Archive für Beiträge mit Schlagwort: Dschihad

MORGENWACHT

Von Fjordman. Original: The Church – Part of the Problem or Part of the Solution?, erschienen am 19. September 2006 im Brussels Journal.
Übersetzung: Lucifex.

Obwohl ich selbst nicht religiös bin, bin ich für gewöhnlich für eine Wiederbelebung des Christentums in Europa. Jedoch habe ich manchmal meine Zweifel, wenn ich sehe, wie viele, zu viele, Kirchenführer ständig auf der falschen Seite von Fragen im Zusammenhang mit dem Islam und moslemischer Einwanderung landen.

Bat Ye’or behauptet, dass die Dhimmitude im Nahen Osten oft Fortschritte gemacht hat, weil christliche Führer ihr eigenes Volk verraten haben, entweder für kurzfristigen persönlichen Gewinn oder im irrigen Glauben, dass sie ein „gemeinsames religiöses Erbe“ mit Moslems hätten. Es sind auch häufig christliche Führer und Bischöfe im Westen, die offene Grenzen für arme, mitellose Moslems fordern, weil „es christlich ist, das zu tun.“

Die protestantisch-lutherische Kirche in der deutschen Stadt Hannover…

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As der Schwerter

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Von Ernle Bradford, erschienen in „Das Beste aus Reader’s Digest“, Februar 1986, als Auszug aus seinem 1961 veröffentlichten Buch „The Great Siege of Malta“ (ins Deutsche übertragen von Ernst Theo Rohnert).

Noch heute wirft der militante Islam immer wieder beunruhigende Schatten auf seine Nachbarn, ja die ganze Welt. In der Mitte des 16. Jahrhunderts aber stand er auf dem Gipfelpunkt seiner Machtentfaltung. Seine Angriffsspitze, das osmanisch-türkische Militärreich, drohte die christliche Welt in die Knie zu zwingen. In diesem kritischen Augenblick der europäischen Geschichte trafen die von Sieg zu Sieg eilenden Moslems auf eine Christenheit, die ihnen an Streitbarkeit, Entschlossenheit und Opferbereitschaft nicht nachstand. Auf der kleinen, strategisch wichtigen Insel Malta stemmte sich eine an Zahl weit unterlegene Legion fremder christlicher Krieger dem mächtigen Osmanischen Reich in einem Kampf entgegen, der auf beiden Seiten mit äußerster Härte geführt wurde.

„Sultan der Osmanen, Allahs Stellvertreter auf Erden, Herr der…

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As der Schwerter

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von Deep Roots

Etwas sehr Erstaunliches hat mich dazu bewogen, das Magazin GEO ausnahmsweise doch wieder einmal zu kaufen und diese Rezension ins Programm zu nehmen: der in der Ausgabe Juni 2011 enthaltene Artikel „Afrikanische Herren, europäische Sklaven“, dessen Anfangsseite oben wiedergegeben ist. Zwar wird einem auch in diesem Heft ein Lobhudel-Artikel über die Erdogan-Türkei zugemutet („Die Türkei 2011 – Glaube, Stärke, Wohlstand: eine islamische Moderne“), aber die Ökofatwa-Kolumne „Darf ich das?“, die den letzten Ausschlag dafür gegeben hat, daß ich GEO seit Jahren nicht mehr kaufe, gibt es nicht mehr, und daß in einer normalerweise gutmenschlich-multikultiseligen Mainstream-Publikation wie GEO ein solch schonungsloser Bericht über ein bisher unter den Teppich der Geschichte gekehrtes Thema präsentiert wird, finde ich so erstaunlich und lobenswert, daß ich ihn nachfolgend auszugsweise vorstelle und ausnahmsweise eine Kaufempfehlung ausspreche:

Zwei elegante Schiffe nähern sich der „Francis“ von achtern: Bug und Heck ragen mit kühnem Schwung…

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As der Schwerter

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Von Baron Bodissey, übersetzt von Deep Roots.

Das Original erschien am 3. Mai 2007 bei “Gates of Vienna“: http://gatesofvienna.blogspot.com/2007/05/conversations-with-fjordman.html

Tell me again about Europe and her pains,
Who’s tortured by the drought, who by the rains.
Glut me with floods where only the swine can row
Who cuts his throat and let him count his gains.
It seemed the best thing to be up and go.

— William Empson, aus “Aubade”

Während der letzten zwei Jahre ist Gates of Vienna nach und nach eurozentrischer geworden, als ich es von einem durchschnittlichen amerikanischen Blog erwartet hätte. Ein gewisser wohlbekannter Linkie-Blog – ich werde mich nicht dazu herablassen, ihn hier zu nennen oder zu verlinken — hat uns als “die Eurotrash-Version von LGF”* bezeichnet. Und das mit gutem Grund. Wer könnte da wiedersprechen?

[* Lang ist’s her; da war GoV noch nicht von Charles Johnsons Bannstrahl getroffen…

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As der Schwerter

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von Baron Bodissey, übersetzt von Deep Roots

Der Originalartikel “The Other September 11th” erschien am 11. September 2006 bei Gates of Vienna:

http://gatesofvienna.blogspot.com/2006/09/other-september-11th.html

Letztes Jahr am 11. September erstellte ich einen Gedenkartikel und schaute mir dann an, was die anderen Blogger an eigenen Erinnerungsartikeln geschrieben hatten. Es gab einige exzellente Artikel und Fotoessays, besonders bei Michelle Malkin, Dr. Sanity, und CUANAS, und alle so viel besser als mein eigener.

Also werde ich dieses Jahr etwas anderes machen: Ich werde der Ereignisse vor fünf Jahren gedenken, indem ich die Ereignisse vor 323 Jahren rekapituliere. Damit meine ich natürlich den anderen Nine-Eleven: den 11. September 1683, den Tag, an dem eine Allianz christlicher Armeen unter der Führung von Jan III Sobieski, dem König von Polen, vor den Toren von Wien eintraf.

Battle_of_Vienna

Das Osmanische Reich hatte sich die ganze Zeit seit dem Fall Konstantinopels…

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As der Schwerter

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von Deep Roots

Wien, 12. September 1683

Heute vor 327 Jahren fand vor den Toren Wiens eine der entscheidenden Schlachten der europäischen Geschichte statt: Nach zweimonatiger Belagerung durch die Türken und heftigen Abwehrkämpfen unter Führung von Graf Ernst Rüdiger von Starhemberg war am Vortag, dem 11. September 1683, endlich das Entsatzheer aus polnischen, kaiserlichen, bayerischen und sächsischen Truppen sowie Kontingenten der südwestdeutschen Fürstentümer auf den Hügeln außerhalb Wiens eingetroffen.

Am Morgen des 12. September, einem sonnigen Sonntag wie heute, kam diese vereinigte Armee von den Hügeln heruntergeflutet, nach den Worten eines osmanischen Beobachters „wie eine Flut von schwarzem Pech, das alles auf seinem Weg erstickt und einäschert.“

Durch das von tiefen Hohlwegen durchschnittene und von Weingärten und Steinmauern zergliederte Gelände kam die Kavalleriestreitmacht des polnischen Königs Jan III Sobieski nicht so schnell voran, wie dieser gehofft hatte, und konnte sich erst gegen vier Uhr nachmittags, als sie das…

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vonFjordman
 
Übersetzung und Bilder: BeforeDawn
 
Das Original „On the Illusion of a Moderate Islam“ ist am 10. August 2010 in Jihad Watch erschienen.
 
Fjordman hat sich bereits in zwei früheren Essays mit der angeblichen Existenz eines „gemäßigten Islam“, bzw. mit der Frage der Möglichkeit der Entstehung eines solchen, beschäftigt: Warum wir uns nicht auf moderate Moslems verlassen können undWünschen wir uns eine islamische Reformation? 
 
 
Der Ausgangspunkt meiner Erörterung soll die Tatsache sein, dass die traditionellen religiösen Texte des Islam – der Koran, und in Ergänzung dazu sekundäre Quellen wie die Hadithliteratur –, wenn sie beim Wortlaut genommen werden, zu weltweiter und immerwährender Gewalt gegen Nicht-Muslime ermutigen, bis die globale Herrschaft des Islams und seiner Anhänger fest etabliert ist. Es liegt eine große Zahl von Untersuchungen vor, die dieses bestätigen. Auch moslemische Gelehrte selbst, einschließlich der Herausragenden wie al-Ghazali und Ibn Chaldun, haben für mehr als ein Jahrtausend diese Sichtweise gestützt und tun dies auch noch im 21. Jahrhundert.
 

Als erschwerender Faktor kommt hinzu, dass es im Islam durchaus erlaubt ist, Nicht-Moslems zu belügen und zu betrügen, was in der Form von taqiyya und kitman von Schiiten und Sunniten gleichermassen ausgiebig praktiziert wird. Die Behauptung, dass es diese Strategie nur im schiitischen Islam gibt, ist falsch. Zum Beispiel hat der palästinensische Dschihadistenführer Jassir Arafat (1929 – 2004) zur gleichen Zeit, als er im Westen über „Frieden“ geredet hat (ein Täuschungsmanöver, das ihm 1994 einen Anteil am Friedensnobelpreis eingebracht hat) seinen arabischen Zuhörern gegenüber angedeutet, dass die Osloer Friedensverhandlungen mit den Israelis nur etwas Zeitweiliges seien, ähnlich dem Vertrag von Hudaibbiyya zwischen den Anhängern Mohammeds und dem nichtmoslemischen Stamm der Kuraischi in Mekka, der sofort gebrochen wurde, sobald die Moslems sich stark genug fühlten, um ungestraft davonzukommen zu können.

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von Fjordman

Erstveröffentlichung am 5. 9. 2008 unter dem Titel “Eastern Europe and the New Threats to Freedom” im Blog Gates of Vienna. 

Übersetzung aus dem Englischen: BeforeDawn

Der niederländische Karikaturist Nekschot (´Nackenschuss´), ein   Freund des toten Theo van Gogh, des Filmemachers, der von einem frommen Moslem im Jahr 2004 rituell geschlachtet wurde, war im Jahr 2008 der erste Karikaturist, der jemals in der Geschichte der westlichen Demokratien verhaftet wurde. Gregorius Nekschot wurde dreißig Stunden festgehalten wegen Karikaturen, die “Muslime und Menschen dunklerer Hautfarbe diskriminieren”, wie es die Staatsanwaltschaft Amsterdam ausdrückte. Ungefähr 10 Polizeibeamte zerrten ihn aus seinem Haus in Amsterdam, stellten seinen Computer und sein Telefon sicher und teilten ihm mit, dass sein bürgerlicher Name bekannt gemacht werde. Nekschot wurde zwei Tage später freigelassen. Eine Anzeige war im Jahr 2005 von dem niederländischen Imam Abdul Jabbar van de Ven, einem radikalen Islam-Konvertiten, gegen ihn erstattet worden. Nach dem Mord an dem Filmemacher Theo van Gogh hatte Abdul Jabbar van de Ven im Fernsehen gesagt, er würde Allah danken, wenn er es einrichten könnte, dass der islamkritische Abgeordnete Geert Wilders stirbt, “z. B. an Krebs”.

Die Verhaftung von Gregorius Nekschot wegen eines “multikulturellen Gedankenverbrechens” war ein weiterer Tiefpunkt für die Niederlande, einem Land, das noch vor wenigen Jahren für seine Offenheit und Toleranz bekannt war. Es war aber auch ein neuer Tiefpunkt für den “freien Westen”, der plötzlich sehr viel weniger frei aussieht.

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von Fjordman

Erstveröffentlichung in Gates of Vienna, 23. August 2008

Übersetzung: Manfred

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 Erdogan Erdogan

Im Dezember 2004 warnte der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdogan die Führer der EU dass sie einen hohen Preis in Gestalt eskalierender Gewalt von islamischen Extremisten in der EU würden zahlen müssen, wenn sie die Türkei als Mitglied ablehnen und sich selbst als christlichen Club konsolidieren. Die Türkei ist selbst Mitglied eines muslimischen Clubs, der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC), ist jedoch deswegen keiner eskalierenden Gewalt von Seiten christlicher Extremisten ausgesetzt. Herr Erdogan vergaß dies zu erwähnen, aber seine nur dünn verschleierte Drohnung wurde von den führenden Politikern Europas sehr wohl verstanden. Im September 2005 behauptete Jack Straw, damals Außenminister von Tony Blairs Labour-regierung in Großbritannien, dass die Zerstörung der türkischen Hoffnungen auf Mitgliedschaft islamischen extremisten Munition geben würde, wohingegen es helfen könnte, einen „clash of civilizations“ zu verhindern, wenn man die Türkei in der Union willkommen hieße. Offenbar erfreut über diesen Fortschritt auf dem Wege zur Unterwerfung Europas unter muslimische Forderungen, schlug Premier Erdogan im Februar 2008 vor, dass Deutschland türkische Gymnasien und Universitäten gründen solle und plädierte dafür, dass die existeirenden Oberschulen Lehrer aus der Türkei beschäftigen sollten. Der Vorschlag überraschte Kanzlerin Angela Merkel auf dem falschen Fuß.

  Spieler von Inter Mailand Spieler von Inter Mailand

Im Dezember 2007 reichte ein türkischer Anwalt Klage ein, nachdem der italienischen Fußballclub Inter ein Trikot mit einem „beleidigenden Symbol“ trug. Das Trikotmuster enthielt ein großes rotes Kreuz auf weißem Grund, ein Symbol der Stadt Mailand. Der Schweizer Fußballschiedsrichter Massimo Busacca schwor, dass er während der saudischen Meisterschaft eine Trillerpfeife mit dem Symbol des Schweizerkreuzes darauf tragen würde, und zwar ungeachtet der Tatsache, dass Viele in Saudi-Arabien an Busacca appelliert hatten, eine andere Pfeife zu benutzen, um eine Beleidigung der Muslime zu vermeiden. Das Schweizerkreuz ist das Symbol der Schweizer Nationalflagge.  Moslems in Europa sind emsig dabei, Parallelgesellschaften, und sie bauen zügig No-Go-Zonen in vielen deutschen Städten auszubauen, wo die Einheimischen, einschließlich de Polizei, Angriffe von muslimischen Banden riskieren. Ein Fitnessstudio in Köln ist speziell auf muslimische Frauen ausgerichtet. Im Stadtteil Ehrenfeld können muslimische Frauen, die sich körperlich fit halten wollen, sich im „Hayat“(türk.: „Leben“)-Studio von weiblichen Trainern betreuen lassen und dabei ihre Kleidung anbehalten. Andere möchten noch mehr Fitnessstudios eröffnen, in denen muslimische Frauen trainieren und dabei „anständig“ bleiben können. Im August 2008 wurde ein älterer Kölner Stadtverordneter, Hans-Martin Breninek, von jungen Türken bewusstlos und krankenhausreif geschlagen. Die Gruppe der Türken, die einen Kampfhund bei sich hatten, schaffte es zu fliehen, bevor die Polizei eintraf. Vorbeikommenden Passanten ist es zu verdanken, dass Breninek nicht weiter verletzt wurde, als er schon auf dem Boden lag. Dies geschah im Herzen von Köln, aber das hielt die „Jugendlichen“ nicht davon ab, den 67 Jahre alten Mann anzugreifen. Er hatte Informationen verteilt, in denen vor der Islamisierung seines Landes und des Kontinents gewarnt wurde. Inzwischen betrachtet Indonesien, das größte muslimische Land der Welt, die Pläne, einen Anti-Islamisierungskongress am 19./20. September in Köln abzuhalten, als kontraproduktiv für den interreligiösen Dialog. „Jeder Plan, einen Anti-Islam-Kongress abzuhalten wäre kontraproduktiv für den interreligiösen Dialog, der auch europäische Nationen umfasst“, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Teuku Faizasyah. Die Organisation der Islamischen Konferenz (OIC), in der Indonesien eine prominente Rolle spielt, drückte im Hinblick auf den geplanten Kongress tiefe Sorge aus, zugleich aber auch die Hoffenung, dass alle Teile der deutschen und europäischen Gesellschaft den geplanten Kongress entschieden ablehnen und „Hass und Rassismus verwerfen“ würden. Die OIC hat jüngst ein „Islamophobia Observatory“ in Djidda, Saudi-Arabien, eingerichtet. Zur selben Zeit wurden in den vergangenen Jahren in Indonesien Tausende von Kirchen vom muslimischen Mob zerstört. In Saudi-Arabien ist es untersagt, irgendeine andere Religion als den Islam zu praktizieren, und die, die es übertreten, und sei es in den eigenen vier Wänden, riskieren Deportation oder Schlimmeres.

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von Fjordman

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Erstveröffentlichung unter dem Titel “Islam, the West, and Our ´Shared Heritage´” in: Dhimmi Watch,  7. November 2008.

Übersetzung: BeforeDawn

Kaum eine Woche geht vorüber, ohne dass jemand behauptet, Muslime und Westler hätten ein “gemeinsames kulturelles Erbe”. Ich widerspreche dieser Behauptung entschieden. Das einzige, was wir Europäer und Muslime an “gemeinsamer Geschichte” haben, ist, dass wir 1300 Jahre lang das Ziel des Dschihad gewesen sind. Die Umdeutung der Geschichte des Westens ist inzwischen derartig schlimm, dass sogar William Shakespeare zum heimlichen Moslem erklärt wird. “Shakespeare hätte großen Gefallen am Sufismus gefunden”, hat der Islam-Wissenschaftler Martin Lings, selber ein Sufi, im Jahr 2004 gesagt. Wie der Guardian berichtet, hat Lings während der Islam Awareness Week in einer Vorlesung der International Shakespeare Globe Fellowship in Shakespeares eigenem Globe-Theater in London argumentiert, Shakespeares Werk “habe Ähnlichkeit mit den Lehren der islamischen Sufi-Sekte”.

Robert Spencer gab damals folgenden Kommentar dazu ab:

Shakespeare ist nur das letzte Beispiel dafür, dass bedeutende Vertreter der westlichen, christlichen Kultur islamkompatibel gemacht werden: erst kürzlich hat das Außenministerium der USA versichert, und das ohne den geringsten Beweis, dass Christoph Kolumbus (der Ferdinand und Isabella für die Vertreibung der Muslime aus Spanien gepriesen hat) von einem muslimischen Navigator unterstützt worden ist. Es ist ein bedenkliches Zeichen unserer Zeit, wenn ein solches Denken nicht nur auf islamverharmlosende Webseiten beschränkt ist, sondern auch vom Globe-Theater und vom amerikanischen Außenministerium übernommen wird – die ja nun kaum den kulturellen Rand repräsentieren -, ja sogar von Schulbuchverlagen. Der Zustand des amerikanischen Erziehungssystems ist heutzutage so erbärmlich, dass selbst die Lehrer diesen Geschichtsfantasien nichts entgegenzusetzen haben. Sie werden zu willfährigen Propagandisten der neuen Geschichtsdeutung: Seht! Von den Muslimen haben wir nichts zu befürchten. Shakespeare war auch einer von ihnen. Ach ja, und Goethe auch. Und Abraham Lincolns Mutter!

Das Lustige daran ist, dass es das Konzept “Theater” im Islam des Mittelalters bzw. der frühen Neuzeit ja wohl kaum gegeben hat. Es hat kein muslimischer Shakespeare existiert, weil kein muslimischer Shakespeare möglich war. Dies ist eben ein weiterer Teil des griechisch- römischen Erbes, der nicht von den Muslimen “geteilt, bewahrt und an uns weitergegeben wurde”, weil sie nie daran interessiert waren, nicht einmal während ihrer Blütezeit.

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