Archive für Beiträge mit Schlagwort: Skandinavien

Von Fjordman, übersetzt von Deep Roots. Das Original Fjordman: My Afternoon With The Police erschien am 5. August 2011 auf Gates of Vienna.

Vorwort von Baron Bodissey: Die folgende Nachricht kam gerade von Fjordman herein, der hinzufügt, daß er in der nahen Zukunft in Deckung zu bleiben beabsichtigt.

Ich bin schockiert über die feindselige Behandlung, die ich von Seiten der Polizei erhielt.

Lars Hedegaard hörte meine Geschichte und merkte an, daß er nie gehört hätte, daß irgendein Zeuge in irgendeinem westlichen Land so behandelt wurde, außer in totalitären Gesellschaften wie dem Dritten Reich.

Mein Anwalt, der erfahren ist und schon viele harte Fälle erlebt hat, erwartete nicht, daß irgendetwas in der Art geschehen würde. Er nahm an, daß es relativ locker sein würde und meinte sogar, daß ich vielleicht ohne Anwalt auskommen könnte. Ich bestand darauf, daß einer zur Sicherheit anwesend war, was höchstwahrscheinlich ein wenig geholfen hat. Es wäre noch schlimmer gewesen, wenn das nicht der Fall gewesen wäre. Mein Anwalt sagte später, daß sie in meinem Fall bestenfalls am äußersten Rand dessen agierten, was man noch als legal betrachten könnte.

Ich wurde nie beschuldigt, irgend etwas Kriminelles getan zu haben, offenkundig weil ich nichts mit den Terroranschlägen zu tun hatte und sie das wissen. Und doch wurde ich ohne den geringsten Beweis irgendeines Gesetzesbruchs wie ein Mordverdächtiger behandelt.

Zu meiner völligen Überraschung mußte ich in meine Wohnung gehen, wo ein halbes Dutzend Polizisten mehrere Stunden lang alle meine DVDs durchgingen, meine alten gedruckten Reisefotografien aus früheren Jahren durchsuchten, alle meine (vielen) Bücher durchsuchten, meine Kücheneinrichtung inspizierten, alle meine Kleider durchstöberten und einen Koffer beschlagnahmten, der nichts weiter als Kleidung und einige Bücher enthielt. Sie konfiszierten auch mehrere digitale Geräte, einschließlich meiner Kamera und meines Laptops. Es ist ganz klar, daß sie Informationen über gewaltlose islamkritische Netzwerke in Europa wollten, von denen sie vermuteten, daß sie in meinem PC enthalten seien, auch wenn sie dies mir gegenüber bestritten.

Bitte denkt daran, daß die Polizei und der Polizeisicherheitsdienst (PST) anscheinend keine Ahnung hatten, wer ich war, bis ich aus eigenem freiem Willen buchstäblich an ihre Tür klopfte, obwohl ich sehr wohl wußte, daß ich danach meine Anonymität würde aufgeben müssen. Ich hatte sehr wenige Informationen über Breivik, nachdem ich ihm nie begegnet bin, etwas, das er selber zugegeben hat, dennoch übergab ich das wenige, das ich an Informationen hatte. Ich beantwortete auch ihre Fragen ehrlich, obwohl ich das technisch gesprochen nicht tun mußte.

Wenn man den Massenmedien glaubt, so war die Polizei bis ein paar Stunden nachdem ich auf dem Polizeirevier aufgetaucht war immer noch nicht sicher, ob ich wirklich Fjordman war. Sobald sie verstanden, daß dies wirklich der Fall war, trafen sie eine schnelle Entscheidung, sofort meine Wohnung zu durchsuchen und meine Computerausrüstung zu beschlagnahmen. Sie müssen zu diesem Zeitpunkt erkannt haben, daß ich überhaupt nichts mit den Terroranschlägen zu tun hatte.

Ich persönlich vermute, daß dies hauptsächlich eine politische Entscheidung war.

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Von Fjordman, übersetzt von Deep Roots.

Das Original Thoughts on the Recent Atrocities erschien am 25. Juli 2011 auf Gates of Vienna.

Wir haben zur Zeit ungewöhnlich viel Verkehr auf dieser Webseite [Gates of Vienna] wegen der Massaker, die an diesem Freitag, dem 22. Juli in der Region Oslo stattfanden. Anscheinend hat die Person, die gegenwärtig verdächtigt wird, diese Greueltaten begangen und nahezu einhundert Menschen kaltblütig getötet zu haben, Anders Behring Breivik, mich und diese Webseite in einem Buch zitiert, das er veröffentlicht hat.

Es ist in dieser Situation nur fair, daß ich einige meiner Gedanken über dieses schreckliche Wochenende veröffentliche, eines der schrecklichsten, das meine kleine Nation seit langem erlebte. Ich weiß, daß es Journalisten gibt, die im Moment mit mir in Kontakt zu treten versuchen, aber ich kann nicht jedem antworten, und ich will das auch nicht. Ich werde vielleicht in der kommenden Woche weitere Texte veröffentlichen, aber fangen wir mit diesem an. Ich schreibe normalerweise für ein internationales Publikum, aber nachdem in diesen Vorfall norwegische Opfer und ein norwegischer Täter verwickelt waren, werde ich denselben Text auch auf Norwegisch anfügen.

Nein, ich bin Anders Behring Breivik nie in meinem Leben begegnet. Er weiß nicht einmal, wie ich aussehe.

Nein, ich hatte absolut gar nichts mit den Massakern zu tun, die am Freitag im Zentrum von Oslo und auf Utøya stattfanden. Ich war nirgends in der Nähe der Schauplätze. Ich hatte vor, in einem örtlichen Kino zusammen mit einem Familienmitglied einen Film anzusehen, als ich die Nachricht erhielt, daß eine massive Explosion das Zentrum von Oslo erschüttert hat. Von diesem Moment an bloggte ich live zusammen mit nahezu einem Dutzend verschiedener Leute auf „Gates of Vienna“ bis nachdem der mutmaßliche Schütze auf Utøya gefaßt worden war.

Wie reagierte ich auf die Ereignisse, die ich an diesem Nachmittag erlebte? Mit absolutem Entsetzen und Abscheu, so wie jeder andere. Ich gebe zu, daß ich zuerst dachte, wir hätten es mit einem islamisch-dschihadistischen Anschlag zu tun, was von den Behauptungen einiger islamischer Organisationen bestätigt zu sein schien, daß sie dahinterstecken würden. Aber die Schießereien auf Utøya schienen nicht dem üblichen dschihadistischen Muster zu folgen, und im Laufe des Abends wurde langsam klar, daß wir es mit etwas anderem zu tun hatten, und mit etwas möglicherweise noch Erschreckenderem. Wer immer diese unaussprechlichen Greueltaten beging, ist ein Monster und verdient genausowenig Mitleid, wie er für seine unschuldigen, unbewaffneten Opfer hatte.

Wie fühle ich mich bei dem Wissen, daß der mutmaßliche Täter dieser Greueltaten mich in seinem vielbesprochenen Buch zitiert hat? Absolut schrecklich. Was kann ich sonst sagen? Ich muß betonen, daß ich sein sehr langes Buch oder Manifest noch nicht gelesen habe und ich gegenwärtig auch weder die Zeit noch die Nerven dazu habe. Ich kann mich nur auf dies und jenes davon beziehen, das in verschiedenen Nachrichtenartikeln zitiert wird und auf das, was andere mir laufend sagen. Er hat anscheinend recht viele Texte aus einer Vielzahl öffentlicher Quellen zitiert, von denen ich eine bin. Sein totaler Mangel an Respekt für Menschenleben ist jedoch nichts, das er von mir oder irgendeinem der anderen islamkritischen Autoren aufgeschnappt haben kann, wie Robert Spencer oder Bat Ye’or. In der Tat ist der Mangel an Respekt für Menschenleben oft einer der großen Mängel der islamischen Kultur, auf die wir ständig hingewiesen haben.

Ich habe auch niemals in einem meiner Essays zur Gewalt aufgerufen, und ich würde schätzen, daß ich unter diesem Namen zwischen einer und zwei Millionen Worten im Internet veröffentlicht habe. Ich weiß es ehrlich gesagt selber nicht, ich habe vor Jahren die Übersicht verloren. Diese Essays sind nicht verborgen. Sie sind alle offen im Internet und können von jedem mit Zugang zu einer Suchmaschine gefunden werden. Ich habe nichts zu verbergen, soweit es mich betrifft. Ich schreibe über Themen, die von der Astrophysik bis zur Geschichte der Schokolade und des Biers reichen, aber ich schreibe auch über sensible und umstrittene Themen, und ich weiß es. Wir können nicht aufhören, über belastete, aber wichtige Angelegenheiten zu schreiben. Leute wie ich haben seit Jahren vor steigenden ethnischen Spannungen gewarnt, wir haben sie nicht geschaffen. Sie wurden von galoppierender Masseneinwanderung in westliche Länder geschaffen, und solange diese galoppierende Einwanderung weitergeht, fürchte ich, daß diese Spannungen genauso weiterhin zunehmen werden. Ich wünsche dies nicht; ich warne nur davor, daß es wahrscheinlich geschieht.

Bin ich ein Extremist? Ich gebe zu, daß ich ein starkes Engagement für die Wahrheit habe. Dessen bin ich schuldig. Zum Beispiel bemerke ich, daß bis vor sehr kurzer Zeit buchstäblich niemand vom „moderaten Islam“ im Gegensatz zum „radikalen Islam“ oder „Islamismus“ sprach. Wie kommt das? Und obwohl nahezu alle großen Tageszeitungen, Fernsehstationen und führenden Politiker in der ganzen westlichen Welt uns täglich versichern, daß es einen riesigen Unterschied zwischen moderatem und radikalem Islam gibt, scheinen wenige, falls überhaupt welche, von ihnen erklären zu können, worin genau dieser Unterschied besteht. Ich finde das seltsam, und ich bin nicht der einzige.

Macht es mich sehr extrem, wenn ich darauf hinweise? Vielleicht. Aber wie erklärt man dann, daß Recep Tayyip Erdogan, der Premierminister des NATO-Mitgliedsstaates Türkei, öffentlich behauptet hat, daß es so etwas wie einen moderaten Islam nicht gibt? Immerhin ist er ein sehr, sehr moderater Moslem, der ein sehr sehr moderates moslemisches Land führt, wo Adolf Hitlers Autobiographie „Mein Kampf“ noch 2005 ein Bestseller war. Ich weiß, wie moderat Erdogan ist, weil westliche Führer uns immer an diese Tatsache erinnern. Wenn dieser außergewöhnlich moderate Mann also sagt, daß es so etwas wie einen moderaten Islam nicht gibt, dann ist er es sicherlich wert, daß man ihm zuhört?

Das Extremste, das ich an diesem Wochenende tat, war zwei Nächte lang hintereinander fast gar nicht zu schlafen, erstens wegen der schrecklichen Ereignisse, die ich gerade erlebt hatte, die mich zutiefst betroffen machten, aber auch wegen der falschen Gerüchte, die tagelang in mehreren Ländern kursierten, daß ich dieser Mann sei, der nahezu 100 Menschen massakrierte. Ich bin jetzt schon seit einigen Jahren in der Bloggerei tätig und habe in der Zwischenzeit einige öffentliche Kämpfe durchgemacht, aber ich bin nie zuvor beschuldigt worden, der schlimmste Massenmörder in der skandinavischen Geschichte zu sein. Das passiert sogar mir zum ersten Mal, und ich hoffe aufrichtig, daß es kein zweites Mal geben wird. Ich bin ein normales menschliches Wesen und habe dies nicht gerade genossen. Das Zweitextremste, das ich an diesem Wochenende getan habe, war einen alten Film anzusehen, Pinot noir-Rotwein aus Neuseeland zu trinken und ein Buch über mittelalterliche Geschichte zu lesen. Das ist zufälligerweise das Extremste, was ich an einem durchschnittlichen Wochenende tue.

* * *

På norsk:

Nei, jeg har aldri i hele mitt liv møtt Anders Behring Breivik. Han vet ikke engang hvordan jeg ser ut.

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Von Fjordman, übersetzt von Deep Roots. Das Original A Few Reasons for Cautious Optimism wurde am 22. September 2010 bei Gates of Vienna veröffentlicht.

In seinem Artikel Dreaming of a Culture War auf der Webseite “Alternative Right” kritisiert Paul E. Gottfried meinen Essay Thilo Sarrazin vs. the Ruling Multicultural Oligarchs, von dem er behauptet, daß er “voller zweifelhafter Annahmen” sei. Er behauptet: „’Demokratien’, und besonders jene, die sich mit Steuergeld und vormundschaftlicher Aufsicht über das Verhalten um ihre ‘Bürger’ kümmern, erzeugen weitverbreitete Loyalität wegen ihres ungehemmten Paternalismus und weil man die Leute glauben läßt, sie hätten eingewilligt, sich die Gehirne waschen zu lassen. Dies ist eine politische Erfolgsgeschichte ohne Beispiel in der menschlichen Geschichte.” Und weiter: “Während Fjordman auf Schönrednerei steht, versuche ich zu verstehen, warum die gegenwärtigen Oligarchen sich so lange so gut gehalten haben. Und ich finde absolut keinen Hinweis darauf, daß sich ihre Erfolgssträhne nicht unbegrenzt in die Zukunft fortsetzen wird.” 

Ich stimme zu, daß viel zu viele Westler weiterhin stur für schlechte politische Parteien stimmen. Ich war persönlich enttäuscht während der letzten Parlamentswahlen in Großbritannien, als ziemlich wenige Bürger für reale Alternativen wie die BNP oder UKIP stimmten und stattdessen die drei etablierten Linksparteien unterstützten. Und ja, ich betrachte die Tories heute als eine Zentrums- oder Mitte-Links-Partei. Es ist leider wahr, daß viele der sogenannten “Konservativen” des Establishments, von Merkel über Sarkozy zu George W. Bush, wenig besser sind als die Linksparteien. Dies legt gravierende Mängel im demokratischen System bloß. Davon abgesehen widerspreche ich dem Großteil der Annahmen von Mr. Gottfried und glaube, daß seine Schlussfolgerungen unrichtig sind.

Gewöhnliche Westler sind in der Tat dessen schuldig, daß sie der fortschreitenden multikulturellen Zerstörung des Westens nicht genug Widerstand entgegensetzen, aber sie sind nicht die treibende Kraft dahinter. Die gewöhnlichen Leute sind geteilt, aber ein großer und schnell zunehmender Prozentsatz von ihnen lehnt die antiwestliche multikulturelle Propaganda der herrschenden Eliten ab. Die herrschenden Eliten — oder vielleicht sollten wir sie Oligarchen nennen, nachdem sie sich selber als “Eliten” sehen — stehen immer noch fast einheitlich hinter dem vorsätzlichen Programm zur Überflutung des Westens mit Masseneinwanderung, um die westlichen Länder demographisch und kulturell umzuformen. Dissidenten gegenüber dieser Politik werden als Ketzer gebrandmarkt und formell aus ihren Reihen ausgeschlossen, so wie es Thilo Sarrazin gerade passiert.

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von Fjordman

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Erstveröffentlichung unter dem Titel “Race, Immigration, and Rape in Sweden” in Gates of Vienna, 20. September 2009

Übersetzung: RobertOelbermann

Gemäß eines aktuellen Berichtes werden 6% aller schwedischen Mädchen jedes Jahr vergewaltigt. Und dies ist lediglich die offizielle Zahl.
Die Wirklichkeit ist vermutlich noch schlimmer.

Der feindlich gesonnene Wikipedia-Eintrag über „Fjordman“ behauptete kürzlich, dass meine Aufsätze über die schwedische Vergewaltigungsepidemie falsch seien, weil die starke Zunahme an Vergewaltigungen durch eine Änderung der gesetzlichen Definition der Vergewaltigung zustande käme.
Mit Sicherheit nicht.
In der momentanen Situation ist die Hauptbeschäftigung der schwedischen Medien, Israel zu dämonisieren.
Ihr zweiter Hauptauftrag scheint zu sein, Schweden zu dämonisieren, die die Masseneinwanderung kritisieren und sie daran zu hindern, eine Öffentlichkeit in den Massenmedien zu finden.

Schweden führt die europäische Vergewaltigungsliga an

In Schweden gibt es die höchste Zahl angezeigter Vergewaltigungen – doppelt so viele wie „Aufsteiger“ England, wie eine neue Studie zeigt.
Forscher im Hintergrund der EU-Studie, welche am Dienstag vorgestellt wird, schlussfolgern, dass Vergewaltigungen in Schweden gewöhnlicher sind als im kontinentalen Europa.
In Schweden werden 46 Vorfälle von Vergewaltigung pro 100.000 Einwohner angezeigt. Diese Rate ist doppelt so hoch wie in England, wo 23 Fälle angezeigt wurden, und vier mal so hoch wie die der übrigen nordischen Länder, Deutschlands und Frankreichs. Diese Rate ist bis zu 20 mal so hoch wie die bestimmter Länder in Süd- und Osteuropa. Den Rest des Beitrags lesen »

Graz Murinsel nachts Juni 2003

Von Fjordman   

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Übersetzung: Deep Roots

Der Originaltext erschien am 22. September 2009 auf Gates of Vienna:

http://gatesofvienna.blogspot.com/2009/09/why-did-europeans-create-modern-world_22.html

Michael H. Hart bewertet die Errungenschaften verschiedener Zivilisationen. Er behauptet, daß die Beiträge der alten Ägypter ziemlich mager waren. Die Sumerer erfanden als erste die Schrift, was den Ägyptern durchaus bekannt gewesen sein könnte. Sie leisteten keine bedeutenden Beiträge zur astronomischen Theorie, noch zur Physik, Chemie, Biologie oder Geologie. Die politische Struktur Ägyptens war eine absolute Monarchie, was keine originelle Idee war und neuzeitliche Denker nicht beeinflußte. Während die Pyramiden sicherlich visuell beeindruckend sind, ist eine Pyramide streng genommen eine simple architektonische Struktur und großteils keine sehr nützliche. Warum werden die Beiträge der alten Ägypter so überbewertet? Weil das Klima in Ägypten so trocken ist, überdauern die Architektur (und die Mumien), die sie schufen, dort besser als anderswo. Ihre Monumente sind immer noch sichtbar. Hart behauptet in keiner Weise, daß die alten Ägypter Wilde gewesen seien, nur daß ihre Beiträge häufig überbewertet werden.

Ich persönlich denke, daß er die Ägypter etwas mißachtet. Es ist wahr, daß sie wissenschaftlich nicht sehr fortgeschritten waren, und daß die griechische Kunst während der hellenischen und hellenistischen Periode so lebensecht war, wie es die ägyptische niemals war, aber die Griechen waren von der ägyptischen Tempelarchitektur und von ihren Studien der Proportionen des menschlichen Körpers inspiriert. Wie der Kunsthistoriker Gombrich sagt, “gingen die griechischen Meister bei den Ägyptern in die Schule, und wir sind alle die Schüler der Griechen.” Der amerikanische Autor Lawrence Auster drückt es so aus:

“Denken wir daran, den Ägyptern das Verdienst für die erste Entwicklung der schönen menschlichen Form zuzubilligen, welche die Griechen dann übernahmen und lebendiger machten. Camille Paglia ist höchst albern, aber lesen Sie doch das erste Kapitel ihres Buches Sexual Personae (dt. “Die Masken der Sexualität), wo sie die ägyptische Schöpfung der klaren, perfekten, ‘apollonischen’ Form behandelt, welche die Grundlage der westlichen Kunst wurde… . Für die Griechen vermittelt die natürliche Form das Göttliche. Daher waren sie nicht einfach nur ‘naturalistisch’, d. h. naturgetreu. Sie sahen die Natur als so schön, weil sie die Natur als von einer perfekten Harmonie erfüllt sahen. Von daher kommt die unglaubliche Sensibilität der athenischen Skulpturen des fünften Jahrhunderts. In einer Weise drückten die Künstler des athenischen Goldenen Zeitalters in Stein aus, was Homer Jahrhunderte früher durch Poesie ausgedrückt hatte: jene besonderen Momente im Leben, in denen der Held ‘mehr zu sein scheint als ein Mensch.’ Oder wie die Szene in der Ilias (Buch III, 156-58), wo die alten Männer auf den Mauern Trojas Helena kommen sehen und zueinander sagen: ‘Man kann den Trojanern und den stark gerüsteten Achäern sicherlich keinen Vorwurf machen, wenn sie über lange Zeit Härten auf sich nehmen für eine Frau wie diese. Schrecklich ist die Ähnlichkeit ihres Gesichts mit unsterblichen Göttinnen.’“

In der Wissenschaft übertrafen die alten Griechen die Ägypter mit Leichtigkeit.  Die griechische deduktive Geometrie erwies sich als unverzichtbares Vorspiel zur Ankunft der modernen Wissenschaft, und abgesehen von Mathematik und Astronomie leisteten sie große Beiträge zur Dichtkunst, Geschichte, Drama und Mythologie, brachten elegante Architektur wie den Parthenon in Athen hervor sowie auch große Bildhauer und Maler. Die Werke von Plato und Aristoteles gehören zu den ältesten analytischen Schriften über politische Theorie. Wenn Menschen im einundzwanzigsten Jahrhundert Aristoteles’ Politik lesen, um zu sehen, was darin über Demokratie steht, dann nicht bloß aus historischer Neugier, sondern weil dies für heute als relevant betrachtet wird. Im Gegensatz dazu liest buchstäblich niemand “pharaonische” Politiktheorie.

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von Fjordman                                                   

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Übersetzung: Manfred                                         

Erstmals veröffentlicht unter dem Titel „On Deconstructing the Majority: Nothing To Do With Islam? Really?“ in The Brussels Journal, 10. Dezember 2008

Hier ist ein aufschlussreiches Interview (in norwegischer Sprache, mit englischer Übersetzung hier) mit dem führenden Multikulturalisten meines Landes, Professor Thomas Hylland Eriksen von der Universität Oslo, der Millionensummen an Fördergeldern von der Regierung für seine Projekte kassiert hat und so etwas wie eine nationale Berühmtheit ist. Es ist ein paar Monate alt, aber ich habe es erst jetzt entdeckt. Er spricht offen aus, dass das Wichtigste, was aus seiner Sicht nun ansteht, sei

“deconstruct the majority [population] so thoroughly that it can never be called the majority again.”

Ende des Zitats. Und dies ist die Agenda der Multikulturalisten in allen westlichen Ländern. Täuschen Sie sich nicht. Ich habe ihm eine Erwähnung in meinem Buch „Defeating Eurabia“ gewidmet:

Thomas Hylland Eriksen, Professor für Sozialanthropologie an der Universität Oslo, leitet ein vom Staat gefördertes Multi-Millionen-Projekt, das abzuschätzen versucht, wie die neue multikulturelle Gesellschaft funktionieren wird. Er ist ein Karrieremultikulturalist und eine intellektuelle Berühmtheit in seinem Land, trägt häufig zu öffentlichen Debatten bei und lebt, wie er selbst sagt, in einem langweiligen, weißen monokulturellen Teil der Stadt, abgeschottet von den Auswirkungen kultureller Diversität. Hylland Eriksen hat den Tod (westlicher) Nationalstaaten proklamiert, als würde er Vergnügen daraus ziehen, und hat festgestellt, dass der Nidaros-Dom, die berühmteste Kirche des Landes, in unserer multikulturellen Gesellschaft nicht länger als nationales Symbol dienen sollte.

Herr Eriksen hatte einen Streit mit Ole Jørgen Anfindsen, der die zweisprachige Qualitätswebsite HonestThinking.org betreibt und vor den Auswirkungen unkontrollierter Masseneinwanderung warnt. Nach Hylland Eriksen

„bestehen Kosmopoliten auf einer Welt, die aus mehr Farben als nur schwarz und weiß besteht. In einer solchen Welt sind die Probleme, vor denen Ole Jørgen Anfindsen warnt, nicht nur kleinlich, sondern irrelevant.“

Vor welchen Problemen warnt denn Herr Anfindsen? Nun, er hat Berechnungen veröffentlicht, wonach bei gleichbleibender Einwanderung die einheimischen Norweger innerhalb von zwei Generationen eine Minderheit in ihrem eigenen Land sein werden. Angesichts der Tatsache, dass ethnische Gruppen, die im eigenen Land in die Minderheit gedrängt werden, schwere Zeiten durchmachen, und dass sie in jedem Falle dann verfolgt werden, wenn die Neuankömmlinge Moslems sind, sollte man annehmen, dass dies eine interessante Information ist. Für die selbsternannten „multikulturellen Kosmopoliten“ aber ist es „kleinlich und irrelevant“, auch nur die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass dies ein Problem darstellen könnte. Eriksen nennt Anfindsen „dumm und ignorant“ und deutet an, dass

„Anfindsens Agenda von einer Art pervertierten Christentums (er hat einen christlichen Hintergrund) inspiriert ist“.

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Veröffentlicht am 08.10.2008 in The Brussels Journal

(Übersetzung von Thatcher/schattenkoenig)

Der führende norwegische Blog Document.no erzählt die erschreckende Geschichte, wie zwei zurückhaltende weiße Männer 2007 für deren vermuteten “Rassismus” von einem medialen Lynchmob attackiert wurden. Wie sich später herausstellte, haben die Mainstream-Medien damals längst nicht alle Informationen gebracht, die in diesem Fall von Bedeutung sind, was sie aber nicht davon abgehalten hat, diese beiden Männer fast völlig zu zerstören. Dies passierte zur gleichen Zeit, da eine anwachsende Welle des Verbrechens und der Gewalt auf die Einheimischen zurollt. Die Reaktion der Behörden auf steigende Zahlen rassistischer Gewaltakte gegen Einheimische ist gewesen, härter gegen “Rassismus” durchzugreifen – aber gegen den der weißen Einheimischen. 2005 verabschiedete das norwegische Parlament — mit der Zustimmung von 85% der Abgeordneten — ein neues Diskriminierungsgesetz, das von der damaligen Ministerin für Integration, Erna Solberg, vorbereitet worden war, die zuvor die Einrichtung eines Scharia-Rates in Norwegen gefordert hatte.

Ein Sprecher der rechtsgerichteten Progresspartei, Per Sandberg, befürchtete, dass dieses Gesetz die Rechte gesetzestreuer Bürger aufs Spiel setzen würde. Die Umkehr der Beweislast wird mit der Haftung für Ausgleichszahlungen verbunden, was bedeutet, dass unschuldige Personen riskieren, gewaltige Summen für Taten bezahlen zu müssen, die sie nicht begangen haben. Falls ein Einwanderer behauptet, ein Einheimischer habe ihn irgendwie diskriminiert oder eine diskriminierende Bemerkung gemacht, dann muss die einheimische Person den Nachweis ihrer eigenen Unschuld erbringen. Dieses harte Gesetz wurde trotz der Tatsache beschlossen, dass die meisten Einwanderer behaupteten, wenig Diskriminierung erlebt zu haben.

Später habe ich herausgefunden, dass ähnliche Gesetze in weiten Teilen Westeuropas beschlossen worden sind, angestiftet von der EU und dem Europarat (ER) in Zusammenarbeit mit internationalen moslemischen Organisationen. Das norwegische Gesetz folgte einem Anstoß des ER. Es gab faktisch keine öffentliche Debatte über dieses Gesetz, das in aller Stille vor den nationalen Wahlen im gleichen Jahr beschlossen worden war. Kein einziger Journalist hat es aufrichtig kritisiert, und die meisten erwähnten es kaum, bevor es verabschiedet wurde. Die gleichen Journalisten tendieren sonst dazu, sehr besorgt wegen der Gerichtsverfahren oder der “Menschenrechte” islamischer Terroristen, doch offensichtlich nicht wegen ihres eigenen Volkes.

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Original auf The Brussels Journal am 6. April 2008: Creating a European Indigenous People’s Movement

Übersetzung von Eisvogel

Ein amerikanischer Freund von mir hat den Vorschlag gemacht, dass einheimische Europäer eine “Bewegung indigener Europäer” gründen sollten. Ich habe erst einmal gezögert, weil mir das ein bisschen zu extrem klang. Allerdings wird in immer mehr europäischen Städten die einheimische Bevölkerung von Migrantenbanden aus ihren Nachbarschaften vertrieben. Die Einheimischen bekommen von den Behörden wenig bis gar keine Hilfe und erfahren manchmal sogar regelrechte Feindseligkeit, wenn sie mit Migrantengewalt konfrontiert sind. In einer Zeit, in der die Weltbevölkerung innerhalb weniger Jahrzehnte um Milliarden zunimmt, ist es vollkommen einleuchtend und in der Tat sogar wahrscheinlich, dass der Westen bald demographisch erdrückt wird. Nicht wenige unserer Intellektuellen scheinen sich an dieser Vorstellung zu erfreuen.

Bat Ye’Or hat in ihrem Buch Eurabia dokumentiert, wie die Europäische Union es Moslems aktiv ermöglicht, europäische Länder zu kolonisieren. Das nächste Mal, wenn führende EU-Politiker China wegen dessen Behandlung von Minderheiten verurteilen, schlage ich vor, dass die Chinesen wie folgt antworten:

“Ja, wir sind eine antidemokratische Organisation, die mit der Unterdrückung des einheimischen tibetischen Volkes befasst ist, aber Sie sind eine antidemokratische Organisation die mit der Unterdrückung der einheimischen Völker eines ganzen Kontinents befasst ist.”

Es gibt keinerlei Sympathie zwischen mir und der Kommunistischen Partei Chinas, einer Organisation, die für den Tod von zig Millionen ihrer Bürger verantwortlich ist, aber selbst die chinesischen Regierungsbehörden streben nicht vorsätzlich danach, ihr eigenes Volk durch gewalttätige Moslems zu verdrängen. Die europäischen Behörden hingegen schon.

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Original vom 6. Januar 2008 auf Gates of Vienna: Expo and the Islamophobes

Übersetzung von Eisvogel

Die linksextreme, antirassistische schwedische Organisation Expo hat kürzlich eine Publikation (pdf auf schwedisch) mit dem Titel “Kriget mot islam” – “Der Krieg gegen den Islam” – veröffentlicht, in der sie sich besorgt über einen zunehmenden Trend “organisierter Islamophobie” im Westen zeigt. Expo zufolge

“gewinnt parallel mit dem Wachstum von SIOE ein neues antiislamisches Netzwerk von Akademikern, Bloggern und Politikern an Gestalt. Das Netzwerk hat keinen formalen Namen, trifft sich aber auf so genannten Antidjihad-Konferenzen. Das erste bekanntgewordene Treffen fand am 14. April dieses Jahres [2007] in Kopenhagen statt. Hinter dem Ereignis stand das Center for Vigilant Freedom (CVF).”

Die Publikation enthält:

“Nach Aussage eines der einflussreichsten Bloggers in der antiislamischen Blogosphäre, Baron Bodissey, fungiert CVF als ein ‘Netzwerk der Netzwerke. Die Idee dahinter ist, alle Counterdjihad-Gruppierungen unter einem Dach zu versammeln, um das Sammeln von Informationen und Erfahrungen zu erleichtern.’”

Die Publikation erwähnt auch das Treffen in Brüssel im Oktober und stellt fest, dass “unter den Teilnehmenden eine Anzahl allseits bekannter Rechtsextremer gewesen sind.” Ein Beispiel für diese “Rechtsextremen” ist der israelische Politiker Arieh Eldad. Expo erwähnt auch den dänischen Journalisten Lars Hedegaard und den Autor Robert Spencer, den Gründer von Jihad Watch.

Der Text geht weiter:

“Während des Kalten Krieges stimmte die extreme Rechte in die antikommunistische Rhetorik mit ein. Im Zusammenhamg mit der zunehmenden Einwanderung nach Europa war es dann plötzlich der Multikulturalismus, der als von außen kommende Bedrohung herhalten musste. Als Auswirkung des Krieges gegen den Terror und des zunehmenden Misstrauens gegenüber Moslems ist es inzwischen die antiislamische Rhetorik, die der extremen Rechten als neue Plattform dient. Aber es gibt ein Problem: Ungeachtet der Tatsache, dass es innerhalb der antiislamischen Netzwerke große Akzeptanz für fremdenfeindliche Parteien gibt, möchten sie sich nicht dadurch beschmutzen lassen, dass sie zu klare Verbindungen zu offen faschistischen Gruppierungen haben.”

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Original von Fjordman am 15. 10. 2007 unter dem Titel  The Fatherless Civilization in The Brussels Journal.

Übersetzung von Eisvogel                                                                                             

Die amerikanische Kolumnistin Diana West veröffentlichte kürzlich ihr Buch mit dem Titel The Death of the Grown-up, in dem sie den Niedergang der westlichen Zivilisation auf die permanenten Jugendrevolutionen der letzten zwei Generationen zurückführt. Das Jahrzehnt zwischen den frühen 60er und frühen 70er Jahren stellt mit dem Beginn der nichtwestlichen Masseneinwanderung in die USA, der Geburt Eurabias in Westeuropa und dem Aufkommen von Multikulturalismus und Radikalfeminismus ganz klar einen Wendepunkt in der westlichen Geschichte dar, der einer Wasserscheide gleicht.

Das Paradoxe daran ist, dass die Menschen, die in gehässiger Weise ihre eigene Zivilisation attackierten, über Jahrzehnte hinweg ein ununterbrochenes Wirtschaftswachstum erlebt hatten und sich dennoch marxistisch inspirierten Ideologien zuwandten und beschlossen, exakt die Gesellschaft zu untergraben, die ihnen ihr privilegiertes Leben ermöglicht hatte. Vielleicht ist das gar nicht so widersinnig, wie es scheint. Karl Marx selbst wurde vom Vermögen Friedrich Engels’, dem Sohn eines erfolgreichen Industriellen, unterstützt.

Diese Jahre waren auch die Zeit der Entkolonialisierung in Westeuropa und der Aufhebung der Rassentrennung in den USA, was eine Atmosphäre schuf, in der die westliche Zivilisation als böse wahrgenommen wurde. Was auch immer die Ursache war, wir stecken seither in einem Muster der ewigen Opposition gegen unsere eigene Zivilisation fest. Manche dieser Probleme mögen durchaus ältere Wurzeln haben, aber sie wurden in einem vorher nie dagewesenen Ausmaß während der 60er Jahre institutionalisiert.

Nach Diana West ist die übergreifende These in ihrem Buch die, “dass der bis dahin beispiellose Transfer kultureller Autorität von Erwachsenen an Heranwachsende während des letzten halben Jahrhunderts fatale Auswirkungen auf das Überleben der westlichen Welt hat.” Nachdem wir unsere natürliche Entwicklung vom Erwachsenenalter und der Reife weg geleitet haben, um die von der Popkultur beeinflusste Pose ewiger cooler Jugendlichkeit einzunehmen – stets offen, nicht wertend, selbstorientiert, auf Identitätssuche (oder einfach nur ohne Identität) – haben wir uns eine Gesellschaft herangezogen, die von denselben Charakterzügen geprägt ist: Westler leben in einem Zustand permanenten Heranwachsens, aber auch mit der dazu gehörigen permanenten Identitätskrise. Diana West ist der Ansicht, dass Reife in den rebellischen 60ern im “größten Trotzanfall der Weltgeschichte”, in dem Autoritätsfiguren aller Art verächtlich gemacht wurden, aus der Mode kam.

Sie glaubt auch, dass sich die Wurzeln des westlichen Jugendkultes, obwohl der radikalste Bruch in den 60ern und 70ern stattfand, bereits in den 50ern mit der Geburt des Rock ‘n Roll, mit Elvis Presley und Schauspielern wie James Dean finden lassen. Die Beatles verkörperten das in den frühen 60ern, wandelten sich aber radikal in Richtung Drogen und Ablehnung jeglicher etablierter Lebensweisheit, als sie auf 1970 zugingen – eine Wandlung, die sich in der gesamten Kultur widerspiegelte.

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