Archive für Beiträge mit Schlagwort: Feminismus

von Fjordman

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Veröffentlicht unter dem Titel “Fourteen Centuries of War Against European Civilization” am 30. 9. 2008 in: Gates of Vienna

Übersetzung aus dem Englischen von: BeforeDawn

Das folgende Essay ist ein Zusammenschnitt einiger früherer Online-Essays, unter anderen Who Are We, Who Are Our Enemies – The Cost of Historical Amnesia; Why We Should Oppose an Independent Kosovo; Refuting God´s Crucible und The Truth About Islam in Europe.

 “Der Djihad, der islamische sogenannte Heilige Krieg, ist mehr als 1300 Jahre lang in Europa, Asien, Afrika und im Nahen und Mittleren Osten Realität gewesen, aber dieses ist die erste Geschichte der Kriege der Muslime in Europa, die veröffentlicht wird. Hunderte von Büchern jedoch sind erschienen über das Gegenstück auf der christlichen Seite, die Kreuzzüge, mit denen der Djihad oft verglichen wird, obwohl sie weniger als zweihundert Jahre dauerten und nicht wie dieser universell geführt wurden, sondern im wesentlichen auf das Heilige Land beschränkt waren. Hinzu kommt, dass die Kreuzzüge seit 700 Jahren vorbei sind, während der Djihad immer noch andauert. Er ist das am wenigsten beachtete und beschriebene historische Großereignis, ja er ist weitgehend ignoriert worden. So räumt zum Beispiel die Encyclopedia Britannica den Kreuzzügen achtzig mal so viel Platz ein als dem Djihad.”

Dieses Zitat stammt aus dem Buch von Paul Fregosi Jihad in the West (1998). Fregosi musste damals feststellen, dass es schwierig war, einen Verleger für sein Buch über die Geschichte des islamischen Heiligen Krieges in Europa vom 7. bis zum 20. Jh. zu finden, da der Fall Salman Rushdie noch in frischer Erinnerung war.

 Einige Jahre später erschien The Legacy of Jihad von Andrew G. Bostom, das wohl bislang umfassendste und gelehrteste Buch zu diesem Thema. Er hat auch einen Aufsatz über, wie er es nennt, “Amerikas ersten Krieg gegen den Terror” geschrieben. Thomas Jefferson und John Adams, damals Amerikas Botschafter in Frankreich bzw. Großbritannien, trafen sich 1786 in London mit dem tripolitanischen Botschafter in Großbritannien Sidi Haji Abdul Rahman Adja. Diese späteren amerikanischen Präsidenten versuchten einen Friedensvertrag zu verhandeln, der den Vereinigten Staaten die Verheerungen der djihadistischen Piraterie ersparen sollten – die Versklavung und den Tod, die von den so genannten Barbareskenstaaten ausgingen, die den heutigen Ländern Marokko, Algerien, Tunesien und Libyen entsprechen.

Bostom stellt fest, dass “ein aggressiver Djihad schon 200 Jahre, bevor sie die bestimmende internationale Macht im Nahen Osten wurden, gegen die Vereinigten Staaten geführt wurde.” Israel hat nichts damit zu tun. Die djihadistische Piraterie der Barbaresken hatte schon mit der frühen arabisch-islamischen Expansion im 7. und 8. Jahrhundert begonnen. Francisco Gabrieli stellt fest:

“Entsprechend dem gegenwärtigen Verständnis der internationalen Beziehungen sind die damaligen Geschehnisse als Piraterie zu bezeichnen, aber sie entsprechen auch gänzlich dem Konzept des Djihad als einer religiösen Pflicht. Die Eroberung Kretas im Osten sowie auch ein beträchtlicher Teil der Kriegführung der Korsaren entlang der Küsten Italiens und der Provence gehören zu den augenfälligsten Merkmalen solcher ´nicht-staatlichen Unternehmungen´, die zu der Dominanz der Araber im Mittelmeer beitrugen.”

Eine prototypische Razzia der muslimischen Seestreitkräfte ereignete sich im Jahre 846, als eine Flotte arabischer Djihadisten an der Mündung des Tibers erschien, bis nach Rom vordrang, die Stadt einnahm und aus der Peterskirche alles Gold und Silber wegschleppte, das sich dort befand. Dass der Vatikan mit einer Mauer umgeben und so zu einer “Stadt innerhalb der Stadt” wurde, war die Reaktion auf die beständige Drohung durch die islamischen Kriegszüge.

Bostom schreibt, dass “bis zum Juni/Juli 1815 die unter kompetenter Führung stehenden amerikanischen Seestreitkräfte ihren Kriegsgegnern von der Babareskenküste in einer raschen Folge eine Reihe von vernichtenden Niederlagen beigebracht hatten. Dieser Erfolg inspirierte dann die Mächte der Alten Welt, sich gegen die Piraten zu erheben.”

Heute scheinen einige Araber, wenn sie die Tributzahlungen der Jizya vom Westen fordern, sich nach den guten alten Tagen zurückzusehnen. Der Führer Libyens und Förderer des Terrorismus Muammar al-Gaddhafi hat bekannt gegeben, dass die europäischen Nationen 10 Milliarden Euro pro Jahr an Afrika zahlen sollen, als Unterstützung bei dem Versuch, die Migranten zu stoppen, die auf der Suche nach einem besseren Leben nordwärts nach Europa fluten. Er fügte kurz und bündig hinzu: “Die Erde gehört allen. Warum sie [die jungen Afrikaner] nach Europa auswandern – dies sollte von den Europäern beantwortet werden.” Abgesehen davon, dass dies ein klares Beispiel dafür ist, wie die Migration, oder richtiger, das Abladen überschüssiger Bevölkerung, im 21. Jahrhundert ein Werkzeug der Erpressung geworden ist, bedeutet dies eine Wiederkehr des Zeitalters, in dem Tripolis Tributzahlungen von Europa fordern konnte.

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von Fjordman

Veröffentlicht 09.10.2008 in The Brussels Journal

(Übersetzung von Thatcher/schattenkoenig)

Mona Sahlin, die Führerin der schwedischen Sozialdemokratischen Partei, bestätigte, dass ihre Partei und die Grünen 2010 eine Koalitionsregierung eingehen wollen. Welcher Art von Politik würde solch eine Regierung folgen? Miljöpartiet de Gröna, die schwedischen Grünen, sagen auf ihrer offiziellen Homepage, dass das Erziehungssystem in jungem Lebensalter beginnen sollte, auf “Gender-Gleichheit” hinzuwirken; dass Kinder Gegengewichte für die Gender-Rollen benötigen würden, in die hinein sie aufwachsen. Deshalb müssten Lehrer und das Personal von Kinderbetreuungsdiensten eine Ausbildung in Gleichheit absolvieren, bevor sie ihr Examen bekommen. Außerdem wollen sie die Noten in den Schulen abschaffen:

“Wir wollen das Notensystem [in den heutigen Schulen] loswerden. Noten tragen erheblich zu Stress bei und sind kein faires und objektives System, das Potential des Individuums zu beziffern.”

Die Grüne Partei befürwortet den ideologischen Globalismus in seiner reinsten Form. Sie wollen eine “Weltbürgerschaft”, die die nationale Staatsangehörigkeit ersetzt, völlig freie Migration auf globaler Ebene, globale Steuern und eine verstärkte UN, um eine gerechte Weltordnung zu garantieren:

“Wir glauben nicht an konstruierte Grenzen. Wir haben die Vision einer unbeschränkten Einwanderung und Auswanderung, mit der die Menschen das Rechthaben, zu leben und zu arbeiten wo immer sie wollen. [...] Wir wollen, dass Schweden ein internationales Vorbild wird, indem wir einen Plan entwerfen, unbegrenzte Einwanderung umzusetzen.”

Sie haben einen starken Schwerpunkt auf Antidiskriminierung und Rassismus gelegt, und sie fordern harte und schnelle Bestrafung für “Diskriminierung”, jedoch milde Strafen für viele andere Verbrechen. Sie wollen “religiös neutrale” Feiertage (kein Weihnachten oder Ostern) und einen Schulunterricht gegen Rassismus und Diskriminierung. Keine “Bigotterie” gegen irgendeine Volksgruppe (außer vermutlich die Weißen, und weiße Männer im besonderen) soll erlaubt sein, und alle Formen von Bigotterie sollten gesetzlich verboten werden, ungeachtet von woher sie geäußert wird. Unter den Formen des Rassismus, die besonders aggressiv ausgemerzt werden sollen, ist “Islamophobie”. Jedenfalls haben sie Verständnis dafür, dass Rassismus nicht völlig ausgemerzt werden könne, solange wir nicht die “rassistische Weltordnung” abgebaut und sie durch eine gerechte Weltordnung ersetzt haben, in der niemand mehr leidet und die Armen nicht mehr ausgebeutet werden.

Die schwedische Grüne Partei sagt ausdrücklich, dass die Konzepte männlich und weiblich “sozial konstruiert” seien und allen Menschen aufgezwungen. Um die neue Weltordnung zu erreichen, habe es Vorrang, dass alle derartigen künstlichen Identitäten zerbrochen würden. Dies solle durch das Bildungssystem und speziell geschulte Lehrer ermöglicht werden. Sie glauben, dass “alle Menschen” frei sein sollten, den Namen zu wählen, den sie tragen wollen. Damit meinen sie genauso das “soziale Geschlecht” (Gender, A.d.Ü.). Sie wollen, dass alles “Gender-neutral”, nicht nur Hochzeitszeremonien, sondern auch Personalausweise.

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von Fjordman

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Veröffentlicht unter dem Titel “The Failure of Western Feminism” in Gates of Vienna, 31. August 2008

Übersetzung aus dem Englischen von: BeforeDawn

Ich habe schon mehrere Essays über die schädlichen Auswirkungen des westlichen Feminismus geschrieben. Die gegenwärtige massive Welle der Gewalt und insbesondere der Vergewaltigungen in den Städten des Westens ist eine Form der Kriegsführung gegen die Weißen, und es wird Zeit, dass sie auch als solche erkannt wird. Dieser Beitrag auf Gallia Watch drückt es so aus:

Genau wie im Krieg bemächtigen sich die Sieger der einheimischen Frauen, während sie ihre eigenen beschützen. Die ganze Rhetorik, die darauf zielt, die europäische Frau, oder Frankreich (’Ich ficke Frankreich wie eine Hure’, sagt der Rapper Sniper), herabzuwürdigen, ist Teil der Verweiblichung der weißen Rasse, Teil der Vorstellung, dass Europa zu erobern ist, dass es in jeder Hinsicht zur Plünderung freigegeben ist. Sind die berüchtigten Gruppenvergewaltigungen nicht ein weiteres Beispiel für die kollektive Gewalt an europäischen Frauen, so wie sie die Russen ausübten, als sie 1945 im zerbombten Berlin deutsche Frauen ergriffen? Das ist der Zusammenhang. Ein Stamm, der seine Frauen nicht beschützt, verhält sich so, als ob er den Krieg bereits verloren hätte. Viele von uns wissen das nicht. Aber unsere Feinde wissen es.
 
Im großen Kontext gesehen ist doch die Wahrheit, dass die weißen Männer Frauen mit mehr Respekt behandelt haben als die Männer fast jeder anderen größeren Zivilisation der Erde. Und ich meine jetzt nicht nur in der Moderne, sondern seit vielen Jahrhunderten. Trotzdem sind wir die eine Gruppe von Männern, die ganz besonders verteufelt und angegriffen wird, während nicht-weiße Männer hingegen mit viel größerem Respekt behandelt werden. Was weiße Männer hieraus ableiten ist, dass weiße westliche Frauen Männer vorziehen, von denen sie wie Dreck behandelt werden, und Männer verachten, von denen sie mit Respekt behandelt werden. Dies ist nun nicht gerade eine kluge Verhaltensweise, wenn man mit Würde behandelt werden will.

Als ein im Westen sozialisierter Mann bin ich eigentlich versucht zu sagen, dass die Frauen des Westens in gewissem Maße sich selbst die Schuld daran geben müssen. Ihr Frauen habt nun seit mehreren Generationen einen ideologischen, psychologischen und ökonomischen Krieg gegen weiße Männer geführt, im Glauben, dies würde euch “befreien”. Das tatsächliche Resultat ist aber, dass ihr weniger Bewegungsfreiheit und Sicherheit habt als je zuvor, als direkte Folge der Einwanderungspolitik, die ihr, zusammen mit euren Gesinnungsgenossen, unterstützt habt.

Wahr ist doch, dass es immer die Männer sind, die ein Volk gegen eine von außen kommende Aggression beschützen. Die Frauen können hier nur eine unterstützende Rolle spielen, aber niemals mehr als das. Trotz allem, was in Filmen heutzutage über “Frauenpower” und “Frauen, die hart im Austeilen sind” geredet wird, wenn die Männer deines “Stammes” zu schwach oder demoralisiert sind, um dich zu beschützen, dann wirst du versklavt und von den Männern anderer Stämme flachgelegt, noch bevor du “Vagina-Monologe” sagen kannst. Was heißen soll: wenn ihr die Männlichkeit der Männer zerstört, ihre Bereitschaft und Fähigkeit, sich und ihre Familien zu verteidigen, dann zerstört ihr euer Land. Das ist genau, was die Frauen im Westen die letzten vierzig Jahre getan haben. Warum also seid ihr über die Ergebnisse überrascht? Wie schon gesagt, man kann Mutter Natur nicht zum Narren halten. Nun, ihr habt das seit langem versucht, und nun zahlt ihr dafür den Preis.

Die Frauen im Westen sind einer systematischen marxistischen Indoktrination ausgesetzt gewesen, die das Ziel hatte, sie zu einer gegen die eigene Zivilisation gerichteten Massenvernichtungswaffe zu machen, eine Strategie, die bemerkenswert erfolgreich war. Hier ein Zitat aus Robert Spencers Buch Religion of Peace?:

Angriffe gegen Geschichte und Lehre des Christentums sind integraler Bestandteil einer weitgefassten Bemühung, der europäischen und amerikanischen Jugend – sogar der nicht-christlichen – das Gefühl einer kulturellen Schande einzuflößen; ein Gefühl der Scham, das sie gegen den Gedanken aufbringt, der Westen könne es wert sein, verteidigt zu werden. Eine weiße amerikanische Studentin, ’Rachel’, fasste diese Haltung unbewusst zusammen, als sie dem Dozenten Dr. David Yeagley, einem Amerikaner indianischer Abstammung, im Jahr 2001 sagte: ’Schauen Sie, Dr. Yeagley, ich sehe keinen Grund, warum ich auf meine Kultur stolz sein sollte. Sie ist nichts. Meine Rasse ist einfach nichts… Sehen Sie sich Ihre Kultur an. Sehen Sie sich die Traditionen der Indianer an. Ich habe jetzt das Gefühl, das ist etwas wirklich Großartiges. Sie haben etwas, auf das Sie stolz sein können. Meine Kultur ist nichts’. Yeagley dachte darüber nach: ’Die Cheyenne sagen: Ein Volk ist nicht eher besiegt, als die Herzen seiner Frauen am Boden sind… Als Rachel sich verächtlich über ihr Volk äußerte, tat sie das mit dem ruhigen Selbstvertrauen einer Hohepriesterin, die eine Liturgie rezitiert. Sie sagte es ohne Furcht vor Kritik oder Verurteilung. Und sie erhielt auch keine. Die anderen Studenten hörten schweigend zu, ihre Blicke wanderten unsicher zwischen mir und Rachel hin und her, als ob sie unsicher wären, wer von uns eine höhere Autorität darstellte… Wer hatte Rachels Volk besiegt? Was hatte sie dazu gebracht, es zu verachten? Warum verhielt sie sich wie eine Frau eines besiegten Stammes?’

 

von Fjordman

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Original vom 29.01.2007 in Gates of Vienna: The Rise of Glossocracy

Übersetzung von Eisvogel

Alexander Boot, ein gebürtiger Russe, ging in den siebziger Jahren in den Westen, nur um dort festzustellen, dass es den Westen, nach dem er suchte, nicht mehr gab. Das veranlasste ihn dazu, das Buch “How the West Was Lost” zu schreiben. Ich stimme mit seiner Kritik an der postaufklärerischen Zivilisation als Ganzes nicht überein. Er ist aber dennoch wortgewandt und originell und daher allemal wert, gelesen zu werden.

Boot ist der Ansicht, dass die Demokratie oder, um es in den Worten Abraham Lincolns auszudrücken, die Herrschaft des Volkes, durch das Volk und für das Volk, durch Glossokratie ersetzt worden ist – die Herrschaft des Wortes, durch das Wort und für das Wort.

Die moderne Glossokratie kann mindestens bis zu dem Wahlspruch der Französischen Revolution “Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit” zurückverfolgt werden. Wie sich später herausstellte, bedeute das Massenterror, martialisches Recht und autoritäre Herrschaft. Nach Boot ist ein Wort umso nützlicher für Glossokraten je bedeutungsloser es ist. Der Antrieb, der hinter der Political Correctness steckt, ist das Verdrehen der Sprache, die wir gebrauchen, das Durchdrücken neuer Wörter oder das inhaltliche Verändern herkömmlicher Wörter, wodurch sie zu “Massenkontrollwaffen” gemacht werden, indem diejenigen, die sich den neuen Definitionen nicht fügen, dämonisiert werden:

“Wie die russische Intelligentsia vergangener Zeiten ist die glossokratische Intellegentsia des heutigen Westens eifrig dabei, die letzten Überbleibsel der westlichen Kultur mit der Wurzel auszureißen. Die Presse ist eines der Handwerkszeuge, die sie dafür benutzen, das Bildungswesen ist ein weiteres.”

Ein Beispiel für die Macht durch Sprache stammt aus Alice im Wunderland von Lewis Caroll:

‘Wenn ich ein Wort verwende’, sagte Humpty Dumpty ziemlich geringschätzig, ‘dann bedeutet es genau, was ich es bedeuten lasse, und nichts anderes.’ ‘Die Frage ist doch’, sagte Alice, ‘ob du den Worten einfach so viele verschiedene Bedeutungen geben kannst’. ‘Die Frage ist’, sagte Humpty Dumpty, ‘wer die Macht hat – das ist alles.’

Boot zufolge steht und fällt die Glossokratie mit einer langfristig angelegten Investition in Unwissenheit: “Eine halb-alphabetisierte Bevölkerung ist ein weiches Ziel für glossokratische Humpty Dumptys, die darauf beharren, dass Worte die Bedeutung haben, welche auch immer sie ihnen geben möchten.”

Wie ich früher schon gesagt habe, waren Feministinnen die Pioniere der Political Correctness einschließlich der Veränderung der Sprache, um diese geschlechtsneutral und weniger “unterdrückerisch” zu machen. Diejenigen, die es erfolgreich schaffen, ihre Wortdefinitionen durchzusetzen, gehen als Sieger aus dem Wettstreit der Ideologien hervor.

Es gab ein interessantes Buch über das Schweden der frühen siebziger Jahre mit dem Titel “The New Totalitarians” von dem britischen Historiker Roland Huntford. Besonders bemerkenswert ist, wie die sozialistische Regierung gezielt die Kernfamilie zerbrach. Dies wurde als Befreiung von der Unterdrückung der Frau dargestellt, in Wirklichkeit ging es dabei aber darum, den religiösen Unterbau der Gesellschaft niederzureißen und sowohl die Kirche als auch die jüdisch-christliche Denkweise als ideologische Konkurrenten auszuschalten.

Es ging auch darum, die staatliche Kontrolle über alle Bürger zu verstärken, indem man eine rivalisierende Institution zerstörte, die die ungehinderte staatliche Indokrination von Kindern behinderte. Darüber hinaus konnte der Staat die Feindseligkeit zwischen Männern und Frauen schüren und als Schlichter einschreiten, und so seine Macht weiter ausbauen. Bei den letzten paar Wahlen in Schweden gab es in der Tat keinerlei Debatte über Masseneinwanderung, dafür aber eine leidenschaftliche Debatte über “Geschlechtergleichstellung”, bei der sich fast alle Teilnehmenden selber als Feministen bezeichneten und nur noch darüber debattierten, welcher Weg zu der absoluten Gleichstellung der Geschlechter führt.

Herr Huntford zeigte auf, wie es – nachdem erst einmal entschieden war, dass der Platz einer Frau nicht zu Hause sondern außerhalb des Hauses bei der Arbeit ist – rapide zu sprachlichen Veränderungen kam. Er schreibt auf Seite 301:

“Das herkömmliche schwedische Wort für Hausfrau ist ‘husmor’, was ehrbar klingt; es wurde durch den Neologismus ´hemmafru´ ersetzt, das wörtlich übersetzt ‘die-Ehefrau-die-zu-Hause-bleibt’ heißt und abfällig klingt.[Anm.d.Ü.: Ich vermute, das ungefähre deutsche Äquivalent dürfte das ebenfalls abfällig klingende "Heimchen am Herd" sein.] Es gelang den Massenmedien, innerhalb weniger Monate die alte Bezeichnung zu töten und sie durch die neue zu ersetzen. Ende 1969 war es fast unmöglich, in einem Alltagsgespräch den Status einer Hausfrau zu erwähnen ohne dabei den Eindruck zu erwecken, ihn zu verdammen oder verächtlich zu machen. Das Schwedische wurde unter den Augen und Ohren der Schweden verändert. Husmor war diskreditiert worden; der einzige Ausweg war, den Begriff hemmafru in ironischer Weise zu gebrauchen. Verbunden mit dieser sprachlichen Wende entstand auch eine gefühlsmäßige Veränderung. Frauen, die noch ungefähr ein Jahr zuvor zufrieden und vielleicht sogar stolz zu Hause geblieben waren, verspürten nun zunehmend den Druck, arbeiten gehen zu müssen. Die Ersetzung des einen Wortes durch ein anderes wurde von einer eindringlichen Propaganda in den Massenmedien begleitet und es war wie eine energische Konditionierungskampagne. Nur sehr wenige waren in der Lage, die Indoktrination der sprachlichen Manipulation zu durchschauen; die Bevölkerung war buchstäblich gehirngewaschen worden.”

Ich für meinen Teil finde es interessant, dass dieselben Leute, die in den sechziger und siebziger Jahren die traditionellen Familienstrukturen in westlichen Ländern aufbrachen, die Menschen vor den Gefahren der Überbevölkerung warnten und den Leuten erzählten, sie sollen ihre Geburtenraten verringern, ein paar Jahre später daherkommen und sagen, dass wir Millionen von Einwanderern importieren müssen, weil wir so geringe Geburtenraten haben.

Der Autor Daniel Horowitz hat über die höchst einflussreiche amerikanische Feministin Betty Friedan geschrieben, deren 1963 erschienenes Buch “The Feminine Mystique” [deutsch: “Der Weiblichkeitswahn oder die Mystifizierung der Frau“]. in weiten Kreisen als Grundstein der zweiten Welle des Feminismus betrachtet wird. Horowitz dokumentiert, dass Friedan schon Jahrzehnte davor eine Hardcore-Marxistin gewesen war. Es ist bezeichnend, dass sie versuchte, dieses Vorleben zu verbergen, indem sie sich selber als durchschnittliche Vorstadthausfrau darstellte. In den frühen Entwürfen zitierte Friedan Friedrich Engels, aber diese Zitate wurden herausgenommen, bevor das Buch veröffentlicht wurde. Karl Marx und Friedrich Engels riefen im Kommunistischen Manifest dazu auf, die Familie abzuschaffen. Friedan verunglimpfte die Haushalte amerikanischer Vorstadtfamilien als “komfortable Konzentrationslager.”

Roland Huntford stellte fest, dass der Geschichtsunterricht in schwedischen Schulen stark beschnitten wurde, weil er “ungeeignet“ war. Religion im allgemeinen und das Christentum im besonderen wurde als Aberglauben zum Zwecke der Verdummung der Massen dargestellt, die von der Arbeiterbewegung von dieser uralten Unterdrückung befreit worden waren.

Er führt aus, dass durch die Tatsache, dass ”das historischen Wissens zum alten Eisen geworfen wurde, Schülern ein Instrument vorenthalten wird, die Gesellschaft hier und heute zu kritisieren. Und vielleicht war genau das der beabsichtigte Effekt.” Der Journalist Christopher Hitchens schrieb später “Um glückliche und hohlköpfige Sklaven zu erhalten, braucht man jedoch eine Gesellschaft, die anders kultiviert ist, in der keinerlei ernsthaftes Geschichtswissen gelehrt wird.“

Der Staat befasst sich in den Worten von Herrn Ingvar Carlsson, der damals Bildungsminister war, “mit einer Moral, die dem Wunsch nach gesellschaftlicher Veränderung entspringt.” Herr Carlsson, der später bis 1996 schwedischer Premierminister war, tat sich auch einmal mit der Aussage hervor, dass die “Schule die Speerspitze des Sozialismus” sei.

Nach Huntford wurde das Wort “Freiheit” in Schweden fast vollkommen auf den sexuellen Bereich beschränkt:

“Die schwedische Regierung hat sich der Sache angenommen, die gewöhnlich gerne als die “sexuelle Revolution” bezeichnet wird. Kindern wird in der Schule eingehämmert, dass sexuelle Emanzipation ihr Geburtsrecht sei und dass ihnen seine Wahrnehmung dadurch ermöglicht wird, dass der Staat ihnen Befreiung von altmodischen Restriktionen gewährt.”

Er beschreibt ein Treffen mit Dr Gösta Rodhe, der Vorsitzenden der Abteilung für Sexualkundeunterricht an der obersten Schulbehörde. Sie äußerte dabei: “Sehen Sie, da es einen Mangel an Spannungen in der schwedischen Politik gibt, müssen junge Menschen stattdessen Befreiung und Aufregung in sexueller Spannung finden.”

Herbert Marcuse, einer der herausragendsten Theoretiker der Frankfurter Schule des Kulturmarxismus, erkannte die auf religiösem Glauben basierende Moral als das Haupthindernis auf dem Weg zu einer sozialistischen Gesellschaft. In seinem 1955 erschienenen Buch Eros und Zivilisation sprach er sich dafür aus, Sexualität von jeglichen Einschränkungen zu befreien. Das schlug in den Sechzigern dann wie eine Bombe ein. Wenn er auch den Slogan “Make love, not war,” nicht geprägt haben mag, so hat er ihn doch zweifellos sehr gestützt.

Herr Huntford schloss sein Buch mit einer Warnung, dass dieses System eines weichen Totalitarismus in andere Länder exportiert werden könne. Das war in den frühen Siebzigern und die Warnung hat sich inzwischen als berechtigt erwiesen:

“Die Schweden haben vorgemacht, wie vorhandene Techniken unter idealen Bedingungen angewandt werden können. Schweden ist ein Laborexperiment an einem isolierten und sterilisierten Subjekt. Die Pioniere des neuen Totalitarismus, die Schweden, sind eine Warnung davor, was wahrscheinlich auf den Rest von uns wartet, wenn wir nicht darauf achten, uns der Kontrolle und Zentralisation zu widersetzen, und wenn wir uns nicht daran erinnern, dass Politik keineswegs etwas ist, das man delegiert, sondern viel mehr etwas, für das das Individuum zuständig ist. Die neuen Totalitaristen, die sich auf Überredung und Manipulation verlegt haben, müssen effizienter sein als die alten, die sich auf Stärke verließen.”

“In dem Maße, wie politische und wirtschaftliche Freiheit dahinschwindet” so steht es in Aldous Huxley’s “Schöne Neue Welt“, “neigt die sexuelle Freiheit dazu, sich als Kompensation dazu zu steigern.” Das passt perfekt zu Huntforts Beschreibung. Der Staat entzieht dir die persönliche, ökonomische und politische Freiheit, gewährt dir aber stattdessen sexuelle Freiheit und spielt sich selbstgerecht als dein Befreier auf.

Sprache als Machtinstrument wird unterschätzt. Wer die Sprache und die Lehrpläne kontrolliert, kontrolliert die Gesellschaft.

George Orwell sagte: “Wenn Redefreiheit überhaupt etwas bedeutet, dann ist es die Freiheit, Dinge zu sagen, die die Leute nicht hören wollen.” In seinem Buch 1984 regiert eine totalitäre Partei große Teile Europas. Ihre drei Slogans, die überall zu sehen sind, besagen: Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei und Unwissenheit ist Stärke. Das ist die ultimative Glossokratie, die sogar eine vollkommen neue Sprache – Neusprech – erschaffen hat:

“Sehen Sie nicht, dass das einzige Ziel von Neusprech das ist, den Raum für Gedanken einzuengen? Am Ende werden wir Gedankenverbrechen fast unmöglich gemacht haben, weil es keine Worte gibt, in denen man sie ausdrücken könnte. Jedes Konzept, das jemals gebraucht werden könnte, wird mit exakt einem Wort ausgedrückt, dessen Bedeutung streng definiert ist und dessen darüber hinausgehende Bedeutungen ausradiert und vergessen sind.”

Ich liebe Orwells Buch, aber ehrlich gesagt passt es eher zu den Zuständen in einer offen totalitären Gesellschaft als zu denen in westlichen Nationen. Aldous Huxleys Schöne Neue Welt mit seiner hedonistischen Gesellschaft, in der die Menschen sich ihr Vergnügen durch promisken Sex und Drogen verschaffen, ist näher dran. Der Forscher Neil Postman verglich die Welten von 1984 und Schöne Neue Welt in seinem Buch Wir amüsieren uns zu Tode:

“Orwell fürchtete diejenigen, die uns Informationen vorenthalten. Huxley fürchtete diejenigen, die uns so viel davon geben, dass wir uns in Passivität und Egoismus zurückziehen. Orwell fürchtete, dass die Wahrheit vor uns verborgen gehalten würde. Huxley fürchtete, dass die Wahrheit in einem Meer von Belanglosigkeiten ertränkt werden würde. Orwell fürchtete, dass wir eine Kultur der Gefangenschaft werden könnten. Huxley fürchtete, dass wir eine Kultur der Trivialität werden könnten, die sich vorwiegend mit etwas ähnlichem wie Gefühlsduselei, Larifari und Tri-Tra-Trullalla beschäftigt. Wie Huxley in Wiedersehen mit der Schönen Neuen Welt bemerkte, haben es die Verfechter der bürgerlichen Freiheiten und diejenigen, die stets wachsam darauf bedacht sind, sich gegen Tyrannei zu stellen, versäumt, den fast unendlichen Hunger des Menschen nach Zerstreuungen in Betracht zu ziehen.’ Im Buch 1984, fügte Huxley hinzu, werden die Menschen kontrolliert, indem man ihnen Schmerzen bereitet. Im Buch Schöne Neue Welt werden sie kontrolliert, indem man ihnen Vergnügungen bereitet.’ Kurz gesagt befürchtete Orwell, dass das, was wir hassen, uns ruinieren wird. Huxley befürchtete, dass das, was wir lieben, uns ruinieren wird.”

Postman warnte vor den Fußangeln unserer Massenmedien-Gesellschaft:

“Was als Befreiungsbewegung begann, hat sich zu einer Sintflut des Chaos entwickelt. Alles – angefangen von der Telegrafie und Fotografie im 19. Jahrhundert bis hin zum Silikonchip im zwanzigsten hat die Informationsflut immer weiter verstärkt, bis die Dinge dann schließlich heute solche Ausmaße angenommen haben, dass für den Durchschnittsmenschen Information in keiner Beziehung zu Problemlösungen mehr steht. Sie prasselt wahllos auf einen ein, an niemanden direkt gerichtet und von jeglicher Nützlichkeit abgeschnitten; wir werden mit Information überhäuft, wir ertrinken in Information, haben keine Kontrolle mehr über sie und wissen nicht, was wir mit ihr anfangen sollen.”

Das hat das Potential, von Machthabern ausgenutzt zu werden. In einer offen totalitären Gesellschaft wie in dem kommunistischen ostdeutschen Staat können Autoritäten Zensur mit vorgehaltener Pistole durchsetzen. Die Deutsche Demokratische Republik, wie sie sich selbst nannte, behauptete, die Berliner Mauer sei ein “antifaschistischer Schutzwall”, während sie in Wirklichkeit dazu diente, das Land zu einem Gefängnis zu machen.

2007 warnte der frühere deutsche Bundespräsident Roman Herzog [Anm.d.Ü.: PI berichtete darüber] davor, dass von der Europäischen Union eine Gefahr für die parlamentarische Demokratie ausgeht. Zwischen 1999 und 2004 stammten 84 Prozent der Gesetzesvorhaben in Deutschland aus Brüssel. Ihm zufolge “leidet die EU-Politik an einem alarmierenden Mangel an Demokratie und einer de facto Abschaffung der Gewaltenteilung.”

Gleichzeitig erzählte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel der Öffentlichkeit, dass sie nicht vorhabe, noch einmal in eine breite Debatte über die überarbeitete EU-Verfassung einzutreten sondern sich stattdesssen auf vertraute Gespräche mit Regierungsvertretern konzentrieren werde. Das ist deshalb besonders traurig, weil Merkel in Ostdeutschland aufgewachsen ist und es eigentlich besser wissen müsste anstatt einem aufdringlichen antidemokratischen System den Rücken zu stärken. Vielleicht ist sie eine Glossokratin und wechselte einfach nur von einer Glossokratie zur nächsten.

Im Januar 2007 drückte der Engländer Paul Weston im Blog Gates of Vienna seine Frustration über die Situation in Großbritannien aus. Die ganz große Story im britischen Fernsehen in jener Woche, die über 9 Millionen Zuschauer anlockte, waren die vermeintlich rassistischen Bemerkungen eines englischen jungen Mädchens gegenüber einer indischen Schauspielerin. Beide waren Teilnehmerinnen von Big Brother, einer Trash-Reality-Show im Fernsehen, die in vielen Ländern populär wurde. Gleichzeitig lief “Undercover Mosques”, eine Sendung, in der ein mutiger Journalist mit versteckter Kamera sein Leben aufs Spiel gesetzt hatte, indem er aufzeichnete, was in führenden Moscheen in Großbritannien gesagt wurde. Er fand heraus, dass sie dort islamisches Überlegenheitsdenken und Hass auf Nicht-Moslems predigen, und zwar mit Äußerungen wie zum Beispiel: “Ihr müsst wie in einem Staat im Staate leben und zwar so lange bis ihr ihn übernehmt.” [Anm.d.Ü.: Politically Incorrect berichete auf deutsch darüber und hier sind die Videos]. Die Zuschauerzahlen dieser höchst wichtigen Sendung lagen zwischen einer und anderthalb Millionen. Die britischen Medien waren an einer und nur einer Sache interessiert: An Big Brother.

In den Zeitungen gab es in jener Woche auch noch zwei andere Nachrichten. Die, dass das britische Parlament eine verwässerte Version der EU-Verfassung abnicken würde, ohne – wie vorher angekündigt – eine Volksbefragung dazu durchzuführen und die, dass die deutsche Kanzlerin vorhabe, besagte Verfassung wiederzubeleben. Beide Nachrichten blieben wie Herr Weston sagte, im Fernsehen fast unerwähnt.

Die Ironie daran ist, dass der Name Big Brother aus George Orwells Roman 1984 stammt, in dem der Big Brother der alles sehende Führer des totalitären Staates ist. 2007 ist Big Brother Realität, aber er ist genussvolle Zerstreuung, kein unterdrückerischer Tyrann.

Im 19. Jahrhundert war Großbritannien davon bedroht, von Napoleon unterworfen zu werden. Das britische Volk erhob sich und besiegte die Bedrohung. Im 20. Jahrhundert war Großbritannien davon bedroht, von Adolf Hitler unterworfen zu werden. Das britische Volk erhob sich und besiegte die Bedrohung. Im 21. Jahrhundert ist Großbritannien davon bedroht, von den vereinten Kräften des islamischen Djihad und eines pan-europäischen Superstaates unterworfen zu werden. Das britische Volk bemerkt diese Bedrohung nicht, weil es zu sehr damit beschäftigt ist, halbnackte Personen dabei zu beobachten, wie sie im Fernsehen obszöne Dinge tun. Ich wette, dass selbst George Orwell etwas Derartiges nicht vorausgesehen hat, aber vielleicht tat es Huxley.

Ich habe kürzlich aus The Road to Serfdom zitiert und wurde daraufhin belehrt, das sei irrelevant, weil es in den vierziger Jahren geschrieben worden war. Dem widerspreche ich. Hier ist eine Passage aus dem Buch, in der Friedrich Hayek die Political Correctness akkurat beschreibt. Seite 117:

“Der effektivste Weg, Menschen dazu zu bringen, die Gültigkeit der Werte, denen sie dienen sollen, zu akzeptieren, ist, sie zu überzeugen, dass es sich dabei in Wirklichkeit um exakt diejenigen Werte handelt, die sie – oder zumindest die Besten unter ihnen – immer hochgehalten haben, aber die früher nicht richtig verstanden und erkannt worden sind. ( … ) Die effizienteste Technik, das zu bewerkstelligen, ist, althergebrachte Worte zu benutzen, aber deren Bedeutung zu verändern. Nur ganz wenige Züge totalitärer Regimes sind gleichzeitig so verwirrend für den oberflächlichen Betrachter wie auch charakteristisch für das gesamte intellektuelle Klima wie die komplette Perversion der Sprache, die Veränderung der Bedeutung von Worten, mit denen die Ideale des neuen Regimes ausgedrückt werden. ( … ) Schritt für Schritt, wie dieser Prozess vonstatten geht, wird die gesamte Sprache geplündert, werden Worte zu leeren Hüllen ohne jegliche definierte Bedeutung mit der Fähigkeit, etwas in sein exaktes Gegenteil zu verkehren und einzig und allein nur noch dazu gebraucht, um die emotionalen Assoziationen hervorzurufen, die ihnen immer noch anhaften.”

Hayek dachte dabei speziell an Worte wie “Gleichheit” und “Gerechtigkeit”, und ganz besonders an die Kombination beider:

“Aus der Tatsache, dass Menschen sehr unterschiedlich sind, folgt, dass – wenn wir sie gleich behandeln – das Ergebnis eine Situation der Ungleichheit ist, und dass der einzige Weg, sie in eine gleiche Situation zu bringen, der ist, sie ungleich zu behandeln. Gleichheit vor dem Gesetz und materielle Gleichheit sind daher nicht nur etwas ganz anderes sondern stehen sogar in Konflikt miteinander, und wir können nur das eine oder das andere erreichen, aber nicht beides gleichzeitig,”

Und darin liegt der Grund für die Befürchtung, dass Worte wie Toleranz, Vielfalt und Dialog im Westen unter dem Multikulturalismus genauso pervertiert, verdreht und bedeutungslos geworden sind wie es Worte wie Freiheit und Demokratie im Osten unter dem Kommunismus waren.

Jedes Mal, wenn in Europa etwas Schlimmes, an dem Moslems beteiligt sind, geschieht, wird automatisch reagiert, dass die Lösung dafür der “Dialog” sei. Was das Problem jedoch überhaupt erst erschaffen hat, war der euro-arabische Dialog. Dialog ist also die Ursache von Europas Problemen, nicht ihre Lösung.

Das Eigentümliche an “der Vielfalt” ist, dass man umso weniger Meinungsvielfalt hat, je mehr ethnische Vielfalt man hat, weil jedermann sich davor zu Tode ängstigt, er könne etwas sagen, was jemanden “beleidigen” könnte. Darüber hinaus rufen die Menschen nach mehr Überwachung, um den Turbulenzen, die all diese Vielfalt verursacht hat, zu begegnen. Eine Umfrage ergab, dass volle 80 Prozent der Schweden vermehrte Überwachung befürworten, um Terrorismus und Schwerverbrechen in den Griff zu bekommen. 87 Prozent sind der Ansicht, dass die Polizei berechtigt sein solle, heimlich Telefone zu verwanzen und auf die Computer von Normalbürgern Zugriff zu nehmen. Vielfalt führt daher zu innerer und äußerer Zensur und einer zunehmend totalitären Gesellschaft.

Daneben sind jene, die die Vielfalt in den höchsten Tönen preisen, meist auch diejenigen, die am wenigsten tolerant gegenüber abweichenden Meinungen sind. Der britische Zeitungskolumnist Richard Littlejohn brachte es folgendermaßen auf den Punkt: “Die faschistische Linke hat den Nanny-Staat zum Tyrannen-Staat gemacht. Ihre Intoleranz im Namen der Toleranz ist grenzenlos.”

“Toleranz” wurde als Unterstützung des Multikulturalismus und der fortschreitenden Masseneinwanderung definiert. Toleranz bedeutet damit, dass die westlichen Bevölkerungen sich selber und ihre eigene Kultur ausradieren sollen. Es bedeutet eine Unterwerfung unter die islamische Kultur und die islamische Herrschaft im Zeitlupentempo. Wer aber gegen Toleranz ist, der muss ein übler Rassist oder etwas in der Art sein. Wer würde schon Toleranz und Vielfalt nicht mögen?

Wenn Amerikaner die ungewöhnliche Passivität zu erklären versuchen, die Europäer als Reaktion auf den massiven Angriff auf ihre Länder zeigen, dann neigen sie dazu, sich auf die restriktiven Waffengesetze zu konzentrieren. Man kann unsere Probleme aber nicht einfach nur auf eine Sache von Gewehren reduzieren. Schließlich sehen sich Amerikaner sehr vielen derselben Herausforderungen gegenüber, obwohl sie bewaffnet sind.

Der wahre Grund für diese Passivität ist nicht einfach nur, dass Westler physisch entwaffnet wurden, es ist vielmehr viel bedeutsamer, dass wir kulturell, verbal und moralisch entwaffnet wurden. Sprachlich in die Ecke gedrängt, der Worte beraubt, mit denen man formulieren könnte, wofür und wogegen wir kämpfen und von unseren historischen Wurzeln abgeschnitten, sind wir Westler eine leichte Beute für unsere Feinde geworden.

Ich habe gehört, wie Individuen frei heraus äußerten, dass auch dann, wenn Moslems in der Zukunft eine Mehrheit in unseren Ländern bilden sollten, das nicht weiter bedeutsam wäre, da ja sowieso alle Menschen gleich und alle Kulturen eine Mischung aus allen anderen seien. Und weil Religionen nichts weiter als Märchen seien, mache es auch keinen großen Unterschied, wenn man ein Märchen – das Christentum – durch ein anderes Märchen – den Islam – ersetzt.

Moderne Westler neigen dazu, nur ein geringes Wissen über die eigene Geschichte zu haben, und wir werden gelehrt, das bisschen, das wir wissen, zu hassen. Wir werden gleichzeitig gelehrt, dass unsere Kultur einerseits gar nicht existiere und andererseits von Übel sei, was wortwörtlich einen Widerspruch darstellt. Beide Ansprüche dienen jedoch dazu, unsere traditionellen Loyalitäten zu untergraben, was zweifellos auch der beabsichtige Zweck ist. Weil unsere multikulturellen Humpty Dumptys bereits beschlossen haben, dass es etwas wie die westliche Zivilisation gar nicht gibt, sondern nur eine zufällige Ansammlung kultureller Impulse aus einer Vielfalt von Quellen, sieht man doof, unwissend und ungebildet aus, wenn man sie verteidigt, ein bisschen wie Don Quijote, der gegen Windmühlen kämpft.

Man muss neidlos anerkennen, dass die Moslems mit der Erfindung des Ausdrucks Islamophobie gezeigt haben, dass sie besser als viele Westler verstehen, wie die westliche Glossokratie funktioniert. Während kein Mensch vor auch nur einem Jahrzehnt jemals etwas von Islamophobie gehört hat, ist sie heute Thema internationaler Konferenzen und wird wortwörtlich als Bedrohung des Weltfriedens gehandelt.

Und obwohl wir nun ein Wort für ein imaginäres Problem – Islamophobie – haben, haben wir immer noch kein Wort für ein sehr reales Problem geprägt, für das tiefgreifende Bedürfnis nach Selbsthass mancher Westler, ihre eigene Kultur auszulöschen. Mir ist aufgefallen, dass in vielen Geschichten, in denen es um Zauberei geht, ein Zauberer Macht über etwas gewinnt, wenn er ihm einmal einen Namen gegeben hat. Also lasst uns dem antiwestlichen Selbsthass einen Namen geben. Wie wäre es mit Selbstterminierung? Wir befinden uns in einer historischen Epoche, in der der Westen den Schritt von der Selbstbestimmung zur Selbstterminierung gemacht hat.

Wenn Sprache dazu benutzt wird, die westliche Kultur anzugreifen, dann sollte unsere erste Verteidigungslinie darin bestehen, wieder die Kontrolle über sie zu gewinnen. Wir haben ein Recht darauf, gegen diejenigen, die die Selbstterminierung unserer Nationen betreiben, Widerstand zu leisten. Eine Politik, die uns die Selbstbestimmung und unseren Kindern möglicherweise den Selbstschutz vorenthält, ist bösartig, und wir haben nicht nur das Recht sondern sogar die Pflicht, uns dem entgegen zu stellen, auch wenn es von unserer eigenen Regierung vorangetrieben wird; in dem Fall sogar ganz besonders. Es ist nicht akzeptabel, dass denjenigen, die das Überleben unserer Länder aufs Spiel setzen, zugestanden wird, den Alleinvertretungsanspruch auf das Gute für sich zu erheben.

Ich habe darüber gegrübelt, wie es möglich sein konnte, ein Ding in der Größenordnung von der Schaffung Eurabias [deutsche Übersetzung]durchzuziehen. Es gibt viele Gründe dafür, unter denen die emotionalen Narben aufgrund der zwei Weltkriege in Europa und die Passivität, die in Generationen alles durchdringender Bürokratie entstanden ist, nicht gerade die geringsten sind. Aber ein Hauptfaktor war zweifellos auch die geschickte Manipulation der Sprache, die von den Erschaffern Eurabias angewandt wurde. Der Schlüssel dazu, etwas in einer Informationsgesellschaft wie der unsrigen zu verbergen, ist nicht, zu verhindern, dass es erwähnt wird. Verbote reizen nur die menschliche Neugier. Es ist besser, es unschuldig klingen zu lassen, vage gutartig und vor allem überaus langweilig, und es dann in der Kakaphonie aus Lärm und Eindrücken, mit denen wir jeden Tag bombardiert werden, ertrinken zu lassen. Weil die meisten Menschen nur eine kurze Aufmerksamkeitsspanne haben, werden sie sich bald etwas anderem zuwenden, selbst dann, wenn sie ein vages Gefühl dafür haben, was vor sich geht. Wenn man eine Agenda schrittweise über viele Jahre hinweg einführt und sich hütet, die Endziele offen auszusprechen, kann man mit ganz schön viel durchkommen.

Hier ist ein Zitat der Deklaration von Algier zu einer gemeinsamen Zukunftsvision aus dem Jahr 2006: “Es ist von essentieller Wichtigkeit, eine euro-mediterrane Einheit zu schaffen, die auf universellen Werten basiert.” “Universelle Werte” hört sich gut an, oder? Nun, das Problem dabei ist, dass für Moslems die einzigen universellen Werte die islamischen Werte sind. Oder wie Tariq Ramadan es ausdrückt: “Die muslimische Identität ist die einzig wahre Quelle der Universalität” In anderen Worten: Die Araber werden das als Zugeständnis werten, dass Europa in der Zukunft auf islamischen Werten basieren soll. Und so wird ein Betrug von atemberaubenden Ausmaß zu etwas gemacht, das sich vollkommen unschuldig anhört und in langweilig aussehenden Dokumenten verstaut ist, von denen 99,99% der EU-Bürger noch nie etwas gehört haben. Und für den unwahrscheinlichen Fall, dass doch ein Außenseiter eines oder zwei der Dokumente liest, wird er sich erst einmal schichtenweise durch unverständliches eurabisches Neusprech wühlen müssen, um ihre wahre Bedeutung zu dechiffrieren. Es ist clever ausgedacht und es funktioniert, vor allem weil die meisten der offen ausgesprochenen Vereinbarungen nicht in der Öffentlichkeit gemacht und auch nicht gedruckt werden. Es braucht dann schon einen Menschen von Bat Ye’Ors intellektueller Kompetenz und geübtem Blick, um durch den glossokratischen Nebel hindurch zu sehen und die Punkte miteinander zu verbinden.

Mittels solcher Methoden ist es der EU gelungen, zu schaffen, was niemand seit dem Römischen Reich – und auch damals kaum – je geschafft hat: Den Großteil des europäischen Kontinents von Spanien bis Rumänien und von Finnland bis Italien in einer politischen Einheit zu vereinen. Während die Sowjetunion in den Worten von Ronald Reagan das Reich des Bösen war, wird man sich der Europäischen Union vielleicht als des Reiches der Glossokratie erinnern, vermutlich das erste Imperium in der Geschichte der Menschheit, das in erster Linie durch die Fähigkeit, Worte zu manipulieren, aufgebaut wurde. Das wurde durch das Herunterspielen höchst wichtiger Informationen und das Ertränken der Öffentlichkeit in irrelevanten Informationen erreicht und dadurch, dass man die Menschen in die bürokratische Unterwerfung hineingelangweilt hat.

Allerdings hat Neil Postman genau so wie er vor den Fußangeln der Informationsgesellschaft gewarnt hat, auch gesagt, dass “Techniken stets unvorhergesehene Konsequenzen haben und es nicht immer von Anfang an klar ist, wer oder was gewinnen und wer oder was verlieren wird.”

Es ist kein Zufall, dass das neueste und am meisten dezentralisierte Medium, das Internet, zum bevorzugten Medium der Opposition gegen die herrschende Glossokratie geworden ist. Es ist, wie der Autor Bruce Brawer sagte: “Ich danke Gott für das Internet. Mich schaudert bei dem Gedanken an all die Dinge, die während der letzten paar Jahre geschehen sind und die ich ohne das Internet niemals erfahren hätte. ( … ). Wenn Europa noch zu retten ist, dann wird das Internet der Grund dafür sein.”

In einem Kommentar, der später in einem Online-Forum der BBC zensiert wurde, stand:

“Dass die BBC keine Links zu LGF [Little Green Footballs, wichtiger Anti-Jihad-Blog] erlaubt, kommt für die von uns, die mit den Aussagen und dem redaktionellen Ton der BBC vertraut sind, wenig überraschend. Was überraschend für mich – einen relativen Neuling in der Blogosphäre – war, ist das Ausmaß, in dem die Nachrichten, die BBC für uns auswählt, gefiltert und zensiert werden. Ganze Storys, die in der Blogosphäre eine Sensation darstellen und unzweifelhaft von öffentlichem Interesse sind, werden bei BBC entweder beiläufig oder überhaupt nicht erwähnt.”

So wie Nikolaus Kopernikus im 16. Jahrhundert zeigte, dass die Sonne nicht um die Erde kreist, so entdecken die traditionellen Medienbetriebe von heute so langsam, dass die Informationsgesellschaft nicht mehr um ihre Redaktionspolitik kreist. Es ist die zweite kopernikanische Wende. Wir müssen allerdings noch bestimmen, wie einschneidend sie sein wird, aber sie verursacht jetzt schon sichtbare Risse an der Oberfläche des glossokratischen Imperiums.

von Fjordman

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Original vom 3. September 2006 auf Gates of Vienna: Western Feminism and the Need for Submission

Übersetzung von Eisvogel

Manche Kommentatoren weisen gerne darauf hin, dass viele der leidenschaftlichsten und mutigsten Verteidiger des Westens Frauen sind, und führen dabei die italienische Schriftstellerin Oriana Fallaci und andere Beispiele an. Aber Frauen wie Frau Fallaci, so mutig sie auch sein mögen, sind nicht repräsentativ für alle westlichen Frauen. Wenn man genauer hinsieht, bemerkt man, dass westliche Frauen im Durchschnitt den Multikulturalismus und die massive Einwanderung mehr unterstützen als westliche Männer.

Ich bekam viele Kommentare auf meine Artikel über gegen Frauen gerichtete moslemische Gewalt in Skandinavien. Mehrere meiner Leser fragten, was skandinavische Männer dagegen unternehmen würden? Was ist denn nur aus diesen Wikingern geworden? Haben sie zuviel Met in Walhalla getrunken? Im Gegensatz zu den romantischen Mythen, die sich heute um sie ranken, waren die Wikinger die meiste Zeit über wilde Barbaren. Ich zweifle jedoch sehr daran, dass sie weggeschaut hätten, wenn ihre Töchter von Moslems belästigt worden wären. In einem gewissen Sinn macht das heutige Skandinavier zu schlimmeren Barbaren als es die Wikinger jemals waren.

Einer der Gründe für diesen Mangel an angemessener Reaktion ist eine vorsätzliche und allgegenwärtige Zensur in den Mainstream-Medien, mittels der das volle Ausmaß des Problems vor der Öffentlichkeit verborgen wird. Ich glaube jedoch, dass der wichtigste Grund dafür mit der extrem anitmaskulinen Haltung des Feminismus zu tun hat, der Skandinavien schon seit Jahrzehnten durchdringt. Der männliche Beschützerinstinkt tritt nicht in Aktion, weil skandinavische Frauen unermüdlich daran gearbeitet haben, ihn auszumerzen, zusammen mit allem anderen, das auch nur entfernt den Beigeschmack traditioneller Männlichkeit hat.

Daher hat der Feminismus Skandinavien enorm geschwächt und vielleicht sogar die westliche Zivilisation in ihrer Gesamtheit.

Die einzige größere politische Partei in Norwegen, die ihre Stimme für eine ernstzunehmende Opposition gegen den Wahnsinn der moslemischen Einwanderung erhoben hat, ist die rechtsgerichtete Progress-Partei. Es ist eine Partei, die ungefähr zwei Drittel bzw. fast 70% männliche Stimmen erhält. Am anderen Ende der Skala haben wir die Sozialistische Linkspartei mit zwei Dritteln bzw. 70% weiblicher Stimmen. Die Parteien, die der derzeitigen Einwanderungspolitik am kritischsten gegenüberstehen, sind typisch männliche Parteien, während diejenigen, welche die multikulturelle Gesellschaft preisen, von Feministinnen dominiert werden. Und wenn jenseits des Atlantiks nur amerikanische Frauen gewählt hätten, hätte der Präsident am 11.9.2001 Al Gore geheißen und nicht George Bush.

Die Standarderklärung für diese geschlechterbezogene Diskrepanz ist in meinem Land, dass Männer “xenophobischer und selbstsüchtiger” seien als Frauen, welche offener seien und bessere Fähigkeiten hätten, Solidarität mit Außenseitern zu zeigen. Das ist eine Möglichkeit. Eine andere Möglichkeit ist, dass Männer traditionell die Verantwortung innehatten, den “Stamm” zu beschützen und Feinde auszuspähen, was in einer Welt des Fressens oder Gefressenwerdens eine Notwendigkeit ist. Frauen sind naiver, weniger gewillt, rational die die langfristigen Konsequenzen durchzudenken, die sich daraus ergeben, wenn man es vermeidet, sich jetzt der Konfrontation zu stellen oder sich mit unangenehmen Realitäten zu befassen. Haben die Feministinnen nicht immer behauptet, dass die Welt ein besserer Ort wäre, wenn Frauen am Ruder wären, weil sie ihre eigenen Kinder nicht opfern würden? Nun, tun sie nicht ganz genau das jetzt? Lächeln und Parteien wählen, die die Türen für die Einwanderung von Moslems weit öffnen, für die gleichen Moslems, die morgen ihre Kinder attackieren werden?

Eine weitere Möglichkeit ist, dass westliche Feministinnen aus ideologischen Gründen nicht in der Lage sind, sich gegen die Einwanderung von Moslems zu stellen. Viele von ihnen schweigen zu islamischer Frauenunterdrückung, weil sie einen “Dritte-Welt-Kult” und antiwestliche Ressentiments bereitwillig angenommen haben. Ich halte diese These für einleuchtend. Die amerikanische Schrifstellerin Phyllis Chesler hat in Büchern wie “The Death of Feminism” ( Der Tod des Feminsmus) ihre Schwestern scharf kritisiert. Sie hat den Eindruck, dass viel zu viele Feministinnen aufgehört haben, sich der Freiheit verpflichtet zu fühlen und “feige Herdentiere und verbissene Totalitaristinnen” geworden und daher unfähig sind, sich dem islamischen Terrorismus entgegenzustellen. Sie zeichnet ein Porträt heutiger US-Universitäten, die unter der Speerspitze linker Rethorik tief im Sumpf “eines neuen und diabolischen McCarthyismus” stecken.

Chesler bringt es auf den Punkt. In der Rhetorik vieler Feministinnen geht alle Unterdrückung der Welt von westlichen Männern aus, die Frauen wie auch nicht-westliche Männer gleichermaßen unterdrücken. So werden in dieser verzerrten Wahrnehmung moslemische Einwanderer zu “Leidensgenossen”. Im besten Fall sind sie patriarchalische Schweine, aber keinesfalls schlimmer als westliche Männer. In vielen westlichen Universitäten werden Kurse abgehalten, die so hasserfüllt gegen Männer sind, dass der umgekehrte Fall undenkbar wäre. Deshalb wollen skandinavische Feministinnen nicht, dass die skandinavischen Männer eine traditionellere Männlichkeit zeigen und sie gegen die Aggressionen der männlichen Moslems schützen. Die meisten norwegischen Feministinnen sind auch leidenschaftliche Antirassistinnen, die jeden Schritt zur Begrenzung islamischer Einwanderung als “Rassismus und Fremdenfeindlichkeit” brandmarken. Totalitäre Feministinnen in Norwegen drohen, die Schließung von Privatunternehmen zu betreiben, die ihre Chefetagen nicht bis 2007 mit mindestens 40% Frauen besetzen, eine Wirtschaftsregulierung im Stil der Sowjetunion und im Namen der Geschlechtergleichstellung. Ich habe Kommentare von sozialistischen Politikern und linksgerichteten Schreibern in gewissen Zeitungen wie der pro-multikulturellen und feministischen – Kritiker würden sie feminfaschistisch nennen – Zeitung Dagbladet gelesen, dass wir für moslemische Enwanderer ebenfalls Quoten einrichten sollten.

Was als radikaler Feminismus begann ist schrittweise zu Egalitarismus geworden, zum Kampf gegen “Diskriminierung” aller Art und zu der Einstellung, dass alle Gruppen von Menschen den gleichen Anteil an allem haben sollten und dass es in der Verantwortung des Staates liegt, dafür zu sorgen, dass das sichergestellt wird. Ein herausragendes Beispiel dafür ist die norwegische Ombudsstelle für geschlechtliche Gleichstellung, die 2006 zur Ombudsstelle für Gleichheit und Antidiskriminierung wurde. Die Aufgaben der Ombudsstelle sind, die Gleichstellung zu fördern und gegen “Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, ethnischer Herkunft, sexueller Orientierung, Behinderung und Alter” zu kämpfen.

Westliche Feministinnen haben im Westen einen Opferkult kultiviert, durch den man durch den Status in der Opferhierarchie an politischer Macht gewinnt. In vieler Hinsicht ist das genau das, worum es bei politischer Korrektheit geht. Sie haben auch die Forderung, der weitgehend nachgegeben wurde, nach Umschreibung der Geschichtsbücher erhoben, um angebliche Geschichtsfälschungen auszumerzen; ihr Weltbild hat Eingang in die Lehrpläne gefunden, eine virtuelle Vorherrschaft in den Medien erlangt und es geschafft, Kritiker als “bigott” darzustellen. Es ist ihnen sogar gelungen, selbst die Sprache, die wir gebrauchen, zu ändern, sie weniger beleidigend zu machen. Radikale Feministinnen sind die Avantgarde der politischen Korrektheit. Wenn Moslems, die es mehr als alles andere lieben, sich selbst als Opfer darzustellen, in westliche Länder kommen, finden sie eine Welt vor, in der ihre Arbeit in vieler Hinsicht schon für sie erledigt ist. Sie können eine bereits etablierte Tradition nutzen, um sich sowohl als Opfer darzustellen, staatliche Intervention und vielleicht sogar Quoten zu fordern als auch eine Umschreibung der Geschichte und öffentliche Kampagnen gegen Bigotterie und Hetze zu verlangen. Die westlichen Feministinnen haben damit den Boden für Kräfte vorbereitet, die westlichen Feminismus zerstören werden und enden schließlich im Bett – manchmal ganz wortwörtlich – mit Menschen, die sie versklaven wollen.

Die schwedische marxistische Politikerin Gudrun Schyman hat einen Gesetzentwurf vorgeschlagen, nach dem schwedische Männer kollektiv für Gewalt gegen Frauen besteuert werden sollen. 2002 tat die gleiche Schyman in einer Rede den berühmten Ausspruch, dass schwedische Männer genau gleich wie die Taliban wären. Ein männlicher Kolumnist in der Zeitung Aftonbladet reagierte darauf mit der Aussage, dass Schyman Recht habe. Alle Männer seien wie Taliban.

Die Ironie dabei ist, dass in islamischen Staaten wie dem, den die Taliban in Afghanistan etablierten, bestimmte Personengruppen, in dem Fall Nicht-Moslems, eine spezielle Strafsteuer bezahlen müssen, einfach nur danach, wer sie sind und nicht danach, was sie verdienen. Radikalfeministinnen wie Frau Schyman sind daher viel näher bei den Taliban als westliche Männer, wobei ich allerdings glaube, dass sie diese Ironie niemals selber erfassen können.

Schymans Schlachtruf ist “Tod der Kernfamilie!” Ich habe den gleichen Slogan in den vergangen Jahren von jungen norwegischen Feministinnen gehört. Schyman schäumte, dass die heutige Familie “auf einer Grundlage traditioneller Geschlechterrollen aufgebaut ist, wobei die Frau dem Mann unterworfen ist. Die Geschlechterhierarchie, deren ultimative Ausdrucksform die Gewalt gegen Frauen ist, wurde zementiert….. Konservative wollen die Familie stärken. Ich halte das für sehr bedenklich.”

Im Jahr 2000 betraten die schwedische Feministin Joanna Rytel und die Aktionsgruppe “Unf**ked Pussy” während der Lifeübertragung zur Miss-Schweden-Wahl die Bühne. Sie schrieb 2004 auch einen Artikel mit dem Titel “Ich werde niemals einen weißen Mann gebären” für die große schwedische Tageszeitung Aftonbladet. Rytel erklärte, warum sie weiße Männer hasst – sie sind selbstsüchtig, ausbeuterisch, eitel und sexbesessen – und um die Dinge wirklich klarzustellen fügte sie noch hinzu: “keine weißen Männer bitte…. ich kotze auf sie, herzlichen Dank”

Misandrie oder Männerhass ist nicht unbedingt weniger verbreitet als Misogynie oder Frauenhass. Der Unterschied ist, dass das erstere gesellschaftlich sehr viel akzeptierter ist.

Wenn alle Unterdrückung von westlichen Männern kommt, wird es logisch, zu versuchen, westliche Männer so gut wie möglich zu schwächen. Und wenn wir’s tun, dann erwartet uns ein Paradies des Friedens und der Gleichheit am anderen Ende des Regenbogens. Herzlichen Glückwunsch westeuropäische Frauen! Es ist Euch gelungen, Eure eigenen Söhne zu drangsalieren, sodass sie viele ihrer maskulinen Instinkte unterdrücken. Und zu Eurer Überraschung habt ihr kein feministisches Nirvana betreten sondern den Weg zu einer islamischen Hölle gepflastert.

Es ist korrekt, wenn Feministinnen behaupten, dass eine hyper-feminine Gesellschaft nicht so destruktiv ist wie eine hyper-maskuline Gesellschaft. Der Haken an einer zu weichen Gesellschaft ist aber, dass sie nicht wehrhaft ist. Sie wird zerquetscht sobald sie mit traditionelleren, aggressiveren konfrontiert ist. Anstatt “alles zu haben” riskieren westliche Frauen, alles zu verlieren. Was werden liberale Feministinnen tun, wenn sie einer aggressiven Gang von jungen Moslems gegenüberstehen? Ihre Büstenhalter verbrennen und ihnen die Taschenbuch-Ausgabe von “Vagina-Monologe” entgegenschleudern? Vielleicht können Frauen es schaffen, ihre Männer in Fußabstreifer zu verwandeln, aber es wird zu dem Preis sein, dass sie es auch mit ihrer Nation und ihrer Zivilisation machen. Nach der italienisch-amerikanischen Feministin Camille Paglia “würden wir immer noch in Grashütten hausen, wenn die Zivilisation in weiblichen Händen geblieben wäre”. Das mag übertrieben sein, aber männliche Energie ist definitiv eine treibende Kraft in jeder dynamischen Kultur.

Männliche Gewalt gegen Frauen im Westen ist ein Symptom des Zusammenbruchs des feministischen Utopia. Freiheiten müssen mit Gewalt oder einer glaubhaften Gewaltandrohung durchgesetzt werden oder sie sind bedeutungslos. Obwohl Frauen durchaus Schritte unternehmen können, sich selbst zu schützen wird die Hauptverantwortung zu schützen immer bei Männern liegen. Frauen werden daher immer nur soviel Freiheit haben wie ihre Männer gewillt und in der Lage sind, ihnen zu garantieren. Es ist ein grober Denkfehler in vielen feministischen Theorien, dass sie sich weigern, das anzuerkennen. Der Unterschied zwischen den Rechten von Frauen und den Illusionen von Frauen wird von einer Smith and Wesson definiert, nicht von einer Betty Friedan oder Virginia Wolf.

Der Schriftsteller Lars Hedegaard in Dänemark glaubt nicht an die Theorie, dass Frauen die moslemische Einwanderung aus irrationaler Naivität und ideologischer Überzeugung befürworten. Er denkt, dass sie es schlicht und einfach wollen, wie er in einer Kolumne mit dem Titel “Der Traum von der Unterwerfung” schreibt. Er hat genau wie ich festgestellt, dass Frauen mit größerer Wahrscheinlichkeit als Männer Parteien unterstützen, die offen für moslemische Einwanderung sind.

Wie kommt das, wenn man berücksichtigt, dass es kaum ein Gebiet mit moslemischer Mehrheit auf Erden gibt, wo Frauen die gleichen Rechte wie Männer genießen? Hedegaard stellt eine provokante Frage: Sind Frauen dümmer und weniger aufgeklärt als Männer, da sie in so großer Zahl den Weg zu ihrer eigenen Unterwerfung ebnen? “Wenn Frauen den Weg zur Scharia ebnen, dann ist anzunehmen, dass Frauen die Scharia wollen” Sie wollen keine Freiheit, sie fühlen sich von Untertänigkeit und Unterwerfung angezogen. Die englische Autorin Fay Welden hat festgestellt, dass “Unterwerfung etwas für Frauen sexuell sehr Reizvolles an sich hat”. Und wenn Unterwerfung das ist, was Frauen suchen, dann sind, wie Hedegaard trocken feststellt, die feminisierten dänischen Männer langweilig im Vergleich zu Wüstenscheichs, die einer Frau nicht erlauben, ohne ihre Einwilligung aus dem Haus zu gehen. Moslems weisen daraufhin, dass mehr westliche Frauen als Männer zum Islam konvertieren und das ist in der Tat zumindest teilweise die Wahrheit. Islam bedeutet “Unterwerfung”. Ist an Unterwerfung etwas, was für manche Frauen reizvoller ist als für die meisten Männer. Beugen sich Frauen der Macht leichter? Nach einem Zeitungsartikel über schwedische Frauen, die zum Islam konvertiert sind, scheint die Attraktivität des islamischen Familienlebens der Hauptbeweggrund für weibliche Konvertiten zu sein. Viele stellen fest, dass der Mann im Islam rationaler und logischer ist während die Frau emotionaler und fürsorglicher ist. Das heißt, dass die Frau diejenige sein sollte, die sich um die Kinder und den Haushalt kümmert während der Mann derjenige ist, der arbeitet und die Familie versorgt. Viele Frauen fühlen, dass ihrem Leben ein Sinn fehlt, aber das Christentum scheint offenbar keine wirkliche Alternative für sie darzustellen.

Die Fixierung auf das Aussehen in unserer modernen Gesellschaft und die härteren Lebensbedingungen für Frauen, die eine Karriere haben und den Haushalt führen müssen, spielen ebenfalls eine Rolle. Was merkwürdig ist, wenn man bedenkt, dass es die Frauen selber waren, die angestachelt von modernen Talkmasterinnen wie Oprah Winfrey, davon sprachen “alles haben zu wollen”, es waren nicht die Männer. Männer wissen, dass niemand “alles haben” kann, man muss etwas aufgeben, um etwas zu bekommen. Vielleicht haben Frauen festgestellt, dass das Arbeitsleben doch nicht ganz das ist, als was es hochgejubelt wurde. Männer sterben immer noch weltweit überall Jahre früher als Frauen.

Der Plot in Dan Browns “Da Vinci Code” ist, dass die Geschichte des Christentums eine große patriarchalische Verschwörung war, um Frauen ihrer Rechte zu berauben, die sie vorher während des Zeitalters der “geheiligten Weiblichkeit” und der barfüßigen und dauerschwangeren Fruchtbarkeitsgöttinnen angeblich hatten. Aber wenn das so ist, wie kommt es dann, dass Europas Kirchgänger mehrheitlich Frauen sind? Warum suchen Frauen aus freiem Willen diese unterdrückerischen patriarchalen Religionen? Möglicherweise lag der französische Philosoph Ernest Renan gar nicht so daneben, als er Frauen “das devote Geschlecht” nannte. Brauchen Frauen Religion mehr als Männer?

Testen manche Feministinnen einfach nur die Grenzen der Männer aus in der Hoffnung, eine neue Balance der Geschlechter zu finden, oder testen sie die Männer, um dahinterzukommen, welche Männer gegen ihre Forderungen aufbegehren und um so herauszufinden, welche Männer für die Interessen der Frau gegen andere Männer aufbegehren? Ich habe von einer Frau gehört, die in den siebziger Jahren eine leidenschaftliche Feministin war und die später darüber lamentierte, wie viele Familien sie auseinandergebrochen und zerstört hatten. Sie war überrascht über die Reaktion oder besser die fehlende Reaktion der Männer: “Wir waren fürchterlich. Warum habt Ihr uns nicht gestoppt?” In der Psychiatrie kommen Frauen mit selbstzugefügten Verletzungen oder selbstdestruktivem Verhalten häufiger vor als Männer, die dazu neigen, ihre Aggresssionen nach außen zu richten. Es ist auch eine allgemein bekannte Tatsache, dass viele Frauen sich selber die Schuld für misshandelnde Ehemänner geben und Entschuldigen für das Verhalten des Misshandlers vorbringen. Hat der Westen einige der negativen Wesensmerkmale der weiblichen Psyche angenommen? Der frisch feminisierte Westen ist Angriffen und Anschlägen seitens der arabischen und islamischen Welt ausgesetzt und beschuldigt sich selbst während er gleichzeitig von seinen Angreifern fasziniert ist. Es ist das gleiche Verhalten wie das einer selbsthassenden Frau gegenüber einem misshandelnden Mann.

Virginia Woolf preist in ihrem Buch A Room of One’s Own das Genie von William Shakespeare: “Wenn es je einem Menschen gelungen ist, sich in seinem Werk vollständig auszudrücken, so war es Shakespeare. Wenn es jemals einen glühenden, unbehinderten menschlichen Geist gab, so muss ich nur zum Bücherregal gehen, um zu erkennen, dass es Shakespeares Geist war. … Lassen sie mich überlegen, was geschehen wäre, wenn Shakespeare eine wundervoll begabte Schwester – nennen wir sie Judith – gehabt hätte … Lassen sie uns annehmen, dass seine außergewöhnlich begabte Schwester zu Hause geblieben wäre. Sie wäre genauso abenteuerlustig, genauso fantasievoll und voller Verlangen, die Welt zu sehen, gewesen wie er. Aber sie wäre nicht in die Schule geschickt worden. Sie hätte keine Chance gehabt, Grammatik und Logik zu erlernen geschweige denn Horaz und Vergil zu lesen. Sie hätte sich in einer Winternacht umgebracht und würde an irgendeiner Straßenkreuzung begraben liegen, die heute eine Bushaltestelle ist.”

Feministinnen behaupten, dass der Grund dafür, dass es in Politik und Wissenschaft viel weniger Frauen als Männer gab in männlicher Frauenunterdrückung läge. Zum Teil ist das wahr. Aber es ist nicht die ganze Geschichte. Männlich sein bedeutet, etwas beweisen zu müssen, etwas erreichen zu müssen und zwar in einem viel größeren Ausmaß als bei Frauen. Dazu kommt, dass die Kinderaufzucht immer mehr in den Aufgabenbereich von Frauen als von Männern fällt. Eine moderne Gesellschaft kann diese Beschränkungen abmildern aber sie kann sie niemals vollständig aufheben. Aus diesen Gründen ist es unwahrscheinlich, dass Frauen in der Politik oder im obersten Management jemals so zahlreich sein werden wie Männer.

Christina Hoff Sommers, die Autorin des Buches “The War Against Boys” (Der Krieg gegen Jungen) führt aus, dass ” nach fast 40 Jahren feministischer Agitation und geschlechtsneutraler Sprachregelungen, Männer sich viel häufiger um politische Ämter bewerben, Firmen gründen, Patente anmelden und Dinge in die Luft sprengen als Frauen. Männer erzählen immer noch die meisten Witze und schreiben die große Mehrheit der Leitartikel und Leserbriefe. Und – fatal für die Träume der Feministinnen die sich nach gesellschaftlicher Androgynie sehnen – haben sich Männer von ihrer mangelnden Bereitschaft, sich an der Hausarbeit und Kinderbetreuung zu beteiligen, immer noch kaum wegbewegt. Und darüberhinaus scheint es, dass Frauen männliche Männer mögen.”

Sie bemerkt auch, dass “eine der am wenigsten besuchten Gedenkstätten eine am Meer gelegene Statue ist, die an die Männer erinnert, die auf der Titanic starben. 74 Prozent der weiblichen Passagiere überlebten die Katastrophe am 15. April 1912 , während 80 Prozent der Männer ertranken. Warum? Weil die Männer dem Prinzip “Frauen und Kinder zuerst” folgten. Die Gedenkstätte, eine fünfeinhalb Meter hohe männliche Figur mit seitlich ausgestreckten Armen wurde 1931 von “den Frauen Amerikas” errichtet, um ihre Dankbarkeit zu zeigen. Die Inschrift lautet: “Zum Gedenken an die tapferen Männer, die mit dem Wrack der Titanic untergingen…. Sie gaben ihr Leben, damit Frauen und Kinder gerettet werden konnten” Ein berühmter Ausspruch von Simone de Beauvoir lautet: “Als Frau wird man nicht geboren, zur Frau wird man gemacht.” Sie meinte damit, dass man allen Anreizen der Natur, der Gesellschaft und der konventionellen Moral widerstehen solle. Beauvoir verdammte Heirat und Familie als eine “Tragödie” für Frauen und verglich Gebären und Stillen mit Sklaverei.

Befremdlicherweise lamentieren nach Jahrzehnten des Feminismus viele westliche Frauen, dass westliche Männer zögern, zu heiraten. Das sagt die Kolumnistin Molly Watson dazu:

“Wir sind ziemlich ratlos hinsichtlich der Frage, warum unsere Generation das Kinderkriegen hinauszögert – auf jeden Fall hat es nichts damit zu tun, dass wir von Arbeitgebern oder Gesundheitspolitikern im Stich gelassen werden. Und trotz der endlosen Zeitungsreportagen über dies Thema hat es wenig damit zu tun, dass berufstätige Frauen ihre Karriere den Babys vorziehen. Nach meiner Erfahrung ist die Wurzel dieser Epidemie ein kollektiver Mangel an Entschlossenheit bei den Männern unseres Alters. (…) Ich kenne keine Frau in meinem Alter, deren Vorstellung von einem glücklichen und zufriedenen Leben auf einer Karriere als Chefredakteurin, Firmenchefin, Chefärztin, oder Chefberaterin basiert. aber angesichts einer Generation von emotional unreifen Männern, die eine Heirat als das letzte ansehen, das sie in ihrem Leben tun, haben wir keine andere Wahl als zu warten.”

Was ist aus dem Slogan “Eine Frau braucht einen Mann wie ein Fisch ein Fahrrad” geworden? Ich möchte Frau Watson daran erinnern, dass es eigentlich Frauen waren, die mit dieser ganzen “Single ist am besten”-Kultur anfingen, die heute den ganzen Westen infiziert hat. Da Frauen die meisten Scheidungsklagen einreichen und eine Scheidung für einen Mann den finanziellen Ruin bedeuten kann, sollte es wirklich nicht allzu überraschend kommen, dass viele Männer zögern, sich auf eine Ehe einzulassen. Wie ein Mann es auf den Punkt brachte: “Ich will nicht nochmal heiraten. Ich werde nur eine Frau finden, die ich nicht mag und der ich ein Haus schenke”. Gleichzeitig haben es Frauen für Männer auch sehr viel leichter gemacht, eine Freundin zu haben, ohne heiraten zu müssen. So haben es Frauen riskanter gemacht, zu heiraten und leichter, unverheiratet zu bleiben, und dann wundern sie sich, dass Männer sich nicht binden? Vielleicht haben viele Frauen diesen ganzen Feminismus-Kram nicht richtig durchdacht, bevor sie auf den Zug aufgesprungen sind? Die letzte Welle des radikalen Feminismus hat die Familienstrukturen in der westlichen Welt ernsthaft verwundet. Es ist unmöglich, die Geburtenraten auf den Erhaltungsstand zu erhöhen bevor Frauen sich nicht wieder daran erinnern, dass Kinder aufziehen ein Wert ist, und bevor Frauen und Männer nicht wieder bereit sind, zu heiraten. Menschen sind soziale Wesen, keine Einzelgänger. Wir sind dafür geschaffen, mit einem Partner zu leben. Die Ehe ist keine “Verschwörung zur Frauenunterdrückung”, sie ist der Grund dafür, dass es uns gibt. Und es ist auch keine religiöse Sache. Gemäß dem strikten, atheistischen Darwinismus ist der Zweck des Lebens, sich fortzupflanzen. Eine Studie aus den Vereinigten Staaten beschäftigt sich mit den Haupthindernissen für Männer, den Bund der Ehe zu schließen. An oberster Stelle der Liste stand die im Vergleich zu früher viel leichtere Möglichkeit, Sex zu haben ohne verheiratet zu sein. An zweiter Stelle stand, dass sie die Vorteile, eine Frau zu haben, in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft eher als in einer Ehe genießen können. In dem Report wird sehr viel Gewicht auf Bemerkungen von Ross Camoron gelegt, der als Staatsekretär im Familienministerium tätig ist und der australischen Männern Vorwürfe machte, indem er Australiens geringe Geburtenrate auf die Ehephobie von Männern zurückkführte. “Der Hauptgrund, den junge Frauen dafür angeben, dass sie keine Kinder bekommen, ist, dass sie keinen Kerl finden können, der bereit ist, zu heiraten” sagte er. “Diese Heiratsabneigung australischer Männer ist ein wirkliches Problem.”

Barbara Boyle Torrey and Nicholas Eberstadt schreiben über eine signifikante Abweichung der Geburtenrate in Kanada und den USA: “Die langfristigen kanadischen und amerikanischen Trends bezüglich des Alters bei der ersten Heirat und der ersten Geburt und die Neigung zu nichtehelichen Partnerschaften stimmen mit der Abweichung in der totalen Geburtenrate in den zwei Ländern überein. Aber die Abweichung ist bei keiner dieser naheliegenden Variablen groß genug, um die viel größere Abweichung bei der Geburtenrate zu erklären. … Unterschiedliche Werte in den USA und Kanada mögen zu der Abweichung bei der Geburtenrate beitragen. Die vermutlich stärkere Rolle von Männern in US-Familien und die größere Religiosität der Amerikaner korrellieren vermutlich mit der Geburtenrate, wobei die Religiosität auch einen starken negativen Einfluss auf Abtreibungen hat. Frauen in Kanada gehen öfter nichteheliche Partnerschaften ein, warten länger als Amerikanerinnen mit der Heirat und bekommen später und seltener Kinder” Das Magazin Newsweek schreibt, dass in manchem Gebieten Mitteleuropas wieder Wolfsrudel auftauchen: “Vor ungefähr hundert Jahren rottete eine aufkeimende landhungrige Bevölkerung Deutschlands letzten Wolf aus… Unsere Postkartenansicht von Europa ist die eines Kontinents, auf dem jedes Stückchen Land seit langer Zeit bewirtschaftet, eingezäunt und besiedelt wird.” Aber der Kontinent der Zukunft sieht vielleicht ganz anders aus. “Die Natur wird sich große Teile Europas wieder holen”, sagt Reiner Klingholz, der Vorsitzende des Berliner Instituts für Bevölkerungsentwicklung. “Bären sind nach Österreich zurückgekommen. In Schweizer Alpentälern breiten sich Wälder aus, wo vorher Bauernhöfe waren. In Teilen von Frankreich und Deutschland haben Wildkatzen und Fischadler ihre Reviere zurückerobert.”

“In Italien sind mehr als 60 Prozent der 2,6 Millionen Landwirte über 65 Jahre alt. Wenn sie sterben, werden viele ihrer Bauernhöfe sich zu den 6 Millionen Hektar ( Ein Drittel von Italiens landwirtschaftlicher Fläche) gesellen, die bereits aufgegeben wurden. … In einer EU, die jährlich ungefähr 1,6 Millionen Einwanderer mehr brauchen würde, um die Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter zwischen heute und 2050 stabil zu halten, sind Europas islamische Nachbarn, deren junge Bevölkerung sich in der genannten Zeit voraussichtlich fast verdoppeln wird, die wahrscheinlichste Quelle, aus der die Einwanderer kommen werden. ” Es sind Zahlen wie diese, die Phillip Longman dazu bringen, “die Wiederkehr des Patriarchats” vorherzusehen und zu verkünden, dass die Konservativen die Erde erben werden: “In den US-Bundesstaaten, die 2004 für Präsident George W. Bush stimmten, sind die Geburtenraten um 12 Prozent höher als in den Staaten, die für Senator John Kerry stimmten. … Es hat sich herausgestellt, dass Europäer, die sich viel häufiger als andere Menschen selber als “Weltbürger” empfinden, auch diejenigen sind, die mit der geringsten Wahrscheinlichkeit Kinder bekommen…. Der große Unterschied bei den Geburtenraten zwischen säkularen Individualisten und religiös oder kulturell Konservativen verursacht einen enormen demographisch bedingten Wandel in modernen Gesellschaften…. Die Kinder von morgen werden daher zum größten Teil Nachkommen aus einem vergleichbar engstirnigen und kulturell konservativen Teil der Gesellschaft sein.”

“Zusätzlich zur höheren Geburtenrate in konservativen Teilen der Gesellschaft, werden die Einschnitte im Wohlfahrtsstaates, die durch Alterung und Rückgang der Bevölkerung unvermeidlich sein werden, diesen Gruppierungen zusätzliche Überlebensvorteile verschafften…. Die Menschen werden herausfinden, dass sie mehr Kinder brauchen, um eine goldenen Lebensabend aufrechtzuerhalten und sie werden versuchen, ihre Kinder mehr an sich zu binden, indem sie ihnen traditionelle religiöse Werte beibringen.” Dieser letzte Punkt ist wert, dass man sich näher mit ihm beschäftigt. Das ausgeklügelte Wohlfahrtsstaats-System in Westeuropa wird häufig als der “Nanny-Staat” bezeichnet, aber vielleicht könnte man es auch den “Ehemann-Staat” nennen. Warum? Nun, in einer traditionellen Gesellschaft ist es die Aufgabe von Männern und Ehemännern, ihre Frauen physisch zu beschützen und finanziell zu versorgen. In unserer modernen Gesellschaft wurden Teile dieser Aufgabe einfach an den Staat “ausgelagert”, was zur Erklärung beitragen könnte, warum Frauen im allgemeinen Parteien, die für hohe Besteuerung und mehr Wohlfahrtsleistungen eintreten, unverhältnismäßig stark unterstützen. Der Staat ist ganz einfach ein Ersatzehemann für sie geworden, der durch die Steuern ihrer Exmänner aufrechterhalten wird.

Es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass, wenn dieser Wohlfahrtsstaat aus irgendeinem Grund aufhört zu funktionieren, zum Beispiel aufgrund des ökonomischen oder sicherheitspolitischem Druckes, der durch moslemische Einwanderer verursacht wird, westliche Frauen entdecken werden, dass sie doch nicht ganz so unabhängig von Männern sind, wie sie gerne denken. In diesem Fall ist es wohl naheliegend, dass wir eine Rückkehr zur traditionellen “Schutz- und Versorgungsmännlichkeit” erleben, weil die Menschen und insbesondere die Frauen die Unterstützung der Kern- und Großfamilie brauchen werden, um durchzukommen.

Ein anderer Punkt ist, dass, obwohl sich Länder wie Norwegen und Schweden gerne als Horte der Geschlechtergleichstellung darstellen, ich von Besuchern dieser Länder gehört habe, dass die Geschlechter dort wohl weiter voneinander entfernt sind als irgendwo sonst auf der Welt. Und ich glaube das auch. Der Radikalfeminismus hat Misstrauen und Feindseligkeit ausgebrütet, nicht Zusammenarbeit. And darüberhinaus ist es ihm nicht gelungen, auch nur ansatzweise die elementare sexuelle Anziehungskraft auszumerzen, die von femininen Frauen und maskulinen Männern ausgeht. Wenn die Menschen das in ihrem eigenen Land nicht finden, reisen sie in andere Länder und Kulturen, um es zu finden, was im Zeitalter der Globalisierung einfacher ist denn je. Eine beträchtliche Zahl skandinavischer Männer finden ihre Frauen in Ostasien, Lateinamerika oder anderen Nationen, wo ein traditionelleres Weiblichkeitsbild vorherrscht, und eine gewisse Anzahl von Frauen finden ebenfalls Partner aus konservativeren Ländern. Nicht jeder natürlich, aber der Trend ist nicht zu übersehen und signifikant. Skandinavier feiern die Geschlechtergleichstellung und reisen ans andere Ende der Welt, um jemanden zu finden, der ihnen wert ist, geheiratet zu werden. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der Radikalfeminismus eine der Hauptursachen für die derzeitige Schwäche der westlichen Zivilisation ist und zwar sowohl demographisch als auch kulturell. Feministinnen, die oft auch ein marxistisches Weltbild haben, haben einen ausschlaggebenden Anteil daran gehabt, dass die erdrückende öffentliche Zensur der politischen Korrektheit in westlichen Nationen installiert wurde. Sie haben darüberhinaus die westliche Familienstruktur enrsthaft geschwächt und dazu beigetragen, den Westen zu weich und zu selbsthassend zu machen, um mit den Aggressionen der Moslems umgehen zu können.

Obwohl der Feminismus sich in Extremismus verrannt haben mag, heißt das nicht, dass alle seine Ideen falsch sind. Die Frauenbewegung hat dauerhafte Veränderungen bewirkt. Frauen besetzen inzwischen Positionen, die vor nur ein paar Jahrzehnten noch undenkbar gewesen wäre. Manche Dinge sind irreversibel.

Frauen bestimmen weitgehend das Privatleben der Männer. Die Ehe war früher üblicherweise ein Handel: Ernährung und Unterstützung durch die Frau gegen finanzielle und soziale Sicherheit durch den Mann. In einer modernen Welt mögen Frauen die finanzielle Unterstützung durch Männer nicht mehr so sehr brauchen wie früher, während Männer die emotionale Unterstützung durch Frauen immer noch genau so sehr brauchen, wie wir sie immer gebraucht haben. Die Machtbalance hat sich zu Gunsten der Frauen verschoben, wenn auch die Situation so wohl nicht für immer bleiben mag. Das muss nicht unbedingt schlecht sein. Frauen wollen immer noch einen Partner. Aber es braucht Männer, die mehr darauf konzentriert sind, das Beste draus zu machen.

Eine Studie an der Universität Kopenhagen hat ergeben, dass Scheidung und Armut sehr eng zusammenhängen, insbesondere unter Männern. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass die Todesrate von unverheirateten oder geschiedenen Männern zwischen 40 und 50 doppelt so hoch ist wie in anderen Gruppen. Die Forscher haben dabei auch andere Ursachen für einen frühen Tod wie Geisteskrankheit und Herkunft aus schlechten sozialen Verhältnissen berücksichtigt. “Wenn man die hohe Zahl von Kindern aus zerrütteten Elternhäusern betrachtet, so denken wir, dass die Studie sehr wichtig ist. Sie zeigt, dass Scheidung ernsthafte Konsequenzen haben kann und dass wir möglicherweise eine Strategie zur Prävention von Scheidungen brauchen.” stimmt Johan Aasted Halse, Psychologe und Autor zahlreicher Bücher über Scheidungen, zu.

Der offensichtliche Widerpruch zwischen weiblicher Vorherrschaft auf der Mikroebene und männlicher Vorherrschaft auf der Makroebene kann nicht einfach mit der Einordnung “schwächeres/stärkeres Geschlecht” erklärt werden. Ich möchte postulieren, dass männlich sein in erster Linie etwas wie nervöse Energie bedeutet, dass es bedeutet, dass man sich selber beweisen muss. Das kann sowohl zu positiven als auch zu negativen Ergebnissen führen. Die zahlenmäßige Überlegenheit von Männern sowohl in Wissenschaft und Politik als auch bei Verbrechen und Krieg hängt damit zusammen. Frauen haben dieses dringende Bedürfnis, sich selber zu beweisen, nicht in dem Ausmaß wie Männer. In mancher Hinsicht ist das eine Stärke. Deswegen denke ich das die Bezeichnungen “das ruhelose Geschlecht” für Männer und “das selbstorientierte Geschlecht” für Frauen passender sind, um die Unterschiede zu erklären.

Daniel Pipes bleibt dabei, dass die Antwort auf den radikalen Islam der moderate Islam sei. Etwas wie einen moderaten Islam gibt es möglicherweise überhaupt nicht, aber es könnte einen moderaten Feminismus geben und einen reifen Maskulinismus, der ihm gewachsen ist. In dem Buch “Manliness” (“Männlichkeit”) schlägt Harvey C. Mansfield etwas vor, was er als anständige Verteidigung der Männlichkeit bezeichnet. Wie er sagt, “scheint Männlichkeit ungefähr halbe-halbe gut und schlecht zu sein.” Männlichkeit kann edel und heroisch sein wie die der Männer auf der Titanic, die ihr Leben für das Prinzip “Frauen und Kinder zuerst” geopfert haben, aber sie kann auch närrisch, halsstarrig und gewalttätig sein. Viele Männer werden es als beleidigend empfinden, zu hören, dass islamische Gewalt und Ehrenmorde auch nur irgendetwas mit Männlichkeit zu tun hätten. Aber es ist so. Der Islam ist eine komprimierte Version all der dunkelsten Aspekte von Männlichkeit. Wir sollten ihn von uns weisen. Auch Männer verlieren unter dem Islam ihre Freiheit, zu denken und zu sagen, was sie wollen – nicht nur Frauen.

Jedoch könnte sich eine moderate Version des Feminismus für den Islam als tödlich erweisen. Der Islam lebt aus der extremen Unterwerfung von Frauen. Dessen beraubt wird er ersticken und sterben. Es stimmt, dass der Westen die Formel für die perfekte Balance zwischen Männern und Frauen auch im 21. Jahrhundert immer noch nicht gefunden hat, aber wir arbeiten wenigstens daran. Der Islam ist im 7. Jahrhundert steckengeblieben. Manche Männer beklagen den Verlust der Sinnhaftigkeit von Männlichkeit in einer modernen Welt. Vielleicht konnte ein bedeutsamer Sinn sein, sicherzustellen, dass unsere Schwestern und Töchter in einer Welt aufwachsen, in der sie das Recht auf Bildung und ein freies Leben haben und sie gegen die islamische Barbarei zu schützen. Das wird gebraucht werden.

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