Archive für Beiträge mit Schlagwort: Marxismus

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von Fjordman

Erstveröffentlichung am 5. 9. 2008 unter dem Titel “Eastern Europe and the New Threats to Freedom” im Blog Gates of Vienna. 

Übersetzung aus dem Englischen: BeforeDawn

Der niederländische Karikaturist Nekschot (´Nackenschuss´), ein   Freund des toten Theo van Gogh, des Filmemachers, der von einem frommen Moslem im Jahr 2004 rituell geschlachtet wurde, war im Jahr 2008 der erste Karikaturist, der jemals in der Geschichte der westlichen Demokratien verhaftet wurde. Gregorius Nekschot wurde dreißig Stunden festgehalten wegen Karikaturen, die “Muslime und Menschen dunklerer Hautfarbe diskriminieren”, wie es die Staatsanwaltschaft Amsterdam ausdrückte. Ungefähr 10 Polizeibeamte zerrten ihn aus seinem Haus in Amsterdam, stellten seinen Computer und sein Telefon sicher und teilten ihm mit, dass sein bürgerlicher Name bekannt gemacht werde. Nekschot wurde zwei Tage später freigelassen. Eine Anzeige war im Jahr 2005 von dem niederländischen Imam Abdul Jabbar van de Ven, einem radikalen Islam-Konvertiten, gegen ihn erstattet worden. Nach dem Mord an dem Filmemacher Theo van Gogh hatte Abdul Jabbar van de Ven im Fernsehen gesagt, er würde Allah danken, wenn er es einrichten könnte, dass der islamkritische Abgeordnete Geert Wilders stirbt, “z. B. an Krebs”.

Die Verhaftung von Gregorius Nekschot wegen eines “multikulturellen Gedankenverbrechens” war ein weiterer Tiefpunkt für die Niederlande, einem Land, das noch vor wenigen Jahren für seine Offenheit und Toleranz bekannt war. Es war aber auch ein neuer Tiefpunkt für den “freien Westen”, der plötzlich sehr viel weniger frei aussieht.

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von Fjordman

Veröffentlicht in Gates of Vienna, 25. Juni 2008

(Übersetzung von Beer7)

Was Geert Wilders islamkritischen Film angeht, knicken immer mehr Firmen unter muslimischen Druck ein. In meinen Texten dresche ich regelmäßig auf Marxisten ein und sie verdienen es in der Regel. Ich meine, über die Probleme des Westen kann nur sinnvoll geschrieben werden, wenn der lange und destruktive Einfluß des Marxismus berüchsichtigt wird.

Marxisten sind für sich nicht mächtig genug, um all die Probleme zu verursachen, mit denen wir konfrontiert sind. Man müßte blind sein, um die Bedeutung von Geschäftsverbindungen zwischen dem Westen und der islamischen Welt nicht zu sehen, besonders zwischen Europa und dem Nahen Ostern, aber auch zwißchen den USA und Saudiarabien. Geld regiert schließlich die Welt! Man muß kein Sozialist sein, um zu erkennen, daß sich die Interessen großer Unternehmen nicht immer mit den langfristigen Interessen einer Nation decken, gerade auch in Sachen Einwanderung. Internationale Konzerne haben schon per Definition keine Loyalität gegenüber einem bestimmten Staat und sollten keine staatliche Einwanderungspolitik bestimmen dürfen.

Wirkt Kapitalismus grundsätzlich als Kraft in Richtung Freiheit? Für “Konservative” ist es leicht das zu denken, aber stimmt es immer?

Wenn man die Europäische Union verstehen will, kann man verschiedene Perspektiven anlegen. Eine davon geht von einer irgendwie gearteten Anlehnung an die kommunistische Utopie aus und betrachtet die transnationale, undurchschaubare und niemandem Rechenschaft schuldende Bürokratie der Sovietunion im Vergleich. Das macht einigen Sinn, aber die EU kann nicht angemessen ausschließlich als marxistische Struktur verstanden werden. Sie wurde immer von den Großunternehmen unterstützt, die erleichterten Zugang zu größeren Märkten wollen. Sie kümmern sich nicht notwendigerweise um nationale Souveräinität oder Grenzen, die für das Weiterbestehen jeder wirklich freien Gesellschaft unverzichtbar sind.

Im Besonderen mache ich mir Sorgen wegen der verschiedenen Beschwichtigungsversuche unlängst durch westliche Konzerne gegenüber deren Forderung nach Zensur entsprechend der Scharia. Sowohl bei den dänischen Cartoons wie auch bei Wilders Film in Holland waren Geschäftsleute besonders eifrig dabei, die Verteidiger westlicher Freiheiten zu denunzieren. Sie kümmern sich um ihre Markanteile, nicht um die größeren Zusammenhänge.

Wir wissen, daß viele Unternehmen massenhafte Einwanderung unterstützen, weil sie billige Arbeitskräfte wollen. Da das muslimische Einwanderung einschließt, tragen sie zur Islamisierung bei, sowohl zuhause wie auch im Ausland. Können wir sagen, daß Kapitalismus immer eine freiheitliche Kraft ist? Ich meine nein. Wie Thomas Jefferson festhielt “Händler haben kein Vaterland. Der geographische Punkt, an dem sie sich befinden, bedeutet eine weniger starke Bindung als derjenige, dem sie ihren Gewinn verdanken.”

Niederländiche Firmen haben einem jordanischen Boykott nachgegeben, indem sie in Zeitungsannouncen den Film Fitna verurteilt haben.

De Volkskrant berichtet, daß holländische Firmen einem jordansichen Boykott nachgegeben haben. Die Firmen Zwanenberg und Friesland Foods haben in jordanischen Zeitungen announciert, daß sie den Film Fitna des populistischen Politikers Geert Wilders ablehnen.

Letzte Woche hat die Gruppe “Der Gesandte Allahs einigt uns” vor einem jordanischen Gericht Anzeige gegen Wilders erhoben. Ihm wird Rassismus und Volksverhetzung gegen Muslime vorgeworfen. Wilders sagte, er befürchte, Jordanien könne einen internationalen Haftbefehl gegen ihn ausstellen.
Laut de Volkskrant hat die Gruppe bereits einen Boykott dänischer Produkte wegen der Muhammedcartoons organisiert und begonnen, zum Boykott holländischer Firmen aufzurufen.
“Am Mittwoch haben alle Reisebüros in Amman einen Brief erhalten, in dem sie gebeten wurden, keine Geschäfte mit KLM zu machen. Dieser Brief wird auch in anderen arabischen Ländern verteilt.
Der Vorstand von “Der Gesandte Allahs einigt uns” Zakaria Sheikh sagt, er habe eine Million Poster drucken lassen, um zu einem Boykott niederländischer Waren aufzurufen. Er sagt, holländische Unternehmen können sich von der Boykottliste nehmen lassen, wenn sie Zeitungsannouncen aufgeben und den Firm verurteilen.

In ihrer Anzeige teilt die Zwanenberg Food Group mit, sie “weise die Meinungen und Aussagen” in Wilders Firm zurück. “Wir verurteilen die anti-islamischen Anmerkungen mit Nachdruck und glauben, daß sie keinen anderen Zweck haben als zu beleidigen.”

Die Firma drückt auch ihre “Solidarität mit der Kampagne von Der Gesandte Allahs einigt uns aus: Internationale Gesetzgebung soll die Beleidigung von Religion unter Strafe stellen, einschließlich Beleidigung des Islams und des Propheten Mohammed (Friede sei mit ihm).”

Aus dem Brussels Journal:

VNO-NCW, die Dachorganisation holländischer Arbeitgeber hat ihre Anwälte beauftragt zu klären, ob Herr Wilders auf Schadensersatz wegen entgangenem Einkommern verklagt werden könnte, wie sie holländische Firmen möglicherweise wegen des Boykotts niederländischer Produkte erleiden müssen, weil Muslime auf Herr Wilders wütend sind und die Holländer nicht in der Lage waren, ihn zum Schweigen zu bringen. Firmen wie Shell, Philips und Unilever können leicht als holländische Unternehmen erkannt werden”, sagte der VNO-NCW Vorstandsvorsitzende der Zeitung Het Financieele Dagblad.

“Ich weiß nicht, wie reich Geert Wilders ist oder wie gut versichert, aber wir leiden unter einem Boykott. Wir werden eruieren, ob wir ihn auf Schadensersatz verklagen können.” Letzte Woche rief Dökle Terpstra, Vorstandsmitglied bei Unilever, die Holländer auf, einen Aufstand zu machen und Wilders zu stoppen, “weil” Geert Wilders böse sei und dem Bösen Einhalt geboten werden muß.”

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von Fjordman

Original vom 6. Januar 2008 auf Gates of Vienna: Expo and the Islamophobes

Übersetzung von Eisvogel

Die linksextreme, antirassistische schwedische Organisation Expo hat kürzlich eine Publikation (pdf auf schwedisch) mit dem Titel “Kriget mot islam” – “Der Krieg gegen den Islam” – veröffentlicht, in der sie sich besorgt über einen zunehmenden Trend “organisierter Islamophobie” im Westen zeigt. Expo zufolge

“gewinnt parallel mit dem Wachstum von SIOE ein neues antiislamisches Netzwerk von Akademikern, Bloggern und Politikern an Gestalt. Das Netzwerk hat keinen formalen Namen, trifft sich aber auf so genannten Antidjihad-Konferenzen. Das erste bekanntgewordene Treffen fand am 14. April dieses Jahres [2007] in Kopenhagen statt. Hinter dem Ereignis stand das Center for Vigilant Freedom (CVF).”

Die Publikation enthält:

“Nach Aussage eines der einflussreichsten Bloggers in der antiislamischen Blogosphäre, Baron Bodissey, fungiert CVF als ein ‘Netzwerk der Netzwerke. Die Idee dahinter ist, alle Counterdjihad-Gruppierungen unter einem Dach zu versammeln, um das Sammeln von Informationen und Erfahrungen zu erleichtern.’”

Die Publikation erwähnt auch das Treffen in Brüssel im Oktober und stellt fest, dass “unter den Teilnehmenden eine Anzahl allseits bekannter Rechtsextremer gewesen sind.” Ein Beispiel für diese “Rechtsextremen” ist der israelische Politiker Arieh Eldad. Expo erwähnt auch den dänischen Journalisten Lars Hedegaard und den Autor Robert Spencer, den Gründer von Jihad Watch.

Der Text geht weiter:

“Während des Kalten Krieges stimmte die extreme Rechte in die antikommunistische Rhetorik mit ein. Im Zusammenhamg mit der zunehmenden Einwanderung nach Europa war es dann plötzlich der Multikulturalismus, der als von außen kommende Bedrohung herhalten musste. Als Auswirkung des Krieges gegen den Terror und des zunehmenden Misstrauens gegenüber Moslems ist es inzwischen die antiislamische Rhetorik, die der extremen Rechten als neue Plattform dient. Aber es gibt ein Problem: Ungeachtet der Tatsache, dass es innerhalb der antiislamischen Netzwerke große Akzeptanz für fremdenfeindliche Parteien gibt, möchten sie sich nicht dadurch beschmutzen lassen, dass sie zu klare Verbindungen zu offen faschistischen Gruppierungen haben.”

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von Fjordman

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Original vom 23. August 2007 in Gates of Vienna: How the West Lost the Cold War

Übersetzung von Eisvogel

Die Freundin eines Politikers der Schwedendemokraten, einer kleinen Partei, die der Masseneinwanderung kritisch gegenübersteht, wurde kürzlich in ihrer Wohnung außerhalb von Stockholm angegriffen. Die junge Frau wurde mit Klebeband gefesselt in dem Appartmentkomplex gefunden, in dem sie mit Martin Kinnunen, dem Vorsitzenden der Jugendorganisation der Schwedendemokraten, lebt. Drei Männer hatten sie auf dem Weg in die Wohnung des jungen Paares überwältigt und die 19-Jährige mit vorgehaltenem Messer bedroht. Kinnunen berichtet von mehreren Drohungen und anonymen Anrufen bei der Familie. Er beschuldigt die Medien, welche die Schweden-Demokraten systematisch als Monster darstellen und damit Aggressionen gegen sie legitimieren, und behauptet, die schwedische Demokratie sei Augenwischerei.

Antifascistisk Aktion, eine Gruppierung, die angeblich gegen “Rassisten” kämpft, prahlt offen auf ihrer Website mit zahllosen physischen Attacken gegenüber Personen, deren volle Namen und Adressen sie auf ihrer Website veröffentlichen. Nur eine Woche nachdem diese Gruppe einen schwedischen Richter drangsalierten und sein Haus verwüsteten, demonstrierten Mitglieder der Gruppe zusammen mit der schwedischen Polizei, der schwedischen Regierung und dem schwedischen Medien-Establishment während der “Woche des Stolzes”, Stockholms jährlicher Schwulenfeier im August 2007. Am Ende der Parade des Stolzes marschierte eine Gruppe schwarz gekleideter und maskierter Repräsentanten der AFA. Direkt neben ihnen marschierten einige Polizisten, einschließlich Mitgliedern der schwedischen schwulen Polizistenvereinigung. 

Auf ihrer Website behauptet AFA, sie hätten während des Events mehrere Homophobe zusammengeschlagen, mindestens einen davon krankenhausreif. Sie sind Sozialisten und als solche überzeugt, dass Fortschritt nur durch Kampf möglich ist, und es ist stillschweigend inbegriffen, dass sie gewalttätigen Kampf meinen:

“Wenn wir gegen den Kapitalismus kämpfen wollen, muss die arbeitete Klasse vereint werden, und damit das erreicht wird, darf Intoleranz nicht toleriert werden. Wenn wir jedoch gegen Intoleranz kämpfen wollen, müssen wir als Ausweitung dieses Kampfes den Kapitalismus besiegen. Daher gehen Antifaschismus, Feminismus und der Kampf gegen Homophobie Hand in Hand mit dem Klassenkampf!”

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von Fjordman

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Original vom 2. August 2007 in Gates of Vienna: The EU and the Globalist Alliance

Übersetzung von Eisvogel

Das Folgende ist ein interessanter Kommentar zu Multikulturalismus, der ausgerechnet auf einer Website in Bangladesh geschrieben wurde:

“Multikulturalismus ist ein unnatürlicher und ungesunder Zustand, der nur Länder heimsuchen kann, die sich im nationalen Niedergang befinden. (…) Habgier und Korruption charakterisieren die Regierung zusammen mit unterdrückerischen Maßnahmen gegen die Bürger. Lügen und Falschheit werden Inhalt und Geschäft der Medien, Politiker und Bildungseinrichtungen sein.” Multikulturalismus “wird dazu benutzt, einen nationalen Konsens in der Wählerschaft zu verhindern. Er untergräbt Werte, Kultur, Glaubensinhalte, ethnische Eigenheiten usw. und schafft dadurch einen ständigen Strom der Unzufriedenheit, auf dem die Multikulturalisten schwimmen. Es ist eine perfekte Methode, sicherzustellen, dass es niemals Übereinstimmung, Einigkeit oder ein gemeinsames Schicksal unter den Regierten geben kann.”

In anderen Worten: Multikulturalismus ist ganz einfach eine Methode des Prinzips “Teile und herrsche”. Gibt es dann auch nur einen Grund, versuchen zu wollen, die Logik dahinter zu verstehen? Vielleicht war es einfach nur eine bequeme Ausrede dafür, die etablierte Ordnung der Nationalstaaten zu zerbrechen, indem man sie unter dem Deckmäntelchen “kulturelle Vielfalt” oder dem der historischen Unvermeidbarkeit mit Masseneinwanderung überflutet. Wenn das zutrifft, gab es niemals eine zusammenhängende Logik dahinter, deshalb sollten wir unsere Zeit nicht damit verschwenden, nach einer zu suchen. Viele von denen, die Multikulturalismus predigten, haben selbst auch nicht ein einziges Wort davon geglaubt. Multikulturalismus ist der neue Allah: Du sollst nicht verstehen, du sollst nur gehorchen.

Es war ein Projekt einer Koalition aus verschiedenen Gruppen, die das gemeinsame Ziel vereinte, die westlichen Nationalstaaten zu untergraben. Ich habe vor einer Generation gehört, wie Befürworter der Masseneinwanderung sagten, dass all das Gerede darüber, wie diese unsere Gesellschaften in etwas nicht wieder zu Erkennendes verwandeln würde, nichts weiter als Angstmacherei und Rassismus sei. Heute sagen die gleichen Gruppierungen, ja, unsere Gesellschaften haben sich für immer verändert. Das ist gut so und außerdem ist es sowieso zu spät, etwas daran zu ändern. Also gewöhnt Euch dran! Ihre Propaganda diente zunächst dazu, die Öffentlichkeit zu täuschen, um potentiell irreversible Änderungen unter nur sehr wenig echter Debatte einzuführen. Sie wussten, dass man ihnen niemals erlaubt hätte, ihre eigenen Länder zu zerstören, deshalb haben sie ganz einfach nicht um Erlaubnis gefragt.

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von Fjordman

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Original vom 2. August 2007 in The Brussels Journal: European Socialists Take Aim on “Islamophobia”

Übersetzung von Eisvogel

Die Sozialisten im EU-Parlament drängen auf ein “jüdisch-christlich-islamisches” Europa, was immer das auch sein soll. Der Islam hat nichts mit der europäischen Kultur zu tun, egal was die Europäische Union auch sagen mag. Nehmen Sie bitte auch zur Kenntnis, dass die EUrabier sich sehr mit den “Sorgen” von Moslems beschäftigen. Niemand fragt uns einheimische Europäer nach unseren “legitimen Sorgen”. Weil wir Christen und – darf ich es so sagen – weiß sind, haben wir per Definition keine.

Eine Zeitung in meinem Land schrieb, dass wir mit der Muslimbruderschaft zusammenarbeiten sollten, weil sie so “moderat” ist. Anfang dieses Jahres hatte der derzeitige Vorsitzende der Muslimbruderschaft, Mahdi Akef, geäußert, dass der anhaltende Dschihad die westliche Zivilisation zerschmettern werde. Akef verfügte, dass für den Fall, dass es Moslems nicht gelingen sollten, das in der nahen Zukunft zu erreichen “Moslems dazu verpflichtet sind, den Dschihad weiterzuführen, der den Zusammenbruch der westlichen Zivilisation und den Aufstieg der islamischen Zivilisation aus ihren Trümmern nach sich ziehen wird.” Der geistige Führer der Muslimbruderschaft, Yusuf al-Qaradawi, hat seine Unterstützung für Selbstmordattentate zum Ausdruck gebracht und öffentlich damit geprahlt, wie Moslems Europa erobern werden.

Dieselbe links-multikulturelle Zeitung, Dagbladet, hat über eine Generation hinweg unablässig alle Kritiker der Masseneinwanderung als Rassisten, religiöse Eiferer oder “Rechtsextremisten” dämonisiert. Moslems sind also moderat, wenn sie Terrorismus befürworten und die westliche Zivilisation zerschmettern wollen. Wir sind Extremisten, wenn wir uns dagegen wehren. Von uns Europäern von Großbritannien über die Niederlande bis nach Italien erwartet man also, dass wir demütig unsere schrittweise Auslöschung akzeptieren, die von unseren eigenen Medien, unserer eigenen Intelligentsia und unseren eigenen politischen Führern aktiv vorangetrieben wird.
 
Anmerkung: Im folgenden veröffentliche ich eine Pressemeldung zu dem Thema, die unter Fjordmans Originalartikel zusammengefasst veröffentlicht ist, in vollständiger Länge. Sie wird auch auch auf  Dhimmi Watch diskutiert.
 
Europäische Sozialisten entschlossen, den Kampf gegen Islamophobie aufzunehmen.
von Selçuk Gültaşli für Today’s Zaman am 02.08.2007
Europäische sozialistische Organisationen haben sich entschlossen, die wachsende Islamophobie in Europa einzudämmen, indem sie das Monopol der Debatte darüber aufbrechen, das bisher vorwiegend bei rechtsaußen angesiedelten und ultranationalistischen Gruppen lag.
Die Partei Europäischer Sozialisten (PES) – eine Fraktion im Europäischen Parlament, der 214 Mitglieder aus 33 sozialistischen und sozialdemokratischen Parteien angehören – hat ein Komitee gegründet, um nach Wegen zur Bekämpfung der Islamophobie zu suchen. In der Überzeugung, dass der Islam eine europäische Religion ist, möchte das 25-köpfige Komitee den 20 Millionen Moslems, die heute in Europa leben, “zuhören” und ihnen sowohl anbieten, ihre Probleme zu verstehen, als auch Lösungen zur Linderung ihrer Sorgen bereitzustellen.
 Obwohl alle Mitgliedsparteien eingeladen wurden, Delegierte in dieses Komitee zu entsenden, hat die [türkische] Republikanische Volkspartei (CHP) nicht darauf reagiert, während die griechische Sozialdemokratische Partei (PASOK) zwei Repräsentanten entsandt hat.
Vorurteile gegen den Islam und gegen Moslems, die manchmal von Elementen der äußersten Rechten als “der Feind im Inneren” bezeichnet werden, sind seit dem 11. September im Ansteigen begriffen und haben sich durch die von Al Kaida inspirierten Terroranschläge vom 11. März in Spanien und 7. Juli in Großbritannien noch verschärft. Eine heftige islamophobe Gegenreaktion konnte in Gestalt der kontroversen Karikaturen des Propheten Mohammed in einer dänischen Zeitung beobachtet werden, sowie auch in der häufig zitierten Äußerung von Papst Benedikt XVI über die “gewalttätige” Natur des Islam, für die er sich später entschuldigte und die weiteres Öl in die Flammen des Zorns gegossen hatte.
PES sagt, sie seien verärgert darüber, dass der Ton, die Art und Weise und der Zeitpunkt der Debatte über Moslems in Europa bislang von ultranationalistischen und rechtsaußen stehenden Parteien bestimmt worden sei. Sie beschweren sich auch über das Ausbleiben ernstzunehmender Antworten an Parteien, die mittels Feindseligkeit gegenüber der islamischen Religion florieren.
Den Vorsitz des Komitees wird Gary Titley, ein britisches Parlamentsmitglied, innehaben, und Emine Bozkurt, eine holländische Parlamentarierin türkischer Herkunft, wird Vizevorsitzende. Zusammen mit den anderen Mitgliedern des Komitees haben sie sich auf ein einjähriges Mandat geeinigt – von Mai 2007 bis Mai 2008 – während dessen sie sich auf Themen wie Vielfalt, Integration und Einbeziehung, Säkularismus und Recht, junge Moslems und die Stellung der Frau, Demokratie, Repräsentation und Staatsbürgerschaft, und Multikulturalismus vs. Integration konzentrieren wollen.
Das Komitee, das erstmals Anfang Juli ein Treffen abhielt, plant sechs Außenmissionen zur Faktenerhebung in europäischen Ländern, wobei Interviews mit Moslems vorgesehen sind. Die Ergebnisse werden in einem Bericht veröffentlicht werden, der dann in die Wahlprogramme der sozialistischen Parteien bei der Europawahl 2009 einfließen werden.
Bozkurt, die im Juni an einer Konferenz “Islam in Europa” in London teilgenommen hatte – bei der der ehemalige Premierminister Tony Blair auch anwesend war – wird auch auf den Kongressen der Labour Party und der Liberal Democrats sprechen, die beide im September in Großbritannien stattfinden.
Im Gespräch mit Today’s Zaman, sagte Bozkurt, sie sei der Ansicht, dass der Islam Teil der europäischen Kultur ist. In Hinblick auf die allgemein akzeptierte Definition der europäischen Kultur als “jüdisch-christlich” denkt Bozkurt, dass dies bald “jüdisch-christlich-islamisch” sein wird.
“Moslems lebten in Spanien und Bosnien über Jahrhunderte hinweg mit Christen zusammen. Trotzdem werden sie immer noch als Fremde angesehen – sie werden nicht als wirkliche Bürger erachtet“, sagte Bozkurt, wobei sie betonte, dass die Worte Europäer und Moslem immer noch nicht in einem Satz verwendet werden. Bozkurt beklagt eindringlich, dass die Bühne für die Debatte über den Islam vollkommen ultranationalistischen Parteien überlassen worden wäre. Sie fügte hinzu, dass die Debatte über den Islam in Europa eng mit dem Beitrittsgesuch der Türkei verflochten ist.

von Fjordman

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Original vom 31. Juli 2007 in The Brussels Journal: The Death of Sweden

Übersetzung von Eisvogel

Ich werde immer noch gefragt, warum ich als Norweger mehr über Schweden schreibe als über mein eigenes Land. Zuerst einmal: Ich schreibe manchmal auch über Norwegen. Und zweitens: Wenn man sich nur die Hauptstädte ansieht, könnte Oslo durchaus die schlimmste Stadt in Skandinavien sein. In praktisch jeder anderen Hinsicht ist jedoch Schweden schlimmer. Und ja, es ist Wort für Wort so schlimm wie ich sage.

Der Hauptgrund, warum ich so viel über Schweden schreibe, ist, dass es das totalitärste Land in der westlichen Welt ist und daher anderen als Warnung dienen sollte. Der zweite Grund ist, dass Schweden wie auch mein eigenes Land heutzutage etwas “liebevolle Strenge” braucht. Zu viele Schweden klammern sich immer noch an den Mythos des “schwedischen Modells”, während ihr Land sich unter ihren Füßen auflöst. Wenn Schweden, die Nation, gerettet werden soll – wenn das überhaupt noch möglich ist, wessen ich mir nicht sicher bin – dann muss Schweden, der ideologische Leuchtturm für die Menschheit, zerschlagen werden, denn die Selbstgefälligkeit blockiert den gesunden Menschenverstand.

Auf der Nachrichtenseite The Local wird berichtet, dass das Haus eines Richters, der sich mit Anhörungen von Einsprüchen seitens Migranten befasst, von Linksextremisten verwüstet wurde. Drohungen wurden an die Wände gesprüht, rote Farbe wurde über die Stufen ausgegossen und vor dem Haus wurde eine Axt zurückgelassen. “Wenn ein Richter an einem schwedischen Gericht derartigem Vandalismus an seinem Heim ausgesetzt ist, ist das natürlich sehr ernst zu nehmen” sagte Ingvar Paulsson, der Vorsitzende des Verwaltungsgerichts im Distrikt Gothenburg. Die Gruppe Antifascistisk Action (AFA) schreibt auf ihrer Homepage, dass die Lage irakischer Asylsuchender den Angriff motiviert habe. Die schwedische Migrationsbehörde hatte verfügt, dass sie abgeschoben werden sollten, wenn sie nicht nachweisen könnten, dass gegen sie persönlich eine Bedrohung vorliege.
Hier sollte festgehalten werden, dass Schweden allein im Jahr 2006 fast so viele Asylanträge von Irakern bewilligte wie alle anderen europäischen Länder zusammen. Einheimische Schweden, die in einem Land leben, das vor nur 30 Jahren eines der ethnisch homogensten Länder war, werden innerhalb weniger Jahrzehnte zur Minderheit im eigenen Land werden, wenn der derzeitige Trend anhält. Schweden zerstört sich mit einer in der Menschheitsgeschichte noch nie da gewesenen Geschwindigkeit selber, aber für die Linksextremisten ist das immer noch nicht schnell genug.
 

AFA brüstet sich offen zahlreicher Attacken gegen Personen, deren vollständige Namen und Adressen sie auf ihrer Website veröffentlichen. Ihren Angaben zufolge tun sie das, um gegen kapitalistische Ausbeutung und für eine globale klassenlose Gesellschaft zu kämpfen. Ihre Logik geht ungefähr so: Wenn man gegen die Einwanderung von Moslems protestiert, leidet man an Islamophobie, was fast das gleiche ist wie Fremdenfeindlichkeit, was wiederum fast das gleiche ist wie Rassismus. Und Rassisten sind fast Faschisten und Nazis, wie wir alle wissen, und sie sollten nicht das Recht haben, ihre Stimme in der Öffentlichkeit zu erheben. Wenn man also dagegen protestiert, von Moslems angegriffen oder vergewaltigt zu werden, ist man böse und muss zum Schweigen gebracht werden. Wenn ein einheimischer Schwede oder eine Schwedin richtig großes Glück hat, wird er oder sie zuerst von Moslems überfallen oder verprügelt und dann ein zweites Mal von den eigenen linksextremistischen Landsleuten geschlagen, weil er sich dagegen verwehrt hat, das erste Mal geschlagen zu werden. Der Staat tut natürlich so gut wie nichts, um das eine oder das andere davon zu verhindern. Einheimische Schweden, die sich gegen eine Masseneinwanderung aussprechen, die sie innerhalb von ein paar Generationen zu einer Minderheit im eigenen Land macht, sind bereits als “Rassisten” einsortiert, und Rassisten stehen in praktisch jeder Hinsicht außerhalb des Schutzes des Gesetzes.

Nach Ansicht mancher Beobachter ist islamophober Hass in Europa im Ansteigen begriffen. Schauen wir mal, was “rassistischer Hass” ist. Das Folgende wird als offizielles Beispiel dafür angeführt, was in Schweden als islamophobes Hassverbrechen gilt:

Eine moslemische Familie fragt bei einer schwedischen Nachbarschaftshilfe an, ob es möglich sei, etwas anderes als Schweinefleischwürstchen zu bekommen. Linda antwortet darauf: “Nein, wir leben in Schweden.” Die Familie fragt nach, was sie damit meine. Linda wiederholt: “Wir leben in Schweden und Sie müssen das respektieren.” Der Familienvater sagt darauf: “Wir respektieren Sie, aber können Sie uns nicht auch respektieren?” Linda erwidert dann “Nein, leider nicht.”, lacht und geht weg.

Vergleichen Sie das mit einem Beispiel aus dem Jahr 2006, als der Justizminister Göran Lambertz seine vorläufigen Ermittlungen bezüglich Antisemitismus in der großen Moschee in Stockholm einstellte. Er schrieb

“Die vorliegenden Aufzeichnungen enthalten massiv herabwürdigende Äußerungen über Juden, die unter anderem durchweg als Brüder von Affen und Schweinen bezeichnet werden.” Darüber hinaus wurde ein Fluch über Juden ausgesprochen und “ein Aufruf zum Dschihad, die Juden zu töten, wobei Selbstmordattentäter – die als Märtyrer gefeiert werden – die effektivste Waffe dafür seien.”

Lambertz war der Ansicht, dass

“die kürzlich erwähnten Äußerungen trotz ihres Inhalts nach schwedischem Recht nicht als Aufstachelung zum Hass gegen eine ethnische Gruppe betrachtet werden können.”

Er schlussfolgerte, dass die vorläufigen Ermittlungen eingestellt werden sollten, weil man die Hetze gegen Juden im Nahostkonflikt begründet sehen könne.

 

Dieser doppelte Standard beschränkt sich nicht nur auf Juden. Dahn Pettersson, ein Lokalpolitiker, wurde zu einer Geldstrafe von 18.000 Kronen [rund 1.940 Euro] verurteilt, weil er geschrieben hatte, dass 95 Prozent des Heroins von Albanern aus dem Kosovo ins Land gebracht werden.

“Es ist niemals eine ethnische Gruppe, die Verbrechen verübt. Es sind Individuen oder Gruppen von Individuen”

sagte der Ankläger Mats Svensson vor dem Gericht, das Pettersson wegen “Agitation gegen eine Minderheit” verurteilte. Svante Nycander, der frühere Herausgeber der Tageszeitung Dagens Nyheter, äußerte, dass

“das Urteil im Bezirksgericht von Malmö die Meinungsfreiheit beschädigt. Viele werden es als Beweis dafür ansehen, dass die Behörden vor unbequemen Wahrheiten Angst haben und dass sie, weil es ihnen an Gegenargumenten fehlt, diejenigen bestrafen, die offen sprechen.”

In Schweden ist es ein Verbrechen, zu sagen, dass hinter einem Großteil des europäischen Drogenhandels albanische Moslems stehen (was eine Tatsache ist). Über die einheimische Bevölkerung abfällige Bemerkungen zu machen, ist hingegen voll in Ordnung.

Bexhet Kelmeni ist kosovoalbanischer Herkunft und lebt in Malmö, der drittgrößten Stadt des Landes, die aller Voraussicht nach in wenigen Jahren zur ersten skandinavischen Stadt mit einer islamischen Bevölkerungsmehrheit werden wird. Er ist der Ansicht, dass es wichtig ist, dass jetzt festgelegt ist, dass Dahn Pettersons Äußerungen kriminell sind.

“Ich schäme mich, dass es solche Politiker gibt“, sagt Kelmeni, der den Anspruch erhebt, mit Hunderten von Albanern in Kontakt zu stehen, die sich alle dadurch beleidigt fühlen. “Er muss mehr über die albanische Kultur lernen” so Kelmeni.

Was er nicht sagt, ist, dass viele der verbleibenden Schweden in Malmö – Einheimische, die aufgrund von ungezügelter Gewalt und Schikane schon seit Jahren die Stadt verlassen oder vielmehr fliehen – tägliche Lektionen in albanischer Kultur erhalten.

Feriz and Pajtim, Mitglieder einer albanischen Gangsta-Schlägerbande in Malmö, erklären wie sie Leute in der Innenstadt überfallen. “Wir kreisen ihn ein und schlagen und treten ihn so lange, bis er sich nicht mehr wehrt“, sagt Feriz. Sie sind gegenüber den Opfern immer in der Überzahl. Ist das eigentlich nicht feige? “Ich habe das auch schon von vielen gehört, aber ich finde das nicht. Es geht doch einfach nur darum, dass sie keine Chance haben sollen.” Sie zeigen keinerlei Anteilnahme für ihre Opfer. “Wenn sie verletzt werden, dann sind sie selber daran Schuld, weil sie schwach sind.” sagt Pajtim achselzuckend. “Viele von uns waren in Banden, die im Kosovo gegen die Serben kämpften. Wir haben Gewalt im Blut.” Sie geben die Schuld für ihre Überfälle, die sie angeblich begehen, weil sie gelangweilt sind, den Politikern. Wenn der Staat ihnen etwas zu tun bieten würde, würden sie vielleicht aufhören, Leute zu attackieren. Aber ist der Mangel an Freizeitaktivitäten wirklich der einzige Grund, aus dem sie Leute angreifen? “Nein, es macht auch Spaß.” sagt Feriz.
 
Kriminelle Albanerbanden geben also freimütig zu, dass sie Schweden tätlich angreifen, aber Schweden können nicht andeuten, dass es kriminelle Albanerbanden gibt. Das ist wirklich rassistisch.
 
Die Welle von Raubüberfällen, die Malmö erlebt, ist Teil “eines Krieges gegen die Schweden.” Das ist die Erklärung, die junge Räuber mit Migrationshintergrund dafür abgeben. “Wenn wir in der Stadt sind und Leute ausrauben, führen wir einen Krieg, einen Krieg gegen die Schweden.” Diese Äußerung wurde mehrmals wiederholt. “Macht heißt für mich, dass die Schweden mich ansehen, dass sie auf dem Boden liegen und mir die Füße küssen. Wir rauben jeden Tag, so oft wir wollen und wann immer wir wollen.” Die schwedischen Behörden haben praktisch nichts unternommen, das zu unterbinden.
 

Gibt es also keinen Rassismus in Malmö? Doch, es gibt einige hässliche Fälle von Islamophobie. Ein Busfahrer wurde wegen Diskriminierung und Hass vom Dienst suspendiert, nachdem er angeblich versucht hatte, eine Frau daran zu hindern, in den Bus einzusteigen, weil diese eine Burka trug. Nach dem Autor Mats Wahl verursacht Brandstiftung an Schulen Kosten in Höhe von mehr als 300 Millionen Kronen [rund 32,4 Mio. Euro] pro Jahr. Eine inoffizielle Umfrage in schwedischen Stadtverwaltungen ergab, dass im ersten Halbjahr 2006 mindestens 114 solcher Fälle von Brandstiftung registriert wurden, die exakten Zahlen waren schwer zu ermitteln. Allein im Jahr 2002 gab es an mindestens 139 Schulen Fälle versuchter Brandstiftung. Björn Vinberg von der Feuerwehr in Malmö sagt, es sei erniedrigend, wieder und wieder in den gleichen Einwanderervierteln Feuer löschen zu müssen, während Schulkinder einen auslachen und gleich danach das nächste anzünden. Zweifellos muss das ein Protest gegen die institutionalisierte und um sich greifende Islamophobie in der schwedischen Gesellschaft sein.

 

In einem Land, in dem die Steuerrate über 60% liegt und damit höher ist als in fast allen Ländern des Planeten außer vielleicht Nordkorea – wo es zufälligerweise fast genau so viel Redefreiheit gibt wie in Schweden – werden die Einheimischen tagtäglich von Migrantengangs angegriffen, der Staat jedoch scheint nicht gewillt sein, irgendetwas zu unternehmen, um das zu unterbinden. Obwohl Moslems offen damit prahlen, dass Juden und Christen Zielscheiben für sie sind, ist das kein Hassverbrechen. Aber es ist ein Hassverbrechen und Rassismus, wenn Moslems nicht immer Halal-Würstchen geboten bekommen oder wenn Muslimas nicht überall, wo sie wollen, eine Burka tragen dürfen.

 

Nach Professor Wilhelm Agrell hat Schweden heute eine Sicherheitspolitik, die auf der Annahme basiert, dass territoriale Verteidigung nicht mehr nötig ist. Militärische Ressourcen werden nur noch dafür als relevant erachtet, in weit entfernten Konflikten politisch Flagge zu zeigen, und das eigene Territorium ist zu nichts weiter als zu einem Trainingsgelände für Manöver geworden. Agrell schließt, dass

“nach Jahren der Existenzangst und schwarzen Löchern im Budget Schwedens Militär letztendlich die Flagge eingeholt und die Bestände aufgelöst hat und fahnenflüchtig wurde.”

Die wenigen Soldaten, die es noch gibt, sind an Orten wie Afghanistan und nicht in der Heimat. Jan Karlsen von der schwedischen Polizeigewerkschaft warnte 2007, dass die unterbezahlten Polizeikräfte nicht in der Lage sind, noch wesentlich länger mit dem organisierten Verbrechen und ethnischen Spannungen fertig zu werden. Währenddessen protestieren Polizeibeamte gegen eine neue Uniform, die entworfen wurde, um sie weniger aggressiv wirken zu lassen, indem Stiefel durch Halbschuhe ersetzt werden, die Waffen weniger sichtbar sind und die Hemden eine weichere, gefälligere Farbe bekommen.

 

Im Juni 2007 brachte Aftonbladet, die größte Tageszeitung Skandinaviens in einem Artikel mit dem Titel “Sommerzeit – Vergewaltigungszeit” das Ansteigen von Vergewaltigungen während des Sommers mit dem warmen Wetter in Verbindung. Die offizielle Zahl von Anzeigen wegen Vergewaltigung hat sich während einer Generation mehr als vervierfacht, bei Mädchen unter 15 Jahren sogar noch mehr. Wenn das am warmen Wetter liegt, dann nehme ich an, dass die skandinavische Vergewaltigungswelle von der globalen Erwärmung verursacht ist. Die Tatsache, dass viele der Verdächtigen einen islamischen Hintergrund haben, was auch durch Statistiken im Nachbarland Norwegen bestätigt wird, ist zweifellos rein zufällig. Die Zahl der Vergewaltigungen pro Kopf sind in der norwegischen Hauptstadt Oslo inzwischen sechs mal so hoch wie in New York.

 

Wie die Journalistin Karen Jespersen berichtet, hat Helle Klein, die von 2001 bis 2007 politische Chefredakteurin von Aftonbladet war und ein ehemaliges Mitglied der sozialdemokratischen Jugendorganisation ist, gesagt: “Wenn die Debatte darauf hinausläuft, dass die Probleme von Flüchtlingen und Einwanderern verursacht werden, dann wollen wir sie nicht.” Meinungsumfragen haben ergeben, dass zwei von drei Schweden daran zweifeln, dass der Islam mit der schwedischen Gesellschaft vereinbart werden kann, aber nicht eine einzige im Parlament vertretene Partei steht der Einwanderungspolitik ernsthaft kritisch gegenüber, und es gibt praktisch keine wirkliche Debatte über Multikulturalismus und Islam.

 

Während einer Demonstration in Stockholm, die 2006 von islamischen und antirassistischen Organisationen veranstaltet wurde, stand Helle Klein vor einem Plakat mit der Aufschrift “Ein Schweden für alle – Stoppt die Nazi-Gewalt”, während sie eine Rede hielt, in der sie vor Islamophobie in den Medien warnte. “Schweden für alle” hört sich auf Schwedisch fast gleich an wie “Schweden für Allah”. Wenn führende Mitglieder der politischen und Medieneliten Islamophobie mit Nazismus assoziieren, während sie über die Gewalt von Moslem-Gangs in ihrem eigenen Land schweigen, liefern sie linksextremistischen Gruppierungen wie AntiFascistisk Aktion die verbale Munition für ihre Angriffe auf Kritiker der Masseneinwanderung.

 

Die Brüderschaft, eine Organisation der Christlichen Sozialdemokraten, pflegt freundschaftliche Beziehungen mit der Muslimbruderschaft gerade so wie Kleins schwedische Sozialdemokratische Partei sie vor dem Zweiten Weltkrieg zu faschistischen und Naziregimes pflegte. Helle Klein hat in ihren Leitartikeln zu Sympathie für die Terrororganisation Hamas, dem palästinensischen Ableger der Muslimbruderschaft, aufgerufen, während sie vor der Bedrohung für den Weltfrieden warnt, die von israelischer Aggression und der christlich zionistischen Rechten in den USA ausgeht. Hamas ist eine faschistische Organisation, die offen zum Massenmord an Juden aufruft. Die Ironie, die dahinter steckt, wenn man von “Nazi-Gewalt” spricht, während man Sympathie für eine Organisation zeigt, die zu Ende bringen möchte, was die Nazis begannen, fällt Frau Klein offenbar nicht auf. Sie studiert zurzeit, um Pfarrerin der Kirche von Schweden zu werden. Ihr Urgroßvater war ein Rabbi.

 

Die Kirche von Schweden hat ihre Bereitschaft angekündigt, gleichgeschlechtlichen Paaren die kirchliche Hochzeit zu gewähren, möchte aber, dass die Ehegesetze in “Lebensgemeinschaftsgesetze” umbenannt werden. Wie Klein sich vorstellt, die Unterstützung für gleichgeschlechtliche Eheschließung mit der Unterstützung für islamische Terrororganisationen, die Schwule töten wollen, zu vereinbaren, schafft mich. Aber ich bin sicher, sie wird sich etwas einfallen lassen.

 

Der britische Autor Paul Weston glaubt, dass das nationale Herz Großbritanniens aufgehört hat zu schlagen:

“Unsere nationale Seele schwebt unentschlossen über dem Operationstisch. Das Notfallteam wurde gerufen, aber die politisch orientierte Zentrale des Krankenhauses hat ihm mitgeteilt, dass es kein Problem gäbe, dass alles unter Kontrolle sei. Die Lebensretter haben etwas anderes gehört, sie eilen, um rechtzeitig anzukommen, aber andere Mitarbeiter des Krankenhauses haben die Wegweiser zum Operationssaal verdreht und die Lichter abgestellt. Es ist ein großes Krankenhaus, es bleiben nur noch Minuten, um an Ort und Stelle zu kommen, und die erbarmungslose Uhr tickt und tickt und tickt…”

Ich bin geneigt, das gleiche über Schweden zu sagen: Die schwedische Nation liegt zurzeit auf dem Totenbett. Wir können nur hoffen, dass es am Ende doch ein Leben nach dem Tod gibt.

von Fjordman

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Original vom 27. Juni 2007 in Gates of Vienna: A New Balance Between Rome and Jerusalem

Übersetzung von Eisvogel

Mein Artikel über den Einfluss des Christentums auf die westliche Kultur zog einige interessante Kommentare nach sich. Mehrere Leser schrieben, dass das Christentum im Gegensatz zum Islam flexibel sei und dass die Vereinigten Staaten, die vielleicht immer noch die gläubigste christliche Nation des Westens sind, auch die dynamischsten Streitkräfte haben. Und es waren die Amerikaner, die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abwarfen, was nur schwerlich zu dem Schluss kommen lasse, dass Christen zwangsläufig weich sein müssen.

Die Bloggerin Vanishing American schreibt, dass sie die Internetdiskussionen nicht mehr zählen kann, in denen die Schuld für die Invasion des Westens wie im “Heerlager der Heiligen” dem verweiblichenden Einfluss des Christentums zugeschrieben wird. Sie sollte daran denken, dass Das Heerlager der Heiligen von Jean Raspail beschreibt, wie Kirchenführer und Bischöfe in der vordersten Front dabei sind, Europa im Namen des Mitgefühls auszuliefern, und dass das nun mal eben auch tatsächlich geschieht. Darüber hinaus sagt sie auch: “Ich kann nicht nachvollziehen, wie das Christentum in der Lage sein soll, den Europäern, lange nachdem sie nicht mehr an das Christentum glauben, Schuldgefühle einzuimpfen.” 

Das ist eine unpräzise Sichtweise. Obwohl manche der destruktiven Ideen, die ich früher schon erwähnt habe, nicht immer direkt mit dem Christentum in Verbindung gebracht werden können, haben sie eben gewisse Aspekte des Christentums übernommen oder zumindest Ideen, die sich aus dem christlichen Weltbild ableiten. Sie haben jedoch das Gleichgewicht durcheinander gebracht, und die entstandenen säkularisierten Religionen sind zu Karikaturen des Originals geworden, manchmal zu höchst gefährlichen. Diese postchristlichen Politreligionen glauben an die menschliche Vollkommenheit. Das hört sich wie ein reizvolles Konzept an, aber die Spur, die diese Idee im wirklichen Leben hinterlassen hat, hat eine Menge Leid verursacht. 

Manche sind sich der Tatsache bewusst, dass Ideen wie zum Beispiel die Menschenrechte letztendlich auf dem Christentum basieren. Ich stimme mit dem deutschen Philosophen Jürgen Habermas nicht immer überein. Er hat einige skurrile Vorstellungen, aber er hat Recht, wenn er sagt, dass “das Christentum und nichts anderes, die ursprüngliche Grundlage von Freiheit, Gewissen, Menschenrechten und Demokratie ist, welche die Markenzeichen der westlichen Zivilisation darstellen. Bis zum heutigen Tag haben wir keine anderen Optionen [als das Christentum]. Wir nähren uns immer noch aus dieser Quelle. Alles andere ist postmodernes Geschwätz.” 

Wenn wir davon ausgehen, dass der christliche Antisemitismus teilweise einen christlichen Ödipuskomplex gegenüber seiner Elternreligion, dem Judentum, widerspiegelt – was eine plausible Hypothese ist – öffnet uns dies neue Perspektiven zur Betrachtung des Hasses, der dem Christentum von postchristlichen Westlern entgegengebracht wird. Da ihre Glaubensüberzeugungen säkularisierte Versionen christlicher Ideen sind – sozusagen ein Christentum ohne Christus – hassen einige von ihnen ihre Elternreligion, diesen altbackenen und ausrangierten Glauben, der es wagt, immer noch zu existieren. 

Nach Vanishing American ist “Liberalismus ganz allgemein und sogar in seiner extremen Ausprägung in Wahrheit ein nachgeahmtes Christentum. Das wurde viele Male ausgeführt. Karl Marx, der Sohn eines Konvertiten, war nicht gläubig, aber das System, dessen Vater er wurde, war – bewusst oder unbewusst – eine Parodie auf das Christentum. Anstatt nach einem Königreich, das nicht von dieser Welt ist, Ausschau zu halten, strebten der Marxismus und seine Varianten danach, den Himmel auf Erden zu schaffen.” Sie zitiert auch den Gelehrten James Kurth, der das deformierte Christentum hinter dem Multikulturalismus “Protestantismus ohne Gott” nannte. 

Ich habe die Behauptung, Multikulturalismus sei mit der protestantischen Kultur verbunden, auch schon vorher gehört. Es könnte ein Körnchen Wahrheit darin enthalten sein, aber die katholische Kirche ist auch mit diesem Problem infiziert, und sie sieht sich anderen Herausforderungen gegenüber, da sie eine bürokratische Organisation ist, die sich zuerst und vor allem um ihre eigenen Interessen kümmert. Weil sie aus demographischen Gründen zunehmend auf Entwicklungsländern beruht, gleicht sie mehr und mehr einer christlichen Version der Vereinten Nationen. Obwohl ich sehr erfreut darüber wäre, wenn die Kirche den Westen verteidigen würde, zweifle ich doch an ihrer Fähigkeit dazu. 

Ich verstehe, was der Blogger Conservative Swede damit meint, wenn er lieber von einer europäischen als von einer westlichen Zivilisation spricht. Wenn wir vom Westen reden, schließen wir damit Protestanten und Katholiken ein, aber nicht die orthodoxen Ostchristen. Aber da die römisch-katholische Kirche so langsam zu einer großen religiösen NGO wird, wird es immer schwieriger, zu sagen, sie repräsentiere den Westen. Als Westeuropäer habe ich mit einem orthodoxen Serben oder Bulgarer auch mehr gemeinsam als mit einem Katholiken aus Bolivien oder einem Protestanten aus Botswana. 

Wie ich anderswo schon gezeigt habe, kann die Spur des Kulturrelativismus im Westen mindestens bis zur Aufklärung, vielleicht aber sogar bis zum Zeitalter der Entdeckungen im 16. Jahrhundert zurückverfolgt werden. Es gibt jedoch auch welche, die behaupten, dass seine Wurzeln bis in die Zeit vor der Reformation zurückreichen. Humanisten des 15. Jahrhunderts betrieben Kulturkritik und zeigten ihren Zuhörern die Wahl zwischen einer machtvollen Vergangenheit im antiken Italien und einer korrupten und gespaltenen Gegenwart. Die extremsten Strömungen des humanistischen Gedankenguts gingen in die Richtung, das Christentum voll und ganz zu verwerfen, und personifizierten sich in Machiavelli, der fast ausschließlich auf Rom vertraute, sowie ein bisschen auf Jerusalem. 

Der Cambridge Companion to Renaissance Humanism von Jill Kraye erklärt das folgendermaßen:

Ihr vertrautes Wissen über eine andere Kultur, ihre Haltung, diese Kultur mit ihrem eigenen Zeitalter zu vergleichen, ihr Realismus und ihre Haltung, stets beide Seiten einer Frage zu beleuchten, führte schlussendlich zu einer aufkommenden Form von Kulturrelativismus. Am offensichtlichen kommt das vielleicht in den Schriften des späten humanistischen Schriftstellers Michel de Montaigne zum Vorschein, aber Anzeichen dafür können auch schon bei Petrarch gefunden werden. Eine Hauptlektion in Kulturrelativismus ist natürlich die Annahme, dass etwas, das man normalerweise als eine Gegebenheit der Natur betrachtet, möglicherweise ein Produkt der Kultur sein könnte. Und was zur Kultur gehört und nicht zur Natur, kann durch menschliche Anstrengungen verändert werden. Angewandt auf den Bereich einer Hochkultur, kann dieser Wille, Traditionen zu verwerfen und den Wechsel zu begrüßen, zu einer Renaissance führen; auf den politischen Bereich angewandt, kann er zu Utopien führen.

Der Schriftsteller Paul Gottfried schreibt, dass der Multikulturalismus “im Gepäck des amerikanischen Imperiums reist, wie bei dem unprovozierten Angriff auf Serbien offenbar wurde.” Ich stimme damit überein. Als voll ausgereifte und entwickelte Ideologie wurde er von den USA exportiert, die als multikulturelles Imperium agierte, das im Falle Serbiens 1999 einen ideologischen Krieg führte, um die multikulturelle Rechtgläubigkeit aufrecht zu erhalten. 

Gottfried warnt auch vor einer säkularen oder multikulturellen Theokratie. Er fährt fort:

“Massendemokratie ist ein Ausdruck, der benutzt wird, um eine Regierung zu beschreiben, die im Namen des ‘Volkes’ regiert, aber hoch zentralisiert ist und zunehmend ohne ethnisch-kulturellen Kern regiert. Es ist ein bürokratisches Imperium, das politische Gefälligkeiten verteilt und ein minimales Maß an physischem Schutz garantiert aber nicht mehr in der Lage oder interessiert daran ist, Autonomie zu praktizieren (…) Was geschah, ist, dass im Gegensatz zu dem, was Demokratiekritiker des 19. Jahrhunderts glaubten, das allgemeine Wahlrecht und die Verstädterung nicht zu einem Ausbruch der Anarchie und zu gewaltsamen Enteignungen geführt haben. Viel eher stimmte das Volk dafür, die Macht an ‘öffentliche Verwalter’ und kürzlich in den USA auch an Richter abzutreten, die zu Agenten wurden, welche in unserem Auftrag Demokratie praktizieren. Demokratie wurde nicht mit sinnvoller Selbstbeschränkung ausgeglichen sondern damit, dass sie von Verwaltern sozialisiert wurde, die uns ‘Gleichheit’ und später Pluralismus und Multikulturalismus lehrten. Das massendemokratische Regime wurde zunehmend zum Therapeuten, und mit dem Aufkommen des Opferkultes und dem Niedergang des Christentums zu einem Lieferanten einer Politik der Schuld.”

James Kurth nennt dies die “protestantische Deformation”, die den Weg zum Multikulturalismus geebnet hat. Nach Gottfried ist “das Herzstück des Problems die Transformation gerechtfertigter spiritueller Schuld in soziale Schuld und der protestantischen Konzentration auf das Individuum in eine Verwerfung der Zugehörigkeit zu einer gemeinsamen Zivilisation, die bewahrt werden muss.” 

Aber das bestätigt nur, was ich früher schon geschrieben habe. Unser Schuldkomplex hat seine Wurzeln im Christentum, aber er hat sich zu etwas anderem entwickelt. Das Christentum glaubt an die Sünde, aber es glaubt auch an Vergebung und Erlösung. Nach dem neuen postchristlichen Glauben werden wir gelehrt, uns ständig irgendwelcher namenloser Sünden vage schuldig zu fühlen. Das schwächt unsere Fähigkeit zum Widerstand gegenüber Angriffen von außen, weil wir immer das Gefühl haben, dass jeder aggressive Akt gerechtfertigt ist. Dieser Schuldkomplex zerstört uns und lässt uns mental wehrlos vor jedem Feind stehen. Anders als im Christentum, in dem Christus sich selbst opferte, um uns von unseren Sünden reinzuwaschen, gibt es in diesem neuen Christentum ohne Christus keine Möglichkeit der Erlösung. Und weil es unerträglich für uns ist, mit dieser Schuld für vergangene reale oder eingebildete Sünden (wiederum eine säkularisierte Form des christlichen Konzepts der Erbsünde) zu leben, ist der einzige Weg, wie wir uns von dieser Sünde befreien können, unsere Kultur und alles, was uns zu “uns” macht, loszuwerden. Wir enden somit darin, uns selbst zu opfern. Diese säkularisierte postchristliche Version des Christentums kann selbstverständlich nicht aufrechterhalten werden. Wenn sie unverändert so bleibt, wie sie ist, wird sie uns gegenüber dem Islam machtlos machen, und wir werden verlieren. 

Ich habe geschrieben, dass postchristliche Ideologien, darunter wohl auch der Marxismus, Vorstellungen aus dem christlichen Weltbild an sich gerissen haben. Sie sind aber höchst selektiv dabei vorgegangen, welche Elemente sie übernahmen und welche sie verwarfen. Christen glauben an richtig und falsch, an gut und böse, und das ist etwas, was Multikulturalisten nicht tun, ausgenommen vielleicht im Hinblick auf Rassismus und Diskriminierung, welche die einzigen Sünden darstellen, für die es keine Vergebung geben kann. Sie haben grundlegende Komponenten des Christentums verworfen. Desgleichen neigen Sozialisten dazu, Kriminelle als irregeleitete Individuen zu sehen, bestenfalls der fachmännischen ideologischen Führung durch linke Sozialarbeiter bedürftig und schlimmstenfalls als Opfer der Gesellschaft, bei denen wir uns entschuldigen sollten. Sie glauben nicht an das Böse, ausgenommen bei jenen, die ihre ideologische Führung und Weisheit ablehnen. 

Marxisten ersetzten Gott als den Motor der Geschichte durch die unpersönlichen Kräfte des Klassenkampfes, aber in ihrer Religion gibt es kein Leben nach dem Tod. Die Gründe, warum es für Marxisten leichter ist, den Islam zu akzeptieren als das Christentum, liegen zuerst einmal darin begründet, dass sie mit dem Islam ihren Hass auf die traditionelle westliche Kultur in einem anderen Gewand weiter pflegen können; aber zweitens auch darin, dass der Islam mit seiner Scharia und seinem Drang, alle Aspekte der Gesellschaft in minutiösen Details zu regeln, im Gegensatz zum Christentum der Erschaffung eines ‘Paradieses’ schon auf Erden wesentlich größere Bedeutung beimisst. 

Wenn ich ausführe, dass postchristliche Ideologien Elemente des christlichen Denkens übernommen haben, will ich damit in keiner Weise ausdrücken, dass sie in irgendeinem Sinn identisch mit dem Christentum sind, so wie auch eine Nierentransplantation von einem Individuum in ein anderes diese zwei Körper nicht identisch macht. Es wäre vielleicht sinnvoll, sich diese postchristlichen Ideologien als eine Art ideologische Frankensteinmonster vorzustellen, die aus einer willkürlichen Kombination von Körperteilen aus verschiedenen Quellen zusammengesetzt sind, wobei manche davon im postchristlichen Europa zufällig von der kürzlich erschlagenen Leiche des Christentums stammen. Wenn man sich die Zahl der Leichen in sozialistischen Regimes ansieht, könnte man behaupten, dass die marxistische Religion der Religion der Azteken mit ihren Menschenopfern mehr ähnelt als dem Christentum. 

Michael W. Perry, der Autor des Buches Untangling Tolkien, hinterließ einen Blogkommentar, in dem er feststellte, dass während des 20. Jahrhunderts ein simplifizierender, moralistischer Pazifismus die christliche Überzeugung,  dass aufgrund der sündigen Natur des Menschen Kriege einfach notwendig sind, abgelöst hat. Deshalb wusste das mittelalterliche Europa, dass es islamische Invasionen bekämpfen musste, während das moderne, säkulare Europa das nicht weiß. Eine der blutigsten Seeschlachten der Geschichte war die Schlacht von Lepanto im Jahr 1571, die ausgefochten wurde, um das Ottomanische Reich an der Invasion Italiens und der Umwandlung des Petersdoms in eine Moschee zu hindern. 

Nach der Sichtweise Herrn Perrys

“liegt die Schwächung Europas nicht an den christlichen Tugenden, sondern daran, dass einige dieser Tugenden in verzerrter Weise fortgeführt werden, während andere vollkommen fehlen, ganz speziell das tiefe und durchdringende Wissen um die Natur des Bösen, das beinhaltet, dass dieses oftmals eben nicht mit Worten, internationalen Institutionen oder Diplomatie bekämpft werden kann. (…) Historisch gesehen profitierte das westliche Christentum von der Art und Weise, wie es sich ausbreitete. Der Kontakt mit griechischem Gedankengut machte es hellhörig für Ideen, mit denen sich Juden kaum befassten. Der Kontakt mit Rom lehrte es, wie man mittels strukturierter Regierungen und der Herrschaft des Gesetzes mit großen, komplexen, verstädterten Gesellschaften umgeht (Israel war klein und ländlich). Und schließlich half der Kontakt mit den Heldenepen Nordeuropas, es Individualismus und die Notwendigkeit, für Freiheit zu kämpfen, zu lehren. Man sieht das bei Tolkien, der ein frommer Katholik war.”

Tolkien war ein zutiefst westlicher Schriftsteller. Von Beruf Linguist war er fasziniert von den Sprachen der keltischen Stämme auf den britischen Inseln, vor allem vom Walisischen, aber auch vom Finnischen, einer nicht-indoeuropäischen Sprache, die sich radikal von allen anderen Sprachen unterschied, mit denen er vertraut war, und von der Kalevala, dem Nationalepos Finnlands . Er vertiefte sich in die Periode der britischen Geschichte zwischen dem Niedergang der römischen Herrschaft in der Provinz Britannien im 5. Jahrhundert und der normannischen Eroberung im 11. Jahrhundert. Während der Zeit der großen Völkerwanderungen wanderten germanische Stämme aus dem Osten in großer Zahl in Britannien ein. Das epische Gedicht Beowulf, dem Tolkien beträchtliche Zeit widmete, beschreibt diese Kultur des 8. und 9. Jahrhunderts in einer Zeit, als das Christentum sich gerade ausbreitete, und erwähnt Stämme aus den heutigen Ländern Dänemark und Schweden. Das Königreich Rohan in “Der Herr der Ringe” ist eindeutig von dieser angelsächsischen Kultur und ihren skandinavischen Wurzeln beeinflusst. 

Die Namen der Charaktere wie zum Beispiel Gandalf, der Zauberer, können von skandinavischen Vorbildern kommen, zum Beispiel aus der Sage von Halfdan dem Schwarzen, der Ragnhild, die Tochter von Harald Goldbart heiratete und gegen König Gandalf kämpfte. Sie hatten einen gemeinsamen Sohn, Harald, der Halfdan um 860 als Herrscher folgte und später den Beinamen Harald Schönhaar bekam. Nach einem abgelehnten Heiratsantrag schwor er, sein Haar so lange nicht zu schneiden, bis er König des ganzen Landes war. Er wird traditionell als Norwegens erster nationaler König angesehen. Sein Nachfolger Erik Blutaxt tötete später seine Brüder, um sich seiner Rivalen zu entledigen. Das stammt aus der Heimskringla, der Sage der norwegischen Könige, wie sie vom isländischen Schreiber Snorri Sturluson überliefert wurde. 

Ein hochinteressantes Vermächtnis aus der römischen Ära ist die Grenze zwischen England, das zusammen mit Wales Teil des Römischen Reiches war, und Schottland, das nicht dazu gehörte. Diese Grenze ist über zwei Jahrtausende hinweg mehr oder weniger stabil geblieben. Der Hadrianswall in Nordengland wurde 122 n.Chr. von Kaiser Hadrian erbaut, nachdem sein Vorgänger Trajan so viele neue Territorien erobert hatte, dass das Reich seine größte territoriale Ausdehnung erreichte, und sein Nachfolger gezwungen war, die Herrschaft Roms zu festigen. Die Schnittmenge aus römischen, christlichen und germanischen Einflüssen hatte eine entscheidende und tiefe Einwirkung auf die die jeweilige Geschichte von England, Frankreich und Deutschland. 

Der fränkische Herrscher Karl Martell gründete, nachdem er 732 die islamische Invasion in der Schlacht von Tours zurückgeschlagen hatte, das Karolingerreich, das seinen lateinischen Namen trägt: Carolus. Er legte auch die Grundlagen für das feudalistische System und formte somit große Teile des Mittelalters. Sein Enkel Karl der Große wurde im Jahr 800 vom Papst zum Kaiser gekrönt. Das Karolingerreich, das ein gezielter Versuch war, das Römische Reich im Westen wiederzubeleben, umfasste zu jener Zeit Frankreich, Deutschland und große Teile Mitteleuropas einschließlich Italiens bis hinunter nach Rom, wurde aber 843 in drei Teile geteilt. Das östliche Drittel mit seinem Herzstück im heutigen Deutschland wurde später als das Heilige Römische Reich Deutscher Nation bekannt und überdauerte auf die eine oder andere Art weitere tausend Jahre. Das birgt eine gewisse Ironie in sich, weil der größte Teil Deutschlands niemals zum ursprünglichen Römischen Reich gehört hatte. Nachdem die römischen Legionen im Jahre 9 n.Chr. bei der Schlacht im Teutoburger Wald von germanischen Stämmen massakriert worden waren, unternahmen die Römer nie wieder ernsthafte Versuche, die Länder nördlich des Rheins zu erobern. 

In England und Frankreich verschwand die Erinnerung an die Jahrhunderte unter der zentralistischen römischen Herrschaft niemals vollständig, was erklären könnte, warum es den Engländern und Franzosen gelang, im Mittelalter vereinte Staatswesen zu erschaffen, während Deutschland erst unter Bismarck im späten 19. Jahrhundert vereint wurde. Das könnte man im Fall Englands teilweise auch auf die Geographie zurückführen, aber es ist schwieriger, zu erklären, warum Frankreich und Deutschland, die beide Teil des Karolingerreiches waren, so unterschiedliche Wege gingen, wenn man das römische Vermächtnis außen vor lässt. 

Die Einheit Deutschlands wurde auch durch einen religiösen Konflikt im 11. und 12. Jahrhundert, in einer Zeit, als das Papsttum seine Macht festigte, vereitelt. Papst Urban II rief 1095 zum Ersten Kreuzzug auf. Der Investiturstreit, in dem es um das Recht, Kirchenoffizielle einzusetzen ging, brach die Macht des deutschen Königs. Der Dreißigjährige Krieg im 17. Jahrhundert schuf ein zusätzliches Durcheinander. Danach existierte das Heilige Römische Reich Deutscher Nation nur noch als Name. In dem Stück Faust, das am Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts geschrieben wurde, spottet der deutsche Dichter Goethe flüchtig über seine Machtlosigkeit, aber formal abgeschafft wurde es erst in den Napoleonischen Kriegen. Nach deutscher Tradition mussten Kaiser gewählt werden und Konzessionen machen, um Wohlwollen zu erlangen, was ihre Autorität schwächte. Dennoch dominierten manche Familien wie zum Beispiel das Haus Habsburg die Liste der Kaiser Jahrhunderte lang. Sie dominierten auch den Nachfolger des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, Österreich, das später in der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn aufging und nach dem Ersten Weltkrieg aufgelöst wurde. 

Wie diese Beispiele zeigen, haben uns die Erinnerung und das Vermächtnis des Römischen Reiches bis in moderne Zeiten hinein niemals verlassen. Der Islam wurde zur Weltreligion, indem er ein Imperium durch Kriege erschaffen hat. Das Christentum wurde zur Weltreligion, weil es in ein bereits existierendes Imperium hineingeboren wurde und darin wuchs. Das Christentum war von seinen ersten Anfängen an von der Zivilisation Roms beeinflusst und wäre wahrscheinlich ohne sie auch nicht möglich gewesen. Ich sehe durchaus potentielle Probleme mit dem Christentum als solchem. Doch weil es flexibel ist, wird es von anderen Impulsen, mit denen es in Verbindung steht, beeinflusst und deshalb stimme ich auch nicht mit denen überein, die sagen, dass wir das Christentum loswerden müssen, um zu überleben. Realistisch gesehen enthält es potentielle Schwächen, die mit einem nationalen Zugehörigkeitsgefühl eingedämmt und mit der ausgleichenden Kraft nicht nur griechischer Logik sondern auch römischer Strategiekunst ausbalanciert werden müssen. 

Der Westen war schon immer eine zusammengesetzte Zivilisation, die aus einer komplexen Mischung verschiedener Impulse bestand. Wir werden alle von ihnen brauchen, um zu überleben. Wenn wir uns nur auf einen davon verlassen, reicht das nicht. Wir brauchen Rom und Jerusalem, sowohl die griechisch-römischen als auch die jüdisch-christlichen Stränge des Westens, aber vielleicht müssen wir ein neues Gleichgewicht zwischen den beiden aufstellen. Die alles entscheidende Frage ist die, ob das Christentum in Westeuropa bereits dermaßen geschwächt und diskreditiert ist, dass es als bestimmender Faktor ausfällt.

 

P.S.: Wenn man Zivilisationen und Religion betrachtet, stellt China auch ein interessantes Beispiel dar. Nach dem Gelehrten Thomas T. Allsen “wanderten zusätzlich zu den Handelsgütern, vor allem Seide, die westwärts kamen, vielerlei Kulturgüter von folkloristischen Motiven über Alphabete bis hin zu Religionen ostwärts. Fast alle der wichtigen religiösen Bewegungen, die ihren Ursprung im Nahen Osten hatten – Zoroastrismus, Judentum, Christentum, Manichäismus und Islam – erreichten China, während die ideologischen Systeme Chinas im Westen nicht Fuß fassten. Dieses verblüffende und hartnäckig fortdauernde Muster, das niemals erklärt wurde, hat sich offensichtlich schon recht früh etabliert.” 

Wie Allen ausführt, “setzen wir zu oft politische und wirtschaftliche Überlegenheit mit kultureller Dominanz gleich. Es gibt viele gegenteilige Beispiele. Wie Braudel ausführt, stieg England im 18. Jahrhundert zur beherrschenden politischen Kraft auf, während Frankreich seinen kulturellen Einfluss behielt und sogar noch ausbaute. Es trifft auch auf die kulturelle Abhängigkeit Roms vom Griechischen und des Achämenidischen (Persischen) von Mesopotamien zu. Konsequenterweise ist es daher auch keine Anomalie, dass die Mongolen des 13. und 14. Jahrhunderts gewiss im politischen und militärischen Sektor dominierten, aber kaum im kulturellen.” 

China hat trotz seines Rufes, eine stolze Zivilisation zu sein, im Lauf der Geschichte bewiesen, dass es bereitwilliger nicht-chinesische Religionen annahm als umgekehrt. Das Christentum ist in Europa auch nicht beheimatet, es kam aus dem Nahen Osten. Aber es war wenigstens ein Teil des Imperiums und der politischen Einheit jener Zeit, so dass es immer noch eine “römische” Religion war. Der Buddhismus war in keiner Weise in China beheimatet. Seide war den Römern bekannt und die Seidenstraße mit Rom wuchs ab der Regentschaft des Augustus schnell. Der chinesische Handel mit dem Iran und Indien wurde sogar noch früher aufgenommen. Doch trotz der Beliebtheit der chinesischen Waren und trotz der Tatsache, dass China eine der ältesten ununterbrochenen Zivilisationen auf Erden darstellt und über mehrere Jahrtausende hinweg auch die reichste und technologisch fortschritllichste war, hatten seine Religionen und Philosophien niemals außerhalb Ostasiens einen größeren Einfluss. 

Warum? 

Ich weiß es nicht, aber es ist eine faszinierende Frage.

von Fjordman

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Original vom 19. Juni 2007 in Gates of Vienna: On the Impact of Christianity

Übersetzung von Eisvogel

[Der Djihad] hat aus dem Anstand der USA und Europas eine Waffe gemacht und sie gegen uns gerichtet. Er hat Freundlichkeit zur Waffe gemacht, er hat Mitgefühl zur Waffe gemacht, er hat die grundlegende Anständigkeit der westlichen Zivilisation zur Waffe gemacht. Er hat unsere Sehnsucht nach Frieden zur Waffe gemacht. Er hat erkannt, dass unsere Güte seiner Wildheit nichts entgegensetzen kann, und er wird diese Tatsache so lange ausnützen, bis wir verlieren und er gewinnt. (…) Wir sind zu zivilisiert geworden, um unsere Feinde zu besiegen, möglicherweise sogar zu zivilisiert, um zu überleben. Unsere Anständigkeit ist der Dolch, der uns von hinten trifft. 

Raymond Kraft, amerikanischer Schriftsteller

Einige aus der Gruppe der Antiwestler hassen das Christentum leidenschaftlich. Man muss schon ein vollkommener Schwachkopf sein, um zu glauben, dass Christentum und Islam “fast identisch”, d.h. “gleichermaßen schlecht” seien. Es liegen Welten zwischen den beiden Religionsgründern und ihren Anhängern. Ja, es ist durchaus wahr, dass die Kirche zeitweilig Abweichler und darunter auch Wissenschaftler unterdrückte. Das ist allgemein bekannt. Aber das Christentum als ausschließlich antiwissenschaftlich darzustellen, ist sachlich falsch. Das christliche Konzept eines rationalen Schöpfers, dessen Logik enthüllt und vorhergesagt werden kann, bildete eine entscheidende Grundlage für die wissenschaftliche Revolution in Europa, obwohl manche auch behaupten würden, dass sie in der industriellen Revolution auch römische Ingenieurskunst kombiniert mit griechischer Logik wirken sahen. Doch obwohl der Großteil der Kritik am Christentum, die uns aufgetischt wird, falsch ist, bedeutet das natürlich nicht, dass keinerlei Kritik möglich ist. Das Christentum hat viele großartige Eigenschaften, von denen einige heutzutage unterschätzt werden, aber es enthält auch einige Konzepte, die sich in der Konfrontation mit dem Islam als problematisch erweisen können.

Ein Kommentator bei Little Green Footballs, einem amerikanischen Anti-Djihad-Blog, schrieb folgendes:

  • Jesus wurde verfolgt
  • Jesus war arm
  • Jesus war ein Gefangener
  • Jesus wurde vom Staat hingerichtet.

Daher:

  • Jene, die verfolgt werden, sind Christus ähnlicher als jene, die nicht verfolgt werden
  • Jene, die arm sind, sind Christus ähnlicher als die Reichen
  • Jene, die eingekerkert sind, sind Christus ähnlich.
  • Jene, die hingerichtet werden, sind Christus ähnlich.

Man kann sich leicht Verse aus den Evangelien und manchen Paulusbriefen (insbesondere den Galaterbriefen) herauspicken, um die zweite Auflistung von Behauptungen mit der Schrift zu beweisen.

In solchen Zeilen kommt eine schändliche Logik zum Vorschein: Verfolgt zu werden, ist der Beweis dafür, dass Güte und Heiligkeit in einem Menschen wohnen, egal weshalb oder von wem er verfolgt wird. Jeder Gefangene trägt das Gesicht des verfolgten Christus; jeder Heimatlose ist der verfolgte Christus.

Diese Liebe zum Leiden kann Christen möglicherweise zu perfektem Dhimmimaterial machen, was sich in der Vergangenheit auch so zutrug. Moslems bürden anderen Leiden auf und folgen damit dem Beispiel ihres Religionsgründers. Christen leiden und folgen damit auch dem Beispiel ihres Religionsgründers. Zynisch könnte man sagen, dass Islam und Christentum dadurch ein perfektes Yin-Yang-Paar abgeben. 

Paul Fregosi schreibt in seinem Buch Jihad in the West: “Die westliche Kolonisierung nahe gelegener islamischer Gebiete dauerte 130 Jahre an, und zwar  ca. von den 1830ern bis in die 1960er Jahre. Die islamische Kolonisierung nahe gelegener europäischer Gebiete dauerte 1300 Jahre an, und zwar vom 7. Jahrhundert bis zur Mitte der 1960er Jahre. Dennoch sind es merkwürdigerweise die Moslems – die Araber und Mauren um genau zu sein – welche die größte Verbitterung über den Kolonialismus und die Demütigungen, denen sie ausgesetzt waren, an den Tag legen; und es sind die Europäer, die Scham- und Schuldgefühle hegen. Es sollte genau anders herum sein.”

Aber warum hegen wir solche Schuldgefühle, unabhängig davon, ob sie berechtigt sind oder nicht? Ich glaube, das hängt irgendwie mit dem jüdisch-christlichen Anteil des Westens zusammen, nicht mit dem griechisch-römischen oder germanischen. Man kann viel Schlechtes über Julius Cäsar sagen, aber selbstmörderische Schuldgefühle waren definitiv nicht sein größtes Problem. Sklaverei war in allen Kontinenten die ganze Menschheitsgeschichte hindurch Lebenswirklichkeit. Sie war in der griechisch-römischen Welt weit verbreitet und wurde einige Zeit darüber hinaus vom modernen Westen beibehalten aber schließlich doch abgeschafft, und zwar teilweise aus spezifisch christlichen Gründen. Sklaverei ist ein dunkles Kapitel unserer Geschichte und sollte nicht geleugnet werden, aber wir sind nicht die einzige Kultur, die sie betrieben hat. Tatsächlich sind wir die einzige Zivilisation, die diese Praxis weltweit unterbunden hat. Wie also kommt es, dass wir die einzigen sind, von denen erwartet wird, dass sie sich deswegen schuldig fühlen? 

Euripides sagte: “Wen die Götter zerstören wollen, den machen sie zuerst verrückt.” Nun, der Westen ist zurzeit wie von der Tollwut befallen gänzlich verrückt geworden und hasst sich teilweise aktiv selber. Wir fühlen uns wegen des Kolonialismus und der Sklaverei in unserer Vergangenheit schuldig, aber Moslems haben dasselbe und Schlimmeres getan und dabei auch keinen einzigen der großartigen Fortschritte für die Menschheit entwickelt, wie wir es getan haben, und sie fühlen sich dennoch nicht im geringsten schuldig. Eine Komponente des westlichen Selbsthasses ist die Vorstellung, dass wir für eingebildete oder reale Verbrechen bestraft werden sollten, die noch vor unserer Geburt von unseren Vorfahren begangen wurden. Man könnte argumentieren, diese Vorstellung habe ihre Wurzeln im christlichen Konzept der Erbsünde. Christliche Ethik hat sich als dauerhafter erwiesen als christlicher Glaube. Auch wenn wir angeblich die Religion hinter uns gelassen haben, glauben wir immer noch, dass wir für die Sünden unserer Vorväter Buße tun müssen, aber weil wir nicht mehr an das Opfer glauben, das Christus für uns gebracht hat und durch das wir von unseren Sünden reingewaschen sind, kommen wir letztlich dahin, uns stattdessen selbst zu opfern. Ich habe allerdings festgestellt, dass auch Juden Elemente dieser Denkweise haben, daher ist es möglicherweise eine jüdisch-christliche Geschichte. 

Was auch immer seine Ursache ist, unser Schuldkomplex wird gekonnt von unseren äußeren und inneren Feinden kultiviert und ausgenützt. Moderne Westler werden gelehrt, sich ständig vage schuldig zu fühlen, häufig ohne genau zu wissen, weshalb. Überflüssig zu erwähnen, dass uns das beträchtlich schwächt. Nach Meinung des Bloggers Conservative Swede gilt die christliche Ethik im modernen Liberalismus uneingeschränkter als im Christentum selbst. Wir haben die christliche Religion ausrangiert, aber wir haben einige der moralischen Einschränkungen, die mit ihr verbunden sind, behalten. Diese sind so tief in unsere kulturelle DNS eingraviert, dass wir sie wahrscheinlich überhaupt nicht mehr als christlich wahrnehmen. Und doch sind unsere humanitären Vorstellungen säkulare Versionen des christlichen Mitgefühls, und es ist christliches oder post-christliches Mitgefühl, das uns dazu treibt, die untragbaren Geburtenraten anderer Kulturen zu füttern und zu finanzieren, und das sogar bei Kulturen, die uns aktiv feindselig gegenüberstehen. 

Der italienische Philosoph der Renaissance Machiavelli fühlte sich mehr zu der römischen Kultur als zu der christlichen hingezogen und vertrat die Ansicht, dass das Christentum als Basis für ein Imperium vollkommen ungeeignet sei. Seine Ideen fanden bei dem englischen Historiker des 18. Jahrhunderts Edward Gibbon Widerhall, der in seinem Werk The History of The Decline and Fall of the Roman Empire behauptete, das Voranschreiten des Christentums sei verantwortlich für den Niedergang des Römischen Reiches gewesen, weil es die Römer zu weich gemacht hätte. Allerdings war die östliche Hälfte des Römischen Reiches mit seinem Zentrum Konstantinopel genau so christlich und überlebte das Weströmische Reich dennoch um tausend Jahre. Dem Zusammenbruch der bürgerlichen Gesellschaft im Westeuropa des 21. Jahrunderts ging der Rückzug des Christentums voraus. Darin liegt eine eigentümliche Ironie, die vielleicht Herrn Gibbon erstaunt hätte. 

C. S. Lewis, ein irischer Autor des 20. Jahrhunderts, der nach langen Gesprächen mit guten Freunden wie zum Beispiel auch dem Schriftsteller J. R. R. Tolkien zum Christentum konvertierte, beharrte darauf, dass “die andere Wange hinhalten” auf keinen Fall bedeute, dass Christen Pazifisten sein müssen, und er hatte wahrscheinlich Recht damit. Wenn das Christentum eine pazifistische Religion sein müsste, dann hätte der Islam Europa schon vor langer Zeit überrannt. Es gibt auch manche, die glauben, dass der Marxismus nirgendwo anders hätte entwickelt werden können als auf dem Nährboden – oder weiter gefasst in der Weltanschauung -  der jüdisch-christlichen Kultur. 

Der kanadische Schriftsteller Stephen R. C. Hicks glaubt, dass “die Philosophie des deutschen Philosophen Hegel teilweise eine säkularisierte Form der christlichen Weltanschauung ist . Die christliche Weltgeschichte beginnt mit der Schöpfung oder einem Entwurf Gottes, und die Welt durchläuft ein großes Drama von Kampf und Konflikt, bis sie wieder mit Gott vereint wird. (…) Gott ersetzt er durch das Absolute, womit ein unpersönlicher Geist gemeint ist, und die Weltgeschichte ist die Entwicklung dieses Absoluten.” 

Nach Ansicht des Gelehrten Keith Windschuttle, “modifizierte Marx Hegel dahingehend, dass er behauptete, die allem zugrunde liegende Kraft der Geschichte sei der Klassenkampf, der die menschliche Gesellschaft in immer höhere Entwicklungsstufen treibt, deren letzte Ebene die kommunistische Gesellschaft darstellt. (…) Die christlichen Theologen wie zum Beispiel der Heilige Augustin, die die ursprüngliche Version entwickelten, wussten, dass sie von einer machtvollen Kraft abhängig war, die als Motor der Geschichte wirkt, was in ihrem Fall Gott war. Hegel und Marx erkannten etwas Ähnliches. Doch obwohl ihre Konzepte der Vernunft und des Klassenkampfes säkular und aus der Menschheit selbst heraus erschaffen waren, fungierten sie dennoch als theologische Motoren, die alles antreiben und neue Stadien der Geschichte ins Leben rufen.”

Ich bin nicht sicher, ob diese Sichtweise richtig ist, aber ich finde diese These auch nicht lächerlich. Der Marxismus setzt tatsächliche eine lineare Sicht der Zeit voraus, in der sich die Welt vorwärts auf ein genau bezeichnetes Endziel zu bewegt. Das ist der jüdisch-christlichen Denkweise immanent, aber für den Hinduismus zum Beispiel fremdartig. Es ist daher plausibel, zu sagen, dass der Marxismus im Westen entwickelt werden konnte, aber nicht in Indien. Ich habe die These Max Webers schon erörtert, dass das Christentum oder zumindest das protestantische Christentum die Grundlage für den Kapitalismus gelegt hat, was die Feindseligkeit erklären würde, die viele Marxisten gegenüber der Religion an den Tag legen. Allerdings nehmen Sozialisten auch in nicht-westlichen Ländern eine feindselige Haltung gegenüber der traditionellen Kultur ein, vor allem weil sie die Vergangenheit niederreißen müssen, um erfolgreich die Zukunft zu gestalten. Und es gibt auch christliche Sozialisten. Sie neigen dazu, sich auf den radikalen Egalitarismus und das Misstrauen gegenüber Reichtum zu berufen, die in den Evangelien gefunden werden können, und sehen Jesus als revolutionären Helden, der sich für die Unterdrückten einsetzte. 

Manche Marxisten haben in Utopia, einem Werk des englischen Schriftstellers Thomas More aus dem Jahr 1516, die Beschreibung einer frühen kommunistischen Gesellschaft gesehen. Mores Werk lässt Raum für verschiedene Interpretationen und manche haben es auch als Satire betrachtet, aber er beschreibt eine radikal egalitäre Gesellschaft, in der Privateigentum nicht existiert. More war ein frommer Katholik und möglicherweise vom Gemeinschaftsleben der klösterlichen Bewegung inspiriert. Natürlich kann man, wenn man es darauf anlegt, auch ganz weit zurückgehen und bei Plato und den alten Griechen den Entwurf eines frühen kommunistischen Utopias ausmachen. 

Es wäre mehr als nur ein bisschen Ironie, wenn Ideen, die letztendlich teilweise von einem jüdisch-christlichen oder weiter gefasst auch westlichen Weltbild abgeleitet wurden, später dazu gebraucht würden, Christen zu drangsalieren, aber es wäre wohl kaum das erste Mal, dass etwas Derartiges geschieht. Die Menschenrechte, ursprünglich eine Nebenerscheinung des jüdisch-christlichen Westens, werden heute dazu benutzt, westliche Nationen davon abzuhalten, ihre Grenzen aufrecht zu erhalten und ihr jüdisch-christliches Erbe zu bewahren. Man kann durchaus behaupten, dass unsere heutigen Eine-Welt-Utopien säkularisierte Versionen des christlichen Universalismus sind. 

Diese These wird durch die Aussagen Michael Gersons in der Washington Post gestützt. Er ist ein Redenschreiber und Berater von US-Präsident George W. Bush: 

Der christliche Glaube lehrt, dass unsere gemeinsame Menschheit wichtiger ist als unsere Nationalität. Dass wir alle letztendlich Fremde in dieser Welt sind und Brüder im Fleische untereinander und dass wir alle der Gnade bedürfen. Dieser Glaube diktiert zwar nicht spezielle politische Entscheidungen bei der Gesetzgebung, aber er verbietet uns Zorn und nationalen Chauvinismus. Und daran muss man sich immer wieder erinnern.

Aus zwei Blogbeiträgen von Conservative Swede zu dem Thema:
 

Katholizismus – anekdotischer Konservatismus

Heute repräsentiert die Europäische Union nicht mehr Europa, sondern die Europäische Union und ihre Kommission und ihre vielen Politiker, die von ihr profitieren. Sie ist eine hungrige Bestie, die gefüttert werden muss, die wachsen muss, und deshalb hält sie die Türkei für ein saftiges Steak. Ähnlich verhält es sich mit der katholischen Kirche. Sie ist inzwischen vorwiegend eine Dritte-Welt-Organisation und repräsentiert daher in allen Aspekten vorwiegend deren Interessen. Als Lobbyistenverein für offene Grenzen und mehr Masseneinwanderung aus der Dritten Welt. Sie drängt ihre Anhänger, gute christliche Werke zu tun, und zwar in Hinblick auf die ‘armen’ und ‘verletzlichen’ illegalen Einwanderer. Alles in allem genauso übel wie jede beliebige andere NGO, von der wir wissen. 

Die Weltrettungs-Mentalität führt auf Irrwege wie zum Besipiel den Aktivismus um die globale Erwärmung, die Politik offener Grenzen und die Ausstattung der Bevölkerung der Dritten Welt mit Geld und Medikamenten, um ihre exponentielle Bevölkerungsexplosion zu erleichtern. Das alles ist gegen das Gemeinwohl dieses Planeten. Die Weltrettungs-Mentalität führt in die entgegengesetzte Richtung, sie führt weg davon, uns selbst oder unsere nationale Souveränität, die Durchsetzung unserer Gesetze und die Verteidigung unserer Zivilisation zu retten. Es gibt kein “uns” für die katholische Kirche und deshalb ist es dieser Organisation auch unmöglich, den Schritt von der “Rettung der Welt” zur “Rettung von uns selber” zu gehen. Der Protestantismus und das orthodoxe Christentum sind anders politisch organisiert, somit haben sie noch eine Chance. 

Katholizismus – Geburtenkontrolle und Geburtenraten (Teil II)

Ich benutze den Begriff ‘europäische Zivilisation’ als Oberbegriff für das, was man im Allgemeinen als griechisch-römische und westliche Zivilisation bezeichnet. Und unabhängig davon, wie die Dinge heute laufen, tragen wir unter der Oberfläche immer noch viele geschichtliche Schubladen in uns. Wenn ich mich umsehe, sehe ich die kulturelle DNS Roms an so vielen Stellen. Ein weiterer Grund dafür, den Begriff europäische Zivilisation zu verwenden, ist der, die orthodoxen Länder ausdrücklich mit einzubeziehen.

Die Lösung, die Conservatie Swede vorschlägt, ist, dass wir Europäer uns wieder mit unserem römischen Erbe verbinden sollten. CS steht Niccolo Machiavelli nahe, der die römischen Aspekte der westlichen Kultur stärker betonte als ihre christlichen. Ich glaube immer noch, dass die guten Aspekte des Christentums es wert sind, bewahrt zu werden, und ich glaube auch, dass Menschen Religion brauchen. Der katholische Historiker Christopher Dawson schrieb 1929 in seinem Buch Progress und Religion: 

Es ist der religiöse Impuls, der die Kohäsionskraft liefert, die eine Gesellschaft und eine Kultur vereint. Die großen Weltzivilisationen erschaffen nicht die großen Religionen als eine Art kulturelles Nebenprodukt; in einem sehr realen Sinne sind die großen Religionen die Grundpfeiler, auf denen die großen Zivilisationen ruhen. Eine Zivilisation, die ihre Religion verloren hat, wird früher oder später zu einer Zivilisation, die ihre Kultur verloren hat.

Der Verlust unserer traditionellen Religion in Europa ließ uns allen möglichen stupiden Quasi-Religionen zum Opfer fallen, die Ketzern mit der Hölle drohen, und denen, die ihnen folgen, das Paradies versprechen. Es kann manchmal hilfreich sein, in den Begrifflichkeiten von traditionellen Religionen und Politireligionen zu denken. Politreligionen sind Glaubenssysteme, die hauptsächlich auf Gläubigkeit basieren, sie bilden ein vollständiges Rahmenwerk zum Verständnis der Welt und haben die ihnen eigenen Ansammlungen von Engeln und Dämonen, aber sie weigern sich, sich selbst als Religionen anzuerkennen, und erheben somit den Anspruch, erhaben darüber zu sein, sich auf den Prüfstand begeben zu müssen, wie es Religionen geziemt. Die traditionellen Religionen hatten zumindest den Vorteil, dass sie sich über Jahrhunderte hinweg bewähren mussten. 

Wenn das Christentum auch eine höchst wichtige Rolle bei der Gestaltung unserer Kultur gespielt hat und dafür respektiert werden sollte, ist es nicht synonym mit der westlichen Zivilisation. Das Judentum hat auch entscheidend dazu beigetragen. Darüber hinaus gibt es viele Länder, die zwar christlich aber nicht westlich sind, und die ersten erkennbar westlichen Menschen wie Sokrates und Aristoteles kamen aus dem antiken, vorchristlichen Griechenland. Wir sollten weder den Einfluss des griechisch-römischen Erbes auf die europäische Identität außer Acht lassen, noch sollten wir die heidnisch-germanischen Einflüsse vergessen, die üblicherweise außen vor gelassen werden. All diese Impulse sind wichtig dafür, dass wir sind, was wir sind, und wir könnten vielleicht ganz gut einen Hauch römischer Unbarmherzigkeit und germanischer Kämpferqualitäten zusätzlich zum christlichen Mitgefühl brauchen, wenn wir die Herausforderungen überleben wollen, mit denen wir heute konfrontiert sind.

von Fjordman

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Originaltitel (Gates of Vienna) vom 26. Mai 2007: Destroying Our Culture

Übersetzung von Eisvogel:

Einer der Blogger, der das Essay Scharia-Unterstützer und Transvestiten aller Länder vereinigt Euch gelesen hatte, schrieb: “Solches Zeug bringt mich dazu, zu denken, dass die verf***ten Djihadis unsere Kultur wirklich zerstören sollten.”

Ok, aber was, wenn das der eigentliche Sinn der Sache war? Ich weiß, dass es einige Diskussionen über den großen Einfluss der radikalen Linken und des Kulturmarxismus auf die Schwächung des Westens gibt. Viele glauben, dass diese Schwäche vor allem durch einen allgemeinen westlichen Mangel an Selbstvertrauen verursacht ist, durch die Idee – die sogar in weiten Teilen der so genannten Rechten verbreitet ist – dass Antidiskriminierung in allen Bereichen des Lebens nicht nur die höchste sondern die einzige Tugend ist, und durch die Vorstellung westlicher Schuld an Sklaverei, Kolonialismus, globaler Erwärmung, dem Rückgang der Nashorn-Population – nun an gerade allem. Und manchmal stimme ich dieser Einschätzung zu. 

Wenn wir uns aber solche Beispiele ansehen, müssen wir uns wirklich fragen, ob Kulturmarxismus die treibende Kraft hinter allem ist. Ich habe erlebt, wie Sozialisten in vielen Ländern Moslems und ihrer Kultur gegenüber großen Respekt gezeigt haben, gelegentlich haben sie auch ihre “familiären Werte” ( Was soll das sein? Ehrenmorde?) lobend hervorgehoben. Und doch sind dies exakt die gleichen Sozialisten, die über Generationen hinweg systematisch daran gearbeitet haben, die Kernfamilie und die traditionelle Kultur in ihren Ländern zu demontieren, wobei sie sich ganz speziell darauf verlegt haben, die jüdisch-chrisliche religiöse Grundlage zu zerschlagen. Nachdem sie Jahrzehnte damit zugebracht haben, unsere Werte zu zerstören, gehen sie jetzt zum nächsten Schritt über und importieren fremde Kulturen, um “wieder herzustellen”, was sie selbst kaputt geschlagen haben. Dieser Trend ist so gewaltig, dass wir uns fragen müssen, ob er nicht vorsätzliche Politik ist.

Britische und französische Kommentatoren neigen dazu, von einem “postkolonialen Schuldkomplex” zu reden, wenn sie beschreiben, was in ihren Ländern schiefläuft. Hier ist ein Zitat des französischen Intellektuellen Alain Finkielkraut, das aus einem Interview mit der dänischen Zeitung Politiken entnommen ist:

“Diejenigen Franzosen, die Frankreich hassen, sagen, dass sie die verbrecherische französische Vergangenheit hassen und dass sie nicht glauben, dass wir in dieser modernen, demokratischen Welt weiterhin eine Nation bleiben sollten. Sie möchten den Nationalstaat auflösen. Sie hassen sich nicht selbst, aber sie sind sehr stolz darauf, dass sie die Vergangenheit hassen, weil sie sich ihren Vorfahren haushoch überlegen fühlen. Sie heucheln nicht und pflegen auch keine Vorurteile, sie möchten nur ihre Wurzeln zu Gunsten universeller Werte aufgeben. Ich habe nie viel von der Vorstellung des Selbsthasses gehalten. Ich sehe weit mehr Arroganz und Selbstverherrlichung denn Selbsthass in ihrer intensiven Kritik.”

Ich stimme da mit Finkielkraut nicht überein. Sie hassen nicht notwendigerweise sich persönlich selbst, aber sie hassen sehr wohl ihre eigene Kultur und Geschichte und möchten mit dem Islam bei der Zerstörung des Westens, der erfinderischsten Kultur der Geschichte, zusammenarbeiten. Finkielkraut weiter:

“Radikaldemokratie ist die Idee, alles habe ‘demokratisch’ zu sein, alle Unterschiede und jede Form der Hierarchie oder Trennung seien undemokratisch. Zum Beispiel denken sie, dass wir keinen Unterschied zwischen Staatsbürgern und Ausländern machen sollten. Für einen Radikaldemokraten gibt es so etwas wie einen Ausländer nicht. Deshalb kämpfen sie für eine Gesetzesänderung, die allen Einwanderern freien Zugang garantiert. Alle Einwanderer sind willkommen. Wenn man sagt, dass es nicht möglich ist, jedermann ins Land zu lassen, wird man als Rassist beschimpft. Die Radikaldemokraten sind nur ein kleines Grüppchen, aber sie haben eine Menge Einfluss, weil sie die Menschen einschüchtern können. Sie fungieren als radikales Superego für ganz Europa und besonders für mein Land.”

Auch das kann nicht vollkommen mit der kolonialen Vergangenheit erklärt werden. Schweden hat (wie auch Norwegen) keine koloniale Vergangenheit und teilt doch viele dieser Probleme. Was hat dann Schweden? Nun, Sozialismus und Radikalfeminismus im Überfluss. [Anm.d.Ü.: In Deutschland wird versucht, alles mit einem Schuldkomplex wegen der Nazizeit zu erklären, von dem manche sogar in peinlicher Opferpose meinen, er wäre uns von außen ("den Juden"?) aufgezwungen worden. Auch das hält nicht stand, wenn man den Blick über den Tellerrand in andere Länder Europas richtet]

Die Künstler Thyra Hilden und Pio Diaz projizierten Videobilder von Flammen auf 1000 Quadratmeter große Glasflächen in einem Museum der mitteldänischen Stadt Aarhus. Die “Kunst”ausstellung hieß “Stadt in Flammen – das Niederbrennen der Wurzeln westlicher Kultur”. Die Künstler versicherten, dass es sich um “kein echtes Feuer, das echte Gebäude verbrennt, handelt – sondern nur um ein ideelles Konzept von Feuer, das die historischen und ideologischen Wurzeln der westlichen Kultur verzehrt”. Teil ihrer Vision war, “ein ästhetisches Bild von der Dekonstruktion der kulturellen Wurzeln des Westens zu schaffen”, weil der Westen – wie sie sagten – “sehr aggressiv” sei, während die islamische Kultur das weit weniger wäre. Was diese “Künstler” anscheinend nicht verstehen oder was sie möglicherweise auch gar nicht kümmert, ist, dass während sie die westliche Kultur “nur” bildlich niederbrennen, die Moslems, mit denen sie zusammenarbeiten, durchaus Jahrtausende westlicher kultureller Errungenschaften [Anm.d.Ü.: Übersetzung folgt demnächst] ganz wortwörtlich niederbrennen könnten, wenn man nach ihrer geschichtlichen Vergangenheit in anderen Weltgegenden urteilt…

Einige westliche Sozialisten möchten nicht so lange warten. Der norwegische Komiker Otto Jesperson, ein Marxist mit einer langen Geschichte der Feindseligkeit gegenüber dem Christentum, sorgte für Aufregung, indem er Seiten aus der Bibel öffentlich verbrannte. Das geschah nur wenige Wochen, nachdem ein islamischer Mob wegen der Mohammed-Karikaturen die norwegische Botschaft in Syrien in Flammen gesetzt hatte. Herr Jespersen wurde von einigen Christen aufgefordert, doch auch ein paar Seiten aus dem Koran zu verbrennen, doch er weigerte sich, das zu tun. Er ist auch dafür bekannt, dass er im staatlichen Fernsehen eine amerikanische Flagge verbrannt hat. Einem britischen Schulmädchen aus Gillingham, England, wurde verboten, einen Kreuzanhänger am Halskettchen zu tragen, und zwar mit der Begründung, dass es gegen die Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften verstoße (PI hat auch darüber berichtet). Islamische Schüler hingegen konnten religiöse Symbole tragen.
 Warum dieser spezifische Hass auf Christentum (und Judentum)? Nun, wenn man den Westen zerstören möchte, ist es vielleicht eine gute Idee, bei seinen christlichen Grundlagen anzufangen. Da Gott gemäß der Bibel, die Welt in aufeinanderfolgenden Schritten erschuf, können die antiwestlichen Multikulturalisten den westlichen Menschen vermutlich auch in mehreren Schritten abschaffen, in dem sie seine Kultur, seine Erinnerungen, sein Selbstvertrauen und vor allem seine Religion attackieren. Eine multikulturelle Anti-Genesis:
 

Der Multikulturalist schuf die Menschheit ihm zum Bilde ab: (Er schuf) verwirrte, selbsthassende Individuen ohne Sinn für Recht und Unrecht. Und er schuf sie nicht als Mann und Frau. Er sagte, sie seien identisch und jede gegenteilige Behauptung sei sexistisch. Und der Multikulturalist verfluchte sie und sprach: “Seid unfruchtbar und vermindert Euch, verschwindet vom Antlitz der Erde, lasst Mutter Natur herrschen und lasst die Fische im Meer und die Vögel unter dem Himmel die Erde urbar machen.”

 Und dann sprach der Multikulturalist “Es werde Dunkelheit” und es ward Dunkelheit. Der Multikulturalist sah, dass die Dunkelheit gut war und er hob die Trennung zwischen Dunkelheit und Licht auf. Der Multikulturalist nannte das Licht “Diskriminierung und Engstirnigkeit” und die Dunkelheit nannte er “Toleranz”. Am siebten Tag ruhte der Multikulturalist aus und er sah, dass es gut war. Er hatte die Vernunft abgeschafft, er hatte die Logik abgeschafft, er hatte die Wahrheit abgeschafft, er hatte selbst den Grund und den Wunsch, zu leben, abgeschafft. Und der siebte Tag neigte sich hin zum Abend, aber es gab keinen neuen Morgen.

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