Organisationen im Kosovo, in Bosnien und in Mazedonien. Bulgarien scheint für sie als Transitland für Westeuropa zu dienen.” Er sagte, dass Schritte unternommen würden, zu verhindern, dass Terrorgruppierungen in Bulgarien, das mit der Türkei eine gemeinsame Grenze hat, Fuß fassen können. Bulgariens türkische Minderheit macht 10 Prozent der Landesbevölkerung aus.
Die frühere jugoslawische Republik Mazedonien verabschiedete ein Gesetz, das es ethnischen Albanern erlaubt, in Gegenden, wo sie die Mehrheit bilden, die albanische Nationalflagge zu hissen. Die Entscheidung war das Ergebnis einer über sieben Monate andauernden heftigen Debatte im Jahr 2001, in die albanische Separatisten involviert waren, und sie folgte dem Druck der Europäischen Union, die immer bereit ist, Moslems zu Willen zu sein.
Ethnische Albaner machen ungefähr 25% der Bevölkerung Mazedoniens aus. Wenn die demographische Entwicklung vergleichbar der im Kosovo verläuft, wo die überwiegend moslemischen Albaner ihre nichtmoslemischen Nachbarn in die Minderheit “gebrütet” haben, könnte sich die Mazedonier in näherer Zukunft einem ernsthaften Problem gegenübersehen. Im Kosovo wurden Dutzende von Kirchen und Klöstern in Folge einer ethnischen Säuberung an christlichen Serben zerstört oder ernsthaft beschädigt, und zwar unter den Augen von NATO-Soldaten.
In einem Kommentar mit dem Titel “Haben wir die falsche Seite gebombt?” schrieb der frühere kanadische UNPROFOR-Commander Lewis MacKenzie, “Die Kosovo-Albaner haben uns wie eine Stradivari gespielt. Wir haben ihre gewaltsamen Bestrebungen nach einem ethnisch gesäuberten und unabhängigen Kosovo mitfinanziert und indirekt auch unterstützt. Wir haben ihnen niemals vorgeworfen, dass sie die treibende Kraft der Gewalttätigkeiten in den frühen 90er Jahren waren und wir stellen sie auch heute immer noch als Opfer dar, obwohl eindeutig das Gegenteil bewiesen ist. Wenn sie ihre Unabhängigkeit mit Hilfe unserer Steuerdollars und dem Geld von bin Laden und Al Kaida erlangen, dann stellen Sie sich mal vor, wie ermutigend diese Botschaft auf andere von Terroristen unterstützte Befreiungsbewegungen weltweit wirkt”
Martti Ahtisaari, der frühere Präsident Finnlands und heutige Chefunterhändler der Vereinten Nationen im Kosovo, rief in Serbien Unmut hervor, als er feststellte; “Die Serben sind als Volk schuldig”, was impliziert, dass sie dafür zu zahlen hätten, vielleicht mit dem Verlust der Provinz Kosovo, die nach Unabhängigkeit strebt.
Ich stimme mit Herrn Ahtisaari nicht überein. Es ist eine Sache, die Brutalität des Milosevic-Regimes zu kritisieren. Es ist eine ganz andere Sache zu behaupten, die “Serben als Volk wären schuldig”. Wenn irgendjemand auf dem Balkan als Volk schuldig genannt werden kann, dann sind es die Türken, nicht die Serben. Die Türken haben über Jahrhunderte hinweg eine Blutspur quer durch Europa und das Mittelmeer Gebiert hinterlassen, die im Völkermord an den Armeniern im 20. Jahrhundert gipfelte, den die Türkei immer noch leugnet, ganz zu schweigen davon, sich dafür zu entschuldigen.
Dimitar Angelov beleuchtet die heftigen Auswirkungen des ottomanischen Jihad auf die besiegten Völker des Balkan:
“…die Eroberung der Balkanhalbinsel durch die Türken über ungefähr zwei Jahrhunderte hinweg verursachte einen unschätzbaren Ruin materieller Werte, zahllose Massaker, die Versklavung und Vertreibung eines großen Teils der Bevölkerung – in einem Wort: ein allgemeiner langsamer Niedergang der Produktivität genau wie es in Kleinasien geschah, nachdem es von den gleichen Eindringlingen besetzt wurde. Dieser Niedergang der Produktivität verblüfft umso mehr, wenn man sich ins Gedächtnis ruft, dass in der Mitte des 14. Jahrhunderts als die Ottomanen auf der Halbinsel Fuß fassen konnten, die Staaten, die dort existierten – Byzanz, Bulgarien und Serbien – bereits einen ziemlich hohen wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklungsstand erreicht hatten… Die Feldzüge von Mourad II (1421-1451) und besonders die seines Nachfolgers Mahomet II (1451-1481) in Serbien, Bosnien, Albanien und dem Byzantinischen Prinzenreich auf dem Peloponnes, waren besonders zerstörerischer Natur.”
Diese Tradition des osmanischen Jihad wird bis heute von der “säkularen” Türkei beibehalten. Michael J. Totten besuchte 2005 Varosha, die Geisterstadt Zyperns. Die Stadt wurde während der türkischen Invasion Zyperns 1974 verlassen und ist nun ein abgezäunter Bereich, in dem die türkischen Eroberer Patrouille laufen. Die Türken teilten die Insel auf. Griechisch-zypriotische Bewohner von Varosha dachten, dass sie innerhalb von Tagen in ihrer Häuser zurückkehren könnten. Stattdessen nahmen die Türken die leere Stadt ein und umgaben sie mit Zäunen und Stacheldraht.
Im März 2006 berichtete der Italiener Luigi Geninazzi ebenfalls über dieses Gebiet. 180.000 Personen leben im Nordteil der Insel, 100.000 davon sind Kolonisten aus dem türkischen Mutterland.
Nach Geninazzi, wurde die Islamisierung Nordzyperns mit der Zerstörung von allem, was christlich war, verwirklicht. Yannis Eliades, der Direktor des Byzantinischen Museums von Nikosia, schätzt, dass in den von Türken besetzten Gebieten 25.000 Ikonen aus den Kirchen verschwunden sind. Gewaltige byzantinische und romanische Kirchen, eindrucksvolle Klöster, Mosaiken und Fresken fielen Brandschatzungen und Zerstörungen zum Opfer. Viele wurden in Restaurants, Bars und Nachtclubs umgewandelt.
Geninazzi konfrontierte Huseyn Ozel, einen Sprecher der selbsternannten Republik Nordzypern mit diesen Tatsachen. Die meisten der Moscheen auf griechisch-zypriotischem Gebiet wurden wiederhergestellt. Warum also werden auch heute noch Kirchen in Moscheen umgewandelt? Mit einer Geste weit ausgebreiteter Arme sagte der türkisch-zypriotische Funktionär: “Es ist eben eine ottomanische Gewohnheit….”
Für jemanden aus Finnland, einem der nördlichsten Länder Europas, das nur sehr wenig direkten Kontakt mit dem Jihad hatte, gibt es vielleicht eine Entschuldigung dafür, dass er so wenig davon versteht. Aber Menschen aus Russland, einem Land, das einst unter dem Joch der Tartaren war, sollten es besser wissen. Also, warum helfen die Russen der Islamischen Republik Iran mit Raketen- und Nukleartechnologie, die eventuell dazu dienen wird, den Westen einzuschüchtern? Sind die Russen so naiv, dass sie glauben, diese Bestie würde sich nicht auch gegen sie wenden und sie beißen? Der Iran trainiert im Geheimen tschetschenische Rebellen in ausgeklügelten Terrortechniken, damit sie effektivere Angriffe gegen russische Streitkräfte durchführen können, wie der Sunday Telegraph aufgedeckt hat.
Der Islam war in der Sowjetunion unter Kontrolle, erlebt aber seit ihrem Zusammenbruch 1991 mit finanzieller Unterstützung aus dem Nahen Osten eine Renaissance. Diese Re-Islamisierung Zentralasiens sollte die Russen wirklich beunruhigen. Sie geben Hunderte von Millionen Dollar für ein Grenzsicherungsprojekt in der Region aus, teilweise aus dem Grund, nicht demographisch von Moslems überrannt zu werden. Aber das Problem existiert auch in Russland selbst.
Russlands nichtmoslemische Bevölkerung geht zurück, aber in moslemischen Gebieten nimmt die Bevölkerung zu. Wird es das Land namens Russland auch noch in der Zukunft geben? Und falls ja, wird es ein Russland Puschkins oder eines Abdullahs sein? Es ist verständlich, dass die Russen eigene Großmachtambitionen haben. Man möchte jedoch hoffen, dass sie aufwachen, dass sie sich ihrer eigenen Geschichte erinnern und realisieren, dass es schlimmere Bedrohungen als die Macht Amerikas gibt.
Paul Fregosi hat ausgeführt, dass die “westliche Kolonisation benachbarter islamischer Länder 130 Jahre andauerte, ungefähr von 1830 bis 1960. Die islamische Kolonisation benachbarter europäischer Länder dauerte 1300 Jahre vom 7. Jahrhundert bis in die Mitte der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts. Seltsamerweise jedoch sind es die Moslems, die Araber und genau genommen die Mauren, die sich am bittersten über den Kolonialismus und die Demütigungen beschweren, denen sie ausgesetzt waren; und es sind die Europäer, bei denen die Scham und die Schuld zu Hause ist. Es sollte genau andersherum sein.”
Janos (John) Hunyadi, ein ungarischer Krieger und General, ist heute außerhalb Ungarns praktisch unbekannt, aber er trug vermutlich mehr als jedes andere Individuum dazu bei, die türkische Invasion im 15. Jahrhundert einzudämmen. Seine Aktivitäten erstreckten sich über alle Balkanländer, er führte internationale Armeen an, verhandelte mit Königen und Päpsten. Hunyadi starb an der Pest, nachdem er 1456 die ottomanische Flotte außerhalb Belgrads zerstört hatte. Sein Wirken verzögerte das Vordringen der Moslems und hat möglicherweise dadurch Westeuropa davor bewahrt, an den Islam zu fallen. Wenn man den Gedanken weiterführt, könnte er sogar dazu beigetragen haben, auch die westliche Zivilisation in Nordamerika und Australien zu retten. Und doch weiß kaum jemand im Westen, wer er ist. Unsere Kinder lernen seinen Namen nicht, man lehrt sie nur die Übel des westlichen Kolonialismus und die Gefahren von Islamophobie.
Westeuropa ist heute eine sehr merkwürdige Mischung aus Arroganz uns Selbsthass. Moslems richten Verwüstungen an und attackieren ihre nicht-moslemischen Nachbarn von Thailand bis Indien. Es ist extrem arrogant, zu glauben, dass ihre Anwesenheit in den Niederlanden, Großbritannien, Italien oder auch in den USA oder Kanada ein anderes Ergebnis haben wird als irgendwo anders. Das wird es nicht. Wenn wir bescheidener gewesen wären und auf die Hindus Indiens oder auch nur unsere christlichen Cousins in Südosteuropa gehört hätten, wären wir nicht in so großen Schwierigkeiten wie wir jetzt sind.
Auf der anderen Seite, wenn wir nicht so eine Kultur des Selbsthasses pflegen würden, wo unsere eigenen kulturellen Traditionen zu Gunsten eines nichts sagenden multikulturellen Cocktails lächerlich gemacht werden, hätten wir wahrscheinlich auch keine massive Einwanderung von Moslems zugelassen. Es ist kein Widerspruch, einerseits stolz auf das eigene kulturelle Erbe zu sein und andererseits zu wissen, dass es daneben immer noch Lektionen gibt, die man von anderen lernen kann. Ein Weiser kann beides. Heutige Westler können keins von beidem.
Sun Tsu, ein Zeitgenosse des großen chinesischen Denkers Konfuzius, schrieb vor 2.500 Jahren sein einflussreiches Buch über Militärstrategien “Die Kunst des Krieges”. Es ist ein Buch, das verdient, vollständig gelesen zu werden, aber das vielleicht berühmteste Zitat daraus ist dieses :
“So ist denn gesagt: Kenne deinen Feind und kenne dich selber, so wirst du in hundert Schlachten nicht in Gefahr geraten; wenn du deinen Feind nicht kennst, aber dich selber, wirst du eine Schlacht verlieren und eine gewinnen; wenn du deinen Feind kennst, aber dich selber nicht, wirst du in jeder einzelnen Schlacht in Gefahr geraten.”
Wir im Westen haben vergessen, wer unsere Feinde sind, und – schlimmer noch – wir haben auch vergessen, wer wir selber sind. Wir werden einen hohen Preis für diese geschichtliche Amnesie bezahlen.