Archive für Beiträge mit Schlagwort: Europäische Union

MORGENWACHT

Von Olaf L. Müller, aus GEO 6-2012 (hier veröffentlicht anlässlich der aktuellen Zypernkrise; siehe zum Beispiel diesen Artikel ).

Bloß nicht daran denken! Wenn der Euro zerbricht, ist die europäische Versöhnung bedroht, am Ende steht gar der Frieden auf dem Spiel. Mit solchen Ängsten wird uns ein Tabu aufgezwungen, zumal in Deutschland. Wir müssen den Euro um jeden Preis retten, heißt es. Um jeden Preis? Bedenken Sie, was das bedeuten könnte…

Es ist nicht zu bestreiten: Verschwände der Euro unkontrolliert, bräche Chaos aus. Doch daraus ergibt sich nur, dass wir uns fragen sollten: Wie wäre ein kontrollierter Ausstieg zu organisieren? Außerhalb der Eurozone wird diese Frage längst gestellt, etwa in England von dem Oberhausmitglied Simon Wolfson. Im Verein mit der Denkfabrik Policy Exchange hat er einen Preis von 250.000 Pfund für das beste Ausstiegs-Szenario ausgelobt. Eine Jury aus namhaften Ökonomen hat nun die fünf Vorschläge bekannt gemacht, die noch…

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MORGENWACHT

Europa 2067

Von Baron Bodissey; Original: Where is Europe Headed?, erschienen am 7. Mai 2008 auf Gates of Vienna.
Übersetzung: Lucifex (unter Verwendung des von Dunkler Phönix als Einleitung für diesen Artikel übersetzten Teils)

Archonix, einer unserer regelmäßigen Leser und Kommentatoren aus dem Vereinigten Königreich, erläutert im Kommentarstrang eines unserer gestrigen Artikel, warum die EU langfristig nicht funktionieren wird.

Er richtet seine Worte an einen anderen Kommentator [„The Poster Formerly Known as Gordon“; d. Ü.], der seine Gedanken so beschließt:

Die Fjordmans und DeWinters Europas müssen sich vom Nationalismus trennen und ein neues Europa akzeptieren, mit einer neuen föderalen EU-Struktur, mit Vertretern aus den einzelnen europäischen Staaten, die sowohl die europäische Union als auch eine europäische kulturelle und zivilisatorische Identität gegen Angriffe aus der islamischen Welt unterstützen.

Archonix erwidert (der Klarheit wegen leicht editiert):

Gordon, du schreibst im allgemeinen vernünftig, aber du hast dir selbst widersprochen:

Der Wille…

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MORGENWACHT

Britischer Zollbeamter Es wird geschätzt, dass die Bevölkerungszahl des Vereinigten Königreichs bis 2051 die 77 Millionen erreicht.

Von Martyn Brown. Original: Migrants change UK forever: White Britons ‘will be in minority by 2066’, erschienen am 2. Mai 2013 im “Daily Express”.
Übersetzung: Lucifex

BRITANNIEN wird nach 2050 die ethnisch vielfältigste Nation der Welt sein, laut einer explosiven akademischen Studie.

Sie legt die Auswirkung von Jahrzehnten der Einwanderung bloß und behauptet, dass weiße Briten bis 2066 in der Minderheit sein werden.

Ein Massenzustrom von Migranten hat dem Vereinigten Königreich den am schnellsten wachsenden Prozentsatz ethnischer Minderheiten und im Ausland geborener Populationen gebracht.

Der Bericht – der auch die riesige Auswirkung von Labours Politik der offenen Tür gegenüber der Einwanderung zwischen 1997 und 2010 enthüllt – sagt, dass sich hier lebende Ausländer und nichtweiße Briten bis 2040 verdoppeln und ein Drittel der Bevölkerung des Vereinigten Königreichs ausmachen werden.

Berichtsverfasser Professor David Coleman…

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MORGENWACHT

Von Fjordman. Original: Stupidity Without Borders – The Alliance of Utopias, erschienen am 17. Juli 2006 im Brussels Journal.
Übersetzung: Lucifex.

Das 20. und der Beginn des 21. Jahrhunderts haben das spektakulärste Bevölkerungswachstum der menschlichen Geschichte erlebt; der Großteil davon fand in Drittweltländern statt. Die Weltbevölkerung, die im Jahr 2006 auf 6.4 Milliarden geschätzt wird, wächst pro Jahr um mehr als 70 Millionen Menschen. In sechzig Jahren hat Brasiliens Bevölkerung um 318 Prozent zugenommen, die von Äthiopien um 503 Prozent. Es gibt jetzt 73 Millionen Menschen in Äthiopien – mehr als die Bevölkerung Britanniens oder Frankreichs.

Zur selben Zeit haben viele der wirtschaftlich erfolgreichsten Länder, sowohl im Osten als auch im Westen, Probleme mit alternden oder abnehmenden Bevölkerungen. Am Höhepunkt um 1910 herum lebte ein Viertel der Weltbevölkerung in Europa oder Nordamerika. Heute ist der Prozentanteil wahrscheinlich auf etwa ein Achtel gesunken. Südkoreas Geburtenrate ist so weit…

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As der Schwerter

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Neulich habe ich ja schon im Schlußteil von Allahs Uhren gehen anders gemutmaßt, daß die Umstürzlereien der letzten Zeit in Nordafrika, Jordanien und Jemen nicht bloß spontane „Volkserhebungen“ sind (auch wenn sie reale Ursachen in den Grundproblemen dieser Länder haben), sondern von interessierten Kreisen angestiftet und koordiniert wurden. Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die Interviews, die der israelische Journalist Ari Shavit im von mir übersetzten Haaretz-Artikel White Man’s Burden, aus dem ich in „Allahs Uhren“ zitiere, mit mehreren jüdisch-amerikanischen „Neocons“ geführt hat.

Nachdem „Globomerica“ sich mit der militärischen Vorgangsweise im Irak und Afghanistan übel die Finger verbrannt hat, liegt der Verdacht nahe, daß hinter diesen „Volksaufständen“ der Versuch steckt, nach dem gescheiterten militärischen Ansatz auf nichtmilitärische Weise „mit anderen arabischen Ländern weiterzumachen“, indem man diese Unruhen gezielt über Facebook und andere Kanäle schürt, um nach dem Sturz der alten Regimes diskret neue nach eigenen Vorstellungen etablieren…

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MORGENWACHT

Von Fjordman. Original: The Background of Multiculturalism, erschienen am 16. November 2006 im Brussels Journal.
Übersetzung: Lucifex.

Ich habe versucht, die Wurzeln des Multikulturalismus und der Political Correctness zu analysieren. Der Schluss, zu dem ich bisher gekommen bin, ist, dass er als eine Kombination von Kräften und Einflüssen verstanden werden muss, die unterschiedlich sind, sich aber nicht gegenseitig ausschließen.

Eine Ansicht ist, dass der Multikulturalismus „einfach passierte“, als Zufallsergebnis der technologischen Globalisierung. Obwohl globaler Migrationsdruck und moderne Kommunikation definitiv dazu beitrugen, ist diese These meiner Ansicht nach fast sicher zu simplistisch. Es gibt zunehmend Hinweise darauf, dass der Multikulturalismus von verschiedenen Gruppen bewusst gefördert worden ist. Wenn überhaupt, dann ist er ein indirektes Ergebnis der Globalisierung durch multinationale Konzerne und die Schöpfung einer internationalen politischen Elite, deren gegenseitige Loyalität zunehmend an die Stelle nationaler Interessen tritt.

Ich habe manche Kommentatoren sagen hören, dass all die zerstörerischsten…

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MORGENWACHT

Lampedusa-Flüchtlinge

Von Enza Ferreri. Original: Why Lampedusa?, erschienen am 5. Juli 2013 auf Gates of Vienna.

Übersetzung: Lucifex.

 

Vorwort von Baron Bodissey:

Damals im Juni 2011 berichteten wir ausgiebig über die „Heerlager der Heiligen”-Krise in Italien und Malta im Gefolge des arabischen Frühlings, als Hunderttausende illegaler Einwanderer auf die Inseln des südlichen Mittelmeers und an die südlichen Küsten Italiens und Siziliens strömten.

Die Flut von Flüchtlingen ebbte 2012 etwas ab, geht aber immer noch weiter. Während der Migrationssaison – den Sommermonaten, wenn das Mittelmeer ziemlich ruhig ist – erscheinen Hunderte Leute in klapprigen Booten vor der Küste von Lampedusa und müssen entsprechend der Asylvorschriften der EU gerettet, untergebracht, bekleidet und ernährt werden. Egal, ob sie randalieren, Vandalenakte begehen, rauben und die Einheimischen terrorisieren – sie sind „Flüchtlinge“, und ihre Bedürfnisse kommen an erster Stelle.

Während Papst Franziskus sich darauf vorbereitet, Lampedusa nächste Woche zu besuchen, wirft

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As der Schwerter

Husavik, Islandhjortur-logo  von Hjörtur J. Guðmundsson, übersetzt von Deep Roots. Das Original Iceland’s Pointless EU Application erschien am 23. April 2011 im Brussels Journal.

Es gibt natürlich viele Dinge, die die Europäische Union nie hätte tun sollen, und eines davon war, Islands Bewerbung um den Beitritt zu dem Block zu akzeptieren. Aber Brüssel kann einem bis zu einem gewissen Punkt leid tun, da ihm vorgetäuscht wurde, daß das isländische Volk die Mitgliedschaft wünschte. Nichts könnte jedoch weiter von der Realität entfernt sein. Das isländische Volk hat nie Mitglied werden wollen, und niemals so wenig wie heute. Laut aufeinanderfolgenden Umfragen von verschiedenen Meinungsforschungsinstituten sind bis zu zwei Drittel gegen die Mitgliedschaft. Ein schließlicher Beitrittsvertrag würde, falls es dazu kommt, in Island einer Volksabstimmung unterzogen werden müssen.

Nach dem wirtschaftlichen Zusammenbruch in Island im Herbst 2008 wurde von der Sozialdemokratischen Allianz – der einzigen isländischen politischen Partei, die eine EU-Mitgliedschaft unterstützt…

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As der Schwerter

Isländisches Staatswappen Islands Wappen mit den vier Landwächtern Seeadler, Drache, Stier und Riese, die nach der Heimskringla-Saga im 10. Jahrhundert einen Eroberungszug des Dänenkönigs Harald Blauzahn verhinderten.

hjortur-logo  von Hjörtur J. Guðmundsson, übersetzt von Deep Roots. Das Original Why did Iceland say ‘no’? erschien am 13. April 2011 im Brussels Journal.

Am Samstag weigerte sich das Volk von Island ein zweites Mal per Referendum, die Schulden der gescheiterten Privatbank Landsbanki Íslands und ihrer Online-Tochter Icesave zu bezahlen, die in Großbritannien und den Niederlanden tätig war. Das Ergebnis des Referendums war mit einer Wahlbeteiligung von 75 Prozent eindeutig.

Fast 60 Prozent stimmten mit „Nein“ gegen ein Abkommen, das die isländischen Steuerzahler die Verantwortung für diese Schulden samt Zinsen hätte schultern lassen, die auf € 11.875,– für jeden von Islands 320.000 Einwohner geschätzt werden. Jedoch weiß niemand wirklich, wie hoch der Betrag am Ende gewesen wäre. Dies war einfach ein Barscheck.

Während…

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As der Schwerter

Scylla - Odinn Historisches „Symbolfoto“ aus dem „Dritten Kabeljaukrieg“: Das isländische Kanonenboot „Odinn“ (vorn) rammt am 23. Februar 1976 die britische Fregatte „HMS Scylla“.

hjortur-logo von Hjörtur J. Guðmundsson, übersetzt von Deep Roots. Das Original The Mackerel Dispute As A Measurement For Sovereignty erschien am 26. September 2010 im Brussels Journal.

In den letzten Wochen hat Island einen Streit mit der Europäischen Union wegen der Makrelenfischerei innerhalb der isländischen exklusiven Wirtschaftszone gehabt. Isländische Vertreter sind von Norwegen und der EU nicht am Verhandlungstisch über Makrelen zugelassen worden, obwohl die Spezies hauptsächlich aufgrund der Erwärmung des Meeres zunehmend innerhalb der isländischen EWZ angetroffen worden ist. Infolgedessen ist Island durch keine Abkommen über Makrelen gebunden gewesen, und daher hat die isländische Regierung einseitig Quoten für Makrelen in isländischen Gewässern vergeben.

Dieses Jahr hat es in der isländischen EWZ Makrelen in solcher Zahl gegeben, daß es für die Fischer schwierig war, andere Spezies zu fischen…

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